Männlichkeit mit Herz

Die Wunde vieler Männer: Wenn der Vater nicht da war

Felix Achcenich

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0:00 | 25:20

Viele Männer tragen eine stille Wunde in sich:
Die Sehnsucht nach einem Vater, der emotional wirklich da gewesen wäre.

In dieser Folge sprechen wir über fehlende Bevaterung, Enttäuschung, Wut und den Schmerz von emotionaler Distanz.
Über das Gefühl, allein gewesen zu sein. Nicht gesehen. Nicht geführt. Nicht gehalten.

Aber diese Folge ist nicht nur Anklage.
Sie ist auch eine Einladung zu Verständnis, Mitgefühl und Wertschätzung.
Denn viele Väter gaben das weiter, was sie selbst gelernt haben – oder nie bekommen konnten.

Du erfährst:

  •  wie fehlende Bevaterung Männer bis heute prägt 
  •  warum daraus oft Wut, Härte oder Bindungsprobleme entstehen 
  •  und wie Heilung beginnen kann, ohne die eigene Geschichte zu verdrängen 

Zwischen Wut und Liebe liegt oft die Wahrheit.
Und vielleicht beginnt genau dort echte männliche Reife.

Und jetzt?

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Vater, du warst nie richtig für mich da, du hast mich nie wertgeschätzt und du hast mir nie richtig gezeigt, was es heißt, ein Mann zu sein. Du hast dich auch nie bei mir entschuldigt, immer recht behalten und mochtest deine Arbeit lieber als mich. Und trotzdem, Papa, habe ich dich lieb. Und in vielen Männern schlagen zwei Herzen. In ihrer Brust, denn das eine ist diese Enttäuschung über den eigenen Vater und das andere für tiefe Wertschätzung und Dankbarkeit. Und dein Vater ist die zentrale Figur in deinem Leben, im Leben eines jeden Mannes. Und heute spreche ich darüber, über den Vater, wo es oft Wut und Liebe, Wertschätzung und Groll zugleich gibt. Und ich gebe dir heute ganz konkret wieder drei Tipps, was du tun kannst, um dein Thema mit deinem Vater besser integrieren zu können. Bleib dran!

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Willkommen bei Männlichkeit mit Herz. Hier lernst du, wie du Klarheit findest, Energie aufbaust und echte Stärke lebst. Mit Übungen, die dich fordern und mit Herz, das dich verbindet.

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Und damit herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Männlichkeit mit Herz mit deinem Host Felix. Und heute ein ganz zentrales Thema eines jeden Mannes. Ich sehe das auch an den Downloadzahlen, an der Folge Mama, wo bist du? Wenn du diese Folge noch nicht gehört hast, dann lege ich sie die hiermit ans Herz. Denn da geht es um die Mutter. Das ist eine Folge, wo ich zentrale Themen nochmal anspreche. Hörst die auf jeden Fall an, wenn du es noch nicht getan hast. Und heute sprechen wir über den Vater. Der Vater ist noch mindestens genauso wichtig wie die Mutter, ich würde persönlich sagen, sogar noch etwas wichtiger, weil er ist das erste männliche Vorbild, das Rollenbild, was du zu Gesicht bekommen hast. Wenn es jetzt nicht dein leiblicher Vater ist, sondern dein Stiefvater oder deine erste männliche Bezugsperson, kannst du da auch gerne reinsetzen. Aber diese männliche Bezugsperson, die von klein auf für dich da war, und in der Regel ist das ja der biologische Vater. Denn der Vater ist der Erste, von dem wir uns ja Dinge abschauen. Okay, das ist die Mama, die Mama sieht so und so aus, die Mama verhält sich so, die Mama spricht so, der Vater macht das und das, der Vater sieht so aus, der Vater reagiert so. Und das nehmen wir alles in unser Unterbewusstsein auf. Von klein auf ist es zentral das Verhalten des Vaters für unsere weitere Entwicklung. Und da sind wir ganz ehrlich, in Männertrainings habe ich schon häufig erfahren. Also entweder ist es eine Riesenkatastrophe, wo der Vater dann Alkoholiker war, er war Schläger und hat dann die Familie, hat die geprügelt und war nicht da, hat sein eigenes Leben nicht auf die Reihe gekriegt. Ja, so eine Fälle gibt es auch, das ist aber eher die Ausnahme. Meistens ist es eher der Fall, dass der Vater gar nicht präsent war. Das heißt, der Vater, entweder sind die Kinder geschieden, der Vater war dann nur noch alle 14 Tage da, hat dann neu geheiratet, neue Familie gegründet, oder er war zwar da, aber nicht wirklich, weil er immer arbeiten war, er war eigentlich nur unterwegs und kam dann abends nach Hause, wo die Kinder oder du warst dann meistens schon im Bett und wir haben dieses Problem, er war emotional gar nicht da. Also bei vielen physisch war er gar nicht da, emotional auch nicht, weil meistens war er dann einfach so erschöpft von der Arbeit, dass er gar keine Zeit hatte, sich noch großartig um dich zu kümmern. Vielleicht höchstens mal am Wochenende. Und diese Enttäuschung, die sitzt bei vielen Männern ganz tief, dass der Vater nicht präsent war. Vor allem dieses emotional Präsentsein, das ist eines der größten Schmerzpunkte, ist dieser Punkt, dass die Wertschätzung vom Vater, dass der Vater mal zu dir gesagt hat, boah, das hast du gut gemacht, dass der Vater für dich da war, wenn du ihn gebraucht hast, wo du auch vielleicht mal einen Arsch tritt, weißt du, das ist ja dieses liebevolle Männliche, das verstehen auch einige nicht, wenn man zum Beispiel in so einem Männertraining oder auch beim Kampfsport, wenn der Trainer mal eine harte Ansage macht und mal sagt, jetzt halt die Klappe, sei mal ruhig, steh still, da kommen schon viele gar nicht mit klar und brechen völlig zusammen und sagen, Alter, wie red ihr mit mir? Da gehe ich nicht wieder hin. Aber du gastst gewisse Strukturen, auch wie beim Militär. Das ist einfach federliche Strenge. Das ist väterliche Liebe. Das ist mal harte, väterliche Liebe. Und das brauchen wir Männer ganz extrem. Wir brauchen immer wieder mal männliche Liebe. Und das ist männliche Liebe. Das ist so wie beim Kampfsport, weißt du, wenn ich in so einem Trainings, sag ich mal, im Sparring bin und ich mach gar nichts mit dem anderen. Ich streichel den nur. Dann lernt er überhaupt nichts. Natürlich will ich ihn nicht verprügeln oder so. Es geht nicht darum, aber versteh den Sinn dahinter. Es geht darum, den anderen ehrlich zu begegnen und ihm einer Herausforderung zu stellen, dass der Mann auch arbeiten kann. Weißt du, wenn ich mich da nur hinlege oder wenn du, wenn du boxen gehst, was auch immer, wenn du natürlich dem anderen nur alles machen lässt und sag ich mal, der hat gar keinen Widerstand, dann lernt er auch nichts. Dann denkt er, er ist der coolste, er verkloppt alle, aber er hat ja keine Reibung, er hat keinen Widerstand. Und das ist bei ganz vielen Männern einfach ein Problem. Der Vater nicht da und der Vater bietet auch keine Reibung, weil er dann einfach zu erschöpft ist oder hat ein schlechtes Gewissen, weil er nie da ist und dann verwöhnt er eher die Kinder. Und das ist so wichtig, weil oft haben wir diese zwei Probleme, die ganz grundsätzlich sind bei Männern, also bei Vätern. Entweder sie sind halt abwesend, das hatte ich gerade schon gesagt, sie sind abwesend zu weich, also du hast keine richtigen männlichen Pol gehabt. Das heißt also, deine Mutter hat alles entschieden. Und deine Mutter ist ins Männliche gegangen und hat deinen Vater ersetzt. So, natürlich können das Frauen auch. Gleichzeitig muss dann aber deine Mutter ihre weibliche, weiche Seite aufgeben, weil sie ja den Vater kompensieren muss. Sie muss den Vater ersetzen. Ist halt auch wieder nicht sonderlich geil und das verhärtet die Mutter wieder. Aber was führt das dazu? Der Vater ist dafür da, dich von der Mutter wegzuziehen. Er ist dafür da, dich in die Welt rauszuziehen. Weg von Mamas Brust, weg von Mamas Sicherheit, raus mal ins Abenteuer, sich selbst auszuprobieren, neue Dinge, mal eine Gefahr, sich auszusetzen. Natürlich, ne, es geht nicht darum, jetzt hier in Lebensgefahr auszusetzen, aber mal ein Abenteuer erleben, mal rauskommen aus der Komfortzone. Weil die Mutter möchte natürlich, dass es dir gut geht, dass du in Sicherheit bist. Und das ist alles gut und richtig. Wir brauchen aber, wie im Leben so oft, und wenn du diesen Podcast schon länger hörst, dann hoffe ich, dass du dieses Prinzip schon verinnerlicht hast. Wir haben immer ein Wechselspiel, auch in den Energien, zwischen weiblicher und männlicher Energie. Guck dir den Tag an, zwischen Tag und Nacht. Wir haben Erde, wir haben den Himmel, wir haben Ying, wir haben Yang, wir haben die weibliche Energie, wir haben die männliche Energie. Also wir sind immer, wir in den Atmen, den Einatmen, wir haben den Ausatmen. Also das eine funktioniert ohne das andere nicht. Und das bedingt sich einander. Und als Vater, wenn der nicht anwesend nicht da war, dann hat er dich auch nicht von deiner Mutter weggeholt. Und bei mir persönlich, guck mal, ich bin Scheidungskind, meine Eltern haben sich, da war ich 13 getrennt und ich bin meiner Mutter groß geworden. Ich habe meinen Vater noch alle 14 Tage sehen. Mein Vater war davor auch sehr, sehr viel arbeiten. Und natürlich hat meine Mutter das alles alleine gewuppt. Und wie ich schon gesagt habe, meine Mutter war dann nicht mehr nur Mutter alleine, sondern sie war auch gleichzeitig Vater. Also in der Energie. Stell dir das in der Energie vor. Sie musste natürlich alles organisieren, alles regeln, sie musste den Rahmen halten, sie musste arbeiten gehen, die Rechnungen bezahlen, sie musste gucken, dass bei mir die Schule läuft. Und natürlich ist sie dann ganz viel in ihrer männlichen Energie. Und Vater, Mutter und Sohn, also jetzt nach unserer Konstellation, wir sind einfach auch zu eng aneinander geschmolzen. Also es heißt jetzt hier, also es ist auf, wenn es ein bisschen schriftlich ist, es geht hier nicht um Incest oder sowas, aber der Vater muss dich als Sohn wieder weg von deiner Mutter ziehen. Und wenn du nur mit deiner Mutter alleine bist, dann hast du nicht diesen Vater, der da auch mal einen Keil zwischenhaut und dich davon wegzieht. Sondern du bist einfach zu nah an deiner Mutter dran. Und das wird mit der Zeit einfach problematischer, weil du dann nicht gelernt hast, dich davon zu lösen, dich von dieser mutterlichen Liebe Nähe zu lösen und deinen eigenen Weg zu gehen, raus in die Welt zu gehen, sondern du bist dann so in so einer Komfortzone, weil die Mutter, ihr ist es halt wichtig, dass du ja komfortabel bist, dass du in Sicherheit bist und dass es dir gut geht. Und da findet oft kein Wachstum statt. Das heißt, du wirst dann so zum Softie und du kennst ja vielleicht auch wenn nicht, dann guck dir mal oder lest dir mal diese Geschichte zum Ödi-Pussy durch, der zum Beispiel ja seinen eigenen Vater umgebracht hat, weil er eifersüchtig auf den eigenen Vater ist, weil er seine Mutter für sich haben will. Also der ist in seine Mutter verliebt, hat seinen eigenen Vater umgebracht, weil er ein Konkurrent ist, der ja seine Mutter wegnehmen könnte. Oder seine Mutter könnte ja seinen Vater, wie es ja auch gesund ist, mehr lieben als seinen Sohn, also auf einer sexuellen Ebene etc. Und das passt ihn natürlich auch nicht, diesen Ödipust, und hat ihn dann umgebracht. Also, und dieses Komplex, das ist sehr, sehr weit verbreitet. Deswegen hör dir auch nochmal, Mama, wo bist du die Folge an? Also, Vater oft nicht da, Vater zu soft, wenn er da ist, dann gibt es halt Verwöhntprogramm, ein bisschen rumgehetchelt, ist dann eher auch die Mama und für große Grenzen setzen und große Abenteuer hat er auch gar keine Energie, weil wie soll er es auch haben, wenn er 40, 45 Stunden gearbeitet hat. Zweiter Punkt, der Vater war zu streng. Ja, gibt es auch viele Väter. Gerade so, ich bin auf so einem kleinen Dorf groß geworden und da haben wir im Neubaugebiet, also so haben sie die immer genannt, also das sind im Endeffekt, sie hießen immer Wolgadeutsche. Ich sag mal, das sind einfach, oftmals sind die aus Kasachstan gekommen oder aus, sag ich mal, östlichen europäischen Ländern. Und da war es immer extrem, dass die Väter und auch, sag ich mal, die Jungen, also die Jugendlichen, immer sehr hart waren. Die Väter waren immer sehr streng, sehr hart. Und da gab es keine von wegen, du hast hier nicht zu weinen, Indianer kennen keinen Schmerz und da kann ich mich heute noch dran erinnern, da war immer so ein richtig krasser, harter Ton, war er an der Tagesordnung. Und ich kenne das von meinem Vater auch, dass er immer sehr streng in einigen Sachen war. Zum einen war er, hatte ich dieses Problem, wie schon gesagt, er war nicht anwesend großartig, auch aufgrund der Trennung. Habe ich ihn dann noch alle 14 Tage gesehen. Aber wenn ich mal irgendwas einen Erfolg hatte, ich kann mich immer noch an eine Situation erinnern, da habe ich mein Abi gemacht, also ich habe ein Fachabitur gemacht, also kein normales. Ich habe einen Fachabbi gemacht und da hatte ich eine 2,0 Fachabbi. So, da war ich echt zufrieden mit, weil ich war, ich muss sagen, ich war ein faules Schwein in der Schule. Ich hatte wirklich keinen großen Bock. Ich bin relativ spät auch erst aufgewacht in der Schule und dann auch für mich erstmal so gemerkt, oh ja, ist schon wichtig, einen einigermaßen vernünftigen Abschluss hinzukriegen. Und da habe ich den Abschluss mit 2,0 gemacht. Ich war wirklich stolz. Ich hab meinen Arsch, also ja, also wie soll ich sagen, ich habe mich angestrengt. Ich habe in den Arsch aufgerissen, das wollte ich sagen, genau. Und ja, was hat mein Vater gesagt? Da kann ich mich heute noch dran erinnern, mein Vater hat nur gesagt, ja, hätte ja auch eine 1 von Komma stehen können. Es hat mich so getroffen und wenn ich jetzt heute drüber das erzähle, ja, dann kann ich schon ein bisschen drüber schmunzeln. Irgendwie, es ärgert mich natürlich immer noch so ein bisschen, aber ich mittlerweile, weißt du, ich habe so viel schon gemacht, jetzt auch mit meinem Vater gearbeitet, also in einer Persönlichkeitsentwicklung, und wo ich dann so mittlerweile so denke, ja, er konnte es selber nicht. Das ist ein Thema bei ihm. Und ich habe mir den Schuh aber auch mal angezogen und dachte, ich bin nicht gut genug. Das ist aber ein Thema von meinem Vater. Und das Thema liegt bei ihm. Bitteschön, hier hast du es so. Und das gehört nicht mir, weil es ist häufig so, dass wir das nur übernehmen, was wir selber von unseren Eltern bekommen haben. Und wenn ich da zurückblicke an meinen Opa, ja, das ist Kriegsgeneration. Der war natürlich in einer extrem harten Zeit, ist er aufgewachsen. Und da gab es kein, sag ich mal, kein großes Lob und Anerkennung. Da ging es tatsächlich ums nackte Überleben. Und da waren wir auch überhaupt nicht so weit mit irgendeinen Persönlichkeitsentwicklungsseminaren oder irgendeine Therapie oder so. Das war alles überhaupt nicht Thema. Und ohne das zu entschuldigen, aber klar, wo soll es herkommen? Und dann übernimmt man das einfach nur so. Wenn dann, wenn man nichts tut und nicht an sich arbeitet, dann übernimmt man einfach eins zu eins die Konzepte von seinen Eltern und ja, von seinen nächsten Umfeld, von der Schule und so weiter. Also, dieses zu streng sein, ganz häufig, dann passiert nämlich folgendes: Man entwickelt auch ein geringes Selbstwertgefühl, weil man sich eben nicht zutraut, wie mit diesem Kommentar von meinem Vater, wo ich dann auch nur gesagt habe, ja, ich bin echt ein Versager, ich habe jetzt noch nicht mal eine Eins vom Komma, obwohl es ein guter Abschluss war. Also überleg dir das mal. Du wirst sicherlich auch Situationen haben, wo du denkst, ey, ja, was war das für eine Scheiße eigentlich? Wie hat dich mein Vater da eigentlich behandelt? Und das hat natürlich auch was mit dem Selbstwert gemacht. Das Selbstvertrauen ist einfach gesunken, zu sagen, ja, nicht zu sagen, ey, geiler Typ, du hast jetzt hier einen Zweier-Abi, Mensch, hast du toll gemacht und weiter so aufbauend, wertschätzend, wo man dann so sagt, ja, cool, ne, ich kann was und mein Vater unterstützt mich. Ist es eher so von wegen, ja, ich, ja, ich krieg's nicht richtig hin. Siehst du, mein Vater hat es ja auch wieder gesagt, ich bin total der Versager. Und wie gesagt, das läuft ja über Jahre, das Programm, Jahre, Jahre, Jahre, Jahre. Und häufig hat das einfach was mit einem eigenen Selbstwert vom Vater zu tun. Beim Vater kann es halt auch sein, dass er dich als Konkurrent ein Stück weit sieht, konkurrent auch zu der Mutter oder zu anderen, sag ich mal, Frauen auch, wenn er sein eigenes Thema nicht geklärt hat und sieht sich dann auch, so größer du wirst, eben schon als Konkurrent und versuch dann natürlich auch mit so einen Sachen, das kann natürlich viel komplexer sein, aber versuch dann mit so einen Sachen dich auch klein zu halten. Und dann traust du dir nichts mehr richtig zu oder du machst auch so als Erwachsener, machst du nicht mehr gewisse Sachen, weil dein Vater das mal verurteilt hat oder findest das schlecht und bist dann in so einer, ja, in so einer immer noch ungelösten Vaterbindung-Beziehung. Das ist nicht, nicht gut. Überhaupt nicht. Das schränkt dich total ein, gerade wenn der Vater auch sehr streng war. Da will ich dir jetzt drei konkrete Sachen geben, wo ich meine, fang damit an zu arbeiten, schau mal, was es mit dir macht. Und der Punkt Nummer eins, da können wir direkt starten, ist, spiele mal bewusst mit der Mama-Energ und mit der Papaenergie. Also was meine ich damit? Das heißt also, lass dich mal so richtig gehen. Wenn Mama wieder gesagt hat, ja, komm, ruh dich mal aus, ach, wie jetzt kalt duschen, ne? Oder oh, jetzt ins kalte Wasser. Nee, mach's mal lieber nicht. Du kriegst eine Erkältung. Oder ja, mach jetzt mal keinen Sport, weil es ist ja so warm draußen. Lass es mal lieber sein. Also dass du wirklich dich mal so richtig gehen lässt. Ne, lass mal alles, lass, entspann dich mal, lass mal alles gehen und scheiß mal für eine gewisse Zeit, mal für ein paar Tage, mal auf so Sachen, die du sonst eigentlich machst und lass dich mal so richtig in diese weibliche Energie absinken. Also dieses Entspannen, dieses Loslassen mal. Da geht es ja nicht darum, dass. Wie gesagt, das ist total wichtig, zu entspannen und loszulassen. Aber spiel damit mal bewusst, weil gerade wenn du so einen strengen Vater hattest, dann das zu üben, da kommen wir dann auch nochmal gleich zum nächsten Punkt, das zu üben, mal zu entspannen, loszulassen. Mal nicht der Harte, der Starke, der Tafe zu sein. Vielleicht auch mal, wenn du traurig bist, einfach auch mal zu weinen, das ist auch weiblich. Also Gefühle zu zeigen, weibliche Energie, einfach mal die Tränen kullern lassen. Ja, so einfach kann es sein. Papa Energie, damit ausspielen, gerade wenn du einen extrem weichen, abwesenden Vater hattest, brauchst du mal die Vaterenergie. Das heißt, die Energie, die dir mal einen A-Stritt gibt. Also ich hab das, ich hatte mich gestern, habe ich mich mit einer Freundin getroffen und sie hatte mir von einem Männerseminar erzählt, wo es erstmal darum ging, auch Routinen zu entwickeln, dass du als Mann deine Energie wählst und deine Energie kommst. Ja, dann denke ich mir auch so, ja, das ist total wichtig, aber das ist so basic. Und das brauchst du auch. Dieses, das ist eigentlich nichts anderes als ein kleiner Ar-Schritt, den eigentlich der Vater immer früher mal gegeben hat. So, steh auf! Jetzt räum dein Zimmer auf, steh auf, mach deine Hausaufgaben, ne, jetzt gehst du zum Sport, auch wenn du keine Lust hast. Und so kleine Ar-Schritte zu geben. Und nee, jetzt lässt du mal den Keks liegen, jetzt iss dir mal den Brokkoli. Es gibt jetzt keinen Nachtisch, ess dein Fleisch auf. So, weißt du? Also diese kleinen Ansagen, nee, es gibt jetzt kein Fernsehgucken. Du kannst jetzt ein Buch lesen. So, bums. Nee, drinnen sitzen und jetzt Computerspielen ist nicht, geh raus, triff dich mit deinen Freunden. Also so, dieses, ja, auch wenn es mal rüberbügeln ist und oh, das ist jetzt alles so streng und das darf jetzt nicht sein. Nee, das muss sein. Du musst, brauchst mal klare Ansage und auch mal einen Ar-Stritt. Genauso wie du auch die Entspannung brauchst. Also, spiele damit. Mal hart sein, mal weich sein. Mal eine warme Dusche machen, mal eine kalte Dusche machen. Also so überleg dir das selber auch was. Mal einen Keks essen und auch genießen und mal wirklich den Brokkoli essen und sagen, jetzt mach ich mal hier Fitness. Jetzt esse ich mein Fitness mal hier mit Hähnchen, Brokkoli und Reis. Punkt Nummer zwei. Ganz wichtig, wichtig, wichtig, wichtig. Mache wirklich konkret Dinge, die dein Vater verurteilt hat. Wo du gesagt hast, ey, also, wo ich schon dran denke, wenn ich, wenn ich das jetzt meinen Vater erzähle, oder wenn mein Vater das sehen würde, er würde sagen, Alter, was ist mit dir nicht richtig? Hast du eigentlich überhaupt nichts verstanden? Was ist mit dir nicht richtig? Dass du das jetzt machst. Was hätte der jetzt wohl gemacht, wenn der das sehen würde? Und ich kann dir ganz konkret sagen, ein Beispiel, was mir auch wirklich hängen geblieben ist. Wo ich hatte, ich hatte eine Zeit, da ging es mir wirklich, wirklich nicht gut. Und da kann ich mich noch an einen Spruch von meinem Vater erinnern, das ist jetzt aber auch schon lange, lange her. Aber das hat sich so eingebrannt, das ist mir gleich eingefallen, als ich diesen Skript hier geschrieben habe für den Podcast, ist mir das sofort eingefallen. Weißt du, da hatte ich auch so ein bisschen Übergewicht und so, war so ein bisschen pummelig unterwegs und dann hat mein Vater nur gesagt, ja, also wenn ich mich diese, wenn ich so angucke, dann denke ich so, dass du jeden Abend mit einer Tüte Chips auf dem Sofa sitzt und so ein bisschen rumgammelst. Boah. Ja, okay. Also es war sehr ehrlich, es war sehr direkt, aber es war schon ziemlich, ja, es hat schon ziemlich weh getan. Das ist auch männliche Energie, diese Direktheit, voll gut, brauchen wir, absolut. Und es hat richtig, richtig weh getan. Und das habe ich mir, es hat sich so richtig eingebrannt, immer so dieses abends auf dem Sofa mit irgendwas Süßes oder Schips zu sitzen.

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Ja, da ist dann hier die Stimme von meinem Vater im Kopf so, ne? Der dann wieder sagt, ja, guck mal an, du Lutscher, du Lutscher. Also das hat er jetzt nicht gesagt, aber ich sag das jetzt so innerlich so, du Lutscher, sitzt wieder mit einer Tüte Schips auf dem Sofa und kriss nichts hin. Ja.

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Und genau das zu machen, weißt du, nicht jetzt jeden Tag und so, aber ganz bewusst, mich hinzusetzen und zu sagen, pass auf, ich hole mir jetzt eine Tüte Chips, eine richtig geile, setz mich abends aufs Sofa, mach eine geile Serie an und hau mir die Chips-Tüte rein. In dem Bewusstsein, dass mein Vater sich jetzt tierisch aufregen würde. Also gar nicht so von wegen hier, ich zeig dir eine Stickwege so rebellisch, sondern einfach bewusst wahrzunehmen, was macht das mit mir? Auch dass mein Vater diesen dummen Spruch ausgehört. Du wirst sicherlich andere Sachen kennen, wo dein Vater irgendeinen Spruch gemacht hat und die machst du jetzt nicht mehr, weil du immer so denkst, ja, das ist nicht richtig. Und da arbeite mit. Das ist ganz häufig, dass wir uns Sachen irgendwie verbieten, weil unser Vater so streng war, weil unser Vater das nicht gut geheißen hat, weil unser Vater uns da verurteilt hat. Und da möchte ich dich zu einladen. Es geht wieder darum, erwachsen zu werden, ganzzeitig zu werden und dein Ding auch zu machen. So und dann die Tüte Chips zu öffnen und einfach sich ein paar reinzuziehen. Supergeil. Muss ich jetzt auch mal wieder machen, wenn ich drüber drüber spreche. So, einfach mal oder Keks essen, keine Ahnung. Punkt Nummer 3. Das Bild von deinem Vater. Ja, ja, das ist schon eine wichtige Sache. Ich hab's hier häufig, also ich hab's hier ganz viele Zeit stehen gehabt hier auf dem Schreibtisch, aber auch nicht wirklich richtig. Also es stand hier irgendwie nur so rum. Ich hab's jetzt aber wieder so mehr integriert, weil ich hatte vor kurzem eine Familienaufstellung gemacht, auch nochmal zu meinem Vater und da hat der Aussteller gesagt, boah, du hast einfach noch große Themen mit deinem Vater, da ist viel Angst, da ist viel Wut dabei. Und da dachte ich mir so, kann eigentlich gar nicht sein. Was erzählt der eigentlich für einen Quatsch? Und da habe ich die letzten Tage oder letzten Wochen. Wochen mal wieder mit dem Bild von meinem Vater gearbeitet und hab dann einfach gemerkt, alter Schwede, was da einfach noch so hochkommt, auch an alten Themen, alte Bilder, alte. Und da habe ich damit gearbeitet. Also das heißt, ich guck mir das eben an und mach das einfach nochmal. Guck dir das Bild von deinem Vater einfach mal an, wirklich ganz ruhig. Und guck mal, was da so hochkommt. Also da wird einiges hochkommen. Und dann diese Situation, wenn du in irgendwelche Situationen ein Bild bekommen hast, dann arbeite damit insofern, dass du dann mal das Bild stehen lässt, dich mal hinstellst und dich mal dann anfängst im Körper zu schütteln. Dass du diese Energie, die du spürst, magst Wut, magst Dankbarkeit, irgendwas sein, aber dass du das im Körper verteilst, dich körperlich auflädst und dann dich da mal richtig durchschüttelst, während du immer wieder das Bild von deinem Vater guckst, anguckst und da mal schaust, was passiert. Oftmals kommen ganz viele Emotionen noch, also bei mir zumindest. Ich musste mal schreien, ich musste mal lachen, ich musste mal weinen und da habe ich einfach gemerkt, wie viel da noch drin sitzt bei meinem Vater. Und da muss ich auch ehrlich sagen, diese Aufstellung habe ich auch nochmal gemacht, weil ich das selber auch nochmal gespürt habe, da ist viel. Weil ich habe eine Zeit lang sehr viel mit meinem Vater da mit dem Bild gearbeitet und so. Und da habe ich mir wieder so gedacht, ach, ja, jetzt habe ich auch zwei, drei Wochen was gemacht. Jetzt ist gut, ne? Jetzt ist alles und hab's dann wieder weggestellt. Es ist vollkommen in Ordnung, es gibt gewisse Phasen, ne? Da hast du einfach gemerkt, Energie ist raus, kein Bock mehr. Aber es hört nie auf. Und das war in dieser Ausstellungsarbeit auch wieder so. Da hatte ich dann auch so ein paar Kandidaten da sitzen, der hat dann irgendwie jeden Monat eine Ausstellung gemacht seit einem halben Jahr, wo ich mir dann auch so denke, ja, also Persönlichkeitsentwicklung, gutes Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, das ist keine Rakete. Das ist keine Rakete, die du kurz zündest, dann schießt du hoch in die Galaxie und dann bist du irgendwie erleuchtet, sondern das ist halt, es ist langjährige Arbeit. Es dauert lange, es geht langsam, du machst wieder Rückschritte, machst auch wieder Fortschritte, aber es dauert. Und alles andere meines Erachtens sind wieder nur Marketingversprechen, um schnell wieder irgendein Coaching zu verkaufen. Wo es heißt, schnell wieder fit werden oder schnell alles mit deinem Vater erklären. Diese drei Tipps, mache die drei Tipps jetzt für einen Tag und du hast alle Themen mit deinem Vater geklärt. Nein, Spaß beiseite, also glaub das bloß nicht. Das ist eine lange, lange Arbeit, aber es lohnt sich. Und selbst jede kleine Arbeit, jede kleine Übung bringt dich einen Schritt weiter in ein selbstbestimmtes und freies Leben als Mann. Vor allem das Thema mit den eigenen Eltern sich anzuschauen. Also, ich freue mich, dass du bis zum Ende dran geblieben bist. Und wenn du diesen Podcast magst, wenn er dir gefällt, dann lade ich dich gerne ein. Lass mal einen ehrlichen Kommentar da. Vielleicht hast du auch einfach Wünsche, was du so gerne mal hören möchtest, welches Thema. Und natürlich auch, wenn du andere Männer kennst, denen das weiterhelfen könnte, dann leite diesen Podcast natürlich auch gerne weiter. Bis zum nächsten Mal. Bleib stark, bleib mit Herz.