Männlichkeit mit Herz
Ich bin Felix Achcenich – systemischer Coach, Personalentwickler und seit mehreren Jahren in der Männerarbeit aktiv. In meiner Arbeit verbinde ich moderne Psychologie, Embodiment und Spiritualität mit klarer, reifer Männlichkeit.
Hier geht es um Erfolg, Beziehungen und Männlichkeit – klar, ehrlich und auf den Punkt.
Ich zeige dir, wie du als Mann mehr Präsenz, Klarheit und Tiefe in dein Leben und in deine Beziehungen bringst. Schluss mit Unsicherheit, Spielchen oder oberflächlichen Tipps – hier geht es um echte Verbindung.
Jede Folge liefert dir praktische Impulse, inspirierende Storys und konkrete Übungen, die du sofort umsetzen kannst. Damit du als Mann nicht nur erfolgreicher im Job wirst – sondern auch erfüllter, kraftvoller und gelassener in Beziehungen wirst.
Wenn du bereit bist, dein Leben auf ein neues Level zu heben, dann ist dieser Podcast für dich.
Männlichkeit mit Herz
Warum traditionelle Männlichkeit gefährlich ist
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ich zeige dir, warum drei alte Männer-Mythen einsam und hart machen und wie echte Stärke aus Gefühl, Verbindung und Kooperation wächst. Statt Dominanz setzen wir auf Präsenz, sichere Räume und Verantwortung, um Isolation und Depression die Grundlage zu entziehen.
• Warum Gefühlsverbote Männer stumpf und einsam machen
• Wie Scham Hilfesuchen blockiert und Isolation nährt
• KI, Social Media und die Illusion von Nähe
• Konkurrenz und Dominanz als Beziehungsfalle
• Alternativen: Sichere Räume, Männerkreise, ehrliche Gespräche
• Praktische Schritte für mehr Verbindung und Präsenz
• Zusammenfassung der drei gefährlichen Glaubenssätze
0:47
Kontext: Männerarbeit und Trendwende
1:35
Manosphäre und Red-Pill
2:25
Grund Nr. 1: Gefühle verboten
4:28
Folgen von unterdrückten Gefühlen
5:28
Vereinsamung und fehlende Freunde
6:12
Sichere Räume schaffen
6:54
Grund Nr. 2: Alles Alleine schaffen
8:05
Scham, Rückzug und Isolation
8:47
KI als Pseudofreund
10:19
Soziale Medien und mentale Krise
11:14
Grund Nr. 3: Dominieren statt Verbinden
12:28
Konkurrenz, Gewalt und Frauenbild
14:05
Beziehungszerstörung durch Dominanz
15:11
Fazit: Öffnen Und Gemeinschaft
16:48
Zusammenfassung
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Folge mir auch auf:
Warum traditionelle Männlichkeit gefährlich ist. Drei Gründe, diese zu überdenken. Fühlst du dich oft einsam, abgetrennt von dir selbst? Hast du das Gefühl, alles alleine machen zu müssen? Fühlst du dich im Stich gelassen? Bist du richtig genervt, dass keiner dich versteht? Dann kann es einem ganz bestimmten Männerbild liegen, was uns seit Kindheit eingetrichtert wurde. Und welche das ist, erkläre ich dir in dieser Folge. Und ich stelle ganz bewusst Konzepte in Frage, um dich als Mann von dieser Last zu befreien.
SPEAKER_00Willkommen bei Männlichkeit mit Herz. Hier lernst du, wie du Klarheit findest, Energie aufbaust und echte Stärke lebst. Mit Übungen, die dich fordern und mit Herz, das dich verbindet.
Manosphäre und Red-Pill
Grund Nr. 1: Gefühle verboten
Folgen von unterdrückten Gefühlen
Vereinsamung und fehlende Freunde
Sichere Räume schaffen
Grund Nr. 2: Alles Alleine schaffen
Scham, Rückzug und Isolation
KI als Pseudofreund
Soziale Medien und mentale Krise
Grund Nr. 3: Dominieren statt Verbinden
Konkurrenz, Gewalt und Frauenbild
Beziehungszerstörung durch Dominanz
Fazit: Öffnen Und Gemeinschaft
Zusammenfassung
SPEAKER_01Ja, und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge, warum traditionellen Männlichkeit gefährlich ist. Und das ist einer der wichtigsten Folgen, jetzt mal so im Rückspiegel betrachtet, die ich hier heute aufnehme, weil ich selber ja, wenn du mich aus, wenn du vorige Folgen schon gehört hast und mich da so ein bisschen kennengelernt hast, dann hast du ja auch mitbekommen, dass ich auch schon einiges an Männertrainings gemacht habe und in der Männerarbeit aktiv bin. Habe mich mit sehr vielen Inhalten beschäftigt, sehr viele Trainings auch gemacht. Und ich bin mittlerweile an einen Punkt, wo ich mir so viele Sachen schon angeschaut habe, die für mich funktionieren, aber auch nicht funktionieren. Und gerade das Thema traditionellen Männlichkeit wird ja aktuell wieder sehr, sehr hoch gepusht, aber in einer extremen Form. Also was ich hier an der Stelle nennen will, ist einmal, vielleicht hast du davon schon gehört, die Manosphäre zum Beispiel oder diese Red-Pill-Bewegung, die sehr extrem an einem anderen Ende, also das Extrem am extremen Ende der Männlichkeitsfahne ihre Themen voranspielen. Und gerade dieses Bild, was dort vermittelt wird, also wir reden ja, ja, die nutzen traditionelle Männlichkeit, aber auch noch gepaart mit sehr kontroversen Themen. Gerade das, finde ich, ist äußerst gefährlich und warum das so ist, erkläre ich dir in dieser Folge. Und lass uns da direkt auch mit Grund Nummer 1 anfangen. Was zum einen auch in dieser Manosphäre, in dieser Red Pill-Bewegung erzählt wird, aber auch so in einer unterschwelligen Art und Weise immer wieder uns Männern nahegebracht wird. Ein Mann zeigt keine Gefühle. Das heißt also, du als Mann darfst keine Gefühle zeigen, weil Gefühle sind schwach, Gefühle lassen dich schwach dastehen. Gefühle sind eher was für Frauen. Und alleine schon dieser Vergleich, dass man sagt, ja klar, als Frau oder als Mädchen darfst du weinen und als Mann aber nicht, das ist total diskriminierend, weil das heißt ja, Gefühle ist ein Zeichen von Schwäche. Und dass das natürlich absolut falsch ist und in die falsche Richtung geht, das ist natürlich klar, weil wenn du Gefühle unterdrückst, dann speichern sie sich in deinem Unterbewusstsein ab, dann speichern sie sich in dein Fasschen, in deinem Körper ab. Das ist alles in Traumaarbeit und in Körperarbeit bewiesen. Also du verhärtest innerlich. Und was passiert natürlich, wenn du nie etwas zeigst? Diese Gefühle, die unterdrückt werden, führen dann zu extrem innerer Anspannung zu Depressionen. Weil Depression ist kein anderes Wort für ich unterdrücke meine Gefühle und meine Stimmung und drücke mich nicht mehr aus. Also ich spiele ein bestimmtes Rollenspiel. Ich bin in einer bestimmten Rolle, die von mir gesellschaftlich erwartet wird. Oder wenn wir jetzt nochmal diesen Switch machen auf die Manosphäre, auf die Red Pill-Bewegung, dann erwartet diese Bewegung von mir, dass ich diese Rolle als harter, als starker Mann immer fülle und keine Gefühle zeige. Was heißt das aber? Ich vereinsame total. Ich härte total ab, also ich stumpfe auch ab, ich schlucke alles runter und Gefühle runterschlucken, das funktioniert nicht. Und ich bin sehr hart gegenüber mich selbst und natürlich auch gegenüber anderen. Wenn ich andere sehe, gerade andere Männer, denen geht's nicht gut, die weinen mal, dann habe ich gleich eine Abwehrhaltung sage, was ist das für einer? Das ist ja eine richtige Memme, das ist ja, der kommt ja gar nicht mehr klar. Und ich mir selbst gegenüber gestehe, mir das auch nicht mehr ein. Das heißt aber, ich kann auch gar keine richtige Verbindung mehr zu anderen aufbauen, weil ich ja nicht mehr mich richtig zeigen darf, wie ich bin. Und da sind wir bei einem ganz zentralen Thema heutzutage. Viele Männer sind vereinsamt. Ich habe da jetzt erst gerade mal wieder einen Report gelesen, dass einer von vier Männern, also 25%, und das sind ja immer nur so Studien von ein paar tausend Männern, die da befragt werden, die haben keinen besten Freund. Und wir Männer, wir brauchen, das ist ganz wichtig, wir Männer brauchen eine vertraute Umgebung, wo wir ohne Scham und ohne Schuld uns öffnen können. Und wir brauchen andere Männer, andere Personen, denen wir uns auch mal öffnen können, wo wir auch mal traurig sein dürfen, wo wir nochmal weinen können. Und an diesem Punkt sage ich dir, natürlich darfst du Gefühle haben und natürlich darfst du dir auch zeigen, hier auch immer in einem Rahmen, wo du dich natürlich sicher fühlst. Das ist für mich persönlich auch ganz wichtig. Also wenn ich mal traurig bin, dann würde ich jetzt auch nicht überall jetzt losholen, sondern natürlich auch bei den Personen, wo ich mich sicher fühle, wo ich sage, ja, den vertraue ich. Und da kann ich mich öffnen. Und das ist so wichtig auch für dich als Mann, wenn du das jetzt hörst. Wir brauchen Leute, bei denen wir uns sicher fühlen und wo wir diese Gefühle auch zeigen können. Und das ist menschlich. Wir sind Menschen. Egal ob wir jetzt Männer oder Frauen sind, es ist menschlich, Gefühle zu haben und es ist okay, Gefühle zu haben. Also Grund Nummer eins, den ich für gefährlich halte, ein Mann darf keine Gefühle zeigen. Hart sein, stark sein. Grund Nummer zwei, warum ich traditionelle Männlichkeit für gefährlich halte, ist, mach es alleine und wer um Hilfe fragt, ist schwach. Das wird uns auch oft eingetrichtert. Du musst alleine klarkommen. Das ist wieder auch so ein bisschen wie mit Punkt 1, ja, du darfst keine Gefühle zeigen, weil das wäre schwäche und wenn du dich jemand anderen anvertraust und dann noch um Hilfe fragst, dann ist das ja eine Vollkatastrophe. Wie? Du kommst als Mann nicht alleine klar? Was ist mit dir verkehrt? Und das wurde uns schon auch früh eingetrichtert. Diese unterschwellige Art und Weise, ja, auch als Junge schon, Indianer kennen keinen Schmerz. Reiß dich zusammen. Jetzt geh auf dein Zimmer und jetzt ist Ruhe. Und mit so einen Aussagen, was ist da passiert? Ja, der Junge hat dann irgendwann dicht gemacht. Du als Junge, oh ja, jetzt, ich war mal schwach, ich war verletzlich, ich habe um Hilfe gefragt. Und jetzt habe ich einen drüber gebraten bekommen und hab erfahren, wenn ich mich so und so verhalte, dann trennt sich meine Bezugsperson von mir. Dann erfahre ich Ablehnung, dann erfahre ich Trennung. Oder andere haben sich belustigt. Vielleicht andere Jungs früher oder andere Männer haben sich darüber lustig gemacht, dass es mir schlecht ging. Vielleicht, dass ich um Hilfe gefragt habe, dass ich traurig war. Und was führt dazu? Du schämst dich, du fängst irgendwann an, dich zu schämen. Oh, ich darf nicht um Hilfe fragen, weil ich habe die und die Erfahrung gemacht. Und dann isolierst du dich immer weiter und ziehst dich in dich wieder zurück und machst die Dinge mit dir alleine klar. Obwohl wir hier einen ganz zentralen Aspekt wieder vergessen. Wir sind extrem soziale Wesen. Und meines Erachtens ist auch diese ganze, und das ist sehr, sehr gefährlich, auch mach es alleine klar, weil was machen wir denn? Wir wollen ja irgendwo, wir brauchen ja mal einen Kontakt, wir brauchen einen Austausch, wir brauchen eine Freundschaft. Und was passiert dann, wenn wir das nicht haben? Wir verkrümeln uns hinter einem Bildschirm. Wir fragen dann ChatGPT oder irgendeine andere KI und sagen dann, schildern unsere Probleme der KI. Und die KI gibt uns Verständnis, die KI gibt uns Mitgefühl und sagt, hey, das kann ich verstehen und ja, ich wäre jetzt auch in deiner Situation traurig. Und hey, komm mal her und erzähl mal, was bedrückt dich eigentlich? Und imitiert diesen guten Freund, den wir eigentlich brauchen. Und du redest aber mit einem Sprachmodell und das führt uns immer weiter in Isolation, weil wir auch an diesen alten Konzepten und Konstrukten festhalten. Und ich meine, vielleicht hat das mal irgendwann funktioniert, aber selbst damals, ja, aber da waren wir, also wenn man noch was sagen kann der traditionellen Männlichkeit, vielleicht vor 50, 60 Jahren, ja, da waren auch noch die Gemeinschaften anders. Da warst du noch näher dran, also da war noch mehr Zusammenhalt, also gefühlt, das ist jetzt wieder meine Meinung, die ich hier habe. Mittlerweile ist halt auch durch diese sozialen Medien, sozialen Netzwerke auch eine Vereinsamung am Fortschreiten. Jeder sitzt vor dem Bildschirm und lässt sich da brieseln und dann kommt noch so ein Algorithmus, der ihn immer wieder irgendwas widerspiegelt, also meine Meinung widerspiegelt und mich dann in so einer Bubble hängen lässt. Also gerade auch dieses KI-Sprachmodell ist ja darauf programmiert, dass du möglichst viel Nutzungszeit damit verbringst. Und wie macht man natürlich das, indem man jemanden umgarnt, indem man immer wieder sagt, ja, hast du es schön gemacht, hast du gut gemacht, die Meinung auch so ein Reframing macht, also die Meinung des anderen immer nochmal zusammenfasst und wiedergibt und immer das widerspielt, was deine Meinung auch widerspiegelt, dir immer wieder recht gibt. Und dieses mach es alleine und wer um Hilfe fragt, ist schwach, führt dich immer mehr in diese Isolation, weil du dich, weil du darauf konditioniert bist, das mit dir alleine auszumachen und andere außen und vorzulassen, weil da könntest du ja wieder eine schlechte Erfahrung machen. Und deswegen machst du es lieber gar nicht. Aber hier auch wieder, wir sind in einer mentalen Krise. Männer stecken zum Großteil in einer mentalen Krise. Die Belastung ist extrem hoch geworden. Wir haben extreme Verunsicherheiten, nicht nur, sag ich mal, weltweit mit den geopolitischen Konflikten, sondern wir haben auch eine künstliche Intelligenz, wo wir nicht wissen, wie sich das in fünf bis zehn Jahren entwickeln wird und so weiter oder auch in 15 oder 20 Jahren. Und was dann noch ist. Und wir sitzen immer mehr alleine zu Hause, also wir haben auch immer weniger Support und auf der anderen Seite immer mehr Themen, die uns richtig viel Druck machen. Und diese Konzepte, die führen natürlich nur noch zu mehr Druck. Grund Nummer 3 ist auch ein ganz zentraler Punkt. Du musst andere dominieren. Was ja auch wieder mit Punkt 1, du musst hart sein, du musst stark sein, mach es alleine, zeig keine Gefühle und du musst andere noch dominieren. Insgesamt natürlich, du musst andere Männer dominieren. Also ich erlebe das auch immer wieder im Kampfsportstudio. Sag ich mal, wenn du auf ein Turnier fährst, ist es natürlich was anderes. Da willst du gewinnen, da geht es um Wettkampf, okay, wenn du dich da anmeldest, dann weißt du, auf was du dich einlässt, da musst du dann irgendwie auch was unterschreiben, von wegen, ja, notfalls kannst du da auch sterben oder querschnittgelähmt sein. Okay. Aber was ich auch immer wieder lebe in diesem, in unserem Studio, also nicht, ich kann es nicht pauschal sein, gibt es immer wieder vereinzelt, wo dann wirklich gar nicht es darum geht, zu trainieren und irgendwie, dass man was lernt, sondern es geht darum, es zu dominieren. Und das ist ja bei uns Männern in unser natürliches Verhalten, dieses Dominieren, dieses Konkurrenzdenken. Aber es führt natürlich auch wieder uns noch weiter voneinander weg, weil wenn alle Konkurrenten sind und keiner ist irgendwie verbrüdert oder es ist ein Freund, sondern wir sind alle nur noch Konkurrenten, wir wollen alle nur noch mehr Geld verdienen und mehr Berühmtheit erlangen, dann arbeiten wir auch alle gegeneinander. Und das vereinsamt dich dann auch noch mehr. Und dann bist du einfach auch noch eher bereit, wenn du andere dominieren willst, auch gerade das Thema, was auch sehr, sehr gefährlich ist, finde ich, in der Manosphäre oder in der Red Pill-Bewegung, ist dieses Dominieren der Frau. Es ist absolut gefährlich und oftmals hat ja diese Manosphäre und diese Red Pill-Bewegung auch eine extreme Reichweite. Da sind ja Millionen von jungen Männern, die dieser ganzen, ja, diesem Konzept folgen und dann erzählen da wirklich Leute an jungen Männern, die jetzt wirklich noch frisch im Leben stehen, die noch, die gerade dabei sind, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, erzählen dann frauenabwertende Sachen, Sachen wie Frauen müssen dominiert werden, Frauen sind weniger wert als Männer. Das wird da erzählt und das finde ich sehr, sehr gefährlich. Also das ist ja mittlerweile auch schon nicht ohne Grund, wurde da der YouTube-Kanal und auch Instagram und alles gesperrt, weil das finde ich wirklich geht viel zu weit, weil wir schaffen da eine Generation von jungen, gewaltbereiten Männern, die ein gewisses Feindbild aufgebaut haben gegenüber Frauen, die man dominieren muss. Und natürlich andere Männer auch, die nicht so denken, nicht so sind. Und da haben wir ja auch wieder sowas. Er zeigt keine Gefühle, alles super hart. Ich gehe dreimal die Woche ins Fitnessstudio und mache irgendwie Fitness und mache mein eigenes Ding, mache irgendwie Business, egal wie es irgendwie jetzt vorwärts geht. Und das führt natürlich dazu, dass du bereit bist, Gewalt anzuwenden, dass du bereit bist, andere, also Dinge zu zerstören, in den Kampf zu gehen um jeden Preis, damit du dominieren kannst. Und das zerstört natürlich jegliche auch Beziehungen. Also wenn du eine gesunde Beziehung zu einer Frau führen willst, eine langfristige Partnerschaft, dann funktioniert das mal 0,0. Außer du findest vielleicht eine Frau mit einem ganz geringen Selbstwert, die irgendwie schon früh Missbraucherfahrung gemacht hat, dass sie sich, sag ich mal, sowas gefallen lässt, also dass du sie als Mann dominierst. Das ist aber auch sehr, sehr traurig und dann bräuchte diese Person auch Hilfe. Und das will ich dir nur nochmal sagen, also dieses, du musst dominieren, es geht alles auf einen Nenner heraus. Irgendwie mach es mit dir alleine, du isolierst dich, du trennst dich von deinen Gefühlen ab, du gehst noch in den Kampf in die Härte und du hockst am Ende total alleine, frustriert, depressiv zu Hause, hast keine Freunde, hast keine Freundin, mit irgendeinem Business, irgendwas, was dir da erzählt wird, läuft es auch nicht und du bist am Ende alleine und am Arsch. Das ist meines Erachtens die Konsequenz aus allen Themen und Theorien der Manosphäre, auch wenn das immer so schön dargestellt wird und wir machen jetzt nochmal ein Business und melde dich hier bei dem Online-Kurs an und du musst nur noch härter und stärker sein, dann ist das oftmals so, mach's alleine genau, weil wenn du isoliert bist und dich mit keinem mehr austauschen, wie es dir geht, dann bist du manipulierbar. Wenn du alleine bist, getrennt bist und frustriert bist, dann nimmst du natürlich gerne so eine extremen Sachen in Kauf. Dann willst du natürlich eine Lösung haben, aber die Lösung liegt ganz woanders, nämlich indem wir uns wieder mehr öffnen, indem wir uns zeigen und indem wir echte Freundschaften und echte Kontakte pflegen und auch natürlich für unsere Gemeinschaft was wiedergeben. Also wenn du jetzt zum Beispiel sagst ja, aber Felix, was soll ich denn jetzt hier machen? Ja, wenn du jetzt zum Beispiel irgendwo in der Stadt lebst und so, du kannst ja hier in Deutschland, wir haben so viele Möglichkeiten hier, auch in Deutschland zum Beispiel eine Gruppe zu eröffnen oder aktiv zu werden, dass ich sage, mir ist das wichtig, ich möchte mich mit anderen Männern verbinden und dann kannst du sowas auf die Beine stellen. Also, zum Abschluss. Grund Nummer eins, ein Mann zeigt keine Gefühle, hart sein, stark sein. Grund Nummer zwei, mach es alleine, wer um Hilfe fragt, ist schwach. Und Grund Nummer drei, du musst andere dominieren. Das ist meines Erachtens alles Zündwerk für deine Depression, für deine Angst und für deine Isolation. Also überleg das selber nochmal, diskutiere auch gerne, schreib das hier in die Kommentare, was du davon hältst und wir hören uns bei der nächsten Folge. Bleib stark, bleib mit Herz.