Stadt Wien Podcast
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Festival der Roboter: Wie Wien die Zukunft der Arbeit gestaltet
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Wie verändern Robotik, Automatisierung und künstliche Intelligenz unseren Alltag und die Arbeitswelt? Beim Festival für Robotik am Wiener Karlsplatz wird Technologie zum Erlebnis: Besucher:innen können Roboter ausprobieren, Innovationen entdecken und mit Expert:innen über die Zukunft diskutieren. Sophie Zechmeister und Marko Miloradovic sprechen über Chancen und Ängste im digitalen Wandel, neue Berufsbilder, den Forschungsstandort Wien und darüber, warum technischer Fortschritt nur dann gelingt, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht.
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-Herzlich willkommen beim Stadt-Wien-Podcast. Robotik zum Angreifen, Zukunftsjobs und digitaler Humanismus in dieser Folge geht es um das Festival der Roboter am Wiener Karlsplatz und die Frage, wie Technologie unseren Alltag und die Arbeitswelt verändern wird. Schön, dass sie dabei sind. -Herzlich willkommen zum Podcast der Stadt Wien. Wir begrüßen heute Sophie Zechmeister, Kuratorin des Festivals für Robotik. -Hallo, freut mich da zu sein. -Und Marko Miloradovic, Geschäftsführer des WAFF. -Vielen Dank für die Einladung. -Frau Zechmeister, Herr Miloradovic. Wir haben das Glück, dass am dreißigsten und am 31. Mai sich der Wiener Karlsplatz in eine interaktive Bühne für Technologie und Unterhaltung verwandelt, weil da findet nämlich das Festival der Lobota erstes Mal statt und da zeigen internationale Unternehmen und Forschungslaborepräsentieren da halt Innovationen der Lobotik von autonomen Maschinen bis zu humanoiden Lobotern. Das klingt super, aber was heißt das eigentlich? Also was kann man sich davon erwarten? Flotze ichmeister. -Besucherinnen erwarte am Karlsplatz wirklich ein Spielplatz für Mensch und Roboter. Das heißt, wie du schon gerade gesagt hast, wir haben die unterschiedlichsten Unternehmen, sowohl österreichische Innovationsunternehmen als auch internationale, die ihre Roboter vorstellen werden, da gibt es Roboter zum Anfassen, zum Interagieren. Man kann mit einer Vr-brille genau betrachten, wie die Welt durch die Augen eines Roboters tatsächlich aussieht. Ich kann meinen eigenen Roboter programmieren und meinen Legoroboter vielleicht sogar in einem Sumokampf gegen andere antreten lassen? Das Ganze wird umrahmt von einem bunten Bühnenprogramm für Jung und Alt, von Expertinnen im Bereich Robotik, die bei uns auf die Bühne kommen, zu interaktiven Kinder und Jugendprogramm. -Das klingt fantastisch, aber das klingt ja eigentlich sehr interessant, aber viel zu interessant eigentlich für zwei Tage, also gibt es diese Informationen und Lernformate dann ausschließlich nur an den beiden Tagen am Karlsplatz oder gibt es darüber hinaus etwas, was bei der Bevölkerung ankommt? -Ich glaube, genau das ist das Ziel dahinter. Das Festival der Roboter nimmt zum Anlass, dass die Tage danach die IKRA, die International Conference on Robotics und Automation, also die große internationale Konferenz für Roboter in Wien tagt und stattfindet, da kommen über 7000 internationale Experten und Expertinnen zum Thema Robotik nach Wien. Und genau das wollen wir zum Anlass nehmen, um dieses Wissen nicht nur in den Hallen der Wiener Messe oder des Conference Centers zu hinterlassen, sondern es an die Bevölkerung zu bringen. Und das möchte das Festival tun. -Sie haben es angesprochen, dieses Festival und vor allem auch diese internationale Robotikkonferenz wollen ja Vertrauen in die Technologie fördern und vor Augen führen, welchen Nutzen Lobotik und Automation für die Gesellschaft haben. Aber es ist ja auch so, dass viele, nicht zuletzt ältere Menschen, eine gewisse Scheu vor fortschreitender Technisierung und Digitalisierung zeigen und das ist ja auch eine Verantwortung für die Stadt, zum Beispiel, für die Verwaltung, wie soll man mit so einer Technikskepsis umgehen? Gibt es ein Recht auf ein analoges Leben oder behindert das eher die Allgemeinheit? Herr Miloradovic. -So eine wesentliche Frage, die sich bei technischen Neuerungen immer sozusagen ergeben es gibt kein Grundrecht auf analoges Leben im Sinne einer rechtlichen Verankerung in der Verfassung beispielsweise, auch nicht auf der Unionsebene, aber es ist schon als politisches Leitbild grundsätzlich klar, dass analoge Teilhabe möglich sein muss, weil wir sonst schlicht bestimmte Gruppen rauswerfen aus den Prozessen, aus den Anträgen, die es darzustellen gibt, aus den Ansprüchen, die es zu verwirklichen gibt. Von daher muss es ein Recht auf analoge Teilhabe geben. Niemand darf sozusagen vom Zugang von Wissen, von öffentlichen Leistungen, Grundversorgung, Arbeit et cetera ausgeschlossen werden. Alleine dadurch, dass man zum Beispiel kein Handy hat, das entsprechend technische Möglichkeiten hat, um dort reinzukommen, keine Apps runterladen kann et cetera. Aber die Zeiten ändern sich und es kommen neue Generationen nach. Und dementsprechend werden sich dahingehend auch die Dinge und die Handhabungen wohl ändern. Und dessen ist sich auch die Stadt Wien bewusst. Dementsprechend hat man sich auch dem digitalen Humanismus verschrieben, sozusagen, wo wir wohl als Gesamtstadt schauen müssen, dass wir alle idealerweise mitnehmen. Aber ich glaube, dass es in den nächsten Jahrzehnten auch die öffentliche Verwaltung mit dieser Frage einen ganz anderen Umgang finden wird müssen, als es heute der Fall ist. -Sie haben den digitalen Humanismus angesprochen, da geht es ja nicht um den Selbstzweck der Digitalisierung, sondern dass der Mensch im Mittelpunkt steht, das ist mit der Fokus dieser. -Technik richtig. Man kann Dinge einfach in den Luftlehren Raum stellen und hoffen, dass es einen Sinn hat, aber man kann auch die Dinge lenken. Und das ist auch ein Stück weit, glaube ich, insgesamt ein wichtiger Debattenbeitrag, was künstliche Intelligenz, was Robotik und dieser Fortschritt angeht, ob alle profitieren oder nur weniger. -Fall? Zeich mal. -Ich glaube, genau diesen Widerspruch, den Sie gerade angesprochen haben, dass es für mich der Kern des Festivals, wir haben einerseits in Österreich, was vielleicht nicht alle Wissen, tatsächlich eine überdurchschnittliche Roboterdichte, und zwar vor allem in der Fertigung, das heißt, wir sind Platz 15 weltweit, wenn es darum geht, wie viele Roboter bei uns in der Industrie eingesetzt werden, das sind aktuell 219 Industrieroboter pro 10.000 Mitarbeiterinnen. Auf der Anderen Seite auch kam erst letztes Jahr eine Studie der Europäischen Kommission heraus, wo gezeigt worden ist, dass wir in Europa gemeinsam mit Rumänien das Schlusslicht bilden, wenn es darum geht, wie sehr akzeptiert Technik in der Öffentlichkeit akzeptiert wird und wie positiv wie die Auswirkungen von Technik auf unser Leben wahrnehmen. Und da sehe ich ein unglaublich Spannendes Spannungsfeld dahinter, weil auf der einen Seite haben wir die tollen Anwendungen von der Robotik und auf der Anderen Seite eine großen Widerstand in der Bevölkerung. Und das möchte das Festival adressieren. Ich glaube, wir Wissen aus unseren eigenen Erfahrungen, aber auch aus Studien, dass wir oft dann Angst vor Dingen haben, wenn sie uns unbekannt erscheinen und diesen Begegnungsraum zwischen Mensch und Roboter mit. Aber genau, wie du gesagt hast, dem Menschen in der Mitte, das möchte das Festival schaffen. -Bleiben wir trotzdem noch ein bisschen bei diesem Skepssystem. Für den Laien formuliert, sind Roboter Werkzeuge ein Werkzeug wie ein Hammer, der nur tut, was eben der Mensch, wofür ihn der Mensch gebraucht, oder? Also sprich können Roboter nur tun, worauf sie programmiert sind? Oder können sie dazulernen? Und wie im Science-fiction-klassiker Terminator irgendwann selbstständig denken und handeln und vielleicht im Worst-case wirklich sich gegen die Menschen wenden. Herr Miloradovic. -Ich bin kein Techniker und kann diese Frage sozusagen auf dieser Ebene nicht beantworten, es haben sich aber natürlich sozusagen die Maschinen geändert, es gibt nicht nur sozusagen den Webstuhl und der webt, sondern natürlich, künstliche Intelligenz kann sehr viel Breite sozusagen dahin generieren, welche Aufgaben sie erledigen kann. Aber das Spannende ist überraschenderweise und man glaubt immer sozusagen, man ist da einzigartig, aber es gibt sehr wenig Neuschnee auf der Welt. Denn diese Debatten gab es schon früher, wenn sie denken, an die sogenannten Luditen, man kennt sie in Deutschland und in Österreich eher unter Maschinenstürmer. Im Anfang des 19. Jahrhunderts haben englische Arbeiter und Arbeiterinnen insbesondere gegen die gegen die beginnende Industrialisierung des Textilgewerbes protestiert, indem man die Maschinen zerschlagen hat. Schlicht und man musste sozusagen staatlicher Seite, wurde dieser Beginn sozusagen der Arbeiterinnen und Arbeiterbewegung in England niedergeschlagen, sehr blutig, weil man mit der Angst sozusagen zu tun hatte, dass diese Maschinen einen ersetzen werden. Tatsächlich kam es dann anders und die Entwicklung des westlichen Kapitalismus nahm eine andere, eine andere Richtung, wenngleich ja sehr viel auf sozialen Elend auch beruhte. Von daher diese Technikskepsis in Zusammenhang mit Arbeit und Identität insbesondere ist real. Und man auf nicht naiv sein in dieser Frage, man kann sie nicht einfach wegwischen, ob der Terminator dann irgendwann uns sagen wird, Arbiback, das war man sehen. -Na ja, da hätte man ja sozusagen gute Verbindungen zum Terminator. Wie geht es Ihnen denn persönlich mit dem Thema? Gibt es für sie beide Grenzen? Muss ich sagen. Diese Arbeit soll weiterhin nur ein Mensch erledigen oder, und keiner Roboter oder sind Sie da sehr liberal? Zum Beispiel? Fangen wir mit Ihnen an, Frau Zechmeister, was sollten, sollten ein Roboter nicht machen? Zum Beispiel? -Also ich sehe auf der Anderen Seite beim Festivalvogant stark, dass viele von den Robotern, die wir im Einsatz haben, tatsächlich gerade Jobs übernehmen, die für Menschen gesundheitsgefährdend sind, sicherheitsgefährdend oder schlichtweg nicht attraktiv zum Beispiel wir sogar Wienerunternehmen dabei, Tauraub, die haben ein Inspektionsroboter für Gasaustritte auf Ölplattformen. Das ist für den Menschen ein extrem gefährlicher Job mit einer hohen Unfall oder sogar Todesrate? Das für mich soll absolut ein Roboter übernehmen, genauso wie wenn bei einer Operation ein Roboter, geführt von einem Arzt, eine bessere Qualität erziehen kann als nur ein Arzt selbst? Auf jeden Fall bitte, aber für mich ist der Fokus aufs Menschliche, ich möchte weiterhin, dass, wenn diese Operation nicht gut verlaufen ist, dass mir ein Mensch, ein Arzt gegenüber sitzt und mir die Nachrichten weitergibt. Und ich glaube, genau das eröffnet für uns so ein unglaublich Spannendes neues Feld und einen Gestaltungsspielraum für uns als Gesellschaft, wo wir sagen können, wo wollen wir proaktiv Robotik in unser Leben bringen? Und wo sind auch unsere persönlichen Grenzen? Und das ist genau die Frage, die wir auch gerne im Festival stellen würden, wenn wir glauben fest daran, dass dieser Gestaltungsspielraum nur dann auch ausgelebt werden kann, wenn wir uns alle daran beteiligen und uns nicht, um auf die Skepsis zurückzukommen, vor Angst vor neuen Themen, vor ihnen verstecken und für mich persönlich, ich bin ein Fan von Menschen, ich möchte weiterhin mit Leuten gegenübersetzen, ich möchte weiterhin mit Menschen in Kontakt treten und das für mich. Wird. Nierenroboter setzen können. -Wie geht es Ihnen mit dem Thema? Herr Miloradovic? -Spannende Frage, es ist gerade in einem Arbeitsmarktkontext natürlich sehr spannend zu sehen, welche Arbeiten sozusagen übernommen bei den, weil es gibt natürlich hier zwei Debatten, die geführt werden, das eine ist die Robotik, die wohl viele Hilfsarbeiten, viele gefährliche arbeiten sozusagen übernehmen wird können, was es jetzt schon tut. Und gleichzeitig, auch, wenn man an künstliche Intelligenz denkt, dann denkt man natürlich an sogenannte Whitecolor-personen, also Menschen, die durch Bildung zum Beispiel an den Aufstieg erfahren haben, die ein Hemd tragen und vor der Arbeit duschen und den, nach derarbeit, diese werden sozusagen tatsächlich auch eine Erfahrung machen, die eine Veränderung der Arbeitswelt bringt. Mir persönlich glaube ich, also da geht es um gefährliche Arbeiten, da geht es, glaube ich, auch um Arbeiten, die präzisieren, die entlasten, die unterstützen. Ich glaube jedenfalls, und vielleicht ist die Frage umgekehrt, was muss jedenfalls beim Menschen bleiben, vielleicht sogar die spannendere in dem Moment, wo über Menschen entschieden wird, ich denke an Führungskräfte, ich denke an Richterrichterinnen, ich denke an Behörden, die entsprechende Entscheidungen zu treffen haben. -Wie schaut es zum Beispiel mit dem Thema Pflege aus? -Nun in der Pflege glaube ich da wer weiß, wie Pflege im Alltag aussieht, weiß, dass es eine hochgradig beziehungsintensive Arbeit, das sind Menschen, die eine Beziehung aufbauen zu einem vulnerablen, oftmals körperlich belasteten oder gar emotional gestressten Menschen. Einen Pflegeroboter gibt es nicht und was er tun kann, ist aber sehr wohl bestimmte schwierige Tätigkeiten, wie das Heben eines Körpers, kann er sehr wohl machen. Und da haben wir auch schöne Wiener Beispiele tatsächlich, die auch der Waffe gefördert hat, wie in einem Krankenhaus oder in einem Pflegeheim, das sind ja oft eigentlich auch Roboter mit Dächern. In Wirklichkeit gearbeitet wird und den Menschen entlasten. -Also soziale Verantwortlichkeiten. Kann man nicht auf einen Roboter übertragen? -Absolut nicht, man wird auch keinen Elternteil finden, der einen Erziehungsroboter im Kindergarten akzeptieren wird. Von daher glaube ich, das wird eine jedenfalls sehr wichtige und relevante Tätigkeit bleiben und die Arbeit wird uns auch nicht ausgehen. -Wir bleiben ein bisschen bei der, auf der Skepsis-seite. Die zunehmende Automatisierung bereitet vielen Menschen auch deswegen Sorge. Weil sie, sie haben es ein bisschen schon angesprochen, Herr Miloradovic, Angst um ihre Jobs haben, weil Sie sie befürchten, vor, irgendwann einmal von einer Maschine ersetzt zu werden? Was sagen Sie denn? Jemanden, der diese Befürchtung hat oder dem das sogar schon widerfahren ist? -Ich würde hier jedenfalls diese Sorge real legitim und ernst nehmen, alles andere wäre auch tatsächlich naiv. Ich glaube, dass Menschen, und zwar alle Stimmungen sehr spüren, Menschen sind nicht dumm. Sie spüren, dass sich sehr große Wandel gerade in der Arbeits und Wirtschaftswelt ergeben, die auch außerhalb ihrer, sozusagen ihrer Verantwortung liegen und sie können oftmals und haben das Gefühl, dass sie gar nicht Einfluss nehmen können. Das heißt, dieser, diese Frage und dieses Spagat zwischen Sicherheit und Komplexität der neuen Welt ist einfach relevant und den muss man auch politisch begleiten, denn man sieht auch aus Studien, dass insbesondere jene, die eine besonders hohe Skepsis gegenüber künstliche Intelligenzrobotik und dergleichen haben, auch immer mehr ins autoritäre zum Beispiel tendieren. Man muss sagen, und das ist, was die Kollegin Zechmeister ganz richtig gesagt hat, in der Industrie und wir sind ein Industrieland, es gibt sehr wenige Länder, die über 20 Prozent der Bruttowertschöpfung über die Industrie generieren und da darf man uns auch nicht schlechtreden, insbesondere, weil wir eben nicht mehr sozusagen wie Deutschland eine reine Automobilzuliefererindustrie sind, sondern weil wir eben insbesondere Maschinenbauer sind und Anlagenbauer geworden sind. In den letzten 20 Jahren haben wir 70 Prozent mehr Produktionssteigerung gehabt, während Deutschland das nur um siebenfache weniger hatte. Also da sind wir erfolgreich, auch weil wir entsprechend die richtigen Maßnahmen gesetzt haben mit der Robotik von daher und wo wir auch keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hatten. Aber es gibt einen Appell sehr wohl, man muss es aktiv begleiten, alles andere wäre fahrlässig. Und das bedeutet insbesondere, und hier kommt auch der WAF ins Spiel als Arbeitsmarktinstrument, das Stadt Wien. Nämlich, dass Weiterbildung ein echtes Recht wird und nicht nur ein Appell. Man muss Menschen begleiten, insbesondere in den Übergängen, wenn zum Beispiel kurz davor gestanden wird, dass ein Betrieb zusperrt oder es schon passiert ist. Das heißt, der technologische Wandel muss da auch mitgenommen werden, mitgestaltet werden. Die Arbeitsmonmarktpolitik muss stärker auf diese Übergänge ausgerichtet sein und wir müssen jene Bereiche stärken, in denen menschliche Arbeit unverzichtbar ist, und da geht es eben um Pflege, Bildung, Gesundheit, soziale Arbeit, Kinderbetreuung, Handwerk. Also das darf man ja auch nicht vergessen, Handwerk und Klimaschutz gehen Hand in Hand und das sind Verantwortungen und Erfahrungen, die jedenfalls auch über den WAF ausgedrückt werden und die wir auch gemeinsam beim Robotikfestival darstellen wollen. -Bleiben wir bitte bei dem wichtigen Thema Bildung und Arbeitsmarkt. Veranstaltungen wie dieses Festival der Roboter sollen ja nicht zuletzt die Neugier der jüngsten wecken und Kinder für Mint-kompetenzen begeistern, also mint-, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik ist da mittlerweile ein Zulauf zu MINT. Ausbildungen bemerkbar? -Wir sehen das im MAF, wir haben in den letzten fünf Jahren fast 11.000 Wienerinnen und Wiener höher qualifiziert, weiterqua qualifiziert im Bereich Mint, von Individualförderungen hin zu wirklich hin in das Fh-studium bis zum Abschluss. Wir haben dort Pflege, wir haben dort Stipendien, die wir insbesondere für Frauen in der Technik einsetzen. Da sind wir jedenfalls noch ausbaufähig, wenngleich Wien hier sicherlich ein Stück weit ein Ausreißer ist im Vergleich zum zu Gesamtösterreich und auch zu Westeuropa. Es ist ein westeuropäisches Problem, es ist ein Us-problem, es ist kein Problem des Osten Europas, es ist kein Problem des arabischen Raums, auch anderer Regionen, Frauen in diese Bereiche zu bekommen. Aber wir sehen jedenfalls einen großen Zulauf, auch weil bestimmte alte Berufe, an die man so denkt, nämlich an den Dachdecker, zum Beispiel, der Dachdecker heute muss ganz andere Dinge können als früher, der muss nämlich die Photovoltaik mitdenken, der muss entsprechende Stromfragen auch klären, Schwachstromfragen. Von daher sind da ganz andere Skills auch gefragt und da spielt Mint eine ganz große. -Rolle zum Thema Mint. Noch. Frau Zechmeister, Sie haben meine Berufe sehr große Berührungspunkte mit Mint-kompetenzen hat, aber Frauen sind in diesen mint-berufen und nach wie vor eine Minderheit, was Müsste denn geschehen, um mehr Frauen für Mint-berufe zu begeistern? -Ich glaube, der Punkt ist, Begeisterung ist für mich nicht gegendert, ich persönlich, ich habe sehr viele Berührungspunkte in meinem Job mit Mint-themen und ich sehe es auch als meine Aufgabe, Personen, gerade junge Personen und Frauen fürmin Themen zu begeistern, aber ich selbst habe oft einen anderen Weg eingeschlagen und habe mich auch für humanistische Themen entschieden in der Schule, auf der Universität. Obwohl die prägendste Figur in meinem Leben ein Großvater war, der ein Forscher war und mir von frühester Kindheit als gute Nachtgeschichten naturwissenschaftliche Phänomene erklärt hat. Mir wurde zum Einschlafen beschrieben, wie Kernspaltung funktioniert. Und trotzdem habe ich mich in meinem Berufsleben dann oft für andere Felder entschieden und ich habe mich genauso gefragt, Woher kommt das? Wo ist diese Begeisterung verloren gegangen? Und ich glaube, sie ist nicht verloren gegangen, sondern sobald man in Systeme Eintritt, lernt man sehr schnell, welche Rollenbilder für Frauen impliziert werden und ich glaube, genau das ist jetzt die Arbeit zu sagen, wie können wir diese Rollenbilder aufbrechen und so viele Initiativen, egal vom waw, von anderen stellen oder wie dieses Festival, es braucht Rollenvorbilder für Frauen, die uns zeigen, dass wir in diesem Beruf erfolgreich sein können. Das ist auch eines der Formate, die mir beim Festival am Essen am Herzen liegen. Wir dürfen dort vier spannende Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern im Bereich Robotik auf der Bühne begrüßen, die von einer jungen Person im Bereich Robotik interviewt werden und dort über ihren Berufsalltag, Karriereweg und mehr sprechen. Weil ich glaube, erst wenn wir sehen, dann können wir auch glauben, dass wir es auch sein können und das wollen wir als Zugang schaffen und dann natürlich braucht es ganz klare Arbeitsmarktmittel, um auch zu zeigen, dass die Arbeitsverhältnisse, die Highring-prozesse etc fair gestaltet sind. Und ich weiß, dass der Waffe sehr dahinter. -Welche Bedeutung hat denn eigentlich der Forschungsstandort Österreich und im Speziellen auch Wien auf dem globalen Lobotikmarkt? Vorzeichmeister. -Auch ein sehr, sehr Spannendes Thema. Man sieht in Österreich und das lässt sich auch gut zum Beispiel im fdi-pakt der Bundesregierung für die kommenden Jahre nachlesen, dass wir als Österreich ein sehr, sehr starker Forschungsstandort sind und auch die Bundesregierung legt hier ganz klaren Fokus auf Schlüsseltechnologien, zum Beispiel Robotik und was uns aber öfter fehlt, ist, dass diese Innovationen, diese Grundlagenforschung tatsächlich auch in die Industrie überführt werden und das ist auch genau, wo wir einhacken wollen. Auf der einen Seite haben wir zum Beispiel die TU Wien als Veranstalterin des Festivals, als die Universität in Österreich mit den meisten Patenten. Aber wir wollen zeigen, was es braucht, um es dann tatsächlich in Anwendungen für die Bevölkerung, für Wienerinnen und Wiener zu überführen. Ein Projekt, auf das ich mich persönlich sehr freue, ist, dass wir auf dem Festival die Premiere von dem ersten vollautonomen Holzverladekran weltweit feiern dürfen und das ist ein Kollaborationsprojekt zwischen dem AIT, dem Austrian Institute of Technology und Palfinger, einer der größten österreichischen Konzerne. Und das für mich ist ein wunderbares Beispiel, wie wir mit Kollaboration Forschungsergebnisse tatsächlich in Industrieanwendungen überführen können und so beide stärken. Und ich glaube, da genau, da sollten wir auch noch mehr einhaken. -Bleiben wir beim Einhaken, was können denn der Bund und die Stadt Wien Unternehmen, um Innovationen auf dem Gebiet zu fördern. Herr Miloradovic. -Immer eine sehr wesentliche Frage, wo ich weiß, dass die Kolleginnen und Kollegen aus der Wirtschaftsagentur, aus dem, den Stadtwerken, der Holding, aber auch aus dem Bereich der Wirtschaftsstadträtin und des Bürgermeisters sehr große relevante Fragen immer wieder wälzen. Am Ende geht es in einer hochentwickelten Volkswirtschaft wieder um ein Ökosystem. Wir werden nicht ein Lohndumpingland werden, wir werden auch nicht die Umweltstandards herabsenken et cetera, wir müssen also mit dem Ökosystem Punkten, das heißt, haben wir gute Schulen, haben wir gute Universitäten, haben wir entsprechende Förderungen für die kleine Idee? Am Anfang haben wir auch entsprechendes Risikokapital, das von der guten Idee hin zu einem funktionierenden Unternehmen kommt. Und am Ende auch da geht es auch um sehr banale Fragen, die gar nicht so banal sind, wenn man genau betrachtet, nämlich um Fragen der Rechtssicherheit, zum Beispiel, das heißt, Politik und Gesellschaft sind irgendwo ein Stück weit das Getriebe und die Innovation, die innovative Idee ist der Motor und wenn das nicht übersetzt wird, dann fährt das Ding nicht auf der Straße. Von daher, dieses Ökosystem ist in Wirklichkeit ein Puzzle, weil es gibt nicht die eine Lösung und plötzlich sind für die innovativsten und deswegen ist auch die österreichische Industrie übrigens so gut, weil voest war ein Betrieb, der irgendwann einmal fast Pleite war und heute sind sie ganz weit oben. Und das wird auch der Schlüssel der Zukunftsfähigkeit der österreichischen Industrie sein, weil wir ein Industrieland sind mit der entsprechend hohen Wertschöpfung. Können wir das neu übersetzen in die neue Zeit? Können wir also Elektrifizieren? Können wir also wegkommen von Gas? Und da haben wir die besten Voraussetzungen mit den besten Pumpspeicherkraftwerken, nämlich den Alpen, mit Wasser und Photovoltaik und Photovoltaik. War auch eine Idee vonspinner vor 25 und ist heute irgendwie in aller Munde. Von daher, wenn wir noch auf der Winterebene, die, als uns auf der, in der Winterzeit helfen wird, besser werden. Sie werden nicht schöner werden, die Dinge wahrscheinlich, aber sie werden uns helfen, diesen Bereich abzusichern und auch entsprechend zu liefern. -Ganz kurzer Ausblick in die Zukunft. Einmal schon dabei sind. Was werden den Loboter in 20 Jahren können? -Frauzechmeister, was ganz ehrlich sagen, Ich glaube, diese Frage würde ich sehr gerne von den Experten und Expertinnen beim Festival beantworten lassen, weil er genau das, die Frage ist, die wir Ihnen gestellt haben, also wenn er sie, liebe Zuhörerinnen, auch interessiert, dann am Samstag, dem 30. Mai, und am Sonntag, dem 31. Mai 2026, bei freien Eintritt am Wiener Karlsplatz. Das ganze Programm kann unter Roboter in Wien dort kommen, eingesehen werden. -Das Festival der Roboter. Wir erwähnen es noch einmal am dreißigsten und 31. Mai am Karlsplatz findet im Namen des Future Fitfestivals statt. Erzählen Sie uns dazu noch ein bisschen näheres Eloraddovitch. -Das Future Fit Festival ist das größte Jobson Skills Festival Europas. Wir veranstalten es zum zweiten Mal als WAF mit vielen Partnerinnen aus der öffentlichen Wirtschaft, aus der privaten Wirtschaft und auch aus anderen Bereichen und was wir tun. Wir legen den Wienerinnen und Wienern ein Angebot von 18 bis 65 darunter. Darüber. Auch da werden man ganz streng sein, dass man sich die Zukunftsberufe, die da kommen werden und die jetzt schon teilweise hochgefragt sind. Anschauen kann sich ausprobieren, kann, tatsächlich auch Vorstellung davon bekommt, was es bedeutet, zum Beispiel in der Mechatronik zu arbeiten oder in der Pflege oder etwas zu Codieren und dazu Laden wir zu sehr vielen Veranstaltungen, zu großen Veranstaltungen, darunter auch mit der UV und der TU Wien, eben zum Roboterfestival und wir wollen uns anschauen, wohin also sich unsere Wirtschaft, unser Wirtschaftsstandort und die Chancen für die Menschen hin entwickeln. Weil es wäre das Schlimmste, sozusagen die vielen Potenziale, die die Wienerinnen und Wiener haben, nicht zu nutzen, weil man ihnen das Angebot nicht gemacht hat. Und das letzte Jahr konnten wir fast 30.000 Menschen begrüßen bei den Veranstaltungen und wir freuen uns auch auf dieses Jahr und dementsprechend auf Future fit Festival. At werden sie geholfen. -Super. Danke fürs Gespräch, Frau Zechmeister. -Vielen Dank für die Einladung. -Und Herr Miloradovic. -Es war. -Zu Gast bei Bernhard Ichner waren Sophie Zechmeister und Marco Miloradovic.
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