Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie

#08 - Wie unsere Werte den Umgang mit Medien klarer, leichter und friedlicher machen

Steven Pfeiffer und Viola Hoffmann Season 1 Episode 8

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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Wir erkunden, wie gelebte Werte wie Respekt, Verbindung, Ehrlichkeit und Verantwortung den digitalen Familienalltag entlasten. Anhand von Schulworkshops zeigen wir, wie Rollenarbeit bei Mobbing Verständnis schafft und wie Eltern mit klaren Sätzen Sicherheit geben.

• Werte als Fundament für Medienentscheidungen
• Schulbeispiel: Beteiligung durch Mikro und Bewegung
• Wirkung von Verhalten und Rückkopplung
• Mobbing als System mit Rollen und Ängsten
• Verantwortung übernehmen statt wegsehen
• Familienwerte definieren und sichtbar machen
• Gesprächsleitfaden für heikle Situationen
• Vertrauen und Beziehung als Schutzfaktoren
• Anpassbare Werte: Leichtigkeit, Klarheit, Sicherheit

Schreibt uns auf Insta oder in die Kommentare: Was sind eure drei Kernwerte


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Steven:

Viola:


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Liebe Grüße,

Steven und Viola

Weniger Stress Mit Medien

SPEAKER_01

Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten?

Vorstellung Von Hosts Und Ansatz

SPEAKER_01

Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.

SPEAKER_00

Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hauptverlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto bewusst begleiten statt verbieten.

SPEAKER_01

Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren.

Schulworkshops Und Mikrofon-Trick

SPEAKER_01

Hallo und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit uns beiden, dem lieben Steven und mir, der Viola. Wie geht's dir, Steven?

SPEAKER_00

Ganz gut, hatte eine sehr aufregende letzte Woche. Ich war in fünf, doch fünf, siebte Klassen, so hintereinander weg an einer, ja, auf einem Gymnasium. Es waren so über 150 Kinder, so in fünf Tagen, hat auf jeden Fall meine Stimme ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen, bis ich aus der Not heraus etwas sehr Gutes erfunden habe und es natürlich weiter für die Kurse benutzt habe, was sehr spannend war.

SPEAKER_01

Für deine Stimme, meinst du? Ah.

SPEAKER_00

Ja. Nein, das ist ein Geheimnis, darf ich nicht verraten. Nee, aus der Not heraus, dadurch, dass meine Stimme direkt am zweiten Tag schon komplett mehr oder weniger den Geist aufgegeben hat oder kurz davor war, habe ich dann wirklich am Abend überlegt, Mist, was kannst du machen? Und da dachte ich so, warte mal, ich habe doch eine Bosebox, ich habe doch so Mikrofone. Vielleicht kann ich ja die Mikrofone mit der Box verbinden. Dann habe ich es getestet und hat es auch funktioniert und ich war richtig froh drauf, darüber. Und ich habe das dann aber sogar für die Kurse benutzt, um nochmal so ein bisschen mehr den Kindern, ja kann nicht Medienkompetenz, aber so Technikverständnis beizubringen. Und werde das ab jetzt immer bewusst nutzen. Also aus so so einem Unfall heraus wieder, dass du nicht so schreien musst. Ja, genau, erstmal, ich muss nicht so schreiben. Plus die Kinder müssen ja auch dann immer auch gewisse Sachen präsentieren aus der Gruppenarbeit heraus. Und ich habe mir jetzt vorgenommen, weil ich möchte mal ein bisschen mehr Bewegung in den Kursen haben, auch wenn es um digitale Medien geht, aber es ist ja trotzdem Bewegung. Kinder brauchen Bewegung. Ich habe so ein so ein Mikro, dann immer an den, also einen Uhu-Sticker, an so einen Klebstift

Von Technik Zu Bewegung Und Beteiligung

SPEAKER_00

rangeklippt und dann immer weiter rumgegeben. Die Kinder mussten dann immer aufstehen und die Mikros weitergeben. Einfach damit sie sich ein bisschen mehr bewegen. Was aber auch ganz spannend war, war, dass am Anfang war so, nee, ich will nicht ins Mikro reden und immer laut genug. Und am Ende haben sie alle ins Mikro reingesprochen.

SPEAKER_01

Hatten die alle Bock drauf.

SPEAKER_00

Die hatten alle Bock drauf. Und es war auch spannend zu sehen, dass manche das so weiter weggehalten haben, manche wieder ein bisschen näher ran und erstmal damit rumgetestet haben, wie wirklich eigentlich auf Angst. Wo müssen wir hinhalten? Also, das war ein sehr schönes Erlebnis gestern.

SPEAKER_01

Burg mal.

SPEAKER_00

Letzte Woche, nicht gestern. Ja, also von deinem Kindern. Ja, es ist hervorragend. Also, das hat nochmal so den Kurs aus meiner Sicht so auf so ein nächstes Level gehoben. Und der Lehrer meinte auch, ey, das sieht aus, als ob du es voll bewusst machst. Ich meine, so, ja, am letzten Tag mache ich es bewusst, am ersten Tag nicht. Das war einfach nur schönes Feedback.

SPEAKER_01

Kommt immer drauf an, wie man auftritt, ne?

SPEAKER_00

Ja, genau.

SPEAKER_01

Ja, cool. Immer schön aufwärmen die Stimme vorher. Hallo.

unknown

Mimi.

SPEAKER_01

Hilft auch, aber wenn man viel, viel redet, ist einfach, ich kenne das auch. Steven, du hast uns heute ein Thema mitgebracht, habe ich gehört. Bisschen

Werte Als Arbeitsgrundlage

SPEAKER_01

weiß es noch nicht. Ich bin sehr gespannt. Schließlich.

SPEAKER_00

Viola, was sind denn deine drei Kernwerte?

SPEAKER_01

Uh, sehr spannend. Sehr spannend. Wusstest du, dass die Wertearbeit ein integraler Bestandteil meines Online-Kurses ist? Da haben wir noch nie drüber gesprochen, oder?

SPEAKER_00

Nee.

SPEAKER_01

Also die Werte, genau, wenn die Eltern zu mir in die Begleitung kommen, dann müssen die sich immer erstmal mit ihren Werten und ihren Familienwerten auseinandersetzen und die Basis legen für unsere Zusammenarbeit. Weil ich sage immer, ich gebe nichts weiter, was nicht zu euch passt. Und wenn ich einmal die Struktur habe und weiß, was ihr wollt und warum ihr es wollt, dann kann ich auf der Basis begleiten, weil ich die Einstellung habe, das hilft ja nichts und ich sage, okay, so und so viel Medienzeit ist richtig und wichtig und so müsst ihr es machen, wenn das zu euch überhaupt gar nicht passt. Deswegen, das ist eines meiner Lieblingsthemen. Und ich, du hast mich nach meinen Werten gefragt.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_01

Bei mir ist es so, ich habe ein bisschen unterscheiden die sich privat und beruflich.

SPEAKER_00

Okay, dann lass uns mal lassen bei beruflichen sein. Lass uns mal beruflich bleiben, bleiben Sie professionell. Und beide fangen an zu lachen.

SPEAKER_01

Da hätte ich jetzt auch nicht so ein Problem mit.

Violas Top-Werte Im Beruf

SPEAKER_01

Also für mich ist Respekt ein sehr zentraler Wert. Respekt. Ich mache die eigentlich immer wieder neu, deswegen ist es eine spannende Frage. Lass mal kurz überlegen. Respekt, Verbindung ist mir sehr wichtig. Also Verbindung, Schrägstrich, Beziehung, das steht ja so ein bisschen zusammen. In meinem beruflichen Kontext sehr wichtig. Und Ehrlichkeit. Schwierig auf drei. Ich habe immer so fünf. Aber wir bleiben dabei, ist gut.

SPEAKER_00

Das ist richtig tatsächlich das, was du meinst, mit fünf und drei. Ich habe ja auch eine Coaching aus mehrere tatsächlich mittlerweile. Und ich liebe die Wertearbeit, weil du kannst einfach so viel daran erkennen. Und ich spanne auch gleich den Bogen, was das mit Umgang mit Medien zu tun hat.

SPEAKER_01

Das hat alles mit Umgang mit Medien zu tun.

SPEAKER_00

Cool.

SPEAKER_01

Sag mal du.

SPEAKER_00

Ja, ich komme gleich. Du hast ja gerade gesagt, fünf. Und das ist so spannend, weil meistens hast du ja wirklich so eine Grundwerte, die unten so die Basis bilden. Und dann hast du meinetwegen noch irgendwie zwei andere Weiter und einen Wert, der ganz, ganz weit oben steht. Wie so eine Pyramide. Die Spitze ist einfach das absolut wichtigste irgendwie für dich. Oder man könnte es auch machen, okay, du hast jetzt meinetwegen so ein Ei. Du hast halt so im Kreis, kannst du auch machen. Es ist ja wurscht, wie du es darstellst. Auf jeden Fall hast du immer mehrere Werte, aber du hast Menschen haben meistens einen Wert, den absolut wichtig ist. Und wenn der verletzt wird, dann geht halt nichts mehr. Dann ist halt richtig vorbei. Dann gibt es Ärger. Und oft ist es tatsächlich auch so, wir handeln

Stevens Werte Und Wandel

SPEAKER_00

ja aus unserem Wertekonstrukt heraus.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_00

Und dabei belastet es jetzt erstmal einfach ganz kurz, dass wir aus unserem Wertekonstrukt raus sind und deshalb ist es auch so wichtig, mal hinzugucken, warum handeln wir, wie wir handeln. Und wenn wir unsere Werte kennen, dann könnte es sein, so, ach, das ist ja interessant, dass wir dann so ein paar mehr Erkenntnisse kriegen. Aber was sind meine drei Werte? Gott. Für mich ist tatsächlich, glaube ich, eine der wichtigsten Sachen Selbstbestimmung.

SPEAKER_01

Persönlich jetzt oder im beruflichen Kontext?

SPEAKER_00

Die shiften beides. Also das ist tatsächlich beides. Also das ist im Einklang bei mir. Aber auch bei mir ändert es sich immer mal wieder. Ich glaube, einmal war es sogar nicht Selbstbestimmung, sondern Selbstwirksamkeit. Und ich glaube, Selbstwirksamkeit beschreibt es sogar noch ein bisschen mehr, weil Selbstbestimmung kann auch unfassbar anstrengend sein. Wenn du immer alles selbst entscheiden willst und auch andere wissen, okay, Selbstbestimmung ist dir super wichtig und alle fragen dich dann und du musst immer die Entscheidung treffen. Und irgendwann habe ich merkt, boah, nee, das ist, das ist, das ist nee, deswegen Selbstwirksamkeit.

SPEAKER_01

Das ist gut.

SPEAKER_00

Dann ist mir tatsächlich noch natürlich Freiheit sehr wichtig, ne? Also selbst Freiheit. Und ich merke aber auch immer mehr, dass mir auch ja doch so Verbindung wichtig ist. Also mit einer Verbindung sein. Also, das wären meine drei tatsächlich, die ich heute nennen würde und die wahrscheinlich auch noch in irgendeiner Art und Form über die nächsten Jahre immer nennen werde. Jetzt würde ich aber mal zehn Jahre zurückgehen und da würde ich sagen, was nicht Selbstwirksamkeit oder so, sondern tatsächlich eher Spaß. Ich muss einfach unfassbar viel Spaß haben, ist mir egal wie, es muss Spaß machen. Aber auch da verändert sich halt immer im Laufe der Zeit. So, und warum möchte ich heute mit dir über Werte sprechen? Das kommt der Punkt.

Härterer Ton Online: Das Problem

SPEAKER_00

Weil ich nehme vermehrt wahr, dass wenn wir uns im Online-Bereich bewegen, und ich spreche jetzt explizit von der Online-Kommunikation. Das ist egal, ob es WhatsApp ist, ob es Social Media ist, dass dort ein immer härterer Ton angewandt wird, immer mehr Respektlosigkeit, immer weniger Verbindung und immer weniger Ehrlichkeit stattfindet. Und das sind deine drei Werte übrigens, die du gerade genannt hast, wollte ich mal nur darauf hinweisen. Oder auch Toleranz. Also so wirklich wichtige Werte oder Tugenden, wie man sie früher genannt hat, sind aus meiner Sicht in der Online-Welt, was natürlich auch die echte Lebenswelt betrifft, jetzt muss man ganz klar sagen, deshalb würde ich jetzt gar nicht mehr so doll differenzieren. Ich sage jetzt aber nur in der digitalen Kommunikation, einfach damit es griffiger ist. Und das habe ich halt auch viel in der letzten Woche gemerkt. Weil, also da wirklich, wenn ich fünf Tage und fünf Tage am Stück in Schulen bin und siebte Klasse, super viel Social Media auch schon. Was da an Sachen ans Tageslicht gekommen ist, wo ich mir auch denke, boah, was macht es damit? Ja, ist doch normal, wir machen doch nur Spaß. Und wo ich gesagt habe, für dich ist es Spaß. Kannst du wirklich wissen, was das in dem Augenblick mit dem anderen macht? Und natürlich kann es Spaß sein. Also auch ich habe früher in der Jugend irgendwie ein bisschen rumgealbert und wir haben uns gegenseitig ein bisschen hin und her geschubst und Kernbeleidigt. Aber wir wussten tun wir es wirklich nicht. Also ich wusste nicht.

SPEAKER_01

Du hast ja so ein Grenzen austesten, bis ja so in der Phase auch.

SPEAKER_00

Genau, Grenzen austesten. Und deshalb habe ich für mich überlegt, okay, wie kann ich, also in meiner beruflichen Rolle, als Trainer

Wechselwirkung Von Verhalten

SPEAKER_00

oder Coach, wenn ich jetzt mit Familien, Bildungseinrichtungen arbeite, wie kann ich den Fokus wieder hinlenken? Weil ich hatte auch private Gespräche im familiären Kreis und ich war sehr überrascht über gewisse Äußerungen.

SPEAKER_01

Zum Thema Werte?

SPEAKER_00

Ja, also über gesellschaftliche Werte. Dass halt, wie wir miteinander umgeben, dass Menschen gar nicht mehr respektvoll miteinander umgehen, auch auf der Straße oder so und immer wirklich nur diese Scheuklappen auf eurem Ich, ich, ich und nach mir Sinnflut und du, du bist mir doch egal. Deshalb würde ich gerne heute mit über Werte sprechen, die wir so ein bisschen auseinandernehmen und wie wir diese im digitalen Raum wieder fördern können. Also wirklich, ich sage jetzt mal so, die alte Generation, also jetzt meine Oma oder so, wo ich sage, okay, die kann ich jetzt nicht mehr ändern. Also die ist jetzt auch alt, alt, doch, sagen wir mal, hoffen wir fünf Jahre noch, ne? Hoffen wir noch fünf Jahre oder noch länger, es ist mir egal wie lang. Aber wo ich mir sage, okay, das ist jetzt mittlerweile eine alte Frau, ich kann mich abgrenzen dagegen, ich kann es ja auch immer wieder sagen, aber ich werde ihr Verhalten nicht mehr ändern können. Also, okay. Da denke ich, okay, Eltern, ja, da kann ich auch noch ansetzen bei Eltern. Aber Kinder.

SPEAKER_01

Aber du kannst deine auch nicht ändern. Also, ne, wir können unsere Eltern auch nicht ändern.

SPEAKER_00

Nee, nee, nee, nein, du kannst niemanden ändern, der sich nicht ändern möchte, das ist mir bewusst. Aber trotzdem, es gibt eine Wechselwelt.

SPEAKER_01

Wir können ins Gespräch gehen miteinander, ja. Ja, das geht immer, aber wenn keine Bereitschaft besteht, dann.

SPEAKER_00

Genau. Und dadurch, dass jetzt, ich komme wieder zurück auf letzte Woche, weil ja mein Verhalten hat Auswirkungen auf dein

Mobbing Als System Verstehen

SPEAKER_00

Verhalten jetzt oder in dem Fall auf die Schülerinnen, aber dein Verhalten hat noch Auswirkungen auf mich, wie ich reagiert, ist ja immer so eine Wechselwirkung. Und das Schöne ist, an dieser Box, an dem Mikrofon, wenn du zu nah an den Sender gehst und den Empfänger, dann machst du so eine Rückkopplung. Und irgendwann, ich konnte selbst mit dem Mikro nicht mehr über die Stimmen der Kinder rübergehen. Weil ich dann auch irgendwann meinte, okay, Leute, gehe ich halt an ran und habe die Rückkopplung erzeugt. Also es ist halt nervig, es nervtötend, dieses Geräusch.

SPEAKER_01

Und dann schrecken alle kurz hoch, oder?

SPEAKER_00

Ja, genau. Also, haben angefangen rumzumeckern. Ich meine sogar, ja, genau, aber das ist ja. Genau das versuche ich euch gerade zu sagen. Unser Verhalten, wir wirken aufeinander. Wie ich, also ich wirke jetzt auf euch, ihr meckert rum, dass es irgendwie nervig ist. Ich habe auch ganz klar gesagt, ich kann mit meiner Stimme nicht, also die ist angeschlagen, ich kann mit dieser Stimme nicht. Also wirkt euer Tuscheln, ja, eure Unaufmerksamkeit in Anführungszeichen, auf mein Verhalten. So, ich reagiere dann damit, dass ich die Rückkopplung erzeuge. Ihr merkert mich an, dass ich eine Rückkopplung erzeuge. Aber auch dieses Reflektieren, sagen, ach ja, stimmt ja, hätten wir aufgepasst, wäre das nicht passiert.

SPEAKER_01

Das bauscht sich hoch.

SPEAKER_00

Ja, genau. So, und jetzt würde ich es aber sagen, wenn ich die Rückkopplung nicht erzeuge, ihr weiterquatscht, dann würde eventuell irgendwann euer Lehrer, eure Lehrerin irgendwas sagen. Also euer Verhalten hat Auswirkungen. Punkt aufs Ende. Und so wie wir uns online verhalten, hat das auch Auswirkungen, was auf uns zurückkommt. Wir haben dann irgendwann ein System Mobbing, also wirklich das System Mobbing auseinandergenommen. Und dass alle Rollen mit daran beteiligt sind, dass es stattfinden kann. Also die Rolle des Täters, die Rolle des Opfers, die Rolle des Mitläufers, die Rolle des Zuschauers, die Rolle des Helfers. Jetzt muss ich auch ganz klar sagen, bei der Rolle des Helfers weiß ich nicht, also weil der Helfer ist an sich immer nur positiv bestattet. Vielleicht kannst du gleich was dazu sagen. Aber wenn die Zuschauer es also nicht einschreiten und einfach nur sagen, okay, ist ja nicht mein Problem, würde es weitergehen. Wenn die Mitläufer, also aus welchen Gründen auch immer, also wir haben die Gründe und die Gedanken und die Gefühle von jeder Rolle auch aufgearbeitet und eine Präsentation hat mir fast die Tränen ins Auge geschossen, weil es sehr gut vorgetragen

Verantwortung Und Leichtigkeit

SPEAKER_00

war tatsächlich. Da musste ich ein bisschen zusammenreißen. Aber wenn der Täter aus welchen Gründen auch immer immer weitermacht, wird es nicht aufhören. Wenn das Opfer sich keine Hilfe holt, wird es weitergehen. Wenn die Mitläufer weiterhin den Täter unterstützen oder beschärken, wird es weitergehen. Wenn die Helfer irgendwann aufhören, aus Angst zu helfen, wird es auch weitergehen. Und das meint ihr mit diesem Verhalten, dass wir alle in diesem System irgendwie mit drin sind und alle irgendwie eine Auswirkungen aufeinander haben. Und im Online-Bereich genauso. Wir sind dann darauf eingegangen, okay, wenn ihr ein Video guckt und dann das erste Kommentar schon irgendeine Beleidigung oder Bedrohung ist und das Video runterzieht und ihr dieses Kommentar nicht meldet, seid ihr genauso mit dafür verantwortlich, dass dieser Hass im Netz weiter stattfinden kann. Und ich sage einfach mal ganz klar, ihr müsst euch nicht selbst in Gefahr bringen.

SPEAKER_01

Ja, jetzt kommen wir damit zu einem, ich habe gesagt, ich habe fünf Werte eigentlich. Und einer, der da noch dazu gehört, der heißt Verantwortung.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_01

Das wäre der vierte und der fünfte ist Leichtigkeit und Freude.

SPEAKER_00

Oh, schönes Konstrukt.

SPEAKER_01

Ja, genau. Und jetzt in diesem Beispiel, das du gerade nennst, da geht es um Verantwortung und grundlegend würde ich sagen, einen Wert, der darunter liegt, ja. Und wir haben schon über Verantwortung auch gesprochen hier im Podcast. Wird wahrscheinlich auch immer wieder passieren, weil das ist tatsächlich einer der allergrundlegendsten Werte und Haltungen, die wir entwickeln dürfen. Oder haben müssen, sage ich sogar. Nicht sollten, dürfen, also wir müssen Verantwortung übernehmen.

Vorleben Von Verantwortung Zu Hause

SPEAKER_01

Und das fängt bei uns Erwachsenen an, ja, also zeige ich meinem Kind, dass ich Verantwortung für meine Handlungen übernehme, für meine Äußerungen, für alles eigentlich, ja, auch wenn ich vielleicht daneben liege und ich dann auch Verantwortung übernehme, indem ich sage: Boah, warte mal kurz, das war irgendwie echt daneben, vorhin, gestern, vorgestern, letzte Woche, da habe ich mich richtig blöd verhalten, dann übernehme ich Verantwortung für mein Verhalten in dem Moment zum Beispiel. Und das ist ein wichtiger Wert, den wir an unsere Kinder weitergeben können, der zum Beispiel für solche Situationen, wie du sie gerade beschrieben hast, essentiell ist. Also kann ich, und dann kommt es natürlich jetzt auf das Alter der Kinder an. Also ich kann jetzt vielleicht von einem sechs, sieben, achtjährigen Kind nicht erwarten, dass es in so einer Situation dasteht und weiß, oh, ne, was muss ich tun? Wie komme ich hier raus? Im besten Fall stimmt die Beziehung und die Verbindung der andere Wert. Und das Kind hat dann genug Mut, auch zu sagen, ey, ich gehe zu einem Erwachsenen hin, zu meiner Mutter, zu meinem Vater, zum Lehrer, zum Sozialarbeit, was auch immer. Ein Erwachsener ist, Fußballtrainer, keine Ahnung. Es können alle möglichen Leute sein, wo das Kind Vertrauen hat. Und sag mal Bescheid, was da los ist. Und da gehört unfassbar viel Mut dazu, auch je nach Alter des Kindes, ja, und wie viel sie sich schon zutrauen können und entwicklungsgemäß überhaupt in der Lage sind zu übernehmen. Und einer der wichtigsten Punkte ist da auf jeden Fall, welche Werte geben wir unseren Kindern mit auf den Weg, um auch

Familienwerte Klären Und Nutzen

SPEAKER_01

solche Situationen irgendwie zu navigieren.

SPEAKER_00

Ja. Wir müssen uns ja auch erstmal bewusst und wie dafür mit beschäftigen, würde ich jetzt sagen, ja. Und wie viele Menschen, bleiben wir mal ein bisschen so, nicht im Privat, aber so im engeren Kreis, wie viele Menschen außerhalb dieser Bubble, also außer unserer Bubble jetzt, beschäftigen sich wirklich aktiv mit Werten?

SPEAKER_01

Niemand. Also wenige. Manchmal, also wie gerade gesagt, das ist bei mir die Basis für die Zusammenarbeit mit den Eltern, die mit mir arbeiten. Und daher kriege ich da immer ein bisschen Rückmeldung. Wenn sie sich damit schon auseinandergesetzt haben, dann manchmal im beruflichen Kontext. Also, ne, manche machen das dann so für die Arbeit gibt es dann manchmal so kurze Fortbildungen, Trainings oder was, wo es dann um Werte geht. Genau, ja. Da kommen dann manche mit, das habe ich schon ein paar Mal gehabt, aber sonst im Privaten selten. Und ich nehme das wirklich mit den Eltern auseinander. Wir gehen da so Stück für Stück ein bisschen durch. Also ich sage nicht, jetzt sagt mal eure Werte, sondern da gibt es eine Anleitung für, wie wir durchgehen und dann auch wirklich die eigenen Werte rausfinden und dann auch überprüfen, was sind denn vielleicht Werte, die von meinen Eltern oder von meinen Vorfahren irgendwie kommen, die mir aber gar nicht mehr dienen und die ich einfach, also so weit reflektieren wir das dann zusammen. Ist das ein Wert, der du wirklich, den du wirklich wichtig findest und den du auch an deine Kinder weitergeben möchtest? Oder ist das ein Wert, der dir mitgegeben wurde, aber der für dich gar nicht mehr stimmig ist? So und dann sortieren wir aus.

Entscheidungen Entlang Der Werte Treffen

SPEAKER_01

Und dann stehen da am Ende auch die fünf Werte, wir simmern es immer runter auf fünf Werte dann. Und deswegen machen wir das Ganze am Anfang der Zusammenarbeit und dann sage ich immer, und jetzt für die restlichen Wochen, die wir zusammenarbeiten, hängen diese Werte jetzt mal am Kühlschrank am Spiegel irgendwo, wo du sie jeden Tag liest. Und da kommen wir nämlich auf die Mediennutzung dann zurück, weil wenn du dir dieses Wertesystem bewusst machst einmal und weißt, warum möchte ich was eigentlich für meine Kinder, dann erübrigen sich ganz, ganz viele Fragen von selber plötzlich. Also geht es um mein Kind kriegt ein Smartphone, geht es um einen Film, geht es um ein Spiel, geht es um egal was. Und du guckst deine Werte an und fragst dich, zum Beispiel, Kind soll ein Smartphone bekommen jetzt, nehmen wir mal, dient das mein Wert gerade. Und wenn ja, wie? So, und so kannst du das immer abgleichen und das ist eine mega, mega wichtige Grundarbeit, das einmal zu wissen. Und die alle Eltern, die bisher bei mir waren, sagen am Ende, dass das eigentlich das wichtigste Modul ist am Anfang. Also wir am Anfang kommen die mit und sagen, hä, warum machen wir das? Aber sie lassen sich immer drauf ein und am Ende ist immer die Rückmeldung, das war das Allerwertvollste.

SPEAKER_00

Und spannend.

SPEAKER_01

Auch dass die Eltern sich zusammen hinsetzen. Also im besten Fall, nicht immer, aber im besten Falle ist es dann so, dass auch die Eltern sich gemeinsam hinsetzen und ich fordere auch immer auf, dass sie die Übung getrennt voneinander erstmal machen. Dass jeder für sich das rausfindet. Und dann, wie, dass man guckt, wo gibt es Überschneidungen oder was sind jetzt unsere Familienwerte, was wollen wir als unsere Familienwerte definieren. Und dass jedes Elternpaar bis jetzt hat noch berichtet, dass das die allerwertvollste Arbeit in der ganzen Zusammenarbeit war.

SPEAKER_00

Ja,

Perspektivwechsel In Rollenarbeit

SPEAKER_00

schöner Spruch, das war das Wertvollste.

SPEAKER_01

Wertvollste.

SPEAKER_00

Ja, aber auch da, dass man.

SPEAKER_01

Wenn man sich das einmal bewusst macht, es verschwinden einfach so viele Fragen. Oder du hast einfach plötzlich was an der Hand, womit du selber, und das ist mir ja immer wichtig, dass auch ich die Menschen selbst befähige, oder wie hast du es gerade genannt, dass in die Selbstbestimmung und in die Selbstwirksamkeit kommen und eben nicht da stehen und sagen, oh, jetzt brauche ich einen Steven oder eine Viola, die mir irgendwie sagen, wo es lang geht, sondern mein Ziel ist immer, ey, wir arbeiten so, dass du nachher selber weißt, wo es lang geht und es selber abgleichen kannst immer. Und dafür sind die Werte wichtig. Und die dürfen sich auch verändern. Also für mich ist es manchmal, ich gucke mir das eigentlich so einmal im Jahr an, ja, oder frage mich, welcher Wert ist mir jetzt fürs neue Jahr zum Beispiel besonders wichtig? Wenn ich merke, wow, es war unfassbar viel los, es war viel stressig zum Beispiel im Jahr, dann weiß ich, ey, ich will mehr Leichtigkeit haben und dann richte ich alle Entscheidungen danach aus, dann schreibe ich mir Leichtigkeit ganz fett irgendwo hin. Und wenn ich dann wo stehe und sage, soll ich jetzt rechts oder links abbiegen, so oder so entscheiden, dann frage ich mich immer, was dient jetzt, was bringt mehr Leichtigkeit zum Beispiel? Und so entscheide ich dann.

SPEAKER_00

Ja, aber das ist auch wieder ein, da sind wir wieder bei so einer bewussten Entscheidung. Und ich gehe jetzt nochmal zurück auf letzte Woche, warte jetzt gar nicht so viel mit Werten zu lernen, aber um auch dieses Perspektivwechsel und dieses Bewusste, sich mit bewusst mit einem Thema auseinanderzusetzen, bei den Rollen. Und ich habe ja gesagt, ich habe die, die waren in Gruppenarbeiten logischerweise und haben mal wirklich die Gedanken und Gefühle jeder einzelnen Rolle mal auseinandergenommen. Und dann die nächsten Gruppen haben dann, aber auch für jede einzelne Rolle die Gründe mal auseinandergenommen. Warum handeln, also die Gründe fürs Handeln der einzelnen Rollen oder Nicht-Handeln. Und das Spannendste war, obwohl eigentlich möchte ich erst ganz kurz erzählen, weil was mich so krass fast

Angst Als Gemeinsamer Nenner

SPEAKER_00

zu Tränen gerührt hat. Ich habe im Laufe der Woche gemerkt, okay, die waren doch auf dieser Meta-Ebene und haben immer gesagt, der Opfer, äh der Opfer, der Täter, das Opfer und so, haben immer so gesprochen, denken, Punkt, Punkt, Punkt. Ich meinte, irgendwann dann an Tag 3 oder so, Tag 4 weiß ich nicht mehr, geht doch mal wirklich in diese Rolle rein und sprecht aus der Ich-Perspektive. Und dann hat eine Gruppe des, ich glaube, die waren auch in der Theater-AG oder so, also es ging wirklich unter die Haut, standen da und haben es vorgelesen. Egal, haben es vorgelesen, jetzt schon wieder emotional krass. Wenn ich mir Hilfe hole, wird es dann noch schlimmer. Bin ich es überhaupt wert, noch am Leben zu sein? Warum machen die das mit mir? Ich weiß nicht mehr weiter. Also so eine Sache und dann noch. Das ist also wirklich so eine krasse Sache, ne? Aber eine Sache, die alle am Ende immer in den Tagen erkannt haben, war, dass alles, also jede Rolle, in jeder Rolle war irgendwo Angst mit dabei. Und so ein Unwohlsein.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_00

Und auch bei dem Täter haben die auch so Sachen aufgeschrieben mit, oh keine Ahnung, zu Hause geht es mir so beschissen, ich muss irgendwie mir Raum verschaffen, ich muss irgendwie gesehen werden oder so. Und die Mitläufer auch. Gedanken, ey, das ist doch mein Freund, und wenn ich jetzt nicht mitmache, dann verliere ich meinen Freund. Obwohl ich das eigentlich nicht okay finde. Genau, also immer so eine Angst. Die

Reflexion: Rucksack Und Mülleimer

SPEAKER_00

Zuschauer, wenn ich, also die Rolle des Zuschauers, wenn ich jetzt handle, passiert mir denn was? Oder irgendjemand anders wird es schon regeln. Also da wir die Verantwortung abgeben und nicht eigene Verantwortung übernehmen. Und das war so spannend. Oder bei dem Helfer, da waren doch bei Werte, ich muss doch helfen. Das ist doch ungerecht. Und bei den Sachen, da kommen ja schon Werte zum Vorschein.

SPEAKER_01

Ja, Ungerechtigkeit.

SPEAKER_00

Genau. Und ich habe mal gerade zum Blick noch ein bisschen auf die Zeit und jetzt komme ich zum Abschluss. Am Ende mache ich immer so eine, ich habe zwei Plakate, einmal mit dem Rucksack, einmal mit dem Mülleimer. Und dann kriegen ja alle so zwei Zettel, einmal für den Rucksack, einmal für den Mülleimer. Was möchtest du heute, welches Verhalten möchtest du heute nach dem Workshop in den Müll schmeißen? Also ein eigenes Verhalten. Welches Verhalten möchtest du heute nicht mehr in den Tag legen? Oder welches Verhalten möchtest du aus diesem Workshop mitnehmen und in den Rucksack reinpacken? Also Reflexionsmethode, logischerweise. Und es ist halt anonym. Die müssen das jetzt nicht laut sagen, aber da waren so Sachen bei, ich möchte mich mehr für andere einsetzen. Einer war süß, ich möchte meine Schwester nicht mehr ärgern, weniger Zeit am Handy verbringen. Weil wir haben logischerweise auch dann noch, also wir gehen ja nicht nur auf Mobbing ein, sondern wirklich machen ja Mediennutzung allgemein. Oder nicht mehr so viele Daten von mir preisgeben. Wir sind durchgegangen, aber es glaubt ihr, was wissen eigentlich die ganzen Unternehmen von euch? Und alle waren so krass schockiert. Das ist so gut. Aber auch da wieder diese Verantwortung zu übernehmen, mal selber reinzugucken. Ja, also einfach wirklich dieses reflektierte Fallen, aber es muss den Kindern einfach bewusst gemacht

Sicherheit Durch Beziehung Und Vertrauen

SPEAKER_00

werden.

SPEAKER_01

Und ein Punkt, den ich auch ganz wichtig finde, und da kommt die Beziehung und die Verbindung wieder rein, auch was, was ich grundlegend allen Eltern immer mitgebe, ist egal, also dass wir unseren Kindern bewusst machen oder deutlich machen und zeigen und sagen und nicht einmal nur sagen, sondern 150 Mal sagen.

SPEAKER_00

So lange bis es fruchtet.

SPEAKER_01

Egal, nee, auch dann, immer, immer, immer wieder, weil in der Situation wird sich nicht daran erinnert, dann vielleicht. Also das muss man wirklich fast täglich sagen. Egal was passiert, du kannst immer zu mir kommen und du kriegst keinen Ärger. Also, das ist immer was, was ich immer mitgeben würde, den Eltern. Ich immer sage, egal was ist, nee, dass wir diese, aber du hast gerade gesagt, viele haben Angst, ja, was passiert, wenn ich jetzt was sage, was passiert, wenn ich Pets, dann verliere ich meinen Freund, kriege ich dann Ärger, ist ja auch das Nächste. Und das finde ich einer der wichtigsten Sätze, den wir immer wieder wiederholen dürfen. Egal, was du online erlebst, auch online erlebst, egal was du machst, ne, es passiert ja auch, Mist, jetzt bin ich hier auf eine Seite gekommen, sind pornografische Inhalte aufgegangen, ich habe irgendwas Verbotenes gemacht oder was Verbotenes gesehen, was ich nicht machen sollte, passiert auch Angst und Scham zum Beispiel. Oder sowas wie Mobbing, wie Mobbing im Klassenchat, genauso, egal ob online oder offline. Und das ist was, was ich immer und immer wieder sage, egal was du erlebst, was du siehst, du kannst immer zu mir kommen und du bekommst keinen Ärger.

SPEAKER_00

Da sind zwei Werte mit drin. Also wenn Eltern diese, also diese zwei Werte, die ich jetzt nennen werde, logischerweise, einer davon, denen hast du schon genannt, aber dieses Verbindung und Vertrauen, wenn Eltern diese beiden Werte auf ihr Kind übertragen, ich möchte mein Kind, ich möchte mit meinem Kind in Verbindung sein, ich möchte ihm vertrauen, dann wird die Wahrscheinlichkeit, dass mit Strafe und Druck reagiert wird, wesentlich geringer, als wenn diese beiden Werte nicht vorhanden sind.

SPEAKER_01

Ja, es ist einfach auch eine Haltung, ne? Und es ist auch schwierig oft, ne? Weil

Ruhig Reagieren, Lösungen Finden

SPEAKER_01

wir sind dann auch, wenn wir irgendwann was hören, was unser Kind uns erzählt, dann reagieren wir vielleicht auch innerlich erstmal so, was? Ja, und würden am liebsten losschreien vielleicht, ja, oder sagen, wie Gottest du nur, geht gar nicht oder irgendwas, ja, logisch, das ist in uns einfach. Aber wenn wir uns selber vornehmen, jedes Mal, wenn mein Kind mir irgendwas erzählt, bevor ich irgendeine Lösung sage und bevor ich irgendwie reagiere, sage ich, danke, dass du es mir erzählt hast. Danke, dass du zu mir gekommen bist. Und jetzt finden wir eine Lösung. War das in Ordnung? Nee, das war nicht in Ordnung. Okay, wie kannst du deinen Fehler wieder gerade bügeln? Dann lass uns Schritte überlegen, ja? Oder was jetzt in deinem Fall, dein Freund wird gemobbt oder was weiß ich, danke, dass du es mir erzählt hast. Was können wir gemeinsam tun? Wie kann ich dich jetzt unterstützen? Ich bin jetzt in der Erwachsenenrolle in der Haltung, wie kann ich dich jetzt unterstützen oder was können wir tun, um deinem Freund zu helfen, zum Beispiel. Ja, lass mal zusammen überlegen. Oder ich habe folgende Idee, wäre das toll, wenn wir. So, und das ist eine Übung tatsächlich an uns Erwachsene. Immer erstmal, egal was für ein Scheiß auf uns zukommt, wo wir am liebsten explodieren würden, zu sagen, hey, danke, danke, dass du das Vertrauen hast, danke, dass du es mir erzählt hast. Und jetzt lass mal gucken, was wir machen können.

SPEAKER_00

Ich überlege gerade, welche Einladung zu welchem Wert würdest du Eltern am Ende dieser Folge mitgeben? Welche Einladung? Welche Einladung zu welchem Wert würdest du Eltern mitgeben?

SPEAKER_01

Verbindung. Verbindung und

Einladung: Drei Kernwerte Teilen

SPEAKER_01

Beziehung. Ich glaube, das ist die Basis für, wenn ich das klar habe, dann ergeben sich andere Werte. Aber das ist die Basis erstmal. Wenn ich nicht in dieser Verbindung und in der Beziehung bin, dann kommt das Kind auch nicht und dann kann ich entsprechend auch nicht reagieren oder das halten. Ja, und dann hat das Kind auch kein Vertrauen. Also darauf baut dann das Vertrauen auf. Wenn es keine Verbindung, keine Beziehung, keine gute gibt, dann wird sich auch kein Vertrauen entwickeln, würde ich jetzt mal spontan sagen, oder?

SPEAKER_00

Nee, dann bin ich komplett bei dir.

SPEAKER_01

Und dann geht auch kein Respekt, ja, wenn es diese Beziehung nicht gibt, wenn es ein Vertrauen nicht gibt, dann kann ich auch keinen Respekt anderen gegenüberentwickeln oder mir selbst gegenüber.

SPEAKER_00

Ja, ja. Also ich bin tatsächlich bei dir. Also ich würde noch einen. Was würdest du Verantwortung sagen? Nee, ich würde tatsächlich Verantwortung mit reinnehmen, Verantwortung übernehmen. Aber meine Einladung ist tatsächlich, liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe wer auch immer uns gerade hört, ich lade euch ein, guckt mal. Was sind eure drei Kernwerte?

SPEAKER_02

Ach, so spannend.

SPEAKER_00

Ja, so drei, also, und da würde ich mich wirklich drüber freuen, wenn ihr die einfach mal dann irgendwie schreibt uns auf Insta, schreibt es hier unten in die Kommentare. Das würde mich wirklich interessieren, welche Werte die Menschen haben, die uns zuhören.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Und spannend. Ja, ich würde mich so einfach bei dir bedanken.

SPEAKER_01

So ein wichtiges Thema. Danke, dass du es mitgebracht hast.

SPEAKER_00

Ich freue mich auf die nächste Folge auf jeden Fall mit dir, Viola. Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Morgen, Nachmittag, Abend.

Abschluss Und Ausblick

SPEAKER_00

Schönes Leben. Aus zum nächsten Mal.

SPEAKER_02

Ciao.