Selbst nicht ständig
Selbstständig sein, ohne ständig zu arbeiten - geht das überhaupt?
Ich bin Christian Anderl, seit 2008 selbstständig, und ich war kurz davor, an genau diesem Problem zu scheitern. Burnout, Beinahe-Pleite, das volle Programm. Heute führe ich zwei erfolgreiche Unternehmen mit siebenstelligen Umsätzen – und arbeite dabei weniger als je zuvor.
In diesem Podcast teile ich, was ich in über 16 Jahren über Kundengewinnung, Positionierung, Verkaufen, Mindset und Struktur gelernt habe. Keine leeren Motivationssprüche, sondern ehrliche Einblicke und praktische Strategien für kreative Selbstständige und Freiberufler.
Für alle, die von ihrer Arbeit gut leben wollen – ohne sich dabei kaputt zu machen.
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Selbst nicht ständig
#35 - Eindeutige Anzeichen, dass du deiner Selbstständigkeit im Weg stehst
Das Härteste an der Selbstständigkeit? Wenn du dir selbst am meisten im Weg stehst.
Ich habe auf Instagram gefragt, was euch gerade beschäftigt. Und dabei ist mir aufgefallen: Die meisten suchen das Problem im Außen – bei den Kunden, beim Markt, bei der Konkurrenz. Dabei müsste man sich nur einmal umdrehen und in den Spiegel schauen.
In dieser Folge nehme ich mir ein paar dieser Glaubenssätze vor. Manche davon habe ich selbst jahrelang geglaubt. Keiner davon stimmt.
Unter anderem:
- "Zu teuer" ist keine schlechte Nachrede – es ist Marketing
- Warum "Ich brauche erstmal mehr Follower" ein gefährlicher Irrtum ist
- Perfektionismus ist Prokrastination im Anzug
- "Ich habe keine Zeit für Positionierung" – doch, genau deshalb hast du keine Zeit
- Warum jedes Ja zum Falschen ein Nein zum Richtigen ist
Keine Samthandschuhe. Aber mit dem Ziel, dass du danach klarer siehst.
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Wir freuen uns über dein Feedback zu dieser Folge!
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Selbstständigkeit kann eine ganz schön harte Angelegenheit sein. Fallweise ist es ein ziemlich wilder Ritt. Aber weißt du, was das Härteste daran sein kann? Wenn du es selbst bist, der dir dabei am meisten im Weg steht. Und leider trifft das auf Kreative Selbstständige enorm oft zu. Das ist einer der Gründe, warum ich diesen Podcast hier gestartet habe, weil ich aus 16 Jahren Selbstständigkeit einige dieser Dinge selber von mir gut kenne, weil ich auch mal irgendwo angefangen habe und weil ich gesehen habe, welche Dinge ich grundsätzlich verändern musste an meinem Denken in erster Linie, damit das Ganze überhaupt eine Chance hatte, ein bisschen anders zu laufen. Und ich habe jetzt mal auf Instagram ein bisschen herumgefragt unter euch, was euch gerade so beschäftigt, was euch durch den Kopf geht. Und dabei ist mir einmal mehr aufgefallen. Es gibt so viele Hinweise darauf, woran man erkennen kann, dass man sich selber im Weg steht, mehr als alles andere. Und natürlich gibt man sich selber nie die Schuld dafür, sondern oft sind Dinge oder Fragen, die man sich stellt, die eigentlich darauf hinweisen, dass man das Problem im Außen sucht. Und dort auch und dort auch und dort auch und überall sieht man Probleme. Und dabei müsste man einfach nur sich mal umdrehen in den Spiegel schauen und sich ein paar Dinge klar machen. Und deswegen dachte ich, fasse ich hier in diesem Podcast, in dieser Folge mal kurz ein paar dieser Dinge zusammen, die besonders auffällig sind. Einige von euch haben mir Fragen geschickt, die ich für diesen Zweck jetzt ein bisschen missbrauchen werde. Ich habe sie anonymisiert, also ich werde nicht sagen, von wem sie ist. Du erkennst dich in deiner Frage wahrscheinlich wieder. Aber es ist mir wichtig, dass alle was davon mitnehmen können. Weil das eine oder andere, bin ich mir ziemlich sicher, hast du entweder schon mal in deinem Kopf auf eine ähnliche Art und Weise gehört, oder es ist zumindest lässt sich zuordnen zu einer anderen Frage, die du dir stellst, die da vielleicht dazu passt. Die erste Frage: Wie kommuniziere ich, was ich nicht anbiete, in deinem Fall Kirchfeste, ohne dass es überheblich wirkt. Und da ist die Antwort eigentlich ganz einfach, indem du ganz einfach nur sagst, sowas mache ich nicht. Das ist nicht überheblich. Indem du freundlich mal sagst, sowas mache ich leider nicht, ist es nicht unfreundlich, sondern das ist Positionierung. Du sagst einfach nur genau, was du machst und was du nicht machst. Fertig. Daran ist nichts Verwerfliches. Dass du dir den Kopf darüber zerbrichst, wie du etwas ablehnen kannst, ohne unfreundlich zu wirken, zeigt eigentlich nur, dass du ehrlicherweise dich sehr unsicher fühlst und sehr unsicher auftrittst. Was verständlich ist, geht uns allen oft so. Und dir viel zu viel Kopf darüber machst, was andere denken könnten. Und das mag schon normal sein unter Kreativen. Ich weiß, dass wir halt auch sensible Wesen, aber gesund ist es definitiv nicht, weder für dich noch für deine Selbstständigkeit. Eine andere Frage, die ich viel zu oft höre. Wie gehe ich mit schlechter Nachrede um? Und das Beispiel ist ein sehr, also das ist brutal jetzt, das hat mich auf was gebracht, die ist zu teuer, ist das, was du nämlich als schlechte Nachrede bezeichnest. Aber das ist keine schlechte Nachrede. Im Gegenteil, das ist Marketing. Das ist etwas Gutes. Denn wenn du als teuer wahrgenommen wirst, dann hören Menschen, die nur zu dir kommen würden oder vielleicht bis jetzt zu dir gekommen sind, weil sie das Billigste suchen, endlich auf zu dir zu kommen. Und das muss auch aufhören, weil sonst überlebst du deine Selbstständigkeit nicht. Gleichzeitig kriegen möglicherweise die, die nach Qualität suchen, Wind von dir. Weil wenn sie hören, zu teuer, warum ist sie teuer? Wenn es teuer ist, muss es wohl gut sein. Das ist gut für dich. Du musst dir nur klar machen, dass es genug Menschen gibt, die auf Qualität wesentlich mehr Wert legen als auf das Billigste. Und dann schauen, wie du diese Menschen erreichst, was die wirklich wollen und ihnen genau das in bestmöglicher Qualität anbieten. Das ist eigentlich der einzige Cheat Code, den es für eine gelungene Selbstständigkeit gibt. Ein weiteres schönes Beispiel. Mir fehlen die Aufträge. Wie gehe ich vor? Das ist die Klassikerfrage. Die höre ich, glaube ich, ich habe, wenn du dich in meinen E-Mail-Verteiler eingetragen hast und meinen Newsletter kriegst, dann hast du beim allerersten Mail, das ich dir geschickt habe, eine Frage gekriegt, die ich allen schicke. Was ist gerade dein größtes Problem oder deine größte Herausforderung in deiner Selbstständigkeit? Und das ist Platz 1. Wie komme ich an neue Kunden? Erstmal die Frage stellen, warum fehlen dir neue Aufträge? Und das mal gesund analysieren. Ich habe zum Beispiel mal auf deine Website geschaut und ohne dich da jetzt zu attackieren, du bietest, jedenfalls ist das meine Wahrnehmung als Fremder, viel zu viele Dinge an, die nicht wirklich in deinem Bezug zueinander stehen. Da ist für mich nicht greifbar, wer ein Problem oder einen Wunsch haben sollte, der groß genug ist, um bei dir etwas zu kaufen. Mach dir zuerst mal klar, und das trifft auf alle zu, die sich diese Frage stellen, wer deine Zielgruppe ist. Hinterfrag, ob das eine Zahlungskräftige ist. Wenn du das alles wirklich dann hast, und das kann ein bisschen Arbeit sein, finde heraus, wo du diese Zielgruppe findest und was ihre drei größten Wünsche und Probleme sind und wie du diese adressieren kannst, damit sie erkennen können, dass du ihre beste Lösung bist. Wir haben dazu im E-Team gerade aktuell ein neues Tool eingeführt, das enorm genau bei dieser Aufgabe hilft. Und die Ersten, die es getestet haben, sagen, das ist der perfekte KI-Sparring-Partner für die Positionierung. Das ist übrigens auch ein Punkt, wo ich finde, dass KI tatsächlich viel Sinn machen kann, weil richtig eingesetzt und ich habe da einige Stunden und Tage damit verbracht, einen Custom-GPT zu bauen, einen Custom-KI zu bauen, die nach all dem, was wir seit 2020 im E-Team besprechen und das in meinen Kursen steckt, und alles, was ich über Positionierung weiß oder versuche zu predigen euch, die all das berücksichtigt und dann die richtigen Fragen stellt und auf Basis der Antworten, die du dieser KI dann gibst, dir hilft, deine Positionierung auszuarbeiten, gleichzeitig auch zu schauen, ob es überhaupt eine Zielgruppe gibt, die groß genug ist, wie du die erreichst, wo ihre Probleme sind und so weiter. Das KI-Tool macht es nicht komplett für dich. Das kann aus meiner Sicht keine KI leisten, aber es hilft einfach enorm, dich auf Ideen zu bringen. Schönes anderes Beispiel, wo war das jetzt? Wenn man, genau, das tut ein bisschen weh. Wenn man kleine Erfolge feiert, triggert das andere und auf einmal ist man alleine. Ich kenne auch dieses Thema lieber als mir recht ist. Und da tut es mir leid, kann ich leider, ich habe nichts anderes dazu zu sagen, als das gehört leider manchmal auch dazu. Das musst du so als eine Art Filter sehen. Wer sich nicht mit dir freuen kann, gehört wohl einfach offensichtlich nicht in dein Leben. Die Antwort ist leider so hart wie einfach ziehen lassen, andere Menschen ins Leben lassen. Es gibt genug, die daran interessiert sind, gemeinsam zu wachsen und nicht neidisch werden, wenn jemand anderer als sie selbst mal auch einen Erfolg feiert, sondern im Gegenteil, das wäre die richtige Herangehensweise: gratulieren, sich freuen und fragen, wie hast du das gemacht, weil sie selber daraus lernen wollen? Harte Lektion, ich weiß, muss man unterwegs leider lernen. Noch eine Frage. Auch ein schöner falscher Glaubenssatz, der manchmal richtig wehtun kann. Ich brauche erstmal mehr Follower, dann kommen die Kunden. Eine wunderschön, schöne Fehlannahme, die ich immer wieder sehe, die aber wirklich, wirklich weit daneben liegt. Das ist Sichtbarkeit vor Positionierung, genau genommen. Und Sichtbarkeit vor Positionierung ist ein Riesen, ist nicht nur unwirksam, ich halte das für einen richtig großen Fehler, weil du dann noch nicht genau weißt, was du eigentlich wem kommunizierst und welches Problem du für wen löst, welchen Wunsch du erfüllst oder befriedigst. Und somit kannst du möglicherweise, und man gerät dann wahnsinnig schnell in Gefahr, Content zu machen auf irgendwelchen Plattformen, nur um mehr Follower zu generieren, was dann heißt, man macht Trends, man überlegt sich, was gerade funktioniert, man baut etwas in der Hoffnung, dass es funktioniert. Und am schlimmsten wäre, wenn es dann auch noch funktioniert, weil dann ziehst du vielleicht auch noch viele Menschen an, aber von denen wird kaum jemand was bei dir kaufen, weil du ja für nichts genau stehst. Und das ist dann die Los-Lose-Situation, weil dann ist man ausgebrannt vom ganzen Content produzieren, hat keine Kunden und irgendwann schmeißt man das Handtuch. Ich schwöre, ich habe verschiedene Kanäle aufgemacht. Ich habe es auf YouTube, Instagram, alles mögliche ausprobiert. Ein Kanal mit 100, 200 oder 500 Abonnenten, die aber ganz genau wissen, was du tust und die wirklich wollen, was du tust, kann wesentlich mehr wert sein, jetzt rein monetär betrachtet und in jeder anderen Hinsicht eigentlich auch, als ein Kanal mit 10.000 oder 100.000 oder noch mehr Abonnenten, die nur einfach mal vorbeigeschaut haben, was lustig gefunden haben, geklickt haben, aber nie wieder vorbeischauen und die sich nie im Leben interessieren für das, was du eigentlich anbietest. Also nicht Follower vor, ich brauche zuerst Follower, dann kommen Kunden. Nein, du brauchst zuerst eine klare Positionierung und dann ist relativ egal, wie klein die Zielgruppe ist, wie klein die Gruppe ist, die dir folgt. Lieber 100 Menschen, von denen alle komplett engagiert bei dem dabei sind, als 10.000, von denen kaum jemand sich für dich interessiert. Nächste Frage oder nächster falscher Glaubenssatz. Wie stelle ich sicher, dass alles perfekt ist, bevor ich damit rausgehe? Oft gehört, oft gesehen, oft gelesen und oft gemacht. Ich bin extrem perfektionismusanfällig und das ist Perfektionismus. Und Perfektionismus ist Prokrastination in einer schönen Fashion-Verkleidung, in einen Anzug gepackt. Punkt. Mehr ist es nicht. Du wartest auf einen perfekten Moment, auf die perfekte Website, auf das perfekte Angebot, auf alles muss irgendwie so richtig sein, die Teile müssen zusammenfallen. Romantisch. Weißt du, was dann passiert? Nix. Weil dieser perfekte Moment vielleicht nie kommt. Vielleicht kommt er. Kann passieren. But that muss nicht der Startpunkt sein. Du lernst nur durchs Machen. Manche Dinge lernst du unterwegs durchs Machen. Du kannst vieles lernen, nämlich aus den Fehlern anderer lernen, and eine Richtung lernen und wissen, was macht Sinn, was macht wenig Sinn. Aber starten musst du irgendwann. Und ich habe irgendwann den Begriff vor Jahren, den Begriff Lean Star zum ersten Mal gehört, habe mir das angehört und habe mir gedacht, um Gottes Willen in mir strebt, widerstrebt alles, widerstrebt dieser Theorie, dass man, das geht nämlich so weit, dass man etwas anbietet und verkauft, das es noch gar nicht gibt. Man verkauft quasi die Idee. Mit dem kleinen Bonus, dass man einfach sagt, man sagt klipp und klar, das ist die Idee, gibt es noch nicht. Wenn das genug Menschen interessiert und die das jetzt kaufen, dann machen wir es, dann setzen wir es um. Wenn nicht, dann kriegt ihr euer Geld zurück und die Sache ist erledigt. Wenn man eine kleine Audience schon hat, wenn man Menschen hat, die einem schon vertrauen, dann kann man sowas machen. Ich habe das tatsächlich mal gemacht. Es hat sich furchtbar schräg angefühlt, ich habe aber ganz ehrlich kommuniziert, gibt es noch nicht. Wir starten jetzt, wenn das jemand interessiert. Und ich war wirklich überrascht, wirklich überrascht, wie viele eingestiegen sind. Und aus diesem Machen heraus ist dann eigentlich alles danach erst entstanden. Will ich jetzt damit sagen, du kannst ständig irgendwie was verkaufen, was es noch nicht gibt. Nein, darum geht es nicht. Es geht nur darum, dass du nicht bei allem, was du tust, auf diesen perfekten Moment wartest, bis alles perfekt ist, sondern dich einfach nur mal fragst, und ich verstehe diesen Perfektionismus nochmal, ich verstehe das echt gut. Ich habe diese Schwäche auch. Aber frag dich einfach zwischendurch: Kann es sein, dass ich jetzt immer nur noch ein bisschen, dazuerst muss ich das noch besser machen, dann muss ich das noch verbessern und dann muss ich das noch machen. Du findest immer was, was du noch ein bisschen verbessern kannst. Und finde einfach den richtigen Zeitpunkt, wo du dann checkst, na, ich glaube, ich will es gar nicht besser machen. Ich glaube, ich habe nur Schiss davor, es einfach rauszustellen. Und stell einfach mal eine erste unfertige Version raus, weil eine erste unfertige Version draußen haben, ist immer besser und gewinnt verglichen mit gar nichts draußen haben, weil man Monate oder jahrelang perfektioniert. Und da kommt noch was Wichtiges dazu. Dein Perfekt ist möglicherweise gar nicht das, was die Leute suchen und das, was deine Kunden eigentlich wollen. Vielleicht kommst du dann drauf, dass deine ganze Perfektionierung völlig für die Katze war, weil 70% von dem, was das Grundprodukt ausmacht, stimmt schon. Aber den Rest kannst du alles kübeln, weil das gar keinen interessiert. Und auf die Art und Weise, wenn du mit einem halbfertigen Ding startest und einfach sagst, das ist jetzt mal das, was ich mache, und ich schaue mal, wie das ankommt und wie das Feedback ist und arbeitest dann das Feedback ein, dann wird das Endprodukt dadurch tatsächlich besser. Du kannst ja was einfach mal machen, zwei, dreimal für jemanden, dir Feedback einholen und dann feststellen, ah, okay, laut Feedback hätte ich das anders machen können, das anders und das anders. Mal schauen, ob ich das nicht und dann probiere ich es bei den nächsten. Und vielleicht ist dadurch das Angebot schon so gesteigert, dass du auch mit dem Preis in die Höhe gehen kannst und so weiter und so fort. Kurz, du lernst durchs Machen. Dein Angebot wird nicht perfekt sein, deine erste Website auch nicht, meine war es auch nicht und ich habe sie trotzdem online gestellt. Und draußen unperfekt schlägt perfekt in der Schublade jedes einzelne Mal. Ende dieser Predigt. Nächster Punkt. Oh, auch schön. Ja, ich kurzer Schluck. Das könnte auch dauern. Ich habe keine Zeit für Marketing oder Positionierung oder Struktur oder was auch immer. Weiterbildung. Ich habe keine Zeit. Ist eigentlich schon, also nicht zwingender Fehler. Aber es ist ein Klassiker. Aber ehrlich gesagt, stimmt meistens nicht. Meistens ist, ich habe keine Zeit, nicht wahr. Du hast keine Zeit, weil du diese Dinge nicht machst. Gerade bei Struktur und Marketing und Positionierung und diesen Dingen, deswegen hast du keine Zeit. Das ist ein Teufelskreis. Du rennst von einem Auftrag zum anderen, von Anfrage zu Anfrage und fragst dich, warum du nicht weiterkommst, weil du Dinge annehmen musst, die du eigentlich gar nicht annehmen wolltest, aber du brauchst irgendwie das Geld und du rennst in diesem Hamsterrad, dass du irgendwie deine Selbstständigkeit schaffst, weil du dir keine Zeit genommen hast für die Struktur, die Positionierung und das Marketing dafür. Generell, das hast du vielleicht bei mir schon mal gehört, finde ich ja, wer sagt, ich habe keine Zeit, sagt meistens damit nur oder in Wahrheit sagt man damit, es ist mir nicht wichtig genug. Und manchmal ist das gut und wichtig, dass man das tut, dass man das klar sagt. Aber gerade genau diese Dinge, Struktur, Positionierung, strategisches Marketing sind der einzige Weg raus aus diesem dauernden Hamsterrad, in dem Kreative so viel hängen. Und der einzige Weg, wie du gezielt wirklich dir was aufbauen kannst, was dir eine zufriedenstellende Selbstständigkeit verschafft. Wenn du die nicht machst, dann wirst du wahrscheinlich in fünf Jahren noch immer dieselben Probleme haben, die du heute hast. Nur mit mehr grauen Haaren als ich. Aber ich darf graue Haare haben, ich bin auch schon alt. Nächster Glaubenssatz. Ich habe noch zwei habe ich noch offen, die wichtig sind, dass wir mal kurz durch den Kopf sieben. Ich muss alles selber machen, weil es sonst nicht gut genug wird. Ein absoluter Selbstständigkeits-Control-Freak-Klassiker-Glaubenssatz. Ich kenne den gut. Ich habe ihn unter uns selbst lange geglaubt. Ich dachte wirklich, das stimmt. Das Problem daran ist, so bleibst du für immer und ewig in diesem selbst und ständig Muster gefangen, gegen das wir hier ja eigentlich angetreten sind. Du bist damit dein eigener Flaschenhals, deines eigenen Business. Jeder Euro, den du verdienst, muss dadurch durch dich selber fließen. Und das ist nie im Leben skalierbar. Du kannst nie im Leben einen Zentimeter nur von deinem Business weg. Und das ist dann kein Business, das ist ein Job nur ohne Urlaubsgeld und mit deutlich mehr Stress, mit einem Chef, der dich schlechter behandelt als alle anderen Chefs davor. Ich weiß genau, wovon ich rede. Loslassen lernen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für nachhaltige Selbstständigkeit. Nicht alles muss durch deine Hände gehen, nicht alles musst du selber machen. Andere machen es manchmal sogar besser. Sie machen es manchmal günstiger als du, weil sie schneller sind. Eliminieren, simplifizieren und so weiter. Du kennst die alte Predigt und Leier von mir in diesem Podcast und im E-Team und überall. Zuerst mal fragen, muss ich das überhaupt machen? Muss ich das überhaupt machen? Kann es für andere machen? Macht es für andere vielleicht günstiger als mein? Kalkulierter und berechneter Tagessatz ist, macht es für andere besser. Steuerberater mein Lieblingsthema. Egal wie teuer der Steuerberater ist, er wird dir immer mehr sparen, als er dich kostet, weil er es besser macht als du, weil er dir hilft, Geld zu sparen, mehr als du es könntest mit deiner eigenen Steuererklärung, weil er dir hilft, ruhiger zu schlafen, weil du keine Fehler riskierst. Weil er dir Zeit verschafft, die dich das kosten würde, das selber zu machen, in der du mit deinem eigenen Tagessatz besseres Geld verdienen kannst oder dasselbe Geld verdienen kannst, mit etwas, das du besser kannst und lieber machst. Und so weiter und so fort. Also Dinge aus der Hand geben können, ist leider notwendig. Das muss man lernen. Und hier kommt mein letzter für heute zumindest Glaubenssatz, über den ich in dem Zusammenhang noch reden möchte. Der tut nämlich auch manchmal ein bisschen weh. Viele von uns oder von euch, ich kann sie ja glücklicherweise mittlerweile ganz gut. Aber auch ich bin nicht unfehlbar, was das betrifft. Wenn ich Nein sage, verliere ich potenzielle Kunden. Der Punkt ist, wenn du Nein sagst, verlierst du keine Kunden. Du filterst die falschen Kunden raus, wenn du Nein sagst. Jedes Ja zu einem Auftrag oder zu etwas, das nicht zu dir passt, dass du eigentlich, du kennst diese Dinge, wenn man sagt ja und will es aber eigentlich gar nicht machen. Und jedes Mal, wenn du zu sowas Ja sagst, ist das ein Nein? To einem Kunden, der vielleicht perfekt gewesen wäre, or etwas, das du lieber anderer, and that dich in deiner Selbstständigkeit weitergebracht had. While du hast keine Zeit anderes, when du ständig zu things that energy. This is the same, where is to teuer the schlecht is, what we am saying, positioning in action, pur. Nein sagen is genau the same. Positioning in action. The rich Kunden respektieren, when duin sagst, weil sie dann einfach sehen and dadurch erkennbar ist, dass du weißt, was du tust, für wen du es tust, wo deine Grenzen sind, und du deine Zeit und deine Energie und deine Aufmerksamkeit zu schätzen weißt und gezielt einsetzt. Und das schafft einfach ein Grundvertrauen, das sie sonst gar nicht haben können. Wenn du nämlich die ganze Zeit so, ja, okay, dann machen wir das doch auch noch und dann machst du noch, dann haben die auch nie das Gefühl, dass du da stabil in deiner Selbstständigkeit bist. Du musst ein bisschen Stabilität auch vermitteln. Und so komisch das klingt, ein Nein. Je mehr Nein du sagst, umso stabiler wirkst du manchmal. Weil du einfach, weil das einfach zeigt, ich weiß, wo meine Grenzen sind, ich weiß, meine Zeit zu schätzen, ich kann das jetzt nicht machen und ich lehne es ab. Oder zurück zum allerersten Punkt, den wir hatten, ich kann auch einfach mal, und das ist niemals überheblich, einfach sagen, tut mir leid, sowas mache ich nicht. Dafür, ich mache das und das und das, darauf habe ich mich spezialisiert und da habe ich sehr viele Kunden und ich kann so einen Auftrag leider nicht annehmen, aber vielleicht weiß ich jemanden, an den ich dich weiter vermitteln kann. Oder auch nicht, ist dann auch nicht zwingend deine Aufgabe. Wenn du es nicht machst, ist das einfach auch völlig in Ordnung. Ich hoffe, dass der eine oder andere dieser Glaubenssätze dir möglicherweise bekannt vorgekommen ist und dass du, dass ich ein bisschen helfen konnte, einem von denen oder etwas, das artverwandt ist, und es gibt sehr viele artverwandte Glaubenssätze, dir da helfen konnte, den heute ein klein wenig aufzulösen. Bevor ich es vergesse, wenn du es noch nicht gemacht hast, in der Show Note oder unter dem Video auf YouTube, wo auch immer du diese Folge gerade schaust, gibt es einen Link zu 24 Fragen, die ich zum Jahresende für dich in ein PDF geschrieben habe, die kannst du ausdrucken und auch Platz für Notizen, damit du sie es dir selber beantworten kannst. Diese 24 Fragen sollen dir mit Jahresende ein bisschen helfen, auf das vergangene Jahr oder die letzten Monate oder wann auch immer du begonnen hast, die letzten Jahre zurückzuschauen, ein bisschen herauszufinden, wo du gerade stehst, vielleicht auch ein paar falsche Glaubenssätze dabei aufzuordnen, aufzuarbeiten, Schwachstellen zu finden und dir vielleicht neue Pläne und bessere Pläne fürs neue Jahr zu machen. Der Link ist unter der Folge oder unter dem Video. Hol dir dieses PDF, lade es dir einfach runter, nimm dir Zeit dafür und ich bin gespannt, ob es dich auch ein Stück weiterbringt. Ich hoffe, wir hören uns in der nächsten Folge. Bis dann.