Männlichkeit mit Herz

Raus aus dem Kopf: Beende das Gedankenkarussell

Felix Achcenich

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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Das ständige Kreisen der Gedanken fühlt sich an wie Vollgas im Leerlauf: Viel Lärm, kein Vortrieb. Wir nehmen dich mit in eine klare, körperbasierte Praxis, die den Verstand beruhigt und Energie freilegt – ohne weitere Apps, ohne komplizierte Routinen. Statt dich noch tiefer in den Kopf zu ziehen, holen wir dich zurück in den Körper.

Wir sprechen darüber, warum männliche Fokuskraft so oft zur Verkopfungsfalle wird und wie moderne Reizfluten durch Social Media, Notifications und endloses Sitzen das Nervensystem überdrehen. Du erfährst, wie Haltung Stress triggert, warum der nach vorn gezogene Brustkorb Alarm im System auslöst und weshalb Kaffee und Zucker am Tag und Alkohol am Abend nur scheinbare Lösungen sind. Der Kern: Embodiment. Zwei Tools machen den Unterschied. Erstens die Atemtechnik, die den Brustkorb bewusst erweitert, die Atmung vertieft, Klarheit schenkt und den Schlaf fördern kann. Zweitens das Schütteln – inspiriert von der Intelligenz der Tiere –, das Anspannung, Wut und aufgestaute Emotionen über den Körper entlädt und dich wieder handlungsfähig macht.

Wir führen dich Schritt für Schritt durch beide Übungen, geben sichere Rahmenbedingungen und zeigen, wie du sie in volle Tage integrierst: Kurz vor Meetings, nach Streit, vor dem Schlafengehen. Das Ziel ist nicht Askese, sondern Selbstführung. Wenn der Körper wieder spricht, folgt der Kopf. So entstehen mehr Ruhe, bessere Entscheidungen und echte Stärke, die Herz und Klarheit verbindet. Wenn dich Grübeln müde macht und du dir mehr Präsenz, Energie und Gelassenheit wünschst, findest du hier einen direkten Einstieg – praktisch, wirkungsvoll, alltagstauglich.

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Willkommen bei Männlichkeit mit Herz. Hier lernst du, wie du Klarheit findest, Energie aufbaust und echte Stärke lebst. Mit Übungen, die dich fordern und mit Herz, das dich verbindet.

Männergeist, Fokus und Verkopfung

Aufmerksamkeitsfalle und die Folgen

Embodiment statt nur Sitzen

Energie, Nervensystem und Alltagssüchte

Sicherheitshinweis und Übungsrahmen

Atemübung: Brustkorb erweitern

Schütteln: Stress lösen

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Du bist ständig im Kopf, du kommst nicht zur Ruhe, du willst endlich mal abschalten können. Du wünschst dir, dass endlich mal alles einfach ist, dass deine Frau aufhört, rumzuzicken, dass sie die Arbeit leicht von der Hand fällt, dass du endlich mal deine Ruhe hast. Wenn es dir so geht oder so ähnlich, dann ist diese Folge für dich. Dann bleib dran und hör jetzt zu. Mein Name ist Felix Achtzenig, ich bin der Host vom Podcast Männlichkeit mit Herz und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast. Ja, und wenn du das kennst, dieses ständig im Kopfsein, dieses ständig grübeln zu müssen, über Dinge nachzudenken, dann hey, die gute Nachricht, das ist der Charakter des Mannseins. Deswegen haben Männer auch, wenn wir uns schauen, wer hat denn Meditation praktiziert oder wer praktiziert Meditation in der Regel? Männer und alte Traditionen, Buddhismus, auch die Yogis, die Hinduisten, etc. Also, ich will jetzt nicht die halbe Weltgeschichte auspacken, aber sie haben das früh verstanden, vor Jahrtausenden schon verstanden, dass wir in dem sogenannten Affengeist leben. Und gerade bei uns Männern ist es extrem, wir sind extrem verkopft. Wir arbeiten primär mit unserem Verstand. Und deswegen sind wir auch so verkopft auf Grundlage der Tatsache, dass wir Männer sind und sehr mit unserem Verstand unterwegs sind. Wer sind die größten Erfinder, wer sind die größten Entdecker hier auf unserem Planeten? Natürlich sind das Männer, weil Männer haben auch die Eigenschaft, sie können sich extrem stark fokussieren auf einige wenige Dinge und haben dadurch ein unheimliches Potenzial, auch neue Dinge zu erfinden, neue Dinge zu entdecken. Und wenn du das richtig nutzt, dann kann das wirklich dein Leben absolut bereichern. Aber die Kehrseite der Medaille, es gibt immer zwei Seiten, das ist genauso wie mit den Energien hier auch nochmal gesagt. Natürlich können das Frauen auch. Frauen natürlich auch konzentrieren und Frauen sind auch teilweise verkopft. Aber von der grundsätzlichen Energie, es geht hier immer um die Essenz der Energie, ist die weibliche Energie eher im Fühlen und der Mann ist eher im Verstand, es ist eher das Rationale so, ne? Wie, ich rechne das jetzt aus, ich messe das aus. Und die Frau, oder das Feminine ist eher so, ich fühle mal in mich rein, ich gehe mal meiner Intuition nach, wo der Mann dann wieder sagt, ja, aber ich muss doch hier erstmal das erproben, ist es wissenschaftlich belegt, aber ich muss es erstmal ausmessen oder rechnen und erstmal mir die Zahlen und Daten angucken. Und das ist der Riesenunterschied. Und als Mann, wenn du das nicht, wenn du deinen Verstand nicht trainierst und da ansetzt, dann bist du verloren, weil dann bist du ein Sklave deines Verstands und das, wie gesagt, haben schon die alten Kulturen frühzeitig erkannt, dass wenn du nichts änderst oder wenn du nicht an deinem Verstand arbeitest und gerade in der heutigen Zeit, wo alle um unsere Aufmerksamkeit bohlen, das habe ich schon in einer vorigen Folge mal gesagt, es geht nur noch darum, bitte seh mich, lieb mich, das Handy, das blinkt die ganze Zeit auf, tausend Mitteilungen, du bist bei Social Media, jedes Video will ja geguckt werden. Die Unternehmen haben ja ein Rieseninteresse daran, dass du möglichst lange dranbleibst und möglichst viel konsumierst. Also es geht permanent um deine Aufmerksamkeit und natürlich um deine Daten. Weil mit deiner Zeit und deiner Aufmerksamkeit, die du verbringst, fütterst du das Ding natürlich auch mit Daten ohne Ende. Und damit wissen die noch mehr, was du konsumieren willst und bleibst noch länger dran. Aber dieses Verkauftsein, und das sage ich dir hier an der Stelle ganz ehrlich, und ich nehme mich da nicht aus. Bei mir ist es so, wenn ich meine Praxis nicht regelmäßig mache, da komme ich später nochmal zu, dann bin ich wieder, wie jeder andere auch, wie jeder andere, der keine Praxis macht, dann bin ich total verkopft, ich bin nicht in der Energie, ich kriege nichts richtig hin, weil ich nur darüber am Nachdenken bin, was ich eigentlich machen will und über irgendwelche Probleme grüble und meine Gedanken hin und her schiebe und aber nichts getan habe, total passiv bin. Und ich sage hier wirklich ganz provokativ, das ist das Problem Nummer eins der meisten Männer. Das ist verkopft. Verkopft sein, verkopft sein. Ich hab mir das hier, ich mache mir so ein paar Notizen für jede Folge, damit ich hier nicht komplett den Faden verliere. Was habe ich mir aufgeschrieben? Das ist mir sofort in Gedanken gekommen, als ich mir gerade nochmal Notizen vor dieser Folge macht, ist mir in den Kopf gekommen, verkopft hoch 10. Also okay, mit drei Ausrufzeichen. Ja, und ich habe das die letzte Zeit auch wieder bei mir gemerkt. Ich habe jetzt momentan mit dem Podcast gestartet, dann habe ich gerade noch eine berufliche Veränderung. Ich fange jetzt einen neuen Job an im Februar. Und bei meiner Frau standen jetzt auch einige Veränderungen an. Das Kind war wieder krank und wie das halt so ist, so ist das Leben. Es ist ja nie irgendwie so, ja, ich lege mich nur hin und alles ist entspannt. Nee, das wäre ja auch langweilig. Aber was ich sagen will, ich habe durch diese Phasen, jetzt in den letzten Wochen und Monaten, habe ich wieder meine Praxis vernachlässigt. Also was habe ich vernachlässigt? Ich habe meine Meditationspraxis vernachlässigt. Das heißt also mal wirklich stillzusitzen und in die Meditation zu gehen. Aber wir sitzen ja und ich will jetzt nicht sagen, das ist gut. Wirklich mal so 10, 15 Minuten, da gibt es auch wieder Studien zu, also für die Männer, lest gerne nach. Ich verlinke die jetzt nicht, aber es gibt da schon gute wissenschaftliche Belege zu, dass selbst 15 Minuten tägliche Aufmerksamkeit oder Achtsamsmeditation wirklich eine Menge bringen. Also das senkt deinen Stress, es fördert auch deine Aufmerksamkeitskapazität, also du kannst dich auch besser konzentrieren und auch dein allgemeines Wohlbefinden, es soll den Schlaf verbessern etc. Aber was ich hier sagen will, ich meine, es ist primär ja ein guter Ansatz, aber für die meisten Männer, die sitzen doch eh schon den ganzen Tag und sind in ihrer Burne. Und jetzt noch mehr zu sitzen und noch mehr zu meditieren, halte ich für nicht den 100% richtigen Ansatz. Also versteh mich nicht falsch. Meditation eine gute Sache, ich will aber auch noch auf was anderes hier hinaus. Nämlich, wir reden hier von Embodiment. Und wenn du Embodiment noch nicht gehört hast, dann herzlich willkommen. Dann hat sich jetzt eine neue Tür für dich geöffnet. Wenn nicht, kann ich dich hier nochmal daran erinnern, Embodiment, also Körperarbeit im Allgemeinen, kann ich dich noch dazu einladen, da wieder anzufangen, reinzugehen in die Körperarbeit. Weil Körperarbeit ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig, weil wir zum Großteil nur noch sitzen und vor Bildschirmen. Also, wenn du jetzt keinen Sport noch irgendwie aktiv machst oder so, dann in der Regel, wenn ich meinen Arbeitsalltag sehe oder mein meinen Alltag, ich habe ja teilweise auch noch Homeoffice, was mache ich dann? Ich stehe morgens auf, gehe vielleicht in die Küche, gehe ins Bad. Nicht vielleicht, ich gehe in die Küche, gehe ins Bad, mache mich fertig, aber dann schwinge ich meinen Hintern ins Büro und sitze hier mehr oder weniger den halben Tag nur vorm Rechner. Natürlich bewege ich mich dann ab und zu mal, indem ich wieder auf Toilette gehe oder zum Kühlschrank, keine Ahnung. Und ich gehe auch mal eine Runde um Block in meiner Mittagspause. Aber zum Großteil sitze ich. Und nachmittags, na klar, ich mache auch Sport zwei, dreimal die Woche, zweimal Kampfsport und dann mache ich so noch einen Ausgleich. Ich versuche jeden Tag ein bisschen was zu machen. Aber überleg mal, zwei, drei Stunden Sport in der Woche gegen jeden Tag acht Stunden Sitzen, das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein. Und wir sind dann ja auch noch zusätzlich, wenn wir noch mit dem Auto ins Brot fahren, sitzen wir auch wieder, abends sitzen wir nochmal auf dem Sofa, gucken Fernsehen. Also wenn du deine Sitzzeit mal hochrechnest, dann würde ich mal vermuten, also ich bei mir, ich weiß nicht, ich sitze 80% des Tages oder so. Also jetzt mal so aus dem Blauen heraus, ohne dass ich jetzt eine große Tabelle pflege. Aber es ist wirklich eine Menge. Und wir sind da auch absolut verkopft deswegen, weil wir uns gar nicht mehr spüren, weil wir gar nicht mehr im Körper sind. Wir atmen flach, wenn wir sitzen. Wir haben ja meistens auch eine schlechte Haltung. Wir sind da nach vorne gezogen, die Schultern fallen nach vorne. Wir haben irgendwann diesen bekannten Geierhals, der dann sich nur nach vorne schiebt und haben dann einen runden Rücken, habe ich auch diese Problematik, wo ich jetzt merke, ich gehe auf die 40 zu, ja, und ich merke, ich muss oder ich will mal wieder ein bisschen mehr machen. Also ja, weil wenn ich es nicht mache, dann lässt es irgendwann, dann lasse ich es komplett schleifen, das ist gar nicht gut. Also, Embodiment, Körperübung, raus aus dem Kopf kommen, darum geht es. Raus aus dem Kopf kommen und Energie im Körper aufbauen. Das Ganze, wir haben ein großartiges Nervensystem und wir benutzen ja das Nervensystem zum Großteil, also aktiv nur für unser Denkaparat. Das ist immer nur Denken, denken, denken, denken in der Räuti sein. Wir sitzen, sitzen, sitzen. Aber unser Nervensystem ist ja nicht nur unser Gehirn, sondern unser Gehirn ist mit unserem ganzen Körper, mit ganz vielen Nervenbahnen verbunden. Also ich bin jetzt hier kein Arzt und Therapeut und aber ich will dir sagen, wenn du natürlich jetzt irgendwie dein Fuß berührst, dann hast du eine Empfindung, wenn du deine Hände berührst, hast du eine Empfindung. Und gerade in diesen Bereichen, in Füßen und Händen, hast du besonders viele Nervenbahnen und überall, du kannst ja im ganzen Körper berühren und du hast immer eine Empfindung. Das heißt also, ja, du hast ein Nervensystem und du bist ein fühlender Mensch. Und da wieder reinzukommen in dieses Spüren, in dieses Fühlen. Weil, was ist, wenn du es nicht machst? Also die Konsequenzen sind ganz klar, du versackst, du hast wenig Energie, wenn du die ganze Zeit nur rumsitzt, rumhängst. Ja, was machen viele? Wenn ich viele von meinen, in meinem Umfeld beobachte, und da bin ich selber auf diese Falle, bin ich jetzt auch schon wieder reingefallen oder in diese Falle getappt, viele, die ich so beobachte, die trinken dann ihren Kaffee-Stimulanz. Also ganz klar, ich habe nichts gegen Kaffee trinken, aber das pusht halt künstlich. Trinken Kaffee, essen Zucker. So, und dann, um abends noch ein bisschen runterzukommen, weil sie sich halt dann auch nicht bewegt haben, nicht körperlich ausgepaut sind, wird halt Alkohol getrunken. Also das ist so der Klassiker. Kaffee, Zucker tagsüber, um zu pushen und abends dann halt Alkohol, um zu beruhigen. Und natürlich in gewissen Maßen, und das ist alles Genuss und es kann ja auch schön sein, mal ein Glas Bier, mal ein Glas Wein, mal eine Tasse Kaffee, mal ein Stück Kuchen. Hey, so, ich mach das auch gerne. Ein Kaffee trinken und mal einen Kuchen essen. Aber ich merke, wenn ich das dann brauche, um zu funktionieren, dann schlägt es ins Gegenteil um. Dann bin ich nämlich noch müder, noch schlapper, weil ich meinen Körper nicht das gebe, was er eigentlich braucht. Und das ist dann oftmals wirkliche Ruhe und Entspannung, guten Schlaf und natürlich auch richtige Bewegung. Deswegen, Embodiment, wieder ins Spüren kommen, eine hohe Energie herstellen, weil du brauchst hohe Energie. Jetzt werde ich auch ganz energetisch, wenn ich das sage, ich brauche eine hohe Energie. Ja, weil gerade als ich das über die ganzen Sitzen habe ich auch gemerkt, wieder einversackt hier. Ich sitze hier gerade auf dem Stuhl. Ich glaube, ich nehme mir auch mal vor, die Folgen vielleicht mal wieder im Stehen aufzunehmen. Es ist wahrscheinlich an der Stelle auch mal ein ganz guter Punkt. Also eine hohe Energie herstellen, richtig elektrisieren, weil unser Nervensystem die Impulse sind, elektrische Impulse. Das ist ja messbar auch. Und das willst du wiederherstellen, indem du in Bewegung kommst, indem du in den Austausch kommst. Und ich will die Folge heute mal ein bisschen kürzer halten, mal so rein aus ein Experiment zu wagen, sonst gehen die Folgen ja immer so um die 20 Minuten. Ich will es hier heute ein bisschen kürzer halten, weil die Zeit, die wir jetzt heute sparen, ich lade dich heute ein und wie gesagt, alles kein Muss, ich lade dich ein. Bitte auch immer bei diesen Übungen, falls du, das will ich auch nochmal sagen, ich bin hier kein Arzt oder auch kein Therapeut, ich bin systemischer Coach und falls du irgendwie körperliche Beschwerden hast oder dir nicht ganz wohl ist, bitte lasse das vorher von einem Arzt abklären. Und bitte mache die Übung nur, wenn du es dir auch zutraust und du auch keine gesundheitlichen Gebrechen hast und lass es im Zweifel vorher mit dem Arzt abklären, weil es bringt hier alles nichts, wenn ich dir hier irgendwas sage und du machst hier heruck eine Aktion und verletzt dich noch dabei, das will hier wirklich, das will ich bitte, bitte nicht, auf gar keinen Fall. Und deswegen checke das bitte selber. Sei achtsam mit dir und deinem Körper, mit dir selbst und mach das nur, was dir auch wirklich gut tut. Also in dem Sinne, dass du dich jetzt nicht zerlegst. Also auch wenn so eine Übung mal anstrengend ist, dann guck trotzdem, dass du dich nicht zerlegst mit der Übung. Also irgendwie verletzt. Also, lass uns mit dem ersten Punkt anfangen. Das ist Punkt Nummer eins. Es gibt ja heute zwei Übungen mit und das ist meines Erachtens, ich finde die Übung sehr gut. Übung Nummer eins, die Atmung. Die Atmung heißt Brustkorb erweitern. Warum Brustkorb erweitern? Weil wir die ganze Zeit sitzen, und das hatte ich ja gerade schon am Anfang gesagt, wir kauern uns nach vorne. Die Schultern sind nach vorne gezogen, weil wir meistens irgendwie eine Tastatur in der Hand haben und eine Maus. Oder wir haben das Smartphone in der Hand und sind nach vorne gebeugt. Schultern fallen nach vorne, der Kopf geht nach unten und nach vorne und wir haben so ein Total, sind total nach vorne gezogen. Da will ich dir nochmal eine kleine Anekdote geben. Das ist eine Kampfhaltung. In einer Kampfsituation schiebst du ja die Schultern nach vorne und machst dich klein und eng, damit deine Organe, damit dein Herz, damit deine Lungen, damit die wichtigen Organe alles geschützt sind. Und das ist eine Stressreaktion. Also wenn dein Körper, das ist so tief drin in unserem Nervensystem, wenn du dich nach vorne verkrümmst, auch so am Schreibisch, dann denkt der Körper, oh, jetzt ist Kampf. Ich muss mich schützen, mein Brust, meine wichtigsten Organe. Und das nur mal so im Kopf zu haben. Und das wollen wir öffnen mit dieser Übung. Brustkorb erweitern. Wie funktioniert das Ganze? Sorry, ich habe gerade irgendwie einen Frosch im Hals, also nicht wundern. Brustkorb erweitern. Also, du atmest mal ganz tief ein. Wir machen das zusammen. Also ich werde dir erstmal die Übung einmal erklären, komplett, damit du sie einmal gehört hast. Also, du atmest einmal komplett ein. Also so, dass du die komplette Lunge, die komplette Lunge gefüllt hast mit Luft. Dann hältst du für eine Sekunde kurz halten. Und dann atmest du noch mit zwei Atemzügen hinterher, dass du nochmal nachatmest, also dass du wirklich das Maximum reinpumpst in die Lunge, was möglich ist. Und dadurch wirst du auch merken, entsteht eine Spannung im Brustkorb. Also, und wie gesagt, teste erstmal langsam. Also das erweitert nämlich den Brustkorb und dann hältst du wieder zwei Sekunden und dann atmest du komplett aus die Luft. Und dann fängst du wieder von vorn an. Wir machen das nochmal. Also ich wiederhole noch einmal, damit du es noch einmal gehört hast. Also du atmest komplett ein. So viel du kannst, bis die ganze Lunge gefüllt ist. Dann hältst du für eine Sekunde und atmest jetzt nochmal zweimal ein. Hinterher. Also und hältst zwei Sekunden. Und dadurch wirst du merken, hast du eine Erweiterung im Brustkorb. Und dann atmest du die komplette Luft aus deiner aus deinem Brustkorb, atmest du dann einmal aus. Also wir fangen jetzt an. Einatmen. Okay. Also diese Atmung, Brustkorb erweitern. Du hast jetzt vielleicht schon gemerkt, jetzt habe ich es jetzt nur zweimal gemacht, ich kann dir es empfehlen, machst es zehnmal. Es wird dein Nervensystem auf jeden Fall erstmal entspannen. Du bekommst einen klaren Kopf, du kannst es auch vom Schlafen gehen machen, ist es eher durch diese tiefe Einatmung und Ausatmung ist es auch, also mich hat es jetzt gerade sehr beruhigt, nur diese beiden Durchgänge. Und das führen wir immer wieder durch. Also wenn du unterwegs bist, also diese tiefe Atmung auch, diese Atemübung total super, um den Brustkorb zu erweitern. Wenn du natürlich irgendwie irgendwo unterwegs bist in der Öffentlichkeit, dann kannst du einfach auch nur diese tiefe Bauchatmung praktizieren. Da werde ich nochmal in einer späteren Folge drauf eingehen. Also dass du einfach tief in deinen Bauch ein- und ausatmest. Okay, mit Blick auf die Zeit, die Folge wird wahrscheinlich doch nicht so kurz wie angekündigt. Ich gehe jetzt weiter mit der zweiten Übung. Und zweite Übung ist auch ganz zentral, das ist das Thema Schütteln. Ja, wirklich schütteln. Schau dir mal das im Tierreich an. Wenn zum Beispiel eine Antilope oder ein Zebra, die wurden gerade vom Löwen gejagt und die haben überlebt. Also sie konnten entkommen, wie auch immer. Der Löwe war vielleicht schon müde, hatte dann keine Lust mehr, hat das Interesse verloren. Und das Zebra oder auch die Antilope, die Gazelle, was auch immer, die ist natürlich noch super gestresst. Die hat um ihr Überleben gekämpft. Also nur ein Atemzug vielleicht zu langsam gewesen, dann wäre sie jetzt tot gewesen. Also das ist ja maximaler Stress. Im Nervensystem ist auf maximalen Stress hochgefahren. Und wenn du dann die Tiere beobachtest, die haben eine unheimliche körperliche Intelligenz. Weil, wenn du dir das mal anschaust, dann erkennst du dieses Zittern. Die schütteln sich und die zittern am ganzen Körper und das ist dafür da, auch das Nervensystem wieder zu beruhigen, den Stress abzubauen und das Nervensystem wieder in Balance zu bringen. Weil darum geht es. Und wir sind in der heutigen Zeit eher immer am Limit, am Limit angekommen. Wir sind gestresst, wir können nicht richtig schlafen, unsere Gedanken kreisen, wir haben auch wenig Energie, weil wir die ganze Zeit gestresst sind. Aber auch nicht in so einem, es gibt ja dieses Eustress und Dissstress, aber nicht in so einem angenehmen Flohzustand, dass man sagt, ja, ich bin ein bisschen gestresst, weil ich jetzt das neue Projekt habe. Nein, wir sind gestresst, weil wir permanent nur unter Dauerfeuer stehen, weil wir permanent nur irgendwie erreichbar sind, weil wir nur sitzen und uns nicht bewegen, weil wir dann dadurch in unserem Kopf sind und uns noch nicht richtig. Bewegen, falsch ernähren und das hat ja, also es ist eine ganzer Splumstrauß. Und durch dieses Schütteln kommst du wieder in den Kopf. In den Körper, natürlich nicht in den Kopf, kommst du raus aus dem Kopf. So wollte ich sagen. Und wie machst du das, das Schütteln? Ich muss mich jetzt auch ganz kurz mal hinstellen. Ich werde mal das Mikrofon einmal hier umstellen. Und dann werde ich das nämlich auch gleich mal mitmachen. Dann ist das viel besser. So, einmal hier kurz wieder reingestöpselt. So, und dann bin ich jetzt auch wieder am Start. Genau, also ich stelle mich jetzt auch gerade mal hin, dann ist das nämlich einfach immer besser. So, also dieses Schütteln, ich kann dir das nur empfehlen. Und ich habe das jetzt auch wieder ein paar Tage gemacht. Und ich hatte dir ja schon erzählt, dass ich hier die letzten Wochen wieder so auf Kante war, dass ich das alles vernachlässigt habe. Und gerade die Sachen, die gut sind für mich, die mir Energie geben, gerade das sind doch die Sachen, also ich kenne das nur von mir, das lasse ich dann gerade sein, weil ich denke wieder, oh, alles andere ist jetzt gerade wichtiger und ich muss ja gut funktionieren und es ist so viel los. Und dann nehme ich mir dafür keine Zeit. Also das Schütteln. Du stellst dich schulterbreit auf den Boden. Und ich empfehle dir das auch, ohne Schuhe zu machen, also Haus schon mal ausziehen, wenn es geht, auch die Socken ausziehen, außer du hast jetzt super kalt Fliesenboden. Ja, dann lass die Socken an, aber dann schau vielleicht, dass du in einen anderen Raum gehst, wo du wirklich barfuß stehst, weil dadurch hast du nochmal eine andere Verbindung, nochmal, da spürst du nochmal anders rein. Und dann fängst du an, du stehst ganz gerade, die Schulter hängen locker, die Arme auch und dann fängst du an, die Knie ein bisschen zu beugen und versuchst mal so eine leichte Wipp-Bewegung in deinen Knien. Ich mache das auch gerade. So hoch und runter in den Knien. Hoch und runter. So ganz locker flockig. Und dann merkst du auch, lass alles los, den Kopf bitte nicht zur Seite schütteln, sondern nur nach vorne, wie so ein Ja, wie so ein Nicken. Und einfach so ganz locker. So merk das mal so durch dieses Wippen in den Knien und ganz locker wie so eine kleine Feder, die sich auf und ab bewegt. Und genau. Und dann hoch und runter. So, und dann kannst du immer das immer intensiver werden lassen. Du machst es immer intensiver. Und dann atme noch dazu. Und dann kannst du so ein paar Geräusche machen. Ja, auch wenn das jetzt affig klingt, aber es ist wichtig, dass du einfach so, oh, irgendwas. Irgendwas, was so raus will, deine Stimme. Wir unterdrücken ja auch ganz viele Dinge im Alltag, dass wir dann irgendwas nicht sagen oder ne, irgendwas sie ärgern und schlucken so runter. Und das kannst du hier rauslassen, der Praxisur. Und jetzt erinner dich mal an eine Situation, wo du dich richtig geärgert hast. Wo es richtig die letzten heute oder die letzten Tage, wo es so richtig scheiße war, wo du dich so richtig geärgert hast. Und du hast aber runtergeschluckt und es nicht rausgelassen, was ja auch in Ordnung ist, aber jetzt hast du die Möglichkeit, das mal rauszulassen. Und mal so richtig sauer sein und das zu spüren und dich da zu schütteln. Schüttel dich und spüre mal deine Wut. Wie verärgert du bist. Das mal rauszulassen. Jetzt hast du die Möglichkeit. Und schüttel das. Schüttel dich richtig durch. Ja.

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Genau.

Emotionen regulieren

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Und wenn du jetzt auch schreist und so, das musst du, das will raus. Lass alles raus! Genau. Und dann. Klar, kannst du hier gerne pausieren. Ich würde das Video sonst, äh, das Audio zu lange. Pausiere hier, wenn du noch dich weiter schütteln willst und da noch weiter reingehst, dann pausiere hier bitte an der Stelle. Weil ich werde jetzt die Folge damit schließen. Also du hast gemerkt, wenn du dich drauf einlässt und du kannst es mit allen möglichen Themen machen. Und ich merke gerade selber wieder, oh, ich will mich jetzt gleich nach der Folge auch nochmal eine Runde ausschütteln hier. Weil ich habe gerade auch gemerkt, als ich das gesagt habe mit der Wut, ja, da ist noch ein Thema. Das will ich jetzt gleich nochmal raus. Ich hatte ja irgendwie mich mit meiner Frau in den Haaren und ja, da ist irgendwie auch noch so ein bisschen was übrig. Und das will ich auch nur sagen, ich kläre es erstmal mit mir selbst so. Ich lasse die Emotionen halt erstmal raus im Schütteln, da passiert nichts. Anstatt, dass irgendwie jemand, meiner Frau oder wer auch immer, vor den Latz zu hauen, bringe ich das ins Schütteln rein und lasse da schon was raus, Karacho, und kann dann in so ein Gespräch viel konstruktiver gehen, viel ruhiger gehen, viel konstruktiver. Und das macht's auch. Und du kannst es eben nicht nur für Wut nehmen, du kannst es auch für andere Situationen nehmen, wo du sagst, ey, da habe ich mich geschämt, das hat sich total blöd angefühlt oder da hatte ich Angst. Und du kannst es natürlich auch Sachen für positiver. Aber meistens sind es ja eher die unangenehmen Sachen, die wir so wegschieben oder wegdrücken oder wollen wir nicht ansehen oder wir lenken uns ab. Und das kann ich dir nur in die Hand geben. Da werde ich öfters drauf eingehen, weil das ist hier Embodiment, da kommen wir schon zum Kern des Ganzen hier. Wir brauchen den Körper mehr denn je. Und wenn dir die Folge gefallen hat, würde ich mich super darüber freuen, wenn du mir auf Spotify oder auf Apple folgst, Apple Podcast und mir natürlich auch gerne eine Bewertung da lässt. Und schreib auch gerne mal in die Kommentare rein, zu welchem Thema du dir mal einen Podcast wünschst, weil ich bin da super offen, wenn ihr irgendwelche Themen habt, die ihr mal hören wollt von mir, wo ich mal meinen Senf, meine Meinung dazu abgebe aus meiner Erfahrung, dann schreibt mir gerne in die Kommentare und bleibt stark, bleibt mit Herz.