Up Your Total Glow - Deutsch

Warum dein Körper immer wieder Nein sagt

Ruth Balsiger

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Warum fällt es vielen Menschen so schwer, wirklich zu entspannen, Hilfe anzunehmen oder sich sicher genug zu fühlen, um loszulassen

In dieser tiefgehenden Folge von Up Your Total Glow sprechen wir darüber, warum der Körper oft Widerstand zeigt — selbst dann, wenn wir uns Heilung, Ruhe und Veränderung wünschen.

Du erfährst:

✨ warum dein Körper dich nicht sabotiert, wenn er „Nein“ sagt
 ✨ wie das Nervensystem Schutzmechanismen entwickelt
 ✨ weshalb Ruhe, Stillstand oder Empfangen sich manchmal unsicher anfühlen können
 ✨ wie Stress, Überforderung und alte Erfahrungen im Körper gespeichert werden
 ✨ warum Heilung oft erst ungewohnt wirkt, bevor sie sich sicher anfühlt
 ✨ welche Rolle Sicherheit, Beständigkeit und Selbstmitgefühl für echte Regulation spielen
 ✨ wie du beginnst, sanfter mit deinem Körper statt gegen ihn zu arbeiten

Diese Episode verbindet Nervensystem-Wissen, emotionale Heilung und ayurvedische Weisheit auf eine liebevolle und alltagsnahe Weise.

Wenn du dich oft erschöpft fühlst, ständig funktionierst, Schwierigkeiten hast abzuschalten oder das Gefühl kennst, dich selbst immer wieder von Ruhe, Nähe oder Unterstützung wegzuziehen, wird dich diese Folge tief berühren.

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SPEAKER_00

Hallo und herzlich willkommen zurück bei Appia Total Glow. Ich freue mich so sehr, dass du heute wieder dabei bist. Und heute möchte ich über etwas sprechen, das mich schon seit einiger Weile begleitet. Und ich habe das Gefühl, dass ich damit nicht alleine bin, sondern dass ich vielleicht einige von euch darin wiedererkenne. Before we beginnen, hier ist mein liebevoller Hinweis an dich. Dieser Podcast dient der Inspiration und Information und ersetzt keine medizinische oder psychologische Beratung. Bitte hol dir also unbedingt professionelle Unterstützung, wenn du diese benötigst. Und ich möchte heute mit etwas beginnen, das ich vor kurzem in einer Sitzung mit einem ganz wundervollen Klienten erlebt habe. Und ja, ich habe also mit diesem wirklich tollen Klienten gearbeitet, der auf dem Papier eigentlich alles richtig macht. Und dieser Klient ist super intelligent und sehr reflektiert, hochmotiviert, also so ein Traumklient. Und auch wirklich sehr ernsthaft daran interessiert, etwas in seinem Leben zu verändern. Und er versteht die Methoden oder erkennt seine Muster. Und er kann auch klar benennen, was sich eigentlich verändern müsste. Und trotzdem passiert immer wieder etwas sehr ähnliches. Sobald sein System sich in Richtung von mehr Ruhe oder mehr Stabilität, mehr Empfang oder mehr innerer Weichheit bewegt, wird er, und das passiert sicherlich ganz unbewusst, fängt er an auszuweichen. Und von außen sieht es überhaupt nicht dramatisch aus. Das zeigt sich eher auf eine ganz, ganz subtile Weise. Dadurch, dass er plötzlich viel mehr Arbeit hat und sein ganzes Beschäftigungspensum unglaublich ansteigt. Oder dass er auf einmal beginnt, total analytisch zu denken. Oder den Fokus nach außen legt. Also es geht dann eher um Optimierung oder ja darum, etwas zu reparieren anstatt wirklich bei sich zu bleiben. Und ja, ich sehe dieses Muster immer wieder. Also nicht nur bei ihm, sondern bei ganz vielen Menschen, mit denen ich über die Jahre hinweg gearbeitet habe. Und ich kann es auch in mir selber sehen. Und es geht hier um diesen Widerstand des Körpers gegen Veränderung. Und nicht unbedingt, weil wir diese Veränderung nicht wollen, sondern es geht darum, dass ein Teil unseres Systems diese Veränderung noch nicht als wirklich sicher wahrnimmt. Und genau deshalb möchte ich heute darüber sprechen, was es wirklich bedeutet, wenn dein Körper immer wieder Nein sagt und warum diese Reaktion oft völlig logisch und auch super klug ist. Und was es braucht, was dein System braucht, um langsam aber sicher aufzuhören, gegen dieses Nein zu arbeiten und stattdessen mit diesem Nein in eine liebevolle Beziehung zu gehen. Okay, also mir ist ganz wichtig hier zu sagen, wenn dein Körper ständig Nein sagt, dann ist es keine Selbstsabotage. Das ist nicht dein Körper, der dich hier sabotiert. Stattdessen ist das dein Nervensystem. Dein Nervensystem, das irgendwann in deinem Leben gelernt hat, dass ein Nein die sicherste Antwort für dich ist. Dass Anspannung sich viel sicherer für dich anfühlt als Entspannung. Und dass Funktionieren viel sicherer ist als Loslassen. Und dass Durchhalten sicherer ist als langsamer werden. Und vielleicht hat dein Körper auch gelernt, dass Empfangen gefährlich sein könnte oder sich zumindest so anfühlt. Empfangen von Fürsorge, von Unterstützung, von Ruhe, von Nahrung, von Liebe und von echter Nähe. Also dieses Nein kann sich auf so viele Arten zeigen. Es kann sich als Erschöpfung zeigen, als emotionale Taubheit, als innere Unruhe, als ständige Anspannung, als Prokrastination, als Überarbeitung. Oder als dieses Gefühl, nie wirklich entspannen zu können. Selbst dann, wenn eigentlich alles okay ist. Und vielleicht hat dieses Muster schon in deiner Kindheit begonnen. Oder vielleicht hat es in einer Beziehung angefangen. Oder in einem Arbeitsumfeld. Oder in einer Lebensphase, in der du einfach funktionieren musstest. Egal, was dein Körper eigentlich gebraucht hätte. Und vielleicht kam dies auch auf ganz schleichende Weise. So, dass du genau gar nicht sagen kannst, wann das überhaupt angefangen hat. Aber dein Körper erinnert sich. Und genau hier liegt etwas, das viele Menschen tief berührt. Selbst wenn die Situation, die dieses Muster geschaffen hat, längst vorbei ist, lebt dein Körper oft noch immer in dieser Situation. Das heißt, dein Körper wartet immer noch auf diese Gefahr, obwohl die Gefahr schon längst vorbei ist. Das bedeutet, dass dein Körper immer noch festhält, obwohl eigentlich nichts mehr festgehalten werden müsste. Und dein Körper macht dies nicht, weil irgendetwas falsch mit deinem Körper ist. Dein Körper tut genau das, was er gelernt hat. Und hier möchte ich gerne wieder eine persönliche Geschichte von mir teilen, denn ich weiß, dass die Theorie fantastisch ist, aber dass die Theorie auch oft nicht alleine ausreicht. Und ich kenne dieses Gefühl, von dem ich erzähle, selber so, so gut. Und zum Beispiel in meinen frühen 20ern, da gab es eine Phase, wo ich so sehr auf Leistung und Produktivität und auf alles richtig machen fokussiert war, dass ich mir praktisch selbst beigebracht hatte, jede innere Stimme zu übergehen. Jede innere Stimme, die zum Beispiel nach Ruhe gefragt hat. Und Pausen haben sich für mich super unangenehm angefühlt. In Stillness zu sein war für mich fast unmöglich. Und wenn du mein Buch gelesen hast, dann hast du wahrscheinlich gelesen, dass Meditation für mich wirklich ganz, ganz, ganz schwierig war. Und das hat mich sehr lange gebraucht, bis ich mich da rein darin hingeben und entspannen konnte. Und selbst echte Fürsorge von anderen Menschen kam zwar vielleicht irgendwie bei mir an, wurde dann aber innerlich sofort abgewehrt. Und ich habe darüber mehr in der letzten Episode gesprochen. Ach, in der vorletzten, glaube ich, da, wo es ums Empfang geht. Und damals habe ich nicht verstanden, dass ich nicht einfach nur gestresst oder müde war. Ich verstehe erst jetzt, dass ich meinem Nervensystem beigebracht hatte, dass es einfach nicht sicher war, aufzuhören. Es war nicht sicher, loszulassen. Und deshalb konnte ich mich nicht wirklich entspannen, selbst wenn ich es wollte. Und was sich dann später für mich verändert hat, war keine perfekte Morgenroutine, wobei ich meine Morgenroutine liebe. Und es ging hier auch nicht um einen plötzlichen großen Durchbruch. Für mich ist etwas viel Leiseres passiert. Mein Körper hat ganz langsam begonnen zu lernen, dass Pausen nicht gefährlich sind. Und dass Ruhe nicht automatisch bedeutet, zu versagen. Und dass Fürsorge kein Kontrollverlust ist. Und dass ich still sein kann, ohne sofort davor fliehen zu müssen. Ja, und hier ist mir auch nochmal ganz wichtig zu sagen, dass Heilung sich für die meisten oft erst einmal ungewohnt anfühlt, bevor sich Heilung sicher und gut anfühlt. Denn unser Nervensystem lernt dann etwas Neues. Und alles, was neu ist, fühlt sich zunächst nicht unbedingt automatisch gut und sicher an. Aber ich kann dir versprechen, dass mit der Zeit, mit Wiederholung und mit viel Sanftheit beginnt sich auch dein System langsam zu verändern. Also nicht schnell, nicht von heute auf morgen, aber auf eine ganz wundervolle und sehr echte Art. Okay, was hilft also deinem Nervensystem wirklich, wenn dein Nervensystem gelernt hat, Nein zu sagen? Deinem Nervensystem wird kein Druck helfen und auch keine Perfektion und auch nicht mehr Selbstkritik, sondern was dein Nervensystem braucht, sind vor allem drei Dinge. Und Nummer eins ist hier Sicherheit. Dein Körper muss wiederholt die Erfahrung machen, dass dein System langsamer werden darf und das auch wirklich erleben und dass danach nichts Schlimmes passiert. Keine schlimmen Konsequenzen, alles ist gut. Und dass es hier nicht nur um diesen einzigen entspannten Moment geht, sondern um viele kleine Erfahrungen der Entspannung. Bis dein Nervensystem beginnt, das als neue Referenzpunkte aufzubauen und in sich einzunehmen. Bis dein Nervensystem langsam versteht, Weichheit ist sicher, Ruhe ist sicher, Empfangen ist sicher für mich. Und der zweite Punkt, der für dein Nervensystem ganz wichtig ist, ist Beständigkeit. Denn dein Nervensystem verändert sich durch Wiederholung, nicht allein durch den Wunsch nach Veränderung. Du kannst Heilung oder Veränderung noch so sehr wollen. Aber dein Körper lernt nur durch Erfahrung. Und da geht es eben so um kleine, regelmäßige Momente von Nahrung für dich, von kleinen regelmäßigen Momenten der Sicherheit. Und das kann so aussehen, dass du dir einen ruhigeren Morgen schenkst oder Mahlzeiten ohne Eile. Oder vielleicht fünf Minuten ohne irgendwelche Reize. Oder dass du früher schlafen gehst. Oder dir ein ganz ehrliches Gespräch gibst. Vielleicht mit dir selber oder mit jemand anderem. Und es sind diese kleinen Dinge, die oft so viel tiefer wirken als jeder noch so große Durchbruch. Und das dritte, was so, so wichtig ist für dein Nervensystem, ist Mitgefühl. Und Mitgefühl sogar für das Nein an sich selbst. Und ja, das ist ein Teil, den so, so viele übersehen. Aber es ist ganz wichtig, denn wenn wir auf unser Nein mit Widerstand oder mit Frustration, mit Druck oder Scham reagieren, dann erzeugen wir noch mehr Stress in unserem System, das ohnehin schon im Schutzmodus ist. Und das ist sehr, sehr kontraproduktiv. Dein Körper wird sich nie unter Druck öffnen. Dein Körper öffnet sich nur, wenn er sich sicher fühlt. Und mit dem Körper zu arbeiten, bedeutet deshalb, neugierig auf dein Nein hinzuschauen, anstatt dieses Nein anzukämpfen. Also schau neugierig drauf. Wovor versucht mich denn dieser Widerstand eigentlich zu schützen? Oder was würde dieser Teil in mir brauchen, um sich sicher genug zu fühlen, wirklich loszulassen? Und diese Frage kann alles verändern. Okay, dann lass uns kurz innehalten. And ich möchte dich gerne einladen, für einen Moment ganz bei dir anzukommen. Wenn du magst und kannst, also mach das nicht, wenn du gerade am Autofahren bist. Und nimm wahr, was gerade da ist. Ohne dass du irgendetwas verändern musst. Nimm nur wahr. Nimm wahr, bedeutet schwere ist. Ob du ein inneres Festhalten spüren kannst. Oder auch Anspannung. Oder vielleicht kannst du auch irgendwo darunter etwas Sanftes und Weiches in dir spüren. Und dann atme einmal ruhig ein. Und mit dem Ausatmen erlaube deinem Körper vielleicht ein kleines bisschen mehr loszulassen. Es muss nichts Großes sein. Erlaube dir einfach nur ein kleines bisschen weicher zu werden. Und dann frage dich ganz leise, wo sagt mein Körper in meinem Leben gerade nein? Und beobachte einfach, was auftaucht. Und dieses bewusste Wahrnehmen mit Mitgefühl anstatt Urteil, anstatt Bewertung, ist oft bereits der Anfang von Veränderung. Und auch heute möchte ich dir gerne ein paar Fragen mitgeben. Und es geht jetzt auch hier nicht darum, dass du sofort Antworten parat haben musst, sondern es geht wirklich eher um dieses achtsame Beobachten in dir. Okay, wo in deinem Leben sagt dein Körper gerade nein? Und hörst du deinem Körper zu oder übergehst du ihn? Und wenn du an Ruhe, Unterstützung, Liebe, Fürsorge oder daran denkst, etwas Gutes zu empfangen, zieht sich innerlich etwas in dir zusammen. Und wo könnte dieses Muster entstanden sein? Und zuletzt, wie könnte eine kleine, beständige Erfahrung von Sicherheit für deinen Körper in dieser Woche aussehen? Es geht hier nicht um große Transformation und ganz sicherlich nicht um Perfektion. Es geht um einen Moment, den du dir schenkst, den du immer wieder wiederholen kannst. Und der deinem Nervensystem langsam zeigt, du bist sicher. Es ist sicher für dich, langsamer zu werden. Okay. Und ich möchte gerne diese Folge noch mit einer Affirmation beenden. Und du kannst diese Affirmation entweder leise in Gedanken oder laut für dich wiederholen. Der Widerstand meines Körpers ist nicht mein Gegner. Der Widerstand trägt die Erinnerung an alles, was ich überlebt habe. Und ich lerne jetzt, sanft und ohne Druck, dass es sicher ist, zu ruhen, dass es sicher ist zu empfangen und dass es sicher ist, ganz hier zu sein bei mir. Atme das tief in dir ein und aus. Und lass es tief in dir ankommen. Und wenn dich diese Folge berührt hat, dann findest du den kostenlosen Link zu meinem Vitality Imbalance Quiz in den Shownotes. Und das kann ein wunderschöner erster Schritt für dich sein, um dich selber besser zu verstehen, um besser zu verstehen, was dein Körper dir gerade mitteilen möchte. Und wenn du dir tiefere persönliche Begleitung wünschst, dann findest du in den Shownotes auch Informationen zu meiner Vitality Reconnection Session. Okay. Mir ist ganz wichtig, dass du wirklich nie vergisst. Du bist Lieber und du bist absolut wundervoll und genau richtig so weist. Much love. Keep glowing. Deine Rot.