Männlichkeit mit Herz

Integriere deine Schatten - Stelle dich deiner Scham

Felix Achcenich

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Ich spreche darüber, wie wir von klein an mit Scham erzogen wurden. Du bist nicht brav genug, schäm dich. Du wirst bestraft durch Ablehnung, Trennung und schlechten Noten. Wir bleiben ewig in diesen alten Mustern gefangen, auch als Erwachsener. Oft übernimmt unser ängstliches Kind die Kontrolle und verfällt in alte Muster. Als erwachsener Mann ist es entscheidend diese Verhaltensweisen zu erkennen und mit konstruktiveren Lösungen zu begegnen.

 

• Scham und Schuldfalle aus Kindheit erkennen

• Eigene Muster zur Vermeidung von Schamgefühlen erkennen

• Strategien die beim Umgang mit Scham helfen

• Emotionale Selbstkontrolle etablieren

• Scham und Schuld als natürliche Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten

• Kommunikation lernen die verbindet statt trennt

Und jetzt?

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Jeder Mann trägt Scham in sich. Und es ist genau diese leise Stimme, die zu dir spricht, Ich bin nicht genug. Und es lässt dich zusammenschrumpfen. Scham macht dich klein. Und dann willst du umso mehr wieder performen und beweisen, dass du doch ein toller Kerl bist. Und all dieses Verstecken führt nur dazu, dass du deine Anteile, die du dir nicht gerne anguckst, deine Schattenanteile, in dir ablehnst und diese nicht akzeptierst so wie du bist. Und das lernen wir schon seit unserer Kindheit, dass wenn wir bestimmte Aspekte in uns zeigen, dass wir geliebt werden, aber andere Aspekte führen zu Ablehnung, führen zu Kritik. Und wir haben gelernt, unsere Schattenanteile zu unterdrücken, weil wir gelernt haben, dadurch bekommen wir Sicherheit, Bezugspersonen mögen uns. Und gelernt haben, andere Leute zu beeindrucken, anderen Leuten zu gefallen. Und wir haben einen Großteil unserer Anteile dadurch weggedrückt. Und das lastet auf uns. Wir sind nicht frei in unserem Handeln. Wir sind immer darauf bedacht, was könnten jetzt die anderen von uns denken und haben noch dieses Kindheitsdenken in uns. Wir könnten abgelehnt und getrennt werden in unserer Bezugsperson. Und ich gebe dir heute in dieser Folge drei Tools an die Hand, wie du deine Charme Stück für Stück integrieren kannst. Für mehr Selbstakzeptanz und für mehr Authentizität am Ende des Tages.

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Willkommen bei Männlichkeit mit Herz. Hier lernst du, wie du Klarheit findest, Energie aufbaust und echten Stärke lebst. Mit Übungen, die dich fordern und mit Herz, das dich verbindet.

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Und damit herzlich willkommen bei einer neuen Podcast-Folge von Männlichkeit mit Herz. Ich bin dein Host Felix und ich freue mich, dass du heute hier eingeschaltet hast bei einer weiteren wichtigen Folge bzw. bei einem weiteren wichtigen Thema. Das ist das Thema Scham. Und ich könnte jetzt auch noch sagen, Scham und Schuld. Das sind auch so zwei Schwestern. Wir priorisieren heute mal das Thema Scham in diesem Podcast. Und da möchte ich dir gleich zu Beginn sagen und von mir selbst erzählen, gerade in den letzten Monaten der Podcast-Arbeit konnte ich sehr, sehr viel über mich selbst lernen. Ich hatte das ja schon in einigen vorigen Folgen mal gesagt, wenn du regelmäßig zuhörst oder vielleicht auch die eine oder andere Folge gehört hast, habe ich das immer wieder thematisiert, indem ich auch gesagt habe, ey, ich habe so lange gebraucht, bis ich diesen Podcast hier gestartet habe. Ich habe mehrere Jahre mit mir gehadert, diesen Podcast hier zu starten, weil ich mir immer wieder gesagt habe, das war ein Riesen-Cam-Thema, auch ein Riesenangsthema, weil ich mir immer wieder gesagt habe, du kannst es nicht, du weißt noch nicht genug, ach, lass es mal sein, ja, Podcast, das wird doch eh nichts, es hört keiner. Und ich habe mir ganz viele Gründe in meinem Kopf zurechtgelegt, warum ich das nicht anfangen kann. Weil ich im Kern gedacht habe, es reicht nicht. Und das war zum Großteil auch meine Charme, die da gegen mich gearbeitet hat. Weil es könnte ja auch sein, das ist auch ein großer Aspekt, es könnte ja auch sein, dass sich Leute enttäuscht fühlen. Und natürlich, dieses Thema hier ist brisant, Männlichkeit, das ist ein total brisantes Thema und gerade das Thema, habe ich gedacht, ja, es kannst du nicht machen. Was denken denn deine Freunde, was denken die Arbeitskollegen, wer auch immer, wenn ich hier so einen Podcast starte? Und das hat mich abgehalten, mehrere Jahre das zu tun. Was ich auch gemerkt habe, ich habe extrem gerade in den ersten Folgen versucht, auch zu performen. Was auch wieder so ein Zeichen davon ist, ich bin eigentlich gerade sehr selbstunsicher, wenn ich diesen, also gerade in den ersten Folgen, ist vielleicht auch ein Stück weit normal, aber ich will es dir einfach ganz transparent sagen, dass ich sehr, sehr aufreg war und gerade auch, wenn du die ersten Folgen gehört hast oder nochmal reinhörst, da habe ich ja zum Beispiel so Buchzusammenfassungen gemacht, das war für mich halt ein guter Anker. Ich habe das erstmal gestartet so, weil ich dachte so, ey, ich kann jetzt nicht einfach ein bisschen frei mit ein paar Punkten erzählen. Ich habe mich extrem darauf vorbereitet und dieses Feedback habe ich auch von einigen Freunden bekommen, die mich ja so aus dem privaten Kind haben auch gesagt, ey, Figes, das ist irgendwie alles ein bisschen verkrampft und so. Mach mal ein bisschen locker. Es ist immer leicht gesagt, mach mal ein bisschen locker. Das habe ich auch gemerkt. Dieses, ich will gut sein, ich will gefallen, ich will performen und das hat da auch wieder mit der Angst zu tun, ja nicht zu gefallen, abgelehnt zu werden. Und das sage ich dir hier ganz transparent und es ist auch ein Prozess, das habe ich jetzt für mich, durch diese Arbeit hier in dem Podcast habe ich mich selbst mal wieder besser kennengelernt. Und darauf kommt es auch meines Erachtens, wenn wir uns diese ganze Persönlichkeitsentwicklung anschauen, ich finde auch dieser Podcast, hier weißt du, ich erzähle dir Sachen, ich erzähle dir irgendwelche Tipps. Und das ist ja, das trifft nicht auf allen zu. Es gibt keine Lösung, eine Lösung, die trifft auf alle zu, sondern es ist immer eine Selbstentdeckung. Du selbst bist ja ein Individuum, du bist individuell, du hast deine Lebensgeschichte und dich da selber zu entdecken, ah, wo sind deine Themen eigentlich? Und das merke ich hier gerade in diesem Podcast und in dieser vorigen Folge auch habe ich euch oder dich nochmal dazu animiert, auch zu schauen, hey, was kannst du, was kannst du in die Welt bringen? Jeder von uns hat Fähigkeiten, hat Wünsche, hat, sag ich mal, großes Potenzial auch, auch kleine Sachen in die Welt zu tragen, um dich dabei mehr zu entdecken. Also dich selbst besser kennenzulernen, dich selbst zu spüren. Und das merke ich mit diesem Podcast ganz extrem, dass ich mich selber kennenlerne, nochmal auf eine ganz andere Art und Weise. Und das, hoffe ich, war so ein bisschen nachvollziehbar mit diesem Podcast. Vielleicht fallen dir ja auch bei dir Sachen ein, wo du so merkst, ja, da halte ich mich extrem zurück oder da zögere ich schon was Ewigkeiten oder schiebe ich Ewigkeiten was vor mir her, weil ich da so meine von mir, ich bin nicht gut genug. Oder es reicht auf irgendeiner Ebene nicht aus. Und da kann ich dir sagen, ja, das ist Angst, das hat aber auch ganz viel so mit Charme zu tun, was könnten die anderen denken? Was könnten die Leute denken und mich dann eventuell ablehnen? Was ich dir aber auch sagen kann, hier um dich so ein bisschen zu beruhigen, das ist natürlich auch mein großes, ein großes Thema natürlich auch in diesem Podcast immer noch, vor allem auch an der Anfangszeit, ja klar, was können die anderen Leute denken? Da kann ich dir aber ganz ehrlich sagen, die meisten Leute sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie da gar keine Kapazitäten haben, sich da großartig reinzudenken, weil sie, und das merke ich bei mir auch, weil wir so sehr mit uns selbst beschäftigt sind, und das war auch für mich so ein Lernprozess, zum Erwachsenwerden, einfach zu schauen, ja, die meisten denken erstmal nur an sich selbst. Und das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Und an zweiter Stelle denken die Leute wahrscheinlich immer noch an sich selbst. Und dann kommt vielleicht Familie, was auch immer, aber wir machen uns viel zu viel Gedanken darüber, über Leute, was sie über uns denken, obwohl sie zum Großteil der Zeit mit sich selbst beschäftigt sind, mit ihren eigenen Problemen. Und das ist dann nur so ein Grund, also so ein Nebenbeirauschen mit dem Podcast. Ich will dir jetzt drei Punkte an die Hand geben, wo ich sage, das kann funktionieren. Natürlich, je größer unsere Charme oder ich sage auch unsere traumatischen Erlebnisse, unsere Kindheitserlebnisse sind, umso mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit bedeutet es natürlich. Und das ist hier kein therapeutischer Podcast, ich bin kein Psychologe oder Therapeut oder sonst auch immer, sondern das ist aus meiner Erfahrung, aus meinem Gusto heraus gewachsen, auch aus den Männertrainings, aus der Coaching-Ausbildung. Und da schau mal, was du damit anfangen kannst. Punkt Nummer eins. Ganz zentral, auch in der Männerarbeit, auch in der vorigen Folge schon besprochen, zeige dir selbst und anderen dein Nicht-Perfektsein. Lass das nochmal wirken. Zeige dir selbst und anderen dein Nicht-Perfektsein. Gerade bei uns Männern und in dieser aktuellen Männerbewegung ist es ganz häufig dieses Performen. Performen, du musst Performance zeigen, du musst Kampfsport machen, du musst Kalteisbäder machen, du musst Frauen kennenlernen, du musst Business machen, du musst Geld verdienen, du musst eine glückliche Beziehung führen, du musst Familie haben, du musst erfolgreich sein. Also dieses du musst, du musst, du musst, du musst. Im Ende heißt es, du musst perfekt sein. Du musst der perfekte Alpha-Macker sein, der alles geregelt hat. Und da sage ich dir, das funktioniert nicht. Und auch bei den Leuten, die das nach außen hin so darstellen, und da will ich dir auch ganz klar sagen, das ist bei mir auch alles andere als perfekt hier alles. Also, mein Leben natürlich hat das Höhen und Tief. Und ich meine auch, selbst bei Leuten, wo man denkt, oh, der hat ein geiles Auto, der hat einen geilen Buddy, ja, in bestimmten Aspekten ist derjenige wahrscheinlich überdurchschnittlich erfolgreich, aber das sind ja auch immer nur Momentaufnahmen. Das, was gezeigt werden soll gerade in den öffentlichen Netzwerken, in den Medien, in den anderen Kategorien werden diejenigen hundertprozentig durchschnittlich sein oder sogar unterdurchschnittlich. Weil wie soll das funktionieren? Du kannst nicht ein Unternehmer sein und 50, 60 Stunden arbeiten, noch einen riesen Freundeskreis haben, mit deinen Kindern jeden Tag zwei Stunden spielen und dann noch ein Sixpack haben, weil du noch fünfmal in der Woche ins Finish-Studio gehst. Ja, und wenn du das machst, dann wirst du ja ein so hohes Stresslevel haben, dass du von heute, von morgens früh bis abends nur am Routinen und am Laufen bist. Und irgendwo musst du Abstriche machen. Also da die Kirche auch im Dorf lassen und sich das selber auch einzugestehen. Wir sind total verblendet von dieser, wir sind alle super durchschnitt, äh, wir sind alle super überdurchschnittlich und wir müssen alle die super Experten und die super Performer sein, damit wir irgendwie einen Selbstwert aufbauen können. Ich meine, das ist ganz gefährlich und das ist der Weg in die Depression, in den Burnout, ist es vorprogrammiert und man ist ewig unzufrieden, weil man nur noch irgendwo in der Zukunft lebt und etwas hinterherläuft. Zeige dir selbst und anderen dein Nicht-Perfektsein. Und es lädt andere dazu auch ein, sich auch zu öffnen. Weißt du, ich habe da selber auch für mich so reflektiert auch die einige Folgen, wo ich dann auch mal sehr hart war und gesagt, ja, so und so, da muss gemacht werden. Und natürlich macht das auch dann den Eindruck, boah, das ist ja hier was ist, so, der scheint wohl alles zu können, sag ich mal. Also dieses, ich bin der Experte und ich erzähle dir, wie es zu laufen hat. Und da habe ich mich auch die letzten Monate reflektiert und sagt so, nee, ich bin hier auch nicht der Experte, sondern ich habe ein bisschen Erfahrung in dem Bereich und will dir einfach zeigen, was für mich funktioniert hat und für mich in meinem persönlichen Leben funktioniert und nicht funktioniert hat und da einfach auch ehrlicher und transparenter sein, auch meine Schwächen zu sein, finde ich ganz wichtig hier an der Stelle und dazu möchte ich dich auch einladen. In Kontakt auch mit dir selbst, ja. Und dann hast jetzt mal wieder ein Porno geguckt. Oder du hast einen Korb von dem Date bekommen. Ja, das ist alles total blöd. Und sich das selbst auch einzugestehen, ja, du hast dann halt, das hat halt nicht gepasst. Du hast halt einen Fehler gemacht. Es ist absolut in Ordnung. Und sich das einzustehen, dem anderen auch zu sagen, ey, wenn das ein guter Freund ist, ich habe auch Gespräche geführt, wo ich sage, ey, das habe ich völlig verbockt. Völlig einen Bock missgebaut und es war in Ordnung. Punkt Nummer zwei, auch ein ganz zentraler Punkt. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und beende diese Opfermentalität. Weil Charme ist häufig auch so: dieses Thema, ja, die anderen haben das und so gemacht, ja, ich wollte eigentlich, aber die anderen haben dies und das. Und das ist immer so ein bisschen dieser Punkt, ja, ich setze mich mit mir selbst gar nicht auseinander, weil die anderen sind ja schuld an der Situation. Das führt natürlich dazu, dass du dich nicht mit dir selbst auseinandersetzt und guckst, okay, was waren denn da deine Schattenanteile? Vielleicht hast du dann wieder auf irgendeine Art und Weise reagiert, dass du gesagt hast, ja stimmt, ich habe jetzt also innerlich so, du hast einen Fehler gemacht, aber du hast dich dafür geschämt und hast du einen anderen dafür beschuldigt und gesagt, ich sag mal, du hattest irgendein Meeting bei der Arbeit und bist zu spät gekommen und es war Stau auf der Autobahn und dann hat irgendeiner ist noch langsam gefahren und dann waren die Ampeln alle rot und du bekamst zu spät. Der Klassiker ist ja dann häufig, dass du sagst, er war Stau und war ein Unfall und der hat noch langsam gefahren, dass wir alle anderen beschuldigen und aber selber nicht schauen, was ist jetzt unser Beitrag dazu? Nämlich, vielleicht sind wir ein bisschen zu spät aufgestanden morgens oder wir haben getrödelt und dann auch zu schauen, so, okay, was ist das für ein Thema? Ich habe ein wichtiges, ein wichtiges Meeting und fahre da nicht pünktlich los oder trödel morgens ein bisschen oder stelle den Wecker nicht früh genug. Was ist es eigentlich da im Inneren? Ist es so dieses, oh, jetzt ist was Wichtiges und jetzt sabotiere ich mich gerade selber, weil ich vielleicht von mir glaube, ja, das funktioniert sowieso nicht oder wird nichts und dann arbeite ich unterbewusst gegen mich, dass ich dann kein Erfolg habe, dass ich dann wieder selbst bestätigt werde da drin. Und gibt dir da dieses Commitment, das finde ich als Mann, als Erwachsener sowieso ganz zentral zu sagen, hey, was ist mein Anteil? Und Verantwortung dafür zu übernehmen, was du beeinflussen kannst und nicht. Natürlich kannst du nicht beeinflussen, wenn da irgendwie einer hinter dir drängelt und Lichthupe macht, aber du kannst wieder beeinflussen, das habe ich auch in einer vorigen Folge schon des Öfteren gesagt, wie du darauf reagierst. Rastest du aus, ärgerst du dich extrem und bremst gleich noch oder drängelst dann selber? Oder atmest du und sagst, ey, ja, soll er drängeln? Ich bleibe in meiner Mitte. Punkt Nummer 3. Das ist jetzt hier der letzte Punkt. Und ich finde auch ein so wichtiger Punkt ist, ich nutze das aktuell auch sehr viel und es nimmt eine Menge Stress und auch es nimmt eine Menge Druck raus und auch dieser Charme werde ich damit bewusst erzeugen und trainiere damit auch umzugehen. Es geht um diese vier magischen Worte. Ich weiß es nicht. Wir sind gerade wir Männer, wenn wir irgendwas gefragt werden und wenn dann noch andere, vielleicht noch Frauen dabei sind, dann haben wir ja sowieso immer den Eindruck, wir müssen jetzt besonders performen und irgendwie zeigen, was wir für ein toller Macker sind. Aber in so einer Situation zu sagen, ich weiß es nicht, uh, der weiß es nicht? Aber wie ehrlich das ist und wie erfrischend auch du selber, das ist das Thema abgehakt, ich weiß es nicht. Und dann kannst du natürlich auch fragen, erklär's mir doch mal bitte, wie siehst du das? Dann sind wir wieder offen für neue Informationen, für neue Ansichten. Und wir brauchen nicht rumpalabern zu tun, als wenn wir irgendwie einen Plan hätten. Das ist ja auch ganz oft der Fall, wenn ich so merke, ja, warum hat es irgendwie funktioniert? Ja, dann erzählen wir irgendwas und wollen dann irgendwie der ganz Schlaue sein und irgendwie den Leuten, die Leute überzeugen, dass wir ja wertvoll sind, weil wir ja super gebildet sind und dass wir ja richtig was drauf haben. Und gerade bei dieser Übung, ich weiß es nicht. Ja, da ist die Gefahr, dass die Leute denken, wie, der weiß es nicht? Was ist denn das für einer? Der weiß es nicht. Ja, das kann natürlich dazu führen, ja, dass die denken, ja, der ist ein Depp. Kann aber auch dazu führen, dass die denken, oh, der ist aber ehrlich. Und ja, akzeptieren das so, der weiß es nicht. Ey, wie ehrlich ist das denn? Anstatt da irgendwas rumzupalabern. Und du wirst merken, auch gerade so wie gesagt, in sozialen Aspekten, wir wollen ganz oft der Schlaue sein, ne, wir sind im Kopf, haben irgendwie tolle Bücher gelesen und haben ja einen Abschluss und ich weiß, wie es läuft, so, frag mich was, ich weiß alles. Und da einfach sozusagen, ich weiß es nicht. Und dann mal mit diesem Gefühl, das auszuhalten. Und nicht so tun. Das ist ganz wichtig. So den anderen zu überzeugen, ja, ich bin doch was wert. Das hat genau wieder mit diesem Punkt was zu tun, diese Schattenseiten, wenn wir nochmal auf den Anfang gehen, ja, natürlich in der Schule, wenn der Lehrer dich was gefragt hat. Ich weiß es nicht. Ja, wie, du weißt es nicht. Ja, mündliche Note, kriegst du eine 5. Die anderen Schüler haben sich kaputt gelacht, was du denn für ein Depp bist. Weil die zehn andere Schüler wussten das im Unterricht. Und das waren dann die Musterknaben. Die haben dann die guten Noten bekommen. Die saßen, die haben die Anerkennung von den anderen bekommen, von den Lehrern. Und so haben wir das extrem konditioniert. Wir müssen immer alles wissen und immer performen. Und dieses Nicht-Wissen müssen wir verstecken. Und dann lieber irgendwas sagen, was gar nicht stimmt, aber wir haben ja irgendwas versucht und irgendwas gesagt. Und dann waren wir ja nicht ganz so doof. Übe damit, ich finde es so geil, ich sag das jetzt öfters immer, wenn ich wirklich mir nicht sicher bin, dann sage ich einfach, ich weiß es nicht. Und safe. Es ist, es ist mega, es ist mega geil. Es entspannt mich total. Und ich sag das auch öfters mal bei meiner Tochter, die fragen ja, also die fragt ja manchmal Sachen, also wo ich auch keine Ahnung habe. Irgendwas fragt sie mich, keine Ahnung, mir fällt jetzt gerade nichts ein. Sag ich mal, was hat sie mal gefragt? Wie die Fahrbahn gemacht werden und so. Na klar, kann ich ihr dann irgendwo erzählen, ja, das ist dann irgendwie Ther und so, und dann fragt sie noch ein paar andere Sachen und dann merke ich schon so, ey, ich als Schwab er jetzt hier irgendwie rum. Und dann sage ich, ich weiß es nicht. Aber wir können das nachlesen nochmal. Wir können uns mal ein Buch besorgen oder im Internet gucken, können wir es nachlesen. Aber ich weiß es gerade nicht. Und dann denke ich mir so, wie anstrengend ist sonst immer ist mir irgendwas dann aus dem Finger zu sagen, dann müsste ich immer überlegen, ah, das könnte so sein, aber bin mir nicht sicher. Und dann muss ich mir irgendwas aus dem Finger saugen, ist mega anstrengend, ist ätzend und dann einfach so ehrlich sein und sagen, ich weiß es nicht. Also ich fasse nochmal zusammen, die Punkte. Also Charme, ganz zentrales Thema. Auch natürlich bei uns Männern, da bin ich jetzt gar nicht drauf eingegangen, das kann ich nochmal in einer späteren Folge machen. Natürlich Scham ist auch, Sexualität ist auch extrem Scham besetzt, gerade bei uns Männern. Ob mein, ist mein Penis lang genug, kann ich lang genug im Bett, ist die Frau befriedigt? Also, das ist ja nochmal ein ganzes Thema für sich, dieses Charme in der Sexualität. Aber wir haben heute eher um Charme gesprochen, was so ein bisschen aus den Kindheitserfahrungen kommt, gerade so aus der Schule, aus dem Elternhaus. Ich habe dir drei Tools an die Hand gegeben. Tool Nummer eins war, zeige, dass du nicht perfekt bist. Also steh dir selber mal ein, wenn du Fehler machst. Ja, es war jetzt blöd, ja und? Was soll's? Anderen auch, denen du vertraust, dass du einfach sagst, hey, hier habe ich Mist gemacht. Oder das ist ein Teil meines Charakters. Ich bin manchmal vergesslich, vergesse Dinge oder bin unpünktlich. So ist es halt. Und dafür, Punkt Nummer zwei, übernehme ich auch die Verantwortung. Ja, ich bin zu spät aufgestanden und deswegen bin ich heute auch zu spät ins Meeting gekommen. Ey, das wäre immer wirklich geil. Ich glaube, da würde keiner was sagen, wenn ich sage, hier, ich habe morgens, ich habe den Wecker zu spät gestellt, ich bin zu spät losgefahren, dann stand ich noch im Stau, tut mir leid, ich bin zu spät gekommen, du übernimmst völlig die Verantwortung dafür. Alles geklärt! Anstatt irgendwo wieder jemanden dafür zu beschuldigen. Verantwortung ist ganz, ganz zentral. Punkt Nummer drei, und auch einzugestehen, du weißt es mal nicht, ich weiß es nicht. Das ist so geil, das sind vier einfache Wörter, ich weiß es nicht. Und dann mit dieser Reaktion zu arbeiten, von wegen, dass du vielleicht wie ein Depp dastehst, vielleicht auch nicht, dass die Leute sagen, ey cool, der ist ja ehrlich. Arbeite damit und schau mal, was es mit dir machst. Rauskomm aus dieser ewigen Performance, man müsste als Mann immer performen und der Starke und der Harte sein. Und ich will dir auch sagen, natürlich, das geht mir ja genauso. Sag ich mal, hier dieser Podcast, ich nehme hier auch jede Woche eine Folge auf, bereit. Mich hier vor, natürlich hat das ja auch was mit Performance zu tun, sonst würde es dir nicht laufen. Also ich kann mich jetzt auch nicht hier auf den Rücken legen und sagen, ja, der Podcast läuft schon alleine, ich mach nichts. Natürlich nicht. Da sind wir ja auch schön blöd, wenn wir das glauben. Wir müssen aber, oder wir, was heißt wir müssen, wir brauchen einen Ausgleich im Leben. Und weg von diesen hart stark, ich geh pumpen, dickes Auto, dicke Kohle, Business, ja, ja, das ist zu wenig. Das ist zu wenig. Natürlich ist geil, aber es ist zu wenig, um zufrieden zu sein, um wirklich ein gutes Leben zu führen. Da gibt es deutlich mehr Aspekte, nämlich genau auch die, die wir hier besprochen haben, authentisch und echt zu sein. Ein echter Mensch und kein Roboter oder Mutant, der der Alpha Doc, den Alpha Doc spielt und seine ganzen Fehler und Leichen irgendwo, also Leichen in Anflug ist ja seine Schatten irgendwo versteckt, irgendwo unter den Teppich kehrt. Ich freue mich, wenn du wieder bis zum Ende gehört hast. Wenn dir diese Folge gefallen hat, lass mir gerne eine ehrliche Bewertung da. Leite den Podcast gerne an einen Freund weiter, wo du sagst, hey, das könnte diesem Mann auch helfen. Und ich freue mich auf die nächste Folge. Bleib stark, bleib mit Herz.