Soulfood Passionistas
Soul Food Passionistas – so nennen sich die Gastro Survival Passionistas heute, in der Neubesetzung. Carsten und Buddy treffen Menschen - Helden am Herd, Trendsetter, Küchengötter, Foodies, Weinmacher, Hotelmaniacs oder Genußmenschen – und machen das was sie am besten können: quatschen, talken, essen + trinken. Ursprünglich haben Ralf Bos (ja, der Trüffelgott und Food-Legende) und Buddy den Podcast gegründet - nun hat sich das Podcastteam, neu gefunden. Die Soul Food Passionistas holen nicht nur mega-prominente Gäste ans Mikrofon, sondern auch Menschen die tolle Ideen oder neue Perspektiven in die Gastronomie und Kulinarik bringen. Carsten Henn, Bestseller-Autor, Juror, Food- und Weinexperte und Buddy Zipper, hochmotivierter Gast der gehobenen Gastronomie sowie Hobbykoch, Moderator und leidenschaftlicher Podcaster sehen ihren lockeren Talk als „Hub für gute Zeiten“ – d.h. gute Laune ist nicht nur Teil des Programms – sondern steht bei diesem „Schaumwein-Podcast“ (… so hat es auch schon immer Ralf betont) und „Good-Food-Talk“ (…Buddys Perspektive) im Mittelpunkt. Neben dem „Who-is-Who“ der Gastroszene (u.a. Tim Mälzer, Nelson Müller, Cornelia Poletto, Lucki Maurer, Alexander Herrmann, Björn Freitag, Kevin Fehling, Christoph Rüffer, Mario Kotaska, Johann Lafer, Mike Süsser und viele bekannte Küchengötter waren schon da) – kommen auch gerne „kulinarisch-vorbelastete“ Akteure wie Günther Jauch, Horst Lichter oder Bernd Stelter zu den beiden Passionistas. ...und wer einmal reingehört hat, weiß warum dieser Podcast so beliebt ist: Offen, ehrlich und "direkt auf die Schnauze". Buddy und Carsten - beide immer leicht chaotisch vorbereitet - gönnen sich im Podcast stets ein Gläschen feinsten Inhalts und nehmen sich etwas von dem wir heutzutage nur noch wenig haben: Zeit für Euch, die Gäste und die Themen. Feedback, Anregungen und Kritik sind erwünscht: info@soulfoodpassionistas.de - Mehr Infos über https://www.soulfoodpassionistas.de
Soulfood Passionistas
Leon Hofmockel: Haltung statt Hype - Crashkurs in leiser Meisterschaft
Folge 191 - Willkommen in der Kyffhäuser Straße in Köln: Studentenviertel, Döner-Universum, Pizza im Dauerlauf. Und mittendrin ein Ort, der so tut, als wäre das alles ganz normal: das La Societé. Michelin-Auszeichnung, feine Teller, große Ruhe. Genau hier schlagen die Soulfood Passionistas Carsten Henn und Buddy Zipper auf und stellen fest: Man kann Sterne kochen, ohne dabei wie ein Sternchen aufzutreten.
Denn Leon Hofmockel ist nicht der Typ “Schaut her, ich bin die Hauptrolle”. Leon ist eher die Sorte Küchenchef, bei der man merkt: Der Mann hat seine Berufung gefunden und hat keine Zeit, damit anzugeben. Er ist konzentriert, präzise, freundlich, klar, teamorientiert. Keine Küchen-Zirkusnummern, kein Ego-Solo, keine “Ich, ich, ich”-Show. Stattdessen: Abend für Abend abliefern. Und zwar so, dass am Ende nicht der Koch glänzt, sondern die Gäste.
Carsten und Buddy bekommen genau das, was sie lieben: echte Küche ohne Filter. Gespräche über Haltung statt Hype. Über Stille in der Küche (ja, die gibt es wirklich) und warum das manchmal die beste Zutat ist. Und natürlich über die ganz praktische Realität: Wenn der Druck steigt, bleibt Leon ruhig. Wenn etwas schiefgeht, wird’s nicht dramatisch, sondern besser. Und wenn nachts um halb zwei plötzlich Käsebrot und Eis auf dem Speiseplan stehen, dann ist das kein “Guilty Pleasure”, sondern schlicht Küchen-Ökologie: Der Körper verlangt Energie, die Seele verlangt Trost, der Kühlschrank liefert Beweise.
Kurz: Diese Folge ist ein kleiner Crashkurs in leiser Meisterschaft. Ein Mann, ein Restaurant und ein Studentenviertel, das vermutlich immer noch nicht ganz begriffen hat, was da in seiner Straße passiert: Sterneküche im La Societé, mitten zwischen Döner, Pizza und Alltagstrubel. Und dazu zwei Hosts, die erst genau hinhören, dann klug nachfragen und im richtigen Moment den Quatsch einschalten, damit aus Anspruch auch Spaß wird. Also: Reinhören.
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191-leon-hofmockel
2025-12-09 17:30:07
00:00:04 Speaker 1
Ihr braucht Soul Food, ihr bekommt Soul Food. Wir sind die Soul Food Passionistas. Für euch, ihr Helden am Herd, mit Carsten Henn und Buddy Zipper. in allerbester Gesellschaft sind wir heute.
00:00:26 Speaker 2
Auf jeden Fall, das Jahr fängt richtig gut an für uns. Also besser kann man es fast nicht, fast nicht treffen, das stimmt ja, und wir sitzen hier auch wunderbar in der Kiff, wie man in Köln sagt, der Kiffhäuser Straße, in der Kiff, man sagt, das ist die Kiff, ja, in der Kiff, hab ich immer was anderes, aber O. K., ich glaub, die Doppeldeutigkeit ist auch für Kölner Studenten, weil es ist eigentlich, es ist Studentenviertel, eigentlich ist es schon eine Studentenstraße und es ist so ungewöhnlich, dass hier ein so herausragendes Restaurant ist, das macht aber auch seinen Charme aus, dass wir hier sind, wo sonst Dönerbuden sind und Pizzerien und sowas alles.
00:00:57 Speaker 2
Und mittendrin ist dieses kleine bezaubernde Restaurant mit einem Michelin-Stein, ausgezeichnet und mit einem ausgezeichneten Koch, der mit uns am Tisch sitzt.
00:01:08 Speaker 3
Ja, der auch ein richtig kölschen Namen trägt, nämlich Leon Hofmockel.
00:01:12 Speaker 2
Ja, so heißen hier viele.
00:01:13 Speaker 3
Ja, ne, vor allen Dingen, wenn Sie aus Augsburg kommen. Danke, dass wir hier sein dürfen.
00:01:17 Speaker 4
Ja, schön, dass ihr da seid.
00:01:18 Speaker 3
Willkommen in 2026 sozusagen. Jawoll, aber Koch der Kater geht es nicht.
00:01:22 Speaker 4
Willkommen morgen, ja, ja, es geht also.
00:01:24 Speaker 3
Langsam wieder, langsam wieder, ich bin wieder auf den Beinen, ich muss zugeben, wir flunkern ein bisschen, das war es kein, weiß keiner, das weiß keiner, herzliches Anfang Januar und es ist arschkalt draußen, definitiv, ja, und pass auf, jetzt, wenn, wenn wir jetzt Pech haben, haben wir eine Hitzewelle, aber das ist noch ein anderes Thema, das schneiden wir dann einfach nachher raus, ne, genau, aber, aber ich hoffe mal, du bist gut übers Jahr gekommen, gut reingekommen, frohe Weihnachten, auf jeden Fall, so scheiß die Gewandungszeit ist vorbei, jetzt genau, du hast ja wirklich ein Augsburger Namen, so Hofmuckel ist so ein Name, ich glaub, der ist aus Schwaben, ne, ich glaub, der kommt aus aus Franken, tatsächlich, also meine ganze Familie kommt eigentlich aus Franken, aus Ansbach, ist in der Nähe von Nürnberg.
00:02:03 Speaker 4
Und ich hatte einmal einen Gast hier gehabt, der hieß auch Hofmuckel und die Frau war auch ganz, ganz fasziniert, hat gemeint, ja, das ist der erste Hofmuckel, den ich in freier Wildbahn treffe, hab ich gesagt, ja, ich auch und dann, die kommen auch aus der Gegend, also ich glaub, das ist wirklich so ein typischer fränkischer Name und den gibt es auch nicht so oft, also die meisten hören auch nicht so genau raus, wo ich herkomme, also manche sagen so ein bisschen, dass Rollen, genau, das Rollen eher so ein bisschen, aber ich bemüh mich eigentlich schon, sonst.
00:02:28 Speaker 2
Hochdeutsch zu sprechen, ne, ja, genau, also du könntest richtig Dialekt sprechen, ist das bei bei dir zu Hause.
00:02:33 Speaker 4
Ich merke immer, wenn ich ein bisschen in Richtung Heimat fahre, so nach Augsburg, München, wo ich schon so zweimal im Jahr bin, weil ich auch München einfach kulinarisch irgendwie ’ne sensationelle Stadt finde und dann merk ich immer schon, also es geht immer so, ja, Servus, Grias di, geht dann schon ein bisschen, je näher man der Heimat kommt oder auch so nach ein paar Tagen München, dann spricht man schon ein bisschen mehr Bayrisch, aber.
00:02:49 Speaker 3
Und zack, ist Grüß Gott angesagt, ja, genau, nee, aber wenn man nach Hamburg fährt, dann sagt man öfter mal Moin, weil auch irgendwie alle das machen und ich mix das komplett durch, also ich mix das mal so, mal so, also ne, das ist mir komplett wumpe, ne, ja, weil ich hab dann nachgeguckt, dann, dann warst du im Königshof beim Thomas Fauster, den wir, Martin Fauster, genau, ja, Martin, Entschuldigung, Martin.
00:03:07 Speaker 4
den wir in Folge, weiß ich jetzt nicht mehr, aber im Jahr 2022 hatten wir den, da waren wir nämlich schon, da war, da war ich relativ frisch in Freiburg in der Wolfshöhle und damals noch Königsdorf, ja, da war die Ausbildung, ist jetzt auch schon, wann war das, von 2010 bis 213 und dann Söllringhof, dann Söllringhof, genau, Inselkoller gekriegt oder fandst du es cool? Ich fand es cool, also 2 Jahre, das war auch dann so die erste Stelle, da nach der Ausbildung, das ist dann schon was ganz anderes gewesen, ne, und ich wollt dann unbedingt gern mal, nachdem ich ja eine Ausbildung in dem, ein schönes Tor gemacht habe, dann auch mal gucken, was noch so weiter möglich ist und damals gab es so eine Fischreportage vom W.
00:03:43 Speaker 4
D. R., glaube ich, mit dem Johannes King, da ist er mit dem Fischerboot so rausgefahren und diese Reportage war so ein bisschen der ausschlaggebende Grund, mich da zu bewerben, weil ich es irgendwie ganz cool fand, auch wie er so mit den Leuten umgegangen ist und diese nordische Küche, weil es halt auch was völlig anderes war, das musste dann auch immer am Deich rumpflücken und so, ne, also ehrlicherweise war dieser Traumfänger, so hieß das Fischerboot, damit wurde vielleicht ein Prozent des Fischbedarfs irgendwie mal abgedeckt, ne, also da ist schon mal einer rausgefahren, hat noch ein, du bist nie damit rausgefahren, oder? Nee, hätte ich aber gern gemacht im Nachhinein, also wollten wir ja immer mal, das hat der Hausmeister damals gemacht, aber hat sich irgendwie nie so wirklich ergeben, aber das hört sich immer romantisch an, aber im Endeffekt ist man dann schon auf seine normalen Lieferanten angewiesen.
00:04:19 Speaker 4
Sorry, natürlich, also das ist, das ist schon wichtig, aber Inselcall überhaupt nicht, Sylt ist eine wunderschöne Insel und sowohl im Winter, im Winter, so November war ein bisschen, war ein bisschen karg, aber was war dein Lieblingsladen da so? Oh, damals, ich mein, Sylt hat sich ja auch wirklich, was Scheers so angeht, auch ganz schön, ganz schön gewandelt. Also, wenn man so, so zum einfach so, ja gut, aber Sansibar ist schon, schon ’n toller Laden, würd ich aber halt nicht im Sommer machen. Dann gibt es hier noch sowas wie Samoa Seepferdchen, genau, Manepal, wie hieß das noch in Kampen?
00:04:54 Speaker 4
Also, gibt schon viele, ich meine, die Qualität ist, ist in den meisten Listers auch wirklich gut. Also, man muss sich schon eher Mühe geben, mal das dort zu finden, wo es irgendwie dann, sag mal für den ganz normalen Bedarf nicht nicht lecker ist, weil weil einfach auch die die Konkurrenz zu groß ist. Also ich glaube, wenn du wirklich Mist machen würdest, dann würdest du einfach keine Gäste kriegen.
00:05:13 Speaker 3
Großer Fan von Mannepal, ne.
00:05:14 Speaker 4
Ja, Mannepal finde ich super, ne. Also so eine schöne Kutterscholle mit Bratkartoffeln oder so richtig oder Schnitzel, ne.
00:05:21 Speaker 3
Ja, also absolut. Ich erinnere mich dran, wir hatten damals so ein E-Auto, und haben dann da vor der Tür das E-Auto aufgeladen, weil wir festgestellt haben, dass wir vergessen haben, das E-Auto aufzuladen und das, das war schon, dann, dann sind wir rein und haben da erst mal riesen Schnitzel gegessen, mega, ne.
00:05:39 Speaker 2
Bist du noch regelmäßig auf der Insel.
00:05:42 Speaker 4
Nicht so oft, letztes Mal war ich vor, vor 2 Jahren da im Sommer, aber auch einmal beim Söldlinghof waren wir essen, war bei Johannes King einmal Hallo gesagt und, Aber jetzt auch nicht so oft, ja, genau, der ist ja auch gerne übernommen, glaub ich, schon vor 3 Jahren, also auch als Hoteldirektor und und die sind auch wirklich sehr umtriebig, ne. Also, wenn ich da im Säuglinghof hinschaue, jetzt sind es ja irgendwie gefühlt 20 Köche, Mitarbeiter, also zu meiner Zeit waren wir damals, ich glaub zu fünft in der Küche, vielleicht mal zu sechst und der ist schon auch in den ganzen Jahren noch mal immer schädlich weiterentwickelt, ne. Und ich glaub schon, dass der ein Film da schon so ein Motor ist, umtriebig, immer wieder das nach vorne bringt, was Johannes King natürlich auch schon gemacht hat, ne.
00:06:18 Speaker 4
Aber, auch jetzt, das wird, glaube ich, nahtlos so weitergeführt und ja, die haben ein super Workflow, ne, muss man wirklich sagen, das Gesamterlebnis, ne, also so von Hotel, dann liegt es da so und dann irgendwie das kulinarische Angebot, natürlich die Persönlichkeit und von den ganzen Mitarbeitern, das ist, glaube ich, schon relativ einzigartig in Deutschland, also schon toller Ort, absolut. Und dann musstest du noch in die Autostadt, so Sven. Na, ich hab mir gedacht, ich mach diesen Klassiker so ein Stern, 2 Sterne und dann wollte ich unbedingt mal in einem 3 Sterne Büro arbeiten und ich mag paar, ja, ganz früher schon mal ein Praktikum gemacht, das war noch vor meiner Ausbildung, da war ich 15 Jahre alt und war da schon mal 2 Wochen so ein Schülerpraktikant und das hat mich damals schon einfach, einfach fasziniert, das Ganze und ich hab damals, dass die Schülerpraktikanten durchlaufen lassen, ja, nicht, nicht ganz, also ich, ich musste erst in der Bankettküche eigentlich ein Praktikum machen.
00:07:06 Speaker 4
und dann haben die irgendwie gemerkt, dass oder ich mit dem bisschen unterhalten, auch gemerkt, O. K., der hat, der hat wirklich Bock, der interessiert sich dafür. Und dann hab ich gefragt, ob es nicht auch möglich wäre, doch mal im Aqua auch noch mal mit reinzuschnuppern. Mega und durfte dann auch für 3 Tage, da war der, ja, hab ich noch Suzhif damals und da war Erik Ernecke, Chef der Party und so weiter, also auch Leute, die jetzt auch alle mittlerweile, ne, das war damals schon, ich glaub, das Team von damals, ne, ich glaub, da hat glaub ich jetzt mindestens jeder einen Stern oder mehr, die damals da so in der Küche gestanden sind. Also, so zu dieser Zeit 29 210 da war glaube ich auch das Aqua gerade, also ne, mit der Stern frisch bekommen und aber als fünfzehnjähriger schon so ’ne Vision zu haben zu sagen, Mensch, ich möchte jetzt mal, ich hab dann damals in meinen 2 Wochen Schülerferden, ich hab gesagt, O.
00:07:49 Speaker 4
K., das, das möchte ich jetzt machen und dann bin ich da nach Wolfsburg gefahren, alleine für 2 Wochen. Man da irgendwo außerhalb bisschen hab da gewohnt und bin dann mit dem Bus da jeden Tag reingefahren. Ich fahr nach Wolfsburg.
00:08:00 Speaker 2
Selber schon so selbstständig zu sein also.
00:08:02 Speaker 4
Ich wusste ich wusste relativ früh dann irgendwie auch wo ich dann entschieden hab OK ich ich werde jetzt Koch, dann hatte ich auch schon direkt irgendwie auch so n Plan. Ja, du hattest auch das gleiche Problem wie ich, ’ne Schulallergie, ne, eine ganz schwere Schulallergie, ne. Also ich war früher in der Schule wirklich gut, ne, so Grundschule, 5.6. Klasse war noch alles fein, also ich.
00:08:17 Speaker 3
Sag mal, ich war bis bis sie mit diesen Zahlen angefangen haben, ne, und mit dem Bus, wo Bauklötze waren, war es noch gut, ja.
00:08:23 Speaker 4
Und irgendwann hat mir wirklich so der der Sinn gefehlt, also so siebte, 8.9. Klasse, da hab ich noch wirklich da keinen Ehrgeiz mehr für entwickeln können und dann bin ich wirklich so rapide abgesagt, wie man so schön sagt. und hab auch wirklich gemerkt, das ist irgendwie, das begeistert mich nicht. Und dann, dann war ich auch wirklich froh, dass ich dann so, dann mit dem Kochberuf was gefunden hab, wo ich gemerkt hab, OK, das, das ist, ich wusste, das wird, das wird hart, aber wenn ich das durchziehe, dann, aber der, der Impuls, wo kam der, du bist nicht familiär vor, vorbelastet, in Anführungsstrichen, überhaupt nicht, tatsächlich.
00:08:55 Speaker 4
Also meine ganze Familie hat nichts mehr mit Gastronomie zu tun und, Also mein Vater kann überhaupt nicht kochen. Meine Mutter hat früher uns, ja, die hat für uns gekocht. Also hab ich auch nicht mit Leidenschaft, ne? Die hat schon immer was Leckeres auf den Tisch gebracht, aber jetzt auch nicht so, dass sie da jetzt jede Woche neue Rezepte ausprobiert hat, ne? Aber sie hat immer lecker gekocht, ne? Also Mutti, wenn du das hörst, du bist eine tolle Köchin.
00:09:17 Speaker 3
Ja, wenn ihr es ein bisschen knistern hört, wir sind natürlich hier mitten im Lokal in den Vorbereitungen zum Abendservice.
00:09:22 Speaker 4
Genau, wir hatten gerade schon vollen Mittagsservice, gerade der letzte Gast ist aus und jetzt geht es hier schon wieder zur Sache.
00:09:27 Speaker 2
Ja, Bude war voll, muss jetzt mal sagen, Montagmittag.
00:09:31 Speaker 4
Weihnachtszeit, aber auch grundsätzlich, ne, das, das. das Mittagsangebot, das wirklich.
00:09:36 Speaker 3
Wir halten das so mit dem Neujahr so ein bisschen nach vorne, aber das ist ja schon der, also ihr merkt schon, wir sind ein bisschen, wir sind ein bisschen aufgeflogen, aber trotzdem frohes neues Jahr.
00:09:44 Speaker 4
Ja, genau, frohes neues Jahr nochmal von uns allen.
00:09:46 Speaker 2
Ja, genau, ihr habt Sonntag und Montag ja mittags auf, Samstag, Sonntag, Montag.
00:09:51 Speaker 4
Also wissen ja, dass wir Donnerstag, Freitag, wir starten quasi die Woche, ziehen hoch, da kommen die ganzen Lieferanten, da wird alles ein bisschen hochgezogen, das ist auch wichtig, ne, wenn ihr es direkt am ersten Tag, starten würdest, ne, dann kannst du hier um 07:00 Uhr morgens anfangen.
00:10:03 Speaker 3
Ich find das gut, weil montags haben viele gute Lokale einfach zu und und auch sonntags, aber ich find das eigentlich schlecht. Also ich weiß zum Beispiel, wenn hier mit mit Nelson war ich hier, ich glaub sogar an diesem Tisch saßen wir, ja, an diesem Tisch saßen wir und sonntags mittags, absolut, ne, und das war schon, fand ich schon auch toll, dass man dann eben hier in Köln und es gibt hier nicht viel sonntags mittags, wo du, ich sag mal, gehoben gut essen kannst. Fällt dir noch wer ein.
00:10:27 Speaker 4
Na ja, gut, Alfredo macht macht mittags Frühstück noch, aber montags und ansonsten, ich glaub Rademacher hat, aber die haben auch so ein bisschen, die haben glaub ich dann abends zu, aber unter der Woche montags, weiß ich jetzt gar nicht, ich hab auch ehrlicherweise nicht geschaut, aber aber bei uns von der, also eigentlich ist es ja auch, ist ja wirklich ehrlicherweise wirklich Quatsch, wenn man quasi die Immobilie hat und die dann quasi nur in 5 Tagen abends zu bespielen und eigentlich hat man sie ja rund um die Uhr verfügbar.
00:10:51 Speaker 2
Aber aber alle anderen machen nur noch 4 Services an Abenden und ihr habt plötzlich gesagt, wir machen mittags noch dazu. ihr wart da eigentlich komplett in die andere Richtung gegangen.
00:10:58 Speaker 4
Also im Endeffekt muss, glaub ich, jeder für sich bisschen schauen, was einfach wirtschaftlich Sinn macht und von der von der Manpower. Wir sind bei uns jetzt, sag ich mal, relativ klein, ist das Dorf, sind trotzdem insgesamt 12 Mitarbeiter, sind auch Auszubildende dabei, aber trotzdem insgesamt 12 Leute. Und natürlich, glaub ich, muss man uns nichts vormachen, gibt es auch schwache Abende, einfach ne. Dann haben wir auch nach wie vor, ne. Also so ein Abend die Woche, der der auch einfach bisschen bisschen hängt, das kann Donnerstag sein, kann mal Montag sein, mal ein Sonntag sein. ne? Und eigentlich muss man einfach gucken, dass man im Monat auf den Schnitt kommt, den man, den man braucht und das war da schon die wirtschaftliche Überlegung, dann zu sagen, OK, da macht schon einfach Mittag Sinn, auch einfach da die Türen zu öffnen und wie man auch sieht, die Nachfrage ist da, du hast jetzt hier 22 Blitze oder nö, auch schon noch mehr, ne?
00:11:43 Speaker 4
Also jetzt teilweise jetzt so im Winter auch mit größeren Tischen, natürlich dann eher so 28 2930 aber dann ist auch bumsvoll, dann ist schon auch bumsvoll, ne? Dann, ich mag das auch gerne, wenn ein bisschen so eine wuselige Atmosphäre entsteht, so ein Strohmäßig, ja, ja, also so ein bisschen.
00:11:58 Speaker 3
Ich hab mich damals in Paris echt gewundert, da, da waren die Tische noch ein bisschen schmaler als hier, ja, aber die sind ja schon fast groß, ne, genau, also Tische sind schon nicht die Größen, also, aber 7070 hat das hier, aber die waren wirklich so, auf der einen Seite waren die 50 und dann 70 tief, so, und dann hast du wirklich Schulter an Schulter mit dem daneben gesessen, ja, und das weiß ich noch, irgendwie Turm, auf Französisch, schießt der Laden in der Nähe vom Centre Pompilou, meine Liebste und ich waren so, oh, was ist denn jetzt hier, weil die schoben uns dann noch dazwischen und wenn wirklich jemand auf Toilette musste, ist die ganze Reihe aufgestanden und dann, aber es fühlt sich in Paris auch irgendwie normal an, ne, also absolut, ja, wenn Paris auch so ein Lieblingspistous heißt, der Vendre, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, super cool.
00:12:40 Speaker 4
Und die Maus, ja, da kommst du rein, es ist wuselig, es ist laut und dann. Dann gibt es da irgendwie auch gegrillte Wachteln mittags und irgendwie mit so Pfeffer, Vinaigrette und irgendwie einfach, ja, einfach coole Sachen, auch preislich, preislich vollkommen in Ordnung und auch es ist eng, es ist wirklich eng, ne, und dann gefühlt wird jeder, jede Ecke noch mal irgendwie genutzt und.
00:12:58 Speaker 2
Aber weil wir sind ja in Köln, ne, also hier ist es ja auch kein Thema, wenn man nah beieinander sitzt und das machst du noch nie, hat es ja auch so, dass man, da müssen die auch aufstehen und absolut machen. Man kennt das hier, man macht es gerne, man ist nah beieinander, man quatscht mit dem Nachbartisch ja auch, das ist ja irgendwie auch.
00:13:12 Speaker 4
Ja, also auch schon, dass sich dann Leute ’n bisschen anfreunden hier über den Tisch hinweg und ich finde, der Laden passt auch so, wie er ist, auch genau zu Köln. Also absolut wissen, diese, wir machen jetzt nicht irgendwie vielleicht den perfektesten, steifesten Service, aber es ist bei uns immer immer herzlich, es darf ruhig bisschen lieber lauter als leiser sein und einfach ja, die Atmosphäre, die da irgendwie, die ist ja auch jeder ’n bisschen anders, ne. Also. kreieren wir natürlich auch selber, aber natürlich auch ein bisschen an den Gästen, ne? Und wenn die Leute bisschen Ruhe wollen, dann kriegen sie natürlich auch.
00:13:40 Speaker 3
Wie, wie kam denn die Idee zustande, dass du dann eben hier von von Sven Elberfeld da da rüber gegangen, das war direkt im Anschluss dann, ne.
00:13:47 Speaker 4
Ja, ja, genau, war es dazu bei Junior Sou Chef, genau, es waren 2 Sou Chefs, ich war der Junior Sou Chef und ja, ich war da 5 Jahre, also so lange hatte ich eigentlich gar nicht geplant, ne? Ich hätte gedacht, vielleicht so 2 Jahre und dann hab ich mich aber auch irgendwie da doch sehr wohl gefühlt, hab mich mit dem Sven Elberfeld sehr gut verstanden und. er ist ja auch jemand, ne, wenn er dann irgendwo bei jemanden Talent erkennt, dann fördert er den auch gerne und gibt einem die Freiheiten, sich auch selber ’n bisschen zu entwickeln und wachsen zu lassen. Und da hab ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und es hat schon einfach großen Spaß da gemacht.
00:14:17 Speaker 4
Ich hab da gemerkt, ich kann mich da gut entwickeln und hab da alle Posten so einmal durchgekocht und manchmal ist es auch nicht so schlecht für für einen Koch, irgendwo ’n bisschen länger zu bleiben, ne. Also gibt ja diese klassische Aktion, wo du dann so ein 2 Jahre bist, Aber so wirklich sich selber auch entwickeln, mehr Verantwortung bekommen, Freiheiten bekommen, da musst du aber ’ne gewisse Zeit dableiben. Aber nach 5 Jahren Wolfsburg hat es dann einfach wirklich gereicht, ne? Also, weil ihr wohl schon mal in Wolfsburg wart, das ist jetzt nicht die schönste Stadt in Deutschland.
00:14:43 Speaker 2
Du wolltest nicht die schönste Stadt Deutschlands, genau, da sind wir nach Köln gegangen.
00:14:46 Speaker 4
Ja, also in Wolfsburg war immer natürlich cool, die die Verbindung nach Berlin, also ist ’ne Stunde mit dem. ICE, das stimmt, ne. Da bin ich auch öfter mal mal hingefahren. Fast zum Abendessen nach Berlin fahren. Ja, genau, das haben ja auch viele gemacht, die sind immer nach Berlin, gefahren, war dann da bei dem Rau oder Rutz und dann am nächsten Tag noch ins Aqua rüber mit dem I. T. eine Stunde und wieder zurück ins Hotel nach Berlin. Also das gab es damals bestimmt öfter und dann nach 5 Jahren, wenn man dann irgendwie als als aufstrebender Koch irgendwie merkt, jetzt möcht ich aber mir mein eigenes Ding machen. Und wenn man dann auch selber irgendwie Ideen hat und dann merkt, O.
00:15:17 Speaker 4
K., ich muss eigentlich dann ja halt irgendwo selber Küchenchef werden, um die auch so umsetzen zu können und hab ich so auch frühzeitig mit dem Sven kommuniziert und ihm gesagt, ich würd mich gerne, würd mich gern umschauen, ich würd gern den nächsten Schritt machen und er ist dann auch, ja, super, super drauf gewesen, unterstützt einen da und.
00:15:36 Speaker 3
Ja, ich glaub, er ist generell ’n bisschen entspannt, ne, weil es extrem entspannt geht, ja, also ich glaube, es ist auch wichtig, weil du kennst das, kennst du das mit diesen Gesellen, die auf die Walz gingen, ja, ich glaub, das sind immer Männer, ne, genau, ja, ich find, ich find das enorm wichtig, dass man eben auch als Koch. dann unterschiedliche Restaurants kennenlernt, weil ansonsten wirst du immer ewig und 3 Tage das gleiche Zeug machen. Na ja, absolut, die Inspiration und das Handwerk ist ja von von jedem unterschiedlich.
00:16:04 Speaker 4
Ich glaube, ist auch ganz wichtig, wie man mit Mitarbeitern umgeht, nicht nur bei der Einstellung, dass da alles toll ist und auch wenn dann einer sich verabschiedet und geht, dass man auch da dann quasi bis zum Ende irgendwie einfach ja respektvoll, treu miteinander umgeht, einfach ganz normal, weil es einfach der Lauf der Dinge ist, ne.
00:16:16 Speaker 3
Man weiß auch nicht, ob man sich nicht nochmal wiedertrifft, genau, ne.
00:16:19 Speaker 4
Ich glaube, das ist das ist ganz wichtig und so handel oder handhabe ich dir das hier auch. dass man, wenn jetzt einer hier rechtzeitig Bescheid sagt, das find ich schon immer wichtig, ne, dass einer deswegen so ’ne offene Kommunikation, wenn einer rechtzeitig sagt, pass mal auf, ich würd mich gern nach was Neuem umschauen, vielleicht kann mir auch jemand noch woanders hin empfehlen oder einfach drüber sprechen, die Möglichkeiten, dass dann vielleicht einer nicht, sag ich mal, die Kündigungsfrist bis auf den letzten Tag ausnutzt und dann so am besten in der Weihnachtszeit hier, bitteschön, genau, ja, tschüss, ich bin grad, aber wenn man einfach über die Dinge spricht, ne, dann also, warum soll dann irgendwas anders sein, oder dann freut man sich ja auch wieder, dass der wieder weiterzieht und.
00:16:53 Speaker 4
Also im Endeffekt ist, glaube ich, jeder froh über ein bestehendes Team, was auch lange zusammenbleibt, weil man natürlich dann auch einfach zusammenwächst und irgendwie auch einfach.
00:17:01 Speaker 3
Wie bist du dann jetzt hierher gekommen.
00:17:04 Speaker 2
Nach Augsburg gehen können oder sonst wo.
00:17:07 Speaker 3
Ja, in Augsburg gibt es eigentlich nur eine Option.
00:17:09 Speaker 4
Ich hab tatsächlich, das war damals bei Hotelcareer, war das ausgeschrieben und Küchenchefstellen, also interessante, sind eigentlich relativ selten bei Hotelcareer, also hast du meistens dann, ja klar, so Chef, Geschäfteparty und so andere Stellen, die gehen meistens ein bisschen unter der, unter der Hand so ’n bisschen weg und ich hab tatsächlich, ich bin im Zug gesessen, das hat mir ’ne Freundin geschickt, hier guck mal, schau dir doch das mal an und das Societé vom Namen hat schon ’n bisschen was gesagt. Also ich wusste, dass Maroko Taska hier früher Küchenschiff war, ich glaub von daher, ich hatte so ’n bisschen im Hinterkopf, aber ich hatte jetzt keine genaue Vorstellung, ist auch schon lange her, ne, ja, hab ich jetzt mal gegoogelt, hab dann so die Fotos von gesehen und damals, ich mein, es wurde ja vor viereinhalb Jahren hier groß umgebaut, ist ja damals schon auch wirklich, wirklich wild aus, ne, also mit Lampions von der Decke.
00:17:53 Speaker 4
und also kann ja jeder gerne mal einmal das Sosity früher eingeben und mit Lametta und also wirklich ein wilder Dekomix auch.
00:18:00 Speaker 2
Aber ich muss sagen, ich moch das auch, es hatte ich.
00:18:03 Speaker 4
Bin zu Gast im alten im alten Restaurant gewesen. Also ich kann auch verstehen, dass es wirklich auch was Besonderes war und.
00:18:08 Speaker 2
Es hat sich über das Jahr ja immer verändert, es es kam ja mal was dazu und dann wurde einmal alles abgehangen und dann fing es wieder an, so ne. Es war ständig im Wandel, also es war einzigartig, kein anderes Sternerestaurant wahrscheinlich, ne.
00:18:18 Speaker 4
Also du kennst es ja auch schon schon länger wie ich, ne. Also ich, es war sehr auch lustig. Richtig, ne.
00:18:24 Speaker 2
Ja, mit und so, es war, es war verrückt, es passt, ich.
00:18:27 Speaker 4
Sag mal so, es hat jetzt meinen persönlichen Geschmack jetzt nicht unbedingt getroffen. Aber ich hab gedacht, O. K., ich muss mal anfangen und dann wurde mir eben auch erzählt von den Betreibern, dass hier einmal groß umgebaut werden sollte und das hat sich jetzt von Anfang an irgendwie, irgendwie gut entwickelt und ich wollte unbedingt in die Großstadt, das war eigentlich so für mich das Wichtigste, ne? Also hätte es auch Hamburg, Berlin, München werden können. Aber hoffentlich hast du direkt ’ne Wohnung mit raus verhandelt. Ja, aber es ging auch ehrlicherweise besser wie gedacht. Also, ich hab dann auch, ja, war ganz normal Immobilienscout und dann beim 2.2.
00:18:58 Speaker 4
Treffen dann hier auch schon direkt Besichtigung gehabt, hat auch direkt gepasst. Also.
00:19:02 Speaker 2
Aber nimm uns doch mal mit, also du, es, es gibt diese Ausschreibung, gibt es dann irgendwie, musstest du Probekochen, musstest du erzählen, wie deine kulinarische Vision ist, hat Peter Häßler irgendwie erzählt, das und das wünschen wir uns und so, kommt man zueinander, dann.
00:19:13 Speaker 4
Es gibt ja 3 Geschäftsführer, der Peter Häßler, Christopher Ziak und Tom Schuster, die quasi zusammen auch noch andere Restaurants betreiben, den Lerchenhof und hier in Köln auch noch Ito und Dashima und das erste Treffen, ich glaub, wir sind dann hier im alten Restaurant, hier vorne in der Ecke gesessen und, haben uns wirklich erst mal so über Gott und die Welt unterhalten, ne, über Restaurants, wo wir gerne hingehen und ich hab mir davor im Zug, ne, auch schon selber zig Fragen aufgeschrieben, ne, also was für einen selber auch wichtig ist, wenn man zum ersten Mal dann so ’ne Stelle antritt, irgendwie, darf ich bestellen, was ich möchte, darf ich meine Speisekarte so gestalten, was verdiene ich, also lauter so ganz normale Dinger halt.
00:19:51 Speaker 4
Und dann nach dem Gespräch waren auf einmal 3 Stunden vorbei, ich musste auch meinen Zug zurücknehmen, muss am nächsten Tag wieder arbeiten in Wolfsburg. Also merken sogar Scheiße, ich habe irgendwie keine einzige. dieser Fragen gestellt. Aber da merkt man auch, dass das schon ganz gut auf Flow entstanden ist, dass wir uns irgendwie so wirklich so jetzt hier auch sitzen und uns so unterhalten haben und sind auch gar nicht so was. Ich hab nächsten Tag mal mit denen telefoniert und dann haben wir auch mal ’n zweiten Termin ausgemacht, wo wir dann quasi noch mal so Hardfacts geklärt haben. Aber Robekochen musst ich nicht. Also ich glaub tatsächlich, dass dann irgendwie hätte mich ja auch nicht gestört, wenn ich es hätte machen sollen.
00:20:22 Speaker 4
Ja, aber ich glaub, dass dann schon irgendwie das Vertrauen da ist oder.
00:20:25 Speaker 3
Wobei, wobei ich find, es ist eigentlich schon ein guter Vertrauensvorschuss, wenn man gar nicht Probe kochen muss. Also das finde ich eigentlich schon, ist schon so ein, so so ein wirkliche.
00:20:34 Speaker 4
Ich weiß auch nicht, bei einer Probe kochen, was ist jetzt irgendwie, dass ich jetzt dann quasi hier ankomme und dann irgendwie so ein Dreigängenmenü den serviere, wie ich mir das vorstelle.
00:20:42 Speaker 2
Heute gibt es Fernsehshows, dann musst du das, ja, ja, aber wenn ich sag, um mal als Beispiel Fußballverein zu nehmen, da wirst du immer gucken, wie spielt der, ne, selbst wenn du weißt, der ist beim Top-Verein, der ist top ausgebildet, willst du gucken, wie ist der Stil, ne, so. schon erstaunlich, dass man dann sagt, OK, wir, wir stellen den ein, ohne auch nur einmal bei ihm gegessen zu haben, ist schon, eigentlich ist es ungewöhnlich, aber klar, mein, mein, bei deiner Vita und du wirst das, das.
00:21:06 Speaker 4
Verdorren war wohl da und, aber ja, ich hätte auch kein Problem, es war ja schon irgendwie nie zur Debatte, also hätte ich auch kein Problem gehabt, das, das zu machen, aber wir haben natürlich ein bisschen drüber gesprochen oder ich hab dann denen ein bisschen erzählt, was ich so vorhabe oder was auch so ein bisschen mein, mein Stil ist.
00:21:21 Speaker 2
Und aber was war der Stil? Ich mein, du als als Junior So-Chef konntest du dich einbringen, aber was würdest du sagen, ab wann war dir der Stil klar und wie hat der sich hier noch mal entwickelt.
00:21:29 Speaker 4
Wo würdest du sagen, da war für dich so ’n Endpunkt, da weißt du genau, wo du als Koch bist und was du machen Das ist ’ne gute Frage und das ist ja wirklich auch, das begleitet einen ja wirklich ein ein Leben lang, sag ich mal, diese Stilfindung von einem, von einem Koch und natürlich, wenn du. Wenn du direkt dann zum ersten Mal so ’ne Stelle hast, hast du ja wirklich 1000 Dinge im Kopf. Also man hat ja selber eine Vorstellung von dem, was man gerne möchte, oder ich hab ja dann selber im Aqua auch schon angefangen, Vorspeisen zu entwickeln und irgendwie dann auch selber dann schon da gemerkt, O. K., was, was macht mich so ’n bisschen aus und das ist tatsächlich irgendwie nichts zu Verspieltes, schon eher Fokus auf lieber weniger Zutaten als zu viele, Fokus auf Soßen, auf handwerkliches, akkurates Arbeiten.
00:22:14 Speaker 4
und ist irgendwie nichts zu verkünsteltes. Also ich mag gerne Aromen, die irgendwie relativ pur und unverfälscht sind, also dass man erkennt, was man isst, ja, dass man das irgendwie rausarbeitet und das Gericht hört sich vielleicht im ersten Moment relativ normal an, aber dann hat es, sag ich mal so ein, 2 Stellschrauben, die so den gewissen Twist bringen, dass wir jetzt mal so ganz grob als als Stil beschreiben, ob der mir damals schon so klar war, wahrscheinlich schon, aber bestimmt jetzt noch nicht so ausgefeilt, wie er jetzt ist, aber auch wenn ich jetzt mein erstes Menü so anschaue, das hängt auch unten. dann sind es auch Dinge, die ich jetzt auch auch bisschen abgewandelt, aber auch schon wieder so schicken würde, ne, ist jetzt nichts, wofür ich mich schäme.
00:22:50 Speaker 2
Also ich find, du hast unglaublich stark begonnen.
00:22:53 Speaker 4
Ja, ich glaub, Carsten, du warst, ich glaub, in den ersten Wochen irgendwann mal da und das ist auch im Gusto relativ schnell gut bewertet worden, ich glaub mit 8 Pfannen und dann den Stern bestätigt und ja, ich sag mal, diese Hard Facts, die haben dann relativ schnell gepasst und aber ich glaub, diese. Ja, dies ist die Frage, das ist auch, das ist immer noch nicht abgeschlossen. Also, aber ich merke jetzt immer, wie sich bisschen mehr verdichtet oder wie es souveräner wird, dass man merkt, OK, das ist so das, was ich eigentlich erzählen möchte mit dem Gericht oder 10, ein bisschen übertrieben gesagt, na ja, also im Endeffekt, wir machen jetzt hier kein Storytelling oder so, oder im Endeffekt, wenn ich jetzt im Urlaub war, dass dann der Gast wissen muss, ja, jetzt auf einmal wird es ein bisschen.
00:23:35 Speaker 4
So, so was, ja, Ballone. Eigenhändig vom, dem Leon jetzt im Urlaub ’ne ’ne Kokosnuss auf den Kopf gefallen ist, deswegen gibt es das bisher mit Kokosnuss. Also, das ist absolut nicht unser Ziel, ich mag das auch selber nicht so gerne. Also, ich finde, im Endeffekt sollte ’n Teller, Teller für sich sprechen, die Gerichte für sich sprechen, die Produkte und alles andere machen dann die die Menschen aus, die Persönlichkeit vom Service, aber es soll sich schon irgendwie ’n roter Faden durch die Gerichte ziehen und das tut es aber auch, wenn man auch den Gästen so ’n bisschen Gehör schenkt.
00:24:04 Speaker 2
Aber es war auch klar, ich meine, allein schon vom Namen her, wir haben ja eine französisch basierte Küche, die, die irgendwie, die, die dann den, den, den gewissen kreativen Dreh hat.
00:24:14 Speaker 4
Absolut, aber es ist auch das, was ich auch hier gesehen habe und was ich auch machen wollte, also da muss ich mich jetzt auch nicht verstellen und man kann es heutzutage ja auch in alle möglichen Richtungen auslegen, also.
00:24:25 Speaker 2
Das ist, das ist die, ich hab das gesagt, wir sind im Studentenviertel, da geht es raus, hier wird gehupt und es wird gerne mal gehupt, die Tür auf, ja, also überhaupt kein.
00:24:33 Speaker 4
Ich werd die Hupe noch ein bisschen länger drücken, als durch den, als durchgängiges Geräusch, einfach, ja, ja, genau, sehr.
00:24:38 Speaker 2
Gut, damit es auch wirklich gehört wird.
00:24:40 Speaker 3
Ja, man, man braucht ja, man möchte ja auch ein bisschen wahrgenommen werden, oder? Ja, das stimmt, also nur ein bisschen, ne, ja, ne, das kann ich nachvollziehen. Viele Autofahrer haben ja das Problem, dass man sie gar nicht wahrnehmen möchte. Es ist ein Trauerspiel, aber das ist ja, ist ja hier in dieser Kiffer, wie du gesagt hast.
00:24:56 Speaker 2
Ich war so, nennen wir es nicht, aber in der Kiff, wie hieß das noch mal? Die Kiff.
00:25:01 Speaker 4
Aber sich tatsächlich, hier öfter mal, wenn wir abends dann die letzten Gäste draußen und wir wir lüften dann einmal durch und dann ist echt dieser dieser Geruch, über den wir gerade hier gesprochen haben, auch mal durchaus vorhanden. Ich finde den auch netter als altes Fett, ehrlich gesagt. Das stimmt. Aber deswegen mich kriegst du auch, wenn lieber nach Gras als nach Pommes riechen. Ja, nach Pommes Fett als nach Pommes rieche ich auch ganz gerne mal. Also so richtig schön. Also richtig schöne frische Pommes, die so rinderfettiert werden, finde ich definitiv.
00:25:28 Speaker 3
Was ich nicht mag, ist so auf so Weihnachtsmärkten, wenn die dann so die 4000 Reibekuchen schon durch haben und da, uns das noch mal richtig.
00:25:33 Speaker 4
Ja, das stimmt, ne? Ich glaube, wenn du da schon arbeitest, musst du auch zweimal duschen gehen, bis das wieder rausgeht aus Haaren und und Klamotten vor allem. Das glaube ich auch, das das setzt sich auch wirklich fest.
00:25:42 Speaker 3
Ja, das ist, das ist ja das Einzige, was ich beim Kochen nicht so mag, ne? Mal abgesehen von den von den schönen Sachen. Also wenn jetzt zum Beispiel die ganze Bude nach einem ganz tollen Fond kriegt, da habe ich jetzt überhaupt kein Problem mit, ja. Aber, aber wenn es dann, also gerade wenn es so, Kaisergranat oder Hummer oder irgendwie sowas und machst so einen schönen Kruste, das ist natürlich herrlich, ne, also wenn man dann diese, diese Karkassen und so ein bisschen aufgeschäumte Butter anröstet und dann diese leicht süßliche, der Geruch, dann da wird es ein bisschen abgelöscht, das ist schon, also für mich als Hobbykoch ist das ja dann und das riecht ja dann 2 Tage so, ne, kommt schon mal Besuch und sagt, hey, gibt es was zu essen.
00:26:19 Speaker 4
Ja, auch ein bisschen so, ne, wie früher bei Oma, so ein bisschen Zwiebeln, Speck angebraten, ne, der dann so ein bisschen schon im Hausflur riecht und weiß schon genau, jetzt gibt es vielleicht was Leckeres, genau.
00:26:27 Speaker 3
Das ist schon mal schön. Ich weiß nicht, ob ich das in dem Podcast schon erzählt hab, weil ich mit Sven Elverfeldt einen meiner peinlichsten Kochmomente hatte. Nein, habe ich das noch nicht, jetzt mal gespannt. Ja, musst dir vorstellen, Koch des Jahres. Ja, und ich, Kumpel von mir, Diego, hat da das Catering mitgemacht und dann habe ich gesagt, ja gut, helfe ich, das ist jetzt 23 Jahre her, helfe ich ein bisschen, habe ich an mein Stöckchen gezogen, wer was machen muss, weil du kriegst natürlich Sachen von Sponsoren. Also hatte ich das große Glück, Beyond Meat zu ziehen. Beyond Meat ist halt diese, diese Fleischersatz und wir haben einen Chili cincarne gemacht mit einer Pseudo Parmesan Creme und Sprossen und Firlefanz und das sollte halt ein Firlefanz in so ein Taco reingedreht werden.
00:27:11 Speaker 3
Dann sind die Cincarne, bisschen diesen von diesem Pseudo Parmesanschaum oben drauf und ein paar Sprossen. So insgesamt war, haben wir das auch so hingekriegt, dass es gut schmeckt, dank übrigens der Linsensoju von Tobi Wett, ne, den wir dazu verwendet haben, die hast du einmal erwähnt, Beyond Beyond Meat hat nämlich kein Bratverhalten, ne. So das heißt, ich hab das alles aus dem Kipper wieder rausgeschaufelt, weil du brauchst ja ein bisschen was, also 40 Kilometer und Meat wieder rausgeschaufelt und dann Gemüse angeröstet, damit ich Röstzeug hab und das oben drauf, war aber immer noch nicht zufrieden, trotzdem haben wir gesagt, das ist O.
00:27:44 Speaker 3
K. wir pimpen das auf und dann schicken wir das. Am nächsten Tag ist das, wir bereiten Station vor, die anderen haben Balfego Tuner Bauchfleisch mit japanischer Holzkohle abgegrillt, ja, während ich dann hier das Zeug gemacht hab. Du hast echt das falsche Stückchen gezogen. Um 11:45 Uhr kommt der Gong und dann geht es los. Der Gong kam um 11:25 Uhr so, während wir noch dabei waren, uns in diese Handschuhe zu zwängen. So, und dann drehe ich das erste Taco Ding ein.
00:28:15 Speaker 3
und vor mir auf diesem Palmblatttellerchen fällt das wieder auseinander und ich guck so nach und im gleichen Moment, wo ich nach vorne guck, steht da schon, aber jemand und du siehst die Hand, ich will das haben, ne. Und im gleichen Moment sag ich, nee, das muss ich noch mal neu machen, ne. Und dann steht dann dann Sten da und sagt, nee, nee, ich nehm das und ich guck so, wo ich denke, oh Gott, ne. Und es im gleichen Moment macht das Ding Wumm und dann sagt er, gibst du mir noch 1 ja, dann hab ich ihn noch mal eingedreht und dann sag ich, ja, aber. das ist hier mit Beyond Meat und so, sagt er, ja, aber meine Frau, die möchte vegetarisch, dann kriegt die das jetzt, ne.
00:28:49 Speaker 3
Aber mir ist ja eigentlich nichts peinlich, du kennst mich ja ein bisschen, Karsten, aber das war mir echt irgendwie ein bisschen peinlich, weil ich ziehe ja schon den Hut vor dem, was, was er so geschaffen hat, was er gemacht hat, wie viel Talente daherkommen und so weiter. Wann ist das gewesen? Ja, das war vor 3 Jahren, vor 3 Jahren, ne, und ja, vor 3 Jahren war das. Also nach meiner Zeit dann schon. Ja, in in Köln, in Köln, nee, in Bonn, in Bonn war das. Also es war schon, ja, ein peinlicher Moment mit Sven Elberfeld. Ja, das müssen wir auch nochmal holen.
00:29:17 Speaker 2
Ich brauch auch noch ein peinlichen Moment mit Sven Elberfeld, sonst kriegen wir auch noch hin.
00:29:21 Speaker 4
Ja, das, das können wir in einem peinlichen Moment. Können wir nicht essen, ist bei mir auch ganz oben auf der Liste. Ich find es immer auch spannend, ne, da in den West Laus, wo man dann früher mal war, dann da immer auch essen zu gehen und so als Gast zu erleben. Das steht auf jeden Fall Aqua auch noch an.
00:29:35 Speaker 2
Aber spürt man, ich mein, das ist natürlich immer das, wonach Kritiker wie ich gucken, ne? Da kommt derjenige her, ne? Wer hat ihn geprägt? Merkt man, dass Aqua beim Leon in der Küche, ne? Das darauf blickt man.
00:29:47 Speaker 4
Ja, frag ich dich jetzt, merkt man das.
00:29:50 Speaker 2
Nee, ich fand es nicht so sehr. Also ich hab, ich hab das gesucht und dachte, O. K., find ich das ein oder andere, aber also du hast direkt Märkte, du hast ’n wahnsinnig gutes Handwerk, ne? unglaublich exakt. Die Präzision, die man in der Drei-Sterne-Küche lernt, die spürte man bei dir von Anfang an. Aber es war viel, viel klassischer, als ich es erwartet hatte, direkt sehr, sehr gute Soßen. Und ich bin, ich glaub, wie jeder Eichensoßen-Fan. Und dann zu merken, meine Gute, hier ist jemand, der ist so jung und macht dich schon wie ’n Altmeister, hat so ’n Gespür dafür. Aber ich, ich hab das Aqua nicht gefunden, aber ne, vielleicht hab ich irgendwas übersehen, wo du sagst, stimmt, das war so.
00:30:25 Speaker 4
Man versucht ja auch schon noch bewusst und irgendwie zu sagen, O. K., ich möchte ja mein eigenes Ding machen und dann irgendwie auch zu sagen, ja natürlich gibt es irgendwie Ressourcenstrukturen oder auch Andichteweisen, ne, die man an sich so ein bisschen, die man einfach abgesperrt hat im Kopf, ne. Also so ’ne gewisse Linienfüllung, aber. funktioniert halt sowieso immer, was das Anrichten angeht, immer so ganz spezielle Sachen auf den Teller gezeigt, die auch dann nur er machen konnte oder alle anderen eben nicht so schön. Und sowas wollte ich auch bewusst dann eben nicht machen und dann besinnt man sich halt wirklich drauf, was wie lang bist du jetzt hier?
00:30:57 Speaker 4
Seit viereinhalb Jahren, ja, viereinhalb Jahren, 45 Sommer, Sommer 21 ja, also relativ genau viereinhalb Jahre.
00:31:04 Speaker 3
Also, bist in der guten Coronazeit, bist direkt eingestiegen.
00:31:06 Speaker 4
Genau, also hier werden Corona wurde noch einmal hier hier umgebaut, da war auch dann 34 Monate geschlossen, davor haben die ganz lange Takeaway gemacht und dann war eben der große Umbau und dann mit dem Neustart hab ich dann auch begonnen, also hat eigentlich wirklich wirklich perfekt gepasst. Und ich glaub, das Aqua, also man möchte ja auch gar nicht unbedingt verleugnen, ne, wo man wo man war und wo vielleicht auch irgendwie ein oder andere, ne, was Kombinationen angeht. die man einfach abgespeichert hat. Auch heutzutage, also ich find es auch, wenn man sich irgendwo inspirieren lässt, also meistens, ich meistens durch Zutaten. Also wenn du irgendwo was liest auch oder irgendeinen Bericht liest, was weiß ich, was bei oder oder online und bei mir ist dann eher so, dass ich dann zum Beispiel irgendwas lese, Kalbsdschungel und denk ich mir so, O.
00:31:48 Speaker 4
K., Kalbsdschungel, mhm, kannst du eigentlich auch mal wieder machen und dann überlegst du wieder weiter, O. K. was passt jetzt gerade oder wann, welchen Gang muss ich als nächstes wechseln, Kalbsdschungel kannst du halt auch gut mit dem Fisch kombinieren und dann der Fisch kann muss eh gewechselt werden und dann irgendwie wieder so in die Richtung und dann macht man es aber natürlich nicht so, wie man das irgendwo gesehen hat, sondern hat nur das Produkt aufgeschnappt und macht es dann wieder auf seine eigene Art und Weise. Aber ich finde das zum Beispiel einfach nur durch so Schlagwörter, dass du das so liest und dann wieder so bisschen manche Produkte wieder im Fokus hast, das ist das, woran ich mich ganz gerne mal bediene, dass man einfach ja ständig so seinen Baukasten im System.
00:32:23 Speaker 4
im Kopf hat und einfach wieder Produkte, manche wieder ein bisschen im Hinterkopf und dann geht er ein bisschen auf dem Schirm.
00:32:30 Speaker 2
Jetzt gehst du auch gut anderswo essen, wir haben kurz vorher gesprochen, du warst im Franz Hennen und im Jordanäer, ist es auch für dich, dass du da dann Sachen mitnimmst und denkst, ach guck mal, das ist ’ne Kombi, das ist ’ne Art und Weise, das fließt bei dir ein oder wie ist da so dein.
00:32:44 Speaker 4
Also ich selber liebe es auch, essen zu gehen, ich sag immer, ich hab eigentlich auch keine Hobbys außer Essen und Trinken, auch noch reicht die Zeit dafür, aber aber dann selber irgendwo Gast zu sein, Aber da jetzt nie mit dem mit dem Gedanken, ich muss mir jetzt irgendwie neue Gerichte oder irgendwas, irgendwas abschauen, sondern da geht es dann hauptsächlich auch um einfach selber im Genuss. Und man tut natürlich unterbewusst sein, sein eigenes Geschmacksfenster immer wieder erneuern oder wieder Dinge abspeichern, die man irgendwo geschmeckt hat, das passiert ja ganz unbewusst. Was man aber ganz, also was ich persönlich eher ganz oft mitnehme, so ’n bisschen die Art und Weise, wie die irgendwie den Abend gestalten, wie gehen die im Service mit einem um, wie ist die Atmosphäre, wie ist das Licht.
00:33:22 Speaker 4
das find ich eigentlich da fast eher cooler, irgendwie sowas mitzunehmen, wenn zum Beispiel das Raw einfach die Musik wirklich bewusst laut macht, wo ich auch sagen würde, bei uns wär viel zu laut, dass man sagt, O. K., lass doch mal ausprobieren, vielleicht ist es ja cool.
00:33:35 Speaker 3
Ja, also das sind dann so Restaurants, da tu ich mir dann immer ’n bisschen schwer mit, aber gibt ja so hippe Dinger, ne.
00:33:41 Speaker 4
Ja, ich liebe zum Beispiel auch das Notblatt und Schmutzige in Berlin, war ich erst, war ich erst letzte Woche wieder. und die haben ja wirklich die Musik extrem laut, also kommen dann laute Jazzmusik und alles Mögliche vom von der Schallplatte und du kommst wirklich rein und ist ja, du klingelst ja erst und dann bist du drin und dann saugt aber der ganze Raum nicht auch schon so ’n bisschen ein, ist dann wirklich wie so ’ne kluppige Atmosphäre, auch noch gerade so, wenn du dann nebeneinander am Tresen sitzt, dass du dich schon noch unterhalten kannst, aber ist im ersten Moment schon mal die Musik bestimmt doppelt so laut wie hier bei uns, aber da passt es irgendwie und es ist so cool und ich finde es.
00:34:12 Speaker 4
auch durch die Musik, das saug ich dann so ein und dann, das ist schon eine ganz besondere Magie, aber auch da muss ja jedes Restaurant für sich seinen Weg finden, wie es das macht, aber ich.
00:34:19 Speaker 3
Ich glaub, das ist, hat auch, es ist auch wie mit einem Wein, also der schmeckt auch immer anders, wenn du ihn mitnimmst oder wenn du ihn vor Ort trinkst und dann kannst du auch nicht jedes Konzept einfach kopieren und mit rüber nehmen, natürlich und also ich bin ja großer Fan von Rotai, ja und also Dux Dux Laden da, der auch ein bisschen dunkler und ein bisschen lauter ist. finde ich sensationell. Auf der anderen Seite mag ich es dann auch wieder, wenn es dann mal so wie hier jetzt zum Beispiel ’n bisschen ruhiger ist, ja eben die Musik nicht so laut, dass man sich auch unterhalten kann, weil ich glaub Kommunikation gehört für mich zu einem guten.
00:34:50 Speaker 2
Also, wenn es zu dunkel ist, ich kann mein Essen nicht mehr erkennen, weil ich auch schon gehabt hab oder die Karte nicht lesen kann. Mittlerweile sind einige Restaurants so dunkel, weil ich die Karte nicht mehr lesen kann, mein Handy rausholen muss und die Taschenlampe.
00:35:00 Speaker 3
Ich hab letztens im gehabt, da war war es dunkel und die, die hatten in Gelb drauf gedruckt, herrlich, nur die Preise waren in Blau. Das heißt, du hast 3929 1717 29 und dann sag ich und jetzt und dann kam er mit so einer Lampe. mir so eine Akkulampe und stellte die so daneben, also so hier, diese Dinger, ja, und dann, ne, dann könntest du es erkennen, an sich, aber der, der Designchef hat das so.
00:35:25 Speaker 2
Ja, aber Form Follows Function, also es muss das.
00:35:28 Speaker 3
Also im Endeffekt natürlich, ne, aber wie war das denn, deine erste Karte zu schreiben.
00:35:32 Speaker 4
Dann war das ja vor viereinhalb Jahren, hast du deine erste Karte geschrieben, an der hab ich auch, glaub ich, 6 Wochen rumgeschrieben, ne, und immer wieder verworfen und erst mal die Produkte festgelegt und dann. musst ja erstmal gucken mit den Lieferanten, wann wird das hier angeliefert, es sind wirklich 1000 Dinge und einfach mal das Wichtigste. Also ich selber hab das ja im Kopf, aber ich kannte ja keinen einzigen vom Team. Ich hab jetzt auch nicht irgendwie noch einen mitgenommen vom Aqua oder so, sondern du startest mit einem komplett neuen Team, kennst keinen einzigen von denen, weißt überhaupt nicht auf welchem, auf welchem Stand die quasi sind. Also können die das nachvollziehen, was du schmeckst, was du dir vorstellst und das war schon ’ne extrem aufregende Zeit und.
00:36:07 Speaker 4
aber die erste Karte, ja, das war, ich kann mich auch noch erinnern, ich kann dir noch jedes einzelne Gericht sagen, von der ersten Karte, wow, komplett, das ist so wie mit meinem ersten Sterne essen, kann ich auch noch komplett runter beten, ne, ja, absolut, ich find, sowas, sowas merkt man sich auch einfach, ne, ich kann dir auch noch das Menü sagen, von meinem ersten 3 Sterne, von meinem ersten 3 Sterne Restaurant, ja, das war im im Dom, tatsächlich, ja, was hast du gegessen, also jetzt wollen wir es auch hören, wenn du es war 2010 mit meinem Vater zusammen, hab ich mir damals zum Geburtstag gewünscht, das war der Gourmet Lunch, war damals noch zu unschlagbaren 110€ für 4 Gänge mit Kaffee und einem Glas Champagner oder nee, mit Wasser, Champagner nicht, aber mit Wasser, Champagner hat mich damals auch nicht interessiert mit 16 das ja, das war noch weit weg, das ist noch ein anderes Thema, mit 16 schon, ja, mich hat alles interessiert, was ballert mit 16 ja, O.
00:36:53 Speaker 4
K., es hätte auch Champagner sein können, ja, top, Vorspeise war Gänsleber mit Zartbitterschokolade, dazu gibt es ein bisschen geeisten Apfel mit so Koreanerschüren drin. Danach gab es einen Zander mit Weinbergschnecken und Pinienkernen und im Hauptgang Wildhase mit Dattel-Sellerie-Creme, Rosenkohl und Sauce Sauvignese und im Dessert gab es so einen dekonstruierten Apfel, Apfelstrudel, sag ich mal, mit so einem Rum Rosineneis, so Strudelblättern. Genau, das war das Ferienmenü damals, hab ich noch im Kopf und auch geschmacklich tatsächlich.
00:37:27 Speaker 2
Also das und hat dich geflasht damals als 16 ja.
00:37:32 Speaker 4
Nee, da bin ich damals immer mit dem Bus dann da zurückgefahren von Bensberg und absolut, das hat mich begeistert. Da war ich, das war deswegen, das ist wirklich auch noch in Erinnerung. Ne, und je öfter man essen geht und ist ja auch manchmal bisschen, dass oder ist manchmal bisschen schade, dass man auch schon bisschen abschrumpft, einfach und irgendwie selten man sowas macht, desto besonderer ist auch so ’n Erlebnis natürlich. Und ja, wenn wir jetzt natürlich. schon oft in Restaurants auch geht, da muss man schon immer wieder, aber das habe ich eigentlich auch immer noch, diese kindliche Vorfreude, dass man sagt, oh geil, und dann freut man sich schon so Wochen vorher darauf und.
00:38:04 Speaker 3
Was ich toll finde, du bist ja jetzt hier mit dem Stern unterwegs und dann bist jetzt hier unterwegs seit viereinhalb Jahren, fast 5 jetzt, dann ist das Köln und eigentlich müsste ja mal eine Menge über dich lesen, aber du hast, du bist, das glaube ich, irgendwie ist, kann es sein, dass dir bums egal ist, was die anderen da draußen erzählen, weil du hast keinen Wikipedia Eintrag, keinen richtigen und alle anderen, die dann sich als Koch auch n bisschen verkaufen, geben da schon n bisschen Wert drauf.
00:38:33 Speaker 4
Ja, also ich glaube im Endeffekt. Oder ist dir das auch wurscht? Also ist mir nicht wurscht, wie andere Leute mich sehen, aber, ist mir jetzt auch nicht besonders wichtig und im Endeffekt kann man es ja auch nicht beeinflussen. Also ich kann jetzt keinem vorschreiben, was er zu denken hat und ich glaub Wikipediaeintrag, den muss ich mir selber schreiben oder oder schreibt in einer, ich weiß nicht, wie sowas läuft, kann ich selber schreiben, tatsächlich, ich glaube, dass ganz viele einfach selber schreiben, ja klar, und ich weiß auch nicht, dass es jetzt, dass ich jetzt die Relevanz hätte, einen zu brauchen. Also und natürlich hat man hin und wieder irgendwie dann du Köche, gute Köche sind Künstler, die, die muss man kennen, ne.
00:39:05 Speaker 3
Das ist wie wie bei einer guten Band, sag ich mal.
00:39:07 Speaker 4
Also im Endeffekt, mir ist es wichtig, dass dass hier die Gäste jeden Tag zufrieden sind. Das hört sich auch abgedroschen an, aber ist ja wirklich so, ne, dass der Laden gut läuft, dass wir alle im Team miteinander gut arbeiten können, dass da alle zufrieden sind. Das sind so ein bisschen die 2 Hauptmerkmale, ne, Gäste zufrieden, Team zufrieden.
00:39:24 Speaker 3
Ja, und das auf der kleinen Fläche, muss man noch dazu sagen, und das auf der kleinen Fläche.
00:39:27 Speaker 4
Und wenn das dann gegeben ist und dann alles andere drumherum, das kann man weder beeinflussen, weder was Meinung von. Gastrokritikern sind oder irgendwelchen Szeneleuten, was so Kritiker, die werden ja wirklich Gesindel.
00:39:41 Speaker 3
Die werden ja überbewertet.
00:39:43 Speaker 4
Nein, also man kann ja wirklich nur, man kann jeden Tag sein, sein Bestes geben mit den Voraussetzungen, die man hat und man hat auch jeden Tag mal Probleme, ne, dann fällt mal ein Mitarbeiter aus, dann kommt mal die eine Ware nicht, da muss man irgendwie sich was aus dem Hut zaubern, also das passiert ja alles, ne, und dann hast du trotzdem ein volles Restaurant. Die Tür geht auf und dann geht es los. Und wenn man jeden Tag einfach sich in den Spiegel dann abends schaut und sagt, wir haben heute unser Bestes gegeben, mehr kann man nicht tun.
00:40:07 Speaker 2
Ja, und auch Angst zu haben, der einfach gut läuft, das muss man auch sagen. Ist das ja schon an sich ’ne Leistung, was man. dass man da zufrieden ist und weiß, man hat eine gute Auslastung, es rechnet sich absolut.
00:40:19 Speaker 4
Und die Gäste gehen auch wirklich und das spürt man ja auch, ne, wenn ein Gast zufrieden ist, dann, dann spürst du es auch einfach, ne, und ich schwäche auch jeden, jeden Tag mit den Gästen oder bin ja auch hier im Gastronom viel unterwegs und dann spürst du auch einfach.
00:40:29 Speaker 2
Sagen muss, es gibt niemand, der was Schlechtes über das Restaurant oder über dich sagt, das muss man auch mal sagen. Absolut, ja, hab ich noch nie gehört und auch das, das war mir fast schon ein bisschen suspekt, muss ich sagen.
00:40:40 Speaker 3
Ne, die sind alle bestochen, ne? Ne, das glaub ich gar nicht.
00:40:43 Speaker 4
Ja, wobei kann natürlich sein, Stefania ist schon, na ja, die hat Verbindung zur sizilianischen Mafia, das, da muss man ein bisschen aufpassen, da bin ich auch immer sehr vorsichtig.
00:40:51 Speaker 3
Also, da muss man aufpassen, ne, ne, genau.
00:40:56 Speaker 2
Sie ruft ihren Cousin.
00:40:57 Speaker 4
Da kommt der Cousin gleich vorbei.
00:40:58 Speaker 2
Und ich werde jedes Jahr gefragt, kurz bevor der Michelin rauskommt, was erwartest du denn, was der, was der Michelin noch macht, was gibt es Neues? Und es ist schon so, dass immer drüber geredet wird, ob der zweite Stern für dich kommt. Ist das für dich ein Thema überhaupt.
00:41:14 Speaker 4
Naja, ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, ich wäre jetzt mit einem Stern dauerhaft zufrieden. Absolut, keine Frage. Und zwei Sterne wären cool. Aber . wie gesagt, was anderes, außer jeden Tag sein Bestes geben mit dem Team, mit allen Dingen. Kann man auch nicht, kann man auch nicht tun, ne? Und . 1 haben wir nicht in der Hand. Das ist so das Einzige, was man auch dazu sagen kann und natürlich wären 2 Sterne hier cool, gar keine Frage, würde ich mir auch wünschen. Aber wenn dieser Laden das nicht bekommt, dann geht auch nicht meine Welt unter oder hab ich nicht weniger Freude dran, trotzdem hier weiter jeden Tag mit den Damen und Herren zusammen Vollgas zu geben und zu schauen, dass wir glückliche Gäste haben.
00:41:57 Speaker 4
Ne, also das sind scheinbar so 2 Paar Schuhe, also ich mach mich da. Mach ich da jetzt nicht verrückt, so auf Teufel komm raus, irgendwas zu erzwingen oder jetzt überlegen, OK, was muss ich jetzt vielleicht ändern, damit das schneller geht.
00:42:07 Speaker 2
Also ich könnte jetzt sagen, wir nehmen, wir kochen so gut wie wir können und das, worauf ich Lust habe, müssen den Menüpreis hochsetzen, weil wir noch dies und das und das noch das, aber dann bricht natürlich das ganze Konzept zusammen, wenn ihr plötzlich das Menü für keine Ahnung, 40€ mehr anbietet, weil natürlich, also es lebt ja auch ’n bisschen davon und ich finde, es gibt schon ’n bisschen ’ne magische Grenze so von 200€, wo man, wo ich irgendwie sage, O.
00:42:26 Speaker 4
K., das sag ich mein, in dem Bereich ist schon ’ne Entschuldigung, schon ganz cool, dass eben auch, ja, wir haben ja auch junge Pärchen hier um die, um die Ecke wohnen, die sagen, die gönnen sich das mal, ne, dann bringen die ’ne Flasche Wein zu zweit, die ist auch nicht die Welt kostenlos bei uns und irgendwie gehen dann zu zweit mit mit knapp 400€ nach Hause und denen fehlt es auch an nichts, also kannst natürlich auch nach oben hin, ne, es sind selten Grenzen offen, aber und das ist schon irgendwie auch wichtig, ne, also dass, dass du irgendwie möglichst viele Leute mitnehmen kannst und.
00:43:00 Speaker 4
Das finde ich persönlich, finde ich persönlich auch sehr wichtig.
00:43:04 Speaker 3
Ja, ich glaub, diese Diskussion über, was darf denn ein Essen kosten, hatten wir ja schon mal. Und dann, wenn ich auf der anderen Seite halt sehe, dass ich, wenn ich jetzt mal in eine große Kinokette gehe, mit Frau und 2 Kindern zum Beispiel, und dann in einen neuen Film reingehe, dann bin ich schon mal bei den Tickets, schon beim Fuffi. Ja, es sei denn, ich mache jetzt super Sonder irgendwas, dann gibt es noch ein bisschen Popcorn und ein bisschen Cola oben drauf und dies und das. Und schon lieg ich halt auch in einer Region, wo ich alleine fast schon Menü essen könnte, ne?
00:43:35 Speaker 3
Und deswegen glaub ich, dass wenn Menschen gut essen möchten, sie schon auch verstehen müssen, dass das ne Investition in gute Zutaten, gute Lebensmittel und Handwerkskunst ist, ne.
00:43:46 Speaker 4
Absolut, ist ja schon mal bisschen ne Prioritätenfrage, ne? Also es gibt bestimmt ganz viele, die sich das einfach wirklich nicht leisten können, was wirklich gar kein Problem ist, ne? Das ist schon ein Luxusprodukt, was wir hier.
00:43:57 Speaker 3
Wenn du als als kleiner Koch anfängst, kannst du auch nicht jeden jeden Monat irgendwo anders Sterne, Sterne essen gehen lassen.
00:44:04 Speaker 4
Aber ich hab, aber ich hab auch damals schon mir mal was zur Seite gelegt, weil es mir auch damals schon wichtig war und ich dafür so gebrannt habe, dass ich auch damals schon, na ja, keine Ahnung, war ich vielleicht auch im Jahr bestimmt, aber auch 3 oder viermal, auch im Stern, das war essen. Also auch schon vielleicht ’ne Ausbildung noch nicht, aber dann so danach als als Jungkoch. Auf jeden Fall schon auch und ich glaub, die Priorität liegt da bei jedem anders, ne? Also, und wenn bei dem einen die Priorität halt nicht bei Genuss und Essen ist, dann wird er sagen, ich geb euch jetzt hier keine 4 500€ zu zweit aus.
00:44:33 Speaker 2
Aber wo war der Moment, wenn wir nochmal zurückspringen in deine Jugend? Du hast gesagt, Familie irgendwie eben nicht so geprägt, dass Essen irgendwie so wahnsinnig wichtig war. Wo war der Moment, wo du so gegessen hast, dass du gedacht hast, A. Essen fasziniert mich und B. Ich will selber kochen.
00:44:46 Speaker 4
Also, so Restaurants fand ich schon immer cool und so mit meiner Familie, dann ist man vielleicht so einmal im Monat in so ein. Restaurant gegangen am Sonntag da gab es so n so n Steakhouse und auch so n anderes Restaurant, das hieß in Augsburg Papageno damals und die hatten schon bisschen so ne gleichgehobene bürgerliche Küche. für mich war das schon noch mal aufregender, ne, so als 12 dreizehnjähriger, ne, dann gehst du Sonntag essen und dann hast du mich schon gefragt, ja, was darf ich denn bestellen und dann hab ich da manchmal bisschen so die komischen Sachen dann von der Speisekarte ausgesucht, ne, also so ’ne geräucherte Fasanenbrust mit, keine Ahnung, mit einem Feldsalat und irgendwie ’nem Speckdressing und meine Mutter hat ’ne Suppe genommen, ne, und ich hab dann so bisschen das vermeintlich raffinierteste oder bisschen das ausgefallenste Gericht genommen, weil es mich irgendwie schon interessiert hat, ne, und dann, das fand ich schon immer faszinierend und dann.
00:45:32 Speaker 4
gab es damals in dieser Zeit auch so diese Kochsendungen, wie hieß das, ganz Koch, glaub ich, oder auch schon irgendwie so was, was ich mir dann irgendwie mal angeschaut habe. Ich komm eher da erstmal durch Zufall, da mal Sachen nachgekocht habe und irgendwie hat es mich dann so Stück für Stück so ’n bisschen begeistert und und fasziniert. Dann kam das erste Praktikum und das baut sich ja so bisschen Stück für Stück auf. Ich hab jetzt nicht schon als Zehnjähriger gesagt, ich will Koch werden, aber der Rest ist dann so durch Restaurantbesuche gekommen und dann probiert mal selber was zu Hause was aus, oder kocht was noch, gab es ja in der Zeit nicht so viel, also jetzt so.
00:46:02 Speaker 3
Vor vor 10 Jahren zum Beispiel mein Lieblingslokal in Augsburg war die alte Liebe.
00:46:05 Speaker 4
Ja, alte Liebe, ja, absolut. Eigentlich ist das auch erst so dazu gekommen.
00:46:08 Speaker 3
Die gab es, wo ich, wo ich damals aufgewachsen bin, gab es die noch seit vor 10 Jahren und waren die und dann jetzt eben im, das heißt ja nicht mehr 3 Mohren, das heißt jetzt anders, genau, Steigenberger. Ja, genau. Ja, Steigenberger war es vorher schon, aber das heißt jetzt irgendwie Maximilian, stimmt, Maximilian. Maximilians, glaube ich.
00:46:25 Speaker 4
Genau, und dann gibt es noch das, ich glaube, Satori heißt das.
00:46:27 Speaker 3
Ja, genau, auch auch mit dem Stern auch, ja, und bin ich auch schon mal gewesen.
00:46:31 Speaker 4
Viel, viel mehr gibt es dann.
00:46:32 Speaker 3
In Augsburg nicht, na gut, das ist genau das August, was ja schon seit 15 Jahren 2 Sterne hat, noch nie, völlig völlig unterschiedlich bewertet von den großen Führern.
00:46:43 Speaker 4
Ich glaub, wir hatten immer 13 oder 14 gaumeau Punkte, aber eben 2 Sterne. Und kennst du das gar nicht, was? Nee, nee, wer ist denn da, Christian Grünwald, das ist ’n Autodidakt, glaub ich, und ich bin auch schon mal essen gewesen. und ja, ist ’n ganz, ganz verrücktes, ganz, ganz verrücktes kleines, kleines Restaurant und ist eben ganz lange eben so ganz konträr bewertet worden und also ich kenn das, glaub ich, jetzt auch nur, weil ich halt aus Augsburg bin, ja klar, und den Typen auch dann immer wieder da, so auf dem Teil ist das, das ist, boah, da fragst du mich jetzt was, also die sind einmal umgezogen, die waren früher in der Innenstadt und jetzt sind die bisschen, bisschen außerhalb, ich glaub in der alten, alten Kämmereifabrik,
00:47:25 Speaker 4
Ja, OK, oder Villa Hark heißt das, glaub ich, Villa Villa Hark, wo die sind. Ich werd es recherchieren, ne, ich bin ich auch schon nicht gewesen, aber es gibt tatsächlich ein, 2 Sterne so in Augsburg. Also jetzt, dann bin ich auf diesem Auge blind gewesen, das ist ja auch so, na ja, und die und die Nähe halt zu München, ne, also das natürlich dann von Augsburg auch, da bist du dann mit dem Zug noch schneller wie von Wolfsburg nach Berlin, von Augsburg nach München, halbe Stunde und dann.
00:47:48 Speaker 2
Wir reden jetzt so viel über Augsburg, aber du bist schon richtig heimisch geworden hier im Rheinland.
00:47:52 Speaker 4
Ja, schon, also ich finde den Dialekt, das Hapert. Da müssen wir noch dran arbeiten. Aber in Köln kann man sich auch schnell wohlfühlen, finde ich. Also es fühlt sich aber schon an wie so eine zweite Heimat.
00:48:00 Speaker 3
Wohnst du denn hier im Kiez oder oder wohnst du da außerhalb.
00:48:03 Speaker 4
Ich wohne so 10 Minuten von hier, ich wohne auf der auf der anderen Rheinseite, dann auch relativ.
00:48:08 Speaker 3
Wie wir hier sagen, ja genau, richtig. Kiez, wir sagen Veedel, aber O. K. Ja, ich bin ja geborener Düsseldorfer, ich darf sagen, was ich will. Ihr dürft alles in Düsseldorf machen.
00:48:18 Speaker 4
Also ich wohne im Vedelkiez, Deutschland quasi. Also schon gut, aber.
00:48:27 Speaker 2
Kulinarisch hoffe ich immer drauf, dass irgendwann auch rechtsrheinisch noch mehr passiert, aber das hoffe ich schon seit vielen, vielen Jahren und so richtig aus dem Quark kommt man nicht.
00:48:35 Speaker 4
Ich mein, mit Rechtsrhein ist Linksrheinisch, da habe ich jetzt auch so was zugezogen, auch nicht viel mit dem Hut, ne, also auch mit Düsseldorf, Köln, also ehrlich gesagt, nicht beide schöne Städte. Ich wohne jetzt in Köln, ne, sonst hätte es auch Düsseldorf werden können, ne, da hab ich mir jetzt Vorfeld nicht, aber ich find Köln schon ’ne sehr lebenswerte Stadt. Ich find es auch jetzt, wenn immer alle sagen, Köln ist ’ne hässliche Stadt. Also ich sag immer, man kann in jeder Stadt schöne Flecken finden und hässliche Flecken finden. und vielleicht hat die eine davon ein bisschen mehr von dem einen und bisschen weniger von dem anderen.
00:49:02 Speaker 3
Aber auch durchaus in Paris die ein oder andere Ecke, wo ich sagen möchte, wohnen möchte ich da nicht zwingend. Ja, also ist ja nicht nur alles schön in Paris, ne.
00:49:11 Speaker 4
Also deswegen, ach natürlich, aber überleg mal in Paris, wie viel Millionen Einwohner hat die, 33 4000000 ja, bestimmt auch schon mehr wie 4000000 ne? Natürlich haben die auch auch Flecken, die einfach nicht so schön sind, aber, auch jetzt mal ganz im Ernst, wenn du jetzt in der Stadt wohnst, läufst jetzt auch nicht dann irgendwie, wenn du frei hast, dann irgendwie durch die Innenstadt und sagst, ach Mensch, was für ’ne schöne Altstadt. Aber alle wissen deine Orte, wo man hingeht und dann eher, wenn man irgendwo mal unterwegs ist, schaut man, ach Mensch, wie schön das ist, weißt du, was Paris hat und Köln noch nicht.
00:49:38 Speaker 3
Psychologische Betreuung für japanische Touristen. Weil es gibt ein paar japanische Touristen und auch chinesische Touristen, die ja nicht so viel Urlaub haben wie unsereins. Ja, die kommen dann auf ihrer Weltreise nach Paris und sind total disappointed, dass es nicht so aussieht wie ein Prospekt. Oh, und da gibt es wirklich psychologische Betreuung in Landessprache, also der jeweiligen Landessprache.
00:49:59 Speaker 2
Die sind ganz. weit vorne.
00:50:00 Speaker 3
Ja, definitiv und psychologische Betreuung wird auch bei uns groß geschrieben. Du hast die große Ehre, das Jahr 2026 sozusagen zu eröffnen mit, ich sage mal, Carstens buntem Fragebogen. Wir müssten eigentlich mal so ein Trailer oder so ein Jingle, das schnell, Ratterunde, das. Entweder, entweder oder Fragen.
00:50:21 Speaker 2
Nee, nee, aber so gleich so eher kurze Antworten und manchmal werden es auch längere Antworten, also stressig, ich bin gespannt. Was frühstückst du jeden Morgen.
00:50:28 Speaker 4
Gar nix, gar nix. Nee, also ich trink den ersten Kaffee hier, ich hab auch keine Kaffeemaschine zu Hause, also ich bin immer leider so ’n so ’n Nachtsesser und in der Früh, also zum ersten Mal, seh ich dann hier was auf der Arbeit.
00:50:38 Speaker 2
Also du isst nach dem, nach dem Service noch was, ne.
00:50:41 Speaker 4
Leider ja, meistens, also das ist immer so die Zeit, ne, wo man dann so einmal runterfährt und dann, ich versuch es mir eigentlich abzugewöhnen, aber aber meistens.
00:50:48 Speaker 3
Ich find es auch sehr geil.
00:50:49 Speaker 4
Ja, ich find schon, kommst du nach Hause hin, es ist so 01:00 Uhr, halb 2, Und dann irgendwie, dann jetzt so ganz entspannt, irgendwie auf die Couch setzen.
00:50:57 Speaker 2
Was isst du dann um halb 1.
00:50:59 Speaker 4
So eine schöne Stulle, also irgendwie eine Käse, Käsebrot, Käsebrot und hinterher noch ein Eis.
00:51:07 Speaker 2
Käse geht immer, Eis geht auch immer.
00:51:08 Speaker 3
Ja, was, was ich ja mag, ist so nachts gebratene Blutwurst essen.
00:51:12 Speaker 4
Ja, das mach ich dann nicht mehr, also Anfang dann noch lieber noch zu kochen, aber ich liebe es, so auf so ein Brot. Ja, herrlich, mit ein bisschen Senf und Zwiebeln noch ein bisschen. hört sich auch gut an, aber nee, das dann nicht mehr, aber und deswegen in der Früh meistens nix. Ich trink dann hier ’n Kaffee, damit ich auch, ja, aber eigentlich früh schon gar nicht.
00:51:29 Speaker 3
Also ich, ich wollt mich nicht einmischen, Entschuldigung. Ne, um Gottes willen.
00:51:32 Speaker 2
Ich misch mich hier immer ein, dann ist das das beste Kochbuch für dich oder dein Lieblingskochbuch, vielleicht gibt es jetzt, wo du immer wieder reinguckst.
00:51:41 Speaker 4
Also ich bin natürlich jemand, ich kauf mir erst mal jedes Kochbuch, was irgendwie rauskommt und dann teilweise liegen doch erst mal dann ungeöffnet paar Monate rum. Ich will zu mir erst mal. erstmal wirklich, wirklich haben, einfach mal besitzen. So ’n bisschen Nerd bist du schon, ne? Ja, was heißt Nerd, aber irgendwie, also ich, ich will es erstmal haben, aber ach, es gibt ganz viele Kochbücher, die ich gerne mag. Ich find das, ich find ein Kochbuch von Gordon Ramsey über Santa Channel ganz cool. Das heißt ‘A Story of Excellence’, ist auf Englisch nur. Ich find das Kochbuch von Jan Hartwich ganz cool.
00:52:14 Speaker 4
Ich find das alte Eleven Madison Kochbuch sehr cool. Ja, das sind vielleicht mal 3, die ich so nach vorne stellen würde. Dein Lieblingskochbuch, der Karsten hat gar keine, hast du Kochbücher zu Hause.
00:52:30 Speaker 2
Ja, klar, es tatsächlich mag ich dieses alte Boquiz-Kochbuch ohne Fotos. Das ist so ein, kannst ja mal ein Kochbuch schreiben, wo ich immer wieder, ich hab tatsächlich 1 geschrieben, so einmal, ich hab ja eine Krimiserie, die eine A. spielt und es gibt tatsächlich einen Krimi, das ist Krimi und zwischendurch Rezepte. Ach so, O.
00:52:45 Speaker 3
K., es muss nicht immer, ich geh nur rumspazieren und so weiter, nee, das war von, schon anders, ne? Es muss nicht immer Kaviar sein, das war tatsächlich noch ein anderer Ausdruck, das war der, der 8 Zentimeter große Simmel, ne? Oder wie war das, nee, ich bring das wieder durcheinander, ne.
00:53:00 Speaker 2
Ich mach einfach weiter, dein Signature Tisch.
00:53:03 Speaker 4
Auch das ist immer schwierig, ne? Also es gibt immer schon Gerichte, die die bisschen länger auf der Karte bleiben, wo ich dann wirklich sage, O. K., das spiegelt so meine Philosophie am am besten wider, dass jetzt gerade, würd ich sagen, eine eine Makrele, und die aber nicht, wie das eigentlich jetzt meistens so der Fall ist, in einem kalten Gewand eingefasst, sondern als warmes Gericht. Also, die wird so lauwarm und im Salamander bisschen angegart und dazu gibt es eine weiße Zwiebelbutter, Wadowanöl, einen Apfel-Sellerie-Salat mit bisschen Schärfe durch Yusu Koshu, dann kommt noch so ’ne Zwiebelmarmelade mit dazu, ein bisschen Liebstöckelöl.
00:53:42 Speaker 4
und oben noch ein bisschen knusprigen Brickteig. Und es gibt immer, find ich, so ein bisschen neue Facetten und diese Mischung aus Varduan, dem Apfelsalat mit so leichten Schärfe, dieser buttrige Zwiebel, Zwiebelschaum und dann wieder diese Röstzwiebel.
00:53:56 Speaker 3
Es gibt ja so ein ganz schönes Varduan, Apfel und.
00:54:04 Speaker 4
Ich sag mal, wenn ich das mit Öl, Öl, Öl kombiniere, das hat noch mal so ’ne so ’ne, so ’ne Breitheit, du musst, warte mal, dann irgendwas bisschen, was irgend ’nen Träger für das, war aber nicht ein sehr grobes Gewürz und deswegen automatisieren wir das Öl damit und die Idee war immer so ’n bisschen, nee, Makrele, eben jetzt nicht so ’n bisschen asiatisch mariniert und irgendwie als kalte Vorspeise mit einer Straße aus 5 Gurkenvariationen, sondern eben Makrele bisschen anders, weil ich den Fisch eigentlich cool finde, aber er wird teils schon sehr inflationär benutzt. da denk ich mir aber auch, warum soll ich es dann nicht benutzen, nur weil es jetzt irgendwie viele benutzen, sag ich jetzt nicht, O.
00:54:35 Speaker 4
K., dann will ich es jetzt nicht nehmen, weil ich den Fisch eigentlich gut finde. Ja, aber ich, die Frage ist dann, wie macht man es dann.
00:54:40 Speaker 2
Wenn du eine Zutat wärst, was wärst du? Pimenta Espellet, dein Lieblingsrestaurant.
00:54:47 Speaker 4
Ah, da gibt es ganz viele.
00:54:50 Speaker 2
Also, Sach 1 auf der ganzen Welt, völlig egal wo, kannst du 1 in Deutschland nennen, 1 in der Welt, wir nehmen alles.
00:55:00 Speaker 4
Ich finde Snowball und Schmutzigen in Berlin schon sehr cool, wenn ich mir jetzt sofort 1 aussuchen dürfte, wo ich mich jetzt morgen Abend hinsetze, ich würd das nehmen.
00:55:06 Speaker 2
Hätt ich 0 mit gerechnet, dass du das nennst.
00:55:08 Speaker 4
Ja, warst schon mal dort.
00:55:09 Speaker 2
Ja, nee, ich bin noch nie da gewesen, tatsächlich.
00:55:12 Speaker 4
Zweimal war schon ne. Also mich persönlich, mich, mich, das hilft schon meinen, also Personen, ne, also wenn du jetzt im Bereich Heilen gehst, ne, dann, dann find ich in Deutschland so Nora und und Yam, Yam ganz, ganz stark, weil das so meinen persönlichen Geschmack und so ’n bisschen diese emotionale Note auch sehr trifft bei mir, aus der ganz einfachen, ne? Es gibt hier so ’n so ’ne China Restaurant, wo es so Maultaschensuppe gibt hier in Köln, jetzt ja auch mal das Gleiche, ne? Aber da, da geh ich, da geh ich auch super gerne hin.
00:55:42 Speaker 4
Also es gibt, kommt nur drauf an, deswegen so ein Lieblingssaison, das ist, das ist ganz schwierig. Born in Paris find ich auch mega geil, das bist du, was wir vorhin gesagt haben. Alleinig ist ja, das ist auch fies, ne? Also gibt, gibt einiges raus, wo ich sehr gerne sofort hin würde.
00:55:55 Speaker 2
Das sind fiese Fragen, das wissen wir ja, aber da müssen wir dich jetzt durch knüppeln.
00:55:59 Speaker 4
Ich frag gleich was zurück.
00:56:00 Speaker 2
Oh ja, was kochst du zu Hause am häufigsten.
00:56:04 Speaker 4
Käsebrot, ja, also wirklich Käsebrot, also daheim kochen. Ich hab mir neulich mal so, so Kürbis Ravioli gekauft, so fertige, aber so ’n bisschen verfeinert und hab noch ’n bisschen mit Gorgonzola geschmolzen, paar Kirschtomaten, bisschen Rucola. aber das ist dann, was wir vielleicht mal machen, ne, irgendwas, was man dann so in 1015 Minuten machen kann, aber also wirklich mit mit selber dann kochen, hat das nicht so viel zu tun.
00:56:26 Speaker 2
Also, dein größter Küchen-Fail.
00:56:30 Speaker 4
Also, ist mir in der Küche ’ne Panne passiert oder Käsebrot, Entschuldigung, nein, das war ’n Scherz, ich nehm es zurück. Also, Fail, du hast ja wirklich ’ne ’ne riesen Panne, das ist jetzt schon ’ne Weile her, ich hab in der Ausführung mal so ’n Rehrücken fallen lassen. der im Ganzen gebraten wurde, war das auf einem Blech angerichtet, sollte präsentiert werden mit mit so kleinen Cruhtors, das war schon ausgenäht und alles und dann hab ich den aus dem Ofen geholt. Der Tuscher war, ich hab ’n bisschen nass oder ein kleines Loch gehabt und in dem Moment hab ich es auch nicht geschafft, den noch irgendwo hinzutragen und dann ist der runtergefallen.
00:57:02 Speaker 4
Da war der gute Martin Forster nicht mehr so gut drauf, aber er ist nicht nachtragend, oder? Also das weiß er bestimmt auch nicht mehr, ne? Also. das, das weiß er nicht mehr, aber damals hatte ich dann schon ’ne schon ’ne schwierige Woche vor mir, das weiß ich noch, das, also ich hab es noch vorher, ich hab es nicht vergessen, dein wichtigster Lehrmeister, auch das ist ’ne schwierige Frage, ich würd sagen, dass ich von allen 3 Lehrmeistern, wenn man das so sagen darf, also sowohl von Sven Elberfeld, Martin Faust da und dann auch Jan Philipp Bern und Jan, das ging, wenn man die mal ’n bisschen zusammenfügt, jeder auf seine Art viel mitnehmen konnte, ne, ich glaub bei Martin Faust war so bisschen die,
00:57:38 Speaker 4
die Grundfeste, ne, so die Basis und ich merk auch jetzt, also damals dieses Grundhandwerk, irgendwie, wie putzt man ’n Kalbskopf, wie wird was geschmort, Artischocken, also das hab ich damals alles schon gelernt, wenn jetzt irgendwie junge Köche herkommen, wissen das ganz viele immer nicht und und ich leben die oft hier noch mal so ihre zweite Ausbildung, also kommt drauf an, auf welchen Wissensstand die sind, aber wenn jetzt relativ frisch aus der Lehre kommen, dann merkt man schon, dass da irgendwie noch bei vielen Dingen Nachholbedarf ist. Dann stillen wir wieder ganz anders, ne? Dann bisschen die maritime Küche und dann auch, ich klar, im Akku war ich am längsten.
00:58:09 Speaker 4
Das war dann vielleicht schon am Ende dann das Prägendste, auch grad von der von der menschlichen Art, wie das von Elfe das Team geführt hat. Aber ich sag mal, die Mischung aus allen dreien hat dann vielleicht das ergeben, so wie es jetzt ist, vielleicht 1 rauszustellen, wär schwierig.
00:58:20 Speaker 2
Das beste Essen deines Lebens.
00:58:24 Speaker 4
Ach das ist ganz schwierig, ne? Und das, es kann ja auch was Einfaches sein, ne? Also ich, ich denk immer, wenn man so so Glücksmomente hat. Also ich find, ich merk bei mir selber, ne, wenn du irgendwas isst und anfängst so bisschen, zu grinsen, dann merkst du immer, O. K., das ist jetzt gerade genau richtig und das kann auch unerwartet sein, das kann auch einfach ’n super geiles Fischbrötchen sein, das kann aber auch der Hauptgang eben Sonora sein, deswegen auch das irgendwie das Essen meines Lebens, das waren einige oder das Gericht meines Lebens, ne, also das so Glücksmomente, die man beim Essen hat, das das kommt schon öfter mal vor und wie gesagt, das kann von ganz einfach bis bis High End.
00:59:00 Speaker 4
auf unterschiedliche Arten sein, auch das, wenn du, ich weiß nicht, aber ich zieh mich immer bisschen Zeit, ja, da frag ich ja gleich nach, ja, ja, dann muss er, das kann ich einfacher beantworten, O. K., deine Henkersmahlzeit, dann würd ich immer ’n Wiener Schnitzel nehmen, Preiselbeeren dazu, am liebsten kalt gedührt, Zitronenschnitz, lauwarmer Kartoffelgurken, Salat, Garnitur, ja, kannst du mir dazulegen, aber brauch ich jetzt nicht unbedingt, aber Preiselbeeren sind schon wichtig für mich und ein richtig geiles Wiener Schnitzel, schöner lauwarmer, Frischer Kartoffelsalat, das ist was, das würd ich, könnt ich auch jeden Tag essen.
00:59:29 Speaker 2
Wo möchtest du unbedingt mal essen? Gibt es ein Restaurant auf der Welt, wenn du dich jetzt hinschnippen könntest.
00:59:38 Speaker 4
Das ist auch ’ne gute Frage. Also ich versuch schon, die meisten Ziele auch zu realisieren, die ich so habe. Jetzt war ich vor kurzem im Jordner, was auf jeden Fall auf der Liste stand. Ich würd auf jeden Fall gerne mal, oh, das ist ’ne gute Idee, nach Paris hier zu. Jetzt komme ich auf den Namen gerade nicht, nicht Bono Beurjou, sondern. diese Soßensoße Elixiere da hat, hat 3 Sterne, das, das würd ich, das würd ich hier, würd ich gern mal machen, war ich noch nicht und das, glaub ich, ist ziemlich großartig, ich würd auch gern mal nach bisschen weiter weg, so Richtung, Richtung Japan, da mal irgendwie, ja, da mal essen gehen, aber hab jetzt kein spezielles Restaurant im im Blick, aber was magst du gar nicht an an Essen jetzt,
01:00:26 Speaker 4
Lakritz mag ich überhaupt nicht. In dieser Lakritzgeschmack, das ist eigentlich eins der wenigen Dinge, die ich wirklich überhaupt nicht mag.
01:00:33 Speaker 2
Welche Zutat ruiniert jedes Gericht.
01:00:35 Speaker 4
Lakritz. Zu viel Salz. Wenn irgendwas versalzen ist, ne, dann ist doch einfach wirklich, ne, genau diesen Punkt, den muss man einfach treffen. Zu viel Salz, dann ist vorbei.
01:00:45 Speaker 2
Was ist ein unbegründeter Küchenhype.
01:00:48 Speaker 4
Unbegründet. was sind denn gerade Küchenhypes, also ich weiß immer gar nicht, was, was ist denn jetzt gerade Hype, also ich find, ich find jetzt irgendwelche exotischen Früchte wie Mangostan oder irgendwie Jackfrucht, ich weiß gar nicht, ob es ’n Hype um die gibt, ich glaub, gibt es auch keinen, aber gab es vielleicht mal einen, aber das find ich jetzt zum Beispiel, also irgendwelche exotischen Früchte brauch ich jetzt nicht unbedingt, ob es da jetzt ’n Hype um gab, weiß ich nicht, aber.
01:01:17 Speaker 2
Was ist das erste Gericht, das du je gekocht hast, oder welches war dein erstes eigenes Rezept.
01:01:21 Speaker 4
Das weiß ich noch. Das waren zu Hause, das waren so gefüllte Pfannkuchen mit so ’ner Hackfleisch Hackfleischmasse und so Kräutern. Die hab ich so eingefüllt und dann mit so ’ner Béchamelsauce und Käse überbacken, also crispellmäßig. Ja, genau, das hab ich zu Hause so mit 1213 glaub ich, zum ersten Mal so gekocht. Waren meine Eltern auch abends weg und dann hab ich da abends alleine gekocht und dann denen auch noch was übrig gelassen im Ofen für den nächsten Tag, haben sich gefreut, war glaub ich ganz lecker.
01:01:44 Speaker 2
Welcher Typ bist du als Chef.
01:01:47 Speaker 4
Ich würd sagen, ich bin sehr freundlich, ich weiß trotzdem genau, was ich will, aber versuchen wir, jeden mitzunehmen und quasi selber Gedanken zu vermitteln, kollegial, fair.
01:02:05 Speaker 2
Die beste Musik zum Kochen.
01:02:07 Speaker 4
Also, ich bin immer ’n Freund davon, eigentlich gar nichts zu hören. Also, die hören in der Küche schon tagsüber Mise and Place schon Musik, ist auch in Ordnung. wenn ich dann öfter in der Küche oben mal mitarbeite, dann wird es auch gern mal ausgemacht. Also mich persönlich stört das immer eher, weil den ganzen Tag auch schon so, manchmal schon so viel am Reden mit Gästen, mit, mit Mitarbeitern und ich finde manchmal auch einfach Stille, Stille schön, weil abends im Gastraum ist natürlich dann auch schon, auch schon Musik, die läuft, dann Gäste sind laut, alle sind laut und dann manchmal ist auch einfach Stille ganz schön, versteh ich.
01:02:41 Speaker 3
Ja, wir brauchen ein Lied, oder? Ja, wir, wir haben ja eine Playlist. Ja, und du hast die Ehre, dieses erste Lied im Jahr 2026 da drauf zu packen. Der Carsten hat sich auch schon was überlegt.
01:02:53 Speaker 2
Ja, ich hab gedacht, da der Leon Lang in Wolfsburg war, gibt es dieses wunderbare Lied ‘Running with the Wolfs’. Ich kann dir grad die Band nicht nennen, aber das dachte ich, das passt doch irgendwie schön. Es ist doch einfach ein fantastisches Lied.
01:03:06 Speaker 4
Also, ich kenn das Lied nicht, aber werd ich mir gleich mal anhören. Running with the Wolf.
01:03:11 Speaker 2
Running with the Wolf, Running with the Wolf, Tonight, das geht richtig nach vorne, sehr schön.
01:03:16 Speaker 4
Ja, ich kenn das auch nicht, gut, mich darfst du nicht angucken.
01:03:21 Speaker 3
Gut, wenn du meinst, ich mein das, ich mein das ganz sehr.
01:03:25 Speaker 4
Was sagst du denn, welches Lied? Ja. Ich würd grad mal, ich würd mal bei, bei mir, es gibt bei Spotify dieses Rappt immer, was die so ein Jahreszusammen Zusammenschluss macht, da kann man eigentlich immer ganz gut.
01:03:36 Speaker 3
Und das Alter, das man dann kriegt, ja, weißt du, welches Alter ich hab, 120 nee, 2828 weißt du, welches Alter meine Tochter hat? Älter oder 73 finde ich sehr lustig, sehr schön, sehr schön.
01:03:49 Speaker 2
Ja, aber dann sag doch schon mal dein Lied, Buddy, solange.
01:03:52 Speaker 3
Mein Lied ist Schwerelosigkeit von einer Band, die heißt Autotext. O. K. und das ist deswegen cool, weil die sind nämlich in Essen unterwegs, die machen Prok, Folk, Rock, ja, sind so alles in meinem Alter, ja, also ich sag mal, 28 innerhalb innerhalb des MHD noch, aber auch schon so, ne, nicht mehr so die, die, die sich vorne auf die Bühne stellen, sondern ganz gemütlich. Gibt auch immer nach einer Stunde eine Pause, ja, und wirklich eine tolle Band, handwerklich.
01:04:24 Speaker 3
krass gut und Schwerelosigkeit ist so ’n schönes Lied, das ist wirklich so wie aus den 70er Achtzigern, aber so auf modernen. Ja, echt toll, von denen wird man noch ’n bisschen was hören, Auto, Textress, Essen.
01:04:35 Speaker 4
Ja, dann nehm ich einen Klassiker dazu von der Rod Stewart, ‘I don’t want to talk about it’.
01:04:40 Speaker 2
Ah, der war letztes Jahr noch in Köln, in der genau.
01:04:44 Speaker 4
Ist ja ein bisschen ruhigeres Lied, aber find ich, find ich sehr cool so ’n bisschen zum Runterkommen. ich auch viel eher alte Sachen. Also aktuelles hör ich gar nicht so viel, deswegen wahrscheinlich auch musikalisches Alter 59, viel aus den Achtzigern oder so.
01:04:58 Speaker 3
Ja, also ich muss bei mir sagen.
01:05:02 Speaker 4
Ich, ich hör nicht alles, ne, was jetzt wiederum manche Leute, ich hör auch Klassik und geh dann wieder auf ’n Punkkonzert, natürlich, also, also ich find, ich find Musik ist wie, wie Kochen, wie Essen, also warm muss ich mich auf irgendwas festlegen, ne, also genau, die Musik ist so vielfältig, genau wie, wie Restaurants, Genuss, da kann man ja alles Mögliche irgendwie auch mixen, kombinieren, sich anhören, also das ist ja das Schöne.
01:05:25 Speaker 3
Jetzt hast du ja gerade gesagt, hey, du bist so ein freundlicher Chef, nimmst du Praktikanten, haben wir auch, ja, ja, was, was, wie sieht denn ein Tag eines Praktikanten aus, Tag 1 der kommt auspeitschen, nein, der, der kommt an, wie immer, 2 Stunden Gefrierhaus, dann ist er auch willig, der, der kommt an, dann zeige ich ihm erst mal alles, dann stelle ich mir einmal die Kollegen vor, mehr Männer oder mehr Frauen, Praktikanten oder generell Praktikanten.
01:05:51 Speaker 4
Ganz gemischt tatsächlich. Wir waren auch in der Küche, auch immer ein gemischtes Team, also meistens so fifty-fifty, aber auch nie bewusst, ne? Also das entwickelt sich ja so, wie es kommt, ne? Also ist mir auch wirklich völlig egal. Also hauptsache, ich komm mit der Person klar, die Person kann, kann kochen und dann ist alles andere mir auch wirklich, wirklich egal. Praktikanten, ne? Dann ich führ den mal ein bisschen rum, dann zeig ich mir einmal die Posten und dann verabschiede ich mich eigentlich wieder von einem Praktikanten und teile ihm quasi einen Mitarbeiter zu. an den er sich dann dranhängt und er fängt halt an, so einfache Aufgaben zu machen.
01:06:22 Speaker 4
Dann irgendwas auf der Karte ist dann Klassiker wie irgendwas zusammenrollen, irgendwas schneiden, ne? Also erstmal einfache Tätigkeiten und abends so, dann guckt er mal ’n bisschen mit und dann kann man ja auch schon mal sagen, bei dem Gericht hier, immer wenn das kommt, kannst du das hier drauf legen und dann kommt ’n bisschen auf den Praktikanten an, ne? Ob der dann ’ne gute Auffassungsgabe hat, sich in der Küche ’n bisschen bewegen kann oder auch nicht, ob er dann noch mehr Sachen machen darf oder halt eben auch nicht.
01:06:47 Speaker 3
Ich find das Küchenballett find ich ja wichtig, ne.
01:06:49 Speaker 4
Absolut, das merkst du auch direkt am ersten Tag, auch wenn wir Probearbeiter haben, du merkst direkt, wie sich einer bewegt, was der für ’ne Körpersprache hat, da kann ich dir nach einem nach einem halben Tag eigentlich eigentlich schon sagen, ob das passt oder nicht und dann können wir manchmal auch direkt die Sachen eigentlich auch abbrechen, macht man natürlich auch nicht aus aus Fairnessgründen und sieht schon so ’n Tag durch, aber wie sich einer in der Küche bewegt, Körpersprache, da merkst du relativ schnell, ob der mit dir.
01:07:12 Speaker 3
Mitgekriegt, der ging nicht in meine Richtung, zum Glück, das, das, da sagte dann einer, einer aus der Brigade, sagte dann du, also nicht zu mir, sondern zu dem armen Tropf, der da stand und auch sehr, sehr betröppelt guckte, du bist kein Fels in der Brandung, du stehst einfach nur im Weg.
01:07:30 Speaker 4
Ja, also ich glaub, dieser berühmte Küchentanz, ein bisschen, geschmeidig unterwegs sein, ist, ist schon wichtig.
01:07:36 Speaker 3
Das hat mich damals im Stoy so fasziniert und also wo wirklich dann, wenn man an einem Küchenblock rumläuft und einem 50 Teller in der Buenos Aires schickt und jeder weiß, was er zu tun hat und da wird ein Teller dann auch mit 12 Elementen wird ausdekoriert noch und gemacht und getan und die werden im gleichen Moment auch weggeschickt und das ist so toll, ja. Und gut, bei dir ist ein bisschen kleiner, ja. im Steuer in der Küche kann man wirklich um den Block rumlaufen, aber hier ist es jetzt, glaub ich, glaub ich, nicht die Möglichkeit dazu, das so zu machen, ne? Na ja, ich glaub schon über um den Block rum, also man muss schon ein bisschen, ja, und und an Anleger an Teller.
01:08:12 Speaker 4
sicher. Und die Küche ist ja auch zweigeteilt, ne? Wir haben noch eine Küche im Keller, da ist quasi kalte Küche, Garbage, Padserie, so noch Lagerbüro, Weinkeller.
01:08:19 Speaker 2
Früher der Fußballkicker war, der legendäre Fußballkicker, den.
01:08:23 Speaker 4
Muss man leider aussortieren aus Platzgründen. Aber schon früher stand jemand Kicker, manchmal bereue ich es auch, wäre schon mal ganz witzig. Wann soll man das noch alles machen, ne.
01:08:30 Speaker 3
Ja, wird Zeit, dass wir auch Mario Kurtaska mal wieder treffen. Der war ja ganz ganz am Anfang mal dabei, der ist ja jetzt in Berlin, glaube ich, unterwegs mit dem Ralf Zacherl, ne.
01:08:39 Speaker 4
Ich habe da erst vor zwei Wochen zufällig. Bin ich hier nach Hause gelaufen und dann, dann saß er da und hey, und ja, ganz, ganz netter, ganz netter Kollege.
01:08:49 Speaker 3
Ja, ich mag ihn, deshalb er relaxed. Ja, ja, total und ich würde mal vorschlagen, wir machen jetzt für heute mal Feierabend. Ja, das hört sich gut an, den Abendservice noch und ja, da gibt es noch was und wir haben das ganze Jahr noch vor uns, deswegen bleibt uns gewogen. Das wird ein tolles Jahr, glaube ich, ist ja super. Ja, ich hab ein ganz gutes Gefühl. Ja, und, alles das, was letztes Jahr nicht so schön war, das war dieses Jahr besser. definitiv lecker und lecker, definitiv und ja, wir haben waren wirklich in bester Gesellschaft hier heute. Dank dir, Leon.
01:09:20 Speaker 3
Ja, danke euch und ihr da draußen, ich hoffe, wir hören und sehen uns vielleicht bald wieder. Wir haben noch ein paar Ideen, was dieses Jahr passiert und jetzt schauen wir doch einfach mal, was geht und ja, ne, in diesem Sinne, bis bald bei den so Food Passionistas.
01:09:35 Speaker 2
Lasst es euch gut gehen.
01:09:36 Speaker 3
Ciao, ciao, ciao. Danke fürs Zuhören bei den Soul Food Passionistas. Ihr könnt uns erreichen unter info@soulfoodpassionistas.de. Also wenn ihr uns supporten wollt, unterstützen wollt oder einfach nur ein paar Tipps loswerden möchtet, immer her damit. Und auch Kritik ist natürlich gern genommen.
01:09:55 Speaker 1
Nur so können wir wachsen. Und in diesem Sinne bleibt uns gewogen. Wir hören uns an dieser Stelle und, Und führt uns weiter. Ciao, ciao.