Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Muskulatur Untere Extremität
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BWA 2: Wadlbeißer
- „Wenn man den Arm kann, erschließt sich das Bein ja quasi von selbst.“ Dieser etwas überschwängliche Satz aus der Vorbereitung für diese Folge trifft zwar nicht ganz zu, eigentlich sogar überhaupt nicht, aber trotzdem bauen wir in dieser Folge stellenweise auf dem Wissen der letzten Folge auf. Auch hier haben wir uns ein System überlegt, mit dem ihr völlig von selbst die Funktion des Muskels erschließen könnt, wenn ihr die Lage in etwa draufhabt. Außerdem haben wir uns zwei Eselsbrücke ausgedacht, die das Potential haben, einen Platz neben Anton Pullmann einzunehmen!
Kapitel:
(00:00) - Muskulatur Hüfte(14:41) - Muskulatur Oberschenkel(20:36) - Muskulatur Unterschenkel(27:38) - Muskulatur Fuß
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Und deswegen haben wir dann uns so eine kleine Merkhilfe, so eine kleine Merkstory überlegt, wenn man will. Und wir nennen diese Muskeln deswegen auch die Stokorriegel-Muskeln.
SPEAKER_04Hallo, wir sind Sie, das sind wir also, euer Folgen-Podcast. Herzlich willkommen zurück. Heute mit der anderen Extremität. Es geht weiter nach unten. Wir sind sehr gespannt auf das, was unsere wissenswerten Experten heute vorbereitet haben. Ich bin der Leo.
SPEAKER_06Ich bin der Moritz, grüßt euch.
SPEAKER_04Und ich wünsche euch ganz viel Spaß mit der unteren Extremität.
SPEAKER_06Ja, also wir haben uns ja schon mit der oberen Extremität beschäftigt und im Prinzip kann man dann eine ganze Menge Analogien ziehen zur unteren Extremität. Fangen wir an mit dem Hüftgelenk, das ist auch schon direkt wieder das komplizierteste Gelenk. Wenn wir das abgehakt haben, dann haben wir schon mal einen Riesenstep geschafft. Also die Hüfte ist ein Kugelgelenk, hat deswegen wieder drei Freiheitsgrade, genauso wie die Schulter. Wir können eine Abduktion, eine Adduktion, eine Flexion, eine Extension und eine Innen- und eine Außenrotation in diesem Gelenk erzeugen.
SPEAKER_05Ganz kurze Werbung.
SPEAKER_00Gerade beim Faktenlernen habe ich immer wieder mal so richtig Motivationsprobleme. Und meine Methode to go ist es deswegen, abwechselnd verschiedene Kanäle anzusteuern. Den Forclinik-Podcasts gibt es also auf die Ohren und Meditrix bietet den perfekten visuellen Input aus Merkbildern und Erklärvideos. Und das löst jetzt nicht nur mein Motivationsproblem, sondern verknüpft auch noch diese Lerninhalte und führt deswegen nachhaltig zum Erfolg. Und vor allem in Kombi mit dem 30 bzw. 50 Tage Physikumslernplan bietet Meditrix eigentlich den perfekten Begleiter durch die Vorklinik.
SPEAKER_05Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, dann klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINVs15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Sidusin versus 15. Jetzt sichern. Das war's schon.
SPEAKER_06Jetzt fand ich's, oder ich finde es immer noch wahnsinnig kompliziert, die ganzen Muskeln, die da liegen, also das sind ja gefühlt irgendwie vorne, hinten, oben, unten, ganz viele Muskeln, dass man sich da irgendwie überlegt, ja, was bewirken diese Muskeln, was haben die für eine Funktion. Und da haben wir bei der Vorbereitung uns so ein kleines System ausgedacht, mit dem ihr eigentlich für jeden Muskel relativ straight immer überlegen könnt, was ist die Funktion von diesem Muskeln.
SPEAKER_04Einfach ein paar Faustregeln, um sich schon mal einen guten Überblick zu verschaffen, ist eigentlich echt sinnvoll.
SPEAKER_06Ja, genau. Und zwar haben wir gesehen, dass es, wenn man sich eine Aktie oder eine Linie vorstellt, die exakt durch den Oberschenkelhals durchzieht, quasi durch die Gelenkpfanne hindurch. Also ungefähr so im Winkel von 45 Grad genau an dieser Stelle eine Linie vorstellt, dann sind alle Muskeln, die, oder dann bewirken alle Muskeln, die kranial davon verlaufen, beziehungsweise kranial davon ihren Ursprung haben, eine Abduktion. Und alle Muskeln, die Kaudal davon, also darunter, verlaufen oder ihren Ursprung haben, bewirken eine Adduktion. Damit haben wir die Abduktion und die Adduktion abgedeckt, haben aber noch nicht über die Flexion, Extension, Innen- und Außenrotation gesprochen. Da müssen wir uns ein bisschen anders orientieren. Da können wir uns weitestgehend einfach vorstellen, alle Muskeln, die vorne verlaufen, bewirken eine Flexion bzw. eine Innenrotation und alle Muskeln, die hinten oder dorsal verlaufen, kurzer Funfact, bei der unteren Extremität sagt man tatsächlich eher weniger Ventral und Dorsal, sondern vorne und hinten. Also alle Muskeln, die hinten verlaufen, bewirken eine Extension bzw. eine Außenrotation. Ist ja aber schon mal cool, dass quasi zwei Freiheitsgrade mit einer Regel abgedeckt sind. Genau, da ist nur so eine ganz kleine Feinheit, auf die ich gleich nochmal eingehen werde. Und zwar bei der Flexion-Extension. Orientiert ihr euch wieder vor allem am Ursprung und bei der Rotation vor allem am Ansatz. Was ich damit konkret meine, da komme ich gleich nochmal bei raus.
SPEAKER_04Ja, ist auch cool. Also ich fände es jetzt nicht schlecht, wenn wir die zwei Faustregeln an der Hand haben. Wenn wir jetzt einfach mal kurz ganz konkret einsteigen und sagen, was für Muskeln können jetzt am Ende was leisten.
SPEAKER_06Genau. Dafür würde ich einmal kurz diese beiden Regeln veranschaulichen. Und zwar zum Beispiel am Gluteus Maximus. Ja, der Gluteus Maximus, der verläuft nämlich bei dieser gedachten Achse sowohl kranial als auch kaudal. Hat also kraniale und kaudale Fasern von dieser Linie. Und jetzt ist die Definition so: alles, was über dieser Linie läuft, bewirkt ja eine Abduktion und deswegen bewirken die kranialen Fasern vom Gluteus maximus auch eine Abduktion und die kaudalen Fasern bewirken eine Adduktion. Das nur als kurze Veranschaulichung und jetzt steigen wir ein in die verschiedenen Bewegungen, die wirklich möglich sind. Also, wenn wir über die Abduktion reden, also quasi über das Anheben des Beines nach außen, dann bewirken das natürlich nach unserer Regel alle Muskeln, die über dieser Linie liegen. Und das sind vor allem die Gluten. Also, wir haben ja gerade schon gesagt, vom Gluteus maximus nur die kranialen Fasern, aber hier stehen dann vor allem im Vordergrund der Gluteus medius und auch der Gluteus Minimus. Darüber hinaus haben wir über diese Achse noch den Musculus tensor Fasztellate und den Musculus piriformus. So Musculus Tensor Fasciellate muss man vielleicht auch noch kurz hinzufügen, weil das so ein Effekt irgendwie sehr populär ist, dass man diesen Muskel auch den sogenannten Läufermuskel nennt. Einfach weil der bei Sportlern und vor allem bei Läufern eben sehr ausgeprägt ist und weil der so prominent an der Seite platziert ist. Guckt euch hier bei Olympia an, das ist ein Wahnsinn, kriegt eine Angst. Genau, so sieht es aus. Also den kann man wirklich tatsächlich einfach gut beobachten bei Sportlern. Und auch der Musculus piriformis ist eben noch ganz knapp über diese Achse. Und wenn wir über die Adduktion reden, dann müssen wir gucken, welche Muskeln liegen eben unter dieser Achse. Und um das ein bisschen zu konkretisieren, da gibt es sowohl welche, die vorne liegen, als auch Adduktorenmuskeln, die hinten liegen. Und die vorderen Adduktoren, die sind auch in den meisten Lehrbüchern zusammengefasst in einer sogenannten Adduktorengruppe. Und das ist wieder so eine besonders chaotische Angelegenheit. Die sind irgendwie, liegen die alle in einem Haufen, in einem Päckchen und man kann es gar nicht so richtig differenzieren, welcher welcher ist. Und deswegen haben wir da uns so eine kleine Merkhilfe, so eine kleine Merkstory überlegt, wenn man will. Und wir nennen diese Muskeln deswegen auch die Schokoriegelmuskeln. Und zwar ist diese Geschichte, also ist im Prinzip ein ganz anschauliches Bild. Ein Schokoriegel ist eingepackt in einem kleinen Päckchen. Am Anfang, wenn ihr anfängt, diesen Schokoriegel zu essen, ist er noch lang, ist am Ende dann irgendwann kurz. Und als ihr angefangen habt zu essen, da war die Freude noch ganz groß. Und wenn er dann weg ist, ist die Freude auf einmal ganz klein. Ja, ganz toll, jetzt habe ich Hunger, danke. Genau, so sieht es aus. Und jetzt hast du nicht nur Hunger, sondern du kannst ja auch noch die Adduktorengruppen gut merken. Weil du dir jetzt merken kannst, welche Muskeln am weitesten vorne liegen. Nämlich, es geht los mit dem Musculus pectineus, das Päckchen, in dem der Schokoriegel ist. Und auf der gleichen Höhe ist der Musculus adductor longus, weil der Schokoriegel war ja noch lang. Als nächstes folgt dann der Musculus adductor brevis, der Schokoriegel wird kurz. Dann folgt der Musculus adductor magnus, die Freude war ja groß am Anfang. Und dann der Musculus adductor minimus, die Freude ist jetzt weniger groß.
SPEAKER_04Ja, hier kurz an dem Zusammenhang würde ich mal den Hiatus adductoricus erwähnen, denn der ist später noch ein sehr wichtiges topografisches Merkmal, was halt eben durch einen der adductoren Muskeln gebildet wird, denn durch den Magnus. Denn der Magnus hat die Besonderheit, dass der einen quasi einen sehnigen und einen knöchernen Ansatz hat. Das heißt, quasi ein Teil von dem Muskel setzt am Oberschenkel an und ein anderer Teil hat noch eine Sehne und setzt unten dann quasi an der Knieinnenseite an. Und quasi zwischen dem knöchernen und dem seligen Anteil ist so ein Abstand und der wird halt durch die Sehne noch so ein bisschen überspannt und das ist halt wie so ein Bogen. Und dieser Bogen durch den Adductor Magnus ist sehr, sehr wichtig, denn da treten so ein paar relativ wichtige Strukturen durch, denn eigentlich quasi die Hauptgefäße von dem Ganzen. Also die Arteria femoralis und die Vena femoralis. Da kommt später noch ein bisschen mehr dazu, in anderen Folgen, aber es ist trotzdem schon mal sich gut zu merken und diesen Hiatus adductorious sich schon mal anzuschauen und zu merken.
SPEAKER_06Also das wollte ich noch kurz nochmal einwerfen. Jetzt habt ihr die Adductoren im Prinzip alle schon auf dem Kasten, mehr oder weniger. Ihr müsst euch nur noch merken, dass es noch den Musculus gracilis gibt. Der tanzt ja insgesamt so ein kleines bisschen aus der Reihe, mit dem beschäftigen wir uns auch nachher nochmal ein bisschen. Der ist einfach am weitesten medial. Und den Musculus obturatorius externus sollte man auch noch in dem Kontext kurz nennen. Den, finde ich, kann man sich aber super eingängig merken. Da gibt es ja einen Obturatorius externus und internus. Der setzt ja auch noch am Foramen Obturatorium an. Also das hat man einfach schon mal gesehen, hat man sich schon mal irgendwie mit auseinandergesetzt mit diesem Muskel. So, wenn ihr im Großen und Ganzen gefragt werdet, ich kann es mir kaum vorstellen, aber wenn jemand von euch wissen möchte, wo diese Muskeln entspringen und wo sie ansetzen, dann könnt ihr euch ganz groß daran orientieren, ganz grob daran orientieren, dass diese Muskeln alle vom Os Pubis an die hintere Seite des Femus ziehen. Also das ist so im Prinzip die Orientierung, die man da einfach zur Hand nehmen kann. Also wir waren ja insgesamt eigentlich noch bei der Adduktion, also welche Muskeln wirken eine Adduktion, weil wir jetzt gerade aber bei der Adduktorengruppe sind, finde ich sinnvoll, wenn wir einmal noch kurz darüber reden, bei welchen anderen Bewegungen die Adduktorengruppe irgendwo noch ihre Aktien dran hat. Also wo hat sie, wo wirkt sie mit, welche Bewegungen werden von dieser auch noch verursacht. Und da nehmen wir jetzt einfach wieder unsere Regel von vorn zur Hand und fragen uns, wie ist es denn jetzt mit der Außen- und der Innenrotation? Wir haben gesagt, bei der Rotation schauen wir uns den Ansatz an. Der Ansatz ist hinten und deswegen bewirken die allermeisten von ihnen eine Außenrotation. Lediglich der Musculus gracilis setzt ein bisschen weiter vorne an und deswegen bewirkt er eine Innenrotation. Auch bei der Flexion und Extension sind diese beiden, ist diese Gruppe beteiligt. Jetzt ist das Problem aber hier, dass wir ja sagen wollten, es geht um den Ursprung, ob der weiter vorne oder weiter hinten ist. Diese Muskeln sind aber genau auf der Mitte von dieser Linie. Das heißt, die allermeisten von diesen sind zwar noch sehr weit vorne, deswegen bewirken die meisten auch eine Flexion, aber es gibt zum Beispiel auch den Musculus adductor Magnus, der ist relativ weit hinten und bewirkt deswegen eine Extension. Und dann gibt es noch zwei ganz besondere Muskeln in dem Kontext, nämlich den Musculus adductor brevis und den Musculus adductor longus. Die können sich nicht so ganz entscheiden, weil sie irgendwie so genau auf der Mitte von dieser Achse liegen. Und deswegen bewirken sie anfangs, bei noch nicht so großer Beugung, erstmal eine Flexion. Und wenn die Beugung dann übrigens so 70, 80 Grad ist, also wenn quasi der Ursprung oder diese Achse sich so verlagert hat, dass der Ursprung jetzt auf einmal hinter dieser Achse ist, also bei ungefähr 70, 80 Grad, dann bewirken diese eine Extension. Also, die Adduktorengruppe macht natürlich vor allem die Adduktion, vor allem eine Außenrotation und bei der Flexion und Extension können sich nicht so ganz entscheiden.
SPEAKER_04Ja, also auf jeden Fall kann man sagen, dass es vollkommen verständlich ist, warum es Spezialisten genau nur für dieses Gelenk gibt, die nichts anderes machen, als dieses Gelenk zu behandeln und zu operieren. Ja, cool. Also dann haben wir jetzt die Abduktion abgeschlossen, aber bevor wir jetzt direkt weitergehen, möchten wir euch zur Vollständigkeit halber noch die letzten Hüftmuskeln nennen, die halt eben noch wichtig sind, die aber weniger Bewegung machen, sondern mehr Stabilisierung. Und dazu habe ich gehört, haben wir auch einen super krassen Merkspruch.
SPEAKER_06Genau, und um das vielleicht nochmal ein bisschen ins Bild zu bekommen, von dem, was ich vorhin gesagt habe. Also ich habe vorhin von den hinteren Adduktorenmuskeln gesprochen. So kann man die, wenn man möchte, zusammenfassen, weil die eben unterhalb von dieser Akte oder von dieser Linie, von dieser Abduktion, Adduktion, Akte, Linie entspringen, von der ich vorhin geredet habe. Deswegen kann man von den hinteren Adduktoren sprechen, aber vor allem bewirken diese Muskeln eben eine Stabilisierung. Und das sind eben verschiedene Muskeln, nämlich der Musculus obturatorius internus, die Musculi Gemelli und der Musculus quadratus femoris. Und da haben wir uns eben ein Bild überlegt. Und zwar im Prinzip einfach nur ein Opa, der in einer Gemenge von Studenten steht. Fragt ihr euch, wie soll das zusammenpassen? Müsst ihr euch so vorstellen, der Oper ist der Obturatorius internus und der ist einer in einem Gemenge, also zwischen den beiden Musculigemelli, also zwischen den Musculus gemellus superior und inferior. Und warum sind es Studenten? Weil die haben diese quadratischen Hüte auf, die die Studenten immer anhaben, wenn sie bei einer akademischen Verleihung sind. Und deswegen sind es Studenten und darunter ist eben noch der Musculus quadratus femoris. Vielleicht bringt es euch was. Um es noch kurz vollständig zu machen, die sind eben hinten, deswegen bewirken diese Muskeln eben auch zu geringen Teilen Außenrotation und Extension.
SPEAKER_04Ja, überragend. Also haben wir das jetzt zusammengefasst und jetzt geht es ganz geschwind zur Flexion, Extension, also quasi der Bewegung nicht nach Ventralen Dorsal, sondern nach vorne und hinten.
SPEAKER_06Genau. Und wir haben im Prinzip jetzt alle Muskeln schon mal gehört in diesem Gelenk. Aber die Extension und auch die Außenrotation läuft eben vor allem über den Starmuskel, wenn man so will, am Hüft-Gelenk, den Musculus gluteus maximus. Geh hinnen. So sieht es aus, ja. Und der Musculus gluteus maximus, das ist auch der Muskel, den man dann zum Beispiel bei dieser Glutübung Fitnessstudio dann trainiert. Also wenn man so sein, versucht, sein Hinter, also sein Bein zu überstrecken, dann ist es ja eine Extension und man trainiert da den Gluteus maximus. Die Inrotation, die läuft vor allem über die Glutei, also über den Gluteus medius und minimus, aber natürlich mit den vorderen Anteilen, haben wir ja schon mal drüber geredet. Nur die vorderen Anteile bewirken eine Innenrotation. Ja, und die Flexion, die läuft vor allem über den Musculus Iliopsoas, der sich eben aus dem Musculus Psoas major und dem Musculus Iliacus zusammensetzt. Und das ist eben die wesentliche Aufgabe. Es kann sein, dass ihr diesen Muskel bei Extremitäten wenig oder gar nicht seht. Der ist so tief, dass er dann vor allem bei Situs in Vordergrund rücken wird. Also spätestens da werdet ihr den sehen. Aber vor allem bei der Flexion ist jetzt gut, wenn wir auch mal über die Oberschenkelmuskulatur reden. Also wir haben jetzt bisher bei den ganzen Bewegungsformen nur über den Impact von den Hüftmuskeln gesprochen. Aber auch die Oberschenkelmuskeln, die haben ganz große Anteile an den Bewegungen in dem Hüftgelenk. Das liegt einfach daran, dass die Oberschenkelmuskeln zu großen Teilen eben bei der Hüfte entspringen und dann an die Unterschenkelknochen ziehen. Und deswegen haben sie eben Einfluss sowohl auf die Hüftbewegung als auch auf die Kniebewegung. Welche Möglichkeiten der Bewegung haben wir im Knie? Das wäre von der Analogie ja jetzt unser Ellenbogengelenk. Das geht aber nicht 100% auf, weil wir hier neben der Flexion und Extension zu einem sehr geringen Anteil auch Rotationsbewegungen machen können. Wenn wir über die Flexion im Hüftgelenk sprechen, das muss man sich auch klar machen, dann meinen wir damit eine Bewegung des gesamten Beines nach vorne. Wenn wir aber über eine Flexion im Kniegelenk reden, dann meinen wir ein Anwinkeln des Unterschenkels, also quasi eine Bewegung des Unterschenkels nach hinten. Quase zum Hintern. Genau. Also es ist ein bisschen kontraintuitiv und das ist auch der Grund, warum der Sartorius und der Quadriceps femoris, wir sind bei den Flexoren, an der Hüfte eine Flexion und bei den Knie eine Extension verursachen. Also wir reden dann eben am Kniegelenk von der Extensorengruppe. Muss man sich aber noch eine Sache klar machen und dann hat man diese Muskeln im Prinzip auch schon verstanden, weil die echt nicht so kompliziert sind, dass vom Musculus quadriceps femoris eben nur der Rectus femoris der Anteil ist, der an die Hüfte zieht und deswegen der einstige Anteil ist des Muskels, der einen Einfluss auf die Hüftbewegung hat. An der Bewegung am Knie. Da steht vor allem dann der Quadriceps femoris im Vordergrund, einfach weil der über das Hypomochlion dann einen besseren Winkel hat, um anzugreifen.
SPEAKER_04Ja, mal kurz, um es mal klarzustellen, dass die Sehne von dem Muskel bis zur Patella heißt Quadricepshne und von der Patella zur Befestigung am Unterschenkel heißt Patella Sehnehne, weil das habe ich zugegebenenfalls in der Prüfung verkackt und ich möchte nicht, dass ihr es verkackt.
SPEAKER_06Sehr freundlich von dir, Leo. Wir haben auch neben den Extensoren natürlich Flexoren am Oberschenkel. Und die Flexoren, die liegen jetzt dementsprechend nicht vorne, sondern die Flexoren, die liegen hinten. Und bei den Flexoren, da reden wir auch von der sogenannten ischiochuralen Muskulatur. Warum ist das so? Das liegt einfach daran, dass diese Muskelgruppe vom Tuber Ischiadicum an die sogenannten Ossa Cruria ziehen. Also die Ossa Cruria, das sind die Unterschenkelknochen. Der Einzige, der da so ein bisschen aus der Reihe tanzt, ist das Carbut Brewe des Musculus Bizeps femoris, aber ansonsten trifft das tatsächlich auf alle Flexoren, also alle Muskeln am hinteren Oberschenkel zu. Welche Muskeln gehören zur Ischiochoralen Muskulatur? Das ist einmal der Musculus Bizeps femoris, der Musculus semimembranosus und der Musculus semitendinosus. Der Musculus bizeps femoris, wenn man die versucht auseinanderzuhalten, muss man ja auch im Präppkurs machen. Das ist der Muskel, der ganz außen liegt. Und Semimembranosis und Semitendinosus sind die beiden Muskeln, die medial liegen. Wenn man die beiden noch unterscheiden möchte, as man auch können sollte, dann kann man sich merken, dass der Semitendinosus noch weiter hinten ist, also quasi auf dem Semimembranosus drauf liegt anders hinausprung in einem Carput Commune with the Carput Longum des Musculus Bizeps femoris teilt. Also so can manies the Muskeln gut auseinanderhalten. Jetzt die Frage, weil diese Muskeln ziehen ja offensichtlich wieder von der Hüfte bis an den Unterschenkel, haben also offensichtlich wieder einen Einfluss sowohl auf die Hüfte als auch auf das Kniegelenk. Welche Bewegungen oder welche Bewegungen verursachen diese Muskeln? In der Hüfte. Da sind wir jetzt wieder unterhalb dieser Achse, deswegen haben wir eine Aduktion und wir sind hinten, deswegen haben wir eine Extension. Wenn wir über das Knie reden, dann haben wir ja, das haben wir ja schon vorhin thematisiert, haben wir eine Flexion, also quasi packen an Arsch. Und wir haben auch Einfluss auf die Rotation im Knie. Hab ich vorhin auch schon gesagt, dass so ein bisschen Rotation möglich ist. Und die Rotation am Knie ist wirklich ultimativ leicht zu merken, dass einfach die Muskeln, die außen ansetzen am Unterschenkel, eine Außenrotation und die Muskeln, die innen ansetzen, eine Innenrotation im Knie verursachen. Da habe ich gesagt, dass der Bizeps der einzige ist, also der Bizepshemoris der einzige ist, der außen ansetzt. Deswegen ist der Bizepshemoris der einzige Außenrotator. Setzt da am Fibularköpfchen an. Innen setzen sowohl der Semitendinosus als auch der Semimembranosus an, also medial. Deswegen sind diese beiden die Innenrotatoren, genau. Der Semitendinosus, der setzt ventral an, also das ist auch so ein bisschen entgegengesetzt. Also wir haben ja gesagt, der Semitendinosus ist der, der eigentlich hinten drauf liegt, der zieht jetzt nach vorne und der Semimembranosus, der bleibt hinten. Also mehr oder weniger so ein Überkreuzen, wenn man will. Also der Semitendinosus zieht ventral an die P. Anserinus superficialis. Das ist einfach eine Bezeichnung für verschiedene Muskeln, die am gleichen Punkt inserieren. Da geht nämlich auch noch der Musculus sartorius und der Musculus gracilis rein, die, weil sie auch medial ansetzen, auch Innenrotatoren sind. Und das ist das Musculus semi-membranosus, der zieht eben nach hinten und zwar an die P. anserinus profundus. Da kann man sich jetzt versuchen zu merken, wohin der zieht. Finde ich nicht so richtig relevant, glaube ich nicht, dass man gefragt wird. Ich sage es trotzdem einmal, der zieht nämlich an die Kondylus oder an das Kondylus medialis tibiär, das Ligamentum Publiteum obliquum und an die Faszie des Musculus pobliteus, den ihr vielleicht auch nochmal kurz anschauen solltet, diesen Muskel, den ich aber nicht so richtig relevant finde. Also, um es festzuhalten, medial habt ihr in der Kniekehle zwei Sehnen, nämlich die Sehne vom Semitendinosus und die vom Semimembranosus. Und lateral habt ihr eine Sehne, nämlich die vom Musculus biceps fimurus.
SPEAKER_04Ja, und für jeden, der es mal probieren will, die kann man tatsächlich tasten. Und wenn ihr in der Prüfung irgendwie das voll verpennt, welcher Muskel jetzt weg ist, dann müsst ihr euch mal ganz kurz bücken und mal tasten.
SPEAKER_06Unauffällig im Testat, unankiertlich.
SPEAKER_04Ja, also jetzt mal ganz ehrlich, im schlimmsten Notfall kann man das bringen.
SPEAKER_01Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der Situs Inversus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördhäfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.
SPEAKER_05Dort gibt es auch die neuen Situs Inversus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Biowarmwolle gedruckt.
SPEAKER_04dervorklinikpodcast.de So, jetzt haben wir Oberschenkel abgeschlossen, wir haben Hüfte abgeschlossen, wunderbar. Jetzt bleibt noch der Unterschenkel. Da sind tatsächlich relativ viele von den Leuten, die ich bis jetzt mal so gefragt habe, so ein bisschen drüber gestolpert, weil die das irgendwie nicht gerafft haben, aber es ist ganz ehrlich, es ist einfach relativ simpel. Gerade wenn wir wieder bei unserer schönen Analogie bleiben zu unserem Unterarm, in dem wir ja quasi letzte Folge gemacht haben. Also mit dem Unterschenkel ist es eigentlich relativ easy, weil man kann sich das so ein bisschen in drei Gruppen denken und dann geht es eigentlich recht einfach. Also quasi eine vordere, eine hintere, eine seitliche. Die seitliche ist, finde ich, am allereinfachsten, weil die heißt genauso wie der Knochendar, also die Fibular. Und deswegen gibt es einen Musculus fibularis longus und Brevis und einen Tertius. Also quasi lang, kurz, dritten. Den dritten irrelevant, hat man hin und wieder einfach mal gar nicht. Wir hatten ihn tatsächlich witzigerweise nur einmal, aber gut. Und dass der Longus länger sein muss und deswegen einfach proximaler ansetzt, ist auch relativ sinnvoll. Das Einzige, was man wissen muss, ist, dass der Fibularis Longus zieht nicht quasi nur bis zur Seite, sondern geht einmal unter den Fuß durch und setzt auf der Innenseite an. Das ist nachher noch relativ relevant bei dem sogenannten Steigbügel. Aber da kommen wir gleich drauf.
SPEAKER_06Kleiner Teaser.
SPEAKER_04Kleiner Teaser. Und der Bremse. Setzt quasi einfach außen am Fuß an und kann deswegen da ein bisschen mitarbeiten im Sprunggelenk. Bei den anderen beiden Teilen, vorne und hinten, gibt es immer ein Musculus tibialis, ein Musculus digitorum longus und Hallucis longus. Man muss jetzt bei dem Tibialis sich einfach nur angucken, ist der vorne hinten, also anterior, posterior. Und bei den anderen beiden ist es ein Flexor oder ein Extensor, also quasi Flexor digitorum longus und flexor hallucis longus. Wenn wir jetzt unsere wunderschönen Kobolde wieder mit ins Boot nehmen, dann müssen wir uns quasi überlegen, was ist jetzt eine Flexion und was ist eine Extension.
SPEAKER_06Und das kann man sich eigentlich ganz gut merken, wenn man sich einfach merkt, es gibt eine Dorsalextension, sowohl bei Händen als auch bei Füßen. Also da, wo der Rücken ist, also da wo quasi der Fuß bzw. der Handrücken ist, da ist die Extension. Das würde ich mir einfach so als Fakt merken, dann kommt man da nicht durcheinander.
SPEAKER_04Ja, top. Wieder klarer Analogismus, Oberarm und Oberxtremität, Unterextremität. Ja. Super cool. Genau, also jetzt haben wir das geklärt und das heißt quasi, dass die Flexoren müssen also hinten liegen und die Extensoren müssen vorne liegen. Ganz kurz mit den Kobalt nachgedacht, macht Sinn, wunderbar. So, und jetzt gucken wir uns nochmal unsere Tibialis-Muskeln an, weil die Tibialis, die ziehen innen am Fuß durch und treffen sich quasi in Anführungsstrichen mit dem Fibularis Longus. Und somit haben wir da einen wunderschönen Steigbügel, nennt sich halt so, weil es aussieht wie ein Steigbügel, die damit das Sprunggelenk quasi stabilisieren können. Und das ist eigentlich eine ganz coole Sache, die man sich merken sollte, die halt ganz wichtig ist. Somit weiß ich ja auch zum Beispiel, dass der Tibialis Anterior quasi ganz, ganz medial am Fuß entlang läuft. Und die anderen beiden Muskeln, also die beiden Extensoren, haben es gerafft und legen sich schon ordentlich nebeneinander, dass die parallel runterziehen und sich da keiner irgendwie dumm rumkreuzt. Aber die Flexoren, die sind scheinbar so ein bisschen der zurückgebliebene Bruder, weil die haben es nicht ganz gerafft. Und deswegen gibt es da wunderschöne Schiasmata, die halt sehr wichtig sein können. Die scheinbar relativ wichtig sein können. Morris hat die im Präpkurs, wie gesagt, noch nie irgendwie drauf gehabt. Aber naja, so sei es.
SPEAKER_06Ich weiß nicht, wie das an mir vorbeiziehen konnte, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber irgendwie haben wir nicht mitbekommen.
SPEAKER_04Ja, bei uns war das der Hit. Aber gut, naja, zumindest wissen wir ja, dass unser Tibialismus quasi ganz in die Mitte. Der Halutis muss dann kommt dann quasi als zweites und der Digitorum als drittes. Weil der Digitorum ist warum auch immer als medialstes angelegt. Das ist einfach getauscht, einfach vollkommen seltsam. Ich finde, es sieht so ein bisschen aus wie, kennst du dieses Labyrinth-Spiel, wo du dann verschoben wirst und komplett auf der anderen Seite wieder rauskommst. Oh ja, ganz schön. Ja, so ein bisschen ist es, ja, also so komplett behindert. Und deswegen muss quasi der Digitorum zweimal diese, also jeweils einmal diese Muskel kreuzen. Deswegen gibt es quasi zwei Jasmatar. Und dieses eine, diese eine Überkreuzung ist quasi am Unterschenkel und heißt deswegen Chorale. Und die andere ist unterm Fuß und heißt Plantare.
SPEAKER_06Was hat das mit dem Labyrinth zu tun, würde ich mal fragen?
SPEAKER_04Ja, aber kennst du das nicht so, wenn du dann auf der einen Seite stehst und dann wirst du rausgeschoben, musst auf der anderen Seite wieder anfangen?
SPEAKER_06Okay, ja, alles klar, ich verstehe die andere. Ja, ne?
SPEAKER_04Aber macht's schon Sinn. Ja, ja, alles klar. Ja, aber wie gesagt, wieder zurück zum Thema. Und das kann man sich so ein bisschen merken mit quasi so einer Art Sandwich, weil es ist ja quasi ein Longus-Sandwich, also Longus Tibialis Longus. Hatten wir denn auch in der oberen Extremität ein Brevis-Sandwich? Genau, ein Brevis Sandwich, ja. Wahnsinn. Ja, aber das sind ein bisschen andere Muskeln, sonst darf man nicht verwechseln. Aber zumindest wieder wieder ein Sandwich. Aber diesmal Longus und kein Brevis-Sandwich. Und genau, und das sollte man sich einfach in den Kopf behalten. Und da gibt es einen Merkspruch, um zu wissen, welcher Muskel über welchen läuft. Und zwar gibt es da den Merkspruch Dick over Tip und Dick over hell. Das heißt quasi, ich kann mir merken, Dick over Tip, Tip ist die Spitze ist oben, das heißt als erstes über ein Tibiales und dann hell, die Hölle ist unten im Keller. Zumindest bei manchen. Und deswegen ist das Ganze quasi unterm Fuß und ist danach. Ja, und das kann man sich einfach so merken. Ist eine sinnvolle Sache, wird gerne gefragt und ist gerade super geil, wenn man es weiß. Und somit sind wir im Unterschenkel eigentlich auch schon fast fertig. Da gibt es nur noch eine kleine erwähnenswerte Sache und das sind die Kompartimente im Unterschenkel. Vielleicht hat von euch schon mal jemand was von dem sogenannten Compartment-Syndrom gehört und das kommt halt eben auf diese Kompartimente zurück. Denn diese Kompartimente, die wir gerade eben genannt haben, also quasi die Extensoren, die Fibularismuskeln, die Flexoren und die oberflächlichen Flexoren, sind in sogenannte Logen eingefasst. Das heißt quasi, dass diese Muskeln in einer relativ kompakten Fast hier eingepackt. Und das Problem bei dem Compartment-Syndrom ist, dass wenn es anfängt zu bluten in dieser Fast hier, also bei einem Trauma, dann kann dieses Blut nirgendwo hin, also nicht irgendwie anschwellen, sondern das ist alles in so einer festen Fast hier drin. Und das drückt halt eben einfach auf die Muskeln, auf die restlichen Gefäße und auf den Nerv oder die Nerven. Und das ist halt tatsächlich recht unpraktisch, weil das ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern da können halt eben auch diese Dinge mit absterben. Und deswegen ganz kurz nochmal als Wiederholung: Extensorenloge, Tibialis anterior, Extensor, Digitorum Longus, Extensor, Hallucis longus, Fibularis loge, fibularis longus brevis, tiefe Flexorenloge, Tibialis posterior, flexor digitorum longus, flexor hallucis longus und oberflächliche Flexoren oben drauf der Tricepsurae und halt noch der Plantaris, aber das sei mal so angestellt. So, das war's jetzt aber auch zum Unterschenkel. Das kommt auch nochmal bei der letzten Folge, wo wir das Ganze nochmal ein bisschen zusammenfassen. Und jetzt können wir weitergehen. Und kommen wir zum Fuß. Aber was man zum Fuß sagen muss, wer sich den letzten Podcast aufmerksam angehört hat, weiß eigentlich quasi fast alles. Weil es verhält sich eigentlich genauso. Nur, dass halt in dem Fall jetzt alle Longusmuskeln im Unterschenkel liegen und alle Brevismuskeln im Fuß. Und dazu, wo es keinen Longusmuskel gibt, gibt es auch keinen zweiten. Da gibt es halt nur einen. Ist halt so, weil ist ja einiges weniger beweglich passiert, ja. Aber mit diesen Durchstoßungen und sowas ist alles komplett das Gleiche. Und deswegen lohnt sich das sich, das nochmal genauer anzugucken. Es gibt nur eine einzige Besonderheit, und das ist halt eben unser wunderschöner Musculus quadratus Plantee. Den muss man kennen, Quadratus Plantia, weil der nämlich am Kalcaneus ansetzt, aber nicht einen anderen Knöchern einen Ansatz hat, sondern am Flexor Digitorum Longus ansetzt. Das heißt quasi, dieser Muskel ist nochmal da unten dran geklebt und das habe ich halt eben einfach deswegen, damit ich da so ein bisschen Verstärkung von diesem Muskel habe und das Ganze ein bisschen besser geführt werden kann. Ja, und das ist eigentlich eine ziemlich coole Sache. Und damit haben wir es eigentlich abgeschlossen. Weil alles andere ist eigentlich genau gleich. Guckt es euch mal an, aber es ist eigentlich ziemlich ähnlich.
SPEAKER_06Also quasi abgehackt. Und also wieder bei den Fußmuskeln, meiner Erfahrung nach, waren die jetzt nicht so extrem relevant. Der Quadratusplante, den sollte man schon mal gehört haben, aber den Rest. Ja, das ist auch der Einzige, den man wirklich sehen kann. Also wenn man irgendwo eine Lücke lassen muss, vielleicht so hier in die Richtung kurze Fußmuskeln. Ich sagen aber, natürlich.
SPEAKER_04Ja, natürlich, ja. Aber ist halt eben noch einfach ganz wichtig. Aber zumindest den Fuß hat man, hat man dann quasi, wenn man die Hand schon kann, relativ gut fertig. Und wenn man sich damit die Kobolde vorstellt, dann weiß man auch ungefähr, wo die Muskeln langlaufen und dann geht es voll klar, ja. Und es ist eine super Sache. Was es hier noch kurz noch zu erwähnen gibt, ist, dass es im Fuß auch solche Komparimente-Logen gibt, die zwar jetzt nicht kriegsentscheidend sind, aber es ist halt cool, wenn man sie schon mal kann, weil dann kann man halt eben auch so ein bisschen den Prüfer beeindrucken. Und zwar gibt es hier relativ simpel ein laterales Kompartiment, ein mediales Kompartiment, ein zentrales Kompartiment und ein interosseales, also quasi ein Kompartiment zwischen den Knochen. Und darin liegen halt die verschiedenen Muskeln. Das nützt einem auch mal, was sich diese anzuschauen, weil da man halt eben auch gucken kann, welcher Muskel liegt auf welchem. Ist auch für den PrEPKus ganz cool, wenn man da jetzt so reinfummelt, weil manche findet man dann doch, zum Beispiel den Adduktor, den kann man schon finden teilweise. Aber deswegen nutzt sich das auch manchmal ranzuschauen. In dem Interoszeal, das ist relativ simpel, da sind nur die Muskelie Interossee, Dorsalis und Plantaris drin. Eigentlich relativ simpel. Die mediale Loge wird auch Großzähnenloge genannt. Das sind halt eben quasi fast alle Großzähnmuskeln. Das laterale Komponiment hingegen ist die Kleinzähnenloge, also quasi alle Kleinzähenmuskeln und dann zentral, okay, das ist nicht ganz so trivial. Gibt es halt eben quasi eine erste, zweite, dritte Etage. Die erste ist ganz innen und die dritte ganz außen. Und das läuft halt da so ein bisschen durch. Also die erste ist jetzt der Adductor Halluzis, in die zweite Etage, dieser Quadratus plante und die Lumbrikalis und in der dritten halt eben der Flexor digitorum brevis. Ob man das jetzt braucht oder nicht, sei mal dahingestellt, aber ich denke, es ist ganz cool, wenn man sich das mal anschaut, halt eben auch, um sich ein bisschen zu veranschaulichen. Ja, dann sind wir ja fast auch am Ende, aber diesmal möchte ich den Spieß umdrehen. Und zwar diesmal hatte ich mir eine Frage überlegt. Ich habe gedacht, ich wollte nämlich diesmal extra keinen Fact, damit es was Besonderes bleibt. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Und zwar, was ich ja ganz spannend fand, das wurde uns mal gesagt, wenn man so Fußball guckt, dann hört man immer, oh da, Kreuzband kaputt und oh, voll am Arsch. Und jetzt ist die Frage, wie viel Kilogramm hält so ein Kreuzband aus? So ein vorderes Kreuzband, wie viel brauche ich, um es kaputt zu machen?
SPEAKER_06Wie viel Kilo brauche ich, um es kaputt zu machen? Wie viel Kilo Belastung hält es aus? Ich hätte in sowas echt immer peinlich schlecht, gell? Aber ich hau jetzt einfach mal raus. Also keine Ahnung, was muss ich denn normalerweise aushalten? Irgendwie so gegen Ballkick oder so. Ich hau jetzt einfach mal eine halbe Tonne raus.
SPEAKER_04Ja gut, du hast dich halt mal gut böse verschätzt. Also es sind tatsächlich nur 2000 Newton, sprich 200 Kilo. Das heißt, noch nicht mal mehr das Dreifache von meinem Körpergewicht. Also es ist schon lächerlich. Hat ihr dir extra noch ein bisschen Spielraum nach oben gelassen? Vermutlich ist es halt deswegen eine so häufige Sportverletzung. Naja, ich meine, so ist es halt, ja. Aber zumindest ist es nicht so viel, wie man jetzt denkt, aber naja, zumindest hoffe ich, dass ihr jetzt da auch wieder raus was gelernt habt. Ich hoffe, ihr hattet Spaß heute bei unserer zweiten Folge zu den Muskeln. Und hoffentlich sehen wir uns beim nächsten Mal wieder. Tschüss. Ciao, ciao, Mach.
SPEAKER_03Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewehr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_05Für riesigen Unwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.