MKN Küchenschnack
Ihr erhaltet einen direkten Blick in die Welt der Profiküche im Podcast "MKN Küchenschnack"
Mit einem Augenzwinkern und einer Prise Humor präsentiert euch Tom nicht nur neue revolutionäre Food-Konzepte, sondern tauchen auch tief in den Alltag und Hintergrund der Profi Küchenhelden ein.
Aber das ist noch längst nicht alles! Ihr dürft euch auf packende Geschichten und spannende Interviews mit coolen Kochgrößen der Branche freuen. Lasst euch von ihren kulinarischen Abenteuern inspirieren und holt euch wertvolle Geheimtipps direkt aus der Meisterküche.
"MKN Küchenschnack" ist der Podcast, der euer Küchenherz höherschlagen lässt. Modern, cool und vollgepackt mit Insiderwissen – ein absolutes Muss für alle Feinschmecker, Kochbegeisterten und Gastronomieprofis da draußen.
Schnallt euch an und genießt die Show!
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MKN Küchenschnack
#119 Linda Grimm – Fräulein meets Chefs
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In dieser Folge KüchenSchnack stellen wir euch das Café Fräulein Wunder aus Braunschweig vor. Unsere heutige Geschichte ist auch die von Linda, der Inhaberin des Cafés. Mit ihrer offenen und lebensfrohen Art verleiht sie dem Café einen herzlichen Charme.
Verpasst nicht, wie Sie ihre Pläne für die Zukunft skizziert und die Anpassungen, die notwendig sind, um den Bedürfnissen ihrer Gäste noch besser gerecht zu werden.
Shownotes:
https://www.cafe-fraeuleinwunder.de/
https://www.instagram.com/cafefraeuleinwunder/
https://www.facebook.com/CafeFraeuleinWunder/
Kapitel
00:00:00 Einleitung
00:04:28 das „Cafe Fräulein Wunder“
00:05:40 vom Marketing in die Gastronomie
00:09:09 Führungskraft & Ängste
00:15:15 der erste Businessplan 2012 und der Start
00:20:20 bake, backe… Scones, Brötchen., Pancakes
00:24:19 Mehr Gäste weniger Gewinn, what to do?
00:28:50 Corona – wenns läuft dann läufts
00:32:30 nach der Krise, das 2. Mal betriebswirtschaftlich neu justiert.
00:35:30 Fräulein meets Chef – the next step
00:42:20 Das Geschenk
00:44:20 Freie Rednerin
00:48:00 Im Zweifel muss man ehrlich sein und manchmal Entscheidungen treffen.
00:50:00 10 Fragen und Antworten
Heute im MKN Küschenschnack Linda Grimm vom Café Fräulein Wunder.
SPEAKER_04Also eigentlich war wirklich der klassische Auslösersatz, also wenn wir ein eigenes Café hätten, würden wir das so und so machen. Und der ist an diesem Abend hängen geblieben und das war Weihnachten 2012. Und da ist diese Idee gereift. Und alle haben gesagt, das kannst du nicht machen, das kannst du dir in der Gastro nicht erlauben. Und ob ich mir das erlauben kann, wenn ich den Leuten und wenn die Gäste fragen, dann erzähle ich das auch einfach. Wenn ihr wollt, dass es inhabergeführte Leben weiterhin gibt, muss man sich halt einfach auch mal ein bisschen darüber Gedanken machen, was da halt hinter steckt und was man vielleicht auch für Schritte gehen muss. Das ist ja auch ein Stück weit meine Erfahrung aus dem Marketing, wo man ja auch immer sagt, die Marke muss halt irgendwie eine Persönlichkeit sein. Und dementsprechend musst du da irgendwie eine Vision haben. Und ich bin ja direkt nach meinem Studium in eine Führungsposition gekommen und ich musste auch erst mal meine Erfahrungen sammeln. Aber ich glaube, der große Faktor war auch wenig Unterstützung im Rücken und dann sehr viel Kontakt natürlich auch mit den Managern vom Konzern, die dich natürlich auch nicht mit Samthand schon angefasst
SPEAKER_03haben.
SPEAKER_04Und dass da der psychische Druck tatsächlich irgendwann groß war und da auch Arbeitsplätze dran hingen von einem Team, was ich da betreut habe, was extern eingesetzt war und so was. Also verschiedenste Dinge. Das hat mich dann tatsächlich bis spät in die Nacht oder durch die Nacht tatsächlich auch mental begleitet. Und das habe ich ganz, ganz doll gespürt.
SPEAKER_01Ich war heute in Braunschweig beim Café Fräulein Wunder bei der lieben Linda Grimm. Linda kommt aus dem Marketing, war innerhalb kürzester Zeit sehr, sehr erfolgreich. Und hat dann nach einer kleinen Auszeit hier dieses Café übernommen und zu dem gemacht, was es heute ist, nämlich eine sehr bekannte Einrichtung hier in der Braunschweiger Gastronomie. Und Linda hat mir ganz viele Dinge erzählt, die euch in eurer Gastronomie, in eurer Hotelleration auch helfen können. Und jetzt wird sie noch mit einem neuen Konzept durchstarten, was sich nennt Fräulein Meats Chef. Auch darüber haben wir gesprochen. Seid gespannt. Viel Spaß bei der heutigen Folge Küchenschnau.
SPEAKER_02Hier ist der MKN Küchenschmack. Taucht ein in die Welt der Profiküchen
SPEAKER_01mit Tom. Hi Linda.
SPEAKER_02Hi Tom, schön, dass du da bist.
SPEAKER_01Das war jetzt überhaupt nicht gestellt.
SPEAKER_04Gar nicht.
SPEAKER_01Linda, wo durfte ich denn heute hier hinfahren? Wo bin ich heute?
SPEAKER_04Du bist heute im Braunschweig und zwar in der Ratsbleiche.
SPEAKER_01Kennt jeder.
SPEAKER_04Kennt jeder, ganz genau. Nein, im Café Fräulein Wunder. Ich weiß nicht genau, was ich dir dazu der Lage genau erzählen kann, ehrlich gesagt.
SPEAKER_01Also es ist ja so, ich bin am Samstag mal in Cognito hierher gefahren und ich muss gestehen, ich war früher noch nie im Café Fräulein Wunder. Ich komme ja auch nicht aus Braunschweig. Ich hätte mir jetzt die Umgebung ein bisschen anders vorgestellt. Das ist ein Wohnviertel, wo
SPEAKER_04du hier bist. Genau.
SPEAKER_01Und du hast hier, ja, vor einigen Jahren, das werden wir jetzt natürlich alles gleich mal ein bisschen aufträufeln, dieses wunderschöne Café für dich aufgebaut und gefunden. So kann man das, glaube ich,
SPEAKER_04sagen. Ja, vielen lieben Dank erstmal dafür. Ja, ich finde es auch besonders tatsächlich, dass es hier im Wohngebiet ist und einer der meiner Meinung nach schönsten Straßen im Braunschweig, wo alles noch wirklich mit schönen Bauten ist, schön bepflanzt und so weiter. Ich habe... Damals war gar nicht so sehr über die Lage nachgedacht. Ich fand die Räumlichkeiten so schön und dann hat sich das alles so gefügt. Es hat sehr, sehr gut zu dem Konzept, was für uns vorschwebte, gepasst und dementsprechend haben wir uns dann für diese Immobilie hier entschieden. Hat sich dann manchmal irgendwie, wie es sich dann ergibt.
SPEAKER_01So soll es sein. Genau. Also wir werden heute mal so ein paar kleine Ausflüge machen. Und warum wir das heute machen? Wir wollen auf der einen Seite ein bisschen Mut. Wir wollen ein bisschen Energie geben in der Gastro. Wir wollen natürlich das Kaffee Fräulein Wunder ein bisschen vorstellen. Und wir wollen ganz zum Schluss auch den einen oder anderen Blick in die Zukunft wagen. Denn hier wird sich ein bisschen was verändern. Hier wird sich was entwickeln. Und die Geschichte wollen wir jetzt mal erzählen. Rückblickend erzählen und vor allen Dingen auch nach vorne blickend erzählen und das ist eine schöne Sache. Du hast dieses Café jetzt über zehn Jahre, ist das
SPEAKER_04so? Ist so, es werden elf dieses
SPEAKER_01Jahr. Elf dieses Jahr. Wann hast du denn deinen ersten Schritt hier reingesetzt?
SPEAKER_04Also den ersten Schritt rein war... Anfang 2013, wo ich mir die Immobilie einmal angeschaut habe, dann habe ich am 1.5. den Schlüssel bekommen und am 1.6.2013 haben wir schon aufgemacht.
SPEAKER_01Genau. Ich sage mal, mein Eindruck, als ich hier am Samstag das erste Mal reingekommen bin, es ist sonnig, es ist hell, es ist... Ich sage mal, mein Begriff Vintage. Das ist so der Begriff, der mir sofort eingefallen ist. Es ist aber nicht kitschig, sondern es ist halt wirklich so ein bunter Mix aus Vintage-Style. So würde ich das mal ausdrücken. Das ist ein authentisches Café. Ich bringe das irgendwie ein bisschen mit Dänemark in Verbindung. Ich war in Dänemark so ein paar Mal in so Cafés drin, wo ich sowas wiedererkannt habe. Das lädt ein bisschen zum Träumen ein. Und das Publikum, was man hier gesehen hat oder was man sieht, ist... schon ein bisschen mehr weiblich, muss ich sagen. Kann man das, glaube
SPEAKER_04ich, so... Ja, kann man schon festhalten. Auf jeden Fall mehr Frauen als Männer. Aber ich bin auch stolz darauf, dass es auch die eine oder andere Männerrunde gibt, die hier regelmäßig
SPEAKER_01einkehrt. Regelmäßig,
SPEAKER_04sagst du? Ja, ja, doch. Es gibt schon auch die Männergruppen, die hier mal frühstücken kommen. Aber es ist schon... Also, wenn ich es jetzt so schätzen müsste, sind es schon 70 Prozent weibliches Publikum oder Pärchen natürlich auch.
SPEAKER_01Publikum 70 Prozent, habe ich jetzt mal so
SPEAKER_04geschätzt. Siehst
SPEAKER_01du, hast wohl Ahnung. Ja, das sieht man so ein bisschen. Ja, klar. Und um ein Klischee direkt mal von vornherein wegzuräumen, du bist keine gelernte Köchin, du bist keine gelernte Restaurantfachfrau, sondern dein Hintergrund ist BWL und Marketing. Da werden wir jetzt nochmal drüber sprechen, aber muss man aus deiner Sicht Restaurantfachmann, Köchin sein, um sowas machen zu können?
UNKNOWNÄh,
SPEAKER_04Also grundsätzlich kommt drauf an, wie dir jetzt sowas, also sowas wie das Kaffee jetzt, würde ich sagen, nein, musst du nicht. Also ich will jetzt da niemandem irgendwas absprechen. Ist natürlich immer gut, Ahnung zu haben. Und ich merke ja auch jetzt oder habe im Laufe der Jahre gemerkt, wie viel Hintergrundwissen da halt auch dienlich sein kann, wenn du Ahnung von Prozessen in der Küche hast und wie du was standardisieren und professionalisieren kannst. Aber grundsätzlich kannst du das auch mit viel Fleiß mitmachen, würde ich behaupten. Und Interesse natürlich an dem Ganzen, was das Kochen angeht und was die Abläufe angeht. Ich würde sagen, Küche ist, glaube ich, das kritischere Thema ungelernt als Service, weil da kannst du dir, glaube ich, sehr, sehr viel, sehr schnell autodidaktisch drauf schaffen, wenn du dich da ein bisschen mit beschäftigst und optimierst. Und ich muss natürlich sagen, dass Betriebswirtschaft im Hintergrund natürlich... Ja, tatsächlich meiner Meinung nach total von Vorteil
SPEAKER_01ist.
SPEAKER_04Für jedes
SPEAKER_01Business. Ja, das hast du ja hier auch reingebracht. Da werden wir auch noch ein paar Minuten drüber reden dann gleich. Aber was du jetzt so im Beisatz gesagt hast, das ist glaube ich ganz wichtig. Dir fliegen hier die Euro-Scheine nicht hinterher.
SPEAKER_04Nein.
SPEAKER_01Das hat was mit harter Arbeit zu tun. Und jeder, der auch so in die Selbstständigkeit sich entwickelt und in die Selbstständigkeit muss das im Prinzip wissen, dass man hier... Absolut. Ganz genau. Das sind so die Punkte. Da
SPEAKER_04führt kein Weg dran vorbei. Du hast so viele schlaglose Nächte. Da musst du schon richtig buckeln. Aber es macht Spaß. Und wenn du die richtigen Leute um dich hast, die dich damit supporten, ist das, glaube ich, auch ein ganz wesentlicher Faktor.
SPEAKER_01Es hat sich ein bisschen eingebürgert, dass ich meine Gäste vorstelle. Das war bei dir so so. Also es ist nicht alles zu erkennen. Ein bisschen was musste man ein bisschen tiefer reingraben, aber doch ein paar Sachen habe ich wirklich rausgefunden. Du bist irgendwas jetzt vom Altertechnik her, irgend sowas zwischen 20 und Mitte 30, sage ich mal.
SPEAKER_05Danke Tom. Danke. Ich höre natürlich Schweig einfach an der Stelle. Nein, vielen lieben Dank. Ja, genau.
SPEAKER_01Du hast BWL an der Welfenakademie studiert und hast dort auch abgeschaut. Ja, genau. Sehr viel erreicht, warst auch sehr, sehr erfolgreich, darf ich glaube ich mal so als Außenstehender sagen, was man so hört und liest und weiß. Vielen Dank. Und du bist über einen schnellen Zeitpunkt sehr weit nach oben gekommen. Und das hat dich an den Punkt gebracht. dass da irgendwo dann auch ein Punkt war, wo ein bisschen der Stecker gezogen werden musste, wo du eine Situation in deinem Leben erreicht hast, wo du gesagt hast, oh, jetzt muss ich erstmal eine kleine Auszeit nehmen, jetzt muss ich erstmal über mich selber gehen. Wir gehen jetzt mal wirklich in deine Mit-20er zurück. Wie erinnerst du dich an diese Zeit? Was ist damals passiert?
SPEAKER_04Ja, es ist... Also wenn ich da so zurückdenke, das war schon krass. Also erstmal war es sehr, sehr positiv. Also ich war, ich glaube, es ging viel auch mit fehlenden Visionen, wie es jetzt für mich weitergeht, zusammen nach meinem Abschluss. Habe aber dann sämtliche Gelegenheiten irgendwie geboten bekommen in meiner Firma und habe aber erstmal alles mitgemacht und hatte immer schon die Einstellung, mich sehr, sehr mit meiner Arbeit identifizieren zu wollen. Und dadurch ist so ein schleichender Prozess irgendwie reingekommen, dass immer mehr Arbeit, immer mehr Druck und so weiter aufkam, obwohl ich das gar nicht so richtig realisiert habe, weil ja immer alles ganz, ganz toll war, weil es ging ja immer weiter nach oben. Ich hatte mehr Verantwortung, ich hatte mehr Chancen, Möglichkeiten, Perspektiven, dass ich das erstmal gar nicht gemerkt habe, bis ich dann irgendwann eines Tages... Ja, da saß und gar nicht mehr wusste, womit ich anfangen sollte bei meiner Arbeit. Ich habe Ängste entwickelt, ich hatte irgendwie Schwierigkeiten.
SPEAKER_01Aber kann man sich das wirklich so vorstellen, dass du dann gesagt hast, der Tag ging irgendwie früh um sechs, um sieben bei dir los, aber hat aber eigentlich einen Abend vorher gar nicht aufgehört?
SPEAKER_04Nee, gar nicht.
SPEAKER_01Das war mehr oder weniger 24-Hour-Volgar
SPEAKER_04sozusagen. Ja, so ungefähr schon. Also jedenfalls in meinem Kopf. Selbst wenn ich Feierabend gemacht habe, es gab auch viele Leerläufe. Ich meine, ich war ja auch noch relativ jung. Ich bin ja direkt nach meinem Studium in eine Führungsposition gekommen und ich musste auch erst mal meine Erfahrungen sammeln. Aber ich glaube, der große Faktor war auch wenig Unterstützung im Rücken und dann sehr viel Kontakt natürlich auch mit den Managern vom Konzern. die dich natürlich auch nicht mit Samthandschuhen angefasst
SPEAKER_03haben.
SPEAKER_04Und dass da der psychische Druck tatsächlich irgendwann groß war und da auch Arbeitsplätze dran hingen von dem Team, was ich da betreut habe, was extern eingesetzt war und so weiter. Also verschiedenste Dinge. Das hat mich dann tatsächlich bis spät in die Nacht... Oder durch die Nacht halt tatsächlich auch mental begleitet irgendwann. Und das habe ich halt ganz, ganz doll gespürt. Und dass sich meine Batterien dann irgendwann tatsächlich auch einfach nicht mehr aufgeladen haben. Und ich habe es dann, glaube ich, ganz deutlich gespürt, als ich dann das erste Mal in dieser Zeit mal drei Wochen im Urlaub war. Und ich mich nachts tatsächlich mit Tränen in den Schlaf gewälzt habe und gar nicht wusste, wieso, weshalb, warum. Also irgendwas war einfach verkehrt und hat sich nicht mehr gut angefühlt. Und wenn ich mich da so an die Zeit zurückerinnere, war das sehr viel, glaube ich, erst mal auch mit Scham verbunden, weil ich dachte, das liegt an mir. Ich bin nicht... Ja, man kann mich nicht genug belasten, ich bin zu schwach, ich bin nicht taff genug und so weiter. Und bis ich mich dann irgendwann tatsächlich erst mal im privaten Umfeld dann vertraut habe, weil selbst das war ein immenser
SPEAKER_01Schritt. Das sagst du jetzt so selbstverständlich, aber das war jetzt auch ein Prozess, dass du jetzt heute darüber reden kannst. Weil damals, also ich sag mal vor acht, neun, zehn Jahren, hätte dir das wahrscheinlich in dem Moment sofort die Tränen in die Augen gezogen. Ja,
SPEAKER_04natürlich, klar. Das war ganz schlimm. Also das Begleite hat einen ganz, ganz ewig begleitet.
SPEAKER_01Und du hast dann irgendwann gesagt, okay, stopp, ich brauche Ich brauche jetzt eine Auszeit, ich nehme jetzt eine Auszeit, ich mache eine Auszeit, waren Ärzte dann im Hintergrund, volle Programm hast du sozusagen gestellt. Da war aber noch nicht mal im Ansatz dran zu denken, dass du mal
SPEAKER_04in die Gastronomie gehst oder geschweige denn von dem Café. Aber es war genau das Richtige. Und da hatte ich noch gar keine Ahnung, wie das jetzt für mich weitergeht. Da war ich, glaube ich, zu dem Punkt nur darauf gepolt, irgendwie wieder auf die Spur zu kommen. Aber mit dieser Freizeit dann und mit dieser Zeit, sich ein bisschen runterzukommen und zu sammeln und mal wieder so ein bisschen zu spüren, wer bin ich eigentlich? Was will ich im Leben? Und wie geht es mir womit? Und was sind wirklich meine Prinzipien? Und was sind eigentlich auch die Dinge, die mich so fertig machen gerade an meinem Job? Und vieles war halt wirklich zwischenmenschlich. Und ja, und letztendlich war das mit der Gastro dann Das soll jetzt gar nicht despektierlich klingen, aber eigentlich war es in erster Linie nicht, dass ich da schon, also ich hatte da schon immer Interesse dran. Also es hat mich immer sehr, sehr interessiert. Ich war sehr viel essen und habe
SPEAKER_01das immer sehr genossen. Du hast auch in deinem Studium, glaube ich, gekellnert. Ja, ja,
SPEAKER_04genau. Ich habe auch immer in einer Gastro schon gearbeitet, während der Schulzeit auch schon. Aber das war jetzt nichts, was im ersten Moment in meinem Kopf war, dass ich das irgendwann mal machen möchte. Es kam dann eigentlich erst in der Zeit, als dann in einem Gespräch mit meiner Family... dieses Thema aufkam. Also eigentlich war wirklich der klassische Auslösersatz, also wenn wir ein eigenes Café hätten, würden wir das so und so machen. Und der ist an diesem Abend hängen geblieben. Und das war Weihnachten 2012. Und da ist diese Idee gereift.
SPEAKER_01Du hast ein Jahr, sag mal mal, die Auszeit genutzt, gemacht, machen müssen, dürfen, wie auch immer. Und jetzt hast du es ja gerade schon gesagt, es gab so einen Running Gag in eurer Familie. Wenn wir mal ein kleines Café machen und, und, und. So und jetzt die Braunschweiger hier in der Region, die kennen vielleicht früher das sogenannte Kaffee Crack Das war das Café früher. Und jetzt kommt deine Schwester um die Ecke, die Nadine, und zeigt dir plötzlich eine Annonce in der Zeitung und sagt, du, das Café Crack wird frei. Und jetzt hat doch der Marketingmanager wieder das instinktiv gehandelt und hat gesagt, Mensch, das gucke ich mir mal
SPEAKER_04an.
SPEAKER_01Wie muss man sich das Zeitfenster zwischen Annonce gesehen und Das mache ich wirklich. Wie muss man sich das vorstellen?
SPEAKER_04Das Zeitfenster? Boah, ich glaube, das war kein Monat. Tatsächlich. Also ich muss aber dazu sagen, dass ich vorher den Businessplan schon fertig geschrieben hatte, dass ich mir schon Gedanken über das Kaffee-Konzept gemacht hatte anhand unseres Gesprächs vorher schon, dass ich damit angefangen hatte in der freien Zeit, wo ich ja eh zu Hause war, habe ich jeden Tag dann am Laptop gesessen. Ich habe gerechnet, ich habe das Konzept irgendwie aufgeschrieben, wie ich es machen würde, weil ich einfach ein Bauchgefühl hatte. Und ich hatte mir vorher schon die ein oder andere Immobilie mal zum Spaß angeguckt, um ein Gefühl für die Sache zu kriegen, bis dann letztendlich ja genau meine Schwester mir diese Annonce geschickt hatte. Und da habe ich direkt am gleichen Tag noch beim Makler angerufen. Und hatte dann die Woche drauf einen Besichtigungstermin.
SPEAKER_01Aber wie muss ich mir das vorstellen? Du sitzt jetzt hier im Park. Hast wahrscheinlich damals noch kein iPad gehabt, sondern ein Buch und da sitzt dann die Linda, die hier keine Ahnung wie viele Millionen vorher gewälzt hat für die Automobilindustrie und schreibt dann mit einem, also ich stelle mir das jetzt mal so bildlich vor, sitzt du mit einem Füller und schreibst dann, okay, ich möchte so und so viel Kaffee verkaufen, ich möchte so und so viel Kuchen, weil Kaffee war glaube ich klar, dass es in Richtung Kaffee geht, das war verankert, sage ich mal. Und dann hast du aufgeschrieben, hast du ein bisschen runtergerechnet, das bräuchte ich am Personal, so könnte das funktionieren, hast dann ein paar Lehrgänge besucht, so dass du ein bisschen hast, oder wie muss Na
SPEAKER_04gut, ich habe mir, also was das Kalkulieren und so weiter angeht oder gerade was den Businessplan angeht, habe ich mir einfach nur Literatur bestellt, um halt das ein Stück weit auf die Gastro zu adaptieren. Und da habe ich mich schlau gelesen, habe im Internet ganz, ganz viel geguckt und recherchiert und dann hatte ich ein paar, also Seminare habe ich halt eigentlich mehr zur Lebensmittelhygiene und sowas besucht, als dann klar war, dass ich da halt einfach Interesse dran habe und mal schauen wollen würde, was ich da beachten müsste und welche Auflagen ich erfüllen müsste. Und ja, also ich meine, ich hatte natürlich durch mein Studium schon gewisse Vorkenntnisse, wie man vielleicht an so einen Businessplan rangeht. Und dann habe ich einfach gesagt, ich schreibe jetzt erstmal schön auf, was ich mir halt in meiner romantischen Vorstellung von so einem Café erhoffe. Was möchte ich machen? Was ist so ein bisschen der Plan? Und dann habe ich mir anhand dieser Literaturhilfe dann geschaut, wie gehe ich an die Sache ran und habe dann geguckt, wenn ich mir die Rezepte mal ausgesucht habe, wie mache ich das? Dann habe ich mir wirklich alle einzelnen Bestandteile ausgerechnet und habe mir erstmal meine Preise kalkuliert, indem ich halt wusste, was ist mein Wareneinsatz für jedes Gericht und habe dann geschaut, wie ist denn so die typische Gänge-Kalkulation in der Gastro in Deutschland. Und dann habe ich halt angefangen, das für jedes Produkt, was ich mir vorstelle, in meinem Café anzubieten, wirklich einzeln ausgerechnet. Und dann habe ich geschaut... Wie groß so eine Immobilie sein könnte, wie viele Plätze hat man da? Und ich bin eigentlich gar nicht so rangegangen, wie viele Brote oder wie viele Brötchen muss ich denn jetzt verkaufen, sondern ich habe eher geschaut, was hat man denn an Pachtkosten, was hat man an Personalkosten und habe versucht, das Ganze von hinten aufzurollen, dass ich dann irgendwie schauen muss, was brauche ich denn für einen Umsatz pro Sitzplatz, pro Tag, pro Woche, pro Monat, damit ich ungefähr weiß, wo muss ich denn hin, weil letztendlich sind es ja alles nur Planzahlen. Ich weiß ja nicht, ob die Leute dann am nächsten Tag wirklich kommen. Ja, so habe ich das
SPEAKER_01angefangen. Okay, wenn du mir dieses Buch, diesen Zeitplan, jetzt geben würdest, was würdest du sagen, wie viel Prozent von der Grundidee finde ich jetzt hier
SPEAKER_04heute wieder? Obwohl, ja, es geht. Aber ich würde sagen...
SPEAKER_01Vergiss mal die Öffnungszeiten. Ich denke
SPEAKER_04schon an die Personalkosten, die so gar nicht gestimmt haben. Ja gut, sagen wir mal vielleicht 30. Wir backen alles selber, das war der Plan.
SPEAKER_01Jetzt eröffnest du Ja.
SPEAKER_05Respekt.
SPEAKER_01Super schlaue Idee. Das heißt, deine liebe Schwägerin Nadine und deine Mama, ihr habt das dann zusammen hier die ersten Tage gewuppt.
SPEAKER_04Wir haben das auch nur zu dritt gemacht.
SPEAKER_01Ihr habt das zu dritt gemacht und es war ein Kaffee-Konzept. Ihr habt hier früh aufgesperrt und dann ging der Punk ab. Und du bist eigentlich wieder voll rein in den Zug, oder? Hol uns mal die ersten Tage, erste Wochen ab.
SPEAKER_04Also erstmal war es ja schon gut, das war super schlau, am 31.05. unsere Öffnungsfeier zu machen und am 01.06. das erste Mal zu öffnen. sprich Mama und ich haben eine halbe Stunde geschlafen und da war ja der Plan auch noch, mit Nadine war das ja noch gar nicht geplant, dass sie mit dabei ist. Mama und ich haben das ja erst mal nur zu zweit
SPEAKER_00gemacht.
SPEAKER_04Sie Küche, ich Service. Und dann haben die uns am 1.6. natürlich hier die Bude eingerannt, weil uns auch natürlich ganz viele bekannte Freunde unterstützen wollten. Ich glaube, da wollte Mama schon das erste Mal hinschmeißen und hat gesagt, nee, das geht so nicht. Und dann kam Nadine mit ins Boot, meine Schwester, also ihre Frau hat auch mitgeholfen, also quasi meine Schwester und meine Mama haben dann in der Küche das geschmissen und Nadine und ich haben unten den Service organisiert und wir Wir mussten uns erstmal finden und ja, also ich glaube unsere Strategie war einfach, wir waren einfach zu allen ehrlich und nett und haben gesagt, wir machen das jetzt so und so, das ist der Plan, wir geben unser Bestes und so haben wir uns da, glaube ich, bei den Gästen irgendwie auch ganz beliebt gemacht.
SPEAKER_01Meistens ist es ja so, wenn du neu aufmachst, hast du diese Wu und dann geht es erstmal Wu und wenn es gut geht, geht es wieder Wu. Wie war das bei dir?
SPEAKER_04Ich muss echt sagen, ich weiß auch gar nicht, ob ich mich noch so richtig daran erinnern kann. Ich sage immer, ich weiß gar nicht mehr so viel aus der Zeit, weil du so gelaufen bist. Aber ich glaube, also es war auf jeden Fall so konstant. Also es gab viele Nachmittage, wo wir hier gesessen haben und nichts zu tun hatten. Aber dadurch, dass wir das zu dritt gemacht haben, war es halt relativ gut konstant für uns, dass ich das gar nicht so gespürt habe. Wichtig war erstmal, dass wir drei dann davon leben können. Als Nadine dann auch offiziell mit eingestiegen ist und das hat von Anfang an gut geklappt und das war erstmal so das Maßgebliche. Ich würde sagen, so die ersten Tage zum Frühstück war das natürlich noch mal mehr, dann ist es ein bisschen weniger geworden. Aber dann hätte ich gesagt, es ist so geblieben. Und irgendwann fing es dann an, dass es bekannter wurde und dann ist es kontinuierlich mehr geworden. Und dann haben wir, glaube ich, im September, also sprich fast ein halbes Jahr später, haben wir dann die ersten Mitarbeiter auf geringfügiger Basis eingestellt, um uns dann halt auch mal in den Abendstunden ein bisschen zu
SPEAKER_01entlasten. Okay, jetzt müsstet den Zuhörerinnen und Zuhörern mal sagen, was bietet ihr denn an? Was sind so die... Die Runner oder was sind die besten Gerichte, die du da beim Frühstücksgeschäft bestellen kannst?
SPEAKER_04Jetzt bei uns. Also ich glaube, das, was uns auf jeden Fall ausmacht, ist erstmal grundsätzlich, dass wir alle Brötchen selber backen und wir auch verschiedene Brötchen haben. Wir das alles in Kooperation mit der Mühle hier in Rüningen organisiert haben, dass wir da das Mehl direkt von denen bekommen.
SPEAKER_01Die Mühle in Rüningen? Ja, das Mehl. Jetzt würde jeder sagen, kenne ich nicht. Und bis vor einem Vierteljahr habe ich auch gesagt, kenne ich nicht. Habe ich noch nie gehört.
UNKNOWNJa.
SPEAKER_01Und dann hatte ich einen Bäcker im Podcast und der hat mir Ehren und Weizen von der Mühle aus Rüningen
SPEAKER_00mitgebracht. Ja, cool.
SPEAKER_01Jetzt kommt die schon wieder im Podcast vor. Also ich glaube, ich muss doch mal drüber nachdenken, ob ich nicht mal in die Mühle nach Rüningen, in die Rüningen nach Mühle, nein, in die Mühle nach Rüningen frage und mich da informiere. Also von denen bekommst du das Mehl? Genau. Okay, und das packst du alles selber?
SPEAKER_04Ja, wobei meine Mama jetzt maßgeblich die Bäckerin im Hintergrund ist. Aber wir beide, genau, wir haben uns jetzt einfach ein bisschen aufgeteilt, hat einfach was im Hintergrund zu tun. Aber genau, das backen wir alles selber.
SPEAKER_01Okay, was?
SPEAKER_04Also wir haben Bagel, die werden nur mit Hellmehl gebacken, ein bisschen Sesam ist drauf. Die werden halt eine Minute ungefähr im heißen Wasser dann noch abgebrüht, bevor sie gebacken werden. Das ist... Das eine. Und dann haben wir unsere Scones oder Scones, wie auch immer sie ausgesprochen
SPEAKER_01werden.
SPEAKER_04Wir Amerikaner sagen Scones. Ja, einer sagt so, einer sagt so. Deswegen versuche ich immer auf alle Rücksicht zu nehmen. Wir sagen aber grundsätzlich auch Scones hier, um ein süßes Angebot zu haben. Und dann haben wir noch unsere sogenannten Krustis. Das sind unsere Vollkornbrötchen mit Dinkelvollkornmehl und Weizenvollkornmehl. Und wir backen auf Vorbestellung gerne auch glutenfrei. Unsere Buchweizen, Leinsamenbrötchen. Da haben wir halt verschiedene Rezepturen im Laufe der Jahre ausprobiert für alle Brötchen. und haben da dann halt die als Standard entwickelt. Was sonst besonders ist und sehr, sehr gut ankommt, sind unsere Pancakes. American Pancakes sind halt auch wirklich so, wie man sie sich vorstellt. Da bin ich auch ein bisschen stolz drauf, dass wir das so hingekriegt haben, weil oftmals kennt man es ja, wenn sie so dünn daherkommen. Katastrophe. Finde ich halt auch. Die müssen halt richtig sein.
SPEAKER_00Fluffy.
SPEAKER_04Ich muss auch sagen, wo du jetzt hier gerade Amerika anfängst, du warst jetzt auch gerade in Florida im Urlaub,
SPEAKER_01ne? Ja, war ich schon ein paar Mal da. Ja, wir
SPEAKER_04nämlich früher nämlich auch. Und da haben wir ja viele Inspirationen hergenommen. Also es gibt so ein kleines Frühstücks-Diner in Kiel oder auf Kilago. Harriet's heißt das. Das ist auch ganz oft ausgezeichnet worden. Und da haben wir unsere Omelettes zum Beispiel auch her. Und das finde ich auch ein absolutes High Dass wir die in dem Stil, wie die Mädels das dort gemacht haben, dann auch versucht haben, ein Stück weit für uns zu adaptieren und zu interpretieren. Und die Leute sind begeistert, weil es halt ein bisschen anders gelöst ist, als es vielleicht sonst ist. Wir befüllen unsere Omelettes nochmal anders, während die meisten erwarten, dass es damit eingebacken wird und so. Das sind schon irgendwie so die Highlights, die wir hier haben. Anbieten, aber grundsätzlich finde ich es auch schwierig zu sagen, was ist jetzt wirklich das Besondere, weil wir schon versuchen, dass jeder mit seinen Lebensmittelunverträglichkeiten, mit seinen bevorzugten Lebens, mit seiner Ernährungsform hier auch das Gefühl hat, bei uns irgendwie stemmen zu können, sei es ein bisschen healthy ist oder willst dir mal richtig was gönnen, du möchtest vegan essen, du möchtest glutenfrei essen, du möchtest ketogen dich ernähren oder sowas, dass wir da schon versuchen, dass wir für alle möglichst was da haben.
SPEAKER_01Jetzt machen wir mal drei, vier Jahre springen wir jetzt mal nach vorne. Das Ding läuft, aber irgendwo merkst du an einem gewissen Punkt, also so ab 15, 16 Uhr wäre die Abnahme von Pancakes ein bisschen geringer oder auch diese Brötchen, Semmeln, Brötchen, Braunschweigbrötchen. Ich korrigiere mich. Das
SPEAKER_04ist völlig in Ordnung,
SPEAKER_01wenn du Semmel sagst, du darfst. Hier wird ein bisschen nachjustiert und dann denkst du, macht das wirklich noch Sinn, vier, fünf Tage die Woche, sechs Tage die Woche von früh bis spät aufzuhaben. Und dann gibt es die erste Justierung, 2017. Wohlgemerkt, das muss man nochmal, für alle, die es vergessen haben, wir reden drei Jahre vor Corona. Kam dann dein betriebswirtschaftlicher Instinkt durch oder was ist dann passiert?
SPEAKER_04Ja, beziehungsweise er musste durchkommen. Also es wurde wirklich nämlich schwierig. Also nach außen hin wurde der Laden immer erfolgreicher, wenn man super gut besucht. Vor allem zum Frühstück und an den Wochenenden nachmittags natürlich auch, also für unsere selbstgebackenen Kuchen, die wir da gemacht haben. Es war halt so ein bisschen wie bei Oma, waren auch alles so die Rezepte von meinen Großeltern und die auch andere Mitarbeiter so mit reingebracht haben. Und wir haben dann einfach gemerkt, dass uns die Personalkosten irgendwann aufgefressen haben, dadurch, dass wir alles selber backen. Und der Übergang, wenn dann so viel los war beim Frühstück, im Mittagsgeschäft, wo du dann halt auch den Schichtwechsel hattest und so weiter, dass wir uns da irgendwie alle gefühlt auf den Füßen standen, aber wir mussten auch irgendwie schaffen, wie wir da diese Übergabe hinkriegen. Und dann am Nachmittag brauchtest du dann teilweise auch die Leute, weil du nicht genau wusstest, wie viel ist jetzt wirklich los, was muss nachproduziert werden, vielleicht auch. Wir sind ja auch Nicht die Profis, die von vornherein wissen, wie kannst du es dir jetzt im Vorfeld vielleicht auch noch ein bisschen einfacher machen. Und dann habe ich ja tatsächlich betriebswirtschaftlich ausgerechnet, habe geguckt, was verdient man. Also es war klar, dass wir vom Frühstück nicht weggehen. Das ist unser Kerngeschäft. Das war das, wo die Leute wirklich auch sehr aufmerksam auf uns geworden sind und das sehr gefeiert haben. Und nachmittags, wie gesagt, am Wochenende auch unter der Woche war es halt einfach ruhig. Aber nichtsdestotrotz musste man dann einfach ausrechnen, wie viel Einnahmen habe ich denn pro Kopf für ein Stück Kuchen und einen Kaffee oder pro Kopf halt auch für ein Frühstück und einen Kaffee. Und habe dann im Sommer, weil das da immer so ein bisschen, also sprechen ja viele in der Gastro von einem Sommerloch, was wir im Frühstücksgeschäft tatsächlich gar nicht haben. Das ist unsere erfolgreichste Zeit im Jahr, wenn Sommer ist und wir die Draußenfläche mit nutzen können. Aber nachmittags sah das dann halt wirklich schon ganz anders aus. Und dann habe ich halt im ersten Step gesagt, lasst es uns probieren, laut Zahlen, dass wir erst mal um 14 Uhr schließen. Und gucken, wie sich das den Sommer über
SPEAKER_01gestaltet. so in 13 Personen, also 10 oder
SPEAKER_0012
SPEAKER_01Familien, die auch im Hintergrund sind. Du wackelst den ganzen Tag und am Ende des Tages sitzt jemand hier, der einen Cappuccino sich trinkt und an einen Cappuccino sich festhält, den zählst du ja genauso mit wie der, der das beste Frühstück bestellt oder da, wo du den größten Deckungsbeitrag hast. Und an dem Punkt hast du gesagt, okay, Reißleine, jetzt müssen wir alle mal drüber nachdenken, wo verdienen wir unser Geld. Und das ist auch so ein Hinweis, den ich hier im Podcast einfach mal laut aussprechen muss. Justiert euch selber. Überlegt mal selber, nicht der, der am meisten Kilometer fährt, ist der beste Verkäufer, sondern der, der am effektivsten arbeitet. Und das ist in der Gastro, glaube ich, ein ganz, ganz großes Thema, dass nicht, wenn du viel aufhast, dass du auch viel Umsatz machst, sondern finde deinen Fokus.
SPEAKER_04Ganz genau. Ich werde so oft für verrückt erklärt. Also ich glaube, das ist vielleicht auch mein Vorteil, dass ich nicht aus der Gastro komme, dass ich da einfach mal mit meiner Denke jetzt so ein bisschen unbedarfter oder vielleicht von einer anderen Warte dran gegangen bin, wo dann alle gesagt haben, das kannst du nicht machen. Am Anfang hatten wir zum Beispiel noch zwei Ruhetage, also ich will jetzt nicht wirr werden, aber und dann kam halt diese Regelung mit 14 und alle haben gesagt, das kannst du nicht machen, das kannst du dir in der Gastro nicht erlauben. Und ob ich mir das erlauben kann, wenn ich den Leuten und wenn die Gäste fragen, dann erzähle ich das auch einfach. Wenn ihr wollt, dass es inhabergeführte Leben weiterhin gibt, muss man sich halt einfach auch mal ein bisschen darüber Gedanken machen, was da halt hinter steckt und was man vielleicht auch für Schritte geben muss. Und dann habt ihr es zu schätzen, wir Wir wollten halt unser Augenmerk auf die Qualität im Frühstück legen. Und dann haben wir gesagt, dann machen wir lieber eins richtig. Und dann konzentrieren wir uns da drauf und dann kann ich vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein bisschen Einsparung machen, aber dann wiederum für die Gäste natürlich auch an der Stelle wieder was mehr bieten.
SPEAKER_01Hast du das sofort im Deckungsbeitrag gemerkt?
SPEAKER_04Sofort. Also es ist schon krass. Also wenn ich mir das dann überlege, nach dem ersten Monat, wo ich dann das erste Controlling gemacht habe, ist schon krass, mit sehr, sehr viel weniger Aufwand unterm Strich mal übrig zu haben.
SPEAKER_01Wie viele Controller hast du beauftragt?
SPEAKER_04Gar keinen. Du, noch mache ich hier alles selber. Irgendwann, wenn ich groß bin, habe ich einen Controller oder eine Kontrollerin.
SPEAKER_01Okay, jetzt geht das weiter. Trotzdem sieben Tage die Woche auf. Die Linda nimmt sich hoffentlich ein bis anderthalb Tage frei. Mal mehr, mal weniger, sagen wir es mal so. Jetzt galoppieren wir in das Jahr 2019 rein. 2020. Du findest noch mal private Veränderungen, ziehst neue Wohnungen, alles drum und dran. Und dann, was passiert
SPEAKER_04dann?
SPEAKER_01Dann kommt Corona. Dann kommt
SPEAKER_04Corona. Geil, oder? Wenn es läuft, dann läuft. Und dachte so, super, machst du richtig Meter. Bis dahin jetzt einmal hier durchhalten, dann schaust du, wie kannst du jetzt optimieren und so. Dann wird das alles auch ein bisschen leichter zu laufen sein.
SPEAKER_01Mach mal Fräulein Wunder 2.0 auf. Genau, so eine Gedanken
SPEAKER_04hatte man wirklich tatsächlich so ein bisschen. Also was dann alles so möglich ist.
SPEAKER_01Berlin, Hamburg, München. Und dann kommt Corona.
SPEAKER_04Ganz genau, das war
SPEAKER_01bitter. Das heißt, der Tag kommt, du passt voll in die Zielgruppe rein, du musstest den Laden zusperren.
UNKNOWNJa, genau.
SPEAKER_04Aber auch da muss ich wieder sagen, Corona, Glück im Unlück auch ein Stück weit. Ich habe im Vorfeld bestimmt schon ein bis zwei Jahre ein Konzept für Take-away-Frühstück im Kopf gehabt und habe da schon ganz viel immer wieder drüber philosophiert, Ideen gehabt und so. Aber ich habe mich bis zum Schluss nicht getraut, das in mein Tagesgeschäft zu integrieren, weil ich Angst davor hatte, dass ich nicht Herr der Lage bleibe. Da bin ich manchmal vielleicht auch ein bisschen ängstlich, dass ich halt nicht dem aufkomme im Laden und wenn dann auf einmal zig Leute Take-away-Frühstück bestellen wollen oder halt auch spontan dass wir das vielleicht so ableisten könnten. Dann stand ja Corona im Raum und dann hatte ich einfach das Glück gehabt, dass ich eine Woche vorher einfach aus dem Bauchgefühl heraus, als das dann schon alles sehr zugespitzt war, im Verpackungsmarkt war und geschaut habe, wie könnte man denn so ein Frühstück jetzt wirklich mal unterm Strich schnell packen. Dann habe ich da verschiedenste Verpackungsmaterialien mitgenommen und habe einfach schon mal ausprobiert. Und ja, eine Woche später hieß es dann Samstag, ab Montag ist Lockdown. Und dann haben wir direkt an dem Montag, am ersten Tag des Lockdowns angefangen, Frühstück for Takeaway rauszuhauen und haben es nur über Insta beworben.
SPEAKER_01Das wollte ich gerade fragen, wie hast du es beworben?
SPEAKER_04Erstmal nur über Insta, um das erstmal... Ja, irgendwie ein paar Einnahmen zu generieren und das hat super gut funktioniert. Da war natürlich der Hype auch groß, dass die Leute ja auch bereit waren, dich halt natürlich zu supporten. Und dann hatte ich ganz, ganz liebe Freunde an meiner Seite, die relativ schnell Platz gemacht haben, um mir auch parallel einen Online-Shop für dieses Takeaway-Geschäft einmal zu programmieren, damit die Leute das dann halt auch online über unsere Website bestellen konnten. Und das war natürlich dann super. Super gut.
SPEAKER_01Das heißt, du konntest den Umsatz ein bisschen abfangen, sagt man es mal so. Konntest du den auffangen oder hat das nicht ganz
SPEAKER_04funktioniert? Ja, nicht annähernd. Das war schon krass, aber ich musste natürlich schauen. Es waren dann halt nur meine Festangestellten, also zwei festangestellte Mitarbeiter, meine Schägerin, meine Mama und ich haben das dann halt gemacht und alle anderen Mitarbeiter, die auf geringfügiger Basis beschäftigt waren, die konnte ich halt erstmal zu der Zeit leider nicht beschäftigen. Das muss man halt auch natürlich dazu
SPEAKER_03sagen.
SPEAKER_04Und darum ging es jetzt erstmal da, ein paar Meter zu machen. Dann haben wir das hier zu dritt aufgezogen, auch erstmal sieben Tage die
SPEAKER_00Woche.
SPEAKER_04Haben wir da Frühstück vor Takeaway rausgehauen und das hat auch sehr, sehr gut funktioniert bis Ostern. 2020. Und dann fällt es natürlich irgendwann auch ein bisschen ab, weil die Leute ja auch, die können ja auch nicht alle Geschäfte, weiß ich nicht, ewig supporten. Also ich muss wirklich sagen, die Gemeinschaft war schon schön. Das war schon toll, wie die Leute einen hier unterstützt haben. Das muss ich schon
SPEAKER_01sagen, das
SPEAKER_04war schon besonders.
SPEAKER_01So, jetzt ging ja Corona nicht bloß ein Monat oder zwei Monate, sondern wie wir alle wissen, Jahre. In dieser Corona-Zeit hast du aber auch überlegt, ein paar Änderungen dann vorzunehmen.
SPEAKER_04Genau.
SPEAKER_01So, und jetzt machen wir mal den Sprung in 2023, wo wo Corona absehbar war, dass es jetzt dann doch irgendwo zu Ende geht. Wie hat sich dann das Café Fräulein Wunder neu aufgestellt? Wie bist du dann wieder durchgestartet
SPEAKER_04hier? Indem ich eigentlich den gleichen Hack angewandt habe wie 2017 und betriebswirtschaftlich durchgerechnet habe, was sich lohnt. Und habe tatsächlich seit Corona nur noch donnerstags bis sonntags auf. Vier Tage die Woche von 9 bis 14 Uhr klingt erstmal
SPEAKER_01krass wenig. Jetzt kommen wieder zehn Leute und sagen, du hast einen Knall.
SPEAKER_04Ja.
SPEAKER_01Das war
SPEAKER_04auch so, oder? Ja, natürlich. Na klar. Oder halt auch gerne so Sachen wie, naja, mal in die Batze fahren nachmittags oder so. Ja, die hat nicht mehr Bock mehr zu arbeiten. Nein, das ist Quatsch. Also erst mal so viel Arbeit im Hintergrund tätig oder nötig. Wir backen ja, wie gesagt, sehr, sehr viel und müssen halt einfach schauen. Das Ding ist, was man sich vor Augen halten muss. Ich kriege ja mit jedem weiteren Öffnungstag keinen Freitag, Samstag oder Sonntag dazu, sondern Montag, Dienstag oder Mittwoch. Im Zweifel ziehe ich mir an diesen Tagen ja sogar noch die Gäste von Donnerstags und Freitags ab. Und dementsprechend, und brauche halt mehr Personal, was ich wieder vorhalten muss, was mich halt kostet und dann im Zweifel gar nicht das Gästeaufkommen habe, wie jetzt an diesen Wochenendtagen oder die Tage, die aufs Wochenende zugehen. Hinzu kommt aber auch, dass Corona, weil man konnte ja jetzt während Corona ja dann auch wieder öffnen und dass die ganzen Auflagen, wie sie ja dann gestaltet waren in der Gastro, auch wiederum richtig gutes Learning für uns waren, dass wir uns dadurch jetzt auch getraut haben, unsere Tische tatsächlich zweimal zu vergeben, in zwei Durchläufen, dass wir halt morgens von 9, 9.30 Uhr bis 10 Uhr einmal die Tische vergeben und dann geht es um 11.30 Uhr mit der zweiten Schleife wieder los. Und dann haben wir natürlich in unserem kleinen Laden anstatt 50 Plätze dann gleich mal 100. Und das hat natürlich auch nochmal einen wesentlichen Unterschied gemacht, uns da ein Und bist
SPEAKER_01du Stand heute betriebswirtschaftlich
SPEAKER_04damit happy? Also betriebswirtschaftlich und privat happy? Das ist schwierig zu sagen gerade. Also die Zeiten sind halt einfach schwierig seit Corona. Ich denke, das kann jeder bestätigen. Die Energiekosten, die gestiegen sind, die Personalkosten, der Mindestlohn wurde, glaube ich, in der Zeit jetzt auch viermal erhöht. Also was auch toll ist, aber es ist natürlich alles in Summe sehr, sehr schwer natürlich auch abzufangen. Jetzt die Mehrwertsteuererhöhungen um 12 Prozent wieder. Das sind natürlich alles Dinge, die da knallhart mit reinspielen und die man halt einfach deutlich merkt mit so einem kleinen Kaffee. Natürlich könnte man jetzt sagen, ihr habt doch nur vier Tage die Woche auf, aber dann kommt natürlich wieder meine Argumentation, dass ich halt wie gesagt Montag, Dienstag, Mittwoch, auch zum Frühstück nicht ganz so viele Leute ranziehe, wie ich es dann vielleicht für einen weiteren Öffnungstag bräuchte.
SPEAKER_01Und vorbereiten muss.
SPEAKER_04Und vorbereiten muss, das muss man ja auch sehen. Es geht ja auch ein bisschen um Lebensqualität, die ja da auch noch mit reinspielt. Und deswegen habe ich mir dann eigentlich Gedanken gemacht, wie man es vielleicht anders lösen könnte, ohne weitere Tage die Woche zu eröffnen. Was könnte man mit unserem Laden anfangen und schauen, welche Konzepte könnten funktionieren und noch attraktiv und passend für uns sein.
SPEAKER_01Jetzt bist du ja, wie gesagt, Ende 20. Und jetzt muss ja irgendwann aus dem Fräulein muss ja mal eine Frau werden.
SPEAKER_04Ist
SPEAKER_01richtig. Schöner
SPEAKER_04Satz.
SPEAKER_01Superschön. Und du hast hinten, wir waren vorhin mal drin, eine, ich sag mal, kleine, aber süße Küche. Und ich selber bin ja Koch, wie du weißt. Und ich sag... Jeder sollte zu Hause eigentlich einen Koch haben. Und da hast du gedacht, das war glaube ich im April 2023, da hole ich mir auch mal hier einen Koch rein. Und hast einen, wie ich finde, marketingtechnisch geilen Namen gebrandet.
SPEAKER_04Dankeschön, das freut mich wirklich sehr.
SPEAKER_01Der heißt wie?
SPEAKER_04Fräulein
SPEAKER_01Mietschef. Fräulein Mietschef, das klingt wie so ein Film. Und heute, liebe Damen und Herren, im Kino Braunschweig, Fräulein Mietschef. Das heißt, du hast dir Köche ins Haus geholt. Am Anfang Freunde, Bekannte. Und hast dann ein Abenddinner gemacht. Für wie viele Personen ungefähr?
SPEAKER_04Also das erste Mal waren es 30. Also dann haben wir den ganzen Laden in ein Restaurant verwandelt. Und danach waren es dann jeweils 15 an einem Abend. Also sprich 15 Gäste, ein großer
SPEAKER_01Tisch
SPEAKER_04und sechs Gänge Menü.
SPEAKER_01Und das war nicht ganz unerfolgreich. Nö. Bekanntheitsgrad, Marketing? Umsatz, andere Zeiten, natürlich auch ein höherer Aufwand. Dann sind plötzlich hier richtige Köche einmarschiert und haben hier gebrutzelt. Und jetzt erzähl mal ein bisschen, was gab es da? Hau
SPEAKER_04mal ein paar Gerichte raus. Profit Rolls. Ja, wirklich, richtiges Menü. Sechs Gänge mit Gruß aus der Küche, mit Petit Fours, etc. pp. Also wirklich ganz, ganz feine Sachen, wo sie sich jedes Mal wieder was Neues einfallen lassen haben.
SPEAKER_00Ja,
SPEAKER_04marinierter Fenchel. Wir haben immer eine vegetarische Variante und eine ganz normale Variante gehabt. Und da konnten die Gäste im Vorfeld sich das überlegen. Das Menü wurde vorher bekannt gegeben.
SPEAKER_01Wie habt ihr das beworben? Auch über Insta? Nur
SPEAKER_04Insta tatsächlich. Wir haben das über unsere Fräulein-Bunder-Seite gepostet. Und dann konnte man über meine E-Mail-Adresse reservieren. Wir haben das Menü da bekannt gegeben und dann konnten sich die Leute bei mir melden, um dann sämtliche Reservierungssachen abzusprechen.
SPEAKER_01Wie oft Wie habt ihr das bis jetzt dann
SPEAKER_04wiederholt? Viermal haben wir es gemacht letztes Jahr. Und das war wirklich erfolgreich. Wir waren innerhalb von 24 Stunden jedes Mal ausgebucht. Also das ging immer richtig zackig und hatten sogar immer noch Wartelisten, Nachrückerplätze. Also die Leute haben anscheinend richtig, richtig Lust hier in Braunschweig sowas mitzunehmen. Und sie fanden das besondere Konzept auch schön. Also das muss ich auch sagen. Das war schon...
SPEAKER_01Es ist so eine Art Pop-Up dann auch. Die sind halt reinmarschiert mit ihren Kisten und so. Du hast mal gedacht, um Gottes Willen, bis jetzt hast du hier die Milch und ein bisschen Mehl und Zeug und auf einmal kommt die hier mit Gemüsekisten rein galoppiert im großen Stil. Wie war das dann für dich? Also
SPEAKER_04ich war erstmal super nervös. Also erstmal überhaupt meine Küche dann zu zeigen und so. Und dann dachte ich so, jetzt kommt die Küche hier rein und denken sich wunder was. Aber das war ja auch der Punkt, warum wir von 30 auf 15 dann runtergestellt haben. Das ist ja ganz oft mein Prinzip halt auch, mach aus der Not eine Tugend. Also wie man ja auch schon beim ganzen Verlauf gesehen hat, dass wir dann gesagt haben, ey komm, lass es uns auf die Hälfte reduzieren und dann lieber einen Abend mehr machen, weil meine Küche natürlich nicht ganz die Voraussetzungen hat, jetzt kein Pass oder sowas, wo sie dann alles gut alles so aufbauen konnten und sich da in ihrem eigenen Gefilde natürlich bewegen konnten. Aber so war das gut zu lösen, dass sie mit meiner Küche sehr, sehr gut die Gäste bedienen konnten und das Konzept war schön. Und für die Gäste war es halt cool, weil viele vielleicht ja auch manchmal ein bisschen Hemmungen haben, sich direkt zum Feindeining zu begeben, weil die Hürde groß ist. Dann denken sie sich vielleicht, ah, ich weiß jetzt überhaupt nicht, was da auf mich zukommt. Fühle ich mich da wohl? Ich habe ja keine Ahnung von dem Ganzen. Und dann dachten sie sich halt auch, und so haben wir es auch wieder gespiegelt bekommen, ach Mensch, im Fräulein Wunder. Das ist ja super entspannt, das ist ja voll schön. Das kenne ich, ja. Das kenne ich, genau. Und dann war halt dieses Crossover-Ding im Prinzip aus meinem Team und dem Team der Köche, war halt irgendwie was Schönes. Es war eine superschöne Energie von diesem, ja, von diesem ganzen Feineren.
SPEAKER_01Service hast du mit deinen Leuten abgedeckt.
SPEAKER_04Genau, wobei wir halt einen Auszubildenden quasi von den Köchen noch aus dem Service, den hatten sie mitgebracht, weil er einfach Lust darauf hatte. Und der hat ja auch mitgewirbelt. Und das war für uns natürlich auch schön, weil er natürlich dann auch nochmal einen ganz anderen Background mitgebracht hatte, wie die das bei sich im Restaurant organisieren. Und dann konnten wir da schön synergieren alle miteinander.
SPEAKER_01Wie hast du das eurotechnisch gehandelt? Kannst du das sagen ungefähr, was ihr für so einen Abend genommen
SPEAKER_04habt? Ja, wir haben eigentlich feste Menüpreise gemacht. Also wir hatten um die Uhr 125 und vegetarisch 115 Euro.
SPEAKER_01Dann
SPEAKER_04hat man eine Weinbegleitung für 75 Euro wahlweise oder halt einzeln, wie
SPEAKER_01man möchte. Also sagen wir mal so, wenn man jetzt im gehobenen Sektor ist, Und man geht da essen, wart ihr definitiv ein bisschen drunter, glaube ich, kann man so sagen. Aber immer noch weit über dem, was du normalerweise für ein normales Frühstück herlässt.
SPEAKER_04Absolut, absolut, genau. Aber es war auch völlig in Ordnung für die Leute. Ich meine, man muss ja auch schauen. Ich will ja auch, da keine Wucherpreise, wo ich jetzt gerade überlege. Es gibt viele, die, glaube ich, ihre Menüpreise so anbieten im Fine Dining. Aber man muss sich halt auch überlegen. Es ist halt ein Pop-up, es ist halt ein Aufwand. Ich habe hier fremde Leute, die ich halt auch irgendwie begeister möchte, dass sie da Bock drauf haben und ich muss echt sagen, dass die Leute absolut bereit waren, diese Preise zu bezahlen und ich glaube, jeder, der da war, weiß halt auch, dass es das absolut wert war. Es ist ja wirklich feinste Qualität gewesen oder wird es halt auch immer sein.
SPEAKER_01So, jetzt feierst du das Ergebnis so, dass du sagst, that's gonna happening again. Du möchtest es nochmal machen und nicht nur einmal, sondern es soll so eine gewisse Regelmäßigkeit reinkommen. Jetzt muss man sagen, wir zeigen jetzt aus Gründen mal nicht deine Küche, aber Aber Schritt eins ist, das ist auch ein bisschen der Grund, warum ich hier sitze. Es gibt ja da so in Wolfenbüttel eine nicht ganz unbekannte Firma. Vielleicht hast du von der schon mal gehört. Die baut richtig geile Großküchentechnik. Und das heißt, Schritt eins, deine Küche, wie sie jetzt aussieht, wird demnächst anders aussehen. Das kann man, glaube ich, schon mal so ein bisschen sagen. Also mit anderen Worten, du wirst ein bisschen schöne MKN-Kochtechnik
SPEAKER_00reinhaben.
SPEAKER_01Wenn du dann in dieser Küche schöne MKN-Kochtechnik drinne hast... Was muss man sich vorstellen? Wie oft soll das jetzt passieren?
SPEAKER_04Also mein Plan ist, ich würde es gerne einmal im Monat machen. Dass wir jeden Monat einen anderen Gaskoch, eine andere Gasköchin bei uns haben. Das wäre meine
SPEAKER_01Idealvorstellung. Von wie vielen Köchen reden wir da im Moment? Was hast du so in der Pipeline? Wie viele hast du schon fixe
SPEAKER_04Zusagen? Ich habe jetzt für dieses Jahr fünf bis sechs feste Zusagen.
SPEAKER_01Das sind wir ja irgendwie so Ende des Jahres, oder? Genau. Und ich meine, es ist der eine Grund, warum ich hier bin, ist ja, dass wir sagen, okay, da kommt ein bisschen MKN rein. Wie ist eigentlich deine Situation? Nimmst du auch Geschenke an, so hin und wieder mal? Oder würdest du Geschenke
SPEAKER_04annehmen?
SPEAKER_01Niemals, Tom, niemals. Okay, dann möchte ich dir jetzt hier live im Küchenschnack ein Angebot machen. Okay? Was hältst du davon? Du musstest nicht jetzt entscheiden, dass ein Koch, der zwei Jahre lang mal in Amerika in Beverly Hills gekocht hat, hier einen Abend führt deine Gäste ein Menükocht, so wie es, ich sag mal, zur Grammy Night oder zur Oscar Night in Beverly Hills geben würde. Und der Koch wäre ich.
SPEAKER_00Und ich
SPEAKER_01würde dann mit jemandem zusammen... dir dann hier den Abend anbieten. Also das bieten wir dir an. Wirklich? Ja, das würden wir
SPEAKER_04machen. Ihr seid ja so cool.
UNKNOWNWow.
SPEAKER_01Musst du nicht jetzt beantworten. Du kannst natürlich auch noch bis zum Ende dieser Folge nachdenken. Du kannst es mir sagen, wie du dich entscheidest. Du kannst es auch im Nachhinein sagen. Aber das wäre unser Angebot.
SPEAKER_04Ich finde es großartig. Würde ich jetzt wahrscheinlich auf dich gehen, wenn das okay ist.
SPEAKER_01Na gut, dann mach mal Hand drauf.
SPEAKER_04Hand
SPEAKER_01drauf. Danke. Okay, dann. Liebe Leute, ihr werdet bald hören über die Instagram-Seite.
SPEAKER_04Fräulein
SPEAKER_01Wunder. Es wird, glaube ich, nicht ganz so lang dauern, aber dann wären wir hier mal zusammen, abends zusammen, eine schöne Sache. Hey, ich
SPEAKER_04freue mich. Krass, damit habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet. Krass, danke.
SPEAKER_01Mein zweiter Vorname ist Surprise. Na gut, also haben wir das auch abgesprochen und wir werden dann natürlich auch im Nachgang irgendwann nochmal eine zweite, dritte Folge miteinander aufnehmen. Das haben wir uns ja auch schon mal zugesagt. Deshalb werden wir das heute nicht so ganz in die Länge ziehen, aber es gibt eine Sache, die mich nochmal beschäftigt, mit der ich unbedingt mit dir reden muss. Also Betriebswirtschaft, Ausbildung, Controlling machst du, dann bist du hier in der Gastronomie durchgestartet und und und. Und wenn man dich reden hört, wenn man deine Wortgewand hört, wenn man deine Stimme hört, ich hoffe, ich kriege deine zarte Stimme hier richtig rübergebracht alles, Du musst ja noch andere Hobbys haben, so wie du dich ausdrückst, wie du redest, da gibt es doch bestimmt noch irgendwas, was
SPEAKER_04man wissen sollte, oder?
SPEAKER_01Okay. Und das hast du dir dann auch mal so, als du das Buch dann zugemacht hast mit deinem Controlling, hast du dir überlegt, Mensch, jetzt mache ich noch ein bisschen Poesie und schreibe noch so Texte oder
SPEAKER_04was? Es hat eigentlich vorher schon angefangen, 2015, als meine Schwester und meine Schwägerin geheiratet
SPEAKER_01haben.
SPEAKER_04Okay. Und die waren auf der Suche nach einer freien Rednerin, weil sie nicht kirchlich heiraten wollten. Und dann habe ich gesagt, naja, also theoretisch. würde ich das auch für euch machen. Und so hat es angefangen. Und dann war das irgendwie sehr schön, sehr emotional und dann wurde ich von verschiedensten Leuten aus dem Bekanntenkreis irgendwie immer wieder weiterempfohlen und habe das dann einfach mal angefangen zu machen und habe so mein Prozedere da irgendwie entwickelt. Und irgendwann hat dann eine Freundin von mir sich in dem Bereich, eigentlich auch so ein bisschen inspiriert von meiner Tätigkeit, sich wirklich in diesem Bereich selbstständig gemacht als freie Traurednerin und ist dann von Hamburg nach Braunschweig gezogen, 2020 2021? Nee, 2020. Genau, während Corona. Und dann konnte sie natürlich mit ihrer Selbstständigkeit auch nicht so durchstarten. Und alles hat sich auf 2021 verlagert. Und dann wurden die Nachfragen natürlich super groß, weil die Hochzeiten von 2020 sich verschoben haben. Und dann natürlich alle irgendwie in dem Zeitfenster, wo es irgendwie möglich war, dann doch irgendwann mal heiraten wollten. Das dann relativ schnell klar war, komm, wir tun uns jetzt zusammen. Und dann haben wir das über Verliebte Worte hier gemeinsam in Braunschweig mit aufgebaut. So heißt das, Verliebte Worte. Ja, Verliebte Worte, ganz genau. Also das ist quasi der Name von meiner Freundin, die das Hauptberuf
SPEAKER_01Und du unterstützt und auf besonderen Wunsch, wenn ich sage, ich möchte jetzt mit Linda heiraten,
SPEAKER_04dann kommst du. mache ich das natürlich auch sehr, sehr gerne, wenn Zeit ist.
SPEAKER_01Und das geht auch mit dem Kaffee, weil ich sage mal, in der Regel wird ja nicht Montag, Dienstag geheiratet, sondern eher am Wochenende.
SPEAKER_04Also die Tage, das kriege ich schon geregelt. Aber ist natürlich trotzdem ein großes Aufgaben. Also dieses Jahr mache ich ein bisschen weniger Hochzeiten. Die letzten zwei Jahre habe ich jeweils so zwölf bis 15 Hochzeiten noch gemacht. Und das war schon
SPEAKER_01tough. Ja, aber das schüttelt es ja auch nicht so einfach aus. Ganz
SPEAKER_04genau, da ist schon ein bisschen Vorbereitungsaufwand drin. Aber eine sehr schöne Tätigkeit, also das möchte ich dann auch wiederum nicht missen. Wenn dann der Aber
SPEAKER_01jetzt muss ich, da steht ja nicht nur Hochzeiten, da steht ja auch noch, du machst auch Trauerreden.
SPEAKER_04Äh, nee. Ja, aber das denken die meisten nämlich immer. Also Trauerreden mache ich nicht. Also ich schließe es nicht grundsätzlich aus, sondern ich sage, ich bin als freie Rednerin tätig. Das Problem bei Trauerreden ist natürlich, dass es mit dem Kaffee nicht gut zu vereinbaren ist. Es gibt keine festen Termine, sondern das ist sehr, sehr kurzfristig von der Anfrage
SPEAKER_03her.
SPEAKER_04Und ich muss natürlich sagen, ich habe es noch nie gemacht und ich weiß nicht, ob ich es mir zutraue, das so zu machen.
SPEAKER_01Also rein rhetorisch
SPEAKER_04könntest du es.
SPEAKER_01das bekommst, was jeder bekommt im Küchenschnack, nämlich die unheimlich tollen, schnellen zehn Fragen und zehn Antworten. Würde ich dich nochmal zum Abschluss bitten, nochmal ganz kurz, wenn du jetzt Gastronomen, die mit sich wanken, die mit ihrem Deckungsbeitrag, mit ihrer Situation wanken, vielleicht kannst du da nochmal so eine kleine Laudatio in deiner Art und Weise runterreden oder sprechen, dass auch du Leuten die vielleicht die Mut nicht haben, einen Tag mehr zuzumachen oder mal die Öffnungszeit nochmal, dass du einfach aus deiner Sache nochmal rausgibst, was das eigentlich bedeuten kann, Ja,
SPEAKER_04also ich glaube, das Wichtigste ist, dass man einen Plan hat und sich selber treu ist, dass man wirklich ein Ziel hat oder eine Vision davon, was man anbieten möchte, wer man ist als Gastronom. Also es ist ja auch ein Stück weit meine Erfahrung aus dem Marketing, wo man ja auch immer sagt, die Marke muss halt irgendwie eine Persönlichkeit sein und dementsprechend musst du da irgendwie eine Vision haben und wenn du merkst, es stresst dich irgendwas, irgendwas läuft halt nicht und ich habe ja auch die Erfahrung, es geht ja auch nicht immer, dass ich die Zeit habe, so zu kontrollen, wie wir das jetzt hier mal gesagt haben, wo ich dann Ich habe auch manchmal Pi mal Daumen gesagt, so und so passt schon irgendwie. Das ist kein guter Weg. Also man muss sich schon mal auch mal hinschauen und die Stellen angucken, die ein bisschen wehtun. Und dann halt aber auch wirklich solide Entscheidungen treffen. Und nicht, weil man 30 Jahre wurde das in der Gastro so und so gehandhabt. Das ist irgendwie das Ding. Man hat halt einen Ruhetag. Man muss als Café bis 18 Uhr aufhaben oder als Restaurant so und so. Das ist Quatsch. Man muss sich das wirklich anschauen. Was möchte ich? Wer ist meine Zielgruppe? Und im Zweifel halt ehrlich sein und genau durchrechnen, Ja, was wirklich Geld einbringt und was nicht. Und an der anderen Stelle auch nochmal schauen wiederum, was nicht Geld einbringt, aber vielleicht halt markenstützend sein kann. Also es ist ja auch ein bisschen Invest in Reputationen, in Werbung etc. Aber dann, ja, kann... relativ wenig schief gehen, glaube ich. Also wichtig ist halt, glaube ich, dass du schaust, dass du nicht vom Tagesgeschäft so aufgefressen wirst, dass dir diese Dinge durch die Finger gleiten. Das ist so mal die Erfahrung, die ich weitergeben kann. Also meine eigene Erfahrung, die ich schmerzlich machen musste auch tatsächlich.
SPEAKER_01Die du mit viel Geld bezahlt hast. Viel Lehrgeld, ja. Und viel Lehrgeld bezahlt hast. Und deshalb hast du es auch hier in den MKN Küchenschnack geschafft und hast du es jetzt hierhin geschafft zu
SPEAKER_02den Ladies and Gentlemen. Zehn Fragen, zehn Anforderungen.
SPEAKER_01Urlaub. Wohin und wie
SPEAKER_04lange? Ähm, Mexiko gerne zwei Monate.
SPEAKER_01Mit diesem Netz hier, mit dieser, wie nennt man das, wo ich dir bei Instagram die Nachricht geschickt habe, wo du da drinnen lagst. Ja,
SPEAKER_04ja, genau das.
SPEAKER_01Frage Nummer zwei. Vervollständige bitte den Satz. Ohne meinen Kaffee wäre ich heute? Definitiv nicht die Person, die ich bin. Frage Nummer drei. Shopping. Amazon und Zalando oder Braunschweig
SPEAKER_04Innenstadt? Kommt drauf
SPEAKER_01an. Ehrlich antwortet, genau. Frage Nummer vier. Über das kann ich herzhaft lachen.
SPEAKER_04Über mich
SPEAKER_01selbst? Das ist die beste Antwort. Das ist die beste Antwort, weil wer über sich selber am besten lachen kann, der kann am besten lachen. Das war Jonathan. Genau. Ich habe heute die Luxussituation, einen Kameramann dabei zu haben. Das muss ich jetzt nochmal sagen für alle YouTube-Zuschauerinnen und Zuschauer. Und ich liebe das sehr. Frage Nummer 5. Diese App öffne ich morgens als erstes auf meinem
SPEAKER_04Telefon. Die Wecker-App tatsächlich. Um Start zu drücken.
SPEAKER_01Das ist die blödeste App. Frage Nummer 6. Das würde ich bei mir im Café Fräulein Wunder selber bestellen.
SPEAKER_04Das Omelette. Mit Champignons und Käse und Vollkornbrot.
SPEAKER_01Number seven. Vor dem Essen ein kleines frisch gezapftes Bier oder ein Glas Wein oder ein Aperol Spritz.
SPEAKER_04Alles
SPEAKER_01super. In der Reihenfolge.
SPEAKER_04Genau. Genau in der Reihenfolge.
SPEAKER_01Frage Nummer acht. Couch und TV. Das läuft bei
SPEAKER_04mir. Ich bin ja so ein kleiner Thriller-Fan. So ein bisschen Spannung. Ich stehe total auf die Miniserien.
SPEAKER_01Okay, dann hau mal eine raus.
SPEAKER_04Eine, oh Gott. Ich habe gerade angefangen, den Fall Asunta. Das ist, glaube ich, eine wahre Begebenheit, eine spanische Produktion, wo es da um ein verschwundenes Kind geht. Also so eine Sachen.
SPEAKER_01Kann ich mir nicht vorstellen. Du auf der Couch. Ja, genau. Fallout habe ich gerade geguckt. Das fand ich auch gut. So was finde ich auch super. Frage Nummer neun. Du strandest allein auf einer Insel, hast aber den Luxus, dass du drei Sachen mitnehmen darfst. Was ist das?
SPEAKER_04Drei Sachen mitnehmen? Ähm... Na gut, dann würde ich sagen Taschenmesser.
SPEAKER_01Ja, macht Sinn.
UNKNOWNÄhm...
SPEAKER_04Das ist aber eine schwierige Frage, Tom.
SPEAKER_01Dafür bin ich sehr bekannt. Ich nehme das auch gerne als Kompliment wieder hin.
SPEAKER_04Da hätte ich mich ein bisschen besser vorbereiten
SPEAKER_01können. Geht nicht. Dann hätte ich eine andere Frage.
SPEAKER_04Okay, Taschenmesser, Feuerzeug oder Streichhölzer und ich würde sagen eine Decke zum Einkuscheln, wenn mir kalt ist. Ich friere ja
SPEAKER_01schnell. Okay.
SPEAKER_04Nachts.
SPEAKER_01Ja, ich dachte, du sagst jetzt noch irgendwie so MP3-Player oder so. Aber okay, du bist sehr
SPEAKER_04praktisch. Ja, gut, das stimmt natürlich. Aber Musik ist auch hart. Aber ja gut, ich war jetzt wirklich sehr praktisch gefüllt.
SPEAKER_01Ich frage mich das wirklich manchmal. Kannst du den Film Cast Away oder Verschollen? Also da frage ich mich wirklich, was würdest du, gut, er durfte sich das nicht raussuchen, aber das frage ich mich wirklich, was würdest du mitnehmen? Okay, und die letzte Frage. Das ist mein Lieblingsbuch.
SPEAKER_04Das ist aber schwer, mich jetzt zu entscheiden. Also ich fand Vom Ende der Einsamkeit richtig gut von Benedict Wells. Das ist einer meiner Lieblingsautoren. Ansonsten ein ganzes halbes Jahr war auch richtig, richtig schön. Da habe ich unglaublich doll geweint. Ansonsten mag ich alle von Sebastian Fitzek und Joy Fielding auch mal. Das war wieder so Thriller-mäßig, aber ja doch. Am
SPEAKER_01Ende bist du noch eine Leseratte auch noch.
SPEAKER_04Wenn es geht,
SPEAKER_01ja.
SPEAKER_04Aber ich muss echt sagen, lesen tue ich auch mittlerweile tatsächlich noch im Urlaub so richtig, weil ich im Alltag schwer zur
SPEAKER_01Ruhe komme. Das kann ich nachvollziehen. Liebe Linda. Danke, dass ich hier sein durfte. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer aus der Region Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel, alle die hier im Umkreis von 50, 60 Kilometer wohnen und leben, kommt hier vorbei. Es ist ein wunderschönes Café, total authentisch. Checkt aus die Internetseite, Instagram, das Social Media. Da werdet ihr demnächst nicht nur das Frühstück erkennen können, sondern Vorlein meets Chef. Es gibt übrigens auch eine eigene Website. Das wird jetzt Linda gleich nochmal eine eigene Social Media Seite. Das wird Linda euch jetzt gleich nochmal sagen. Checkt das mal bitte aus. Supportet die Linda hier. Das ist wirklich ein wunderschönes Café. Schaut mal vorbei. MKN Technik wird hier vor Ort zu finden sein. Und ich sage danke, dass ich hier gewesen sein durfte. Und jetzt sag nochmal genau, wo kann man sich mit dir vernetzen und wo kann man Dich
SPEAKER_04und das Café im Internet finden. Und das wäre es eigentlich auch schon an der Stelle. Mehr haben wir nicht. Facebook, ja, aber da sind wir irgendwie auch nicht mehr so richtig. Also ich weiß nicht.
SPEAKER_01Nein. Nein. Da wird nur repostet,
SPEAKER_04was wir
SPEAKER_01bei Insta posten. Ich sage an euch, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer und vor allen Dingen alle Zuschauerinnen und Zuschauer auf YouTube, bleibt dem Küchenschnack treu und seid vielleicht auch mal so lieb, lasst ein kleines Like da oder am allerbesten, wenn euch das gefallen hat, folgt natürlich dem Café Fräulein Wunder und folgt auch dem Küchenschnack, weil das ist der klitzekleine Lohn, den wir bekommen. Denn wenn es euch gefällt, gefällt es auch uns, gefällt es mir und gefällt es auch unserer Marketingleitung und unserer Geschäftsleitung, besonders unserem Marketing. Bist du ja auch ein bisschen angetan, wie man hört. Und ja, danke für die Zeit. Bleibt kulinarisch. Wir sehen uns spätestens in zwei Wochen und ciao für heute, sagt unser lieber Gast.
SPEAKER_04Auf
SPEAKER_01Wiedersehen. Oder die Linda. Was? Du sollst deinen
SPEAKER_04Namen
SPEAKER_01sagen.
UNKNOWNAch so.
SPEAKER_04Ich war gerade so angetan von deiner Schluss-Laudatio.
SPEAKER_01Linda. Und der Tom. Ciao, ciao. Der Küchenschnack ist eine Produktion von der MKN GmbH und Co.KG in Zusammenarbeit mit Thomas Klein. Executive Producer ist Martin Ubel. Line-Producer, Audio- und Videoschnitt teilen sich Jonathan Hartmann und Tom Klein. Post-Production macht die Sarah Pockendorf. Redaktion und Marketing Patricia Sonnemann. Unser Dank gilt heute besonders allen Gästen, die wir bereits in unseren Folgen zugegen hatten. Und natürlich auch euch, liebe Zuhörer, ein herzliches Dankeschön. Folgt und teilt dem Küchenschnack, das bringt uns mehr Reichweite. und bringt euch weitere hoffentlich schöne Folgen.