Selbst nicht ständig

#36 - 17 Jahre in 20min - Selbstständigkeit ist einfacher als du denkst

Christian Anderl Season 3 Episode 36

Es ist einfach. Nicht leicht. Leider wollen dir online heute so viele erzählen, es wäre leicht, wenn du ihre "Tricks" und "Hacks" umsetzt.

Mein erstes Jahr mit siebenstelligem Umsatz war das schlechteste Jahr meiner Selbstständigkeit.

Klingt komisch? Ist aber so. Und genau deshalb spreche ich in dieser Folge über das, was ich in 17 Jahren wirklich gelernt habe – von der Beinahe-Pleite bis zum erfolgreichen Business mit sieben Mitarbeitern.

Spoiler: Es sind keine Hacks und Tricks. Es sind Basics, die niemand hören will, aber die den Unterschied machen zwischen "hoffentlich reicht es diesen Monat" und einer Selbstständigkeit, die dich trägt.

In dieser Folge:

  • Warum "Mach deine Leidenschaft zum Beruf" ein gefährlicher Rat ist
  • Der eine Denkfehler, der die meisten Kreativen arm hält
  • Wie du aufhörst, über Preise zu diskutieren
  • Warum du an deine Arbeit glauben musst – bevor es jemand anderes tut

Keine Motivationssprüche. Nur das, was ich gerne vor 17 Jahren gewusst hätte.

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SPEAKER_00:

Das ist genau das, worauf die meisten hinarbeiten und sagen, wenn ich das hätte, dann wäre alles gut. Und ich kann 100% aus eigener Erfahrung sagen: also, wenn das rundherum nicht stimmt, kann das sogar schlimmer sein als alles andere.

SPEAKER_01:

Selbst nicht ständig. Der Podcast für deine erfolgreiche und entspanntere Selbstständigkeit mit Christian Anderl.

SPEAKER_00:

2026. And ich habe in diesen 17 Jahren Phasen durchlebt, in denen ich nicht ganz sicher war, wie ich in 3 minutes die Mieter bezahlen will. Ich habe Phasen durchlebt, in denen ich in sieben Mitarbeitergesichter geschaut habe by einem Zoom-Meeting and unsere Umsätze siebenstellig waren. And ich erzähle das alles nicht um anzugeben, anders vielleicht für dich gerade nicht gut läuft. Im Gegenteil, ich erzähle dir das nur aus einem Grund, nämlich weil ich mir heute for this podcast, for this folge, ein paar Dinge zusammengeschrieben habe, die ich in diesen 17 Jahren gelernt habe und die ich wirklich gerne zu Beginn gewusst hätte, weil sie mir sehr viel Nervzeit und wahrscheinlich auch Geld gespart hätten. Und in der Hoffnung, das für dich zu tun zu können, erzähle ich dir die heute. Und gerade diese Umsatzsache erzähle ich dir deswegen, weil witzigerweise im Zuge dessen mir eins klar geworden ist: von all den 17 Jahren war wahrscheinlich das am wenigsten zufriedenstellende, befriedigende und gute Jahr, das ich hatte, das erste mit einem siebenstelligen Umsatz. Und das ist genau das, worauf die meisten hinarbeiten und sagen, wenn ich das hätte, dann wäre alles gut. Und ich kann 100% aus eigener Erfahrung sagen, das heißt nicht, siebenstellige Umsätze sind per se schlecht, damit wir uns da nicht falsch verstehen, aber sie sind auch nicht per se gut von sich aus. Da gehören, also wenn da das rundherum nicht stimmt, kann das sogar schlimmer sein als alles andere. Also, bevor wir da zu lange herumreden, ich entschuldige mich gleich, falls du das als Video schaust, siehst du es wahrscheinlich eben meine Augen. Meine Augen sagen, es ist Jänner. Ich bin zwar ausgeschlafen und trotzdem dauernd müde. Ich weiß nicht, wie es dir gerade geht, aber es ist, jetzt reicht es dann mit grau da draußen. Deswegen habe ich mir ein paar Notizen gemacht, damit ich den Faden nicht komplett verliere für heute. Ich möchte gleich mit dem ersten Punkt anfangen, der mir ganz wichtig ist. Nämlich, es gibt keine Hacks und Tricks und Abkürzungen unter Anführungszeichen, es gibt natürlich Abkürzungen, aber die schauen meistens ganz anders aus als das, was dir im Internet verkauft wird. Und jetzt weiß ich schon, ich bin auch einer von denen, der da sitzt und der in einem Podcast, in Newslettern und sogar in einem Kurs und in einem Gruppencoaching gemeinsam was unter Anführungszeichen verkauft zu diesem Thema. Aber was mich, mein eigentlicher Grund, warum ich das gestartet habe hier, war nicht, weil ich noch ein kleines Business mit Umsätzen gebraucht habe. Im Gegenteil, ich hatte dafür eigentlich überhaupt keine Zeit, sondern weil mir wirklich auf den Nerven gegangen ist, nachdem ich mit so vielen Fotografen in Kontakt gekommen bin, über 15 Jahre hinweg, zu sehen, wie sehr alle kreativen Dienstleister, egal ob Designer, Fotografen, Autoren, Texter, alle kreativen kleinen Unternehmer und Selbstständigen zu kämpfen haben, ihr Business stabil hinzukriegen. Und die Gründe dafür waren für mich so eindeutig zu sehen: je länger ich das gemacht habe, umso klarer ist mir geworden, woran das liegt. Zum einen, wir lernen diese Basics nie. Und wenn wir über Basics nachdenken, und wenn jemand sagt, du musst für die Selbstständigkeit die Basics lernen, dann denken wir, und ich sehe das wirklich in den Antworten, die ich ständig kriege, auf meine simplen Fragen oder in den andersrum, in den Fragen, die ich kriege zur Selbstständigkeit, sehe ich, wie falsch wir das Thema Basics manchmal verstehen. Weil da gibt es dann so Fragen, die betreffen in erster Linie irgendwelche Formulare und Papierkram, den man beim Amt erledigen muss, um sich selbstständig zu machen. Steuern und Papierscheiß. Das ist ein anstrengendes Thema für uns, weil wir sind Kreativ, wir sind nicht gemacht dafür. Und ich verstehe, dass es dazu Fragen gibt. Aber die Antwort ist ganz einfach. Wir sind so schlecht darin, dass wir das auslagern sollten. Und ich werde nicht müde, immer wieder zu sagen, das ist das Erste, was man auszulagern hat. Steuerberater, ich habe in meiner Gründung nichts, keinen einzigen Handgriff, was dieses Papierzeug betrifft, selber gemacht. Ich habe das alles von einem Steuerberater erledigen lassen. Ich bin da hingegangen und gesagt, so, das möchte ich machen, das ist mein Ziel. Was mache ich jetzt? Der hat die Firma angemeldet. Der hat, das ist nicht so teuer. Ich weiß, am Anfang sagt man, ja, du kannst dir das leisten. Nein, ich habe ja auch angefangen mit wirklich minimalstem Budget. Also wenn ich minimal sage, dann meine ich damals, als ich begonnen habe, habe ich meine letzten 5000 Euro in Kamera, Computer und alles andere investiert. Und dann war ich im Großen und Ganzen blank, eigentlich. Und trotzdem habe ich das gemacht, weil mir, und da bin ich sehr dankbar dafür, dass mir das jemand im Vorfeld gesagt hat und ich das auch annehmen konnte und schnell verstanden habe, schnell klar geworden ist, dass erstens ich wirklich schlecht in diesen Dingen bin, was dazu führen wird, dass es wirklich lange dauert und ich höchstwahrscheinlich Fehler mache. Und ich aber nicht weiß, dass ich Fehler gemacht habe und diese Fehler möglicherweise so schlimm sind, dass es mich langfristig viel mehr Geld kostet. Und es kostet mich auf jeden Fall mehr Zeit und Nerv und Energie, als wenn ich es einfach machen lasse. So jetzt mal das beiseite. Sagen wir mal, wir können uns darauf einigen und wir sind uns einig, dass dieser ganze Papierkram nicht aus deiner Hand stammen sollte. Aber was sind dann die Basics? Und das ist genau der Punkt, wo die meisten, glaube ich, scheitern. Die Basics, das sind die fünf Säulen, von denen ich Ihnen selbst nicht ständig rede, in Wahrheit. Es ist einerseits dein Kopf, du musst die meisten von uns in der kreativen Selbstständigkeit kommen aus Anstellungen, aus sicherer Umgebung, aus etwas, wo unsere Steuern abgeführt wurden, wo Sozialversicherung bezahlt wurde, wo wir einen kleinen Aufgabenbereich hatten in einer Firma, also in einem System, wo mehrere verschiedene Menschen bestimmte Aufgaben erledigt haben und wo obendrauf jemand gesessen ist, der das Ganze überblickt hat und gesagt hat, okay, die Abteilung macht das, die Abteilung macht das, und die das Management, im Idealfall in einer guten Firma, das ganze Schiff gelenkt haben, die den großen Überblick hatten und gesagt haben, okay, das ist die Vision, wobei Vision wieder Eigentümersache wäre eigentlich und nicht Management und das ist nicht immer dasselbe, aber das wollen wir jetzt mal nicht so genau nehmen. Aber da ist jemand, der hat die Vision hat, der hat den Überblick und der steuert das ganze Schiff in eine Richtung. Der kümmert sich darum, dass genug Aufträge da sind, dass genug Umsatz da ist, dass jeder in dieser Firma seinen Job erledigen kann, sein Geld kriegt und so weiter. Und das ist eine komplett andere Welt als das, was wir in der Selbstständigkeit dann erleben. We come in the Selbstständigkeit mit diesem Mindset aus einer Anstellung, and then plötzlich sind wir für diese ganzen Dinge selber zuständig. For jede einzelne Abteilung. We sind diese ganzen Abteilungen plötzlich. Also we sind das Marketing. We are the Personalabteilung und das Personal. We sind Verkauf, Sales. We müssen uns um den Verkauf selber kümmern. Wir sind auch die, die das ganze Schiff steuern, das heißt, Positionierung. Für wen mache ich eigentlich was genau? Und so weiter. Der langen Rede, kurzer Sinn, das ist erst Punkt 1, und wir sind schon ziemlich lang in dieser Folge. Es gibt keine Tricks und Hacks. Es gibt die Basics, die man gut und jahrelang sauber erledigen kann und in denen man immer besser werden kann. Indem man herausfindet, was man genau für wen macht, wie man diese Menschen erreicht, wie man sie anspricht, wo ihre Bedürfnisse sind, wie man die treffen kann. Und dann kann man sich positionieren, kann ein gut gemachtes Marketing dafür aufbauen und der Verkauf geht dann mehr oder weniger von allein. Wenn man diese Basics gut drauf hat, braucht man auch keine Tricks und Hacks, die nur für drei Monate funktionieren und dann macht es ohnehin jeder und dann funktioniert es wieder nicht mehr. Sondern dann kann man durch all das selber durchnavigieren. Und das ist auch eigentlich mein Bestreben mit diesem ganzen Projekt selbst nichtständig. Nicht noch ein paar Hacks und Tricks und Dinge zu verticken, sondern dich im Idealfall in eine Situation zu bringen, was ein Marathon ist und kein Sprint. Allein das schon ist ein Marathon und kein Sprint. Ich möchte dich in einer Situation sehen, in der du eine Selbstständigkeit führst, in der du dich nicht selber ausbeuten musst mit aller Gewalt und in der du reagieren kannst auf das, was rund um dich passiert. Die Welt verändert sich ständig, Bedürfnisse verändern sich, Werkzeuge verändern sich und du kannst da durchnavigieren, weil du einen Überblick hast, was kann ich, was will ich anbieten, wer sind meine Leute, wer sind meine Zielgruppen und oh, da hat sich was verändert, wie kann ich mich anpassen? Das ist definitiv das langfristigere Spiel. Apropos langfristig, jetzt sind wir endlich bei Punkt 2 und ich habe einige Punkte, vielleicht müssen wir zwei Folgen heute draus machen. Denk nicht in Monaten. Du musst aufhören, in Monaten oder kurzfristig zu denken. Wenn du ein, also das beste Beispiel ist in Wahrheit die Finanzen. Du denkst als Angestellter natürlich in Monaten, du kriegst Monat für Monat genau dasselbe Geld überwiesen, im Idealfall. Plus dann noch 13. und 14. Da gibt es dann sogar das Troppelett. Mit dem kannst du planen. Das heißt, du hast immer ein Budget. In der Selbstständigkeit wird das nicht so laufen. In den seltensten Fällen und für die wenigsten Selbstständigen ist es so, dass sie konstant Monat für Monat dasselbe Geld kriegen. Sondern, also ich habe Phasen erlebt, da habe ich an Projekten gearbeitet und habe zwei, drei, vier Monate mehr oder weniger nichts verdient, da ist nichts reingekommen. Und dann plötzlich eine Riesensumme auf einmal. Oder saisonale Geschäfte, es gibt, also braucht man nur an Hochzeitsfotografie denken, es gibt so viele saisonale Unternehmen, die wissen ja, dass sie zu einer bestimmten Jahreszeit fast nichts verdienen, weil da kaum eine Auftragslage ist und in anderen gehen sie unter. Das heißt, man muss auch die Arbeit am Business und im Business aufteilen und einfach sagen: Okay, in dieser Zeit schiebe ich keine Panik, wenn da nichts kommt, sondern da kümmere ich mich um die Dinge, für die ich sonst keine Zeit hatte. Zurück zu den Basics, zurück zu meinem Marketing, meine Strukturen, meine Positionierung und so weiter. Und dann kann ich wieder in den Phasen, wo es gut läuft, ernt und dann gibt es große Schecks. Dann gerate ich aber auch nicht in Gefahr, das alles auf einmal auszugeben. Juhu, ich bin jetzt reich, ich habe gerade einen Honorar mit 30.000 Euro kassiert und ich schmeiße 15 davon für Kameraequipment raus. Blödsinn. Geht sich nicht aus. Also langfristig denken, nicht in Monaten, sondern in Jahren. Und das betrifft auch, also nicht nur, wenn es Absicht und saisonal ist, sondern manchmal läuft es einfach nicht gut. Und wenn man dann nach drei Monaten oder sechs Monaten aufgibt, schade drum. Es hätte nämlich vielleicht später wieder besser funktionieren können, wenn man die richtigen Dinge tut. Und ich weiß, das ist dann manchmal schwierig, sagt man dann, ich kann es mir nicht leisten. Das wäre ein eigenes, das wäre wahrscheinlich eine eigene Folge jetzt. Manchmal muss man auch übers Ego drüberspringen und nicht die Dinge machen, die man unbedingt machen will und nicht dann etwas festhalten, was man machen will, sondern Selbstständigkeit auch als großes, langfristiges Projekt in sich sehen und einfach mal sagen, okay, Selbstständigkeit ist das, was ich will. Jetzt gerade geht das, was ich in meiner Selbstständigkeit eigentlich machen möchte, meine Leidenschaft, zu dem kommen wir noch in so ein wichtiger Punkt, nicht. Aber was sonst noch kann ich machen für andere, das mir Umsatz bringt und das mich finanziell selbstständig trägt. Und oft ist das nicht das, was die eigene Leidenschaft allein ist, sondern das, was andere brauchen können. Und das ist auch ein wichtiger Punkt. Wenn du dich immer nur fragst, was du willst aus deiner Selbstständigkeit rausholen willst, ob das jetzt finanziell ist oder was du genau machen willst, dann ist das eine egoistische Angelegenheit und dann ist das wahrscheinlich ein Business, das nicht so gut läuft. Wenn du es aber schaffst, dir in deiner Selbstständigkeit die Frage zu stellen, was kann ich anbieten und tun, was andere wirklich brauchen können, was befriedigtem Bedürfnis ein Problem löst, ein Problem, dann wird es wahrscheinlich besser laufen. Und wenn du das dann mit dem machen kannst, was deine Leidenschaft ist, zufällig, dann ist es eine Win-Win-Situation. Aber generell, und ich ziehe den Punkt jetzt tatsächlich vor, weil wir ohnehin schon drüber reden, dieser Rat macht deine Leidenschaft zum Beruf, Volk deiner Leidenschaft und musst du nie wieder arbeiten, den halte ich für saugefährlich. Den halte ich für echt gefährlich, weil möglicherweise ist deine Leidenschaft etwas für, von dem du zwar leben kannst, aber der Aufbau dafür, um davon leben zu können. Ich sage jetzt nur, wie viele Fotografen zum Beispiel von Printjobs träumen davon, von Printjobs zu leben. Und zu sagen, ich gehe einfach den ganzen Tag fotografieren, mache meine Fotos, die ich mag, und dann habe ich da so einen Online-Shop und da kaufen dann Menschen Fotos für ihre Wand daheim und da mache ich damit einfach genug Umsatz, um davon leben zu können. Nein, das ist möglich, das ist denkbar und es gibt Fotografen, die das hinkriegen, aber das aufzubauen, ist ein Marathon. Das ist ein Marathon. Dafür muss man Menschen kaufen aus solchen Shops einfach in erster Linie dann, wenn du entweder eine Art von Bildern liefern kannst, die sonst niemand liefern kann, das halte ich jetzt mal für sehr selten. Oder, und das ist der hauptsächliche Teil, sie folgen dir und dem, was du tust, wofür du stehst, wofür sie dich kennen und kaufen deswegen bei dir, weil es von dir ist. Aber dieses Personal Brand aufbauen, weil das ist nichts anderes als Personal Branding, das dauert. Das dauert extrem lang. Und wenn du dich in deine Leidenschaft gibst und sagst, ich mache mich jetzt selbstständig und ich mein Plan ist, dass ich in Mitte des Jahres von einem Printjob leben kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das hinkriegst, sehr gering. Nicht unmöglich. Sehr gering, sehr, sehr gering. Und dann gibst du möglicherweise auf. Wenn du aber sagst, Fotografie oder Design ist das, was ich machen möchte. Ich kann jetzt nicht gleich genau das machen, was ich will. Ich kann nicht Posters designen und davon leben. Aber ich kann jetzt mal die Probleme anderer Menschen lösen und ihre Bedürfnisse befriedigen. Dann hast du ein Einkommen, bei dem du nicht zu 100% nur machst, was du willst, sondern das, was andere brauchen können, das dich tragen wird. Und dann kannst du langfristig daran arbeiten, auch dir dieses Standing aufzubauen, mit dem du von deiner Leidenschaft leben kannst. Kunden ist dann das nächste Problem oder der nächste Punkt. Wie kommst du an Kunden? Das einfache, aber grausliche, langweilige Wort ist Positionierung. Das will kaum jemand hören. Und ich verstehe, dass das kaum jemand hören will, vor allem von Kreativen nicht, weil das klingt so einschränkend. Das ist ja, um Gottes Willen, ich will doch nicht einfach nur diese eine Sache für den Rest meines Lebens machen, weil ich liebe es ja, dass ich so abwechslungsreiche Arbeit machen kann. Verständlich. Aber wichtig ist, dass du auch verstehst, Positionierung bedeutet nicht, dass du das nicht machen kannst. Positionierung heißt nicht, du unterschreibst jetzt einen Vertrag, in dem steht, dass du dein Leben lang nur noch was auch immer eine ganz bestimmte Art von kreativer Dienstleistung anbietest. Es heißt nur, dass du jetzt mal eine findest, idealerweise deine Cash-Cow, also eine Dienstleistung oder ein Produkt findest, das wirklich gefragt ist, dass es ein starkes Problem löst oder ein starkes Bedürfnis befriedigt und das dir konstant Kunden bringt und dir somit konstant Einnahmen bringt, damit du einfach mal einen finanziellen Grund, eine finanzielle Grundlage hast. Und wenn du dich da gut positionierst und ein gut gemachtes Business aufbaust und das auch noch so gut strukturierst, dass du nicht selbst unständig dran hängst, um irgendwie gerade noch davon zu leben, dann wirst du es auch hinkriegen, dass du mit relativ wenig Zeitaufwand eine gute finanzielle Basis schaffst. Und dann bleibt dir Zeit, um was anderes zu machen. Und bei diesem ersten Standbein aufbauen hast du schon so viel darüber gelernt, wie das geht, durch die klare Positionierung, dass du auch eine zweite, eine dritte oder eine vierte Positionierung nach außen anbieten kannst, ohne dass du wie ein Bauchladen durch die Gegend gehst mit einer Website, wo draufsteht, ich mache alles von A bis Z. Weil das ist keine Positionierung, das ist sogenanntes Spray and Pray und das funktioniert in neun von zehn aller Fälle nicht. Dieser Irrtum, ich mache alles für alle, weil dann habe ich eine größere Bubble von Menschen, die möglicherweise meine Kunden werden, funktioniert nicht, weil da drin in dieser Bubble, die du da, wenn du sie findest, entdeckst, findest du fast nur Menschen, die es billig haben wollen. Und die kommen nur deswegen zu dir, weil sie verhandeln. Und weil sie sagen, aber kannst du nicht billig? Und da habe ich einen, der macht es aber für die Hälfte. Wenn du aber gut und klar positioniert bist und Menschen findest, die ein ganz klares Problem gelöst haben wollen oder ein Bedürfnis befriedigt haben wollen, wirst du sehen, dass es Menschen gibt, die nicht verhandeln und die ordentlich zahlen und die sogar, und ich hatte gestern erst wieder so ein Telefonat, wo ich für einen Job 3500 Euro ausgerufen habe und einem ein wenig Verwunderung am anderen Ende gehört habe, dass das dann, sie hatten eigentlich jetzt mehr erwartet. Also ja, die gibt es. Und nein, bitte jetzt nicht, ja, du kannst dir das leisten, das hat damit zu tun, dass du nein. Das hat damit zu tun, dass ich irgendwann die Entscheidung getroffen habe, für solche Menschen zu arbeiten und nicht für andere. Und das hat dann auch relativ schnell funktioniert. Man muss es nur entscheiden. Das ist das Wichtigste. Und man muss nur daran entscheiden, ist auch noch ein Punkt, den ich ganz wichtig finde. Nämlich, du musst an deine Arbeit glauben, sonst tut es nämlich niemand. Soll heißen, wenn du mit kompletter Unsicherheit, und natürlich ist mir auch klar, dass das am Anfang noch relativ normal ist. Man ist ein bisschen unsicher. Ich mache das, bin ich eigentlich gut genug, ich habe keine Ahnung, was ich da tue. Verständlich, dass man dann auch unsicher ist. Ich verlange jetzt nicht von dir, dass du morgen früh aufwachst und wahnsinnig stabil und selbstbewusst an die Sache rangehst. Aber du solltest heute noch damit anfangen, es zu üben. Weil diese Selbstsicherheit in deinem Auftreten und in deinem Glauben an das, was du tust und anbietest, muss von dir kommen. Andere Menschen spüren und riechen das oder wie auch immer man es nennen will. Ob das jetzt ein, egal ob man es spirituell betrachten will oder einfach nur ganz simpel psychologisch Menschen schauen dich an und werden wissen, wie stabil du hinter dem stehst, was du tust, wie sehr du an das glaubst, was du tust, und wie leicht du einickst beim geringsten, wenn nur der Verdacht aufkommt, dass jemand an dir zweifeln könnte. Und das ändert nicht den Wert deiner Arbeit, sondern es ändert den wahrgenommenen Wert deiner Arbeit. Und ändert somit das die Tatsache, ob andere mit dir diskutieren werden oder nicht. Ganz einfach gesagt, ob sie über den Preis diskutieren, ob sie dich ernst nehmen und für voll nehmen, das geht in erster Linie von dir aus. Wenn du ernsthaft an das glaubst, was du tust, an den Wert deiner Arbeit glaubst, dann wirst du ganz anders kommunizieren und dann werden Menschen auch ganz anders auf dich zugehen oder mit dir auf Augenhöhe reden. Wenn sie riechen, sich selber nicht so ganz sicher, dann sind sie sich auch nicht sicher, ob sie dich überhaupt buchen sollen für das, was du da anbietest, weil sie dann nicht das Gefühl haben, gut aufgehoben zu sein und das mindert den Wert, den sie bereit sind, auf den Tisch zu legen dafür. Wenn aber da jemand steht, der ihnen absolut sicher vermitteln kann, wenn du mit mir arbeitest, kriegst du genau das Problem gelöst, das du lösen willst, dann werden die sagen, oh wow, okay, will ich. Was kostet das? Und dann werden die, wenn sie sagen, was kostet das, auf eine Antwort warten und sich im Vorfeld schon überlegen, na, hoffentlich kann ich mir das leisten und wenn sie die Summe hören, sich selber schönreden, wie sie das finanzieren. Im Gegensatz zu sie glauben nicht so richtig dann, du sagst, was kostet das, bist dann vielleicht dabei auch noch unsicher und die denken sich, nee, ich weiß nicht, ob das wirklich eine gute Idee ist. Weißt du was? Für die Hälfte könnte ich mir vorstellen, dass ich es riskiere mit dir. Und das ist halt einfach ein Riesenunterschied. Während ich über diese ganzen Punkte rede, mit dem Ziel, dir zu sagen, was ich in den letzten 17 Jahren Selbstständigkeit an wichtigen Punkten so gefunden habe, wird mir klar, daraus könnte ich noch drei, vier andere Folgen machen. Da gibt es schon noch ein paar Punkte. Aber das sind es, glaube ich, mal die heißesten, die brennendsten, die mir in den Sinn kommen, wenn ich über dieses Thema nachdenke. Wenn du die Basics übrigens ordentlich sauber machen möchtest, ich habe was Neues in Selbst nichtständig. Link in der Shownote oder unter dem Video zum Kurs selbst nichtständig, der nämlich genau das machen soll. Keine sensationellen Tricks und Hacks, wie du über Nacht reich wirst, sondern ich möchte mit diesem Kurs und wir haben einige Teilnehmer, die den schon absolviert haben und die das Feedback geben, dass es genau das ist, was es braucht, um eine langfristig stabile Selbstständigkeit zu schaffen. Wir haben sogar Selbstständige dabei, die schon seit Jahren selbstständig sind und eigentlich ganz erfolgreich sind, die sie den Kurs angeschaut haben und gesagt haben, ich bin so froh, dass es hier eine Zusammenfassung und ein Nachschlagwerk von all dem gibt, was eigentlich ausschlaggebend ist und was ich an sich schon gewusst und gelernt habe. Aber die Reihenfolge, der Aufbau wird dich in wenigen Wochen so dermaßen stabilisieren in deiner Selbstständigkeit, dass du verstehst, was diese Basics sind, die du die nächsten 5, 10, 17, 20 oder 30 Jahre deiner Selbstständigkeit verfeinern wirst, ausbauen wirst. Und nochmal zurück zu Punkt 1, das ist, glaube ich, das Springendste von allen Punkten, dass du diese Basics wirklich in Fleisch und Blut übernimmst, dass dein Mindset, ich hasse dieses Wort mittlerweile, weil es so tot gelutscht ist, aber es ist das Einzige, was es treffend beschreibt. Stimmt, das heißt, dass du mit dir selber, den Blick auf dich selber, auf alles, das, was du tust, was Selbstständigkeit eigentlich ist, mal grundsätzlich veränderst, dass du Strukturen reinbringst, die dir nicht ohne Ende Zeit wegnehmen, sondern die dir helfen, Zeit zu sparen, damit du einfach effizient und effektiv bist. Das ist die Grundlage von selbst nichtständig, weil sonst hängst du selbst unständig dran, wenn deine Strukturen nicht passen. Eine Positionierung zu finden, die es dir ermöglicht, auch eine zahlungskräftige Zielgruppe zu finden. Wir haben dafür auch ein KI-Tool in diesem Kurs, ein Werkzeug, das dich interviewt, quasi ein Agent, der den Auftrag hat, auf der Basis all der Inhalte, die wir zum Thema Positionierung seit 2020 in diesem Thema jemals besprochen haben. In Kursen, in Videos, in Podcasts, in One-on-Ons, QA-Sessions, in Livestreams und so weiter. All das, was da dahinter steckt, weiß der, auf der Basis dessen ist er trainiert und stellt dir einfach so lange Fragen und leitet dich dadurch, bist du eine Positionierung aus all dem, was du machst, was du kannst, was du bist, deine Softskills, Hardskills, was du eigentlich willst und was du nicht willst. Der berücksichtigt sogar, was dir liegt und was dir nicht liegt und schnitzt mit dir daraus eine Positionierung, die zu dir passt. Dann gibt es ein zweites Tool, das den sogenannten Zielgruppenanalysten, der dir einfach, weil die schönste Positionierung bringt nichts, wenn da keine Zielgruppe ist, die das auch kaufen kann. Der analysiert mit dir, ob es dafür eine Zielgruppe gibt, ob sie groß genug für dich ist, ob sie zahlungskräftig genug für dich ist und dann auch gleich, was ihre Probleme und Schmerzpunkte sind oder ihre Bedürfnisse sind, damit du sie so kommunizieren kannst, dass du diese Probleme löst. Deine Positionierung ist die Lösung für deren Probleme oder Bedürfnisse. Und als drittes Tool haben wir dann, den mag ich auch besonders gern, den sogenannten Klartextstrategen, weil jetzt hast du zwar eine Positionierung und du hast eine Zielgruppe dafür, aber wenn du das nicht kurzknackig und treffend formulieren kannst, bringt es wieder nichts. Deswegen haben wir diesen Klartextstrategen, der die Arbeiter vor irgendwie nimmt und dir hilft, vier ganz kurze, knackige Sätze zu formulieren, mit denen ganz klar ist, was du machst, für wen du es machst, was der Outcome ist, was das Ergebnis aus einer Zusammenarbeit mit dir ist und somit auch Lust drauf macht, dich zu buchen, weil du damit als Lösung für ein Problem positioniert bist und nicht nur als jemand, der etwas macht, was er gern macht und dafür Geld verlangt. Das ist nämlich ein riesiger, gewaltiger Unterschied. Also natürlich in dem Selbstständig gibt es dann auch noch Marketing und Verkauf. Das sind zwei wichtige Punkte, wo wir uns über Social Media Marketing und über alle möglichen Marketing-Varianten reden. Auch über einen Verkauf und ein Verkaufsgespräch ein extrem wichtiger Punkt, finde ich, dass man einmal mit einem Leitfaden lernt, wie man so ein Gespräch zu führen hat, damit man nicht die Augenhöhe verliert, sondern dass man auf Augenhöhe ist und sogar derjenige ist, der das Verkaufsgespräch führt, ohne sich rechtfertigen, argumentieren oder jemanden was verticken zu müssen, sondern einfach nur ein gut gemachtes Gespräch, das Kompetenz vermittelt, das klar stellt, du bist die Lösung für dieses Problem. Und das am Ende den Verkauf nicht nur einfacher macht, sogar, ich finde sogar, und das ist auch das Feedback von vielen, die es gemacht haben, das macht aus dem Verkauf plötzlich etwas, das man gern macht, was lustig und spaßig ist, weil es wieder ein kreativer Prozess in sich ist. Und diese Werkzeuge, also gemeinsam mit den KI-Werkzeugen zusammen, finde ich, ist das eine perfekte Lösung, weil der Kurs gibt dir die quasi die Wissensgrundlage und das bringt ja alles nichts. Ein KI-Werkzeug, das ist momentan das, ich finde, das Gefährlichste, was gerade mit KI passiert, dass man ein Werkzeug benutzt und nicht versteht und die Prinzipien dahinter nicht versteht, warum dieses Werkzeug das tut, was es tut. Ja, das Ergebnis könnte eventuell stimmen, könnte aber unter Umständen nicht ganz stimmen. Wenn du die Prinzipien dahinter nicht verstanden hast, weißt du es nicht. Du kannst es ja nicht mal beurteilen, weil du nichts verstanden hast von dem. Und selbst wenn es funktioniert, dann musst du dich strikt an das halten, was da rauskommt, weil du das Prinzip nicht verstanden hast und somit keinen Bewegungsspielraum hast und auch keine Reaktionsmöglichkeit. Und da finde ich, ist diese Mischung, das halte ich generell für die Zukunft des Lernens und der Weiterentwicklung. Wir brauchen keine Informationen mehr, wir brauchen nicht noch mehr Kurse, die wir uns dann nicht anschauen, sondern wir brauchen Transformation. Also das Wissen kompakt und dann das Werkzeug dazu, um dieses Wissen möglichst schnell umzusetzen. Das war genau das Ziel, das wir hier verfolgt haben. Und ich denke, es ist sehr gut gelungen. Link dazu, wie gesagt, in der Shownote oder in der Beschreibung, wenn du es auf YouTube schaust. So oder so hoffe ich, dass du viele dieser Punkte berücksichtigen kannst in deiner Selbstständigkeit. Und den wichtigsten mitnimmst, es ist ein Marathon und kein Sprint. Ja, es gibt Sprintphasen dazwischen, aber wenn du eine Sprintphase hinlegst, gönn dir auch wieder eine Regenerationsphase. Nichts funktioniert auf Dauer als Sprint. Schon gar nicht ein Marathon. Und Selbstständigkeit ist definitiv ein Marathon, bei dem ich dir das Beste wünsche.