Beziehungsweise
Beziehungsweise ist der Podcast für Frauen, die ihr Leben nicht mehr auf später verschieben wollen.
Hier sprechen wir über Liebe, Beziehungen, Single-Sein, Freundschaften, Freiheit, Sexualität und all die Geschichten, die uns seit unserer Kindheit erzählt wurden – darüber, wie ein glückliches Leben auszusehen hat.
Was, wenn Glück nicht davon abhängt, den richtigen Partner zu finden? Was, wenn ein erfülltes Leben viele verschiedene Formen haben darf?
In diesem Podcast findest du persönliche Geschichten, wissenschaftliche Erkenntnisse, ehrliche Gedanken und praktische Impulse für ein Leben, das zu dir passt – unabhängig davon, ob du Single bist, bewusst Solo lebst oder in einer Beziehung.
Für Frauen, die ihre Beziehungen selbst gestalten möchten. Vor allem aber ihr eigenes Leben.
Mit Anna Jungwirt.
Beziehungsweise
#5: Bist du Single oder Solo?
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In dieser Folge machen wir gemeinsam den Solo-Test. Ich erzähle von meinen eigenen Beziehungen, warum ich lange dachte, mit mir stimmt etwas nicht, und weshalb ich heute weiß, dass Solo für manche Menschen keine Übergangsphase, sondern die passende Lebensform ist.
Mit persönlichen Geschichten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und ehrlichen Fragen findest du heraus, ob du auf einen Partner wartest – oder ob du längst dabei bist, dein eigenes Leben zu gestalten.
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Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme, lautet, Anna, woher weiß ich eigentlich, ob ich wirklich Solo bin? Und was ist der Unterschied zwischen Solo und Single? Mein Name ist Anna Jungwirth. Ich bin definitiv Solo oder Solistin, wie ich sage. Und gemeinsam machen wir in dieser Folge den Test. Los geht's. Singe oder Solo? Ist das nicht irgendwie das gleiche? Nein. In meinem Leben kannte ich sehr lange nur zwei Unterscheidungen, nämlich eben Single. Und dabei war Single nicht unbedingt positiv konnotiert und vergeben. Und das natürlich happy. Als weiblicher Single ist man meist unglücklich, mit zunehmendem Alter, ein bisschen schräg, vermutlich ist man auch sehr ökozentrisch und auch sehr ich-bezogen. Zumindest sind das die meisten Stereotype, mit denen man so als Single konfrontiert ist. Single werden also häufig mit einem Defizit betrachtet. Das Defizit des Partners. Es gibt eben keinen Partner. And das ist die große Unterscheidung zwischen Single und Vergeben. Egal in welcher Form man jetzt auch vergeben ist. Vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, dass den meisten Singles erzählt wird, dass sie ganz bestimmt einmal den richtigen finden. And wie ist das umgekehrt? Das ist nämlich mega spannend, weil verheirateten oder schon länger vergebenen Menschen in einer Paarbeziehung wird im Umkehrschluss niemand sagen. Keine Sorge, irgendwann wird sich schon etwas verändern. It's eigentlich schräg, oder? The meisten Singles fühlen sich nicht nur von der Gesellschaft stigmatisiert, sie haben auch ganz oft das Gefühl, mit ihnen selbst stimmt etwas nicht. Selbst wenn sie ihr Single-Leben selbst will, diese Lebensentscheidung muss von außen betrachtet unbedingt darauf hinweisen, dass mit ihnen etwas nicht in Ordnung ist. Singles wird eben auch ganz oft unterstellt, ihnen würde die extra Meile oder eine bestimmte Eigenschaft fehlen, um endlich im Hafen der Ehe oder der Zweisamkeit zu landen und ihren Seelenverwandten zu finden. Aber es gibt eben Menschen, die sind einfach nicht dazu bestimmt, oder besser gesagt, sie bestimmen es anders. Sie bestimmen selbst, dass sie als, wie ich es nenne, Solistin oder Solos super glücklich sind. Ich habe das auch ewig, wirklich ewig nicht selbst über mich gewusst. When ich in my Kindheit zurückschaue, dann war mir mit sechs Jahren natürlich absolut klar, dass ich mit 18 den Schulabschluss mache and then später studieren gehe. Das war total logisch, diese Schritte werde ich gehen. Genauso klar, wie ich mich später dann mal als Autofahrerin gesehen habe oder als Radiomoderatorin in den Nachrichten. And vermutlich, so habe ich mir das früher einfach gedacht as Kind of ein weißes Kleid tragen. Das dachte ich zumindest. But der Wunsch danach hat sich nie so richtig eingestellt. Im Gegenteil, ich habe an drei Gelegenheiten meines Lebens ganz bewusst Nein gesagt. And trotzdem dachte ich sehr lange Zeit, woran liegt, dass wahrscheinlich muss einfach nur der Richtige kommen muss. Oder ich mache irgendwas falsch. Oder ich bin nicht beziehungsfähig. Und eigentlich hatte ich aber sehr gute Voraussetzungen, das Ganze zu durchschauen, weil ich habe Kommunikationswissenschaften und Psychologie studiert. Und gerade wenn es jetzt so um meine Chancen am Heiratsmarkt geht, als ehemalige PR-Chefin hätte ich da ja auch verdammt nochmal viel Wissen mitbringen müssen, wie ich mich da auf diesen Markt gut verkaufen könnte. Aber ich wollte mich halt auch nicht auf diesen Markt tragen. Also sorry, Hochzeitsindustrie, aber ohne mich, da bin ich raus. Ich weiß, ich bin in dieser Hinsicht eure schlechteste Kundin. Ich habe euch nicht drei Brautkleider abgekauft, Candy Bars und vermutlich 200 Sivietten mit Goldprego. Hab ich alles nicht gekauft, mindestens nicht. Als Single war ich tatsächlich auch meist sehr unglücklich. Also it was not so einfach herauszufinden, okay, good, I've been as single einfach super happy. And I need to heir. And dazu können we natürlich auch wieder sehr spannende Studien anschauen, egal ob Teens or junge Erwachsene befragt wurden. Singles that unbedingt a Beziehung wollten, were as Single or in Solo eher unglücking and deprimiert im Gegensatz zu den Singles, who with sich selbst zufrieden waren anders. I have mirror gedacht, um dazu zu gehören, anders so dazugehört, der mir absolut klar war, müsste ich ja jemanden finden and ich brauche jemanden and deswegen war ich auch unglücklich. Spannend wird es bei den Studien, aber auch dass die Singles, die dann einen Partner fanden, in späteren Befragungen noch immer nicht das große Glück gefunden hatten. Also zum Stereotyp, wer vergeben ist, is happy. Da gibt es viele, viele Studien, die aufzeigen, dass das auch nicht immer der Fall ist. Wichtig ist also zu wissen, Solos sind nicht Single, weil sie Probleme haben, bindungsunfähig sind oder zu wählerisch. Natürlich kann das auch der Fall sein, aber wirkliche Solos sind nicht Single, weil sie unglückliche Erfahrungen mit der Liebe gemacht haben oder traumatisiert sind von vorherigen Beziehungen. Single zu sein, ist für Solos keine Phase oder Übergangsphase. Wir wachsen da eben einfach nicht raus. Für viele Singles, die eigentlich gerne einen Partner hätten, ist ihr Zustand als Single quasi eben nur ein Warteschal oder Plan B. Aber für uns Solos ist Single zu sein die richtige und beste Wahl. Nur leider, und das ist eben der Haken an der Sache, wissen wir das nicht immer. Dazu trägt unsere Gesellschaft bei, die uns nämlich Glauben machen möchte, wir wollen eigentlich was ganz anderes. Solos haben einfach eine Leidenschaft für das Single-Leben, für Autonomie, wir haben ein großes Freiheitsbedürfnis und wir sind meist sehr feinfühlige und kreative Geister. Wie war es nochmal bei mir? Also ich habe ungefähr 73% meines Lebens in beziehungsfähigem Alter in Beziehungen verbracht. Also eigentlich ständig. Von außen betrachtet war ich eher ein Sprinter als ein Marathonläufer. Im wahrsten Sinne des Wortes, weil eben ans Ziel gekommen wollte ich nicht, also bevor ich ans Ziel gekommen bin, wollte ich schon wieder weg. Und deswegen erzähle ich dir jetzt auch ein bisschen mehr von meinen Beziehungen. Da gab es zunächst mal die große schicksalshafte Liebe, höchst dramatisch, voll in der Pubertät eingeschlagen. And über 30 years later kann ich sagen, diese Liebe besteht noch immer, aber anders. In einer klassischen Beziehung zusammen waren wir nur drei Jahre. Verliebt sind wir auch heute nicht mehr. Aber die Liebe zueinander, die tiefe Freundschaft, eine Beziehung, die sich entwickelt hat, gewachsen ist, sich gefordert und gefördert hat, die ist geblieben. Und die möchte ich auch nicht und niemals nie in meinem Leben missen. Was gab es noch? Es gab eine Liebe, wo ich kurz ernsthaft dachte, das ist die Liebe, die ich mir als Sechsjährige so vorgestellt hatte. Vermutlich wäre das der Mann, den ich mal heiraten würde. Aber wir sind gescheitert und das tat natürlich auch weh. Aber letztlich war es auch gut. Ich hatte dann auch eine große Liebe über eine große Distanz. Genauer gesagt 1150 Kilometer oder fast zwölf Stunden Autofahrt waren zwischen uns. Und auch sonst trennte er uns eigentlich so einiges. Wir hatten keine gemeinsame Leidenschaft außer füreinander. Und dabei hätten wir es auch benassen können. Trotzdem haben wir es vier Jahre miteinander versucht, weil man muss es ja miteinander versuchen. Das muss ja in eine Beziehung führen. Und dann gab es auch noch eine Beziehung, die 13 Jahre lang eine klassische Paarbbeziehung war und auch heute noch immer eine Beziehung im Sinne selbstgewählter Familie ist. And auch dafür bin ich riesig dankbar. Dazwischen gab es immer wieder Anläufe und Versuche. Mal habe ich mich hinreisen lassen, weil es schon schön war, umworben und begehrt zu sein. Mal habe ich einen Fling als große Liebe missinterpretiert und bin dabei auch ganz schön hart aufgekommen. Was aber alle Beziehungen eint, ich habe mir oft eine Umgebung gewählt, die nicht wirklich beziehungstauglich war. Ich habe versucht, als Fisch auf dem trockenen Land zu leben und dafür muss ich kein Meeresbiologe sein, um mit Sicherheit sagen zu können, das geht sich eher nicht aus. Die krasse Sache am Single-Sein ist ja, dass wir das nach verschiedenen Gesetzen definieren können. Entweder wir sind in einer Partnerschaft und dann bewertet das die Gesellschaft, unser Umfeld, auf eine besondere Art und Weise. Oder wir sind vom Gesetz gebunden, dann gibt es auch bestimmte Verpflichtungen, die wir rechtmäßig eingehen. Ich werde in einer späteren Folge des Podcasts auch noch darauf eingehen, was Single Sign mit uns gesellschaftlich macht und wo die Herausforderungen liegen. Heute wollen wir uns aber die Frage gemeinsam stellen, ob wir tatsächlich eben Solistinnen oder Solo sind. Ich für meinen Teil bin heute, als ich diese Folge aufnehme, 45 Jahre alt, ich mache da jetzt kein Geheimnis draus, ich lebe seit drei Jahren wieder alleine und ich bin damit super glücklich. Wenn ich nach Hause komme, dann ist da nichts. Und diese Stille erfüllt mich mit wirklich riesiger Freude. Ich bin überhaupt nicht einsam und ich lebe auch nicht zurückgezogen in einer seltsamen Hütte im Wald. Nope. Ich bin super gesellig. Ich habe viele Freunde und sehr, sehr tiefe Freundschaften. Freundschaften, die in meiner Kindheit entstanden sind, Freundschaften, die ich als Teenager geschlossen habe, und Freundschaften, die in meiner Studienzeit entstanden sind. Natürlich haben wir uns da teilweise geografisch weit auseinandergelebt. Aber was ich besonders an diesen Freundschaften schätze, ist, dass wir, wenn wir einandertreffen, genau da anknüpfen können, wo wir aufgehört haben. Mit einer Freundin war ich vor 20 Jahren zuletzt auf einer längeren Urlaubsreise. Wir haben uns jetzt vor ein paar Tagen wieder getroffen und dazwischen haben wir, weil sie eben auch beruflich in einer ganz anderen Stadt gewohnt hat, nur über Skype oder über das Telefonkontakt gehalten. Aber es hat sich nichts verändert. Gar nichts. Wir waren einander so vertraut wie vor 20 Jahren. And then gibt es Freundschaften, die rund um den Beruf entstanden sind und sich enorm vertieft haben, so dass ich auch sagen kann, diese Menschen gehören zu meiner Wahlfamilie. Ich bin selbstständig im Job und this is ein ganz wesentlicher Faktor. Ich war auch ganz lange das brave Mädchen, habe Schulzeit und Universität schnell und mit Bravour gemeistert und war dann eben auch im Beruf durchaus erfolgreich. Aber ich war nie zu 100% glücklich. Primär vor allem, weil ich mich sehr eingesperrt gefühlt habe. Vor allem, weil ich immer das Gefühl hatte, nach den Vorstellungen anderer leben zu müssen. Egal ob das jetzt Eltern, Verwandte or even später Vorgesetzte waren. Klar, natürlich, es gibt Regeln, an die wir uns in unserem Miteinander, in unserer Umfeld and so weiter halten müssen. Das ist schon ganz klar. But bei mir was so stark mit dabei, dass ich das Gefühl, ausbrechen. And that was gemacht. Dass dieser Ausbruch then not beruflich sein sollte, sondern auch privat aine gedauert. Also da liegen mehr als zehn Jahre dazwischen. But the längst du angepasst, in Erwartungen entsprechend. Und es treibt dich aber irgendwo nach draußen. And vielleicht suchst du auch auf der falschen Ebene. Vielleicht betrifft es gar nicht den Beruf, vielleicht betrifft es nur das private. Bei mir haben beide Ebenen gut zusammengepasst. Was auch noch ein wichtiger Punkt war. Ich habe mich in Beziehungen selbst nicht unbedingt as the best version meiner selbst erlebt. Beispiel, ich dachte, ich gehe ganz glücklich to bed, man kuschelt sich in die Laken, es passt so vieles, we hadden einen wunderbaren Abend miteinander, alles perfekt. And the next day was and übelst gelaunt, könnte Feuer spucken. And ich wusste auch nicht warum. In my letzten Partnerschaft damals auch immer wieder gesagt, Anna, pass auf, jetzt bist du wieder so. And we have quasi ein Konzept entwickelt, wie ich selber darüber lachen kann, weil ich einfach einen Spitznamen als Feuerdrafe quasi bekommen habe. And that auch wieder aufgelöst. Aber ich habe mich einfach oft gefragt, warum, wenn jetzt nichts Schlimmes passiert ist, warum wache ich so gereizt und überhaupt nicht erholt und so unzufrieden auf? Weil eigentlich war ja alles in Ordnung andin Partner hatte mich weder schlecht behandelt noch beleidigt am Vortrag. Es gab einfach nichts außer, wenn man es sich jetzt ganz genau anschaut, dass da eben jemand war. And meine schlechte Laune habe ich auch nicht unbedingt gut verbergen können. Heute ist mir das klar, warum ich schlechte Laune hatte. Meine Gefühle zurückgehalten hatte, auch wenn ich sonst nicht auf den Mund gefallen war und vor allem in meinen Partnerschaften einen lebendigen Austausch wirklich liebte und liebe. Aber mein Gefühl, meine Meinung, das, was mich ausmacht, nämlich dass ich lieber alleine in den Sonntag starte, mit ganz viel Ruhe, vielleicht Literatur, mit keinem Termin, einfach die Zeit verstreichen lassen, nichts machen müssen. Das konnte ich selber gar nicht einmal aussprechen. Weil ich habe natürlich die ganze Zeit gedacht, hey, du bist jetzt in einer Beziehung, da macht man das ja so und so, man verbringt den Tag miteinander, man hat vielleicht ein gemeinsames Frühstück und dann startet man mit irgendwelchen Aktivitäten. Und die sind ja auch gar nicht schlecht. Die hätte ich vielleicht auch allein gestartet. Aber meine schlechte Laune war auch gar nicht so sehr gegen meinen Partner gerichtet, sondern primär gegen mich selbst, weil ich meinen Bedürfnissen nicht gut zugehört habe. Und ich habe auch echt nicht zugehört. Ich habe die Message nicht verstanden, weil ich es mir auch selber gar nicht so klar sagen konnte. Und stellvertretend für meine eigene Taubheit hat das mein Umfeld dann echt häufig abgekriegt. Und ich wollte ja keine schlechte Laune verbreiten oder zu jemandem gastig sein und krantig. Aber es hat sich fast nicht verhindern lassen, weil sich das in mir auch natürlich so stark aufgestaut hat und irgendwo muss es ja dann raus. Also ich kann mit Fug und Recht sagen, ich war in Beziehungen oft nicht die beste Version meiner selbst, weil ich meine Message auch nicht gehört habe. And dabei hätte mir das auch niemand verboten, dahin zu hören. Aber ich habe es nicht gehört, weil ich es eben auch für mich selbst gar nicht so richtig formulieren konnte. Und dadurch war ich in einer ständigen Anpassung, die mich innerlich nur gestresst hat. Auch wenn ich dir sage, dass ich viele Freundschaften und Bindungen pflege, ich komme eben wunderbar mit mir selbst klar. Und ich liebe es, mich um mich selbst zu kümmern. Ich liebe die stille Alleine am Morgen. Ich mag es auch so gerne, abends allein mit mir selbst zu sein. Und nein, das ist auch keine Phase. Seitdem ich wieder allein wohne, bin ich beispielsweise viel ausgeglichener und das ist signifikant viel seltener krank. Weil es ist erwiesen, wenn wir permanent unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren, Körper und Geist sind einfach untrennbar miteinander verbunden. Und wenn man sich ständig emotionalem Stress aussetzt, und da ist niemand anderer verantwortlich, sondern nur man selbst, dann ist das nicht unbedingt gesund. Die Gesellschaft glaubt von uns solos, dass wir unglücklicher sind als Verheiratete oder eben Menschen in Partnerschaft. Sie glauben auch, dass wir immer unglücklicher werden, je älter wir werden. Aber ich kann dir sagen, genau das Gegenteil ist der Fall. Seitdem ich mich als Solistin geoutet habe, bin ich so frei und so glücklich wie noch nie. Das ist wirklich so krass, weil es mir echt vorgekommen ist, wie ein Outing, auch wenn das jetzt quasi keine große Sache war. Aber ich fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben und das so beständig anders. And that passt einfach. And natürlich, es gibt auch Tage in which ich trübsal blase. Aber eben nicht weil ich solo bin, sondern weil ich mir Gedanken on my business mache or while my other sorgen plagen, when ich mich on my family sorge, when da irgendwas schief läuft. But it's one point of denial machine and derichte unglücklich macht. Mein Beziehungsstatus. Aber jetzt kommt noch ein Aber ganz wichtig ist auch noch to sagen, wir solos sind ja überhaupt nicht gegen Beziehungen. And we sind anderen Ihr Lebensglück auch überhaupt nicht neidisch. Im Gegenteil, wir wollen nur umgekehrt nicht für unsere Entscheidung diskriminiert werden. But wie gesagt, dieser Diskurs würde jetzt die Folge sprengen. Und dann würde ich mich verzetteln. Der wichtigste Fakt ist, wer solo ist, isst es eben. And ich war es eben auch schon immer. And this is im Grunde nicht immer eine aktive Entscheidung, sondern man isst es eben. Es gibt natürlich Menschen, die alleine leben anders begründen, beispielsweise mit schlechten Erfahrungen in der vorherigen Ehe, mit Bindungsproblemen, die in der Kindheit begründet sind, mit einem gewissen Beziehungs-Burnout, or es hätte to many good for good Beziehungen gegeben. Claro, that gives all this. Die Gründe sind vielfältig, aber was ganz wichtig ist, wer einen Grund nennt, warum er alleine lebt, ist vermutlich nicht wirklich solo. Also ich brauche keinen Grund, um zu benennen, warum ich braune Augen habe. So bin ich auf die Welt gekommen. Und so bin ich auch auf die Welt gekommen als eine Frau, die einfach nicht geheiratet werden will und die sehr happy damit ist, dass die meisten Liebesfilme enden, wenn sich die beiden bekommen. Pretty Woman funktioniert für mich nur, weil Richard Gere, Julia Roberts, abholt and er sich halt dafür entschieden hat, ihr weißer Ritter zu sein. We wissen nicht, wie es mit den beiden weitergeht. Wenn man nicht mehr im Luxushotel won and Julia vielleicht auch noch ihre eigenen Karrierewünsche vorantreibt, we have keine Ahnung, was aus Johnny and Baby nach Dirty Dancing wurde. The film ended with the letzten Tanz and Johnny's Aussage, my baby gehört to me. And I am echt glücklich that I mean, wie es weitergeht. Weil ich habe so eine üble Vorehnung anders darüber, dass ich nicht weiß, wer von den vier Monaten Beziehung den Will rausgebracht hat und ob es dabei eine Diskussion gab oder nicht. Ich bin überhaupt nicht gegen Romantik. Im Gegenteil, ich liebe solche Schmachtfetzen manchmal. Also filmisch, ich lesen eher nicht, aber viele kann ich voll daran aufgehen. Aber für mich ist ein Happy End eben auch wirklich ein Happy End. Ich brauche dann keine weitere Fortsetzung. Wir Solos lieben es also Single zu sein. Und eben nicht, weil wir von alten Wunden davon rennen oder vor Beziehungen davon rennen. Wir lieben uns alleine mit allen wunderbaren Möglichkeiten, die uns das Solo-Leben bringt. Weißt du, wie oft mir auch schon erzählt wurde, dass ich gar nicht wirklich happy sein kann, dass ich mich ja selbst betrüge? Voll krass, oder? Also man muss sich das einmal vorstellen. Ich würde das ja nie zu einem Paar sagen. Ich würde ja nie zu einem befreundeten Paar von meinem Bekanntenkreis hingehen und sagen, also ich glaube, eigentlich passt was bei euch nicht und ihr belügt euch und ich bin bei sicherseits eigentlich gar nicht zufrieden. Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zwar gehen lassen, beziehungsweise echt überlegen, wie viel uns Singles erzählt, wie das Leben sein könnte, wie das Leben sein sollte, und dann noch tiefer, was wir eigentlich fühlen. Da wird plötzlich jeder zum Psychologen, Therapeuten, Coach, Beziehungsexperten, and umgekehrt grätschen wir ja nie so in ein paar Beziehungen rein und fragen oder fragen eben ungefragt unsere Meinung. Wir maßen uns das auch überhaupt nicht an. Trotzdem hätte ich mich aber über ein paar gute Fragen schon viel früher gefreut. Fragen, wenn wir zurückdenken, dass ich eben übelst genau aufgewacht bin, da hätte ich mir ein paar gute Fragen schon zu Hilfe nehmen können, die mit mir gemeinsam erörtern, warum das überhaupt so ist, weil ich konnte ja auch gar nicht sagen, warum das so ist. Also Fragen, die mir aufgezeigt hätten, dass ich eben von ganzem Herzen Solo bin und dass alles mit mir in Ordnung ist, ich bin einfach Solistin. Solos suchen nicht nach einem Partner, sie streben nach einem erfüllten Leben. Und mit einem Partner hat man öfter das Gefühl, and that kann ich bestätigen, dass man sich selbst eher entfremdet. Das ist eben einfach so ein bisschen eine Eigenschaft von uns solos. Man kommt zwar einer anderen Person näher, entfremdet sich aber währenddessen von seinem eigentlichen Ich. Also, kommen wir zu den Fragen, die ich mir gerne früher gestellt hätte oder die ich gerne gestellt bekommen hätte. Und ich werde die Fragen für dich beantworten, aber du kannst sie dir natürlich auch notieren und dir deine Gedanken drum machen. Wenn morgen dein Traummann vor der Tür stehen würde, würdest du dein Leben komplett rumkrempeln? Hm. Also, ganz ehrlich, ich war manchmal tatsächlich kurz davor, aber eben nicht so ganz. Mein Leben war mir super wichtig. Ich hatte Ziele. Und ich hätte auch bei dieser einen Beziehung beispielsweise diese weit über 1000 Kilometer nach Italien ziehen können. Aber ich wollte das nicht, auch wenn es dort das bessere Essen gibt. Ich wollte da nicht hin. Aus so vielen Gründen. Und es waren einfach zu viele Gründe. Und mir hat sich förmlich die Kehle zugeschürt bei dem Gedanken. Und umgekehrt aber muss ich auch sagen, auch, also wenn ich jetzt nirgendwo hingezogen wäre und wir wären einfach hier geblieben und es wären nur vier Kilometer gewesen. Nein, ich bin immer wieder drauf gekommen, dass ich Nähe zwar sehr schätze und Verbundenheit immens, aber dass ich nicht diese extra Meile dafür gehen würde. Und wenn es nur 60 Meter sind. Also, würdest du dein Leben umkrempeln für den Traum an oder sagen, schön, aber mein Leben gefällt mir eigentlich ziemlich gut? Nächste Frage. Wie oft denkst du dir eigentlich noch, wenn ich einen Partner hätte, dann würde ich reisen, dann würde ich ins Theater gehen, dann würde ich ein Haus kaufen, dann wäre ich glücklicher. Es ist schon so, wenn dein Leben permanent im Konjunktiv stattfindet, dann bist du wahrscheinlich nicht wirklich solo. Es sei denn, du hältst dich jetzt kurz in und überlegst, ob dich das wirklich glücklicher machen würde. Ich war mal ganz kurz davor, die Sache mit dem Haus zu überlegen, vor allem weil mein Partner und ich mit dem gemeinsam gemieteten Reihenhaus auch überhaupt nicht glücklich waren. Wir waren aber eben auch nicht so wie die anderen. Im Grunde waren wir vermutlich 13 Jahre lang zusammen, weil da zwei Solos aufeinander trafen. Wir waren vermutlich das einzige Paar, das sich nie über die Farbe des Sofas gestritten hat. Wobei, da muss ich auch noch eine lustige Sache erzählen, unser Betrollfarbenes Sofa wird geliefert und ich war damals nicht zu Hause. Und später am Telefon erzählt er mir, du, ich habe die Lieferanten gefragt, ob das Sofa eh rot ist, weil ich bin ja farbenblind. Ja, also Humor haben wir geteilt, aber wir haben dafür umso heftiger miteinander diskutiert, warum Menschen freiwillig Rindenmurch kaufen und der auch noch immer die gleiche Farbe haben muss wie eben der Rindenmulch von den Nachbarn. Wir hätten niemals ein gemeinsames Gartenprojekt angelegt. Wir haben konsequent jede Pflanze in Verbundenheit gekillt, nicht absichtlich, aber weil es uns gemeinsam eben einfach nicht wichtig war. Manche Paare bekommen gemeinsam Kinder. Wir haben Basilikum umgebracht. Wir haben schon einige Gemeinsamkeiten und Projekte gehabt, aber wir waren mit einem konventionellen Leben zusammen einfach nicht glücklich. Und heute gehen wir noch immer gemeinsam ins Theater. Manchmal gemeinsam, manchmal auch mit anderen. Und das hat auch die Beziehung zu uns bereichert. Aber wir sind eben nicht mehr das klassische Kar. Ich reise, ich gehe ins Theater, ich besitze auch ein Haus, ich bin glücklich. Aber für all diese Dinge brauche ich keinen Partner. Das ist nichts, was ich für eine Partnerschaft aufschiebe. Und ja, jetzt kannst du dich auch fragen, stellst du dir eher die Frage, wenn ich einen Partner habe, dann mache ich Punkt, Punkt, Punkt? Oder wie würde sich das anfühlen, wenn du das zwar vielleicht noch denkst, habe ich ja auch lang gedacht, aber du stellst dir jetzt vor, hey, ich kann das ja alles schon machen. Wie geht's dir dann? Schauen wir dazu auch mal in deinen Kalender. Ist dein Kalender voll oder füllst du ihn nur bis zur nächsten Beziehung? Weil es gibt nämlich auch einen Unterschied zwischen beschäftigt sein und erfüllt sein. Ich bin immer beschäftigt anders all my Projekte nicht für eine Beziehung in den Sand setzen, weil all diese Projekte mich ausmachen. Ich sage dir auch ganz ehrlich, würde ich jetzt heute oder morgen oder was weiß ich, im Lotto gewinnen. Ich würde trotzdem noch an diesen Projekten arbeiten, weil die mich einfach erfüllen und mir Spaß machen. Ich habe eigentlich auch nicht das Gefühl, dass ich da noch was zusätzlich brauche. But als ich zwischen meinen Beziehungen war, habe ich sehr oft wirklich tolle Dinge erlebt. Jedoch habe ich die nicht so bewusst erlebt, wie ich es hätte tun können und auch sollen hätte. Als ich mich nur in einer Zwischenstation gefühlt habe für etwas, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber damals eben dachte ich, ich müsste es haben wollen. Das hat mich davon abgehalten, die Schönheit in einigen Moment wirklich zu betrachten und das zu genießen. Es gibt also einen Unterschied zwischen beschäftigt sein und wirklich erfüllt sein. Also, bist du beschäftigt oder erfüllt? Kannst du alleine essen gehen? Das wäre auch so eine Frage. Nicht weil du musst, sondern weil du echt Lust darauf hast. Ich kann es und ich liebe es. Manchmal macht mich das Gefasel von anderen Menschen beim Essen so dermaßen nervös und ich kann mein Essen dann auch überhaupt nicht genießen. Muss ich ehrlich sagen, wenn jemand neben mir redet und redet und redet und redet und vielleicht sogar noch übers Essen redet, ich kann ja nicht sagen, warum mich das so stressed, aber dann esse ich immer schneller und versuche mich da, ich weiß nicht, wohin zu beamen, gedanklich. Aber ja, ich kann es dann einfach auch nicht so sehr genießen. Und ich höre beim Essen eben einfach gern nichts. Außer mein Besteck. Das reicht mir vollkommen. Ich esse also furchtbar gern alleine. Klar macht das zur zweiten oder in einer Runde auch Spaß. Habe ich auch gern. Aber nicht, weil ich muss. Ich kann durchaus auch super gern allein essen gehen. Ich hatte auch einen Bekannten, der seit Jahren allein Mittagessen ging. Viele Leute haben dann über ihn gesagt, er wäre ein Sonderling. And ich war im Grunde fürchterlich neidisch, dass er sich leisten konnte, jeden Tag bekocht zu werden, keine Küche zu putzen and seine Ruhe beim Essen zu haben. Ich habe das so nachfühlen können. And ich war mir zu 100% sicher, dass er nie das Gefühl hatte, dass er etwas vermisste. And vielleicht haben die anderen Menschen ihn deswegen so kritisch analysiert, weil man das so schwer nachempfinden konnte, diese Zufriedenheit, die er ausstrahlte, wenn er da allein am Mittagstisch saß. So jetzt kommt eine Fangfrage für uns Frauen. Verbringst du deine Zeit damit, Männer zu analysieren? Oh mein Gott, ja. Ach Gott, das kann ich auch ziemlich gut. Ich habe Männer so dermaßen analysiert. And neulich had a telefontein mit meiner besten Freundin and my best friend. Grüße gehen an der Stelle raus. Ihr wisst, dass ihr gemeint seid and it was herrlich. Wir haben so gelacht, weil we in Trio a man analysiert. And irgendwann came to the street, we have too many information, damit we keep clearing profiling, damit can not argue. We had also not more WhatsApp-Verläufe and Screenshots and so we are so much. Nicht umson habe ich eben auch Kommunikationswissenschaften studiert. But ich verbringe mehr Zeit damit oder investiere auch sehr viel Zeit darin, mich selbst kennenzulernen. And es gibt noch so viele Dinge, die ich an mir nicht kenne, obwohl ich mit mir jetzt schon 45 Jahre lang zusammen bin. Und dankenswerterweise entdecke ich auch immer mehr Dinge an mir, die ich echt zu schätzen weiß und auch mag. Also verbringst du deine Zeit damit, Männer zu analysieren. Und wenn ja, warum tust du das? Oder bist du einfach neugierig auf Menschen and neugierig auf dich? And when we schon so über Gedanken und Fantasien sprechen, dann würde mich jetzt auch interessieren, ob du deine Träume kennst, unabhängig von einer Beziehung. Eigentlich, also ich muss die Frage einfach nochmal genauso stellen. Kennst du deine Träume unabhängig von einer Beziehung? Eigentlich is schon die Frage eine Frechheit. Warum habe ich das so aufgeschrieben? Meine Träume waren nie an eine Beziehung gekoppelt. Never, ever. Ich wollte echt gern Musical studieren, aber dafür hat mein Gesangstalent leider nicht gereicht. Hätte ich wirklich gern gemacht. Und dann habe ich später vom Radio geträumt und ich habe wirklich Nachrichten moderiert. Es war so genial. Es war so genial, die Agenturmeldungen zu filtern, mit dabei zu sein, wenn was Spannendes passiert, wenn man selbst nicht erwarten kann zu hören, wie eine Sache ausgeht. Ja, ich habe wirklich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Und ich habe zum Glück so viele Leidenschaften gehabt. Ich habe so viele Träume gehabt. Und in keinem kam ein Mann vor. In keinem. Und das waren alles meine Träume. Das ist ja die krasse Unterscheidung. Weil das waren alles die Dinge, die ich mir fix für mich ausgemalt habe. Und dann gab es eben die Dinge, wo ich mir gedacht habe, die muss man sich ausmalen, weil die gehören irgendwie zum Leben so dazu gehört. Und deswegen jagt man dann auf einem völlig falschen Ding hinterher. But when you just denkst, what are deine träume? Wovon träumst du? Was möchtest du erleben? Was hast du auch vielleicht schon erreicht? And when you davon get, war der Traum genau so wie du ihn geträumt hast and in the Zukunft gerichtet? Was möchtest du erleben? Nicht mit meinem Mann möchte ich, sondern erleben. So, die nächste Frage kann dich treffen, weil sie ist sehr persönlich. Pass auf, bist du alleine oder fühlst du dich ständig einsam? Und da muss ich dazu sagen: Einsamkeit gehört manchmal dazu. Einsamkeit, eigentlich ein super Wort, oder? Der Samen, der da drin steckt. Also aus Einsamkeit ist manchmal richtig krass was bei mir gewachsen ist. Und ich kenne auch die Einsamkeit. Wenn ich das Gefühl habe, meine Freunde vergessen mich, weil ich mich aber auch dermaßen schlecht kommunizieren kann, wenn es mir nicht gut geht. Das ist wirklich ein Defizit. Da kann ich echt noch üben. Wenn ich auf eine Feier nicht mit kann und keiner kommt mich abholen, ja, also ich sage ja, manchmal hätte ich auch gern einen kleinen Schubs oder würde mich gern von meinen Freunden überraschen lassen. Aber wenn ich das so abtun mit, nee, ich habe da keine Zeit und was weiß ich, also dann darf ich mich auch nicht wundern. Aber ja, Einsamkeit gehört auch zu meinem Leben manchmal dazu. Aber wenn dein ganzes Leben wie ein Warteraum wirkt, dann bist du wahrscheinlich echt noch nicht angekommen. Die Frage ist nur, möchtest du bei jemandem ankommen? Suchst du die bessere Hälfte oder wärst du auch mit den besseren Hälften zufrieden? Es klickt jetzt. Also, ich meine mit den besseren Hälften, Freundschaften und ein Bindungsnetzwerk, dass du dir selbst wählst, aber dir dabei selbst die nächste Person bleiben kannst. Und das mit dem Bindungsnetzwerk und Freundschaften, das ist ein Riesending. Darüber müssen wir wirklich auch unbedingt nochmal extra sprechen. Nur der eine kleine Punkt dabei. Ich bin so froh, dass mein Leben nicht von einer Person abhängt, sondern dass ich so viele Personen um mich herum habe. Weil es würde mir das Herz brechen, wenn aus meinem Netzwerk eine Person wegfällt, weil ich sie alle liebe. Aber wenn ich nur eine Person hätte, die ich liebe und die wäre weg, das wäre höchst dramatisch. Also kommen wir zur wichtigsten Frage. Und die finde ich echt, echt spannend. Und da würde ich dir wirklich empfehlen, auch noch heute etwas länger darüber nachzudenken. Du kannst dir Notizen machen. Schreib's mir vielleicht auch. Ja, ich meine, die ist natürlich super persönlich, aber ich wäre super gespannt, wie du das empfindest. Eben, wenn dir jemand sagt, pass auf, du wirst nie wieder eine Beziehung in deinem Leben haben. Was würdest du dann fühlen? Panik? Trauer? Erleichterung? Oder würdest du dir denken, okay, dann mache ich das Beste draus? Die Antwort darüber sagt unglaublich viel darüber aus, ob du wirklich solo bist? Also, die Fragen für dich, ich fasse sie einfach nochmal zusammen. Wenn morgen dein Traumann vor der Tür stehen würde, würdest du dein Leben komplett umkrempeln? Wie oft denkst du dir, wenn ich einen Partner hätte, dann würde ich XYZ machen? Hast du das Gefühl, du füllst deinen Kalender einfach voll, um die Zeit bis zur nächsten Beziehung zu überbrücken? Oder gefällt dir einfach, was in deinem Kalender steht? Wie geht's mit dem gemeinsamen Essens-State oder dem einsamen Essens-State oder dem Allein Essens-State? Ich glaube, wichtig ist allein zu sagen, genau. Also kannst du allein essen gehen. Verbringst du deine Zeit damit, Männer zu analysieren? Oder denkst du auch sehr viel deiner Zeit über dich nach? Kennst du deine Träume unabhängig von einer Beziehung? Und wie steht es mit, bist du alleine oder fühlst du dich ständig einsam? Und die alles entscheidende Frage. Wenn du heute gesagt bekommst, dass du nie wieder eine Beziehung hast, was fühlst du dann? Wenn du bei einigen Fragen gemerkt hast, da habe ich mich jetzt ertappt, keine Sorge, Solo ist ja auch keine Entscheidung, die man einmal trifft, weil es ist schon ein Prozess, wo du dich selbst findest und drauf kommst, wie du tickst und was dir wirklich wichtig ist. Also im Grunde, wie gesagt, habe ich dir auch schon gesagt, ich war vermutlich schon immer Solo. Ich bin überzeugt davon, dass ich immer Solo war, weil ich auch Rückblick in so viele Aspekte in meiner Kindheit finde, wo ich so viel Freude daran hatte, allein Hörspiele auf Kassetten aufzunehmen, mein eigenes Magazin zu gestalten, wo ich so viel kreatives Spielen, Freude daran hatte und keine anderen Kinder gebraucht habe und Nüsse unglücklich damit war. Ich war so begeistert und konnte jetzt nicht erwarten, am nächsten Tag weiterzumachen. Aber die Gesellschaft kam eben dazwischen. Und deswegen habe ich das nie so für mich als so ein wichtiger Teil von mir annehmen können und auch kennenlernen können. Und weil das eben ein Prozess ist, heißt der Podcast ja auch nicht Single für Fortgeschrittene, sondern beziehungsweise solo. Solos suchen eben nicht nach einem Partner, wir suchen kein fehlendes Partnerteil. Wir bauen lieber unser eigenes Bild. Und genau das wünsche ich dir. Ich freue mich, dass du heute mit dabei warst. Dein Support unterstützt mich. Lass meinen Podcast also nicht solo. Teile ihn, bewerte ihn, drück die Abo-Klocke, du kennst das Spiel, das bringt mir viel Unterstützung in meinem Projekt. Und ja, da freue ich mich, wenn ich einfach auch spüre, ich bin damit nicht allein. Beim nächsten Mal reden wir darüber, warum es für die Gesellschaft noch immer sehr schwierig ist, Solos zu akzeptieren. Bis dann, ciao, ciao und bye bye.