Dein Neustart USA Podcast: Alles über Auswandern, E2-Visum & Leben in Amerika

Krankenversicherung USA: Was dir jeder verschweigt – und was es wirklich kostet | mit Roberta

Monique Menesi Season 6 Episode 276

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Eine Arztrechnung über Tausende Dollar – für einen einzigen Besuch. Und das Verrückte: Es hätte fast nichts gekostet, wenn man EINE Sache vorher gewusst hätte. Willkommen im US-Gesundheitssystem.

 

Krankenversicherung in den USA ist die größte Angst von fast jedem, der in die USA auswandern will. Und das zu Recht – denn das amerikanische Gesundheitssystem hat mit dem deutschen nichts zu tun. Keine gesetzliche Krankenversicherung, keine automatische Absicherung, keine festen Beiträge. Du wählst selbst. Und genau da passieren die teuren Fehler.

 

In dieser Folge vom Neustart USA Podcast sprechen Monique und Roberta über alles, was du über die Krankenversicherung in den USA wirklich wissen musst. Roberta lebt seit Jahren in Amerika, war im US-Krankenhaus, hat sich mit Arztrechnungen und Versicherungsanbietern geschlagen – und teilt ihre echten Zahlen und Erfahrungen. Keine Theorie, sondern Praxis.

 

Darüber sprechen wir:

• Krankenversicherung USA – wie das System wirklich funktioniert (und warum es nichts mit Deutschland zu tun hat)

• Premium, Deductible, Copay, Coinsurance, Out-of-pocket Maximum – die 5 Begriffe, die dich Geld kosten, wenn du sie nicht kennst

• Was Krankenversicherung in den USA wirklich kostet – echte Zahlen, echte Tarife

• Robertas Krankenhaus-Erlebnis: Die Rechnung, die alles verändert hat

• Der Trick, den kaum jemand kennt: US-Arztrechnungen sind verhandelbar

• Die größten Fehler, die Deutsche beim Thema Gesundheit in den USA machen

• Krankenversicherung als Selbstständiger und mit E-2 Visum – ohne Arbeitgeber, was dann?

• Mythos-Check: Stimmt es, dass man in den USA ohne Versicherung stirbt?

 

Diese Folge ist für dich, wenn du:

• In die USA auswandern willst und Angst vor den Gesundheitskosten hast

• Wissen willst, was Krankenversicherung in Amerika wirklich kostet

• Mit E-2 Visum oder als Selbstständiger in die USA gehst und keinen Arbeitgeber-Plan hast

• Verstehen willst, wie Deductible, Copay und Out-of-pocket Maximum funktionieren

• Vermeiden willst, dass ein Arztbesuch in den USA dich Tausende Dollar kostet

 

Kapitelmarken:

00:00 – Die Rechnung, die alles verändert hat

01:00 – Für wen ist diese Folge? Und warum gerade wir zwei

02:30 – Der größte Unterschied zu Deutschland: Kein gesetzliches System

07:00 – Die 5 Begriffe, die dich Geld kosten (Premium, Deductible, Copay, Coinsurance, Out-of-pocket Max)

13:00 – Was Krankenversicherung in den USA wirklich kostet – echte Zahlen

18:00 – Robertas Krankenhaus-Story: So viel hat es wirklich gekostet

24:00 – Der Trick, den kaum jemand kennt: Rechnungen verhandeln

28:00 – Die größten Fehler der Deutschen beim Thema Gesundheit in den USA

32:00 – Mythos-Check: Was passiert ohne Versicherung? Und was bedeutet das fürs E-2 Visum?

36:00 – Die 3 Dinge, die du dir merken musst

 

Neustart USA Podcast

Host: Monique Menesi | neustartusa.com

Krankenversicherung USA | Gesundheitssystem Amerika | Auswandern USA | E-2 Visum | Arztkosten USA | Selbstständig USA | Deutsche in Amerika | US-Krankenhaus

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Weitere Ressourcen:

  • Möchtest du in die USA auswandern? Dann ist unser kostenloses Webinar genau das Richtige für dich – wir zeigen dir, wie’s geht!  Link zur Webinaranmeldung
  • Auf unserer Homepage www.neustartusa.com findest du weitere Informationen!

Der Schock Der Ersten Arztrechnung

SPEAKER_00

Wenn ich diese eine Sache früher gewusst hätte, hätte ich tausende von Dollar sparen können. So ging es mir, als ich in die USA gezogen bin und nicht wusste, wie Krankenversicherung hier in den USA funktioniert. Es gibt auch viele Mythen um das Thema Krankenversicherung und um das Thema Krankensystem in den USA. Und genau darüber spreche ich mit Roberta. Wir räumen auf mit Mythen, wir klären auf, wir erklären Begriffe und wir erklären dir vor allen Dingen, wie das hier in den USA mit dem Krankensystem und Krankenversicherung funktioniert. Herzlich willkommen zum Neustart USA Podcast. Der erfolgreichste Podcast zum Thema rund um das Leben und Arbeiten in den USA. Mein Name ist Monique Menese. Ich bin Host des Podcastes und ich erzähle hier seit über fünf Jahren und 200 Folgen Geschichten von deutschen, deutschsprachigen Auswanderern, die hier in den USA erfolgreich leben. Aber ich nehme dich auch mit in das Thema Leben und Arbeiten in den USA. Von dem Weg in die USA bis zum erfolgreichen Business und darüber hinaus. Also hier findest du alle Content-Themen. Geh vor allen Dingen auch mal in die alten Folgen zurück, denn da gibt es ganz, ganz viele coole Sachen. So, und jetzt geht's hier gleich los in eine neue Folge. So schön, dass du hier bist, deine Monique. Meine erste Arztrechnung, als wir gerade hier in die USA gezogen sind, war 2.500 Dollar für eine echt ganz, ganz, ganz kleine Sache. Und ich hätte die fast zahlen müssen. Und ich musste sie auch in der Tat zahlen und ich hätte sie aber nicht zahlen müssen, wenn ich echt eine Sache gewusst hätte zu der Zeit. Warte mal, einfach so 2500 Dollar für was die Kostel. Ja, ganz kleine Geschichte, ganz kleine Geschichte, wo du wahrscheinlich 30, 30 Dollar oder Euro in Deutschland bezahlt hättest. Es ist ja wirklich das krasseste hier in den USA. Da kosten Sachen, die vielleicht in Deutschland 80 Euro beim Arzt kosten. Können hier in den USA einfach mal das 10 oder 20-fache kosten. Das ist auch echt überhaupt gar kein Schmu, sondern das ist in den USA wirklich so.

SPEAKER_03

Ja, und ich finde, das ist auch immer so diese Sache, die so viele verunsichert. Und deswegen sprechen wir mal heute über diese Kosten und wie man diese vermeiden kann, oder Monique?

SPEAKER_00

Ja, und für alle, die wirklich diesen Weg in die USA gehen möchten oder wirklich das vielleicht auch ein Riesenthema ist bei der Auswanderung, und das hören wir ja auch immer wieder von unseren Auswanderern, ist dieses ganze mysteriöse Thema welche Krankenversicherung, Krankensystem in den USA, wie versichere ich mich richtig, kostet es, werde ich arm, darf ich nicht Vorerkrankungen haben und ja, riesen, viele, viele Themen, die da im Raum sind. Und da wollen wir heute drüber sprechen und ja, mal sehen, dass wir da so ein bisschen Licht ins

Keine Versicherungspflicht Und Ihre Folgen

SPEAKER_00

Dunkle kriegen. Ich meine, in Deutschland ist man halt einfach krankenversichert. Wie ist das hier?

SPEAKER_03

Hier ist man nicht einfach krankenversichert. Also in den USA wirst du quasi nicht gezwungen, eine Krankenversicherung zu haben und das nehmen natürlich manche wörtlich. Es gibt in der Tat viele Amerikaner, die keine Krankenversicherung haben. Aber man muss halt überlegen, dass es ja entweder dadurch entsteht, dass sie es nicht besser wissen, kein Geld haben vielleicht sogar, obwohl es ja sogar staatliche Programme gibt, oder es auch doch bewusst nicht wollen, weil die sagen, hey, pff, ich gebe doch jetzt, was weiß ich nicht, wie viele, hunderte oder tausende Dollar pro Monat aus, wenn ich eh nie zum Arzt muss. Also so denken tatsächlich manche Gell.

SPEAKER_00

Also in den USA gibt es keine Krankenversicherungspflicht als solche, beziehungsweise auch wie und wo man sich Krankenversichert, bleibt hier wirklich jedem überlassen. Und das ist in Deutschland natürlich komplett anders. Daher haben wir eine Pflichtversicherung sozusagen. Ich gebe mich jetzt gar nicht mehr so gut aus nach zwölf Jahren in Amerika. Aber es ist wirklich ja in Deutschland so, du hast gesetzliche Krankenversicherung gesetzlich, weil sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Und du hast die Möglichkeit, privat zu wählen, wie du dich krankenversicherst. Das ist so ein bisschen der Gedanke, den wir eben auch hier in den USA haben, dass du wirklich wählen kannst, was du machst. Und dabei haben wir echt einige Begriffe, die da echt auch ganz wichtig sind in dem Bereich, die man erstmal verstehen sollte, die nämlich ein bisschen anders sind als in Deutschland.

SPEAKER_03

Ja, es ist ja auch, ich sehe es ja immer wieder im Webinar, also wenn wir unser Live-Webinar halten, ist es so, dass eigentlich im, ja, wirklich in jedem Webinar die Frage nach Krankenversicherung auch immer wieder aufkommt. Und weil halt eben dieser Mythos regiert, sag ich mal, dass es hier keine gescheite Krankenversicherung gibt, ja. Aber also ich habe schon mehrere Krankenversicherungen ausprobiert und auch durch. Eigentlich alles, das man so haben kann. Und es gibt in der Tat Krankenversicherungen und wir können auch heute ein paar Beispiele nennen.

SPEAKER_00

Im Gegenteil, es gibt sogar ganz viele und es gibt auch verschiedene Stufen von Krankenversicherungen. Also eben ja. Ja, lass uns da loslegen

Premium Deductible Copay Einfach Erklärt

SPEAKER_00

mit. Was wollen wir erstmal ein paar Begriffe erklären? Wenn wir jetzt über ein paar Begriffe sprechen, also zum Beispiel, was Premium bedeutet, was Deductible, was Copay. Also wir haben ja ganz, ganz viele Begriffe, die wir auch im Deutschen gar nicht kennen, weil wenn wir jetzt mit unserer AOK-Karte oder Techniker-Krankenkasse oder wie auch immer sie alle heißen in Deutschland zum Arzt gehen, dann sehen wir ja gar keine Rechnung. Und in den USA haben wir ja ziemlich, ziemlich viele Begriffe, die wir in Deutschland eigentlich überhaupt nicht haben und die wir da haben. Oder wollen wir erstmal kurz vielleicht sprechen, was sozusagen.

SPEAKER_03

Ich kann ein Beispiel nennen und an dem Beispiel können wir einfach mal die Begriffe erklären, ja. Weil wenn man jetzt zum Beispiel nach einer Krankenversicherung guckt, dann kann man, sagen wir mal, was jetzt die meisten einfach machen, in diesem Marketplace gucken, Healthcare Marketplace. Und da vergleicht man halt viele Dinge. Und das Wichtigste, was man eigentlich vergleicht, ist so dieser Hauptbegriff Premium, also der monatliche Gesamtbetrag, also den ihr monatlich an die Krankenversicherung zahlt. Der ändert sich auch nicht, der bleibt erstmal in dem einen Jahr. Und egal, du zahlst ihn immer, ob du krank bist oder nicht, das ist dein Monatsbeitrag, das, was ihr auch in die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland einzahlt. Nur, dass es da zur Hälfte automatisch von eurem Arbeitgeber bezahlt wird, von eurem Brutto-Lohn. Hier ist es halt, klar gibt es auch, aber das komme ich später zu. Hier ist es so, dass man es selber bezahlt natürlich und nicht der Arbeitgeber mitzahlt, im Normalfall. Aber ja, das ist so dieses Hauptding, Premium.

SPEAKER_00

Also das ist quasi der Beitrag, den man bezahlt. Der das, was man in Deutschland automatisch einzieht oder eben von seinem Teil bezahlt oder wenn man privat versichert ist, macht man das ja auch. Also quasi der Krankenversicherungsbeitrag ist das Premium. Ja, würde man ja sagen.

SPEAKER_03

Es ist ein bisschen, die amerikanische Krankenversicherung ist ein bisschen verglichen mit dem, wie die private Versicherung in Deutschland oder in der Schweiz oder so.

SPEAKER_00

Ja. Dann haben wir aber noch ein Deductible. Was ist das?

SPEAKER_03

Wenn man es ganz einfach ausdrücken möchte, sagt man, das ist die Selbstbeteiligung. Also das ist quasi der Beitrag, den man selber zahlen muss, bevor die Versicherung greift. Da muss man aber aufpassen, das ist nämlich total irreführend, wenn man zum Arzt geht oder so heißt es nicht. Du musst jetzt alle Arztrechnungen zahlen, bevor die Krankenversicherung greift. Das zählt nur bei größeren Dingen, wie zum Beispiel bei einem Krankenhausaufenthalt oder bei einer größeren Untersuchung, aber jetzt nicht bei normalen Arztbesuchen oder so. Da musst du nicht warten, bis du diesen gewisse, diesen Selbstbehalt quasi erfüllt hast.

SPEAKER_00

Ich glaube, das ist aber auch nochmal ein Unterschied. Da gibt es auch nochmal die Check-ups, die normalen Check-ups und wenn du was hast. Und ich glaube, wenn du einen normalen Check-up, der wird immer komplett übernommen, also zumindest ist das meine Erfahrung aus den Versicherungen, die wir all die Jahre hatten, dass alles, wenn ich zum Beispiel zur Vorsorge gebe, Krebsvorsorge oder Darmspiegelung oder was auch immer, das wird komplett 100 Prozent übernommen. Wenn ich aber jetzt zum Arzt gehe und irgendwas habe, dann zählt das gegen diesen Selbstbehalt sozusagen. Ich weiß nicht, ob das bei der Begriffe ist. Aber nicht komplett. War witzig, ne?

SPEAKER_03

Da haben wir nämlich den nächsten Begriff und zwar Copay. Copay bezahlst du immer, wenn du zum Arzt gehst. Und bei mir zum Beispiel in der Versicherung ist es so, wenn ich jetzt zu einem normalen Hausarzt gehe, zahle ich pro Arztbesuch 10 Dollar Copay. Wenn ich zu einem Spezialisten gehe, zahle ich 45 Dollar pro Arztbesuch, zusätzlich zum Monatsbeitrag. Und das ist das, was man ja immer bezahlt quasi.

SPEAKER_00

Also Copay ist sozusagen, ich sage jetzt mal runtergebrochen, auch wenn du jetzt in Deutschland zum Zahnarzt gehst und du hast normal die Amalgadenfüllung umsonst, aber du willst was Besseres und zahlst dann eben mehr dazu, dass du für mehr Leistung auch mehr bezahlst. Und Deductible ist sozusagen ein Selbstbehalt, ab wann man die Krankenversicherung in Anspruch nehmen kann für gewisse Leistungspakete. Oder wie würdest du das beiden sagen?

SPEAKER_03

Also in der Art, ja, es ist immer ein bisschen kompliziert. Also man versucht es so einfach wie möglich zu erklären, weil neben Dedactible gibt es nämlich auch noch die Out of Pocket, wo man auch ganz arg drauf aufpassen muss.

Out-Of-Pocket Und Das Kostenlimit

SPEAKER_03

Also ich habe erst vor ein paar Tagen in meine Versicherung reingeschaut, weil ich habe mich da mit Benni drüber unterhalten, über die Versicherung. Und da waren die zwei Begriffe halt einfach dieses Deductible und das Out-of-Pocket-Maximum und dieses Out-of-Pocket-Maximum, das du hast. Das ist so komplett unterschiedlich. Sagen wir mal, das ist bei Personen vielleicht jetzt 5000 Dollar. Ja, dieses Out-of-Pocket bedeutet, mehr als diese Summe zahlst du in dem Jahr nicht für dich selber. Also wenn du jetzt zum Beispiel ein Out of Pocket für 5000 Dollar hast und du musst ins Krankenhaus und deine Krankenhausrechnung sind irgendwie 50.000 Dollar, dann zahlst du nur das Maximum an diesen 5000 Dollar und du bleibst nicht auf der Rechnung sitzen, wie es halt oft in den Medien oder in Social Media manchmal erzählt wird. Aber deswegen muss man halt gucken, diese Dinge muss man halt alle vergleichen und in Relation bringen, weil bei jeder, also es gibt hunderte, wenn nicht sogar tausende Versicherungen, da musst du halt immer abwägen. Premium, wie hoch ist die monatlich, wie hoch ist dein Selbstbehalt und wie hoch ist dieses Out of Pocket, was du dann ja quasi dein Limit ist, wenn du eine Rechnung bekommst.

SPEAKER_00

Ja, verstehe ich. Das heißt also, das Out of Pocket ist das Maximum, was ich quasi dazu zahlen muss, wenn ich irgendwas habe. Aber es gibt eben dieses Copay und dieses Copay ist das, was ich bei jedem Arzt sozusagen oder für extra Behandlung dazu zahle. Genau, bei jedem normalen Arztbesuch. Und der Fehler, den ich gemacht habe,

Der Network-Fehler Der 2.500 Kostet

SPEAKER_00

kommt nämlich jetzt. Und zwar habe ich mir einen Arzt ganz am Anfang gesucht und bin zu dem hingegangen und habe mich da behandeln lassen und habe dann auch die Rechnung bekommen und die habe ich dann zu meiner Krankenversicherung geschickt und die wurde nicht bezahlt. Die wurde deswegen nicht bezahlt, weil der Arzt, den ich aufgesucht habe, nicht in dem Network drin ist, was meine Krankenversicherung vorgeschrieben hat. Und das ist etwas, was es so ja in Deutschland nicht gibt. Wenn jemand zugelassener Arzt ist, ist er immer für alle quasi Versicherungen auch vorgeschrieben. Es sei denn, man macht Alternativmedizin. Aber hier gibt es eben Versicherungsgesellschaften, die nur mit gewissen Ärzten zusammenarbeiten. Und wenn du dann zu einem anderen Arzt gehst, ist der out of network und dann übernimmt die Versicherung das nicht. Und deswegen musste ich diese Rechnung leider komplett bezahlen, obwohl, wenn ich das gewusst hätte, ich alles hätte bezahlt bekommen.

SPEAKER_03

Ja, das ist eben auch so. Es gibt verschiedene Networks und je nachdem, also es gibt wirklich mehrere Networks und da müsst ihr euch dann informieren, wenn ihr hier seid, ist es so, dass du ein besseres Network hast, dann sind die Versicherungen auch etwas teurer. Oder sage ich mal, jetzt vielleicht so ein mittelgutes Network, wo dann vielleicht auch weniger Ärzte drin sind, weniger Spezialisten. Da, ja, das hat verschiedene Namen wie PPO, HPO und so weiter, aber das ist ja jetzt hier too much, das genau zu erklären.

SPEAKER_00

Wie entscheide ich mich denn für eine gute Versicherung?

So Wählst Du Einen Passenden Plan

SPEAKER_00

Wie finde ich denn jetzt eigentlich heraus, was eine gute Versicherung ist und was nicht? Hast du so eine Idee?

SPEAKER_03

Also ich hatte auch schon viele verschiedene Versicherungen, habe also quasi diese Lernkurve gehabt. Als wir in die USA gekommen sind, hatten wir erstmal diese Langzeitauslandskrankenversicherung oder wie die heißt, die du dann aus Deutschland abschließt. Das war dann irgendwie fein, ja. Und irgendwann sind wir dann natürlich auf eine amerikanische Krankenversicherung gewechselt und haben erstmal, weil das war mitten im Jahr, da haben wir dann für eine private entschieden, ja. Also wir hatten ganz normal eine Versicherungsagentin, Maklerin, war sogar eine Deutsche und hatten dann die ganze Familie darüber versichert. Und da haben wir halt geguckt, das ist total schwierig, ja. Du musst dann, wenn du dir einen Agenten suchst, musst du halt sagen, was du möchtest, was dir wichtig ist, Vorerkrankungen natürlich. Und dann guckt man halt wirklich die Pläne durch und vergleicht diese einzelnen Punkte.

SPEAKER_00

Das ist ganz schön anstrengend, ne? Ja, ist es, ja. Ich weiß das nur immer, dass bei uns auch ständig die Versicherungen gewechselt haben, weil dann auch die, weiß ich nicht, die Arbeitgeber ständig neue Versicherungen haben oder auch als wir noch im, als ich noch das Recruiting gemacht habe für viele deutsche Firmen, dann wechseln die eigentlich jedes Jahr oder vielleicht alle zwei Jahre verhandeln die dann mit den Versicherungen wieder neue Verträge. Das heißt also auch die Mitarbeiter mussten sich dann jedes Mal immer auf neue Krankenversicherungen irgendwie wieder einstellen. Und das Gefühl wechselt das irgendwie jedes Jahr.

SPEAKER_03

Mehr tut es auch, weil. Du tut es auch. Du musst jedes Jahr. Du musst jedes Jahr eine neue aussuchen. Du kannst theoretisch schon die gleiche nehmen, aber es ändert sich immer irgendwas, dass du nie die komplett identische hast. Beim Arbeitgeber schon eher. Da musst du trotzdem auswählen. Du hast ja, wenn du über einen Arbeitgeber versichert bist, hast du oft eine Auswahl zwischen ein bis fünf Paketen, auch verschiedene Kosten dadurch. Und da wählst du einfach dann jedes Jahr, welches Paket du dieses Jahr möchtest. Aber bei den anderen Versicherungen musst du wirklich jedes Jahr eine neue, komplett neue Versicherung nehmen, also über ein Marketplace oder wenn du privat versichert bist.

SPEAKER_00

Das wäre voll krass. Auf der anderen Seite aber auch echt cool, finde ich, weil du kannst ja wirklich dir eine Versicherung dann so auswählen für die Bedürfnisse, die du hast oder die auf dich zukommen. Das heißt, kommt auf dich zu, dass du eine Familie gründen willst oder klar, eine Krankheit kann man nicht vorhersehen. Aber wenn du jetzt zum Beispiel irgendetwas siehst, was kommt, kannst du ja auch dementsprechend dann so eine Versicherung auswählen, oder nicht?

SPEAKER_03

Ja, also es war jetzt wirklich genau so, dass der Benni, also mein Ex-Mann, der hat, die wussten genau, die werden eine Familie gründen und die haben dann die Versicherung so angepasst, dass sie wussten, okay, sie muss oft zum Gynäkologen gehen, die haben diese Untersuchungen, Ultraschalls und so. Klar, dann passt man die Versicherung natürlich an. Und auch bei Sonder, wie sagt man, Fällen, also wenn du jetzt zum Beispiel ein Kind kriegst oder so, hast du auch immer die Möglichkeit, die Versicherung zu ändern. Oder wenn du heiratest, sonst halt immer nur am Ende des Jahres, ne?

SPEAKER_00

Wie ist das denn? Und die Frage

Vorerkrankungen Marketplace Und Steuervergünstigungen

SPEAKER_00

kriegen wir ja auch ziemlich häufig, wenn ich mit Vorerkrankungen komme, kann das sein, dass eine Versicherung einen dann nicht aufnimmt oder gibt es sowas wie, dass man auch versichert werden muss? Oder kriegt man dann vielleicht nur einen anderen Tarif oder einen anderen Preis oder ein anderes Paket? Weißt du das?

SPEAKER_03

Ja, also wenn du als Beispiel jetzt über Marketplace, also nachdem wir dann die private Versicherung hatten, haben wir dann im November auf den Marketplace gewechselt. Da gibt es nämlich auch Steuervergünstigungen, was auch oft viele nicht wissen, dass wir wirklich auch Steuervergünstigungen bekommen, je nach Gehalt oder nach Einkommen, Familieneinkommen. Und da war es so, dass man die Vorerkrankungen angegeben hat und dann sind natürlich manche Versicherungen oder Tarife auch rausgefallen, ja, bei bestimmten Vorerkrankungen. Aber es ist nicht so, dass du am Ende dastehst, wegen deiner Vorerkrankung gar keine Versicherung findest. Es wird teilweise auch teurer, also manche Tarife werden teurer, wenn du eine bestimmte Erkrankung hast, weil einfach die Versicherung natürlich weiß, dass du die ordentlich benutzen wirst, ja. Aber es ist eigentlich hast du immer eine Versicherung und klar, die Kosten, die variieren dann halt.

SPEAKER_00

Ja, krass, ne? Ich meine, die Kosten, die Krankenkosten sind halt echt brutal hier in den USA. Du warst ja schon beim Krankenhaus, ich noch nicht. Erzähl uns das mal so ein bisschen.

Krankenhausrechnungen Prüfen Und Verhandeln

SPEAKER_03

Ja, also ich kann von zwei Beispielen erklären. Ich war nicht zweimal im Krankenhaus, aber ich hatte erst vor zwei Tagen das Thema wieder. Also einmal war ich im Krankenhaus für drei Tage und da wurden halt so Standarduntersuchungen gemacht, wie Ultraschaltern. Also es war wegen meiner Schilddrüse, es war jetzt nicht irgendwie, dass ich, keine Ahnung, irgendwas anderes war. Ich musste nicht operiert werden. Ich bin da zur Überwachung geblieben, habe halt Medikamente bekommen, Bluttests und so weiter. Und es waren, ich meine, drei Nächte und da kam dann eine Rechnung von um die 25.000 Dollar. Und das war nur die Rechnung vom Krankenhaus. Ich hatte dann natürlich noch Spezialisten, also Endokrinologe kam natürlich für die Schilddrüse und der hat natürlich seine eigenen Rechnungen nochmal ausgestellt. Und dann kommt die Radiologie und die stellt auch nochmal eine extra Rechnung aus. Also da flattern dann nach einem Krankenhausaufenthalt die Rechnungen ins Haus, wirklich, ja.

SPEAKER_00

Und das ist dann dieser Mythos, ne? Das sind dann diese Geschichten, wo Leute hochverschuldet sind, weil sie das eben nicht gedeckt haben, ne? Und wo dann wirklich, wenn dann so ein Fall eintritt, auf einmal plötzlich gigantische Rechnungen da entstehen.

SPEAKER_03

Ja, und was viele auch nicht wissen, da gibt es ein Hack. Also es gibt für alles immer ein Hack, ne? Wenn wirklich Krankenhausrechnungen kommen, dann sollte man die nie sofort akzeptieren. Also man sagt immer, ruf in dieser Rechnungsstellung an vom Krankenhaus und frag nach einer Itemized Bill. Weil da müssen sie wirklich aufschlüsseln, was in diesem Gesamtbetrag drin ist. Und dann können sie halt nichts mehr obendrauf schlagen, weil dann wissen sie wirklich ganz genau. Und dann kommt schon automatisch oft eine viel, viel günstigere Rechnung. Oder sie können es nicht und dann sagen sie gleich, okay, wie viel kannst du denn zahlen? Und dann teilweise ist es wirklich so ein Verhandeln mit den Krankenhäusern, wie viel man zahlen kann, ne? Krass. Krass. Ja, das kann man sich gar nicht vorstellen, ne? Wenn du eine Versicherung hast, wird es natürlich nicht verhandelt, ne? Da kommen die Rechnungen und die werden so bezahlt. Aber wenn du halt keine Versicherung hast, das habe ich schon von einigen mitbekommen, dass das so funktioniert.

SPEAKER_00

Dann ist es natürlich eigentlich auch kein Wunder, dass dann die Versicherungen so teuer sind oder sind sie wirklich so teuer? Nein. Weil das ist ja auch so ein Mythos, ne? Und ich meine, man muss einfach immer mal überlegen, wenn man jetzt in Deutschland so ein Mittelklassegehalt hat, keine Ahnung, was so im Moment in Deutschland so das Durchschnittsgehalt ist, zahlst du ja auch nicht wenig an Krankenversicherung, wenn man das mal so hochrechnet. Und selbst die, ich mache das ja jetzt, meine Tochter studiert, der hält es in Deutschland, die studentische Krankenversicherung kostet ja schon irgendwie 250 Euro im Monat. Also das ist ja auch schon nicht wenig für so eine jugendliche, sag ich jetzt mal, 20-Jährige im Monat zu bezahlen. Ich kann mich erinnern, dass wir als Familie, eine vierköpfige Familie, eben auch damals über Marketplace, als wir ganz am Anfang waren, nicht viel an Krankenversicherung bezahlt haben. Gut, wir hatten dann hohes Co-Pay, hohes Deductible und so weiter, weil wir auch selten zum Arzt oder krank sind. Es ging eigentlich nur um Notfälle abzusichern am Anfang. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir tausende von Dollar bezahlt haben für Krankenversicherungen.

Arbeitgeber-Benefits Augen Und Zähne Extra

SPEAKER_00

Wenn du jetzt von einem Leben in den USA träumst, solltest du unbedingt in unser kostenloses Live-Webinar kommen. Hier erklären wir dir, welche Möglichkeiten es gibt und vor allen Dingen, wie du Schritt für Schritt planbar und sicher diesen Schritt in die USA gehen kannst. Den Anmeldelink hierzu findest du in den Shownotes zu dieser Podcast-Folge oder wenn du es auf YouTube schaust, in der Beschreibung unter dem Video. In diesem Webinar führen wir dich nicht nur durch alle Schritte durch, wir haben auch ausreichend Zeit für deine Fragen. Also ich hoffe, wir sehen uns.

SPEAKER_03

Ja, ich weiß es noch ganz genau, weil ich ja jetzt mehrmals die Versicherung gewechselt habe. Und bei mir war es so, also die private, die war schon recht teuer. Da haben wir für eine vierköpfige Familie, um die, ich meine, es waren 1400 Dollar im Monat bezahlt. Aber es war eine private Krankenversicherung, als wir dann gewechselt sind zum Marketplace. Place. Also wir hatten auch immer so eine gute Balance zwischen diesen Zahlen, sage ich mal, dass wir auch nicht, keine Ahnung, 15.000 Dollar out of pocket haben am Ende. Also es war schon so in einem mittleren Bereich. Und da waren es um die 700, 800 Dollar im Monat für eine vierköpfige Familie. Und jetzt, ähm, und da ist es halt mega geil, jetzt sind wir über einen Arbeitgeber versichert und jetzt zahlen wir pro Woche, äh pro zwei Wochen, also nicht sagen wir Monat, zahlen wir 400 Dollar.

SPEAKER_00

Krass, das ist ja nicht viel im Vergleich zu Deutschland, wenn man das mal so sieht.

SPEAKER_03

Und jetzt passt mal auf, weil das glaubt ja auch keiner. Der Benni mit seiner Frau, die zahlen gar nichts, das zahlt alles der Arbeitgeber.

SPEAKER_00

Ja, das gibt es in der Tat oft. Das weiß ich, das habe ich auch oft verhandelt für Firmen oder für Leute, die wir eingestellt haben. Da ist ein, also wenn man in den USA einen Job anfängt, ist immer ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Man hat einmal immer das Gehalt und das zweite sind die ganzen Benefits. Und ein Benefit ist in großer Position, ist auch immer, wie der Arbeitgeber mit der Familie versichert ist. Und das macht natürlich ungemein viel aus, wenn du deine ganze Familie richtig 100% versicherst, das ist ja ein riesen Mehrwert. Und das ist dann einfach auch immer ein guter Punkt, wenn ich eine Stelle ausschreibe bzw. oder auch einen Job annehme.

SPEAKER_03

Oft ist es halt so, dass diese, ich sag mal so, umso größer der Arbeitgeber ist, kann man sagen, umso besser sind die Versicherungen. Und wenn du dann halt irgendwie fürs Government oder so arbeitest, dann hast du oft noch bessere Tarife.

SPEAKER_00

Ja, ja, das stimmt. Das stimmt. Also hier in den USA sind die Arztrechnungen verhandelbar. Das wusste ich auch nicht, weil ich das im Fall noch nie hatte. Wie ist das mit Augen und Zähne? Das ist ja separat hier, ne? Also das geht ja nicht in die normale Krankenversicherung mit rein. Wie macht man das?

SPEAKER_03

Das ist eigentlich genau derselbe Prozess. Also immer wenn du deine Krankenversicherung wählst, sei es privat, über ein Marketplace

Mythen Notaufnahme Qualität Und Fazit

SPEAKER_03

oder über einen Arbeitgeber, wenn das halt funktioniert, musst du mit auswählen, ob du es mit drin haben willst. Also wir haben jetzt zum Beispiel Zähne und so auch mit drin, kostet uns 50 Dollar extra im Monat Zähne und so. Also Zahnbehandlungen sozusagen. Genau. Also wir könnten auch sagen, nee, wollen wir nicht und dann spart man sich halt das Geld, aber dann muss man halt beim Zahnarzt selbst bezahlen.

SPEAKER_00

Also wir sind wie so Add-ons zu der normalen Versicherung. Man wählt einen Tarif aus, den man haben möchte und dann sagt man, okay, dann will ich das noch, das noch, das noch, das, das ist das wie so, wie wenn du eine Pizza belegst mit allen möglichen Sachen. So ein bisschen. Wie so ein Upsell. Ja. Ja, ja, ja. Ja. Okay. Ja, spannend. Also ich glaube, das Wichtigste ist, und das habe ich auch so in zwölf Jahren in den USA gelernt, man kann nicht einfach was pauschalisieren. Man kann auch nicht einfach sagen, Krankenversicherungen sind teuer oder es gibt kein Scheiß-Krankensystem oder so, sondern man muss echt da ein bisschen differenziert drauf gucken, weil man das nicht in so einem Rundum Sorglospaket wie in Deutschland bekommt. Wir sind ja irgendwie, wir machen jetzt einfach irgendeine Versicherung und wir sind in dem System, sondern man muss sich wirklich, wirklich, wirklich damit auseinandersetzen und sich da reinhängen, sozusagen.

SPEAKER_03

Auch eine Sache, was vielleicht jetzt für viele Deutsche auch relevant ist oder halt Leute, die auswandern. Es gibt vorm Start für den Marketplace wirklich Versicherungsagenten, die beraten kostenlos. Also man kann echt in der Gegend gucken, wo man hinzieht. Und das haben wir auch gemacht. Und dann sind wir echt zu dem hin, der hat dann mit uns einen Account angelegt und hat mit uns wirklich das alles ausgefüllt. Und das machen die kostenlos, ja. Anders zu den Privaten. Die kriegen natürlich eine Provision von den privaten. Genau. Aber bei dem, der ist wahrscheinlich vom Staat oder so bezahlt, vermute ich mal.

SPEAKER_00

Oh, voll guter Tipp. Und ich glaube, viele haben dann immer so diese Angst, ich kann das noch nicht, gerade diese Sachen verstehen im Englischen richtig, diese Fachbegriffe und so. Aber ich glaube, das möchte ich euch total nehmen, weil hier sind so viele Zuwanderer, ob das spanisch sprechende Leute sind oder aus allen möglichen Ländern und die Amerikaner oder die Menschen, die da beraten, die kennen das, also die erklären das dann. Und gerade in der heutigen Welt kann man so viel übersetzen. Ich glaube auch, dieses Wissen zu haben und jemanden zu haben, der einen da so ein bisschen durchführt, ist echt Gold wert. Und da sollte man, das ist ein super, super Tipp, finde ich, Roberta, sollte man sich eigentlich direkt so jemanden suchen, der da vom Staat bezahlt wird und der einen da wirklich auch durchgeidet.

SPEAKER_03

Ja, der hilft dann auch finanziell. Der sagt ganz genau, was man machen muss, wenn man gibt ja da eine Summe an, die man jährlich verdient und die muss man halt immer wieder anpassen. Das musst du am Ende viel nachzahlen, weil du kriegst ja diese Steuervergünstigungen monatlich schon. Und der erklärt alles ganz genau, wo du das alles einträgst, wie du das machst. Und das war total toll, weil ich glaube, jeder ist am Anfang damit überfordert, das ist ja ein ganz neues System, was wir ja überhaupt nicht gewohnt sind aus Deutschland. Und daher war das echt gut. Und wenn du dann einmal wirklich gelernt hast und weißt, was die Begriffe bedeuten, wo du darauf achten musst, kannst du das jedes Jahr auch alleine machen.

SPEAKER_00

Ja, voll gut. Und wo man echt darauf achten muss, dass man nicht nur einfach guckt, dass man den Preis aussucht, das günstigste Angebot, sondern dass man echt auch so auf alle möglichen Leistungen eigentlich achtet, was ist wirklich da drin, weil das sonst viel zu kurzsichtig ist, einfach nur nach dem billigsten Angebot sozusagen zu shoppen, oder?

SPEAKER_03

Ja, ja. Also es gibt meistens bei jeder Versicherung gibt es so ein Bronzepaket, ein Silberpaket, ein Goldpaket und ein Platinum oder so. Und da kann man sich so ein bisschen schon mal orientieren. Das kann man dann auch rausfiltern in der Suche, welche Pakete man bevorzugt. Da muss man dann halt immer wieder ein bisschen gucken. Aber so kann man so ein bisschen rausfiltern, was so auch die Leistungen betrifft. Und auch natürlich die monatlichen Kosten sind bei einem Platinum-Paket etwas höher als jetzt bei einem Bronze-Paket zum Beispiel. Ja, krass. Also es ist wie eine Suchmaschine, wie wenn ihr jetzt ein Auto kauft, da geht ihr auf die Marketplace, ihr müsst euch da vorher anmelden. Also ihr könnt nicht einfach stöbern. Also man muss sich anmelden mit Social Security Number, mit wie viel man monatlich verdient und all diese Dinge. Und dann am Ende habt ihr euren Login und könnt euch einloggen und könnt alles vergleichen. Und anhand eures Gehalts, sage ich mal, werden dann auch die Preise angezeigt, auch schon mit den staatlichen Förderungen. Ja, voll gut.

SPEAKER_00

Also, was man auf jeden Fall achten sollte, dass man nicht den Fehler macht, wie ich den gemacht habe, sondern dass man wirklich auch zu Ärzten geht, zu denen man gehen darf, selbst wenn der andere um die Ecke ist, ne? Das ist natürlich total wichtig, weil das kennen wir halt nicht, dass man da guckt. Ich glaube, das haben ganz viele am Anfang gemacht, diesen Fehler. Das lese ich auch ganz oft so in Facebook-Gruppen, dass das wirklich was ist, was wir ja nicht kennen. Und da kommt man auch nicht von alleine irgendwie drauf, dass man erst in der, meistens ist es ja eine App oder im Internet auf der Seite der Versicherung seinen Tarif, seine Versicherungsnummer eingibt und dann wirklich guckt, in der Postleitzahl, wo man wohnt, welchen Arzt kann man denn kontaktieren? Also das ist, glaube ich, so was ganz, ganz Neues, dass man da echt so drauf achten muss. Und das wirklich was, das kennen wir halt gar nicht.

SPEAKER_03

Also jede Versicherung hat auch eine App. Du gehst dann echt in die App von der Versicherung, gibst dann ein, ja, ich möchte hier zum, keine Ahnung, zum Hautarzt, ja, und dann guckst du, genau, gibst deine Zip-Code ein, deine, also deine Postleitzahl und dann zeigst du dir alle Ärzte an mit Telefonnummer und dann kannst du da einen Termin machen.

SPEAKER_00

Ja, voll gut. Voll gut.

SPEAKER_03

Und man sieht ja auch auf TikTok, habe ich schon ganz oft gesehen, ein Video von Frauen nach der Geburt, dass sie 80.000 Rechnungen bekommen haben.

SPEAKER_00

Ich glaube, das wolltest du eh noch erzählen, ne? Du wolltest aber nicht noch die. Ja, dann schieß los.

SPEAKER_03

Noch ein Beispiel, nämlich, ich war ja nicht zweimal im Krankenhaus, aber vor, ich glaube, drei Wochen oder so, oh Gott, wahrscheinlich schon wieder etwas länger her, ne, ungefähr drei Wochen. Schon ein bisschen her. Ja, hat meine Kinder ein Geschwisterchen bekommen. Und die Frau von Benni, also von meinem Ex-Mann, war im Krankenhaus natürlich. Ich glaube, sie war zwei oder drei Nächte. Ich kann es jetzt nicht mehr genau sagen. Und die haben jetzt die Rechnung bekommen. Und?

SPEAKER_00

Schätzen, soll ich raten?

SPEAKER_03

Also, was kostet eine Geburt in Deutschland, so ungefähr, weißt du das? Boah, keine Ahnung. Überhaupt keine Ahnung. Dadurch, dass du es ja von der Versicherung bezahlt bekommst.

SPEAKER_00

Also ich war im Geburtshaus, es ist ja auch schon 20 Jahre her, ne? Und ich meine, ich hätte im Geburtshaus irgendwas so um die 3000, 4000. Genau weiß ich es wirklich nicht mehr, aber sowas in der Größenordnung. Jetzt werdet ihr wahrscheinlich uns alle schreiben, hier ist aber jetzt schon so und so viel. Aber zumindest sagt mir das so meine Erinnerung, dass ich damals, also Krankenhaus, mein erstes Kind wüsste ich jetzt auch gar nicht, aber für mein zweites Kind, was in so einem Geburtshaus geboren wurde, da habe ich es ja selber bezahlt, weil die Krankenkasse das da ja auch nicht bezahlt hat. Ich meine, irgendwas 3.000, 4000 Euro damals so in der großen Arbeit. Ist ja auch nicht so. Nee, nee, war auch schon nicht wenig. War auch schon nicht wenig. Für Hebamme und Arzt und so, die dann ja alle kommen und das ganze Haus war nur für mich bereit und so. Also das war schon auch nicht wenig, aber das war es auf jeden Fall wert, wenn ich so zurückblicke. Ja, schieß los. Also darf ich schätzen? Ja. Also ich würde sagen, mindestens fünfstellig. Ich würde sagen, mindestens 10.000, eher so 15. Ja, denkst du?

SPEAKER_03

Es waren 24.000 Dollar. Boah, krass. Wie setze ich das? Weißt du, wie sich das zusammensetzt? Nee, also die berechnen halt echt alles, ne? Also die berechnen das Zimmer, dann der Benni hat da auch geschlafen, hat ein Bett bekommen.

SPEAKER_00

Haben wir auch alles gehabt bei der ersten Geburt und haben nichts dafür bezahlt.

SPEAKER_03

Naja, in Deutschland zahlt es. Eigentlich schon, eigentlich schon. Da zahlst du für so ein Family Room 100 irgendwas pro Tag auch, ja. Klar, da werden auch dann die Handtücher abgerechnet und alles. Das sind alles Einmalartikel, selbst die Handtücher, also wirklich alles wird da abgerechnet. Ich muss mal fragen, ob die eine Item als Bill bekommen haben. Das weiß ich nämlich gar nicht. Aber ja, was glaubst du, was die out of Pocket zahlen müssen davon?

SPEAKER_00

Ja, ich glaube nichts. Du hast ja gerade gesagt, dass die eine gute Versicherung haben.

SPEAKER_03

Ja, die zahlen monatlich nichts, kein Premium.

SPEAKER_00

Ach so, okay, was müssen wir wo? Das weiß ich nicht. Vielleicht 2000 oder so?

SPEAKER_03

1800 Dollar.

SPEAKER_00

Ja, ja, gut, das ist ja ungefähr.

SPEAKER_03

Ja, das habe ich so, habe ich so erwartet. Und man kann es ja auch mal zahlen, wenn du monatlich keine Versicherung sonst zahlst, ne? Ist ja dann auch kein Thema.

SPEAKER_00

Ja, das macht schon echt was aus. Ja, verrückt, ne? Verrückt. Ja, es ist einfach ein anderes System. Ich weiß gar nicht, wenn man so alles komplett runterbrechen würde, ne? Was man ist ja so verdeckt in Deutschland, was man zahlt im Grunde. Und wenn man das hier genauso einfach zur Seite legt, wie es dann wirklich am Ende rauskommt, das weiß ich jetzt gar nicht, was dann am Ende wirklich mehr Sinn macht oder weniger Sinn macht. Aber es ist schon interessant. Und ich kenne das auch, bei mir in der Familie hatte eben jemand so eine ganz kleine Stelle, nicht Hautkrebs oder so, sondern also einfach eine Stelle. Und da waren wir gerade in Deutschland und diese Stelle, das wollten wir eigentlich in Deutschland wegmachen lassen und er hätte für 80 Euro genommen. Und das haben wir aber zeitlich nicht mehr geschafft. Und dann haben wir das hier in den USA machen lassen und das hat 800 gekostet. Wirklich exakt das gleiche, also zehnmal so viel, wo ich so gedacht habe: boah, Wahnsinn, hätten wir es mal in Deutschland gemacht. Weil wir eben einen hohen Selbstbehalt und hohes Didaktibel immer hatten. Aber für uns rechnet sich das halt einfach, weil wir eben so selten krank sind, muss ich sagen.

SPEAKER_03

Ja, ja. Und Monique, eine Frage noch. Was sagst du zu dem Mythos? Du weißt ja, wir kriegen ja regelmäßig so ein paar Kommentare unter unseren Videos, gerade wenn wir über das Thema Krankenversicherung sprechen. Aber ganz oft liest man, ja, aber dann sterbt ihr, wenn ihr was habt in den USA, wenn ihr dann in die Notaufnahme müsst. Oder dass Leute nicht in die Notaufnahme gehen, weil sie Angst haben vor der Rechnung und dann sterben sie quasi. Oder dass man dann auf der Straße abgelehnt wird vom Krankenhaus. Ist da was dran?

SPEAKER_00

Nee, gar nicht. Also ganz im Gegenteil, die Krankenhäuser müssen einfach Menschen aufnehmen und müssen auch gesetzlich Menschen stabilisieren und behandeln. Und es ist wirklich so, und das muss man einfach auch immer noch dazu sagen, dass Amerika wirklich das beste Gesundheitssystem hat im Sinne von die Leistung, die Qualität, die Erfahrung, die Forschung und so weiter im medizinischen Bereich. Und ich will nicht andere schlecht machen, aber ich weiß einfach, wie gut diese ärztliche Versorgung hier ist. Was aber nicht heißt, dass man nicht danach einfach eine Rechnung kriegt. Und dann muss man sehen, wie man die bezahlt. Und wenn ich jetzt denke, zwei Tage für eine Geburt 24 und dann hast du wirklich, keine Ahnung, irgendwie einen Autounfall und hast was Schlimmes und bist drei Wochen im Krankenhaus, dann geht das ja wahrscheinlich in die Hunderttausende, was du da bezahlen musst. Von daher ist es natürlich super wichtig, eine Versicherung zu haben, aber du bist immer erst versorgt. Und ich habe jetzt genau den Fall mit einer Bekannten, die einen Unfall beim Familienangehörigen gehabt hat in Europa, nicht Deutschland, ist ein anderes europäisches Land. Und ich sehe gerade diese Odyssee von einem zum anderen Arzt abgelehnt zu werden und so weiter, von einer über 80-jährigen Frau mit einem schweren Bruch. Das ist wirklich unvorstellbar. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass das hier nicht passieren würde. Weil du hast erstmal, was ich sehr, sehr cool hier in den USA finde, dass du immer diesen Emergency-Room hast. Das sind einfach diese lokalen Arztpraxen, die nur auf Emergencies, also immer 24 Stunden geöffnet haben, wo du immer hin kannst. Du musst also nicht für kleinere Sachen oder Akutfälle immer sofort zum nächsten Arzt, zum nächsten Krankenhaus fahren, sondern du hast immer diese Emergency Rooms, die ich sensationell finde im Gesetz. Urgent Care, oder? Urgent Care, ja genau. Urgent Care, ja. Und auch die Krankensysteme, es ist einfach so gut organisiert. Und ich glaube, der Unterschied ist auch hier in den USA, dass das ein Dienstleistungsunternehmen ist und dass die Ärzte und Pfleger und alle erstmal sehr gut bezahlt werden im Vergleich zu Europa. Und auch sehr im Kundenorientiert arbeiten, im Vergleich, wenn ich das da miterlebe, was da gerade in Europa passiert mit meiner Bekannten, das ist unfassbar. Das kann man gar nicht sich vorstellen, dass so mit alten Leuten umgegangen wird, dass so Leute abgelehnt werden, die wirklich behandelt werden müssten und so weiter. Also ich bin jedes Mal fassungslos. Ich meine, ich kann das wirklich mir nicht anmaßen zu vergleichen, weil ich dafür echt zu wenig habe und zu wenig zum Arzt gehe hier. Aber ich würde schon behaupten, die Erfahrung, die ich gemacht habe, haben wir ein extrem gutes Gesundheitssystem mit sehr guten Leistungen, mit sehr guter Sicherstellung von, ja, dass du behandelt wirst und so. Aber es kommt natürlich mit dem Preis, keine Frage. Deswegen ist eben das, was du gerade gesagt hast, sich wirklich mit Versicherung auseinanderzusetzen und da auch ein guten, das passende Paket zu finden, glaube ich, extrem wichtig.

SPEAKER_03

Ich habe auch, was mir total die Augen geöffnet hat, war auch, ich bin ja aus dem Pflegebereich. Und in Deutschland war ja Thema Nummer eins, dass man nicht gut bezahlt wird. Pflegenotstand, ja. Das hast du hier nicht. Du hörst hier nichts von einem Pflegenotstand. Wir haben genug, wir haben, klar, es fehlt immer irgendwo an Krankenpfleger, sag ich mal, aber das ist eine ganz andere Qualität, ein ganz anderer Standard, eine ganz andere Wertschätzung. Und so fängt alles an mit dem. Alles fängt damit an. Auch die Qualität. Klar leidet in Deutschland die Qualität, wenn man schlecht bezahlt wird und nicht genug Pflegekräfte hat. Ja, total.

SPEAKER_00

Aber das ist ein anderes Thema. Das ist ein total anderes Thema. Also wenn wir jetzt nochmal zusammenfassen, kann man es wirklich runterbringen, dass das Krankensystem in den USA einfach nicht besser schlechter ist, sondern es ist einfach erstmal ein komplett anderes System. Das ist, glaube ich, super, super wichtig zu verstehen, dass man nicht werten kann, nur weil etwas anders ist, dass es besser oder schlechter ist, sondern es geht wirklich darum, dass man erstmal sich mit diesem System beschäftigen muss und es für jeden quasi auch eine passende Lösung in diesem System geht. Aber das kann man ja erst finden, wenn man sich mit diesem System auch auseinandersetzt.

SPEAKER_03

Ja. Und die meisten haben halt sich noch nie mit diesem System auseinandergesetzt und von dem kommen halt diese Stimmen, ne? Dass man halt so.

SPEAKER_00

Ja, diese Mythen, ne? Diese Mythen. Und ich glaube, man muss auch wirklich wissen, was man selber braucht. Das ist auch nochmal ganz wichtig, dass man nicht einfach so mitschwimmt in einem System, sondern dass man sich wirklich auseinandersetzt damit, was brauche ich denn eigentlich? Also was brauche ich, was braucht meine Familie? Und das ist, glaube ich, ganz diese Selbstbestimmung. Und das liebe ich ja in diesem Land hier so, dass ich selber bestimmen kann, wie ich lebe, wo ich lebe, was ich mache, wie ich versichert sein will. Also ich persönlich finde das sehr gut, muss ich sagen.

SPEAKER_03

Ja, ich auch. Ja. Dem ist nichts hinzuzufügen, Monique.

SPEAKER_00

Und Rechnungen sind verhandelbar. Das ist auch nochmal ein Learning. Das wusste ich jetzt auch nicht. Deshalb nehme ich jetzt nochmal mit, dass es wirklich auch so ist, dass man da nochmal hingehen kann und sagen kann, nee, also das will ich jetzt nochmal genau wissen und das kann ich jetzt aber vielleicht nicht bezahlen oder kann ich einen Zahlungsplan machen. Also das war mir jetzt auch neu. Das habe ich alles machen.

SPEAKER_03

Zahlungspläne, eben, Zahlungspläne kannst du ja auch machen.

SPEAKER_00

Also nicht komplett ausgeliefert. Also das habe ich jetzt auch nochmal mitgenommen, das wusste ich nicht. Das werde ich jetzt, wenn ich mal irgendwann zum Arzt gehen müsste, würde ich wirklich mir auch diese Rechnung schicken lassen und die Aufschlüssung schicken lassen, um das echt auch nachzuvollziehen und auch zu sehen, ist das überhaupt alles richtig. Also sehr cool, Roberta, da habe ich echt nochmal was gelernt heute. Gut, ich hoffe, ihr alle anderen auch da draußen. Ihr könnt uns ja mal schreiben, was eure Erfahrungen sind oder was ihr vielleicht noch für Fragen habt, die wir nicht geklärt haben. Lasst uns das auf jeden Fall mal wissen, was ihr da jetzt raus mitgenommen habt. Teilt gerne die Folge hier und ja, schreibt uns super, super gerne, egal wo, auf Instagram oder hier, wo auch immer ihr den Podcast oder das YouTube hört. Schreibt uns eure Erfahrungen, das ist super wichtig für uns, was ihr für Erfahrungen gemacht habt oder was ihr vielleicht noch für Fragen habt, wenn ihr jetzt in diesem Schritt steht, diesen Weg gehen zu wollen. Also lasst uns das auf jeden Fall unbedingt wissen. Und ja, wenn ihr plant, den Schritt zu gehen, was machen wir dann? Webinar. Ja, dann kommt einfach in unser Webinar. Das machen wir regelmäßig, das machen wir kostenlos, das machen wir live und auch da beantworten wir eben dieses Thema Krankenversicherung so oft. Das ist total verakt. Genau. Danke, Monique. Danke, Roberta. Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen. Bis ganz bald. Tschüss. Tschüss.