MKN Küchenschnack

#168 Wolfgang Ewerts - Von der dunkelsten Stunde 😢 in die New York Times 🗽

Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG Season 1 Episode 168

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Seine dunkelste Stunde ging um die Welt.

Wolfgang Evertz steht mitten im Ahrtal, als die Flut 2021 sein Lebenswerk zerstört.
 Ein Bild von ihm – fassungslos vor den Trümmern seines Hotels – landet später in der New York Times.

Was danach folgt, ist mehr als Wiederaufbau.
 Es ist eine Geschichte über Verantwortung, Familie und die Entscheidung, nicht aufzugeben.

Gemeinsam mit seinem Sohn trifft Wolfgang eine der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens:
 Nochmal von vorne anfangen.

Heute steht das Landhotel wieder.
 Mit neuer MKN Küche, neuer Energie – und einer Haltung, die beeindruckt.

Wir sprechen über:
 – die Nacht, in der alles verloren ging
 – warum Aufgeben keine Option war
 – was echte Gastfreundschaft heute bedeutet
 – und warum er immer eine Almhütte wollte. 

Eine Folge über Bodenständigkeit, Stärke und den Mut, weiterzumachen, wenn alles dagegen spricht.

Tom

Und heute

Einleitung

Tom

im MKN Küchenschnack der Wolfgang Evert in Insul. Auch im wunderschönen Ahrtal.

SPEAKER_02

Ich finde immer, seit wir den Lavakrill haben zum Beispiel auch, finde ich Steak sehr geil. Das ist genau so ein Schnitzel oder den Hirschcoulage. Wir hatten jetzt, wie jetzt auch am Sonntag, Hirschcoulage. This is the Renner. Oder the normal Tavelspitz with Meerwed Soce is now the same. I wanted a hut, where many feiern can find it. But I wanted to look hoch. Hochwertig aus rich holz, rich metal, which man fire can. Fire, when a ticket and the beergläser fallen is schlecht. Or the toilet, there's an old beerfass umgebaut and so on.

SPEAKER_04

Das heißt, rein.

SPEAKER_02

Genau, genau. Ich sag ja immer, wir trinken Warsteine anders in Bitboy herein. My Frau war am Schrein, ich sollte hier hin. Und dann komme ich da hinten an und gucke hier rüber. Das war in der Morgen-Demo. Und ich sehe das Wasser durch. Oh, dieses Hotel hier fließen. Das kam vorne rein und hier hinten kam es wieder raus. Hier war keine Scheibe mehr ganz.

SPEAKER_00

Hier ist der MKN Küchenschnack. Taucht ein in die Welt der Profiküchen mit Tom.

Tom

Wolfgang, jetzt bin ich hier bei dir. Ja, sehr schön. Sag mal den lieben Zuhörenden, wo durfte ich denn hinfahren? Wo treffen wir uns?

SPEAKER_02

Ja, du bist hier im Landhotel Evertz in Insul. Ein kleines Dörfchen mit 500 Einwohnern. Was leider natürlich auch betroffen war von der Flut, weil wir ja im Ahrtal und wir direkt an der A liegen auch. Aber wir sind wieder gut aufgestellt mittlerweile und es läuft wieder.

Tom

Läuft wieder, ne? Wenn ich mich umdrehe oder die, die es auf YouTube anschauen, können es hinter mir sehen. Da fließt dieses kleine Flüsschen. Mein lieber Kollege Vinny sagt immer, da kannst du mal mit dem Durge mit Tonschuhen und werden die Füße nicht mehr nass. Da war ein bisschen Palaber hier am Start. Wie auch schon mit den anderen Kollegen, wir machen hier keinen Flut-Podcast. Die Flut gehört aber dazu, da werden wir dann noch ein paar Worte betreffen, weil wie man hört, hast du ja zu Wasser sowieso eine besondere Beziehung. Aber wir wollen ein bisschen mal dein Hotel vorstellen, deine Küche vorstellen. Aber wir haben ja jetzt im Vorfeld ein bisschen geschnackt. Du kommst gerade aus dem Skiurlaub.

SPEAKER_02

Ja, genau, genau, genau. War sehr schön, war wunderbar, hat auch Space gemacht.

Tom

Mit den Jungen ist nur Wasser getrunken?

SPEAKER_02

Mit nur Wasser getrunken, weil Wasser muss sein.

Tom

Genau. Also das heißt, einmal im Jahr geht es für dich auch mal raus hier und dann geht es Richtung Süden. Wo genau warst du? Wir waren in Montafon. Montafon.

SPEAKER_02

So, da ja auch eine schöne Gegend, passte auch, schöner Gastro, schöne Skipisten.

Tom

Schnappst du da auch mal ein bisschen was auf für dich hier, wo du sagst, immer.

SPEAKER_02

Ich sagte, der beste Lehrmeister sind die Augen. Man guckt immer mal, ach ja, so kann man es auch machen und da passt.

Tom

Landhotel Evert, sagt es ja schon im Namen. Das heißt, du hast ein paar Zimmerchen mit dabei. Stell mal kurz vor, was uns hier erwartet. Was finden wir hier alles vor?

SPEAKER_02

Also wir haben 29 Zimmer, wir kriegen knappe 60 Leute unter. Und wir haben ein Restaurant von 120 Sitzplätzen, die Außengastrum mit 150 Sitzplätzen, einen schönen Biergarten. Das ist unser Fund immer, was ich sage. Dann haben wir unsere Almhütte noch mit 35 Sitzplätzen. Ja, das ist so der Hauptturn, den wir so haben hier. Mein Sohn ist mittlerweile Lukas, das ist das Wichtigste überhaupt. Sonst hätten wir das nach der Flut gar nicht mehr weitergemacht. Ist das so? Das ist so. Weil klar, man geht an die 60 ran und dann muss man sagen, okay, hat das noch Sinn, so viel Geld aufzunehmen. Und ja, dann haben wir uns dann erstmal entschieden, habe ich ihn gefragt, und er sagte, ja, er will es weitermachen. Und da haben wir gesagt, okay, dann machen wir es nochmal richtig.

Tom

Weil wenn ich jetzt, ich sage mal als Zugereister hier durch das Orthal

Verständnis für die, die aufgehört haben.

Tom

fahre, das ist ja schon ein bisschen Gänsehausfaktor, dass das eine oder andere Objekt leer oder nicht mehr besiedelt wird, muss man sich sagen, why is this jetzt so? Das heißt, da hättest du auch ein bisschen Verständnis, wenn jemand sagt, nach der Aktion.

SPEAKER_02

Auf jeden Fall. Du musst bedenken, wenn man keinen Nachfolger hat oder man is 70 oder was weiß ich, und man soll das nochmal aufbauen, wofür? Und da muss man sagen, okay, das hat keinen Sinn. Die Leute haben diese Entscheidung dann getroffen. Bei uns war sie Gott sei Dank anders, weil ich meine, mein ganzes Leben, weil es hier ist, mein Elternhaus, and wir haben es immer weiter umgebaut und angebaut. Das war mein Herzblut. Und wenn es dann nicht weitergegangen wäre, wäre es auch so gewesen. Das sage ich auch immer, das kann ich auch. Aber traurig wäre ich auch schon gewesen. So when it's not geklapped hätte. Nun muss ich sagen, bin ich sehr stolz, was we have, wie es da steht, and that's weitergeht.

Tom

Was ist denn dein Job hier drin, außer Chef to sein?

SPEAKER_02

Momentan wird es immer weniger, sagen wir mal so. Also mittlerweile muss ich sagen, toi toi, we have nochmal Köche gefunden, we have ein paar Bedienungen gefunden und sowas. Es klappte dementsprechend, dass wir jetzt auch genug Leute haben. Und ja, früher stand ich von morgens bis abends in der Küche oder in der Rezeption und so. Der Lukas ist da, der macht jetzt die Rezeption und das Restaurant. Dann habe ich einen neuen Küchenchef eingestellt, der macht die Küche jetzt. Also momentan suche ich mich noch so ein bisschen. Ich versuche ein bisschen mehr Freizeit zu machen halt eben.

Tom

Ja, das ist ja auch mal ein Ansatz.

SPEAKER_02

Auf jeden Fall. Und ich kann dir sagen, also diese vier Jahre jetzt nach der Flut, fast fünf, die haben gezerrt.

Tom

Inwiefern?

SPEAKER_02

Also, ich habe ja nicht nur das Hotel hier, ich hatte noch drei andere Buden hier in derselben Straße. Also A, mein Privathaus, dann habe ich noch ein kleines Mietshaus gehabt und der Lukas hat noch ein Haus. Und die waren alle betroffen. Und die alle wieder herzurichten in dieser Zeit, das war nicht einfach. Also das hat schon ganz schön an einem gezogen. Also das muss man wirklich sagen. Das ist, es ist jetzt auch ein bisschen ausgelaugt jetzt danach.

Tom

Kannst du Baumärkte nicht mehr so wirklich sehen?

SPEAKER_02

Baumärkte nicht mehr, Handwerker nicht mehr, neue Bestellungen. Ich meine, man musste alles neu haben. Von der Tasse, Löffelchen bis zum Küchen Equipment, alles musste neu. Und zu der Zeit war es auch nicht einfach. Das war ja diese Lieferschwierigkeiten mit Adem drum und dran. Und mit Angeboten war da auch nichts. Sie sagt, friss oder stirb, entweder kriegst du es oder kriegst du es nicht. Das ist halt eben eine Zeit gewesen, wo man sagt, boah, man ist morgens aufgestanden und abends tot ins Bett gefallen.

Tom

Und jetzt sitze ich natürlich auch hier, weil du in deiner Küche einen kleinen

Eigentlich wollte ich keine Küche mehr bauen!

Tom

MKN-Block drin stehen hast. Die alte Küche, die vorher drin war, die war wie lange drin jetzt? Die war von 2001 bis 20 Jahre drin. Und die war eigentlich made for dich auszuhalten.

SPEAKER_02

Für mich, aber auf jeden Fall hätte es mir gereicht.

Tom

Und als das Ding jetzt durchgejugelt ist, hast du gesagt, du machst die Küche nochmal neu. Was hast du in deiner Küche verändert?

SPEAKER_02

So, da muss man auch sagen, da war der Matthias natürlich, Herr Zavelberg, Top-Kunde, also Partner, muss man sagen. Wir haben so Kleinigkeiten beim Anrichten oder bei den einzelnen Geräten dann nochmal verändert. Weil du ja natürlich hast du in deiner Küche vorher gearbeitet und da hast du gedacht, ach ja, wenn der es darstellt und da die Abläufe. Und das muss man natürlich sagen, das konnten wir dadurch umsetzen auch. Und das Wichtigste, was ich immer sage, sind meine Fliesen. Ich habe dunkle Fliesen, nicht mehr die hellen Fliesen, dass es so hell is. Man wird ruhiger in der Küche. Also myons und Mädels sind alle ruhiger geworden. Psychologie.

Tom

We have four, and I've direct this is a typical. You come as a coch and you says, Check, I have forgotten. That is my entrepreneurial. That is the cold. Links, when there's direct space, it's all compact gemacht, a pass, a colder pass, a warmer pass. This is a handgriff for me. I wish softens, wounds.

SPEAKER_02

We wanna in the cash rein and guess mal, wo dein is. That was a good one, super, alles aufgeräumt. Alles neu, klar. Neu ist immer schön. So und wurde vorher gesagt, okay, du hast mal da einen Convident nachgekauft, da hast du mal einen Tisch nachgekauft oder was weiß ich, da war es dann so ein bisschen, ne? Es war okay, aber.

Tom

Jetzt bewirbst du dich mit der Küche.

SPEAKER_02

Und dann sagen die Leute, ist schon ein geiler Arbeitsplatz. Ohne den guten Chef.

Tom

Ja klar, und jetzt läuft es ja gar nicht. Hol uns mal ab, wenn ich auf deine Speisekarte gucke.

Was gibts bei den Ewerts in der Küche?

Tom

Was ist so dein Gericht, dein Rennergericht, wenn man jetzt erstmal nur über das Allerkarte redet, ne? Was sind so die Projekte?

SPEAKER_02

Genau, bei uns ist natürlich, Schnitzel sind immer mit auf der Karte.

Tom

Da komme ich gleich mal rein. Ich lese auf deiner Website auch Schnitzelbuffet.

SPEAKER_02

Wir haben Schnitzelbuffet, das ist der Wahnsinn. Das ist immer, das machen wir immer im Winter, dann haben wir immer Freitag Schnitzelbuffet, da gehen wir Termine raus, da geht das Ratzratz und da sind die ausgebucht. Das muss man wirklich sagen. Das läuft immer. Dann haben wir Wildsachen drauf, klar, wir kommen auf der Eifel und es wird hier noch geschossen hier, hier noch Wildtiere hier rum. Ein bisschen Fluss, ja klar, ein bisschen Forelle oder sowas haben wir auch. Also wir versuchen auch immer saisonal zu kochen, immer was es gibt, ob es Spargel ist, ob es Gänse sind oder egal was für eine Zeit ist, dementsprechend so zu kochen. Das ist es wichtig. Und ich sage mal gut, bürgerlich, wir sind ausfluchslokal.

Tom

Ja, das wollte ich fragen, wer kommt denn zu dir her? Wenn du sagst, in 500 Einwohner Dorf.

SPEAKER_02

Weniger, die Einheimischen weniger, dafür können wir nicht leben. Das ist so. Funktioniert nicht, nee. Wir haben natürlich, wenn wir das Haus voll haben, dann haben wir 60 Leute schon mal, dann haben wir schon mal die halbe Miete.

Tom

Das heißt, dass Radler, Wanderer, so.

SPEAKER_02

Genau, genau, genau. Die Fahrradfahrer, die Wanderer, Bonn, Köln, Holländer, das Einzugsgebiet hier, Belgiern. Das sind so die, die so hier hinkommen.

Tom

Und wie machst du das? Promotion technisch, bist du irgendwie da unterwegs, sagst du, da ist wichtig, dass auf dem Radweg dein Name stays. Was ist mit Internet and sowas? Wie siehst du das aus?

SPEAKER_02

Also mittlerweile ist natürlich wichtig, auf dem Fahrradweg to stay. Da musst du moon-to-moon programmieren, da musst du in der Zeit, egal what. Heute hat sich completed. And that macht der Lukas more. Da holding raus. That is what the Cesche we such have. There are agent that in social media Werbung and when you anklickst, that is heutzutage so when you such, I can't no Bratpfanne angeze and so war das bei den Köchen genau dasselbe. Und das muss man schon sagen. Kostet zwar genug Geld, immer und sag ich, aber dann hat es auch einen Wert. Das kommt auch raus, da kommt was bei rum. Und da muss man mal sagen, das wird natürlich immer mehr.

Tom

Mal nochmal auf ein Gericht. Was ist so, wenn ich jetzt deine Karte nehmen würde, was würdest du selber hier bestellen? Was wäre so dein Knallergericht? Ist es das Steak?

SPEAKER_02

Ich finde immer, seit wir den Lavakrill haben zum Beispiel auch, finde ich Steak sehr geil. Ist super. Das ist genauso ein Schnitzel oder den Hirschculage. We hatten jetzt, wie jetzt auch am Sonntag, Hirschculage, that is der Renner gewesen, zum Beispiel. Aber the ganz normale Tavelspitz mit Meeret Soße ist genau dasselbe. Also für mich ist immer wichtig, es muss schmecken. Egal, was es in dem Moment ist, es muss schmecken. Und das ist schon mal die halbe Mieter da.

Tom

Du hast ja auch den Block umgestellt, ein bisschen von Gas, mehr auf Induktionstechnik, was wahrscheinlich eine gute Entscheidung war. Aber an dem Lavasteinkrill hast du festgehalten.

SPEAKER_02

An dem Lavasteinkrill habe ich festgehalten. Wir haben Induktion, muss man auch sagen. Früher hatten wir die E-Platten, wo du morgens angemacht hast und dann auch immer schön warm war. Das muss man auch sagen. Auch im Sommer, da hast du ein ganz anderes Klima in der Küche. Das muss man auch dazu sagen. Das ist schon gut. Es ist ein anderes Kochen erstmal, wenn du natürlich immer gelernt hast auf Gas und auf E. Und jetzt musst du auch in der Induktion. Da waren am Anfang die Dinger auch mal schwarz geworden, weil es zu schnell ging.

Tom

Aber das hat, glaube ich, die Induktion so an sich. Die kocht immer dann über, wenn du nicht hinguckst. Milch ist besonders ihr Lieblingsprodukt.

SPEAKER_02

Auf jeden Fall. So, daher ist das immer so. Aber da muss man schon sagen, jetzt haben wir die Küche auch so drin. Das ist genau wie die Brisere, da ist so geil da.

Tom

Ja, die Brisere, da hätte ich jetzt auch nochmal, ich sag mal, selbstredend wahrscheinlich für dich. Da ist aber ein Knochen noch angesetzt, so eine Brühe und sowas, das gehört dazu, oder?

SPEAKER_02

Das ist wichtig. Du kannst auch eine Suppe, du stellst sie auf 90 ein, da passiert gar nichts. Und dann machst du aber genauso, machst du schön die Knochen da rein, lässt es schön rösten und sowas, volle Pulle. Einwandfrei. Also da muss man sagen, das war eine gute Entscheidung. Man trifft ja schon mal Entscheidungen, and manche Geräte sind ja vielleicht nicht so.

Tom

Da muss man wieder unbedingt.

SPEAKER_02

So, and then kosten ja keine 250. Großkühlt Technik ist kein Schnitt. So, that is kein Schnapper. Also musst du dann immer sehen, dass du überzeugt bist. Normalerweise letzter man ja sowas in other cashes to schatz. But when man too schnell here remain, then kannst du nichts woanders learden.

Die Almhütte I Partyhütte

Tom

This house hat ja so eine eigene kleine Geschichte. And then, wie gesagt, wir waren so eine halbe, dreiviertel Stunde here, hast du uns mal kurz rumgeführt. And we are über deinem Biergarten hinausgelaufen und sind da drüben, wenn ich nach links schaue, in so eine Holzhütte reingegangen. Sieht aus wie so eine Alpenhütte, wie so eine Bayerische Blockhütte. Die hat auch kurioserweise, obwohl es ein Holzbau ist from the flute, not so much up. Könnte man wieder ein bisschen philosophisch werden ander zerstören, könnte man fast sagen, also das Wasser is not so. But there are Geschichten drin. Warum baust du dir eine Alm Hütte herein auf dein Grundstück?

SPEAKER_02

Also for mir immer ein Traum, habe ich immer gesagt, ich möchte eine Hütte have a Hütte, where man auch was Kleines feiern kann.

Tom

Klein heißt, wie viele Leute kriegst du so?

SPEAKER_02

Also we kriegen wir sitzend, kriegen wir 40 rein und bei stehend sind es so 60, dann ist Feierabend. Also am Stehtisch oder sowas. Da sind zwar auch Anfragen, die wollen mit mehr, aber das geht nicht. So, dann wird es dann zu eng. So, und ich wurde 50 halt irgendwann mal und dann wollte ich die fertig haben. Da habe ich gesagt, ich wollte da mal dran feiern. Vor vier Jahren oder so. Ja, das wollte ich schon ein bisschen länger her, aber ist ja nicht so schlimm. So, und auf jeden Fall, weil wir dann auch so alte Dinger haben, erstmal habe ich einen Freund, der kann das auch umsetzen, das muss man auch dazu sagen. Aber ich wollte alles hochwertig haben. Hochwertig aus richtigem Holz, aus richtigem Metall, damit man feiern kann. Weil feiern, wenn man einen Tisch anstupst und Biergläser fallen um ist schlecht.

Tom

Fangen wir mal mit dem Tisch an.

SPEAKER_02

Der Tisch is zum Beispiel aus Waggonbowlen. Alte Waggonbowlen, die haben wir in Belgien geholt. Also Ebay kriegst du alles dann. Da haben wir dann in Belgien geholt. Und wie wir die eingeladen haben, habe ich gedacht, Alter, was lade ich denn da für einen Schrott ein? So, das sah aus, manche. Aber unten noch für viel Geld, da muss man auch dazu sagen. Auf jeden Fall haben wir die dann geholt und die sehen jetzt richtig geil aus. Und dann haben wir Füße gesucht, klar. Aber was soll man für Füße da holen? Also von alten Drehbänken die Füßen. So, da haben wir teilweise aus Berlin, sind die dann hier rübergekarrt worden oder sowas. Wir haben auch viele.

SPEAKER_04

Stahl ist das dann unten.

SPEAKER_02

Ja, ja, das ist volle Pulle Stahl. So, und dann waren wir die in Münster holen. Überall, wo sind wir hingefahren, wurde die aufgefahren. Die Tür, die Eingangstüre, ist eine alte Tür von 1910, also mit Schnitzarbeit. All sowas. Alter Kram, der Kronleuchter ist ein Mistgreifer, umgebaut, alles wunderbar. So und so erzählt das halt eben Geschichten. So, egal ob es die Zapfanlage ist, wo ein alter Abdruck von LKWs ist oder sowas wurde umgebaut, oder die Toilette, there is ein altes Bierfass umgebaut und sowas.

SPEAKER_04

Das heißt, du pinkelst in ein Bierfass rein.

SPEAKER_02

Genau, genau. Ich sag ja immer, wir trinken Warsteine und pinkeln in den Bitboyer rein. Alles hier ganz schlimm, weil wir Bitcoin sind hier. Die anderen sagen immer andersrum, aber ich sag so rum.

Tom

Aber die Bier auch geklärt.

SPEAKER_02

Genau, genau, die Bier sollte auch geklärt.

Tom

Das Waschbecken ist auch wieder ein Zapffahren.

SPEAKER_02

Waschbecken ist ein Zapffahren, das ist ein Bierzapffahren. Ja, alles so Kleinigkeiten dann, was so Gimmicks sind, wo du sagst, guck mal hier.

Tom

Das heißt, jetzt hol mich mal in deine Welt ab. Du sitzt dann zu Hause und denkst, so einen normalen Lichtschalter, der passt da nicht rein, das muss irgendein Umwerfer sein, der über ein Gelenk über die Tür drüber geht.

SPEAKER_02

Genau, da waren zwei alte Handbohrmaschinen noch da, ja, und die lagen da rum. Ja, was macht man mit denen noch? Ja, da könnten wir ja da und dann den Umlenkungen da machen und schon hat man einen Lichtschalter.

SPEAKER_04

Ja, Wahnsinn.

SPEAKER_02

So kommen dann manchmal, dann gehst du auch mal gucken, wo andere Dinger, es gibt immer so, man sagt hier so Alträuscher, so die alte Sachen immer wieder ein zweites Leben geben. Und dann.

Tom

Und was muss ich machen als Gast, wenn ich sage, ich habe hier eine Veranstaltung mit 20, 30 Leuten, will da mal reingehen? Das heißt, ich könnte immer die Bude auch mieten.

SPEAKER_02

Genau, genau, genau. Wir machen es, also du kannst dann immer dementsprechend hier hinkommen, sagen, okay, ich bin mit denen den Personenzahl, weil irgendwann ist man auch drüber, dann möchte ich das gerne machen, dann kriegst du überhaupt kein Problem, wenn es frei ist. Das ist ja natürlich, muss man immer sagen, Weihnachtsfeiern, sehr beliebt, ne? Weil die sind für sich. Hätte ich für das 26 Mal eine Chance? Ja, ja, ja. Ende des Jahres, ja. So, dieses Jahr sind schon immer, da sind die so die Haupttermine dann immer. Es gibt ja immer so die Haupttermine, da geht es immer dann schon mal weg.

Tom

Na gut, nochmal zu den Zimmer, die sind von der Flut nicht betroffen geworden. Das heißt, das Haus an sich umgebaut ist jetzt von wann.

SPEAKER_02

Genau, wir haben aber der vordere Teil, das ist ja dieser Würfel, den haben wir komplett neu gemacht. Das war quasi mein Elternhaus. Den mussten wir abreißen, weil der Flutbedingt halt eben so schlecht war. Klar, da haben Krieg gebaut worden, dünne Wände. Wenn wir draußen putz, abgeschlagen hätten, drinnen putzt, dann wären immer viel da gewesen. Da haben wir gesagt, das war auch ein altes Wohnhaus.

Tom

Aber deine Eltern haben das auch schon als Gastronomie geführt.

Die Historie des Hotel Ewerts

Tom

Als Pension. Als Pension. Ohne Essen oder mit wenig Essen.

SPEAKER_02

Mit wenig Essen.

Tom

Frühstück halt.

SPEAKER_02

Genau, frühstück. Als allererstes war eine Pension gewesen. Da war hier unten noch der Kuhstall und der Schweinestall. Und so wie das dann so langsam geht, machen wir mal ein bisschen Zimmer. Und dann, ach ja, dann war ein Aufenthaltsraum da, dann ist die Wirtschaft hier unten reingekommen, die Kneipe. Und ja, 1888, 1989 bin ich gekommen, weil mein Vater da einen Schlag bekommen hatte. Komme mal gerade nach Hause. Das war nach meiner Kochlehre. Ich habe ein bisschen Kellner noch gemacht. Und komme mal gerade nach Hause und dann hilfte mir mal meine Mutter. Und ja, dann bin ich hier hängen geblieben. Dann haben wir erstmal erweitert, dann haben wir den Gastraum dabei gemacht mit den Zimmern da oben drüber. Und seitdem bin ich jeden Winter, genau wie jetzt auch, wir sind wieder fünf Zimmer am Renovieren, jeden Winter am Umbauen, an Anbauen, größer machen, neu machen. Ja, wo wir jetzt sind, Mann.

Tom

So, jetzt ist es ja so, du kennst dich mit Umbauen aus, aber dann kommt der besagte Juli 2021. Fangen wir mal so rum an, wo warst du an dem Tag und wo hast du gemerkt, oder an welchem Zeitpunkt hast du gemerkt, das wird heute anders als wie. Oder hast du die Flut 16 schon miterlebt? Ja. Da warst du auch schon betroffen.

SPEAKER_02

Da stand ich hier,

Eigentlich kenne ich Hochwasser und schaue nomalerweise der Fließgeschwindigkeit zu.

SPEAKER_02

nein, da war ich, wir waren noch nie betroffen. Da stand ich hier an der Mauer von dem Biergarten und habe gesehen, an der Kante stand das Wasser. Und das Wasser ist geflossen.

Tom

Das heißt, flussabwärts, also unten ab. Aber hier war es noch nicht drüber.

SPEAKER_02

So, und dann war es hier, wie bei jedem Hochwasser, stelle ich mich da hin und gucke, faszinierend diese Fließgeschwindigkeit von dieser Art zu, wenn es so Hochwasser ist. Also hier war noch nie Wasser drin, hier war noch nie Wasser dran, hier war noch nie Wasser auf dem Biergrad. So, weggeschwommen sind mir unten schon mal Strandkörper, weil ich sie nicht hochgenommen habe. So, und dann war es vor dem 21. War schon immer so, wurde gesagt, Hochwasser kommt und so, ja, Hochwasser kommt.

SPEAKER_04

Kenne ich mich mit aus.

SPEAKER_02

Kann ich mich aus. Ich bin hier geboren, ich habe schon Hochwasser mitgemacht. Und dann haben die nach unten in Hönningen ein Zeltlacher, das mussten die abbauen, weil die gesagt haben, dass Hochwasser kommt.

Tom

Wenn du Hönningen unten

SPEAKER_02

Vor Altena, jetzt hier nach Indien. In Fließrichtung, genau. Und da habe ich mir gesagt, das sind die doof oder was? Die armen Kinder müssen jetzt eher ihr Zeltler da. Meine Frau hat am 14. Geburtstag. Wir sind mit Wohnmobil an dem 12. losgefahren nach Holland. Und weil sie immer so gerne an Wasser ist und dann sind wir da hoch. Und dann rufe ich dann, das war der Mittwoch, Mittwoch war das, rufe ich dann morgens an, dann sage ich zu meinem Sohn, ich sage, und wie sieht es aus? Alles im grünen Bereich. Es ist nur ein bisschen am Regen. Dann merkte ich aber schon immer, die Unruhe bei mir wurde immer mehr, weil ich kriege manche Nachrichten, ah, Wasser hier, Wasser da. Ich sage zu Sabine, auf keinen Fall. So, wir fahren jetzt sofort nach Hause. Von Holland. Von Holland, nach Hause. Wir sind also so um zwei Uhr losgefahren.

Tom

Da war ja hier schon Alarm.

SPEAKER_02

Da war noch nicht Alarm, da war noch alles unten. Da war noch alles unten drauf, da war hier drauf noch nicht. Aber während der Fahrt versuchten dann schon mal, am Anfang konnten die mich ja noch anrufen, weil sie ja noch ein Telefon hatten. Und auf einmal war es weg, das Telefon. Keiner ruft mehr an, nichts mehr. So, und dann wirst du ja blöd. Und wir sind dann auch durch das Hochwasser hier. Nachts um 4.30 Uhr war ich auf der anderen Seite. Endlich mal angekommen.

Tom

Also von that heisst du bist über 12 Stunden gefahren.

SPEAKER_02

Yeah, so and weil

Ich seh das Wasser durch das Hotel fließen.

SPEAKER_02

das überall gesperrt war. Mit dem Wohn war. Oder hast du dann irgendwann das Auto?

Tom

Hast du dann nicht das Auto irgendwann gewechselt oder was?

SPEAKER_02

Ja, nein, ich bin durch Wasser gefahren, das glaubst du gar nicht. Meine Frau war am Schrein, ich wollte hier. Und dann komme ich da hinten an und gucke hier rüber, und das war in der Morgendemo, und ich sehe das Wasser durch dieses Hotel hier fließen. Das kam vorne rein und hier hinten kam es wieder raus, hier war keine Scheibe mehr ganz.

Tom

Das heißt aber, du musst mir sich wieder vorstellen, du bist losgefahren, du hast keinen Kontakt gehabt in dem Moment und du wusstest bloß, hier ist irgendwas komisch. Und dann fährst du hin und siehst das Wasser durch dein Lebenswerk fließen.

SPEAKER_02

Und dann guckst du erstmal rüber, dann fällt dir erstmal auf, dass ein Haus, was da weg ist, hing so schräg. Das Wasser floss noch drumherum und da waren noch zwei oben drin, die waren am Schreien, hol uns hier raus. Wir kamen ja auch nicht dran. Dann haben wir gesagt, das Wasser geht zurück, also da passiert jetzt nichts mehr bei euch. Und dann siehst du, auf da war das Haus weg. Da waren zwei Häuser weg. Und dann gucke ich weiter runter, die Brücke ist weg. Die Brücke ist weg. So, und dann hast du das erstmal alles realisiert. Und dann wusste ich ja, ich musste ja mal hier rüber, aber es war ja keine Brücke mehr da. Dann bin ich das runter, da kam ich nicht schon. Da bin ich dann, habe ich meine Frau mit dem Wohnmobil und meine Schwägerin, meine Schwiegertochter ist dann hoch zum Freund oben. Also ich habe mit dem Wohnmobil gefahren und ich bin dann so um abenteuerlich auf hier die andere Seite gekommen. Ich bin über Sachen geklettert und über Dings. Wahnsinn. Ja, dann war ich hier und dann stand ich da draußen und guckte hoch und das ganze Hotel war ja voll. Und alle mit meinem Sohn, meiner Bedienung, standen oben auf der obersten Etage, gucken dann runter. Und das war schon hart. Das war schon hart. Und so zwei, drei Stunden später, so um 8 Uhr, da kommt so ein Gast, steht neben mir und sagte: Herr Evert, ich hab hier meine Fahrräder noch im Fahrradschuppen. Wie komme ich da dran? Boah, ich. Also, wenn Sie Ihr Lebenswerk da niedersehen und dann kommt so eine Frage, also boah, das war schon eine Art, ja. Und dann gibt es auch ein Bild vorne, das hat ein Fotograf dann gemacht, da sitze ich auf dem Kreuz da. Das war auch rund gegangen durch die. Ich sagte dann erst dann zwei Wochen später gekommen, ich sagte, ah, du bist das mit dem Bild. Weil er hat mich gefragt, ob er das veröffentlichen darf. Und dann sag ich, ja, ich hab das auch in der Build-Zeitung gesehen. Ja, das war nicht nur eine Bild-Zeitung, das war auch in the New York Times.

Tom

Ach daher kenne ich nicht.

SPEAKER_02

Und daher kennst du mich, genau. Und dann sagte er, das hat dann eine Frau gesehen, auch in der Zeitung, und hat dieses Bild in Öl gemalt. Und dann sag ich immer heute, und das hängt dann auch davon, hat das mir geschenkt, und das hängt dann auch davon. Und dann sage ich dann immer, ich wusste nicht, dass in meiner beschissensten Stunde mein Öl gemalt werden. Und dann hätte ich mal nicht träumen lassen.

Tom

So, das heißt, Wasser stand in der Küche bis zur Decke. Es war klar, die Küche ist nicht mehr zu retten, inklusive der Gastraum. Und dann hast du ein Gespräch mit deinem Sohn geführt. Relativ zeitnah, oder wie wir das?

SPEAKER_02

Relativ zeitnah. Die erste Zeit haben wir noch was ausgeräumt dann, ne? Erstmal ein paar.

Tom

Gucken, was zu retten war.

SPEAKER_02

Ja, obwohl da sind solche Sachen weggeschmissen worden. Es waren tausend Helfer. Da muss man auch sagen, top. Ich hätte, also alleine wärst du sowieso, hättest du dir eine Kugel gegeben. Wenn du jetzt alleine. Und da muss man wirklich sagen, die haben dich dann auch mit aufgebaut und die haben dann auch, dass das weiter ging. Und ich bin nur rumgelaufen in den vier Häusern und im Hotel hier. Und dann habe ich gesagt, ja, da kam ich einmal, da schmissen die so ein Tisch weg, ne? So ein VA-Tisch.

Tom

So ein Edelstahl-Tisch, oder?

SPEAKER_02

So. Da ging der Bagger da rein. Ich sagte, stopp, stopp! Da ist ja nichts dran. Die machen das sauber nicht gut. Aber okay, viel weggeschmissen. Und dann habe

Willst Du weitermachen?

SPEAKER_02

ich meinen Sohn gefragt, ich sage, Junge, der war dann mit schon im Geschäft, ja auch hier drin. Und dann sage ich, möchtest du das weitermachen?

SPEAKER_04

Wie alt war er?

SPEAKER_02

Er war 27. Und möchtest du das weitermachen? Überlegst du das, du musst mir das nicht jetzt sagen, aber das kannst du dir jetzt überlegen. Und dann kam er am nächsten Tag und sagte, ja, er will weitermachen. Und dann habe ich gesagt, okay, dann nochmal richtig. Dann sind wir zur Bank gefahren. Also Versicherung, klar, ich war hier versichert, da muss ich auch immer sagen. Here versichert, natürlich unterversichert, ist klar. Und das Allerschlimmste war, ich war immer überzeugt. Ich bin here elementar forsichered. That was not the fall. And the slimme was that the drive.

Tom

So you couldn't have your personal nothing.

SPEAKER_02

So and the without for me, my personal to be held. And we had them all beheld. It was a very high. Then we have a lot of elementar for such a lot of people. Here we are in the elementar, when here are the A, when the what? When they are a bit ready, a bit. I have not gone that we understand. And that was clear. And that was clear that we also communicate. I had said, Alright, we are. And this is easy. And then cannot fünf days and the Ausfall is aberration.

unknown

I said, Alter.

SPEAKER_02

Da war ich natürlich ein bisschen sauer. Auch meine anderen Häuser waren nicht, mein neuer Bungalow, wo ich sag, boah.

SPEAKER_04

Fünf Jahre alt, ne? Oder wie alt war der?

SPEAKER_02

Der Bungalow, der war, der war ein halbes Jahr alt. Da habe ich gerade alles neu gemacht. Das haupte meine Altershose. Also ist immer noch, aber so. Und dann, das wären 200 Euro mehr gewesen. Was interessieren 200 Euro? Ich habe ja nicht gefragt.

Tom

Die, die hier reingeflossen sind, ne?

SPEAKER_02

Ja, ich sage, ich will nicht versichert werden, billig. Ich sage, ich will versichert werden. Aber okay, lange Rede. Das war nicht so und daher muss ich natürlich auch diese Sachen. Und tja, dann haben wir mal Gespräche mit der Bank noch geführt. Dann haben wir nochmal Geld noch aufgenommen. Und dann haben wir nochmal richtig.

Tom

Und gab es auch irgendwo ein bisschen eine Unterstützung? Fürs Hotel gar nicht. Gar nicht.

SPEAKER_02

Es gab 2000 Euro.

Tom

Na, damit konntest du die Kissen kaufen. Wenn überhaupt.

SPEAKER_02

Ja, so, und das muss man sagen. Die anderen Sachen, obwohl ich hatte manche Gäste, muss ich mal sagen, die haben dann direkt angerufen und sagt, wie kann ich helfen? Wir wären normalerweise da gewesen. Wir wollen unseren, in dem Jahr wollten sie kommen, das Geld, was wir normal auswählen wollen, verschwenden. Und man muss ja immer nur bedenken, man kam aus Corona. Das war ja auch.

Tom

Ja, war noch nicht ganz vorbei, ne?

SPEAKER_02

So, ja. An dem Tag

an dem Tag war Corona hier vorbei

SPEAKER_02

war das hier vorbei, Corona. Da gab es hier kein Corona mehr.

Tom

Da war tausend mehr.

SPEAKER_02

Wo tausende Leute auch aufeinander hingen und da gab es kein Corona mehr. Aber wir haben es geschafft bis hierhin, da muss ich mal sagen.

Tom

Ich habe ja auch, wir waren ja auch bei der Metzgerei oder Fleischerei Albrecht in Bad Neuna und es war auch so mein Einstieg dort. Das ist auch ein bisschen der Grund, warum ich mit Vinnie zusammen gesagt habe, wir machen jetzt mal nicht nur ein, sondern wir machen hier mal eine kleine Tour. Das ist jetzt fünf Jahre her, oder fast fünf Jahre her. Und der Aufschrei war ja damals da, der war groß, du sagst da selber Bild und was auch immer. Aber irgendwie, wie immer im Leben, wie immer in der Menschheit, so, weiß nicht, wie du das siehst, aber irgendwie hat das dann so nach einem halben, dreiviertel Jahr wurde das immer weniger und irgendwie hört man gar nichts mehr davon. Aber ganz ehrlich, jetzt wieder den Eindruck von meiner Seite, wenn ich hier hinfa, that is ja jetzt noch beileibe nicht wieder eine Urlaubsregion. Das muss man ja immer ganz ehrlich sagen. Das ist ja nicht so, dass die Leute jetzt sagen hier, es sei denn, du stehst auf irgendwie historische Sensationstourismus. Auf Kriegsgebiet. Es hat wirklich was so vom Erdbebenkrebsgebiet.

SPEAKER_02

Es gibt immer so ein, zwei Dörfer noch, da ist es ganz schlimm, wo du sagst, boah, that geht gar nicht, weil die Ruinen noch da stehen. Da muss ich immer sagen, das war auch, zum Beispiel, ich bin hier auch in Gemeinderat and so, that was wichtig. There was where the shut in, that muss erstmal back. Damit manilisch aussieht, when there's a half ruine. All that draft. That is a ganz. So, and I have when I here off and I go here and then hang the halben Häuser, yeah, what brings that? Daher was that all wished that all packing. And here's the over region, the over A is very, very weighted as the over A. Klar, it was not very bad. The Bahn has done get. But here in A-Tal haben sie gas given.

SPEAKER_00

That's the Frage.

SPEAKER_02

When they gas geben würden, then in five years fertigada. But that dauert halt irgendwas länger. Und das ist halt eben so, in einem halben Tag, was da zerstört worden ist, wie lange das dauert, bis es aufgebaut ist. Und das ist halt eben so, man muss halt noch ein bisschen Geduld haben. Die Fahrradwege sind natürlich jetzt alle top, neu, aber bis alten. Und dann dauert es da noch ein bisschen. Und wenn das mal wieder alles so ist, dann ist natürlich alles neu und schön.

Tom

Ja, genau. So, jetzt ist die Flut durch, Restaurant

Alles renoviert .... Bums ein Wasserschaden :-(

Tom

neu, Küche neu, alles wunderbar. So, jetzt hast du aber irgendwie so eine Neigung zum Bauen und hast dir gedacht, Mensch, mit Wasser kenne ich mich aus, war alles fertig.

SPEAKER_02

In zwei Tagen eröffnen wir.

Tom

Eröffnen wir auf einmal.

SPEAKER_02

Was passiert dann? So, und dann bin ich abends rüber gegangen, war alles gut. Und morgens komme ich hier rein zum Frühstück, weil wir hatten schon Hauskästen und wollte Frühstück machen um 6 Uhr. Und dann komme ich hier rein und ich höre schon mich reinkommen, es zischte und blätscherte. Ich denke, Alter, was ist denn hier los? Dann komme ich hier rein, dann ist überhaupt der Theke, aus der Decke hatten wir einen Wasserrohrbruch, and the last is this scheiß Wasser. Das heißt, there was 5 cm Wasser in restaurant, under the Estrich wieder drunter. Alles musste wieder raus. The Estrid, the Möbel, die gerade wieder raus. Diesmal nicht wegschmeißen, diesmal einlagern, weil on the Mobel was nichts dran. But we mussten die Fliesen wieder raus, Fußbodenheizung raus, Estrich raus.

Tom

Hotel to, restaurant to.

SPEAKER_02

Hotel konnten wir auflassen, dann haben wir frühstücken in der Hütte gemacht. And then muss ich sagen, that hätte man.

Tom

Dann bist selbst du as Fronator in deine Grenzen gegangen.

SPEAKER_02

When that tags passiert wäre, die Pressstelle is aufgegangen. So, dann hätte einer direkt mitgekriegt, hätte es abgestellt, dann wäre das ein kleiner Schaden gewesen. But then ist das natürlich nachts losgegangen und dann the day lief das Wasser. So, und dann wieder Wasser, wieder Wasser. Ja, ganz toll. So, und das war schon.

Tom

Jetzt sagst du ja selber, du bist hier im Gemeinderat, du bist hier unterwegs, du bist ansässig und und und hau doch mal ein raus. Warum sollte man vielleicht hier trotzdem mal, ich sag mal, ein paar Tage, eine Woche mal hier Urlaub machen. Was hat diese Region nochmal, wo du sagst, am besten dann abends noch zum Schnitzelbefehl oder zum Freunde mitbringen, hier am Rheintun?

SPEAKER_02

Also erstmal ist die Eifel. Gerade unsere Region hier, der Eifel, wo wir hier sind, sehr, sehr schön, sehr, sehr abwechslungsreich. Wir haben den Nurbokring hier direkt um die Ecke. Wir haben sehr viele Motorsportbegeister hier. Wir haben aber das, weil wir was weg sind, wir haben totale Ruhe, wir können sie wandern, ihr könnt Fahrrad fahren, Mountainbiking. Das Schöne ist immer, da geht hier der Arsteig, dann sagen die Leute, boah, ich bin den ganzen Tag gewandert und habe keinen getroffen. Das ist doch richtig. Wenn sie in einer Prozession gehen wollen, dann kommen sie im Herbst, Rotweinwanderweg, da gehen alle, da gehen Tausende her dann. So, aber das ist doch gerade schön, wenn man alleine durch den. Es gibt nichts Schöneres im Sommer, wenn an einem heißen Tag durch einen kühlen Wald zu laufen. Es gibt nichts Schöneres. Das ist so geil, das macht so einen Spaß und das können sie hier ohne Ende.

Sind wir wieder im alten Flow?

Tom

Wie sitzt deine Meinung, 2026, wenn man das jetzt mal vor der Flut, nach der Flut beachtet, ist immer wieder im alten Flow drinnen. Gibt es jetzt auch Entscheidungen bei dir oder Überlegungen bei dir, wo du sagst, mit was ich mich damals aufgegeilt habe, da mache ich mich heute nicht mehr so verrückt?

SPEAKER_02

Das ist sowieso, das ist sowieso. Klar, du hast jetzt auch deinen Alltag wieder, du machst deine normalen Sorgen wieder, du kriegst alles bezahlt, ist sie noch los, hast du nur Personal. Das sind so die normalen Dinge, die man hat. Aber irgendwas, was eigentlich nicht ist, da muss man sich nicht mehr darüber aufreden. Da gibt es schlimmere Sachen.

Tom

Da hat mich ganz andere Sachen eingeholt zu der Zeit, wo ich jetzt sage, yeah, so du auch in andere Regionen guckst und denkst, weil das ist ja auch so eine Sache, wo viele dann denken, oh my wuchs, neue Köche and what sind ja dann gegenüber das, was ihr hier durchmachen musst, sind das ja Luxusprobleme.

SPEAKER_02

Yeah, genau, genau. Das sind aber die normalen Alltagsprobleme, sag ich immer. That is normal. But that andere, that wünsche ich keinem, wirklich keinem. What du da erlebt hast in der Zeit? Wahnsinn.

Tom

Naja. Umso schöner is es that we yet and heute here sitzen, du als Froh Natur and here in Lächeln und einen lockeren Spruch auf der Lippe hast. This is ja auch nicht, ich sag mal, selbstredend. Vor allen Dingen, weil du dich auch noch zusätzlich zum Business noch privat auch getroffen hast.

SPEAKER_02

Aber das nützt ja nützt nichts. Du änderst nichts da dran, wenn du jetzt noch Kriscremme oder sonst jetzt bist. Das ist genauso, wenn die jetzt immer kommen und die melden Hochwasser. Dann sagen sie, hast du keine Angst? Nee. Weil das war kein Hochwasser. Das war eine Naturkatastrophe, was wir hatten. Klar, alle 100 Jahre war mal so was, oder soll man sowas gewesen sein. Ich mache es sowieso nicht mehr mit, aber sagen wir mal, wir sind jetzt auf dem richtigen Weg, auch dass wir das ein bisschen ändern. Kleine Bogenbrücken gibt es nicht mehr, wo es staut, muss man auch dazu sagen. Das war auch so ein Problem. Es kamen ja viele Probleme auf einmal. Von daher, ich bin guter Dinge, dass es nicht mehr passiert ist.

Tom

Dass das so ist. Ja, dann würde ich sagen, sind wir hier wieder gut durchgekommen mit fast 40 Minuten. Und ich sag mal,

Danke an Wolfgang Ewerts

Tom

danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Danke, dass du uns hier eingeladen hast. Ich kann natürlich alle Zuhörenden und vor allen Dingen auch alle Köchinnen und Köche dazu motivieren, hier mal vorbeizukommen. Die Gefahr besteht auch, dass man dich hier trifft.

SPEAKER_02

Ja, auf jeden Fall. Meistens, meistens trifft man mich hier.

Tom

Meistens trifft man sich hier. Wem das gefallen hat und wer natürlich da auch ein bisschen unterstützen will, der kann das natürlich auf allen Medien teilen und kann hier auch mal einfach mal vorbeikommen oder mal einen Gruß hinschicken oder über die Netzwerke, wo wir es teilen, ob das jetzt Instagram oder Facebook oder wo auch immer ihr das hört, einfach mal ein kurzes Signal senden oder kommentieren oder liken. Am allerbesten oder den größten Gefallen könnt ihr natürlich tun für alle, die in der Region, ich sag mal, südlich von Köln, Bonn unterwegs sind, Richtung Eifel. Schaut ihr mal vorbei, weil das ist wirklich ein wunderschönes Stückchen Erde, was man hier vorfindet. Und dann kehrt ihr hier mal ein auf ein schönes Steak aus dem Argentinier Lavasteinkrill vom MKN. Von wahrscheinlich nur regionalen Rindern.

SPEAKER_02

Ja. So viele regionale Rinder haben wir gar nicht, wie man es verbraten hier immer. Sag ich mal, das geht man die immer.

Tom

Greifst du auf regionale Texas zurück? Ja, ja, genau. Argentinien.

SPEAKER_02

Argentinien zurück, ja.

Tom

Okay. Also, Wolfgang, danke nochmal für deine Zeit. Ihr bleibt alle schön kulinarisch. Bleib dran, in ein paar Tagen gibt es die nächste Folge. Danke nochmal für deine Zeit, alles Gute und bis bald. Gott, gerne. Ciao. Ciao, ciao. Super. Das hast du Judgemacht.

SPEAKER_00

Der Podcast Küchenschnack ist eine Produktion der MKN, GmbH und CoKG. In Zusammenarbeit mit Tom Klein. Executive Producer sind Corinna Dühl und Martin Ubel. Lineproducer sowie Audio- und Videoschnitt Jonathan und Tom. Die Post-Production übernimmt Sarah. Für Redaktion und Marketing sind Mara und Patricia verantwortlich. Wenn dir der Küchenschnack gefällt, dann folge uns gerne auf Spotify, Apple Podcast oder YouTube. Und natürlich freuen wir uns über jedes Like, jedes Abo und wenn du den Podcast mit anderen teilst. Danke fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge.