Ecoutez! – 30 Werkgeschichten aus dem Aargauer Kunsthaus
Herzlich willkommen zu unserer Podcastreihe «Ecoutez! – 30 Werkgeschichten aus dem Aargauer Kunsthaus». Wie Sie vielleicht wissen, ist das Aargauer Kunsthaus bekannt für seine herausragende Sammlung an Schweizer Kunst. Rund 20'000 Werke vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart finden sich mittlerweile in unseren Depots und haben in verschiedenen Ausstellungen ihren Auftritt. Jedes dieser Werke birgt seine eigene Biografie und Charakteristik. Auf unserer Sammlung Online machen wir diese Geschichten mittels Werkbeschreibungen zugänglich.
Ecoutez! – 30 Werkgeschichten aus dem Aargauer Kunsthaus
Ecoutez! Cuno Amiet, Die Hoffnung, 1901 (D)
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Der Solothurner Cuno Amiet (1868 – 1961) porträtiert seine Ehefrau Anna, die zur Entstehungszeit des Bildes Die Hoffnung (1901) schwanger ist. Die Freude der werdenden Eltern wird nach einer glücklich verlaufenden Schwangerschaft durch die Totgeburt zerstört. Amiet erschafft 1902 eine weitere Fassung, lässt aber die erste Version bestehen und erweitert die Allegorie zu einem Triptychon mit Seitenflügeln. Das Werk fällt in eine Zeit, in der sich Amiet unter dem Einfluss Ferdinand Hodlers (1853–1918) stark mit dem Symbolismus und Jugendstil auseinandersetzt. Die stilistische Prägung spiegelt sich im allegorischen Bildthema, der dekorativen Linienführung und der eher flächig gestalteten, vergeistigten Darstellung der Frauenfigur.
Mehr zum Werk erfahren Sie in unserem Katalog Online.
Stimmen: Marion Weik (Intro); Laura Lienhard-Caltagirone (Text)