Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Leitungsbahnen Obere Extremität
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
BWA 3: Beim heiligen Medianus
- Wer dachte, mit den Muskeln sei das Extremitäten-Testat soweit abgehandelt, wird vermutlich beim ersten Blick auf den Plexus brachialis leicht schwitzige Achseln bekommen haben. Aber keine Sorge, Rettung naht! Wir erklären euch die Arterien und Nerven der oberen Extremität in gewohnt knackiger Art und Weise, sodass ihr alle Strukturen wiedererkennt und Ausfallerscheinungen logisch herleiten könnt - ohne, dass ihr euch gleich die Augen mit der Ulna auskratzen müsst.
Kapitel:(00:00) - Gefäße (12:20) - Plexus brachialis
Ihr sucht eine Datenbank mit allen Merkhilfen? Oder eine Episodenübersicht?
Checkt jetzt unsere Web-App!
https://dervorklinikpodcast.de
Instagram:
https://www.instagram.com/der_vorklinikpodcast/
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Und das hat dann irgendjemand halt Spurhand genannt. Ich sehe das nicht so ganz.
SPEAKER_06Ich finde, es sieht mehr so aus wie Peace mit Daumen. So, hallo, liebe Leute, herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus, heute in Folge Nummer 4. Wir beschäftigen uns heute wieder mit der oberen Extremität, aber diesmal nicht mit den Muskeln, sondern mit dem ganzen anderen Rest, wenn man es so bezeichnen möchte, mit den sogenannten Leitungsbahnen. Also sprich, Gefäßen und Nerven. Ja, also es ist eine wichtige Sache, sollte man sich betrachten, war auch in meiner Prüfung echt dann einfach wichtiger als die Muskeln, aber seien wir dahingestellt.
SPEAKER_03Ja, genau. Also das hatten wir in der letzten Folge schon mal thematisiert, dass wir halt wirklich gesagt haben, zur oberen Extremität eine Folge Muskeln, eine Folge Leitungsbahnen. Und wir denken, dass es eben auch die Relevanz ganz gut einfach abdeckt, weil Leitungsbahnen sind wirklich genauso wichtig wie Muskeln.
SPEAKER_05Ganz kurze Werbung.
SPEAKER_03Im letzten Semester habe ich ähnlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditricks gelernt. Merkhilfen wie zum Beispiel der campende Bäcker für den Campylobacter haben mir nicht nur einen Schmunzel auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.
SPEAKER_05Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, da klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINVES15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditricks-Abo. SidusInversus 15. Jetzt sichern. Das war's schon.
SPEAKER_03Und das hat dann irgendjemand halt Spurhand genannt. Ich sehe das nicht so ganz. Ich finde, es sieht mehr so aus wie Peace mit Daumen.
SPEAKER_04Situs in Versus.
SPEAKER_06So, hallo liebe Leute, herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus heute in Folge Nummer 4. Wir beschäftigen uns heute wieder mit der oberen Extremität, aber diesmal nicht mit den Muskeln, sondern mit dem ganzen anderen Rest, wenn man es so bezeichnen möchte, mit den sogenannten Leitungsbahnen. Also sprich Gefäßen und Nerven. Ja, also es ist eine wichtige Sache, sollte man sich betrachten, machen meiner Prüfung echt dann einfach wichtiger als die Muskeln, aber seien wir dahingestellt.
SPEAKER_03Ja, genau. Also das hatten wir in der letzten Folge schon mal thematisiert, dass wir halt wirklich gesagt haben, zur oberen Extremität eine Folge Muskeln, eine Folge Leitungsbahnen. Und wir denken, dass es eben auch die Relevanz ganz gut einfach abdeckt, weil Leitungsbahnen sind wirklich genauso wichtig wie Muskeln.
SPEAKER_06Ja, und deswegen würde ich jetzt einfach mal direkt starten. Zu Anfang sei gesagt, dass irgendwie nicht so wie im Lehrbuch. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch ist anders. Und deswegen schaffen wir euch jetzt am besten eine Grundstruktur, wobei am Anfang schon mal gesagt sei, dass ich das Gefühl habe, dass die Arterien sind wichtiger als die Venen.
SPEAKER_03Ja, auf jeden Fall, die werden ja auch manchmal einfach weggeschnibbelt, okay?
SPEAKER_06Ja, richtig. Und dann denke ich einfach, könnte man mal anfangen, dass es von der Orter in Richtung Arm, die eigentlich ähnlich fällt wie mit den Knochen. Im Oberarm gibt es einen Knochen, also eine Arterie, und im Unterarm gibt es zwei Knochen, also zwei Arterien. Und die sind dann immer je nachdem benannt, wo wir uns halt gerade befinden. Also quasi, es beginnt mit der Subclavia, ist logisch, weil sie unter der Clavicula ist, macht Sinn. Die läuft dann einfach weiter zur, wird dann zur Axillaris und dann zur Brachialis, halt, weil man in der Achsel und am Oberarm ist, ist es halt so. Und danach teilt sie sich halt eben normalerweise am Ellebogen auf in die Radialis und Ulnaris. Ist auch logisch, welche Arterie wo läuft. Das ist halt das Angenehme, was nicht so ganz angenehm ist, dass die 18 Millionen Abgänge haben, die man halt eben auswendig kennen sollte.
SPEAKER_03Ja, genau, und halt auch einfach irgendwie an der Leiche gucken, dass man die halt irgendwie zuordnen kann. Also sich halt irgendwie vielleicht auch mit dem Lehrbuch dann da hinstellen und gucken, ja, diesen Abgang kann ich als, oder diesen Zipfel kann ich als diesen Abgang verkaufen und dass man halt irgendwie da gut rauskommt.
SPEAKER_06Ja, richtig. Ja, und so, was man noch sagen sollte, es gibt zu jedem Abstand auch gewisse Besonderheiten. Zum Beispiel gibt es diese wunderschönen Scalenuslücken, die wir sollten auf jeden Fall schon mal gehört haben. Also quasi diese drei Musculis scaleni bilden ja logischerweise Lücken und diese Lücken, ähm, die sind sehr wichtig, um gewisse Gefäße, Nervenstränge zu finden. Zu den Gefäßen, sei gesagt, quasi die vordere Skalinuslücke, ist auch nicht so ganz intuitiv, die liegt vor dem ersten Skalinusmuskel. Und die ist zwischen dem Skalinus anterior und dem Sternocleidum, meine ich. Genau. Und da läuft die Vene durch und dann da hinten, hintendran, zwischen den beiden ersten Skaleni, sind dann die Gefäße und also die Arterien und die Nerven. Das sollte man einfach mal festhalten. Kann man sich auch so merken, dass quasi das Wichtigere ist, mehr zentral, damit es nicht so schnell kaputt geht. Und so kann man die Arteria subclavia gut finden, weil die ja zwischen den beiden Skaleni rauskommt, Anterior und Medius. So die Axillaris findet man eigentlich ganz gut, weil die unter Musculus pectoralis minor entlangläuft, findet man eigentlich auch relativ gut. Außerdem ist die Axillaris umrahmt von den Fasciculi des Plexus brachialis, der in der zweiten Hälfte der Folgen ein großes Thema werden wird. Und dann kommen wir zum nächsten Abschnitt der Brachialis, wo dann die meisten abgefahrenen Sachen passieren. Weil man kann sich merken, dass halt eben aus Absicherungsgründen meistens die Arterien irgendwelche Anastomosen bilden, also quasi Verbindungen mit sich selbst, um halt eben, wenn ein Weg ausfällt, warum auch immer, trotzdem immer noch Blutfluss gewährleisten zu können. Und da ist halt die Brachialis so ein Riesending. Also grundsätzlich sei gesagt, dass die Brachialis, wie schon erwähnt, in die Radialis und Ulnaris aufgeteilt wird. Aber vorher gibt es noch zu jeder dieser Arterien eine sogenannte Kollaterale. Also quasi eine Verbindung von der Brachialis zur Radialis auf indirektem Wege, meistens hinten um Oberarm rum. Weil wie man das auch merkt, wenn man seinen Puls fühlt, kann man seinen Puls, der Radialis, quasi innen am Oberarm zwischen Bizeps und Trizeps spüren. Und somit kann man sich halt merken, dass auch da wieder das wichtige Gefäß liegt, quasi innen am Körper. Und da gibt es halt logischerweise einmal die Kollateralis und Kollateralis ulnaris. Ist auch, glaube ich, logisch, wo die wohin zieht. Was man noch erwähnen sollte, dass bei der Collateralis radialis, die verläuft relativ weit oben, geht die ab und geht relativ nach unten in den Oberarm. Deswegen wird die auch als Profundaprachei bezeichnet. Also das wurde ich auch schon gefragt in der Prüfung, dass man eben auch weiß, dass die quasi die obere Hälfte einen anderen Namen hat. Bei der Ulnaris heißt das immer Ulnaris, ja, und ist, glaube ich, relativ logisch. Die Radialis und die Ulnaris hingegen lassen sich relativ leicht finden, weil die liegen unter dem äußersten Muskel. Also relativ weit unten, aber unter dem äußersten Muskel. Also jeweils unter dem Kalkalismus. Genau, genau. Und bei der Ulnaris ist es halt der Musculus carpi ulnaris, weil das ist der äußerste Muskel Ulnar und beim Radialis ist der Brachioradialis. Und die liegt quasi nicht unter, sondern über dem Carpi radialis. Also die Flexoren der Hand quasi sind da, die Begrenzung, um diese Gefäße zu finden. Also die Leitmuskeln. Die Leitmuskeln, genau. Also da findet man das relativ leicht. Und dann als letztes bleibt natürlich noch die Hand übrig. Was kann man zur Hand sagen? Da gibt es diese berühmten Hohlhandbögen, also diese Archie. Und da gibt es einmal einen Arcus superficialis und einen Arcus profundus, also einen oberflächlichen und einen tiefen. Es ist die Frage, aus welcher Arterie entspringt was. Dazu kann man sich merken, dass wenn man diese Tabatiere aus den beiden Extensoren Hallucis, die wir schon in der ersten Folge hatten, wenn man die findet, dann kann man da drin den Radialispuls tasten. Das ist zwar nicht der klassische Punkt. Ja, muss man halt gucken, also es ist ja nicht der klassische Punkt, zwischen halt eben dem Brachioradialis und dem Carpio Radialis, ist nicht der klassische Punkt, aber man findet den da trotzdem. Und somit kann man sich quasi merken, dass die Radialis nochmal unter den Daumen durch. Wenn man untertaucht, dann liegt man tiefer, also bildet die Radialis hauptsächlich den Arcus profundus. Und somit die Ulnaris den Arcus superficialis. Und die gehen halt dann in die jeweilige Arterie und bilden eben diese Anastomose. Das ist relativ wichtig, weil man hat auch was mit Bypass-UPs zu tun, weil es gibt diesen Test, wenn man quasi in den Arm pitcht und beide Arterien zupitscht, dann wird die Hand halt grau. Das ist halt logisch, weil es fließt kein Blut mehr. Und wenn man dann die Ulnaris loslässt, dann sollte, wenn die Arki funktioniert, die ganze Hand wieder rosig werden. Und das ist der Test, weil dann kann man nämlich operativ die Arteria radialis entnehmen und die für einen Bypass verwenden. Also kann man wirklich machen, man drückt die beiden ab und zu. Genau. Man muss festzücken, es ist mittelmäßig schmerzhaft, aber es sollte funktionieren. Da kann man halt eben auch testen, ob bei einem selbst diese Arki vorhanden sind oder nicht. Weil es gibt da auch irgendwelche besonderen Fälle, was auch immer. So, wenn es Arterien geht, gibt es auch Venen, die unterteilt man in oberflächliche und Tiefe. Tiefe sind ganz schnell abgehakt, weil die Tiefen heißen eigentlich fast genauso wie die Arterien, nur dass es halt meistens zwei Ven zu einer Arterie gibt. Ist halt so, ja? Fertig, ja. Ist aber auch logisch, weil dann ist der Rücktransport halt leichter.
SPEAKER_03Genau, die sind ja oft so ein richtiges Netz dann um die Arterien rum.
SPEAKER_06Ja, und dann gibt es an oberflächlichen Venen eigentlich zwei wichtige, und zwar die Vena Cephalica und Basilika. Also die findet man, glaube ich, auch als erstes im PrEP-Kurs. Und um sich das zu merken, quasi, dass die Basilika ist zur Basis hin, also quasi die ist innen am Oberarm, halt eben um möglichst da an der Basis zu sein. Und die Zephalica sitzt wie Cäsar oben auf, auf seinem quasi Kaiserhaupt, wie auch immer, und kann und kann deswegen halt oben am Arm gefunden werden. Die verbinden sich 18 Millionen Mal und die einzige Verbindung, die ich cool finde, da kann man mal mit Protzen, ist die Mediana Kubiti, weil das die klassische Vene ist für die Blutentnahme in der Ellenbeuge. Also das ist das, wo einem der Arzt mal mitquält, wenn der Blut braucht.
SPEAKER_03Aber das ist halt auch wieder so ein, also das zeigt halt so diese Variantenvielfalt, die es da gibt, weil diese Mediana Cubiti, die sieht man ja auch dann ganz, also bei manchen sieht man sie, bei manchen nicht so richtig und ja, mal ausgeprägter, mal weniger ausgeprägt.
SPEAKER_06Tie war mal überflächlicher. Das ist auf jeden Fall, das sei mal zu gesagt, zu den Arterien des Arms. Da gibt es Millionen und Milliarden Abgänge, die kann man lernen, muss man nicht, ist ein bisschen abhängig vom Prüfer, aber alles andere muss man sich halt leider selbst angucken, es geht zwar nicht anders. Was man final noch abschließen muss, wenn man um Gefäße, das ist der oberen Extremität redet, sind die Schulterblattgefäße, die sogenannte Schulterblattarkade. Das ist so ein Ding, da habe ich auch dran preppen dürfen, hat Ewigkeiten gedauert, aber ist eigentlich ganz cool, denn da gibt es auch wieder zwei Anastomosen. Denn ein Hauptgefäß kommt von Medial aus der Subclavia, also und ein Gefäß kommt von lateral die Subscapularis. Und die teilen sich halt in zwei Äste auf und die treffen sich einmal oben rum und einmal unten rum. Das ist eigentlich auch relativ wichtig. Und die sich unten rum treffen, die haben alle irgendwas mit Dorsalis zu tun. Die eine aus der Subscapularis, heißt Thoraco Dorsalis, weil sie ja so ein bisschen vom seitlichen Thorax kommt. Und die andere heißt Dorsalis scapulae, weil sie halt eben an der Scapula langläuft. Keine Ahnung. Und ja, und die vereinigen sich an der, quasi an der unteren Spitze, also quasi der. Angulus inferior heißt. Angulus inferior, richtig. Und die obenrum, das ist dann die Zirkumflexa Scapulae und die Suprascapularis, Zircumflexa aus der Subscapularis und Suprascapularis aus der, quasi aus der Subclavia raus, aus diesem, aus diesem Trunchus Tyro Cervicalis. Und die vereinigen sich dann da. Die Zircumflexa heißt deswegen Zircumflexa, weil die sich durch diese Kude da durchschlängelt. Sieht super cool aus, kann man sich angucken. Ist echt klasse, ja. Und das ist diese Schulterblatt Arcade. Und was da ganz nett ist, dass die Nerven, die um das Schulterblatt rumliegen, genauso heißen wie die Arterien. Und somit haben wir einen super geilen Übergang zur zweiten Hälfte, denn es soll jetzt um die Nerven gehen.
SPEAKER_00Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der Situs Inversus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördkäfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf dervorklinikpodcast.de.
SPEAKER_05Dort gibt es auch die neuen Situs Inversus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Biobarmwolle gedruckt.
SPEAKER_03dervorklinikpodcast.de und das ist natürlich echt ein dickes Brett, was wir jetzt zu warnen haben hier. Also wir reden jetzt über den Plexus brachialis. Der, also ich erinnere mich da noch an die erste Vorlesung zur zu den oberen oder zu den Extremitäten zum Bewegungsapparat allgemein und da kam dann dieser Plexus brachialis und da habe ich erstmal gedacht, das kann doch nicht sein. Also nie im Leben muss man das hier wirklich können. Aber Plexus brachialis ist wirklich wichtig. Also das ist, glaube ich, auch in fast jedem Testat-Gegenstand der Prüfung. Und das muss man drauf bekommen. Und da gibt es auch sehr viele so Skizzen im Internet, wie man sich das sehr leicht merken kann, welche Anteile wo reinfließen und was dann woraus resultiert. Und da versuchen wir uns jetzt mal so ein bisschen ranzuwagen an das Thema.
SPEAKER_06Ist auch in meinen Augen aber auch das schwierigste Nervengeflecht, was man bei Extremitäten zu lernen hat.
SPEAKER_03Ja, welchen gibt es da noch unten? Gibt es dann den Lumbosakralis, ja genau, ja.
SPEAKER_06Und die sind zwar auch nicht ohne, aber die sind bei weitem nicht so komplex, finde ich. Deswegen also viel Spaß und Vollgas.
SPEAKER_03So, aber jetzt gehen wir Gas. Also wenn wir über den Plexus brachialis reden, dann müssen wir uns darüber klar sein, dass wir an den Halswirbeln sind. Wir sind von bei den Segmenten C5 bis TH1. Sprich Halswirbel 5 bis Brustwirbel 1. Genau. Und da muss man sich auch nochmal klar machen, dass es auch bei C8 gibt. Also der hast du auch dabei. Und jetzt gehen da quasi aus den Spinalnerven die Rami ventralis heraus und diese Rami ventralis vereinigen sich zunächst zu den sogenannten Trunki. Und dabei gehen C5 und C6 machen den Trunchus superior, C7, der mittlere ist relativ alleine, macht den Trunchus Medius und C8 und T1 den Trunchus inferior. So. Und sobald dann dieser Plexus brachialis unterhalb der Clavicula durch ist, reden wir nicht mehr von den Trunki, sondern wir reden jetzt von den Fasciculi. Und da ist natürlich jetzt die große Frage, weil nicht einfach nur die Trunki zu den Fasciculi werden, sondern sich so ein bisschen vermischen, welche Anteile fließen womit ein. Und da kann man sich merken, weil wir jetzt bei den Fasciculi reden wir nicht mehr von Superior, Medius und Inferior, sondern von Lateralis, Medialis und Posterior, dass posterior einfach von allen Anteilen bekommt. Also Trunchus superior, Medius und Inferior fließen alle in den Fasciculus posterior. Und darüber hinaus gibt es dann eben noch den Lateralis und den Medialis und der Lateralis, der bekommt auch noch Einflüsse oder Anteile vom Truncus Medius, neben dem Truncus superior, der größtenteils zum Fasculus lateralis wird und der Trunchus inferior geht alleine weiter zum Fasciculus medialis. Da am besten sich das aufzeichnen und überlegen, wie man sich das merken kann. Eine Analogie, woraus man sich überlegen kann und womit man sich überlegen kann, welche Fasciculi welche Anteile bekommen, ist, finde ich, das Bild von so einem richtig krassen Tier, also so ein richtiger Disco-Pumper, der halt ein sehr breites Kreuz hat, der also posterior sehr viel Muskelanteile hat. Und deswegen kann man sich vielleicht merken, der Fasciculus posterior bekommt Anteile von allen Trunki und der Fasciculus medialis. Da würden wir uns dann so in Richtung der Taie bewegen. Die Taille von so einem Pumper ist dann ja oft sehr, sehr schmal und dünn. Der ist fast nichts, hat nur die Anteile vom Tronchus inferior und das Fasciculus lateralis. Das wären dann zum Beispiel die Oberarme, die dann wiederum so ein bisschen breiter sind. Die bekommen auch noch ein bisschen mehr Anteile. Ja, so als grobe Skizze hilft vielleicht. Jetzt teilen wir den Plexus brachialis ein in einen Pars supraclavicularis und in einen Pars Infraklavicularis. Und da kann man sich im Prinzip einfach überlegen, dass dieser Pars supraclavicularis dann natürlich entsprechend aus den Trunki entspringen muss und der Pars Infraklavicularis dann entsprechend aus den Fasciculi kommen muss. So, deswegen der Pars supraclavicularis, um da anzufangen, besteht aus insgesamt vier Muskeln, die aus den Trunki hervorgehen. Und um sich zu merken, welche Muskeln da innerviert werden von diesen Nerven, da kann man sich überlegen, welche Muskeln alle am medialen Schulterblatt, also an der Mago Medialis der Scapula, liegen. Und das sind nämlich einerseits der Musculus Levator Scapula und die Rhomboideen Major und Minor, die beide durch den Nervus Dosalis scapula innerviert werden, dann der Musculus serratus anterior, der durch den Nervus thoracicus longus innerviert wird und der dann auch noch die Musculi supraspinatus und infraspinatus, die durch den Nervus suprascapularis, die Arteria suprascapularis hatten wir ja gerade schon, Leo, eben durch diesen innerviert werden. Dann gibt es auch noch den Nervus succlavius, der tanzt ja so ein bisschen aus der Reihe, aber der ist ja allgemein einfach nicht so wichtig. Okay, so, dann haben wir den Pars supraclavicularis auch schon abgehakt und gehen weiter zum Pars Infraklavicularis, der nochmal bedeutend komplizierter und größer ist. Da gibt es nochmal eine Unterteilung innerhalb des Paars Infraklavicularis in die kurzen und die langen Anteile. Die kurzen Anteile, also die kurzen Fasern, sind die, die direkt aus den Fasciculi austreten und die langen Fasern sind die, die quasi schlussendlich so die Endnerven sind, also das Ende von diesen Fasciculi darstellen. Und das sind fünf große Nerven, der Musculus cutaneus, der Axillaris, Medius, Radialis und Ulnaris. Und die muss man sich wirklich auch alle fünf im Detail anschauen, was die, wo die entlanglaufen, was die enervieren, was die sensibel enervieren und so weiter.
SPEAKER_06Ja, aber das sind ja auch die, die man am besten finden kann, am Ende in der Leiche.
SPEAKER_03Und da kann man sich dann auch so ein bisschen von diesen größeren Endnerven quasi auch zurückleiten, in welche Fasciculi die gehen und so weiter und kann sich daraus damit dann vieles überlegen. Fangen wir aber an mit dem Fasciculus lateralis. Also was kommt alles aus dem Fasciculus lateralis? Ich möchte das jetzt quasi mit dem Lateralis, posterior und dem Medialis einmal durchgehen und da zunächst die kurzen und dann die langen Anteile besprechen. Also beim Fasciculus lateralis, da haben wir zunächst den Nervus pectoralis lateralis. Wir sind ja am lateralen Teil. Es gibt übrigens auch noch einen Nervus pectoralis medialis, der dann natürlich am Fasciculus medialis entsprechend.
SPEAKER_06Hat sich ausnahmsweise mal jemand was beigedacht?
SPEAKER_03Auf jeden Fall. Also das kann man sich recht gut, recht entspannt einfach merken. Fasciculus lateralis, Nervus pectoralis lateralis. Und diese beiden, also pectoralis lateralis und medialis, vom Fasciculus medialis, die innervieren dann entsprechend den pectoralis major und den pectoralis minor. Und dann gibt es vom Fasciculus lateralis auch noch den Musculocutaneus, also den Nervus Musculocuterneus. Da ein bisschen die Überlegung, warum ist der jetzt am Fasciculus lateralis, kann man sich vielleicht denken, weil das Ende von dem relativ weit lateral dann am Unterarm liegt. Aber wie ist der Verlauf von diesem Muskel? Und das würde ich euch empfehlen, überlegt euch im Detail den Verlauf. Sorry, ich habe gerade Muskel gesagt, ich meinte natürlich den Nerv. Überlegt euch im Detail den Verlauf von diesem Nerv und versucht daraus zu schließen, welche Muskeln er innerviert und damit auch schlussendlich, welche Hautregionen er sensibel innerviert oder versorgt. Weil damit habt ihr dann im Prinzip alles Relevante zu den verschiedenen Nerven abgehandelt. Also der Musculocutaneus, er durchsticht den Coracobrachialis und geht dann zwischen Bizeps brachiei und brachialis Richtung Unterarm, um dann quasi am Unterarm lateral in einem sensiblen Hautast, dem sogenannten Nervuscutaneus antebrachii lateralis, zu enden. Und deswegen kann man sich jetzt einfach überlegen, alles klar, er durchsticht den Coracobrachialis und läuft nah an Bizeps brachiei und brachialis, dann wird er diese Muskeln vermutlich auch motorisch eben enervieren.
SPEAKER_06Ja, und diese Punkte mit dem Durchstechen von irgendwelchen Muskeln, die sind auch super relevant, weil die kann man einfach sehr gut nutzen, um Nerven zu finden. Weil am Ende ist es nicht so einfach, in so einem offenen Arm einfach umzupopeln und zu sagen, das ist der Nerv, sondern es ist immer cool, wenn man es begründen kann. Und es ist genau so, dass der Pectoralis lateralis durchsticht, nämlich den pectoralis minor. Also der Nerv lateralis durchsticht den Musculus minor. Und das ist eigentlich auch ganz cool, um zu unterscheiden, welcher Nerv jetzt welcher ist, weil die liegen, also wenn die präpariert sind, dann finde ich, das kann man nicht sagen, welcher Media, welcher lateral ist. Deswegen, das finde ich eigentlich ganz cool. Und so kann man dann am Ende auch wieder auf die Fastikoli kommen. Also es ist gar nicht übel, sich sowas zu merken.
SPEAKER_03Auf jeden Fall, ja, und so will ich jetzt auch die anderen Nerven alle angehen. Also ich möchte da jetzt und kann das auch einfach nicht hier in einer halben Stunde so bringen, dass wir das im Detail durchsprechen, den Verlauf, sondern wir diskutieren verschiedene Hotspots, ja, also Punkte, die einfach besonders relevant sind, wo eben der Nerv irgendwie entlangläuft und wo man den Nerv eben auch gut finden kann. Genau das wollen wir dann eben auch nehmen, um diese verschiedenen Nerven zu behandeln. Also nochmal kurzer Recap: Fasciculus lateralis gibt einmal den Nervus pectoralis lateralis ab und als langen Anteil den Musculocutaneus, der den Coracobrachialis, Bizeps brachi und Brachialis enerviert und am Unterarm einen sensiblen Hast abgibt. So, dann hat er auch noch Anteile am Nervus medianus, ja, ich weiß, aber das möchten wir am Ende behandeln. So, nun gehen wir weiter zum Fasciculus posterior und am Fasciculus posterior, da haben wir nun auch wieder kurze und lange Anteile und bei den kurzen Anteilen kann man sich überlegen, ja, das sind einfach die Anteile, die von hinten, also die Muskeln, die von hinten nach vorne am Humorus ziehen. Und da wieder die Überlegung, welche Muskeln sind es eigentlich. Aha, das ist der Musculus Lattissimus dorsi, wäre der Teresmajor und der Musculus subscapularis. Und da hat man dann auch schon wieder die ganzen Muskeln, von denen ich gerade eben gesprochen habe. Und muss ich jetzt überlegen, welche Nerven treffen dazu oder welche Nerven versorgen die. Das wäre einmal für den Latissimus dorsi, der Thoracodorsalis, und für Subscapularis und Teresmajor der Nervus subscapularis. Okay, dann ganz entscheidend beim Fasciculus posterior nun eben die langen Anteile. Und da ist es wichtig, uns sich klarzumachen beim Fasciculus posterior, hatten wir gerade gesagt, der bekommt Anteile aus allen Segmenten und der Fasciculus posterior versorgt die Strecker. Der Fasciculus posterior läuft hinten entlang am Arm und versorgt alle Muskeln, die eine Extension verursachen und damit auch viele sensible Regionen am hinteren oder am dorsalen Teil des Armes.
SPEAKER_06Gut, macht ja Sinn. Das quasi posterior hinten versorgt, kann man sich auch, glaube ich, ganz gut merken, weil auch die Extensoren hinten auf dem Arm sind und dann kann man dann so ein bisschen diese Informationen vereinen. Also ist, glaube ich, eigentlich eine ganz coole Sache, sich das so rüber zu merken.
SPEAKER_03Genau, ja. Und schlussendlich läuft der Fasciculus posterior aus im Nervus radialis, gibt davor aber noch den Nervus axillaris ab. Und das sind wieder zwei von diesen fünf größeren Nerven, die wir uns im Detail anschauen wollten. Okay, was sind die Hotspots beim Nervus axillaris? Der Nervus axillaris, der läuft durch die laterale Axellücke, das wollen wir in der fünften Folge zu den Extremitäten nochmal thematisieren und läuft dann dorsal über den Humorus, macht so eine kleine Schleife nach oben über das Columnchirurgikum. Und auf dem Weg dazu kommt er vorbei am Terris minor, der ja die Oberkante der lateralen Achellücke darstellt und enerviert auch noch den Musculus deltoideus. Und abschließend gibt er dann auch noch einen sensiblen Ast am Oberarm dorsal ab. Dann gibt es noch eben den Endast vom Fasciculus posterior, den Nervus radialis. Der Nervus radialis hat auch wieder verschiedene Hotspots. Und zwar läuft er eben jetzt quasi den ganzen Arm einfach runter und läuft da zunächst entlang am Sulsus nervi radialis. Dann durch den sogenannten Radialis-Tunnel. Das ist einfach nur ein gedachter Kanal zwischen dem Musculus brachialis und dem und der radialismuskulatur und teilt sich dann auf in einen ulnaren Ramus profundus und einen radialen Ramus superficialis.
SPEAKER_06Ja, es ist auf jeden Fall ziemlich viel Input, viel Verlauf, aber es nützt sich, dass es sich einfach mal vorzustellen, sich das Buch zu holen, weil wie gesagt, dann weiß man schon relativ viel, wo es langläuft. Und diesen Radialiskanal kann man auch relativ gut finden, weil halt eben, wie auch die Arteria radialis, der halt eben da an den quasi äußeren Muskeln am Radius so langläuft. Und deswegen findet man den da auch relativ gut. Genau.
SPEAKER_03Und dann haben wir quasi jetzt den Ramos profundus und diesen Ramos superficialis. Und der Ramos profundus, der ist nun der Anteil, der quasi motorisch innerviert. Also der geht zunächst durch den sogenannten Supinator-Kanal und innerviert dann die ganzen oberflächlichen und tiefen Extensoren am Unterarm. Und der Ramus superficialis, der zieht quasi so Richtung Richtung dorsale, laterale Handfläche und innerviert dann dort einen Teil oder eine Hälfte des Handrückens, wenn man so möchte. Darüber hinaus gibt es auch noch andere sensible Anteile, nämlich zwei sensible Anteile am Oberarm und einen sensiblen Anteil am Unterarm. Und zwar, wie schon gesagt, eher dorsal und eher so Richtung Lateral gedacht. Okay, kurzer Recap zum Axillaris und zum Radialis. Der Axillaris, laterale Axellücke, Columnchirurgicum, enerviert Deltuideus und Teres minor und gibt einen sensiblen Ast am Oberarm ab. Radialis radialis zieht durch den Sultus inervi radialis, durch den radialis Tunnel, teilt sich dann auf in Ramus superficialis, der sensibel ist und Ramus profundus, der motorisch ist und durch den Supinator-Kanal zieht und gibt neben dem Ramus profundus auch noch zwei sensible Aste am Oberarm und einen sensible am Unterarm ab. Und er enerviert, welche Muskeln, hatten wir gesagt, sämtliche Extensoren am Arm.
SPEAKER_06Ja, also es ist eigentlich ganz cool, dass wir quasi vom Vasiculus einen großen Ast für den Oberarm haben und einen für den Unterarm. Das ist eigentlich ganz cool. Was ich auch noch ganz gut merken kann, ist, da der Radialis durch diese ganzen Rami, die Moritz gerade genannt hat, ziemlich aufgefächert ist, macht er quasi keine Handmuskeln. Weil sich quasi das alles schon so aufgefächert hat, dass es gar nicht bis nach vorne reicht.
SPEAKER_03Genau. Also er macht nicht quasi, er macht einfach keine Handmuskeln.
SPEAKER_06Ja, er macht keine Handmuskeln. Und das finde ich eigentlich auch ganz, ganz, ganz nett, dass er, dass sich der Radialis da so separiert hat und sich um die Extensoren kümmert und sonst nicht.
SPEAKER_03Das ist eigentlich ganz nett. Und weil diese Ausfallerscheinungen halt einfach auch immer wieder ein Thema sind, noch ganz kurz, diese Fallhand, also quasi wenn die Hand so nach unten hängt und nicht mehr gestreckt werden kann, das ist natürlich ein Zeichen für eine radialision, da einfach die Streckung eben nicht mehr funktioniert.
SPEAKER_06Ja, klar, könnt ihr euch auch einfach mal überlegen, wenn man die Hand fallen lässt, dann streckt man sie nicht mehr. Macht schon Sinn, ne?
SPEAKER_03Ja, genau, würde ich auch einfach allgemein empfehlen bei diesen Ausfallerscheinungen. Überlegt euch, welche Muskeln fallen da aus bei den verschiedenen Nerven und deswegen könnt ihr daraus relativ schlüssig dann diese Ausfallerscheinungen einfach euch herleiten. Okay, letzter Teil vom Plexus brachialis, wir sind immer noch beim Pass Infraklavicularis und jetzt fehlt nur noch das Fasticulus medialis. Und was fehlt uns jetzt eigentlich noch? Uns fehlen noch die Flexoren im Unterarm und die ganze Handmuskulatur. Ja, genau. Genau, und die Muskeln müssen wir jetzt irgendwie eben zwischen den beiden großen Muskeln, die noch ausbleiben, äh, den großen Nerven, die noch ausbleiben, dem Ulnaris und dem Medianus, aufteilen in irgendeiner Form. Aber nochmal kurz zurück: beim Fasciculus medialis, da gibt es auch noch wieder kurze Anteile, einmal den schon thematisierten Pectoralis medialis und auch noch zwei sensible Anteile am mittleren Ober- und Unterarm, einmal den Nervus cuterneus brachei medialis und cuterneus antebrachei medialis. Und dann eben den langen Anteil, den Nervus ulnaris, von dem ich gerade schon gesprochen habe. Also wo zieht der Nervus ulnaris entlang? Der Nervus ulnaris zieht einmal durch den Sulsus bicipitalis medialis. Das ist einfach eine sehr wichtige Gefäßnervenstraße am Oberarm und zieht dann unterhalb des Epicondylus medialis an dieser Stelle, weswegen man das auch Musikantenknochen nennt, durch den Sulsus nervi ulnaris, dann zwischen den Köpfen des Musculus flexor carpi ulnaris Richtung Handgelenk. Und zwar auf der ulnaren Seite und inerviert dann von den Flexoren am Unterarm lediglich den Flexor Carpi ulnaris und den Flexor digitorum profundus mit seinem Unarenanteil. Das kann man sich auch schon mal merken. Also der Ulnaris macht kaum Flexoren am Unterarm, sondern die macht vor allem den Medianus. Und dann zieht er durch die Guyanloge, eben nicht durch den Kapaltunnel, sondern durch die Guyan-Loge. Das kommt übrigens auch nochmal in der Abschlussfolge. Genau. Und gibt dann einen Ramus superficialis, der wieder sensibel ist und einen Ramus profundus ab, der motorisch ist. Und welche Muskeln innerviert dieser Ramos prefundus? Der innerviert eben die gesamte Hypotenarmuskulatur, also die Muskulatur im Kleinen Finger, und dann auch fast die gesamte Tiefe kurze Handmuskulatur, also Lumbrikalis interossei und sowas.
SPEAKER_06Ist aber auch schon mal gut zu wissen. Also quasi kann man sich das auch wieder sehr gut einteilen. Profundus gleich motorisch, superficialis gleich sensibel und radialis quasi größtenteils Unterarm und Ulnar ist eigentlich kaum Unterarm.
SPEAKER_03Genau, und da gibt es natürlich dann immer so ein paar Sachen, die tanzen aus der Reihe. Die Lumbrikalis 1 und 2 zum Beispiel, die werden vom Medianus versorgt. Aber im Größen und Ganzen kann man sich das so merken. Und darüber hinaus noch ein Muskel der Tenarmuskulatur, nämlich der Musculus adductor polysis. Okay. Sensibel arbeitet der Nervus Ulnaris kaum. Oberarm oder am Unterarm. Er versorgt an der Hand die mediale Seite, also den medialen Anteil, sowohl von vorne und hinten, also die Palmare als auch die dorsale Seite. Können wir uns jetzt auch nochmal merken. Also wir hatten gerade schon beim Radialis, dass der quasi dorsal eine Hälfte versorgt und die andere dorsale Hälfte wird quasi vom Ulnaris versorgt und die andere und quasi die Handfläche gesehen, da die mediale Seite wird dann vom Ulnaris und der letzte Teil, der noch bleibt, nämlich die laterale Fläche von der Handfläche, die wird dann natürlich durch den Medianus versorgt. Okay? Also, wieder Recap. Was passiert beim Ulnaris? Sultus percipitalis medialis, Sultus nerviulnaris, enerviert auf dem Weg zum Handgelenk lediglich den Flexor digitorum profundus und den Flexor carbi ulnaris, zieht durch die Guionloge, gibt einen sensiblen Ramos superficialis und einen motorischen Ramos profundus ab, der die Hypotenar, die gesamte Hypotenarmuskulatur und nahezu die gesamte tiefe Handmuskulatur und darüber hinaus den Adductorpolizis der Tenarmuskulatur inerviert. Jetzt wieder die Überlegung, welche Ausfallerscheinung geht damit einher, nämlich die sogenannte Krallenhand. Die Krallenhand ist dadurch gekennzeichnet, dass wir quasi in dem Grundgelenk eine vermehrte Extension und im Mittel- und Endgelenk eine vermehrte Flexion haben. Müsste ich einfach mal ein Bild anschauen. Und das geht eben ganz entscheidend zurück auf die Interossei und die Lumbrikalis, die nämlich quasi die gegensätzlichen Anteile davon verursachen und genau deswegen quasi die anderen Bewegungen bei einem Ausfall von diesen überwiegt. Darüber hinaus gibt es auch noch dieses sogenannte positive Formet- oder Froment-Zeichen, nämlich dass man quasi, dass der Adduktor, hatte ja gesagt, die einzige Thenarmuskulatur, die innerviert wird vom Ulnaris, ist der Adduktor Polysis, dass der nicht mehr so richtig funktioniert und deswegen die Adduktion beim Greifen von so einem Metallstück oder was auch immer, nicht mehr so richtig funktioniert.
SPEAKER_06Okay, also grundsätzlich ist es jetzt wie beim Radialis, das quasi das Gegenteil, was man bräuchte, um diese Bewegung auszugleichen, kaputt geht. Und das ist in dem Fall in Torsé, okay, das macht Sinn und das mit dem Adduktor ist auch ganz cool, weil an sich ist das ja auch der Muskel, der am weitesten bei den Hypotenalmuskeln liegt. Es ist allein mal vom Ansatz unten her. Und dann macht er den quasi einfach so als Freundschaftsdienst zum Medianus quasi einfach noch mit. Ist ja eigentlich auch ganz, ganz einleuchtend. Gut, dann bleibt jetzt nur noch einer übrig, dann haben wir es schon.
SPEAKER_03So, und jetzt nochmal kurz zusammenfassend, also wir haben denen gesagt, der Fasciculus posterior, der endet im Radialis, Fasciculus medialis, der endet im Ulnaris, der Fasciculus lateralis, endet vor allem im Musculo cutaneus. Jetzt geben aber auch noch der Medialis und der Lateralis eine sogenannte Radix ab. Eine Radix medialis und eine Radix lateralis. Und die verbünden sich zum Nervus medianus. Und deswegen, das Kriterium, um den Nervus medianus zu finden, ist die Medianusgabel. Die Medianusgabel findet ihr im Bereich der Fasciculi, so im Bereich von den Axeln eben ungefähr.
SPEAKER_06Also um die Arteria axillaris.
SPEAKER_03Ganz genau. Und dort könnt ihr dann eben ganz entscheidend den Nervus medianus festmachen. Der zieht dann eben auch durch den Sulzus bicipitalis medialis. Einmal medial über die Regio cubitalis, also quasi einfach nur über die Vorderseite am Ellenbogengelenk. Einmal durch den oder zwischen den Köpfen vom Pronator Teris durch und dann eben Richtung Handgelenk. Nur diesmal. Nicht über den Kapaltunnel, sondern durch den Kapaltunnel. Und dann jetzt natürlich wieder die entscheidende Frage, welche Muskel innerviert der? Da bleiben ja im Prinzip jetzt einfach nur noch die ganzen Flexoren am Unterarm, die der Ulnaris nicht versorgt hat, nämlich quasi alle außer dem. Nämlich alle außer dem Flexor Digitorum Profundus und dem Flexor Carpi Ulnaris, wobei man zum Flexor digitorum profundus sagen muss, dass der von beiden innerviert wird und da nämlich der ulnare Teil vom Ulnaris und der radiale Teil vom Medianus innerviert wird, wird gleich nochmal wichtig. Und bei den Handmuskeln, da bleibt ja dann nur noch die Tenarmuskulatur. Deswegen gibt dann quasi nach dem Durchschnitt durch den Karpaltunnel gibt der Nervus Medianus ein ramusmuskulares Tenaris ab und dieser Ramusmuskulares Tenaris inerviert dann die gesamte Tenarmuskulatur, außer eben dem Muskel, den wir gerade schon beim Ulnaris hatten.
SPEAKER_06Ja, so wie es der Name halt auch sagt.
SPEAKER_03Ganz genau. Und im Prinzip hat man den Medianus dann damit auch schon weitestgehend abgehandelt. Wir hatten gesagt, welche Teile der Hand der sensibel innerviert, das ist das einzig andere Wichtige dazu noch ausstehend. Und dann sollte man sich vielleicht noch klar machen, dass diese Schwurhand da eben eine Rolle spielt oder das ist da die Ausfallerscheinung beim Nervus Medianus. Nämlich, wenn wir Patienten, die eine Medianusläsion auffordern, ihre Faust zu schließen, dann können die das quasi nur mit den beiden ulnar Fingern machen und der radiale Anteil, der bleibt stehen, weil nämlich der Flexor Digitorum Profundus und auch der gesamte Musculus flexor digitorum superficialis ja nicht greift bei diesen drei Fingern. Also wir hatten gesagt, der Digitorum profundus, der wird enerviert beim radialen Teil vom Medianus und beim ulnaren Teil vom Nervus ulnaris. Und das heißt, dass der Nervus medianus, der ja ausfällt, diesen radialen Teil nicht mehr enervieren kann. Und deswegen die Flexion hier nicht mehr funktioniert. Deswegen bleiben diese drei Finger quasi stehen. Und das hat dann irgendjemand halt Spurhand genannt. Ich sehe das nicht so ganz. Also ich finde, es sieht mehr so aus wie Peace mit Daumen. Sieht auf jeden Fall irgendwie nicht so gelenkig aus, finde ich. Genau. Und dann gäbe es noch dieses Flaschenzeichen, das einfach quasi auf einer Dysfunktion der Hypotena, äh, auf einer Dysfunktion der Tenarmuskulatur beruht.
SPEAKER_06Ja, aber das klingt ja eigentlich ganz cool. So, und somit würde ich sagen, schwören wir, dass wir euch auch was über die Leitungsbahnen der unteren Experität erzählen werden und schließen jetzt hiermit die Folge.
SPEAKER_03Mein Kopf raucht, ich glaube eure auch. Ich fand es mega anstrengend.
SPEAKER_06Ja, aber es hat sich hoffentlich gelohnt. Ich wünsche euch noch viel Spaß mit dem weiteren Lernen der Nerven und Gefäße. Und ich hoffe, wir sehen uns beim nächsten Mal. Tschüss.
SPEAKER_03Ciao, ciao.
SPEAKER_01Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähren. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_05Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.