Reformatio

Theophobie – Tanzt Gott mit dem Zeitgeist? (#379)

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Theophobie – Tanzt Gott mit dem Zeitgeist?

In dieser Folge analysieren Lukas Strauß und Jochen Klaukte das Buch Theophobie
– Warum Gott nicht sicher, aber gut ist
von Manuel Gräßlin und fragen: Tanzt Gott wirklich mit dem Zeitgeist? Welche Folgen hat dieses Gottesverständnis für den christlichen Glauben, den Umgang mit Zweifel und das Vertrauen auf Gottes Handeln? 

Drei zentrale Erkenntnisse: 

• Zweifel und die Dekonstruktion des Glaubens werden idealisiert statt als Anfechtung bekämpft

• Gottes Unveränderlichkeit wird geleugnet – ein theologischer Irrtum mit schwerwiegenden Folgen

• Statt Zeitgeist und Kirche zu vermischen, ruft die Bibel zur klaren Unterscheidung und Prüfung der Geister

Hör rein für eine fundierte Theologische Analyse vonTheophobie und entdecke ein biblisch sicheres Gottesbild. 🎧

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Intro-Musik: David Klautke

Outro-Musik:
Heartwarming by Kevin MacLeod
Link: https://incompetech.filmmusic.io/song/3864-heartwarming
License: https://filmmusic.io/standard-license

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SPEAKER_00

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Reformatio. Jochen, schön, dass du wieder da bist. Heute geht es wieder wie beim letzten Mal um das Buch Theophobie. Auf ein neues. Wir haben ja schon letztes Mal so abgeschlossen, damit wir gesagt haben, dieses Buch ist gefährlich. Wir haben gesagt, das ist wie so ein Wolf im Schafspelz. Du hast gesagt, es hat einen konservative, evangelikale Hülle, aber einen liberalen Kern.

SPEAKER_01

Genau. Und ich glaube, das ist echt das, was es so gefährlich macht. Ich will da auch gar kein sanfteres Wort oder so wählen, weil ich wirklich glaube, dass es in der Lage ist, den Glauben gerade von jungen Christen empfindlich zu schädigen, wenn nicht zu zerstören. Und deswegen glaube ich, ja, haben wir auch eine Verantwortung zu sagen, was es ist. Genau, es ist ja diese These von der Theophobie, wo wir auch beim letzten Mal gesagt haben, gerade in dieser Vermischung von Wahrem mit Falschem liegt, glaube ich, die Gefahr. Es ist nicht alles falsch daran. Es geht ihm ja darum zu sagen, okay, wir haben vielleicht manchmal Angst davor, dass Gott anders ist, als wir ihn uns bisher vorgestellt haben. Und da würde ich sagen, yo, unsere Vorstellung von Gott, die sind nicht immer unbedingt das, wie Gott wirklich ist. Und die müssen wir auch immer wieder nachschärfen anhand von Gottes Wort. Aber das ist eben nicht willkürlich. Das ist eben nicht vor allem nicht das, was der Zeitgeist uns über Gott sagt, was wir nutzen sollen, um es nachzuschärfen, sondern anhand von Gottes Wort.

SPEAKER_00

Und heute wollen wir dann mal ganz konkret durch diese Theophobien durchgehen. Er identifiziert ja immer so eine Theophobie, so eine Angst, die wir haben, so ein Gottesbild, das wir vielleicht haben, und beantwortet an diese Angst und sagt, das und das solltest du aber eigentlich darüber glauben. Und wir wollen dann noch eine dritte Kategorie hinzufügen und sagen: Das und das sagt die Bibel eigentlich dazu, here und dort sind die Ansichten von Christlin wirklich problematisch. Und das erste größere Thema, das er in seinem Buch aufgreift, ist das Thema Zweifel. Und ich glaube, im evangelikalen Kontext hört man immer mal wieder was über Zweifel, aber so wie er das finde ich auch richtigerweise identifiziert, eher in dem Ton von Zweifel sind was Schlechtes, Zweifel sind was, was du nicht haben solltest. Und das ist für ihn dann diese Theophobie, dieses falsche Gottesbild. Weil aus seiner Sicht, so sagt er, sollten wir eigentlich Zweifel haben. Zweifel sind was Gutes oder wie er es ausdrückt, was zum Glauben dazugehört. Und diese positive Darstellung der Zweifel, das ist eigentlich ja nicht das, was uns die Bibel lehrt.

SPEAKER_01

Ich finde es super spannend. Er macht ja direkt am Anfang von seinem Zweifelkapitel macht er auf, okay, ja, Zweifel werden manchmal kritisch gesehen, dann verweist er auf Jakobus 1, wo er einfach knallhart drinsteht in Gottes Wort, dass wir nicht zweifeln sollen, wo Zweifel quasi der Gewissheit des Glaubens gegenübergestellt wird und wir ganz klar davor gewarnt werden, in für Jakobus der typischen deutlichen Worten davor zu zweifeln. Und ich würde fast sagen, das frühstückt er so ab. Ja, natürlich steht es und jetzt, aber Zweifel sind eigentlich was Gutes hier gehören zum Glauben dazu. Und ich glaube, es ist wieder ein Fünfchen Wahrheit in dem, was er sagt, nämlich insofern, dass es tatsächlich problematisch ist, wenn wir Menschen in unserer Gemeinde haben, die tatsächlich zweifeln, die damit zu kämpfen haben. Und wenn wir sozusagen sagen, sowas gibt es nicht bei Christen. Oder sowas darf insofern nicht sein, dass, boah, das kann nicht sein, und dann Leute Zweifel in sich reinfressen und sich einfach nicht trauen, mit irgendwem drüber zu sprechen. Ich glaube, dann haben wir tatsächlich ein Problem. Weil ich glaube, dass Zweifel eine Anfechtung sind, mit der Christen zu kämpfen, vielleicht nicht jeder Christ, aber viele Christen, genauso wie Ängste, wie Sorgen, das würde ich alles auf eine Stufe stellen. Das Problem ist, bei Zweifeln, bei Ängsten und bei Sorgen, einerseits müssen wir verständnisvoll damit umgehen, müssen wir wirklich sagen, offenbar diese Dinge auch anderen in der Gemeinde. Und auf der anderen Seite dürfen wir nicht den Fehler machen, den er macht, nämlich das Ganze zu idealisieren. Die Bibel macht einen Gegensatz auf zwischen Zweifel und Glaube. Manchmal führen uns Zweifel dazu, dass wir nachher größeren Glauben haben. Aber grundsätzlich, genau wie uns Leid manchmal dazu führt, dass wir größere Freude haben oder so. Aber Leid und Freude sind Gegensätze, Zweifel und Glaube sind Gegensätze. Das macht Jakobus eben in seinem ersten Kapitel ganz deutlich. Hepräer 11, Vers 1, der Glaube ist eine feste Zuversicht auf Dinge, die wir nicht sehen. Petrus schreibt im ersten Kapitel seines ersten Briefes davon, dass er so erstaunt ist, dass diese ersten Christen Dinge glauben, die sie nicht gesehen haben, also überzeugt sind von Dingen, die sie nicht gesehen haben, die aber Gott gesagt hat, um denen sie deswegen vertrauen. Und in dem Sinn ist Zweifel einfach das Gegenteil von Glauben. Und wenn wir Zweifel haben, entweder in unserem eigenen Leben oder im Leben unserer Geschwister im Glauben, dann sollen wir gegen diese Zweifel gemeinsam kämpfen, um wieder einen festen, einen gewissen Glauben zu bekommen. Das heißt, Zweifel sollten nicht, ich sag mal, in dem Sinne verteufelt werden, dass sich niemand mehr traut, sie zu offenbaren, das nicht. Aber wir sollten sie auf keinen Fall idealisieren. Und das ist leider in postevangelikalen Kreisen so Gang und gäbe, heute Zweifel irgendwie zu idealisieren, während die Bibel sie ernst nimmt, aber sagt, es sind Dinge, die geheilt werden sollen. Das Gegenteil ist ein wirklich gewisser Glaube.

SPEAKER_00

Er sagt ja auch, dass ein Hinterfragen der göttlichen Wahrheit in einer gewissen Weise in Ordnung ist. Wo ich glaube, dass man da auch aufpassen muss, solche Äußerungen zu tätigen, weil Gottes Wahrheit eben nicht hinterfragt werden soll, weil er ja der Maßstab für Wahrheit ist. Das, was Gott sagt, was wahr ist, das ist auch wahr. Und da gibt es gar keinen Hinterfragen, da gibt es echt gar nicht die Möglichkeit, das zu bezweifeln, sondern eigentlich ist es so, dass wir immer an Gottes Wahrheit oder an der Wahrheit, für die Gott den Maßstab gelegt hat, dass wir an der niemals zweifeln sollen, sondern dass wir sie als Grundlage nehmen sollen, auf der wir stehen, auch in unseren Zweifeln und von der aus wir unsere Zweifel dann bekämpfen.

SPEAKER_01

Genau. Und das schließt natürlich nicht aus, dass wir manchmal mit Gottes Wahrheit strugglen. Oder dass unser altes Herz wirklich sagt, ich finde das nicht gut. Das gibt es, aber dann ist natürlich die Antwort darauf, unser Fühlen, unser Denken mit Gottes Wahr in Einklang zu bringen, statt radikal zu sein und Gottes offenbarte Wahrheit in seinem Wort an sich zu hinterfragen. Zu jedem Bibelfers in der Bibel sage ich, es ist absolute Wahrheit. Ich sage damit nicht, dass ich ihn vollständig verstehe. Ich sage damit nicht, dass ich ihn sofort umsetzen kann. Ich sage damit auch nicht, dass mein erster Impuls bei jedem Bibelfers ist: Das finde ich genial, dass das so ist. So ehrlich bin ich. Aber ich weiß, dass das das Ziel ist, dass ich es mehr verstehen soll, dass ich es mehr lieben soll, dass ich es mehr schätzen soll. Und dass ich da rein wachsen soll, anstatt das grundsätzlich zu hinterfragen. Das ist ein Riesenunterschied.

SPEAKER_00

Der zweite Punkt, den er macht, oder das zweite Kapitel, das we here anschauen wollen, von der Dekonstruktion. Das ist wieder so die Angst, ne? Beim Zweifel war es die Angst vom Zweifel, jetzt is es die Angst vor der Dekonstruktion. Also from the Zurückbauen gewisser Glaubenssätze, die man vielleicht schon immer geglaubt hat oder die einem von Klein auf so beigebracht wurden. Und er sagt jetzt hier wieder, so wie beim Zweifel, this Dekonstruction is either was Gutes. Er sagt sogar, dass die Dekonstruktion was, was zum Glauben dazu gehört. And that ohne the Dekonstruktion, the Evangelikalismus, man könnte vielleicht auch sagen, bibeltreue Christentum verloren geht. And that the postevangelikalismus, also all jene, die gewisse Lehren dekonstruieren, dem Evangelikalismus eigentlich was Gutes damit tut.

SPEAKER_01

Und das ist wieder, und deswegen ist es so brandgefährlich, weil er hier auch, ich sag mal, gewisse wahre Dinge mit absolut falschen Dingen mischt. Ich lese mal einen Satz aus diesem Kapitel vor, Seite 44 ist das. Das heißt, im letzten darf, soll und muss die Bibel mein Glaubenssystem dekonstruieren und nicht mein Glaubenssystem die Bibel. Ich würde sagen, das ist vollkommen richtig. Wir dürfen nicht irgendwie ein Glaubenssystem der Bibel überstülpen. Und wenn die Bibel irgendeine Vorstellung, die ich über Gott habe, hinterfragt, dann muss ich meine Gottesvorstellung anhand der Bibel reformieren lassen. Das heißt gar keine Kritik. Nur der gesamte Begriff der Dekonstruktion, wie er heute verwendet wird, und wie er ihn auch ansonsten in diesem Kapitel verwendet, ist ja so der erste Glaubenssatz des Postevangelikalismus. Wir müssen grundlegende Wahrheiten des christlichen Glaubens dekonstruieren, also abbauen. Und ich glaube, ein ganz entscheidender Punkt ist, ja, wir müssen gewisse Vorstellungen, die wir vielleicht haben in theologischen Fragen, anhand der Bibel prüfen und gegebenenfalls dann auch anpassen. Aber eben anhand der Bibel, das ist der entscheidende Punkt. Und ich glaube, das übersieht er dann in der Praxis, weil er eben nicht aufzeigt, wie können wir jetzt gewisse Vorstellungen von der Bibel, gewisse Vorstellungen, die wir haben, anhand der Bibel dekonstruieren oder ich würde einfach sagen, anpassen, sondern er ist grundsätzlicher. Und damit dekonstruiert man dann das ganze Glaubensgebäude, was wir als Christen haben.

SPEAKER_00

Ja, ich finde interessant, dass er eben diese eine Bibelstelle, die er rannt, die Tempelreinigung von Jesus eben als Beispiel nimmt, aber vielleicht nicht so, wie die Tempelreinigung uns wirklich in guter Weise manchmal dekonstruiert. Weil die Tempelreinigung zeigt eine Seite von Jesus, die bei uns in der evangelikalen Welt vielleicht ein bisschen unterbetoned is. Nam, dass Jesus schon auch jemand is that gerecht is and this Gerechtigkeit durchsetzt. Also when we this Tempelreinigung listen, then we had to not ered it. And I think that Dekonstruction rich verstanden aussieht. We listen the Bible, merken anhand der Bible, oh, this had to not erupted. Also muss was falsch by me in my God's build, in my theology sein, and not on the Bible. But that sollte nature not for so centrale Glaubenssätze gelten, die dann losgelöst werden from the Bible and losgelöst from the Bible dekonstruiert werden. Definitiv.

SPEAKER_01

And what er dann ja macht is, er sagt dann, diese Geschichte darf zum Beispiel gar nicht klassisch ausgelegt werden. And ich sag, doch, genau das ist die Aufgabe, dass wir die Bibel klassisch auslegen, nach den Regeln, wie man Gottes Wort auslegt. Da gab es auch immer Debatten, wie genau man das jetzt macht, aber ich sage mal, grundlegende Regeln gab es immer. Und dann kommen wir tatsächlich bei so einer Geschichte wie der Tempelreinigung dahin, dass einiges, ich sag mal, vom modernen evangelikalen Erkuschel Jesus-Bild dann doch ein bisschen, ja, ich sage mal, rekonstruiert werden muss, glaube ich. Aber dieses Grundlegende, wie es heute im Postevangelikalismus verstanden wird, das zerstört den Glauben, das zerstört zentrale Glaubenssätze und vor allem das D bzw. rekonstruiert nicht anhand der Bibel, sondern anhand des Zeitgeistes. Da kommen wir später noch dazu, aber das ist das große Problem.

SPEAKER_00

Das vierte Kapitel, das wir haben, äh, das dritte, Entschuldigung, das dritte Kapitel, das wir haben, das ist, das könnte man so beschreiben, von Gott bricht aus unserem theologischen Koordinatensystem aus, er verändert sich. Das ist die Theophobie, die wir haben. We have Angst davor, dass Gott sich verändert. Und seine Antwort ist ganz einfach. Dazu nimmt er das Beispiel von der Sintflut and sagt: In the Synthflutter, sondern dort hat sich Gott verändert. And I think it's interesting that he here anything, which error in the social media for this. Seine Reue war also immer schon Teil seines Planes und seines Herzens. Wenn Gottes Herz sich ändern könnte, wie könnten wir uns dann noch sicher sein, dass er uns morgen noch gnädig ist? Wie könnten wir uns sicher sein, dass seine Liebe zu uns ewig ist? Nein, Gott ist immer derselbe. Ich finde, das bringt eigentlich auf den Punkt, was so problematisch ist mit dieser Ansicht, Gott ändert sich. Die Sintflut hat dazu geführt, dass Gottes Herz sich verändert hat und nicht, dass der Mensch sich verändert hat.

SPEAKER_01

Genau, und ich hab das ja schon im letzten Podcast gesagt. Ich glaube, diese Sichtweise, Gott hätte sich verändert. Und ich finde diesen Facebook oder weiß nicht, wo es in sozialen Medien war, aber diesen Post. Sehr, sehr gut, weil er genau das beschreibt, wie Gottes Wort es lehrt, wie es auch Christen immer historisch verstanden haben. Gott ist unveränderlich, seine Unveränderlichkeit ist eine seiner Kerneigenschaften. Und dieser Post bringt es sehr gut auf den Punkt und von ihm wird das eben in diesem Buch geleugnet. Und die Sinnfloh zum Beispiel hat Gott verändert. Und ja, das erinnert mich eben an sehr an dieses Buch Gott ist ein Abenteurer, was ich ja schon beim letzten Mal erwähnt habe, wo man halt wirklich anfängt, ich sag mal, die Kirchengeschichte von 2000 Jahren über Bord zu werfen und keine Scheu hat, da liberale Theologie, welcher Prägung jetzt auch immer, stattdessen an die Stelle zu setzen und Kerncharaktereigenschaften, die Gott in seinem Wort von sich offenbart, eben radikal ja zu dekonstruieren. Und ja, ich glaube, es gibt mehr als genug auch gute Erklärungen, was bedeutet es, dass Gott umkehrt, dass Gott Dinge reut. Das ist jetzt sicherlich nichts, wo wir in der Tiefe einsteigen können, aber wo eben deutlich wird, okay, Gott passt sich ein Stück weit in der Sprache auch an an uns Menschen.

SPEAKER_00

Genau, er passt sich eben an an uns Menschen, aber er verändert sich nicht. Und ich glaube, das ist das, was ja auch Calvin schon gesagt hat, was wir immer beachten müssen. Dass es eben so ist, dass Gott mit uns spricht, so wie wir als Erwachsene mit einem Kind sprechen. Er erklärt uns die Dinge so, dass wir sie verstehen. Auch wenn das nicht wortwörtlich genauso zu verstehen ist an allen Stellen. Und ich glaube, das ist eben das, was man hier bei so Geschichten wie bei der Sinnflut beachten muss. Genau, ja.

SPEAKER_01

Das gibt ja auch ganz klassische Beispiele dafür, wenn Gott beschrieben wird als jemand, der eine Hand hat oder einen Arm oder ein Auge und sowas. Das bedeutet nicht, dass Gott diese Dinge tatsächlich hat. Gott hat keinen Körper, Gott ist Geist. Aber es sind Dinge, wo Gott sich in der Sprache anpasst. Und so ist es auch mit dieser Sprache, dass er umkehrt oder dass er reut. Das bedeutet nicht, dass er sich in seinem Wesen verändert oder dass irgendwie sein Plan jetzt plötzlich verändert wurde, sondern sein Plan steht seit Ewigkeit fest. Und in diesem Plan ist eben eingeschlossen, dass er auf bestimmte Sünden der Menschen zum Beispiel durch Gericht reagiert, aber er ist nicht überrascht, er ändert diesen Plan auch nicht, sondern all diese Dinge sind bereits Teil seines Plans, seines Ratschlusses, wie es in Epheser 1 heißt. Da ist die Bibel mehr als deutlich drüber. Und das haben Christen auch zu allen Zeiten immer bekannt. Das ist jetzt auch keine evangelikale Sonderlehre oder sowas.

SPEAKER_00

Die nächste Theophobie, die betrifft das Kreuz. Dort ist vielleicht die Theophobie dann sowas wie, ich kann das Kreuz nicht völlig verstehen, ich kann das, was am Kreuz ist, nicht komplett durchdenken. Und seine Antwort ist, das musst du auch nicht oder vielleicht sogar noch viel mehr, das sollst du auch gar nicht. Weil er sagt, das Kreuz ist eigentlich nichts zum Rational Durchdenken, das Kreuz ist nichts zum Verstehen, das Kreuz ist was Mystisches, was Verborgenes an sich hat, was Besonderes an sich hat. Also es geht nicht um das Wie des Kreuzes, sondern es geht um das Das des Kreuzes. Es geht darum, dass es stattgefunden hat, nicht wie es stattgefunden hat. Und dann beschäftigt er sich hier mit diesen klassischen Theorien, wie er sie nennt, wie eben der Kreuzestod von Jesus auf uns angewendet wird und so weiter. And sagt dann über all diese, die gehen nicht auf. Vielmehr sagt er, dass Gott keine Genugtuung für unsere Sünden braucht. Here, Seite 105 sagt er, nachdem er Luthers Verständnis von Kreuzestod dargelegt hat, die Beschreibung erweckt den Eindruck, God bräuchte Genugtuung für sich selbst and seinen Zorn. Biblisch betrachtet, wouldn't we show that genugtured notwendig is Heidelberger, glaube ich, ziemlich deutlich. And here is we a problem there, that we, so we eat shown, a classisch christliche Sicht, die eigentlich von allen Christen zu allen Zeiten, er geht hier, zitiert, theologen from the früh über das Mittelalter bis in die Reformationszeit, also wirklich von allen Christen an allen Orten, immer bekannt wurde, wieder nicht geleugnet wird oder als die Gen nicht auf bezeichnet wird.

SPEAKER_01

Genau, ich meine, wie Gott jetzt genau Genugtuung braucht und was das heißt, weil er auch in der Reformationszeit sehr umstritten, aber nicht dass es so etwas, dass so etwas nötig ist, dass Gott gemäß seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit eben ein Gott ist, wo Sünde bestraft werden muss und dass das eben für uns Christen am Kreuz passiert ist, ist eigentlich christlicher Konsens, wie auch immer man dann genau jetzt Rechtfertigung und so weiter versteht. Da gehen wir mal nicht ins Detail. Und es ist christlicher Konsens, dass das die Bibel lehrt. Und nur weil es verschiedene Perspektiven auf das Kreuz gibt, einmal, dass er für unsere Sünden bezahlt hat, dann das Bild des Süneopfers, das Bild des Lösegeldes, dann die Tatsache, dass Christus auch die Mächte der unsichtbaren Welt besiegt und entmachtet hat, sind alles unterschiedliche Aspekte, die das Kreuz bewirkt hat. Aber diese unterschiedlichen Aspekte widersprechen sich nicht. Sie ergänzen sich und wie er darauf kommt, dass die nicht aufgehen, begründet er nicht, behauptet er einfach.

SPEAKER_00

Und auch nochmal zu diesem Wie des Kreuzes Tod, dass das nicht zu verstehen ist oder dass wir da gar nicht so sehr nachfragen sollen. Ich glaube aber gerade dieses Wie des Kreuzes Todes wird uns eben auch so klar in der Bibel bezeugt, dass wir wirklich sagen können, wir verstehen vielleicht nicht alles. Wir verstehen vielleicht nicht jedes kleine Detail. Aber Gottes Offenbarung an uns ist so deutlich, dass wir auch das Wie des Kreuzes Todes verstehen und bekennen können. Und dass es nicht nur um das geht. Eine weitere Theophobie dreht sich, du hast es vorher schon ein bisschen angesprochen, um die Säkularisierung and the Kirche. And the classical evangelical Christ has announced for the secularisation. While either is the secularisation prophetic stimulus that to the Kirchhoff new to denken. Man könnte vielleicht sagen, wieder cool zu sein.

SPEAKER_01

Ich glaube, es gibt eine Kollision hier von zwei Verständnissen von der Kirche. Muss Kirche den Menschen das geben, was sie wollen, oder muss Kirche den Menschen das geben bzw. verkündigen, was sie brauchen? Ich glaube, die großen Kirchen in Deutschland kriegen zurzeit weder das eine noch das andere hin. Also sie geben nicht den Menschen das, was sie brauchen, nämlich das Evangelium, dass wir tatsächlich Sünder sind, die Errettung durch Jesus Christus. Sie geben aber auch den Menschen nicht, was sie wollen. Kirche gilt unter gerade der jüngeren Generation, oder sage ich wirklich mal, allen Menschen eigentlich unter 50, als radikal uncool. Das heißt, sie besticht weder auf dem einen Feld noch auf dem anderen. Und seine Antwort ist jetzt, okay, die Säkularisierung, diese Entleerung der Kirche ist kein Problem oder eigentlich nicht so schlimm, denn die Kirche hat darin versagt, dass sie den Menschen nicht das gegeben hat, was sie wollen. Und das müssen wir jetzt wieder finden: hinkriegen durch neue Formen und das kann jetzt wieder auferstehen, indem wir eben Kirche neu denken. Und Neudenken eben immer, indem wir danach fragen, was wollen die Menschen. Ich glaube, das große Problem, warum Kirche so kraftlos ist, ist, selbst wenn die Kirche wieder anfangen würde, den Menschen das zu geben, was sie wollen und die Menschen deswegen hingehen würden, würde sich nichts ändern, nichts substanziell ändern, sondern wir müssen den Menschen wieder das geben, was sie brauchen. Nämlich das Evangelium von Jesus Christus. Und da ist der Inhalt vorgegeben und ich würde sagen, grundlegend auch die Form. Die Bibel sagt uns nicht komplett, wie Kirche aussehen soll, aber sie gibt uns klare Anweisungen, wie Gottesdienst, wie Kirche aussehen soll. Da steht nicht drin, dass eine Kirche eine Orgel haben muss, aber da steht drin, was gefordert ist, wie ein Gottesdienst aussehen soll, 1. Korinther 14 und so weiter und so fort. Vor allem der Inhalt ist nicht beliebig, aber auch die Form ist nicht beliebig. Und ich glaube, der große Fehler, den er macht, ist, er analysiert zutreffend. Kirche gibt den Menschen nicht das, was, und ich würde sagen, gibt ihnen nicht das, was sie brauchen, das ist ihr Kernproblem, und er sagt, sie gibt ihnen nicht das, was sie wollen. Und er möchte darauf antworten, indem er sagt, wir müssen wieder danach fragen, was wollen sie. Und ich würde sagen, nein, wir müssen in erster Linie danach fragen, was brauchen sie. Nämlich das Evangelium von Jesus Christus mit einem Sündenverständnis und einem Kreuzverständnis, was biblisch ist und das muss im Zentrum stehen. Die Menschen erkennen, ich bin Sünders, die Menschen erkennen, meine einzige Hoffnung liegt im stellvertretenden Sühnetod von Jesus Christus und in seiner Auferstehung, die wirklich passiert ist, die ein für alle Mal passiert ist. Und ja, das ist die Hoffnung, die wir haben. Das muss Kirche wieder verkündigen. Und das ist der einzige Weg zu einer neuen Reformation. Das war der einzige Weg zur Reformation von vor 500 Jahren und das ist der einzige Weg heute.

SPEAKER_00

Und ich glaube, hier muss man auch einfach mal festhalten, dass die Alternativen, die er uns versucht zu geben, eben keine Alternativen sind aus diesem Grund. Und ich glaube, wir haben das ja letztes Mal deutlich gemacht, gerade diese Gewissheit auch, die in diesem Buch fehlt. Diese Gewissheit is eigentlich was, was die Menschen brauchen, was sie vielleicht nicht wollen, weil diese Gewissheit eben in manchen Punkten sehr deutlich is. Evangelium is a Nachricht, die man immer gern heard. That man and the notwendig of Buße. But it is this one braun, that's what really an inner freedom is. And this was what the alternative for him is, which he should have, this is equally alternative, but that's in the gleich than the problem that we actually do. Lass uns mal zum großen Thema des Zeitgeists. And we could have a bit more formulieren. The men have anything that there are Christians in groups of men who are not Christian. And he said, God is greater than God can all the Zeitgeist to find.

SPEAKER_01

Was ist genau der Zeitgeist? Die Frage stellt er ja auch. Und ja, ich glaube, man kann es einfach so definieren, zu sagen, es ist so der kulturelle Vibe, der gerade herrscht, so ein Stück weit. Und ich würde jetzt auch nicht sagen, dass wir automatisch sagen müssen, ich glaube auch, das wäre unbiblisch, alles da drin im Zeitgeist ist immer radikal gegen die Bibel. Aber der Grundstrom des Zeitgeistes ist, solange nicht unsere Kultur grundlegend vom Christentum geprägt ist und das ist sie derzeit nicht, ist gegen Gottesgeist gerichtet. Und da macht die Bibel einen ganz klaren Gegensatz auf. Also ich finde, eine ganz deutliche Stelle ist in Römer 12 am Anfang, dass wir unser Denken erneuern sollen und uns eben nicht diesem Weltlauf anpassen sollen. Und ich würde sagen, dieser Weltlauf, der dort genannt ist, in Römer 12, 1 und 2, genau das ist das, was wir heute eigentlich als Zeitgeist bezeichnen. Uns dem nicht anzupassen, sondern uns eben durch den Heiligen Geist erneuern zu lassen. Und was damit Gottes Wort macht ist, das macht einen Gegensatz auf zwischen dem Heiligen Geist und dem Zeitgeist.

SPEAKER_00

Und gleichzeitig werden wir dann, eben weil dieser Gegensatz von Zeitgeist und Heiligem Geist da ist, aufgerufen, die Geister zu prüfen. Ich meine, gerade im ersten Johannesbrief finden wir diese Worte, die so entgegengesetzt von der Darstellung von Kräßlin sind. Weil einfach dort steht, we sollen die Geister prüfen und die Welt überwinden.

SPEAKER_01

Ich lese das mal vor, weil ich so, ich finde das so eindrücklich. Also mir kam das so, als ich so gelesen habe, dachte ich mir, das ist ja genau das Gegenteil zu dem, was Gottes Wort sagt. 1. Johannes 4, ist das ganz am Anfang, Vers 1. Geliebte glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind. Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Also Gottes Wort sagt, hey, wenn irgendein Geist da kommt, also wenn irgendein Zeitgeistströmung kommt, sei erstmal skeptisch, prüf die. So, und jetzt Unterscheidung zwischen einem negativen Zeitgeist und dem Geist Gottes. Daran erkennt ihr den Geist Gottes. Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott. Und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Ja, wir haben hier erstmal dieses Schwarz-Weiß-Denken, was er ja die ganze Zeit in seinem Buch bekämpft. Genau das hat hier ein Apostel von Jesus Christus, der Apostel, den Jesus lieb hatte, der hat voll dieses Schwarz-Weiß-Denken. Und ich glaube nicht, dass Johannes Pharisäer war. Aber er hat voll dieses Schwarz-Weiß-Denken. Und das Spannende finde ich an diesem Beispiel, was er hier wählt, wir können uns denken, wieso macht er das jetzt an Jesus auf und der ist eben im Fleisch gekommen ist? Naja, der Zeitgeist hat damals gesagt, dass der Körper etwas Schlechtes ist. Das heißt, einer der provokativsten Lehren damals des Christentums war ein Gott, der sich bewusst einen Körper zulegt. Das geht gar nicht. Das heißt, der christliche Glaube war in diesem Punkt eine radikale Herausforderung für den Zeitgeist. Und Johannes sagt hier: Das ist aber Grundvoraussetzung, dass man das gegen den Zeitgeist mit dem Heiligen Geist glaubt und bekennt, um Christ zu sein. Und dann, nachdem er festgestellt hat, jeder, der das bekennt, ist aus Gott, jeder, der es nicht tut, ist nicht aus Gott, geht er sogar noch weiter und sagt, und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt und jetzt schon ist er in der Welt. Also er verstärkt noch dieses Schwarz-Weiß-Ding und sagt, okay, wer jetzt hier sagt, ich gehe mit dem Lehre, die gegen die biblische Offenbarung ist, mit dem Zeitgeist geht, das ist der Geist des Antichristen. Also härter geht's nicht. Und dann sagt er etwas Ermutigendes in Vers 4, Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. Das heißt, es geht um Üwinden. Es geht darum, den Zeitgeist zu überwinden, nicht im Zeitgeist mitzuschwimmen. Und ja, ich denke, das wird hier sehr, sehr klar und sehr, sehr eindeutig. Und ja, Manuel Grässlin schreibt, würde ich sagen, wirklich um 180 Grad das Gegenteil dazu. Zu dem, was Gottes Wort, was hier der Apostel, den Jesus lieb hatte, wirklich, wirklich uns sagt.

SPEAKER_00

Ja, und ich glaube, das Problematische an seiner Sicht ist dann in der Praxis, dass wir eben vergessen, die Gefahren in der Welt zu suchen oder auf der Lauer zu sein, um nicht in diese Fallen zu tappen, die uns die Welt stellt, sondern wir sind völlig blauäugig laufen in die Welt, denken gar nicht über die Dinge nach, die in der Welt passieren und sehen die potenziellen Gefahren nicht. Ich glaube, das ist das, was am Ende die Konsequenz seiner Sicht ist und das, was diese Sicht so gefährlich macht. Natürlich, neben dem, dass es 180 Grad zu dem ist, was die Bibel sagt.

SPEAKER_01

Und ich meine, es wäre jetzt, und wenn man das so sagt, heißt das ja nicht, dass man jetzt maximal separatistisch oder weltflüchtig unterwegs ist und nicht sagt, wir dürfen jetzt gar keine Filme mehr gucken oder wir dürfen jetzt gar keine säkularen Bücher mehr lesen oder so. Überhaupt nicht. Ich würde sagen, gerade die reformierte Theologie hat da immer sehr gute Überlegungen gehabt, wie wir einerseits in dieser Welt sein können, ohne von dieser Welt zu sein. Aber ich glaube, er fällt völlig vom Pferd, indem er sagt, ja, wir sind in der Welt und eigentlich ist es auch gar kein Problem, wenn wir von der Welt sind.

SPEAKER_00

Ein letztes, was wir vielleicht noch besprechen sollten, ist das ganze Thema rund um die Alphersöhnung. Es kommt immer wieder an manchen Ecken so raus und ganz deutlich wird es dann eben in der Verbindung mit dem Zeitgeist. Und ganz konkret innerhalb dieses Kapitels wird es dann eigentlich wieder, wenn er zu dem Konzept der anonymen Christen kommt. Also das Konzept der anonymen Christen ist eigentlich von Karl Rahner, also einem Katholiken, und das besagt eigentlich vereinfacht gesagt, es gibt Christen in unterschiedlichen Gruppierungen in der Welt, die irgendeine Sache vertreten, sich für irgendwas einsetzen, damit Gottes Werk tun. Christen sind, aber es eigentlich gar nicht wissen. Das ist für uns vielleicht eine komische Vorstellung. Aber in der Theorie der anonymen Christen sind das genauso Christen wie wir, obwohl die noch nie in der Kirche gewesen sind, vielleicht noch nicht mal in einem Land sind, wo es überhaupt Kirchen gibt, sondern irgendwo völlig abseits von irgendwelcher christlichen Kenntnis. Und so wie dieses Konzept der anonymen Christen bei Karl Raner, gibt es eben auch das Konzept der anonymen Christen bei Kreslin, der das dann in allen möglichen kulturellen, zeitgeistlichen Bewegungen findet. Er nennt hier so Dinge wie Fridays for Future, Black Lives Matters oder auch Me Too, where er sagt, die setzen sich für was Christliches ein, für christliche Werte und sind sozusagen eine Art anonyme Christen.

SPEAKER_01

Ja, und ja, auch da muss wieder ein Bibelabschnitt ja für herhalten, nämlich Matthäus 25. Das ist diese Geschichte, wo Jesus vom Endgericht spricht und dann eben die, die gerettet werden, irgendwo auch verwundert sind, dass sie gerettet werden und sie dann fragen, okay, ja, und Jesus ihnen dann sagt, okay, ja, ihr habt, was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Aber das Spannende ist ja, dass Jesus hier bewusst von seinen Brüdern und Schwestern spricht. Er spricht nicht von irgendwelchen anonymen Leuten, sondern er sagt, er spricht von Leuten, die er kennt. Und Graslin selbst zitiert dann auch Matthäus 7, wo er deutlich wird, dass in demselben Gericht Jesus zu einigen, die sogar zu ihm sagen, Herr, Herr, also die sogar nicht mal anonym sind, sondern die sogar denken, sie würden zu ihm gehören und sagen, ich habe euch nie gekannt. Das heißt, Jesus ist sehr exklusiv in diesem Gericht und sagt ganz klar, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand, niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Und Apostelgeschichte 4. In keinem anderen ist das heil, als nur in diesem Namen. Es gibt keinen Weg zur Errettung vorbei an Jesus Christus. Auch das ist das Bekenntnis der ersten Christen gewesen. Das ist das Bekenntnis durch die Kirchengeschichte durch. Das ist erst durch die liberale Theologie hinterfragt worden. Und auch da ist es wieder super schade, dass er sich so ganz unkritisch, sag ich mal, dieser theologischen Schule dann anpasst und damit auch über den Haufen wirft, nicht nur was Gottes Wort sagt, sondern was man auch in weiten Teilen der Kirchengeschichte noch für richtig gehalten hat.

SPEAKER_00

Ich glaube, hier sieht man eben diesen unkritischen Umgang auch mit dem Zeitgeist, weil das eben da zusammengeht, so Dinge wie Fridays for Future, Me Too, Black Lives Matters, die eben eine Zeit lang zeitgeistlich völlig attraktiv waren, die er dann nimmt und christlich interpretiert. Wo man, glaube ich, einfach sieht, dass hier keine sorgfältige kritische Überprüfung stattgefunden hat.

SPEAKER_01

Und sie sind ja, das sind alles, was diese drei Bewegungen alle miteinander gemeinsam haben, ist, dass sie ja nur sehr oberflächlich christliche Werte vertreten. Also MeToo setzt sich für Frauenrechte ein, Fridays for Future für die Bewahrung der Schöpfung und Black Lives Matter dafür, dass alle Menschen gleich sind. Und ganz, ganz an der Oberfläche gekratzt, könnte man sagen, ja, das sind alles, ich sag mal, Schöpfungsordnungen. Aber sobald man hinter die Kulissen guckt, sieht man, das sind alles durch und durch von neomarxistischen und damit wirklich gegen das Christentum gerichteten Ideologien geprägte Bewegungen. Und diese Unfähigkeit oder diese Unwilligkeit bei ihm, mal hinter die Kulisse zu gucken und zu fragen, welche Ideologien stecken denn dahinter? Und was denken die denn noch so? Das sind die gleichen Vertreter, die zum Beispiel massiv sich für Abtreibung einsetzen. Und da muss man doch mal fragen, okay, vertreten die wirklich christliche Ideale, nur weil es dann im Endergebnis irgendwo auch christlich begründbar ist oder wir sogar begrüßen müssen, dass man sich für verschiedene Sachen einsetzt. Aber was steckt eigentlich ideologisch dahinter? Und das sind antichristliches Gedankengut.

SPEAKER_00

Ich glaube, wenn wir mal versuchen, dass alles, was wir jetzt besprochen haben, über diese verschiedenen Kapitel zusammenzufassen, dann kann man wirklich positiv herausheben, dass er gute Fragen stellt, dass er es zulässt, dass man Fragen stellt und dass er wirklich sagt, es ist wichtig, sich damit auseinanderzusetzen.

SPEAKER_01

Also ich finde ein Positivbeispiel in der Hinsicht war Francis Schaefer, der eben auch gesagt hat, okay, gerade jungen Christen oder jungen Skeptikern, die auf der Suche nach Wahrheit sind, die sollen ihre Fragen stellen und den sollen wir als Gemeinden und als Christen auch den Raum geben, diese Fragen tatsächlich zu stellen und auch stellen zu dürfen. Und ihre Zweifel auch zu äußern, die sie haben.

SPEAKER_00

Ich finde, das macht er sehr gut und das ist wichtig, das zu machen. Problematisch und gefährlich wird es dann aber halt, wenn man sich die Antworten anschaut, weil da dann nichts mit Substanz bei rauskommt. Weil da ganz viele Dinge rauskommen, die gegen das sind, was die Bibel sagt. Ich meine, wir hatten es gerade eben, gerade beim Zeitgeist, gerade bei der Alversöhnung, Dinge, die 180 Grad zu dem sind, was die Bibel sagt. An manchen Stellen ist es vielleicht weniger gefährlich, weil es weniger konträr zur Bibel ist, sondern eher viel bla bla, eben nichts mit wirklich, wirklich Halt, mit wirklich, so wie wir es im ersten Podcast gesagt haben, nichts, was uns wirklich Gewissheit geben kann. Ja, ja.

SPEAKER_01

Also ich habe gerade jetzt vor ein paar Tagen dieses Buch gelesen und direkt danach habe ich eine Nachricht bekommen, dass jemand in unserer Gemeinde schweren Krebs erkrankt ist. Und das war die zweite Nachricht in der Hinsicht, kleine Gemeinde, innerhalb von wenigen Wochen. And ich hatte gerade noch this Buch soar, als ich diese Nachricht gelesen habe. And what I mean gedacht habt is: when people who in so una situation are, who so eine Diagnose game irgendet given, was denen jetzt wirklich Trost gibt, was denen wirklich Halt gibt, ein christliches Buch, which really zurückwirft auf den Gott, who good is, but that events verlässlich is. Weil dieses Buch zerstört, dieses Buch verunsichert, dieses Buch stellt richtige Fragen und hinterlässt mehr Verwirrung als Antworten. Und deswegen finde ich es sehr, sehr schade, dass dieses Buch veröffentlicht wurde. Und ich möchte jeden ermutigen, zu Büchern zu greifen, die uns wirklich zurückwerfen, auf den Gott, von dem wir sagen können, ja, er ist wirklich gut. Denn er hat sich in seinem Wort geoffenbart als der, der gut ist. Und dieses Wort ist verlässlich, and alles, was dieser Gott sagt, ist absolut sicher. Und was er diesem Wort nicht sagt, da sind viele Dinge, die sind für uns auch nicht sicher. Aber die Dinge, die er uns in seinem Wort sagt, die kennen wir, die bekennen wir und darauf können wir uns verlassen und darauf vertrauen, dass er in allem, was in dieser Welt unsicher ist, der sichere Hafen ist, zu dem wir immer wieder zurückkehren können.

SPEAKER_00

Vielen Dank, Jochen, für deine Zeit. Danke, dass du mit uns durch dieses Buch gegangen bist. Sehr gerne.