Warum de?!

Warum de?! - Folge 30 Langeweile aushalten

Milena Knutti Episode 30

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Mit den heutigen Mitteln der Unterhaltung und Ablenkung kann man Langeweile fast nicht mehr aushalten. 

Dabei ist es eine riesen Chance, damit die Fantasie angeregt wird und die Kinder, ebenso wie wir Erwachsenen, lernen, etwas zu gestalten und anzugehen. 

Langeweile muss ausgehalten werden, damit etwas entstehen kann. 

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Der Podcast voller Wissen über die frühkindliche Entwicklung, Erziehungsimpulsen und turbulente Alltagssituationen mit drei kleinen Boden. Herzlich willkommen, schön, bis du heute dabei. Wir sind draus und wir stehen so etwas auf dem Rasen. Es ist nicht so mega schönes Wetter und es macht euch so etwas Unzufriedenheit breitet. Ich merke, meine Bauben wissen nicht so wirklich, was sie so mit sich anfangen muss. Ich weiss, es ist so ein Moment, in dem man einfach aushalten muss. Auch vielleicht ein bisschen Länge aushalten muss, wo sie zwar nicht so benennen, aber man merkt, sie ist einfach um irgendwie. Sie sind endlich am Motzen oder am Nörgeln. Und die Stimmung ist nicht so toll. Mein Ziel ist, dass ich einfach spielen, sie in ein Spiel hineinfinden. Ich merke, es ist einfach schwierig. Und dann fange ich einfach anspielen. Ich schnappe mir einen Backer, der oben steht und fahre an reden, wie ich jetzt der Bauarbeiter wäre, was ich jetzt machen würde. Und fahre die Blätter, die noch herumliegen, einpackern. Ich spiele einfach vor mich her und es geht nicht lang. Sei die zwei Buben blitz schnell um mich um, habe schon ein Fazit geschnappt. Und tauche recht ein in ihr Spiel. Das ist ein Moment, den ich sehr genieße, der auch mega schön ist. Einerseits finde ich persönlich cool. Ich nehme mir einfach meistens ein wenig Zeit, die hier einzutauchen, nehme ich mich bewusst manchmal wieder daraus, weil sie selber spielen und nicht nur mit mir oder weiss zu spielen. Und schuune immer wieder ab dieser Kreativität. Und ja, diesem Zugang, das Kinder zum Spielen haben, weil wir spielen, scheint für uns manchmal ein bisschen unnötige Tätigkeit. Oder manchmal lustig zu spielen. Aber für Kinder ist das Spiel eigentlich ein sehr grosser Bestandteil ihrem Leben, ihrem Lehren. Und es ist nicht immer nur lustig, sondern es ist manchmal schon bittere Ernst. Es kann ihnen aber auch helfen, Sachen zu verarbeiten, Situationen nachspielen oder auch Zusammenhänge zu erkennen. Kinder spielen eigentlich schon von Anfang an, einfach immer wieder ein bisschen eine andere Art. Das Spielen ist eigentlich ein bisschen die Arbeit des Kind. Sie lehren ganz viel über sich, über das Leben und über viele Zusammenhänge. Es ist sehr gesund, es macht Spass und fördert ganz nebenbei einfach die Entwicklung. Das Spiel ist eigentlich das Grundbedürfnis des Kindes, weil es sich die Welt erschließen, es wird Sachen lehren, es wird Kompetenzen entwickeln. Die Kinder, die das nicht aus diesem Grund machen, sie spielen eigentlich um das Spielenswillen und lernen dabei ganz viele nicht nur motorische Fähigkeiten geübt, auch aus kognitive Kompetenzen, also auch im Kopf. Es ist so spannend, die Kinder zu beobachten, wenn sie am Spielen sind. Oder wenn sie zum Beispiel einfach ein Playmobil ausziehen, was anderen hat, und wieder aus anlegen, aus einklicken und beobachten und analysieren, wie funktioniert das. Es ist aber auch sehr eine gute Übung für die soziale und emotionale Kompetenz. Wie verhalte ich mich, wenn ich eben nicht das spielen, was ich will? Oder wenn ich mit jemandem zusammenspiele, dann müssen wir ja zusammen reden, zusammen abmachen. Was spielen wir jetzt, wie spielen wir jetzt, wobei spielen wir? Und später auch mit Gesellschaftsspielen Regeln befolgen. Kann ich das? Kann ich meine Frust regulieren? Kann ich das Problem bewältigen? Also, wir merken, spielen ist etwas so Zentrales und darum spielen ja Kinder eigentlich sehr viel, wenn nicht sogar ganz tag. Für uns Eltern ist sicher wichtig, dass wir den Kind Zeit zum Spielen, dass wir sie nichts wieder unterbrechen oder etwas fragen oder zu uns rufen, wie aus das Spiel rausholen. Dass wir aber auch manchmal zu innen ins Spiel eintauchen, wie auch dort die Beziehungsarbeit leisten, dass wir zusammenspielen, dass wir in ein rohes Spiel reinschlüpfen, um euch herum spielen, also nicht nur mal alleine spielen, sondern dass sie die wichtigste Bezugsperson bei uns haben und in Kontakt mit anderen Kindern spielen, dass wir ihnen auch nicht zu viele Spielsachen hergeben, sondern einfach einzeln abwarten, was passiert. Oder vielleicht auch zeigen, wie man etwas einsetzen kann. Oder was man vielleicht selber herausgefunden kann. Oder was man aus einem Stock ausaubern kann. Und ganz wichtig ist auch, dass wir wirklich nicht verlieren, die Länwe auszuhalten. Es ist etwas Mühsames, wie ich am Anfang gesagt habe, die Stimmung ist meistens ein bisschen nörgelig und bedrückend und es ist sehr, sehr einfach, wenn man den Kind etwas liefert, vielleicht auch vor dem Fernsehen hockt oder ein Film zeigt oder ein Fötlich. Es ist sehr verlockend für die Nörgeleien und um einen Druck zu übergehen oder auszufüllen, dass wir dort wirklich auch bewusst zurückstehen und das aushalten mit unseren Kind zusammen. Wir können ja auch noch Ideen geben, was wir können. Oder eben auch fast spielen. Ohne mit aufzufordern, hey, hilf mit. Das werden sie so oder so machen. Und wir uns bewusst sein, wir sind nicht die Bespasser oder Unerhaltungskünstler von unserem Kind, weil wir nicht das Kind erziehen können, die einfach passiv in Zuschauer sind. Ich ermutigen dich nicht wirklich, das auszuhalten, die Länge zuzulegen, auch wenn sie dann grösser sind. Ihnen nicht sofort eine Idee zu liefern, was sie es machen können, sondern bei ihnen sein oder sie mitnehmen zu den eigenen Tätigkeiten, in einem Raum und Zeit lang, dass sie doch irgendwo in ein Spiel finden. Merci vielmals, bis du dabei war. Ich hoffe, du hast dich ermutigen und dein Wissen über die frühkindliche Entwicklung erweitern. Klicke doch auch noch rein auf meiner Homepage www.noti.ch. Dort findest du den aktuellsten Flyer zu meiner Elternkurs oder an meine weiteren Angebote. Hep's gut und bis gleich deine Milena!