Future Weekly

#14 - Welt im Stillstand, Remote Everything, Community vs Corona

Daniel Cronin & Markus Raunig von Austrian Startups Episode 14

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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“There are decades where nothing happens and there are weeks where decades happen.”

Markus Raunig und Daniel Cronin reflektieren die historischen Ereignisse der letzten Tage und diskutieren dabei unter anderem folgende Themen:

1. News der Woche:  

  • Die Welt im Stillstand und wie wir damit umgehen, 
  • Elon Musk & Boris Johnson als Realitätsverweigerer, 
  • Die Community schlägt zurück,
  • Refurbed sorgt für die gute Nachricht der Woche, 
  • Bill Gates verlässt Microsoft Board, 
  • DARPA als Moonshot in GB, 

2. Deep Dive: Remote Everything - funktionierendes Home Office & Life,
3. Rockstar der Woche: Österreichs Zivilgesellschaft (Markta, Zusammen Leiwand, Way To Passion, Apeiron, Conda, Hokify, Grape, Schoolfox & co)
4. Predictions: Life goes on, Zeitalter der Startups, Remote is here to stay,
5. Moonshots: Gemeinsame Skalierung der medizinischen Kapazität,

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Weiterlesen:
Elon vs Corona: https://t1p.de/vwsx
Community Action vs Corona: https://t1p.de/7uj6
Refurbed Investment: https://t1p.de/lcag
Bill Gates verlässt Microsoft: https://t1p.de/u7ex
Darpa in GB: https://t1p.de/6aun
How to go remote by Andi Klinger: https://t1p.de/lqkt
Markta hilft: https://t1p.de/kx4c
Zusammen Leiwand hilft: https://t1p.de/tjz3
Way to Passion hilft: https://t1p.de/3e4c
Apeiron hilft: https://t1p.de/tjb3
Conda hilft: https://t1p.de/r9ud
Hokify hilft: https://t1p.de/218n
Grape, Schoolfox & co helfen: https://t1p.de/q1vy

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Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag oder guten Abend. Herzlich willkommen zu unserem Startup-Podcast, auch genannt Future Weekly.

Markus

Ich bin Daniel und auf der anderen Seite ist der Markus, aber diesmal eigentlich nicht auf der anderen Seite.

Daniel

Auf der anderen Seite des Mikrofons.

Markus

Nicht mehr des Tisches, ne?

News der Woche: Die Welt im Stillstand, Elon und Boris als Realitätsverweigerer, Community schlägt zurück, Bill Gates verlässt Microsoft, Darpa in GB

Daniel

Nicht mehr des Tisches. Tatsächlich beide natürlich heute ganz klar im Homeoffice. Ja, weil, und da werden wir auch gerade drüber sprechen, so schnell kann es gehen. Viel Veränderung innerhalb der letzten Woche seit unserem letzten Podcast. Ich glaube, ich brauche niemandem erklären, was passiert ist. Aber dennoch, wir werden ein bisschen drüber sprechen, über das Thema Corona, wir werden über die wirtschaftlichen Implikationen reden. Wir werden auch ein bisschen drüber sprechen, was sich sonst so noch getan hat in der Welt, abgesehen von Corona, auch da war viel. Wir werden aber auch in unserem Deep Dive drüber sprechen, was es eigentlich heißt, von zu Hause zu arbeiten, wie eine Gesellschaft darauf reagiert und sich verändert. Wir werden natürlich wie immer unseren Rockstar der Woche, und ich kann da jetzt schon sagen, vielleicht sind es auch mehr als ein oder zwei auszeichnen. Und natürlich wie immer unsere Moonshots und Predictions. Und ja, ready, steady, und ich würde sagen, starten wir jetzt. So, lieber Markus, dann kommen wir mal zu den News. Ja, wow. Wir haben in unserem Aufwärmgespräch gesprochen und gesagt, holy S-H-I-T, wie sich alles in einer Woche ändern kann. Unfassbar. Unfassbar. Tatsächlich ist es lustig, heute vor einer Woche mit unseren letzten Podcast aufgenommen und du bist tatsächlich der letzte Mensch, der mich die Hand geschüttelt hat. Und wir haben noch drüber so, uh, wer weiß, ob das jetzt gut ist? Ach, wird schon und mm. Was war? Es ist eine Woche her und es erscheint mir unendlich weit weg.

Markus

Genau. Es ist einfach so viel passiert, dass es, glaube ich, in der Wahrnehmung einfach wie eine Ewigkeit scheint. Und es ist schon bemerkenswert, weil halt auch jeden Tag ist wieder was Neues gekommen ist, jeden Tag ist eine neue Verschärfung der Maßnahmen gekommen. Und das ist schon auch spannend zu beobachten, wie das im Gehirn auch dadurch, dass es eben so scheint, als wäre das ewig her.

Daniel

Ja, das stimmt. Und das Interessante ist, wenn uns dann zwei Tage später, als die ersten Maßnahmen kamen, haben wir noch gesagt, weißt du was, lass uns doch mal kurz das Equipment austauschen, dass wir theoretisch auch remote arbeiten können für unseren Podcast. Haben uns getroffen und ich glaube, wir haben beide gedacht, naja, so ein bisschen, naja, sicher ist sicher, aber naja, ein bisschen übertrieben. Ja, gut, und jetzt sitzen wir da.

Markus

Wir sitzen da und die Welt steht still, oder? Wahnsinn. Keine Sportevents, keine Flüge, die Parks sind geschlossen. Im Augarten isst niemand, weil er geschlossen ist. Das habe ich noch nie gesehen.

Daniel

Es ist wirklich unglaublich. Ich glaube, die Profiteure sind gesunde Beziehungen. Unser Hund ist absolut quietschvideal, dass seine Menschen die ganze Zeit zu Hause sind und sich mit ihm beschäftigen können. Find er absolut klasse. Aber es ist natürlich auch ein sehr ernstes Thema. Und ich glaube, dieser Satz, den wir so oft in der Digitalisierung gehört haben, ja, alles wird sich verändern. Ja, alles hat sich verändert. Und es ist erstaunlich, wie schnell. Und für mich als jemand, der seit Jahren sagt, ja, Veränderung kommt und Veränderung wird schneller gehen, als man denkt. Ja, so schnell habe ich mir jetzt auch nicht gedacht. Aber wir wissen natürlich auch, alles geht mal vorbei. Und ich glaube, auch jetzt in Zeiten des Einigels ist die Zeit, nach vorne zu schauen und zu sagen, okay, wie machen wir weiter. Und das wird so kommen.

Markus

Ja, nein, aber es ist trotzdem, es ist schon wirklich interessant, wenn wir überlegen. Ich glaube, wir haben vor zwei Wochen das erste Mal in dem Podcast über Corona geredet. Es war natürlich davor schon ein Gesprächsthema, aber da war es dann so, dass man halt wirklich drüber reden musste, schon fast. Aber selbst da war das Thema noch irgendwie weit weg. Ja, da in Italien war es relevant, das hat auf die Lieferketten. Ich habe mir das gestern nochmal angehört, wir haben darüber gesprochen, dass die iPhones nicht mehr so gut verfügbar sind, weil die Lieferketten halt in Mitleidenschaft genommen wurden. Und trotzdem war das einfach alles noch so weit weg. Und jetzt ist halt schon auch, wenn wir uns anschauen, was jetzt auch kritisiert wird, die Leute, die halt nicht früh genug reagiert haben, muss man, glaube ich, schon auch oft auf sich selbst schauen. Und einerseits haben wir, glaube ich, durch die Bubble, in der wir sind, relativ früh schon davon mitbekommen. Weil halt besonders, also in meiner Twitter-Bubble wird schon seit Wochen, vielleicht sogar schon, naja, ich weiß schon, seit Ende Jänner ist dort eigentlich schon ein bisschen Alarm. Und das liegt aber auch daran, dass diese Leute halt wirklich gewöhnt sind, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Und das ist halt genau das, was wir jetzt erleben. Das ist auch diese Story, die ein Startup oft durchlebt, wo sie halt sehen, okay, innerhalb von einer Woche verdoppelt sich jedes Mal die Nutzerzahlen. Und am Anfang ist das super, da geht es halt von 2 auf 4 und dann von 4 auf 8 und dann von 8 auf 16 User und das ist alles nett und schön und immer noch klein. Nur dann bekommen plötzlich Wachstumsprünge, wenn dann halt von 200 auf 400 und dann plötzlich von 400 auf 800 und von 800 auf 1600, dann wird das plötzlich ein bisschen overwhelming und ein bisschen überfordern. Und genau das haben lustigerweise, also zumindest in meiner Twitter-Pubble sehr viele schon vorausgesagt. Aber trotzdem wird das halt erst real, wenn das vor der eigenen Haustür passiert. Und ich kann mich noch erinnern, ich war vor zwei Nachen noch Skifahren und dann kam ich zurück und habe gesehen von den hunderten Toten oder habe gelesen, dass heute oder an dem Tag dann mehr als 100 Leute in Italien gestorben sind. Und das war das erste Mal, dass ich mir dann so gedacht habe, puh, na okay, jetzt wird's ernst. Und es ist schon wirklich.

Daniel

Ja, es ist beeindruckend und das führt alles sehr viel näher. Und es ist komisch, wie man plötzlich Gespräche führt und hört und sagt, du, da, wie war es denn im Supermarkt? Gab es Essen? Und man denkt sich, was für eine krasse Frage stelle ich da gerade. Man sieht aber auch, wie schnell sich das Hirn an das neue Normal sozusagen gewöhnen kann. Trotzdem ist es ganz fürchterlich. Aber was ich so schön finde, ist eigentlich, wie zumindest, zumindest in meinem Umfeld, und ich habe auch das Gefühl, in ganz Österreich eigentlich ein Großteil der Gesellschaft, die die Ernsthaftigkeit sieht und versteht und mitzieht. Und alle wissen, ja, es ist a community effort. Es betrifft uns alle. Und das ist vielleicht das Merkwürdige an dieser Situation. Normalerweise sind immer solche Katastrophen, die passieren. A, weit weg und b betreffen sie Leute, die man nicht kennt oder man kennt jemanden. Aber hier ist einfach jeder Einzelne betroffen. Und das gibt dem Ganzen eine völlig andere Dimension. Es ist halt aber auch erstaunlich zu sehen, wie schnell eben, und da werden wir auch nachher in unserem Deep Dive drüber sprechen, wie schnell plötzlich eine ganze Gesellschaft sich auf Remote Working umstellen kann, natürlich mit Schwierigkeiten. Aber wie schnell aber auch ganze Businessmodelle sich verpuffen oder zumindest auf Stillstand stehen. Das ist schon ganz erstaunlich. Und man darf natürlich auch gespannt sein, was es bedeutet. Das war das erste Mal. Man darf auch gespannt sein, was es bedeutet, wenn so viele Menschen zu Hause rumsitzen und vielleicht das erste Mal seit Monaten, seit Jahren auch Zeit haben zu reflektieren. Normalerweise wird dann auch sehr viel energiefrei. Und hast du Zeit zum Reflektieren derzeit, Daniel? Ehrlich gesagt, zurzeit noch nicht.

Markus

Das erwartet eigentlich, dass wir jetzt Zeit haben, uns ein bisschen auch zu, ja, einfach Zeit für sich zu nehmen und auch irgendwie Reflexion anzustreben, dass man ein bisschen strategischer arbeitet. Aber gleichzeitig ist bei uns jetzt irgendwie bei Ostischen Startups sehr schnell eigentlich umgeschaltet worden, okay, Krise, wie gehen wir damit um? Was können wir tun auch für die Community? Wie können wir Startups helfen, die Krise anzugehen und mit anzupacken und tatsächlich Lösungen auch für Corona zu entwickeln. Andererseits aber auch irgendwie, wie können wir unser Ökosystem schützen vor den Auswirkungen, wo halt viele auch betroffen sind. Und es ist irgendwie bei uns derzeit sehr wenig Reflexion und sehr wenig strategisch eigentlich.

Daniel

Ich meine, da hast du natürlich recht, ich erwarte mir irgendwann Zeit zu haben zum Reflektieren. Zurzeit ist es einfach nur jeden Tag von morgens bis abends eben, mal kurz alles neu erfinden, verstehen, was Sache ist und mit dem Ungewohnten umgehen. Und ich merke halt auch, dass es auch anstrengend ist. Ich merke, oder wie wahnsinnig ich erschöpft ich bin am Abend, obwohl man technisch gesehen nur zu Hause ist. Aber das ist halt schon anstrengend. Ich finde es auch mental anstrengend, einfach diese Umstellung zu haben und natürlich auch permanent diese Nachrichten, die man sieht und hört. Und ich glaube, da muss man auch lernen, mit umzugehen. Dennoch erwarte ich mir, dass sich das die nächsten Tage ein bisschen einpendeln wird, bis man rausgefunden hat, wie Dinge funktionieren können und wie nicht. Und ich glaube, ja, wir lernen halt mit Ungewissheit umzugehen. Etwas, was wir eigentlich als Community gut kennen, aber in dem Kontext vielleicht auch noch nicht.

Markus

Das ist ein sehr guter Punkt. Also ich glaube, das ist auch für die Gesellschaft etwas, was echt wertvoll sein kann, dass man sich mal in so einem Umfeld auch. Es ist zwar kognitiv unglaublich anstrengend, weil es einfach so viel zu verarbeiten gibt, aber dieser Umgang mit Unsicherheit ist ein echtes Asset auch für die Zukunft. Und ich glaube, dass das wirklich auch langfristig sehr positive Effekte haben kann. Also das ist etwas, womit wir uns sowieso immer mehr auch beschäftigen müssen in unserem Bildungssystem. Und dass da jetzt mal eine reale Erfahrung kommt, wo wir lernen, auch mit sowas umzugehen, ist, glaube ich, sehr, sehr positiv.

Daniel

Ich denke auch, ich glaube, da werden wir auch ein bisschen in unserem Deep Dive drüber reflektieren, weil ich glaube, wir sind jetzt schon fast in einem Deep Dive drin. Ich gebe dir aber völlig recht, ich glaube, da müssen wir drüber reden. Und ich glaube, wir müssen auch sehen, wie wir als Gesellschaft uns zukünftig wieder neu aufstellen, dass wir auch in Zukunft schneller mit dieser Veränderung umgehen können, schneller darauf reagieren können. Wir haben auch gesehen, was alles funktionieren kann mit Druck. Ja, man darf sehr gespannt sein, was da die Zukunft bringen wird. Aber es sind spannende Zeiten, es sind auch beängstigende Zeiten, es sind aber auch aufmunternde Zeiten. Und ich würde sagen, wir machen jetzt ein bisschen die News, gehen einfach mal ein bisschen drüber und im Deep Dive werden wir auch ein bisschen über die Auswirkungen sprechen, was es heißt, zu Hause zu arbeiten, wie sich die Gesellschaft umgestellt hat und wie wir zurückkämpfen. Ja, wir haben es ja schon gesagt, es ist viel passiert, Corona. Und wir haben auch gesehen, wie einige mit Corona umgehen, die gut sind und andere, wie sie nicht so gut sind. Und das ist natürlich so einer unserer normalerweise Helden in strahlender Rüstung, den wir schon oft gefeiert haben, der sich einfach in den letzten Tagen nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat. Elon Musk, was war denn da los?

Markus

Ja, der hat am Freitag noch ein Memo an die SpaceX Employees geschickt, wo er das Ganze eher runtergespielt hat und ja, jetzt sich nicht besonders verantwortungsbewusst gezeigt hat. Und ich glaube, das auch deutlich unterschätzt hat. Also da hat er sich, glaube ich, ziemlich verpuckert. Und ich glaube auch jetzt, heute habe ich irgendwo aufgeschnappt, dass sie jetzt doch auch die Fabriken schließen. Und ich glaube, er ist jetzt etwas zur Vernunft gekommen. Aber da war er sehr, sehr, sehr spät dran. Eigentlich ähnlich wie halt auch unsere britischen Freunde, die auch sehr lange an einer Strategie festgehalten haben, die zumindest mit den Informationen, die mir zur Verfügung gestanden sind, von Anfang an zweifelhaft war.

Daniel

Absolut. Also absoluter Irrsinn. Ich meine, ich lasse mir Elon Moss kurz außen vor, gehen wir noch kurz zu den Engländern. Meine Güte, was die dort gemacht haben und wie viel Zeit sie verloren haben. Und ich weiß noch, wie ich in den letzten Tagen immer wieder Bilder gesehen habe von Konzerten, von Popbesuchen, von Veranstaltungen, wo die Menschen dicht gedrängt stehen. Meine Güte. Und dass beim Konzert, wo 20.000, 30.000 Menschen stehen, ein Mensch das haben könnte, könnte, ist natürlich hoch. Und dass in so einem engen Raum, wo drei Stunden lang die Menschen schützen und springen und hoppeln, das sich verbreitet, ist auch anzunehmen. Meine Güte, haben die viel Zeit verloren. Das ist absolut, absolut, absolut schrecklich. Und ich glaube, die Geschichte wird über Boris Johnson sowieso nicht gut urteilen, aber was das betrifft, wird sie sehr hart urteilen. Und das ist schrecklich. Absolut schrecklich. Und meine Güte, es zeigt, ähm, ich habe gestern, vorgestern einen schönen Beitrag gesehen und da hat jemand so schön gesagt, dass eigentlich jetzt die Zeit ist, in den Populisten ein bisschen wirklich die Luft ausgeht. Weil ein Virus versteht kein Populismus. Ein Virus kommt oder er kommt nicht. Und die ganzen Schaumschläger à la Boris Johnson und auch Donald Trump, die werden sehen, was Fake News sind und was nicht. Das ist ja schrecklich. Also ganz fürchterlich. Elon Musk natürlich, ja, er ist natürlich in einer Umfeld, das von Effizienz und von Wachstum getrieben ist, ist er natürlich genau der Richtige. In einer Zeit, wo es darum geht, auch auf andere zu schauen, rücksichtsvoll zu sein, vielleicht auch nachhaltig zu agieren. Sicherlich nicht. Und da sieht man einfach seine Perspektive und er hat den Shift nicht geschafft.

Markus

Ja, ich glaube, was ihn halt auch wirklich auszeichnet, aber was halt hier eine echte Schwäche war, ich glaube, er ist richtig laserfocused. Ich glaube, der hat, blendet einfach alles aus und fokussiert sich 100% nur auf seine Businesses und auf die wahrscheinlich auch die Kennzahlen, die Ziele, die er sich selbst setzt. Und ich glaube, da fehlt dann ein bisschen teilweise die Perspektive, die man braucht, um halt das auch ein bisschen in Relation mit dem anderen Zeug, das da draußen passiert zu setzen. Und für ihn war das, glaube ich, am Anfang einfach nur eine Ablenkung, ein potenzielles Risiko, das halt jetzt diesen Fokus, den er hatte, gestört hat. Und ich glaube, dadurch hat er wahrscheinlich einfach nicht kapiert und nicht mitbekommen, wie schnell sich die Dinge da draußen auch geändert haben. Weil ich glaube, keine Ahnung, auch der industriellen Vereinigung-Präsident hat vor zwei Wochen noch gesagt, das ist alles halb so wild. Und da gab es viele unterschiedliche Leute, die einfach, und da glaube ich, sind die meisten auch in Österreich betroffen, die das noch ganz anders eingeschätzt haben vor einer gewissen Zeit. Aber letzten Freitag, das ist schon eigentlich sehr, sehr, sehr spät. Da war eigentlich sehr klar, wo wir stehen und da hat er irgendwas nicht mitbekommen.

Daniel

Ich finde halt, du hast vollkommen recht mit der Analyse. Ich denke, bei dennoch ist natürlich auch sein Job, genau wie unser Job, und das ist auch eingangs erwähnt, Marktentwicklung zu verfolgen und Signale des Marktes zu erkennen und möglicherweise auch rechtzeitig darauf zu reagieren. Und das war ja nichts Kleines, was da gekommen ist. Und ich denke, da hat er einfach ganz, ganz, ganz hart versagt. Und ich bin neugierig, wenn diese Krise vorbei ist, wie wir auch die Wirtschaft neu betrachten werden. Aber jetzt sind wir schon schon wieder fast beim Deep Dive. Wir hatten Elon, wir hatten Boris Johnson, die sich nicht mit Ruhm bekleckert haben. Wer sich, finde ich, mit Ruhm absolut bekleckert hat, muss man an dieser Stelle sagen. Und das möchte ich gar nicht so stark politisch sehen, aber ich finde, die österreichische Bundesregierung hat einen großartigen Job gemacht. Aus meiner Perspektive. Das ist nur ich, wie ich das sehe. Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ich war zutiefst beeindruckt. Ich finde, Sebastian Kurz macht gerade einen großartigen Job, seine Minister machen einen großartigen Job. Ich finde aber auch die österreichische Gesellschaft macht einen großartigen Job. Wie siehst du das?

Markus

Ja, also ich glaube, wir haben derzeit noch unvollständige Informationen, um das Final zu beurteilen, aber ich fühle mich derzeit auch sehr gut aufgehoben. Ich glaube, wir haben relativ schnell reagiert. Also vielleicht ein, zwei Tage früher wäre noch gut gewesen, aber auch ich hätte das wahrscheinlich im Vorhinein nicht gewusst. Ich glaube, es ist definitiv ein echter Schulterschluss vorhanden. Also man sieht einfach so ein gemeinsamer Feind, in dem Fall eben das Virus, das hilft ungemein, dass halt Leute wirklich wieder gemeinsam anpacken und dass sie sich als eine gemeinsame Identität auch irgendwie aufbauen können. Und ich finde es auch großartig, wie schnell in der Startup-Szene reagiert wurde. Also wie schnell da Initiativen aufgepoppt sind, die probieren, hier Lücken zu füllen, die entstanden sind, wie generell in der Zivilgesellschaft unglaublich viele Initiativen, Ideen, Lösungen entstanden sind für Probleme, die durch diese Krise entstehen. Das ist so unglaublich stark auch in der Wirkung. Und das hat mir auch so viel Glaube geschenkt an das unternehmerische Potenzial, das es gibt eigentlich in dem Land und das vielleicht auch ohne so eine Krise ein bisschen ungenutzt ist. Das war für mich wirklich auch eine sehr positive Erfahrung in der nicht einfachen Zeit.

Daniel

Ich meine, das Interessante ist, du hast es gerade angesprochen. Ich glaube, das wird übrigens ein New Slash Deep Dive, um ehrlich zu sein. Wir haben tatsächlich innerhalb von kürzester Zeit ein neues Narrativ bekommen. Wir haben einen ganz klaren Cause, einen Why, etwas Gutes, was wir erzielen wollen. Wir haben etwas, was uns verbindet, eine Commonality. Und dadurch entsteht auch ein neues Wir. Und das ist ganz, ganz, ganz erstaunlich zu sehen, dass wir eigentlich dadurch eine sehr starke soziale Kohäsion erzeugen und den Narrativ, der diese soziale Kohäsion bedingt, die wir vorher nicht hatten. Und das sehen wir auf, finde ich tatsächlich, Europa macht gerade die Grenzen dicht, finde ich das gut, finde ich das schlecht? Kann ich nicht beurteilen, aber es ist etwas, was passiert. Österreich ist dann natürlich wieder die nächstuntergeordnete Sektion und es geht immer weiter runter bis zum eigenen Wohnhaus, wo plötzlich Nachbarn sagen, wir helfen, wir gehen für dich einkaufen, wenn du alt bist, bla bla bla. Wie gesagt, normalerweise halte ich von Abschottung nichts, finde ich nicht gut. Ich glaube auch jeder, der die anderen Podcasts gehört hat, wird das verstehen, wie ich das meine. Aber dennoch, es erzeugt ein Wir. Und dieses Wir ist etwas, was uns, glaube ich, so wahnsinnig verloren gegangen ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon fast, das jetzt ganz schnell wiederkommt. Und es ist auch eine große Möglichkeit, glaube ich, für uns, diese Geschichte weiterzuerzählen und so ein bisschen neu zu erfinden. Und du hast auch gerade gesagt, die Startup-Szene reagiert großartig. Über das werden wir dann gleich sprechen. Zeitgleich haben wir aber auch gesehen, dass es vielleicht in dieser Veränderung, die die Gesellschaft durchläuft seit Jahren, ausgelöst durch digitale Technologie, dass es eigentlich nicht so sehr um digital geht, sondern darum, dass die Menschen jetzt gerade eigentlich den Wert dessen erkennen. Nicht, dass es darum um Technologie ist, sondern einfach, ja, du brauchst es, dann verwendest du es.

Markus

Stell dir vor, es gäbe jetzt kein Internet.

Daniel

Das denke ich mir sehr tag. Unfassbar, oder? Und ich meine, stell dir vor, hätten wir so schnell wieder das Wir, ich finde es spannend, du musst beobachten, wie oft wir das Wir verwenden werden in diesem Gespräch und wie klar dieses Wir eigentlich ist, wie unklar es vorher war, es ist erstaunlich, wie schnell wir reagiert haben als Gesellschaft. Es ist erstaunlich, wie gut wir informiert sind. Man könnte natürlich sagen, Fernseher und Radio, aber es zeigt auch, wie gut wir eigentlich mit dieser Isolation umgehen können, weil wir es doch nicht so wirklich sind durch die Technologie. Das ist der Segen. Der Fluch ist allerdings natürlich auch ein bisschen, dass jeder Zugang zu Informationen hat, was ich grundsätzlich gut finde, aber auch zu jeglicher Art zur Information und auch nicht jeder mit diesem mit dieser Information auch gut umgehen kann. Dass jeder eben in Echtzeit Corona-Ausbreitung sehen kann, ist auf der einen Seite gut, wenn man weiß, wie zum Beispiel exponentielles Wachstum funktioniert. Ich denke übrigens auch in dieser Woche weiß das mittlerweile auch jeder. Aber dennoch, man muss aufpassen, dass wir nicht enttäuscht werden, wenn die Kurve weiter ansteigt. Und ja, es ist Fluch und Segen und natürlich jeder Spinner kann auch seine Sorgen und Ängste, die etwas merkwürdig sind, verbreiten.

Markus

Ja, aber ich glaube, da war für mich sehr spannend. Jetzt bei deinem ganzen Corona-Thema eigentlich. Dass das am Anfang, wie das Thema jetzt noch nicht besonders präsent war in unserer westlichen Welt, da war jetzt auf Social Media und generell, also spezifisch auf Twitter, habe ich sehr viel sehr wertvolle Information dazu gefunden. Und das war wirklich eine Quelle von unglaublich nützlicher Information und hauptsächlich nützlicher Information. Da gab es auch wenig noch von der bösen Sorte. Und je länger das angedauert hat, desto mehr ist halt dann auch quasi nicht mehr nur mal Signal gekommen und nicht mehr nur mal wertvolle Information, sondern sehr viel Rauschen auch. Und das ist schon auch spannend, je präsenter ein Thema wird, desto mehr kommen halt dann auch die Trolle, desto mehr kommen die Fake News verbreiten und desto mehr wird das Ganze auch missbraucht. Und das ist etwas, was, glaube ich, die guten und die schlechten Seiten von sozialen Medien, also Medien ohne Gatekeeper, sehr schön auch aufgezeigt hat. Da gibt es schon wirklich qualitativ sehr wertvolle Informationen, aber gleichzeitig, je mehr ein Thema ins Aufmerksamkeitsfeld der breiten Masse kommt, desto mehr muss man sich halt dann schon auch durchkämpfen oder durch einen Dschungel kämpfen an weniger wertvollen Informationen.

Daniel

Das Interessante ist natürlich, alles andere außer Corona, was die Woche passiert ist, ist eigentlich quasi nicht passiert.

Markus

Ja.

Daniel

Und das ist eigentlich natürlich auch so. Weil die Welt hat sich weitergedreht. Es wäre übrigens natürlich eine großartige Woche gewesen für so einen kleinen Putsch oder was auch immer. Hätte, glaube ich, keinen Menschen interessiert. Ja, es ist erstaunlich, was da noch so passiert außerhalb. Ja, wollen wir das ein bisschen beleuchten?

Markus

Ein bisschen non-Corona News, ja. Ein bisschen non-Corona News.

Daniel

Refurbed hat eigentlich fensiert. Ich meine, ich freue mich so sehr für die Jungs, dass es gut funktioniert. Es ist natürlich ein schwieriger Zeitpunkt, das zu announcen.

Markus

Vielleicht sind wir nicht sicher, ob sie nicht vielleicht besonders deshalb das jetzt auch gemacht haben, um irgendwie auch ein Zeichen zu setzen. Also vielleicht kurz zum Hintergrund, Refurbed hat eben eine recht große Investmentrunde angekündigt mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Und das ist ein österreiches Startup, das sich auf Refurbished Electronics fokussiert, also Handys, die schon mal benutzt wurden und dann noch einmal quasi aufgebessert werden, um dann noch einmal mit Garantie verkauft zu werden. Das ist also auch recht nachhaltig, weil dadurch muss halt dann kein neues Gerät produziert werden. Und ja, die haben sich entschieden, ihre Investmentrunde, wo ich mir relativ sicher bin, dass die jetzt nicht erst diese Woche geschlossen wurde, genau jetzt anzukündigen. Und das ist, finde ich, schon auch ein cooles Statement.

Daniel

Ja, und ich meine, sie sind natürlich das, ich meine, die gibt es schon eine ganze Weile. Ich glaube, wir kennen uns schon seit drei, vier Jahren. Ich glaube, es hat der Entrepreneurship Avenue, da habe ich sie vor einiger Zeit mal das erste Mal gesehen und du kennst sie, glaube ich, noch länger. Also sie sind nicht über Nacht entstanden, muss man dazu sagen. Aber jetzt ist, glaube ich, ganz stark ihre Zeit. Jetzt auch, wo gewisse Nachschublinien natürlich nicht mehr ganz so gut funktionieren werden und wo vielleicht Leute auch wirklich reflektieren und sagen, brauche ich denn auch immer wirklich das neueste Handy? Wahrscheinlich nicht. Also ganz toll, ganz tolle, ganz toller Service, ganz tolle Leute, tolles Investment. Wir können uns sehr, sehr für sie freuen. Da wird noch viel kommen. Wirklich toll, big Fan. Ich kann mich noch immer an ihren ersten Pitch erinnern, der war wirklich Weltklasse. Es passiert mir selten, dass ich einen Pitch höre, wo ich denke, hat mir gut gefallen. Das war so einer.

Markus

Ich kann mich auch erinnern, sie waren damals, wir hatten einen Stammtisch zum Thema How to find your tech Co-Founder. Und die zwei hatten noch keinen technischen Co-Founder. Und da hat er auch sehr, sehr cool quasi das geplagt und eigentlich eine Frage gestellt an die Panel-Teilnehmer, aber gleichzeitig auch sehr gut positioniert, dass er eigentlich auch gerade auf der Suche nach einem Co-Founder ist. Und ich glaube, da hat sich schon abgezeichnet, dass das etwas sehr Spannendes sein wird.

Daniel

Dann natürlich auch ähnliche Dimensionen wie das Refurbed Investment. Bill Gates hat das Board von Microsoft verlassen.

Markus

Ja, um sich auf seine Stiftung zu konzentrieren. Was macht die Stiftung? Ja, unter anderem fördert sie Corona-Forschungsprojekte, also ganz breit aufgestellt, aber eben auch mit einem echten Fokus auf das Thema Viren. Bill Gates hat ja schon vor einigen Jahren gesagt, dass wir da derzeit viel zu wenig Geld reinstecken. Dass wir eigentlich überhaupt nicht vorbereitet sind auf einen weltweiten Virus-Outbreak. Und damit hat er absolut recht behalten. Und ja, also ich glaube, vielleicht war das jetzt auch der Auslöser dafür, da bin ich mir nicht sicher, weil das kann ich mir schon vorstellen, dass das auch schon länger geplant war. Aber vielleicht war das jetzt so der letzte Auslöser, dass das jetzt auch wirklich durchgezogen hat.

Daniel

Ich finde interessant, was er in Wasser investiert unter anderem. Er investiert ja ganz, ganz, ganz stark auch in WC, soweit ich weiß. WC ist ohne Wasser, um auf dem afrikanischen Kontinent einfach auch Seuchen einzudämmen, weil er sagt, das ist ein riesiges Thema. Also sanitäre Einrichtungen, finde ich ganz toll. Was ich immer noch so interessant finde an Bill Gates, der zu seiner Zeit eigentlich immer auch quasi im Personality-Wettbewerb mit Steve Jobs war. Ich glaube, die Geschichte wird sehr gut über den Urteilen und ich finde, ihm wurde so lange einfach so ein schlechtes Image angedichtet. Er ist eigentlich ein ganz bemerkenswerter Mensch. Er gemeinsam mit seiner Frau. Wirklich ein guter Mensch, der, glaube ich, wirklich viel Gutes tut. Und dem er, glaube ich, sehr lange sehr Unrecht getan hat.

Markus

Top-Typ. Ist mir gar nicht so aufgefallen, aber ich bin halt auch noch ein bisschen eine jüngere Generation. Ich schätze wahrscheinlich in der Apple vs. Microsoft Historie wird Steve Jobs oft ein bisschen stylischer und cooler rübergekommen sein.

Daniel

Ich bin natürlich auch so ein alter Apple-Jünger, was du ja ganz charmant auch gesagt hast, auch ein bisschen älter als du. Danke, Markus. Immer gerne. Damals wurde der so richtig als der Antichrist per se positioniert. Ja, eigentlich ist ein ganz guter, wenn man sich anschaut, was Steve Jobs eigentlich für die Menschheit gemacht hat, außer geile Devices und cooles Ökosystem. Ja. Ja, mich möchte nicht zu wertend sein, aber ja. Und dann gibt es noch eine interessante Überschrift, die ich mit Neugierde gesehen habe. Du hast gesagt, es gibt ein DAPA in Großbritannien.

Markus

Ja, also gibt es noch nicht, aber das soll jetzt aufgebaut werden. DAPA ist. Soll es geben. Ja, soll es geben. Es ist jetzt schon budgetiert. Und zwar DAPA zur Erzklärung, dass es in Amerika oder ist immer noch die große Research Funding-Agentur, die so Moonshot-Projekte eigentlich finanziert wurde, schon im letzten Jahrhundert, Mitte des letzten Jahrhunderts aufgesetzt und war eigentlich auch durchaus die Basis für das Internet und einige andere sehr essentielle Technologien, die es da gegeben hat. Zum Beispiel GPS oder auch Robotics oder ähnliches. Und war auch so ein bisschen der Ursprung des Silicon Valley. Also das Geld, was dadurch in die Forschung des Internets oder Erforschung des Internets geflossen ist, hat dann auch sehr stark dazu geführt, dass sich rund um Silicon Valley halt die ersten Tech-Firmen niedergelassen haben und eigentlich all das entstanden ist. Und ja, in Großbritannien ist einer der Advisor von Boris Johnson. Bojo. Bojo, der Dominic Cummings, ein großer Befürworter von solchen Strukturen und der hat immer gesagt, get Brexit dann und dann Alpa. Und ja, das wird jetzt eine Realität, was sehr spannend ist, weil natürlich irgendwie auch Großbritanniens unabhängig von Corona einfach allein durch die Brexit-Situation sehr viel Druck hat, sich zu positionieren, sehr viel Druck hat, auch in irgendeiner Form neue Wege zu finden, wie man innovativ sein kann, wie man möglichst technologisch führend werden kann. Und ja, die haben jetzt ein 800 Millionen-Budget bekommen und wollen in diese Richtung forschen, was aber auch spannend ist, weil natürlich ist das in einem politischen Umfeld, das sehr stark auch kompetitiv getrieben ist, also wo einfach eine sehr starke Polarisierung auch in der Gesellschaft gibt, ist so eine Agentur, die am Ende wahrscheinlich sehr lange brauchen wird, bevor sie irgendetwas abwirft, sicher nicht einfach zu halten. Weil wir wissen aus eigener Erfahrung, oft ist es, wenn halt an ein politischer Machtwechsel kommt. Das könnte ja passieren in England. Das kann immer passieren, dann sind solche Agenturen oft auch mal die Ersten, die gestrichen werden. Und das, glaube ich, ist etwas, wo man jetzt sich sehr genau anschauen muss, wie kann man das entpolitisieren. Ich glaube, prinzipiell sind solche Agenturen, solche Strukturen unglaublich wichtig, weil wir reden ja oft über Mondschatz, aber Mondschits brauchen halt auch oft sehr, sehr viel Forschung, sehr viel Kapital. Und das ist, glaube ich, nicht einfach über den Markt zu bekommen, weil es einfach so langfristig ist, bis da überhaupt irgendwelche Rückflüsse entstehen.

Daniel

Ja, ich meine, ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon zu halten habe. Auf der einen Seite finde ich solche Sachen großartig. Was ich übrigens ganz spannend finde, ist, ich weiß gar nicht, ob du es gesagt hast, DARPA oder ARPA, je nachdem, wurde ja 1958 gegründet. Was ich ganz, ganz, ganz interessant finde. Und ich glaube, es war, glaube ich, das Ergebnis von diesem Sputnik-Schock, als die Russen plötzlich im All waren und die Amix gesagt haben, Moment, was ist denn da los? Mach mal was. Einen Feind von außen. Richtig und einen richtigen Schock. Was ich aber so interessant finde, ist, das wurde 1958 in Amerika gestartet und 2020 startet man damit natürlich in UK. Da ist natürlich ein gewisser zeitlicher Lag. Ich liebe aber solche, ich liebe aber die Idee von solchen Blue Sky-Settings, wo man einfach wirklich den wildesten Mist machen kann. Sky is the Limit. Ich weiß aber nicht, ob so ein nationales Projekt dann der richtige Weg ist, muss ich ganz ehrlich sagen. Und natürlich ist DARPA mittlerweile ja auch sehr stark oder eigentlich schon immer sehr stark militärisch getrieben. Das habe ich zumindest immer den Eindruck gehabt. Wissen wir da was Näheres über UK?

Markus

Ja, das ist noch unklar. Ich glaube, also die, das war lustig, eigentlich ist die Organisation damals in den Staaten entstanden ohne das Militär. Und das Militär ist dann sehr stark als erster Kunde reingekommen, der auch dafür gesorgt hat, dass das politisch ein bisschen besser verkaufbar wurde, weil halt dann die Research Agentur selbst schon auch irgendwie Umsätze herzeigen konnten und irgendwie zeigen konnte, hey, die Forschung wird auch umgesetzt, die Forschung wird verwendet. Also das war durchaus auch ein politischer Hintergrund und natürlich eben halt durch den Kalten Krieg, der damals sehr stark treibend war für vieles. Ich könnte mir gut vorstellen und ich gebe dir recht, ich glaube, sowas würde auf einer breiteren Basis, also jetzt zum Beispiel auf europäischer Ebene, noch viel mehr Sinn machen. Und würde wahrscheinlich auch Sinn machen, wenn man das jetzt halt weniger militärisch aufbaut, sondern eben vielleicht auf der Basis von Green Tech oder ähnlichem, wo man so die Probleme unserer Zeit auch irgendwie in den Mittelpunkt steht. Also vielleicht, keine Ahnung, ist halt dann ganz klar das Ziel, dass man jetzt den Energiegewinnung Carbon Neutral ermöglicht. Oder sowas, dass man so einen klaren Mondschot setzt und dann halt alles in diese Richtung auch wirft.

Daniel

Man darf gespannt sein, was da passiert. Also ich bin neugierig. Ich bin neugierig, es sind gewisse Initiativen. Let's see, vielleicht schwenkt das Budget aber auch sehr schnell rum, um Corona stärker zu bekämpfen.

Markus

Das könnte natürlich genauso auch ein Mundschatz sein, dass man halt ganz klar den Fokus setzt, wie können wir schaffen, dass weniger Virusepidemien auf der Welt sich etablieren und wie können wir das proaktiv verhindern.

Daniel

Ich muss ja noch an einer Stelle noch erwähnen, ist eigentlich nicht so ganz News, aber dennoch, bei Donald Trump finde ich es immer wieder erstaunlich, man denkt immer New Low, was kann er noch machen, um noch niedriger zu gehen. Ich weiß mittlerweile Woche für Woche, er ist kreativ, er findet sicherlich etwas, was einfach noch niederträchtiger ist als die Woche vorher. Ja, letzte Woche oder Anfang dieser Woche wurde dann plötzlich verlautbart, dass er einem deutschen Unternehmen scheinbar, die sehr nah an einer Lösung sein dürften, einfach ein völlig unmoralisches Angebot gemacht hat, um zu sagen, wenn es einen Impfstoff gibt, mach das mal für die. Mach das mal exklusiv für Amerika, nicht für uns.

Markus

Ja, der ist jetzt auch halt schwer unter Druck. Das ist natürlich für seine Wiederwahl ein echtes Risiko und da wirft er sich jetzt voll dahinter mit all seiner Persönlichkeit, die halt moralisch oft sehr verwerflich ist.

Daniel

Fast immer.

Markus

Ja. Nein, es ist unfassbar wieder wie innerhalb von einer Woche, wo er sagt, das ist alles ein Hoax, hinzu Ja, jetzt werden wir alle sterben und Panik, Panik. Also, und so tut er, als hätte er das schon immer gesagt. Es ist unfassbar. Also das ist mir wirklich fremd, wie das nicht auch bei den WLAN ankommen kann.

Daniel

Ja, ja. Übrigens die Firma His Cure Wack, ich fahre mir gerade unsicher, die übrigens sehr schön reagiert hat und gesagt hat, nein, wir gehen an die Öffentlichkeit, nein, machen wir nicht. Es gehört allen. Und während ich das gerade nachgelesen habe, steht jetzt als Überschrift in die Welt. Kann Trump gegen Corona die Wahl, äh, wegen Corona die Wahl verschieben?

Markus

Oh.

Daniel

Oh, ja.

Markus

Das ist natürlich der nächste strategische Schachzug, ja.

Daniel

Richtig. Und danach kommt dann etwas, was er dann wieder für sich. Anyway, es ist ganz erstaunlich, ich glaube, das ist viel Kaffee-Suot lesen, aber man sieht einfach in der letzten Woche, Populisten versus Non-Populists.

Markus

Ja.

Daniel

Richtig, aber Donald, Woche für Woche, da kommen neue Dinge. Ich glaube, es ist eine interessante Woche übrigens, wenn wir über Amis und Spinner sprechen, für die ganzen Prepper, die gesagt haben, ich wusste doch immer. Aber wahrscheinlich sind die, ich habe mich mit einem amerikanischen Freund von mir drüber unterhalten und der hat gesagt, aber weißt du was, die sind wahrscheinlich so stur, dass sie sagen, nee, das passiert nicht, das sind Fake News und dann erst recht in der Stadt bleiben. Fand ich ganz lustig. Aber ja, let's see. In dem Sinne, ich glaube, das waren sehr lange News.

Markus

Das waren Rekord News.

Deep Dive: Remote Everything - funktionierendes Home Office & Life

Daniel

Rekord News, aber da war doch auch was letzte Woche. So ist es. Kommen wir zu unserem Deep. Ja, das stimmt. Ja, Markus, dann kommen wir zu unserem Deep Dive oder unserem Deep, Deep, Deep Dive, nachdem wir eben schon einen ziemlichen Deep Dive hatten. Und ja, wir wollen ein bisschen über die Veränderungen durch Corona sprechen. Explizit, aber was es dann heißt, plötzlich Remote Everything zu machen, remote zu arbeiten. Wir haben schon erzählt, unser Setup ist, ich bin in meinem Homeoffice, in meinem Büro, du bist in deinem Homeoffice. Es funktioniert sehr gut. Hoffentlich. Ich glaube, das Tool, das wir verwenden, ist eigentlich auch genauso konzipiert, dass man eigentlich podcasten kann um die Welt. Das heißt, wir mussten es nicht großartig umstellen. Es hat gut funktioniert bis jetzt.

Markus

Ja, also ich hoffe, das sehen unsere Hörer auch so. Aber ich bin zuversichtlich. Also ich habe auch jetzt, also wir haben bei Austrian Startups natürlich schon Ende letzte Woche dann auf Homeoffice umgeschaltet und haben sehr schnell halt auch die notwendige Infrastruktur uns zusammengestellt, dass das relativ gut geht und haben jetzt immer jeden Tag in der Früh um 10 Uhr haben wir einen Check-in-Call, wo wir uns alle kurz sehen und uns zuwinken und kurz besprechen, wie es uns geht und was vielleicht auch gerade ansteht, was wir kurz besprechen sollten. Wie macht ihr das? Welches Tool? Wir nutzen Zoom. Also das ist ein sehr bekanntes Tool in dem Bereich, das von vielen Companys auch genutzt wird, die halt Remote First sind, also die sowieso ihre Mitarbeiter über den ganzen Globus verteilt haben. Und ja, ich bin eigentlich sehr, sehr zufrieden damit und ich glaube, dass das auch, also derzeit geht es uns eigentlich sehr gut damit. Ich habe das Gefühl, es sind alle happy und es gibt noch keinen Lagercoller oder ähnliches. Und ja, wir werden es sehen.

Daniel

Finde ich gut. Also täglicher Check-in-Call ist fine. Ich glaube, für Austrian Startups war die Umstellung wahrscheinlich auch gar nicht so groß, weil wir natürlich auch ein Team haben, die eigentlich sehr digital aufgewachsen sind. So ist es. Was mich aber erstaunt, ist, wie schnell auch alle anderen umstellen mussten und es auch zum Teil schon ganz gut geschafft haben.

Markus

Ja, ich glaube, das schafft halt dann auch die Not, schafft irgendwie auch ein gewisses Kreativitäts-Setting und ich glaube, da wird dann jeder auch sehr, spurt dann jeder auch sehr schnell. Was ich glaube, davor halt viele auch gegen gewisse Umstände wehren. Und es gibt, glaube ich, besonders bei Remote, gibt es halt viele Leute, die gar nichts davon halten, dass man sich halt nur über Video sieht etc. Die wollen, dass man sich persönlich sieht. Und jetzt geht es halt nicht anders. Und das heißt, jeder hat dann, glaube ich, auch nochmal einen ganz anderen Effort dahinter, dass er das Setting so hinkriegt, dass es passt. Weil das ist, glaube ich, schon was anderes, wenn halt, wenn man dann halt auch wirklich mit einem guten Mikro, mit einem guten Headset da sitzt und ja, ich glaube, da ist halt dann auch die Qualität dieser Meetings viel besser, als wenn das jeder nur so halb ernst nimmt und es eigentlich eh gar nicht will.

Daniel

Was erstaunlich ist, es haben sich so viele so schnell auf das Ganze eingestellt. Normalerweise hätte es wahrscheinlich Monate gedauert und Jahre und Dutzende Consultants. Ja, und Boom hat es funktioniert. Es ist erstaunlich, was da so alles geht. Mit welcher Energie das alles geht. Ich finde es beeindruckend. Ich finde es wirklich beeindruckend. Ich glaube auch, wir werden sehen, wie ganze Services sich umstellen werden in den nächsten Tagen und Wochen. Und ich bin halt auch gespannt tatsächlich, wenn sich das Ganze dann entspannt, ja, wie viel dann davon bleibt. Und wenn man wird sehen, wie es funktioniert. Ich bin sehr neugierig.

Markus

Absolut. Also ich meine, das wird dann nachher auch meine Prediction sein, aber ich glaube, da wird sich schon einiges jetzt dadurch auch ändern, weil Leute eben vielmehr auch sehen, was möglich ist und wie gut das auch möglich ist.

Daniel

Ja. Also wie ich so gerne sage, man darf gespannt sein. Das Internet muss halten. Das ist ganz klar. Das ist fein. Und ich glaube, dass man wahrscheinlich auch jetzt merkt, wie Sachen nicht funktionieren oder noch nicht ganz so gut funktionieren, man wird optimieren, man wird sein Setup optimieren. Und ich wäre überrascht, wenn man danach nicht einfach fast jeder zu Hause ein Homeoffice-Setting haben wird, für den es Sinn macht. Und ich glaube, das Remote-Thema und Distributed Team-Thema wird einfach viel stärker noch, wie soll ich sagen, bleiben. In gewissen Branchen natürlich. Logisch. Ich finde noch immer, und vielleicht bin ich das, aber ich glaube, dass es geht jedem so. Trotzdem finde ich es noch immer am schönsten, wenn man sich dann dennoch immer wieder sieht. Das fehlt. Absolut.

Markus

Eine Umarmung ist halt schon was anderes als ein digitaler Wave.

Daniel

Ja, richtig. Auch da, es wird wieder kommen und ich glaube, wir müssen uns auch permanent mental darauf einstellen, alles. Alles ist eine Phase. Manch dauert es länger, manchmal weniger lang. Und dass das Verhalten von jedem Einzelnen natürlich zusammen dazu führt, wie schnell und wie langsam das Ganze geht. Es ist schön zu sehen, wie Unternehmen auch die Art, wie sie distribuieren, umstellen, wie schnell plötzlich Lieferungen gemacht werden. Und das ist gut und notwendig. Was natürlich hart ist, ist natürlich die Branchen, bei denen es einfach nicht anders geht. Das ist klar. Und ich glaube, die leiden und was ich so interessant finde, ist auch, wie sich da auch so unsere kleine Startup-Szene schnell einbringt und wie schnell da Leute Sachen in Veränderungen. Einfüttern. Das ist schon richtig gut. Also, es ist kein Tag, eigentlich kaum eine Stunde, wo nicht eine neue Initiative kommt. Die probiert, irgendwo Support zu liefern, was ich richtig gut finde.

Markus

Ohne Frage. Ich meine, ich finde schon am Ende ist ja all das, was wir hier tun, eigentlich ein riesengroßes und wahrscheinlich das allergrößte Remote Working Experiment, das es jemals gab. Oder eigentlich das Remote Living Experiment, das es jemals gab. Und man muss aber auch, glaube ich, dazu sagen, bis zu einem gewissen Grad sind wir ja auch schon in den letzten Jahren immer mehr remote geworden. Ich glaube, Online-Shopping ist immer normaler geworden. Wir haben die Essen bestellen, wurde ganz normal, also Fedora und Miam und so weiter, sind ja auch irgendwie aufgekommen. Es gibt Netflix, es ist so viel, das einfach so on-demand von zu Hause aus funktioniert und passt. Es ist eigentlich so, als hätten wir uns die letzten Jahre auf diesen Case vorbereitet. Und ich glaube, sowohl im Work-Setting, wo halt jetzt alle natürlich auch sich die Best Practices von denen anschauen, die über Jahre schon remote gearbeitet haben, bis hin zum Lebenssetting, wo halt eigentlich man schon sehr, sehr viel einfach von zu Hause aus machen kann. Besonders und auch die junge Generation auch schon gemacht hat.

Daniel

Absolut. Was ich natürlich auch ganz spannend finde, ist, wir haben es auch schon gesagt, es verändert sich viel. Ich glaube, die Art und Weise, wie aber auch Dinge bleiben, müssen wir auch diskutieren. Und ich glaube, es ein Riesenthema ist jetzt, okay, Remote können wir. Das können wir auch bei digitalen Dingen ganz gut. Bei anderen Dingen wird es aber trickreicher. Und ich glaube, es ist die Frage, wie wir uns als Gesellschaft aufbauen, dass wir schnell mit diesen Veränderungen, die dann kommen können, umgehen können. Und eine große Herausforderung ist natürlich, wie unsere Supply Chains aussehen. Das ist sicherlich ein sehr, sehr großes Thema, weil wir wahrscheinlich erst in den nächsten Wochen da die Auswirkungen von sehen werden. Wie siehst du das?

Markus

Boah, ich glaube, das ist fast ein Thema für einen eigenen Deep Dive. Also ich glaube, dass Souveränität ein sehr essentielles Thema sein wird, wenn es um Supply Chains geht. Ich glaube, genauso wie es in letzter Zeit immer mehr auch das Thema digitale Souveränität in den Mittelpunkt gerückt ist, wird man sich halt auch anschauen, wie das im Produktionssektor mittlerweile ist, wie sehr man auch möglichst selbstorganisiert als Land bzw. als Kontinent zumindest überleben kann und nicht in eine zu große Abhängigkeit auch wirtschaftlich rutscht von anderen Ländern. Und das betrifft viele Bereiche. Sowohl eben in den Supply Chains, aber auch durchaus, wenn es dann in die andere Richtung geht, hat das gesehen im Sommer mit der NBA, wo halt sich einer von den General Managers eines Basketballteams hat sich kritisch zu den Hongkong-Protesten geäußert, also kritisch zu China, woraufhin dann halt weg der chinesische Markt innen eingebrochen ist, weil das die chinesische Regierung abgedreht hat. Und das ist einfach auch so ein Machtinstrument, wenn man eine Abhängigkeit in welche Richtung auch immer. Aber ja, es ist eh die Frage, ob das nicht ein eigener Deep Dive auch irgendwann mal sein kann, dass wir über Abhängigkeit und Souveränität sprechen.

Daniel

Auf jeden Fall. Würde mir gut gefallen, darüber zu sprechen. Ist, glaube ich, auch notwendig. Zeitgleich, glaube ich, werden die Städte auch sehr spannende andere Themen für sich entdecken. Vertical Farming ist eins dieser Dinge. Ich bin ja selber ein großer Fan. Ich habe ja meinen wunderbaren Herbert von Ponic Systems. Man muss sozusagen Disclaimer, ein Startup, mit dem ich auch selber zusammenarbeite. Hängt bei mir im Büro. Ich kriege jeden Tag oder fast jeden Tag meine frische Petersilie, Pfefferminz und all diese Dinge. Tatsächlich ist das jetzt eher eine kleinere Sache. Aber eben Basilikum gar nicht schlecht, das zu haben. Und natürlich wahnsinnig spannend, wenn man plötzlich sagt, naja, was ist, wenn man das halt wirklich in den Städten anbaut, dann haben wir entlang der Fassaden. Das wird so oft diskutiert, aber keiner macht es. Ich könnte mir vorstellen, für diese Dinge entsteht jetzt plötzlich eine neue Urgenz, wenn man so möchte, eine neue Dringlichkeit, dass man einfach sagt, ja, es wäre eigentlich gar nicht schlecht, sowas zu haben.

Markus

Ja, ich glaube, da werden viele Remote-Perspektiven auch sich entwickeln, jetzt auch nochmal stärker gepusht werden. Ich glaube, Vertical und Urban Farming ist sicher ein Feld, das dadurch auch nochmal eine ganz andere Aufmerksamkeit bekommt. Ich glaube auch, wenn man sich anschaut, was machen die ganzen Fitnessstudios jetzt? Die stellen um auf Remote-Betrieb. Also die machen halt Videos oder Video-Sessions eigentlich mit ihren Mitgliedern und schauen halt so, dass sie weiter einen Value kreieren können. Und das ist eigentlich das, was halt so Startups wie Peloton oder so in Amerika schon schon seit ein paar Jahren auch probieren zu tun. Also generell mehr auch das Community-Feeling da rauszubringen und irgendwie einen Zusammenhalt zu schaffen, obwohl man sich physisch nicht sieht, eine Community zu bauen, obwohl man sich physisch nicht sieht. Das ist, glaube ich, etwas, was jetzt gerade sehr stark auch in den Mittelpunkt drückt. Weil das ist, glaube ich, auch ganz wichtig, dass man halt schon klar ausstreicht, Social Distancing sollte nicht die Abkehr von jeglichen sozialen Kontakten sein, sondern nur davon, dass man sich physisch sieht. Ich glaube, und das, glaube ich, ist wichtig, dass das alle auch verstehen. Ich glaube, es tut niemandem gut, wenn man sich jetzt so isoliert, dass man mit keiner Person mehr irgendwie einen Kontakt hat für die nächsten Wochen. Also physisch macht das Sinn, aber virtuell, glaube ich, wäre es sehr schlecht. Und ich glaube, diese Einsamkeit würde dann auch zu vielen Problemen führen. Aber ich glaube, da gibt es jetzt auch ganz neue Settings. Also ich kann mir gut vorstellen, dass jetzt halt Familien gemeinsam ein Remote-Abendessen haben, wo halt dann jeder für sich seine Sachen isst, aber man sitzt halt connected durch einen Screen, irgendwie doch alle gemeinsam an dem Tisch und kann sich unterhalten. Also da gibt es, glaube ich, schon viele Use Cases, die jetzt auch durch das Remote-Setting erst entstehen.

Daniel

Ja, und ich glaube, du sagst es so richtig: man sollte dann auch seine sozialen Kontakte pflegen, mit Leuten telefonieren, Calls machen, FaceTime machen, all diese Dinge einfach, dass man sich nicht wirklich isoliert außer körperlich. Und das ist ganz gut. An der Stelle im Übrigen die ganzen Singles da draußen. Ihr tut mir wirklich ein bisschen leid an der Stelle. Das ist, glaube ich, wirklich nicht lustig. Ich bin immer sehr froh, glücklich verheiratet zu sein, aber an dieser Stelle einfach noch mal ein Stückchen mehr. Das ist, glaube ich, nicht lustig. Im Übrigen, ich glaube, es werden so viele Wirtschaftszweige getroffen, an die wir jetzt gar nicht so schnell denken. Wer weiß, wie es Tinder gerade geht zum Beispiel.

Markus

Ja, Tinder muss halt nur umstellen auf irgendwie Videochatting oder Messaging oder so. Ja, stimmt. Da haben wir auch noch für sich wenig wenig, nur eine kleine Rolle, wenn es dann wirklich darum geht, sich zu treffen. Da geht es ja eigentlich eher darum, sich kennenzulernen. Also ich glaube, da werden jetzt viele Leute oder viele potenzielle Paare auch erst einmal sehr lange schreiben und sich so besser kennenlernen, bevor man sich physisch sieht. Oh, so habe ich das noch gar nicht betrachtet.

Daniel

Aha, du meinst dann Tindern und dann zwei Wochen lang Tindern und dann ist man so glücklich.

Markus

Naja, das ist dann die Frage. Dann sieht man sich und irgendwie passt überhaupt nicht. Kann natürlich auch sein, aber.

Daniel

Okay, und dann ist es doch nicht Brad Pitt, sondern einfach nur.

Markus

Stell dir vor, also die ganzen Fake-Tinder-Profile werden jetzt florieren, oder?

Daniel

Stimmt, stimmt. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, an dieser Stelle, mir tun halt wirklich die jungen Kids echt leid. Weil für mich ist es jetzt gar nicht mehr so schwierig, zu Hause zu bleiben. Ich glaube, wenn du 20 bist, ist das halt hart. Muss ich einfach so sagen. Und am besten mit 20 noch bei den Eltern wohnst. Ja, ich glaube, da hätte ich ein bisschen mehr gelitten als jetzt. Nichts gegen meine Eltern, aber einfach so vom Drang und rausgehen und bleiben. Das ist schon, glaube ich, ein kritisches Thema. Aber ja, zeitgleich sehen wir natürlich auch in dieser Tagen, wie wichtig eigentlich eigentlich auch, ja, wir haben es schon angedeutet, eigentlich der Austausch von Daten ist. Die Kommunikation über Plattformen. Wir sehen aber auch Stärken und Schwächen. Was ist denn dein Gefühl? Wie gehen wir hier raus hervor?

Markus

Puh, also ich glaube insgesamt werden wir sehr viel dadurch lernen. Wir werden, glaube ich, uns viel besser auf ähnliche Krisen auch vorbereiten in der Zukunft. Ich glaube, das ist schon auch sowohl für die Bevölkerung als auch die Verwaltungen eine Feuertaufe und etwa so, sie jetzt ins kalte Wasser geworfen wird, aber halt dadurch auch sehr schnell lernt. Und ich glaube, das ist positiv. Ich glaube, es hängt jetzt auch sehr viel davon ab, wie lange sich dieser Zustand hält, auch wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt, wie schnell es Medikamente gibt, wie schnell es Impfstoffe gibt, wie sehr es dann doch eine Immunität gibt, wenn man das schon hatte, wie schnell man das Gesundheitssystem auch wirklich rauffahren kann und viel mehr Kapazitäten schafft. Das wird sehr spannend in den nächsten Wochen. Und ich glaube, das Thema wird uns natürlich noch sehr lange begleiten. Ich glaube, es wird zunehmend dann halt auch irgendwie zum Normalzustand werden und vielleicht werden wir dann auch im Podcast wieder weniger drüber reden, aber derzeit ist natürlich das über alles präsent.

Daniel

Ja, klar. Ich meine, gut, weil es uns auch beschäftigt, weil wir einfach diese massive Ungewissheit haben und weil es einfach das Thema omnipräsent ist und man es auch einfach nicht ausschalten kann, richtig? Es ist nicht, dass man in seiner einen Bubble drin ist, Riesenthema, andere Bubble interessiert keinen Menschen, sondern es interessiert jeden. Es betrifft auch jeden. Richtig, und es betrifft einfach jeden. Und das Interessante wird aber sein, es wird weggehen, es ist ein Virus, Viren können auch wieder zurückkommen. Und da ist halt natürlich die Frage, wie baut man eine Infrastruktur auf, dass man schnell darauf wieder reagieren kann. Sprich, natürlich, stell dir vor, es ist dann hoffentlich in zwei, drei, vier Wochen oder Monaten oder wann auch immer weg. Dann gibt es wieder den ersten Infektionsfall und dann macht man komplett den Laden wieder dicht, aber ohne großes Hin und Her, bumm, eine Woche dicht und dann gibt es halt nur ein paar Fälle. Das wäre natürlich schön. Genauso wie eine Immunisierung gekommen wird. Das wäre genauso schön. Was interessant ist natürlich an der Seite ist natürlich, wir sind in einem Lockdown. Wir dürfen nur noch zu zweit vor die Tür, wenn wir in einer, wenn wir gemeinsam wohnen, zu dritt kommen. Und das ist für die meisten von uns völlig okay. Das ist natürlich massiv autoritär. Ich finde es persönlich vollkommen richtig. Dann wird darüber diskutiert, kann man Handydaten benutzen, um Bewegungen zu verfolgen und zu sagen, ah, da sind mehrere zusammen, lasst uns sie auflösen. Und es ist ein ganz, ganz, ganz schwieriges, zweischneidiges Schwert, finde ich. Auch da ist mein Gefühl in Krisensituationen, ja warum denn nicht? Es ist gut für die Allgemeinheit. Umso wichtiger ist es natürlich permanent auch zu sagen, okay, aber wie lange darf man so etwas denn tun? Wann darf man es dann ausschalten? Es ist schon ja Fluch und Segen. Ich tue mir da nicht schwer, muss ich sagen. Ich finde das völlig in Ordnung. Ich finde, es ist ganz, ganz wichtig, weil wir kämpfen um unsere nicht so gesunden Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir kämpfen um unsere Eltern, um unsere Großeltern, um die geht's. Vielleicht uns selber, wenn wir irgendwelche Krankheiten haben, die wir gar nicht so genau kennen. Ja, trotzdem ist es so, man wünscht sich auf der anderen Seite, genau wie in China. Jemand hat geschrieben, in China ist der große Vorteil, da gibt es so Wohnblocks, die man sofort abschotten kann. Das hat man hier ja nicht, das wäre doch wünschenswert. Dann denkt man sich, boah, ich bin mir gar nicht so sicher.

Markus

Ja, es ist ein sehr schmaler Grad. Es ist ein sehr schmaler Grad. Also ich glaube, wie du richtig sagst, da geht es halt auch sehr viel darum, dass jetzt einfach jede Minute zählt und deswegen, glaube ich, sind gewisse Dinge passiert, die unter normalen Umständen sicher nicht passieren würden. Und es ist jetzt die Frage, okay, wie viel zeigt das, dass wir auch eine Gefahr haben, dass wenn jetzt halt auch mal, keine Ahnung, absolutistischere Herrschaftsformen sich eines Tages durchsetzen sollten, wie schnell das dann halt auch missbraucht werden kann. Vielleicht auch jetzt schon genauso missbraucht wird in anderen Ländern, wo ein etwas stärkerer Zugang zur Macht auch da ist. Und die Handydaten sind ein gutes Beispiel. Ich glaube, das macht in dem Kontext Sinn. Aber gleichzeitig, glaube ich, muss man, allein, dass man gesehen hat, wie schnell das auch möglich wird, wahrscheinlich auch viel klarer herausarbeiten und viel klarer regulieren, viel klarer auch klar in Gesetzen niederschreiben, wann darf das der Staat, wann darf das der Staat nicht. Und das ist natürlich eine rote Linie, die da jetzt auch überschritten wurde und wo klar wurde, okay, das ist möglich. Und vielleicht braucht es das auch, um halt auch der Bevölkerung zu zeigen. Ja, manchmal ist das wirklich sinnvoll und hilfreich. Gleichzeitig ist das aber auch eine Gefahr, die missbraucht werden kann.

Daniel

Absolut, absolut. Weißt du, ich bin Optimist. Ich bin Optimist, dass wir aus diesem Ganzen hervorgehen aus einer Gesellschaft, die enger zusammengerückt ist. Eine Gesellschaft, die versteht, dass wir wie ein Urwerk zusammengehören, dass die Erfolgreichen, die weniger Erfolgreichen, unterstützen, dass die Gesunden wissen, dass ihre Handlungen auch auf die nicht so Gesunden reflektieren. Dass wir die schätzen, die Dinge tun, die vielleicht nicht mehr vorstellen. Und dass wir aber auch eine Gesellschaft weiter und wieder aufbauen, das klingt jetzt so dramatisch, aber es ist es vielleicht auch ein bisschen, die noch viel stärker mit schnellen Veränderungen umgehen kann. Und ich bin der Meinung, das sieht man auch in jedem Konzern, Veränderung ist immer möglich, wenn es ein klares Y gibt und wenn es ein klares CEO-Thema ist, wenn es klar kommuniziert werden kann und auch die Basis sofort versteht, dann ist jegliche Art der Veränderung möglich. Und ich glaube, dass wir tatsächlich als Gesellschaft gestärkt rausgehen werden. Das ist ein bisschen naiv, ich bin gerne naiv. Und ich hoffe aber auch, dass wir zeitgleich auch verstehen, dass die wirklichen Heldenleistungen, die es da so gibt, vielleicht nicht immer die Personen erbringen, die als Helden gesehen werden. Etwas, wo wir gleich in unserem Rockstar der Woche drauf eingehen werden. Wenn ich zurückreflektiere, ist es aber immer nur wieder erstaunlich, wie viel sich in einer Woche tun kann. Man darf gespannt sein, wo wir heute in einer Woche sind. Wahrscheinlich immer noch remote. Aber ich meine eher so vom Wissensstand. Und es ist für mich natürlich auch ganz persönlich, es bringt gewisse Erlebnisse von anderen Personen nochmal ein bisschen, es führt es nochmal mehr vor Augen. Es ist sehr komisch, wenn man plötzlich losgeht in einen Supermarkt und Regale sind leer. Es ist sehr komisch, wenn man rausgeht und eine Sorge hat, dass vielleicht Personen, die einem nahestehen, vielleicht krank werden. Und ich kann mir gar nicht vorstellen, was es heißt, in einem Krisengebiet zu leben, was es heißt, einen Krieg zu erleben, was es heißt, Hunger zu erleben. Das muss ganz, ganz, ganz, ganz, ganz schrecklich sein. Und ich glaube, das wissen wir alle, aber es wurde einfach nochmal ein bisschen näher gebracht. Ja, da hast du absolut recht.

Markus

Regt schon zur Reflexion auch an.

Daniel

Absolut. Und in dem Sinne ist es, glaube ich, wahnsinnig wichtig, dass wir eine Gesellschaft bauen, die so verändert wird, dass wir es auch immer es schaffen, die, denen es nicht so gut geht, auch mitzutragen. Und deswegen glaube ich auch, dass hoffentlich die Art, wie wir unternehmerisch agieren, eben ein bisschen nachhaltiger wird. Und noch nachhaltiger wird. Und ich glaube, ich werde nicht müde, das zu sagen, ich glaube, gerade in Europa sind wir die, die es am besten verstehen können und am besten machen. Und ich blicke optimistisch in die Zukunft. Sehr gut.

Markus

Das ist ein schönes Schlusswort für den Deep Dive. Finde ich auch.

Daniel

Ja, wir kommen jetzt zu unserer nächsten Kategorie, dem Rockstar der Woche. Und puh, da haben wir uns schwer getan, weil so unendlich viele Personen möglich wären, oder?

Markus

Ja, es ist ja das Positive auch derzeit, dass wir eigentlich nicht nachkommen mit großartigen Aktionen, die derzeit passieren, wo Menschen anpacken, mithelfen, in irgendeiner Form Lösungen für diese Krise entwickeln. Und ich glaube, da wäre es eigentlich auch falsch oder fast falsch, da jetzt jemanden speziell rauszuholen. Und ich glaube, da gibt es sehr, sehr viele, die man vor den Vorhang holen kann.

Daniel

Und genau das wollen wir jetzt machen. Deswegen sind unsere Rockstars der Woche ein paar Personen und Unternehmungen, die wir nennen wollen, aber auch stellvertretend für viele andere. Fangen wir doch mal an. Für uns sind das zum Beispiel Magda, Zusammenleiband, Aperion, Conda, Way to Passion, Go Student, Doc Leaks und Thurs, das Digitalteam Österreich, wo ganz viele weitere Initiativen aufgelistet sind. Die, die wir jetzt genannt haben, sind aber nur stellvertretend für viele andere zu sehen. Und eigentlich ist für mich jeder andere auch ein Rockstar. Jede Person, die heute an der Cassa sitzt, jede Person, die im Bus sitzt, jede Person, die im Krankenhaus arbeitet, jeder Polizist, jede Polizistin, einfach jeder, der seinen Teil macht, aber auch jede einzelne Person von euch, die einfach zu Hause sitzen und sagen, ja, ich verstehe, welchen Teil ich erfüllen muss. In dem Sinne ist eigentlich der Rockstar dieser Woche unsere gesamte Gesellschaft. Das ist mal recht groß, aber ich glaube voll und ganz verdient. In dem Sinne, unser Rockstar der Woche, eigentlich unsere Gesellschaft.

Markus

Absolut verdient. Auch die vielen Menschen, die wirklich anpacken. Und das ist etwas, was mich irgendwie sehr, sehr positiv stimmt. Weil solange das passiert, solange geht's in die richtige Richtung. Perfekt. Sehe ich auch so.

Moonshots & Predictions: Das Leben geht weiter, Zeitalter der Startups, Remote is here to stay, Gemeinsame Skalierung der medizinischen Kapazität

Daniel

Danke euch. Ja, und wir machen weiter mit unserer Kategorie Moonshot und Predictions und starten wir mit einer Prediction und die ist, Corona wird vorbeigehen. Es wird vielleicht ein bisschen dauern, es wird vorbeigehen. Und meine Prediction ist, und meine Hoffnung ist, wir lernen ein bisschen draus, wir stellen uns neu auf und wir werden das Ding schon schaukeln.

Markus

Ich glaube auch, dass sehr, sehr viele super erfolgreiche Unternehmen jetzt aus dieser Krise auch erwachen. Also wenn man sich anschaut, waren besonders die großen Krisen in den letzten Jahrzehnten genau die Momente, wo halt auch durch die Not, durch die Verknappung von allem besonders starke und resiliente Unternehmen entstanden sind, die dann sehr erfolgreich geworden sind. Also bei der letzten Finanzkrise war das zum Beispiel Airbnb oder Stripe und davor kann man sich anschauen, dass zum Beispiel MailChimp auch nach der Dotcom-Blase entstanden ist. Also viele Unternehmen, die eigentlich jetzt nicht so klassisch aufgeblasen wurden, sondern sehr, sehr resilient auch waren und so eigentlich, glaube ich, werden wir da auch einige sehr Spannende sehen. Und ich glaube auch, wie gesagt, habe ich schon vorher angesprochen. Ich glaube, dass viele Companies viel mehr remote machen, auch wenn die Krise mal vorbei ist und dass da so Companies wie Zoom oder Skype oder Grape oder ähnliche, die Videokonferenzen machen, auch langfristig davon profitieren.

Daniel

Sehe ich absolut. Ich habe übrigens noch eine Prediction. Ich glaube, dass das Thema Nachhaltigkeit leichter sein wird, zu verfolgen auf einer breiten Ebene. Ich glaube, dass die Gesellschaft gerade sieht, wie schnell man Veränderungen herbeibringen kann, wie wichtig das auch ist. Einfach nur, wenn man die ganzen Grafiken sieht mit Air Pollution und so weiter und so fort.

Markus

Ich habe gestern gelesen, dass das das erste Jahr seit sehr, sehr langer Zeit sein wird, wo die Luftverschmutzung und CO2-Anteil und so weiter das erste Mal wieder runtergehen wird.

Daniel

Ja, genau. Und das ist, man sieht, man kann das und man sieht, dass auch nur ein paar Tage einen großen Unterschied machen können. Genau. Ein paar Gewohnheiten einen großen Unterschied machen können. Das ist kein Moonshot, das ist eine Prediction. Bin ich ganz sicher. Hoffe ich.

Markus

Aber ich habe noch einen Moonshot und zwar, ich glaube, die Strategie, die wir derzeit verfolgen, durch die soziale Isolation, jetzt physisch gesehen haben wir ja schon besprochen, durch den Fokus, dass wir das möglichst stark jetzt einbremsen. Das ist auch eine Strategie, die uns Zeit verschafft. Zeit, um unsere medizinischen Kapazitäten hochzufahren. Und ich glaube, das ist jetzt ein Moonshot im wahrsten Sinne des Wortes. Ich glaube, jetzt ist die Zeit, wo man halt auch wirklich, wirklich Gas geben muss, wenn es darum geht, dass man die medizinischen Kapazitäten hochfahrt. Das heißt, ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, wir wissen, dass Das ist ein ganz starkes Bottleneck, die Anzahl an Intensivbetten, besonders auch die Anzahl an Beatmungsgeräten. Das, glaube ich, ist etwas, was, wenn man sich überlegt, dass man im Zweiten Weltkrieg, glaube ich, haben die Amerikaner ein Flugzeug pro Stunde produziert. Das muss jetzt passieren mit dem medizinischen Equipment. Und da glaube ich, kann sehr, sehr viel mobilisiert werden, wenn man das schafft, dass hier alle an einem Strang ziehen. Und das wäre mein Munchot, dass wir es schaffen, hier wirklich auch in Gang zu kommen, weil am Ende wird auch jegliche Isolation irgendwann ein Ende haben müssen. Und das ist die Frage, wie weit wir dann medizinisch jetzt schon bei Impfstoff und bei Medikamenten sind. Aber ich glaube, alles sollte jetzt auf jeden Fall auch fokussiert werden, hier alle gemeinsamen Umstrang ziehen auch möglichst nicht Land für Land, sondern gemeinsam, idealerweise global oder zumindest auf europäischer Ebene, dass wir hier einen echten Mundschot landen.

Daniel

Ich glaube auch dran. Ich hoffe es so sehr. In dem Sinne, ich glaube, ihr kommt zum Ende. Und könnt ihr euch nur sagen, passt gut auf euch auf. Bleibt gesund, habt einen schönen Tag, eine schöne Woche und alles wird gut.

Markus

Und packt weiter so gut an.