BeOptimal - Der Functional Medicine Podcast
Wir sind Corinna & Daniel – wir haben über 30 Jahre Erfahrung im Bereich funktioneller Medizin und geben hier US-Insights für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Hier zeigen wir, warum Symptome kein Zufall sind und wie du mit funktioneller Medizin die echten Ursachen findest.
In jeder Folge: klare Erklärungen statt Buzzwords, moderne Diagnostik verständlich gemacht und simple Schritte, die du sofort im Alltag umsetzen kannst.
Unser Ziel: weniger Ratlosigkeit, mehr Selbstwirksamkeit – damit du deine Gesundheit wirklich verstehst und steuerst.
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Östrogen ist nicht dein Feind – Was Frauen wirklich wissen müssen
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Warum fühle ich mich so müde? Warum nehme ich nicht ab? Und warum sehen meine Beine so aus?
In dieser Folge sprechen Corinna und Andschana über ein Thema, das viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt: Wie unsere Hormone wirklich funktionieren – und warum das, was man im Internet liest, oft nur die halbe Wahrheit ist.
Wir räumen auf mit dem Mythos, dass Östrogen immer der Feind ist. Denn wir erklären, warum Stress manchmal schlimmer für unseren Körper ist als Süßigkeiten. Und wir zeigen, wie Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen und Cellulite alle zusammenhängen können.
Das erwartet dich:
- Warum „Östrogen-Dominanz" nicht immer stimmt
- Wie Blutzucker dein Gewicht und deine Energie beeinflusst
- Warum du dich nicht schuldig fühlen musst
- Weshalb Tests so wichtig sind, bevor man etwas ändert
- Wie du dich endlich wieder wohl in deinem Körper fühlen kannst
Diese Folge ist für alle Frauen, die das Gefühl haben: „Ich mache doch alles richtig – warum hilft nichts?" Wir erklären verständlich und ehrlich, was wirklich hinter vielen Beschwerden steckt.
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Wir wissen alle, wir brauchen eigentlich gewisse Dinge mehr und gewisse Dinge weniger. Aber das Umsetzen ist manchmal unangenehm und unbequem. Herzlich willkommen zurück zu unserem Podcast. Und ihr seht, wir haben heute wieder die volle Frauenpower. Die Anjana ist wieder mit mir hier. Und wir nehmen das Thema vom letzten Mal auf und sprechen nochmal ein bisschen über den Östrogenstoffwechsel. Und ich bin mir sicher, wenn ihr euch den Podcast angehört habt, dann seid ihr genauso Fans von dieser Thematik wie die Anjana und ich. Weil wir können ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen, warum das im deutschsprachigen Raum überhaupt noch niemand aufgegriffen hat, dieses Thema. Und deshalb reden wir heute. Herzlich willkommen, liebe Anjana. Ja, herzlich willkommen, vielen Dank.
SPEAKER_01Vielen Dank für die Einladung wieder. Ja, immer schön, mit dir zu quatschen. Das ist Frauenpower. Auf jeden Fall, genau.
SPEAKER_00Sehr gut. Erzähl du doch mal ein bisschen, ich meine, du hast natürlich mit deiner Kundenzielgruppe natürlich unglaublich viel Kontakt mit Frauen. Ihr wisst ja mittlerweile, die Anjana hat sich auf ganz tolle Themen spezialisiert, unter anderem das Thema Lipedem und Zellulite. Und das sind natürlich typische Frauenthemen und auch typische Themen, die man natürlich mit Hormonen direkt in Verbindung setzt. Und deshalb erzähl mal so ein bisschen, wenn die Frauen so zu dir kommen, was sind denn noch so andere Probleme, die sie neben quasi ihrem Lipedem oder neben der Zellulite vielleicht kommunizieren? Damit wir einfach mal so ein bisschen einordnen können, okay, selbst wenn ich eine Sache habe, die mich wirklich antreibt, kann ich eigentlich an ganz vielen anderen Punkten vielleicht schon sehen, dass Hormone für mich ein relevantes Thema sind. Was haben die sonst noch so?
SPEAKER_01Also Klassiker ist natürlich das Thema Energiehaushalt. Also dass da, ich sag mal, die Batterien nicht mehr auf Anschlag sind. Dann haben wir auch Klassiker im Sinne von Schlafproblemen. Also da haben wir natürlich auch ein ganz großes Feld bei hormonellen Verschiebungen, auch weil der Dach ja auch noch ein bisschen andere Felder sich anschaut, wo wir wieder beim Thema organische Säure sind, Melatamin und der ganze Stoffwechsel. Lass mich mal überlegen. Ein ganz großer Klassiker da wissen halt auch viele nicht, dass es halt auch insbesondere mit dem Östrogenstoffwechsel zusammenhängt, das Thema Knötchen im Gewebe, Fibrosen an. Da sind wir genau bei diesen Faden, die man sich anschauen kann, weil das auch ein ganz stark hormonell getriggertes Thema ist, warum Knötchen bilden, warum wir Gewebeaufbauende Faktoren haben im System. Und was mir aber immer wieder auffällt, dass Hormone so bunt sind wie wir Menschen. Also viele denken, sobald ein Liebledem vorliegt, es ist immer eine Östrogendominanz. Oder wenn, also die verschiedensten Themen werden, finde ich, ganz oft assoziiert sehr monokausal. Alle denken auf Instagram, es ist immer eine Östrogendominanz. Und diese Reels gehen ja auch grundsätzlich viral, wo dann Frauen sagen, das machst du gegen deine Östrogendominanz. Und das Thema, finde ich, ist da sehr undifferenziert dargestellt. Weil auch zum Beispiel beim Thema Lippedem, ich habe super viele Frauen, die haben ganz große Hormonmängel. Also es ist nicht immer nur eine Dominanz im gesammelt System, von allem zu viel, sondern der Körper ist hormonell durcheinander. Und das kann sich in ganz, ganz vielen verschiedenen Bereichen äußern. Manchmal haben wir zu wenig, manchmal haben wir von der Menge her ausreichend bzw. normale Spiegel, sage ich mal, aber da dann wieder, wie eben schon genannt oder beim letzten Mal genannt, das Verstoffwechslungsthema, dass die Pfade unproportional bespielt werden, die entzündungsfördernd sind, also die Östrogen-Entgiftungspfade. Und ich würde niemals behaupten, dass man so einschlägig sagen kann, lipödem, klar, Östrogendominanz. Also tatsächlich kommt das auch vor. Ich habe gestern erst wieder eine Hormonanalyse gemacht und das ist wirklich so Paradebeispiel, wie man. Es gibt so Bilderbuchfälle, ne? Diese Bilderbuchfälle. Viel zu viele Hormone im System, viel zu viel entzündungsgetriebene Pfade und natürlich dann im Endeffekt die Verstoffwechslungspfade auch alle auf Anschlag, die wir nicht haben wollen. Also das gibt es auch. Aber deswegen sage ich immer, das ganze Hormonthema muss bitte angeschaut werden. Nicht, weil ich Brustspann habe oder weil ich Wassereinlagerungen habe, direkt sagen, okay, das kann ja nur eine Östrogendominanz sein. Also mache ich alle Maßnahmen, um Östrogen aus dem Körper zu bekommen.
SPEAKER_00Finde ich total wichtig, weil, also weißt du, da ist ja schon mal, ich meine, wir gehen mal nachher auch auf die Wege ein, aber diese Entgiftungswege, aber eine Östrogendominanz muss ja noch nicht mal das eigene Hormon sein. Das könnten ja auch zehn Östrogene sein, die im Grunde diese Symptomatik auslösen. Und ich könnte theoretisch, einfach für unsere Zuschauer, ich könnte total im Mangel sein, ich könnte durchaus selber zu wenig Hormone haben, aber vielleicht bin ich sehr stark umgeben von Chemikalien, die aussehen wie Östrogene. Und dann wird es meinem Körper definitiv nicht guttun, wenn ich ihn jetzt quasi in noch ein größeres Defizit prügle, durch eine Entgiftungsmaßnahme oder durch all die Dinge, die man eben dann so im Internet findet, wenn man das Gefühl hat, man hat Östrogendominanz. Das würde das Problem verschlimmern, weil man eigentlich in einer körpereigenen Mangelsituation ist. Und ich, also meine Zielgruppe sind ja eher Frauen, die so in die Richtung Perimenopause kommen. Und auch, also ich bin ja viel breiter. Ich habe das ja nicht so schön gemacht wie du mit diesem wirklichen Fokus auf diese coolen Krankheitsbilder, sondern ich habe immer gesagt, jeder, der irgendwie ein Problem hat, darf mal zu mir kommen. Aber logischerweise ist es einfach so, dass ich ja auch vielleicht einfach durch mein Alter, bin jetzt auch so in dieser Phase und dann hatte ich einfach das Gefühl, ich möchte gerne mehr kommunizieren zu diesem hormonellen Wandel und dementsprechend, auch wenn man sich mit dieser Phase auseinandersetzt, ist es egal, in welche Phase wir übrigens gehen, Östrogen wird immer als der Feind dargestellt. Und die Sache ist, unser Körper würde nichts machen, was unser Feind ist. Das hat ja einen Sinn. Und das Schlimme ist, wenn wir uns einmal wirklich dann den Wechsel angucken, nachdem wir quasi durch diese holprige Perimenopause mal durch sind, wo sicherlich das Östrogen mit einer der großen Gründe ist, warum wir uns so miserabel fühlen, aber das macht das auch nicht einfach so und ohne unser Zutun. Aber die Sache ist, nach der Menopause, also diese postmenopausale Phase, wenn wir dann wenig Östrogen haben, ist die Zeit, in der Frauen ganz schreckliche Krankheiten entwickeln. Und zwar wächst das oder steigt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, für neurodegenerative Krankungen massiv an, weil wir nicht mehr ausreichend dieses Hormons haben. Und dementsprechend ist ganz klar, ja, Östrogen muss in Balance sein, wie alles andere in unserem Körper eben auch. Es geht ja immer um das Gleichgewicht, aber nichts ist gut und böse. Gesundheit. Nichts ist an und für sich gut und böse. Und das ist einfach total wichtig, dass wir das verstehen. Und auch wenn wir jetzt nachher mal darüber sprechen, wie man entgiftet und was Östrogen vielleicht so Schlechtes macht, wenn es nicht ordentlich läuft, wenn es nicht in Balance ist, ist an und für sich, die Substanz absolut lebenswichtig und ist wichtig für unser aller Leben, weil ohne Östrogen wären wir Frauen keine Frauen und wäre kein einziges Kind auf der Welt. Dementsprechend, wir brauchen das, ne? Auch die Männer.
SPEAKER_01Wie mit allem erst die Abwesenheit von Dingen lehrt uns, wie wichtig sie eigentlich sind für ganz verschiedene Funktionen im Körper.
SPEAKER_00Ja, das stimmt. Aber trotzdem, wenn man sie haben will, auch wenn sie da sind, müssen sie im Gleichgewicht sein. Definitiv.
SPEAKER_01Weil zu viel des Guten ist auch zu viel des Guten. Aber deswegen finde ich es ja so wichtig, und das finde ich, muss viel mehr kommuniziert werden, dass wir testen. Definitiv. Nicht alles nur im Sinne von, das könnte, ja, ja, machen wir mal. Und das fehlt mir so gesamtgesellschaftlich auch, was seit Ärzte natürlich kommuniziert wird. Das ist nur eine Momentaufnahme, das hatten wir auch beim letzten Mal schon besprochen. Ja, aber dieser Moment, den wollen wir haben und wenn wir den standardisiert testen, haben wir auch ein repräsentatives Ergebnis, mit dem wir arbeiten können. Und ich glaube, das ist einfach, dass sehe ich in so vielen Fällen anhand der Tests, die ich machen kann, ganz gezielt sagen, pass auf, hier müssen wir nicht nur Fade verschieben, sondern hier ist auch ein mengenmäßiges Thema. Bei einer anderen Frau komplett anderes.
SPEAKER_00Das Problem ist, die Intervention ändert sich. Und das wäre halt tatsächlich in der einen Situation falsch. Es wäre kontraproduktiv. Genau. Obwohl die Symptome ähnlich sind.
SPEAKER_01Genau. Das ist es ja. Hätten wir beide einfach nur gesagt, wie sie sich fühlen, hätte ich gesagt, okay, das hört sich ja so an, also machen wir erstmal das, aber durch die Diagnostik habe ich natürlich eine ganz andere Treffsicherheit im Sinne von, was machen wir denn hier? Ja, weil da unterscheidet sich ja wirklich, was wollen wir hier eigentlich für ein Ziel erreichen.
SPEAKER_00Ja, und ich finde einfach, unsere Aufgabe ist immer quasi das Helfen zu definieren, welcher Test am meisten Input geben würde. Und dafür ist es einfach wirklich wichtig, dass man gut Symptome analysieren kann und so wirklich ein gutes, breites Bild hat auf das, was bei der Person vorgeht. Und dann kann man sehr stark variieren und sagen, okay, für dich wäre jetzt im Moment dieser eine Test der, der uns am meisten Info gibt und bei dir wäre das vielleicht was anderes. Ich finde, das ist total wichtig, weil es geht ja nicht darum, mit der Gießkanne jeden mit allem einmal durchzutesten, weil das ist super teuer, sondern es geht wirklich darum zu verstehen, welche Dynamik zeigt sich mir und was könnte dahinter stecken und mit welchem Test kann ich das dann ordentlich sehen. Ich wollte noch eine Sache dazu fügen, weil wir ja vorhin gesagt haben, was hat man denn noch so, wenn man quasi symptomatisch mit über unsere Kundengruppe spricht. Ich denke, ein ganz wichtiges Thema, weil du hattest das Thema Energielosigkeit angesprochen und auch Schlafprobleme, Gewicht würde ich noch dazu packen. Man denkt vielleicht immer so, ja, wenn man über Lipedem und Zellulite spricht, ist doch klar, dass das Thema Gewicht auch eine Rolle spielt, aber das ist gar nicht der Fall. Es gibt ja auch sehr schlanke Frauen, die ein Lipidem haben und oder Zellulite. Und ich denke aber, eine Dynamik, die eben sehr stark treibt hinter all diesen Dingen, sowohl der Energielosigkeit als auch möglicherweise dieser Unfähigkeit, das optimale Gewicht wieder zu erreichen, ist natürlich das Thema Insulin- und Blutzuckerregulation, was eben auch ganz, ganz häufig noch mit in diesem Topf quasi drin steckt. Und ich finde, damit wir das vielleicht für unsere Zuhörer so ein bisschen aufdröseln können, warum haben wir jetzt gesagt, es gibt viele andere Symptome, die so kommen in diesem P, in diesem Töpfchen, was die Frauen so mit sich in diesem Bauchladen, den sie so präsentieren, ist schlicht und einfach, das macht auch total Sinn, weil ein Symptom kommt nie alleine. Wenn man sich genau anhört, was denn diese Frauen so präsentieren, dann sind es Themen, die kann man wunderbar miteinander verbinden und man kann die Logik hinter diesen Symptomen finden. Und das finde ich eigentlich das Faszinierende, weil wenn wir dann sagen, okay, du bist zu mir gekommen, weil du das Symptom hast, bei dir zum Beispiel, ich habe Zellulite und ich möchte gerne, dass meine Beine anders aussehen oder ich habe ein Lypidem oder ich kann nicht schlafen oder ich habe Übergewicht oder ich bin müde oder ich habe Histaminprobleme. Wenn wir die Sachen ordentlich verbinden, die Punkte ordentlich verbinden, dann gehen quasi auch, verbessern sich auch die Symptome, die gar nicht uns zu der Person gebracht haben. Weil ganz realistisch ist es doch immer so, wir ertragen ganz viele Dinge und sagen, okay, ist halt so, ist halt so, ist halt so, so war ich ja schon immer, das sagt man ja auch gern, oder es gibt so diese Schuldgeschichte, da bin ich ja auch selber daran schuld, was uns ja auch immer so suggeriert wird. Und an irgendeinem Punkt haben wir ein Symptom, was uns so triggert, wo wir sagen, okay, und ich will das einfach nicht. Und ich kann das total verstehen, das dürfen auch optische Sachen sein, wobei ja ein Lipidem nicht alleine optisch ist, ist ja auch eine Schmerzgeschichte. Aber wenn ich sage, dieser eine Körperteil, ich möchte das jetzt so nicht mehr, dann darf ich mir bewusst sein, ganz viele andere Dinge stehen im Hintergrund, die auch gerne gehen dürfen. Symptome, die auch gerne gehen dürfen. Und das macht im Grunde die Magie aus, dass wir quasi, wenn wir ein Symptom als den Trigger ansehen und sagen, okay, wegen dieser Sache nehme ich mir jetzt Zeit für mich und ändere das, was für mich relevant ist, dann können wir an ganz, ganz vielen Stellen Verbesserungen schaffen.
SPEAKER_01Amen, Corinna, Amen, wirklich, das ist ja auch mein Reden. Ich liebe diesen Satz, den du gesagt hast, wirklich. Ich sage ja auch immer, wir räumen das Feld von hinten auf. Also wir räumen im Endeffekt von innen nach außen auf. Und das ist so, das wird immer so krass deutlich. Ich habe so viele Frauen, die kommen aufgrund der Beinthematik und gehen und haben keine Migräne mehr. Als Beispiel jetzt. Ich habe so viele Frauen, wo das Migräne-Thema Geschichte ist, im Sinne von wirklich von alle zehn, zwölf Tage oder mindestens einmal im Monat ist okay, das war jetzt mal wirklich, weil Stress und Hitze und emotionale Last, dass das mit ein Outcome ist. Und das finde ich immer so crazy. Und das sage ich auch immer, hey, das ist ein systemisches Thema. Wir kümmern uns ja nicht isoliert um dein Bein, sondern um die Prozesse dahinter. Und die Prozesse haben nicht nur Einfluss auf das Bindegewebe, sondern systemisch auf den gesamten Körper. Und das finde ich ja das Schöne an der Sache. Egal welche Motivation dahinter steckt und sei es nur, dass ich optisch motiviert bin, der Körper fängt an, sich zu sortieren. Und damit gehen dann Beschwerden, wegen denen ich gar nicht gekommen bin. Oder das gleiche Thema, ich habe so viele Frauen, die mir dann sagen, Atana, das ist mein erster Zyklus ohne Schmerzen. Also das ist so ein Nebending, okay, Zyklus PMS, aber daran, damit arrangieren wir uns Frauen ja auch, wir haben Schmerzen. So fühlt sich das an.
SPEAKER_00Wir haben ja auch Schmerzen zu haben. Genau, wir gehört ja dazu. Und das ist ja das normal. Also ich mache jetzt gerade eine Instagram-Reihe, weil mich das so nervt. Nicht nur, also je länger man sich diese Themen anschaut, desto wütender darf man durchaus auch werden. Aber die Sache ist, wir haben tausende von Daten, also es gibt wirklich, es gibt mehr Studien zu Erektionsstörungen als zum weiblichen Zyklus. Und ich hoffe nicht, 50 Prozent der Männer haben Erektionsstörungen, also nicht alle Männer haben Erektionsstörungen. Das heißt also, eigentlich passt es ja schon mal zahlenmäßig überhaupt nicht. Und auf der anderen Seite muss ich ganz ehrlich sagen, wenn wir uns überlegen, ja, es macht ja Sinn, Studien an Männern zu machen, aber die Auswertung ist über Jahrhunderte auch über Männer passiert. Also die Interpretation, es war ja lange Zeit so, dass im Grunde ein Studium für eine Frau, natürlich können wir jetzt sagen, ja, ist ja schon seit den 60ern Jahren, können wir ja, ja, aber das ist eine ganz lange Zeit und wir sind alle noch am Aufholen. Und die Frauen, die jetzt die Fragen stellen, die haben auch noch von Männern gelernt. Und das ist gar nicht böse gemeint, aber ein Mann wird eine Studie über weibliche Sexualhormone und Symptome absolut anders interpretieren, als eine Frau das tun wird. Das ist einfach Fakt. Und der einzige Punkt, wo uns das zugestanden wird, ist Kinder bekommen. Wo man sagt, okay, der Geburtsprozess, das ist was, wo Frauen einfach auch wirklich so die Hosen anhaben dürfen und die Experten sein dürfen. Aber alles andere wird immer davon ausgegangen, dass ein Mann in der Lage sein kann, das genauso zu beurteilen. Und ich bin mir absolut sicher, biochemisch können sie das. Aber es gehören da eben auch emotionale Faktoren dazu. Man kann nicht alles in Zahlen. Man kann es nicht alles in Zahlen fassen. Und dementsprechend ist es total wichtig, dass wir als Frauen auch uns das Recht nehmen, zu sagen, und weißt du was, ich habe jetzt vielleicht schon, seitdem ich meine Periode habe, jedes Mal PMS, ständig Migräne, muss immer Schmerzmittel nehmen, wenn ich meine Periode habe. Habe ich jetzt vielleicht 20 Jahre gemacht und ich habe das Gefühl, jetzt wo ich vielleicht dann auch Mitte 30, 40 bin, mein Gewicht ist nicht mehr handelbar. Ständig muss ich mich zusammenreißen, ich muss mich ständig kasteien, ich muss mich immer zurückhalten. Und dann kommen sie vielleicht an den Punkt, wo dann dieses eine Symptom kommt, was quasi das fast zu mir, die Beine schauen jetzt aus, so wie sie, jetzt im nächsten Sommer, so will ich jetzt, aber so will ich nicht mehr auf die Straße gehen, ich will so keine kurzen Hosen anziehen oder der Bauch ist so dick geworden. Ich habe schon so viele Frauen gehabt, die gesagt haben, ich habe das Gefühl, ich bin schwanger. Das ist einfach, wenn das Bauchfett sich quasi an den Organen absetzt, dass sie sagen, es gab einen Moment, wo ich gemerkt habe, ich kann meine Schuhe nicht mehr richtig binden, so geht das nicht weiter. Und auch wenn man dann immer so tut, als wäre das eine optische Sache, das ist ein Lebensgefühl, wo man dann endlich als Frau irgendwann sagt und jetzt reicht's. Es ist völlig egal, ich finde es weder schön noch angenehm, in diesem Körper zu leben. Und dann ist es unser absolutes Recht, daran was zu verändern. Absolut.
SPEAKER_01Und dafür stehe ich ja auch ganz groß, dass ich sage, hey, du hast das Recht, dich toll in deinem Körper zu fühlen, dich schön, dich attraktiv, dich nicht zu schämen, dass du keine Einschränkungen bei deiner Kleinauswahl großartig hast. Deswegen platzt mir auf die Hutschnur, wenn auf meinem Kanal dann immer diese ganzen Kommentare kommen, dass ich ja so sehr dem, wie gefalle ich einem Mann? Also als wird sich alles nur darum drehen, so dass ich stehe morgens auf und denke mir, was kann ich jetzt Schönes anziehen, um den Männern da draußen zu gefallen? Da denke ich mir, sag mal, hallo, guten Morgen geht's um. Wen zu Hölle interessiert hast, ich möchte mich toll fühlen, mich wohlfühlen. Mein erster Gedanke ist bestimmt nicht, welchen Mann möchte ich denn heute gefallen? Also es ist so.
unknownOkay.
SPEAKER_00Also ja, das ist ziemlich ineffektiv, wenn wir. Also wenn das darum ginge, würde ich jeden Tag im Schlafanzug rumlaufen. Und die Sache ist, nein, das tun wir nicht. Wir wollen uns wohlfühlen und wir wollen uns wohl in unserer Haut fühlen. Und ich finde es auch ganz wichtig, natürlich kann man sich auch wohlfühlen, wenn man mehr Gewicht hat. Das ist völlig okay, wenn man sich wohlfühlt. Ich bin der Überzeugung, es gibt einen gewissen Punkt, wo das tatsächlich kippt und wo man sich dann nicht mehr so wohl in seiner Haut fühlt. Ob man das schön findet oder nicht, das ist nochmal eine ganz andere Frage. Also das ist ja dann auch wieder was ganz Individuelles. Und da hat ja auch jeder sein Recht auf seine Meinung. Aber ich kann einfach sagen, ich war ja dreimal schwanger und habe dieses, also diese Gewichtsgeschichten natürlich mitgemacht. Man nimmt natürlich während der Schwangerschaft zu und ich habe tatsächlich in der dritten Schwangerschaft auch für meine Verhältnisse überproportional zugenommen. Das war nicht mehr schön. Ab einem gewissen Punkt war ich in meiner Bewegungsfreiheit sehr stark eingeschränkt. Und das ist was, was mich gestört hat, weil ich jemand bin, der sich gerne bewegt. Und dementsprechend ist es absolut unser Recht zu sagen: bis zu einem gewissen Punkt finde ich mich so schön und ich akzeptiere mich so und ich liebe mich so. Aber ab diesem Punkt möchte ich einfach sagen, so möchte ich das nicht und ich möchte gerne in meine Hosen passen, ohne dass es kneift und zwickt und ohne dass ich mir neue kaufen muss. Und ich möchte gerne kurze Hosen tragen können und ich möchte mich darin attraktiv fühlen. Und das ist völlig in Ordnung. Und wenn wir jetzt wieder zurückkommen auf das Thema, was wir heute besprechen wollten, wo wir gesagt haben, okay, es gibt eben natürlich einen hormonellen Einfluss, diverse, ehrlich gesagt, hormonelle Einflüsse, weil wenn wir über das Thema beispielsweise Blutzuckerregulation oder Schilddrüse sprechen, sind ja auch Hormone. Aber wir wollten nochmal auf die Sexualhormone zurückgehen, weil es natürlich ein großer Treiber ist, den man auch nicht sehen kann. Weil ich habe gestern nochmal unterrichtet zum Thema Hormonmetaboliten, wo immer wieder die Frage kam, ja, aber warum misst man das dann jetzt im Urin und nicht im Speichel oder im Blut? Ja, weil man diese Metaboliten im Speichel oder Blut nicht sehen kann. Das sind ja Stoffwechsel-Endprodukte. Unser Körper macht was mit den Hormonen. Und zum Schluss, wenn er damit fertig ist, scheidet er sie aus über den Urin. Und deshalb können wir die nur im Urin sehen. Das heißt, alles, was wir jetzt besprechen, wird euer Arzt euch nicht zeigen können, wenn er einen Bluttest gemacht hat, wenn er euch Blut abgenommen hat oder einen Speichetest gemacht hat, sondern wir brauchen einen Hormon-Metabolitentest. Und dann ist es eben so, dass unser Körper mit allem, was er so benutzt, das irgendwie wieder ausscheiden muss. Und bevor es ausscheiden kann, müssen die meisten Dinge erstmal wasserlöslich gemacht werden. Weil viele sind fettlöslich und wenn sie das nicht sind, wenn sie nicht wasserlöslich sind, dann muss der Körper eben so einen Metabolisierungsprozess durchgehen, damit er sie dann zum Schluss quasi binden kann und dann aus dem Körper raustransportieren. Das findet typischerweise statt über Stuhlgang und über Urin. Das sind so die größten Abfallbeseitigungswege. Und wenn wir eben über die Hormone sprechen, über die weiblichen Sexualhormone, ist das ganz stark der Urin, wo wir das dann eben auch sehen können. Und erzähl mal so ein bisschen, es gibt ja so drei Wege, die unser Körper sich aussuchen kann für das Östrogen. Und erstmal so ein bisschen erzählen, was es so grundsätzlich gibt und dann gucken wir uns die drei Wege auch nochmal an, was das so bedeutet, wenn unser Körper vielleicht den Falschen auswählt.
SPEAKER_01Genau, die drei Törche, ne, hatten wir letztes Mal auch schon mal. Da gibt es erstmal den 2-OH-Pfad. Das ist eigentlich der, den wir grundsätzlich am meisten bespielen möchten, weil der als, ich sag mal, metabolisch unschädlich gilt oder auch am besten entgiftbar gilt. Dann gibt es den 4-OH-Pfad. Das ist der, wo ich immer, der ist auch im Datchrot, ne? Das ist der Pfad, wo ich sage, da müssen wir ein bisschen Auge drauf haben, weil der schlussendlich Kinone bildet und Kinone können die DNA-schädigen langfristig. Und der ist halt ganz, ganz stark abhängig, dass wir Entgiftungsressourcen haben. Und das ist halt auch nochmal ein Engpass, auch genetisch, dass viele Frauen einen Entgiftungsengpass haben. Und da haben wir dann natürlich, wenn der Pfad sehr stark bespielt wird und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass DNA-Schäden dadurch folgen, aber der Körper nicht gut entgiften kann, ist das so der rote Pfad, den wir nicht haben wollen. Und der 16 Uhr-Pfad, das ist der dritte im Bunde, der gilt als Gewebeaufbauend, also als proliferative Pfad. Und das ist ein Pfad, der am Schluss, am Ende des Tages muss das ja auch alles am Ende des Tages entgiftet werden, aber es ist halt ja auch ein bisschen Entzündungsfahrt, ne? Entzündungsfahrt, Gewebeaufbauender Pfad und unter anderem auch der Pfad, den ich ganz häufig in Verbindung bringe mit diesen Knötchen, ja, Gewebeaufbau. Also irgendwas wird im Körper aufbauend, metabolisiert. Und zum Beispiel ist das ein ganz großer Pfad, der auch Lipedem-Umfänge und das Treiben von Fettgewebe beeinflussen kann. Wenn ich da stark reingehe, habe ich einen. Wachstumstrigger im Gewebe. Und das sind dann die Sachen, die, ich sag mal, je nach Ungleichgewicht den Körper auch ungleichmäßig beeinflussen. Das manchmal vom Groben her, das sind so die drei Törchen, die wir erstmal zur Verfügung haben. Der Körper entscheidet halt natürlich nicht wahllos, in welchen er geht. Und das ist auch wiederum abhängig von Lebenswandel und Genetik.
SPEAKER_00Und eine wichtige Sache, und ich finde, das ist nochmal was, ich finde es einfach immer so faszinierend, wenn es im Körper so logische Dinge gibt, die wir von außen sehen können. Und wenn man einfach die Logik mal versteht, dann versteht man eben auch ganz aktiv, was man tun kann. Aber du hast gesagt, dieser 16OH-Weg, der ist proliferativ, also gewebeaufbauend. Das heißt, wenn unser Körper verstärkt, das Östrogen metabolisiert in diese 16 OH, dann haben wir verstärktes Gewebewachstum. Insbesondere natürlich in Bereichen, wo viel Sexualhormone sich befinden, wie beispielsweise den Eierstöcken oder dem Brustgewebe. Aber dieser 16OH-Weg, also es gibt unterschiedliche Gründe, warum der Körper den wählt. Du hast gesagt Genetik, aber auch Lebensstil. Und ein ganz, ganz starker Faktor im Lebensstil ist das Thema Blutzuckerregulation und Insulinresistenz bzw. hohe Insulinwerte. Und wenn wir uns jetzt einmal überlegen, was Insulin eigentlich macht, Insulin ist ein Fettspeicher und auch ein Wachstumshormon. Und dementsprechend ist das natürlich dann eine doppelt fiese Situation. Wenn ich also nicht blutzuckerstabilisierend esse, wenn ich oder viel Stress habe. Das heißt, wenn ich in eine Situation komme, wo die Blutzuckerregulation nicht mehr optimal stattfindet, produziert mein Körper mehr Insulin, neigt dementsprechend schon mehr zu Fetteinlagerung, zu Gewebeaufbau, neigt dann auch mehr dazu, diesen 16OH-Weg zu nutzen. Das heißt, das, was ich dann mache, ist noch mehr proliferativ. Und das Gemeine ist auch noch, dass ja Fettgewebe auch noch hormonaktiv ist und wir in dem Fettgewebe dann verstärkt aus Testosteron Östrogen machen. Das heißt, wir noch mehr in diese Östrogenschiene rutschen. Und dementsprechend, das, was wir sehen im Körper, ist oft so absolut logisch und logisch verbindbar. Und wenn diese Frauen jetzt gar nicht anfangen würden, irgendwie gegen, also die natürlich, dass das, was dann gemacht wird, ist, oh, das Östrogen ist böse, so wie du vorhin gesagt hast. Und dann versucht man, die Östrogenlevel zu senken. Aber das Problem ist nicht das böse Östrogen, sondern das Problem in der Situation ist schlicht und einfach die Blutzuckerregulation. Und das wäre der Punkt. Metabolische Umfeld. Genau, wo wir angreifen sollten. Und eben nicht zu sagen, ja, jetzt nehme ich halt einfach irgendwelche Substanzen, es gibt ja tausend, die man da finden kann, und das Wundersupplement. Ja, das Wundersupplement, das betäubt das Symptom, wenn wir Glück haben. Aber das verändert nicht die Ursache. Und wenn wir diese Ursache nicht verändern, dann kommt das Symptom an einer anderen Stelle. Dann haben wir vielleicht jetzt die Sexualhormone gefesselt sozusagen. Wir haben denen gesagt, du gibst jetzt Ruhe, weil ich nehme die ganze Zeit was, was dich runter, aber das ist nichts anderes als eine Tablette, das ist nichts anderes als ein Medikament, nur dass es halt natürlich ist. Sondern im Endeffekt muss es darum gehen, die Ursache zu beheben. Und wenn wir diesen Frauen helfen, diese Ursache zu beheben, nämlich die Blutzuckerregulation zu optimieren, beispielsweise das metabolische Umfeld, dann fühlen die sich wieder fitter, dann können die nachts auch wieder besser schlafen, weil Unterzucker weckt einen nämlich blöderweise nachts auch ganz fies auf. Dann können sie Gewicht verlieren, dann fühlen sie sich wohler in ihrem Körper, speichern weniger Wasser und da ja zum Thema Blutzuckerregulation auch immer das Nervensystem gehört. Wenn wir das Nervensystem noch ein bisschen mitregulieren, schaffen wir, dass sie mehr Nährstoffe haben, dass sie besser verdauen können, dass sie sich im Ganzen besser fühlen. Und das nur mit einem kleinen Datenpunkt. Und das ist doch super spannend.
SPEAKER_01Deswegen im Coaching in der Ernährungsform starten wir immer mit einem permanenten Blutzuckermesser, einfach um da mal Dinge offen zu legen. Und das ist immer super spannend. Also ich glaube, also dass, ich sag mal, meine Zielgruppe, die sind schon ernährungstechnisch meistens gut aufgestellt. Das ist jetzt nicht jeden Tag nur Weingummis zwischendurch. Aber nichtsdestotrotz, Blutzuckerschwankungen hast du ja auch durch Nährstoffmängel. Du hast insbesondere auch durch Stresszuckeranstieg. Und das war super interessant. Also es war für viele komplett auch ein Eye-Opener, dass die sich das angeguckt haben und gesehen haben. Da waren die Weingummis deutlich niedriger im Blutzuckeranstieg als die stressige Situation in meinem Leben, die ich jeden Tag gefühlt 24-7 habe. Und dass das ein Lebensstilfaktor ist, der natürlich jetzt nicht von heute auf morgen so abzustellen ist, wie ich esse keine Weingummis mehr, aber allein dieses direkte Feedback-System zu haben, um zu sehen, ach krass, ne, so mein Blutzucker eskaliert hier, obwohl ich gar nicht gegessen habe. Und das ist ein Lebensstil-Ding. Und das hat wiederum Einfluss auf all meine hormonellen Faktoren und so weiter und so fort. Auf Laune und all das, was wir gerade aufgezählt haben. Ja, und dann sind wir wieder von der Schuld, weißt du?
SPEAKER_00Weil die Weingummis, also wenn eine Frau, lass uns bei deinem Beispiel bleiben mit der Zellulite. Die Frau hat Zellulite und die wird immer schlimmer und irgendwann reicht es ihr jetzt. Und sie möchte, dass das wegkommt. Was hat sie natürlich schon gemacht? Natürlich hat die Frau in der Regel Sport gemacht. Natürlich hat die Frau in der Regel Diäten gemacht, versucht abzunehmen. Natürlich hat die Frau höchstwahrscheinlich irgendwelche Supplements genutzt, die das Bindegewebe unterstützen können und sollen. Und natürlich wird diese Frau, wenn sie dann zwischendurch mal Bock hat, Weingummis zu essen, da sitzen und diese Weingummis nicht genießen können, weil sie genau weiß, dass das sicherlich nicht zuträglich ist für das, was sie haben möchte, für das Ergebnis oder das Problem verschlimmert. Aber die Sache ist, all die anderen Faktoren, die genauso schädlich sind. Oder vielleicht sogar schädlicher, weil das Weingummi isst sie vielleicht einmal im Monat oder zweimal im Monat. Aber der Stress oder die Fehlernährung oder die Nährstoffmängel, die sind konstant da. Und das wäre der viel, viel größere Hebel. Und das ist eigentlich die Situation, in die ich immer gerne kommen möchte und du sicherlich auch mit unseren Kunden, dass wir sagen können, okay, natürlich sind wir uns bewusst, es gibt Dinge in unserem Leben, die sind schädlich, die sollten wir nicht tun. Gibt es definitiv Dinge, von denen man die Finger weglassen sollte. Aber es gibt ganz viele Dinge, die sind situativ völlig in Ordnung. Und ich hätte gerne, dass wir die genießen können. Wenn ich, also ich mag mein Gummi nicht, aber ich liebe Schokolade, wenn ich Schokolade essen will, dann will ich sie genießen. Verdammt nochmal, dann will ich sie auch wirklich genießen können. Und nicht die ganze Zeit, und ich will nicht über meine Zellulite nachdenken oder über meinen Bauch, während ich die Schokolade esse, sondern ich will sie genießen. Und ich kann das in dem Moment, wo ich weiß, ich habe heute aber schon 20 andere Sachen gemacht, die eigentlich zuträglich sind. Und dann ist das, weißt du, die Schokolade heute Abend, das ist meine Ausnahme und es ist völlig in Ordnung. Weil im Gesamtkontext habe ich immer noch ganz viele positive Dinge getan für meinen Körper. Und ich kann euch aus, also wir sind jetzt ja wirklich beide schon alte Hasen sozusagen, auch wenn wir natürlich noch total jung sind, aber schon ewig lang dabei sind. Fresche alte Hasen. Genau. Aber wir haben schon genug Menschen gesehen, es ist nicht die eine Sache, von der die Leute wirklich mit so einem Gewicht auf ihren Schultern kommen und sagen, ich weiß ja, ich gehe nicht joggen oder ich weiß ja, ich esse dann immer, wenn ich meine Tage kriege, kriege, esse ich Weingummi oder ich weiß ja, sondern das sind die versteckten Sachen. Und wenn wir die versteckten Sachen aufstecken können, dann können wir auf so vielen Ebenen Erleichterung schaffen und endlich die Erlaubnis, nicht die ganze Zeit Blödsinn zu machen, aber ab und zu auch mal was zu tun, was nicht absolut vernünftig ist, um das zu genießen.
SPEAKER_01Ja, und das sage ich ja auch immer, auch dass gerade das ganze Thema Kohlenhydrate Zucker im richtigen Kontext sogar positiv fürs Bindegewebe ist. Das erzählt einem ja auch keiner. Also das heißt also, diese ganzen Mythen, die wir ja im Kopf haben, ich habe so viele Frauen im Erstgespräch, ja, weil ich keinen Sport gemacht habe, ist das jetzt auch schlechter geworden. Nee, also vielleicht denkst du, dass das in dem Zusammenhang steht, aber ich kann dir sagen, Sport hat vielleicht 3% einen Anteil daran, weil das ja medial vermittelt wird. Es ist der Sport, es ist der Zucker. Und genau die Dinge sind es halt eben nicht. Also am Ende des Tages, klar, Zucker im gewissen Kontext, aber wir denken ja ganz oft halt so, das ist der Grund und deswegen trägt es sich so zu. Aber oftmals, wie du schon sagst, haben wir ganz andere Stellschrauben.
SPEAKER_00Also ich liebe Sport, habe schon immer Sport geliebt, habe schon immer viel Sport gemacht. Aber wenn ich so viel Sport mache, wie ich es gerne möchte, wenn ich meine Zeit zulässt, dass ich so viel Sport mache, wie ich es gerne möchte, steigt mein Hunger exponentiell. Ist ja auch logisch. Ist ja total logisch. Das heißt, für mich, also auf meine Figur, natürlich sehe ich für mich besser aus, gefühlt, wenn ich Sport mache, weil ich mag das, wenn meinen Körper eher muskulös aussieht. Also ich habe mehr Muskulatur. Aber ich bin nicht dünner, wenn ich mehr Sport mache, weil ich tendenziell deutlich mehr esse. Ich habe deutlich mehr Energiebedarf. Mein Körper sagt mir das dann. Und der sagt mir das dann sehr, sehr laut. Und der sagt mir das auch nicht immer mit vernünftigen Lebensmitteln, die er dann gerne hätte. Aber im Endeffekt ist es, und ich denke, vielleicht quatschen wir da einfach auch mal in der nächsten Folge nochmal drüber. Es gibt so viele Mythen, von denen uns gesagt wird, ah, wenn du das machst, ah, wenn du den Kaffee wechselst, du wirst nicht gesünder, weil du den Kaffee nicht weglässt. Und du wirst, also ich habe mal einmal ein Gespräch gehabt mit einem Schlafcoach, wo ich gesagt habe, ich schlafe total gerne vorm Fernseher ein. Das hilft mir total. Meine Schlafqualität, und ich tracke das ja, ist besser, wenn ich im Bett Fernseh schaue, wo der dann so total, überhaupt nicht, du würdest viel besser schlafen, wenn du den Fernseher ausmachen. Dann habe ich das wieder ausprobiert, weil ich bin ja jemand, der das gesagt hat, stimmt überhaupt nicht, ich schlafe am besten. Ich schlaf wunderbar. Und deshalb, es ist total wichtig, dass wir verstehen, es ist nie eine Sache. Und natürlich gibt es Dinge, die im Übermaß schlecht sind. Aber, und das wissen wir ja auch, spätestens wenn wir mal Kinder großgezogen haben oder an unsere eigene Kindheit denken, die verbotenen Sachen sind immer die, die am meisten Spaß machen und am schwierigsten wegzulassen sind. Das heißt, selbst die Dinge, von denen wir wissen, sie sind vielleicht jetzt nicht so optimal, es wäre doch psychologisch viel schlauer zu sagen, okay, aber sie sind nicht verboten. Wenn es denn mal sein muss, dass du deine Weingummise isst oder ich meine Schokolade, dann ist das völlig in Ordnung. Wir gucken einfach nicht und wir gucken einfach, dass es nicht jeden Tag passiert. Und wenn wir es schaffen, dass dein Blutzucker stabilisiert ist, kommst du gar nicht in diese Versuchung, ständig Süßigkeit zu essen.
SPEAKER_01Ja, das ist eingebettet in ein Gesamtkonzept, dass man trotz täglich Mini-Dosierungen von dem, was man liebt, das metabolische Umfeld trotzdem stabil bleibt. Das geht ja auch, ja. Das Problem ist eher Snacking den ganzen Tag oder schon Brötchen mit Marmelade zum Frühstück als krasseres Beispiel. Also ich glaube, gut kombiniert, musst du doch nicht mal sagen, das ist jetzt die Monatsausnahme. Das bewahre ich mir jetzt für meine Periode vor, sondern das ist völlig easy. Also ich habe jeden Tag meine Inseln, aber ich kombiniere sie so, dass es metabolisch passt und dann ist das in Ordnung.
SPEAKER_00Und ich denke, das ist auch wichtig. Das haben wir ja auch. Jeder hat so seine Inseln. Ich habe früher, als ich noch jünger war, habe ich wirklich deutlich mehr Schokolade gegessen. Da habe ich heute witzigerweise nicht mehr so das Bedürfnis. Manchmal ja, aber selten. Aber meine Insel ist mein Kaffee. Ich liebe Kaffee und ich hasse Kaffee, wenn er schwarz ist. Ich mag das einfach nicht. Und das ist meine Insel. Und ich weiß einfach, dass es mir gut geht, wenn ich ihn trinke. Und ich habe das jetzt mit einem CGM getrackt und ich habe mir meinen Ohr-Ring angeguckt und ich habe Dinge ausprobiert. Und ja, gewisse Dinge tun einfach gut. Und ich kann euch, ich muss nochmal die Studie raussuchen, aber es ist ja so, dass Kaffee eine Entgiftungsphase anregt, insbesondere was die Östrogenentgiftung angeht. Aber Phase 2 muss hinterherkommen. Genau, die Phase 2 sollte hinterherkommen, aber die Phase 1 regt schon mal an und die Phase 2, ich esse ja auch gern Brokkoli, das heißt, ich denke, die läuft bei mir. Aber das ist halt die Sache, weil ganz viele Leute sagen immer, ja, das ist aber schlecht und das weiß doch jeder. Und da finde ich es auch wieder, Kaffee ein super Beispiel. Jeder weiß doch, dass Kaffee nicht gut ist. So ein Schwachsinn. Also wenn du mit mir durch den IKEA läufst und wir kommen in diese Kerzen, in diesen Kerzenbereich, das ist eh, ich bin super anfällig für Gerüche. Da muss ich durchgehen und meine Nase zu halten, weil mir wird es absolut kotzübel, wenn das so riecht. Früher, ich war ab und zu mal in der Kirche ganz am Anfang und wenn die mit dem Wahlrauchbändel da vorbeigekommen sind, dann bin ich in Ohnmacht gefallen. Also ich kann gerade solche aromatischen Giftstoffe unglaublich schlecht entgiften. Also mein erster Freund hat immer gesagt, das wäre mit den Zatern ausgetrieben. Aber es ist bei IKEA auch so, und ich denke, da geht es um was anderes. Jedenfalls, wenn ich aus dem Ikea komme und das geschafft habe, quasi da nicht umzufallen, dann brauche ich einen Kaffee. Und in dem Moment, wo ich einen Kaffee getrunken habe, ist es wieder okay. Ja, warum? Weil meine Entgiftung wieder angeregt wird. Und dementsprechend dieses Pauschal zu sagen, gut, böse, schwarz-weiß, ne, und nur wenn du dies nicht jedes machst, kannst du dein Ziel erreichen, finde ich, hat uns noch nirgendwo hingebracht.
SPEAKER_01Nee, definitiv. Deswegen ist ja diese Individualität auch durch Diagnostik gegeben. Und das finde ich auch so schön. Das hatte mir ja gestern auch noch mal eine Kundin geschrieben. Viele Dinge weiß man irgendwie intuitiv schon. Aber es fehlt noch so der letzte Anschubser. Und wenn du mal schwarz auf weiß siehst, wie Dinge bei dir aussehen, das macht einen Riesenunterschied, auch wenn du vielleicht insgesamt Dinge schon weißt. Du siehst, du suchst immer noch eine Hintertür. Ja, es könnte ja vielleicht, aber irgendwie weiß ich das aber, na, vielleicht, und dann, ach, komm weg damit. Aber hast du einmal die Thematik schwarz auf weiß, sei es durchzukaufen, Metzgerät, sei es durch diagnostische Tests, wie Hormone-Test, sei es durch genetische Tests, du, das kannst du nicht mehr leugnen. Und wenn du das einmal schwarz auf weiß siehst, das macht was mit dir. Aber im Positiv. Impositiven, dass du merkst, okay, vielleicht sollte da jetzt eine Handlungskonsequenz raus erfolgen, weil es ist, wie es ist. Und ich glaube, das ist halt super wertvoll, weil das spiegeln mir super viele Frauen, dass sie genau diesen positiven Popotritt oft haben, weil die Dinge in die Sichtbarkeit zu holen, was anderes ist als, ah, ich merke, mein Körper signalisiert mir was, weil das ist dann immer noch nicht greifbar. Man merkt es, aber es ist nicht greifbar.
SPEAKER_00Und das ist so lustig, weißt du, weil bei Gesundheit wird das so problematisiert. Da wird es so getan, als wäre das irgendwie was Böses. Man hat jetzt quasi den Tritt in den Hintern, sorry, da ruft mich jemand an, den Tritt in den Hintern bekommen. Und im Endeffekt, jetzt verändert man was. Und es wird dann so getan, als wäre das irgendwie problematisch. Faktisch, wenn ich jetzt so an meine Kids denke, mein Jüngster weigert sich ja, seine Hausaufgaben zu machen oder seine Hefte ordentlich zu führen und bla bla bla, was man dann alles so, ne, und dann kriegt er jetzt halt, und ich habe ihm immer gesagt, weißt du, du bist jetzt in der fünften Klasse, das funktioniert jetzt so nicht mehr. Du musst lernen, du musst dein Zeug ordentlich halten, du musst in deinem Leben Dinge verändern, damit du keine negative Konsequenz hast. Und er immer so, blöde Mama, jetzt hat er die Konsequenz. Genau, jetzt hat er lauter Fünfer geschrieben, jetzt ist ihm aufgefallen, er muss was verändern an seinem Verhalten. Und es ist halt, genauso ist es bei uns Erwachsenen auch. Wir wissen alle, wir brauchen eigentlich gewisse Dinge mehr und gewisse Dinge weniger. Aber das Umsetzen ist manchmal unangenehm und unbequem. Und dementsprechend brauchen auch wir manchmal die fünf in Form von einem Testergebnis, wo wir dann sagen können, okay, ich glaube, es macht wirklich Sinn, da jetzt mal genau hinzuschauen. Und wenn wir wissen, es tut uns auf so vielen Ebenen gut, dann lohnt sich es halt auch. Wenn ich nur wegen einer Sache alles ändere, nur wegen meinem Erdkundelehrer hätte ich auch nicht alles geändert. Aber wenn es plötzlich der Englische und der Matto und der Biolehrer auch.
SPEAKER_01Dann ist das schon ganz anders. Also bei meinen Frauen ist es tatsächlich eher so, dass die, ich muss die eher nicht stoppen im Sinne von, sondern die sind so übereifrig, dass sie über das Ziel hinaus schießen. Also weißt du, so restriktiv, so kann man sagen. Also dann wird nicht nur übertrainiert, sondern da werden noch Kalorien zu massiv reduziert, es wird kein Fett mehr gegessen, weil Fett ist böse. Also weißt du, man nimmt sich alles, was man da gehabt hat und überspielt oder überschießt das Ziel oder schießt das komplett am Ziel vorbei, dass das eher so dann der Punkt ist, dass ich sage, okay, wenn wir jetzt mal diese ganzen Fitnessmythen und alles, was uns geraten wird, noch übereisbaden, wenn wir das jetzt mal zusammennehmen, was hat das mit deinem Körper gemacht? Nämlich gar nichts. Also nehme ich gar nichts im Sinne von positiv. Und ich glaube, dass das dann auch nochmal ein Zurechtrücken sein kann. Ich muss dir überhaupt nicht auf alles hören, was mir geraten wird, an tollen Tipps, die bestimmt für irgendwen funktionieren mögen da draußen. Aber gerade für uns als Frau oftmals gar nicht, vor allem nicht in der Summe. Also nicht in Verbindung mit dem ganzen Apparat, der eventuell für den Partner oder für den Mann oder für den Freund super funktioniert.
SPEAKER_00Eine jüngere Frau, weißt du, in einem anderen. Genau. Und deshalb lass uns da tatsächlich beim nächsten Mal mal weitermachen. Wir gucken uns mal so ein paar Mythen an, was gut und was schlecht ist und was vielleicht situativ gut und schlecht ist. Weil im Endeffekt, also ich denke, jede Veränderung kann was Gutes und was Schlechtes mit sich bringen. Aber das Wichtige ist doch einfach, wenn wir entscheiden, ab morgen mache ich etwas anders, dann muss ich doch wissen, was bringt mir am meisten. Da kommt wieder der Betriebswirt in mir raus. Also würde ich das doch angucken. Ich wollte die unterschiedlichen Optionen mir anschauen und eine Kosten-Nutzen-Analyse machen und sagen, okay, also wenn ich jetzt die eine Sache mache und es kostet mich so viel Geld und Zeit und Emotion und es kommt so eine kleine Veränderung raus oder ich mache die andere, die kosten mich das gleiche, aber die Veränderung ist so, ja, dann ist relativ logisch, was ich mache und wo ich dann auch dabei bleibe. Und deshalb schauen wir uns das beim nächsten Mal an, wenn wir uns wiedersehen. Schauen wir uns die großen Mythen an, die großen Empfehlungen, die da so rumschwirren, was wir so alles tun sollten, damit alles besser wird in unserem Körper. Da müssen wir uns aber eine lange Liste machen.
SPEAKER_01Vielleicht machen wir mehrere Sessions. Mein Instagram wird überspielt mit solchen Sachen, die man jetzt alle machen sollte und machen muss und die alle irgendwie toll sind. Genau, das nehmen wir gerne auseinander.
SPEAKER_00Sehr schön. Dann bedanke ich mich für heute und dann sehen wir uns zur nächsten Folge mit den Lytten um die Frauengesundheit.
SPEAKER_01Ich freue mich sehr.
SPEAKER_00Bis dann. Ciao.