Soulfood Passionistas
Soul Food Passionistas – so nennen sich die Gastro Survival Passionistas heute, in der Neubesetzung. Carsten und Buddy treffen Menschen - Helden am Herd, Trendsetter, Küchengötter, Foodies, Weinmacher, Hotelmaniacs oder Genußmenschen – und machen das was sie am besten können: quatschen, talken, essen + trinken. Ursprünglich haben Ralf Bos (ja, der Trüffelgott und Food-Legende) und Buddy den Podcast gegründet - nun hat sich das Podcastteam, neu gefunden. Die Soul Food Passionistas holen nicht nur mega-prominente Gäste ans Mikrofon, sondern auch Menschen die tolle Ideen oder neue Perspektiven in die Gastronomie und Kulinarik bringen. Carsten Henn, Bestseller-Autor, Juror, Food- und Weinexperte und Buddy Zipper, hochmotivierter Gast der gehobenen Gastronomie sowie Hobbykoch, Moderator und leidenschaftlicher Podcaster sehen ihren lockeren Talk als „Hub für gute Zeiten“ – d.h. gute Laune ist nicht nur Teil des Programms – sondern steht bei diesem „Schaumwein-Podcast“ (… so hat es auch schon immer Ralf betont) und „Good-Food-Talk“ (…Buddys Perspektive) im Mittelpunkt. Neben dem „Who-is-Who“ der Gastroszene (u.a. Tim Mälzer, Nelson Müller, Cornelia Poletto, Lucki Maurer, Alexander Herrmann, Björn Freitag, Kevin Fehling, Christoph Rüffer, Mario Kotaska, Johann Lafer, Mike Süsser und viele bekannte Küchengötter waren schon da) – kommen auch gerne „kulinarisch-vorbelastete“ Akteure wie Günther Jauch, Horst Lichter oder Bernd Stelter zu den beiden Passionistas. ...und wer einmal reingehört hat, weiß warum dieser Podcast so beliebt ist: Offen, ehrlich und "direkt auf die Schnauze". Buddy und Carsten - beide immer leicht chaotisch vorbereitet - gönnen sich im Podcast stets ein Gläschen feinsten Inhalts und nehmen sich etwas von dem wir heutzutage nur noch wenig haben: Zeit für Euch, die Gäste und die Themen. Feedback, Anregungen und Kritik sind erwünscht: info@soulfoodpassionistas.de - Mehr Infos über https://www.soulfoodpassionistas.de
Soulfood Passionistas
Stefan Quante: Der Mann der den Köchen auf die Finger schaut ;-)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Folge 197 - Wenn einer seit über 30 Jahren den besten Köchen der Welt beim Kochen zuschaut – und trotzdem nicht zunimmt – dann muss er entweder einen Deal mit dem Teufel haben oder ein verdammt guter Reporter sein. Stefan Quante ist Letzteres. Wahrscheinlich. Er hat Ferran Adrià in den Kochtopf geschaut, als el Bulli noch das heißeste Restaurant der Welt war. Er hat Eckart Witzigmann als „Jahrhundert-Koch" porträtiert – und der Mann hat nicht widersprochen. Er hat Jean-Claude Bourgueil 2001 in der Wüste von Dubai besucht und ihn 23 Jahre später in Düsseldorf-Kaiserswerth wieder getroffen – immer noch am Herd, immer noch mit Stern. 124 Michelin-Sterne hat Bourgueil in seiner Karriere gesammelt. Stefan Quante hat sie alle gezählt.
In dieser Folge empfängt Buddy einen Gast, vor dem er ausnahmsweise ein ganz kleines bisschen nervös ist. Denn Stefan Quante ist nicht irgendein Journalist – er ist der kulinarische Reporter des WDR, Träger des Rumohr-Rings (die höchste Auszeichnung der deutschen Gastronomie-Akademie, nur 21 Mal vergeben seit 1963), und ein Mann, der Gorbatschow und den Dalai Lama interviewt hat, bevor er sich entschied, dass Köche die spannenderen Gesprächspartner sind.
Carsten ist diesmal verhindert – dafür treffen sich Buddy und Stefan zu zweit in Buddys Studio in Essen. Quasi unter Nachbarn – der eine aus Heiligenhaus, der andere aus Heidhausen. Ruhrgebiet meets Haute Cuisine. Oder wie Quante es vermutlich formulieren würde: eine Reportage aus dem wahren Leben.
Es geht um Sterne und Seele, um Baiersbronn und das Burj Al Arab, um die Frage, warum ein Germanist aus Bochum plötzlich in den teuersten Küchen der Welt steht – und warum die beste Geschichte manchmal nicht auf dem Teller liegt, sondern daneben.
#SOULFOOD # SOULFOODPASSIONISTAS # CARSTENHENN #GASTROSURIVIAL #BUDDYZIPPER #GASTROPODCAST #KULINARIK #STERNEKUECHE #KOCHGOTT #gastrosurivial #sterneküche #foodporn #foodlover #instafood #gastronomie #podcast @buddyzipper @carstenhenn @soulfoodpassionistas
00:00:04 Buddy
Ihr braucht Soul Food, ihr bekommt Soul Food.
00:00:09 Buddy
Wir sind die Soul Food Passionistas.
00:00:15 Buddy
Für euch, ihr Helden am Herd, mit Carsten Henn und Bonny Zipper.
00:00:22 Buddy
Hallöchen, ich hoffe, euch geht es gut. Der Carsten ist heute gar nicht da. Ich hab mir stattdessen jemanden hier ins Studio geholt, nach Essen, eigentlich einen Nachbarn sozusagen aus dem Heiligen Heiligenhaus herübergekommen, Stefan konnte und ich muss wirklich sagen, ich bin auch ein bisschen aufgeregt, auch wenn wir schon mal unterwegs waren. Ja, weil du bist ja derjenige, der für mich immer die Fragen gestellt hat, wenn es ums Kochen geht, weil eigentlich hast du sie ja alle schon vor der Flinte gehabt, ne?
00:00:46 Stefan Quante
Alle nicht, aber viele, ja, ja, und über längeren Zeitraum vor allen Dingen.
00:00:50 Buddy
Ja, und vor allen Dingen, viele werden dann eigentlich nur deine Stimme kennen, weil du eigentlich nie einer von denen warst, die sich nach vorne gedrängelt haben.
00:00:57 Stefan Quante
Nee, Das nicht, weil es die Arbeit eher erschwert als erleichtert hätte. Deshalb, Hab ich es dann nicht drauf angelegt, war aber vielleicht karrieretechnisch ein Fehler, ne, denn man wird bekannt, wenn man sein Gesicht zeigt, wenn man das nicht tut, ist das halt der Preis, dass man so unbekannt ist wie ich, hat aber auch Vorteile.
00:01:14 Buddy
Ich find, es hat sogar eine Menge Vorteile, also ich, ich bin ja ein Freund des Radios zum Beispiel oder auch des Podcasts, warum, weil man sich schon sehr auf die Stimme auch konzentrieren kann und, In deinen Reportagen, die ja nie so waren, ich fahr mal hin und film mal, wie die ein Ei kochen, sondern das war schon immer auch über längere Zeit. Das war, hast du gerade schon gesagt, das ist auch ein ein Weg, den du begleitet hast, zum Teil. Und da hast du ja die, ja eigentlich die letzten 30 Jahre begleitet, oder? Ja, bisschen länger, ja, doch,
00:01:41 Stefan Quante
Der erste lange Film war über Dieter Müller, als er in Lehrbach angefangen hatte, hatte sich ein bisschen verzögert wegen des Schwamms im Bau, aber das war eine halbe Stunde bei hier und heute unterwegs, 1902, 9293 aber vorher hab ich kürzere Filme gemacht mit kulinarischem Inhalt und im Hörfunk gearbeitet auch und seither immer wieder auch Print. Also im Print hab ich angefangen,
00:02:03 Buddy
Wie der Tagesspiegel, hast du viel gemacht, ne?
00:02:05 Stefan Quante
Richtig, Tagesspiegel und ganz früher volontiert hab ich beim bei der Westfalenpost, da hatte ich so eine kleine Restaurantreihe auch einige Folgen gemacht, dann ging es im Hörfunk weiter und im Fernsehen und ja,
00:02:16 Buddy
Du hast doch die perfekte Hörfunkstimme. Danke, Ja, find ich absolut. Also ich, ich gucke auch manchmal Filme, so auch Wiederholungen, ich hab da auch Sachen von dir in der Mediathek und dann schlaf ich dabei ein, weil ich einfach nur, weil ich deine, ja, weil ich deine Stimme hör, ich kenn den Film ja schon und ich fühl mich so zu Hause. Ja, das ist ein Kompliment, auch ja, ein absolutes Kompliment, weil es ist ja schon so was, dass du einen begleitest und du kennst ja auch Bernd und und Martina und, Und du, du, ne, du, ne, genau, auch letztens, ja, genau und und auch letztens hier im Podcast, ich kann mir noch keine Namen merken, weißt du, deswegen hab ich lass ich E-Weg,
00:02:53 Stefan Quante
Lass ich E-Weg und so weiter, ne, aber ich hab gelernt, intelligente Menschen, denen ist das, bei denen ist das so, aber bei denen ist ja auch so, mit denen warst du ja auch schon unterwegs, die hast du auch begleitet. Ja, ich hab mal eine Dreiviertelstunde über die beiden gemacht, über ein Kochkurs bei ihnen zu Hause, Das war, das hat mir so gut als Kochkurs gefallen, weil das richtig hands-on ist und weil man eine Menge dabei lernt, dass ich Freunde überredet hatte, 20 Jahre später, dass wir da mal zusammen hingehen. Aber in der Zwischenzeit hatte sich ein bisschen was verändert, denn die anderen Teilnehmer dieses Kochkurses waren alles Hardcore Fans.
00:03:26 Stefan Quante
O. K., ja, ich kam jetzt mit Freunden dahin, die in der Vorstellungsrunde, Dann erst mal sagten: "Ja, wir kennen euch gar nicht. Wir wissen gar nicht, was ihr so macht." Der Stefan hat gesagt: "Bei euch kann man eine Menge lernen." Das haben die anderen Teilnehmer für einen Scherz gehalten, war aber keiner, haben sie dann gemerkt.
00:03:43 Buddy
Oha, also ich könnt mir vorstellen, je nach Tageslaune kann das auch ungut angekommen sein. Auch Martina und Moritz sind damit locker umgegangen,
00:03:50 Stefan Quante
Aber die anderen, für die war das wirklich Majestätsbeleidigung. Da waren Hardcore Fans, die haben, die haben eine silberne Ehrnadel bekommen an dem Tage einer, weiß ich nicht, 25 besuchte Kochkurse oder so. Ah ja,
00:04:00 Buddy
Ja, ja, ich hab extra heute was ganz Tolles aufgemacht für uns hier und zwar von der Verena Schöttle, Chateau Varge und zwar den Chardonnay Claude Schulz, ne. Cheers, Ne, ein einer für mich der einer der besten, ja eigentlich fast der beste Chardonnay in Deutschland. Mhm, alles sensationell.
00:04:19 Stefan Quante
Schnell trinken, sonst ist ja nicht mehr kalt genug.
00:04:21 Buddy
Ja, du bist ja mit dem Fahrrad unterwegs, deswegen hab ich die Hoffnung, dass wir den nicht austrinken. Ach so, ja dann, ansonsten muss ich gleich noch ein Kühler besorgen, ne. Aber ich hab mir mal eine Liste gemacht, mit dem du alles schon unterwegs warst. Das mach ich, den les ich jetzt mal vor und zwar mit Bourgeo, mit Del Mondego. Mit Lump, Wohlfahrt sagt man, mit Müller, Ferran hat er, Adria, Adria, ja, Eckhard Witzigmann, Karl-Heinz Wolf, Jens Priewe, Meut und Neuner Duttenhofer, hatten wir gerade schon Dieter Müller und Jochen Wissler zusammen, dann noch mal Heinz Beck, Jürgen Dolase, Anton Mosimann, den Thomas Bühner, Dieter Müller noch mal, dann Bobby Breuer, dann hattest du Avas, aber auch noch unterwegs international, also hattest zum Beispiel auch ein Daniel Hum vor der Brust, oder Silvio Nicole, oder wen hab ich denn hier noch, den ich jetzt kenne,
00:05:06 Buddy
Weil ich kenn ja nicht so viele internationale, aber zum Beispiel, ja, Ducas, Ducas hab ich hier gar nicht drauf auf der Liste,
00:05:15 Stefan Quante
Das hab ich immer mal wieder getroffen, den muss man, den muss man ja überrumpeln, teilweise.
00:05:19 Buddy
Hat der echt keinen Bock oder nee,
00:05:20 Stefan Quante
Der hat totalen Bock, aber die Entourage bei den Franzosen ist immer so schlimm, ne, die schirmen alles ab und wenn dann ein Deutscher kommt, da sind die jetzt auch nicht unbedingt so scharf drauf. In New York übrigens noch schlimmer, also das Daniel Humm, das war nicht so einfach, Der ist zwar Schweizer, aber das musste ich, da musste ich 23 Anläufe machen, damit wir da drehen konnten. Die warten ja nicht unbedingt darauf, dass ein Team aus dem aus dem dritten Programm in Deutschland in Manhattan dreht,
00:05:43 Buddy
Da haben die ja nichts von unterm Strich. Ja, wobei auf jetzt stellen wir dein Licht nicht unter den Scheffel, also ist schon so, dass über die entsprechende Vernetzung W. D. R. Und und andere Kanäle ist ja, sind ja alle deine Reportagen eigentlich auf allen Kanälen dann auch mal gelaufen übers Jahr.
00:05:58 Stefan Quante
Hätten noch ein paar mehr sein können, aber ja, ja, die sind oft wiederholt worden, teilweise irre lang. Also der Film über Ferrana Dreyer, 10 Jahre lang,
00:06:05 Buddy
Ich glaub, den hab ich auch ein paar Mal schon gesehen, deswegen schlaf ich auch dabei ein.
00:06:11 Stefan Quante
Das War übrigens auch nicht so leicht, da da zu drehen, denn also das war ein unglaublicher Hype, 2004 haben wir den Film gemacht, das war ja der einflussreichste Koch der Welt und da haben sich die Journalisten die Klink in die Hand gegeben und, Und wir wollten 45 Minuten machen, dafür braucht man ein paar Tage.
00:06:29 Buddy
Moment, muss sagen, damals, ja, ja, heute ist das ja, heute hält man das Handy im Raum und dann ist der Film fertig, hab ich gelernt, ja, oder ist das nicht so?
00:06:39 Stefan Quante
Ja, Jedenfalls, also dann hatte ich mal so 5 Tage angefragt und das wollten die uns nicht zubilligen, ging dann irgendwie doch und dann hat er mir netterweise eine Speisekarte unterschrieben für Stefan und und den Rekord 5 Tage im El Bully.
00:06:56 Buddy
Aber wie ist das denn dann, wenn du, wenn man jetzt da so 'ne Reportage macht und du, ja, nimm mal ruhig mal El Bully, man kommt dann hin und wie wird man da aufgenommen? Ist man ein Fremdkörper oder wird man jetzt gerade im El Bully, kann ich mir ja vorstellen, die ja sehr verwöhnt waren von der von dem Medienrand, wie du sagst, dass man den Leuten hier auf den Sack geht.
00:07:14 Stefan Quante
Ja, also die waren, waren das total gewohnt, dass da ein Journalist war, mindestens einer immer.
00:07:21 Stefan Quante
Die haben das weitgehend ignoriert, Der Ferran war jederzeit ansprechbar, was immer wichtig ist. Katalan spreche ich nicht, aber Französisch er auch, wie die meisten Katalanen. Also haben wir das immer auf Französisch gemacht. Und teilweise hat er dann auch selber großen Mitteilungsdrang entwickelt und hat uns dann geholt, wenn irgendwas Spannendes war. Und ansonsten, das, was mir immer am wichtigsten ist, dass für uns nichts inszeniert wird, sondern dass wir die Dinge so erleben, wie sie sich abspielen würden, wenn kein Fernsehteam dabei wäre. Und das ging dadurch, dass die so.
00:07:52 Stefan Quante
Daran gewöhnt waren, sehr gut. Das funktioniert auf der einen Seite und sehr gut funktioniert auch, wenn die Leute überhaupt keine Medienerfahrung haben. Das hatten wir aber Helmut Thielkes, der hat ja nie ein Kamerateam bei sich reingelassen. Also der einzige Film, den es über Sonora gab, den haben wir mal gemacht. Das war auch nur Glück, weil ich den richtigen Moment erwischt hatte. Ich kannte ihn nicht, hab ihn angerufen, hab gesagt, Herr Thielkes, herzlichen Glückwunsch zum dritten Stern, den er gerade bekommen hatte. Eigentlich wäre es doch Zeit, dass wir mal einen Film über sie machen würden. Und da sagte er, was heißt denn das?
00:08:22 Stefan Quante
Und wir kommen eine Woche vorbei und dann sehen wir halt, gucken, was passiert bei ihm. Und dann meinte er, wann wollen Sie das denn machen? Wann passt es Ihnen? Übernächste Woche? Ja, alles klar, können wir machen. Ich habe aber nur die schlechten Zimmer noch. Die waren wirklich unter drei Sterne Hotelstandard, ja. Da hat er gesagt, interessiert uns nicht, wie die Zimmer sind. Wir wollen einen schönen Film zusammen machen. Und das hat er zugelassen. Und das war mega authentisch, gerade mit den Eltern, die damals beide noch lebten und auch sehr aktiv, vor allen Dingen im Hotel waren, nicht mehr in der Küche.
00:08:53 Stefan Quante
Also die Mutter hat ja mit ihm den ersten Stein erkocht und das war ein, glaub ich, sehr zu Herzen gehender Film, weil das eine Familiengeschichte war.
00:09:02 Buddy
Was, was mir immer gefallen hat bei bei dir, wenn du am Pass zum Beispiel gedreht hast, schon gerne mal so die praktisch die Kamera, so dass sie wirklich am Pass Pass anliegt, dass man den Teller sieht, man sieht den Koch, wie er sich über den, den über den Teller, Neigt so ein bisschen und dann praktisch was anrichtet oder ein bisschen Soße anlegt oder irgendwas so in diese Richtung und dann kommt von hinten die Frage und man merkt auch so richtig, es kommt von hinter der Kamera, warum machen sie das jetzt und das fand ich immer so spannend, also nicht so, nicht praktisch als der Reporter, nicht als Besserer Koch, sondern als Wissenwollender, warum passiert das jetzt so.
00:09:41 Stefan Quante
Und ich hoffe, ich hoffe niemals mit derselben Frage,
00:09:43 Buddy
Ja, nein, nein,
00:09:44 Stefan Quante
Also dieses, warum machen sie das, hab ich, Sicherlich mal gefragt, aber mein Ehrgeiz besteht schon darin, kein Fragenrepertoire zu entwickeln und dann immer wieder das Gleiche abzuspielen. Dann wird es ja auch für mich, für mein Kamerateam langweilig, ne, wenn man. Da aus einem Baukasten immer nur schöpft, sondern also ich versuch originelle Fragen zu finden, der Situation angemessen. Ich sag immer, 'ne gute Reporterfrage ist zweierlei. A. Sie macht deutlich, was da gerade passiert, das was vielleicht unsichtbar ist.
00:10:18 Stefan Quante
Mhm, und sie weist auch über das hinaus, was da gerade passiert, damit man ein Verständnis für das entwickelt, was vielleicht der Mensch, der Koch, in dem Fall im Kopf hat, was sich da so abspielt. Ne, also es muss an die Situation angedockt sein, Aber nicht einfach nur die platte Frage, was machen sie da gerade, das wär mir zu schlecht.
00:10:34 Buddy
Ja, ja, also ich, ich sag mal so, man muss den Sachen ja auch eine Bedeutung geben, weil manchmal passiert ja da nur irgendwas, was keiner versteht und dann ist es vielleicht ganz wichtig zu, ja auch zu sagen, O. K., das ist jetzt Seeigel, was da passiert, ja, also was dann da dazu kommt und warum wird das jetzt so behandelt zum Beispiel, ne, oder warum liegt es auf Eis oder wie auch immer, ne, also das, das, das find ich schon, fand ich schon ziemlich cool immer und mir hat das auch sehr gefallen, dass du halt ja in Küchen gekommen bist, wo, Wo andere, so wie ich dann als Hobbykoch, dann immer gedacht haben, boah, da will ich auch mal hin, also Wohlfahrt zum Beispiel. Ja, und ich glaube, dass du mit so ein bisschen an dem an dem Ruhm von Wohlfahrt auch mit gefeilt hast, damals mit der mit dieser Reportage, wo du dann Baiersbronn mal dargestellt hast, also sagt man Lump und Wohlfahrt und das weiß ich noch genau, der große Harald Wohlfahrt, also der ja auch körperlich sehr groß ist und der dann da in der Küche stand und ich glaub, er hatte irgendwas turniert oder sowas, ich weiß es nicht mehr genau und.
00:11:26 Buddy
Das hat mir sehr, sehr gefallen. Also da hast du damals wahrscheinlich so den Grundstein mitgelegt, dass dass mich das tiefer interessiert hat hier. Aber das ist 2004 gewesen, sehe ich gerade, ne.
00:11:35 Stefan Quante
Ja, Mit Wohlfahrt haben wir oft gedreht, aber das erste Mal, ja, 2004, das war, glaube ich, die erste Kulinarische Reportage aus dieser Reihe, die wir da gemacht haben. Ich weiß gar nicht, wie viel Folgen, 2030 Folgen, das war die allererste mit den dreien. Aber Wohlfahrt ist nicht ganz leicht, authentisch, situativ, darauf kommt es mir an, in einer echten Situation, die Leute zu interviewen, ist bei ihm nicht ganz leicht, weil er Perfektionist ist, auch bei Interviews. Und er möchte sich dann auf die Antwort konzentrieren. Und dann gibt er gerne an den Zu-Chef oder auch an einen seiner Postenchefs ab, was er gerade macht und konzentriert sich auf die Antwort und steht dann statisch vor der Kamera, was ich ja nicht will, dass er weiterarbeitet.
00:12:15 Stefan Quante
Also muss man den Moment abpassen, Wo er nicht abgeben kann, zum Beispiel, wenn er am Salamander ist, dann kommt er auf Sekunden.
00:12:21 Buddy
Oder eine heiße Pfanne in der Hand. Ja, aber das ist, das ist schon so ein Thema. Wie hast du denn damals überhaupt Bayersbronn wahrgenommen? Das war, ist ja echt bis heute noch so, die, ja, der heilige Gral der, der Drei-Sterne-Köche.
00:12:34 Stefan Quante
Ja, also ich kannte das gar nicht so gut vorher, das war Moment,
00:12:37 Buddy
Sagt man, hat 2, ne,
00:12:39 Stefan Quante
2 er hat 2, ja, und die anderen beiden, damals hatte er einen und Und Lump hatte, glaube ich, noch keine drei, sondern zwei. Und Wohlfahrt war damals, 2004, der einzige mit den drei schon. Also drei, zwei, eins war damals die Konstellation.
00:12:55 Stefan Quante
Naja, also die kennen sich ja untereinander alle bestens. Ralf Wohlfahrt und Jörg, sagt man, telefonieren jeden Tag. Ich glaube heute noch. Ja, die sind beste Freunde. Der Jörg hat bei Wohlfahrt gearbeitet. Und die tauschen sich intensiv aus und wenn der eine was zu feiern hat, ist der andere eingeladen. Also das ist da schon eine sehr, sehr tiefgehende Beziehung zwischen denen. Das hab ich relativ schnell gemerkt. Ja, ja, und Bares ist so ein so eine etwas andere Welt daneben. Aber ich glaube, ohne die Konkurrenz zueinander wären die alle nicht da gelandet, wo sie sind, nämlich an der Spitze der deutschen Ferienhotellerie.
00:13:28 Stefan Quante
Ja, ja, also die haben sich da gegenseitig nach oben geschaukelt. Wenn der eine einen Baukran aufgestellt hatte, weil er gerade was Neues am Pool gemacht hatte oder ein neues Nebengebäude errichtet, hat der andere nachgezogen und hat noch einen größeren Kran aufgestellt.
00:13:41 Buddy
Ja, ja, wenn es ging, baulich, ne, ne, oder man hat sich eine eine Berghütte, ne, die, wie heißt der, nicht Sattler, wie heißt der Hof da oben, ach, ich weiß noch, dass, ja,
00:13:52 Stefan Quante
Also es gibt die Hütte und es gibt den Hof und der Hof, also jetzt von Barrim, ne, also die Hütte hat, glaub ich, satt, Und der Hof, ist dem irgendwas mit Murg, so wie der Fluss?
00:14:05 Buddy
Ja, irgendwie sowas, ne? Ja, ich erinner mich an die Hütte immer so total gerne. Ich bin ja mit Familie, bin ich mal nach Baiersbronn. Wir wollten eigentlich auf einem Idiotenhügel Skifahren und dann sind wir halt am 22. Dezember, ich glaub, das war 2013, sind wir da runter und dann haben wir uns gedacht, OK, dann gucken wir mal, dass wir das so richtig schön hier machen und so leihen wir uns so Skisachen und dies und das und, Komm mal in Baiersbronn an bei 18 Grad und es war klar,
00:14:32 Speaker 3
Schnee eher.
00:14:35 Buddy
Problematisch und dann weiß ich noch, dann sind wir am 23. Sind wir dann da den Berg hoch gelaufen zu der Hütte und da hatten wir 23 Grad im im Dezember und dann sind wir oben angekommen und da weiß ich noch, wir hatten eigentlich uns so vorgestellt, hey, jetzt so Bratapfel und so, so, so Weihnachten halt, ja, und was ist geworden, Bier und was Deftiges. Ja, das, aber ich finde, ich finde die Idee, das belebt ja die ganze Ecke Baiersbronn, mal unter uns, so viel Fußgängerzone gibt es da gar nicht und sozusagen keine.
00:15:08 Buddy
Also deswegen hat ja das der Gegend richtig gut getan.
00:15:11 Stefan Quante
Ja, zu der Hütte sind wir auch mal gelaufen, da hatten wir eine Drehpause.
00:15:15 Buddy
Ja, Da ist jetzt nicht den Kameramann da hochgeschickt mit den Akkus und nee,
00:15:18 Stefan Quante
Nee, ohne Gerät, aber wir wollten halt mal ein bisschen spazieren gehen. Also das Kammertiere und ich. Und hatten uns, Wetter war nicht so gut, mit Schirmen munitioniert und sind Heiner Finkbeiner über den Weg gelaufen. Und dann sagte Finkbeiner, es wollte mit den Schirmen, es gibt keinen Regen, kaum waren wir im Wald, prasselte es auf uns nieder, wie ich es selten erlebt hab, sagen wir mal in Deutschland, dass es so regnen kann. Das Team nimmt mir das heute, glaub ich, noch bisschen übel, wir waren sowas von, auch keine Gelegenheit, sich irgendwo unterzuquellen.
00:15:55 Stefan Quante
Aber irgendwann waren wir in der Hütte und dann war es auch gut.
00:15:57 Buddy
Ja, und die Hütte hat ja was, muss man wirklich sagen. Also das gefällt mir, gefällt mir mega da. Jetzt hast du ja so viel Köche interviewt, jetzt kommen wir um die Frage nicht umhin, wer war das größte Arschloch.
00:16:10 Stefan Quante
Also die hab ich, also diese Kategorie Köche hab ich versucht, relativ erfolgreich zu meiden. Es macht ja keinen Sinn, mit jemand zu drehen, den man nicht respektieren kann. Also so eine Grund, Grundverständnis, Grundsympathie sollte vorhanden sein, sonst kann man, glaube ich, keinen guten Film machen.
00:16:28 Buddy
Ist eine fiese Frage,
00:16:29 Stefan Quante
Ich gebe es. Also ich habe auch mit Köchen gedreht, die hinterher in die Medien gekommen sind, weil sie ihre Mitarbeiter schlecht behandelt haben zum Beispiel. Das habe ich so nie erlebt und da war ja, ist ja in der Regel auch immer die ganze Branche überrascht, wenn sowas rauskommt. Also von da habe ich natürlich immer einen punktuellen Einblick, glaube trotzdem, Authentisch, weil wir ja in der Regel tagelang da sind, aber die Kategorie Mensch, die du ansprichst, nee, da muss ich passen, nicht so.
00:17:02 Buddy
Wir vermeiden das ja auch hier, ne, und ich glaub, damit fährt man auch besser, ne. Was sagst du zu diesem Nomading?
00:17:12 Stefan Quante
Ja, ich finde es traurig, also dass ein so höchst erfolgreiches Restaurant wie dieses nicht in der Lage ist, also A. Betriebswirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, Und B. Bei all dem Zustrom an freiwilligen Tages unbezahlten, hochmotivierten jungen Menschen aus aller Welt, die da dringend arbeiten wollten, dass dass es dann nicht möglich zu sein scheint, da Menschlichkeit und Anstand behalten zu lassen. Ja, das versteh ich bis heute nicht, das verwirrt mich ein wenig.
00:17:41 Buddy
Ja, hat mich auch verwirrt, vor allen Dingen hat es mich ein bisschen verwirrt, dass das ja eigentlich auch schon so. Zumindest Hörensagens, dass eigentlich die Vorfälle alle schon von 2016, 2017 waren und danach dann auch der Kollege in Therapie gegangen ist, mit dem sowas nicht mehr passiert. Und dann frag ich mich manchmal, wie lange hat man Schuld, ja, und ich frag mich dann auch, wie kocht man was hoch, ja, O. K., da oben, wenn du oben bist, ist die Fallhöhe tiefer, aber richtig,
00:18:08 Stefan Quante
Aber es wäre also im Nachhinein ist man immer schlauer, vielleicht wäre der richtige Weg. Gewesen, sich dazu zu bekennen, rechtzeitig in Therapie zu gehen und es bei dem enormen Bekanntheitsgrad dann noch öffentlich zu machen. Ja, warum man das tut und dass man da eben kein guter Arbeitgeber war und auch kein guter Mensch war.
00:18:27 Buddy
Ja, definitiv nicht. Ja, das ist so eine Sache, die hat mich so ein bisschen schockiert, muss ich zugeben. Ja, na ja, aber was mich dann jetzt bei der, wir bereiten uns ja prinzipiell nicht vor auf diesen Podcast, deswegen siehst du die vielen Zettel, die mir Claude, mein Kumpel Claude, ausgegeben hat, ja, guter Kumpel von mir mittlerweile und, Und der hat, der hat behauptet, du hast Zimmer frei moderiert.
00:18:46 Stefan Quante
Nee, das stimmt nicht, er steht falsch in in Wikipedia. Ich gehör zu denen, die die Sendung mit entwickelt Haben, Oder erfunden haben auch. Also es gab ein einseitiges Konzeptpapier, es hatten 2 freie Mitarbeiter, das WDR entwickelt, da stand auch schon Zimmer frei drauf und dann die Grundidee war enthalten auf dieser einen Seite und dann rief irgendwann.
00:19:12 Stefan Quante
Mein damaliger Chef an. Ich kam gerade aus dem Urlaub zurück und wollte wissen, ob ich Lust hätte, so eine neue Sendung zu entwickeln für die für die Sommerferien. 18 Folgen.
00:19:26 Buddy
Stimmt, Das war so eine Notstopfensendung, natürlich,
00:19:29 Stefan Quante
Arbeitstitel Zimmer frei und es gab eigentlich nichts außer den Sendeplätzen und Geld. Also damals waren wir relativ gut ausgestattet für die 18 Folgen. Hatten aber ansonsten wirklich nichts. Ich hatte anfangs noch nicht mal ein Büro, musste dann nach Köln dafür, hatte in Düsseldorf gearbeitet, kam aus dem Regionalen und hatte auch kein Telefon. Und mein Kollege, mit dem ich das zusammen gemacht hatte auf Redaktionsseite, kam von der Tagesschau. Der hatte auch keine Ahnung von Unterhaltungssendungen.
00:19:59 Stefan Quante
Der hat wenigstens ein Telefon und ein Büro und meine Telefonate liefen dann alle über die Redaktion der Tagesschau. Und am Anfang, wenn man so eine Sendung, muss man viel, ja, muss man viel telefonieren, die haben es nicht gut gefunden in der Redaktion, dass wir jetzt das eine komische Sendung da machen.
00:20:17 Buddy
Aber schräg, aber eigentlich war ja auch Christine Westermann relativ schnell klar, oder war das überhaupt nicht? Nein, nein, das war umgekehrt.
00:20:24 Stefan Quante
Umgekehrt, Nein, nein, wir hatten als erstes Alsmannfest und dann war aber auch klar, dass wir, Neben Götz Alsmann, der Unterhaltungsgenie und 'ne Rampensau ist, eine richtige Journalistin an seiner Seite brauchen, weil wir ernsthafte Interviews auch führen wollten. Und dann kamen entsprechende Namen ins Spiel. Unsere Wunschkandidatin war Sandra Maischberger, die auch leider abgesagt hat und es wurde dann irgendwann Christine Westermann, die auch keine Erfahrung mit Unterhaltung hatte,
00:20:54 Stefan Quante
Aber es hat sich ja als ideale Kombination entwickelt, dann im Lauf der Jahre, ne, mit seiner Marxberger, das wär nicht lange gut gegangen, weil Nana natürlich ganz andere Vorstellungen hat von von Gesprächen. Also ist ein viel politischerer Mensch und glaub ich, mit Günz Alzmann wär es auch nicht gut gegangen, weil weil da 2 Alpha Menschen aufeinander getroffen wären.
00:21:11 Buddy
Nee, Der ist auch in Zaubertrank gefallen, glaub ich, also als Kind in Zaubertrank gefallen und ne,
00:21:15 Stefan Quante
Brillantes Gedächtnis übrigens, ja, ja, ja,
00:21:18 Buddy
Nicht nur das ist, wenn du dir anguckst, was wie, wie, wie er spielt, was er spielt, Das ist, das ist hohe Kunst. Ja, also es gibt nur wenige, die halt das Klavier so beherrschen, wer, finde ich. Ja, absolut. Na, aber Sandra Maischberger hast du ja wieder getroffen, im Schloss Hugenpohl hab ich hier nämlich gelesen.
00:21:33 Stefan Quante
Ja, Sandra ist eine gute Freundin geworden.
00:21:35 Buddy
Und du hast von ihr den den Carl Friedrich von Rumoring bekommen, die höchste Auszeichnung der gastronomischen Akademie Deutschlands.
00:21:41 Stefan Quante
Sie Hat die Laudatio gehalten.
00:21:42 Buddy
Ja, genau, aber ja, genau, aber ich find, dass ich bis heute wusste nicht, dass es sowas gibt, aber du bist der 18. Träger. Ja, ich wusste es nicht. Ja, ich bin, ey, ich bin Hobbykoch. Hallo, ja, Ne, ich weiß ganz andere Sachen.
00:21:56 Stefan Quante
Du weißt natürlich inzwischen auch, wer den auch schon alles bekommen hat,
00:21:59 Buddy
Das hab ich ja gelesen, ja, ne, und Johann auch, Johann hat mir das nicht erzählt, ja, ja, genau, aber Enne Burda zum Beispiel oder Hugh Johnson, ja, genau, ne,
00:22:09 Stefan Quante
Also Anton Mosimann, Hermann Lareis, also ist schon Eckart Witzigmann,
00:22:14 Buddy
Ja, also das sind schon die Richtigen, die das bekommen, oder hast du den, ziehst du den an ab und zu, oder ist der zu Hause in der Vitrine?
00:22:20 Stefan Quante
Der liegt zu Hause in der Vitrine, der ist nicht sehr schön, ist auch sehr schwer, von der trage ich den nur sehr selten, O.
00:22:28 Buddy
K., sehr, sehr, aber du trägst ihn ab und zu.
00:22:30 Stefan Quante
Also zum, ich durfte einmal die Laudatio halten auf meinen Nachfolger Anton Mosimann, da habe ich den natürlich getragen. Also bei G. A. D. Veranstaltungen trage ich den, ansonsten, ich muss ihn mal wieder rausholen, ich weiß gar nicht, wo er liegt.
00:22:43 Buddy
Ja, aber du hast noch mehr gekriegt, also du hast den Herrn-Schneider-Preis, dass du, Und was hab ich noch, ich hab da noch irgendwo ein Preis von dir gesehen, hier. Ich war.
00:22:50 Stefan Quante
Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis mit einer Reportage über Rangise Express,
00:22:54 Buddy
Kurier der Sterne, genau, die hab ich auch gesehen, glaub ich, ja, mit George Kastner damals, ja, genau, ja, und da hab ich noch gedacht, mein Gott, ist der aufgeregt, ne, der Kastner, ja, der war,
00:23:06 Stefan Quante
Ja, der hatte ja halt die Finger in der, in der Steckdose immer und das war ja auch das Problem des Unternehmens, dass er meinte, Plauder ich aber aus dem Nähkästchen, alles am besten zu können und deshalb wurde niemand neben ihm richtig groß und das hat auch eine Zeit lang funktioniert. Aber richtig gute Leute hat er vielleicht aufgebaut, aber dann irgendwann verloren. Ja, also Frank Brömmelhaus, der größte Kaviarkenner Deutschlands, ist auch, war bei ihm Telefonverkäufer,
00:23:36 Buddy
Steht aber bei mir hier auf der Liste. Also er ist jetzt in Fulda bei Decietra, der ist ja Geschäftsführer jetzt, Und der steht bei mir auf der Liste, wir wollen unbedingt besuchen und er weiß es auch schon und er freut sich auch schon, wir wissen noch nicht wann, ja und wie es so oft ist, wenn man nicht so richtig in der Branche drin ist wie ich jetzt zum Beispiel, ist es dann immer faszinierend mitzubekommen, wo er so so Leute vorher schon mal waren, ne, aber es ist, es ist auf der anderen Seite, ist es doch eine schöne Lehre, die wir alle mitnehmen können, gerade so die Älteren von uns, dass wenn wir die Jüngeren nicht frühzeitig mitnehmen, hängen wir irgendwann am Fliegenfänger, ja, absolut und.
00:24:11 Stefan Quante
Weil die Jüngeren auch vielleicht eher merken, dass die Zeiten sich geändert haben. Dass es keine gute Idee mehr ist, eine LKW-Flotte zu besitzen und nur zweimal in der Woche rauszuschicken und den Rest der Woche stehen die auf dem Hof. Dass sich das dann vielleicht in sich wandelnden Zeiten nicht mehr rechnet, konnte ihm keiner sagen. Und ja, das war einer der Gründe, warum es dann leider irgendwann nicht mehr funktionierte.
00:24:37 Buddy
Ja, aber wir haben es ja bei vielen, gerade von der alten Garde, wo man sieht, hey, die haben dann irgendwann mal so ein Denkfehler gemacht. Aber gut, aber wie kommt denn das, dass du, du bist ja in Bochum geboren und hast auch zum Teil in Bochum studiert an der Ruhruni, aber dann bist du irgendwann nach Paris gegangen, ne? Warst du schon früh so frankophil?
00:24:53 Stefan Quante
Ja, ja, woran liegt das? Keine Ahnung, warum wollte ich nach Paris? Ja, ist einfach eine geile Stadt, ne? Bin ich heute noch gar nicht, lieber eine Lieblingsstadt.
00:25:03 Buddy
Ja, welches Viertel ist deine dein Lieblingsviertel?
00:25:05 Stefan Quante
Ich hab damals im 10. Gewohnt, weil ich mir nichts anderes leisten, weil immer die Standardfrage, wenn man jemand in Paris kennenlernt, wenn man zu einer Party geht oder so. Also man ist ja damals, ich reden über Anfang der 80er Jahre, war man ja grundsätzlich per sie, auch mit anderen Gleichaltrigen teilweise. Also das, die Standardfrage immer, Vus a bité ga la Raunissement. Und wenn ich dann sagte, Dizième, da war ich unten durch bei den meisten. Also das Dizième war damals, Kein, kein so angesagtes Viertel, obwohl die Bouf du Nord, ne, das legendäre Theater um die Ecke war und Gardelest von Gardinand, also was zu bieten hatte, Canal Saint Marta war direkt bei mir nebenan, aber es war kein angesagtes Viertel hat sich total geändert, ne, ist das,
00:25:46 Buddy
Ich glaub, alles was in der Innenstadt ist, ist mittlerweile angesagt, also das hat sich, glaub ich, noch mal ausgedehnt aus Lutetia, wo der gute Fisch herkommt, ja, das hat sich extremst noch mal gewandelt, ja, ja, aber mir macht sowas ja immer so, gerade so Paris, Macht mir sehr viel Freude, ich bin ja ein großer Fan von der wunderbaren Welt der Amelie, ich weiß nicht, ob du den Film kennst du sicher und jetzt nicht nur, weil der alte Mann den Oleander gelocht hat, sondern auch wegen der unfassbar poetischen Bildsprache und ich stand ja vor diesem Bistro, das ist von Montpanas und stand da und war dann auch sehr angetan davon und auch Frau und Kind guckt mit mir dann da, wir kamen übrigens aus Baiersbronn, ja, weil es ja nicht geschneit hat, haben wir gesagt, jetzt gehen wir noch nach Paris und das war so faszinierend, dann standen wir da vor dem Ding und dann.
00:26:29 Buddy
Dachte, mein Gott, das gibt es wirklich, ich hab es wirklich für eine Kulisse gehalten, aber es gibt es, gab es wirklich auch da den Gemüsestand und so weiter um die Ecke, das war schon beeindruckend, ne, aber du hast auch eine Reportage da später gemacht, ne, viele, ne,
00:26:41 Stefan Quante
Ich hab oft in Paris gedreht, ja, das ist für mich der einer der Orte der kulinarischen Erweckung gewesen, ne, ich hab meinen ersten Champagner, gab es bei uns zu Hause nicht, in Paris getrunken, die erste Auster gegessen, mein erstes 3 Sterne Restaurant, damals Tour de Jean, hatte noch 3 Sterne,
00:26:57 Stefan Quante
Solche Sachen, die mich schon sehr geprägt haben. Also da gehst du ja ehrfurchtsvoll rein in so ein Restaurant wie das Tor d'Agent, gerade wenn du das nicht kennst. Mittags konnte man gerade noch bezahlen, war mit einem befreundeten Kollegen da.
00:27:13 Stefan Quante
Und wir saßen gerade am Tisch einer der schöneren Tische direkt am Fenster. Da hörten wir, wie hinter den Kulissen ein Mensch mit einer sehr eindrucksvollen, tiefen Stimme einen anderen, Fürchterlich zu Sau machte. Der andere kam gar nicht zu Wort. Das war Monsieur Terrai, war der legendäre Chef von Tour d'Ajean, inzwischen verstorben. Jedenfalls, der machte den unglaublich zur Sau, wie ich es selten erlebt habe. Eine Sekunde später kam er aus den Kulissen heraus und steuerte, weil wir am nächsten dran saßen, zu unseren Tisch zu, setzte ein unglaublich freundliches Lächeln auf und sagte: 'Bonjour, Monsieur, commentar le vous jourdouille.
00:27:57 Stefan Quante
Wer konnte sowas von umschalten? Ich weiß nicht, ob man das bewundern sollte. Ich glaube, haben wir es bemerkt.
00:28:03 Buddy
Ich glaube, dass viele Köche damals schon verstanden haben, dass sie Entertainer sind und dass wir den Menschen eine gute Zeit verkaufen und wenn sie denen eine gute Zeit verkaufen und ein gutes Essen, dann können wir da immer 10 Franken draufhauen oder 100 Francs, je nachdem, wie man es, wie man es formuliert. Aber ich glaub, dass es wirklich so ist und das ist ja auch heute. Also viele Köche sind ja mittlerweile eher im Entertainment Business unterwegs.
00:28:25 Stefan Quante
Das ist richtig, ja, aber die, die richtig Guten sind es nicht. Ja, ja, das ist jetzt nicht, nein, das ist sehr pauschal, aber viele richtig Gute scheuen dieses Medium wie der Teufel das Weihwasser. Ja, also Tielkes haben wir gerade schon erwähnt, Tielkes wäre nie in eine Fernsehsendung gegangen und und hätte da in einem Studio gekocht, hätte er nicht gemacht und hat es auch abgelehnt, für die First Class der Lufthansa zu kochen. Da waren waren Lufthansa Mitarbeiter,
00:28:55 Stefan Quante
Der ihm das vorgeschlagen hatte, normalerweise eine große Ehre, ja, für einen Koch, die gesagt hat, das abgelehnt, hat das begründet, hat gesagt, ich kann ja nicht dafür gerade stehen, dass das in der entsprechenden Qualität da oben serviert wird. Das hatte der Lufthansa Mitarbeiter, war ein hochrangiger Mitarbeiter, glaub ich, nicht akzeptieren wollen. Kam dann am nächsten Tag mit der Kiste frischen Fisch, am Samstagabend um 20:00 Uhr, keine, Kein guter Zeitpunkt, um Koch in solchen Angelegenheiten zu springen, knallte, so erzählte es Thielkes, knallte dann den Fisch auf den Pass und sagte: 'So, Herr Thielkes, jetzt sahen sie noch mal mir ins Gesicht, dass unsere Fische nicht frisch genug sind.' Thielkes erzählte dann, es eben daraufhin rausgeschmissen.
00:29:38 Stefan Quante
Ja gut, Samstag, 20:00 Uhr, ja, er hätt es aber auch ansonsten nicht gemacht, ne, war nicht sehr klug gewählt, den Zeitpunkt.
00:29:45 Buddy
Ja, gut, vielleicht ist der Mitarbeiter dann auch in eine andere Abteilung gewechselt, man weiß es ja nicht, ne, aber es, ich find es eigentlich gut, also ich glaub Rambichler hat es jetzt mal gemacht, ne, also der hat es schon zweimal gemacht für die Lufthansa, ja, Mag sein. Ja, aber ich, ich finde, find das schon O. K. Ich glaube aber, dass es auch Köche gibt, die sich nicht als Entertainer berufen fühlen, ja, und die das dann auch nicht machen. Also dieses selbst darstellen, ja, ist ja auch nicht jedermanns Sache.
00:30:11 Stefan Quante
Richtig, Eckhard Witzigmann weiß, ich, er macht es gelegentlich, aber eigentlich ist es eine Qual für ihn, ne. Also er ist da, er ist da nicht er selbst.
00:30:21 Buddy
Ja, aber er war der erste, der praktisch die Tür da in die Richtung geöffnet hat, ne.
00:30:26 Buddy
Ja,
00:30:27 Stefan Quante
Der erste Koch, der in Deutschland 3 Sterne hatte, ja, aber er war im im Fernsehen so gut wie nicht präsent.
00:30:35 Buddy
Ja, gut, nicht viel,
00:30:35 Stefan Quante
Da gibt es nicht viel Material. Na, das stimmt, ja, aus der Aubergine oder aus dem Tantris, also fast gar nichts.
00:30:42 Buddy
Ja, gut, nee, das stimmt, das stimmt, aber er hat halt die Tür geöffnet, auch für für Johann zum Beispiel, Johann Lafer und für andere.
00:30:48 Stefan Quante
Absolut, die waren ja alle bei ihm, ist ja irre, wer wer damals in dieser Küche gestanden hat, Ne.
00:30:53 Buddy
Ah, überhaupt, das ist ja auch das Witzige, wenn man sich die Liste anguckt der Köche, mit denen du unterwegs bist. Du warst ja mit Bourgeo unterwegs, erstes Portrait Portrait hast oder 2001, ich les das hier ab, also nicht, dass ihr denkt, ich weiß das nicht, es steht hier auf dem Zettel von meinem Kumpel Claude aufgeschrieben, 2001 das erste Portrait und dann das letzte hast du 2024 gemacht, 26 26 ja genau, wo wo wo er dann nee 25 entschuldigt,
00:31:15 Stefan Quante
Letztes Jahr, vergangenes Jahr,
00:31:16 Buddy
Wo er, wo er dann da raus ist, ne, so, so langsam, ne, wo es,
00:31:22 Stefan Quante
Wer kocht immer noch, er ist immer noch sein eigener Küchenchef, er wird demnächst 79 Jahre alt, 79 muss man sich vorstellen, und da gibt es, da gibt es niemand, ne,
00:31:29 Buddy
Und der ist topfit, ne,
00:31:30 Stefan Quante
Er ist topfit, also in jeder Beziehung, eine jüngere japanische Frau, er ist sein eigener Küchenchef, andere in dem Alter, die dann vielleicht noch ein Restaurant hatten oder haben,
00:31:44 Stefan Quante
Sind nicht mehr ihr eigener Küche, sondern haben sich jemand dafür angestellt oder haben keinen Stern mehr und Bourgeois hat bis heute den Stern. Und im Übrigen, was kaum jemand weiß, in dem Film habe ich das mal oder für den Film habe ich das mal nachgezählt, niemand in Deutschland hat so viel Sterne gekocht wie Bourgeois, weil er das schon seit den 70er Jahren macht. In den Walliser Stuben zunächst hat er 2 Sterne gehabt und dann in Düsseldorf im Schiffchen hat er sogar 4 Sterne gehabt, weil er 2 Restaurants hatte, Aus derselben Küche, oben und unten, oben und unten, genau, oben 3 Sterne, französische Küche, unten 10 Daland deutsche Küche, im Altschocker mit einem Stern.
00:32:22 Stefan Quante
Und wenn man all diese Sterne addiert, im Laufe der Jahrzehnte, kommt man aktuell auf 125. Das hat kein Harald Wohlfahrt, kein Dieter Müller, kein Juan Amador, kein Tim Raue, niemand, nicht ansatzweise, ja, 125. Der Einzige, der das hat, ist ein Deutscher, Boge ist der Franzose, Der aber nicht in Deutschland kocht, Heinz Beck.
00:32:44 Buddy
Ja, der wäre, wäre mir jetzt in, in Sinn gekommen, Rom.
00:32:49 Stefan Quante
Ja, In Rom hat er 3 Sterne, Sizilien hat er ein Restaurant mit seinen Leuten, mit seinen Jungs, wie er immer sagt, 2 Sterne. Dann hat er noch 3 ein Sterne Restaurants, insgesamt aktuell ungefähr 10 Restaurants. Bei Heinz Beck hab ich darüber gesprochen und er sagte, ja, da komm ich aber bald dran, dann hat er selber nachgerechnet, da war ich bei 120, aber bei ihm kommen wir jedes Jahr, 789 Sterne dazu. Mhm, seit langem hat er mal 2 Restaurants in Japan auch gehabt, bis Covid kam. Also er wird den Rekord bald brechen, aber wie gesagt, nicht in Deutschland, sondern der im Ausland.
00:33:21 Stefan Quante
Leider hat Heinz Beck ja kein Restaurant in Deutschland.
00:33:24 Buddy
Jetzt bist du ja ein guter Beobachter, das ist ja das, was deinen Beruf auch ausmacht, jetzt nicht nur eine Story abzubilden und sich eine auch eine Story auszudenken, die man füllt mit Bildern, mit, Ich rede jetzt nicht von gemachten Stories, also nicht, dass wir das falsch verstehen, sondern man denkt sich natürlich auch rein in ein Unternehmen und in einen Unternehmer und sagt O. K., jetzt das ist seine Stärke und da kann man dies machen und das machen mit und du begleitest ihn dann und bist ein sehr exzellenter Beobachter. Jetzt gerade sagst du ja, hey, da hat er dann noch ein Lokal in Japan und noch 1 in New York und dies und das.
00:33:54 Buddy
Wie ist so deine Wahrnehmung, muss ein Koch das machen, ist das erstrebenswert oder ist das so ein so ein Ding, hey, ich geb was im Franchising weg oder.
00:34:03 Stefan Quante
Also Ist bei Heinsbeck nicht so. Also er ist totaler Kontrollfreak. Als er die japanischen Restaurants hatte, ist er regelmäßig dahingeflogen, haben mir seine seine Mitarbeiter erzählt, auch.
00:34:14 Stefan Quante
Also am liebsten steht er in seinem La Pergola in Rom selber am Herd und ist da wirklich aktiver Küchenchef am Pass und kocht auch mit, kocht auch das Personalessen heute noch. So, dann schließt er den Laden am Samstag spätabends zu und am Sonntag früh sitzt er im Flugzeug nach Tokio.
00:34:34 Stefan Quante
Kommt mit sehr wenig Schlaf aus, muss man auch dazu sagen. Fliegt nach Tokio, lässt sich da zeigen, was auf die neue Karte soll, probiert das durch, ist da sehr schnell und klar in seinem Urteil, probiert alles durch, lässt sich die Speisekarte mitgeben, lässt ihn Rom von einer Japanerin seines Vertrauens noch mal gegenchecken, ob da auch wirklich kein einziger Fehler drin ist, jetzt autografisch, ne.
00:35:02 Stefan Quante
Und gibt das dann frei und dann wird weiter gekocht. Und die Leute, die dort kochen, sind auch die seines Vertrauens. Die hat er selber ausgehöhlt, die kennt er, ja, also die an den entscheidenden Stellen. Deshalb sage ich Kontrollfreak und das zieht er für alle seine Restaurants durch. Er hat ein unglaubliches Netzwerk und auch in Rom, wenn man da, wenn man dort isst, man sieht überall bekannte Gesichter, eine unglaubliche Loyalität. Im im sagen wir mal südlicheren Italien sind Arbeitsplätze dieser Qualität auch nicht so breit gestreut.
00:35:36 Stefan Quante
Vielleicht liegt es auch daran, vielleicht aber auch daran, dass er einfach ein guter Chef ist und die Leute bleiben jahrzehntelang da.
00:35:45 Buddy
Mhm, jetzt war ja witzig, vor nicht allzu lange Zeit hat er ja hier in Essen-Werden gekocht, beim Patrick Jabs, irgendwie haben die sich kennengelernt in Rom und dann hat Patrick gesagt oder Patti, wie er auch von Thielen hier genannt wird, ne, warum, Willst nicht mal bei mir kochen und dann hat er aus Versehen wohl ja gesagt, keine Ahnung,
00:36:02 Stefan Quante
Aber das war irgendwas anders.
00:36:03 Buddy
Ne, O. K., du kennst die Geschichte, O. K., ja, erzähl, komm,
00:36:08 Stefan Quante
Ein Paprikanti nicht. Paprik hat ja einmal im Jahr einen besonderen Gastkoch bei sich und dann hab ich gefragt, wer ist denn der Nächste und er sagte, weiß ich nicht, hast du eine Idee, Mensch, wie wär es mit Heinz Beck?
00:36:22 Buddy
Jetzt sag nicht, du hast das eingefädelt, ja, das ist ja lustig.
00:36:24 Stefan Quante
Und dann sagt der Paprik, der kommt doch nicht zu mir, manchmal, Können wir mit ihm reden. Na ja, dann haben wir geredet und die beiden sind sich einig geworden und dann hat das geklappt.
00:36:34 Buddy
Ist ja cool, ne, mich fragt er nie, aber OK, vielleicht bin ich ja nicht so bekannt. Aber ich find das schon cool, hier im Klangwerden, ne, wobei im Klangwerden kann man auch nicht mehr sagen, also wir haben ja mehrere sensationelle Köche hier in der Gegend und also früher war es Kettwig,
00:36:48 Stefan Quante
Jetzt ist Werden,
00:36:49 Buddy
Ja, ja, wobei, ja, gut, wir sind alle Essener, also insofern, das, das kann man ein bisschen jovialer sehen, Und und in Kettwig tut sich ja auch viel, also Hugenpo tut sich viel, Erika, also da passiert viel. Ich find das schon sehr schön hier unten im im Essener Süden, also da tut sich eine Menge. Jetzt, wie gesagt, du warst ja viel unterwegs und wenn du jetzt unterwegs bist, beispielsweise mit Borgö, weißt du, wo ist das, wo ist das noch mal in Dubai, in Dubai, ne genau, ja, ja und, Ist das denn so, er sitzt vorne und du hinten oder sitzt man beide, sitzt man bei der Economy oder wie, wie sieht das, wie sieht sowas aus?
00:37:24 Buddy
Also fährt man als Team dahin oder.
00:37:26 Stefan Quante
Ist der Start vorneweg? Nein, wir sind zusammen dahin geflogen und also wir fliegen immer Economy, sonst gäbe es diese Filme nicht, aber er hat auch Economy, er hat auch in der Economy gesessen, das weiß ich noch, also es ist nicht immer so gewesen, ne, und ich hab auch schon mit Protagonisten gedreht, die in der First Class gesessen haben und wir in Economy,
00:37:47 Stefan Quante
Nee, nee, Buckel hat, ist ein bescheidener Mann. Er ist ein sehr, sehr bescheidener Mann. Er hat mit seinem Team, er hat eine Menge Leute mitgenommen damals ins Burcalarab. Und war auch angesichts der Suite, die sie ihm gegeben hatten, war auch ein bisschen überwältigt, weil er sagte, für einen kleinen Koch ist das doch alles viel zu opulent hier. Also das ist wirklich sehr bemerkenswert bei ihm. Im Privaten ist er ein unglaublich höflicher, bescheidener, angenehmer Mensch. Da hab ich ihn jetzt über viele Jahrzehnte immer wieder kennengelernt.
00:38:19 Buddy
Ja, das ist, ich find es faszinierend, weil es gibt so, so, wir hatten ihn auch schon im Podcast und ich hab ihn auch kennengelernt, als das ja einen unglaublich starken, willensstarken, aber sehr charmanten und freundlichen Mitmenschen. Also das fand ich schon schon ganz ganz gut und.
00:38:36 Stefan Quante
In der Küche ist er knallhart, ja, darf man auch nicht verhehlen, aber das war in der Generation, glaub ich, bei allen so eigentlich. Mit wenig Ausnahmen. Dieter Müller ist eine ganz große Ausnahme. Da herrschte ein unglaublich sanfter Tonfall, immer sehr freundlich.
00:38:52 Buddy
Ja, ich durfte letztens mitgehen, also ich war ja bei den bei den 3 Müllers mit dabei, im Hotel Elefant in Weimar, liebe Grüße dahin und tolle Truppe, sensationell. Also Service hab ich selten so gut organisiert für, also es war Wahnsinn. Das war ein Abend, da waren, ich glaub, 90 Gäste,
00:39:11 Stefan Quante
Es gab.
00:39:12 Buddy
9 Gänge mit ein bisschen vorneweg und hinten dran.
00:39:14 Stefan Quante
Wer war der dritte, Jörg?
00:39:16 Buddy
Nee, nee, das war Marco, Marco Müller, ja, Rutz, ne,
00:39:20 Stefan Quante
Dieter Müller und Nelson Müller und also praktisch 7 Sterne, wenn man so will, also die mal erkocht wurden, ne und das war schon faszinierend und dann gab es ein kurzes, kurzes Briefing und dann wurde gesagt, wir alle helfen allen, ja und dann war es so, dass einmal Dieter Müller Soße.
00:39:37 Buddy
Angegossen hat, ein anderes Mal war dann Marco da, hat ein Teller sauber gemacht oder was auch immer. Also da wurd schon gut zusammengearbeitet und das hat mir sehr, sehr imponiert und da war dann auch durchaus, ich ja, ich war glaub ich fürs fürs Fleisch zuständig bei dem Gang vom Nelson und also das war war schon war schon cool. Für für mich so als so Amateur praktisch da mitarbeiten zu dürfen. Was ich toll fand war, Dieter ist eh jemand, den ich halt auch immer so als so sanft wahrgenommen habe, der auch überhaupt keinen Wert drauf legt, irgendwie bullisch zu sein oder so.
00:40:10 Buddy
Das ist dem eher langweilig, hab ich so den Eindruck.
00:40:13 Stefan Quante
Hat er gar nicht im Repertoire. Also ich hab also mit keinem dieser Köche hab ich so oft gedreht wie mit Dieter Müller und also ich glaub, er ist wirklich, er ist so. Ja, ein ein unglaublich, Präziser, ja, er weiß genau, was er will, aber respektvoller, höflich, das sagen alle, die mit ihm gearbeitet haben. Ja, Sven Elberfeld zum Beispiel schwärmt in der Beziehung in höchsten Tönen von von Dieter Müller und all die anderen auch. Ja, nein, nein, das, also das war ein bemerkenswerter Ton, der dort herrschte in der Küche.
00:40:45 Buddy
Ja, wir hatten Cappuccino, Runtergemacht, ganz vorne weg, so als Pucino von Krustentier, hab ich jetzt Ostern auch gemacht, zu geben und die Tricks von ihm hab ich auch direkt mit eingebaut, was ich sensationell fand, weil ich kam halt an und es waren, die waren grad dabei, die die Wandtangs auszupacken, da gab es so praktisch obenauf, klassischer Gang eigentlich und dann, dann kam ich an und dann guckte mir dann so, druckte mir direkt ein Wandtang in Mund, ne und sagte, Mehr ist übrig, den musst du jetzt essen. Also das fand ich,
00:41:14 Stefan Quante
Ja, ich hab die mal nachgekocht. Also das liest sich so leicht, aber das macht dann doch relativ viel Arbeit, dieses kleine Süppchen. Aber es ist toll, ne, wer es einmal gegessen hat, wird es nicht vergessen.
00:41:25 Buddy
Ich muss zugeben, ich war ja extra deswegen noch am Donnerstag letzte Woche, also vor Karfreitag, war ich noch schnell bei Marlon. Der hat nämlich als, ich sag mal so, als Signature-Dish, Caramel. Carameliero und die Großen. Und dann sag ich, hab ich auch im Podcast gesagt, was machst du mit den Karkassen? Und dann sagt er, ja, wir haben so viele, wir werfen die zum Teil weg. Was, dann frier mir die ein, dann komm ich mir die holen, dann gibt es bei mir einmal die Woche, gibt es bei mir einmal die Woche Hummersüppchen.
00:41:57 Buddy
Und dann bin ich halt hin und da hat er mir wirklich richtig viel eingefroren, hab ich Freitag da gestanden, hab einen richtig schönen. Carominero Sud gekocht und der ist sensationell geworden.
00:42:07 Stefan Quante
Ja, glaube ich. Ja, was alles weggeschmissen wird, das ist, also da wundert man sich manchmal, wir haben ja bei dem, das war beim Forellenhof, ja, wenn die Forellen Eier da haben, dann werden die oft weggeschmissen, es sei denn, es findet sich ein Koch, der sagt, wenn ihr Eier habt, hebt sie mir auf, ich hole sie ab und und macht seinen eigenen Kaviar daraus. Das ist ja keine große Kunst, ja.
00:42:31 Buddy
Ja, die Konservierung ist das Thema. Also die Übergangskonservierung, weil selbst wenn du die kühlst, jetzt zum Beispiel Forellenkaviar.
00:42:38 Stefan Quante
Und rechtzeitig salzen.
00:42:39 Buddy
Eben ja und oder halt konservieren und das muss man halt rechtzeitig dann auch tun und da ist die Frage, ob der Forellenseebesitzer, ob der überhaupt Bock Bock drauf hat auf sowas, ne. Aber ich geb dir recht, mittlerweile mag ich das sogar fast schon lieber als anderen Kaviar, kann sein, dass ich ein bisschen zu viel, ich würde den einen nicht gegen den anderen ausspielen wollen, Na ja, vielleicht zählt auch die Menge, ich weiß nicht, ja, aber hättest du damals gedacht, wie du da in Paris unterwegs warst, dass du deine Karriere mal als einer, ja, man kann schon sagen, als einer der bedeutendsten deutschen Dokumentatoren der der letzten 30 Jahre, was Gastro angeht, gehobene Gastro angeht, dass das mal in diese Richtung geht?
00:43:24 Stefan Quante
Nö, Also ich wusste damals, das war ja am Anfang meines Studiums, ich wusste schon, dass ich, Journalist werden möchte. Aber dass das die Wendung nehmen würde,
00:43:34 Buddy
Nee, hätte ich nicht dran gedacht. Weil wir haben zwar vorhin drüber gesprochen, ich glaub, wir ja doch, dass du wirklich den Dalai Lama interviewt hast, Gorbatschow interviewt hast, du hast noch Lagerfeld, glaube ich, und ja, und und wieso, wie dann bist du zum W. D. R. Oder nein,
00:43:52 Stefan Quante
Nein, das war beim W. D. R. O. K., also ich will jetzt nicht alle Episoden aufzählen oder alle Stationen, aber, Irgendwann bin ich da bei einer Sendung gelandet, die hieß Cook. Und da hatte ich eine kulinarische Reihe aufgelegt, die hieß anfangs Krisenkochtipp, später Spitzenkochtipp. Grundidee war, ein Top-Koch aus Nordrhein-Westfalen soll mit einem Wareneinsatz von 20 Mark damals, das war Anfang der 90er, einen Hauptgang für vier Personenkoch. Da mussten die sich schon anstrengen.
00:44:23 Stefan Quante
Und wir haben auch scharf nachgerechnet, ob das wirklich so hinkam mit den 20 Mark. Damit da nicht einer mit Steinbutfile ernten kann.
00:44:30 Buddy
Heimlich, ja.
00:44:32 Stefan Quante
So, da habe ich eine Folge pro Woche von gemacht und dann ein oder zwei prominenten Interviews. Und mein damaliger Chefredakteur war dann der Meinung, dass nachdem diese kulinarische Reihe eingeführt war, dass die auch jemand anders machen könnte. Und dann blieb ich bei den prominenten Interviews hängen. Und die kulinarische Reihe hieß dann später Spitzenkochtyp, die lief, ich glaube, über 10, über 15 Jahre. In der aktuellen Stundenspende auch noch, ne, ewig lange, weil dieser Grundgedanke eben ganz charmant ist, ne, dass man mit einfachen, auch mit einfachen, bezahlbaren Produkten top kochen kann und es macht ja letztendlich die Kunst auch aus.
00:45:11 Buddy
Ja, ja, absolut. Ich, ich find, guck dir an, wenn man, Dieses Nose to Tail Thema noch mal richtig denkt, ja, ja, es ist, es ist nicht günstig, aber weil man muss ja halt die Knochen auch mit bezahlen, aber nichtsdestotrotz, das das Beste aus dem machen, was man bekommt, find ich schon sensationell, ja, also ob das jetzt zum Beispiel große Tierkarkassen sind, aus dem man noch was Gescheites macht oder ob das jetzt Knochen sind, aus dem man eine gute Jud zieht oder, also ich find das schon, ja,
00:45:38 Stefan Quante
Und da ist die Welt wirklich besser geworden. Wenn ich an früher denke, da war es ja schon fast langweilig, in Spitzenrestaurants zu gehen, weil die alles gleich hatten. Die hatten alle Steinhut, die hatten alle Hummer, die hatten alle Gänsestopfleber. Austernkaviar. Ja, so, fertig. Aber originell ist das nicht. Und vom Lamm nur den Rücken zu nehmen, irgendwann hat man die Variationen der Lammrücken dieser Welt auch alle durchprobiert. Ja, genau. Und freut sich dann, da war Dieter Müller zum Beispiel, auch relativ weit vorne, wenn es ein Kalbsbäckchen gab.
00:46:09 Stefan Quante
Oder wenn vom Lamm Koteletts, aber relativ fette Koteletts in einem Drei-Sterne-Restaurant serviert wurden. Oder auch Bauchlappen. Das war damals ja geradezu revolutionär. Das hat ja kaum einer gemacht. So, und das rechne ich solchen Köchen wie Dieter Müller sehr hoch an, dass sie da neue Wege gegangen sind. Da war auch immer sehr stolz drauf. Das war so ein bisschen verschämt den Gästen immer erklärt. Aber er war fest davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist.
00:46:36 Buddy
Ja, ich glaub auch, dass jetzt durch die neue Gemüseküche, also Neobiota zum Beispiel, zeigt es ja sehr gut in in Köln, ja, also die neue Gemüseküche, die ja auch wesentlich darauf setzt, dass das Produkt erst mal oder das Lebensmittel erst mal eine entsprechende Qualität hat und dass es auch entsprechend behandelt wird, ja, dass das auch ein schönes Beispiel dafür ist, wie man aus wenig eigentlich viel machen kann, also mit viel Handwerk natürlich, viel Arbeitszeit, keine Frage, ne, aber ich find das, ich find es sensationell, ne, Aber gut, das ist halt so, wenn es, wenn der Fond nicht aus dem Glas kommt, ist schon mal die halbe Miete, sag ich immer, ne, wenn man, hast du, kochst du selber?
00:47:10 Stefan Quante
Ja, Aber ja, es ist dazu zu sagen, Also ich koche selber.
00:47:16 Buddy
Komm, Ich geb dir noch ein Schluck Wein,
00:47:16 Stefan Quante
Dann vielleicht kann ich die langsam ein bisschen warm wird, Buddy.
00:47:20 Buddy
Ja, du dummerweise, Nicola ist oben, hat sich, hat sich kurz zur Ruhe begeben, sonst hätte ich einen Weinkühler, hätte ich ihn geordert, aber wir müssen schneller.
00:47:28 Stefan Quante
Ich hab in der, ich hab in der Champagner gelernt, je besser der Wein, je besser der Champagner, desto wärmer darf er sein.
00:47:33 Buddy
Aber der Keller ist so kalt, komm, also das, das passt schon, wir sind nämlich hier im am Buchenheim im Studio, ich finde, er geht noch. Sehr gut. Was war die Frage? Ja, habe ich vergessen. Kochst du selber? Ja, und wenn ja.
00:47:47 Stefan Quante
Also meine Frau kocht viel mehr und viel besser als ich. Ein viel größeres Repertoire. Ich ziehe mich auf die Dinge zurück, die ich glaube zu können, geht aber auch gelegentlich in die Hose. Zum Beispiel neulich habe ich mal für meine Skatfreunde ein Risotto gemacht, ein Steinpilz-Risotto nach dem Rezept von Anti Mosimann, der einen grandiosen Risotto macht. Eigentlich kann ich das.
00:48:12 Stefan Quante
Aber in dem Fall habe ich den nicht alle minute gemacht, sondern habe den drei Stunden vorher vorbereitet und wollte den dann nur noch finalisieren, bevor die Freunde kamen. Und das ging in die Hose. Das funktioniert nicht. Auch bei den besten Kanaoliereisen nicht. War mir ein bisschen unangenehm, weil so in die Hose, Wir spielen seit 20 Jahren, wir spielen seit, es war nicht mehr schlotzig, wir spielen seit 20 Jahren zusammen Skat, aber also so geschämt hab ich mich noch nie für, das ist ja 'ne Beichtstunde hier lang, noch nie geschämt für was, was ich meinen Freunden angebunden,
00:48:45 Buddy
Was zum Essen Crème Frège hilft,
00:48:48 Stefan Quante
Hab ich auch probiert, hat nicht gereicht. Also es war nicht ansatzweise so gut, wie es hätte sein können.
00:48:52 Buddy
Ja, O. K.,
00:48:53 Stefan Quante
Die Latte liegt bei Musimans Steinbildes Risotto relativ weit oben.
00:48:57 Buddy
Kann ich nachvollziehen. Ja, ich, ich hab jetzt am Wochenende, hab ich, ich mag Risotti sehr, sehr gerne. Ich mag es nicht ganz so schlotzig, ich mag es schon noch mit Apois sozusagen oder Aldente, wenn man so möchte. Aber dann hab ich in der letzten Nation ein schönes Artischocken Risotto und das ist so richtig schön. Das ist so, hat so Erde, das hat richtig Bums. Ich glaub, das hast du auch probiert mit den Galpesbäckchen. Und das, das ist so richtig schön und ich mach das wirklich immer am Vortag, um es dann zu finalisieren, wenn alle da sind. Ja, warum mach ich das so?
00:49:29 Buddy
Ganz einfach, ich möcht natürlich auch, wenn Gäste da sind, mit den Gästen was erleben und ich stell mittlerweile nicht mehr, ich sag nicht mehr, die Kulinarik ist das, dann sollen sie zum Sternekoch gehen, kein Sternekoch, bei mir isst man was da ist, was Leckeres und dann machen wir das, ja, und dann ist das cool und dann kann aber was in die Hose gehen und ich hab dann aber dieses Artischockengrisotto gemacht mit einem schönen, Saltimbocca vom Wolfsbarsch und das war so lecker und ein bisschen violetter Spargel dazu kurz durch die Butter gezogen. Es war war echt O. K., ne, ein bisschen wirklich auch so diese diese Beur Blanc, ja, noch mal ein bisschen übergezogen, schön, also war richtig nett und deswegen, ich mach das wirklich mittlerweile immer so, Risotto und Tag vorher vorbereiten.
00:50:10 Stefan Quante
Ja, also das hat Musiman auch behauptet, dass das gehen würde. Ja, also bei mir hat es nicht geklappt,
00:50:16 Buddy
Ich muss den Anton mal anrufen. Ich verrat dir, ich verrat dir vieles, die meisten, Risotti, die du auf Events hast, die sind meistens schon am Tag vorher vorbereitet worden.
00:50:25 Stefan Quante
Ja, vielleicht wird es noch früher gestoppt, dann der Vorbereitungsprozess, eventuell hatte ich schnelle Kühlung, ihn zu lange, ja, ja, zu lange auf dem Ofen und dann hat er noch ein bisschen nachgezogen.
00:50:36 Buddy
Das ist eben, es ist eh der Trick, also bei Risotto oder überhaupt bei Reis, so schnell wie möglich kühlen.
00:50:42 Stefan Quante
Ja, so, dann haben wir es doch schon. Danke, Buddy.
00:50:44 Buddy
Ja, so schnell wie möglich. Ja, und das ist so, deswegen gibt es da Risotto bei mir auch immer nur im Winter, kann ich es schnell im Wintergarten rausstellen, damit zu entsprechen. Was ist denn dein Lieblingsessen? Hab ich nicht, hast du nicht?
00:50:56 Stefan Quante
Nee, nee, kann also wirklich nicht. Also, du hast Carbinieri angesprochen, die ess ich, Carbinieros, spanisch, die italienisch, die ess ich sehr gerne, so was Produkte angeht. Ja,
00:51:10 Stefan Quante
Nee, also da bin ich, da bin ich relativ breit aufgeschnürt.
00:51:13 Buddy
Und dein Lieblingslokal hier in der Gegend? Wir sind, ich sag mal, im Großraum Düsseldorf, Köln, Ruhrgebiet. Wo gehst du am liebsten im Moment?
00:51:22 Stefan Quante
Kann ich auch nicht so sagen. Ich geh gern zu Erika Bergheim, weil ich sie auch menschlich sehr schätze, weil sie eine tolle Köchin ist und das schon so verdammt lange.
00:51:29 Buddy
Ja, sie war ja mal die jüngste Sterneköchin N. R.
00:51:32 Stefan Quante
W.s, Ne? Ja, und sie hat zweimal, hat es zweimal geschafft und beim zweiten Mal durfte ich ihr das übermitteln. Ja, sehr gut. Das war ein sehr schöner Moment, der Michelin hatte damals noch die Policy, geht leider heute nicht mehr, noch die Policy, dass wenn man ein gutes Verhältnis hatte zu denen jetzt als Journalist, dass die einem die Informationen schon etwas früher gegeben haben. So und in dem Fall konnte ich jetzt mit dem Informationsvorsprung, dass damals im Hugenpot noch, dass die Erika im Nero einen Stern bekommen hatte, dahinfahren mit laufender Kamera.
00:52:05 Stefan Quante
Hatte da einen gewissen Heimvorteil, weil ich die alle ganz gut kannte.
00:52:07 Buddy
Also direkt für die aktuelle Stunde was losgegangen.
00:52:09 Stefan Quante
Wir konnten einfach so einfallen mit laufender Kamera und dann hab ich die Erika gefragt, gibt es was Neues oder so, was ist denn los und wie druckst du es rum? Ja, ja, damals waren wir per Sie noch, ja, also wenn, wenn Sie hier sind, das hat ja vielleicht was zu bedeuten, manche, wieso, was denn? Ja, der Michelin, der kommt ja jetzt raus und so und die, Köche, die hatten inzwischen auch alle die Arbeit eingestellt, hatten sich um sie herum versammelt.
00:52:40 Stefan Quante
Kameramann war auch instruiert, der wusste, wo er stehen musste und dann konnte ich ihr das sagen und die haben sich so gefreut. Es ist so ein emotionaler Moment. Also Erik hat es ja zum zweiten Mal erlebt, aber die anderen Köche, die haben die Mützen in die Luft geschmissen und dann kam der damalige Direktor Michael Lübbert.
00:52:58 Buddy
Markus Lübbert. Michael, Michael. Und dann habe ich ihn mal mit falschen Namen genannt. Kam dann, warum der so komisch geguckt hat,
00:53:08 Stefan Quante
Kam dann mit einer Flasche Champagner und dann haben wir gefeiert und das war fertig.
00:53:11 Buddy
Ja, vielleicht schaffst du es ja noch mal. Ja, also von der Küche, von der Küche her passt es absolut. Nein. Und wer ist denn noch für dich hier Sternekandidat und hat noch keinen? Fällt dir noch wer ein?
00:53:25 Stefan Quante
Oh, Also weil nee, Ich geh gar nicht mehr so oft essen wie früher, muss ich gestehen. Also, aber wenn meine Frau so gut kocht,
00:53:33 Buddy
Schon mal, B.
00:53:34 Stefan Quante
Unsere Freunde kochen gut und gerne. Und C. Es ist leider, ich bin jetzt Rentner, ja, beim WDR. Das ist leider alles sehr teuer geworden. Also ich habe im Esszimmer haben wir alte Speisekarten an der Wand.
00:53:51 Stefan Quante
Unter anderem aus dem Waldhotel Sonora.
00:53:54 Buddy
Ja, okay, das ist schon mal hohes Regal.
00:53:56 Stefan Quante
Ja, aber da konnte man für unter 200 Mark Mark konnte man da essen. So, heute kostet, ich war noch mal im Malto del Sonora, jetzt unter Rambichler. Ich glaube, das waren 300, 350€ jetzt für das große Menü.
00:54:12 Buddy
So, Pro Nase wohlgemerkt, Ne?
00:54:13 Stefan Quante
Ja, die Kopenhagen ist übrigens doch teuer, wo unser Sohn studiert. So, das hochgerechnet jetzt für 234 Personen übersteigt dann irgendwann auch die die Möglichkeiten, ne? Also deshalb, ich kann nur sagen, ich war früher auch als ich Jungredakteur war, viel öfter in 3 Sterne Restaurants essen als heute.
00:54:33 Buddy
Ja, aber gut, insgesamt ist alles teurer geworden und auf der anderen Seite auch mit Recht, weil die Leute wollen ja auch gutes Geld verdienen, ne,
00:54:41 Stefan Quante
Also und sie sollen einfach nicht behandelt werden, richtig? Ist ja schwer genug Leute zu finden.
00:54:46 Buddy
Absolut, aber für mich hier im Ruhrgebiet gibt es schon noch ein paar, die jetzt eigentlich da mal dran wären, also Teco zum Beispiel, Hans Rodriguez macht eine sehr, sehr schöne südamerikanische Feuerküche, also das ist schon noch richtig mit Bums, Sterne würdig, ja, absolut, ja, Find ich, find ich mega. Ja, und dann Dominik, Dominik Schaab, irgendwo definitiv, eigentlich ein Anwärter auf dem Stern, ja, und andere müssten eigentlich höher geratet werden. Also ich möchte jetzt nicht sagen, dass das Chefsatelier vielleicht jetzt schon sofort den zweiten haben sollte, aber doch, ja,
00:55:16 Stefan Quante
Also zutragen würd ich es Ihnen auch, ja,
00:55:18 Buddy
Die Qualität ist outstanding, was Kollege Hoppe da macht, das ist halt wirklich. Unfassbar, ne.
00:55:24 Stefan Quante
Ja, das war mir in Wuppertal schon klar, dass er das Zeug für 2 Sterne hatte. Leider hat es in Wuppertal aus welchen Gründen auch immer nicht geklappt. Ich dachte eigentlich, dass der Sehan Akgün und er da eine langjährige Partnerschaft eingehen würden, gegen die Einzelheiten nicht. Ich war etwas irritiert, dass diesen Wechsel, sie gehen gerade von Wuppertal nach hinten.
00:55:45 Buddy
Ja, Gut, aber das ist ja auch durchaus O. K. Also, Niemand wendet sich auf ewig. Das kennst du auch von diversen Beziehungen, die es da gibt. Und ich glaube, dass wenn es da vielleicht auch an irgendwelchen Themen gehapert hat, dann müssen alle draus lernen.
00:56:02 Stefan Quante
Aber kleiner Tipp, ich würde dem Michelin noch schreiben. Ich mache das immer mal wieder. Wenn ich der Meinung bin, dass ein Restaurant unterbewertet ist, dann schreibe ich das dem Michelin.
00:56:14 Stefan Quante
Ich habe den Eindruck, dass es ernst genommen wird.
00:56:17 Buddy
Ja, ich hab den Eindruck, dass sie ab und zu mal hier reinhören, das find ich ganz lustig, aber darum geht es, geht es mir hier in dieser oder geht es uns in diesem Podcast eigentlich gar nicht, sondern uns geht es halt darum, einfach auch gute Gespräche zu führen, also Gespräche, die eben nicht darauf abzielen, irgendwas zu promoten oder zu tun oder dies oder das, sondern Persönlichkeiten noch mal Raum zu geben, ne, und da gibt es halt den ein oder anderen, der viel zu erzählen hat, den gibt es Leute, den muss man wirklich alles aus der Nase ziehen, da muss man mehr Scherze machen, aber so hat halt auch mal jemand eine Möglichkeit, Sein Konzept mal vorzustellen und zu erzählen, was meint er denn damit.
00:56:48 Buddy
Ja, und ich find für also allein das jetzt, wir haben am Anfang mit mit Ralf Boos, das waren ja fast 4 Jahre unglaublich toll, was wir, wenn ich da alles treffen durfte und und dann hat man diese Pause und jetzt mit mit dem Carsten, das find ich auch sensationell, weil der noch mal eine andere Sichtweise auf das Thema hat und wir auch, ich sag mal, uns ein bisschen losgelöst haben von, Ich sag mal, dem Thema Produkt, sondern hier geht es wirklich mehr jetzt noch um die Menschen. Ja, und das find ich,
00:57:16 Stefan Quante
Der richtige Weg.
00:57:17 Buddy
Ja, ich find, ich find es, find es total wichtig, weil lass die anderen das andere machen. Ja, und den Rock 'n' Roll,
00:57:21 Stefan Quante
Das ist ja auch durchschaubar. Ja, also wenn du irgendwas promoten willst, ich glaube nicht, dass das attraktiv ist.
00:57:27 Buddy
Ja, jetzt hast du gesagt, du bist Rentner, was ich dir ja nicht abnehme. Ich weiß, dass du sehr, sehr motiviert auf kleine Plastikbälle einschlägst und offensichtlich erfolgreich, hab ich mir sagen lassen. Ne, Ne und ja, du hattest mir ja letztens erzählt, wer mit dir Golf spielt, also insofern, der wird ja nicht irgendwie einfach nur fahren, weil ne, er gewinnen kann, sondern nee,
00:57:47 Stefan Quante
Man spielt sowieso immer gegen sich selber, meinst du?
00:57:50 Buddy
Ja, Golf ist ein brutales Spiel, ich, ich hab das noch nie so richtig verstanden, muss ich ehrlich zugeben, mal wirklich, ne, gerne, wenn das eine Einladung ist, dann bin ich dabei, ne, ne, gibt es da diese Wägelchen, wo ich mitfahren darf?
00:58:01 Stefan Quante
Nee, also ich laufe grundsätzlich, also du kannst gerne fahren, mir wär es ein bisschen unangenehm.
00:58:09 Buddy
Ja, wobei ich kenn die öfter, die geht ja noch, also es gibt ja auch andere,
00:58:12 Stefan Quante
Die zweiten neuen noch, die sind, die sind harmlos, die ersten neuen, lassen schon den einen oder anderen bisschen schwitzen. Ja, aber es gibt auch wesentlich anstrengendere Plätze hier,
00:58:19 Buddy
Das wurde mir auch gesagt, hier oben den, wo Haidhausen, Haidhausen, ja genau,
00:58:24 Stefan Quante
Ja, das ist bei dir nebenan, ja, ja,
00:58:26 Buddy
Und ja, ich bin ja bekannt dafür, wenn ich da mitmach, dass ich die größten Löcher in den Rasen schlag. Ja, mitmachen wirst du nicht können ohne Platzfreigabe, hast du die. Ach so, nee, was muss man da machen, Geld bezahlen?
00:58:37 Stefan Quante
Nee, Nee, also erst, du musst Etikette lernen, ne. Also, wenn du die Löcher, jeder schlägt Löcher in den Rasen, aber du musst sicherstellen, glaubhaft, dass du dafür sorgst, dass die Löcher auch wieder die Witz heißen, die dass du das Stück Rasen, das Rasenschnitzel, das du rausgehauen hast, auch da wieder eintrittst. Ah, O. K., mhm. Oder dass du den Bunker hakst, wenn dein Ball mal unglücklicherweise in den Bunker geflogen ist.
00:59:01 Buddy
Da gibt es dann eine Harke und dann.
00:59:02 Stefan Quante
Da Liegt eine Harke in der Regel, nicht jeder benutzt die. Leider. Also Etikette fragen und eine gewisse, sagen wir mal, Regel und Kunde und gewisse Ballbeherrschung vielleicht auch.
00:59:13 Buddy
O. K. Ja, ich glaub, da müssten wir erst mal anfangen. Ja, dass also der Ball und ich 1 werden.
00:59:18 Stefan Quante
Ja, Ne, also du kommst da mit und schaust erst mal zu. Ja, das, das, wenn das deinem Naturell auch wieder.
00:59:22 Buddy
Ich könnte auch Getränke, also ich bin sehr gut im,
00:59:27 Stefan Quante
Also ich eigentlich ist es die Antiqualifikation, die ich habe, ja, also Flaschen aufmachen und Getränke rein, Anständig gekühlt,
00:59:33 Buddy
Definitiv, und der ist immer noch gut, ist er auch.
00:59:38 Stefan Quante
Ja, Also es ist auch immer noch etwas in der Flasche. Nicht, dass hier der falsche Eindruck erweckt wird.
00:59:41 Buddy
Um Gottes Willen, außerdem hier in diesem Podcast wissen wir eigentlich, es wird eigentlich auch ganz viel getrunken. Ich empfehle Freunden und. Menschen, die, ich sag mal, sehr, sehr gerne mal reinhören möchten, wie ein Podcast nach hinten hin etwas krasser wird. Die Folge Nummer 50 Geburtstagsfeier, das war mit Daniel Gottschlich, Ochs und Klee, das war mit Bernd Stelter, das war mit Saskia Boost, das war mit Nina Krapp und mit Ralf Boost, alle zeitgleich. Ja, und ja, das war aber nicht der größte Podcast, den wir gemacht haben.
01:00:12 Buddy
Der größte war mit den beiden Stembergs, also Sohnemann und Vater, Mit Heiko Antoniewicz, mit Thomas Ruhl, mit Ralf Boos, mit Luki Maurer und wer war noch bei noch jemand und ich, das war bei der Chefsache.
01:00:28 Stefan Quante
Und wie viel wird da dann getrunken bei solchen Gelegenheiten,
01:00:31 Buddy
Sagen wir mal so, haben wir alles schon vorher erledigt, man hat auch nicht viel verstanden, ich glaub Alexander Hermann war auch noch dabei, es war eine Katastrophe, aber es war sehr lustig, ja definitiv und deswegen, das ist ja auch ein Podcast für die guten Zeiten, ja, Jetzt warst du ja eigentlich schon an jedem kulinarischen High-End-Platz der Welt, oder? Nee, nicht, Peru fehlt noch bei dir.
01:00:54 Stefan Quante
Es steht viel. Also Japan fehlt mir total, ich war noch nie in Japan. Ich wollte eigentlich mal eine Reise, eine Reise, eine berufliche Reise nach Japan machen, ein Zweiteiler über eine kulinarisch Reise, eine kuratierte Reise 14 Tage lang zu den zu den Highlights der japanischen Koch und Trinkkultur. Es gab einen Sendeplatz, es gab Meta, es gab Protagonisten, es war alles organisiert. Dann wechselte leider die Chefredaktion und die neue Person, die den Job dann übernommen hatte, hat leider als erste Amtshandlung meinen Reiseantrag nicht unterschrieben, obwohl alles fertig war.
01:01:33 Stefan Quante
War ein bisschen blöd. War auch mit Gesichtsverlust verbunden, gerade gegenüber Japanern, wenn man dazu gesagt hat, dass man auch macht. Das ist jetzt keine so schöne Erinnerung, die ich hab.
01:01:42 Buddy
Wann war das? Wann ist wahr?
01:01:45 Stefan Quante
Vor 15 Erno.
01:01:46 Buddy
O. K., dann ist er aber fast verjährt, ne? 1520 heißt, man könnte die Japaner wieder anfragen, Ne? Ja, Ja, ja, aber ich, ich muss zugeben, ich war ja auch noch nicht so in Japan und wenn du halt einen Protagonisten brauchst, der halt da rumstapft, ich mach es gerne, ich kann auch Akkus tragen, ja, also das freut den Kameramann immer, ja, also ne, aber ich ist genau das gleiche Thema, wirklich genau das gleiche Thema, weil ich glaube, es ist für mich die, Es ist ja so ein Riesenthema und für mich ist es so, wenn ich irgendwo ganz gerne bin, beispielsweise auf Kreta, dann ist für mich schon durchaus so, dass ich dann auch da gucke, wo kann ich denn da besonders geil essen und viele denken ja, griechisches Essen ist immer einfach und so holla di Waldfee und ne, ne, ist es gar nicht, sondern es, du hast gerade die kretische Küche, es gibt auch Peleponnes und so weiter, es gibt halt die einfachen Sachen, ja, und mal unter uns, ein Fisch braucht nicht viel, ne, der darf schön frisch sein und der darf schön lecker sein,
01:02:43 Buddy
Aber da brauche ich ja nicht viel Schnicki Schnacki, sondern da bin ich auch gerne derjenige, der mal an der Grete zuzelt. Aber jetzt so Sterneküche Peloponnes wenig, aber in Athen passiert eine ganze Menge. Auf Kreta passiert eine ganze Menge und es kommt gerade wieder so die alte Küche hoch, vermutet ja keiner.
01:03:00 Stefan Quante
Ja, Athen bin ich im nächsten Jahr, da reden wir noch mal drüber, würde ich sagen.
01:03:02 Buddy
Ja, da gibt es so viel zu sehen und das ist auch, wenn man nicht im Hochsommer da ist, weil dann kriegt man so, musst du ja eigentlich jetzt schon reservieren. Ja, ja und und also, Da ist Saloniki schon dankbarer, auch sensationelle Küche da oben und ich sag mal, mitunter aber auch dann ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil eben schon das Orientalische sehr mit reinspielt, nicht relevante, sondern wirklich Orient. Ja, und ja, das ist dann auch bei den Produkten, die ja verwendet werden, sehr Hülsenfrüchte lastig mitunter. Ja, das muss, das ist dann schon was Spezielles.
01:03:34 Buddy
Ja, ja, aber jetzt waren wir vorhin noch hängen geblieben, wieso bist du denn so frankophil? Also, weil du bist in Paris, hast du studiert und dann, Kam das irgendwie so.
01:03:44 Stefan Quante
Also Französisch hat mir in der Schule gelegen. Da bin ich da irgendwann mal gewesen mit meiner ersten Freundin und fand das klasse da. Dann kam die zweite Freundin. Jetzt muss ich mal eben überlegen.
01:04:01 Buddy
War Die schon in Paris an oder?
01:04:03 Stefan Quante
Ja, Ja, die zweite war schon da. Und die hat meine Liebe auch zur Stadt noch mal ein bisschen geweckt. Ähnlich ging es dann auch nochmal zwei Jahre später mit Genf. Auch das war dann ausschlaggebend. Ah, okay. Ja, ich kannte Genf nicht. Und dann auf dem Wege habe ich halt Genf kennengelernt und finde das heute noch eine wunderschöne Stadt. Problematisch auch mit all den Potentaten, die da ihre Schwarzgelder, Millionen und Blutgelder bunkern.
01:04:34 Stefan Quante
Das macht es etwas unsympathisch. Aber die Stadt selber ist halt wunderschön mit hoher Lebensqualität. Die sogar der Stocheborg.
01:04:39 Buddy
Richtig. Ja nicht, deswegen mach ich Genf nicht. Ja, ich guck ja immer gerne Sissi.
01:04:44 Stefan Quante
Und dann kann ich.
01:04:44 Buddy
Verstehen und dann ja, ich weiß auch nicht warum, aber es ist bleibt bei mir jedes Ostern immer hängen, so die Nacht Kleopatra, ja, die, die läuft zum Kochen dann, ne, ja, weil das ist also ich, ich find es immer faszinierend, auch Ulrich Wickert zum Beispiel ist ja auch so enorm frankophil, ne, Das find ich auch immer wieder faszinierend, der dann auch den dann noch die 400 letzten Bordeaux, die er getrunken hat, aus dem Kopf aufsagen kann. Also das ist schon immer ganz was, ja und ja,
01:05:11 Stefan Quante
Käse ist ja sein großes Ding, ne, der hat den mal bei Zimmer frei auch. Ja, ja, ja,
01:05:16 Buddy
Wie lange hast du denn Zimmer frei betreut damals?
01:05:20 Stefan Quante
Also es ging ja dann überraschenderweise weiter nach diesen 18 Folgen, die wir gemacht hatten.
01:05:26 Buddy
Bei der ersten Sommer sozusagen,
01:05:27 Stefan Quante
Ne, ja, zurück zu der Frage, ob ich das mal moderiert hab, ich hab 'ne Zeit lang Einspielfilme gemacht, auch stimmt, das hab ich gemacht, vielleicht kommt das daher, die Falschinformation,
01:05:38 Buddy
Genau, ja, ne,
01:05:39 Stefan Quante
Ich hab auch wieder, ich hab auch wieder die Einspielfilme gemacht, wo ich nicht zu sehen war, was natürlich wieder ein karrieretechnischer Fehler war, denn diejenigen, die die Einspieler gemacht haben, in denen sie als Reporter zu sehen waren, die haben ja alle Mordskarrieren gemacht,
01:05:53 Buddy
Zum Teil.
01:05:54 Stefan Quante
Ja, die meisten schon,
01:05:55 Buddy
2 sind auch wieder weg vom Fenster.
01:05:57 Stefan Quante
Ja, Ne, ja,
01:05:59 Buddy
Aber ne, also Thorsten Schorn hat sich ja gut entwickelt damals, ne, und dann der andere Kollege mit der, der Große, jetzt hab ich den Namen wieder nicht parat, der ist, glaub ich, schon wieder, ne.
01:06:10 Stefan Quante
Ich dacht mal, Christian Berg hatten wir am Anfang, wir hatten Mannes Meckenstock,
01:06:15 Buddy
Dann so ein Großer mit dunklen Haaren und lichter Stirn, wie hieß der noch? Ja, aber das sind jetzt beide auf dem Schlauch. Na ja,
01:06:26 Stefan Quante
Aber das war nach meiner Zeit. Ich habe das anderthalb Jahre gemacht. Der Götz hat die Sendung nicht geliebt am Anfang, weil er seiner eigenen NDR-Flow nachgetrauert hatte. Es hat ein bisschen gedauert, bis er gemerkt hatte, dass das das Beste, was was ihm je passiert ist, also jetzt in beruflicher Hinsicht, diese Sendung. Und dann mussten wir ihn überreden, quasi noch mal ein Jahr dranzuhängen, nachdem, Anfangs sind wir von der Presse total zerrissen worden. Die erste, die 1. Folge mit Karl Meuck wurde von allen Medienjournalisten der Republik gefühlt, besprochen und alle haben uns zerrissen.
01:07:03 Stefan Quante
Das war das Niveauloseste, was der WDR je gemacht hatte. Und 2 Jahre später haben dieselben Journalisten uns schon Kultsendungen genannt und noch ein Jahr später gab es einen Grümme-Preis, obwohl die Sendung sich nicht verändert hatte. Also das Konzept war als Leiche geblieben, hat sich bis zum Schluss fast nicht verändert.
01:07:17 Buddy
Manchmal muss man die Kultur verändern, damit die Leute verstehen, worum es geht.
01:07:21 Stefan Quante
Es War halt am Anfang herrlich anarchisch, ne? Also wir hatten alle Freiheiten der Welt, keiner unserer Chefs wusste eigentlich, was wir da genau machen, wir selber auch nur zum Teil. Und die meisten Sendungen waren ja live.
01:07:35 Stefan Quante
Also ja, zum Beispiel haben hin und wieder auch Gäste mal das Studio verlassen, sind einfach rausgegangen aus unterschiedlichen Gründen. Oder einer wollte gehen, ein Schauspieler, der gerade einen neuen Film gemacht hatte. Der wollte eigentlich nur über den neuen Film reden. Kai Wiesinger Berger. Nee, das war jetzt Kai Wiesinger. Ah, okay.
01:07:58 Stefan Quante
Und das Management bestand dann darauf, dieses Gespräch, diese Zusicherung hat es nicht gegeben. Aber der hat dann damit gedroht, entweder wird über den neuen Film geredet oder, Er verletzt das Studio. Das war jetzt blöd. Wie gesagt, eine Live-Sendung. Wir hatten auch keine Reserve. Dann haben wir kurz überlegt, wie wir jetzt mit der Situation umgehen und haben dann das Publikum instruiert und haben dem Publikum gesagt, wir waren also 100 Leute immer live im Studio und haben dem Publikum gesagt, passt mal auf, Leute, immer wenn die Stichworte neuer Film fallen, bitte aufstehen und frenetisch applaudieren.
01:08:41 Stefan Quante
Und da hat sich dann speziell Götz natürlich einen Spaß draus gemacht. Immer irgendwelche Wendungen zu finden, über einen neuen Film zu sprechen, hatte zum Beispiel so eine Filmrolle, damals noch analoge Fotografie, gab es Filmrollen, wir hatten ihm so eine Filmrolle besorgt, die er gerne einmal gezeigt hatte, Stichwort neuer Film, Publikum tobte, hatte Heidenspaß und irgendwann hat dann unser Gast das auch gemerkt und hat dann auch mitgespielt.
01:09:06 Buddy
Ja, Aber wann ist nicht Helmut Berger auch stiften gegangen?
01:09:10 Stefan Quante
Helmut Berger, weiß ich nicht, war nach meiner Zeit. Ich weiß, Hans Zacher ist abgehauen.
01:09:17 Buddy
Stimmt, der war auch so richtig stinkstiefelig mit seinem weißen Schal, den er da hatte. Ja, ja,
01:09:23 Stefan Quante
Und Ingo Appelt war unser Sidekick, der spielte ein einen Ermittler beziehungsweise jemand, der eine Taschenpfändung bei O. K. Weil er als verschuldet galt, ob er es wirklich war, weiß ich nicht. Jedenfalls hat er dann diese Taschenpfändung mit ihm machen wollen. Und das hat er zum Anlass genommen, aus dem Schule zu rennen. Wir wissen bis heute nicht, warum er sich geweigert hat, seine Taschen kontrollieren zu lassen, ob da irgendwas drin war, was nicht gefunden werden soll.
01:09:53 Stefan Quante
Ein Taschenkamm, jedenfalls zum Beispiel jedenfalls war er 10 Minuten lang weg, auch blöd in der Livesendung. Aber Götz und Christine haben das ganz gut über die Bühne gebracht und dann irgendwann kam er wieder zurück.
01:10:05 Buddy
Es waren ja auch ein paar Köche da, ne? Also über die Jahre gesehen, also Vincent Kling war, glaub ich, da,
01:10:11 Stefan Quante
Alles nach meiner Zeit. Und irgendwann haben wir, also mit wir meine ich jetzt die Anfangsredaktion, wir waren ja nicht vom Fach. Ich kam aus dem Regionalen, mein Kollege aus der Tagesschau, wie gesagt, und irgendwann hat er aber die Unterhaltungsredaktion übernommen. Und ich glaube, die Grundanarchie der ersten Folgen war dann auch nicht mehr so gegeben. War das dann etwas kontrollierter. Ablaufen soll, aber auch glaub ich nicht mehr live dann später.
01:10:40 Buddy
Aber legendäre Situation mit ich bin ein altes Zirkuspferd und all solche Sachen, also schon auch ganz ganz tolle Sachen, ne. Ja, aber war das dann so ein Punkt, wo du gesagt hast, O. K., jetzt bin ich da auf der einen Seite Reporter, bin in der Redaktion, bin Redakteur, jetzt bin ich dann da nicht mehr bei Zimmer frei, war das der Moment, wo du dich als Gastro Journalist erfunden hast?
01:11:03 Stefan Quante
Nee, das nee, Eigentlich war das vorher ja schon so und ich hab das in der Zimmer frei, das war super spannend, Zimmer frei, ja, aber es war für mich ja wesensfremd, weil ich ja von, also vom, vom bist du eine Spaßbremse, nee, kann ich gar nicht nachvollziehen, im Gegenteil überhaupt nicht, also zumindest journalistisch, aber vom Grundempfinden her bin ich Reporter und will rausgehen, Und will nicht im Regieraum sitzen oder im Studio oder an Sitzungen, Konferenzen teilnehmen. Eigentlich will ich raus, um Geschichten zu erzählen.
01:11:35 Stefan Quante
Das hat mir gefehlt in der Zeit.
01:11:39 Stefan Quante
Ich hätte trotzdem gerne da noch weitergemacht, aber bin zu meinem Glück gezwungen worden, weil mein damaliger Chefredakteur mich zurück in Düsseldorf haben wollte, als es eine neue Sendung gab, nämlich hier und heute Reportage, eine tägliche Viertelstundensendung, Plus die schon existierende samstägliche halbe Stunde, hier und heute unterwegs, und wollte, dass ich dahin zurückkehre.
01:12:06 Stefan Quante
Und das war das Beste, was mir letztendlich passiert ist, weil ich mich da richtig ausgucken konnte und ganz viele kulinarische Filme hatte. Gerade diese kleine Form, 15 Minuten, ist ein sensationell schönes Format, um kleinere Geschichten zu erzählen, in sich abgeschlossen, Ohne dass man zwanghaft 'n zweiten oder 'n dritten Protagonisten, 2.3. Strang noch etablieren muss, sondern man kann eine schöne runde Geschichte erzählen. So, und da war ich auch wieder Gründungsreporter, hab den den ersten Film da gemacht über das letzte Kölner Sechstage Rennen, war sie noch, und auch einen der letzten Filme über 'n therapeutisches Institut in Düsseldorf, wo Kinder mittels Tiertherapie.
01:12:51 Stefan Quante
Stark behinderte Kinder, denen das Leben da erleichtert werden soll. So und ganz viele Filme, die in dieser Zeit entstanden sind, das waren hunderte, ungefähr die Hälfte, haben einen kulinarischen Hintergrund. Also da konnte ich mich wirklich gut austoben und auch ganz schräge Themen anbringen, die sonst ohne weiteres so nicht laufen können.
01:13:10 Buddy
Also zum Beispiel der Sternekoch, der eine Pommesbude hat, zum Beispiel, ne. Hab ich auch dann 15 Jahre später geschafft, da mal gucken zu gehen und den gibt es ja wirklich. Ja genau, fand ich sehr pur.
01:13:20 Stefan Quante
Er Hat bei Wogol gearbeitet.
01:13:21 Buddy
Ne, ja, also ich, ich fand es witzig, wie, wie ich da war, wollt ihr nicht so zwingend drüber diskutieren, aber ich fand, fand das sehr, sehr lustig. Ja, aber du hast ja eigentlich, hast du ja die letzten, ja, 2030 Jahre wirklich mit dokumentiert, wie hat sich in dieser Republik das Essen verändert, das find ich schon sehr faszinierend und ich glaub, das ist auch wichtig gewesen, was du gemacht hast, weil Spektakuläres unspektakulär wurde. Also begreifbar wurde, El Bully beispielsweise. Ja, es wurde verständlich dadurch und nicht dadurch, dass da irgendjemand hingeht und sagt, ich schmeiß mal ein paar Moleküle durcheinander oder ich mach ein bisschen Rauch, sondern was dabei gedacht wurde.
01:13:55 Buddy
Ja, das find ich ganz wichtig, also für die, die kulinarisch interessiert waren und ich sag mal, kulinarische Bildung ist eben in meinen Augen nicht das, dass man Warenkunde betreibt, sondern dass man auch weiß, was geht drum rum, dass dieser Soul dann entsprechend mitkommt, find ich wichtig.
01:14:11 Stefan Quante
Also das war, Das war wirklich eine völlig andere Welt, in die wir da eingedrungen sind. Wir wussten auch nicht genau, was auf uns zukommt, dass da jetzt 2 Lebensmitteltechniker dauerhaft arbeiten und mit Ferran an neuen Dingen gearbeitet haben. Das war uns im Vorfeld nicht so klar. Das kam dann später irgendwann mal raus, ja. Wir haben uns überlegt, wer sind die Typen in den weißen Kitteln, was machen die? Die nicht bei wirklich beim Mise en Place mitmachen, aber irgendwas zu tuscheln haben immer. Also es hat ein bisschen gedauert und das war schon eine.
01:14:42 Stefan Quante
Eine Welt für sich, die weit entfernt ist von dem, was Alltagswirklichkeit häufig genannt wird.
01:14:52 Buddy
Wer haut schon Knallbrause in sein Essen?
01:14:54 Stefan Quante
Und Das ist ein ewiges Thema, was mich verfolgt hat. Die Diskussion, ob ich jetzt Film A, B oder C machen kann, ob der nah genug an der Alltagswirklichkeit ist.
01:15:06 Stefan Quante
Und nichts ist entfernter von der Alltagswirklichkeit als ein Film über das Elbouli. Das hat mit Alltagswirklichkeit gar nichts zu tun.
01:15:15 Stefan Quante
Darauf hab ich mal mit einem meiner Vorgesetzten gesprochen, den dem ich gesagt hab, dass ich gerne mehr dieser Filme machen würde. Da meinte er, nee, das Alltagswirklichkeit ist zu weit davon entfernt.
01:15:28 Stefan Quante
Argumentation meinerseits ging dann so, ja, nee, da bin ich anderer Meinung. Fernsehen ist auch dazu da, um Dinge, die völlig jenseits der Alltagswirklichkeit, Sind, zu zeigen, zu dokumentieren und den Leuten es zu überlassen, sich ihr eigenes Bild zu machen. Hab dann diesen Film erwähnt, der schon 10 Jahre alt war, aber immer noch gezeigt wurde. Und dann sagte er, ja, Moment, das ist doch dieser Koch, wo es da diesen Melonkaviar gab.
01:15:59 Stefan Quante
Da meinte ich, ja genau. Und der Koch, wo die Gäste sich dann, So Luftballons ins Gesicht geblasen haben, die dann nach Zitrone oder Orange gerochen haben, mein ich ja, ganz genau, hast du unseren Film gesehen, ach so, ja, mein ich ja, ja, Film haben wir gemacht und läuft immer noch, den hast du gesehen, obwohl du da nie essen warst. Ja, da hat man ja keinen Tisch gekriegt, hat er gesagt, ja klar, nee, selbst du als BDR Hierarch hättest da keinen Tisch bekommen auf normalem Wege, nur mit ganz viel Glück oder mit sehr, sehr, sehr guten Beziehungen, hättest du einen Tisch bekommen und trotzdem hast du den Film angeschaut.
01:16:33 Stefan Quante
Und trotzdem kannst du dich an einzelne Szenen erinnern und das ist doch eigentlich ein Beleg dafür, dass die Leute sowas auch sehen wollen. Also mit anderen Worten, es war oft ein Kampf für Filme, die sagen wir mal, nicht ausgetretene Pfade beschritten haben, sondern sehr abseitig waren.
01:16:54 Buddy
Ja, Ich hab jüngst mit einem Koch gesprochen, der gesagt hat, ja, diese ganzen Kochsendungen, Kochshows und so weiter, Ist ja eigentlich Pornografie, Ersatzhandlung, ne, die Leute kochen nicht, die Leute kaufen Convenience, aber gucken sich dann The Taste an oder diesel, das oder Küchenschlacht oder was auch immer, um dann dementsprechend diese an dieser Ersatzhandlung teilzuhaben. Wie würdest du das als Fernsehen machen?
01:17:19 Stefan Quante
Ja, Also ich mache ja solche Sendungen, mache ich ja nicht,
01:17:22 Buddy
Ich weiß, aber wie würdest du das bewerten?
01:17:23 Stefan Quante
Ja, ich glaube nicht, dass es, dass es wirklich pauschal so stimmt, Dazu erlebe ich oft genug Hobbykeuche wie dich, die großartige Sachen auf den Teller bringen, die vor 30 Jahren, also in den Kreisen, in denen ich mich bewegt habe, es nie zu essen gab und von Getränken mal ganz zu schweigen auch. Die sind auch deutlich besser geworden. Welches Beispiel da gerade vor uns im Glas? Schau doch in den Rheingau. Also da hat sich wahnsinnig viel getan.
01:17:54 Stefan Quante
Also das Niveau des privaten Kochens hat sich deutlich gesteigert. Was aber dringend notwendig war. Ja, also meine Großmutter zum Beispiel hat sensationell gut gekocht, besser als meine Mutter. Meine Mutter hatte allerdings auch darunter zu leid, dass es viele Dinge nach dem Krieg gar nicht mehr gab. Ne, also wir hatten ja kulinarisch ein höheres Niveau, speziell sagen wir mal vor dem Ersten Weltkrieg, glaube ich, als wir es in den 50er und 60er Jahren in Deutschland.
01:18:22 Buddy
Ja, aber in den Sechzigern, nee, Ende der 50er hat doch jemand, Eine Erdbeere mit einer Mandel gefüllt, glaub ich. Wahnsinn. Ja, war das nicht der Wilmrod oder Wilmrod, der Erfinder des Toast Hawaii, der angebliche Clemens, Wilmenrod, Clemens, Clemens, ja genau, ne, auch ich mein, den würd ich auch gerne, hätt ich gerne posthum noch mal im Podcast, weil ich glaub heute sieht es, sieht er nicht mehr so gut aus.
01:18:44 Stefan Quante
Aber Du hast ja demnächst jemand, der Toast Hawaii neu interpretiert hat in seiner aktiven Zeit, Herr Torbert, ja, das stimmt, hat ihm Lavision ein sensationelles Toast Hawaii gemacht.
01:18:54 Buddy
Ja, Ich, ich freu mich auch auf den Hans und ich glaub, das wird, wenn wir es hinkriegen, wird es sogar schon die nächste Folge und weil da muss ich ja auch sagen, da hast du uns ja praktisch zusammengebracht, aber das ist nur so ein Cliffhanger. Ja, also ja, ich erzähl da nicht viel, aber das, das, das war schon ganz, ganz cool und für mich war ja auch heute das schon sehr aufregend mit dir hier. Bei mir ist ja wirklich so, dass ich immer wieder das große Glück hab in in meinem kulinarischen und Podcast eben immer wieder Menschen zu treffen, auf die ich dann auch Bock hab, weil die mich dann irgendwo begeistert haben oder, Mich da für irgendwas motiviert haben und da, wie gesagt, da dank ich dir noch mal sehr, auch wenn ich natürlich wissen möchte, wie war der Dalai Lami, Dalai Lama, wie war er denn so, ist er wirklich so nett?
01:19:34 Stefan Quante
Ja, unglaublich nett, also wir hatten ihm, also das Prinzip dieser, dieser Promi Porträtreihe, die ich damals gemacht hab, war, Dass man was mit den Leuten unternimmt im Idealfall. Das war jetzt mit dem Dalai Lama so ohne, war das nicht möglich, aber irgendein,
01:19:48 Buddy
Ich stell mir grad vor, du gehst in Zoo, Ende,
01:19:49 Stefan Quante
Dann oder irgendwie so, irgendein, irgendein, als mit Gloria Gaynor waren wir im Delfinarium in Duisburg, weil die zum Beispiel mal einen Delfin streicheln wollte, solche Sachen. Ja, so mit dem Dalai Lama haben wir überlegt und wir wussten, sein Hobby ist Uhren zu reparieren und dann haben wir ihm eine Defektur mitgebracht in der Hoffnung, dass er direkt mal reinschauen will, hat er leider nicht gemacht. Aber zumindest hat er herzlich gelacht. Er hat bei 50% aller Fragen herzlich gelacht. Ist halt ein unglaublich warmherziger, menschenfreundlicher, mit großer Tiefe gesegneter, sehr ungewöhnlicher Mensch.
01:20:27 Buddy
Ja, für mich ist mal die Frage, ist das Masche oder sind die Menschen so?
01:20:32 Stefan Quante
Ja, Wer bin ich, dass ich das beurteilen kann, nachdem ich 'ne Stunde mit ihnen zu tun hatte? Das weiß ich nicht.
01:20:35 Buddy
Ja, Aber du hast ja ein Gefühl. Ich glaube,
01:20:38 Stefan Quante
Es war echt.
01:20:38 Buddy
Mhm, ein Gefühl ist doch schon mal gut. Also ich find Gefühl für 'n Ansatz. Glaube nicht, glaub ich nicht. Nein, nein, du, ich hab ja auch hier schon Leute kennengelernt, die sobald es Mikro lief, total nett waren und kurz danach dann sich hier sehr verändert haben. 23 gab es ja schon, ne, ja, ne, und Anfinne hab ich ihm falsche Fragen gestellt und was ich nicht glaube, sondern für die war der Job getan und hat die keinen Bock mehr. Mhm, aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist jetzt, jetzt sagst du bist gerade in Rente, was ich dir ja immer noch nicht abnehm. Also, ich arbeite ja weiter. Ja, kann ich mir nicht vorstellen, dass du in Rente gehst und dazu hast du noch viel zu viel Power.
01:21:13 Buddy
Aber jetzt stell dir mal vor, es ist egal wohin und wir nehmen mal Japan aus, ja, egal wohin, egal welcher Koch, egal was, was wäre jetzt das, was wo du sagen würdest, das will ich noch machen, die Reportage, den Film, die Serie, was auch immer, Filmisch.
01:21:32 Stefan Quante
Also wir haben noch nicht über Tauchen gesprochen, auch eine große Leidenschaft, die ich habe.
01:21:37 Buddy
Ja, aber das Essen so schwierig, unter Wasser. Ja, ja, ja,
01:21:40 Stefan Quante
Und das steht da nicht mehr im Vordergrund. Also die Galapagos-Inseln, die stehen auf meiner To-Do-Liste ganz weit oben, taucherisch, also unter Wasser. Das ist, das haben mir sämtliche Menschen, die was davon verstehen, gesagt, das ist das Spannendste, was es gibt, so an Unterwasserwelt.
01:21:55 Buddy
Also alles,
01:21:57 Stefan Quante
Alles tummelt, so rein filmisch. Ich würde gerne noch einen Film über Heinz Beck machen,
01:22:03 Buddy
Eben weil er so unbekannt ist,
01:22:06 Stefan Quante
Wir haben damals für den Film fast ausschließlich im La Pergola gedreht, aber dieses Imperium, das er aufgebaut hat, das ist größer geworden in der Zeit. Und als Journalist habe ich auch ein Interesse daran, Dinge, die unbekannt sind, bekannter zu machen. Und das ist, glaube ich, maximal unbekannt, dass er so dermaßen erfolgreich ist. Und wir haben da gar nicht drüber gesprochen, was er noch alles macht. Also er ist an 2 Unis, gibt da Vorlesungen, Er arbeitet an einem einem privaten oder für ein privates Sanatorium Schrägstrich Hotel, sehr hochkarätig, entwickelt dort für vermögende Patienten individuelle Menüs, Diätmenüs, fährt da einmal die Woche hin, um das mit denen zu besprechen, was sie brauchen und entwickelt dann das, was denen bekommen wird, mutmaßlich.
01:22:58 Stefan Quante
Ja, da steht da eine ganze Menge von. Und allerdings ist er Direktor Anakolinarischer Direktor für die Urnexpress Züge. Also da gäbe es so viel Stoff mit ihm wie mit kaum einem anderen.
01:23:09 Buddy
Stell ich mir herausfordernd vor, im Orient Express wirklich Sterne zu kochen.
01:23:14 Stefan Quante
Ja, ist es sicherlich auch. Wird wahrscheinlich auch nicht gehen. Er hat ja auch nicht in jedem seiner Restaurants einen Stern. Ist auch nicht der Anspruch. Er hat ja auch ein Flughafenrestaurant. Da muss man auch nicht unbedingt ein Sterneniveau essen. Aber sein Anspruch ist halt, dass es auf jeden Fall gut ist, mit guten Produkten, Und vielleicht auch passgenau für das Ambiente, in dem man da ist. Im Zug oder im Flugzeug, wie gesagt, da weiß jeder, dass da nicht echt, also im Flugzeug noch weniger, als im Zug, dass da echt gekocht werden kann.
01:23:52 Stefan Quante
Obwohl in Zügen das schon erstaunlich ist.
01:23:55 Buddy
Ja, ja, ich finde, absolut. Da habe ich auch schon sehr gut gegessen. Und es geht auch mehr als Beutel aufwärmen, habe ich mir sagen lassen. Wenn die, ja genau, man muss es wollen. Aber du, ich hab noch 4000 Fragen mehr, das machen wir ein andermal, dann ist vielleicht auch der Carsten dabei, weil wie gesagt, Carsten lässt lieb grüßen, ist heute halt nicht dabei, er muss ein bisschen schreiben. Ihr wisst, der gute Carsten ist einer der für mich faszinierendsten Autoren derzeit, weil er nämlich wirklich in Welten abtauchen kann und die auch beschreiben kann, wo ich mal ganz neidisch bin, dass dass er sowas kann und deswegen lässt er lieb grüßen.
01:24:27 Buddy
Beim nächsten Mal ist er wieder mit dabei und er wäre auch gerne jetzt mit dabei gewesen. Ja, Aber das müssen wir nachher nachholen und dann, das machen wir in Köln beim uns bekannten Gastronomen vielleicht zum Mittagessen, ne, und da können wir gut vorstellen, dass wir das, dass wir das hinbekommen. Ich dank dir von Herzen, aber wir haben ja noch ein paar Sachen, weil wir haben ja eine Playlist und diese Playlist, damit kann man so Lieder ansagen, die man gerne da drauf hätte und ich hab, ach, meine Güte, was wäre denn bei dir und hab mir gedacht, Nina Simon kennst du vielleicht und dann Feeling Good,
01:25:00 Buddy
Ja, dieses Ding, Dicke, Dicke, Ding, Ding, ja, na genau, das wäre jetzt mein Wunsch auf der Liste, such dir auch was aus, mein Freund, was wäre denn der Song für dich?
01:25:10 Stefan Quante
Ach, Ich bin alter Bowie Fan, da kommt vieles in Frage, also zum Beispiel auch Heroes, sehr gerne.
01:25:20 Buddy
Ja, Haben wir schon,
01:25:21 Stefan Quante
Habt ihr schon,
01:25:22 Speaker 3
Ist auch zu traurig. Ach ja, schauen wir noch,
01:25:30 Speaker 3
Ach, da Jazz, ist Jazz O. K. Oder ist es Leader?
01:25:34 Stefan Quante
Nein, nein, nein. Ja, ist nicht sehr originell, aber Köln-Konzert von Keith Garrett ist etwas, was ich unendlich oft mit großem Vergnügen hören kann.
01:25:43 Buddy
Köln-Konzert von Garrett.
01:25:47 Speaker 3
Keith Garrett. Keith. Ja, O.
01:25:52 Buddy
K., ich guck mal, was ich find.
01:25:54 Speaker 3
Und natürlich,
01:25:56 Buddy
Herbert Grönemeyer, ist ja klar, Bochum aus dir. Ja, ja, aber Bochum haben wir auch schon, sonst hätte ich sie jetzt ja auch mit auf die Liste genommen, weil du bist ja Bochumer. Die Currywurst? Currywurst könnte ich nochmal gucken.
01:26:07 Stefan Quante
Das ist ja die Dönninghaus-Currywurst, eine meiner ersten kulinarischen Erfahrungen. Also immer, wenn ich in die Bochumer Stadt ging, über die Kortumstraße, die damals noch von Autos befahren werden durfte, also durchs Bermuda-Dreieck, durchs heutige, Kam man neben dem Uniontheater, also im Kino, kam man an Dönninghaus vorbei und Dönninghaus hatte damals schon diese Wurst, ich glaube nur als Bratwurst. Currywurst war, mein ich, noch nicht im Angebot.
01:26:39 Stefan Quante
Ich hab jedenfalls, ich konnte nicht daran vorbeigehen, um daran darum zu betteln, dann jetzt eine Bratwurst essen zu können. So eindrücklich,
01:26:47 Buddy
Die Weihnachtsmarktbude war das, ne, das war nur so eine Weihnachtsmarktbude.
01:26:52 Stefan Quante
Bude, das war 'ne kleine Bude. Ja, ja, also das, was da heute am gleichen Standort steht, hat ja damit nichts mehr zu tun. Das war winzig klein, ganz tief sitzende kulinarische Erfahrung und das ist auch für mich die Referenz Currywurst.
01:27:04 Buddy
Ah, absolut. Also da, das ist wirklich so, das ist so die 1.0,
01:27:09 Stefan Quante
Da kann auch in Berlin nichts dran. Ja, wer es auch immer erfunden hat, ist mir egal, ob die Hamburger, die Berliner oder ob die im Ruhrgebiet entwickelt wurde. Aber die beste Wurst ist einfach.
01:27:21 Buddy
Ich geb dir recht, ob es jetzt die allerbeste ist, weiß ich nicht, aber jetzt für für Currywurst, ja, weil es gibt eine Tradition in unserer Familie, insbesondere wenn Frauen dich ins Kino gehen, wir lieben das Union, ja, und ich mag das deswegen, weil es gibt sind kleinere Kinos, es gibt auch mal was in den Original mit Untertitel, das ist jetzt weniger Nikolas, aber wir, wir können da auch immer schön Filme gucken, die woanders noch nicht so so hip sind oder die noch nicht angelaufen sind oder die dann nicht mehr laufen. Und das sind auch Kinos, die sind so dunkel, dass du weinen kannst, ohne dass es nebenan jemand sieht. Ja, und ich bin ja ein großer Fan davon, den Kinos zu weinen und das letzte Mal hatten wir einen Film mit Jörg Heckmann und da hab ich auch geweint, meine Güte, und danach gab es eine Currywurst als Belohnung, ja, oder davor dann,
01:28:03 Stefan Quante
Ne und deine Frau merkt das, dass du weinst. Definitiv, Weil du hemmungslos weinst. Absolut und ich unterdrück das immer, echt ich, ich, also ich glaube, sie hat es bis heute, wahrscheinlich, also wenn sie das jetzt hören, söhnt, wird sie es erfahren. Ute ist es, ne, Ute, ja, liebe Grüße an Ute, ja, richtig gerne aus, also ich verdrück mir auch schon mal ein Tränchen, wenn der Film wirklich gut gemacht ist,
01:28:23 Buddy
Ja, also ich, ich, mich kriegst du komplett damit, also wenn, also es gibt Filme, die, da steh ich eigentlich nicht unter Wasser, aber das ist noch ein anderes Thema, da, da streben wir ein andermal drüber und, Ich dank dir von Herzen, dass du praktisch mit elektrischer Unterstützung hierher gekommen bist. Ja, also nicht mit dem Auto, sondern mit dem E-Bike und das hatten wir auch noch nie. Ja, nee, hatten wir nicht und aber ich hab jetzt gelernt, demnächst muss ich dann dir wohl die Tasche tragen und auf dem Golfplatz, der ist ja hier in der Nähe und ich bin mal gespannt, wie das wird, ne und ich werde darüber berichten.
01:28:55 Buddy
Stefan, es war mir ein Fest.
01:28:56 Stefan Quante
Mir auch vielen Dank für die Einladung und den exzellenten Chardonnay aus dem Rheingau.
01:29:00 Buddy
Ja, also hier noch mal an Verena Schöttle, ne, Also die Winzerin meines Herzens, ne, also was den,
01:29:05 Stefan Quante
Was den Schal und der schmeckt auch warm noch.
01:29:06 Buddy
Ja, Klodusch holst der, der hat halt Struktur, der hat halt Eier, ne, und in diesem Sinne, ihr da draußen, gehabt uns wohl, ne, bis dahin, ciao, ciao.
01:29:16 Buddy
Danke fürs Zuhören bei den Soul Food Passionistas, ihr könnt uns erreichen unter, Info@soulfoodpassionistas.de also wenn uns supporten wollt unterstützen wollt oder einfach nur ein paar Tipps loswerden möchtet immer her damit und auch Kritik ist natürlich gern genommen nur so können wir wachsen und in diesem Sinne bleibt uns gewogen wir hören uns an dieser Stelle und empfiehlt uns weiter ciao ciao.