Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?

Habe ich ADHS? Das Spektrum verstehen warum sich plötzlich alle darin wiederfinden

Julia Pouly und Katja Tressel Season 5 Episode 6

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0:00 | 53:52

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum sich aktuell so viele Menschen in ADHS-Beschreibungen wiederfinden und was wirklich dahintersteckt.

Wir schauen uns an, was ADHS aus wissenschaftlicher Perspektive bedeutet:
Welche Rolle spielen Aufmerksamkeit, Motivation und Emotionsregulation?
Was passiert neurobiologisch im Gehirn und warum geht es dabei nicht um einen einfachen „Mangel“, sondern um eine andere Art der Regulation?

Ein zentraler Punkt dieser Folge:
ADHS ist kein klares Entweder-oder, sondern bewegt sich auf einem Spektrum. Viele der typischen Erfahrungen, wie Prokrastination, Ablenkbarkeit oder emotionale Reaktionen, kennen wir alle. Entscheidend ist, wann Intensität, Häufigkeit und funktionale Beeinträchtigung zusammenkommen.

Außerdem sprechen wir darüber:
– warum Diagnosen zunehmen
– ob ADHS über- oder eher lange unterdiagnostiziert wurde
– und warum die Frage nach dem „normalen Gehirn“ oft in die Irre führt

Diese Folge ist der Einstieg in unsere dreiteilige Serie zu ADHS, mit dem Ziel, fundiertes Wissen verständlich zu machen, zu entpathologisieren und neue Perspektiven auf das eigene Denken und Verhalten zu eröffnen.

Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/
Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel
 
Musik von ComaStudio

Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind 

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00:10:05.000 --> 00:10:10.000
Julia Pouly: Herzlich willkommen zu. Was ist los im Kopf? Wie sind die Psychologinnen? Julia Pouly und.

00:10:10.000 --> 00:10:12.000
Katja Tressel: Ich bin Katja Tressel.

00:10:12.000 --> 00:10:16.000
Julia Pouly: und heute geht es um adhs.

00:10:17.000 --> 00:10:26.000
Julia Pouly: und zwar, aber nicht nur um das, was wirklich diagnostiziert ist, sondern in dieser Serie von 3 Teilen Wollen wir das einfach mal ein bisschen näher betrachten, auch.

00:10:26.000 --> 00:10:32.000
Julia Pouly: Warum gibt es so viele Eigenschaften, in denen wir uns erkennen, wenn jemand über Adhs spricht, dass vielleicht was so.

00:10:32.000 --> 00:10:37.000
Julia Pouly: Grob verbreitet ist, über was man weiß, Prokrastrainieren oder Aufmerksamkeit.

00:10:37.000 --> 00:10:39.000
Julia Pouly: Wo ist da der Unterschied?

00:10:39.000 --> 00:10:41.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:10:39.000 --> 00:10:50.000
Julia Pouly: und auch was können wir davon lernen? Also auch wenn wir selber keine Adhs-diagnose haben oder jetzt auch nicht so einen Leidensdruck, dass wir uns therapeutische Hilfe holen müssen. Wollen.

00:10:51.000 --> 00:10:53.000
Julia Pouly: Sondern was können wir trotzdem daraus lernen?

00:10:53.000 --> 00:10:59.000
Julia Pouly: und dann möchte ich in der zweiten Folge dann mal nochmal speziell auf Ads und Frauen eingehen.

00:10:59.000 --> 00:11:05.000
Julia Pouly: Das ist irgendwie ein ganz spannendes Thema, wo das meist sehr spät diagnostiziert wird, wo die als Mädchen noch sehr unauffällig sind.

00:11:06.000 --> 00:11:08.000
Julia Pouly: und die dritte.

00:11:06.000 --> 00:11:10.000
Katja Tressel: Weil Frauen ja doch öfter untergehen in der Forschung.

00:11:10.000 --> 00:11:14.000
Julia Pouly: Ja, das ist nicht das einzige Feld, wo sie ein bisschen vernachlässigt sind.

00:11:12.000 --> 00:11:15.000
Katja Tressel: Ja genau gerade medizinische Forschung.

00:11:16.000 --> 00:11:18.000
Julia Pouly: Genau das ist immer ein großes Thema.

00:11:18.000 --> 00:11:25.000
Julia Pouly: Genau. und dann die dritte Folge, die wir machen werden. Da geht es jetzt richtig um ganz konkrete Tipps und Werkzeuge.

00:11:25.000 --> 00:11:31.000
Julia Pouly: Also erst mal jetzt um das verstehen, dann schauen wir uns genau die Frauen an und dann richtig, die Handlungen, die wir euch empfehlen.

00:11:32.000 --> 00:11:37.000
Julia Pouly: und genau ich werde einmal Einschränkungen das so ein bisschen erklären. Für mich war der erst immer ein.

00:11:37.000 --> 00:11:42.000
Julia Pouly: Sehr nebulöses Thema, was auch eigentlich in dem Psychologiestudium.

00:11:42.000 --> 00:11:47.000
Julia Pouly: Nicht wirklich vorkam aus vielleicht in bildungspsychologie Mal irgendwie 2 Seiten.

00:11:48.000 --> 00:11:55.000
Julia Pouly: und gleichzeitig ist es ja ein Thema, was viele sehr bewegt. Also, ich habe auch 2 schulalterige Kinder.

00:11:55.000 --> 00:11:58.000
Julia Pouly: Da kommt das in der Umgebung immer wieder hoch.

00:11:58.000 --> 00:12:04.000
Julia Pouly: und zweitens möchte ich auch so ein bisschen den Perspektivwechsel finden und sodass.

00:12:04.000 --> 00:12:11.000
Julia Pouly: Furchtbares ist irgendwie, oder? Es kann natürlich sehr viel Leiden verursachen. Aber da stecken auch viele.

00:12:11.000 --> 00:12:14.000
Julia Pouly: Stärken dahinter und viel geht eigentlich mehr um.

00:12:14.000 --> 00:12:18.000
Julia Pouly: Die Umgebung. Wie funktioniert unser Gehirn? Verstehen wir, wie das funktioniert.

00:12:18.000 --> 00:12:20.000
Julia Pouly: Wie ist das System, in dem wir uns bewegen?

00:12:20.000 --> 00:12:23.000
Julia Pouly: und ja, was kann man tun, dass man.

00:12:24.000 --> 00:12:28.000
Julia Pouly: Irgendwie die Herausforderungen ein bisschen abmildert und die Stärken wirklich.

00:12:28.000 --> 00:12:30.000
Julia Pouly: Rausarbeitet.

00:12:29.000 --> 00:12:33.000
Katja Tressel: Ja, und dass es nicht dann auch zu Stigmatisierung wird und bleibt.

00:12:33.000 --> 00:12:35.000
Katja Tressel: Fände ich auch ganz wichtig.

00:12:35.000 --> 00:12:46.000
Katja Tressel: Ist ja auch ein Thema, was in aller Munde ist. Gerade mir begegnet das sehr, sehr häufig auch im eigenen Umfeld zunehmend. Ich werde ganz oft drauf angesprochen, weil als Psychologin.

00:12:46.000 --> 00:12:51.000
Katja Tressel: Wird irgendwie erwartet, dass man Ahnung hat von dem Thema. Ich oute mich jetzt mal, dass ich.

00:12:51.000 --> 00:12:55.000
Katja Tressel: Relativ wenig hab von wenig Ahnung. Hab von Adhs.

00:12:56.000 --> 00:12:59.000
Katja Tressel: und umso gespannter bin ich jetzt auch.

00:12:59.000 --> 00:13:01.000
Katja Tressel: Die Folge.

00:13:01.000 --> 00:13:03.000
Julia Pouly: Ich habe vor.

00:13:01.000 --> 00:13:04.000
Katja Tressel: Auch viel von dir auch zu lernen. Julia.

00:13:03.000 --> 00:13:12.000
Julia Pouly: So genau. Ich habe vor 2 Wochen eine Weiterbildung in Berlin besucht, bei der Jugend und Kindertherapeutin, Autorin.

00:13:12.000 --> 00:13:14.000
Julia Pouly: Claudia Reinecke.

00:13:14.000 --> 00:13:18.000
Julia Pouly: und bin da auch reingegangen, weil ich halt dachte: so, oh, ich bin jetzt ja.

00:13:18.000 --> 00:13:23.000
Julia Pouly: Entrepreneurwesen also hier zustande, wo es auch viel um Kinder geht. Hier in Hamburg.

00:13:23.000 --> 00:13:30.000
Julia Pouly: und dann dachte ich auch, das ist ein Thema, was mir viel bewegt. Ich bin Psychologen. Die Leute erwarten von mir, dass ich da weiß ich möchte das auch nicht wissen.

00:13:27.000 --> 00:13:29.000
Katja Tressel: Mhm.

00:13:30.000 --> 00:13:39.000
Julia Pouly: und seitdem hat mich das Thema total im Griff, und so, Ich habe ganz viele Bücher gleich mir immer besorgt und höre mir alle möglichen.

00:13:36.000 --> 00:13:38.000
Katja Tressel: Tschüss.

00:13:39.000 --> 00:13:41.000
Julia Pouly: Interviews an Podcast und so.

00:13:42.000 --> 00:13:46.000
Julia Pouly: und was mich am meisten dort gewundert hat, und so, wo es auch.

00:13:46.000 --> 00:13:52.000
Julia Pouly: Viel, also Case Studies, da vorgestellt werden. Das waren viele spannende Therapeutinnen da auch als teilnehmende.

00:13:52.000 --> 00:13:57.000
Julia Pouly: Wo ich mich plötzlich in ganz vielen Sachen wiedergefunden habe.

00:13:55.000 --> 00:13:57.000
Katja Tressel: Ja.

00:13:57.000 --> 00:14:01.000
Julia Pouly: Es geht mir auch so.

00:14:01.000 --> 00:14:03.000
Katja Tressel: Ja.

00:14:02.000 --> 00:14:05.000
Julia Pouly: Ja genau und dann auch die Frauen, die dort vorgestellt wurden.

00:14:05.000 --> 00:14:08.000
Julia Pouly: und gar nicht so in dem Rahmen, wo ich dachte, so oh.

00:14:09.000 --> 00:14:12.000
Julia Pouly: Also, ich habe zur Zeit. Ich habe das Gefühl, ich bin in einer Lebensphase, die mich sehr herausfordert, und ich.

00:14:12.000 --> 00:14:19.000
Julia Pouly: Kitzel ständig so ein bisschen mit Burnout und Überlastung.

00:14:19.000 --> 00:14:21.000
Julia Pouly: und.

00:14:21.000 --> 00:14:28.000
Julia Pouly: Mich hat das so gewundert, und deswegen ist es ein komplexes Thema. Es gibt ja auch irgendwie verschiedene Sachen, wo es dann gibt ja irgendwie mehr.

00:14:28.000 --> 00:14:35.000
Julia Pouly: Das verträumte ohne die Hyperaktivität usw. Deswegen müssen gleich erst nochmal die Basics klären.

00:14:30.000 --> 00:14:32.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:14:34.000 --> 00:14:36.000
Katja Tressel: Genau.

00:14:35.000 --> 00:14:40.000
Julia Pouly: Ich fand es nur ganz spannend, weil das war eigentlich auch. Worauf ich das hier aufhängen möchte, ist.

00:14:40.000 --> 00:14:43.000
Julia Pouly: Warum ist es jetzt so in aller Munde.

00:14:43.000 --> 00:14:46.000
Julia Pouly: Warum haben das jetzt in anführungszeichen Alle.

00:14:46.000 --> 00:14:47.000
Katja Tressel: Mhm.

00:14:46.000 --> 00:14:53.000
Julia Pouly: Diesen Vorwurf ein bisschen entkräften. Oh, das ist irgendwie nur so, um Aufmerksamkeit zu erhaschen und Mitleid. und so, wenn ich mal denke, also.

00:14:51.000 --> 00:14:53.000
Katja Tressel: Mhm.

00:14:53.000 --> 00:14:55.000
Julia Pouly: Ganz ehrlich, das ist nie ein Grund.

00:14:54.000 --> 00:14:57.000
Katja Tressel: Das sucht sich auch keiner aus.

00:14:55.000 --> 00:14:57.000
Julia Pouly: Ähm.

00:14:58.000 --> 00:15:03.000
Julia Pouly: und gleichzeitig auch Sachen so auf. Was ist, wenn halt.

00:15:04.000 --> 00:15:06.000
Julia Pouly: Jetzt unsere Hörerinnen und Hörer sich.

00:15:06.000 --> 00:15:09.000
Julia Pouly: Wie mir geht, dass man sich irgendwie wiedererkennt.

00:15:09.000 --> 00:15:21.000
Julia Pouly: Ohne dass man jetzt sagt, ich brauche wirklich jetzt eine Diagnose, weil ich so einen großen Leidensdruck hab, weil ich da irgendwie eine besondere Behandlung habe. Also, wenn das wirklich so ist, dann sage ich immer auf jeden Fall, sich diagnostizieren lassen und therapeutische Hilfe holen.

00:15:12.000 --> 00:15:14.000
Katja Tressel: Hm.

00:15:20.000 --> 00:15:22.000
Katja Tressel: Ja.

00:15:21.000 --> 00:15:25.000
Julia Pouly: Das gilt bei allen Sachen, wo wirklich der Leidensdruck da ist und man das Gefühl hat, so.

00:15:26.000 --> 00:15:28.000
Julia Pouly: Geht es nicht weiter.

00:15:28.000 --> 00:15:31.000
Julia Pouly: Aber was wir hier behandeln, ist wirklich dieses.

00:15:31.000 --> 00:15:42.000
Julia Pouly: Was können wir denn lernen, aus was in der Forschung da ist, auf was die Leute, die vielleicht sich selber oder auch Experten erarbeitet haben, also so best practice.

00:15:41.000 --> 00:15:43.000
Katja Tressel: Mhm.

00:15:42.000 --> 00:15:47.000
Julia Pouly: und wie hilft das Ganze, uns selber, unsere Gehirne zu verstehen und auch wertzuschätzen.

00:15:47.000 --> 00:15:49.000
Julia Pouly: Wie gesagt, diese neurodivergenz.

00:15:49.000 --> 00:15:53.000
Julia Pouly: Dass wir nicht alle gleich denken und dass wir nicht alle gleich funktionieren.

00:15:55.000 --> 00:15:59.000
Julia Pouly: Genau ganz viel Vorrede. Erst mal.

00:15:58.000 --> 00:16:00.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:15:59.000 --> 00:16:02.000
Julia Pouly: Also, es gibt so von ich habe jetzt hier.

00:16:03.000 --> 00:16:12.000
Julia Pouly: Die sagen, dass so die Prävalenz und Erwachsenenwert 2 bis 3% der Erwachsenen hätten. Adhs.

00:16:12.000 --> 00:16:15.000
Julia Pouly: und bei Kindern wäre es 5 bis 7%.

00:16:15.000 --> 00:16:20.000
Julia Pouly: Das spiegelt so ein bisschen die Annahme, die man früher hatte. Das würde sich auswachsen.

00:16:20.000 --> 00:16:26.000
Katja Tressel: Ich wollte dich ja auch gerade fragen: Woher kommt dieser Unterschied in den Zahlen.

00:16:25.000 --> 00:16:34.000
Julia Pouly: Es war auch lange Zeit. Also, bei Kindern ist es auch, sodass viel mehr Jungen diagnostiziert werden als Mädchen.

00:16:32.000 --> 00:16:34.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:16:34.000 --> 00:16:37.000
Julia Pouly: Wo dann aber im Erwachsenenalter, das sich wieder ausgleicht.

00:16:37.000 --> 00:16:41.000
Julia Pouly: Es ist aber sodass halt wie ja.

00:16:41.000 --> 00:16:45.000
Julia Pouly: Des Neuroplastizität feiern dürfen.

00:16:43.000 --> 00:16:45.000
Katja Tressel: Mhm.

00:16:45.000 --> 00:16:48.000
Julia Pouly: Es kommt einfach viel.

00:16:48.000 --> 00:16:50.000
Julia Pouly: Wie Claudia reininke, nennt das immer das.

00:16:50.000 --> 00:16:53.000
Julia Pouly: Unmittelbare Umfeld darauf an. Also, es gibt einfach.

00:16:54.000 --> 00:16:58.000
Julia Pouly: Funktionen und Sachen, wo das mehr auffällt, und ich meine im Schulalter.

00:16:58.000 --> 00:17:02.000
Julia Pouly: Haben die Kinder ja meist keine Wahl, wie sie zu funktionieren haben, was von ihnen erwartet wird.

00:17:02.000 --> 00:17:04.000
Katja Tressel: Ja.

00:17:02.000 --> 00:17:05.000
Julia Pouly: und natürlich dann auch das, was irgendwie hinderlich oder auffällig ist.

00:17:05.000 --> 00:17:07.000
Katja Tressel: Mhm.

00:17:06.000 --> 00:17:12.000
Julia Pouly: Wo im Erwachsenenalter man ja mehr Möglichkeiten hat, sein Leben so zu gestalten, dass es mehr an einen passt.

00:17:13.000 --> 00:17:15.000
Julia Pouly: und ich denke.

00:17:13.000 --> 00:17:21.000
Katja Tressel: und man muss ja als Kind diese Selbstregulierung sowieso auch erst mal lernen, sei es jetzt emotional oder im Verhalten, dann auch.

00:17:21.000 --> 00:17:24.000
Katja Tressel: Das kommt erschwerend noch dazu.

00:17:21.000 --> 00:17:23.000
Julia Pouly: Genau.

00:17:23.000 --> 00:17:30.000
Julia Pouly: Genau. Also das Ding, das, denke ich, ist das eine, dass man und das Zweite ist natürlich, dass wenn man jetzt sagt, dass.

00:17:30.000 --> 00:17:36.000
Julia Pouly: Bei Mädchen, das zum Beispiel oft nicht diagnostiziert wird, bei Frauen sehr spät.

00:17:36.000 --> 00:17:45.000
Julia Pouly: Dass natürlich, da dieser Unterschied auch sein kann. Wenn du halt, dann sagst ungefähr vielleicht 6% bei den Kindern und 3% mal Erwachsenen. Vielleicht sind das auch einfach die Hälfte der Frauen, die da fehlen.

00:17:41.000 --> 00:17:43.000
Katja Tressel: Mhm.

00:17:46.000 --> 00:17:48.000
Julia Pouly: Aber das sind, wie gesagt jetzt hier viele.

00:17:46.000 --> 00:17:48.000
Katja Tressel: Ja.

00:17:49.000 --> 00:17:56.000
Julia Pouly: Hypothesen. Da könnte man auch nochmal nochmal mehr einsteigen, Wo halt, immer die Frage ist auch: was sind einfach Hypothesen? und was können wir wirklich wissen?

00:17:56.000 --> 00:17:58.000
Katja Tressel: Mhm.

00:17:58.000 --> 00:18:00.000
Julia Pouly: Genau. Also.

00:18:00.000 --> 00:18:03.000
Julia Pouly: Auch alleine Adhs einfach zu definieren.

00:18:03.000 --> 00:18:08.000
Julia Pouly: Finde ich auch spannend, weil, je nachdem, wo man hinschaut werden, da unterschiedliche.

00:18:08.000 --> 00:18:12.000
Julia Pouly: Schwerpunkte gesetzt, oder es wird gesagt, es fehlt noch irgendwas.

00:18:12.000 --> 00:18:14.000
Julia Pouly: Generell.

00:18:14.000 --> 00:18:16.000
Julia Pouly: Geht es ja um.

00:18:16.000 --> 00:18:19.000
Julia Pouly: Eigentlich also Aufmerksamkeits.

00:18:19.000 --> 00:18:21.000
Julia Pouly: Aufmerksamkeit und Hyperaktivität.

00:18:21.000 --> 00:18:23.000
Julia Pouly: Das ist ja Adhs.

00:18:21.000 --> 00:18:23.000
Katja Tressel: Ja.

00:18:23.000 --> 00:18:26.000
Julia Pouly: Auch meins ja auch.

00:18:25.000 --> 00:18:32.000
Katja Tressel: Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung als ein zornig.

00:18:28.000 --> 00:18:31.000
Julia Pouly: Genau ein.

00:18:31.000 --> 00:18:34.000
Julia Pouly: Einen großen, großen mundvoll.

00:18:33.000 --> 00:18:35.000
Katja Tressel: Ja.

00:18:34.000 --> 00:18:45.000
Julia Pouly: und das äußert sich ja meistens dafür, dass viele Leute entweder viele Probleme haben, irgendwie mit Aufschieben progressionieren, dass sie sehr ablenkbar sind, nicht still setzen können.

00:18:45.000 --> 00:18:48.000
Julia Pouly: Dass emotionale Reaktionen.

00:18:48.000 --> 00:18:58.000
Julia Pouly: Als jetzt zu groß, sage ich jetzt mal als nicht verdaulich irgendwie angesehen werden Konzentrationsprobleme, was ja mit Aufsichtsrat ansieht.

00:18:58.000 --> 00:19:06.000
Julia Pouly: und da ist immer so. Die Frage so: oh ja, wir alle haben doch irgendwie mal das Problem, dass wir uns das vorgenommen haben, und wir machen es irgendwie nicht.

00:19:06.000 --> 00:19:11.000
Julia Pouly: Oder dass wir versuchen, irgendwie fokussiert zu arbeiten. und wir sind irgendwie abgelenkt.

00:19:11.000 --> 00:19:15.000
Julia Pouly: und wenn man halt sagt, wann spricht man von Adhs? Das liegt halt oft.

00:19:15.000 --> 00:19:19.000
Julia Pouly: In der Intensität, in der Häufigkeit.

00:19:19.000 --> 00:19:26.000
Julia Pouly: und vor allem, dass wir eingeschränkt sind in unserer Funktion also, dass es irgendwie so geht, sehr wir können das nicht irgendwie abpuffern, sondern.

00:19:21.000 --> 00:19:23.000
Katja Tressel: Mhm.

00:19:27.000 --> 00:19:34.000
Julia Pouly: Wie gesagt, es ist dann in der Schule irgendwie Versetzungsgefährdung. Man kommt irgendwie nicht mit im Arbeitsumfeld. Man kann da nicht mithalten.

00:19:34.000 --> 00:19:36.000
Julia Pouly: Ähm.

00:19:34.000 --> 00:19:37.000
Katja Tressel: Vielleicht auch soziale Schwierigkeiten.

00:19:37.000 --> 00:19:39.000
Julia Pouly: Genau, also alles, was man sagt, so.

00:19:39.000 --> 00:19:45.000
Julia Pouly: Das, was so von einem Menschen so erwartet wird, um der Gesellschaft teilzunehmen, ist dann irgendwie nicht möglich.

00:19:45.000 --> 00:19:49.000
Julia Pouly: Was dabei wieder heißt. Es ist ja auch irgendwie so ein.

00:19:50.000 --> 00:19:52.000
Julia Pouly: Ein Spektrum. Wie gesagt.

00:19:52.000 --> 00:19:57.000
Julia Pouly: Was ich auch lustig finde. Oft kommt dann noch irgendwie dran. So ja, der Ss ist dann kontextunabhängig.

00:19:57.000 --> 00:20:08.000
Julia Pouly: und dann später viele Erklärungen sind dann so: oh ja, das ist kontextabhängig, je nachdem, ob sich jemand mit Ads gut konzentrieren kann oder nicht, weil viel dann auch mit Motivation und Emotionen und so zu tun hat.

00:20:02.000 --> 00:20:04.000
Katja Tressel: Ah.

00:20:08.000 --> 00:20:10.000
Katja Tressel: Mhm.

00:20:09.000 --> 00:20:11.000
Julia Pouly: und das finde ich auch so das.

00:20:11.000 --> 00:20:14.000
Julia Pouly: Eigentlich so verwirrendste, wenn man irgendwie.

00:20:14.000 --> 00:20:18.000
Julia Pouly: Da reingeht, und gleichzeitig finde ich, macht das auch irgendwie total viel Sinn.

00:20:19.000 --> 00:20:24.000
Julia Pouly: Wenn man sich irgendwie bewusst macht, was für ein komplexes System wir Menschen eigentlich sind.

00:20:25.000 --> 00:20:30.000
Julia Pouly: und wie viele Anknüpfungspunkte gibt, also dass die Emotionen dabei sind, unsere.

00:20:27.000 --> 00:20:29.000
Katja Tressel: Ja.

00:20:30.000 --> 00:20:36.000
Julia Pouly: Die Kontexte wie wir sind, ob wir gut schlafen, ob wir gerade eine Dolle Erkältung haben. Liebeskummer.

00:20:37.000 --> 00:20:41.000
Julia Pouly: Ob wir gut genährt sind, unter wie viel Stress wir stehen.

00:20:40.000 --> 00:20:41.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:20:41.000 --> 00:20:44.000
Julia Pouly: und.

00:20:45.000 --> 00:20:47.000
Julia Pouly: Also so ein. Lesen Sie mal.

00:20:45.000 --> 00:20:54.000
Katja Tressel: Also gerade wie sind wir gerade momentan emotional und biologisch da? und dann kommt ja noch dazu, dass wir in total komplexen Umwelten Leben.

00:20:54.000 --> 00:20:58.000
Katja Tressel: Die ja auch wieder verschiedene Herausforderungen stellen.

00:20:58.000 --> 00:21:01.000
Katja Tressel: Also arbeitsschule.

00:20:59.000 --> 00:21:01.000
Julia Pouly: Ja also genau.

00:21:01.000 --> 00:21:07.000
Katja Tressel: Gesellschaft Familie sind jetzt nur mal ein paar, die da mir einfallen.

00:21:07.000 --> 00:21:14.000
Julia Pouly: Deswegen so in Richtung Forschung hat mich das so ein bisschen in die Krise gesteckt. Was wie kann man denn eigentlich gescheit über dieses Thema angehen.

00:21:14.000 --> 00:21:15.000
Katja Tressel: Mhm.

00:21:14.000 --> 00:21:17.000
Julia Pouly: und andererseits finde ich, gibt das sehr viel Hoffnung.

00:21:17.000 --> 00:21:19.000
Julia Pouly: Weil es ja so viele Stellschrauben gibt.

00:21:19.000 --> 00:21:21.000
Katja Tressel: Ja.

00:21:20.000 --> 00:21:26.000
Julia Pouly: und es ist nicht nur irgendwie unveränderlich. Man sagt ja, auch Adhs ist irgendwie zu.

00:21:26.000 --> 00:21:29.000
Julia Pouly: 70 oder 80% vererbbar.

00:21:29.000 --> 00:21:35.000
Julia Pouly: Wo auch viele Frauen, zum Beispiel, die später diagnostiziert sind, das halt sind Die Kinder werden diagnostiziert und dann.

00:21:34.000 --> 00:21:36.000
Katja Tressel: Mhm.

00:21:36.000 --> 00:21:38.000
Julia Pouly: Denken die Frauen so: ah, irgendwie.

00:21:38.000 --> 00:21:40.000
Katja Tressel: Könnte von mir sein.

00:21:39.000 --> 00:21:44.000
Julia Pouly: Finde ich immer so spannend, wo wir immer davon ausgehen.

00:21:44.000 --> 00:21:49.000
Julia Pouly: So wie man selber denkt. Das ist normal, weil wir können ja nicht in andere Leute Köpfe reingucken.

00:21:48.000 --> 00:21:50.000
Katja Tressel: Ja.

00:21:50.000 --> 00:21:58.000
Julia Pouly: und deswegen finde ich es auch so spannend. Wenn man sich das so schaut, also dieses Spektrum so ab, dann ist das irgendwie ja ein.

00:21:58.000 --> 00:22:02.000
Julia Pouly: Ein Defizit, ein Symptom irgendwie ein disorder.

00:22:02.000 --> 00:22:07.000
Julia Pouly: Wo ich denke, dieser Kartoff wird ja sehr willkürlich eigentlich gemacht.

00:22:07.000 --> 00:22:08.000
Katja Tressel: Ja.

00:22:08.000 --> 00:22:12.000
Julia Pouly: Also, wir haben das ja bei vielen Sachen auch in der Medizin, wo man sagen muss: okay, ab irgendwie.

00:22:12.000 --> 00:22:18.000
Julia Pouly: Adipositas ist irgendwie ab dem oder Insulinresistenz. und so, Da gibt es irgendwie so einen Messwert.

00:22:18.000 --> 00:22:20.000
Katja Tressel: Mhm.

00:22:18.000 --> 00:22:21.000
Julia Pouly: und ab da ist es dann im roten Bereich.

00:22:21.000 --> 00:22:25.000
Julia Pouly: Wo man dann so ein Milligramm? Weniger, würde das wirklich einen Unterschied machen?

00:22:25.000 --> 00:22:28.000
Julia Pouly: Aber aus praktischen Gründen muss man ja irgendwo die Grenze setzen.

00:22:27.000 --> 00:22:34.000
Katja Tressel: Im medizinischen Bereich werden, die ja auch ab und zu Mal angepasst.

00:22:34.000 --> 00:22:36.000
Katja Tressel: Können sich neue Erkenntnisse ergeben.

00:22:37.000 --> 00:22:40.000
Julia Pouly: Genau. und das finde ich, macht das Ganze so ein bisschen.

00:22:40.000 --> 00:22:42.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:22:41.000 --> 00:22:48.000
Julia Pouly: Vage. und auch wenn man sagt, also das, was ja immer so womit so verglichen wird mit dem normalen Gehirn, so dem normalen in anführungszeichen Menschen.

00:22:48.000 --> 00:22:51.000
Julia Pouly: Das ist ja so ein statistischer Durchschnittswert. Also.

00:22:52.000 --> 00:22:54.000
Julia Pouly: Gibt es den überhaupt so oft.

00:22:54.000 --> 00:22:58.000
Julia Pouly: und wie groß eigentlich ja auch so die Heterogenität zwischen.

00:22:58.000 --> 00:23:01.000
Julia Pouly: Menschen ist und wie schön das ja eigentlich ist, dass wir auch.

00:23:01.000 --> 00:23:06.000
Julia Pouly: Nicht alle irgendwie so aus der Brutkammer kommen. und da ganz gleich, sind.

00:23:03.000 --> 00:23:05.000
Katja Tressel: Mhm.

00:23:07.000 --> 00:23:09.000
Julia Pouly: und.

00:23:09.000 --> 00:23:13.000
Julia Pouly: So eine Quelle. Deswegen denke ich, ist es auch.

00:23:13.000 --> 00:23:21.000
Julia Pouly: Gar nicht so richtig zu fragen, dann, wenn wir jetzt halt durchkommen durch Fragen. Nochmal: was sind genauso Wie erkennt man sozusagen so die Adhs-symptomatik.

00:23:21.000 --> 00:23:30.000
Julia Pouly: Wenn man dann sich selbst dazu hört. und dann denkt so: oh ja, das passt zu mir und das irgendwie nicht. Also vielleicht Aufmerksamkeit habe ich nicht so ein Problem, aber irgendwie Motivation ist ein Problem oder so.

00:23:30.000 --> 00:23:32.000
Julia Pouly: Woher denke, so? Die Frage ist so.

00:23:33.000 --> 00:23:39.000
Julia Pouly: Wenn ich jetzt aus dem Schulwesen schon raus bin, und wenn ich nicht eine Diagnose brauche, weil ich ganz dringend auf Ressourcen angewiesen.

00:23:39.000 --> 00:23:41.000
Julia Pouly: Angewiesen bin.

00:23:41.000 --> 00:23:43.000
Julia Pouly: Ist das eigentlich auch egal.

00:23:43.000 --> 00:23:51.000
Julia Pouly: Wo ich denke, wir können daraus lernen, und ich möchte das gerne dann hier jetzt so anbieten und dass sich jeder dann rauspickt, wo man denkt. Da erkenne ich mich wieder.

00:23:51.000 --> 00:23:55.000
Julia Pouly: Es führt vielleicht so ein bisschen mehr Selbstverständnis, ein bisschen mehr Selbstmitgefühl.

00:23:54.000 --> 00:23:56.000
Katja Tressel: Mhm.

00:23:56.000 --> 00:24:06.000
Julia Pouly: und da kann ich mein Leben irgendwie so gestalten, dass es mir einfacher fällt und meine Kapazitäten nicht gebunden sind, irgendwie mich selber niedermachen oder ankämpfen gegen Systeme, die mir überhaupt nicht liegen.

00:24:04.000 --> 00:24:06.000
Katja Tressel: Nee.

00:24:06.000 --> 00:24:19.000
Katja Tressel: Also, dass du quasi sagst, Es gibt ja auch gute Strategien, die man lernen kann, anwenden kann bei bestimmten Symptomen, die da zum Bild gehören, bei Adhs. und wenn man sich da in einem selber erkennt.

00:24:19.000 --> 00:24:27.000
Katja Tressel: Könnte man immer ausprobieren, ob die Strategie dann auch hilft, wenn man die anwendet, meinetwegen, wenn man Schwierigkeiten hat, Aufgaben zu beginnen oder.

00:24:27.000 --> 00:24:31.000
Katja Tressel: Wenn man Schwierigkeiten hat, sich zu strukturieren im Alltag.

00:24:31.000 --> 00:24:36.000
Julia Pouly: Genau, und man kann ja oft dann einfach auch Viele Sachen, die man machen kann, sind ja.

00:24:36.000 --> 00:24:42.000
Julia Pouly: Jetzt weder teuer noch irgendwie mit großen Nebenwirkungen, die wir hier vorstellen, wo man denkt, man probiert es aus.

00:24:41.000 --> 00:24:43.000
Katja Tressel: Mhm.

00:24:42.000 --> 00:24:45.000
Julia Pouly: Entweder es verbessert was, und wenn nicht, dann lässt man es wieder sein.

00:24:45.000 --> 00:24:46.000
Katja Tressel: Mhm.

00:24:45.000 --> 00:24:52.000
Julia Pouly: und weil ich habe mir auch gedacht, als ich dann gehört habe, irgendwie zwischen 3 und 5% der Erwachsenen.

00:24:52.000 --> 00:24:57.000
Julia Pouly: Wo ich dann dachte, so, das müsste doch viel mehr sein.

00:24:56.000 --> 00:24:58.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:24:58.000 --> 00:25:06.000
Julia Pouly: Aber es ist natürlich auch selektiv, mit welchen Leuten man sich so umgibt, so welche Medien man konsumiert und so die Sachen.

00:25:06.000 --> 00:25:08.000
Katja Tressel: Genau.

00:25:07.000 --> 00:25:09.000
Julia Pouly: Wo wir ja auch in einer sehr.

00:25:10.000 --> 00:25:13.000
Julia Pouly: Reizreichen Umwelt leben.

00:25:13.000 --> 00:25:15.000
Julia Pouly: Wo ich halt denke, so oh ich.

00:25:15.000 --> 00:25:20.000
Julia Pouly: Kenne kaum Menschen, wo ich mir vorstellen kann, die nie ein Problem mit Aufmerksamkeit oder Motivation haben.

00:25:21.000 --> 00:25:23.000
Julia Pouly: So oder auch.

00:25:21.000 --> 00:25:23.000
Katja Tressel: Ja.

00:25:23.000 --> 00:25:27.000
Julia Pouly: Emotionsregulation. Also, das ist so ein Thema, auch im Coaching.

00:25:28.000 --> 00:25:30.000
Julia Pouly: Was so oft immer wieder kommt.

00:25:30.000 --> 00:25:35.000
Julia Pouly: Also, wo irgendwie ich kaum jemanden auch so kenne, der wirklich ernst sagen würde: so oh.

00:25:36.000 --> 00:25:45.000
Julia Pouly: Ja, ich bin total zufrieden damit, wie ich meine, Emotionen irgendwie verarbeite, wie ich nochmal so. Ich bin genau richtig reguliert. Ich.

00:25:45.000 --> 00:25:49.000
Julia Pouly: Verdränge meine Wut nicht, aber ich lasse sie auch nicht komplett irgendwie.

00:25:49.000 --> 00:25:51.000
Julia Pouly: Destruktiv, rast.

00:25:50.000 --> 00:25:52.000
Katja Tressel: Einfach ungezügelt raus.

00:25:51.000 --> 00:25:55.000
Julia Pouly: Diese Balance zu finden, und dieses regulieren. und so ist.

00:25:56.000 --> 00:25:58.000
Julia Pouly: Finde ich eine hohe Kunst.

00:25:58.000 --> 00:26:00.000
Julia Pouly: Oh.

00:25:58.000 --> 00:26:15.000
Katja Tressel: Ja, und es ist ja auch ein Spektrum wieder. Also, Emotionsregulation. Da gibt es ja auch irgendwo den Punkt, wo es halt zu Leidensdruck führt und wo es auch vielleicht auch gefährlich wird, je nachdem, wie man seine Emotionen dann rauslässt, wenn man sie eben nicht regulieren kann.

00:26:15.000 --> 00:26:27.000
Katja Tressel: Aber bevor da so eine Schwelle überschritten wird, gibt es ja auch wieder ein großes Spektrum, wo die Leute dann eben vielleicht ins Coaching kommen und sagen: hm, das würde ich mir gerne mal angucken, weil ich zunehmend Schwierigkeiten habe, in Beziehungen zum Beispiel.

00:26:25.000 --> 00:26:27.000
Julia Pouly: Genau und das ja.

00:26:28.000 --> 00:26:32.000
Julia Pouly: Deswegen, das ist ja oft mit Themen so der Inklusivität.

00:26:32.000 --> 00:26:36.000
Julia Pouly: und man sagt, so man erforscht da sozusagen für eine kleine Minoritätsgruppe.

00:26:36.000 --> 00:26:42.000
Julia Pouly: und dann haben aber alle was davon. Also, man denkt, abgesenkte Bordsteinkanten waren ja für Rollstuhlfahrer gedacht.

00:26:37.000 --> 00:26:39.000
Katja Tressel: Hm.

00:26:41.000 --> 00:26:43.000
Katja Tressel: Mhm.

00:26:42.000 --> 00:26:49.000
Julia Pouly: und auch jeder mit Kinderwagen oder so einem kleinen Trolle oder Gehhilfe denkt sich dann: oh, es ist gut, dass wir die haben.

00:26:47.000 --> 00:26:49.000
Katja Tressel: Okay.

00:26:49.000 --> 00:26:51.000
Katja Tressel: Hm.

00:26:49.000 --> 00:26:54.000
Julia Pouly: Genauso mit automatischen Türen, die sich öffnen, und ich denke genauso.

00:26:55.000 --> 00:26:57.000
Julia Pouly: Kann man das hier auch sagen, denn.

00:26:57.000 --> 00:27:07.000
Julia Pouly: Es ist auch nicht einfach, eine Diagnose für Adhs zu bekommen. und so, gerade weil gerade bei Frauen da kommen wir aber noch drauf, weil ein Kriterium eigentlich auch ist, dass das seit der Kindheit auch schon auffällig sein muss.

00:27:00.000 --> 00:27:02.000
Katja Tressel: Mhm.

00:27:07.000 --> 00:27:09.000
Katja Tressel: Mhm.

00:27:07.000 --> 00:27:09.000
Julia Pouly: Also und so.

00:27:09.000 --> 00:27:11.000
Julia Pouly: Ähm Genau.

00:27:11.000 --> 00:27:14.000
Julia Pouly: Also das.

00:27:14.000 --> 00:27:22.000
Julia Pouly: Ja, ich hatte jetzt noch ganz viele, wo wir auch über diese Diagnose, Werkzeuge irgendwie sprechen könnten, und so, Aber ich habe das Gefühl.

00:27:22.000 --> 00:27:28.000
Julia Pouly: Ja, entweder man ist in dem Thema schon drin oder steigt da ein, Dann kann man da richtig viel Zeit vermeiden, und hier geht es, wie gesagt, mehr.

00:27:29.000 --> 00:27:31.000
Julia Pouly: und diesen Graubereich dazwischen.

00:27:31.000 --> 00:27:34.000
Julia Pouly: Wo es halt nicht.

00:27:32.000 --> 00:27:34.000
Katja Tressel: Mhm.

00:27:34.000 --> 00:27:38.000
Julia Pouly: So akut ist, dass man sagt, man braucht irgendwie Hilfe, aber man erkennt sich wieder und.

00:27:39.000 --> 00:27:41.000
Julia Pouly: Ja.

00:27:41.000 --> 00:27:46.000
Julia Pouly: Deswegen aber einmal möchte ich da nochmal ein bisschen ins Gehirn hineinschauen.

00:27:47.000 --> 00:27:52.000
Julia Pouly: und zwar hat Adhs sehr viel mit Dopamin.

00:27:52.000 --> 00:27:54.000
Julia Pouly: und auch nur Adrenalin zu tun.

00:27:54.000 --> 00:27:56.000
Katja Tressel: Mhm.

00:27:55.000 --> 00:27:58.000
Julia Pouly: und Dopamin. Wir hatten, da glaube ich auch.

00:27:58.000 --> 00:28:00.000
Katja Tressel: Hatten wir schon eine Folge dazu? Ja.

00:27:59.000 --> 00:28:01.000
Julia Pouly: Volker dazu. Also.

00:28:01.000 --> 00:28:06.000
Katja Tressel: Kein Glückshormon, kein Glücksbotenstoff.

00:28:03.000 --> 00:28:05.000
Julia Pouly: Genau.

00:28:06.000 --> 00:28:16.000
Julia Pouly: Aber es geht ja, das ist irgendwie dieser Botenstoff, der uns eigentlich Motivation macht, hinzugehen, dass es halt Handlung startet und irgendwie was zu lernen und so und dass man.

00:28:12.000 --> 00:28:14.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:28:17.000 --> 00:28:22.000
Julia Pouly: Es ist nicht, sodass es kein Dopamin gibt.

00:28:22.000 --> 00:28:25.000
Julia Pouly: Aber es sind irgendwie weniger Rezeptoren. Also, es ist eine.

00:28:25.000 --> 00:28:28.000
Julia Pouly: Relativ komplexe Sachen, aber es wird irgendwie anders reguliert als jetzt.

00:28:29.000 --> 00:28:32.000
Julia Pouly: Wie gesagt, einem normalen Menschen.

00:28:31.000 --> 00:28:33.000
Katja Tressel: Mhm.

00:28:32.000 --> 00:28:40.000
Julia Pouly: Weil das finde ich auch so toll. Wenn man das so liest. und so dann denkt man, dachte ich mir so: oh ja, dann geht man nur halt in diese verschiedenen Botenstoffe im Gehirn.

00:28:40.000 --> 00:28:46.000
Julia Pouly: und dann ist es aber so auch so: ja, je nach Kontext, je nach Interesse je nach kommen von außen Diese ganzen Sachen.

00:28:45.000 --> 00:28:47.000
Katja Tressel: Mhm.

00:28:47.000 --> 00:28:48.000
Julia Pouly: Lässt sich nicht ganz so trennen.

00:28:49.000 --> 00:28:52.000
Julia Pouly: Es ist aber eine gute Erklärung.

00:28:52.000 --> 00:28:56.000
Julia Pouly: Wenn man halt sagt: Motivation. Aufmerksamkeit ist davon abhängig.

00:28:56.000 --> 00:28:59.000
Julia Pouly: und Adhs-menschen sind eigentlich auch so Dopaminjunkies.

00:29:00.000 --> 00:29:02.000
Julia Pouly: Dass dann langweilige Aufgaben.

00:29:03.000 --> 00:29:06.000
Julia Pouly: Viel schwieriger ist, dann irgendwie so.

00:29:06.000 --> 00:29:08.000
Julia Pouly: Den Staat irgendwie so zu finden.

00:29:08.000 --> 00:29:10.000
Katja Tressel: Hm.

00:29:09.000 --> 00:29:12.000
Julia Pouly: Auch eine Sache, in der ich mich total wiedergefunden habe, wohin.

00:29:10.000 --> 00:29:16.000
Katja Tressel: Ja, da musste ich gerade innerlich so über mich schmunzeln und habe überlegt: ja, wo kann ich denn wirklich.

00:29:17.000 --> 00:29:24.000
Katja Tressel: Loslegen und habe auch keine Schwierigkeiten, dann zu bleiben, mich nicht ablenken zu lassen usw.

00:29:25.000 --> 00:29:29.000
Katja Tressel: und Rot braucht es ewig, bis ich einfach in die Pöttik komm.

00:29:25.000 --> 00:29:27.000
Julia Pouly: und.

00:29:29.000 --> 00:29:35.000
Julia Pouly: Genau und diese eigentlich relativ einfachen Sachen, wo man dann auch weiß, in einer halben Stunde, spätestens wenn man durch.

00:29:34.000 --> 00:29:36.000
Katja Tressel: Mhm.

00:29:35.000 --> 00:29:40.000
Julia Pouly: Ach Gott und das landet dann immer auf. Ja, mach dann am nächsten Tag oder nächste Woche und so.

00:29:40.000 --> 00:29:42.000
Katja Tressel: Mhm.

00:29:41.000 --> 00:29:50.000
Julia Pouly: und ich finde das aber schön, wenn man halt denkt: okay, das liegt einfach am Dopaminmangel. Das liegt nicht daran, dass ich ein defizitärer Mensch bin oder besonders faul bin oder so.

00:29:50.000 --> 00:29:51.000
Katja Tressel: Hm.

00:29:50.000 --> 00:29:53.000
Julia Pouly: Es wird ja oft dann so viel schlimmer gemacht, dann ist dir eine Sache.

00:29:52.000 --> 00:29:56.000
Katja Tressel: Undiszipliniert auch gerne so eine Selbstzuschreibung. Dann.

00:29:53.000 --> 00:29:55.000
Julia Pouly: Genau.

00:29:56.000 --> 00:30:12.000
Julia Pouly: Genau das ist ja dann irgendwie so. Die eine Sache wird irgendwie nicht gemacht, und dann fängt innerlich der innere Kritiker an, und es gibt ganz viele Gründe, warum das jetzt auch ganz furchtbar ist, dass man das nicht macht, und man hätte sich da vorgenommen, und man hält sich nicht an seine Pläne. Man ist unzuverlässig und generell ein nutzloser Mensch.

00:30:13.000 --> 00:30:18.000
Julia Pouly: und ich finde allein schon zu wissen: oh ja, es geht da um Dopamin. Diese Aufgabe.

00:30:18.000 --> 00:30:22.000
Julia Pouly: Es einfach nicht attraktiv genug für mein besonderes Gehirn.

00:30:23.000 --> 00:30:25.000
Julia Pouly: Wie gesagt, da.

00:30:25.000 --> 00:30:31.000
Julia Pouly: Es gibt nämlich auch ganz viele tolle Sachen wie der Hyperfocus und so.

00:30:31.000 --> 00:30:33.000
Katja Tressel: Mhm.

00:30:32.000 --> 00:30:35.000
Julia Pouly: Wo ich dann einmal mit mehr Selbstverständnis rangehen kann.

00:30:35.000 --> 00:30:39.000
Julia Pouly: und gleichzeitig mir auch überlegen kann: oh ja, wie kann ich denn Sachen auch.

00:30:39.000 --> 00:30:41.000
Julia Pouly: Spannender machen.

00:30:40.000 --> 00:30:42.000
Katja Tressel: Machen.

00:30:41.000 --> 00:30:50.000
Julia Pouly: Oder wie kann ich mich sozusagen dann belohnen? Oder wie kann ich generell Dopamin? Wir kommen der letzten Folge dann auch mit Heißwasser und Sport und weiß nicht, was dazu machen.

00:30:51.000 --> 00:30:55.000
Julia Pouly: und das erklärt auch ein bisschen die Ablenkbarkeit und so, weil.

00:30:55.000 --> 00:30:59.000
Julia Pouly: Wir haben einfach in unserer Umgebung sehr viele Sachen, die so.

00:30:59.000 --> 00:31:07.000
Julia Pouly: Dopamin uns geben, wie zum Beispiel ein kleines Gerät in der Hand, wo viele bunte Bilderchen nonstop ohne Ende laufen können.

00:31:00.000 --> 00:31:02.000
Katja Tressel: Hm.

00:31:04.000 --> 00:31:06.000
Katja Tressel: Tschüss.

00:31:06.000 --> 00:31:11.000
Katja Tressel: und immer, was Neues du weißt, das ist so dieser Überraschungseffekt.

00:31:08.000 --> 00:31:10.000
Julia Pouly: Genau.

00:31:12.000 --> 00:31:15.000
Katja Tressel: Du weißt nicht, was kommt. Wow?

00:31:12.000 --> 00:31:14.000
Julia Pouly: Ja.

00:31:16.000 --> 00:31:22.000
Julia Pouly: und wie gesagt, alleine. Das hat für mich irgendwie so klick gemacht. Also, wo ich denke, das ist so.

00:31:20.000 --> 00:31:22.000
Katja Tressel: Hm.

00:31:23.000 --> 00:31:30.000
Julia Pouly: Einfach dann halt zu sagen: okay, da ist ein chemischer Prozess und so mein Gehirn. Das will so ein bisschen mehr, um so in Gang zu bekommen und so.

00:31:30.000 --> 00:31:37.000
Julia Pouly: und da hilft es nicht, so irgendwie drauf zu prügeln, sondern braucht für meinen inneren Esel ein bisschen mehr Karotten eher als.

00:31:36.000 --> 00:31:38.000
Katja Tressel: Ja.

00:31:37.000 --> 00:31:39.000
Julia Pouly: Er ist eigentlich stur.

00:31:38.000 --> 00:31:50.000
Katja Tressel: Ist ein schönes Bild finde ich. Ich bin auch eher so. Die dann von hinten versucht, Den Esel zu schieben, dass er endlich mal sich vorwärts bewegt. und anstatt da die Karotte vorne hinzuhalten.

00:31:50.000 --> 00:32:05.000
Katja Tressel: und weil ich irgendwann mal gehört habe, ist gar nicht so gut, wenn man sich immer wieder belohnt für Kleinigkeiten, auch, weil man dann eben noch abhängiger von der Belohnung wird, sondern man soll es auch zwischendurch mal nicht machen. Also, es gibt dann wieder viele Strategien.

00:32:05.000 --> 00:32:08.000
Katja Tressel: Wo er auch nicht weiß. Ist es jetzt richtig oder nicht.

00:32:08.000 --> 00:32:22.000
Julia Pouly: Komm doch auf Diplom Ran. Also, ich habe da auch immer so dieses Schreckensstudie da, wo mit dem Kindergarten, wo die, die dann belohnt haben, um halt Bilder zu zeichnen und dann alle Kinder, die voll super gern gemalt haben, als sie keine Belohnung mehr bekommen haben, haben sie nicht mehr gemalt.

00:32:10.000 --> 00:32:12.000
Katja Tressel: Hm.

00:32:14.000 --> 00:32:16.000
Katja Tressel: Ja.

00:32:17.000 --> 00:32:18.000
Katja Tressel: Genau.

00:32:21.000 --> 00:32:23.000
Katja Tressel: Natürlich nicht mehr gemalt.

00:32:22.000 --> 00:32:26.000
Julia Pouly: Aber ich meine, wir sprechen ja über Aufgaben, die ja getan werden müssen.

00:32:26.000 --> 00:32:28.000
Katja Tressel: Mhm.

00:32:26.000 --> 00:32:32.000
Julia Pouly: Wo ich halt denke, so, es gibt Menschen, die machen das beruflich, aber ich werde nie aus Spaß meine Steuererklärung machen, weil das so.

00:32:31.000 --> 00:32:33.000
Katja Tressel: Ja.

00:32:32.000 --> 00:32:35.000
Julia Pouly: Mich so erfüllt.

00:32:33.000 --> 00:32:35.000
Katja Tressel: Ja.

00:32:36.000 --> 00:32:38.000
Julia Pouly: Wo ich halt denke. Da kann ich mit Belohnungen.

00:32:38.000 --> 00:32:40.000
Julia Pouly: Doch irgendwie was tun.

00:32:40.000 --> 00:32:46.000
Katja Tressel: und es gibt auch Menschen, das stelle ich zunehmend fest in meiner Umgebung, die mit solchen Aufgaben.

00:32:46.000 --> 00:32:50.000
Katja Tressel: Wir haben nicht diesen Beef damit, wie ich den habe. Also, die machen es halt einfach.

00:32:50.000 --> 00:32:53.000
Katja Tressel: Die.

00:32:53.000 --> 00:33:02.000
Katja Tressel: Finden es auch nicht toll, aber die machen es halt einfach, weil sie wissen, muss gemacht werden. Da gibt es auch keinen inneren Kampf. Anscheinend das ist deren Aussage nach zumindest.

00:32:53.000 --> 00:32:55.000
Julia Pouly: Ja, und das war.

00:33:02.000 --> 00:33:05.000
Julia Pouly: Genau. Also, das hat mich auch so.

00:33:05.000 --> 00:33:08.000
Julia Pouly: Überrascht, genauso wie ich dachte: so oh.

00:33:08.000 --> 00:33:18.000
Julia Pouly: Alle Menschen halten extra so an Gedanken fest und kommunizieren, um halt sie nicht zu vergessen, um so sicher zu gehen. So, ja, Nee, ich behalte es im Kopf. Ich habe es dabei und so.

00:33:15.000 --> 00:33:17.000
Katja Tressel: Ja.

00:33:19.000 --> 00:33:25.000
Julia Pouly: Es gibt Leute, die einfach so ganz still und ruhig einfach einen Gedanken nach dem anderen und nicht 5 gleichzeitig.

00:33:23.000 --> 00:33:25.000
Katja Tressel: Ja.

00:33:25.000 --> 00:33:30.000
Julia Pouly: und dann steht das jetzt an. und dann macht man das halt. Ob man jetzt große Lust hat oder nicht.

00:33:29.000 --> 00:33:31.000
Katja Tressel: Genau.

00:33:31.000 --> 00:33:36.000
Julia Pouly: Also, ich finde es irgendwie faszinierend, und gleichzeitig denke ich es auch, wie langweilig.

00:33:38.000 --> 00:33:40.000
Katja Tressel: Ich frage mich auch manchmal, wie das wird.

00:33:38.000 --> 00:33:40.000
Julia Pouly: Das ist.

00:33:40.000 --> 00:33:43.000
Katja Tressel: Wenn nicht so viel loswerden, meinem Kopf.

00:33:43.000 --> 00:33:45.000
Katja Tressel: Ja.

00:33:44.000 --> 00:33:47.000
Julia Pouly: Ich hatte da auch irgendwie so ein.

00:33:47.000 --> 00:33:52.000
Julia Pouly: Auch ein Reel geguckt. Wohin hat er mir das geschickt?

00:33:52.000 --> 00:34:03.000
Julia Pouly: Wo auch so ein bisschen dieses typische Adhs. So Ja, ich gehe in die Küche, und dann sehe ich da ist irgendwie das Geschirrtuch schmutzig. Also bringe ich das irgendwie zur Wäsche. und dann sehe ich: da, oh, ich muss aber noch das wegräumen und so hin und her.

00:34:04.000 --> 00:34:06.000
Julia Pouly: Wo da beide so erzählt wurde.

00:34:06.000 --> 00:34:08.000
Julia Pouly: Wo ich dachte, so ja schon.

00:34:09.000 --> 00:34:22.000
Julia Pouly: Aber das ist ja nur eine Schiene. Ich kann ja dabei noch über wie gesagt, den nächsten Podcast und berufliche Sachen plus die andere nachdenken. Also, dass ich so konzentriert, nur auf den Haushalt Single. Das würde irgendwie nie passieren.

00:34:13.000 --> 00:34:15.000
Katja Tressel: Hm.

00:34:16.000 --> 00:34:18.000
Katja Tressel: Genau.

00:34:22.000 --> 00:34:24.000
Katja Tressel: Ich.

00:34:22.000 --> 00:34:31.000
Julia Pouly: und wo ich denke, ja, ich mache die Sachen auch zu Ende. Das ist dann so. Es ist halt nur ein bisschen anstrengender, weil es halt.

00:34:28.000 --> 00:34:30.000
Katja Tressel: Ich.

00:34:30.000 --> 00:34:33.000
Katja Tressel: Weil du permanentes Multitasking betreibst.

00:34:33.000 --> 00:34:43.000
Julia Pouly: Genau plus die Emotionsregulation, wo ich dann das Gefühl habe, so das sind ja alles gar nicht meine Sachen. Wer in meinem Haushalt. Hier macht das nur, um mich zu ärgern.

00:34:38.000 --> 00:34:40.000
Katja Tressel: Mhm.

00:34:41.000 --> 00:34:44.000
Katja Tressel: Ja.

00:34:44.000 --> 00:34:49.000
Julia Pouly: Genau da sind wir auch schon gleich so bei diesen Gehirnsystemen. Ich.

00:34:50.000 --> 00:34:58.000
Julia Pouly: Wie gesagt, ich habe versucht, das so zu ordnen, aber es gehört halt alles zusammen. Deswegen kommt man auch immer wieder zu Kontext und Umgebung.

00:34:53.000 --> 00:34:55.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:34:56.000 --> 00:34:58.000
Katja Tressel: In alle Bereiche.

00:34:58.000 --> 00:35:02.000
Julia Pouly: Aber es wird ja viel so als auch.

00:35:02.000 --> 00:35:07.000
Julia Pouly: Dass halt die Exekutive im Gehirn eingeschränkt ist irgendwie bei adhs.

00:35:08.000 --> 00:35:16.000
Julia Pouly: und da sprechen wir einmal. Also Belohnungssystem haben wir ja schon angesprochen mit dem dopamin Auch wo es geht motivation Aufzubauen.

00:35:16.000 --> 00:35:18.000
Julia Pouly: Dinge überhaupt anzufangen.

00:35:19.000 --> 00:35:21.000
Julia Pouly: Da gibt es auch noch irgendwie viele spannende Sachen, weil.

00:35:22.000 --> 00:35:27.000
Julia Pouly: Da kommen wir halt auch in die Themen, die wir auch öfter haben, so diesen Perfektionismus Ne und ich finde.

00:35:25.000 --> 00:35:27.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:35:27.000 --> 00:35:34.000
Julia Pouly: Traue ich mich, was anzufangen, weil dann müsste ich es ja auch zu Ende machen, oder wenn ich es dann nicht zu Ende mache, dann liegt es ja an mir, wenn ich gar nicht angefangen habe, überhaupt.

00:35:35.000 --> 00:35:38.000
Julia Pouly: und was ich auch ganz spannend finde.

00:35:38.000 --> 00:35:40.000
Julia Pouly: Ich springe jetzt ein bisschen hin und her, aber.

00:35:40.000 --> 00:35:42.000
Julia Pouly: Ich bin.

00:35:43.000 --> 00:35:46.000
Julia Pouly: Ich merke. Ich bin so voll aufgeregt, weil ich das so spannend finde.

00:35:46.000 --> 00:35:52.000
Julia Pouly: Diese Selbstmedikation. Also, wenn Medikamente verschrieben werden, bei Adhs.

00:35:52.000 --> 00:35:59.000
Julia Pouly: Ist es ja oft. Also stimulierende, aufputschende Mittel, wo Impulse geben anfangen.

00:35:59.000 --> 00:36:00.000
Katja Tressel: Mhm.

00:35:59.000 --> 00:36:02.000
Julia Pouly: und so prokrastinieren.

00:36:02.000 --> 00:36:06.000
Julia Pouly: Oder sich so viel aufhalsen, dass man so kapazitätserschöpft ist.

00:36:07.000 --> 00:36:14.000
Julia Pouly: Erzeugt ja Stress und Adrenalin Cortisol, und das sind auch aufputschende Mittel, damit.

00:36:10.000 --> 00:36:11.000
Katja Tressel: Ja, Ja.

00:36:13.000 --> 00:36:15.000
Katja Tressel: Ja.

00:36:14.000 --> 00:36:18.000
Julia Pouly: Kommt man dann über diesen Anfangsschwierigkeiten hinzu, also ist das eigentlich.

00:36:19.000 --> 00:36:22.000
Julia Pouly: Einfach eine Bewältigungsstrategie.

00:36:20.000 --> 00:36:22.000
Katja Tressel: Eine kluge Strategie.

00:36:22.000 --> 00:36:25.000
Julia Pouly: Ja, wo man halt sagt, so, ja, ich merke so, wenn.

00:36:26.000 --> 00:36:29.000
Julia Pouly: Mir fehlt so dieser Spark, sodass es so losgeht.

00:36:29.000 --> 00:36:33.000
Julia Pouly: Wie kann ich mich sozusagen da pushen.

00:36:33.000 --> 00:36:35.000
Katja Tressel: Mhm.

00:36:33.000 --> 00:36:38.000
Julia Pouly: und dann medikamentiere ich mich selber, indem ich halt für stress Sorge durch irgendwie aufschieben oder.

00:36:38.000 --> 00:36:40.000
Julia Pouly: Zu viel annehmen und so.

00:36:39.000 --> 00:36:49.000
Katja Tressel: Ja, da erkenne ich mich schon wieder, und das habe ich auch in letzter Zeit bewusst beobachtet, weil ich mich immer gefragt. Also, ich frage mich immer: warum mache ich das? Warum schiebe ich die Dinge auf.

00:36:49.000 --> 00:36:56.000
Katja Tressel: und merke dann, mein Erfolgserlebnis ist viel größer. Wenn ich es dann doch noch schaffe und auch gut schaffe.

00:36:57.000 --> 00:37:07.000
Katja Tressel: und ich bin auch viel aktivierter und viel kreativer. Also, ich habe das Gefühl, ich habe viel bessere Gedanken, Wenn halt mein Adrenalinspiegel dann doch so ein bisschen hoch ist.

00:37:07.000 --> 00:37:17.000
Katja Tressel: Mit der Leistung. Also, wir brauchen eben diese Aktivierung, um eben auch hochleistungsfähig zu sein.

00:37:07.000 --> 00:37:09.000
Julia Pouly: Genau. Also, du hast dich selbst.

00:37:18.000 --> 00:37:20.000
Katja Tressel: Also brauchst einen gewissen Adrenalinspiegel.

00:37:21.000 --> 00:37:27.000
Julia Pouly: Deswegen, und da werden wir auch im dritten Teil nochmal drauf kommen. Es geht gar nicht, das komplett abzustellen.

00:37:26.000 --> 00:37:28.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:37:27.000 --> 00:37:31.000
Julia Pouly: Aber um da so eine Balance zu finden und zum Beispiel mit den Deadlines, dass wir uns.

00:37:31.000 --> 00:37:35.000
Julia Pouly: Selber, dass man das einfach ein bisschen entzerrt, dass man sozusagen.

00:37:34.000 --> 00:37:36.000
Katja Tressel: Mhm.

00:37:35.000 --> 00:37:39.000
Julia Pouly: Es einfach nicht in die Extreme umschlagen lässt und auch schaut, dass man wieder.

00:37:40.000 --> 00:37:41.000
Julia Pouly: Runterkommt.

00:37:41.000 --> 00:37:43.000
Katja Tressel: Hm.

00:37:42.000 --> 00:37:50.000
Julia Pouly: Aber ganz viel. Also was wir ja ständig auch in den Coachings bei uns sehen, in Sachen Thema. Das erste ist ja immer wieder so, diese Selbstabwertung abzulegen.

00:37:50.000 --> 00:37:52.000
Katja Tressel: Mhm.

00:37:51.000 --> 00:37:54.000
Julia Pouly: und das geht meistens einfach über das Verständnis.

00:37:54.000 --> 00:37:58.000
Julia Pouly: und wenn ich halt merke, oh, da ist eine Logik hinter.

00:37:58.000 --> 00:38:02.000
Julia Pouly: Wie gesagt, ob ich das dann so weiter aufrechterhalten möchte oder nicht. Das ist dann.

00:38:02.000 --> 00:38:03.000
Katja Tressel: Ja.

00:38:03.000 --> 00:38:08.000
Julia Pouly: Aber einfach, um diese Scham und Kritik da abzunehmen, sondern das einfach so zu verstehen und denken: so: ah.

00:38:08.000 --> 00:38:10.000
Julia Pouly: Ja, macht da total Sinn.

00:38:10.000 --> 00:38:13.000
Julia Pouly: und das finde ich, ist schon mal irgendwie.

00:38:10.000 --> 00:38:12.000
Katja Tressel: Ja.

00:38:13.000 --> 00:38:21.000
Katja Tressel: Ich finde es schon tröstlich, so zu hören. Es ist im Grunde eine kluge Strategie, die halt nicht immer sinnvoll ist oder nützlich ist.

00:38:15.000 --> 00:38:17.000
Julia Pouly: Ja.

00:38:22.000 --> 00:38:28.000
Julia Pouly: Genau genau dann haben wir einmal auch das Exekutivsystem mit so Planung und Kontrolle.

00:38:28.000 --> 00:38:31.000
Julia Pouly: Das ist viel auch so. Also.

00:38:31.000 --> 00:38:34.000
Julia Pouly: Viele Menschen mit Adhs beschreiben, das ja auch so ein bisschen.

00:38:34.000 --> 00:38:41.000
Julia Pouly: Diese Überforderung so wo starte ich? Ich habe irgendwie so einen Riesen Berg und ich kann nicht protestieren. Ich weiß überhaupt nicht.

00:38:38.000 --> 00:38:40.000
Katja Tressel: Mhm.

00:38:41.000 --> 00:38:44.000
Julia Pouly: Womit ich jetzt anfangen soll, dann mache ich halt, wenn ich so.

00:38:44.000 --> 00:38:48.000
Julia Pouly: Wie so ein Reh in den Scheinwerfern und mache irgendwie gar nichts.

00:38:48.000 --> 00:38:53.000
Julia Pouly: und dieses um dann zu merken, Okay, daran scheitert es halt, dann kann ich auch anders.

00:38:53.000 --> 00:39:02.000
Julia Pouly: Ich bewundere meinen Mann, der kann in meinen Augen leeren Kühlschrank schauen.

00:39:02.000 --> 00:39:09.000
Julia Pouly: und dann halt daraus machen. So, oh ja, und da kann man das noch kochen und das passt zusammen und dann plant er dadurch so eine Mahlzeit.

00:39:07.000 --> 00:39:09.000
Katja Tressel: Mhm.

00:39:09.000 --> 00:39:15.000
Julia Pouly: Wenn ich dann da reingucke, vielleicht auch nach einem langen Tag mit Arbeit und Kindern und allem, und dann soll ich jetzt irgendwie was.

00:39:16.000 --> 00:39:23.000
Julia Pouly: Kochen, was dann auch noch irgendwie halbwegs gesund ist, was der Mehrheit der Leute hier dann auch irgendwie schmeckt.

00:39:19.000 --> 00:39:21.000
Katja Tressel: Mhm.

00:39:24.000 --> 00:39:28.000
Julia Pouly: und bin dann irgendwie so vor von so einer mama ob ich dann gar nicht weiß.

00:39:28.000 --> 00:39:30.000
Katja Tressel: Mhm.

00:39:28.000 --> 00:39:31.000
Julia Pouly: Wo fange ich jetzt an und gleichzeitig der Druck? Ja, es muss ja jetzt sein.

00:39:31.000 --> 00:39:33.000
Katja Tressel: Ja.

00:39:32.000 --> 00:39:38.000
Julia Pouly: und bin dann irgendwie so und das aber einfach anzunehmen, wo ich gemerkt habe. Okay, an den Tagen, wo ich dran bin, mit Kochen.

00:39:38.000 --> 00:39:41.000
Julia Pouly: Habe ich da halt jetzt einen Service, wo ich halt dann genau einfach.

00:39:41.000 --> 00:39:48.000
Julia Pouly: Rezept habe, und alle Zutaten sind da, und ich habe eine Anleitung, wo es mir einfach sagt: das machen und dann das machen und dann das machen.

00:39:43.000 --> 00:39:45.000
Katja Tressel: Mhm: Ja.

00:39:48.000 --> 00:39:51.000
Julia Pouly: und das kann ich dann tun. und der Stress fällt dann irgendwie weg.

00:39:49.000 --> 00:39:54.000
Katja Tressel: Ja genau bei mir. Genauso, sonst mache ich den Kühlschrank wieder zu.

00:39:54.000 --> 00:39:57.000
Katja Tressel: und mache irgendwas, wo ich ganz genau weiß.

00:39:57.000 --> 00:40:02.000
Katja Tressel: Also entweder, was fertig ist, dann zu Hause, wo ich einfach nicht überfordert bin. Beim Kochen.

00:40:03.000 --> 00:40:06.000
Julia Pouly: Abendbrot oder ein Müsli.

00:40:04.000 --> 00:40:15.000
Katja Tressel: Ja, Okay, Also notfalls gibt es halt Spaghetti mit einer Soße. Also das geht ja immer schnell. Aber wenn dann so 3 verschiedene Gemüse im Gemüsefach liegen.

00:40:09.000 --> 00:40:11.000
Julia Pouly: Genau.

00:40:15.000 --> 00:40:17.000
Katja Tressel: und ich mir erst überlegen muss: Was mache ich mit denen.

00:40:18.000 --> 00:40:20.000
Katja Tressel: und vielleicht schon Hunger, Hab.

00:40:21.000 --> 00:40:24.000
Julia Pouly: Genau das kommt auch noch dazu im Blutzuckerspiegel und so.

00:40:24.000 --> 00:40:27.000
Julia Pouly: und da finde ich aber auch wieder dieses.

00:40:27.000 --> 00:40:31.000
Julia Pouly: So das annehmen, sozusagen. Okay, es funktionieren nicht alle Menschen gleich.

00:40:31.000 --> 00:40:33.000
Katja Tressel: Hm.

00:40:31.000 --> 00:40:37.000
Julia Pouly: Manchen fällt das jetzt leicht manchen schwer. Das heißt nicht, dass einer davon der bessere Mensch ist.

00:40:36.000 --> 00:40:38.000
Katja Tressel: Genau.

00:40:37.000 --> 00:40:40.000
Julia Pouly: Das heißt einfach, ich lerne mich kennen. Ich weiß.

00:40:40.000 --> 00:40:43.000
Julia Pouly: Was mich irgendwie herausfordert, was mich überfordert.

00:40:43.000 --> 00:40:47.000
Julia Pouly: und schaffe mir einfach Systeme, die da zu mir passen.

00:40:47.000 --> 00:40:54.000
Julia Pouly: Also, das ist eigentlich so. Ich werde das jetzt noch zehnmal wiederholen, bis es bei jedem irgendwie angekommen ist.

00:40:54.000 --> 00:40:56.000
Julia Pouly: und genau und das dritte.

00:40:56.000 --> 00:40:58.000
Julia Pouly: Ist das Default Motet Network.

00:40:59.000 --> 00:41:05.000
Julia Pouly: Was mehr so nach innen gerichtet ist. Also, man sagt: ne innerer Dialog Gedanken wandern.

00:41:05.000 --> 00:41:08.000
Julia Pouly: und das muss ja immer an und abgeschaltet werden.

00:41:08.000 --> 00:41:10.000
Katja Tressel: Mhm.

00:41:08.000 --> 00:41:14.000
Julia Pouly: Können. Wir haben ja Zeiten, wo man auch sagt, das ist ja auch wichtig und Nichtstun Gedanken wandern lassen und.

00:41:14.000 --> 00:41:19.000
Julia Pouly: und wir müssen aber auch wieder rauskommen. Wenn wir dann fokussiert, was arbeiten müssen, Zum Beispiel.

00:41:18.000 --> 00:41:20.000
Katja Tressel: Mhm.

00:41:19.000 --> 00:41:21.000
Julia Pouly: und das bei Adhs.

00:41:21.000 --> 00:41:27.000
Julia Pouly: Funktioniert das manchmal nicht so reibungslos da rein und rauszukommen, und deswegen.

00:41:27.000 --> 00:41:35.000
Julia Pouly: Schweifen dann Gedanken schneller ab, oder es fällt dann schwer, sozusagen die Aufmerksamkeit konstant zu halten. und so, und dann hat man irgendwie auch.

00:41:36.000 --> 00:41:43.000
Julia Pouly: Die träumen da einfach rum und machen irgendwie nicht richtig mit. und so.

00:41:43.000 --> 00:41:47.000
Julia Pouly: Man einfach sagt: so: ja, das ist einfach eine Schwierigkeit. Es fällt dann.

00:41:48.000 --> 00:41:50.000
Julia Pouly: Schwieriger. Also wenn ich nicht so gut.

00:41:49.000 --> 00:41:51.000
Katja Tressel: Oh.

00:41:50.000 --> 00:41:53.000
Julia Pouly: Das steuern kann.

00:41:55.000 --> 00:41:57.000
Julia Pouly: Genau wir haben.

00:41:57.000 --> 00:42:03.000
Julia Pouly: Also, das gilt eigentlich bei all diesen Funktionsbereichen. Also, wir haben das vorhin schon mal eingerissen. Emotionsregulation.

00:42:04.000 --> 00:42:07.000
Julia Pouly: Das ist auch viel, wenn man halt sagt: okay, wenn.

00:42:07.000 --> 00:42:10.000
Julia Pouly: Auch die Exekutive sich schneller irgendwie abschaltet.

00:42:10.000 --> 00:42:17.000
Julia Pouly: und dann nur zum Beispiel auch die großen Emotionen Amygdala und Angst. und so da feuern.

00:42:14.000 --> 00:42:16.000
Katja Tressel: So.

00:42:17.000 --> 00:42:24.000
Julia Pouly: und ich dann aber wenig Bremse so im Gehirn habe, wo dann irgendwie ne ich dann mir auch gut zureden kann, also weswegen man.

00:42:20.000 --> 00:42:22.000
Katja Tressel: Mhm.

00:42:24.000 --> 00:42:27.000
Julia Pouly: Kennt das ja auch bei Kindern, die dann plötzlich so einen.

00:42:27.000 --> 00:42:29.000
Julia Pouly: Also einen riesen Zusammenbruch haben.

00:42:29.000 --> 00:42:32.000
Julia Pouly: Wo man überhaupt nicht mehr an sie dran kommt, wo.

00:42:32.000 --> 00:42:34.000
Katja Tressel: Ja.

00:42:33.000 --> 00:42:36.000
Julia Pouly: Alles Gute zureden, dem auch nichts passt, wo halt die Emotionen.

00:42:37.000 --> 00:42:40.000
Julia Pouly: Überhaupt nicht reguliert sind und manchmal für Außenstehende auch.

00:42:39.000 --> 00:42:41.000
Katja Tressel: Es wird überflutet, Ne.

00:42:40.000 --> 00:42:49.000
Julia Pouly: Genau, also komplett überflutet und man ausgeführt. Dann, am besten dann nochmal denkt: das war jetzt überhaupt nicht gerechtfertigt.

00:42:47.000 --> 00:42:49.000
Katja Tressel: Ja.

00:42:49.000 --> 00:42:53.000
Julia Pouly: und das auch so zu merken, dass halt so dieses.

00:42:54.000 --> 00:43:02.000
Julia Pouly: Ja, dass diese ganzen Sachen einfach bei allen Menschen hier drin sind. Also, wie gesagt, wir haben alle unsere Emotionen, die zusammenspielen, die reguliert werden müssen.

00:43:03.000 --> 00:43:05.000
Julia Pouly: Aber wenn das einfach in dem System.

00:43:05.000 --> 00:43:09.000
Julia Pouly: Schwieriger ist, dass man da mehr mitfühlender und vorsichtiger.

00:43:09.000 --> 00:43:11.000
Julia Pouly: Dann rangehen kann.

00:43:10.000 --> 00:43:12.000
Katja Tressel: Ja.

00:43:11.000 --> 00:43:14.000
Julia Pouly: Also, dass es auch nicht aus bösem Willen irgendwie geschieht.

00:43:14.000 --> 00:43:19.000
Katja Tressel: Genau, Es ist eben nicht so. Das Kind will nicht, sondern es kann nicht. Es kann einfach nicht.

00:43:17.000 --> 00:43:21.000
Julia Pouly: Genau. Also das fand ich so ein schöner Satz. Also, der war da auch so. Irgendwie.

00:43:21.000 --> 00:43:28.000
Julia Pouly: Jeder macht, wenn er kann und so und das auch bei Kindern. Aber ich denke auch bei Erwachsenen eigentlich.

00:43:28.000 --> 00:43:30.000
Katja Tressel: Ja.

00:43:29.000 --> 00:43:32.000
Julia Pouly: Dass wir generell motiviert sind, eigentlich so.

00:43:32.000 --> 00:43:38.000
Julia Pouly: So gut wie wir können, in der Welt aufzutauchen, So gut wir können, irgendwie Sachen anzugehen, mit unseren Mitmenschen umzugehen.

00:43:34.000 --> 00:43:36.000
Katja Tressel: Ja.

00:43:38.000 --> 00:43:45.000
Julia Pouly: und dass, wenn wir das nicht tun, dass es meistens nicht daran hängt, dass wir nicht wollen, sondern dass wir irgendeinem Grund nicht können.

00:43:46.000 --> 00:43:48.000
Julia Pouly: Genau. Ähm.

00:43:49.000 --> 00:43:51.000
Julia Pouly: Zeitwahrnehmung ist jetzt auch.

00:43:51.000 --> 00:43:55.000
Julia Pouly: Ein Bereich und so der.

00:43:55.000 --> 00:43:57.000
Julia Pouly: Mit eingeschränkt sein kann.

00:43:58.000 --> 00:44:05.000
Julia Pouly: Ich finde das eigentlich so ganz schön, wenn man das so sieht, eigentlich mit dem auch Hyperfokus. Also, es wird im Adhs Menschen haben.

00:44:05.000 --> 00:44:08.000
Julia Pouly: Die wird einmal ab Hyperaktivität, Ablenbarkeit.

00:44:08.000 --> 00:44:10.000
Katja Tressel: Ja.

00:44:09.000 --> 00:44:15.000
Julia Pouly: Aber es sind auch wieder Phasen dabei, wo Menschen richtig super, sich Richtig? Tief in was reinarbeiten können.

00:44:15.000 --> 00:44:16.000
Katja Tressel: Ja.

00:44:16.000 --> 00:44:23.000
Julia Pouly: und ich finde, das ist einfach, wo ich denke, ja, klar wird man dann zeitblind, wenn ich komplett rein so alles andere ausblende.

00:44:19.000 --> 00:44:21.000
Katja Tressel: Mhm.

00:44:23.000 --> 00:44:28.000
Julia Pouly: Dann halte ich nicht noch im Kopf, so wie wie die Zeit vergeht oder.

00:44:26.000 --> 00:44:28.000
Katja Tressel: Wie ist die Tatsache.

00:44:29.000 --> 00:44:32.000
Julia Pouly: Kann vielleicht auch nicht so einschätzen, wie lange irgendwie, was dauert oder nicht.

00:44:31.000 --> 00:44:34.000
Katja Tressel: Wie viel Zeit vergangen ist.

00:44:34.000 --> 00:44:36.000
Julia Pouly: Genau.

00:44:34.000 --> 00:44:36.000
Katja Tressel: Also, ich helfe mir inzwischen damit echt.

00:44:36.000 --> 00:44:40.000
Katja Tressel: Einen Wecker an meiner.

00:44:40.000 --> 00:44:45.000
Katja Tressel: Fitness Armband zu stellen. Wenn ich weiß, ich mache jetzt, was wo ich wahrscheinlich so abtauche.

00:44:46.000 --> 00:44:51.000
Katja Tressel: Dass ich die Zeit vergesse und hab aber irgendwie noch hinterher einen Termin, wo ich wieder los muss.

00:44:51.000 --> 00:44:54.000
Katja Tressel: Kann ich mir wirklich einen Wecker am Handgelenk.

00:44:54.000 --> 00:45:05.000
Julia Pouly: Also, für mich war das total Neuigkeiten, dass nicht alle Leute komplett irgendwie Erinnerungen ständig aufploppen haben, dass mein Kalender halt voll ist mit Erinnerungen an Terminen, an Aufgaben und Dingen, wo ich halt denke, so.

00:44:55.000 --> 00:44:57.000
Katja Tressel: Ja.

00:44:59.000 --> 00:45:01.000
Katja Tressel: Mhm.

00:45:05.000 --> 00:45:12.000
Julia Pouly: Dass das Menschen einfach so machen können, dass man irgendwie so am Tag aufwacht und halt dann einmal sich vielleicht den Kalender anguckt.

00:45:06.000 --> 00:45:08.000
Katja Tressel: Ich.

00:45:12.000 --> 00:45:16.000
Julia Pouly: und dann komplett weiß. und dann aber mal da rein und weiß, dann danach muss ich rechtzeitig losgehen.

00:45:16.000 --> 00:45:20.000
Julia Pouly: Das war für mich auch total. Die neue erkenntnis.

00:45:20.000 --> 00:45:26.000
Katja Tressel: Ja, Also, ich bewundere ja Menschen, die da wirklich so klar und ruhig, so 1 nach dem anderen durch ihren Tag gehen können.

00:45:27.000 --> 00:45:29.000
Katja Tressel: Bei mir ist es nicht so.

00:45:29.000 --> 00:45:31.000
Julia Pouly: Ja, aber das finde ich auch wieder so, wo ich halt denke.

00:45:32.000 --> 00:45:36.000
Julia Pouly: Gut. Das kann also ich finde, zum Beispiel Zeitblindheit hat vielleicht auch.

00:45:36.000 --> 00:45:40.000
Julia Pouly: Also, ich sehe es nicht als negativ konnaktiert, aber finde es so ein bisschen.

00:45:39.000 --> 00:45:40.000
Katja Tressel: Mhm.

00:45:40.000 --> 00:45:43.000
Julia Pouly: So ein Vorwurf ist irgendwie da drin? Ja, wieso siehst du die denn nicht.

00:45:43.000 --> 00:45:44.000
Katja Tressel: Mhm.

00:45:44.000 --> 00:45:47.000
Julia Pouly: Wo ich aber denke so ja. Also.

00:45:47.000 --> 00:45:51.000
Julia Pouly: Schau mal her, Ich kann so tief einsteigen, dass ich so eine Nebensächlichkeit wie Zeit.

00:45:51.000 --> 00:46:00.000
Julia Pouly: Jetzt einfach Aussteller vielleicht auch bewusst, weil alle meine Kapazitäten gerade all mein Fokus, alle Aufmerksamkeit komplett jetzt in diesem Thema sind.

00:46:00.000 --> 00:46:09.000
Katja Tressel: Es ist ja ein negatives Framing, für was was man an anderer Stelle ja möchte, dass die Leute das erreichen.

00:46:09.000 --> 00:46:15.000
Katja Tressel: Da habe ich schon in Unternehmen Vorträge dazu gehört. Wie bringen Sie Ihre Mitarbeiter in Flow.

00:46:15.000 --> 00:46:19.000
Katja Tressel: Also, wenn du flo bist, würdest du auch die Zeit vergessen.

00:46:16.000 --> 00:46:18.000
Julia Pouly: Genau.

00:46:19.000 --> 00:46:21.000
Katja Tressel: Okay.

00:46:20.000 --> 00:46:23.000
Julia Pouly: und deswegen das finde ich bei all den Sachen, wo man sagen kann, so ja, Defizit.

00:46:23.000 --> 00:46:28.000
Julia Pouly: Aber wo ich denke, okay, eine andere Seite von der Medaille. Aber dann sagt man: okay, ja, ist mir bewusst.

00:46:28.000 --> 00:46:31.000
Julia Pouly: Ist für mich eine Herausforderung, dann schaffe ich mir.

00:46:31.000 --> 00:46:34.000
Julia Pouly: Systeme, die mir das abnehmen, und verlagere das nach außen.

00:46:33.000 --> 00:46:35.000
Katja Tressel: Ja, Ja.

00:46:34.000 --> 00:46:36.000
Julia Pouly: Also ähm.

00:46:37.000 --> 00:46:41.000
Julia Pouly: Genau dazu kommt auch Also, ich hatte das auch.

00:46:42.000 --> 00:46:45.000
Julia Pouly: Das war auch in dem Feedbackgespräch.

00:46:45.000 --> 00:46:50.000
Julia Pouly: Eine Arbeit, wo ich war, wo man auch gesagt wurde, so Prioritäten setzen würde. Mir ja.

00:46:50.000 --> 00:46:55.000
Julia Pouly: Schwerer fallen, wo man erst denkt. Ja, aber es wird doch alles gemacht. Ich mach doch alles.

00:46:54.000 --> 00:46:56.000
Katja Tressel: Mhm.

00:46:55.000 --> 00:47:02.000
Julia Pouly: und ich erst dann irgendwie so lernen musste. So ja, Prioritäten setzen heißt, nicht alles wird irgendwie abgearbeitet, sondern es wird ganz klar.

00:47:02.000 --> 00:47:05.000
Julia Pouly: Gesagt, das ist jetzt das Wichtigste.

00:47:03.000 --> 00:47:05.000
Katja Tressel: Mhm.

00:47:05.000 --> 00:47:10.000
Julia Pouly: Was anderes darf auch hinten runterfallen. Nein, alles.

00:47:06.000 --> 00:47:10.000
Katja Tressel: Ja.

00:47:10.000 --> 00:47:13.000
Julia Pouly: Das lass ich jetzt fallen und so das.

00:47:11.000 --> 00:47:13.000
Katja Tressel: Okay, Ja.

00:47:14.000 --> 00:47:17.000
Julia Pouly: Arbeite ich immer noch, und ich finde dich immer noch schwer.

00:47:16.000 --> 00:47:26.000
Katja Tressel: Ja, Also, es gibt ja auch in der Eisenhower-matrix ist ja so ein Prioritätensetzungstool. Da gibt es ja einen Quadranten, wo dann steht, der am besten nicht machen.

00:47:17.000 --> 00:47:19.000
Julia Pouly: Also so.

00:47:27.000 --> 00:47:30.000
Julia Pouly: Also das finde ich immer noch unglaublich unanständig.

00:47:28.000 --> 00:47:33.000
Katja Tressel: Wo ich immer denke, nee, das schreibe ich jetzt aufgaben rein, und dann mache ich die nicht.

00:47:33.000 --> 00:47:36.000
Julia Pouly: Also ich werde besser muss man sich ja auch.

00:47:35.000 --> 00:47:37.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:47:36.000 --> 00:47:41.000
Julia Pouly: Okay, dann eigentlich war heute Bettwäsche.

00:47:41.000 --> 00:47:43.000
Julia Pouly: Bettwäsche waschen, angesagt und so.

00:47:43.000 --> 00:47:46.000
Julia Pouly: Diese Woche ist komplett proppevoll.

00:47:46.000 --> 00:47:48.000
Katja Tressel: Hm.

00:47:46.000 --> 00:47:51.000
Julia Pouly: Nee mache ich nicht. Wir schlafen jetzt eine Woche länger in unserer Bettwäsche fertig.

00:47:49.000 --> 00:47:51.000
Katja Tressel: Ja.

00:47:51.000 --> 00:47:57.000
Julia Pouly: und davon geht die Welt nicht unter, und ich habe dafür priorisiert, irgendwie was anderes entweder jetzt wichtige Arbeitssache oder.

00:47:55.000 --> 00:47:57.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:47:57.000 --> 00:48:00.000
Julia Pouly: Freizeit mit der Familie irgendwie was schönes oder so.

00:48:00.000 --> 00:48:05.000
Julia Pouly: Aber wie gesagt, das finde ich auch wieder einfach so.

00:48:05.000 --> 00:48:08.000
Julia Pouly: Sich zu reflektieren. Ja, ist das, was was mir schwer fällt oder was leicht fällt.

00:48:09.000 --> 00:48:14.000
Julia Pouly: und wenn mir schwer fällt, wo in meinem Leben hat das vielleicht Konsequenzen.

00:48:14.000 --> 00:48:17.000
Julia Pouly: Wo kann ich damit auch so leben?

00:48:17.000 --> 00:48:22.000
Julia Pouly: Oder wie soll mein Leben besser aus? Also, wo könnte ich da Angriffspunkte machen? Mir es leichter machen.

00:48:22.000 --> 00:48:25.000
Julia Pouly: Mir Hilfe holen, also.

00:48:25.000 --> 00:48:29.000
Julia Pouly: Ja, Also, ich find's ja nicht ein.

00:48:29.000 --> 00:48:33.000
Julia Pouly: Nicht ein ganz einfaches Thema, aber mit Ki zu arbeiten. Das muss man immer ein bisschen aufpassen.

00:48:33.000 --> 00:48:35.000
Katja Tressel: Mhm.

00:48:33.000 --> 00:48:39.000
Julia Pouly: Aber es kann einen guten Anhaltspunkt geben. Also ich habe das auch schon gemacht. Wenn ich dann so eine riesige Liste habe.

00:48:39.000 --> 00:48:45.000
Julia Pouly: Einfach zu sagen: hier ordne mir das mal nach Kategorien und mache mir einen Vorschlag. Was jetzt die Prioritäten sind.

00:48:45.000 --> 00:48:51.000
Julia Pouly: Mir fällt es dann einfacher zu sehen. Ja, Nee, das ist ja Quatsch. Warum würde ich das an zweiter Stelle machen. Das gehört auf achte Stelle.

00:48:48.000 --> 00:48:50.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:48:51.000 --> 00:48:58.000
Julia Pouly: Aber dann ist dieser initiale Punkt und so von wegen, Ich habe eine Riesen Liste. Wo fange ich an? Zu Jemand schlägt mir vor.

00:48:58.000 --> 00:49:01.000
Julia Pouly: und ich sag dann nee so nicht. Ich weiß jetzt, wie ich es richtig mache.

00:49:00.000 --> 00:49:12.000
Katja Tressel: Genau. Also, du hast halt erst mal einen Anfangspunkt mit Ki. und also, es ist ja jetzt nicht so. Ki ist per se gut oder per se schlecht, sondern es kommt ja darauf an, wofür und wie nutze ich sie? und wenn ich Sie zu meinem.

00:49:12.000 --> 00:49:24.000
Katja Tressel: Zu meiner Entlastung sinnvoll nutzen kann. Warum denn nicht, wenn du genau dieses hast? Du hast eine Riesenliste bist schon deswegen überfordert, weil du eine Riesenliste hast, die du selber gerade nicht geordnet kriegst.

00:49:16.000 --> 00:49:18.000
Julia Pouly: Genau.

00:49:24.000 --> 00:49:29.000
Katja Tressel: und kriegst innerhalb kürzester Zeit einen Vorschlag, weil du einen guten Prompt gemacht hast.

00:49:29.000 --> 00:49:45.000
Katja Tressel: Ordnen.

00:49:45.000 --> 00:49:52.000
Julia Pouly: Genau also deswegen, so nutze ich Ki auch eigentlich meistens. Also, ich habe viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass, wenn man einfach nur das.

00:49:46.000 --> 00:49:48.000
Katja Tressel: Ja.

00:49:52.000 --> 00:49:55.000
Julia Pouly: Erst mal annimmt, was einem gegeben wird.

00:49:54.000 --> 00:49:56.000
Katja Tressel: Ja.

00:49:55.000 --> 00:49:57.000
Julia Pouly: Dass das doch irgendwie immer irgendwie.

00:49:57.000 --> 00:50:00.000
Julia Pouly: Fehler ist oder irgendwas noch nicht bedacht ist.

00:49:58.000 --> 00:50:00.000
Katja Tressel: Ja.

00:50:00.000 --> 00:50:04.000
Julia Pouly: Aber dieses so jemanden zu haben, mit dem man irgendwie schon mal so einen Sparringpartner.

00:50:04.000 --> 00:50:06.000
Katja Tressel: Genau.

00:50:04.000 --> 00:50:13.000
Julia Pouly: und der auch Kritik super gut vertragen. Wenn man sagt: so also nee, da hast du das vergessen und dies und warum dann das überhaupt, obwohl ich mich immer bemühe, sehr freundlich zu sein.

00:50:11.000 --> 00:50:15.000
Katja Tressel: Da war ein bisschen Emotionsregulation noch dabei.

00:50:14.000 --> 00:50:19.000
Julia Pouly: Genau aber das kann man auch alles mit rein machen. Man kann da auch fragen, so.

00:50:20.000 --> 00:50:28.000
Julia Pouly: Also, es kommt mir jetzt gerade in den Sinn, das werde ich mal ausprobieren, dann so einen Score machen zu lassen mit Dopamineinschätzungen zu jedem Punkt, mit Begründung.

00:50:28.000 --> 00:50:30.000
Julia Pouly: und so oder dann Vorschläge, wie ich.

00:50:29.000 --> 00:50:31.000
Katja Tressel: Ja.

00:50:30.000 --> 00:50:35.000
Julia Pouly: Aber das möchte ich.

00:50:35.000 --> 00:50:37.000
Katja Tressel: Ja.

00:50:35.000 --> 00:50:38.000
Julia Pouly: Genau, aber.

00:50:38.000 --> 00:50:44.000
Julia Pouly: Ja und dann, also, ich habe Hyperfokus habe ich jetzt auch schon mal schon, dass das eigentlich so.

00:50:44.000 --> 00:50:49.000
Julia Pouly: Der Haupt Benefit sag ich jetzt mal irgendwie von Adhs.

00:50:49.000 --> 00:50:53.000
Julia Pouly: Da gibt es halt Leute, die das öfter haben oder seltener.

00:50:53.000 --> 00:50:55.000
Katja Tressel: Mhm.

00:50:54.000 --> 00:50:57.000
Julia Pouly: Ich oder da einfacher reinzukommen oder nicht.

00:50:57.000 --> 00:51:03.000
Julia Pouly: Für mich ist das irgendwie ganz klar, wenn es halt mit Interessen zusammen wird, wenn mich irgendwie eine Sache.

00:51:01.000 --> 00:51:03.000
Katja Tressel: Mhm.

00:51:03.000 --> 00:51:06.000
Julia Pouly: Irgendwie interessiert, dann tauche ich da total.

00:51:06.000 --> 00:51:12.000
Julia Pouly: Gerne ein. Wir sagen auch so ne, dass so klare Ziele und so oder dass man schnell irgendwie ein Feedback bekommt.

00:51:12.000 --> 00:51:15.000
Julia Pouly: und das finde ich, ist schon eine klare Sache. Warum.

00:51:15.000 --> 00:51:20.000
Julia Pouly: Schule ein schwereres Umfeld ist als jetzt. Erwachsenenalter.

00:51:19.000 --> 00:51:21.000
Katja Tressel: Ja.

00:51:21.000 --> 00:51:28.000
Julia Pouly: Also, wenn ich mich als Erwachsener freigemacht habe von den Sachen, wo ich das Gefühl habe, das macht man so, das sollte ich tun. Das ist irgendwie.

00:51:27.000 --> 00:51:28.000
Katja Tressel: Hm. Mhm.

00:51:29.000 --> 00:51:35.000
Julia Pouly: Die richtige Karrieresache, weil durch zukünftige Berechnungen.

00:51:34.000 --> 00:51:36.000
Katja Tressel: Das richtige Leben.

00:51:36.000 --> 00:51:40.000
Julia Pouly: Genau, aber, dass wir grundsätzlich ja als.

00:51:40.000 --> 00:51:46.000
Julia Pouly: Freie Menschen irgendwie, da die Möglichkeiten haben, interessengeleitet, unser Leben auch zu gestalten.

00:51:44.000 --> 00:51:46.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:51:46.000 --> 00:51:50.000
Julia Pouly: und dass wir natürlich dann auch bessere Performance abliefern, wenn wir.

00:51:50.000 --> 00:51:54.000
Julia Pouly: Umgebung finden, die uns irgendwie da nähern, die uns interessieren.

00:51:53.000 --> 00:51:55.000
Katja Tressel: Ja.

00:51:55.000 --> 00:51:58.000
Julia Pouly: Das erklärt auch finde ich so zu.

00:51:58.000 --> 00:52:00.000
Julia Pouly: Im Schulkontext.

00:52:00.000 --> 00:52:06.000
Julia Pouly: Warum ein Kind vielleicht mit Adhs in einem Fach total die Schwierigkeiten hat.

00:52:06.000 --> 00:52:08.000
Katja Tressel: Mhm.

00:52:06.000 --> 00:52:12.000
Julia Pouly: Super aufwendig ist, vom Lehrer vielleicht wirklich nicht gemocht wird. und so, weil irgendwie es wird nur gestört kann ich still sitzen und so.

00:52:12.000 --> 00:52:16.000
Julia Pouly: und im anderen Fach ist vielleicht irgendwie eine Lehrerin, die sagt: oh, nee, wir kommen eigentlich gut, klar.

00:52:16.000 --> 00:52:18.000
Katja Tressel: Ja.

00:52:16.000 --> 00:52:20.000
Julia Pouly: und sieht da irgendwie die Bemühungen, wo man denkt: okay, da geht auch viel über Beziehung.

00:52:20.000 --> 00:52:22.000
Katja Tressel: Ja.

00:52:20.000 --> 00:52:29.000
Julia Pouly: Weil Motivation. Man macht lieber also gerade auch als Kind, man macht lieber was für jemanden, wo man das Gefühl hat. Ja, man arbeitet zusammen, als irgendjemand einen nicht mag, oder der einen irgendwie.

00:52:28.000 --> 00:52:30.000
Katja Tressel: Ja.

00:52:29.000 --> 00:52:31.000
Julia Pouly: Bösen Absicht unterstellt.

00:52:31.000 --> 00:52:38.000
Katja Tressel: Ist ja im Erwachsenenalter im Grunde genau noch so. Man reguliert sich halt aus Vernunftgründen, dann anders.

00:52:31.000 --> 00:52:33.000
Julia Pouly: und das ist ab ja.

00:52:37.000 --> 00:52:40.000
Julia Pouly: Genau das dann mit auch.

00:52:40.000 --> 00:52:46.000
Julia Pouly: und da ist ja dann auch irgendwie Sachen. So Ja, wie kann ich jetzt irgendwie.

00:52:46.000 --> 00:52:49.000
Julia Pouly: So mich vielleicht auch selber austricksen.

00:52:49.000 --> 00:52:53.000
Julia Pouly: Dass ich irgendwie spannende Sachen reingeht oder dass ich mit einer Fragestellung.

00:52:53.000 --> 00:52:55.000
Julia Pouly: Mit wo reingehender Sache, die ich vielleicht nicht.

00:52:55.000 --> 00:52:58.000
Julia Pouly: Spannend finde, an sich, die mein Interesse ist, aber.

00:52:58.000 --> 00:53:06.000
Julia Pouly: Man sagt: okay, ich mache es jetzt irgendwie auf eine neue Art und Weise, oder? Ich versuche irgendwie, das Meer zu verstehen oder so. Also je nachdem, was einen da so antrickert.

00:53:06.000 --> 00:53:09.000
Julia Pouly: Dass man bewusst sich versucht, sein eigenes Interesse zu wecken.

00:53:10.000 --> 00:53:12.000
Katja Tressel: Mhm.

00:53:10.000 --> 00:53:14.000
Julia Pouly: und das kann ja manchmal einfach durch Neugierde sein. So.

00:53:14.000 --> 00:53:22.000
Julia Pouly: Warum finde ich diese Aufgabe denn jetzt so langweilig und das dann so zu machen und dann wirklich zu finden, so? Ja, was daran ist jetzt das, was mich stört.

00:53:22.000 --> 00:53:31.000
Katja Tressel: Oder was daran können, was daran könnte mich neugierig machen, Wenn du eine andere Brille nochmal aufsetzen musst.

00:53:23.000 --> 00:53:25.000
Julia Pouly: Also das.

00:53:31.000 --> 00:53:36.000
Julia Pouly: Neugierde ist generell ein absolutes Super Werkzeug, wenn man schafft, die irgendwie in sich.

00:53:32.000 --> 00:53:34.000
Katja Tressel: Ja.

00:53:36.000 --> 00:53:42.000
Julia Pouly: Zu wecken. Bei mir ist es, wie so. Ich verstehe, total gerne, wie was funktioniert.

00:53:37.000 --> 00:53:39.000
Katja Tressel: Ja.

00:53:43.000 --> 00:53:45.000
Julia Pouly: Die Neugier hatte, so warum.

00:53:45.000 --> 00:53:49.000
Julia Pouly: Fände das jemand spannend? Warum gibt es überhaupt Leute, die.

00:53:47.000 --> 00:53:49.000
Katja Tressel: Mhm.

00:53:49.000 --> 00:53:55.000
Julia Pouly: Irgendwie freiwillig oder sogar mit Spaß irgendwie Steuerberatung machen oder so? Ich denke so die.

00:53:49.000 --> 00:53:51.000
Katja Tressel: Die sich damit trennen.

00:53:51.000 --> 00:53:53.000
Katja Tressel: Mhm: Ja.

00:53:54.000 --> 00:53:56.000
Katja Tressel: Ja.

00:53:55.000 --> 00:53:58.000
Julia Pouly: Das ist doch, also finde ich total spannend, einfach.

00:53:57.000 --> 00:53:59.000
Katja Tressel: Ja.

00:53:59.000 --> 00:54:01.000
Julia Pouly: und dann war es irgendwie so zu schauen.

00:54:03.000 --> 00:54:05.000
Julia Pouly: Genau. Ja.

00:54:05.000 --> 00:54:09.000
Julia Pouly: In meinen Notizen kommt jetzt ein Punkt, der mir auch.

00:54:09.000 --> 00:54:12.000
Julia Pouly: Total Spaß gemacht hat, und zwar.

00:54:12.000 --> 00:54:14.000
Julia Pouly: Geht es um die Frage.

00:54:14.000 --> 00:54:18.000
Julia Pouly: Warum gibt es überhaupt Adhs? Also, warum gibt es.

00:54:18.000 --> 00:54:31.000
Julia Pouly: Gehirne. Warum hat sich das durchgesetzt? Dass einige Menschen da irgendwie anders reguliert sind mit Dopamin, die sich irgendwie schnell ablenken lassen, die nicht so gut still sitzen können, irgendwie so die immer wieder so was Neues Suchen nach Reizen suchen und so.

00:54:31.000 --> 00:54:34.000
Julia Pouly: Da ist eine Theorie einfach.

00:54:34.000 --> 00:54:36.000
Julia Pouly: Ja evolutionär bedingt.

00:54:36.000 --> 00:54:43.000
Julia Pouly: Gibt es ja eher so Jäger und eher so Sammler, also Huntermind und Farmermind, also von Tom Hartmann.

00:54:43.000 --> 00:54:46.000
Julia Pouly: Ist das, wo man halt sagt, so ja.

00:54:46.000 --> 00:54:51.000
Julia Pouly: Als so Jäger Jägerin in noch der Steinzeit.

00:54:51.000 --> 00:54:54.000
Julia Pouly: Sind diese ganzen Eigenschaften.

00:54:54.000 --> 00:54:56.000
Julia Pouly: Wirklich förderlich fürs Überleben.

00:54:56.000 --> 00:54:58.000
Julia Pouly: Also wenn ich auf der Jagd bin.

00:54:58.000 --> 00:55:02.000
Julia Pouly: und plötzlich höre ich woanders ein Geräusch irgendwie hinter mir oder so.

00:55:02.000 --> 00:55:10.000
Julia Pouly: Macht es Sinn, dass meine Aufmerksamkeit dann da weg hingeht und ich das untersuche und schaue und dann nicht sozusagen einfach nur bei dem Bleibe so ja.

00:55:09.000 --> 00:55:10.000
Katja Tressel: Mhm.

00:55:10.000 --> 00:55:12.000
Julia Pouly: Mir ist egal, was deine geht, weil.

00:55:11.000 --> 00:55:13.000
Katja Tressel: Mhm.

00:55:12.000 --> 00:55:17.000
Julia Pouly: Es sind halt noch andere Gefahren irgendwo da, dass ich irgendwie schnell reagieren kann, dass ich irgendwie.

00:55:18.000 --> 00:55:21.000
Julia Pouly: Ich bin, dass ich mich traue, irgendwie neue Umgebungen zu untersuchen.

00:55:21.000 --> 00:55:24.000
Julia Pouly: Diese Physikalität, dass ich irgendwie.

00:55:22.000 --> 00:55:24.000
Katja Tressel: Ja.

00:55:25.000 --> 00:55:32.000
Julia Pouly: Da Bewegung mich da nicht faul rumsitze, sondern weiter strebe und machen will.

00:55:32.000 --> 00:55:42.000
Julia Pouly: und, wie gesagt, nach Dopamin suche und dann auch irgendwie so vielleicht so ein bisschen dieses Risiko, der Jagd irgendwie dann gerne mache und da motiviert bin.

00:55:40.000 --> 00:55:45.000
Katja Tressel: Ja, irgendjemand muss ja auch für Nahrung sorgen.

00:55:45.000 --> 00:55:49.000
Katja Tressel: Also, irgendjemand musste ich ja aufmachen und versuchen.

00:55:45.000 --> 00:55:47.000
Julia Pouly: Genau.

00:55:49.000 --> 00:55:52.000
Katja Tressel: und dann auch eben Gefahren eingehen.

00:55:50.000 --> 00:55:52.000
Julia Pouly: und.

00:55:52.000 --> 00:55:59.000
Julia Pouly: Genau und das ist halt so dieses, wo man halt sagt: Ablenkbarkeit, wo man sagt: okay, das ist ja auch eine Wachsamkeit. Also ich bin.

00:55:56.000 --> 00:55:58.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:55:58.000 --> 00:56:00.000
Katja Tressel: Ja. Mhm.

00:55:59.000 --> 00:56:02.000
Julia Pouly: Wo ich her denke, so das ist.

00:56:01.000 --> 00:56:07.000
Katja Tressel: Ich habe meine Service Kanäle total offen und kann schnell reagieren.

00:56:04.000 --> 00:56:06.000
Julia Pouly: Ja.

00:56:08.000 --> 00:56:10.000
Katja Tressel: In dem Kontext ja auf jeden Fall eine Stärke.

00:56:08.000 --> 00:56:10.000
Julia Pouly: Also.

00:56:10.000 --> 00:56:15.000
Julia Pouly: Genau. Es ist schwierig, das sozusagen zu beweisen und wirklich sagen: so ist es so, Aber es ist für mich.

00:56:15.000 --> 00:56:18.000
Julia Pouly: Eine Theorie, die unglaublich viel Sinn macht.

00:56:18.000 --> 00:56:20.000
Katja Tressel: Sehr plausibel.

00:56:19.000 --> 00:56:25.000
Julia Pouly: und unterstützen es da. Auch. Eisenberg und Aldi haben 2.008, da auf Genebene da untersucht.

00:56:26.000 --> 00:56:36.000
Julia Pouly: und haben bei Drd4 7r so eine Genvariante gefunden, die halt stark mit Neugier und Explorationsverhalten zusammenhängt. Also, das ist nicht.

00:56:36.000 --> 00:56:38.000
Julia Pouly: Ein adhs Gen.

00:56:38.000 --> 00:56:40.000
Katja Tressel: Mhm.

00:56:38.000 --> 00:56:41.000
Julia Pouly: Aber es gibt da wo einen Zusammenhang. Also, es gibt nicht so das Gen.

00:56:42.000 --> 00:56:46.000
Julia Pouly: Aber man sagt: so: ja, das ist eher bei nomadischen Völkern findet man das.

00:56:45.000 --> 00:56:47.000
Katja Tressel: Mhm.

00:56:46.000 --> 00:56:51.000
Julia Pouly: und das also spricht ja auch dafür, dass es so eine evolutionär.

00:56:51.000 --> 00:56:53.000
Katja Tressel: Sinn gemacht hat.

00:56:51.000 --> 00:56:54.000
Julia Pouly: Unterschiedliche Stärken in unterschiedlichen Kontexten gibt.

00:56:54.000 --> 00:57:03.000
Katja Tressel: Ja, ich würde jetzt mal plakativ sagen, wenn es nicht irgendwie sinnvoll gewesen wäre, wäre es heute nicht mehr da, Es hätte nicht überlebt.

00:57:03.000 --> 00:57:14.000
Julia Pouly: und das finde ich, ist auch wieder so ein entlastender Gedanke, wo man halt dann sagt also, ich meine, was das Schwerste ist, was, glaube ich, Vor allen Dingen Kinder mit einer Adhs-diagnose zu tun haben, ist halt dieses.

00:57:14.000 --> 00:57:17.000
Julia Pouly: Ständige Feedback von der Umwelt.

00:57:16.000 --> 00:57:18.000
Katja Tressel: Mhm.

00:57:17.000 --> 00:57:27.000
Julia Pouly: Du bist irgendwie falsch. Warum stellt es dich an? Reiß dich doch mal zusammen, Du bist nicht normal. Was soll das denn und so. Also dieses ganze Feedback zu bekommen.

00:57:19.000 --> 00:57:21.000
Katja Tressel: Ja.

00:57:28.000 --> 00:57:35.000
Julia Pouly: Um dann halt zu merken, So ja, es ist einfach ein Umfeld, für das ich nicht wirklich optimiert bin.

00:57:35.000 --> 00:57:40.000
Katja Tressel: Wenn ich mich so an meine Schulzeit erinnere.

00:57:40.000 --> 00:57:46.000
Katja Tressel: und ich kann jetzt nicht sagen, wie es inzwischen ist, weil ich auch keine schulpflichtigen Kinder habe.

00:57:46.000 --> 00:57:50.000
Katja Tressel: Aber es geht ja schon drum.

00:57:50.000 --> 00:57:53.000
Katja Tressel: Die Kinder dorthin zu bringen, dass sie so.

00:57:53.000 --> 00:57:59.000
Katja Tressel: Angepasst sind, an die Gesellschaft, wie man es als Gesellschaft haben möchte.

00:57:59.000 --> 00:58:02.000
Katja Tressel: Nicht vorsichtig ausgedrückt aber.

00:58:02.000 --> 00:58:06.000
Katja Tressel: und bei uns war er schon still sitzen.

00:58:07.000 --> 00:58:09.000
Katja Tressel: und Klappe halten.

00:58:09.000 --> 00:58:12.000
Katja Tressel: Das ist so ein.

00:58:12.000 --> 00:58:18.000
Katja Tressel: Strikter Stundenplan mit alle 45 min, dann Themenwechsel oder vielleicht mal nach 90 min.

00:58:18.000 --> 00:58:28.000
Katja Tressel: Das stelle ich mir furchtbar furchtbar anstrengend vor, Wenn wenn man da so eine innere Unruhe hat und wenn das so gar nicht die Umgebung für einen ist.

00:58:28.000 --> 00:58:30.000
Julia Pouly: Wenn es einen dann noch langweilt.

00:58:30.000 --> 00:58:39.000
Katja Tressel: Genau, wenn es einen dann noch langweilt, und dann muss man sich ja permanent runterregulieren und permanent in irgendwas reinzwingen, was so.

00:58:30.000 --> 00:58:32.000
Julia Pouly: Hm.

00:58:39.000 --> 00:58:45.000
Katja Tressel: Für einen sich unnatürlich anfühlt, und das noch als junger Mensch, der noch total in der Entwicklung ist.

00:58:45.000 --> 00:58:49.000
Katja Tressel: und der überhaupt noch nicht weiß, warum das andere jetzt besser oder schlechter ist.

00:58:50.000 --> 00:58:51.000
Katja Tressel: Das ist mir irgendwie.

00:58:50.000 --> 00:58:54.000
Julia Pouly: Um dann gesagt zu können: guck mal hier deine Sitznachbarin an.

00:58:53.000 --> 00:58:55.000
Katja Tressel: Genau.

00:58:54.000 --> 00:58:57.000
Julia Pouly: Die Macht doch einfach so wie die und so.

00:58:56.000 --> 00:59:02.000
Katja Tressel: und dann wird es so ständig rumerodiert an dem eigenen Selbstwertgefühl, und das finde ich ganz schrecklich.

00:59:03.000 --> 00:59:05.000
Katja Tressel: Vielleicht tut mir die Kinder wirklich leid.

00:59:03.000 --> 00:59:05.000
Julia Pouly: Genau und da dieses Verständnis.

00:59:05.000 --> 00:59:08.000
Julia Pouly: Genau und da dieses Verständnis zu schärfen, so.

00:59:07.000 --> 00:59:09.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:59:08.000 --> 00:59:11.000
Julia Pouly: Dein Kopf funktioniert ein bisschen anders.

00:59:11.000 --> 00:59:21.000
Julia Pouly: und in der Steinzeit wärst du da so der Superjäger gewesen und da hätten alle applaudiert, so wie toll du das machst, wie gut du deine Stärken ernennen kannst.

00:59:15.000 --> 00:59:17.000
Katja Tressel: Mhm.

00:59:22.000 --> 00:59:24.000
Julia Pouly: und ich hoffe ja dass das dann auch.

00:59:24.000 --> 00:59:28.000
Julia Pouly: Einfach Eltern. Also, es ist also so Ne: richtig?

00:59:28.000 --> 00:59:35.000
Julia Pouly: Können für alle darum unglaublich anstrengend sein, also für Eltern und für Lehrer und für das Kind. und so, Das ist.

00:59:32.000 --> 00:59:34.000
Katja Tressel: Ich.

00:59:34.000 --> 00:59:36.000
Katja Tressel: Ja.

00:59:35.000 --> 00:59:38.000
Julia Pouly: Manchmal wirklich schwere Situationen.

00:59:38.000 --> 00:59:42.000
Julia Pouly: Aber dann so vielleicht so, diesen Perspektivwechsel zu haben, so ja.

00:59:42.000 --> 00:59:47.000
Julia Pouly: Das ist jetzt blöd und herausfordernd. Es liegt aber nicht daran, dass das Kind jetzt so kaputt ist.

00:59:47.000 --> 00:59:49.000
Katja Tressel: Mhm.

00:59:48.000 --> 00:59:51.000
Julia Pouly: Oder dann auch ich als Erwachsener oder so, sondern.

00:59:52.000 --> 01:00:00.000
Julia Pouly: Wir müssen uns jetzt irgendwie zurechtfinden in ein System, das nicht so für uns gemacht ist, und so, wo wir irgendwas anderes bräuchten. Man muss da.

01:00:00.000 --> 01:00:02.000
Julia Pouly: Durchhören, weil.

01:00:02.000 --> 01:00:04.000
Julia Pouly: Wie gesagt, es gibt auch.

01:00:04.000 --> 01:00:07.000
Julia Pouly: So positive Zusammenhänge.

01:00:07.000 --> 01:00:10.000
Julia Pouly: Wenn man sich jetzt schon mit Adjf, also zum Beispiel.

01:00:10.000 --> 01:00:12.000
Julia Pouly: Fallen, die auf durch besondere Kreativität.

01:00:13.000 --> 01:00:22.000
Julia Pouly: Also so divergentes Denken, also, dass man sozusagen nicht sagt, es gibt nur eine richtige Lösung, sondern man kann parallel denken, was für Möglichkeiten es alles so gibt.

01:00:15.000 --> 01:00:17.000
Katja Tressel: Ja.

01:00:18.000 --> 01:00:20.000
Katja Tressel: Ja.

01:00:22.000 --> 01:00:24.000
Katja Tressel: und es ist eine unheimlich wichtige Fähigkeit.

01:00:22.000 --> 01:00:24.000
Julia Pouly: Ja.

01:00:24.000 --> 01:00:26.000
Julia Pouly: Genau. Also, das ist jetzt von.

01:00:27.000 --> 01:00:29.000
Julia Pouly: White and Chargers von der Studie von 2.011.

01:00:29.000 --> 01:00:31.000
Katja Tressel: Mhm.

01:00:29.000 --> 01:00:34.000
Julia Pouly: und man einfach sagen kann: okay, wenn man es schafft, irgendwie, dass der Kontext.

01:00:35.000 --> 01:00:38.000
Julia Pouly: Da in die Stärken reinspielt und man irgendwie schafft. Diese.

01:00:38.000 --> 01:00:41.000
Julia Pouly: Eine Ablenkbarkeit und Motivationsprobleme.

01:00:41.000 --> 01:00:48.000
Julia Pouly: Nur um diese Startschwierigkeiten, was so zu Beginn aufzuheben, dann kann da richtig viel Gutes rauskommen.

01:00:48.000 --> 01:00:51.000
Julia Pouly: Es gibt so im Bereich von Unternehmern.

01:00:51.000 --> 01:01:05.000
Julia Pouly: Gibt es viele Leute, wo man halt sagen kann, so ja, die haben auf jeden Fall Ads, ob jetzt diagnostiziert oder nicht. Weil man braucht, um was Neues zu schaffen, braucht man halt diese Risikobereitschaft. Man muss irgendwie schnell reagieren. In neue Situationen kommen, man braucht irgendwie diese.

01:01:01.000 --> 01:01:02.000
Katja Tressel: Ja.

01:01:05.000 --> 01:01:08.000
Julia Pouly: Hoher Energie, dieb.

01:01:06.000 --> 01:01:08.000
Katja Tressel: Ja.

01:01:08.000 --> 01:01:12.000
Julia Pouly: Bereitschaft, irgendwie, was Neues zu machen, sich was irgendwie zu wagen und zu trauen.

01:01:12.000 --> 01:01:16.000
Julia Pouly: Viele Sachen gleichzeitig zu bedenken und anzugehen.

01:01:16.000 --> 01:01:20.000
Julia Pouly: und ja, das geht halt einfach so.

01:01:20.000 --> 01:01:24.000
Julia Pouly: Wo generell ich halt denke, wir müssen uns selber gut kennenlernen.

01:01:25.000 --> 01:01:31.000
Julia Pouly: Egal ob jetzt sozusagen wir reinfallen, dass wir sagen: okay, wir sind auf jeden Fall jetzt diagnostizierbar.

01:01:31.000 --> 01:01:33.000
Katja Tressel: Okay.

01:01:32.000 --> 01:01:35.000
Julia Pouly: Aber zu merken: wo sind wir da Auf dem Spektrum.

01:01:35.000 --> 01:01:40.000
Julia Pouly: Wie funktionieren wir? Was fällt uns leicht? Wo sind unsere Stärken.

01:01:40.000 --> 01:01:44.000
Julia Pouly: Wo haben wir Herausforderungen, und wie können wir Bedingungen schaffen?

01:01:44.000 --> 01:01:51.000
Julia Pouly: Dass wir irgendwie das Leben haben, was wir Halt haben möchten, und die Dinge schaffen, die wir erfolgreich schaffen möchten.

01:01:49.000 --> 01:01:51.000
Katja Tressel: Ja.

01:01:53.000 --> 01:01:55.000
Julia Pouly: Also, das ist jetzt so.

01:01:55.000 --> 01:01:57.000
Julia Pouly: Den ersten Block.

01:01:57.000 --> 01:02:02.000
Julia Pouly: Den ich hoffe, den mir einigermaßen geschnürt habe. Also, ich bin total in den Hyperfocus reingekommen.

01:02:01.000 --> 01:02:03.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

01:02:02.000 --> 01:02:05.000
Julia Pouly: Bei der Recherche.

01:02:05.000 --> 01:02:15.000
Julia Pouly: und ja, also genau, es geht ja viel, also um Regulation auch und so, das ist, wie gesagt, wir machen jetzt noch 2 weitere Blogs, So einmal, wo wir speziell nochmal die Frauen anschauen möchten.

01:02:16.000 --> 01:02:18.000
Katja Tressel: Ist auch spannend.

01:02:16.000 --> 01:02:23.000
Julia Pouly: und dann auch nochmal richtig so ganz konkret: Wie kann der Alltag aussehen? Wie kann man mit den Herausforderungen umgehen? Haben wir schon ein bisschen angesprochen.

01:02:23.000 --> 01:02:26.000
Julia Pouly: und wo sind diese super Potenziale? Wie können wir die gut.

01:02:27.000 --> 01:02:28.000
Julia Pouly: Anzapfen.

01:02:28.000 --> 01:02:37.000
Katja Tressel: Ja gut war, jedenfalls schon mal ein spannender Einstieg ins Thema. Ich habe einiges gelernt. Dabei. Jetzt freu ich mich natürlich auf die Teile 2.

01:02:29.000 --> 01:02:31.000
Julia Pouly: Wunderbar.

01:02:37.000 --> 01:02:39.000
Katja Tressel: 3.

01:02:38.000 --> 01:02:41.000
Julia Pouly: Wunderbar, dann bis dann.

01:02:41.000 --> 01:02:43.000
Katja Tressel: Bis dann.


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