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Warum Reizdarm oft missverstanden wird (Vortrag ganzweiblich Kongress) | #143

Dr. Gabriela Hoppe | Heilpraktikerin & Spezialistin für ganzheitliche Regulation Season 7 Episode 143

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Hinterlass mir deine Gedanken zu dieser Folge (Hinweis: Ich kann hier leider nicht antworten - das geht nur per Mail)

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Viele Menschen mit Reizdarmbeschwerden erleben irgendwann genau diesen frustrierenden Punkt: Sie essen immer „gesünder“, lassen immer mehr weg und trotzdem wird der Bauch nicht ruhiger. Im Gegenteil. Blähbauch, Unverträglichkeiten, Erschöpfung, Brain Fog oder Histaminreaktionen nehmen eher zu.

In diesem Interview, das Karolina als Gastgeberin des ganzweiblich-Kongresses 2.0 mit mir aufgenommen hat, spreche ich darüber, warum „Reizdarm“ für mich keine ausreichende Antwort ist und warum es so wichtig ist, nach den Auslösern, Ursachen und Treibern zu suchen. Wir reden über Fehlbesiedlungen, SIBO, Motilität, Darmbarriere, Nährstoffe, Stress, Nervensystem und darüber, warum Pauschalpläne oft zu kurz greifen.

In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber:

  • warum Reizdarm aus meiner Sicht oft eine Hilflosigkeitsdiagnose ist
  • weshalb viele Betroffene trotz starker Beschwerden immer wieder hören, „da sei nichts“
  • was bei einer Fehlbesiedlung im Dünndarm passiert und warum dabei Gase, Schmerzen und Blähbauch entstehen können
  • warum gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Ballaststoffe bei SIBO plötzlich Beschwerden verursachen können
  • weshalb Antibiotika, pflanzliche Mittel und Low-FODMAP-Diäten allein häufig nicht nachhaltig weiterführen
  • warum Selbstwirksamkeit, Verständnis und eine ganzheitliche Reizdarm-Strategie so wichtig sind

Diese Folge ist für dich, wenn du Reizdarmbeschwerden, SIBO, IMO, Unverträglichkeiten oder immer mehr Einschränkungen beim Essen hast und endlich besser verstehen möchtest, was in deinem Körper eigentlich passiert.

Mein Tipp:

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Beschwerden immer komplexer werden, fang nicht noch mit der nächsten pauschalen Diät an. Zeichne dir lieber einmal deinen roten Faden auf: Was war zuerst, was kam dann, welche Infekte, Stressphasen, Operationen, Geburten oder einschneidenden Ereignisse gab es? Denn genau da beginnt oft echtes Verständnis.

Wenn du verstehen möchtest, warum Symtome und Störungen immer in ein größeres Gesamtbild eingeordnet werden müssen und wenn du lernen möchtest, deine Beschwerden nicht nur über Ernährung zu betrachten, sondern im größeren Zusammenhang zu verstehen, dann ist genau das auch ein wichtiger Teil meines Online-Programms und meines SIBO-IMO-Systems

Spezielle Infos zu dieser Folge:

➞ Zum Kongresspaket des ganzweiblich Kongresses 2.0. (je nachdem, wann du dieses Video siehst, kann es sein, dass das Paket nicht mehr verfügbar ist):
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SPEAKER_01

Dein Reizdarm ist gar nicht das eigentliche Problem. Reizdarm ist nämlich nur ein Etikett, das du bekommen hast, weil noch niemand wirklich nach den Auslösern, Ursachen und Treibern deiner Beschwerden gesucht hat. Genau darüber spreche ich in diesem Interview mit Carolina, das sie als Gastgeberin des ganz Weiblich-Kongresses 2.0 mit mir aufgenommen hat. Sie hat mir das Gespräch dankenswerterweise zur Verfügung gestellt, damit ich es hier mit dir teilen kann. Wir sprechen darüber, warum Beschwerden wie Blehau, Unverträglichkeiten, Erschöpfung, Brainfork oder immer mehr Lebensmittelreaktionen oft nicht einfach nur Reizdamm sind und warum es so wichtig ist, den Körper wieder als Ganzes zu verstehen.

SPEAKER_00

Herzlich willkommen im Ganzheitlich Kongress 2.0. Heute bei mir zu Gast, ist die liebe Dr. Gabriela Hoppe. Liebe Gabi, ich freue mich riesig, dass du heute da bist. Du bist eine Riesenbereicherung für den diesjährigen Kongress, denn es geht um ein super wichtiges Thema, in dem du natürlich absolute Expertin bist. Du bist ja Heilpraktikerin und nicht nur das. Du bist Expertin im Bereich der Nahrungsunverträglichkeiten, Reizdarm, SIBO. Das ist tatsächlich auch unser Thema heute. Und natürlich hast du auch eine super Expertise im Bereich der ganzheitlichen Nährstofftherapie. Also geballte Kompetenz bei mir hier im Studio. Ich freue mich riesig, dass du heute da bist. Hallo. Ja, hallo. Vielen Dank, dass ich da sein darf. Ich bin schon sehr gespannt. Ich auf jeden Fall auch, liebe Gabi, denn es ist echt ein ziemlich unterschätztes Thema, wie ich finde. Und da machst du auch schon richtig viel wundervollen Content, mit dem man auch sehr gut arbeiten kann. Aber lass uns heute einfach mal in die Tiefe gehen. Und natürlich interessiert mich auch eine Frau, die sich so gut hineinversetzen kann in other Menschen mit so einer starken Problematik, denn der Verdauungstrakt, der kann wirklich einem wirklich sehr starken Mitleidenschaft ziehen. And vor allem, wenn es auch so ein synchronisches Empfinden ist, über das wir heute auch noch sprechen werden. Ich frage mich, hat die liebe Gabi denn selbst schon etwas in ihrer Vergangenheit durchgemacht, dass sie sich so gut hineinversetzen kann? Kannst du uns etwas zu dir erzählen?

SPEAKER_01

Ja, sehr gerne, liebe Carolina. Also das ist ein großes Thema, was du da aufmachst. Es gibt verschiedene, sagen wir mal, Meilensteine und Wendepunkte in meinem Leben, die mich irgendwie zu diesem Thema hingeleitet haben. Ich habe selber tatsächlich auch in meiner Geschichte oft so seltsame Gesundheitsthemen gehabt. Also so komische wiederkehrende Schwindelepisoden, Brainfork, seltsame Unverträglichkeiten, Hautreaktionen, Infektanfälligkeiten, so zur Studienzeit war das so Anfang 20. Und ich kann mich noch erinnern, dass ich da auch von Arzt zu Arzt und Therapeut zu Therapeut gelaufen bin. Und irgendwie hat keiner rausfinden können, was steckt jetzt eigentlich dahinter. Und das war schon so eine Phase, in der ich, ich meine, ja, Studentin, Kühlschrank voll mit, ich weiß nicht, waren drei Zutaten oder vier, da war ich noch lange nicht so gedanklich in diesem Gesundheitsthema so drin wie jetzt. Ja, da gibt es natürlich tausend Gründe, warum es vielleicht Nährstoffmängel gab, vielleicht die Ernährung nicht ganz so prima war. Und irgendwie gab es immer Erklärmodelle, inklusive Stress, ne, habe ja studiert, Klausuren geschrieben und so dümpelte ich so wirklich jahrelang dahin, bekam dann irgendwann meine drei Kinder und irgendwie wurde das alles aber nicht so richtig besser. Aber ich muss sagen, spätestens meine Kinder, beginnt natürlich mit der Geburt meines ersten Sohnes, haben mich schon so ein bisschen dahingeleitet, dass ich gemerkt habe: so, warte mal, jetzt geht es nicht nur um mich, jetzt geht es hier auch noch um die kleinen Würmer. Jetzt habe ich angefangen, viel mehr zu hinterfragen. Also da wurde ich richtig zu so einer Kämpferin für unser Wohlergehen. Und da habe ich angefangen, mich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich muss sagen, ich hatte großes Glück, denn meine Hebamme war naturheilkundlich, total versiert und hat mich in der Schwangerschaft und meine Kinder damals auch sehr viel homöopathisch behandelt und eben auf naturheilkundlichen Pfaden ist sie gewandelt. Und ich habe mich da so dran gedockt, fand das schon immer total interessant, habe aber im ersten Leben Wirtschaftsinformatik studiert und da auch promoviert. Das heißt, ich hatte so einen ganz anderen Pfad eingeschlagen. Dank Mutterschutz und Elterzeit habe ich mir dann die Zeit genommen, mich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Hab dann selber angefangen, eine Homöopathieausbildung zu machen, habe gemerkt, so wow, das ist so geil, ich will das machen. Was brauchst du in Deutschland? Eine HP-Zulassung, sonst darfst du nicht praktizieren, wenn du nicht Medizin studierst. Und dann habe ich mich auf den Weg gemacht und habe Razzifazi mal die HP-Ausbildung gemacht und habe wirklich wie so ein Schwamm alles aufgesaugt zu diesem Thema und habe mich dann über die Homöopathie, über den Bereich Detox, Pfeilfasten, über die Ernährung irgendwann immer breiter aufgestellt, weil ich immer näher Puzzlestückchen sozusagen zusammengesammelt habe und herausgefunden habe für mich und für meine Patientinnen und Patienten. Es gibt oft so limitierende Fakten oder Faktoren. Du fängst an, irgendwie die Ernährung umzustellen, merkst aber, Nährstoffe kommen nicht gut an. Dann fragst du dich, warum denn eigentlich? Und da half mir so meine wissenschaftliche Vorbelastung, dass ich da einfach mich immer weiter reingenerd habe und damit ja auch mich selber immer besser verstanden habe. Und irgendwann habe ich für mich gecheckt, ich habe selbst eine Histaminabbaustörung, ich habe selbst eine Fehlbesiedlung. Das wurde nie erkannt in der Schulmedizin oder bei meinen anderen Therapeutinnen und Therapeuten. Und als da dann so die Mosaiksteinchen alle im Feld waren, da fiel es mir wirklich wie Schuppen irgendwann vor den Augen und ich habe gedacht, so, krass, okay, das ist also mein Thema. Und wenn ich jetzt logisch überlege und so und so und so da rangehe, dann kann ich ja selber mir auch was Gutes tun und kann mich wieder aus diesem Loch quasi rausholen. Und dasselbe natürlich auch für meine Patientinnen und Patienten tun. Und so kam dann irgendwie eins zum anderen. Und ich habe für mich und für die Praxis so eine, ich nenne das immer Sechs-Säulen-Programm oder Sechs-Säulen-System entwickelt, indem ich so sechs verschiedene Säulen definiert habe, die ich jetzt stand heute in der Praxis oder auch in meinen Online-Programmen so Schritt für Schritt in der Diagnostik, aber auch in der Therapie durchgehe und bespiele, ganz individuell. Damit man wirklich so den ganzen Körper ganzheitlich regulationstherapeutisch anschaut und unterstützt und siehe da, damit kriegt man plötzlich eine ganzheitliche Regulation hin. Ja, und da stecke ich jetzt schon ja mitten im Thema, ich habe deine Frage ja schon mehr als über beantwortet.

SPEAKER_00

Das stimmt, aber natürlich ist es total spannend, auch zu hören, diese sechs Säulen, die sind quasi bei dir themenübergreifend. Also diese sechs Säulen gelten bei dir quasi bei jedem Thema, das du in Angriff nimmst bei deinen Patienten, richtig?

SPEAKER_01

Ja, absolut, weil es immer darum geht für mich, oder anders, eine Erkrankung, ein Symptom oder ein Symptomkomplex, den wir ja meistens so mitbringen in die Praxis. Das ist für mich immer Ausdruck einer Regulationsstörung. Das heißt, der Körper, ich sage jetzt mal im übertragenen Sinne, spricht mit uns und zeigt uns so ein bisschen ja den Weg, wo stimmt irgendetwas nicht? Und wenn wir jetzt das hinterfragen und wirklich Ursachenforschung betreiben, also quasi den ganzen Fall mal aufnehmen und uns wirklich angucken Stück für Stück, wie rollt man dieses Wollknall ab, wo ist sozusagen der Anfang des roten Fahrens, was hat eigentlich dazu geführt, dass ich jetzt diese Symptome ausbilde, dann komme ich der Störung auf die Spur. Und am Ende ist es egal, ob das Kind Reizdamm heißt, Fehlbesiedlung, Haarausfall, Fußpilz, Neurodermitis oder was ganz anderes dahinter steckt, am Ende des Tages sind das alles Regulationsstörungen. Sofern es jetzt nicht um Angeborene und genetische Defekte geht oder durch einen Unfall erworbene Dinge, das ist nochmal was anderes. Aber wenn wir einen eigentlich funktionsfähigen Körper haben, der normalerweise seinen Job machen müsste, tut es aber nicht. Dann reden wir meinem Verständnis nach immer von einer Regulationsstörung. Und da ist es eigentlich wurscht, was es ist. Wir können uns dem immer über denselben, sagen wir mal, dasselbe Schema oder dieselbe Struktur nähern.

SPEAKER_00

Und vielleicht einfach mal jetzt ganz kurz bloß zum Verinnerlichen für alle, die bei denen es vielleicht noch nicht ganz klick gemacht hat, wie dürfen wir Regulationsstörung denn verstehen? Ist es also etwas, was wir in uns selbst hervorgerufen haben durch den Lebensstil?

SPEAKER_01

Das kann sein, es kann aber auch sein, dass du, um jetzt mal so zu meinem Thema ein bisschen den Schwenk zu machen, Stichwort Reizdarm, es kann zum Beispiel auch sein, dass du eine Lebensmittelvergiftung dir eingefangen hast, dass du möglicherweise irgendeinen Infekt gehabt hast. Oder vielleicht musstest du aus irgendeinem Grund operiert werden, weil, keine Ahnung, du eine Blinddarmentzündung hattest und durch die Operation, die zwar gut verlaufen ist, haben sich Narben gebildet oder Verwachsungen. Oder viele Frauen zum Beispiel haben ein Thema im gynäkologischen Bereich, das nennt sich Endometriose, das sind so Verwachsungen, die sich da bilden, unter anderem als Folge. Und auch so etwas kann dazu beitragen, dass wir in unserem Körper quasi so ein Geschehen tragen oder sich etwas entwickelt hat, was halt den Körper stresst und stört. Das ist eigentlich ein Störfaktor, kann man sagen, so eine Regulationsstörung. Und du hast eben gesagt, haben wir uns das selber erworben, klar können wir auch, ne? Stress ist ein riesengroßes Thema, was einfach viel durcheinander bringt, auf neuronalen Wegen, also nervalen Bahnen, aber eben auch auf hormonellen Wegen macht Stress ganz viel mit unserer Motilität, mit unserem Stoffwechsel, mit allem Möglichen, auch mit unserem Darmmikrobiom, was sehr faszinierend ist. Wir können natürlich auch durch die Ernährung so ein bisschen was durcheinander bringen, wenn wir uns sehr einseitig ernähren, vermeintlich gesund, aber vielleicht trotzdem viel zu proteinarm. Auch so etwas kann etwas durcheinander bringen, weil plötzlich die Verdauungsäfte nicht mehr ordentlich funktionieren. Also es kann auch sein, dass wir uns Mängel aufgebaut haben. Auch das kann sein, weil wir blöd gegessen haben, mag aber auch sein, dass wir durch Infekte, Stress, irgendwelche Umwelteinflüsse, besondere Ereignisse, lebenseinschneidende Dinge, die uns passiert sind, wahnsinnig viel verbraucht haben. Das gibt es ja auch. Auch wenn wir krank waren und wieder genesen, verbrauchen wir häufig sehr, sehr viel mehr Nährstoffe. Und das kann, wenn das unbemerkt bleibt, natürlich dazu führen, dass wir uns sozusagen runterrocken auf verschiedenen Ebenen, dass dem Körper etwas fehlt oder dass wir zum Beispiel über, nehmen wir mal das Trinkwasser uns sehr viel Toxine einverleibt haben oder über irgendwelche Lebensmittel oder Umweltgifte, die der Körper nicht los wird. Also immer wenn dem Körper etwas fehlt, irgendwas zu viel ist oder er nicht in der Balance ist, das ist im Prinzip eine Ausgestaltung einer Regulationsstörung. Und die kann wirklich vielfältig sein.

SPEAKER_00

Wow, und du hast schon einige Punkte genannt. Ich denke, die allermeisten werden einfach so eine Kombi mit sich umtragen aus vielen diesen Faktoren. Und das macht das Thema dann halt natürlich nur noch complexer and then it's jackendary, that manchmal einfach da sitzt andet, so wo fang ich denn jetzt an? Absolut. Und du hast dich auch sehr intensiv auch positioniert mit all diesen wundervollen Breitenwissen, dass du jetzt auch eingegangen bist, zumindest ganz grob, hast du dich ja doch auch darauf positioniert, auch den Verdauungstag mal genau unter die Lupe zu nehmen. Und du hast schon angesprochen, Reizdarm, Unverträglichkeiten, Fehlbesiedelungen. Warum ist ausgerechnet dieses Thema für dich so wichtig? Oder siehst du da auch ein Stückchen weit etwas, was unsere Zuschauerinnen vielleicht nach dem heutigen Interview auch etwas anders verstehen dürfen? Hoffe ich sehr.

SPEAKER_01

Das ist ja so eine große Mission von mir, so den Erklärwert zu machen und da einfach auch ja so Awareness zu schaffen für einen Bereich, der meiner Meinung nach total oft unterschätzt oder auch missverstanden wird oder wo es einfach ein großes Wissensdefizit gibt. Also du hast mich gefragt, wie bin ich dazu gekommen? Also A, habe ich selber ja vorhin schon gesagt, ich hatte so ein Thema mit einer Fehlbesiedlung bzw. auch mit Unverträglichkeit, eine Histaminreaktion. Das heißt, das war schon so ein intrinsisches, motiviertes Thema, dass ich mich dem einfach grundsätzlich viel genähert habe und mich damit beschäftigt habe. Aber ganz ehrlicherweise kann ich auch gar nicht mehr sagen, wie mich dieses Thema Fehlbesiedlung gefunden hat. Ich muss es wirklich so sagen, ich habe das nicht gesucht, das hat mich gefunden vor Jahren. Ich habe irgendwo einen Artikel von einem australischen Phytotherapeuten gelesen, frage mich nicht, wie ich darauf gestoßen bin, weil bei irgendeiner Recherche. Und der beschrieb, dieses Thema Fehlbesiedlung, ich komme gleich darauf, was darunter zu verstehen ist. Und ich habe das gelesen und ich habe eigentlich gedacht so, Bäm, das ist ja Wahnsinn, plötzlich ergibt alles einen Sinn. Und ich muss mich damit beschäftigen und habe wirklich ja wieder wie so ein Schwamm das alles aufgesaugt, was es dazu zu der Zeit hauptsächlich in Amerika, in Australien, Neuseeland, im englischsprachigen Raum gab. Und habe da so mein eigenes, sagen wir mal, Wissen daraus gezogen und mein eigenes Konzept zusammen mit diesem Sechs-Säulen-Ansatz gebaut und gebildet, nachdem ich auch heute therapiere. Und im Prinzip ist es so, dieses Reitsdarmt-Thema, das betrifft ja wirklich wahnsinnig viele Menschen. Man findet unterschiedliche Zahlen. Aber was ich so krass finde, ist, die wenigsten Betroffenen, aber leider auch die wenigsten Behandlerinnen wissen, dass in ca. 80% der Reizdarmfälle, also die jetzt als Reizdarm irgendwie diagnostiziert durch die Gegend laufen, so schätzen ExpertInnen, dass in 80 Prozent dieser Fälle eine sogenannte Fehlbesiedlung dahinter steckt. Ganz kurz, wir werden da vielleicht gleich nochmal näher drauf eingehen, aber eine Fehlbesiedlung bedeutet, wir haben ja ganz normalerweise Bakterien in unserem Darm, das soll auch so sein, die befinden sich hauptsächlich im Dickdarm. Wenn wir jetzt aber verschiedene Bakterien am falschen Ort haben, nämlich meistens im dünnen Darm, in zu großer Menge oder vielleicht auch die falschen Bakterien sozusagen, die da eigentlich gar nicht hingehören, dann gibt es spezifische Symptome, die halt meistens so als Reizdarm zusammengefasst werden. So Blehbauch, Blejung, Stuhlunregelmäßigkeiten. Können wir gleich nochmal ein bisschen genauer drauf eingehen, was dahinter steckt. Aber das sind so typische Symptome, mit denen Betroffene rumlaufen, bei denen man das Gefühl hat, so, mein Gott, das können halt wieder tausend Ursachen sein, sitzt da vielleicht mal ein Pups quer, steckt mehr dahinter. Viele Betroffene rennen dann halt eben von Therapeutin zu Therapeut, von Ärztin zu Arzt und stellen fest, sie werden immer wieder quasi undiagnostiziert weggeschickt oder mit der Message, du hast nichts. Da ist nichts Organisches. Und mit jedem weiteren betroffenen Menschen, den ich kennenlerne, wächst bei mir so dieses Bedürfnis aufzuklären. Und ich werde tatsächlich auch richtig gehend ein bisschen wütend, wenn ich häufig höre, was mit den Betroffenen dann so passiert ist, im Sinne von, es werden ihnen Etiketten übergestülpt, sie werden quasi unverrichteter Dinge weggeschickt. Das Maximum an Empfehlungen ist häufig, ja, mach mal ein bisschen weniger Stress, meditiere mal ein bisschen oder mach mal ein bisschen ruhiger. Und so viele Betroffene leiden unnötig jahrelang. Die stellen sich in Frage, die stellen ihre Psyche in Frage. Denen wird immer wieder gesagt, ich sage jetzt mal sinngemäß, die bilden sich das ein oder es wäre halt nicht so schlimm, es gibt viel schlimmere Dinge und sollen doch mal froh sein, dass es nicht Darmkrebs ist. Und was ich halt sehe, und ich habe Carolina wirklich tagtäglich mehrere Anfragen oder Menschen in der Praxis, die sind schwerst leidend, die sind zum Teil arbeitsunfähig, die sind finanziell am Rande des Ruins, die müssen sich Geld leihen, die sind bettlägerig, die werden zum Teil mit Sonden ernährt, weil sie nichts mehr vertragen und sich gefühlt von drei Lebensmitteln oder auch wirklich von drei Lebensmitteln ernähren und nicht mehr am normalen sozialen Leben teilnehmen können, die sind psychisch am Ende nur in Anführungsstrichen wegen Reizdammbeschwerden. Das kann doch nicht sein. Das heißt, die Menschen leiden wirklich unnötig und was ich feststelle, wenn ich mir dann deren Fälle angucke, ordnerweise befunde, dass ich nenne das jetzt mal rudimentär teilweise nur Untersuchungen gemacht werden, dass sich fünf Minuten Zeit genommen wurde in der Praxis. Und ich denke mir, das funktioniert so nicht. Und mir ist es halt so wichtig, meine Auffassung ist, Reizdamm gibt es nicht. Reizdamm, das ist für mich, also A ist das offiziell eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, die darf erst gestellt werden, wenn alle, die Betonung liegt auf alle, organischen Ursachen ausgeschlossen wurden. Habe ich so bei über 1500 Fällen noch nicht gesehen. Und ich nenne sie häufig auch Hilflosigkeitsdiagnose. Das heißt, im Grunde bedeutet Reizdarm, wir haben die Ursache noch nicht gefunden in Klammern oder wir haben noch gar nicht danach gesucht. Und das ist das eigentliche Problem in meiner Wahrnehmung. Man kann so viel mehr tun, als aktuell meistens getan wird in der Diagnostik und vor allen Dingen in der Therapie. Und das Krasse ist, das ist halt keine Raketenwissenschafts-Spezialdiagnostik, die nur in drei Kliniken weltweit gemacht werden kann. Nee, das ist vielleicht auch nicht Standarddiagnostik, aber es ist eine Diagnostik, die theoretisch jeder, der Blut abnehmen kann, der eine Praxis hat oder sogar auch teilweise ohne Praxis machen kann. Teilweise kannst du Untersuchungen als Betroffener, Betroffene zu Hause machen, so bestimmte Atemtests kommen wir vielleicht gleich auch noch drauf. Das heißt, man kann das regulär als Heilpraktiker, als Heilpraktikerin, als Arzt, Ärztin diagnostizieren. Man kann das behandeln und ich wünsche mir halt, dass Betroffene aufgeklärt werden, dass die ernst genommen werden, dass sie sich auch trauen, Fragen zu stellen, dass die sich nicht abspeisen lassen, und selbst mitdenken. Und ich glaube sogar, das ist unerlässlich. Ich glaube, heutzutage muss man tatsächlich sogar mitdenken und sich selbst wirksam machen. Und das ist so meine Mission geworden, da aufzuklären, zu stärken, Content zu machen, damit man da die nächsten Schritte gehen kann.

SPEAKER_00

Superja, du hast absolut recht. Ich sehe das genauso, dass wir wirklich in die Selbstwirksamkeit gehen müssen, weil es tatsächlich bei uns kaum jemand macht. Wie du schon gesagt hast, die meisten haben wirklich nur ein paar Minuten Zeit und haben auch manchmal nicht die Zeit in Anführungszeichen oder möchten sich vielleicht auch gar nicht wirklich die Mühe machen, wirklich so viel zu diagnostizieren. Lass uns bitte mal ganz kurz dranbleiben, weil du das schon so toll genannt hast, Ausschlussdiagnose. Damit wir mal so einen Überblick darüber bekommen. Was muss alles getestet werden, damit wir an diesem allerletzten Punkt XYZ Ausschlussdiagnose Reizdarm kommen. Also einfach bloß, damit unsere Zuschauerinnen mal einen Überblick haben, was müsste eigentlich alles getestet worden sein davor, damit wir dann wirklich dastehen können und sagen können, sie haben Reizdarm.

SPEAKER_01

Alles schaffen wir jetzt, glaube ich, nicht. Da müssen wir wahrscheinlich noch eine Stunde dranhängen. Dazu vielleicht, wenn ihr mal schaut auf meiner Website unter den Buchempfehlungen, findet ihr bei mir so ein paar Checklisten, die ihr auch kostenlos runterladen könnt. Da habe ich eine Differenzialdiagnose Reizdarm auch zur Verfügung gestellt. Da könnt ihr das nochmal nachlesen, was man da vielleicht mal alles angucken kann oder womit man mal zum Arzt gehen kann und mal nachfragen kann, haben wir das eigentlich alles hier schon betrachtet, ne? Das vielleicht nur mal, bevor jetzt panisch der Stift gezückt wird und alles mitgeschrieben wird. Das heißt, was wir angucken müssen, sind einmal natürlich so schwerwiegende Dinge, die sicherlich auch immer dahinter stecken können. Gerade wenn man vielleicht sowas vermutet oder merkt, wie Blut im Stuhl oder sehr krasse Durchfälle oder extreme Symptome, dann würde ich da natürlich auch wirklich immer mit zum Schulmediziner oder zur Schulmedizinerin gehen, dass man mal die gravierenden Dinge, wie natürlich ein Darmkrebs abklären lässt, irgendwelche chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbuscron oder Culitis ulcerosa oder eine Zylakie, das ist so eine spezielle Unverträglichkeit von Gluten. Das sind jetzt so etwas krassere Thematiken, auch die Vertikel, die Vertikulitis, so entzündliche Prozesse eben im Darm sollten wir immer anschauen. Dann gibt es so Dinge wie natürlich Verdauungssaftstörungen, Motilitätsstörungen, die wir abklären lassen können. Also gibt es irgendwelche Autoimmunenprozesse, die dazu führen, dass Magensäure nicht vernünftig gebildet werden kann. Gibt es eine Magenschleimautentzündung? Gibt es Geschwüre vielleicht in irgendeinem Bereich des Verdauungstraktes? Dann können wir natürlich sowas abklären lassen. Da gibt es Blutdiagnostik oder über die Stuhldiagnostik kann man sowas auch häufig tun, wie Fettstoffwechselstörungen, bestimmte Unverträglichkeiten oder Allergien, Histaminintoleranz oder Histaminabbbaustörungen sehr, sehr gerne genommen. Mastzellenreaktionen sind ein bisschen schwieriger zu diagnostizieren, aber sollte man zumindest immer mal mitdenken, so ein eigener Themenbereich. Wir haben aber auch Dinge wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, die den Stoffwechsel lahmlegen können, angefangen von einer einfachen Unterfunktion bis hin zu einem Morbuz Hashimoto beispielsweise. Auch sowas wie, sind jetzt wieder ein bisschen schwerwiegendere Dinge, aber ein Diabetes mellitus, also die Zuckerkrankheit beispielsweise, die dann wieder über das Nervensystem auch Probleme hervorrufen kann, sollten abgeklärt werden. Infekte, Infektionen natürlich, klar, auch sowas kann ja immer mal mit reinspielen, dass man sich da irgendeine Parasiten oder ein Kandidat eingefangen hat oder irgendeine andere Art von Bakterium oder wie Virus im Körper hat, ne, auch sowas ist möglich. Nährstoffmenge, immer bitte abklären, ganz, ganz wichtiges Thema. Entgiftungsstörung. Also du siehst schon, es gibt zahlreiche Dinge, die abgeklärt werden sollten. Und das war jetzt wirklich nur der Anfang der Liste so, ne? Aber man sieht schon mal, wenn man für sich mal überlegt, was hat mich vielleicht mein Arzt oder meine Ärzte in meinem letzten Praxisbesuch alles abgefragt oder wozu gibt es Werte? Wahrscheinlich nicht zu den wenigsten Sachen, ne? Deswegen, da ist häufig noch sehr viel Luft nach oben.

SPEAKER_00

Absolut, ja. Und da ist es natürlich Gold wert, dass du uns da natürlich auf so einer Liste quasi schon bereitgestellt hast, beziehungsweise dass man sie natürlich kostenlos auch auf deiner Seite findet. Das ist auf jeden Fall ein super Tipp. Vielen Dank an der Stelle. Und dann möchte ich natürlich auch direkt weiterfragen, du hast schon angefangen, vorhin bei den Fehlbesiedelungen zum Beispiel auch vor allem bei der SIBO drüber zu sprechen, dass es eher zu einer Überbevölkerung im dünnen Darm kommt an diesen Bakterien. Wo ist denn erstmal das Problem dabei? Wir wollen ja eigentlich Bakterien haben. Und warum kommt es eigentlich zu diesen starken Beschwerden, dass man dann teilweise auch bettlägerig ist oder auch wirklich gar nicht mehr richtig lebensfähig ist?

SPEAKER_01

Also ich habe ja eben schon so angeteasert, wir haben normalerweise, wie du ja auch gerade gesagt hast, Bakterien in unserem Darm, vorwiegend im Dickdarm. Das ist ein sehr reich besiedeltes Gebiet. Da haben wir das sogenannte Mikrobiom, das ist die Bakterienbesiedlung unseres Darms, das zwischen, die Experten sind sich nicht ganz einig, aber zwischen vier hundert und tausend verschiedene Arten von Bakterien beinhaltet, ungefähr zwei Kilo von uns sind so durchschnittlich gesehen Bakterien. Also mehr Bakterien, als die Erde Einwohner hat, wohnen in jedem Einzelnen unserer Därme. Das ist total fantastisch, finde ich. Also fast unvorstellbare Größenordnung. Und bestenfalls leben diese Bakterien in einer perfekten Symbiose mit uns und tun ganz, ganz viel Gutes für uns. Die bilden verschiedene Stoffe, die für unseren Darm hilfreich sind, die helfen bei der Erregerbekämpfung, übernehmen Funktionen im Verdauungsprozess, haben eine immunkompetente Funktion, wenn alles gut läuft. Und jetzt gibt es aber verschiedene Dinge, die da schief laufen können. Das fängt an bei so banalen Dingen, in Anführungsstrichen, wie Antibiotikagaben, hat ja gefühlt fast auch schon jeder oder jede unter uns irgendwann mal im Leben bekommen. Das macht zum Beispiel etwas mit unserem Mikrobiom. Oder wir haben einen Infekt gehabt, eine Lebensmittelvergiftung, Magen-Darm-Erkrankung oder Magen-Darm-Grippe, sagt man ja häufig. Oder wir haben irgendwie blöd gegessen, die Motilität war irgendwie nicht so ganz gut, wir hatten mal Verstopfung, Durchfall, irgendwie sind Dinge durcheinander geraten, wir haben vielleicht viel Shitfood gegessen und schon verändert sich unser Mikrobiom. Und wenn wir jetzt, und das betrifft vielleicht gerade Frauen, auch noch so Ereignisse hatten, wie zum Beispiel krasse Geburten, Glocken, also Saugglockengeburten oder da wo viel Druck auf dem Bauchraum ausgeübt wurde oder Operationen oder was ins Spiel kommen, dann erhöht sich immer mehr das Risiko, dass eben das Mikrobiom des Dickdarms sich A verändert und so ein bisschen das Einfallstor geöffnet wird dafür, dass sich Bakterienfraktionen, also Einwohner dort so ein bisschen verändern an ihrer Mengen und Größenordnung. Und wenn wir dann noch das Problem haben, dass wir vielleicht so eine Tendenz zu entzündlichen Prozessen haben und so diese Übergangspforte, in Anführungsstrichen, zwischen Dündarm und Dickdarm etwas durchlässiger wird, das ist die Ellikalklappe, dann kann es passieren, dass zum Beispiel aus dem Dickdarm-Bakterien in den Dünndarm gelangen. Und dort haben die tolle Lebensbedingungen. Die mögen nämlich total gern Kohlenhydrate und Ballaststoffe eigentlich alles, was sehr gesund ist, so Gemüse, Obst, Ballaststoffe, da sagt man ja, ist ja eine sehr gesunde Ernährung. Und ein häufiges Symptom ist deswegen bei einer bestehenden Fehlbesiedlung auch, je gesünder ich esse, desto schlechter geht es mir. Ich ernähre mich doch schon so gesund und irgendwie merke ich, boah, ich habe so einen Blehbau. Und was dann passiert ist, diese Bakterien im dünnen Darm, die freuen sich natürlich wie Wolle, weil nämlich im Dünnen Darm ja die eigentliche Verdauung stattfindet. Das heißt, dort findet man ja noch Nahrungsbestandteile, so je nachdem, wo man sich da befindet, in mehr oder weniger in der Reimform. Das heißt, diese Bakterien haben ein reines Buffet vor sich liegen, freuen sich, knabbern daran rum und vermehren sich da natürlich und siedeln sich bevorzugt an. Die stammen nicht alle aus dem Dickdarm, es gibt auch andere Quellen, aber Fakt ist, wir haben irgendwann so den Fall bei so einer Fehlbesiedlung, dass wir im dünnen Arm ein vermehrtes Aufkommen an Bakterien haben. Und dadurch, dass eben die Verdauung da stattfindet, die Nahrung da reinkommt, füttern wir sie immer schön weiter, je nachdem, was wir essen, mal mehr, mal weniger. Und dadurch vermehren sie sich. Und was passiert ist, die machen ja genau ihren Job. Die machen ihn nur leider an einer falschen Stelle. Das heißt, sie knabbern an den Kohlenhydraten und Ballaststoffen rum und dann pupsen diese Bakterien jetzt mal ganz bildlich gesprochen. Und da findet eine Fermentation statt, also eine Gärung, eine Gasbildung. Das kennt ihr aus der Biogasanlage. Das heißt, es findet so richtig schöne Gasbildung statt. Und diese Gase, die können ja anders als beim Dickdarm, da können wir sie auspupsen. Die können dann erstmal nicht raus. Das heißt, es gibt diese sehr schmerzhaften, im Bauch verbleibenden Bauchgase, Meteorismen nennt man die. Und die führen dazu, dass der Bauch sich halt sehr stark bläht, dass wir eben dadurch oft auch durch diese Spannung und diesen Trommelbauchschmerzen haben, Koliken. Dadurch verändert sich wiederum sozusagen das Milieu und das Mikrobiom dort. Das heißt, wir haben im Darm eigentlich ein Arbeitsklima vom pH-Wert her, das sehr optimal ist, wenn alles perfekt läuft, für die Aufspaltung durch Enzyme von Nahrungsbestandteilen. Die Magensäure tut ihr Übriges auch für dieses Milieu. Und wenn wir jetzt ständig diese Fehlbesiedlung dort haben, verändert sich das Milieu. Dann können Enzyme nicht mehr so gut arbeiten, je nachdem, was wir essen. Dann neigen wir vielleicht auch dazu, etwas anders uns zu ernähren. Wir schränken immer mehr ein, es kommt zu immer mehr Mängeln, unser Mikrobiom wird nicht mehr so toll gefüttert, weil wir ja merken, alles, was eigentlich gut für den Darm ist, Stichwort Ballaststoffe, macht jetzt Probleme. Dann lassen das viele Leute weg. Das heißt, der Darm wird nach hinten raus immer weniger gefüttert und aufgebaut. Der wird im Gegenteil runtergerockt. Das heißt, wir arbeiten eigentlich in dem Moment dann gegen unseren Körper, weil wir versuchen natürlich hilflos eine Strategie zu finden, die uns erstmal symptomatisch schützt. Und am Ende des Tages baut der Körper immer weiter ab. Dann kommt noch dazu, dass diese Bakterien bestimmte, ich nenne es jetzt mal, Stoffwechselprodukte bilden, die teilweise für unseren Körper toxisch sind. Das heißt, die sind für ihn nicht hilfreich, sondern die reizen und schädigen die Darmbarriere. Dann kommt es oft zu einem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom, also so Durchlässigkeitsstörungen der Darmbarriere, der Schleimhaut. Und dann kommt so eins zum anderen, wodurch sich das Problem immer weiter wie so eine Negativspirale oder so einen Teufelskreis verschlechtert. Und wir merken, wenn wir da nicht ganzheitlich rangehen und das Problem vielleicht auch noch gar nicht verstanden haben, weil wir gar nicht wissen, dass es das gibt, dann versuchen wir ja oft durch sowas wie Low-Food-Map-Diäten oder so, uns eben einfach symptomatisch zu schützen. Und wie gesagt, rocken wir immer weiter den Organismus runter, sodass am Ende des Tages der Körper es nicht mehr alleine hinbekommt, weil wir irgendwie nicht im Team mehr mit ihm arbeiten, sondern eigentlich nur noch so Brandbekämpfung machen und Symptombekämpfung machen. Und dann merken viele Menschen eben auch, dass wir nicht nur symptomatisch noch anfügen, weil es so oft nicht bei diesen Verdauungssymptomen bleibt. Also für diejenigen, die vielleicht gucken wollen, betrifft mich das oder betrifft mich das nicht. Oftmals ist es dann so, dass wir eben dadurch, dass die Nährstoffe runtergehen, dass das Mikrobiom sozusagen schwächer wird, dass die Darmbarriere leidet, was dann wieder immunologische Prozesse auslösen kann im Bindegewebe, dass wir dann infektanfälliger werden, dass unsere Mastzellen überreagieren, dass wir plötzlich eine Histaminintoleranz auch bekommen. Dann kommt irgendwie eine meistens in der Reihenfolge, Gluten wird nicht mehr gut vertragen, Lactose wird nicht mehr gut vertragen, Fructose wird nicht mehr gut vertragen, Histamin wird nicht mehr gut vertragen. Es kommt eine Unverträglichkeit nach der anderen dazu, dann kommen oft noch Salicillate oder Oxalate dazu, um die etwas selteneren Unverträglichkeiten zu nennen. Völlegefühl, Erschöpfung, Müdigkeit, auch durch die Mängel bedingt und häufig bei bestimmten Arten von Fehlbesiedlungen auch so ganz krasse Gelenkschmerzen und Blasensymptome und Rosazeer. Das sind sehr, sehr typische Symptome, bei denen man immer auch mal an diese Fehlbesiedlung denken kann und da dann wirklich mal auf die Suche gehen kann, ob man da was herausfindet.

SPEAKER_00

Wahnsinn, ja. Und wenn man all das, all diese diagnostischen Mittel davor auch nicht genossen hat, dann versucht man ja erstmal, so wie du es auch gesagt hast, sich selbst zu schützen. Man startet vielleicht aus eigener Initiative heraus, wie lowfortmap.ed, oder man geht vielleicht zu irgendeinem Berater, der vielleicht weniger Erfahrung hat mit der ganzen Geschichte und probiert vielleicht nochmal other things aus. Welchen der Schritten bist du schon mal begegnet bei deinem Patienten, wo du auch festgestellt hast, there hat jemand versucht, auf eigen initiative alles in die Hand zu nehmen, weil sie vielleicht auch wirklich nicht die Unterstützung vom Arzt bekommen haben. Die allermeisten starten ja beim Arzt und versuchen dort ja die Diagnostik zu bekommen. When ihm das nicht mal angeboten wird, dann starten sie natürlich auf eigene Verantwortung heraus. In welchen Schritten bist du denn begegnet, wo du auch wirklich festgestellt hast, das hat tatsächlich die Symptome eigentlich nur noch mehr verschlechtert oder so wie du es auch nennst, der Darm wurde nur noch mehr runtergerockt.

SPEAKER_01

Also der Klassiker ist wirklich Antibiotika und Diät. Das ist eigentlich das, dazu mache ich auch sehr viel Content und erkläre immer wieder, warum das nicht die Therapie zum Beispiel ist. Meistens begegne ich dem Fall, dass wenn jemand überhaupt auf diesen Trichter gekommen ist, ich habe eine Fehlbesiedlung, dass dann so ein sogenannter Atemtest gemacht wird. Darüber kann man, indem man so ein bestimmtes Testmedium trinkt und dann in so einem bestimmten Zeitabstand in so Röhrchen pustet und diese Atemkurve ausgewertet wird, kann man feststellen, ob bestimmte Arten von Fehlbesiedlungen sich im Darm befinden und wo. Das heißt, wenn man so einen Atemtest bekommt, bekommt man eine Auswertung damit raus und dann wird sowas zum Beispiel gesagt wie, oh, du hast eine Fehlbesiedlung mit wasserstoffbildenden Bakterien oder oh, du hast eine Fehlbesiedlung mit methanbildenden Mikroorganismen. Und dann kommen auf Therapeutinnen und Therapeuten oder die Betroffenen selber, bekommen so eine pauschale Empfehlung dann mit diesem Atemtest und dann wird gesagt, wenn du das hast, dann nimm jetzt mal Antibiotika, chemisch oder pflanzlich, je nachdem, wer es verschreibt, und dann mach mal eine Lofotmet-Diät. Und dann machen die Leute das und dann stellen die häufig auch fest, oh, das ist ja toll, jetzt geht es mir kurzfristig besser. Und dann fangen die aber natürlich irgendwann wieder an, normal zu essen oder irgendwann setzt man ja dieses Präparat auch mal ab, das ist ja kein Lebensmodell und stellt plötzlich fest, wow, jetzt kommt das Ganze wieder und zwar mit Macht meistens stärker als zuvor. Das heißt, es kommt zu so einem Rezidiv, also zu einem Rückfall. Und das ist eigentlich der typische Fall, den ich dann auch irgendwann in der Praxis habe oder in meinem Online-Programm, weil dann Betroffene sagen, so, boah, ich habe alles probiert. Bei mir funktioniert es nicht. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Und wenn ich dann mit den Menschen spreche, stellen wir fest, okay, hat überhaupt mal jemand deine Darmbayere angeguckt, hat mal jemand deinen Mikrobiom untersucht, hat denn jemand mal überhaupt nach Mängeln geguckt? Nö, ich habe nur den Atemtest gemacht und dann wurde gesagt, ja, nimm mal jetzt sowas wie zum Beispiel Oregano oder Berberine oder Alicin aus dem Knoblauch, das sind so klassische pflanzliche Antibiotika, nennen wir die mal, in Anführungsstrichen, die halt helfen sollen, diese Bakterien, die Fehlbesiedelten quasi zu killen oder zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren. Und das funktioniert auch grundsätzlich, nur wenn man sich mal eins vor Augen hält, wird klar, warum dieser Ansatz fehlgreift und nicht richtig funktionieren kann. Eine Fehlbesiedlung, jetzt als ganz spezieller Fall des Reizdarms, es gibt ja viele andere Ursachen, haben wir gesagt, aber wenn wir jetzt wirklich mal bei Fehlbesiedlung sind, so eine Fehlbesiedlung, die ist keine Infektion. Die kommt nicht aus heiterem Himmel, wir gehen durch den Wald und plötzlich befällt uns die Fehlbesiedlung, dann kommen wir nach Hause und uns geht es schlecht. Und wir nehmen irgendwie ein Antibiotikum und dann ist die weg, wie bei so einem Zeckenbiss zum Beispiel. Sondern eine Fehlbesiedlung, die entsteht immer aus Gründen. Und diese Gründe, wenn wir die nicht behandeln, dann kommt die immer wieder. Das heißt, wenn ich eine schwache Mobilität habe, mich bescheuert ernähre, wahnsinnig viel Stress habe und gefühlt nur alle vier Tage aufs Klo gehe. Und jetzt haue ich noch mit Antibiotika irgendwie auf diese Fehlbesiedlung drauf, klar geht die erstmal zugrunde, dann geht es mir erstmal besser, insbesondere wenn ich noch eine Diät mache, bei der ich ja gar nicht das Futter gebe in dem Moment, also diese SIBO-Diäten oder Low-Fodmap-Diäten, die verzichten quasi auf die Triggerfoods. Das heißt, dann können die Bakterien ja gerade gar nicht diesen eben beschriebenen Gärungsprozess machen. Ja, klar, habe ich dann die Symptome nicht. So, sobald ich aber wieder was esse, freuen die sich ja wieder, Bakterien sind schwer totzukriegen, die warten da geduldig, bis wieder was kommt, eine Weile lang. Und dann kommt das Problem wieder. Weil wenn ich jetzt nicht meinen Darm wehrhaft mache, wenn ich meine Mängel nicht ausgleiche, wenn ich meine Darmbarriere nicht repariere, wenn ich nicht schaue, dass mein Entgiftungssystem auch die anfallenden Toxine gut loswerden kann, wenn ich nicht an meinem Stressregulationsmechanismus arbeite. Ja klar kommt die Fehlbesiedlung wieder, sobald ich das Antibiotikum absetze. Und das ist halt ein häufiges Missverständnis, dass Therapeuten darangehen, als wäre das eine Infektion und völlig außer Acht lassen, dass es einen Tathergang gibt. Eine Geschichte und Rahmenbedingungen oder ich nenne sie immer Auslöser, Ursachen und Treiber, die eben dazu führen, dass dieses Problem bestehen bleibt. Und die gilt es eben zu behandeln.

SPEAKER_00

Ja, Wahnsinn. Das heißt, all das, was du jetzt beschrieben hast, diese, ich nenne jetzt ja, vielleicht nenne ich das jetzt sehr salopp 0815, Zibo-Pläne. Aber viele arbeiten ja genau nach dieser Struktur, die du uns jetzt gerade hergeleitet hast. Du würdest das tatsächlich eher als Symptombekämpfung beschreiben. Und die eigentliche Ursachenbekämpfung wird gar nicht richtig in diesen Plan mit einbezogen. Habe ich das richtig verstanden?

SPEAKER_01

Also wenn wir wirklich von diesen, ich würde das auch so nennen, 0815 oder Pauschalplänen sprechen, die nur auf einen Atemtest verschrieben werden und wo gesagt wird, mach jetzt mal vier Wochen das, dann mach sechs Wochen das, dann mach drei Wochen das oder in anderen Zeitabständen, aber wo dir quasi schon für die nächsten zwei, drei Monate ein Plan gegeben wird, da würde ich mit spitzen Fingern das Ding fallen lassen und das nicht machen, weil das, ich würde das nicht mal Symptombekämpfung nennen, also maximal, das ist einfach eine Pauschalbehandlung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu dir passt, weil, wie will ich denn wissen, was in zwei Wochen ist, ich muss ja mit dir sprechen, um festzustellen, wenn ich dir jetzt ein Mittel verschreibe und das macht seinen Job, was es ja hoffentlich tut, so im besten, besten Fall, dann verändern sich ja Dinge zum Positiven im besten Fall. Manchmal kann es auch so kleine Verschlechterungen geben, in Anführungsstrichen, weil halt nochmal Bakterien absterben und das fühlt sich doof an, obwohl es eigentlich was Gutes ist. Aber das muss ich ja als Therapeut wissen, damit ich dann die richtigen Schritte ergreifen kann. Wir wollen ja auch nicht den Körper zuschütten mit irgendwelchen Präparaten und auf lange Sicht sozusagen damit den Dickdarm wieder runterrocken, sondern wir wollen ja versuchen, möglichst kurz und knackig so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu unterstützen, damit der Körper wieder selber regulieren kann. Und das machen ja diese Pauschalpläne nicht. Die helfen dem Körper ja nicht, selber das in den Griff zu bekommen. Die hauen da ein bisschen drauf rum, symptomatisch irgendwie. Und dann nehmen die an, dass sie schon drei Monate in die Glaskugel Zukunft irgendwie voraussagen können und wissen, was dann passiert. Das kann ich ja gar nicht. Natürlich kann ich, wenn ich viel Erfahrung habe, so ein bisschen prognostizieren, wie lange wird das vielleicht dauern, wie lange werde ich wahrscheinlich mit Antibiotika arbeiten müssen, was wird es vielleicht noch so in der Folge geben und damit liege ich vielleicht auch richtiger, je häufiger ich behandle so, aber ich kann das nicht vorhersagen. Mich überraschen so viele Fälle, weil die ganz anders laufen, als ich das vielleicht schon in meinem Köpfchen hatte. Deswegen gilt es für mich immer, engmaschig zu schauen, wie entwickelt sich ein Fall, nicht nur bei Fehlbesiedlung, immer übrigens so. Ich bin gar kein Fan von Pauschalbehandlungen, weil jeder Mensch ganz individuell ist und ganz individuelle Auslöser, Ursachentreiber und Lebensbedingungen hat. Das heißt auch nicht für jeden funktioniert alles gleichermaßen gut, das muss man ja auch mal sagen. Und insofern würde ich mir das immer individuell angucken oder am allerbesten, Stichwort Selbstwirksamkeit, darüber reden wir ja gerade ganz viel in diesem Kongress auch, den du hier coolerweise hostest, am allerbesten finde ich es immer, die Betroffenen, die stecken ja in ihrem Körper drin. Das heißt, die sind ja die allerbesten Experten dafür, was gerade passiert. Die können ja viel schneller reagieren, als ich es als Therapeut kann, weil ich ja gar nicht 24-7 für jeden Einzelnen immer da sein kann. Das heißt, wenn die Menschen selbstwirksam werden und sich damit beschäftigen, wie ihr Körper funktioniert, ihr Organismus funktioniert, wie die Krankheitsmechanismen ungefähr ablaufen. Und dafür muss man keinen Gesundheitsexperte werden, sondern es geht wirklich um die groben Abläufe zunächst mal, dann können die ja selber verstehen, was sie jetzt verändern können. Und das ist auch immer so mein Ansinnen in meinem Online-Programm zum Beispiel, dass ich die Menschen selber helfe, zu verstehen, was da gerade schiefläuft, wo die Regulationsstörung sitzt, wie sie das rausfinden, worüber sie auch vielleicht mit ihrem Arzt ihrer Ärztin sprechen können, welche Blutwerte was bedeuten, wie diese sechs Säulen funktionieren. Und dann können sie selbst wirksam ihre eigene Strategie entwickeln. Und ich finde, das ist halt richtig cool, weil man dafür irgendwie für sein ganzes Leben ja Wissen anhäuft, das hilft einem ja immer. Also, das ist irgendwie das Beste, was man machen kann, finde ich.

SPEAKER_00

Das stimmt, absolut. Und du hast auch schon, also ich finde es an zuallererst finde ich das super toll, dass du da auch so transparent und ganz ehrlich mit uns sprichst, dass du auch siehst, dass sich viele Fälle auch anders entwickeln, als du das prognostiziert hättest. Das heißt, es verändert sich so viel auch einfach als Reaktion auf die täglichen To-Dos, auf die täglichen Lebensstil-Einwirkungen, die we auch einfach selbst kaum richtig beeinflussen können. Zumindest vieles lässt sich nicht unbedingt bewusst steuern, vieles findet ja auch unbewusst statt. And for all this, wie sich so etwas weiterentwickelt. Und ich finde es wirklich ganz klasse, dass du das auch so transparent mit uns teilst. Ich denke, das wird auch viele auch ein Stückchen weit auch etwas überraschen, dass es tatsächlich so viel anders laufen kann, dass man quasi immer dranbleiben sollte und einfach immer ein Gefühl für sich selbst haben sollte, finde ich wirklich klasse. Und weil du auch schon zwischen den Zeilen hast, auch angemerkt hast, wie du eigentlich arbeitest. Es ist nicht die Diät für alle, es ist nicht einfach nur Bakterien wegmachen. Du hast schon ein paar Treiber genannt, auf die man achten sollte. Hättest du für unsere Teilnehmenden, wenn sie wirklich das Gefühl haben, ja, da könnte tatsächlich etwas sein, was vielleicht auch eine SIBO in mir bedeuten könnte oder einfach eine andere Art von Fehlbesiedelung oder eine andere Regulationsstörung, hättest du da etwas, was du ihnen an die Hand geben könntest, damit sie sich mehr Überblick drüber verschaffen können?

SPEAKER_01

Wir haben ja eben schon über dieses Differentialdiagnose-Checklistchen gesprochen. Da kann man sich mal angucken, um überhaupt erstmal zu gucken, was ist schon alles angeschaut worden. Dann haben wir irgendwo im Bereich dieses Videos, das kannst du dann gleich nochmal genauer sagen, auch ein sogenanntes Sibo-ABC verlinkt. Da habe ich mal so von A bis Z tatsächlich wichtige Schlagworte rausgegriffen und habe mal so die Basics aufgeführt. Da findet man auch ein bisschen was zur Differenzialdiagnostik, also Ausschlussdiagnostik, da findet man was zu den Atemtests, da findet man was zu den nächsten Schritten, zu den sechs Säulen natürlich, um die es meiner Meinung nach gehen sollte. Da kann man sich mal so ein bisschen aufschlauen, was dieses Thema so im Grundbegriff her angeht und kann sich so ein bisschen da mal Gedanken machen, betrifft mich das, betrifft mich das nicht. Man wird da im Prinzip auch mit diesen sechs Säulen vertraut gemacht. Ich weiß gar nicht, ob ich die vorhin mal genannt habe, die man sich gedanklich auch mal vor Augen führen kann. Also diese Ursachenforschung, Primärerkrankung, dann eben der Bereich Stoffwechsel und Ernährung, Motilität gehört mit dazu, Verdauungsaftbildung gehört dazu, der ganze Bereich Darmgesundheit, inklusive Mikrobiom, Schleimhäute und Darmgesundheit, Mikronährstoffe, super, super wichtig, Ausleitung, Entgiftung und, und das hat sicherlich auch damit zu tun, was du gerade ansprichst, dieses alles ist oft so anders und wir können Dinge nicht vorhersehen, Nervensystem, vegetative Regulation, Psyche, alles, was mit unserem Nervensystem und diversen Stressfaktoren zu tun hat, beeinflusst uns so unfassbar doll und wird oft nicht mitgedacht. Also das ist auch eine Erfahrung, die ich mache, dass das Thema ganz oft nicht mitgedacht wird. Das heißt, sich wirklich mit diesen sechs Säulen mal zu beschäftigen, gedanklich und mal zu gucken, wo bin ich, wie diagnostiziert worden, hat mich das schon mal einer gefragt. Mithilfe dieses SIBO-ABCs kann man schon so ein bisschen eintauchen. Ich habe ja sehr viel Content auch auf YouTube, meine Kanäle findet man ja hier auch, die hast du ja netterweise auch mit verlinkt. Da mache ich ganz, ganz viel Basic-Content oder auch Spezialthemen, wirklich rund um Unverträglichkeiten, Allergien, Reizdarm, SIBO, Imo. Man findet auch was zur allgemeinen, artgerechten, gesunden Ernährung, zu Mikronährstoffen, zur Ausleitung, Entgiftung, also zu all diesen Säulen findet man ganz, ganz viele Informationen bei mir schon, die man kostenfrei sich einverleiben kann und einfach wirklich sein Verständnis schärfen kann, wie der Körper funktioniert und ob vielleicht eine Fehlbesiedlung ein Thema ist. Und wie gesagt, diese Gründe zu finden, warum es einem nicht gut geht oder wie diese Symptome entstehen können, die sind halt erfolgskritisch. Und was ich auch raten kann, jedem Menschen, der irgendwie das Gefühl hat, gesundheitlich läuft es nicht ganz rund, wirklich mal so einen roten Faden zu malen, sich ein Blatt Papier zu nehmen, quer hinlegen, roten Faden malen, von Geburt bis heute, mal aufschreiben, wie sich so die Gesundheitsthemen entwickelt haben. Was war zuerst, was kam dann? Auch so einschneidende Lebensereignisse mal aufschreiben. Schule, Ausbildung, Kinder, Heirat, Umzug, Job, was auch immer einen so beschäftigt hat oder wo man merkt, so, ja, das ist schon irgendwie einschneidend gewesen. Das gibt oft nochmal einen ganz neuen Aufschluss darüber, wie so eins zum anderen kam. Und dann werden oftmals Dinge auch nochmal so ein bisschen klarer. Das heißt, da könnte man auf jeden Fall schon mal so ein bisschen anstrengend. Und wenn man dann tiefer einsteigen will, du hast ja eben gefragt, wie kann man jetzt sich da noch weiter aufschlauen. Ich habe ein Buch geschrieben zum Thema Therapieleitfaden-SIBO heißt das, also zu diesem Sechs-Säulen-Ansatz und wie man den quasi bei Reiznahm-Beschwerden jeglicher Art vernünftig einsetzt. YouTube-Kanal habe ich schon genannt, auch auf den anderen sozialen Medienkanälen findet man ganz viel Zeug von mir. So, da kann man mal so ein bisschen rumgucken. Meine Homepage ist wahrscheinlich eine erste gute Anlaufstelle, weil da die Ressourcen alle nochmal geballt sind und dann findet man seinen Weg zu allen möglichen anderen Dingen, inklusive des Online-Programms, das wir auch gerade schon genannt haben.

SPEAKER_00

Super, ja, vielen Dank. Also liebe Zuschauerinnen, genau all diese Links oder all diese Portale und sozialen Medien, die jetzt gerade die liebe Gabi euch gerade genannt hat, die findet ihr natürlich allesamt unter diesem Video. Auch den Zugang zu dem Sibu ABC, vollkommen kostenfrei für euch, findet ihr auch unter diesem Video. Und weil wir natürlich jetzt vorhin auch ganz kurz auf die Nährstoffe eingegangen sind. Relativ marginal, aber es ist halt auch noch ein großes Feld, da können wir uns auch stundenlang drüber unterhalten. Ich denke, es ist aber trotzdem noch sehr, sehr wichtig. Du hast es auch ganz bestimmt auch in deinen kostenlosen Infomaterialien bestimmt auch schon mit niedergeschrieben. Du hast uns auch ein Geschenk gemacht für diesen Kongress, für das Kongresspaket Gold. Vielleicht möchtest du uns da auch ein bisschen ein Stück weit mitnehmen, was denn die Zuschauerinnen so damit erwartet und was für Benefits sie davon haben.

SPEAKER_01

Ja, wir haben im Grunde ja zwei Rabattcodes vereinbart, mit denen ihr als Zuschauende und als Käuferinnen dieses Gold-Kongress-Paketes einen Vorteil haben sollt. Und zwar geht es einmal um Supplements, die ich selbst konzipiert habe. Ich selber irgendwann an den Punkt geraten, wo ich gesagt habe, ich will Menschen Dinge verschreiben, sowas ganz Banales wie B-Vitamine, aber vielleicht auch ein bisschen was Komplizierteres wie Darmbakterien. Aber ich finde auf dem Markt nicht das, was ich haben möchte. Nämlich, ganz wichtig, zusatzstofffrei, also wirklich clean Präparate, in denen wirklich der Wirkstoff drin ist, den ich benutzen will und auch bitte nur der oder in einer sinnvollen Kombination angereichert. Und eben eine vegane Kapselhülle oder ein Pulver, je nachdem, aber mehr nicht. Bitte keine Trennmittel, bitte keine Konservierungsstoffe, keine komischen Ehestoffe oder anderen Mist, den der Körper nicht braucht, sondern nur wieder ausleiten muss. Und dadurch ist oder daraus ist die Marke Max Prosion erwachsen, unter der ich eben mittlerweile ein relativ breites Spektrum an Supplements anbiete, die ich eben auch speziell in diesem Bereich Reizdarm und Fehlbesiedlung gerne verschreibe und benutze und empfehle. Unter anderem auch so Bakterienpräparate, die eben speziell bei Fehlbesiedlung geeignet sind. Denn da müssen wir mal ein bisschen aufpassen. Ein typisches Symptom, das wir noch nicht genannt haben, ist nämlich auch klassische Probiotika vertrage ich nicht, die machen es immer schlimmer. Ja, weil wir nämlich damit diese Bakterienbesiedlung immer wieder durcheinander bringen. Und da braucht es spezifische Präparate, die findet ihr zum Beispiel auch bei mir im Shop. Und da haben wir einen Rabattgutschein verlinkt. Und das zweite ist das besagte Online-Programm Reitsdamm-Sibu-Imo, das Sibu-IMO-System, auf Basis dieser Sechs-Säulen-Reizdamm-Roadmap, wie ich sie immer nenne. Da haben wir euch auch einen Rabattgutschein zur Seite gestellt, sozusagen, wenn ihr da Interesse habt, wenn auch ihr lernen möchtet, wie ihr da vernünftig in die Diagnostik einsteigt, wie das ganze Thema zusammenhängt, wie euer Körper eigentlich funktioniert, speziell auch der Bereich Verdauung und Stoffwechsel, wie euer Darm eigentlich aufgestellt sein sollte und was da vielleicht alles schiefläuft und natürlich auch, wie ihr damit umgeht, dann kann dieses Programm halt für euch gut sein. Da begleite ich auch ganz intensiv eben bei der Erstellung der ganz individuellen Reizdarmstrategie, ob Fehlbesiedlung oder nicht. Und genau wer mag, kann da eben einsteigen zu einem etwas vergünstigten Preis.

SPEAKER_00

Super, das klingt wunderbar. Also liebe Zuschauerinnen, wenn ihr jetzt gerade total angetan seid und ihr schon wisst, ihr habt vielleicht schon die ersten Schritte von der lieben Gabi unternommen und habt schon rausgefunden, da bräuchtet ihr auf jeden Fall etwas Unterstützung, dann profitiert ihr auf jeden Fall von diesem wundervollen Rabatten auf der Seite von der Gabi. Und zwar findet ihr das auf jeden Fall in unserem ganzheitlich Kongress-Paket Gold. Direkt unter diesem Video findest du auch einen Link dazu. Dann kannst du dir nochmal einen Überblick darüber verschaffen, was du alles als Benefit davon hast.