Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Osteologie und allgemeine Anatomie
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Hypomochliwas?!
- In unserer ersten Folge beschäftigen wir uns mit den Themen der allerersten Klausur, die wir in unserem Studium geschrieben haben. Damit so kryptische Begriffe wie Hypomochlion oder das ganze Chaos um die verschiedenen Ebenen, Linien und Richtungsbezeichnungen euch in der Prüfung nicht auf dem falschen Fuß erwischen, erklären wir euch diese gut verständlich und auf Augenhöhe. Außerdem geben wir euch unsere besten Merksprüche für Osteo mit!
Kapitel:
(00:00) - Hallo und Terminologie
(21:35) - Knochen und Gelenke
(42:35) - Neutral-Null-Methode
(47:09) - Merksprüche
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Disclaimer:
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
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Also am Rücken könnt ihr euch merken, die Linea paravertebralis liegt eben quasi auch paravertebral, nämlich genau neben der Wirbelsäule. So, jetzt gehen wir aber nach vorne und da ist eben genau der Punkt, wo man sich denkt, Schiedsrichter, der hat schon gelb.
SPEAKER_04So, hallo und herzlich willkommen zu Situs Inversus, der Vorklinik-Podcast. Ich bin der Leo.
SPEAKER_03Hi, ich bin Tim und ich bin der Motes.
SPEAKER_04Wir sind eine Gruppe von Studis, die mit den Erfahrungen, die wir durch unsere Vorklinik gesammelt haben, mit euch den Inhalt neu aufbereiten wollen. Unsere Folgen sind gedacht, entweder fürs Wiederholen oder für den Einstieg in ein Thema, beim Kochen, beim Joggen oder in der Bahn. Wir haben mehrere Staffeln im Programm, die auf Spotify, Apple Podcasts oder allen anderen Plattformen mit drei Buchstaben gekennzeichnet sind, damit ihr wisst, zu welcher Staffel die gehören. Wir werden weiterhin regelmäßig neue Folgen produzieren und um unser großes Ziel zu erreichen, alles aus der Vorklinik einmal abzudecken. Wir versuchen, die Inhalte dabei fächerübergreifend aufzuarbeiten, dadurch mehr Verständnis zu schaffen, nachhaltig zu lernen und euch mit Merkbildern und vielen Eselsbrücken auszustatten.
SPEAKER_03Und das Ziel dabei ist, letztendlich so eine Art Gedankengerüst zu bauen, was man dann mit den ganzen Details, die man in Lehrbüchern und der Vorlesung lernt, nochmal stopfen kann. Damit dabei einfach irgendwie immer klar ist, wozu gehören bestimmte Themen und damit das Verständnis fürs große Ganze erhalten bleibt.
SPEAKER_01Und neben dem Podcast, der natürlich das ganze, das Kernelement von dem ganzen Projekt hier ist, haben wir aber auch noch eine Insta-Seite. Dort werdet ihr immer up-to-date gehalten, was denn gerade so an neuen Folgen rauskommt, was vielleicht auch kleine Eindrücke hier aus dem Projekt sind und so weiter und so fort. Die besten Merksprüche sammeln wir auch dort und ihr findet auch eine Website. Und dort gibt es dann zusätzliche Inhalte, Quizzes, eine Datenbank, Merkhilfen und einen interaktiven Folgenfinder. Da haben wir ganz viel Liebe reingesteckt. Schaut da gern auch mal vorbei.
SPEAKER_04Genau, und so viel des Vorgeplängels. Jetzt starten wir unsere in unsere zweite erste Folge. Ja, genau. Man muss dazu sagen, dass das jetzt nicht unsere allererste Folge ist, sondern wir haben uns überlegt, nachdem unser Projekt jetzt seit dreieinhalb Jahren sehr gewachsen ist, dass wir die erste Folge nochmal neu aufbereiten wollen, mit einem neuen Blick auf unser Projekt.
SPEAKER_01Man lernt ja auch dazu, ne? Genau. Größe Ansprüche und Erwartungen verändern sich so ein bisschen und da haben wir so ein bisschen gemerkt, dass was wir damals 2021 produziert haben. 2020. 2020? Ja. Wow. 2020 produziert haben, ist nicht mehr so ganz das, wie wir es jetzt heute machen würden, beziehungsweise auch einfach ist gar nicht mehr so der grobe Entwurf von dem ganzen Projekt. Und deswegen machen wir hier nochmal quasi die Remastered-Version von dem Geburtstag.
SPEAKER_03Wir haben die Idee irgendwie jetzt länger gereift und wir haben einfach ultra Bock gehabt, diese Folge nochmal zu machen. Wir sind der Rotwein. Hoffentlich, ihr freut mich genauso sehr auf die allgemeine Anatomie und Osteologie wie wir.
SPEAKER_04Genau, das heißt, heute geht es um die Grundbegriffe der Anatomie und Orientierung am Körper, Gelenke und die dazu passende neutralen Nullmethode und im Citus Universus-Style Merkhilfen, Merkhilfen, Merkhilfen.
SPEAKER_01Und vorneweg gibt es ja sowas wie das medizinische Einmal eins, kann man sagen. Also das, was man so kennt, irgendwie aus der Anatomie, so die allererste Vorlesung, wahrscheinlich die erste Slide, die ihr irgendwie gesehen habt an der Uni, ist einfach, dass man sich irgendwie zurechtfinden muss am menschlichen Körper. Es gibt da eben Bezeichnungen für vorne, hinten, oben, unten, links, rechts, wie auch immer. Norden, Osten. Die muss man eben, die muss man einmal auschecken. Beim ersten Mal kommt es einem noch ein bisschen befremdlich vor, aber im Laufe der Zeit geht das einem dann doch in das sprichwörtliche Fleisch und Blut über.
SPEAKER_03Ja, und gewöhnt euch einfach an, immer diese, auch wenn es am Anfang sehr weird ist, diese Wörter zu benutzen, auch wenn ihr mit Kommilitonen redet, einfach damit das wirklich in Fleisch und Blut übergeht. Ja, genau.
SPEAKER_01Auch wenn es einem ein bisschen weird vorkommt, am Anfang zu sagen. Vorne hinten wäre doch viel intuitiver. Nee, da darf man durchaus auch mal Ventral sagen. Und damit sind wir auch schon beim ersten Wort. Boah, die Überleitung war. Der erste Wort wäre ventral, bezeichnet vorne quasi, der Bauch. Also Venta ist lateinisch, diese ganzen Bezeichnungen leiten sich zu großen Teilen aus.
SPEAKER_04Aus großer Dormas genützt, hell.
SPEAKER_01Oh ja, das ganz große sogar. Das bezeichnet quasi eben vorne der Bauch, kommt von lateinisch Venta. Und das Gegenstück dazu ist Dorsum, der Rücken auf Latein und bezeichnet eben Dorsal. Venta und vorne, V V und Dorsal da hinten. Genau, mega. Medial mittig, lateral, außen ist irgendwie ein bisschen intuitiver, finde ich, irgendwie Medial, Mitte. Ja, liegt irgendwie so vom Wortklang auch nah beieinander. Lateral, kann man sich vielleicht vorstellen, sind so die Latten am Außenzaun des Grundstücks, wenn man sich das auch noch merkt.
SPEAKER_04Gute deutsche Grundstück in der Vorstand.
SPEAKER_01Ja, genau. Das muss natürlich mit dem Außenzaun begrenzt werden. Richtig. Und dazu gibt es noch den Körperstamm. Da gibt es die Bezeichnung, ja, also quasi granial für den Kopf und kaudal für den Schwanz. Das bezeichnet aber nicht die Beine, das muss man wissen. Und die Arme. Genau, genau, also nicht die Extremitäten, sondern eben quasi nur alles von Kopf runter bis Schwanz. Also den Körperstamm. Genau. Und da ist eben quasi granial eben der Ausdruck für eben quasi am Kopf oben. Kann man sich vielleicht irgendwie merken, so ein Kran, der irgendwie ganz weit oben ist, ist dann irgendwie der Kopf und kaudal erinnert mich irgendwie an so eine Kaulquappe, die irgendwie halt so im Teich schwimmt und die ist dann weit unten. Also das könnte man sich so ein bisschen zu orientieren. Was ist oben, was ist unten ist. Die Kaulquappe. Die Kaulquappe. Ja, die ist doch unten, oder? Ja, jetzt verstehe ich gar nicht, warum ich jetzt hier von der Leite hier so frech angelächelt werde für so einer 1A Merkhilfe, aber naja, dann haben wir bei den Extremitäten noch eine andere Bezeichnung, nämlich Proximal und Distal. Das ist wieder ein bisschen intuitiver. Distal ist nämlich Distanz in der Ferne und proximal ist eben na. Also quasi das Ellebogengelenk ist proximal, proximaler als zum Beispiel unsere Finger. Die sind dann distaler in Bezug auf dieses Gelenk. Und dann haben wir noch die Bezeichnung eben auch an Händen und Füßen, nämlich einmal Palma, Planta und Dorsal. Und Dorsal ist ja quasi, kennen wir ja schon von der Bezeichnung vom Rücken, quasi Rückengewand. Da hinten. Genau, da hinten, Dorsum, Dorsal. Und das gleiche gilt eben auch wieder an der Hand und an den Füßen. Man kennt ja die Bezeichnung des Handrückens oder des Fußrückens. Das ist eben da wieder Dorsal und Palma Planta, das ist dann wiederum die Bezeichnung für die Hand bzw. die Fußfläche. Bleibt aber jetzt noch das Problem bestehen, was ist was? Und da gibt es die doch auch schon relativ populäre Eselsbrücke, nämlich der Plantage und der Palme. Weil man nämlich mit seinen Füßen auf einer Plantage steht. Und das wäre dann die Merkhilfe dafür, dass Planta die Fußfläche bezeichnet. Und während man auf einer Plantage steht, könnte man zum Beispiel mit seinen Händen nach einer Palme greifen. Und ja, das wäre dann eben die Eselsbrücke für die Handfläche.
SPEAKER_04Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen. Durch die Integration verschiedener Lernmethoden und das Ansprechen aller Sinne könnt ihr euch die Inhalte so viel besser und langfristiger merken. Dabei sind die Erklärvideos und Merkbilder von Meditrix die perfekte Ergänzung zu den Folgen unseres Podcasts. Deswegen gibt es jetzt exklusiv für Situs Inversus Hörer mit dem Code SITUSINV15 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Situs Inversus 15. Jetzt sichern. Das war's schon. Und das war alles am Anfang gar nicht so einfach. Das sind alles Vokabeln und Worte, die einem nicht so leicht von den Lippen laufen, aber macht euch keinen Stress, ihr seid kaum ein paar Wochen im Studium und dann läuft es euch von den Lippen wie als. Würdet ihr schon immer so reden? Da ist es eher schwierig, ist, wenn man dann zu Hause zu den Eltern fällt, wieder abzustellen. Und nicht zu sagen, ich hätte gerne das Stück vom Bratenventral der Scapula.
SPEAKER_03Ich hab wirklich, ich habe mittlerweile, also es ist ja auch so mit rechts und links, dass man immer von Patientenseite aus spricht. Oh ja. Ich habe mittlerweile richtig Probleme mit rechts und links, Seite angefangen habe zu studieren. Wirklich, ganz schlimm. Da kommt so. Da kommen Doppel-Ls. Ja, wirklich.
SPEAKER_04Ja. Und um Kompetenz zu vermitteln, kann man diese Begriffe verwenden, ohne eigentlich groß was drauf zu haben. Also das ist relativ krass, wenn man diese Begriffe direkt aus der Kalten verwendet. Da kann man Mutti und Papi relativ stark beeindrucken, schon nach.
SPEAKER_01Natürlich das ultimative Ziel des Medizinstudiums ist es natürlich eigentlich, Mutti und Papi so beeindruckend. Aber das ist ja das End-Goal von dem Reis.
SPEAKER_04High-End der Oma. High-End, da ist, da ist, da ist High-End.
SPEAKER_01Ich glaube, meine Oma war schon beeindruckt. Ja, meine Oma in der Garten ist ja wohlwollend. Wahrscheinlich, ja. Meine nicht. Kriegt ihr auch immer so einen Fünfer zugesteckt von eurer Oma? Klar.
SPEAKER_04Ja, Oma Fünfer. Man hat einen Ostern so ganz hier.
SPEAKER_01Echt?
SPEAKER_04Ja, kannst du gucken.
SPEAKER_01Mafio ist wieder so zugesteckt, ne?
SPEAKER_04Ja. Naja. Genau, so, jetzt haben wir so grobe Richtungen beschrieben. Um jetzt euren Kompetenzwortcharts noch weiter auszubauen, kann man auch noch Achsen mit ins Programm nehmen. Und Achsen sprechen quasi Richtungen an, wie man den Körper anschauen kann.
SPEAKER_03Eigentlich wie im Koordinatensystem, wo es drei Achsen gibt, kann man auch den Körper einschalten. Genau. Wie quasi so einen Dönerspieß.
SPEAKER_01Nur als wenn es halt ein Mensch wäre.
SPEAKER_04Ja, okay, cool. Genau, ja. Also die Y-Achse wäre die Longitudinalachse, also von Kranial nach Kaud oder von Kopf bis Schwanz. Die Sagittalachse wäre in dem Fall die Achse, die auf uns zukommt. Also die Z-Achse. Ich hatte Mathe-Leistungsgruss, ist das traurig. Du hast Mathe Leistungsgröße. Scheiße! Scheiße!
SPEAKER_01Das ist dann da richtig. Leo kann Probleme bei 3 minus 2.
SPEAKER_04Hoffentlich hat er Mathe lehrer unsere Folgen nicht. Und die transversalachse wäre die Achse von links nach rechts, quasi von Schulter zu Schulter die X-Achse.
SPEAKER_01Sagitalachse, also Sagittum, Latein. Tim, du bist ja ein Lateingott. Der Pfeil. Genau, ist der Pfeil, ne? Ja, richtig. Oder genau? Und kann man sich vorstellen, als würde man quasi jemanden, der vor einem steht, mit einem Pfeil abschießen. Hat ein bisschen martialischen Charakter. Ja, scharmand. Die Einwürfe, die ich so bringe, aber kann man sich merken.
SPEAKER_04Man hätte auch einfach Wilhelm Tell nehmen können.
SPEAKER_01Das wäre der Apfel auf dem Kopf. Obwohl es zeigt natürlich, dass du weder Ahnung von Mathe noch von Literatur hast, weil der Joke von Willem Tell ist ja eben, dass er nicht getroffen wurde.
SPEAKER_04Ja, aber deswegen der Apfel auf dem Kopf. Jetzt wird hier als Adept dargestellt.
SPEAKER_03Okay, sie müssen nicht direkt zum Anfang nehmen. Sorry. Abgesehen von den Achsen sind auch Körperebenen sehr interessant. Die braucht man zum Beispiel, wenn man CT-Bilder beschreiben möchte. Oder auch allgemein, wenn man sich Schnittbilder im Anatomie-Atlas anschaut und sich daran orientieren möchte, ist es immer genau wichtig zu wissen, in welcher Ebene man sich denn eigentlich befindet. Ebene ist also immer zweidimensional und es gibt auch wieder drei Stück. Einmal die Sagittale-Ebene. Die kann man sich so vorstellen, angenommen, ihr schneidet den Körper einmal symmetrisch durch, quasi von Nase zu Bauchnabel. Und dann habt ihr zwei symmetrische Hälften links und rechts. Dann habt ihr genau in der median Sagittalebene geschnitten, also in der mittleren Sagittalebene. Also wenn eine besondere Sagittalebene. Korrekt. Und wenn ihr jetzt quasi diese Ebene behaltet und einfach nach links und rechts verschiebt, dann hat man die übrigen Sagittalebenen. Zweite Ebene ist die Transversal-Ebene. Das kann man sich genauso vorstellen, wie wenn ein Mensch liegt und man ihn quasi wie eine Salami oder Gurke schneidet.
SPEAKER_04Je nachdem man Veganer, Vegetarier oder wie sagt man Pescaria? Pesketariert. Pesketarier gibt es auch, ja. Und Omni-Berrier.
SPEAKER_03Omnivor sind, glaube ich, die, die alles essen. Okay. Top. Also das ist die Transversal-Ebene. Das ist so das, was man eigentlich typischerweise auch im CT anschaut als erstes. Und dann gibt es noch die Corona- oder Frontal-Ebene. Ich weiß nicht, ob man Osterlämmer so kennt. Also bei uns zu Hause gibt es Osterlämmer. Und die schneidet man genauso. Aber wenn wir es uns an einem Menschen vorstellen, ist es quasi so, dass man von Ventral nach Dorsal die Ebenen durchschneidet und die erste wäre quasi so auf Höhe der Nasenspitze. Also die erste Frontal-Ebene, die man haben kann, da wird die Nasenspitze abgeschnitten und dann kann man die nach hinten durchbewegen.
SPEAKER_01Oder wenn man die gerade schon referenzierte Gurke eben nicht quasi in Scheiben schneidet, sondern quasi in zwei Hälfte.
SPEAKER_04So wie man in Deutschland ein Brötchen aufschneidet?
SPEAKER_01Ja, oder ein Baguette.
SPEAKER_04Außer Tommy Schmidt, ne? Also liebe Grüße an die Hackis. Tommy Schmidt macht's nicht. Wir machen es.
SPEAKER_01Der schneidet sein Brötchen, weil man da nämlich möglichst viele verschiedene Geschmäcker drauf bekommt, eben in der Transversal-Ebene.
SPEAKER_04Ich schneide es in der Corona-Ebene. Ich bin da bekennt, um ehrlich zu sagen.
SPEAKER_01Intim Corona-Ebene gerne hinter Leo versammeln. So ist es. Es gibt aber auch noch Linien, die einem helfen sollen, sich auf dem Körper zurechtzufinden. Und die sind überraschenderweise gar nicht so intuitiv. Also da war ich, also. Hier, ich meine, das meiste von dieser Sachen.
SPEAKER_03Da müsste man eigentlich nochmal ran.
SPEAKER_01Da müsste man nochmal drüber. Da müsste man nochmal drüber reden. Der Kongress der Anatomen. Ich weiß nicht, wer sowas entscheidet, aber das ist nichts. Zum Teil ist es okay. Zum Teil ist es schon ganz in Ordnung, zum Teil aber auch nicht. So, es gibt teilweise schon sinnvoll benannte Linien, wie eben die Medio-Klavikular-Linie. Okay, wir sortieren uns kurz im Kopf. Die Klavikula, was war das? Okay, Schlüsselbein. Das ist das, was immer bricht bei so Sechsjährigen. Ganz genau. Meinem Bruder bei der Geburt. Klavikula gebraucht. Ist wirklich beliebt. Der wollte halt raus. Keine Ahnung. Auf jeden Fall, der kam mit einem Schlüsselbeinbruch raus. Klavikula, wir sind alle orientiert. Das ist eben hier rechts oben, links oben bei uns am Thorax. Und da ist quasi eben die Mitte von der Clavicula, ist dann die Medioklavikularlinie, wenn man von da dann eben quasi nach kaudal, ja, ihr seid alle dabei, genau, nach Kaudal eben nach unten sich bewegen würde, von der Mitte der Klavikula, dann ist das eben die sogenannte Medioklavikularlinie.
SPEAKER_04Also alle Linien sind parallel zum Brustbein.
SPEAKER_01Ja, genau. Das ist mal eine gute Info vorneweg. Aber da gibt es eine Bezeichnung, genau, und diese Mediobezeichnung, die klappt immer super. Es gibt auch andere Linien, die mit Medio bezeichnet sind, die sind super. Para. Para ist ein Problem. Para ist nämlich eigentlich, soll das neben heißen. Wie der Latein, ne? Genau, da würde man jetzt denken können, quasi alles, was irgendwie so an der Schüttelt den Kopf bei Sovietisch.
SPEAKER_04Oder Griechisch.
SPEAKER_01So trennscharf können wir da jetzt. Das kann man nicht. Eine alte Sprache, die heute nicht mehr gesprochen wird. Da können wir nicht unterscheiden. So, genau, also quasi Para bezeichnet eigentlich alles, was direkt daneben liegt, nämlich an der Grenze. Und das ist am Rücken tatsächlich auch der Fall. So zum Beispiel, wenn wir an die Linea paravertebralis denken. Da könnte man jetzt eben quasi logisch Schlussfolgern. Okay, es gibt die Vertebra, also die Wirbelsäule, dann müsste ja die Linia paravertebralis eben genau daneben liegen, ja, und zwar quasi eben quasi senkrecht zu den Prozessus transversi. Das sind die außenliegenden Querfortsätze der Wirbelkörper, rechts und links eben genau neben der Wirbelsäulenmittellinie. Und das ist auch tatsächlich der Fall. Also am Rücken könnt ihr euch merken, die Linia paravertebralis liegt eben quasi auch paravertebral, nämlich genau neben der Wirbelsäule. So. Jetzt gehen wir aber nach vorne und da ist eben genau der Punkt, wo man sich denkt, Schiedsrichter, der hat schon gelb, weil das, weil das ist tatsächlich eben überhaupt nicht irgendwie kohärent. Da gibt es eben die vordere Median-Linie und die ist eben quasi einmal die vorn schon von Tim beschriebene Median-Sagittale-Ebene, wenn man die quasi als Linie ansetzen würde, dann wäre das eben die Median-Linie, die quasi einmal von oben nach unten, genau mittig ventral eben verläuft. Also durch die Nase. Also, genau. Da muss ich gar nicht hier so geschwollen ausdrücken, das ist einfach die Mitte.
SPEAKER_04Einmal zwischen den Augen durchgeschnitten.
SPEAKER_01Vorne die Mitte. So. Und dann gibt es eben noch die, quasi was dann direkt daneben liegt, können wir jetzt ja meinen, ist dann irgendwie die Linia parasternalis, aber ist es eben nicht, sondern es ist quasi, also die Linie, die quasi die Grenze des Sternums bezeichnet, ist eben die Linia sternalis. Makes nutzen.
SPEAKER_03Genau, also davon gibt es zwei, ne? Also rechts und links am Brustbein ist jeweils eine Linia sternalis.
SPEAKER_01Genau, die Kante, genau, Sternalis. Sternalis gesagt, Sternalis. Genau, die nämlich quasi die beiden Kanten des Sternums eben begrenzen. Und dann gibt es eben noch weiter davon abweichend, noch weiter nach lateral die Linia parasternalis. Und die liegt, ich bin mir gerade unsicher, ob man Sternalis oder Sternalis sagt. Man kann schon Sternalis auch sagen, oder? Ja, kann man schon sagen. Parasternalis, ne? So nicht, dass es festgelegt ist. Genau. Also es gibt dann eben noch die Linia parasternalis, die ist die Linie auf der Mitte zwischen der Linia sternalis und der Linie Medioclavicularis. Und das ist wirklich echt seltsam definiert, wenn man sich das mal klar macht. Eigentlich sollte ja paragenau daneben definiert sein, also quasi definiert darüber, dass sie eben neben etwas liegt, aber die ist hier tatsächlich eben definiert als die Mitte zwischen der Linie Medioclavicularis und der Linia sternalis. Die meisten Linien sind zum Glück recht logisch. Die könnt ihr euch einfach anschauen, das ist Plug and Play und dann läuft der Laden. Aber die Linia parasternalis, die ist dann doch ein kleiner Stolperstein.
SPEAKER_04Und wenn man sich jetzt fragt, warum man das Ganze lernt, tatsächlich werden diese Beschreibungen der Körperoberfläche oft genutzt für zum Beispiel da kommen sie jetzt um die Ecke, alle, die eine RS-Ausbildung vorher gemacht haben. Das Platzieren von EKG-Elektroden, wo man richtig die Herzklappen abhört. Also die meisten Linien sind Parasternalis, habe ich noch nie gehört. Irgendwo? Fällt euch was ein? Mir nicht. Vielleicht in irgendwelchem Oberarzt krassen Wissen.
SPEAKER_01Aber was ist denn hier mit 12-Kanal-EKG?
SPEAKER_04Brauchen wir parasternal nicht, nee.
SPEAKER_01Sind die nicht parasternal? Ich dachte schon.
SPEAKER_04Ja, also die werden parasternal geklebt, aber direkt, aber da heißt sie Paraschenal Lebenssternum, also nicht auf der Linia parasternalis, glaube ich zumindest. Also wirklich, grundsätzlich, die Linien sind am Ende dafür da, dass wenn ihr klinische Anwendungen lernt, dass dann beschrieben werden kann, ich gehe in den Zwischenschrittenraum auf diese Linie und genau da ist der Punkt, wo ich hören muss.
SPEAKER_01Also eigentlich gar nicht so.
SPEAKER_04Genau, dafür ist es.
SPEAKER_01Das ist ja eigentlich, woher woher man erfährt, dass ein Medizinstudent ein Rettungsanitäter vom Studium gemacht hat? Erzähl. Erzähl's dir.
SPEAKER_03Was auch tatsächlich, glaube ich, in jeder, auch schon, also auch schon vor Rettungssunny, in so einer zumindest in so einer Sun-Helfer-Ausbildung kommt definitiv vor. Auf jeden Fall. Wie man Verbrennungen einschätzt. Oh, da finde ich alle gut. Und da geht's nämlich, da geht es nämlich immer darum, welcher Prozentsatz der Körperfläche verbrannt ist. Und das kann man mit einer Regel einschätzen. Das ist die Neuner-Regel nach Wallace, und die wird auch sehr gerne gefragt. Und zwar wird der Körper einfach in verschiedene Bereiche eingeteilt, die alle ungefähr 9% der Körperoberfläche ausmachen. Angefangen mit dem Kopf, der macht ungefähr 9% aus. Jede obere Extremität, also jeder Arm, macht ungefähr 9% aus. Je nach Ausprägung, hat Leo dann noch dazu geschrieben.
SPEAKER_04Vermählich.
SPEAKER_03Okay. Je nachdem macht dann. Je nachdem macht dann der nachdem macht dann noch der Rumpf vorne und hinten jeweils 9% aus. Und die Unterextremität, also die Beine, machen auch jeweils noch 9% aus. Also Kopf zweimal Arm, Rumpf vorne hinten, zweimal Bein, dann fehlt noch 1%. Und das ist einfach der Schritt. Und dann bekommt man insgesamt auf 100%. Und so kann man eben schnell einschätzen, wie viel Körperoberfläche verbrannt ist.
SPEAKER_01Genau, da einmal ein bisschen Kabel, Kinder ist ein bisschen anders. Da sind die Verteilungen ein bisschen. Genau, ja, auf jeden Fall. Aber das könnt ihr euch ja anschauen. Genau.
SPEAKER_04Bei Kindern ist der Kopf größer, ne? Im Vergleich zum Körper.
SPEAKER_01Tim, wie sagt Leo zum Kopf?
SPEAKER_04Schwilles, natürlich, Swillis, ey.
SPEAKER_03Leo hat zum Teil ein eigenes Vokabular. Wenn ihr je euch fragt, was Leo gesagt hat, dann schreibt sie in die Kommentare. Und dann erklären wir das.
SPEAKER_01Es gibt auch noch darüber hinaus verschiedene Knochentypen, mit denen wir uns hier auseinander.
SPEAKER_04Das war eine richtig schlechte Überleitung.
SPEAKER_01Das war einfach gar keine. Das war einfach richtig herzlos. Das war einfach so, nee, wir machen einfach weiter hier. Gar nichts kennen wir da.
SPEAKER_04Vielleicht könnte man sowas machen, wie wenn man bis auf die Knochen ausgebrannt ist. Da muss man auch wissen, was die Knochen so sind.
SPEAKER_01Wenn man bis auf die Knochen ausgebrannt ist, dann muss man gar nicht mehr so viel wissen, weil dann ist es. Schon die Feierte Feierabend eingeläutet. Aber trotzdem gibt es verschiedene. Außerdem bist du hier der Moderator. Du kannst auch mal die Überleitung erschreiben. Dankeschön. So, es gibt Röhrenknochen. Röhrenknochen sind lateinisch bezeichnet als die Ossa Longa. Das wäre eben zum Beispiel der Humorus oder die Tibia.
SPEAKER_05Die sind eine Röhre, kleiner Tipp.
SPEAKER_01Genau, die sind eine Röhre und sind dadurch auch relativ lange Knochen. Und es gibt da gegensätzlich zu auch noch die, Achtung, haltet euch fest, ihr werdet es nicht glauben. Ja, genau, die kurzen Knochen. Wow! Das sind die Ossa Brevia und ein Beispiel dafür wären die Handwurzelknochen. Das ist tatsächlich sehr intuitiv. Es gibt auch die platten Knochen Osser Plana, das wäre das Brustbein. Und es gibt die luftgefüllten Knochen außer Pneumatica, wie zum Beispiel die Maxilla, die haben halt einfach Luft drin. Dann gibt es noch die Osser Irregularia, das ist so der ganze Rest, den man auch aufsammeln muss mit besonderen Formen und so weiter und so fort, die irgendwie auch so ein Zwischending darstellen. Das sind die Wirbelkörper. Also merkt euch diese Knochentypen, beziehungsweise merkt euch von den markantesten Knochen, in welche Gruppe sie fallen. Auch damit werdet ihr wahrscheinlich die ein oder andere MC-Frage beantworten können.
SPEAKER_04Genau. Und Knochen bauen unser Skelett. Die sind wichtig, dass wir stabil sind. Neben Stabilität wollen wir uns auch ein bisschen bewegen. Deswegen sind viele oder die meisten von diesen Knochen durch Gelenke verbunden. Und Gelenke sind so ein Ding, die kommen am Anfang auch sehr, sehr gerne in Prüfungen, Testtaten oder was auch immer eure Uni euch so vorsetzt, euch entgegen. Deswegen viel Spaß bei den Gelenken mit Tim.
SPEAKER_03Ja, also die Gelenke kann man einfach erstmal einteilen in echte Gelenke und unechte Gelenke. Wann man unechte Gelenke, Gelenke nennt, ist mir noch nicht so ganz klar. Aber es gibt diese Unterteilung. Und zwar sind echte Gelenke, die Arthrosen. Das sind Gelenke, die einen Gelenkspalt haben und auch eine Gelenkhöhle und in der Regel sehr beweglich sind. Das sind eigentlich die meisten Gelenke, die ihr kennt. Besonders sind sogenannte Amphiatroen. Amphiatrosen haben besonders straffe Bandapparate um sich herum oder eine besonders straffe Gelenkkapsel und sind dann kaum beweglich, haben aber trotzdem diesen Gelenkspalt und die Gelenkhöhle. Das sind zum Beispiel die Handwurzelgelenke zwischen den Handwurzelknochen. Da bewegt sich nicht so viel, da könnt ihr selber mal drauf rumdrücken. Ein anderes Beispiel ist das Iliosakralgelenk. Das ist auch sehr unbeweglich.
SPEAKER_01Lockert sich dann so quasi am Ende der Schwangerschaft, um den Geburtsvorgang ein bisschen leichter zu machen.
SPEAKER_03Genau, das ist der einzige Punkt, wo das wirklich mal beweglicher sein muss.
SPEAKER_04Deswegen Grüße raus ans ESG und an diesen Effekt, weil ansonsten hätte mein Schwilles da ähnlich durchgepasst.
SPEAKER_03Da war er der Schwilles.
SPEAKER_04Da war der Schwilles wieder.
SPEAKER_03Neben den echten Gelenken gibt es auch noch unechte Gelenke. Und die nennen wir nicht Diarthrosen, sondern Synarthrosen. Das sind dann direkte Verbindungen zwischen zwei Knochen, zum Beispiel aufs Bindegewebe, die aber ohne Gelenkspalt sind und deshalb auch insgesamt eher unbeweglich. Da gibt es drei verschiedene Typen, die man kennen muss. Der erste sind die Syndesmosen. Da ist quasi die Verbindung zwischen den Knochen Bindegewebe. Sehr typisches Beispiel sind die Fontanellen. Fontanellen sind so etwas, was eigentlich ab Geburt an existiert an jedem Schädel. Da ist quasi zwischen den noch nicht ganz fertigen Schädelknochen sind diese bindegewebigen Verbindungen und die verknöchern dann im Laufe des Kindesalters so ungefähr bis zum zweiten Lebensjahr.
SPEAKER_04So davor das Kind nicht fallen lassen, ne? Danach ist egal, danach ist fest. Aber davor ist schwierig.
SPEAKER_03Davor ist besonders schwer.
SPEAKER_01Insgesamt, der Zustand, in dem Kinder auf die Welt kommen, finde ich, also der überfordert mich. Wirklich, also, ich weiß nicht, ob ihr schon mal so kleine Kinder in der Hand haltet. Also da muss ich so denken, Alter, nicht mal dein Kopf ist schon zusammengewachsen. Wenn du mal kurz so den Kopf so nicht festhältst, dann schlackern die da rum. Hast du Angst, dass da gerade irgendwie alles ausgekugelt ist? Das ist wirklich gemein, er ist alles zu groß. Ja, da denke ich mir, ey, Natur da vielleicht auch nochmal drüber. Ja, einfach, dass die vielleicht ein bisschen lebensfähiger da rauskommt. Dass ich nicht Angst habe, dass ich die kaputt mache.
SPEAKER_03Ja, das ist echt das Ende der Evolution. Okay. Also wir hatten die Syndesmosen. Das sind eben, wie gesagt, bindegewebige Verbindungen zwischen zwei Knochen. Zweite unechte Gelenke sind die Synchrosen. Chondro ist immer ein Wortabschnitt, der in irgendeiner Art und Weise für Knorpel steht. Und bei Synchondrosen ist der Verbindung eben Knorpel, in der Regel Hyalena-Knorpel. Das ist zum Beispiel ganz typisch die Wachstumsfugen oder auch Epiphysenfugen genannt. Die gibt es eigentlich bei allen Röhrenknochen. Und da sind dann so Knorpelzellen drin. In dieser Epiphysenfuge, die wachsen dann immer weiter und dieser Knorpel wird nach und nach dann auch durch Knochen ersetzt.
SPEAKER_01Also wirklich ein cooler Mechanismus, da könnt ihr euch drauf freuen, in der Histologie. Das wird richtig interessant und viel Spaß machen.
SPEAKER_03Bis diese Fugen halt irgendwann zu sind. Und das ist dann so der Punkt, wo, wenn man wie ich, etwas kleiner ist, dann irgendwann der Arzt das Handgelenk röncht und sagt, ja, nee, also. Das war's. Das war's. Rodinander sitzt so. Jetzt können sie anfangen, Schuhe zu kaufen. Danke. Das ist, wie gesagt, eine tolle Größe. Danke. Ganz besonders ist übrigens eine bestimmte Synchondrosenart, nämlich die Symphyse. Und da ist die Verbindung nicht Hyalinaknorpel, sondern Faserknorpel. Da gibt es eine ganz typische, die man wirklich kennen muss. Das ist die Symphysis pubica. Die hält quasi die Schambeine in der Mitte zusammen, also an der Hüfte. Und da die ganz mittig ist, läuft da auch eine Linie durch. Welche? Kriegen wir das hin?
SPEAKER_04Naja, die linea mediane hat mehr, ne? Weil Nase und die Symphyse sind auf der gleichen Höhe.
SPEAKER_03Genau, also das ist die mediale Sagittallinie, die läuft genau durch die Symphyse durch. Gut. Wie gesagt, da haben wir Faserknoche. Und dann haben wir noch eine dritte Art unechter Gelenke und das sind Synostosen. Das ist eine, das ist quasi dieses Verbindungsstück Knochen. Also das sind mehr oder weniger einfach zwei Knochen aufeinander. Zum Beispiel, wenn die Wachstumsfugen dann eben fast zusammengewachsen sind, quasi direkt Knochen auf Knochen, bis es komplett verwachsen ist.
SPEAKER_01Oder die von Tanellen wachsen ja auch irgendwann zu. Also man könnte quasi meinen, es ist gewissermaßen ein Knochen, aber weil die halt einfach quasi entstanden sind, eben aus zwei verschiedenen Knochen, spricht man dann eben tatsächlich, obwohl das im Prinzip eigentlich nur noch ein Kontinuum aus Knochen ist, von einem unechten Gelenk. Genau. Ein bisschen eine bescheuerte Terminologie, aber so ist es halt.
SPEAKER_04Jetzt haben wir sehr viel über diese unechtende Gelenke geredet. Am Ende des Tages sind den Anatomen sehr wichtig, aber ansonsten sind die eigentlich nicht so cool. Deswegen jetzt die Frage, lieber Moritz, was macht denn nun ein echtes Gelenk aus?
SPEAKER_01Ja, und auch das ist relativ intuitiv hier heute. Könnt ihr im Prinzip euch, wenn ihr euch das mal aufmalen würdet, wie muss denn so ein Gelenk irgendwie wohl sein? Woraus muss es bestehen, was ist da wohl ein Teil davon? Das meiste davon würdet ihr euch wahrscheinlich irgendwie schon denken können. Wir hatten gerade schon gesagt, es müssen eben zwei Knochen sein, die miteinander artikulieren, also die eben miteinander in einer Beziehung, also die miteinander halt, die quasi halt einfach eine Fläche teilen. Genau, und das wäre dann eben auf der einen Seite der Kopf von dem Gelenk, lateinisch caput artikulare, und eben die Gelenkpfanne, die Fossa artikularis. Und die Fläche der zwei Knochen, die sich dann berühren, sind eben in der Regel mit Knorpel überzogen. Das kann ein Problem sein, wenn es dann im Laufe der Zeit eben degeneriert und dann irgendwann Knochen an Knochen reibt, ist dann eben sehr schmerzhaft und kann zu Belastungen und Schmerzen führen. Genau. Ähm man Arthrose. Und die beiden quasi Flächen, die da eben miteinander interagieren, sind die Fazieus articularis. Fazatius ist einfach Gesicht, ne? Oder Fläche. Fläche. Fläche, ne? Ja, genau. Gelenkesicht. Ich glaube, es gibt aber, genau. Also Fazis Artikularis kann man sich auch sehr gut merken, sind einfach quasi die Flächen von diesen Knochen, die miteinander artikulieren und so das Gelenk bilden. Und zwischen denen ist dann der Gelenkspalt. Also quasi definierend eben für dieses echte Gelenk hier. Und diese Gelenk, es gibt noch eine Gelenkkapsel, die diesen Gelenkspalt umschließt. Das ist quasi noch so ein kleiner Sack um dieses ganze Gelenk drumherum. Und dieser Sack, der dann entsteht, den nennt man dann eben die Gelenkhöhle. Alles innerhalb von der Gelenkkapsel ist die Gelenkhöhle und die wird ausgefüllt von der Gelenkflüssigkeit der Synovia. Und die Synnovia wiederum dient gewissermaßen als Gleitgel in diesem Gelenkspalt und wird von der Membrana Synovialis, das ist quasi die innerste Seite von dieser Gelenkkapsel, von der wird eben diese Synovia gebildet. Und ganz außen grenzt dann eben quasi an die gegenüberliegende Seite von der Membrana Synovialis, also die Außenseite der Gelenkkapsel, stellt dann eben die Membrana fibrosa eben dar. Genau. Und wofür sind Gelenke da? Gelenke sind da, um Bewegt zu werden. Deswegen macht es übrigens auch Sinn, sich aufzuwärmen vom Sport. Weil eben so die Produktion von Synovia, die wird eben beim Aufwärmen dann sehr, ja, genau, wird eben angeregt. Und dadurch flutschen die Gelenke ein bisschen und die Belastung an den Gelenken ist nicht zu hoch.
SPEAKER_04Und in dreieinhalb Jahren kann man immer noch was lernen von dir. Krass.
SPEAKER_03Sachen geht es nicht. Es gibt ja grundsätzlich bei Gelenken verschiedene Bewegungen, die ermöglicht werden können. Im Grunde gibt es nur drei Bewegungsausmaße. Bewegungsausmaß 1 sind Flexion und Extension. Die Wörter kennt wahrscheinlich jeder, der irgendwie Krafttraining macht. Die meisten, ja. Wenn man also den Bizeps flext, dann beugt man quasi den Ellenbogen. Also Flexion ist eine Beugung. Die Extension ist dann das Gegenteil, nämlich die Streckung. Der zweite Freiheitsgrad, den es gibt, sind Adduktion und Abduktion. Da geht es meistens um Bewegung vom Körperstamm aus. Wenn man vom Körperstamm weggeht, also zum Beispiel das Bein zur Seite abspreizt, dann nennt man das Abduktion, also wie Abspreizen. Und wenn es zum Körper hingeht, nennt man das Adduktion. Der dritte Bewegungsgrad ist dann die Rotation. Das kann man sich laut Leo mittels eines Superman-Films vorstellen. Vielleicht kannst du das kurz erklären.
SPEAKER_04Also Superman ist ja, oder man kennt ja Superman, dass das ein ganz normaler Mann ist, der in seinem Bürojob sitzt und wenn dann die Welt untergeht, dann fliegt er auf einmal los und trägt die ganze Zeit weirderweise seinen Anzug unter seinem Hemd.
SPEAKER_01Aber es ist warm. Es ist doch warm. Das ist an einem warmen Sommertag. Und wenn man das vorstellt, Superman ölt. Wie sonst was?
SPEAKER_04Genau. So, jetzt geht der Alarm und jetzt greift er quasi von außen an seine Knöpfe. Dann rotiert er seine Schulter nach innen, um das zu machen. Wenn man das jetzt so versucht, man hat so eine Ellenbogen im rechten Winkel und man greift so an seine Knopfleiste, an der Bluse oder am Hemd.
SPEAKER_03Und da dreht sich quasi der Humerus in dieser Gelenkpfanne zum Schulter.
SPEAKER_04Und wenn ich jetzt heroischerweise mein Hemd aufreißen würde, wofür mir A mein Hemd zu schade ist und B die Kraft fehlt, dann würde ich außen rotieren, weil ich ja dann im Ellenbogen rechten Winkel nach außen rotiere, dann würde es in der Schulter rotieren. Das wäre quasi die Rotation.
SPEAKER_01Falls ihr das jetzt gerade nicht verstanden habt, kann ich euch sagen, Leo hat dazu hier noch Bewegungen gemacht. Deswegen werden wir genau diesen Ausschnitt auch auf unserer Instagram-Seite at der unterstrich-Forkklinik Podcast hochladen. Da werdet ihr das Ganze nochmal mit der wunderbaren pantomimischen Darstellung von Leo Weirauch noch in voller Extension genießen können. Genau. Genau. Und der Grund, warum Leo gerade angefangen hat mit den Freiheitsgraden ist, dass wir der Auffassung sind, es macht viel mehr Sinn, eben erst die Freiheitsgrade und dann die Gelenke daraus abzuleiten. Und genau das machen wir jetzt auch. Es gibt den einen Gelenktypus mit allen drei Freiheitsgraden, das ist das Kugelgelenk. Quasi ähnlich wie ein Joystick, den man eben auch noch um sich selbst drehen kann, ist eben genau ein Beispiel dafür. Das Schultergelenk, da ist die Flexion, die Extension, aber eben auch Abduktion, Akduktion, sowohl eben das Drehen um sich selbst, die Rotation möglich. Dann gibt es noch Gelenktypen, wo eben zwei Freiheitsgrade abgedeckt werden. Eben ein Kippen in zwei Richtungen, in der Regel ohne die Rotationsmöglichkeit. Das ist einmal das Sattelgelenk, wie man es vom Daumensattelgelenk kennt, oder auch das Eigelenk, wie man es vom proximalen Handgelenk kennt. Und zuletzt gibt es eben noch Gelenke mit nur einem Freiheitsgrad. Das wäre das Scharnier oder das Drehgelenk. Das Drehgelenk kann eben tatsächlich nur rotieren. Das ist das Artikulatio radioulnaris, eben zwischen Ulna und Radius, genau dieses Gelenk, das eben die Pronation und die Supination ermöglicht. Wir waschen das jetzt? Ja, das ist natürlich auch schwierig zu merken. Da gibt es auch eine ganz populäre und einfache Eselsbrücke, nämlich die Suppe, quasi die Hand in Form einer Suppenschüssel zu halten. Wenn man, nehmen wir quasi an, dass die rechte Hand hättet, die ihr jetzt vor euch, und ihr würdet den Daumen nach rechts kippen, dann würdet ihr eben eine Suppenschüssel formen mit eurer Handfläche und das wäre die Supination. Kippt ihr den Daumen nach links, dann ist das die Pronation, ihr formt quasi ein Brot, das ihr jetzt greifen werdet. Genau. Und so kann man sich Pronation, Supination merken. Und das macht einem eben auch klar, das Drehgelenk ist ein Beispiel für ein Gelenk, das eben nur einen Freiheitsgrad hat, weil Flexion, Extension oder Abduktion, Adduktion ist da alles nicht möglich. Ein anderes Beispiel wäre das Scharniergelenk. Könnt ihr euch wie von jeder normalen handelsüblichen Tür auch vorstellen. Ja, das ist zum Beispiel das Humoro-Ulnar-Gelenk, also das Ellebogengelenk, wo man eben nur auf und zuklappen kann und sonst keine Freiheitsgrade hat.
SPEAKER_03Was jetzt in Anatomie irgendwie doch noch relevant ist, sind so ein paar physikalische Käfte eigentlich hauptsächlich eine Kraft an Gelenken, nämlich das sogenannte Drehmoment. Und damit auf einen Körper überhaupt ein Drehmoment wirken kann, muss er drehbar gelagert sein. Das heißt, er muss irgendwie einen Mittelpunkt haben, über den irgendwas kippen kann. So ein bisschen wie, also genau eigentlich, wie bei einer Wippe auf einem Kinderspielplatz. Da ist ja in der Mitte irgendwie so dieser Ständer, wo dann die Wippe drauf liegt und darüber kippen kann. Oder auch wenn man irgendwie auf einem Stuhl sitzt und kippelt, dann gibt es ja quasi auch einen Drehpunkt. In dem Fall dann das Fein, was auf dem Boden steht. So, bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Wippen. Sagen wir mal, auf der einen Seite sitzt jetzt euer kleiner Bruder und auf der anderen Seite könnt ihr euch draufsetzen und damit ja euren kleinen Bruder bewegen. Entscheidend dafür, wie hoch der jetzt fliegt und wie schnell, ist letztendlich einerseits natürlich, wie schwer euer kleiner Bruder ist. Natürlich deutlich leichter, wenn er leichter ist. Die eigene Gewichtskraft, auch wie schwer ihr seid, und vor allem aber auch die Entfernung zwischen euch beiden. Jeder, der mal Wippen war, weiß, dass man die anderen viel leichter nach oben bekommt, wenn man sich weiter von der Mitte entfernt. Und das Drehmoment ist letztendlich eine physikalische Größe, die sich ergibt aus dem Produkt, also man multipliziert, Kraft mit Hebel, Arm. Und in dem Fall ist dann zum Beispiel euer Bruder hat eine gewisse Gewichtskraft, ihr habt eine gewisse Gewichtskraft. Im Fall der Muskelatur ist es eben so, dass die Muskeln eine gewisse Kraft haben und ja auch irgendwas bewegen. Was jetzt interessant ist, ist das Verhältnis auf der Kraft, die aufgebracht wird und der Entfernung von diesem Mittelpunkt, von diesem Drehpunkt. Und wir nehmen jetzt mal den Bizeps als Beispiel her. Der Bizeps ist ja ein recht beliebter und relativ starker Muskel.
SPEAKER_04Stark trainierter Muskel.
SPEAKER_03Ja, aber der muss auch stark sein, weil das Problem ist, der setzt einfach, der Ansatz vom Bizeps ist sehr nahe am Ellenbogengelenk. Das heißt, der Hebelarm des Bizeps ist super kurz, weil diese Strecke vom Ansatz zum Ellenbogengelenk einfach sehr kurz ist. Und damit ist das Drehmoment relativ klein. Und wenn das Drehmoment klein ist, ist die Kraft, die aufgewendet werden muss, um eine gewisse Last hochzuheben, viel größer.
SPEAKER_04Weil die Hand oder die Handfläche, wo ich jetzt einen Apfel in der Hand habe, die ist ja viel, viel weiter weg. Also viel, viel größerer Hebel.
SPEAKER_03Das ist eigentlich alles recht los.
SPEAKER_04Erneut müssen wir nochmal drüber.
SPEAKER_01Ja, echt sinnvoll, wenn der quasi so abstehen würde.
SPEAKER_03Es wäre sinnvoll, wenn er so irgendwie bis zum Handgelenk gehen würde. Super.
SPEAKER_01Also alle, die schon mal einen Gym von innen gesehen haben, die wissen auch, dass man mit, also den Bizeps mit relativ wenig Gewichten trainiert. Also verglichen mit den anderen Gewichten, die man so für andere Muskelgruppen anwenden kann. Das erklärt sich damit auch in Teilen.
SPEAKER_04So, und selbst Archimedes, der schon vor Christus geboren wurde, hat damals gesagt: gebt mir einen Hebel, der lang genug ist und einen Angelpunkt, der stark genug ist. Und dann kann ich die Welt mit einer Hand bewegen.
SPEAKER_03Hätte ich nochmal einen ganz anderen Spin genommen.
SPEAKER_04Ja, super krass, ne? Mathematiker, Physiker und Mechaniker, saukrasser Dude, obwohl damals wahrscheinlich die größte Debatte dann doch war, ob die Erde eine Scheibe oder rund ist. Trotzdem können wir mitnehmen für unsere Welt.
SPEAKER_03Aber wo siefang wusste man tatsächlich früher, als ich gedacht habe. Also ich habe das ein bisschen recherchiert, das hat mich interessiert. Im Mittelwalter war das eigentlich schon, war das eigentlich schon, hat man eigentlich schon gedacht, dass es eine Kugel ist. Also die Kirche nicht.
SPEAKER_04So. Dieser Hebelarm, den Archimedes gern vergrößert haben wollte, da hat sich auch der Körper manche Mechanismen ausgedacht, um den zu vergrößern und damit auch das Drehmoment zu vergrößern. Und da gibt es diese sogenannten Hypomochlion. So, was ist denn das jetzt? Das ist ein Widerlager, was zwei Funktionen hat. Einmal eine Umlenkung und eine Vergrößerung des Hebelarms. Und wie genau das jetzt funktioniert, haben wir euch am Beispiel der Kniescheibe aufbereitet.
SPEAKER_01Genau, also wir hatten ja gerade schon darüber geredet, ganz entscheidend ist eben die Länge unseres Hebels, mit dem wir ansetzen. Neben der Kraft ist eben auch die Länge, mit der wir quasi von dem, also quasi die Distanz von dem Drehpunkt ist ganz entscheidend dafür, um zu überlegen, wie groß das Drehmoment ist und vereinfacht gesagt, wie groß damit quasi das Kraftpotenzial ist, das so ein Muskel entfalten kann. Und genau das ist im Prinzip, wenn ihr das zu Ende denkt, eben bei der Patella der Fall. Also wir reden jetzt hier über den Quadricepshemorus, den Oberschenkelmuskel. Der hat ja am Ende das Ziel, den Unterschenkel zu, also quasi das Kniegelenk zu flexieren. Also quasi das zu extendieren, genau, quasi auszustrecken, das Bein auszustrecken. Und dafür zieht er ja gewissermaßen am Unterschenkel. Und wenn er das einfach so machen würde, dann würde er ja quasi, oder wenn er quasi nur über das Knie laufen würde, dann wäre er ja enorm nah an diesem Drehzentrum dran. Und dadurch, dass diese Pateller nun eben aufgelagert ist, werden ein paar Zentimeter mehr von eben genau diesem, von diesem Hebelarm, von dieser Hebellänge eben gewonnen. Und das verbessert eben dann tatsächlich entscheidend das Drehmoment, das verbessert die Effizienz des Quadrizeps für Moris ganz entscheidend. Und genau das ist das Kernprinzip von unserem Hypomochleon.
SPEAKER_04Wenn man sich vorstellt, ich sitze jetzt hier mit einem gesetzten Knie auf meinem Stuhl, dann ist die Kniescheibe quasi von vorne auf das Knie gesetzt. Und somit ist das Knie halt nochmal gut drei Zentimeter länger. Und das ist schon eine feine Sache. Es gibt es an mehreren Stellen im Körper, aber ich glaube, die Patella ist das beste Beispiel dafür.
SPEAKER_03Ja, und ähnlich wie ein Hypromochleon gibt es auch noch andere Hilfseinrichtungen, die oft aufs Bindegewebe oder ähnlichem bestehen, die dann nochmal angelenke dran gebaut sind. Genau. Gut.
SPEAKER_00Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der Situs Inversus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mörkilfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.
SPEAKER_04Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan, auf Biobaumwolle gedruckt.
SPEAKER_03Derforklinikpodcast.de so ganz gut, wie Gelenki mechanisch function. Jetzt is not one method, um to describe when you are correct function. And nature also erst mal when Gelenki correct bewaking. And the beweging of Gelenk describes with the neutral null method. The neutral null method of three, and these are for winkel. And fancy by the neutral null method of one with the middle announcement. In normal fall would this be Knights, in normal fall this with null grad angegeben. Strecken can we the knie normally not from circa 5 grading. And we can ungefrage 150 grades. The Ausgangsstellung in the middle. Then we strecking 5, 0, 150, he says we can 5 Grad checken, 0 is Mitte, 150 Grad beugen. Super Sachen. Spannend wird's when the funktioniert. Okay. And then it's with the bewegungsfrage of einmal nicht mehr so cool. And then the knie must in 20 grading gehalten werden. That must with this neutral null method ausdrücken. And we need to not weiter strecken. When we can, then we can by the strecking null grad in, but we can from the ausgangsstellung null Grad strecken. Gleichzeitig function the beugging. That's why we can say we can bishop Grad beugen. Damit steht dann am Ende in dieser 3-Grad-Formel in der Mitte die 20 Grad Beugung. Wie gesagt, das ist die Ausgangsstellung. Das heißt 0, 20, 150.
SPEAKER_04Also sprich an sich, wenn ich von der gerade Ausgangsstellung das Knie in eine von beiden Richtungen nicht weiter bewegen kann, dann schreibe ich da einfach eine Null hin. Weil wenn ich jetzt schreiben würde 20, 20, 150, dann würde das ja heißen, ich kann das Knie 20 überstrecken. Meine Normalstellung ist 0 und 150 ist die Flexionstellung, das wäre ja Schwachsinn.
SPEAKER_03Das ergibt überhaupt keinen Sinn.
SPEAKER_04Genau. Und deswegen schreibe ich vorne die Null hin. So, leider Gottes werden auch in den Prüfungen oft normale Ausgangsbewegungsgrade von den größten Gelenken befragt. Deswegen hier zwei Lerntipps dazu. Euer Körper ist der beste Spickzettel. Auch wenn es super weird aussieht, lernt es nicht komplett auswendig, setzt euch in die Prüfung, hebt euren Arm, flext euer Knie, was auch immer es euch nützt, es hilft wirklich, weil es ja meistens NC-Fragen sind, zumindest so schon grob zu wissen, in welche Richtung es überhaupt geht. Also man muss die Gradzahlen nicht komplett auswendig lernen. Also unsere Anatomieprüfen sie einfach wirklich wilde aus, wie da alle so rumgewackelt sind. Super lustig. Wenn ihr die Gelenke lernt, auch was das für Typen sind, dann fangt entweder mit dem Bein oder mit dem Arm an. Weil tatsächlich sind die beiden Extremitäten sehr, sehr ähnlich. Das heißt, wenn man eins kann, kann man sich den absoluten Großteil des zweiten einfach herleiten. Weil früher waren wir ja auch vier Füßler, nur die eine Extremität ist Richtung Stabilität gegangen, wie das Bein, und die obere Extremität Richtung Flexibilität. Aber grundsätzlich super ähnlich.
SPEAKER_01Ja, und jetzt lesen wir alle Gar-Zahlen einmal vor. Genau.
SPEAKER_04Viel Spaß dabei. Nein. So, Cidus Universus wäre nicht Situs Universus ohne Merkhilfen. Und damit ihr gut durch eure wahrscheinlich erste Prüfung kommt, haben wir hier noch drei kurzknackige Merksprüche für drei sehr wichtige topografische Regionen, die was mit Anatomie zu tun haben.
SPEAKER_01Wir fangen an mit dem Phornix Humeri. Das ist das Schulterdach auf Deutsch. Und das ist eben die Oberkante in diesem Raum, der hier begrenzt wird. Und da ist eben der Ausdruck oder das Akronym Dach, kann hier benutzt werden. Das steckt ja auch schon bei Schulterdach eben drin. Und damit könnt ihr euch merken, was eben quasi Bestandteil ist von diesem Dach, wenn ihr euch die beiden mittleren Buchstaben anschaut. Das ist nämlich einmal das A und das C, das wäre also das Acromium, Acromion und der Prozessus Coracuideus. Und dann gibt es dazwischen noch ein Band und das heißt natürlich Ligamentum Coraco Acromiale, also einfach die beiden Wörter kombiniert. Und damit habt ihr euch schon gemerkt, woraus das Schulterdach besteht.
SPEAKER_04Alle guten Dinge sind reine drei Dinge fürs Schulterdach.
SPEAKER_03Ein zweiter richtig guter Merkspruch ist der für die Handwurzelknochen. Und der Merkspruch hier ist Some lovers try positions that they can't handle. Under jeder Anfangsbuchstabe von jedem Wort steht quasi für einen von den Handwurzelknochen. Wir fangen an mit dem Os Skafoideum, dann kommt das Oz Lunatum, Triquetum, Pisiformel, Trapezium, Trapezoideum und Cramatum.
SPEAKER_01Genau, und dann gibt es noch die wohl realitätsfernste Eselsbrücke. Die gibt insgesamt nämlich die Anzahl die Anzahl der Wirbelkörper. Ihr wisst ja, es gibt die Lenten, die Brust- und die Halswirbelsäule. Um sich zu merken, wie viele Wirbelkörper eben was sind, kann man sich einfach orientieren an den Zeiten, wann man so isst. Oder auch nicht. Ja. Ansonsten gäbe es bei mir irgendwie so 22 Lentenwirbelsäulen oder so. Aber genau, deswegen nimmt man eben die typisch traditionell klassisch deutsche Zeit, wann da irgendwie scheinbar gegessen ist.
SPEAKER_03Denkt einfach darüber nach, wann eure Oma ist.
SPEAKER_01Ja, um sieben, zwölf und fünf. Genau. Scheinbar. Sieben Uhr Frühstück, zwölf Uhr Mittagessen, 5 Uhr Abendessen oder Tee, wie auch immer. Aber so könnt ihr euch dann eben merken, dass es sieben Halswirbelkörper, zwölf Brustwirbel mit zwölf daran befestigten Rippen und fünf Lendenwirbelkörper gibt.
SPEAKER_04Genau. Bevor wir jetzt die Folge beenden, haben wir uns noch überlegt, dass wir euch so ein paar Tipps, eine Handvoll mitgeben wollen, die wir aus unserem ersten Semester gelernt haben, wie wir gelernt haben.
unknownLol.
SPEAKER_03Das Lernen lernen, nein.
SPEAKER_04Das ist gar nicht trivial. Was wir auf unserem Weg jetzt mitgenommen haben, was wir euch gerne mitgeben würden, damit euer Weg vielleicht ein bisschen schöner wird.
SPEAKER_01Genau, und das erste Prinzip, das wirklich enorm wichtig ist und davon werdet ihr bestimmt auch schon mitbekommen haben, vielleicht sogar schon in der Schulzeit, ist Space Repetition. Also dass ihr eben Dinge wiederholen müsst. Das Gehirn ist eben so angelegt, dass ihr, dass ihr Sachen im Laufe der Zeit wieder vergessen werdet, wenn ihr sie eben nicht regelmäßig wiederholt und damit eben der Langzeiterinnerung zuführen werdet. Und da gibt es eben quasi gut erhobene Zeiträume, was wann wiederholt werden muss. Dann ist es so typische, das ist bei jedem auch ein bisschen anders, aber typisch wäre da zum Beispiel, okay, das erste Mal nach einem Tag wiederholen, dann wieder nach drei Tagen wiederholen, nach sieben und so weiter. Und damit man sich da eben keinen eigenen Plan machen muss, was man wann wiederholen muss, weil es irgendwann sehr unübersichtlich gibt, gibt es dafür eben Tools, die einem quasi wie so eine Karteikartenverwaltungssoftware helfen, dass immer alles genau dann kommt, wenn du es wieder wiederholen musst, dass es eben nicht aus dem Hirn fällt. Und das ist zum Beispiel Anki. Es gibt wahrscheinlich auch noch andere Plattformen, aber relativ verbreitet ist eben zum Beispiel Anki.
SPEAKER_04Good Notes kann es, glaube ich, auch. Also es gibt sehr viele verschiedene. Dann hat mir sehr geholfen und ich glaube vielen anderen auch gemeinsam zu lernen, um herauszufinden, auch was relevant ist. Es ist ganz anders als in der Schule. Es ist eine Riesenmenge, die man lernen könnte, aber nicht alles ist relevant. Und deswegen schließt euch zusammen, geteiltes Leid ist halbes Leid.
SPEAKER_03Ja, und direkt anschließend daran mein Tipp mit man könnte ja alles machen. Man schafft es nicht mehr, alles zu machen im Studium. Und das ist völlig okay. Deshalb muss man irgendwann so eine gewisse Art Perfektionismus auch ablegen und sich einfach überlegen, wie viel Zeit Invest ist wert, dass ich bestimmte Fakten weiß und dass ich in eine bestimmte Detailtiefe gehen kann. Und meine Faustregel ist immer, dass, wenn es mir hilft, die Sachen zu verstehen, dann versuche ich da noch reinzugehen. Aber wenn ich das Gefühl habe, ich lerne jetzt wirklich viel Vokabeln auswählen. Und es bringt mir aber für die Prüfung vielleicht gar nichts. Dann kann man auch mal fünfte Gerade sein lassen. Und das musste ich auf jeden Fall lernen. Und da geht es einfach darum, wie setzt man seine Zeit sinnvoll ein.
SPEAKER_01Und zuletzt, und das muss an der Stelle auch erlaubt sein, wenn ihr denn möchtet, und das würde uns natürlich sehr freuen, hört vielleicht hin und wieder mal in diesen Podcast hier rein. Wir geben uns ja ganz viel Mühe, wir versuchen, wie ihr schon mitbekommen habt, eben uns immer auf die Kernthemen zu fokussieren. Was sind die Kernprinzipien, die ihr verstehen müsst, um ein solides Fundament zu legen, mit dem ihr dann weiterarbeiten könnt? Was sind die Sachen, die euch am meisten bringen in der Klausurvorbereitung, um schnell Verständnis aufzubauen, um schnell eben so diese typischen 80%, die man relativ schnell eben verstehen und durchdringen kann, da eben gut voranzukommen. Und wenn ihr Bock habt, es würde uns sehr freuen, begleitet uns auf dieser Reise durch die Vorklinik und hört hin und wieder mal Situs Inversus.
SPEAKER_04So, deswegen jetzt hier kurz und knapp das Wichtigste, was ihr heute mitnehmen könnt, wäre einmal die Gelenktypen aus der Sicht der Freiheitsgrade zu lernen und nicht einfach nur stumpf vor sich hin. Lernt die obere oder die untere Extremität und versucht euch die andere dann an den bereits Gelernten herzuleiten. Und bei der Neutral Null-Methode, fangt bitte mit der mittleren Zahl an und überlegt euch dann, wie die erste und die dritte zustande kommen. So, das war Situs Inversus, die zweite, erste Folge. Heute mit Moritz, Tim und mir. Vielen Dank, dass ihr bis zum Ende dabei geblieben seid. Wenn ihr Lust habt, folgt uns auch gerne auf Insta at der Forklinik-Podcast. Da gibt es MC-Fragen, Mehrspruch, Bilder, wie bereits gesagt. Was uns sehr helfen würde, ist, wenn ihr uns über diese Plattform oder über Spotify und Apple Podcasts etc., über Sternchen, über Nachrichten, über sonstiges Feedback geben, damit wir unseren Podcast for euch besser machen können. Und ja, dann würde ich sagen, viel Spaß bei den nächsten Folgen. Es wird eine lange, lange, aber sehr schöne Reise.
SPEAKER_01Ganz, ganz sicher. Bleibt super.
SPEAKER_04Ich werde euch kennen.
SPEAKER_02Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine gewähren. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_05Für riesigen Monebirkungen fragen Sie an Asen und Apotheker.