Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Zocken, scrollen, streamen – die Medienwelt unserer Kinder ist überall. Du möchtest dein Kind sicher durch den digitalen Dschungel begleiten, doch im stressigen Alltag fehlt dir oft die Zeit? Dann ist „Handy, Herz & Hirn“ genau richtig für dich.
Wir, Viola Hoffmann (Gesund digital aufwachsen) und Steven Pfeiffer (Im Hopserlauf), arbeiten seit über 20 Jahren mit Kindern, Eltern und Fachkräften. Ab Februar 2026 sprechen wir jeden Donnerstag darüber, wie du im Familienalltag gelassen mit Smartphone, Tablets & Co. umgehen kannst.
Wir nehmen dich mit in Themen wie erstes Handy, Klassenchat, Cybe
Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Warum Aufgeschlossenheit Eltern in der Medienbegleitung ihrer Kinder stärkt
Wir zeigen, wie Aufgeschlossenheit, klare Haltung und Wissen Eltern helfen, Kinder gelassen durch die digitale Welt zu begleiten. Mit Perspektivwechsel, guten Fragen und altersgerechten Regeln wird Medienerziehung alltagstauglich statt angstgetrieben.
• Unterschiede zwischen Erwachsenennutzung und Kindermotiven
• Wirkung von Algorithmen auf Feeds und Verhalten
• Perspektivwechsel als Kern der Begleitung
• Aufgeschlossenheit statt Angst in der Elternrolle
• Altersangemessene Leitplanken und Startregeln
• Gute Fragen für echte Gespräche mit Kindern
• Medienbildung vor dem ersten eigenen Gerät
• Leuchtturm-Haltung: klar, warm, verlässlich
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Liebe Grüße
Steven und Viola
Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.
SPEAKER_00:Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsterlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.
SPEAKER_01:Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren.
SPEAKER_00:Hallo, liebe Viola. Schön, dass wir uns jetzt hier endlich treffen zu unserer allerersten Folge im Podcast. Ja, ich freue mich mega. Vielleicht hört man es von der Stimme, ich bin ein bisschen aufgeregt, aber ich glaube, das wird sich gleich senken. Ja, lass uns, wie wollen wir anfangen? Willst du ein Thema mitmachen?
SPEAKER_01:Ich freue mich einfach so sehr, dass wir es endlich tun.
SPEAKER_00:Ja, ich auch, wirklich Podcast. Krass, spannend.
SPEAKER_01:Ich wünsche mir es schon so lange und ich bin jetzt mega, mega froh, dass wir dieses Format gefunden haben und dass wir es zusammen machen. Ich freue mich immer mit dir zu sprechen und mich auszutauschen. Und ich bin jetzt einfach freudig aufgeregt, dass wir es endlich mit der Welt teilen können und andere auch teilhaben lassen an unseren wertvollen Unterhaltungen.
SPEAKER_00:Ja, aber worüber unterhalten wir uns eigentlich?
SPEAKER_01:Worüber unterhalten wir uns? Wir unterhalten uns natürlich über den Umgang mit digitalen Medien in der Familie, mit den Kindern, was kann man tun? Wie kann man es tun? Wie kann man es gestalten? Was sollte man besser nicht tun? Werden wir bestimmt auch besprechen hier.
SPEAKER_00:Und was machen wir, wenn es doch mal passiert, ne?
SPEAKER_01:Was machen wir, wenn es mal doof läuft? Genau, wir werden viel berichten aus unserem Alltag. Also, falls jemand hier, die unsere Vorstellungsfolge noch nicht gehört hat, hört einmal kurz rein. Da erfahrt ihr ein bisschen, was zu unseren Hintergründen, was wir tun und wo wir herkommen und wer wir eigentlich sind. Wir werden, glaube ich, auch viel, ja, das fließt ein, oder? Immer in unsere Erfahrungen, unsere Geschichten, die wir so erleben, auch mit Eltern, Lehrern, Fachkräften.
SPEAKER_00:Kindern. Also ich muss mal dazu sagen, ne, komm, ich spring mal kurz rein, weil wir sind beide im medienpädagogischen Bereich tätig. Ich habe einen pädagogischen Hintergrund, du hast einen therapeutischen Hintergrund. Ich bin mehr in Bildungseinrichtungen unterwegs, also wirklich mehr mit den Kindern, aber auch mit den Eltern und du arbeitest ja und Lehrkräfte logischerweise. Und ich glaube, du arbeitest mehr mit Eltern und Lehrkräften, richtig?
SPEAKER_01:Eher, Eltern und ja, genau, auch mit pädagogischen Anredenfachkräften.
SPEAKER_00:Liebe Zuhörer, ihr habt hier das volle Paket, ne, von aus jeder Welt. Ein Teil.
SPEAKER_01:Mega, so ist einfach, es kommt, es kommt zusammen, was zusammengehört.
SPEAKER_00:Richtig.
SPEAKER_01:Und ich habe gleich zum Anfang, wir wollten heute so ein bisschen sprechen, ja, über was brauchen eigentlich Eltern, um ihre Kinder da gesund durchzunavigieren und zu begleiten im Umgang mit den digitalen Medien. Das ist ja mal so ein bisschen heute unser Einstiegsthema. Wir werden in ganz viele einzelne Themen dann in den nächsten Folgen einsteigen, aber wir wollten ja heute mal so ein bisschen übergeordnet schauen, was brauchen wir eigentlich? Was brauchen wir selbst als nicht nur die Eltern, sondern Begleitende, sag ich mal. Ja, jeder, der irgendwie Kinder in irgendeiner Form durchs Leben begleitet. Was brauchen wir eigentlich für Fähigkeiten? Und eine Sache, die mir gerade eingefallen ist, wie wir hier noch vorher gesprochen haben, ist, was mir immer wieder auffällt, und ich weiß, dass es dir auch so geht, ist, ich frage oft mal, wenn ich einen Vortrag auch oder einen Elternabend mache, dann frage ich die Eltern immer erstmal, was nutzt ihr denn oder wie nutzt ihr die digitalen Medien? Das kann man ja jetzt mal gerade ein bisschen spielerisch machen. Steven, stell dir mal vor. Wie nutzt du denn, oder ist es ja egal, wie nutzt du denn die digitalen Medien jetzt als erwachsener Mensch?
SPEAKER_00:Um mir mein Leben zu erleichtern, um es mal ganz, ganz grob zu sagen, wirklich, um mein Leben jetzt zu erleichtern.
SPEAKER_01:Was benutzt du? Wie?
SPEAKER_00:Achso, okay, ja stimmt, ich muss es ja auch benennen. Toll, gestern noch im Elternamt im Vortrag drüber gehalten. Jetzt stehst du auf der anderen Seite. Gestern habe ich vor den Eltern gesprochen, ne? Wofür benutzen Kinder digitale Medien, wofür benutzen Erwachsene digitale Medien?
SPEAKER_01:Was nutzt du? Sag mal so ein bisschen. Also ich muss sagen, du bist ja schon ein bisschen Querschnitt.
SPEAKER_00:Ja, ich bin tatsächlich so ein Querschnitt, aber ich würde sagen, am häufigsten benutze ich tatsächlich, oder ich habe angefangen, mehr meinen Rechner zu benutzen als mein Smartphone. Einfach, weil mein Smartphone, der Bildschirm ist mir mittlerweile zu klein, ist mir zu anstrengend. Weil ich benutze ja viel tatsächlich, wenn nicht, ich mache ja auch meinen eigenen Social Media Kanal. Und da ist mir Real Schnein einfach unfassbar anstrengend drauf. Dieses kleine Bildschirm und deshalb habe ich versucht, mir einen Rechner zu benutzen. Auch keine Ahnung, Terminkoordination, also auch über einen Kalender, also gemeinsam Kalender tatsächlich. Also für Orga. E-Mails habe ich mir jetzt auch angewohnt, meistens über einen Rechner zu machen. Aber wenn ich unterwegs bin, wenn es wirklich eine wichtige E-Mail ist, dann natürlich auch am Smartphone schnell mal antworten. Kommunikation mit den Schulen läuft auch alles digital ab.
SPEAKER_01:Kommunikation mit Freunden wahrscheinlich. Ja, Kommunikation mit Freunden.
SPEAKER_00:Also auch da private Sachen, ich habe mich ganz gut abgegrenzt, die wissen, ich antworte nicht so oft, deshalb rufen sie eher an.
SPEAKER_01:Das ist gut, ne?
SPEAKER_00:Ich habe alle möglichen Chatgruppen archiviert, damit ich wirklich aktiv reingucken muss. Online-Banking. Also dazu zum Online-Banking benutze ich tatsächlich eher mein Smartphone, anstatt mein Rechner. Das geht für mich einfach schneller, ne?
SPEAKER_01:Okay.
SPEAKER_00:Also das ist für mich einfach schnell. Wofür benutze ich es denn noch? Ja, Social Media. Oh, Spotify. Also da tatsächlich sehr viel Musik, Podcasts, das ist spielt eine sehr große Rolle bei mir. Was benutze ich denn noch? Also wenn ich jetzt sage ChatGBT, dann ist es tatsächlich eher am Rechner und nicht am Handy.
SPEAKER_01:Weil du es meistens eher fürs Business benutzt.
SPEAKER_00:Ja, genau, eher fürs Business. Ja, Informationssuche halt, ne, wirklich, keine Ahnung, neue Rezept. Ja, Recherche, so geht.
SPEAKER_01:Filme.
SPEAKER_00:Ah, Filme eher am Rechner oder auf dem Fernseher. Ich glaube, wenn ich irgendwie mal im Urlaub bin, vielleicht dann so, aber das auf dem Handy, so nebenbei im Bett nochmal so ein bisschen einschlafen, ne?
SPEAKER_01:Aber Laptop zählt ja Laptop auch dazu.
SPEAKER_00:Ja, genau. Ja, Filme gucken, boah, was. Fortbildung tatsächlich.
SPEAKER_01:Aber ich glaube, das reicht schon mal. Das ist ja so schon mal der Querschnitt. So Terminplanung, Koordination, E-Mails, Nachrichten, Filme mal YouTube und so weiter. Das ist, glaube ich, schon.
SPEAKER_00:Ja, Orga, also Organisation, Kommunikation, Information, Unterhaltung, Entspannung. Also das sind so die fünf Sachen, die ich jetzt nennen würde.
SPEAKER_01:Hauptsächlich. Und ich glaube, das ist ja so das, was die meisten sagen würden wahrscheinlich. Vielleicht kommt bei dem einen oder anderen noch, genau, Shoppen, Gaming, kann auch noch mal ein Thema sein. Und das ist ja jetzt die Lebensrealität von uns Erwachsenen. Und wenn wir jetzt darauf schauen, was erleben denn Kinder oder was nutzen denn Kinder, wenn sie diese Geräte nutzen, was kommt da so am häufigsten? Was nutzen Kinder am häufigsten?
SPEAKER_00:Ich würde mal differenzieren, ich würde es beim Alter festmachen, weil das Nutzverhalten, wenn es um Digitalität geht, verändert sich ja auch. Ich würde sagen, dass junge Kinder, und jetzt bewegen wir uns wahrscheinlich im Bereich zwischen vier und sechs oder vier bis acht meinetwegen, würden eher, wenn es ums bewegte Bild geht, also wirklich Fernsehen und gucken, also wirklich Sachen gucken. Sei es Pepperwoods, Paw Patrol, Bluey, keine Ahnung, wie sie alle heißen.
SPEAKER_01:Ja. Zwar mal dahingestellt, aber erstmal.
SPEAKER_00:Genau, dann wird sich sagen, ab so dem Grundschulalter wird es sich verändern und dann geht es auch in Richtung Zocken, also ins Gaming, in den Gaming-Bereich. Und dann irgendwann, spätestens ab dem Smartphone tatsächlich, wann auch immer das sein wird, dann geht es um Kommunikation. Also auch, also viel um Kommunikation, viel YouTube kriege ich immer wieder aus den Klassen zu hören.
SPEAKER_01:Also Socials kann man eigentlich übergeordnet werden, als was so Social Media angeht.
SPEAKER_00:Und was spannend ist, wenn ich die Kinder frage, würdet ihr YouTube als Social Media einordnen?
SPEAKER_01:Echt? Ja, ja, ja, ja. Echt?
SPEAKER_00:Ja, man kann ja da Kommentare hinterlassen. Ja, ja.
SPEAKER_01:Also ich würde es auch so einordnen, aber das ist spannend. Ich hätte jetzt gesagt, die Kinderperspektive wäre anders.
SPEAKER_00:Ich sagen tatsächlich, ja, ist es. Ja, Socials. Und dann, wenn du irgendwann wirklich so in den Oberstufenbereich gehst, dann kommt irgendwann tatsächlich, was nicht so schön ist, so Pornografie. Also auch das wurde schon genannt, wo ich dachte, oh, okay, krass. Also auch da, es verändert sich halt immer.
SPEAKER_01:Im Laufe der, genau, aber man kann sagen, also ich sage immer, dass wenn wir den Kindern ein Gerät zur Nutzung überlassen und dann würden die darauf das machen können oder würden die das machen, was wir machen, also E-Mail, das, was du gerade alles benannt hast, E-Mail schreiben, Koordination, Kommunikation, dann wäre das Ding sehr schnell langweilig, wenn die sagen, was ist das? Dann wäre das sehr, sehr schnell kein Thema mehr, wahrscheinlich, ja, weil das langweilig ist einfach. Und wenn man dann jetzt aber, wie du es jetzt auch gerade beschrieben hast, wenn man bunte Farben dazu macht und ein bewegtes Bild und das ein bisschen Zucker drüber streut, dann schmeckt auch der bittere Kuchen. So, mal analog, Analogie. Und das ist, glaube ich, so, da hatten wir schon mal drüber gesprochen, dass es so die Diskrepanz, wo wir uns oft befinden, dass die Eltern oder dass oft mal so Kommentare kommen wie, ja, was soll denn schon so schlimm sein daran, jetzt gebe ich meinem Kind halt das Smartphone oder jetzt gebe ich den Zugang zum Tablet oder was auch immer es ist, ja? Ist ja nicht schlimm daran, weil wir natürlich, und das ist ganz menschlich, weil wir von unserem eigenen Nutzungsverhalten ausgehen.
SPEAKER_00:Jeder ist sich selbst am nächsten, ne? Ja, genau.
SPEAKER_01:Also ich denke, was soll denn, ne? Mir ist da auch noch nie was passiert. Ich krieg doch da auch keinen Blödsinn angezeigt, was soll schon so schlimm sein daran? Sollen die Kids das doch nutzen, ja? Und das ist der springendste Punkt aller springenden Punkte, glaube ich. Dass es da diesen einmal einen Wechsel der Blickrichtung braucht, einfach. Also ich.
SPEAKER_00:Perspektivenwechsel.
SPEAKER_01:Perspektivenwechsel ist unsere Rubrik, die wir einführen wollen hier. Also dass man einfach einmal die Perspektive wechselt und sich überlegt, welchen Inhalten sind unsere Kinder eigentlich ausgesetzt, ja. Und das auch, wenn ich mein Social Media Profil aufmache, wird mir was anderes angezeigt, wie Anna 12 aus Berlin, ja. Und das ist auch was, was viele werden, ja, warum soll Social Media so schlimm sein, da ist doch nichts bei und so, ja, wenn wir die, wenn wir die nicht böse sein jetzt, wenn wir die Durchschnittsmutti nehmen jetzt mit 35, die irgendwo sitzt und die, die sich vielleicht Eltern-Content anguckt, die ein bisschen Shopping macht oder was weiß ich, was alles auf Social Media, da wird der Content harmlos sein, ja. Und wenn wir aber mal einen, und das ist, ich hab das schon mal gemacht und ich empfehle, dass Eltern auch immer wieder, bevor sie ihren Kindern Social Media erlauben oder das zur Nutzung überlassen, macht euch selber mal ein Profil als 12-, 13-jähriges Mädel und sucht mal so ein paar Sachen da drin und guckt mal, was der Algorithmus euch anzeigt, ja. Egal wo Instagram, TikTok oder was.
SPEAKER_00:Das Beste ist ja wirklich, du kannst ja einfach nur YouTube Shorts mal machen, ne? Also loggt, also ich zeige immer, ich mache ein Experiment mit den Kindern, ne, YouTube Shorts und dann feiern die sich erstmal, yeah, YouTube Shorts, ne? Mach ich natürlich mit meinem Account. Also so, und da, wenn jetzt nicht die Sachen kommen, natürlich wird da mal Mr. Beast oder so mit dabei. Da sind Videos bei, die die kennen, weil ich natürlich auch für Recherchegründe mich da rein, also da sind die mit bei, ne? Dann kommen da irgendwelche Yoga-Videos, meinetwegen Skate-Videos, irgendwelche Business-Sachen, und dann denken die sich auch so, hä, was ist denn das?
SPEAKER_01:Wollen langweilig, ey.
SPEAKER_00:Ja. Aber ich frage auch immer, okay, hey, wie viele Videos habt ihr euch gemerkt in dieser einen Minute? Und nach drei Sekunden mache ich meistens mal weiter, weil das ist die Durchschnittszeit, wann weitergeswiped wird. Und das sind 20 Videos, da können sich an eine Handvoll dran erinnern.
SPEAKER_01:Nix, ja.
SPEAKER_00:Aber ich merke auch, dass einige Kinder sich tatsächlich noch mehr merken können. Wo ich immer auch immer krass überrascht bin, wie kriegst du es denn hin, innerhalb von drei Sekunden das abzuspeichern? Also ich werf wieder immer beeindruckt.
SPEAKER_01:Zumindest im Kurzzeitgedächtnis. Ja, genau.
SPEAKER_00:Aber eine Sache, die ich vorhin vergessen habe, wir reden jetzt viel über das bewegte Bild.
SPEAKER_01:Ja.
SPEAKER_00:Die Toni-Box. Also das habe ich vorhin vergessen, vor allem im jungen Alter. Dann nehmen die sie ja auch nochmal eine Toni-Box, ne? Das ist keine Werbung hier, aber eine Musikbox mit einer Figur drauf. Gibt es ja verschiedene mittlerweile. Nicht nur den, den ich gerade genannt habe. Die sind auch alle gleich gut, ne? Vielleicht haben ein paar mehr, funktionieren andere. Aber ja, auch die benutzen die ja. Die benutzen die ja nicht mehr.
SPEAKER_01:Grundsätzlich geht es auch, genau. Hörbücher, auch das sind ja dann mediale Inhalte. Aber wir wollten ja drüber sprechen, was brauchen Eltern. Und das ist, glaube ich, schon mal das Allerwichtigste, so dass wir uns als Eltern überlegen dürfen, ah, unsere Kinder benutzen die Dinge anders wie ich. Oder sind auch anderen Inhalten ausgesetzt? Ja, manchmal ist es ja nicht nur, was nutze ich in, wie sagt man, intentional for things, wie heißt es?
SPEAKER_00:Vorsätzlich. Oder bewusst.
SPEAKER_01:Was nutze ich jetzt bewusst, wenn ich es mir jetzt vornehme. Und was wird zum Beispiel über Social Media Kanäle einfach auch durch Algorithmen mir zugespielt? Das ist ja mit eins der größten Leasigen, aber da sprechen wir nochmal gesondert drüber. Jetzt geht es erstmal um die eigene. Wie kann ich jetzt begleiten? So, wenn ich das jetzt weiß oder mir mal bewusst mache und mich da auch mal reinversetze, ne, Lern-Apps hast du noch ausgelassen vorher. Ah, ja, stimmt. Lern-Apps für Kinder A2 habe ich gerade gelesen übrigens. Das ist auch nochmal auch nochmal ein gutes Thema. Ich schreibe es gleich auf. Das machen wir jetzt nicht auf. Aber das auch die Lern-Apps zum Beispiel ist ja ein Thema, die sind einfach unfassbar gemifiziert inzwischen, ja. Also es ist gleicht ja schon oftmals, je nachdem, wo man reinguckt, da einfach auch einem Online-Beile. Wir machen das Thema nicht auf, ne? Wir machen das Thema, wir sprengen trotzdem drüber. Nur da, das ist auch noch was, was dazu kommt, ja. Und was brauchen wir denn jetzt, Steven? Was brauchen wir denn jetzt, um unsere Kinder da gut durchzubegleiten?
SPEAKER_00:Es ist so schön. Also, natürlich haben Viola und ich natürlich von so kurz vorher drüber gesprochen. Und ich habe hier so ein so ein Wertekarten-Set mir neulich bestellt, hervorragend. Ich meine, ich ziehe es vor jeder Folge einfach mal so eine Karte und gucke mal, was dabei rauskommt. Und die Karte, die ich gezogen habe, ist Aufgeschlossenheit. Und das würde ich gerne nicht nur mir zu Herz nehmen heute, sondern auch den Eltern mit, euch mit an die Hand geben. Liebe Zuhörenden, Aufgeschlossenheit. Wenn es um digitale Medien und Kinder geht, natürlich kommt da Achtsamkeit mit rein, ganz viel mit rein. Aber Aufgeschlossenheit. Seid aufgeschlossen dem gegenüber, was die Kinder machen. Und zwar halt vorurteilsfrei. Das ist ganz wichtig. Also diese offene Haltung gegenüber. Und ich würde auch noch sagen, eine gewisse Neugierde. Ja. Okay, das ist jetzt richtig blöd. Bei mir klingt jetzt in der Tür, wir müssen den Podcast ganz kurz pausieren, bitte. Und wir machen gleich weiter. Achso. Ich bin wieder zurück. Herzlich willkommen.
SPEAKER_01:Das ist die Story mit den Kunden und den Paketboten.
SPEAKER_00:Genau, also auch da wieder, dieser Podcast ist zu 100% authentisch. Also ihr kriegt genau das, mit was hier passiert. Die guten als auch die schlechten Seiten, wenn es um digitale Medien geht.
SPEAKER_01:Hier gibt es nichts schlecht. Bei uns ist es und lebendig.
SPEAKER_00:Genau, sehr viel Spaß auf jeden Fall. So, Viola, hol uns wieder rein.
SPEAKER_01:Ich hole uns wieder rein. Also, was du jetzt gerade gesagt hast, für mich zählt dazu angstfrei, weil ganz viele Eltern, mit denen ich spreche, kommen immer und sagen, ich habe so eine Angst. Ich hatte einmal eine Mutter, die gesagt hat, schon im Vorgespräch, die gesagt hat, ja, mein Kind ist jetzt neun und es soll zu Weihnachten ein Smartphone bekommen. Und ich habe seit neun Jahren Angst vor dieser Frage oder vor diesem happening jetzt. Und erstens mal denke ich, okay, cool, du hattest nine Jahre Zeit, dich damit auseinanderzusetzen, wie du damit umgehen willst. But that is was eben, was auch aus diesem Gespräch rauskam, wo viele, viele Eltern einfach so einen riesen Respekt for haven or tatsächlich eine Angst haben, weil es glaube ich eine große Hilflosigkeit. Und inzwischen, zum Glück, ist das Thema ja medial auch viel größer than for a year and was very disputed. And we heard Nachrichten and manchmal auch viele Schreckensnachrichten. Und das führt, in meiner Erfahrung nach oft dazu, dass die Eltern dann Sehr verunsichert sind und sehr ängstlich sind und auch gar nicht mehr wissen, was jetzt eigentlich richtig oder nicht richtig ist. Und deswegen finde ich auch das, was du gerade gesagt hast, dass man einfach auch davor urteilsfrei einmal rangeht und sagt, ich muss auch nicht alle Antworten haben und ich muss auch nicht, also ich darf den Weg mit meinem Kind gemeinsam gehen, so wie in allen anderen Erziehungsfragen auch.
SPEAKER_00:Ja, also der auch da wie ganz ein Prozess, ne? Also wirklich ein Prozess, der Prozess ist in Bewegung. Der ist nicht statisch, der ist nicht starr, der ist in Bewegung. Also dieses Absendanz.
SPEAKER_01:Ich glaube eben einer der wichtigen Punkte ist einfach, dass wir versuchen, diese Angst zu überwinden und zu sagen, ich gucke da einfach mal rein und ich stelle einfach mal Fragen, ja, ach, das sage ich immer wieder, habe ich auch immer wieder gesagt. Ja, Fragen stellen immer mal Fragen stellen, einfach, ja. Wenn die Kinder kommen und sagen, ich will jetzt mein eigenes Smartphone und du denkst, warte mal kurz, du bist erst fünf, kommt gar nicht in Frage.
SPEAKER_00:Ja, aber das ist auch so ein Punkt, da bin ich jetzt mal ein bisschen direkter, so ein Punkt. Liebe Eltern, ihr müsst nicht der beste Freund eures Kindes sein. Es soll eine stabile Verbindung sein, es sollte auf einer Vertrauensbasis basieren alles, aber ihr müsst nicht der beste Freund eurer Kinder sein. Ihr seid da, um die Kinder, eure Kinder aufs Leben vorzubereiten.
SPEAKER_01:Den vertrauensvollen Rahmen zu halten, Rahmen zu halten, aber ich bin nicht Freund. Aber auch da, wenn es jetzt um sowas geht, ich will ein Smartphone, wenn ich dann hingehe und sage, kommen Sie überhaupt gar nicht in Frage, spinnst du wohl, dann wird es natürlich noch spannender, aber wenn ich mir die Zeit nehme und ich habe das selber persönlich auch so erlebt, als diese Frage an mich herangetragen wurde, dann habe ich gesagt, ach echt, was würdest du denn machen, wenn du ein Smartphone hättest? Also einfach, weil ich glaube, dieses, wenn ich sage, kommt gar nicht in Fragespinnste, da ist ganz, ganz viel Angst, nämlich dahinter eigentlich, wenn ich denke, Mist, scheiße, jetzt will mein Kind ein Smartphone und ich weiß überhaupt gar nicht, wie ich damit umgehen soll und wie ich da überhaupt drauf reagieren soll. Und wenn ich aber einfach andersrum hingehe und sage, ach spannend, ja, also mit der inneren, klaren, dennoch der klaren Haltung, fünf ist viel zu früh, kommt überhaupt nicht in Frage. Aber was ich sage ist, was würdest du denn machen, zum Beispiel so? Und dann hole ich mir die Perspektive von dem Kind rein, wo steht das denn eigentlich gerade? Was ist denn der Wunsch dahinter eigentlich? Und in dem Alter kommt sowas wie, also kann ich mich auch mich noch erinnern, komm so, ja, dann würde ich Fotos machen, dann kann ich mal die Oma anrufen und so. Und dann sage ich, ach super, guck mal, hier kannst du Fotos machen mit. Wir haben ein Gerät oder eine Kamera. Und hier ist das Telefon und kannst die Oma anrufen jederzeit. Ah ja, okay, fertig, abgehackt ist die Laube, ja. Und dann geht es nicht um das eigene Smartphone in dem Alter. Da geht es nicht drum, ganz häufig.
SPEAKER_00:Selbstwirksamkeit.
SPEAKER_01:Ja, genau. Ich will es selber machen. Und da ist es tatsächlich, ja, danke, dass du es mitgebracht hast, ne? Einer der wichtigsten Punkte. Und ich würde jetzt übergeordnet sagen, eine Haltung. Ja, also wir brauchen einfach. Einfach. Das ist der Prozess, den Eltern durch meinen Kurs über mehrere Wochen gehen.
SPEAKER_00:Der emotional hoch und runter geht, ne?
SPEAKER_01:Aber wir dürfen eine Haltung entwickeln. Und diese, wenn wir diese klare innere Haltung haben, und die kommt nicht von heute auf morgen, dafür brauchen wir Hintergrundwissen, dafür brauchen wir, dass eben unsere Ängste uns genommen seine eigenen.
SPEAKER_00:Ihr braucht diesen Podcast dafür, merkt euch das.
SPEAKER_01:Möglicherweise führt das dazu, dass ihr eure innere Haltung stärkt. Wenn wir diese klare innere Haltung haben, dann können unsere Kinder viel besser, also können wir ja viel besser, ich sage immer so, Leuchtturm sein für unsere Kinder und Orientierung bieten. Denn wenn wir unsicher sind, dann haben wir Angst und dann werden auch unsere Kinder unsicher und dann wackelt das ganze Gebilde, ja. Aber wenn wir einfach mit Klarheit, mit innerer Klarheit, wie so ein Leuchtturm dastehen und vorangehen, dann ist es für die Kinder auch total klar.
SPEAKER_00:Ja. Wunderschön gesagt.
SPEAKER_01:Wir können aufhören.
SPEAKER_00:Ja, ich finde es ein wunderschöner Abschluss auf jeden Fall. Aber eine Sache, die habe ich, ich glaube, die habe ich von dir mitgenommen. Und zwar, wenn es um diese Digitalität geht, wenn es um Endgeräte geht, also eigene Endgeräte, ne? Du hast es schon gesagt, wenn Kinder ein eigenes Endgerät haben, dann haben sie nicht nur Zugang zur Welt, sondern dann hat die Welt auch Zugang zu den Kindern. Und ich glaube, es ist von dir, ne?
SPEAKER_01:Ja, da sind wir beim Perspektivenwechsel, das? Ja, Perspektive.
SPEAKER_00:Es ist so schön. Und da würde ich den Eltern einfach gerne nochmal mitgeben. Seid euch bewusst, die Kinder sehen online nicht das, was ihr seht.
SPEAKER_01:Ja.
SPEAKER_00:Und in diesem Sinne würde ich jetzt einfach sagen. Das ist für die Augeschlossenheit.
SPEAKER_01:Aufgeschlossenheit. Also, und wir brauchen, wir dürfen einfach diese klare Haltung entwickeln und wir dürfen unser Wissen auch weiter erweitern. Das ist einfach, ich sage nicht mehr ein Kann, das ist ein Muss in der heutigen Zeit. Das ist nicht mehr optional. Also wir müssen uns mit diesen Themen auseinandersetzen, um unsere Kinder da gut durchzunavigieren und altersgerecht zu begleiten. Das ist auch wichtig, dass wir schauen auch, ab welchem Alter ist denn was okay für mein Kind entwicklungspsychologisch.
SPEAKER_00:Das werdet ihr in den weiteren Folgen übrigens noch erfahren, weil wir haben ja so eine wunderschöne Therapeutin hier, die sich mit sowas auskennt.
SPEAKER_01:Also das finde ich immer wichtig, ne, dass man auch sagt, nicht, ich verbiete jetzt alles und verteufel alles, sondern ey, altersgerecht, ja. Und die Medienbildung beginnt nicht erst mit den eigenen Geräten, sondern lange, lange, lange, lange, lange davor, von Anfang an eigentlich. Und ja, es gehört so viel dazu. Aber ich glaube, das Wichtigste wäre die Haltung, die Werte, da werden wir bestimmt auch drüber sprechen, und die eigenen Werte zu kennen, das eigene Warum zu kennen, wie möchte ich meine Kinder begleiten, was möchte ich eigentlich für meine Kinder und das Hintergrundwissen. Und ich glaube, das sind so drei Säulen, wenn man so will, die essentiell sind, oder?
SPEAKER_00:Ja, ja. Also könntest du jetzt auf Verbindung, Vertrauen und Verständnis auch ummünzen, aber das ist halt bloß an anderen Worten, das, was du gesagt hast, in anderen Worten. Genau, also auch da, wir laden euch herzlich ein. Denkt mal drüber nach, wofür nutzt ihr eigentlich eure Geräte? Und wenn eure Kinder alt genug sind und schon Geräte haben, setzt euch mal gemeinsam hin und guckt mal. Und zwar offen und wertefrei. Also jetzt gar nicht zu bewerten, wenn ihr da irgendwelche komischen Schminkvideos oder Tänze seht, dann ist das so.
SPEAKER_01:Was interessiert dich denn daran? Oder was eine Frage?
SPEAKER_00:Genau, komm, das ist die perfekte Frage. Nehmt die Frage mit, setzt euch mit euren Kindern gemeinsam hin, wenn sie alt genug sind, logischerweise, und stellt ihr diese Frage. Was interessiert dich genau an diesem Thema, was auch immer es sein wird, so sehr? Und ich kann mir vorstellen, dass ein wunderschönes Gespräch wird.
SPEAKER_01:Ja, das ist sehr wertvoll.
SPEAKER_00:Liebe Viola, vielen lieben Dank. Ich freue mich auf. Ich rize dich auf die nächste Folge jetzt schon und auf so viele weitere Folgen, die kommen werden.
SPEAKER_01:Die Liste ist lang.
SPEAKER_00:Ja, oh Gott, so viele Themen. Apropos Themen, wenn ihr noch Themen habt, schreibt die einfach mal unter diese Folge in die Kommentare rein, was ihr euch mal für Themen wünschen würdet, weil ja, wir haben super viele Themen, super viel Erfahrung, aber es geht natürlich auch um euch. Euch als Zuhörende, was wünscht ihr euch? Weil wir wollen ja einfach, wir haben mal einen schönen Austausch starten und zwar nicht zwischen uns beiden, sondern mit euch. Mit euch allen.
SPEAKER_01:Und ihr könnt uns auch schreiben auf unserem Social-Media-Kanal.
SPEAKER_00:Genau, den findet ihr auch in den Shownotes übrigens. Von daher. Ja, auch irgendwelche anderen Werbeblöcke, die wir reinbringen müssen.
SPEAKER_01:Ich glaube nicht im Moment.
SPEAKER_00:Ich auch nicht, ne? Alles klar. Dann, liebe Viola, vielen Dank. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss.