Selbst nicht ständig

#32 - Veränderung oder das Ende kreativer Selbstständigkeit?

Christian Anderl

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OpenAI hat gerade ihre erste Werbekampagne gemacht. Komplett analog. 35mm Film. Keine Sekunde KI.

Die Firma, die uns ChatGPT verkauft, weiß offenbar ganz genau, wann man Menschen braucht – und wann nicht. Und genau das sollten wir uns anschauen.

In dieser Folge spreche ich über das, was sich gerade verändert. Was wegfallen wird, ja. Aber auch, was bleibt. Und warum ich glaube, dass wir gerade nicht das Ende kreativer Selbstständigkeit erleben, sondern eine Verschiebung – hin zu dem, was schon immer den Unterschied gemacht hat.

Worum es geht:

  • Warum technische Dienstleistung allein schon seit Jahren nicht mehr reicht
  • Der Unterschied zwischen "Ich mache Grafiken" und "Ich schaffe emotionale Verbindung durch Design"
  • Was KI nicht kann: Verstehen, Entscheiden, Verbinden
  • Wie viele Kunden brauchst du wirklich? (Spoiler: Keine tausend)
  • Personal Brand als Zukunftssicherung – auch ohne Videos von dir
  • Die drei Hebel der Selbstständigkeit und warum Content der zugänglichste ist

Keine Panik, kein Schönreden. Nur ein ehrlicher Blick auf das, was jetzt zu tun ist.

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Wir freuen uns über dein Feedback zu dieser Folge!

Die 24 Fragen als PDF zum ausdrucken kostenlos hier herunterladen: https://selbstnichtstaendig.biz/24fragen

SPEAKER_01:

Es freut mich, dich hier in diesem Podcast oder in dem Kanal, je nachdem, ob du es auf YouTube schaust oder als Podcast hörst, wieder begrüßen zu dürfen. Es ist eine Zeit lang her, es sind ein paar einige Wochen vergangen. Das hat einen ganzen Haufen von Gründen und ich werde eine eigene Folge dazu machen, nicht weil die Gründe so relevant oder so wichtig wären für dich, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass jeder Selbstständige und jeder Selbstständige diese Phasen einfach durchmacht. Und weil meine Abwesenheit für einige Zeit absolut gezielt war, mir geht es gut, es war alles bestens, aber das war absolut geplant und das war gezielt. Und ich glaube, aus dieser Zeit nehme ich eines mit, nämlich dass es vielleicht für dich auch sehr relevant sein könnte, dass ich dir diese gesammelten Gedanken aus dieser kleinen Auszeit von diesem Kanal. Und wenn du anderen Kanälen bei mir folgst, dann wirst du feststellen, das hat ein kleines Muster in den letzten vor allem zwei, drei Jahren von Auszeiten gegeben. Das hat durchaus Sinn, und wie gesagt, das ist eine eigene Folge, die werden wir dann ein anderes Mal thematisieren. Ich möchte diese Folge eher einem top aktuellen Thema widmen, das schon einige Zeit top aktuell ist und man merkt einfach, finde ich, in den letzten Wochen und Monaten, dass die Aktualität oder vor allem die Brisanz dieses Themas ein bisschen anzieht und mehr und mehr relevant wird und die Stimmung unter Selbstständigen, aber nicht nur unter Selbstständigen, sondern bei allen Menschen dezent anfängt zu verändern. Und als ich das so die letzten Wochen und Monate so mitbekommen habe, im Instagram-Kanal selbst nicht ständig, habe ich einige interessante Kommentare dazu gelesen, habe einige Diskussionen geführt, musste mir das eine oder andere Mal nachsagen lassen, dass ich äußerst naiv bin, was dieses Thema betrifft. Und da habe ich sehr viel dazu zu sagen, weil einerseits bin ich sehr gern naiv in manchen Punkten, andererseits glaube ich, dass es. Ja, genau diese Punkte möchte ich einfach in dieser Folge mit dir ein bisschen ausführlicher besprechen. Genau diese Themen, was ist das mit KI jetzt gerade, inwiefern betrifft es uns? Ich habe mich in den letzten ein, zwei Jahren intensiv mit diesem Thema befasst. Ich kenne sehr viele Selbstständige, die sehr unterschiedliche Erfahrungen mit KI machen und die sehr unterschiedliche Einsatzzwecke finden und die auch sehr unterschiedliche Meinungen dazu haben, wie das jetzt weitergehen wird in den nächsten Jahren und was das für unsere kreative Selbstständigkeit eigentlich bedeutet. Und ich weiß, dass es zwischen Armageddon, jetzt geht gar nichts mehr, bis hin zu, das ist das Beste, was uns passieren konnte, gibt es eine breit gefächerte Palette von Meinungen. Und ich möchte da jetzt ein paar Dinge dazu deponieren, die dir helfen sollen, und das ist, glaube ich, der Sinn dieser Podcast-Folge, die dir helfen sollen, Entscheidungen zu treffen, weil das ist die eine Sache, von der ich hundertprozentig sicher bin. Es ist jetzt eine Zeit, in der wir Entscheidungen treffen müssen. Und es ist schwierig momentan, diese Entscheidungen zu treffen, weil eben weil so viel Meinung, weil so viel Unklarheit, weil sich jeden Tag so vieles verändert durch KI oder in dieser KI-Welt. Wir sind da mittlerweile, habe ich das Gefühl, hin und her gerissen zwischen jede Woche kommt was Neues, Großartiges, das wow, wow, jetzt geht das auch. Und auf der anderen Seite, das Armagedd und die KI-Bubble wird demnächst platzen, wird auch immer größer, dieses Themengebiet, wo viele Menschen sagen, hey, das geht nicht mehr lange gut, rein aus wirtschaftlicher Sicht nicht und auch technisch steht man da an und es ist möglicherweise nicht alles so toll, wie man uns das jetzt jahrelang verkauft hat. Also viel Ungewissheit, viel in Bewegung, aber ich glaube, es gibt eine Konstante in dem Ganzen. Und die möchte ich ein bisschen herausarbeiten in dieser Podcast-Folge. Also ganz kurz zu dem, was in letzter Zeit passiert ist. Ein relevanter Punkt und einer, wo ich mir auf sehr viel Naivität vorhalten lassen habe, was aber auch daran liegt, dass das Reel, das ich dazu gemacht habe auf meinem Kanal, selbst nicht ständig auf Instagram relativ gut gegangen ist mit 250.000 Aufrufen und da gibt es halt dann einfach viel Meinung dazu. Also, was ist passiert? OpenAI hat gerade die erste Werbekampagne in der Firmengeschichte gemacht. Komplett analog. Auf 35 mm Film und keine Sekunde KI benutzt. Das sagt was. Also ja, das hat etwas zu sagen. Die Leute fragen natürlich jetzt: Heißt das, ChatGPT ist Müll? Und nein, das heißt es nicht. Das ist nicht das, was es zu bedeuten hat, auch wenn es viel zu bedeuten hat. Das heißt was ganz anderes. Es heißt nämlich, OpenAI weiß genau, wann man Menschen braucht und wann man KI braucht oder vernünftig einsetzt. Und das ist ein großer Unterschied. Ich finde, daraus sollten wir wahnsinnig viel lernen. Und das ist genau die Frage, die wir als Kreative jetzt beantworten müssen. Was kannst du, was KI vermutlich nie können wird oder mit ziemlicher Sicherheit nie können wird. Weil genau das wird deine Zukunft sein. Nicht weniger Arbeit, sondern eine andere Art oder eine andere Form von Arbeit. Es wird wertvollere Arbeit sein. Und genau darum geht es heute. Lass uns in dem Ganzen mal einen Schritt zurückgehen. Was ist da eigentlich genau passiert? Also OpenAI, die Firma, die uns ChatGPT und Sora verkauft, macht Werbung, ohne ihr eigenes Produkt zu nutzen. Okay. Das ist es aber, was wirklich passiert ist. OpenAI macht Werbung und versteht, weil sie dafür eine gute Agentur genommen haben, die diese Werbung geplant hat und gemacht hat, emotionale Werbung. Weil emotionale Werbung die einzige ist, die wirklich funktionieren kann, langfristig funktioniert. Das weiss man aus der Werbung einfach. Sie sollen Menschen berühren, sie soll Verbindung schaffen. Und sie wissen, dafür brauchst du Menschen. Keine KI-generierten Texte, keine KI-Videos, sondern Menschen berühren Menschen. Das ist nichts Neues und das wird sich durch KI vermutlich auch nicht ändern. Und dass sie das so gemacht haben, ist jetzt nicht Heuchelei, so wie viele sehen oder wollen drin, oder wie viele dachten, dass ich in dem Reel, das ich dazu gemacht habe, auch gesagt habe: Nein, this is keine Heuchelei. This is nur eine ganz klare Aussage. Es gibt einen impressionistischen Maler, ich hoffe, ich spreche ihn richtig aus, Paul Cezanne, der hat mal gesagt, a work of art that did not begin with emotion is not art. Das war das Zitat. Also, ein Kunstwerk, das nicht mit Emotionen begonnen hat, ist in Wahrheit keine Kunst. Und ganz genau das weiß OpenAI. This is auch keine Neuerung, oder this is kein großes Geheimnis. Das wissen Werbeagenturen, das wissen alle, die sich mit Marketing länger intensiver befasst haben. Und KI ist nichts anderes als ein Werkzeug. Emotion, Verbindung, Vertrauen kommt von Menschen. Und ich weiß, auch da gibt es andere Meinungen, über die wir gleich reden werden, die nicht alle komplett restlos falsch sind. Ja, in der breiten Masse wird es in vielen Punkten egal sein, ob da ein Mensch dahinter sitzt oder nicht, solange Emotion beim Empfänger geweckt wird. Aber jetzt kommt's. Genau das ist deine Zukunft in der Kreativbranche. Nicht ich mache Grafiken, sondern ich schaffe emotionale Verbindung durch Design. Das ist eine zukunftssichere Perspektive als kreativer Dienstleister. Nicht ich schreibe Texte, sondern ich bringe Marken und Menschen durch Worte zusammen. Menschen verbinden. Du verstehst. Der technische Teil, das ist der Punkt, wo KI unterstützen kann. Es kann uns die Arbeit erleichtern, es kann beschleunigen, es kann bei Brainstormings helfen. Der menschliche Teil, da bin ich ziemlich sicher, den kannst nur du liefern. Zumindest auf diese Art und Weise. Und genau da wird es wertvoller, wenn man es richtig angeht, glaube ich. Bevor wir aber drüber reden, was wegfällt und was bleiben wird, weil da wird, glaube ich, sehr vieles wegfallen und es wird sehr vieles bleiben, müssen wir mal über einen fundamentalen Denkfehler sprechen, den ich bei Kreativen schon seit Jahren beobachte und das hat mit KI eigentlich noch gar nichts zu tun gehabt. Da gab es KI noch gar nicht, gab es diesen Denkfehler schon. Fast alle kreativen Selbstständigen machen einen entscheidenden Fehler bei der Kundensuche, weil sie sich fragen, was die breite Masse will. Als wäre das in irgendeiner Art und Weise relevant für kreative Dienstleister und Selbstständige. Und an diesem, was will die breite Masse gerade, messen sie dann den Wert ihrer eigenen Arbeit, was so nebenbei gesagt übrigens auch fürs Selbstbewusstsein nicht gerade gut ist. Ein perfektes Beispiel in der Fotografie. Als Instagram groß wurde, war das so eine Art Rockstar-Moment. Alle wollten plötzlich beruflich fotografieren. Alle haben gesagt, boah, ich schnappe jetzt meine Kamera und puh, jetzt alle, da hat jemand gesagt, auf Instagram, du machst gute Fotos, ich rock jetzt alles. Aber die wenigsten haben sich damals gefragt, es ging es wirklich nur um Ego. Ich mache gute Fotos, die zeige ich und dafür werde ich gebucht. Kaum jemand hat sich gefragt, was kann ich mit meiner Fotografie beitragen? Wie mache ich das Leben oder das Business anderer Menschen besser durch das, was ich mit meiner Kamera mache? Oder das, was ich zusätzlich rund um die Fotos mache. Wie liefere ich mehr als einfach nur schöne Bilder? Es ging nur um die eine Sache Fotografie als Beruf. Und jetzt, jetzt können alle mit KI Bilder generieren, die mehr und mehr ausschauen wie großartige Fotos, weil sie es ja auch von dort gelernt haben. Es bricht Panik aus. Fotografie wird nicht mehr gebraucht, ist dann der Tenor. Doch wird schon nur das, was du jetzt vielleicht under Photographie verstanden wird nicht mehr so gebraucht, weil es einfach leicht herstellbar ist, weil es leicht reproduzierbar ist. Gebraucht wird das, was bisher die meisten übersehen haben. And jetzt kommt diese Frage einfach ein bisschen deutlicher ans Licht. Dort, wo sich jemand gefragt hat, was kann meine Fotografie bei jemandem beitragen, das bleibt. Im Gegenteil, das wird sogar wichtiger werden, weil das ist der Punkt, den auch KI nicht kann. Und das gilt für jede kreative Leistung, jeden kreativen Job, glaube ich. Wenn du dich fragst, was will die Masse haben, dann hast du mit ziemlicher Sicherheit schon verloren. Die richtige Frage wäre eher, was kann ich beitragen, das nur von mir kommen kann und von sonst niemandem. Und wenn du das findest, dann kann dir genau genommen ein wenig passieren. Also meine Erfahrung ist das sicherste Mittel, um genau das zu erreichen, übrigens eine Personal Brand. Und bevor du jetzt sagst, nein, da bin ich aus, interessiert mich nicht. Ich will mich nicht vor eine Kamera setzen und in eine Kamera reinreden, das bin nicht ich, das musst du auch nicht. Personal Brand heißt nicht, finde ich, dass man sich hinsetzt und einfach in eine Kamera reden muss oder in ein Mikrofon reden muss. Das ist nicht das, was Personal Brand bedeutet. Beziehungsweise nicht das Einzige, wie es geht. Personal Brand heißt einfach nur, dass du deine Persönlichkeit einbringst, also deine einmalige Mischung aus Wissen, Können, Erfahrungen, Charakterzügen und all dem, was halt dich ausmacht und dich von anderen unterscheidet. Es gibt dich ja bekanntermaßen nur einmal in dieser einzigartigen Kombination von Wissen, Können, Erfahrung, Charakterzügen. Es gibt einen Haufen Wege, wie man das erreichen kann und wie man damit Menschen erreichen kann. Und genau darum geht es bei einer Personal Brand, dass man mit dieser einzigartigen Mischung die richtigen Menschen erreichen kann. Manche Menschen lesen lieber, manche hören lieber zu, manche schauen lieber Videos. Wichtig ist, findest du mal dein Medium, mit dem du dich wohlfühlst. Wenn du lieber schreibst, dann schreib. Wenn du lieber ohne Gesicht und ohne Video in ein Mikrofon redest, dann mach das. Wenn dir Videos zusagen, dann mach das. Es ist im Grunde genommen egal, weil das Medium bestimmt dann auch mit deiner Zielgruppe, aber es gibt überall genug Zielgruppe. Es gibt Menschen, die lesen einfach nur gern und die schauen sich gar keine Videos an oder hören keine Podcasts und sagen nur was, Podcast, echt, das gibt's noch. Du kannst in jedem Medium deine Zielgruppe erreichen, ob mit, und dann ist die Frage, wie du deine Persönlichkeit einbringst, ob dann eben mit Design, mit Farben, mit Worten, mit deinen Ideen. Persönlichkeit ist dann genau das, was dafür sorgt, dass Menschen dir näher rücken oder dass du Menschen näher rücken kannst. Oder eben auch nichts, weil sie einen dann nicht mögen. Und das ist auch okay. Das gehört einfach ein Stück weiter zu. Wenn du dafür sorgst, dass Menschen dir persönlich näher rücken und dein Produkt, dein Angebot, deine Dienstleistung kaufen, weil du du bist, dann musst du damit auch in Kauf nehmen, dass es andere Menschen geben wird, die nicht bei dir kaufen wollen oder dir nicht mal folgen, weil du du bist. Nicht jeder mag jeden, das geht einfach nicht. Und du kannst nicht, egal ob selbstständig oder nicht, du kannst nicht von allen gemocht werden. Das kann nicht das Ziel sein, wenn du dir das als Ziel setzt, ist Frust und Depression wahrscheinlich vorprogrammiert. Das Einzige, was wirklich relevant ist, ist auf diese Art und Weise merkt man relativ schnell, ob jemand oder etwas echt ist oder ob das von KI gemacht ist. Und ich merke, dass jetzt auch schon fallweise, wenn ich unter Anführungszeichen zu guten Content mache. Also wenn es zu gut produziert ist, zu richtig mit dem Licht, wenn zu viel zusammenpasst. Mir kommt da zugute, dass ich jetzt älter werde und dass das nicht mehr KI generiert ausschauen kann. Aber ich habe viele Videos auch von früher noch, wo die unter Anführungszeichen zu gut waren. Und dann haben manche Menschen gezweifelt, ob das überhaupt echt ist. Die, die mich schon länger kennen, wissen zwar, dass es echt ist, aber bei Neuen hilft es wirklich, das ist so komisch das klingt, wenn neuer Content manchmal auch etwas rotziger unter Anführungszeichen ist. Deswegen nehme ich mehr und mehr wieder einfach nur das iPhone zur Hand und red da einfach rein. Weil das wirkt einfach echter. Und das ist auch ein Trend, den man tatsächlich beobachten kann. Es gibt ungeschnittene Videos oder dieser Podcast zum Beispiel, Videos, wo einfach jemand sitzt und eine halbe Stunde etwas, das er relevant findet und das hoffentlich für jemanden, der sich so anschaut, auch relevant ist, erzählt. Punkt. Keine Schnitte, keine großartigen Produktionsaufwände. Dafür merkt man, dass da ein echter Mensch sitzt und mit echten Menschen redet. Und das schafft relativ leicht Vertrauen, dass hier ein echter Mensch sitzt und kein KI generierter Bot. Jetzt ganz kurz nochmal zurück zu dem Punkt mit ja, aber es gibt ja in der breiten Masse mit Sicherheit auch Menschen, denen das egal ist. Ich glaube zwar nicht, dass es Menschen gibt, denen es egal ist. Wenn jemand weiß, dass das jetzt KI ist, glaube ich, dass die meisten Menschen sagen, da bin ich raus, interessiert mich nicht. Ich glaube nur, dass es einen großen Teil gibt, der bei vielen Dingen nicht merkt, ob da jetzt ein Mensch sitzt oder nicht. Aber da reden wir nicht von Personal Brand, glaube ich. Da reden wir von sowas wie Support Agents, Support KI, die einfach mal die erste Welle an Support abnimmt, bevor ein echter Mensch dahinter eingreift. Oder Werbung, wenn Werbung wirklich ausproduziert ist über KI, dass da jetzt kein echter Schauspieler steht. Wenn es gut genug ist, glaube ich, viele Menschen merken es einfach nicht. Und deswegen ist es ihnen egal. Aber auch nur, weil sie es nicht merken. Gut, das ist jetzt alles schön und gut, schöne Theorie, aber ich weiß, da kommen viele aber, wenn alles so billig wird, wer zahlt dann noch dafür mehr Geld? Und wie soll man davon leben? Das ist ein relevantes Argument, ein berechtigtes Argument und ich habe meine Theorien dazu. Ich weiß auch, dass manche Branchen tatsächlich gewaltig darunter leiden und dass das auch nicht mehr besser werden wird. Das muss man jetzt nicht schönreden und es ist auch nicht mein Ziel, das wegzureden und so zu tun, als wäre das nicht. Werbung zum Beispiel, ich habe in der Werbefotografie einige Zeit gearbeitet, hat gerade ein riesengroßes Problem, weil Agenturen und Kunden mit 90% des Ergebnisses zufrieden sind, wenn sie dafür fünfstellige Summen sparen können. Muss man auch verstehen. Auch die müssen sparen und ja, das ist die Realität, in der wir momentan leben, dass dann einfach Werbebudgets plötzlich Produktionsbudgets wegfallen. Und das ist bei weitem nicht die einzige Borsche, in der sowas passiert. Das will ich auf keinen Fall wegreden. Und das war auch einer der Gründe schon vor KI, warum ich in der Werbefotografie wieder aufgehört habe, ich habe dort eigentlich ganz gut Fuß gefasst. Meine Kundenliste ist gut gewachsen mit IKEA, Nespresso und ein paar wirklich guten Namen auf meiner Liste. Und ich habe damals auch ohne KI aus einem Grund aufgehört, weil ich, also abgesehen davon, dass ich einen Teil dieser Bubble ehrlicherweise nicht ganz, ich habe mich dort nicht so wohl gefühlt, sagen wir es vorsichtig. Aber einer der Gründe und einer der Hauptgründe, warum ich damit aufgehört habe, war, weil ich das Gefühl hatte, das ist ersetzbar. Ich hatte das Gefühl, ich bin gerade ein sehr guter technischer Dienstleister. Da gibt es aber auch noch wesentlich bessere als mich. Und hinter mir kommen einige nach. Und was auch immer, egal wie weit ich mich arbeite und hocharbeite und weiterbringe, es kann immer jemand kommen, der einfach besser wird und oder günstiger. Und dann bin ich diesen Job los. Also kurz ein Wort könnte man es zusammenfassen. Austauschbar. Ich hatte das Gefühl, meine Arbeit und ich sind in diesem Kontext relativ leicht austauschbar. Und das ist ein Punkt, den ich mitgenommen habe in den letzten 10, 15 Jahren und auf den ich versuche zu achten und der dir, glaube ich, auch jetzt helfen sollte oder hoffentlich helfen kann, darauf zu achten, dass du einfach nicht austauschbar bist. Und du wirst nicht nicht austauschbar, indem du einfach nur bessere Arbeit machst. Das zeigt uns KI gerade, führt uns das gerade deutlich vor Augen, weil in vielen Bereichen ist sie manchmal besser. Jetzt halluziniert sie auch wieder mehr und ist in vielen Bereichen nicht so zuverlässig, wie wir dachten. Ich glaube aber, dass, also da haben schon so viele Menschen so viel Geld reingesteckt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dieses Problem nicht gelöst wird. Und dann wird diese KI wahrscheinlich in vielen Teilbereichen mindestens genauso gut wie wir. Und in vielen Bereichen auch besser. Und dann reicht es einfach nicht mehr aus. Technisch gut zu sein oder fachlich in dem gut zu sein, was man tut, weil das macht einen noch immer austauschbar. Wenn du dich jetzt genau umschaust, dann wirst du feststellen, es gibt noch sehr viel Bedarf für deine Arbeit. Nur der nicht austauschbare Teil liegt nicht in der breiten Masse. Und da sehen die meisten das Problem. Der nicht austauschbare Teil liegt in Nischen, in kleinen Nischen. Aber du brauchst eben nicht die Masse. Das ist nämlich genau der Punkt, den auch so viele Kreative übersehen. Lass uns mal ganz ehrlich rechnen. Wie viele Kunden brauchst du wirklich? Wenn du ordentlich kalkulierst und nicht Diskontpreise schleuderst, die du sowieso nicht halten kannst, weil du einfach nicht zu Diskontpreisen arbeiten kannst, sonst arbeitest du 24 Stunden am Tag. Dann brauchst du keine 1000 Kunden. Du brauchst vielleicht 20 oder 50, lassen wir es 50 sein. Und die Frage ist nicht, wollen das 10.000 Menschen, was ich hier anzubieten habe, sondern die Frage ist, gibt es diese 20 bis 50 Menschen, die ich brauche als Kunden brauchen, die genau das brauchen, was ich anbiete, auf genau die Art und Weise, wie ich das anbiete und bereit sind, dafür angemessen zu zahlen, weil es ihnen das wert ist. Das ist die einzige Frage, die man sich beantworten muss. Und dabei nicht austauschbar sein und Persönlichkeit zu zeigen, führt genau dazu, dass man diese 20 bis 50 Menschen findet, die genau das, auf genau diese Art und Weise von genau dir haben wollen, weil das für sie den Unterschied macht. Und die Antwort ist, ich schwöre, fast immer ja. Wenn man die nicht findet, dann hat man entweder ein Produkt, das tatsächlich niemand will oder braucht, das lässt sich aber rausfinden, das lässt sich testen. Oder man hat in der Kommunikation einfach versagt und hat es nicht geschafft, dieses Produkt oder Angebot jemandem klar zu kommunizieren. Auch das kann passieren, aber auch das kann man ändern. In erster Linie musst du mal aufhören, zu versuchen, für die Masse zu arbeiten, weil du das als kreativer Einzeldienstleister oder Einzelselbstständiger einfach gar nicht kannst. Du kannst nicht für die Masse arbeiten. Das ist dir theoretisch auch klar, aber ich bin mir sicher, 90% aller Selbstständigen oder die meisten, die anfangen, mit denen ich rede, denken einfach für die Masse oder versuchen sich, lassen sich von dem, was die Masse möglicherweise will, zu sehr lenken und ihre Gedanken und ihre Ausrichtung zu sehr davon denken. Wichtig ist, dass du Qualität in dem Fall über Quantität stellst. Wenige richtige Kunden sind wichtiger als Unmengen Kunden, die aber die falschen sind. Das ist nicht nur entspannter, das wird dann auch profitabler am Ende des Tages. Was du brauchst, sind demnach nicht massenhaft Kunden. Damit würdest du auch dauerhaft arbeiten und das ist ja zu viel. Was du brauchst, sind Hebel. Und das ist der nächste Punkt, wo es wirklich wichtig wird, und den auch viele Selbstständige übersehen, den ich lange selber übersehen habe und nicht verstanden habe. Aber ich sage jetzt mittlerweile schon seit über zehn Jahren, bei jeder Gelegenheit, auch hier in diesem Kanal, wir leben in einer Zeit, in der es einfacher ist als je zuvor, selbstständig zu sein und eben mit Hebeln zu arbeiten. Und es ist gerade noch um einiges einfacher geworden. Das ist der Vorteil an KI, den wir als Selbstständige rausziehen können. KI macht diese Hebel noch einfacher. Welche Hebel gibt es? Es gibt im Großen und Ganzen drei Hebel, mit denen du arbeiten kannst. Oder drei Wege, eine Hebelwirkung zu erzeugen. Der Hebel Nummer eins, Menschen, was so viel heißt wie, du stellst Mitarbeiter ein, du baust eine Firma auf, der klassische Weg der letzten Jahrzehnte. Einerseits, ich habe das gemacht, ich habe das probiert und ich habe es wieder beendet. Es ist schwierig, es ist teuer und es ist meiner Meinung nach vor allem nicht mehr ganz zeitgemäß. Das wäre ein eigenes Thema, über das wir mal ausführlich reden können. Wichtig ist auch, dass du für dich herausfindest, bist du das überhaupt als Typ? Willst du das? Willst du den Spaß an der Arbeit, mit der du angefangen hast, tauschen gegen die Verwaltung eines Unternehmens und Mitarbeitern? Aber das musst du für dich selber herausfinden. Der Hebel Nummer zwei, den es geben würde, wäre Kapital. Heißt, du hast entweder Investoren oder du hast sehr viel eigenes Geld, das du investieren kannst. Du schaltest Werbung ohne Ende oder du investierst in ein bestehendes Unternehmen oder du investierst Geld, um ein Unternehmen aufzubauen. Das Problem daran ist offensichtlich, das ist der Hebel, der nur für wenige zugänglich ist. Und ich klammer jetzt einfach mal aus und behaupte jetzt mal, dass dieser Kapitalhebel für uns nicht in Frage kommt. Bleibt der dritte Hebel, und das ist genau der, der einfach so großartig ist, schon seit 15 Jahren großartig ist und der jetzt eigentlich noch großartiger wird, wenn man es richtig angeht. Der dritte Hebel ist Content. Das heißt, du erstellst etwas einmal und machst einmal dir die Arbeit, viel Input zu liefern, aber das arbeitet dann langfristig für dich. Also alle digitalen Produkte, Bücher, Videos, Podcasts. Allein das, was Podcasts sind, waren früher Radiosendungen. Ich komme aus dem Radio, das war, eigentlich ist das ein Traum, was es da gibt mit Podcasts, Videos. YouTube ist in Wahrheit in der Zwischenzeit ein eigener Fernsehsender. YouTube hat Netflix in den Userzahlen überholt. Und du hast dort ein riesengroßes Publikum zur Verfügung, aus dem du deine kleine Nische rausschlagen kannst, aus denen du dir diese Menschen rausholen kannst, die das hören wollen, was du zu erzählen hast. Bücher schreiben ist günstiger und einfacher als je zuvor. All diese Dinge, auch digitale Produkte, all das hat vor dem Ganzen wahnsinnig viel Zeit und Geld und Aufwand gekostet. Und mittlerweile kann es jeder mit einem Laptop einfach zu Hause machen. Smartphone reicht in Wahrheit. Du brauchst nicht mehr als das. Und das ist der Hebel, der mittlerweile für jeden funktioniert. Für alle. Einmal viel Arbeit machen, dann nicht mehr so viel Zeit investieren. Und das ist das Schönste daran, da kommen wir zurück zu dem Punkt mit der Nicht-Austauschbarkeit. Das kann nur von dir kommen. Auf diese Art und Weise, mit dieser Erfahrung, mit diesem Wissen, mit diesem Charakter, mit allem, was dich ausmacht, kann dieses Produkt oder dieser Podcast, dieses Video nur von dir kommen. Ja, aber den Inhalt hat doch schon mal wer gesagt. Das macht aber nichts. Weil es gibt Unzähliges von dem, was ich in diesem Podcast sage oder was ich auf selbst nicht ständig in dem Kurs sage oder im A-Team, in den Coachings seit 2020 gibt es unzählige Dinge, die andere auch schon gesagt haben oder in Zukunft noch sagen werden. Warum ist das egal? Weil ein Teil wird mir zuhören, weil sie einfach die Art und Weise, wie wir das machen, wie wir das angehen, wie wir im Team da zusammenarbeiten, wie wir die QAs machen, wie ich es aufbereite, funktioniert für sie. Sie hören es gern, es gefällt ihnen, sie hören es länger, öfter und mögen diese Art und Weise, diese Perspektiven, diese Erfahrungen. Andere sagen einfach, ich höre dem Typen keine zwei Minuten zu, ich halte das nicht aus. Und er redet Schwachsinn. Völlig in Ordnung. Dann kannst du mehr oder weniger inhaltlich dasselbe sagen, aber mit deinem Wissen, deiner Erfahrung, deiner Perspektive und deiner Art drauf. Und du wirst die Menschen kriegen, die es bei mir nicht haben wollen. Um bei diesem konkreten Beispiel zu bleiben. Kurz, es ist völlig egal, ob es etwas schon gibt, wenn es das noch nicht von dir gibt. Ich finde, das ist eine Demokratisierung der Selbstständigkeit, wie sie noch nie da gewesen ist. Und nochmal, wir erinnern uns nochmal kurz daran, wie viele Kunden brauchst du tatsächlich? Nicht tausend und nicht 10.000. Aber allein nur im deutschsprachigen Raum sind wir was mittlerweile, wie viel sind wir eigentlich? Wir sind Millionen, zweistellige Millionenbeträge. Und wie viele davon brauchst du als Kunden? Selbst wenn du gerne 10.000 als Kunden hättest, und ich bin in der glücklichen Lage, in den letzten elf Jahren 16.000, 17.000 Kunden im deutschsprachigen Raum gesammelt zu haben. Und ich bin sehr, sehr dankbar dafür. Es hat aber gute elf Jahre gedauert, um 17.000 Kunden zu haben. Wie viele waren das im Jahr? Und wie viele davon hätten wir gebraucht, um zu überleben, um gut davon zu leben? Selbst das ist möglich. Wenn ich das aus einem zweiten Schlafzimmer heraus starten habe können, warum solltest du das nicht können? Die Frage ist, du hast berechtigt. Und ich möchte, dass du dir die mit einer ganz klaren Antwort beantwortest, nämlich wenn es der kann, dann kann ich es auch. Demokratisierung der Selbstständigkeit. Vor 20 Jahren hat man Kapital gebraucht, Mitarbeiter gebraucht, Infrastruktur, den ganzen Cinover. All das brauchst du heute nicht. Du brauchst einen Laptop, eine Idee und deine einzigartige Mischung aus Charakter, Wissen, Erfahrung und Perspektive. Und ich glaube, das ist die Zukunft. Und ich glaube, das ist auch die Zukunft mit oder ohne KI, das ist vollkommen egal. Das wird dem nicht schaden. Die KI schadet, wie gesagt, dem technischen Dienstleistungsdurchschnitt, dem, was eine KI einfach so machen kann. Technische Dienstleistung allein ist zu wenig. Aber das sage ich jetzt schon seit zehn Jahren, weil es schon seit zehn Jahren zu wenig ist. Ganz ehrlich, die, die sich in den letzten zehn Jahren nur als technischer Dienstleister gesehen haben, mussten zu absurd billigen Preisen anbieten. Und selbst dann hat es immer noch jemanden gegeben, der es billiger machen wollte. Und durchgekommen, gut durchgekommen in kreativen Selbstständigkeiten sind auch in diesen Jahren schon nur die, die es verstanden haben, mehr zu liefern als einfach nur eine technische Dienstleistung. Und da kommt, wo wir gerade über Demokratisierung und so weiter reden und über Kapital und Firmenaufbau und so weiter, da kommt was ins Spiel, das die meisten entweder nicht wissen oder zumindest nicht mitbedenken. Wir wissen das, glaube ich, an sich alle, aber wir bedenken es nicht mit. Die letzten grob 100 Jahre waren historisch gesehen eine absolute Ausnahme und nicht die Regel. Vor dieser industriellen Revolution waren fast alle Menschen genau genommen selbstständig, auf irgendeine Art und Weise. Alle haben selbstständig gearbeitet, alle haben etwas beigetragen, das die Gruppe gebraucht hat. Und erst mit der industriellen Revolution hat es dann begonnen, oder zumindest im großen Stil, dass Firmen Mitarbeiter eingestellt haben. Ich weiß schon, davor hat es auch so etwas ähnliches gegeben, aber eher in Richtung Sklaverei, finde ich. Es gab auch vereinzelt Menschen, die für andere gearbeitet haben und es gab immer schon Steuern. Aber du weißt, was ich meine. Dieser große Stil, in dem Konzerne gegründet und massenhaft quasi Menschen dort beschäftigt und angestellt wurden, das hat eigentlich erst mit der industriellen Revolution in diesem Maßstab begonnen. Und warum? Weil nicht alle das Risiko eingehen wollten oder auch konnten oder eben das Kapital einfach hatten, überhaupt eine Firma zu gründen. Es hat Unmengen Kapital gebraucht, eine Firma zu gründen und Menschen anzustellen. Und nicht alle waren in der Lage, das zu tun. Das waren die wenigsten. Und die, die nicht in der Lage waren, haben bei denen, die in der Lage waren, einen Job angenommen. Letzten 100 Jahre, also dieses Angestelltenmodell, war, wenn wir es jetzt auf die Menschheitsgeschichte oder auf ein bisschen größeren Zeitrahmen betrachten, die Ausnahme und nicht die Regel. Und ich glaube, und ich weiß, das ist jetzt wieder so ein Punkt, wo mir Naivität oder alles Mögliche vorgeworfen werden kann, zu Recht wahrscheinlich. Aber ich glaube tatsächlich, wir verlassen dieses Zeitalter wieder, in dem Anstellung und Job bei jemand anderem die Normalität und die Regel ist. Heute ist es nicht nur wesentlich einfacher, sondern es ist auch sinnvoller, als je zuvor wieder selbstständig zu werden. Man muss sich nur die Zahlen anschauen. Selbstständige werden Jahr für Jahr mehr. Und jetzt kann man das negativ framen und sagen, weil Jobs wegfallen und weil Menschen ihren Job verlieren. Ich glaube aber nicht nur, wenn man genauer hinschaut, sieht man auch, dass es nicht nur daran liegen kann, weil es werden auch Jobs nicht nachbesetzt, weil es nicht möglich ist, weil sie keinen finden, der einen machen will. Menschen entscheiden sich aktiv für Selbstständigkeit und Menschen entscheiden sich in diesem Zusammenhang auch aktiv für weniger Stunden arbeiten, weil es möglich ist. KI, digitale Produkte, Medien, die alle ermöglichen uns genau diesen Weg. Und wir kehren gleichzeitig ein bisschen zur Selbstständigkeit zurück, aber auf einem ganz anderen Level, auf eine ganz andere Art, finde ich. Und am Ende des Tages kommt es in dieser Phase, in der wir da gerade stecken, auf eine Sache besonders an, nämlich herauszufinden, was nur du anbieten kannst, und sonst niemand. So, and an dieser Stelle wollen wir mal ein bisschen praktisch denken, sonst klingt das jetzt alles so hypothetisch vor mich hingebrabbelt. Wenn du etwas anbieten kannst, das dich von allen anderen unterscheidet, das nur du anbieten kannst, dann bist du in deiner Selbstständigkeit sattelfest. And um das zu finden, frag dich nicht, wohin du besser bist. Zusammenfassend, das haben wir schon besprochen, die Frage reicht nicht, weil irgendwann wird wer anderer besser darin oder die KI wird besser. Darin kann dich jederzeit jemand überholen, wenn du nur technisch besser bist, wenn du nicht hart genug daran arbeitest, immer der Beste zu bleiben. Sondern frag dich, was nur du anbieten kannst, weil du du bist, weil du diese einzigartige Zusammensetzung von Interessen, Können, Wissen und Charakter bist. Das ist die wesentliche Frage an dem Ganzen. Weil niemand genau diese Kombination hat wie du. Und in dieser Welt voller KI, in der eben jeder technisch und theoretisch dasselbe machen kann und leider schaut es auch mittlerweile technisch ziemlich gleich aus. Ich glaube, das wird auch noch eine Veränderung bringen, weil diese Eintönigkeit irgendwann vielleicht zum Problem wird. Aber in dieser Welt ist genau das dein größter Vorteil. Nicht deine Photoshop-Skills, nicht deine Kamera, nicht deine Werkzeuge, nicht mal deine Ergebnisse, die du in der Arbeit ablieferst. Nicht mal die Fotos, die Texte, die Grafiken, das Design, was auch immer, nicht mal die allein sind dein stärkstes Verkaufsmerkmal oder deine stärkste Verkaufswaffe, sondern du, deine Art zu denken, deine Art zu sehen, deine Art, Probleme zu lösen, deine Perspektive auf so circa alles und wie du es einbringst in dein Produkt, in deine Dienstleistung oder in das, was du anbietest. Das ist nicht kopierbar, kann keine KI replizieren und deswegen ist das meiner Meinung nach die Zukunft. Gut. Zwischendurch einen kurzen machen wir einen kurzen deprimierenden Abstecher. Lass uns ganz kurz ehrlich reden darüber, was sich verändern wird. Die Dinge, die verschwinden werden, weil wir nicht so tun können, als wäre das nicht so. Weil KI wird einiges wegzaubern. Das ist einfach so. Routinearbeit wird verschwinden. Die Standardgrafik, der SEO-Text nach einem Schema F, die PowerPoint-Präsentation, die völlig ohne einem tieferen Konzept geschrieben wurde, das kann KI. Und das wird KI auch machen. Oder jemand, der keine Idee hat, aber einfach sagt, ich brauche zu diesem Thema eine PowerPoint-Präsentation, wird das dann auch hinkriegen. Das fällt weg. Alles, was Routine ist und nicht heraussticht, wird irrelevant. Zweitens, technische Ausführung allein, habe ich schon mehrfach gesagt, verliert völlig an Wert. Ich kann Photoshop, ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Wenn du die Adobe-Präsentation der neuen Photoshop-Funktionen gesehen hast, ist dir klar, das ist Geschichte. Jeder kann mit KI ein Bild erstellen. Der Wert liegt nicht mehr im Erstellen des Bildes, sondern in allem, was rundherum dazugehört. Oder dieser Ich mache das schnell Markt, der wird komplett wegbrechen. Also diese Fiverr-Jobs für 50 Euro zu Ende kannst du vergessen. So wie KI-Bilder die Stock-Foto-Agenturen wahrscheinlich auslöschen. KI macht es nicht für 50 Euro, sondern für 50 Cent. Wenn überhaupt. Und ehrlich, das hat was Gutes, das das alles wegbricht. Ich weiß, das sollte jetzt überhaupt nichts sarkastisch klingen. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass das nicht schlecht ist, weil es uns alle zwingt, uns diese Frage zu beantworten, was ist eigentlich der wirkliche Wert an meiner Arbeit? Was ist der echte Wert an dem, was ich tue? Was trage ich damit bei? Und nicht, was kann ich technisch, was habe ich gelernt. Ja, das ist auch wichtig. Wir müssen technisch ein bisschen was können, mittlerweile immer weniger, weil wir uns helfen lassen können von KI, aber was kann ich technisch ist nicht mehr so wertvoll wie, was ist der eigentliche Wert, was ich beitrage. Was verstehe ich, was KI nicht verstehen wird? Also Menschen, Emotionen, Kontext, Nuancen, diese Sachen, die zwischen den Zeilen stehen. Und genau dort glaube ich, dass wir unser Business beheimaten werden als kreative Selbstständige in der Zukunft. Was sind die Dinge, die nicht wegfallen, oder die anders gesagt, nicht nur nicht wegfallen, sondern was wertvoller wird. Ich glaube, dass es da im Großen und Ganzen drei Dinge gibt, die KI nie wirklich ersetzen wird. Eins davon ist verstehen. KI kann Daten großartig verarbeiten und das vielleicht besser als Menschen, auf vielen Ebenen jetzt schon. Aber du verstehst den Menschen hinter der eigentlichen Frage. Du hörst jemanden sagen, ich brauche ein Logo, und du weißt, der braucht in Wahrheit kein Logo, der braucht eine Klarheit über seine Positionierung und kannst die richtigen Fragen stellen, um diese Klarheit mit ihm gemeinsam herauszuarbeiten, um dann zu einem Logo zu kommen. Die KI macht ein Logo, das da irgendwie dazu passen kann. Du kannst verstehen, was der eigentlich braucht, dieser Mensch, und kannst diese Klarheit rausarbeiten. Das zweite ist, entscheiden. KI gibt dir vielleicht 50 Optionen, aber wer entscheidet, welche die richtige ist? Wer hat die Erfahrung und das Wissen und den Charakter, um zu entscheiden, welche dieser 50 Optionen in dieser Situation, in diesem Kontext wirklich passend ist? Das braucht eben Erfahrung, Intuition, Bauchgefühl. Geschmack, Urteilsvermögen und das sind alles Dinge, die, glaube ich, von einer KI so schnell nicht kommen werden. Wenn überhaupt jemals. Und das Dritte, und da bin ich ziemlich sicher, dass es nie kommen wird, ist Verbinden. KI kann jetzt sehr viel Content produzieren. Aber was du kannst, ist Verbindung in diesem Kontext schaffen. Du weißt, wie man Vertrauen aufbaut mit anderen Menschen, wie man Emotionen weckt, wie man Menschen bewegt. Und dann hast du gewonnen. Absolut. Das ist keine Technik, die du da beherrschst, sondern das ist Menschlichkeit. Und die wird von KI nicht kommen. Und deswegen glaube ich, dass das in Zukunft wesentlich mehr wert sein wird, solche Soft Skills herauszuarbeiten und mehr und mehr einzubringen in sein Business. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass ich ihm nur annähernd mit dem, was ich da überhaupt recht habe und wir wissen, was da wegfallen wird und was bleiben wird, stellt sich natürlich die Frage, welche Skills genau, konkret brauchst du jetzt? Was musst du in Zukunft lernen oder können oder machen, was musst du vertiefen von dem, was du vielleicht schon machst? Ich glaube, das ist jetzt wieder nur das, was ich glaube, das sind diese Skills, die du in Zukunft verfeinern und schleifen solltest. Erstens Fragen stellen, die richtigen Fragen stellen. Das passt zum ersten Punkt, den wir vorher gerade gehatten. Nicht, ich mache jetzt, was du mir sagst, ich brauche ein Logo, ich brauche Fotos, ich brauche einen Text für das, das muss das sagen, sondern ich stelle die richtigen Fragen und finde heraus, was du gerade wirklich brauchst. Das ist es, was in Zukunft oder jetzt schon, eigentlich immer schon, aber auch in Zukunft für Kunden immer wertvoller sein wird. Vielleicht werden sie es durch KI sogar noch mehr lernen, wie wichtig es ist, dass ihnen jemand die richtigen Fragen stellt. Die besten Kreativen sind keine Befehlsempfänger mehr, sondern Berater oder strategische Partner. Das zweite, was, glaube ich, was du verfeinern solltest, um mit dieser KI-Welle ordentlich mitzuschwimmen, ist kuratieren. Also KI gibt dir 50 oder 100 Möglichkeiten und Optionen und du musst in der Lage sein, die richtige davon auszuwählen, den richtigen Kontext herzustellen. Und diese Entscheidung zu treffen. Geschmack, Urteilsvermögen, Erfahrung. Das ist keine technische Fähigkeit, sondern das ist etwas, mit dem du KI bedienen oder dir als Werkzeug nützlich machen kannst. Und das Dritte ist schon vorgekommen in den anderen Zeiten, ist der Kontext. Also KI produziert Content oder was auch immer und du gibst ihm dann die Bedeutung dazu. Du verstehst die Marke dahinter, du verstehst die Zielgruppe dahinter, du verstehst den Moment, die Nuancen, die Kleinigkeiten und du hast das Gespür dafür, dem, was da an Vorschlägen gemacht wird, den richtigen Kontext zu geben und das richtig zu verwenden. Und das sind Dinge, die kann noch keine KI kann und ich glaube ehrlich gesagt, dass es nie wirklich können wird. Das braucht Menschen, um KI richtig als Werkzeug bedienen zu können. Und da kommt noch ein Punkt dazu, von dem ich glaube, dass er wertvoll wird, nämlich übersetzen. Du bist quasi der Übersetzung zwischen Kunde und Lösung, wenn man so will, zwischen ich brauche ein Logo und das ist der Weg, wie wir da hinkommen. Das ist es, was du eigentlich brauchst. Du bist so eine Art Vermittler, ein Dolmetcher zwischen einem Bedürfnis und einem Ergebnis. Das ist auch ein Teil, den KI noch nicht kann und wahrscheinlich, zumindest ohne Anleitung und ohne einen Menschen, der das richtig verwendet, auch nie wirklich können wird. Und ich glaube, genau das sind die Dinge, die jetzt unsere Jobs wertvoll machen und wahrscheinlich in Zukunft langfristig wertvoll machen. Gut. Jetzt lass uns das ganze theoretische Gebrabbel der letzten halben Stunde mal kurz zusammenbringen. Was bedeutet das konkret für dich? Und wie musst du jetzt umdenken? Was musst du verändern? Wie musst du dich entscheiden oder dich anders positionieren? Es geht wieder mal um Positionierung. Wie schon so oft ist Positionierung einfach ein wesentlicher Punkt, jetzt durch diese KI-Welle durchzureiten. Und wenn du diese Transformation mitmachst, dann wird KI deiner Selbstständigkeit vermutlich nicht schaden. Im Gegenteil, dann glaube ich sogar, dass du mit KI deine Selbstständigkeit jetzt fördern und weiterbringen kannst. Vorher hast du gesagt, zum Beispiel, ich bin Grafiker, ich mache Websites, ich schreibe Texte. Und wenn du es schaffst, dich zu transformieren und umzubauen und sagst: Naher, ich helfe Marken emotional zu verbinden oder ich übersetze Geschäftsideen in digitale Erlebnisse oder ich schaffe Vertrauen durch Worte, statt ich bin Texter, dann merkst du den Unterschied, oder? Also es geht nicht nur um diese Marketingbotschaft, die genau das sagt, sondern darum, dass du auch wirklich dieses Ergebnis lieferst. Also von technischer Dienstleistung, wenn man so einfach sagen will, zu einer menschlichen Wirkung, die du lieferst. Du hast vorher einfach nur gesagt und dich positioniert mit dem, was du machst, und nachher positionierst du mit dem, was du ermöglichst, mit dem Ergebnis, das du lieferst. Nicht das Ergebnis in Sachen Output, sondern das Ergebnis für den Kunden, wie geht es ihm dann? Wie geht es ihm dort, wo er dann ist. Und das Beste daran, du musst dazu überhaupt keine neuen Fähigkeiten lernen. Du musst nur aufhören, dich über Technik und über deine technische Dienstleistung, über das, was du tust, handwerklich zu definieren. Und das Bittere daran ist, genau genommen reden wir darüber seit, wie lange mache ich diesen Podcast? Seit immer schon. Und es gibt unzählige Menschen, die einfach darüber schon sehr lange reden. Kurz gesagt, das war schon immer so. Es wird mit KI jetzt nur offensichtlicher und deutlicher, als es je zuvor war. Und das ist einer der Gründe, warum ich finde, dass du dich davon nicht fürchten solltest und nicht auf keinen Fall die Opferrolle einnehmen solltest, mit uff, KI hat das jetzt alles zerstört und jetzt, ich lasse es gut sein, weil das bringt nichts mehr. Ganz ehrlich, das wäre wieder eine eigene Folge wert, aber das würdest du nur machen, weil diese Entscheidung einfacher ist. Das ist ein bisschen wie beim Sport. Wenn beim Training, wenn man einfach nicht mehr kann, einen guten Grund findet, aufzuhören, dann hört man auf. Oder man beißt einfach durch. Geh nicht den einfacheren Weg. Geh den richtigen.