MKN Küchenschnack
Ihr erhaltet einen direkten Blick in die Welt der Profiküche im Podcast "MKN Küchenschnack"
Mit einem Augenzwinkern und einer Prise Humor präsentiert euch Tom nicht nur neue revolutionäre Food-Konzepte, sondern tauchen auch tief in den Alltag und Hintergrund der Profi Küchenhelden ein.
Aber das ist noch längst nicht alles! Ihr dürft euch auf packende Geschichten und spannende Interviews mit coolen Kochgrößen der Branche freuen. Lasst euch von ihren kulinarischen Abenteuern inspirieren und holt euch wertvolle Geheimtipps direkt aus der Meisterküche.
"MKN Küchenschnack" ist der Podcast, der euer Küchenherz höherschlagen lässt. Modern, cool und vollgepackt mit Insiderwissen – ein absolutes Muss für alle Feinschmecker, Kochbegeisterten und Gastronomieprofis da draußen.
Schnallt euch an und genießt die Show!
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MKN Küchenschnack
#176 Fernando Cortes - Mexico 🇲🇽 mi Amor 💘 - Food & Art 🖋️
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Heute trifft Tom im MKN Küchenschnack Luis Fernando González Cortés in der Taquería con Salsa in München.
Fernando ist in Guadalajara geboren, kam als Kind nach Deutschland und hat sich in München ein neues Leben aufgebaut – ohne Mexiko je aus dem Herzen zu verlieren. Im Gespräch geht es um Kindheit, Familie, Kulturschock, Identität, American Football, Design, seinen Foodblog „Auf die Faust“ und den Weg zur eigenen Taquería.
Natürlich wird auch gekocht – zumindest im Kopf. Es geht um echte Tortillas, Nixtamalisation, Salsas, Birria, Suadero, Rinderzunge, Schweinshaxe im Taco, Tres Leches und die Frage, warum mexikanische Küche viel mehr ist als Klischees, Schärfe und Tex-Mex.
Außerdem sprechen Tom und Fernando über sein Kochbuch „Mexico mi Amor“, mexikanische Gastfreundschaft, die Suche nach einer neuen Location und den Traum vom Al-Pastor-Spieß.
Eine Folge über Mexiko in München, über Mut, Geschmack, Familie und die Kraft von richtig gutem Essen.
Themen dieser Folge
🌮 Mexiko in München
🇲🇽 Fernandos Kindheit in Guadalajara
❄️ Kulturschock Deutschland
🎨 Vom Kommunikationsdesigner zum Gastronom
📱 Die Entstehung von „Auf die Faust“
🔥 Taquería con Salsa im Gasteig
👩👦 Familie als Herz des Betriebs
🌽 Nixtamalisation und echte Tortillas
🌶️ Warum Salsa mehr ist als Schärfe
🥩 Birria, Suadero, Lengua und Carnitas Bávaras
🍰 Tres Leches und Kindheitserinnerungen
📖 Das Kochbuch „Mexico mi Amor“
🏠 Die Suche nach einer neuen Location
🌯 Der Traum vom Al Pastor Trompo
🏈 American Football, Teamgeist und Disziplin
🇲🇽 Reisetipps für Mexiko
🔔 Schnellrunde mit 10 Fragen
Links zur Folge
Taquería con Salsa:
https://www.instagram.com/taqueria.consalsa/
https://www.taqueriaconsalsa.com/
Instagram Fernando / flezart:
https://www.instagram.com/flezart/
Instagram Auf die Faust:
https://www.instagram.com/aufdiefaust/
MKN Küchenschnack:
https://www.mkn.com/podcast
Intro: Heute im MKN Küchenschnack mit Luis Fernando González Cortés
TomUnd heute im MKN Küchenschnack.
FernandoLuis Fernando Gonzalez Gortez. Jetzt ist gerade die beschissenste Zeit, also einfach finanziell eine Gast drauf zu machen. Aber jetzt ist die Zeit, wenn man sich ausprobieren kann. Und alle alten Hasen, die schon was haben, die helfen jedem, wenn man was braucht. So, du kommst in die Tacerrillo und bist quasi in Mexiko. Wir haben eine offene, also wirklich 360 Grad offene Küche. Wenn du dich anstellst, dann stehst du sozusagen die ganze Zeit vor dieser Küche und siehst, was passiert. Und wir feier ja immer einfach das Ding, hey, München kann gastronomisch nichts. Und ich war so, bullshit, Leute, jetzt halt nur kein Plan wo. Mach jetzt einen Foodblock. Und dann kam ich wieder und meinte so, hey Leute, ich mach einen Foodblock und dann so Alejack, mach. Und dann meinte ich so, ja, der nennt sich auf die Hand, weil das ist ja sozusagen der logischere. Und dann kam halt ein Kollege, der Alex, und er meinte so, nee, nee, nee, Fernando, sag's doch, sag doch auf die Faust. Weil das bist du.
NicHier ist der MKN-Küchenschnapp. Taucht ein in die Welt der Profiküchen mit Tom.
TomFernando, weißt du, dass ich eine extrem große Liebe zu Mexiko habe?
FernandoIch hab's letztens mal so ein bisschen erfahren.
TomJa. Aber du kannst es nicht an.
FernandoAber ich kann noch nicht an, was dann was dann noch alles kommt.
TomIch gehe sogar so weit. Mein Sohn heißt Luis. Und er wird sogar Mexikanisch Luis geschrieben. Also so wie ich. So wie du, genau wie du. Ich weiß nicht, mit wie vielen hundert und tausenden Mexikanern Fernandes und Luis und Gustavo und ich zusammengearbeitet habe. Und ich liebe die Mentalität, ich liebe das Leben, ich liebe eure Freundlichkeit und ich bin sehr, sehr glücklich und dankbar, dass du heute hier sitzt.
FernandoDanke, dass ich da sein kann. Das klingt doch super schön.
TomKlingt super schön, ja. Vielleicht mal zum Einstieg, wo durfte ich denn heute hinkommen?
FernandoGenau, du bist in der Takeria Kunsthalsa hier in München. Wir sind quasi eine klassische Takeria, wie man sich die im besten Fall wie in Mexiko vorstellt. Du warst vor gar nicht mal so langer Zeit hier und dann warst du so, ich will wiederkommen. Lass uns reden. Und ja, das ist jetzt bist du da, es ist eine geschlossene Türen und das ist irgendwie anders. Ruhiger.
TomAlso, hier ist es definitiv ruhiger, was auch im Sinn und Zweck des Podcasts Sinn macht. Und in meiner Aufgabe als Verkaufsleiter für Bayern, für MKN, in meiner Aufgabe als Küchenplaner und auch in meiner Aufgabe als Podcaster habe ich den Luxus, sehr, sehr viele Gastronomien und Küchen zu sehen. Aber was ich an diesem besagten Samstagabend erleben durfte, ich hatte Gänsehaut, wie meine Tante aus dem Erzgebirge sagt, da hättest du Handtücher dran aufhängen können. Es war wirklich ein ganz spezieller Moment, weil er auch so überraschend kam. Philipp Vogel hat mich hier mit hingenommen, ein guter Freund von dir, mit dem du auch viel gemacht hast. Und was ich hier erleben konnte, war Mexiko in München.
FernandoIch glaube auch, ja. Das war so ein bisschen das Ziel, als wir aufgemacht haben, uns einfach nicht zu verstellen. Also nicht zu sagen, wir müssen das Ganze mexikanischer einrichten, damit die Leute verstehen, dass das hier eine Takeria ist, sondern wir sind Mexiko und wir geben dem halt mit dem Team einfach das Leben. Und dann halt die Produkte sind halt eben dann nochmal so die I-Tüpfelchen.
Heimat, Identität, Design und schlechte Mexiko-Klischees
TomGenau. Was ich heute so ein bisschen rauskristallisieren möchte, es gibt ja schon einigen Content von dir im Netz, auf Insta, auf TikTok, aber auch, es gibt schon einige Podcasts, aber was ich heute gerne mal so ein bisschen rausfiltern möchte, ist Heimat, Identität, Design, schlechte Klischees, ne? Weil wenn der deutsche Mexiko hört, denkt er nicht an eine Tacaria, so wie wir sie hier haben. Ich will ein bisschen natürlich, it is der Küchen schnack, we reden über Mais, we reden über Chilies, we reden über Handwerk, wir reden über Tactos und das möchte ich heute so ein ganz kleines bisschen herauskristallisieren. Sehr gerne. Was ich aber gemacht habe, immer bis jetzt ist, dass ich meine Gäste versucht habe, selber vorzustellen. Und deshalb würde ich das mal so schnell wie es geht, so einfach wie es geht, runterrattern. Und ich würde dich dann bitten, vielleicht nochmal zu ergänzen, insofern es zu essen gibt. Also du bist mit deinem sechsten Lebensjahr hier nach Deutschland mit deiner Mama gekommen. Du bist aufgewachsen bei Mama und Oma. Und im siebten Lebensjahr, im siebten Lebensjahr bist du nach Deutschland gekommen. In dem sechsten und siebten hast du sogar noch in Buenos Aires gewohnt, also in Argentinien. Und du hast innerhalb kürzester Zeit, zwar kein ganzes Jahr, hast du Deutsch gelernt. Du hattest am Anfang einen leichten Temperatur- und Kulturschock hier in den ersten Wochen und Monaten. Und du hast ein ganz großes Herz nach wie vor für Mexiko und Mexiko City insbesondere. Und nach deiner Schule, wo ihr euch hier ein Leben auch aufgebaut habt mit Freunden, mit Leben, mit Liebe und mit allem, was dazugehört, hast du dich entschieden, Kommunikationsdesign zu studieren? Und hast auch ein besonderes Händchen für Kalligraphie, also im Prinzip für Zeichen, für Schriftarten und Zeichen entwickelt, was mit dem heutigen Sache einiges auch noch to tun haben wird. Du hast als Grafikdesigner, du hast als Art Director gearbeitet, du hast für den bekannten Club P1 in München gearbeitet, du hast für Coffee Beans Kompanie, für Acom 360, Rappen Steinart, Wundermann, das war sogar eine außer europäische Sache, ne? Ja, ja, so ich habe ein paar Großagenturen. Für große Agenturen, wo du dann auch irgendwann deine eigene Marke gegründet hast, die nennt sich nämlich Flessart.de ausgesprochen, Flessart. Genau, das ist das bin ich quasi. Unter dem Name findet man dich heute auch privat auf Instagram. Und um die Sache noch ein bisschen rund zu machen, du hast American Football gespielt, was eine Leidenschaft, eine Liebe für dich ist, was dich auch körperlich und persönlich weitergebracht hat. Du hast den Foodblock, und da kenne dich wahrscheinlich auch die meisten vom Gesicht her auf die Faust gegründet, mit knapp 40.000 Followern mittlerweile. Du hast einen eigenen Stil, du machst das auf Spanisch wie auch auf Deutsch. Und ich sag mal so, du hast so ein bisschen die Botschaft, Münchens von der Weißwurst bis zu Auster rüberzubringen. Und vor einem, ja, vor einem Jahr hast du, oder for over einem Jahr hast du deinen Trauma filled, namely here the Tacaria ere. And curiosamente is here gleich a bomb gezzed. And um, that you have to füllen, hast du auch noch ein Kochbuch geschrieben mit dem wunderschönen Namen Mexiko Meamo. Gibt es noch irgendwas, was ich jetzt oder was den Zuhörenden zum Einstieg wichtig sein müsste?
Familie, Sprache und der Weg von Mexiko nach München
FernandoIch meine klar, wir sind 98 hergezogen, also quasi ich habe meinen Stiefvater oder für mich mein Vater ist mit dran beteiligt, wieso ich einfach, ich würde sagen, mein perfektes Deutsch und meine Mama dafür beteiligt ist, dass ich perfektes Spanisch spreche. Meine Mama ist sogar Teil der Takadia, also eigentlich beide, die ganze Familie arbeitet irgendwie auch hier. Wir haben da wirklich so ein Familienunternehmen mit herangeführt. Schon sage ich viele Agenturen hinter mir, auch irgendwie Kunden wie Nike, jetzt irgendwie arbeiten wir mit Adidas zusammen. Das schon immer so in diese lifestylige Richtung. Und irgendwann das mit dem Flash, da habe ich mir gesagt, so ich bin jetzt, ich habe halt früher mehr Illustrationen gemacht, dann habe ich gesagt, dann ist das so mein Künstlername. Und in Mexiko ist das quasi die Glas, also G-L-E-Z ist die Abkürzung für Gonzalez. Und dann habe ich das F für Fernando hingemacht und da drauf kam das so. Und dann war das aber, ich habe glaube ich immer so dieses Zwiespalt, weil ich immer so viele Ideen und so Projekte im Kopf habe, dass ich dann gesagt habe, okay, das bin ich, dann gibt es auf die Forst, jetzt gibt es noch Takadia. Und das ist jetzt immer das wildeste Portpourrät, wenn ich Content mache, wie differenziert er sich? Und dann hast du ja, wie du schon gesagt hast, Spanisch-Deutsch.
TomIst das eine Legende oder stimmt das, dass dein Papa, Stiefpapa, deine Mama mit Schokolade rumgekriegt hat?
FernandoGenau, mein Opa hat damals die Schokoladenfabrik für Dallmaier geführt. Das war die Komfisa di Gala. Und ja, das sind einfach sehr gute Pralinen gewesen. Ich war letztes Jahr, glaube ich, seit zig Jahren zum ersten Mal wieder in Danmaier und dann habe ich diese Pralinen wieder gegessen und das war so wieder Kindheit. Und ich habe als Kind habe ich Schokolade gar nicht so gemocht. Aber wie es halt immer so ist, ist halt Essen, was super emotional ist. Und dann ist es ganz lustig, dass ich dann so eine Praline esse und die gibt mir ja wieder so ein Kindheitsgefühl. Sehr komisch klingt, wenn man als so ein hochklassiges Foods ist.
TomAber da will
Kindheit in Guadalajara und Ankommen in Deutschland
Tomich jetzt einfach mal reingehen. Wir gehen mal zurück in das Jahr 96, 97, 98. Wir sind noch in Mexiko. Noch nicht in Buenos Aires. Was sind so deine lebenden Erinnerungen an deine Kindheit in Mexiko? Emotional.
FernandoEmotional, also das ist halt, wir haben im Haus meiner Großmutter gelebt. Das heißt, meine Mama, ich, meine beiden Onkels, mein Großvater und meine Großmutter. Wo? In Guadalajara, Mexico. Also, Guadalajara ist nordwestlich von Mexico City, das ist die zweitgrößte Stadt. Und ich war halt dann das Nesthäekind daheim.
TomDu hast doch eine Schwester, glaube ich, ne?
FernandoIch habe eine kleine Schwester, genau, aber die ist achtjähriger als ich. Das heißt, die kam dann quasi jetzt in Deutschland ran. Und das war dann das Nestleekind. Das war halt natürlich in dem Alter halt eine komplette unbeschwerte Kindheit zwischen Mama, Oma, meiner Mama, die damals schon auch immer viel gearbeitet hat, damit mir halt einfach so Möglichkeiten zu geben.
TomHat sie Gastronomie in Mexiko gemacht?
FernandoNee, die war in der Bank. Ah, die war in der Bank. Die war in der Bank und war sie ja mein Stiefvaterkind, also mein Vater, weil er aber bei Siemens war und sie war quasi die Kundenberatung für ihn. Und prinzipiell war das immer eine schöne Zeit. Also ich kann mich nie negativ an Mexiko erinnern können. Und somit war das halt auch immer wieder schön, zurückzukommen. Weil auch wenn ich quasi, wenn wir hier unsere Familie haben, gibt es, glaube ich, einen Unterschied zwischen der Familie in Mexiko und Deutschland, weil wir halt einfach, glaube ich, wärmer sind. Das ist so, so klar freue ich mich hier, mein Großvater zu sehen, meine Tanten. Aber ich glaube, diese Entfernung on top nach darüber macht halt einfach jedes Wiedersehen so besonders oder so emotional auch. Jetzt kommt dieser Tag 99 muss es dann gewesen sein, oder? Nee, 98, Dezember 98, sind von Buenos Aires her gezogen. Das heißt, es ist Dezember und Hochsommer in Argentinien. Kurz nach meinem Geburtstag.
TomDu hast irgendwie Mitte Dezember Geburtstag, auch fast mit meinem Louis, wollte ich dir sagen. Es ist nur einen Tag auseinander. Und du kommst hierher und siehst München, alle Bäume blühen, es duftet, es ist schönes Wetter, nicht.
FernandoNee. Das war Eis, also super kalt, es war noch eine Zeit, wo halt auch im Dezember schon einfach super viel Schnee lag, du von einer Mentalität kommst, wo sozusagen zu jeder Uhrzeit alles offen hat, du halt dich irgendwie superfrei bewegen kannst. In Deutschland, München, Giesing, was so in der Hinsicht im Vergleich so ein bisschen bäuerlich war, sag ich jetzt mal, weil die Läden halt um 15 Uhr zugemacht haben, weil wir die Sprache nicht konnten, das heißt uns auch gar nicht sofort bewegen konnten, wie wir wollten. Und du halt einfach neu in einem Land bist, das halt doch sehr entfernt auch kulturell ist von dem, wo du herkommst. Neue Sprache. Neue Sprache. Die wirklich gar nichts mit Spanisch zu tun hat.
TomJa, ja, ja, ja. Okay, dann kommst du ja an, du musst dann natürlich auch die deutschen Gepflogenheiten. Das heißt, du bist dann in Kindergarten wahrscheinlich.
FernandoNee, nee, nee, ich war dann, es vergefiebt mich in der ersten Klasse. Da warst du schon in der Schule gedacht. Ich bin mitten im Jahr auch noch gekommen, was für auch alles nicht besser macht.
TomJa, ja, ja. Und dann hast du dich hier reingefunden und dann hast du relativ schnell Deutsch gelernt. Welche Rolle hat deine Mama dann hier gespielt? Hat die einen Job vielleicht gefunden?
FernandoNee, meine Mama war sozusagen, du warst kurz drauf schwanger gewesen von meiner Schwester und war in Haushall. Mein Vater ist in der Zeit einfach viel gependelt, weil er halt einfach verschiedenste Projekte überall in Deutschland hatte. Und wir haben uns sozusagen als Zweier bzw. Dreiergespann halt dann eingegroovt. Das war halt eben jeder lernt Deutsch. Natürlich als Kind fasst du das halt viel schneller auf, weil du halt dann in der Schule durchgehen darfst. Du musstest lernen. Auch einfach in einer gewissen Artweise dich zu klingt blöd, aber zu verteidigen, weil du halt einfach, Kinder sind halt rough. Und dann war das halt zum Teil, entweder war ein Papa da und dann so, hey, die haben das und das gesagt, ja, dann sagst du nächstes Mal das und das verrückt. Und das war schon auch hart, aber ich glaube dadurch, dass wir, wir haben uns dann was in unsere kleine Welt aufgebaut, haben schnell auch andere Latinos und Mexikanern kennengelernt. Und dann wurde so eine kleine, so eine kleine Familie sozusagen weit weg von der Familie irgendwie aufgezogen.
TomDu bist ja jetzt drei-, viermal so lange in Deutschland, wie dass du damals in Mexiko gelebt hast. Wie oft fliegst du noch rüber? Wie oft bist du noch?
FernandoIch versuche eigentlich jedes Jahr drüben zu sein. Also spätestens alle zwei Jahre sind wir da. Letztes Jahr war ich sogar zweimal da.
Warum Mexiko immer in Fernando steckt
TomWoran merkt man, dass Mexiko noch in dir steckt? Noch heute?
FernandoIch glaube, es sind so ein paar Mentalitätsgeschichten. Ich glaube, in Mexiko merkt man, dass ich so Zeug in Deutschland lebe, weil ich bei ein paar Sachen sehr vorsichtig bin. Das habe ich immer mit meiner Frau, das Gespräch, dass ich sehr positiv angerichtet immer. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir alles hinkriegen. Alles wird gut. Alles ist gut. Es gibt auch, wenn man auch ehrlich ist, einfach viele beschissene Zeiten. Aber ich sag halt immer, es bringt nichts, mit der negativen Energie weiter reinzugehen, weil das wird dadurch nicht besser, sondern ich versuche alles irgendwie positiv zu sehen. Und dann halt eine gewisse Spontaneität, die da noch mit reinkommt. Die halt, ja, das glaube ich, das auch viel ausmacht.
TomWarum ich das jetzt ein bisschen. Oder Offenheit, glaube ich, auch. Offenheit, ja, und also Freundlichkeit, ne? Also du kommst rein und du strahlst halt und auch an dem Abend, hier war volle Hütte, die Leute standen in Zweierschlange draußen wollten rein. Und du hast halt trotzdem die. Du hast ein bisschen diesen, diesen, na, ich will jetzt zu jedem lieb sein, überall. Also ich muss überall mal gucken, so sehen, was um mich rumgeht, aber du hast halt diese Freundlichkeit, die du da aus dem Gesicht spielt. Also da ist, das kann man dir das Kompliment. Und wir haben uns ja damals überhaupt nicht gekannt, ich habe dich ja nur gesehen. Und da hat mir das sofort, ich wusste auch nicht, dass du der bist hier, sondern Philipp hat mich ja dann dir vorgestellt, aber es war sofort klar, du, du sprühst da ein bisschen. Ich mache das ein bisschen ausführlich, weil man muss das ja verstehen, warum die Takaria heute so ist, wie es ist und warum auch dein Blog heute so ist, wie es ist. Und da gibt es dann diesen zweiten Part, du machst die Schule zu Ende. Bank ist keine Option, Gastronomie zur damaligen Zeit wenig Option und und und. Du studierst Grafik oder Kommunikationsdesign. Was hat dich da getriggert?
Vom kreativen Kind zum Kommunikationsdesigner
FernandoBoah, ich war schon eigentlich immer sehr kreativ, hab gerne gezeichnet, gemalt.
TomGeht es dir auch so, dass du manchmal durch Straßen gelaufen bist und dann irgendwo ein geiles Graffiti gesehen hast oder so?
FernandoAlso alles. Ich glaube, ich war immer so, Fopkulturen fand ich immer ganz cool, eben Streetart, war da dann quasi dann später offen, bis dann mit vernetzt. Und mit 15 war es. Mit 15 kam das Musikvideo von Justice Row Dance. Und in dem Musikvideo lauf mir quasi so zwei Dudes rum, einer mit einem weißen, einem schwarzen Shirt. Und das passiert so eine Grafik nach der anderen. Und dann war ich so, hey, ich will das auch können. So, und dann waren wir in Mexiko und dann habe ich mir eine gecrackte Version von Lobby Illustrator geholt und hab dann angefangen, selber Designs zu machen. Und dann hatte ich mein ältester Freund aus Mexiko eine Sieddruckerei oder habt da gearbeitet damals, in einer. Und dann haben wir Shirts gedruckt. Und dann habe ich halt dann so in der Schule irgendwie damals über die sozialen Netzwerke wie Lokalisten oder so die Shirts verkauft. Und fand das halt immer cool. Und dann habe ich halt immer Designs gemacht, habe dann irgendwie mein bester Kumpel ist DJ und Veranstalter. Das heißt, ich habe dann irgendwie so eine Veranstaltungsplakate gemacht und dann war halt für mich klar, okay, es gibt zwei Richtungen. Entweder ich bin vernünftig und mache das, was mein Vater macht, also IT, hatte dann damals noch ungefähr zu der Zeit auch ein Praktikum in der Fine Dining-Küche gemacht und habe dann gemerkt, dass mein Praktikum ziemlich beschissen war im Vergleich zu den anderen, weil ich halt wirklich ranschuften musste und halt einfach wirklich Mitarbeiter war. Wo ich noch gesagt habe: so, nee, und dann waren auch so Anfragen vom Chef, hey, lass die Schule, komm zu uns. Und ich war auch nicht der vernünftigste Schüler, aber so vernünftig war ich, dass ich auf jeden Fall die Schule fertig machen wollte. Und dann habe ich gesagt, okay, Marketing und Design ist meins. Und das ist eigentlich ganz cool, das zu verbinden. Und deswegen Kommunikationsdesign, weil es einfach dadurch dann ein weiteres Spektrum gibt, in dem, was man machen kann.
TomDa hast du auch irgendwie so einen kleinen Mentor gehabt, so ein Professor, der dich mit der Schrift ein bisschen gefordert hat, der auch ein bisschen streng war, glaube ich.
FernandoJa, das ist halt immer das Schwierige. Also der Herr Peikert, God hab ihn sie kennet, wie man sie schon sagt, ich hatte Kalligrafie im ersten Semester und es war Quatsch damals. Also im ersten Sessmachen war Quatsch. Ich fand es interessant, aber ich hatte natürlich keinen Bock drauf, ich wollte am Rechner sein und irgendwie dran arbeiten. Und dann kam halt diese Liebe eher halt im Nachhinein, aber ich hatte halt so ein Fundament schon gelernt gehabt. Und dann kam aber halt eben immer dieses Street Art, dann kam halt immer in Mexiko, nennt man das Rottulov, das sind so Fine Painter. Und dann fand ich halt immer so eine gewisse Frakturschrift, so alte Schriften sehr spannend. Und hatte aber irgendwie nie Zeit oder hat mir nie irgendwie nach Tele gesucht, um das halt selber zu malen, deswegen habe ich das halt grafisch gemacht. Aber so sind aber auch, dass viele meiner Designs eben viel mit Typo zu tun haben. Ich jetzt aber, glaube ich, mich nicht so als den klassischen Typonerd-Designer sehe, sondern halt einer, der das halt irgendwie cool findet und macht, aber an so sagen, ey, die stimmt nicht perfekt, so weißt du?
TomKann man trotzdem sagen, ohne dieses Studium, ohne diese Leidenschaft für Grafik und sowas, würde die Takeria heute so nicht mehr sehen. Definitiv.
FernandoDefinitiv. Also alles, was ich quasi mache, also sei es auf die Faust, die Takeria oder. Das Logo? Alles, alles habe ich gemacht. Also auch beim Buch war das mir ganz wichtig, dass alle Illustrationen von mir kommen. Wir waren da auch in Verhandlungen damals auch mit dem Verlag, wo ich dann gesagt habe, ich müsste, weil die sind auf mich damals zugekommen, ihr müsst mir vertrauen, wir bringen halt eine andere Stilistik rein, die vom Calway-klassischen Design sozusagen weggeht. Und das hat dann gut funktioniert. Und das ist so, ich könnte, für mich hätte quasi noch Bowler gehen können und alles, aber auf der anderen Seite bin ich auch schon wieder so kreativ, dass ich aber kein Projektmanager bin. Und deswegen ist es auch gut. Und dann ist es draußen und das ist dann in der Hand, denkst du ja geil.
American Football, Teamgeist und persönliche Prägung
TomDas Buch spielt Leichenrolle. Und bevor wir jetzt in deinen Blog einsteigen, interessiert mich noch eine Sache, weil man das auch auf deinem Instagram gesehen hat. Du warst letztes Jahr, wo die, oder vorletztes Jahr, wo die NFL hier in Deutschland gastiert hat, warst du, glaube ich, auch beim ersten Spiel mit dabei.
FernandoGenau, genau. Du bist Football-Fan? Ich bin ein Football-Fan letztes Jahr, war tatsächlich das erste Jahr nach sehr, sehr vielen Jahren, wo ich kein einziges Spiel geschaut habe, oder beziehungsweise in München und den Super Bowl, weil ich mit der Takeria so Land runter war, dass ich gesagt habe, aber was, wenn jetzt der durchschnittliche deutsche Football hört, dann sieht er nur kräftige Männer durch die Gegend fliegen.
TomWas hat dir das? Du hast ja selber gespielt, das muss man. Ich habe selber gespielt.
FernandoAlso ich habe im ganz vielen Alters habe ich Baseball gespielt, weil es gab lustigerweise eine Latinomannschaft. Und eben wir als Latino dazugekommen sind und das hat gut funktioniert. Und dann irgendwann war ich halt auch einfach kräftiger. So, und dann war ich so, okay, was, welche Sportart würde mir denn eigentlich gut passen? Und dann kam halt Football. Schach stand nicht zur Debatte. Schach stand nie zur Debatte. Boxen haben meine Eltern gesagt, jetzt auf gar keinen Fall. Und dann habe ich halt gesagt, dann habe ich mit Football angefangen. Und Football war all ingesehen, so für meine, für mich einfach richtig. Das ist so, klar, ich habe ultra viel Probleme mit der Knie, mit den Schultern, so. Das ist halt schon alles so seine Namen hinterlassen, aber es macht einfach was charakterlich. Du bist ein Teamplayer, du weißt, dass du das alles nie alleine hinkriegst, sondern immer jemanden dazu brauchst. Ich habe offen so ein D-Line gespielt und man weißt halt einfach, okay, du, in der Position triffst du halt einfach Scheiße. Damit man halt als Team vorankommt und jeder andere ist gedankbar. Und du gibst das aber auch, du machst den Leuten die Möglichkeiten frei und es gibt sich wieder so. Und nach wie vor, wenn ich ehemalige Spielkollegen sehe, das sind halt alles meine Brüder. Das sind Leute, mit denen ich einfach super viel Zeit verbracht habe. Ich sehe die fast wie so eine Familie. Meine Coaches haben einen super krassen Stellenwert einfach für mich immer gehabt. Ich habe die mehr respektiert als Lehrer, so was halt natürlich nicht gut war. Aber das ist so, die haben mich dann geformt, geprägt und das war ja mega, mega schön.
TomOkay.
Wie der Foodblog „Auf die Faust“ entstanden ist
TomLiebe Zuhörerinnen, jetzt tut ihr mir, bevor wir die nächsten Part jetzt einläuten, eingefallen, ihr geht auf Instagram, TikTok und folgt alle bitte auf die Faust. Auf die Faust merkt man sich einfach. Und wer hat das schon mal, oder jeder hason schon mal gesagt: Du gehst durch den Weihnachtsmarkt, du gehst durch Oktoberfest or you gehst einfach durch the stuff, egal in LA, in Kroatien, in Athen, where you will was off the Faust. What has you said? No, Grafikdesigner, blah blah blah, the ganze Kiste, die jetzt aufgeholt haben. And then geh durch die Stadt and hole was auf die Faust und dokumentiere das.
FernandoAlso, ich hatte damals während der Uni schon ein Projekt, wo wir eine App erstellen sollten. Und dann habe ich gesagt, okay, wie wäre es mit? Der Tatsache das halt in München, weil ich war halt immer in der Gastronomie und in der ganzen Club-Szene und so unterwegs. Und es war ja immer einfach das Ding, hey, München kann gastronomisch nichts. Und ich war so Bullshit, Leute. Ihr habt halt nur keinen Plan, wo. Und dann habe ich sozusagen die App Sepp schmeckt kreiert. Sehr münchnerisch, sehr bayerisch und dann war halt immer die Idee da. Sepp schmeckt es. Sepp schmeckt, genau.
TomIst das schwer, wenn ich sage, das habe ich noch nie gehört?
FernandoNee, es war auch nichts. Das war immer nur ein Projekt sozusagen. Und dann habe ich gesagt, hey, das fand ich ganz cool. Und es war halt einer von diesen tausenden Ideen, die halt irgendwie mit dem Kopf dann einfach da geblieben sind. Und dann habe ich in der Werbeagentur gearbeitet, wo wir direkt in der Innenstadt waren und hatte dann zufällig das neue iPhone 10 und das hatte diesen Porträt-Modus. Und dann war ich unterwegs mit einem Arbeitskollegen, wir haben uns damals die Haxensammel geholt, hab dann mit dem Porträt-Modus das Foto gemacht und gesagt, hey, das sieht endgeil aus. Mach jetzt einen Foodblock. Und dann kam ich wieder und meinte so, hey Leute, ich mach einen Foodblock und dann soll ich mach. Und dann meinte ich so, ja, der nennt sich auf die Hand, weil das ist ja sozusagen der logischere Griff. Und dann kam ein Kollege und Alex Jackson. Auf die Faust sagst du im Norden, habe ich dann gelernt. Und dann kam halt ein Kollege, der Alex, und dann meinte so: Nee, nee, Fernando, sagst du doch, sag doch auf die Faust, weil es bist du. Obwohl das passt besser zu dir. Und dann habe ich gesagt, okay. Und dann habe ich angefangen. Und zu dem Zeitpunkt gab es aber halt noch keine KI, die dir halt jeden Text korrigieren kann. Und ich bin halt visuell kreativ, aber alles, was Schreiben war, war damals eine Katastrophe. Das heißt, ich musste halt auch dann lernen, auch eine ganz krasse Kritik dann auch zum Beispiel von meiner Frau zu verarbeiten, die gesagt hat, hey, du kannst nicht Texte so schreiben, so, schick mir alle Texte, ich lese drüber. Ich hatte verschiedene Freunde, die drüber gelesen haben, die mich alle supportet haben. Und weil das aber halt jetzt inzwischen fast zehn Jahre her sind, ging das halt auch in der Runde, weil ich halt auch ein gut und gutes Netzwerk hatte und dann entstanden halt dadurch halt verschiedene Möglichkeiten, Optionen und so ist quasi aus The Force entstanden so. Und dadurch halt auch eine große Liebe zu Essen, zur Gastronomie, Freundschaften zu Köchen, weil die halt alle gemerkt haben, dass ich halt, dass ich es halt super geil finde, was sie machen. Und das halt zu dem Zeitpunkt gab es das noch nicht, so in dieser Masse wie jetzt.
TomWie spontan ist dein Stil? Ich feiere den hart. Und ich höre mir sogar die Mexikaner, also die spanisch sprechenden Videos an, obwohl ich sie nicht so richtig verstehe. Ich kann nur Küchenspanisch. Mit den Subtitles drinnen. Ja, genau. Ich kann Küchenspanisch, da bin ich gut drin. Das sind aber alles Worte, die wir hier nicht sagen sollen. Auf jeden Fall nicht. Dürfte und sollte. Aber da bin ich richtig gut drin. Also mit sogar mit Achse.
TIKTOK FernandoAnd when you just mit einem Fahrrad ultra schnell an mir vorbei, wenn ich tot klingelt, wer dir bitte wieder bewusst, dass die Sonne shine, dass wir alle wieder gut gelaunt sein können.
TomMachst du dir richtig einen Plan oder ist das schon spontan oder baust du 20 Anläufe?
FernandoInzwischen,
Fernandos Content-Stil und seine Haltung zur Gastronomie
Fernandoglaube ich, so ein Stil, den ich mir so entwickelt habe, wo ich halt auch einfach sozusagen so eine Struktur habe. Und ganz oft sind das so spontane Geschichten, wo ich halt sage, hey, für mich war es immer wichtig, Teil der Gastronomie zu sein und nicht von der Gastronomie zu leben. Sprich, ich habe, wenn ich Kooperation gemacht habe, die super gering sind, sind die halt immer innerhalb der Industrie. Genau, also ich wollte sozusagen immer so Teil der Gastronomie sein und nicht von der Gastronomie leben. Das heißt so, hey, ich zahle einfach da, wo ich hingehe. Und so war halt immer mein Mindset, so einfach den Leuten zu helfen, zu supporten, denen eine Plattform zu geben, weil ohne die würde es ja die Plattform wiederum nicht geben.
TomOkay.
FernandoUnd so sind aber auch super viele Freundschaften entstanden. So haben halt, glaube ich, auch Leute gemerkt, okay, ich bin mit Taug das, was die machen. Aber keine Ahnung, für mich war das damals zum Beispiel, wenn jetzt ein Philipp Pfisteter sagt, so, hey, mega, was da passiert, oder halt der Philipp Vogel, der halt lustig, dass sie alle Philipp hat, halt mir damals die Möglichkeit gegeben hat, bei sich ein Pop-up zu machen und dann sitzt halt dann was die komplette Küchencrew und hört mir zu, und ich bin kein Gastronom und auch kein Koch, aber das funktioniert so. Und das funktioniert in meine Augen, weil man halt ein gewisses, mit einem gewissen Mindset da reingeht und lebt. Und das halt den Leuten mitgeben kann, zu sagen, hey, habt da keine Angst, dass ich euch irgendwie ausnehme. Und dann war halt, okay, es gibt die spontanen Videos, wo ich sage, hey, also auch von euch wichtig, so gibt Trinkelt. So, weil Trinkelt ist wichtig. Vor allem halt für Influencer oder wer auch immer, so wenn du eingeladen bist, dann gibst du halt trotzdem ein sehr gutes Trinkgeld. Oder halt, wo ich dann gesagt habe, okay, es gibt halt jetzt schon so viele Content Creator, die viel fleißiger in der Hinsicht sind, weil die gerade mehr Zeit haben. Das heißt, ich bin gerade einfach mit der Tagerier, wir müssen bald umziehen, wo landunter, dass ich gar nicht hinterherkomme, das Zeug zu machen. Oder halt auch sage, hey, ich kann einfach nicht mehr so wie früher produzieren, weil ich halt ein Kind daheim habe. Ich will halt Zeit mit denen verbringen, wenn ich nicht hier bin. Weil natürlich ein Workload von einer Selbstständigkeit zu Angestelltendasein sich zu 3000% gewandelt hat. Aber dann habe ich halt gesagt, okay, dann will ich mir halt eine Stilistik für mich raussuchen, die dir den Vibe rübergeht, wo du sagst, hey, wo kommst du hin? Wie ist es? Wie ist da meine Stimmlage? Und die Leute halt einfach dann ein Vibe geben, weil für mich war immer wichtig, ich bewerte kein Essen und gebe denen halt irgendwie eins von fünf Fäusten. Das hat am Anfang stattgefunden. Aber dann war ich, okay, wer bin ich, Essen zu bewerten? Vielleicht habe ich auch gar keinen Plan von dem Essen und gebe dazu was ab. Aber alles, was ich poste, ist sozusagen positiv und fand es geil. So, ich könnte natürlich viel mehr posten, weil ich halt auf den Läden gehe, die nicht geil waren. Aber das bin halt nicht ich, weil ich halt eben den Leuten halt den Push geben will, wenn ich da war.
TomFür die, die jetzt noch nicht reingeschaut haben und die noch nicht gefolgt haben, du beschreibst die Situation mit sehr schönen Worten. Auch so Sachen, so emotionale Worte, wie es knistert, man hat den Geruch, merkt ihr, seht ihr diese Semmel. Also mit eines der geilsten Videos ist das, ich glaube, in Giesing, diese Bockwurstpude da. Ach, nee, nee, nee, ich weiß schon welche. Das ist unten am Isator. Also so ein Falschschlag an der Tankstelle. Also wie kann man ein geiles Food-Video über eine Bockwurst machen mit Sauerkraut? Und diesen Stil, den du hast, der ist ja so, du guckst da nicht in die Kamera, sondern du guckst so ein bisschen weg immer so, als wenn du so mit dem Kopf dann auch so wackelst. Also es ist ein Stil, den kann man nicht kopieren. Den gibt es glaube ich auch so. Zweites Mal gibt es den nicht. Und wie immer bei Content, wenn du die Sache durchziehst, was du ja tust, dann stellt sich irgendwann, wenn Leute das gut finden, auch der Erfolg ein. Und dazu kann man dir nur kadulieren.
FernandoDanke. Das ist einfach, finde ich, wichtig, dass man sich so ein bisschen abhebt. Jeder muss halt seine Stilistik haben. Und für mich war es halt eher so, hey, was macht denn ein Abend geil? Und es ist halt eben dieses Gefühl, irgendwo zu sein. Dieses Gefühl oder halt einfach dieses Beobachten. Deswegen liebe ich es zum Beispiel auch, wenn die Leute sich zu uns an die Theke hocken und dann halt einfach kleine Details mitbekommen, die halt eben etwas besonders machen. Und das soll es ja sein. Wir sind in der in einer Ära, wo glaube ich, jetzt sozusagen meine Generation, ich will nicht sagen, dass du älter bist, aber so meine Generation jetzt.
TomIm Kopf fühle ich mich manchmal noch wie 16.
FernandoIch weiß, dass ich mir zum Beispiel niemals ein Haus leisten werde. Aber ich weiß, dass ich sozusagen, wenn ich jetzt mit Freunden oder meiner Familie unterwegs bin, dass wir in dieser Treat-Yourself-Era sind und dann einfach gerne essen gehen und was Gutes gönnen und diese Momente einfach extrem genießen und das will ich halt da rüberkriegen.
TomMerkt man das im Moment auch ein bisschen, dass momentan die Leute vielleicht, weil die ganzen Kosten Flüge beziehen, dass sie sagen, okay, dann gebe ich lieber mal hier einen Euro mehr aus?
FernandoJa, ja, so. Und das ist, glaube ich, auch ein Thema ganz oft gewesen in der Tacerie, dass sie gesagt haben, hey, ich meine klar, wir sind hochpreisig, so das kosten drei Tage 15 Euro so. Und dann merken die aber, okay, der erste Gefühl ist dann das, und dann merken, dann probieren die das und sagen ja, okay, das ist wirklich eine ganz andere Qualität, die ich einfach nicht gewohnt bin. Die Tortilla schmeckt anders, das ist bei uns jedes Produkt handgemacht oder hausgemacht und das schmeckst du einfach erst, wenn du das Produkt probiert
Der Traum von der eigenen Taquería
Fernandohast.
TomOh no, no moment. Jetzt kommen wir ja zu dem Punkt, warum ich hier hängen geblieben bin, also unabhängig von deiner Person und alles, aber ich glaube, es ist ganz wichtig jetzt gewesen, dass wir das mal aufgeträufelt haben, wie wir jetzt an den Punkt gekommen sind. Du hast den Blog, du hast das grafische Design, du hast den mexikanischen Hintergrund, du liebst Essen, du liebst Food, alles kapiert. Jetzt erfüllst du deinen Lebenstrahm, wenn ich das so sagen darf. Oder einen deiner Lebensträume, wo du öffnest in bester Lage in München, für alle Münchner, der Gasteig, da sitzen wir gerade drin. Du darfst dich auch noch ein bisschen glücklich schätzen, denn deine Vorbereitung funktioniert in einer kompletten MKN-Küche. Ich konnte das gar nicht glauben. Ich habe diese Küche vor acht, neun Jahren ist die eingerichtet worden. Ich kenne sie in und auswendig. Ich bin dann mit Kessel und allem. Kochst du voll auf diesen MKN-Geräten? Und als Philipp zu mir gesagt, wir gehen dahin, ich sage, ja, wo soll denn das sein? Mir war das nicht klar. Fernando, this is now your time to shine. Mach den Leuten mal, was ist die Takeria, was würde ich hier essen wollen?
Taquería con Salsa: Mexiko mitten in München
FernandoSo, du kommst in die Takeria und bist quasi in Mexiko. Wir haben immer noch diese Foodcourt-Variante, dass du sagst, du kommst zu uns vor, stellst dich sozusagen an und bist sozusagen während dem Anstellen, das war auch ein Gedanke, den ich immer hatte, stehst du immer an der Insel und siehst, was passiert. Insel heißt, wir haben die Küche, also wir haben die Küche, wir haben die Küche. Genau, wir haben eine Küche, die im Raum. Wir haben eine offen, also wirklich 360 Grad offene Küche. Wenn du dich anstellst, dann stehst du sozusagen die ganze Zeit vor dieser Küche und siehst, was passiert.
TomAnstellen heißt an der Kasse, wo du mal, wo deine Mama steht.
FernandoMit Charme.
TomAber auch mit klarer Ansage.
FernandoJa, voll. So, das ist meine Mama ist Herz und Seele am Ende des Ladens, weil ich schaffe nicht, jeden Abend hier zu sein. So, das ist, meine Mama ist dafür jeden Abend hier. Und meine Mama hat jetzt halt nicht nur zwei Kinder inzwischen, sondern halt eben 30 Kinder, weil das halt einfach alles Leute sind, die halt, keine Ahnung, wir haben zu 70, 80 Prozent Latinos da, davon sind wieder 70, 80 Prozent Mexikaner, die halt auch eben Fragen stellen, was also einfach Probleme beim Visum oder so. Und wir halt natürlich denen überall versuchen zu helfen. Und dann ist meine Mama in der Kasse und empfängt sich mit einem großen Lächeln. Ist auch einfach ehrlich bei den Bestellungen, wo die sagt, hey, bestell nicht zu viel oder sonstiges, lieber stell dich nochmal an und bestell nochmal nach. Und dann sagt sie zu dir, hey, in meinen Augen bestell beim Ehrlei erstmal den Campeciano. Es ist ein Dreierlei. Ich mach nochmal ein Taco, genau.
TomEs ist laut, es ist Musik, es ist, ich will nicht sagen. Kontrolliertes Kauf. Es ist nicht mal spartanisch, es ist einfach schön, es ist bunt. Fallfood, genau. Es ist bunt. Und jetzt bestellen wir.
FernandoGenau, und dann bestellst du und dann stehst du an der Kasse. Das heißt, ihr seid jetzt, sagen wir, zwei Personen. Pro Person sage ich immer eine Portion Taco und eine Portion entweder Quesadillas oder nochmal Taco. Das heißt, du gehst auf den Campeciano, Campechano kommt dann ein Plastikteller wie in Mexiko mit einem Schweinshalksen Taco. Das ist quasi unsere Fusionstaco, sage ich jetzt mal. Dann kommt ein Taco de Suadero mit Bohnen obendrauf. Und Suarero ist Rinderbrisket. Und wir lassen aber beim Brisket sozusagen das ganze Fette. Das wird über Stunden gegart, dann wird das nochmal konfiert und dann ist das so butterweich und gleichzeitig saftig. Und dann kommt ein Taco de Lengua. Und ein Taco de Lengua ist Rinderzunge. So für viele kommt die Angst und dann probieren die das und sagen, was ist ein nice Stück Fleisch. Dann bestellst du noch eine Gesavira, sage ich jetzt mal. Das ist sozusagen ein Topf bei mir aus Jalisco mit Rinderhals, wir haben Rinderrippe und Backe, das heißt. Genau, das schmoren wir über 14 Stunden. Das bekommst du ja noch mit einem kleinen Konsumeshot. Und oben drüber ist dann noch so eine Käsekruste. Und dann stellst du zum Scheren noch die Babasuedas, das ist so unser Everybody-Starling. Das sind gesmashte Ofenkartoffeln, die wir mit einer eigenverfundenen Marinade sozusagen noch marinieren. Dann kommt Crema, das ist nachfermentierte Creme Frache. Hat nochmal so eine weuerliche Note, salzig, geprikelte Radieschen oben. Und so fängst du an. Und dann sagst du, okay, vielleicht bin ich satt. Oder ich gehe nochmal auf Tacos. So, dann kannst du halt, das ist ganz geil, weil dann weißt du, okay, wenn du jetzt den Campuciano hattest, hattest du schon drei verschiedene. Dann kannst du sagen, hey, ich will jetzt nur auf den Brisket gehen. Oder was wir haben, ist ein Barrio. Das ist Brisket mit hausgemachter Chorizo. Choriso ist quasi, könnt ihr euch vorstellen, wie so eine Wurst. Scharf. Bisschen scharf, sehr würzig, sehr viel Umami, obendrauf. Oder ihr geht dann zum Kuchen. Und dann geht es zum Treffleches. Trefleches oder zum Beispiel. Der Trefleches ist mein Geburtstagskuchen, den meine Frau mir schon seit zig Jahren einfach jedes Jahr zum Geburtstag macht. Es ist ein fluffiger Biscuit-Teig, der dann in Kondensmilch eingelegt wird mit der Schlagzeile oben drauf und danach rausgemachter Dulce Lecce. Also wirklich ein Traum. Oder Beide Limon, der ist quasi ein sehr frischer Kuchen, so ein Schichtkuchen. Das ist der Kuchen, den quasi meine Mama schon mein Leben lang für uns gemacht hat.
TomDas heißt, ihr habt losgelegt, so ein authentisches Restaurant, also es gibt bestimmt der eine oder andere mexikanisches Restaurant und es gibt ja auch das Problem Text-Mex, das wollen wir jetzt gar nicht aufmachen hier, dieses ganze Kettenthema. Du machst ja auf, aber du hast vielleicht ein Gefühl, du hast ein Gespür, du hast auch ein Wissen. Trotzdem passiert am ersten, zweiten Abend absoluter Kontrollverlust, bis dahin, dass der sogar aus Food ausgeht.
FernandoGenau, also das ist, du kannst halt nie damit rechnen, mit wie vielen Leuten werden kommen. So klar habe ich eine Zukraft mit dem Blog und ich habe dann eine super loyale Community, die auch bei den Pop-Ups das möglich gemacht hat. Also die Pop-Ups haben sie ein Jahr vorher gemacht und haben dann gemerkt, okay, vielleicht ist es mit der Agenturwelt nichts mehr, vielleicht mache ich wirklich das Raw auf. Und dann machst du auf, aber hast halt davor noch nie eine Gasse gemacht. Das heißt, wir hatten vier Pre-Shiften mit Friends and Family, aber das halt natürlich super gesittet, jeder kommt rein, wird hingesetzt. Und beim ersten Tag machen wir auf und alle stürmen rein und suchen sich Platz. Und das passiert alles so Handyring und denkst dir so, okay, fuck. So was mach ich so. Und das sind so die Teils, die du halt weißt, wenn du deinen dritten Laden oder deinen zweiten Laden aufhast, aber im ersten Laden stehst du da und denkst dir so, what the fuck? So?
TomJetzt
Carnitas Bávaras: Schweinshaxe im Taco
Tomkommt dieses mexikanische Blut, die Gerichte, die dich auch ein bisschen erinnern an die Vergangenheit. Und trotzdem liebst du natürlich auch die bayerische Küche ein bisschen, unterstelle ich mal. Und da gibt es ja ein Produkt, das ist die Haxe. Genau. So, das musste ich zweimal essen. Ich korrigiere, nicht musste, ich wollte. Die ist ja dann vorne auch im, ich sag mal, wenn wir jetzt im Hofbroja ist im Haxenwärmer drin. Genau, genau. Wie produziert ihr die? Was macht ihr damit?
FernandoDie Haxe hat quasi den Background-Story und eigentlich ist das das größte Familienrezept, was wir haben. Denn als wir hergezogen sind, gab es halt natürlich kein großes Internet. Es gab nicht überall irgendwelche Stores oder sonstiges. Sie haben irgendwie Dort Dias aus Mexiko mitgebracht, haben die eingefroren und haben halt immer Momente gesucht, wo wir die halt auftauen konnten. Und haben dann irgendwann bei den Brathähnchenwagen die Schweinsachse gefunden. Und haben gemerkt, boah, die hat ja was von Carnitas und die hat auch einen Chicharron, also quasi die Krustet und rundherum. Und haben dann einfach die gekauft und sind nach Hause gekommen, haben Tortillas aufgetaut, eine Salze gemacht und haben einen Taco draus gemacht. Und als wir dann die Idee mit der Takeria sozusagen am Bar werden war, war ich so, okay, das wird der erste Taco, der eigentlich auf die Karte kommt. Und lustigerweise haben wir unser Chef kocht, der gerade hier hinten produziert hat, hat jahrelang auch in der bayerischen Küche gearbeitet und er meinte, Haxe ist mein Spezialgebiet. Let's go. Kann ich. Der kann das, oder? Der ballert die raus, die sind perfekt knuffelig, das sitzt. Und ja, die wird dann quasi serviert mit Pico de Gallo. Das ist, im Deutschen würdest du jetzt sagen, ein Salat aus kleingewürfelten Tomaten, Zwiebeln, Koriander und Filimette. Dann hast du halt eben diese Fette, also diese Fettigkeit vom Fleisch, den Crunch eben von der Schwarze. Und die Tortilla, die das Ganze bestens umfängt. Und das war eigentlich schon ein super geiler Tagesordnung.
TomWeißt du, wie viele hunderte Liter ich Pico de Gallo machen musste? Und am meisten feiere ich, das hat ja Philipp Vogel aus deinem Kochbuch nachgekocht, Pico de Gallo. Ich liebe jetzt noch, wie er es ausgesprochen hat. Pico de Gallo.
PhilippUnd wir machen heute Pico del Gallo.
TomPico de Gallo. Liebe Grüße. Das spiele ich jetzt ein. Pico de Gallo. Thema Tortilla, Thema Tacos. Ich habe mich immer gefragt, warum bekomme ich hier in Deutschland nicht die Tacos, die ich von Kalifornien oder von Amerika gewohnt bin? Warum schmecken die anders? Ich habe in Dealer einen Unterschleife gefunden, der macht die auch sehr, sehr gut. Bin dann bei dir ein bisschen tiefer eingestiegen und hab dann lernen dürfen, das ist ja ein besonderes Verfahren, dass Tacos hergestellt werden. Tortillas. Tortillas, Entschuldigung, Tortillas hergestellt werden. Erklär mal bitte.
FernandoAlso
Nixtamalisation, Tortillas und echter Maisgeschmack
Fernandoder Prozess, der sozusagen das Ganze ausmacht, das ist so eine echte Tortilla auch wirklich nach Mai schmeckt. Das nennt sich Nixtermalisieren. Beim Nixtermalisieren wird einfach eine gewisse Menge an Kalk in das kochende Wasser hinzugefügt zu den eben getrockneten Maiskörnern. Was dabei entsteht, ist sozusagen, dass sich die Körner von der inneren Masse sozusagen lösen, das heißt verträglicher werden, und die Nährstoffe einfach besser rauskommen. Und daraus, wenn du das quasi absiebst und dann im besten Fall durch einfach eine ordentliche Mühle in Mexiko ist, es dann einfach auf Vulkangestein, machst du die Masse, also quasi den Teig, genau. Und diesen Teig ist dann dadurch, fügst du ja noch Wasser hinzu, einfach die Feuchtigkeit drin und dann hast du halt einfach diesen Teig, der durch diesen Prozess sich einfach zum Beispiel unterscheidet zum klassischen Maismehl. Also daraus kannst du keine Polente machen in der Hinsicht. Und wenn du dann die Tortillas herstellst, dann wird das auch so sein, wenn du sie hinbekommen hast, der Teig, wie er sein sollte, dass sie sich halt aufblasen werden, weil dadurch, dass er eben die Flüssigkeit drin ist, entsteht halt eben Dampf und dadurch separiert sich das. Das heißt, eine gute Tortilla hat Schichten. Genauso wie eine obere und eine Unterschicht. Also quasi den Bauch der Tortilla und der Rückseite und das erkennst du eben an der Schicht. Und viele, die halt zu uns kommen, zum ersten Mal einen Taco essen, werden dann merken, okay, was ist eigentlich dieser Maisgeschmack? Den ja der typische Deutsche nicht kennt. Genau, den kennt man ja nicht.
Tomnicht, weil der Deutsche verbindet ja, auch wenn du von Käsevier, von Tacos und auch von sprichst, sind das Weizen-Tortillas in der Regel.
FernandoEntweder Weizen-Tortillas oder halt eben diese Crunch-Raps-Geschichten. Was nicht typisch Mexikanisch ist. Es gibt keine Hardshell-Tacos in Mexiko und es gibt auch keine Softshell, weil eigentlich Softshell ist einfach ein Tortilla. Und genau, du kriegst halt eben Weizen-Tortillas, gibt es in Mexiko auch, aber im Norden, die schmeckt nochmal anders. Da ist dann einfach zum Beispiel dann Schmalz drin, da ist nochmal Fett, also das ist nochmal ein neues Gameplay. Das dauert zu lange, wenn wir da ausschleifen. So, und dann kommen die hier zum ersten Mal und merken das und halt einen guten Taco macht am Ende des Tages halt die Tortilla aus und eine gute Salze.
TomDie könnt ihr aber nicht selber produzieren, aber ihr habt jemanden gefunden, der.
FernandoDie haben eine Produktionsstätte, genau, die es extra für uns macht.
TomDie das für euch macht.
FernandoGenau, genau.
TomOkay. Das zweite, und jetzt kann auch der durchschnittliche Deutsche, der eine Bratwurst und Stegsich auf den Grill haut, zu hören, das ist das Thema Salza. Salza, richtig. Da könntest du auch ein Buch drüber schreiben. Genau. Miasalza, Miamor. Ne, wie heißt das Buch dann? Salza, Miamor. Vielleicht, ja, ja. Auch hier können wir es jetzt aufgrund der Zeit nur an der Oberfläche behandeln. Aber was macht für dich eine gute Salze aus?
FernandoEine
Salsas, Tres Leches, Mexico mi Amor und die Zukunft der Taquería
Fernandogute Salze macht für mich eine Frische aus. Du kommst rein und du hast halt durch wenige Elemente einfach so eine gewisse Frisch, die du rausbringst, die du halt einfach zu jedem Gericht dazustellen kannst, sozusagen jedes Gericht in die Tiefe zu ziehen. Ob die dann wie scharf die ist oder in welche Richtung die geht, das ist ja nochmal hingestellt. Aber in Mexiko frühstücken wir Salsas, wir essen das zu Mittag, zu Abend, also eigentlich zu allen Produkten. Und wenn du, glaube ich, und da habe ich ein Kapitel, also das Buch beginnt mit Salzas. Wenn du einmal verstanden hast, wie Salzas funktionieren, dann kannst du dich da komplett fein auftoben. Und eben für, jetzt sagen wir mal, den Zuhörern, wenn du das einfach mal verstanden hast, dann grillst du und hast eine Salsa, die du einfach schnell machst und das gibt dir einfach so viel mehr.
TomIch will dir sagen, wie mein Workflow auf den heutigen Tag für dich war. Gestern Abend, ja. Ich habe ein bisschen was von dir, natürlich habe ich mich jetzt ein bisschen informiert über dich und habe ein paar Informationen gesammelt und habe das dann alles hochgeladen auf Nook LMN, dann auch die Zuhörenden mal zuhören und habe mir daraus schon mal so einen kleinen Podcast selber erstellt, was würde ich gerne mit dir bereden wollen. Und während ich mir das gestern Abend herangezogen habe, das sind 20 Minuten, das schicke ich dir heute Abend nochmal zu, das kannst du dir aber anhören und das ist wirklich geil geworden, weil alles, so was wir jetzt in den letzten Minuten besprochen haben, da zusammengefasst ist, habe ich mir eine Mangosalza gemacht. Weil ich das einfach so, wie du das erklärt hast, wie du das erzählt hast und alles so. Und wie du das, wie ich so, was ich von dir gelesen habe, im Buch gesehen habe. Ich wollte halt, ich liebe die Früchte, deshalb, schön, was du da gesagt hast, diese schöne Mangosalza gemacht. Und das ist auch das, was wir einfach mal weitergeben wollen. Es muss nicht immer diese fertige, die fertige Pampa hat ja nichts mit Salza zu tun, oder? Genau, genau. Sondern es hat was mit Frische zu tun, eine schöne Zwiebe, eine schöne, wer kein Koriander macht, kann ja auch mal mit Pedersi oder was anderes arbeiten.
FernandoDu bist eigentlich freigestellt, da muss man einmal verstanden haben, wie du diese Textur bekommst.
TomUnd diesen Spritzer-Limette noch oben drauf, dass du die Säure drin hast. Und da bist du schon sehr, sehr weit. Und das passt auch wunderbar zu einem gequälten Nackensteg. Toll, vor allem. Gemüse, das ist Rührei. Ich muss nochmal auf deinen Geburtstagskuchen gehen. Der ist wie oft eingelegt in.
Tres Leches, Horchata und süße Kindheitserinnerungen
FernandoAlso da sind drei verschiedene Milchsorten eingelegt in Kondensmilch, gesüßte Kondensmilch und Schlagseil sozusagen. Oder nee, in den beiden eingelegt und dann kommt halt Schlagseil rum. Das ist was für die ganz schmale Brust, ne? Aber der ist wohl Foulfood. Also wir haben Gäste, die kommen jede Woche. Jede Woche. Zum Teil einfach holen sich einfach einen Kuchen ab und gehen wieder.
TomGeil, geil, geil.
FernandoMega lecker.
TomKann ich nur empfehlen. So, und dann saß ich hier und dann habe ich natürlich gedacht, wir haben eine schöne Limonade oder was. Und dann hast du gesagt, nein, hast über die Tee rübergerufen zur Mama. Und was hast du gerufen, was durfte ich dann trinken? Und hol die Leute mal ab, was das ist.
FernandoDie Agua de Orchata, eins fährt.
TomAgua de horchata ist es.
FernandoSag's nochmal langsam, ich glaube Agua de Orchata. Okay. Also T heißt bei uns ein Agua Hata ist eine hausgemachte Reismilchlimonade und gesüßter Kondensmilch. So ein bisschen wie so ein flüssiger Milchreis. Aber das ist so geil.
TomDas ist so geil. Der Reis wird dann auch ein bisschen püriert.
FernandoUnd dann wird das püriert, dann siebst du das raus, dann kommt die gesüßte Kondensmilch dazu und fertig.
TomUnd das kommt dann, wird Eiswürfel serviert?
FernandoGenau, aber sieht aus wie so eine Milch. Wie eine Milch. Oben Zimt. Und oben drauf kommt noch dieser Zimtkick. Und dann kannst du richtig scharf auf erfüllen. Und dann holt sich das wieder runter und so und das ist dann so ein Gegenspiel. Das ist Gegenspiel.
TomJa, genauso kam es aber. Wir hatten da die, was hatten wir? Ach, die Salz da, die scharfe Salzburg. Und dann das dazu. Junge. Und dann habe ich, dann war ich echt voll. Ging gar nichts mehr. Und Philipp ist aber nochmal aufgestellt und hat dann nochmal den Kuchen bestellt. Ich war so wieder, kennst du den Teufel mit den dicken Bäuschleinen an dem Abend? Es war aber so geil. Es war wirklich so cool. Mega freut mich. Genau. Jetzt haben wir ein paar Mal angesprochen. Jetzt müssen wir natürlich noch über dein Buch reden. Das ist ja parallel gelaufen zur Eröffnung.
Mexico mi Amor: Kochbuch, Familie, Fotografie und Liebeserklärung an Mexiko
TomHat dich natürlich wahrscheinlich auch ein bisschen gestresst. Komplett. Ist aber eine Liebes-Kochbuch, ist aber kein klassisches Kochbuch, sondern es ist auch eine Hommage an Familie an Mexiko und eine kleine Liebeserklärung. Und da finden wir alles das drin, was du schon mal gegessen hast, was du schon gekocht hast. Die Frage, die sich mir stellt, wenn du dieses Buch eins zu eins nochmal schreiben würdest nach der Öffnung der Takaria, würden andere Gerichte reinkommen, würden Dinge sich ändern?
FernandoAlso wir hatten sogar mehr Gerichte und haben welche draufgeworfen. Für mich war das dann, glaube ich, sehr schnell sehr wichtig zu sagen, ich verewige mich und meine Familie rein. Also, da ist gerade meine Frau gewesen zum Beispiel auch. Genau, das wollte ich gerade sagen: Die Bilder, die drin sind, das sind die Leute kennst du. Genau, die Leute kenne ich, oder bin halt immer Gast bei denen. Oder war halt auch einfach spontane Fotografie, weil sich das einfach ergeben hat. So, Mexiko ist einfach für street photography der größte Cheat Code, weil die Leute sind halt sehr stolz in dem, was sie machen. Und kommen halt einfach auf sich zu. Also, du kannst auf sie zukommen, und das ist geben dir dann alles bereit und erzählen dir und sind einfach stolz in dem, was wir machen, und sind dann noch stolzer, wenn jemand dann quasi dann irgendwie da was drumherum finden will. Ich könnte immer noch was ändern. Immer noch, ja. Immer, immer.
TomWo kann man das Buch beziehen?
FernandoWo kann man es machen? Also im besten Fall holt ihr es bei uns. Das heißt, ihr hättet einen schönen Abend bei uns. Dann gibt es, keine Ahnung, in München, die Literatur Mod hat es, aber wir sind halt auch bei den Big Playern. Also wir sind in Hugendoubel, wir sind auf Thalia, Amazon.
TomBist du zufrieden mit den Verkaufszahlen?
FernandoIch glaube schon, ja. Ich meine, das ist mein erstes Buch so und ich fühlt sich immer noch ab Wurden an und irgendwie vergesse ich es immer wieder, dann kommt es wieder, dass es irgendwie einfach ein Buch gibt, in dem mein Gesicht einfach da was präsentiert.
TomOkay,
Zukunft der Taquería, neue Location, Al Pastor, Mexiko-Reisetipps und Schnellrunde
Tomdie Wahrheit ist aber auch die, die Takaria war ursprünglich auch so eine leichte Pop-up-Geschichte. Das heißt, wir wussten oder du wusstest, dass das endlich ist hier drinnen im Gastag, weil der umgebaut wird. Das heißt, Ende September ist hier Schluss. Du bist momentan aktuell in Gesprächen und auf der Suche nach neuen. Deshalb auch trotzdem nochmal der Aufruf, wer noch eine gute Location hat, zu bezahlbaren Conditionen. Let him know. Also, absolut. We have unsere Führer ausgespürt.
FernandoDas ist das Schöne.
TomWe wollen that weitergeht, genau.
FernandoUnd das ist halt aber irgendwie super schön, weil man auch gerade sieht, und vielleicht ist es aber auch die Vorarbeit oder was auch immer, dass halt auch einfach innerhalb der Gastro so ein krasser Support gerade da ist, dass sie halt irgendwie auch von vielen Leuten, also auch du direkt so, hey, ich hast mir direkt am nächsten Tag geschrieben, so ich schreibe allen Leuten, die ich kenne. Wir sind von vielen Leuten so ein gewisses Herzensprojekt geworden, weil die, glaube ich, merken, wie viel wir hier reinstecken. Und das ist super schön, halt irgendwie wahrzunehmen.
TomEs gibt aber noch einen Traum, wenn ich das richtig gefasst habe. Diese neue Location wäre noch geil, wenn man dann einen Pastor, ist das richtig Alpastor hatte, also einen Fleischspieß, wo man unterschneidet. Genau, sozusagen in. Nicht wie ein Döner, aber Luggi-Luggi wie.
FernandoNaja, es ist ja prinzipiell schon so, dass wir sozusagen, ich glaube, es ist also der 50er, kam eine große Einwanderungswelle von syrischen Einwanderern nach Mexiko und haben Shawarma nach Mexiko gebracht. Somit auch der Spieß. Das heißt, es gibt zum Beispiel auch in Städten wie Puebla, wo die halt sehr vertreten waren, den Taco Arabe. Also einen arabischen Taco, der halt sich sehr an einem Shawarma ähnelt. Die Tortilla ist halt auch eben einfach eher einem Lavasch gerichtet. Und dann hat der Mexikaner das einfach einmal umgemünzt und hat Alpastol draus gemacht mit Schweinefleisch, mit lokalen Zutaten, wie Achote und Al Pastol angebracht. Somit hat das natürlich wirklich was mit Shawarma und Döner halt sozusagen oder mit dem Kebab-Spiel zu tun. Und ich tease das jetzt quasi mal. Aber ich war ja vergangene Woche in Berlin bei unseren Freunden von Takeriel Osso, die im Norden einfach das Taco-Game komplett regulieren und einfach uns viele Jahre voraus sind. Und habe bei denen einfach mal ein bisschen zuschauen dürfen, wie sie den Apostolspieß machen, weil ich den auch hier noch gerne noch anbringen möchte.
TomAuch jetzt hier in den Wochen noch.
FernandoJa.
TomEcht?
FernandoWir müssen jetzt mitnehmen, was geht. Wir können jetzt hier einfach noch alle Fehler machen und jetzt halt lernen, weil wir sind jetzt schon hier angesetzt. Und wenn wir merken, es funktioniert, dann bringen wir das halt weiter, wenn ich dann nicht. So, aber es sind halt auch einfach, ich glaube, München wird es geschafft. Ich bin die ganze Zeit so ein Tausendsasser, der die ganze Zeit schaut, was geht noch und so. Also es läuft gut, die Leute kommen, die sind happy, wir haben jetzt gerade den kompletten Traum für uns, weil die unsere Nachbarn von Fairfax sind jetzt schon umgezogen, die haben jetzt schon eine neue Location. Und wir sagen, wenn wir jetzt eine zweite Insel gegenüber haben, wieso nicht nutzen, wieso nicht damit was aufzuprobieren? Und somit haben wir uns jetzt vorgenommen, noch einen Alpastor hier zu machen.
TomMexiko Miamor. So heißt dein Buch, so ist auch dein Leben. Wir nehmen jetzt kurz vor der Fußball-WM auf, du hast gerade gesagt, hast auf die Tage gepostet, du hast eine richtig geile Jacke im Mexiko-Stil und das ist eine Koop mit Adidas?
FernandoAdidas vom BSTN, genau.
TomOkay, sehr, sehr, sehr, sehr geile Jacke. Auch das bitte mal auschecken. Lass uns aber mal noch so kurz vorm Abschluss über deine Heimat reden. Kann man empfehlen, mal nach Mexiko zu bringen?
FernandoUnbedingt, unbedingt. Das muss man sehen. Mach mal einen kleinen. Du landest in Mexico City und verbringst da ein paar Tage. Verlierst diese gesamte Angst, die du hast, weil das heißt Cartelle und größte Stadt der Welt, sondern es ist wirklich so die offenste Stadt, die dich einfach mit offenen Armen empfangen wird, wo du einfach Teil der Gesellschaft bist, wo du einfach nachts in die Takeras einlaufen kannst und eigentlich wird dir nichts passieren. Also wir haben vor fünf Jahren in Mexiko geheiratet und es sind 50 Leute aus Deutschland angereist und alle nach Hause gekommen, abgesehen von ein paar Saufnasen, die dann irgendwie Handy im Taxi haben liegen lassen oder Geldbeutel im Aufgabegepäck mit eingepackt haben, ist niemandem was passiert. Und das ist halt schön, dass sie halt alle sich dann auch getraut haben, frei rumzulaufen, in die Märkte zu gehen und gleichzeitig eben durch Neugierde, Freundschaften bei Leuten zu schließen, die sagen, hey, ihr seid nicht von hier, aber wie schön ist es bitte, dass ihr gerade was erlebt. Das heißt, du landest in Mexico City und wirst dann wahrscheinlich in Roma oder in Condesa oder wahrscheinlich in diesen zwei Vierteln unterkommen. Das sind natürlich alles riesige Bubbles, die halt natürlich nochmal schöner sind, aber diese Bubbles fügen sich alleine. In Mexico City leben roundabout, weiß man nicht genau, aber um die 15 Millionen Menschen. Das kannst du gar nicht erklären. Du landest, also du kommst in Mexiko mit dem Flieger an und du siehst einfach house, house, house, house, house. Und es braucht ewig, bis du sozusagen in die Innenstadt kommst. Und dann bewegst du dich da rum und merkst eigentlich diesen Wald so. Das ist auch diese Metropole zwischen Hochhäusern, Kolonialismus, viel Natur. Das kann man sich so gar nicht vorstellen. Dann würde ich immer sagen, Guadalajara, da wo ich herkomme, ist so ein bisschen entzerrische Stadt, immer noch sehr groß. Wir haben in der Nähe Tequila. Ich weiß, du kannst einen Tagesaufzug nach Tequila machen mit dem Tequila Express. Ist so ein bisschen so wie Hogwarts-Zug, aber für Erwachsene, die nach Tequila reisen und den ganzen Tag mit Tequila verbringen werden? Da kommst du einen Einblick, was da passiert. Oder du reist nach Oaxaca, was so das Bilderbuch Mexiko ist, fliegst von da dann weiter nach Porto oder fährst weiter nach Puerto Escondido an den Strand.
TomWo muss ich hin, wenn ich einen schönen Strand und Beach haben möchte?
FernandoAber was für einen Strand möchtest du? Möchtest du surfen oder möchtest du chillen? Ich möchte surfen und chillen. Dann nach Puerto Escondido und dann kannst du ja noch aussuchen, wie Big Wave du da mitnehmen willst. Und das ist aber auch ein geiles Essen.
TomIst Cosmomel auch eine Option oder ist es nicht? Okay, ich frage nämlich für einen Freund, weil das ist ein sehr beliebter Triathlonspot. Und ich will mal noch nicht zu viel sagen, aber.
FernandoAuf jeden Fall. Also Mexiko allgemein einfach mitnehmen. Da war auch einfach diese Lebensfreude, diese Offenheit der Menschen, die macht schon einfach Bock.
TomEs gibt ja auch einen mexikanischen Volkshelden, der ein sehr guter Freund von Philipp Vogel und von mir ist. Das ist der Weltrekorder Jonas Deichmann. Er liebt Mexiko über alles. Er ist in Corona ein Driatland um die Welt gemacht und ist dann durch Mexiko durchgelaufen und ist, weil er dann Hund adaptiert hat beim Laufen zum weltbekannten Mexikaner geworden. Also er war im Fernsehen, er war überall und er hat in Mexiko den Bekanntheitsgrad wie bei uns, Helene Fischer. Und er liebt Mexiko über alles und deshalb auch viele Grüße hier an Jonas. Bevor wir jetzt zum Abschluss kommen, habe ich noch eine Frage, die ich mir sehr, sehr oft schon stelle, weil die Zuhörenden haben das jetzt vielleicht auch gespannt. Ich habe eine Leidenschaft dafür und es gibt eine der bekanntesten großen Ketten, amerikanischen Ketten, die jetzt irgendwie überlegen, nicht überlegen, es ist ja jetzt safe, die kommen jetzt nach Deutschland, Tacobel, kann man glaube ich sagen. Die Süddeutsche Zeitung hat letzte Woche geschrieben, sie eröffnen auch zwei Standorte in München. Es ist klassische mexikanische, also es ist nicht die klassische mexikanische Küche, aber es ist mehr mexikanische Küche als wie alle Ketten, die wir im Moment in Deutschland sehen. Wie ist dein Impuls? Hilft das, dieses mexikanische oder zumindestens das angelehnte mexikanische Essen in die deutschen Gemünder reinzubekommen oder ist es eher hinderlich und nicht so gut?
FernandoDu, ich meine, im Prinzip hat ja jeder seinen Platz. Und ich glaube, jeder, der sozusagen immer so einen gewissen Fable für Tex-Mex hatte oder so, der wird einfach dann wieder abgeholt sein, mit hoffentlich besseren frischeren Produkten als das, was ja aktuell auf dem Markt ist. Auf der anderen Seite sage ich, und da habe ich auch mit Michael von der Osso gesprochen, auch dieser Trend von Takis essen, also diese Chips, gibt den Kindern schon mal so dieses Gefühl, was ist denn dieser Geschmack nach Mais. Und bei Tacobell haben wir natürlich viel Weizengeschichten, aber auch einige Maisprodukte. Absolut. Und wenn es dadurch diese Annäherung gibt und gleichzeitig wir in Zukunft auch wieder mehr Gas of Social Media geben und so und dann sagen, hey, das ist quasi dein kleiner Einblick nach der Einstiegsdroge und wir sind dann wirklich Mexiko, dann ist es ja voll nice so. Weil, keine Ahnung, es gibt ja immer noch Leute, die meinen, es ist okay, ins Haus Falitos zu gehen, was halt kompletter Schrott ist. Ja, hat nichts mit Mexiko. Hat nichts mit Mexiko und auch mit keiner Barkultur. Aber trotzdem gibt es Leute, die sich da abgeholt fühlen, einen schönen Abend haben und deswegen finde ich das auch immer so respektierbar, dass halt jeder so seine Nische findet. Und aber wie du schon sagst, wir sind dadurch auch ein, ist das einfach so ein erster Schritt in eine gewisse Küche.
TomFernando, ich könnte das jetzt hier auf zwei Stunden ausdehnen, aber man soll sich ja die Chance offen halten, sowas auch ein zweites Mal zu machen. Zum Beispiel noch die große Frage für mich, warum gibt es bei dir keine Guacamole? Wie kann ich das Trade beantworten?
FernandoWollen wir die jetzt beantworten? Ich bin kurz davor, noch ein Video zu drehen, wollte ich heute machen. Folgendes. Es ist so, dass erstens hast du in Mexiko auch nicht in jeder Tacer Guacamole. In Mexiko hast du es natürlich so, dass wenn eine Avocado, die auch aus Mexiko kommt, die zum Teil bei der Nähe von meiner Oma auf den Bäumen wächst, hast du natürlich, ist es viel mehr zugänglich. Wenn du jetzt in Deutschland 20 Kilo Avocado kauft, sind 10 reif, also 10 Kilo greif, 5 Kilo sind absolut nicht reif und die anderen Kilos, mit denen musst du vergammelt. Und dann sagen wir, okay, es ist sehr schwierig, da auch einfach damit arbeiten zu können. Und auf der anderen Seite haben wir halt auch gesagt, wo wir gesagt haben, hey, wir arbeiten rein bereit schon mit sehr viel Fleisch. Das heißt, wir haben schon auch einfach auf die Umwelt so einen gewissen Impact. Und viele wissen gar nicht, wie eigentlich diese Agrikultur von Avocados aussieht. Das heißt, da sind auch inzwischen Kartelle eingestiegen, weil halt dieser Markt so groß ist, dass jeder Avocados kaufen will. Also als wir nach Deutschland gezwungen sind, mussten wir die für 20 Mark am Victorienmarkt kaufen und die waren stein hart. Also dann mussten wir zwei Wochen warten, bis die reif waren. Und jetzt sage ich so, hey, es ist einfach umwelttechnisch, es ist eigentlich die Avocado eine komplette Katastrophe, weil die einfach ultra viel Wasser braucht, komplette Ländereien kaputt macht, eben auch Kartelle einsteigen und da das einfach nehmen. Und ich will dann niemandem dann irgendwie auf den Schlips treten und ein Avocado-Brot ist auch geil und auch eine Guacamole ist geil. Und wir werden auch Specials machen, wo es mal auch Guacamole gibt. Aber wir können einfach zu unserem Teil sagen, wir tragen einfach da hinzu eine gewisse Verantwortung, dass wir nicht täglich Avocados hier haben und dadurch halt auch nicht wegschmeißen und damit arbeiten.
TomSehr vernünftig. Zum Abschluss, ohne lange große Vorrede.
NicLadies and Gentlemen, zehn Fragen, zehn Antworten.
TomDas ist mein Lieblingsgeruch. Oh, crazy.
FernandoSäure, also Limette.
TomDas ist eine gute Antworten. Komm noch nie. Frage Nummer zwei. Das beste Essen von deiner Oma.
FernandoDer Milchkreis. Milchreis.
TomWas ist der Oma-Milchreis Mexiko? Anders als der Oma-Milchreis in Schwabing?
FernandoDas ist Textur, es ist diese Kondensmilch, es ist diese leichte Haut obendrauf. Das ist einfach, das ist bei meiner Oma sagen. Okay.
TomFrage Nummer drei. Du fliegst nach Mexiko City, du steigst aus, das erste, was du dir immer kaufst, ist.
FernandoEine Sim-Karte?
TomWahnsinn. Frage Nummer vier. Wo fühlst du dich wohler? Im Gastraum oder in der Vorbereitung in der Küche?
FernandoIm Gastraum. Ich bin lieber Gastgeber.
TomFrage Nummer fünf. Du gehst essen, Street food oder fine dining?
FernandoImmer Street Food.
TomImmer Street Food. Frage Nummer 6. Sommer in Mexiko oder Sommer in München?
FernandoSommer in München. Half so heiß. Und dann im Winter in München dann drüber.
TomOkay, das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Frage Nummer sieben. Welchen Tequila würdest du empfehlen?
FernandoFür einen Einstieg Patronentequila.
TomPatronentequila. Frage Nummer 8. Wenn München ein Taco wäre, was würde in die Füllung kommen?
FernandoOh, der ist sehr spannend. Eine Schweinshaxe.
TomDas haben wir jetzt ein bisschen vorgeteilt. Der war schon.
FernandoEine Schweinsachse. Vielleicht können wir auch da so eine.
TomJa, lass mal die Schweinsachse. Noch was Frisches dazu?
FernandoIch überlege gerade, vielleicht haben wir so ein. Ich würde zweimal ein Kraut probieren. Krautsalat. Krautsalat, Schweinshaxe und Zitrone, weil wir ja keine Limette quasi haben.
TomKlingt gut. Vorletzte Frage, das ist mein Lieblings-American Football Team.
FernandoSchon die Steelers und die Buccaneers. Ich zwei Herzen. Tampa Bay und Pittsburgh. Genau.
TomOkay, da schwankst du hin und her. Okay. Und die letzte Frage, und da bin ich sehr gespannt drauf, das ist das beste Konzert, auf dem ich je gewesen bin.
FernandoWow, wow. Tetangana vor vier Jahren in Barcelona. Ich glaube, das war ein Konzert, wir sind ja extra nach Barcelona gereist. Lass mich nicht lügen, der hatte 25 Musiker auf der Bühne. Das Ganze war wie so ein Restaurant tatsächlich aufgebracht, mit so einer riesigen Tafel. Die hatten hinten einen Barkeeper, dann hatten die noch ein Orchester, aber ich habe noch nie so viel Liebe zum Detail für Musiker entdeckt. Das war krass. Also der kleine Metallica und der, ich bin jetzt dann bei System of a Down in Warschau, aber nicht im Juli, ich habe immer noch nicht gebucht. Um expect someone you have.
TomAlso ich habe um Gestal auf TikTok. Ich habe nur beim Angoben. So what's must we need an umbrella? Oh vibe.
FernandoAnd I can be given us anybody. Okay.
TomIch habe mir vorst mit Ricobin angehört. Er hat im Prinzip die komplette Historie von Metal aufgemacht. Also ganz zurück. Blues Swing. Black Metal Fashion und und und bis zur heutigen Zeit, wie sich das alles in jetzt in New Metal und Metal Co entwickelt hat. Also wirklich ein Motor Motorschöne Podcast und ich wusste gar nicht, wie tief dieser Mann mit Soundbeispielen. Selbst für viele nicht Metal Fans, wirklich ein Schmuckstück Motorspreis. Das muss man sich anhören, das ist wirklich wunderbar. Wir haben es gerade soweit so weit über eine Stunde geschafft. Wir bleiben uns gewogen. In dem Fall. Ich würde hier gewogen bleiben. Ich wünsche weiterhin ganz, ganz viel Erfolg. Ich unterstütze nicht um. Ich kann weiter suchen auf einem Objekt und an die Zuhören. Bitte, bitte tut euch das an für alle, die an Menschen vorbeifliegen. Wir haben jetzt die Urlaubszeit, wir haben nicht keine Zeit. Nehmt diesen Abstrecker. Gut gelegen, es gibt ein Parkaos gegenüber Holy Knot. Es gibt ein Parkaus gegen das Hoffen, dass man den Tag keine Veranstaltung ist. Mexico alle diese Strom ist auch immer so ein Aufgabe.
FernandoAber jetzt ist die Zeit, wenn man sich ausprobieren kann. Und alle Nasen, die schon was haben, die helfen jedem, wenn man das braucht, wenn man irgendeine Location sucht. Und so haben wir angefangen, und so gebe ich auch ganz vielen Leuten eine Möglichkeit, was zu machen. Jetzt ist, glaube ich, eine nice Zeit, weil eben diese Embogengesellschaft vorbei ist und dass sich jeder helft. Und dann möchte ich einfach einen Danke sagen. Alle, die uns geholfen haben, von denen ich spreche.
TomUnd hier ist die Redezeit.