MKN Küchenschnack
Ihr erhaltet einen direkten Blick in die Welt der Profiküche im Podcast "MKN Küchenschnack"
Mit einem Augenzwinkern und einer Prise Humor präsentiert euch Tom nicht nur neue revolutionäre Food-Konzepte, sondern tauchen auch tief in den Alltag und Hintergrund der Profi Küchenhelden ein.
Aber das ist noch längst nicht alles! Ihr dürft euch auf packende Geschichten und spannende Interviews mit coolen Kochgrößen der Branche freuen. Lasst euch von ihren kulinarischen Abenteuern inspirieren und holt euch wertvolle Geheimtipps direkt aus der Meisterküche.
"MKN Küchenschnack" ist der Podcast, der euer Küchenherz höherschlagen lässt. Modern, cool und vollgepackt mit Insiderwissen – ein absolutes Muss für alle Feinschmecker, Kochbegeisterten und Gastronomieprofis da draußen.
Schnallt euch an und genießt die Show!
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MKN Küchenschnack
#165 Christoph Steffes - 🔍 Tatort Küche - Geschichten eines 🔧Servicetechnikers 👷
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Was passiert, wenn Küchen immer digitaler werden – aber keiner mehr drunter sauber macht?
Wenn Fritteusen Software-Updates brauchen, aber hinten mehr Pommes liegen als jemals frittiert wurden?
Und wenn ein Küchentechniker plötzlich mit einer Schaufel aus dem Baumarkt statt mit Werkzeug anrückt?
In dieser Folge ist Christoph Steffes zum zweiten Mal zu Gast – Küchentechniker, Unternehmer, Instagram-Phänomen, Knipex-Fanboy und einer der ehrlichsten Stimmen aus dem Maschinenraum der Gastronomie.
Endlich sitzen wir uns vis-à-vis gegenüber – in Trier. Und es hat sich einiges getan.
Darum geht’s unter anderem:
- 🔧 Goldene Zangen & Werkzeug-Fetisch – warum gutes Werkzeug mehr ist als Spielzeug
- 🧠 KI in der Küche – kann ChatGPT Fehler finden, aber keine Geräte reparieren?
- 🔥 Gas vs. Induktion – was draußen wirklich passiert (und warum Infrastruktur oft bremst)
- 🧼 Hygiene-Realität – Pommes hinter der Fritteuse, Schaben im Auto & harte Wahrheiten
- 🏗️ Großprojekte & MKN-Blöcke – wenn Edelstahl, Schweißnähte und Timing entscheiden
- ⚙️ Neue MKN Optima-Serie – neutraler Technik-Check aus Sicht eines Praktikers
- ♻️ Nachhaltigkeit vs. Wegwerfgeräte – warum billig oft doppelt teuer ist
- 👨🔧 Fachkräftemangel – ungelernte Kräfte, Sprachbarrieren und echte Alltagsprobleme
- 📱 Social Media aus der Werkstatt – warum Christoph einfach draufhält statt zu planen
Christoph erzählt offen, witzig und manchmal schonungslos ehrlich aus seinem Alltag zwischen Kombidämpfer, Kochkessel, Software-Update und Küchenboden.
Eine Folge für alle, die Gastronomie nicht aus Hochglanzprospekten kennen – sondern aus der Realität.
👉 Hör rein, teil die Folge & folg Christoph, wenn du wissen willst, wie Küchen wirklich ticken.
Und ja: Die goldene Zange bleibt im Safe.
Einleitung
Speaker 2Und heute im MKN Küchenschnack das zweite Mal Christoph Steffes aus Konz bei Trier. Ich bin da mit meiner Frau sogar, die hätte sich niemals erträumen lassen, irgendwann in ihrem Leben mal in einem Werkzeugkalender. Also nicht als Pin-Up, sondern normal mit Klamotten aufzutauchen. Ja, aber du kannst mich da bewundern. Also viele Köche haben ja keine Knickgelenke in den Beinen mehr. Oder ja, also es ist, wenn man sich bückt und geht in die Geräte rein, sieht man natürlich die ganzen Sünden. Also viele stecken natürlich volle Erinnerungen. Und die kommen dir dann, die kommen dann natürlich zutage, wenn ihr Geräte ausbaut. Ja, also mir persönlich gefällt die neue Optima-Serie ziemlich gut. Also optisch auf jeden Fall ein super Hingucker. Qualitativ auch. Bis auf natürlich kleine Details, die nur ich dann sehe. Hier ist der MKN-Küchenschnapp. Taucht ein in die Welt der Profiküchen mit Tom.
SpeakerHerzlich willkommen bei meinem Heimspiel. Christoph, es ist tatsächlich fast drei Jahre her. Und es ist passiert, was wir damals angedeutet haben. Wir sitzen uns das erste Mal vis-a-vis gegenüber.
Speaker 2Diesmal persönlich, genau.
SpeakerDiesmal persönlich. Wir müssen gestehen, wir haben uns noch nie persönlich getroffen, weder auf Messen noch auf einer Baustelle, noch irgendwo. Du bist ja weit weg. Ich bin weit weg. Ich bin auch jetzt hier über Berge und Täler gefahren.
Speaker 2In den Zonenrand, ins schöne Trier.
SpeakerIch hab's mir aber nicht nehmen lassen, mal zu dir zu kommen.
Speaker 2Das finde ich sehr nett von dir.
SpeakerGenau. Und ich möchte den ersten Trigger mal machen. Es war tatsächlich, ich muss nochmal nachschauen, es war die Folge 66, was für eine schöne Nummer. Kann ich noch gut dran erinnern. Kann sich noch gut dran erinnern. Da haben wir dich damals eingeladen mit meinem guten Kumpel Olli noch zusammen. Das war eine ganz besondere Geschichte, weil du wusstest nicht so richtig wuschst, was soll ich denn überhaupt erzählen soll. Und ich muss noch was gestehen. Wir treffen uns ja hier am Sonntag. Also nochmal doppeltes Danke, dass du dir auch am Wochenende die Zeit nimmst. Und ich habe mir jetzt tatsächlich hier auf der Herfahrt nochmal überlegt, Mensch, du ziehst da diese Folge nochmal rein. Und was haben wir gelacht?
Speaker 2Das ist schön. Also ich habe mich auch amüsiert, aber alle Sachen habe ich nicht mehr so auf dem Show, obwohl ich nochmal ein paar Ausschnitte auch mir angeguckt habe. Hast du auch gemacht, ja? Ja, so ein bisschen. Ab und zu höre ich ja auch mal nochmal rein und gucken, was ich für ein dummes Zeug verzapft habe.
SpeakerJa, da war nicht viel Dummes dabei. Da war sehr viel, du hast also mit ein paar Sachen, ich sag mal, überrascht, die du da vom Besten gegeben hast, Thema Nachhaltigkeit und sowas. Also das war schon ganz nice. Und wir haben ja immer gesagt, wir müssen darauf aufbauen. Zur damaligen Zeit war das auch ganz frisch, dass du die Firma übernommen hast.
Speaker 2Genau, jetzt bin ich schon alter Hase mittlerweile.
SpeakerDamals warst du frisch CEO.
Speaker 2Aber jetzt bist du mittendrin. Jetzt bin ich alter CEO, ja.
SpeakerAber kann man schon sagen, dass sich die Zeiten in den letzten drei Jahren doch nochmal ein bisschen gewandelt haben?
Speaker 2Wir haben schon ein paar Spuren hinterlassen. Sieht man ja, ich bin auch ein bisschen grauer geworden. Aber ja, ich habe den Schritt nicht bereut. Ich finde immer noch schön, auf den Boden der Küchen meine Zeit zu verbringen. Und ja, ne, macht Spaß. Jetzt steht ein aufregendes Projekt vor der Tür. Bin ich schon ein bisschen am Bibbern, aber ich bin zuversichtlich. Mit der entsprechenden Hilfe, die morgen kommt aus Wolfenbüttel, wird alles gut gehen.
SpeakerWird alles gut gehen. Da werden wir dann auch, wie gesagt, noch ein bisschen was über deine laufenden Projekte erzählen. Ich möchte nochmal einen ganz deinen Rückblick machen. Also wie sind wir denn auf dich gekommen? Also ganz ehrlich, ich war irgendwie so ein Stalker. Ich bin über Instagram bei dir hängen geblieben. Das heißt, du hast eine Instagram-Seite, die sehr gut funktioniert, die meinen persönlichen Humor voll trifft, obwohl ich ehrlich gesagt mit goldenen Zangen relativ wenig am Hut habe. Ich bin eher der goldene Kochlöffel, ne? Aber du hast einen gewissen Witz und einen gewissen Humor gehabt, der uns damals aufgefallen ist. Dann hast du einige MKN-Projekte gemacht. Der Kundendienst singt regelmäßig eine Laudatio auf dich, wenn es irgendwo Not am Mann ist. Und so sind wir irgendwie hängen geblieben und so war auch die Folge aufgebaut. Also wie gesagt, an alle, die hier dran sind, Folge 66, hört einfach nochmal zurück.
Speaker 2Auf jeden Fall reinhören.
VETO Bag & Katalog Model
SpeakerAber heute wollen wir dann nochmal darauf ein bisschen aufbauen. Und eine der wichtigsten Fragen vorab, dieser Aufruf, den wir damals gestartet haben, meldet euch, da gibt es halt diese Taschen oder Klamotten. Hat sich was ergeben? Bist du vielleicht irgendwo in einem Katalog aufgenommen worden? Kann man dich irgendwo sehen, bist du richtiger Influencer jetzt?
Speaker 2Ich bin in einem Katalog aufgenommen worden, und zwar im Vito ProPack Jahreskatalog von 2025, ist noch im Internet verfügbar, falls ihr Interesse habt. Ich bin da mit meiner Frau sogar, die hätte sich niemals erträuben lassen, irgendwann in ihrem Leben mal in einem Werkzeugkalender. Also nicht als Pin-Up, sondern normal mit Klamotten aufzutauchen. Ja, aber du kannst mich da bewundern. Ich bin Katalogseite, keine Ahnung, 128, keine Ahnung, weiß ich jetzt selber nicht, aber ja, ich bin da sichtbar.
SpeakerEs sind ein paar Zuhörer dazugekommen, muss ich sagen, ne? Im Laufe der Jahre. Und vielleicht kannst du nochmal ProPack nochmal kurz erklären.
Speaker 2Ja, also das ist eine Werkzeugtasche, die mein Interesse erweckt hatte. Ich war vorher immer ein Koffermann, ja, also mit so einem großen Koffer, da haben sie auch immer gesagt, in den Küchen, ah, jetzt kommt der Mann mit dem schweren Koffer, ich habe einen viel zu großen Koffer, viel zu klobig. Meine Schienenbeine waren eigentlich immer blau, weil der immer dagegen geschlagen ist. Dann hatte ich irgendwann die Schnauze voll. Weil wenn du den aufklappst, ist in der Küche kein Platz mehr für die wahnsinnigen Köche, da irgendwie an mir vorbeizukommen. Und dann bin ich auf die aufmerksam geworden. Die haben so ein anderes System. Da machst du keine Werkzeuge in so Laschen rein, die dir dann schön in so einen Koffer zuklappst, sondern du hast sie von oben, du kannst sie also von oben direkt wieder in die Tasche einlegen. Wir Amerikaner kennen das System. Ja, das ist. Die war auch relativ neu, die gibt es auch gar nicht so lange. Ich glaube, die gab es so zwei, drei Jahre zuvor, wurden wurde die Marke gegründet. Und dann wollte ich immer so ein Ding haben, gab es aber nie in Deutschland logischerweise. Dann habe ich einen Weg gesucht über meine Werkzeug-Nerds im Internet. Habe ich jemanden gefunden, der so freiwillig mir die dann aus New York zugeschickt hat. Ich habe die aus Bronx, habe ich die bekommen. Hat ein bisschen Überredungskunst gebraucht, weil das ist ja auch Zoll und diese Mühe, dann das Ding zu verschicken. Hat er dann gemacht, war ich auch einer der ersten, die diesen Typ-Tasche, also war so ein neues Fabrikat dann, also ein neues Modell. Ja, und seitdem bin ich da mega Fan, sehr praktisch. Also ich kann es nur empfehlen, wer sich dafür interessiert, auf meiner Seite gibt es mehr als ein Foto von diesen ganzen Sachen.
SpeakerAuf deiner Instagram-Seite. Genau, auf meiner Instagram-Seite. Genau, also Steffes-CH. Ja, Steffi, wie Christoph. Ja, Stephis. Achso, mit. Achso, jetzt habe ich schon. Ich dachte, ich habe schon wieder einen Dialektfehler. Steffes-Ch, so wird es geschrieben. Da könnt ihr euch das im Prinzip angucken. Und wie gesagt, hört nochmal zurück, Olli hat damals auf Englisch sogar einen Aufruf gestartet und ja, das ist der Duel. Die Abrufzahlen in der Bronx sind auch extrem hoch, muss ich sagen, beim Küchenschnack.
Speaker 2Ja, also ich war ganz natürlich geehrt, da in diesen Kalender mit aufgenommen zu werden. Finanziell hat es natürlich nichts gebracht, ist nur für Ruhm und Ehre.
SpeakerNur Ruhm und Ehre, ja. Aber das Foto, das für diejenigen, die das auf YouTube anschauen, da werden wir das Foto natürlich einblenden und da wäre ich mal noch was Schönes einfallen lassen. Ist ja wunderbar, dass was passiert ist. Wir haben ja damals die Folge ein bisschen auch auf den Außerirdischen bezogen. Würdest du dich immer noch so bezeichnen? Oder hat sich das bist du mittlerweile geerdet?
GAS ODER ELEKTRO - Die Meinung hat sich geändert
Speaker 2Nein, also ich denke, da hat sich nichts so dran verändert. Also ich bin immer noch der, der halt zwischen allen Fronten da irgendwo hängt und immer so eine besondere Rolle erfüllt in den Küchen. Ist ja auch der Beruf des Küchentechnikers, ist ja jetzt auch nicht so gängig. Also auch für andere Gewerke immer noch ein Wunder, was man da alles machen muss. Du schraubst an Gasgeräten rum, an elektrischen Geräten, du hast also Gas, Wasser, Scheiße, Strom mit allen Medien zu tun. Und so typische Handwerker konzentrieren sich ja eher auf einen Teil. Aber du machst alles. Ich mach alles. Alles, was zu machen bist. Alles, was einen Stecker hat, sage ich immer.
SpeakerHaben sich die Stromgeräte gegenüber den Gasgeräten etwas multipliziert?
Speaker 2Ja, jetzt nach Corona und diesen ganzen Russland-Ukraine-Krieg sind die Gasgeräte schon etwas zurückgegangen. Viele haben noch Gas, die können dann nicht immer so schnell wechseln, weil die Infrastruktur im Haus lässt das nicht immer zu, auch dann einfach so auf Strom umzusteigen. Aber sagen wir mal, die Induktion ist schon da stark auf dem Vormarsch. Weil Gasgeräte, sagen wir mal, so 90, 80 Prozent sind es immer Gasherde, die du so in den Küchen findest. Dann noch Gasritösen, ja, aber sagen wir mal, das Gängige ist eine Gashärte. Und da steigen viele nach und nach jetzt auf Induktion um.
SpeakerUnd bist du auch ein bisschen mehr so von der kleineren Gastronomie auch in die größere Gemeinschaftsverpflegung mit reingerutscht jetzt durch deine Zeit, die du jetzt drin bist? Weil damals hast du ja immer noch gesagt, ich mache viel, viel kleinere Sachen.
Speaker 2Ich bin breit aufgestellt, also von der kleinen Kneipe, die eine Spülmaschine hat, bis zum Krankenhaus, da mache ich eigentlich alles Mögliche. Ist natürlich in unserer Region diese Vielfalt nicht so wie in Ballungsräumen natürlich, aber grundsätzlich machst du alles vom Studierendenwerk über Krankenhäuser, über alles mögliche. Normale, große, kleine. Ein Stern, zwei Sterne, drei Sterne. Das hast du alles dabei. Genau, da bin ich auch immer froh, mal in schickere Läden zu kommen. Ist auch mal schön, nicht auf den Boden festzukleben. Ja, ja.
Hast Du Angst vor ChatGpt?
SpeakerDa habe ich auch dann noch ein paar Fragen. Sag mal, die Zeiten ändern sich ja auch in den Küchen. Also gerade was das Thema Koch, Kochmasse, Personen in den Küchen angeht. Geräte werden für uns gefühlt auch immer länger betrieben, also werden versucht, noch ein bisschen am Leben zu halten, bevor die Neuinvestition kommt. Ist er das jetzt schon öfters mal zugegen gekommen, dass er gesagt hat, du, ich habe jetzt mal hier das Ergebnis gegoogelt oder hab's vielleicht sogar schon mal in die KI eingegeben? Ist das alles richtig, was du so machst? Ist da ein bisschen Bewegung drin in dem Bereich? Oder verlassen sich deine Leute auf deine elektrotechnischen Künste?
Speaker 2Also du meinst bei Fehlersuche jetzt selber, dass der Kunde über KI.
SpeakerDass er, der erklärt, was du zu tun hast, meine ich.
Speaker 2Nein, da sind, glaube ich, die Köche dann ganz weit weg vom technischen Thema. Manche versuchen sich natürlich immer auch mal selber zu helfen, in der Hoffnung. Also ich gehe immer, ich hoffe immer, dass man erstmal versucht, sich selber zu helfen, bevor man irgendwie dann jemanden ruft. Aber nee, da sind die, so weit sind wir noch nicht da in dem Bereich.
SpeakerSpielst du da mit ab und zu mal rum? Hast du dich schon mal ein bisschen reingefuchst?
Speaker 2Ich habe schon mal probiert. Mein Sohn hat mir mal ein bisschen da, der ist da ein bisschen fitter, der hat auch dieses Profi-Chat-GPT-Ding da. Der nutzt das beruflich auch. Und ich habe mal gefragt und habe mal gefragt, so sagt man, hier sagt deinem Ding mal, Kombi-Dämpfer hat Fehler eh sowieso. Und tatsächlich muss ich ehrlich gesagt sagen, der Lösungsweg wird ja dann ausgespuckt und die Fehleranalyse von dem Ding und er war sehr genau in diesem Fall. War aber allerdings ein Gerät, was auch gängig auf dem Markt schon länger da ist, weil du weißt ja, ChatGPT klaut ja auch nur aus dem Internet und fasst alles zusammen und Urheberrechte und so weiter spielen da keine Rolle.
SpeakerAber siehst du, da eine gewisse Gefahr auf dich zukommt für dich und dein Handwerk oder denkst du, das ist.
Speaker 2Ne, da ist da, also vor Computer habe ich keine Angst. Ich werde manchmal dumm angemacht, weißt du, weil jetzt ist ja mittlerweile der Trend, die technischen Geräte werden immer computerlastiger, softwarelastiger. Dann steht man natürlich vor so einer Fritteuse und macht dann mit seinem Telefon, fuchtelt man wie wild rum und muss ein Software-Update auf einer Friteuse machen. Da wird man schon abends so dumm angesprochen und sagen, fragst du ChatGPT jetzt, was du da machen muss. Da komme ich mir auch mal ein bisschen blöd vor, wenn man da ohne Werkzeug quasi Werkzeug los manchmal Softwareprobleme mit dem Handy dann an so einer Fritteuse beheben muss. Ja, aber was soll man machen? Das ist leider so, ja.
SpeakerAber deiner Meinung von damals bleibst du trotzdem treu, dass du sagst, Mensch, die Geräte sollten eigentlich das machen, was sie sollen, nicht so viel Schnickschnack reinbauen, einfacher machen und, und, und.
Speaker 2Ja, da bin ich immer noch der Meinung. Also ich denke, gewisse technische Neuerungen müssen die auch mitmachen. Nur, ich bin immer noch der Meinung, mehr Platinen, mehr Technik verursacht. Im ersten Moment vielleicht ist günstiger für die Hersteller, logischerweise, weil die ganzen Produktionskosten werden natürlich dadurch auch runtergefahren. Nur die Nachhaltigkeit von Platinen, also ich bin mir nicht sicher, ich hatte jetzt noch einen Fall, ist jetzt ein Hausgerät gewesen, aber fünf Jahre alt, Platine, kaputt, Gerät, Schrott, dann unrentrinken. Naja, und dann ein Mini-SMD-Bauteil auf der Platine, kaputt kannst du auch nichts mehr machen. Sowieso mit Gewährleistungen geht da gar nichts. Kommst du selbst mit der goldenen Zange nicht mehr weiter?
Die neue MKN OPTIMA - ehrliche Meinung
SpeakerDa kommt, nee, da brauchst du schon Platin. Naja, wie ist denn deine Meinung, wenn ich dich jetzt mal auf die MKN-Geschichte anspreche, wenn ich jetzt schon mal einen neutralen Techniker hier sitzen habe und nicht meine eigenen Leute? Wir standen ja oder letztes Jahr vor der großen Herausforderung, wir haben die neue Optima rausgebracht und wir sind bei dem Ding geblieben, dass wir weiterhin einen Drehknopf haben und ein digitales Display, so dass der Kunde sieht, was er macht. Hast du gedacht, ist ganz okay oder wie ist da deine persönliche Meinung zu?
Speaker 2Ja, also mir persönlich gefällt die neue Optima-Serie ziemlich gut. Also optisch auf jeden Fall ein super Hingucker, qualitativ auch. Bis auf natürlich kleine Details, die nur ich dann sehe. Diese Anmerkung lasse ich übrigens drin. Das ist die Neutralität, die wir uns wahren. Die gebe ich auch immer weiter, wenn mir was auffällt, die melde ich natürlich auch zurück und hoffe immer, dass ihr auf Gehör trifft.
SpeakerDu kannst auch die Leute direkt ansprechen, weil deine Folge, weiß ich, aus guten Kreisen, die wurde im Service bei uns sehr intensiv angehört.
Speaker 2Ja, also wie ihr wisst, ich rufe immer an und beschwere mich natürlich dann. Also ich spreche jetzt die Leute an, die mich kennen. Ja, also da gebe ich immer Rückmeldungen und ja, die neue Technik ist gut. Ich hatte ja damals scherzhaft gesagt, als sie im März rauskam, ich nehme den ganzen März frei für nur Garantieaufträge zu machen. Kam keiner. War alles sehr gut, ist alles gut angelaufen. Ein paar Kinderkrankheiten gibt es immer, wie bei allen Sachen, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, sind die Geräte sehr gut. Technik ist auch interessant, für mich sehr einfach im Fehlerfall, weil die Fehleranalyse sehr überschaubar ist, trotz Elektronik oder mehr Elektronik als früher.
SpeakerVersuch das mal mit deinen Worten zu erklären für jemanden, der das. Versuch das mal einen Dreijährigen zu erklären, weil das ist jetzt mal ganz interessant. Wir haben natürlich das Produktmanagementwissen und wir haben das Kochwissen dahinter. Versuch das mal einen Dreijährigen zu erklären, wie du das, die Technik, wo du was da neu an dieser Technik ist.
Speaker 2Ja, also neu sind alle alten Regler sind weg. Also alles, was man so kennt, Thermostate sind, also nicht alle, aber sind alle ersetzt worden durch eine Platine und ein Thermoelement. Das ist halt eine elektrische Messung der Temperatur zum Beispiel, was gängig ist, natürlich in allen thermischen Geräten. Das ist alles modular aufgebaut. Das heißt, ich habe kleine Abteile, in denen sich, wenn ein Fehlerfall ist, in denen sich der Fehler dann befindet. Und dann muss ich nicht das ganze System überprüfen, sondern ich habe immer modulartig gewisse Komponenten, die dann Fehler haben, die ich dann nur prüfen muss und kann mich darauf verlassen. Da ist auch dann wirklich nur dieser Fehler. Also ganz selten natürlich, es gibt natürlich auch Fälle, wo du mehr als einen Fehler am Gerät hast, aber ich sage mal, gängig ist ja Motor funktioniert nicht, also muss ich mich nur auf den Motor konzentrieren, muss nicht an Stelle A, B, C suchen, sondern such nur an Stelle Motorsteuerung oder Motormodul, wie auch immer, und kann dann da gucken, was der Sache ist. Es gibt auch kleinere.
SpeakerAlso ich sag das als Koch, sieht aufgeräumter aus. Du guckst da rein und denkst, okay, das sind jetzt irgendwelche Module, ne? So vierecke. Es sieht für mich als Koch aufgeräumter aus.
Speaker 2Ja, also es ist auch deutlich eine Trennung da. Sensorik und also die Aktoren und die Sensoren sind also quasi getrennt und trotzdem zusammen auf Modulen, so ist es in Gruppen einfach aufgetröselt. Also ich finde es sehr schön, kenne ich natürlich schon vom Flexischef, ist ja eigentlich beruht, alles so ein bisschen auf dieser Flexichef-Philosophie, sage ich jetzt einfach mal so als Unwissender oder nur als der, der dann kommt rum. Das ist nicht falsch, ja. Das ist dann schon praktisch und also für mich, ich finde es sehr gut. Gewisse Sachen könnten für mich schöner sein, die Erreichbarkeit zu messen. Also du musst schlank sein, du musst gelenkig sein.
SpeakerAber du, da hat man mir gesagt, du standest Model.
Speaker 2Also eine 40er Grillplatte würdest du reinpassen, haben sie gesagt. Ja, das ist so so eine Tantra-Reparatur dann eher, was? Du musst dann rückwärts irgendwie rein und hoffst, dass du irgendwie wieder rauskommst. Also bei manchen Geräten vorher mit Butter einreiben, damit er der Koch dich zur Not rausziehen kann.
SpeakerJa, das ist manchmal ehrgeizig, ja. Ja, das ist ehrgeizig. Ton in der Küche, mein Lieber. Jetzt haben wir ja in den letzten drei Jahren, seitdem wir da das letzte Mal gesprochen haben, sind es nicht mehr Küche geworden. Das können wir, glaube ich, festhalten. Und früher war es ja so, da hieß es ja auch mal ganz schnell, wann kannst du kommen oder wenn du kommst, bist du da. Jetzt heißt es manchmal schon andersrum, warum bist du nicht gestern schon da gewesen? Wird das immer strafferter Ton, merkst du da was? Oder kannst du, sagst du, ich kann auch nur das arbeiten, was ich schaffe?
Speaker 2Ja, also ich sage mal, man muss sich die Kunden natürlich ein bisschen auch erziehen. Ich gehe immer so nach einer gewissen Hackordnung vor. Also Totalausfall geht immer grundsätzlich vor. Da muss jeder auch Verständnis haben. Ich sage immer zu den Kunden, du, wenn du einen Totalausfall hast, komme ich direkt zu dir. So erwarten andere, dass ich natürlich immer die wichtigen Geräte, die einen Totalausfall haben, die betreue ich zuerst. Und da die Kundendienstsituation hier bei uns in der Region, also ich bin zum Beispiel der Einzige in Trier, der so in dieser Branche da repariert, wissen die Leute natürlich schon zu schätzen, wenn man möglichst schnell kommt und da auch keine große Auswahl da ist, sind die eigentlich immer dankbar. Also jeder hat Verständnis, dass du auch mal eine gewisse Zeit brauchst, manche natürlich mehr, manche weniger. Aber sagen wir mal, im Großen und Ganzen ist es natürlich auch immer eine Erziehungssache. Also man muss sich die Kunden so ein bisschen darauf hinzielen und dann muss man denen auch klar verständlich machen, dass du nicht im Auto sitzt und wartest auf diesen einen Anruf, der einmal am Tag kommt mit dem einen wichtigen Kunden und drehst einen Schlüssel um und drückst aufs Gas und fährst zu dem hin. Und hast noch alle Ersatzteile dabei? Die ja, also ich habe gängigen, also da lege ich immer drauf Wert, ich habe immer die gängigen Sachen im Auto, weil da fühle ich mich sonst zu nackt. So wie ich mein Werkzeug, sag ich mal, so im Auto oder in meiner Tasche habe, da ich nicht 17 Mal ins Auto laufen muss, so habe ich alle gängigen Ersatzteile im Auto. Zum Beispiel MKN habe ich MKN-Kisten, ich habe eine Kiste für einen Kochkessel, ich habe eine Kiste für einen Flexi-Chef, ich habe eine Kiste für einen Kombidämpfer und für die anderen Sachen, so ein bisschen gemischt. Da sind alle wichtigen Sachen drin, wo ich weiß, okay, die verkaufe ich erstens, also weil die gehen. Das sind gängige Ersatzteile. Und die brauche ich im Notfall, um dem Kunden direkt aus der Patsche helfen zu können. Da sind natürlich keine Platinen drin, die aufwendige Sachen, gängige, bezahlbare Ersatzteile, die ich mir auf Lager legen kann, um auch da irgendwas machen zu können. Weil es gibt nichts Schlimmeres, zweimal zum Kunden zu fahren. Passiert natürlich, aber du versuchst natürlich auch, weil du auch aus Zeitmangel den Kunden beim ersten Mal am besten abzufrühstücken.
SpeakerIst es immer noch so, dass wenn du hier dein Bag aufmachst und du siehst die ganzen Schraubenschlüsseln und Zangen, dass du schon ein bisschen geil wirst? Oder hat sich das ein bisschen gelegt?
Speaker 2Ich mag immer noch mein Werkzeug. Ich erweiter immer jedes Mal noch gerade wieder was.
SpeakerUnd deine Frau volle Unterstützung? Uh, da dreht sich das nicht drüber. Was ist so die neueste Errungenschaft immer?
Speaker 2Das Schlimmste ist immer, weißt du, wenn meine Frau irgendwann mal mein Werkzeug verkauft für den Preis, wo ich erzählt habe, das wird es nur kosten. Das geht mir mit meinen Scheinplatten so. Ich erweiter immer, weil ich natürlich auch ein persönliches Interesse und so ein Splen dafür habe. Aber sag mal, ich irgendwann, jetzt so ist auch mein Vorrat so gut bestückt, dass ich kaum noch offene Wünsche habe. Jetzt hau mal raus, was ist das letzte geile Teil, was du dir gegönnt hast? Ich habe mir jetzt nochmal eine neue Tasche natürlich gekauft. Und bei Messgeräten wäre ich immer schwach, die gelben Messgeräte. I like Name Dropping. Achso, ja, Fluke bin ich ja absoluter Fanboy.
SpeakerDas sind sehr zuverlässige Geräte. Also da ist es wirklich so, wenn dann so ein neues Elektromessgerät rauskommt, wo die Clips besser haften.
Speaker 2Da kannst du nichts falsch machen, da kannst du sogar mit messen, ohne dass du Angst haben musst, dass es. Dingen, die um die Ohren fliegen. Okay. Ich habe letztens jetzt zum Beispiel zum Kunden gefahren und denke so, was liegt denn da in Hecken? Da bin ich mit dem Auto dort mit 80 vorbeigeballert. Und dann siehe da, habe ich ein Flugemessgerät auf der Straße gefunden. Ist nicht dein Essen. Bester Tag letztes Jahr. Und hat noch funktioniert. Ja, tipptop, wie neu. Einmal drüber. Ja, wie fliegt denn ein Fluggemessgerät auf die Straße? Ja, ich nehme an, da hat irgendeiner das verloren, aufs Dach gelegt und ist losgefahren, keine Ahnung. Das war mir auch da in dem Moment egal. Aber es war bester Tag. Ja, ja. 400 Euro auf der Straße zu finden, ist ein schöner Tag.
SpeakerUnd was hast du? Fährst du da nach Hause und sagst hier, ich messe mal die Klübüren durch oder was passiert dann? Das kommt schön in mein Auto.
Speaker 2Ich habe ja, da brauchst immer eine große Bandbreite natürlich auch ein Messgeräten. Wie viele Messgeräte hast du? Also jetzt alle insgesamt. Alle. Ja. Ungefähr. 30. Echt jetzt? Ja, locker. Also oben die neueren. Wenn du noch ältere mitbestellst. Ja, aber warum hebst du die Älteren auf? Ja, du kannst das überhaupt nicht wegwerfen. I feel you. Nein, nein, I feel you. Ja, nee, da ist, also die haben schon ihre Daseinsberechtigung schon, ja, und neuere können dann natürlich immer ein bisschen was mehr. Jetzt mittlerweile hast du alles, kannst du das mit Bluetooth über dein Handy verbinden, koppeln, da kannst du Langzeitmessungen machen und so ein Shishi. Kannst du bald mit ChatGPT verbinden? Bald bestimmt, dann hängst du es beim Kunden hin und kannst du Messgerät sagen, was machen sollte. Ja, das ist wieder süße Brei, das nimmt nie auf. Das hört nie auf. Ja, also ich denke, aber da ist eine große Entwicklung, auch ein großer Entwicklungssprung immer bei denen, auch bei den Herstellern. Ich bin da einfach, das ist einfach schöner. Okay, und Schraubenschlüssel und Zang? Was ist da unsere Marke? Zang habe ich mir jetzt, ich bin jetzt so ein, bei Knipex bin ich natürlich größter Fanboy überhaupt. Und da geht es jetzt dann, werden bunte Griffe kommen da jetzt. Jetzt habe ich mir die aus Griechenland kommen lassen, blauer Griff, 30 Jahre Knipex Griechenland. Dann habe ich jetzt einen orangen Griff, Japan Edition 2025. Dann die alten natürlich schwarze, alles mögliche.
SpeakerUnd gibt es da auch so irgendeine Zange oder einen Schraubenschlüssel oder irgendwas, was Sammlerwert hat? Ja, meine goldene natürlich.
Speaker 2Na gut, die sind ja von dir selber gemacht. Nee, ich habe eine goldene von Knippex gewonnen. Ja, das war 250.000 Follower, hatten die gefeiert. Und dann habe ich da mitgemacht und habe eine vergoldete, die ist echt vergoldet. Ach, die ist echt vergoldet. Die hast du nicht vergoldet. Nein, nein. Ich habe auch eine vergoldet, selber mit Blattgold. Und wo ist die? Bei euch neben dem Fernseher oder neben dem Bett? Die kann ich ja nicht verraten, sonst müsste ich umbrechen. Nee, die ist ganz sicher verwahrt hier bei mir natürlich.
SpeakerAber in welchen Momenten holt man eine goldene Zange raus? Die ist ja zum Schaden zum Zukneifen.
Speaker 2Ja, natürlich. Die ist.
SpeakerDu bist aber zu Weihnachten eine Nuss knacken oder was machst du damit?
Speaker 2Keine Nuss, bist du wahnsinnig. Nein, die bleibt schön. Also ich habe schon oft Angebote bekommen, die zu verkaufen. Da sind die ganzen Leute sehr scharf auf das Ding. Ich habe schon mal zufällig einmal bei Ebay eine gesehen, da waren 750 Euro, wurde geboten. Also es ist schon der Sammlerwert. Aber der Goldwert ist ja auch gestiegen. Das ist ja nicht echtes Gold, das sind ein paar Gold, leider. Okay. Aber der Sammlerwert ist natürlich unersetzen.
Unter dem Herd liegen viele Erinnerungen.
SpeakerVerlinken natürlich Knippecks. Okay. Jetzt sind wir ein bisschen abgekommen, aber wir wollen ja von der sauberen, aufgeräumten, strukturierten Tasche, gehen wir mal zurück in die Küche wieder. Und du hast das damals im Podcast herzlich drüber gelacht, ging es um die Glille. Ja. Um die Glille. Und dann hast du, ich weiß nicht, was er war, vom halben, dreiviertel Jahr hast du mal ein Foto gepostet oder hast mir ein Video geschickt über eine Friteuse, wo ich sag mal, salopp gesagt, wahrscheinlich mehr Pommes hinter der Friteuse lagen, als wir jemals in der Friteuse drin gewesen sind.
Speaker 2Ja.
SpeakerWie ist denn der Status unserer Kollegen und Kolleginnen draußen in den Küchen?
Speaker 2Ja, es gibt solche und solche natürlich. Und ich bin natürlich auch in einem Job, da sehe ich natürlich andere Sachen. Also viele Köche haben ja keine Knickgelenke in den Beinen mehr. Oder ja, also es ist, wenn man sich bückt und geht in die Geräte rein, sieht man natürlich immer die ganzen Sünden. Doch sind ja noch ganz andere Sachen drin. Also viele stecken natürlich volle Erinnerungen, ja. Und die kommen mir dann, die kommen dann natürlich zu Tage, wenn du Geräte ausbaust. In dem Fall jetzt mit der Friteuse war schon ein Härtefall. Also da wurde sogar meinen hartgesottenen Mitarbeitern ganz anders. Das war das erste Mal, wo ich in den Baumarkt fahren musste und habe eine Schaufel gekauft, die ich nicht gängig in meinem Auto dabei habe, normal als Küchentechniker.
SpeakerAber wie, also mal ganz ehrlich, das ist ja jenseits von gut und böse sowas. Also wenn, konkret, da lagen hinten, du hast sie vorgezogen, glaube ich, die Fritürsen, da lagen so viele Pommes und vergammelt und. Das geht ja gar nicht.
Speaker 2Das geht gar nicht, ja. Da sind alle Sind noch zum Vorschein gekommen. Da hat der Kunde nicht so die Sachen gepflegt, wie sie eigentlich zu pflegen sind. Aber du siehst in den Küchen natürlich immer irgendwo Sachen, die nicht so sein sollten.
SpeakerWie geht der Christoph damit um? Sast du dann, Digga, hier, mal ganz ehrlich, oder versuchst du es oder machst das mit Witz?
Speaker 2Es ist natürlich immer ein Tanz auf der Kanonenkugel. Man will ja die Kunden auch nicht vor den Kopf stoßen. Manche sind ja auch, sagen wir mal, die inhabergeführten Sachen, es sind ja auch andere Geschichten, als wenn nur Mitarbeiter arbeiten vor Ort und da, sag ich mal, das Ganze so ein bisschen laisse faire betrachten. Allerdings gelten für die natürlich auch alle Normen und Regeln der Lebensmittelverarbeitenden Stellen, also wo du da gucken musst und auch dein HACCP machen solltest und so weiter. Aber wie in allen Bereichen gibt es überall schwarze Schafe. Und ja, also ich mache den Kunden schon mal ein schlechtes Gewissen, so wenn man da reingreift oder man kommt montags morgens frisch geduscht auf die Arbeit und nach zehn Sekunden siehst du aus, als hättest du eine ganze Woche irgendwo in so einem Ding drin gesteckt. Nichts noch so. Ja, ja, das ist dann so eher das Unangenehme in meinem Job. Aber auch die Sachen müssen gemacht werden, ja. Ich versuche immer freundlich darauf hinzuweisen, gebe auch Pflegehinweise natürlich. Manche sind auch einfach Unwissenheit. Und du hast eben schon Personal und so weiter angesprochen, das Personal wird halt auch immer schlechter, also oder ungelernter auch. Und auch, sagen wir mal, die Verständigung wird immer schwieriger. Also wenn ich jetzt mal gucke, ich habe da 2011 in der Großküche angefangen und jetzt ist so auch so, würde ich mal sagen, geht es schon hier bei uns, im Ländlichen sogar da schon. 50 Prozent wird halt Englisch in der Küche mittlerweile gesprochen. Und ja, da sind natürlich Verständigungsprobleme, kulturelle Unterschiede spielen da eine Rolle. So der eine denkt halt, das wäre sauber, wo was anderes nicht sauber ist.
SpeakerUnabhängig von der Pommes-Geschichte, gab es noch was, wo du gesagt hast, oh, da hätte es mich bald rumgehauen?
Speaker 2Ja, also letztes Jahr hatte ich so zwei Fälle, das war äußerst unangenehm. Dann steigst du morgens ins Auto, hattest gestern am Vortag, dann hattest einen schönen Kunden, wo du gedacht, das hätte sauberer sein können. Ja, und dann fährst du morgens los, ein bisschen verschlafen, klappst die Sonnenblende runter und dann siehst du Scham in deinem Auto. Im Auto? Ja. Hast du mit reingezogen über die Schuhe, oder? Dann hast du die natürlich mitgenommen. Dann krabbeln die halt an jemanden, an mir, an jemanden. Die krabbeln an dir hoch. Du gehst zum Auto, setzt dich rein, fährst wieder nach Hause und verlierst sie dann im Auto. Und das sind so Sachen, die brauche ich jetzt auch nicht. Da ekelt es auch einen selbst. Und ja, also das kommt überall vor, kann auch immer vorkommen. Man muss halt dagegen was machen, ja. Wie andere Tiere auch, Mäuse, Ratten. Kann passieren. Alles schon gesehen. Kann passieren. Hat sich deine Codekenntnis etwas verbessert noch? Die haben sich nochmal verfeinert, ja. Auch die Nase, also mittlerweile würde ich sagen, wenn ich zur Gastronomie vorn reinkommen, kann ich den Befall verrichten. Sogar durch den Essensgeruch durch. Hatte letztens noch einen Fall krass, aber war schon.
SpeakerJa, aber ich meine, das Problem ist ja, man könnte ja sagen, es gibt jetzt Kopfgeld für das Lebensmittelamt. Die könnte ja sagen, wir könnten dir ja Provisionen bezahlen für Dinge, bloß dann verlierst du ja den Kunden wieder, das ist ja auch keine feine Art. Auf der anderen Seite, es ist so ein bisschen ein Zwiespall, den du da erlebst.
Speaker 2Ja, es ist auch nicht immer wissentlich, also die Kunden kriegen es manchmal auch gar nicht mit. Und wenn du dann aber so eine Spülmaschine rausziehst und siehst dann im Hinterschrank Hinterlassenschaften der Tiere, dann machst du die Kunden natürlich darauf aufmerksam und sagst dann, ey du, ihr müsst mal was machen. Da gibt es Firmen, die kümmern sich darum, ruf mal da und da an. Ist halt, ich meine, in jedem, wenn du jetzt eine Gastronomie irgendwo im Wald hast, kommt überall mal eine Maus rein oder so. Das ist ja jetzt auch nichts ganz Schlimmes, nur man muss halt da irgendwie aktiv werden. Und darf das nicht ausblenden und sagen, interessiert mich nicht, wird schon von selber verschwinden.
Mitarbeiter & der Ton in der Küche
SpeakerJa, es lässt sich halt nicht ändern, ne? Aber merkst du das selber, dass in den Küchenkochthemen jetzt nochmal weniger geworden ist, noch weniger Fachkräfte, jetzt in den letzten zwei, drei Jahren nach Corona? Ja, also geschulte Kräfte, denke ich, haben schon nachgelassen.
Speaker 2Definitiv, oder? Also die, wie gesagt, wir sind hier jetzt im Zonenrand, wir sind ja dann in der Nähe zu Frankreich.
SpeakerAlso wir sind genau in dem Länder Dreiecks, Frankreich, Luxemburg, Deutschland.
Speaker 2Belgien kann man vielleicht auch noch so knapp damit dazunehmen. So, und die Sache ist halt, viele wandern natürlich nach Luxemburg ab, da sind die Verdienstmöglichkeiten deutlich höher. Dann bleiben hier in der grenznahen Region halt sehr wenige übrig, die vielleicht nicht reisewillig sind, die vielleicht keine französischen Sprachkenntnisse haben wollen oder wie auch immer. Und so, deswegen, ich suche ja auch Mitarbeiter, aber es macht das Ganze natürlich schwierig, wenn man so eine scharfe Konkurrenz hat durch einen, sagen wir mal, wie die, sagen wir mal, in der Region zur Schweiz hin, ist wahrscheinlich auch schwierig, da Mitarbeiter zu finden. Und dann bleiben halt wenig Fachkräfte übrig, die dann hier auch einen guten Job machen. Und so sind viele Ungelernte, die dann da einspringen und dann wird die leidet natürlich die Qualität. Aber in allen Bereichen. Das ist ja dann Küche, Service, überall. Also nicht nur der Koch an sich, sondern auch, würde ich mal sagen, im Service überall hängt es dann.
SpeakerWie ist es denn bei dir? Du hast es jetzt ja angesprochen, du hast neue Mitarbeiter schon mal eingestellt gehabt, ne? Suchst aber immer wieder jemanden und wie ist die aktuelle Situation bei Cool und Jakob?
Social Media Steffes_CH
Speaker 2Ja, bei Cool und Jakob ist die Situation so, dass ich natürlich, ich brauche jede Menge Leute. Also ich würde zwei Kundendienstechniker nicht direkt machen. Was brauchen die für eine Qualifikation? Elektro? Ja, Elektro, also irgendein Elektro-Handwerk sollten sie schon mal erlernt haben und dann der Rest ist dann einfach, musst du rein wachsen. Also dass die Grundkenntnisse sollte Elektrotechnik sein in irgendeinem Sinn und dann das andere lernst du dann einfach. Also da wirst du, es ist ja kein Ausbildungsberuf, dass du jetzt Gerätetechniker oder irgendwas lernst, sondern du kommst da mit einer Grundkenntnis Elektrotechnik rein und dann bilde ich die Leute dann aus, dass die dann selbstständig losfahren können. Ich sage mal, du brauchst ja mindestens ein halbes Jahr, bis du so fähig bist und auch sicher genug, dass es auch Spaß macht, weil es macht natürlich auch keinen Spaß, du wirst rausgeschickt von jemandem und hängst dann vorm Gerät und so ging es mir am Anfang, dann kommst du hin und dann sagt ein Koch zu dir, hier das Ding ist kaputt und dann schaust du es an und weißt gar nicht, was ist denn das für ein Gerät? Wie schaltet man es ein? Wo muss ich aufschrauben? Grunddinger. Und dann diese ganzen Sachen, das lernst du dann halt, du fährst ein halbes Jahr mit und dann zeige ich den Leuten natürlich alles, wie fahre ich zum Kunden, allein das am Hintereingang rein und dann das und das sind deine Aufgabenbereiche. So kommst du am schnellsten zum Ziel und dann die, sagen wir mal, wie gehst du logisch voran, wo fängst du an, wie geht es so weiter, dass man sich nicht da um Kopf und Kragen misst und Fehler und Fehlersuche, sag ich mal, am falschen Ende startet, sondern du musst einfach logische Schritte machen und dann kommt man schon zum Ziel.
SpeakerAls wir uns damals gesprochen haben, muss ich ehrlich sagen, warst du entweder bewusst oder unbewusst, der Einzige, der das auch so über Instagram tagtäglich, also ja tagtäglich, aber wöchentlich, sag ich mal, gezeigt hat, mit einem gewissen Schmäh dabei, wie wir es ja vorhin schon gesagt haben. Da lag mal eine goldene Zange in den Ferrero-Rosche-Packungen und da war mal ein lustiges Bild mit dabei. Und das hast du ja bis heute, hältst du das ja am Leben. Mittlerweile, muss man sagen, bist du ja nicht mehr der Einzige.
Speaker 2Ja, es sind schon ein paar dazugekommen.
SpeakerEs sind ein paar dazugekommen, manche machen das auch wunderschön, manche haben sich das vielleicht sogar zum Geschäftsmodell gemacht und und und. Beobachtet das ein bisschen mit, diese Nutzung von sozialen Medien?
Speaker 2Ja, ich bin immer interessiert, natürlich meine Mitbewerber, Kollegen und wie auch immer, das interessiert mich natürlich schon. Ich gucke mir das auch an. Sag ich mal, ich habe so meinen eigenen Stil halt, weil das ja viel privat auch beeinflusst ist, natürlich von mir. Ich gehe ja nicht nur rein beruflich daran. Ich wollte ja immer irgendwie nur damit zeigen, was mache ich, weil Leute mich immer gefragen haben, wie sieht dein Berufsleben denn aus? Und da ist natürlich immer noch, also es sind auch private Sachen drin, da ist auch Quatsch drin. Also ich zeige alles so, was mir jetzt Spaß macht. Aber da sind natürlich jetzt ein paar dazugekommen, aber dann meistens schon sehr ernsthaftig, würde ich mal sagen, schon so auf die Firma gemünzt. Ich meine, deine, du hast ja auch Partner unten in Bayern. Da fällt mir moderne Küchentechnik. Auf die habe ich jetzt auch angespielt. Ja, ja, die machen ja auch so ein bisschen was. Folgt ihr euch gegenseitig? Ja, ja, ich habe auch schon ein paar Mal geschrieben. Ich denke, ihr kennt mich ja dann auch so ein bisschen aus dem Internet. Da beobachte ich natürlich auch immer die ganzen Sachen, die Projekte, die machen ja sehr viele Projekte, große Projekte. Ich bin ja nur ein ganz kleiner Fisch, bin ja auch dann gar nicht mehr. Ja, du spielst dich runter, ne? Du bist, ja, was heißt kleiner Fisch? Aber ich mache ja jetzt nicht jede Woche eine Küche irgendwo rein. Aber hast einen eigenen Stil. Du hast da meinen eigenen Stil, denke ich auch. Jeder soll ja auch seinen Finger abdruck. Ich denke, das macht das Ganze ja auch ein bisschen bunt und interessant.
SpeakerTrotzdem ist mein kleiner Auftrag immer, die Leute noch ein bisschen mehr zu motivieren. Jetzt musst du uns mal in diesen Flow abholen. Du gehst da rein, du hast jetzt eine Reparatur an einem Kessel, weißt ungefähr, was ist. Wann kommt dir die Idee, jetzt könnte ich mal die Kamera nebenbei laufen lassen. Machst du dir da vorher schon Gedanken? Kommst du mittendrin, sagst du, ach, jetzt spüle ich nochmal zurück und stell das nochmal nach? Oder ist es, ist es, stehst du morgens schon auf und sagst, heute ist Social Media Day oder wie?
Speaker 2Nein, ich bin ja da, also ich habe jetzt keinen gezielten Plan, den ich mir da morgens mache und da losgehe. Das ist einfach, es muss auch immer ein bisschen die Zeit zulassen. Ich habe einen ziemlich eng getakteten Tag. Und wenn ich dann weiß, okay, heute habe ich mal ein bisschen, heute ist mal, kann ich mal nur mit 120 Prozent meinen Tag durchziehen, dann und ich weiß, okay, da sind auch Reparaturen, die brauchen halt auch manchmal Zeit und so gewisse Sachen, die, so Prozesse, die du dann anschubst, wenn du jetzt einen Kochkessel zum Beispiel erwähnst, so wenn der hochheizt, ja, da musst du schon mal, wenn du mal 60 Liter Wasser da drin hast, die brauchen schon mal ein paar Minuten. Also 20 Minuten Zeit oder sowas. Und dann hast du auch mal die Möglichkeit, dann da irgendwas aufzunehmen. Aber ich mache auch meistens immer meist, also ich habe auch viele, ich hab mal so durchgeskippt, sind schon arsch viele MKN-Geräte, die ich immer so filme, weil da habe ich dann immer ein bisschen Zeit auch. Aber ich mache auch immer nur diese interessanten Geräte, jetzt eine fettige, Friteuse, das weiß ich jetzt nicht, ob das einen interessiert. Und so Spültechnik finde ich auch immer sehr langweilig abzufilmen, weil das irgendwie so, da siehst du nicht viel. Und wenn man mal so Sachen sieht, wie jetzt so ein Flexi-Chef 1 von innen, ja, da kriegst du ja einen Schlag, wenn du da aufschraubst und dann guckst du da rein und denkst du, da ist auch ein Ufo drin gelandet, ja. Aber so diese, mal was Besonderes. Also ich denke, diese ganz Standardsachen oder wenn du da irgendwo nur ein Blech befestigst, ist ja uninteressant. Versuche mal so ein bisschen was Interessantes zu holen. Und Aufbauten sind natürlich einige Sachen, die so ein bisschen, sagen wir mal, auch Fremde so ein bisschen mitnehmen. Aber pff, ja, ich mag Plan mache ich mir keinen. Und dann gucke ich einfach und ich mache dann ein paar Aufnahmen und nachher abends schnibbel ich die zusammen. Also ich mache immer, manchmal denke ich auch, hätte mal vielleicht da noch draufhalten können und da, ich hab dann halt das Material, Rohmaterial und dann mache ich das Beste da draus. Ich mache dann auch, ich mache alles nur am Telefon, also ich habe keine Hilfs mitgekommen. Jetzt verrat nochmal, mit welchem Programm arbeitest du da? Ich mache alles mit dem Telefon, nur mit Instagram. Also mit dem Instagram-Programm schnellst du.
SpeakerKein extra Programm.
Speaker 2Das ist nicht so viel. Ich bin da nicht so firm wie du, dass ich da mit. Ja, doch, du mal, du fummelst ja schon da irgendwelche Sachen noch da rein. Nee, am Laptop habe gar nichts da. Nee, ich mache auch alles am Telefon. Ich finde das immer so einfach. Ich war früher immer fasziniert, wie viel, also so von Videoschneiden, aber das war ja früher für den kleinen Geldbeutel nicht verfügbar. Und heute kannst du ja viel mit dem Telefon da machen. Ja, nee, und dann mache ich die interessanten Sachen, die für mich interessant sind, die mache ich dann so als kleines Video, schneide ich die zusammen. Viele Sachen poste ich auch gar nicht. Ich habe auch noch eine große Bibliothek, sag ich mal, die folgt ihm.
SpeakerFolgt dem, Christoph, da kommt noch ein bisschen was.
Speaker 2Da kommt immer was dazu.
SpeakerDa ist noch ein bisschen Backup.
Speaker 2Jetzt kommt ja ein großes Projekt nächste Woche, da werde ich dann auch wieder ein bisschen mehr machen.
SpeakerJetzt hast du schon das zweite Mal angesprochen. Jetzt kann ich dich ja auch ein bisschen dahin leiden. Was hast du was Schönes da? Erzähl mal. Oder was sind so Projekte, die dich selber ein bisschen triggern und die du cool findest?
Neues Projekt & Tatortreiniger
Speaker 2Ja, also jetzt kommt erstmal ein eigenes Projekt von mir nächste Woche. Da machen wir eine schöne Küche, eine große Küche, also keine räumlich große Küche, sondern eine Großküche, die aber ein sehr schönes Schmuckstück wird, mit einem großen MKN-Block. Also für mich einen großen MKN-Block. Nö, ist für alle ein großer Block. Ja, war ein sehr ehrgeiziges Projekt, das auch alles in dieser Kürze der Zeit hinzukriegen. Alles ist da, bis der MKN-Block, bis auf den MKN-Block, der schwebt dann am Dienstag ein. Also wir nehmen jetzt am Sonntag auf, übermorgen. Übermorgen kommt der, um neun Uhr steht der LKW, der blaue, steht dann vor der Tür. Vielleicht haben sie auch mal einen neuen organisiert, ich weiß es nicht, aber ich denke, die alte Rostlaube kommt wieder vorbei. Die aber ganz zuverlässig ausliefert natürlich. Und wo aber meistens denke ich mir immer bei dem Ding, ey, da ist doch, da ist mehr Geld hinten auf der Ladefläche, wie das ganze Ding wert ist. Kommt der auch zu dir runter.
SpeakerJa, ja, der kommt auch zu mir runter. Ich hatte ihn erst jetzt bei dem Video, was du gesehen hast im Dezember, hatte ich ihn auch wieder da.
Speaker 2Ja, du hast zwar auch mit dieses hängende System hat, liefert der das auch aus. Ja, genau. Oh krass. Dass der es überhaupt scharf. Naja, auf jeden Fall wird eine schöne Sache. Möbel sind da, Kälte, Technik ist alles geliefert worden, alles steht bereit, fehlt nur noch der Block und dann fällt der Schlachtschuss am Dienstagmorgen und dann bauen wir im Höchstempo auf.
SpeakerUnd du hast ja noch, und den möchte ich auch mal erwähnen, weil er mich auch immer wieder unterstützt und supportet. Du hast ja noch aus Bayern Unterstützung einpflegen lassen.
Speaker 2Aus Bayern, genau. Und zwar kommt der André vorbei, der André Bauer. Da freue ich mich auch schon drauf, weil ich habe den persönlich auch noch nie kennengelernt, ne? Über Telefon, Instagram etc. und vom Hörensagen. Und natürlich freue ich mich darauf, mal mit ihm zusammen ein Projekt zu machen. Ist mir da auch wirklich ans Herz gewachsen über die Jahre, wo ich begleite ja dann auch immer die ganzen Großbaustellen von MKN, auch weltweit natürlich dann ist dann für euch im Einsatz. Ja, und der ist, sag ich mal, wie ich, so ein Tatortreiniger ja für MKN. Wir machen die Sachen, hübsch sonst keiner machen, und machen die dann schön und gucken, dass alles, was vielleicht mal schiefgelaufen ist, nachher keine Rolle mehr spielt.
SpeakerWobei der André, muss man sagen, ja weniger Service macht. Also er ist eher so der Tatort Vorbereiter, sag ich mal, weil er ja weniger im Service unterwegs ist, sondern eher im Montagebereich und da ist er aber eine Koryphäe. Also ich habe schon ein paar Mal das Beispiel gebracht. Es gibt Leute, die finden Schraubenschlüssel und Zangen toll, andere finden Gerichte toll. Beim André ist es so, dieser Geruch und dieses Geräusch von schneidendem Edelstahl. Ich glaube, das löst in ihm Dinge aus, die kann man sich nur in anderen Situationen vorstellen.
Speaker 2Ich bin auf die Schweißnette gespannt. Also ja, also gerade dieses, mir gefällt immer schön, diese Farbschattierung. Wenn du das richtig gut kannst, ich bin ja eher so ein Putzler, ja.
SpeakerIch gebe dir jetzt schon einen Tipp, wenn du viral gehen willst. Es gibt den Moment, er hat ja dann diese Kappe auf, wo dann, also wo dieses Visier, sag ich mal. Und er hat so eine ganz besondere Art. Viele Leute würden sagen, so wie beim Skifahren, die klappen das Visier runter. André klappt das Visier nicht runter. Er macht nur Klick. Das ist so wie so wie so, weiß ich nicht, wie früher Toni Mang oder Ayodon Senna oder was. Er macht das. Den Moment musste festhalten. Und dann vielleicht noch so ein Zeitlupe. Das geht ganz, das ist nur so ein. Ich glaube, der hat auch extrem große Nackenmuskeln.
Speaker 2Ja, das ist so Schumi-Muskeln.
SpeakerJa, genau, genau.
Speaker 2Also es ist Schweißnaht ist sein. Ja, ich bin gespannt. Also ich freue mich da schon drauf. Ich denke, das wird eine schöne Sache. Und dann habe ich auch super Projekt. Professionelle Schweißnähte dann. Und ja, es soll ja natürlich auch ein tolles Bild ergeben und Arbeitsplatten schweißen und so weiter. Das ist schon eine höhere Schwierigkeitskategorie als die, die ich jetzt bewältigen könnte.
SpeakerIch würde aber sagen, die Kommission lassen wir jetzt mal außen vor. Das tun wir dann triggern, wenn es soweit ist. Wenn der Podcast rauskommt, dann ist die Küche auch schon wieder in Betrieb. Und dann überlassen wir das mal deinem Instagram zu sagen, um welche Küche es ist. Wir können vielleicht mal den Ort triggern. Er ist nicht weit weg von hier, glaube ich. Hat was mit Trier zu tun, sage ich mal vorsichtig. Und vielleicht hat das der eine oder andere auch schon mal gehört. Das Objekt ist auch nicht ganz unbekannt. Und ich könnte mir vorstellen, du lässt es dir nicht nehmen.
Speaker 2Dann wird auch mal was Schönes zeigen, natürlich immer mit Einverständnis der Benutzer und der Bauherren, aber ich denke, da freut sich jeder drauf, eine schöne Küche nachher in Empfang zu nehmen und ist dann auch stolz drauf, wenn alles hoffentlich dann gut gelaufen ist und schön aussieht.
Nachhaltigkeit im Aus- und Inland
SpeakerZum Abschluss nochmal ein bisschen zum Abgerunden. Wir haben ja damals dieses Thema Nachhaltigkeit aufgemacht, ne? Oder das hast du von deiner Seite aufgemacht, ne? Wie ist denn so das, hast du vorhin gesagt, Platin, das, das, das, alles wird ein bisschen mehr. Wie ist da dein Empfinden? Wird immer mehr weggeschmissen? Ist das noch extremer geworden? Kaufen, Nutzen und weg und weniger auf die nachhaltigen Produkte, also vielleicht auch die etwas teureren Produkte zu setzen? Oder wie hat sich das entwickelt in den letzten Jahren?
Speaker 2Ja, durch diesen Internethandel, sage ich jetzt mal gerade mit diesen gängigen, wir sind ja hier wahrscheinlich gucken auch viele Fachleute zu, diese gängigen Internetseiten mit G, fangen die meistens an, in einem Gastrobereich, die verkaufen natürlich sehr günstige Geräte. Jetzt bin ich kein Feind von ganz, also es kommt immer, sage ich mal, auf die Anwendung an. Wenn ich ein Werkzeug nur einmal im Jahr benutze und es muss nicht das beste Werkzeug sein, kann man auch mal auf ein sehr günstiges zurückgreifen. Nur diese günstigen Küchengeräte haben meistens auch gar keinen oder ganz schlechten Ersatzteil-Support. Das heißt, wenn du da was spezielleres brauchst, was jetzt kein gängiges Thermostat ist oder sonst, was man irgendwie ein Zubehör kaufen kann, dann werden die Dinger wirklich gekauft und weggeworfen. Also ich finde zum Beispiel immer so ein Bär Marie, so ein Auftischwasserbad, ist immer so ein gutes Beispiel. Früher war da so ein Ding, das haben die weitervererbt, die Leute. Heute ist so ein Ding, kostet irgendwie 35 Euro. Stecken aber auch viele Rohstoffe dahinter, ist ein Metall, ein Chassis, ist ein Wasser, also ein GN-Behälter drin. Du hast eine Heizung, da ist ein Thermostat, eine Zuleitung. Die sind halt so günstig. Du kannst noch nicht mal, wenn du überlegst, das kostet 35 Euro, brauchst du noch nicht mal ein Thermostat zu tauschen. Thermostat ist ja im Ersatzteil falsch und teurer. Also was machst du? Kaufst so ein Ding. Aber wie funktioniert so das über Masse oder was? Ich habe keine Ahnung. Ich denke, das wird halt einfach im Ausland weit weg produziert, wo Menschenrechte, wo Sicherheitsvorschriften keine Rolle spielen. Also ich meine, im nahen Ausland ist das ja, sogar im europäischen Ausland ja schon manch anders. Ich war zum Beispiel letztes Jahr auf dem, vorletztes Jahr auf einer Werksbesichtigung in Spanien. Da sieht man schon einen ganz anderen, sagen wir mal, Standard in Sicherheitsvorschriften. Natürlich gibt es da auch Sicherheitsvorschriften, aber zum Beispiel, das war dann eine Stahlverarbeitung, ja, wenn man dann sieht, wie Werkzeuge da vor Ort gemacht werden und dann die Abzüge, diese, sagen wir mal, alles, was so Abluftechnik ist, also bei uns wäre das wahrscheinlich ein Unding. Das wird niemals so stattfinden. So, und da geht's. Dann wird es dann gemacht. Da sind die Löhne vielleicht auch nochmal ein Schluck günstiger als bei uns, aber diese ganz günstigen Küchensachen, ich denke, die kommen ja von weiter. Keine Ahnung, China, Türkei, viele Sachen, wahrscheinlich auch aus Italien natürlich auch. Aber die ganz günstigen Sachen wahrscheinlich halt übersee. Und dann, ja, was willst du machen dann?
SpeakerAber bist du dann auch so, in das du sagst, so Jungs, also wenn du jetzt, jetzt gehen wir mal weg von dem Bämmerie, weil das ist ja nur das Ding. Du hast jetzt einen günstigen Grill gekauft, sagen wir mal. Der kostet jetzt mal, bezug mal wieder auf MKN, der kostet jetzt ein Drittel vielleicht von dem, was ein MKN-Krill kostet. Und dann geht er nach zwei Jahren, anderthalb Jahren, geht er kaputt oder bringt nicht die Leistung oder sagst du dann auch, ja okay, ich versuche zu retten, was zu retten geht, oder sagst du dann auch, Jungs, geht nicht, will ich nicht, kann ich nicht, kostet mehr Arbeit, bringt wenig Geld. Oder wie gehst du davor?
Speaker 2Ich helfe dem Kunden erstmal. Also mir liegt das an den Herzen, da ich dem Kunden erstmal weiterhelfe, da ist mir das Gerät erstmal in erster Linie egal. Es muss irgendwie reparierbar sein. Also manche Geräte sind halt dann vernietet oder dann hast du ein Problem, da überhaupt ranzukommen. Oder ich hatte jetzt letztens eine Theke aus der Türkei, die halt war mit Schwackschrauben zusammengeschraubt, da denkst du in Metall, ja. Also Schwackschraube ist eine Holzschraube. Da denkst du, wie kommt man auf die Idee, Metallteile mit Schwacks zusammenzuschrauben, aber günstig war halt sehr günstig und ja, es muss halt reparierbar sein, sagen wir mal vom Technischen her. Ich mache alles, also ich mache auch die günstigen Geräte, aber nur immer auch mit dem Hinweis natürlich, Leute, da könnt ihr jetzt keine Wunder erwarten. Ich krieg das auch bestimmt meistens irgendwie hin, aber ab einer gewissen Grenze ist so ein Ding, also wenn du ein Gasherd zum Beispiel kaufst, ich hatte einen Kunden, der hat so einen ganz günstigen Gasherd gekauft, dann stellt er so einen Fünfschliter-Fass obendrauf, Suppe machst, und dann macht das Gehäuse so. Ja, wenn der Ofen einmal so verbogen ist, ja, dann kam der Kunde und hat gesagt, Banane, Banane, ja, da kannst du nichts mehr machen. Da musst du zum Autoschlosser fahren, der das mit dem Hand. Das kannst du auch du nichts mehr machen. Nee, dann ist dann wirklich meine Fähigkeit dann auch am Ende.
SpeakerAber das ist ja auch der Aufruf, den man immer wieder mal machen muss, oder wenn es um Nachhaltigkeit, Ökologie und was auch immer geht. Ich meine, das Gerät wurde ja trotzdem unter CO2-Gesicht produziert und alles. Die Rohstoffe sind weg und am Ende landet es irgendwo im Sondermüll oder im was weiß ich was, Wertstoffhof, weißt du Geier was.
unknownPresse, ja.
SpeakerUnd Presse und dann ist es durch. Genau.
Speaker 2Ja, und wie gesagt, also wenn man Geräte nur ganz selten braucht, kann man auch mal zu günstigeren Dingen greifen. Nur, wenn man so Basics, ich meine, du brauchst, du weißt es ja am besten, du brauchst mindestens vier, fünf gute Geräte in der Küche, sonst machst du nichts. Wenn du eine anfällige Spülmaschine hast, wirst du nicht froh. Du brauchst einen guten Herd, du brauchst einen guten Kombidämpfer, ja, und dann halt eventuell je nach Karte, eine Grillplatte noch oder eine Friteuse vielleicht, keine Ahnung, aber so diese Basics, die sollten immer gut sein. Alles, was man nicht oft braucht, da kann man ja auch mal, sagen wir mal, eine Stufe günstiger vielleicht kaufen. Aber gerade am Anfang ist natürlich, aller Anfang ist ja schwer, wenn man gerade in der Gastronomie dann neu anfängt, ist ja auch alles sehr teuer. Dann muss man manchmal auch sehr günstig starten. Trotzdem sage ich immer, die Basics, die sollten gut sein, zuverlässig sein.
Verabschiedung & Ausblick
SpeakerZuverlässig sein, ja. Christoph, ich glaube, jetzt haben wir hier einen schönen Roundup wieder hingelegt, wieder ein paar neue Einblicke gegeben. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Projekt und danke auch, dass du im Namen von MKN ab und zu mal in die Bresche springst, wenn es notwendig ist. Wir lassen heute die zehn Fragen und zehn Antworten weg, weil die haben wir das letzte Mal so schön durchgenudelt. Da hast du von Foo Fighters bis zum Bahnhofsrestaurant hier um die Ecke, hast ja alles gesagt. Wer will, der kann da das nochmal abholen, da kann auch in deinen Schmäh da reinhören. Bleib MKN gewogen, bleib schön gesund und munter.
Speaker 2Danke, du auch.
SpeakerIch kann noch einen kleinen Tipp geben, wer ihm folgt, der sieht auch noch so ein anderes Projekt. Das ist ungefähr zehn Meter diese Richtung. Hat nämlich noch ein zweites Haus mit dazu genommen und renoviert. Das ist auch immer witzig zu. Alles in Handarbeit, ne?
Speaker 2Alles in Handarbeit. Meine Frau hat die meiste Arbeit gemacht. Ich war dann nur immer der Wochenendmuskel, der hat nicht mehr. Der Wochenendmuskel, wir sitzen hier an einem Tisch, den er selber gemacht hat. Das war das erste Projekt, genau. Holz war nicht so immer mein Metier und Not. Was ist das für Holz hier? Das ist ein Fichtenholz, aber mit einer Geschichte. Das war vorher in einem Güterwaggon montiert. Echt jetzt? Ja, und dann habe ich damals hatte ich ja noch keine Maschinen oder keine, nicht viele auf jeden Fall. Da ist alles Handarbeit noch.
SpeakerSo soll das sein, so kennen wir ihnen. Folgt dem Christoph und wer da noch Luft hat, der drückt doch auf den Follower-Button beim MKN Deutschland oder beim Küchenschnack. Natürlich auf Spotify, Apple, Podcast, YouTube, wo immer ihr auch wollt. Teilt diese Folge, folgt gerne auch direkt MKN auf den diversen Medien wie Spotify etc. Und ich bin heute hier in der Region Trier gewesen. Es war ein sehr schöner Ausflug für mich am Wochenende. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Ja, danke, dass du da warst. Und ich hoffe, es dauert jetzt nicht drei Jahre, dass wir uns das nächste Mal sehen. Wir müssen mal ein Influencertreffen machen. Bauer, Steffes, fein uns bestimmt noch ein paar Patenten.
Speaker 2Wir müssen noch diesen Bus da oben bauen. Der Bus kommt auch noch.
SpeakerDer Bus kommt auch noch. Das steht auch noch da. Da ist gerade noch ein bisschen was am Köchern. Das könnte noch ein bisschen ein größeres Projekt werden. Verraten wir mal noch nicht so viel, aber der liebe Lars ist da auch am Machen und Tun. Genau. Liebe Zuhörer, bleibt kulinarisch und wir hören uns bald wieder. Und ciao.
Speaker 1Der Podcast Küchenschnack ist eine Produktion der MKN, GmbH und CoKG. In Zusammenarbeit mit Tom Klein. Executive Producer sind Corinna Dühl und Martin Ubel. Lineproducer sowie Audio- und Videoschnitt Jonathan und Tom. Die Post-Production übernimmt Sarah. Für Redaktion und Marketing sind Mara und Patricia verantwortlich. Wenn dir der Küchenschnack gefällt, dann folge uns gerne auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube. Und natürlich freuen wir uns über jedes Like, jedes Abo und wenn du den Podcast mit anderen teilst. Danke fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge.