UKHD Medizin am Abend

Chronische Darmbeschwerden: Von der Diagnose zur modernen Therapie

Universitätsklinikum Heidelberg

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Bauchschmerzen, Blähungen oder ein unregelmäßiger Stuhlgang gehören für viele Menschen zum Alltag. Laut epidemiologischen Studien ist etwa jeder Zehnte vom Reizdarmsyndrom betroffen. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind seltener, betreffen in Deutschland jedoch mehrere hunderttausend Menschen – mit steigender Tendenz. Umso wichtiger ist es, Beschwerden richtig einzuordnen: Wann steckt ein funktionelles Problem dahinter, also keine sichtbare organische Ursache, sondern beispielsweise eine Fehlregulation, wann eine ernsthafte Erkrankung? Und auf welche Warnzeichen sollten Betroffene achten? Darüber und viele weitere Fragen sowie aktuelle Therapien spricht Saskia Klingelschmitt mit Prof. Dr. Annika Gauss und Dr. Verena Zimmermann-Schlegel. Gauss ist Geschäftsführende Oberärztin an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektionskrankheiten und Vergiftungen sowie Ärztliche Leitung der Spezialambulanz Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen am Universitätsklinikum Heidelberg. Zimmermann-Schlegel ist dort Oberärztin an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik. Beleuchtet werden Darmbeschwerden auch ganzheitlich, denn diese Erkrankungen können in enger Wechselwirkung mit psychischen Faktoren stehen: Darmbeschwerden können seelische Belastungen verstärken, gleichzeitig können Stress, Angst oder andere Vorerkrankungen die körperlichen Symptome beeinflussen und den Krankheitsverlauf mitprägen.