Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie

#10 - Ich habe mein Handy mit aufs Klo genommen und es bereut

Steven Pfeiffer und Viola Hoffmann Season 1 Episode 10

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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Wir sprechen offen darüber, wie Digital Detox ohne Dogma gelingt: weniger Bildschirm, weniger Stress, besserer Schlaf und mehr echte Zeit mit Kindern. Mit klaren Beispielen, kleinen Regeln und Humor zeigen wir, wie aus Impulsen wieder Entscheidungen werden.


• digitaler Stress erkennen und benennen
• sichtfreie Zonen und Gerätepausen einführen
• Benachrichtigungen reduzieren und Apps auslagern
• Kommunikationsfenster und Erwartungsmanagement setzen
• Serien-Hooks bremsen und Schlaf schützen
• Kreativität und Präsenz im Familienalltag stärken
• Vorbild sein und Kinder bewusst begleiten
• 24h-Achtsamkeitsübung für den Handygriff

Ich lade euch ein, versucht mal in den nächsten 24 Stunden ganz bewusst darüber nachzudenken, entscheide ich gerade diesen Griff zum Handy, weil ich irgendwas wirklich brauche, weil ich was machen möchte? Oder ist es die Entscheidung des Handys, die mich kontrolliert? Und die Frage ist, was oder wann würdet ihr Digital Detox machen? Oder was glaubt ihr, sind eure Vorteile vom Digital Detox? Probiert es mal aus und guckt, was passiert.

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Steven:

Viola:


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Liebe Grüße,

Steven und Viola

SPEAKER_00

Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht es hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.

Hosts Stellen Sich Und Konzept Vor<br>

SPEAKER_01

Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsterlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.

Ferienpause Und Neuer Start<br>

SPEAKER_00

Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren. Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge mit mir, mit der Viula und dem Steven.

SPEAKER_01

Moin, mir, Steven. Oh je. Wir haben es, glaube ich, schon ein bisschen länger nicht mehr gesehen. Da hakt es gerade noch so ein bisschen hin.

SPEAKER_00

Wir haben ein bisschen Aufnahmepause gehabt und Ferienzeit. Und jetzt starten wir wieder durch und nehmen neue Folgen für dich, für euch auf. Und Steven hat schon im Vorfeld gesagt, ich hab was! Ich will über was sprechen, jetzt bin ich ganz gespannt. I don't know. Ich habe keine Ahnung.

SPEAKER_01

Du hast eben gerade schon gesagt, es war Ferienzeit, längere Aufnahmepause. Und was habe ich wohl gemacht? Ich bin in den Urlaub gefahren und habe mal ein bisschen abgeschaltet. Und da ist mir eine Sache super stark aufgefallen, denn ich habe so ein bisschen gedigital detoxed.

SPEAKER_00

Und für alle, die jetzt gerade hält, was ist das?

SPEAKER_01

Nein, Digital Detox.

SPEAKER_00

Digital Detox betrieben.

Erste Effekte: Ruhe Und Besserer Schlaf<br>

SPEAKER_01

Ich habe tatsächlich zwei Romane gelesen, also zwei Thriller, zwei Krimis, Bücher, so kam innerhalb von zehn Tagen irgendwie tausend Seiten, was für mich eher ungewöhnlich ist, muss ich auch dazu sagen. Es waren auch so haptische Bücher. Warum habe ich das gemacht? Ich habe mein Kind, ich habe mein E-Book vergessen. Und ich wollte jetzt nicht nochmal so mehr Stunden zurückfahren nach Berlin. Also, das war sehr schön. Ich war an der Ostsee, Nordsee, egal, ich war am Meer. Irgendwo am Meer im Norden. Wunderschönes Haus gewesen. Direkt am Deich. Also richtig schön entspannt. Super leer gewesen. Es war eine richtig schöne Zeit, konnte richtig schön abschalten. Und die hatten zum Glück Bücher da. Welche Bücher sind ja sehr egal? Thriller, Krimi, was auch immer. Aber ich habe mein Handy tatsächlich einfach mal auch viel weggelegt. Ich muss dazu sagen, die Bildschirmzeit war unter einer Stunde am Tag. Also ja, ich habe noch manchmal raufgeschmult, muss ich jetzt auch sagen. Ich habe mit meiner Familie telefoniert, logischerweise. Hallo Mama, ich bin gut angekommen. Das macht man auch noch mit Ende 30, die Mutter anruft und sagt, dass man gut angekommen ist. Und da ist mir eine Sache ganz stark aufgefallen. Ich war entspannter. Also ich habe ruhiger geschlafen. Und jetzt komme ich auch dazu, was ist das Thema heute? Digital Detox. Und ich würde gerne mal wissen, von dir, liebe Viola, wann hast du das letzte Mal wirklich so richtig bewusst, also so richtig bewusst, bewusst, komplett einmal das Handy, also generell digitale Geräte zur Seite gelegt. Und was hast du bei dir beobachtet?

Rabbit Holes, Serienhooks, Impulse<br>

Detox Vs. Bewusstsein Für Muster<br>

SPEAKER_00

Ich muss sagen, jetzt persönlich habe ich es schon länger nicht mehr gemacht, aber ich habe es eigentlich immer regelmäßig gemacht. Weil auch immer das beobachte. Das in meinem Smartphone-Workshop spreche ich, ist das auch zum Beispiel so ein Thema, auch wie beeinflussen mich digitale Inhalte in meinem Alltag. Also ich weiß nicht, ich habe irgendwas gelesen und dann denke ich noch ganz lang drüber nach. Oder ich habe ein Video gesehen und das begleitet mich. Oder ich denke, oh, ich habe den einen Post auf Instagram gesehen, aber ich hatte keine Zeit, dann nochmal jetzt da genauer nachzulesen, aber es interessiert mich und dann denkst du so den ganzen Tag dran, bis du dann irgendwie am Abend vielleicht Zeit hast und rufst es dann nochmal auf und gehst nochmal rein und du bist aber permanent halt mit diesen Inhalten beschäftigt, auch wenn du gar nicht am Gerät bist eigentlich. Und das ist ja so ein Phänomen auch, was auch zu so einem digitalen Stress führen kann. Je nachdem, wie viel ich das betreibe. Oder das sind ja so viele Ebenen. Dann will ich noch Online-Shopping, das muss ich noch erledigen. Die E-Mail habe ich jetzt aufgemacht und habe keine Zeit jetzt zu antworten, aber sie beschäftigt mich die ganze Zeit, wenn ich immer dran denke, ah, ich muss diese E-Mail noch beantworten oder oder oder da gibt es ja ganz, ganz viele Dinge. Und das ist was, was ich tatsächlich doch, ich weiß, wann ich es komplett gemacht habe. Im Sommer, August, September habe ich komplett abgeschaltet. Auch im Urlaub bis auf einen Call für eine Fortbildung, der sich dann nicht anders legen ließ, habe ich dann tatsächlich da im Urlaub meinen Laptop angemacht, dann auch. Aber ansonsten hatte ich da auch alles, alles abgeschaltet. Und mir geht es da auch, so wie dir, dass ich dann auch ruhiger werde und spannend ist manchmal entsteht auch wie so eine Lehre erstmal. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber dass du dann so Momente hast, wo du denkst, ah, jetzt würde ich jetzt, jetzt nehme ich das Handy in die Hand oder jetzt würde ich es gerne in die Hand nehmen oder und dann fragst du dich, also was gebe ich auch immer meinen Klienten mit, also frag dich, sich sowas an zu trainieren, wie ist es jetzt wirklich nötig? Ist es wirklich, weil oft haben wir so den Impuls, ah, ich schaue das kurz nach oder ich wollte noch irgendwas für die Schule, für die Kinder besorgen, fällt mir jetzt gerade ein, ich brauche neue Schuhe, weiß was ich, ne, dann machen wir das schnell so nebenbei. Und eigentlich könnten wir es halt einfach in einem ruhigeren Moment viel, viel schneller erledigen, wo nicht so viel drumherum ist, sondern wo ich einfach sage, ey, jetzt nehme ich mir kurz Zeit, kann ich in Ruhe die Größe ausmessen, raussuchen, was auch immer und kann das dann schnell bestellen. Und oftmals ist, wenn wir das so nebenher machen und denken, ah, ich mach das kurz, dann kommen so viele Fragen noch parallel von außen, dass wir dann auch in so einen Stress geraten oft.

SPEAKER_01

Du klähst in so ein Rabbit-Hole. Du bist ja immer in so eine Spirale rein, ach und das, und dein Gehirn ist ja dann absolut krass am Ackern. Und was mir aufgefallen ist, auch, ich habe wesentlich besser geschlafen. Also ich hatte einen ruhigeren Schlaf, also bis auf die Matratze, die war durchgelegen, ich hatte krasse Rückenschmerzen, musste mich nachts auch hin und her drehen, aber es hatte nichts irgendwie damit zu tun, dass mein Kopf an war. Also höchstens war ich über den Krimi nochmal so ein bisschen dann den Weiter gedacht, oh, weil wie geht's weiter und alles, aber irgendwann trotzdem eingepennt, aber mein Schlaf war wesentlich erholter. Ich habe mich wirklich erholter gefühlt am Anfang, äh, am Anfang, am nächsten Morgen und es war einfach schön.

Handy Präsenz Stört Aufmerksamkeit<br>

SPEAKER_00

Und hattest du so, ist in Anführungszeichen, sag ich mal, so Entzugsmomente, wo du auch so, wo du zum Handy gegriffen hättest gerne und dir dann gesagt hast, nee, ist eigentlich jetzt brauche ich gerade nicht?

SPEAKER_01

Jein, würde ich sagen, weil ich habe ein ganz bewusstes Buch genommen. Also ich habe wirklich ganz bewusstes Buch genommen, mein Handy lag auch einfach ultraweit weg von mir. Also ich hätte es nicht neben mir oder so, sondern wirklich einfach, ich habe es weggepackt, damit ich nicht die ganze Zeit hingucke. Die einzigen Gründe, warum ich tatsächlich hingeguckt habe, wenn ich es, da bin ich auch öfters dann hingegangen, ist, weil, keine Ahnung, ich irgendwelche Krypto-Charts angeguckt habe, wo steht was gerade. Aber es hat ja nichts damit zu tun, weil ich irgendwie, ich wollte nichts konsumieren. Es war eine bewusste Entscheidung, um etwas damit zu tun.

SPEAKER_00

Und hast du Apps deinstalliert oder hast du es so hinbekommen, da diszipliniert zu sein.

Praktische Strategien Für Den Alltag<br>

SPEAKER_01

Also da habe ich mittlerweile eine ganz gute Disziplin. Es gab, glaube ich, einen Tag, wo ich dann doch noch größten Fehler, den ich gemacht habe, ist, ich habe das Handy mit aufs Floh genommen. Niemals machen. Und dann auch wieder einfach doch, also da wurde es mir erstmal wieder klar, wie doll dann automatisch auf Instagram gegangen. Und dann nochmal da, ach, der private Account, was geht denn da noch so los? Und das sind aber leckere Rezepte. Also ich habe dann auch Instagram benutzt, um mir drei neue Rezepte rausgesucht, die mich super angesprochen haben. Es gibt immer irgendwelche Influencer, die machen Veganuary oder so. Und die werde ich jetzt diese Woche nachkochen. Also die werde ich jetzt in den nächsten Tagen nachkochen, weil ich einfach Bock darauf habe. Aber da wird einem erstmal wieder bewusst, wie krass man doch in so einem Muster drin ist. Und ich schließe mich da absolut null aus.

SPEAKER_00

Das geht gar nicht, ich auch nicht.

SPEAKER_01

Ich krieg's vielleicht wahrscheinlich ein bisschen besser hin als die meisten. Nicht, weil es irgendwie vielleicht schneller.

SPEAKER_00

Nee, ja, aber auch die Geräte und die Apps, die sind ja alle so konzipiert, dass sie dich da reinziehen, ne? Und das ist ja, da ist ja kein Mensch gefeilt vor, egal wie doll du dich damit ausmachen willst.

SPEAKER_01

Wir haben unfassbar gute Serien geguckt. Also ich habe auch Netflix geguckt, muss ich auch ganz klar zusagen. Fiel schwedisch, also in die skandinavische Richtung und Britisch. Aber selbst mittlerweile die Serien, die sind ja so krass konzipiert, wann die aufhören. Also da waren schon Abende dabei, so vier bis sechs Stunden dann wirklich so einfach schön auf der Couch gesessen, ohne Hände, ich muss dazu sagen, und dann einfach eine Serie, so sechs Folgenstück durchgebingcht.

Zwei Handys, App-Diät, Grenzen<br>

SPEAKER_00

Das hat, hatte jetzt mein Mann auch nochmal gesagt, der hat sich dann aber, finde ich, auch immer stark, der hat dann gesagt, ich mache immer drei Minuten vorher aus. Ich weiß am Ende, da kommt eh wieder so ein Hook und dann muss ich weitergucken. Und so diszipliniert, das bewundere ich dann immer wieder, dass er dann sagt, nee, ich weiß, so zwei, drei Minuten vorher muss ich ausmachen und dann wieder bewusst irgendwie am nächsten Tag, am nächsten Abend oder so mir Zeit nehmen. Aber sonst hast du immer den Hook. Meistens kommt der ganz so am Ende, ne? Ganz am Ende nochmal so ein Ah, jetzt ohne jetzt, nee, jetzt will ich es nichts aus.

Muster Erkennen Und Unterbrechen<br>

SPEAKER_01

Aber da sieht man einfach mal, warum es so wichtig tatsächlich ist, glaube ich, regelmäßig, mal einfach so einen Detox zu machen. Aber ich würde sagen, ich bin kein Fan von Detox. Das fällt mir jetzt gerade, komme ich jetzt gerade so hoch. Ich bin kein Fan von Detox, weil ich bin, glaube ich, überhaupt oder von Digital Detox. Digital Detox, tatsächlich. Oder generell vom Detox, obwohl doch, ja, gut. Ich mache am Anfang des Jahres auch immer einen Monat ohne Alkohol. Ja, ja, genau, also das kann ich auch ruhig sagen. Ich mache immer einmal im Jahr, Anfang des Jahres, einen Monat keinen Alkohol. Einfach um das System wieder so ein bisschen zu reinigen. Aber jetzt zu gucken, okay, wie geht es mir dabei? Weil es ist egal, wie gern ich Wein trinke. Klar, im Sommer doch so, oh ja, Bier. Ja, habe ich Bock drauf. Gebe ich auch ganz offen zu, ist okay, kann man machen. Aber wenn es um Digital Detox geht, bin ich, glaube ich, eher dafür, dass man ein Bewusstsein dafür schafft. Wo sind meine Muster, wo sind diese Impulse, wann ich hingreife. Und dass man auch mal ganz bewusst doch darauf achtet, was macht das eigentlich mit mir? Weil ich konnte wirklich da sitzen, dann am Frühstücktstisch, wir hatten so ein wunderschönes großes Fenster, wo man rausgucken konnte. Irgendwann hat es dann so richtig krass geschneit. Also, wie gesagt, ich habe noch nie so viel Schnee an der, ich glaube, Nordsee waren wir. Wir waren an der Nordsee, glaube ich. Das ist so genau, wann, wo fängt die Nordsee an, wo ist die Ostsee? Egal. Auf jeden Fall habe ich noch nie so viel Schnee gesehen. Und dann war es wie so ein Winter Wonderland. So ein, keine Ahnung, gefühlt zehn Meter Flat Screen, wo einfach so ein Bild war, aber das war kein Bild. Das war echt. Dann habe ich draußen gesehen, wie die Vögel irgendwie in dem Vogelhaus dann sich Futter geholt haben, weil wieder Futter reingepackt haben, weil sie sonst kein Futter gefunden hätten, weil alles unter Schnee und Eis bedeckt war.

Kommunikation Und Erwartungsmanagement<br>

SPEAKER_00

Und dann hast du Kino und das ist ja mit Kindern schon einfach total cool, sowas zu sagen. Die haben ja Bock, so Sachen zu beobachten.

SPEAKER_01

Mein Geist wurde ruhiger tatsächlich dadurch. Ich war irgendwie nicht hebbelig oder so, sondern ich konnte wirklich da sitzen, ich einfach zurücklehnen und habe dann irgendwie keine so eine Birke, Weidenbirke gesehen, die irgendwie im Wind geschwungen sind. Ich habe einfach den Gedanken schweifen lassen. Ich dachte nicht irgendwie, ach, das muss noch gemacht werden, sondern ich konnte wirklich entspannen.

SPEAKER_00

Und das ist ja jetzt spannend nochmal auch, du sprichst ja jetzt auch von einer Urlaubssituation.

SPEAKER_01

Ja, muss man dazu, ja.

Digitaler Stress Senken, Kreativer Werden<br>

SPEAKER_00

Und ja, ja, genau. Also das ist total wichtig, finde ich, solche Zeiten sich wirklich bewusst zu nehmen, wo man sagt, so, hey, jetzt ist sowieso Urlaubssituation, ich bin hier jetzt auch, um Sachen zu erleben, um ein bisschen mehr im Moment zu sein, um mit meiner Familie zu sein, zum Beispiel. Dann ist es immer eine gute Idee, zu sagen, man verbindet es vielleicht auch so mit so ein bisschen Digital Detox. Wichtig dabei finde ich auch, wie du sagst, leg das Handy wirklich weg aus den Augen, aus dem Sinn. Also nicht so, dass du 100 Mal am Tag dran vorbeiläufst, weil das ist dann echt tricky. Da braucht man schon sehr viel Selbst, wie sagt man?

SPEAKER_01

Selbstbeherrschung.

SPEAKER_00

Selbstbeherrschung dazu. Englische Wort gerade noch eigentlich. Impulskontrolle. Ja, genau. Braucht man dann schon, weil einfach, man, das kennt man ja auch aus Studien schon, ne, dass einfach schon alleine die Anwesenheit von einem Gerät einfach unsere Aufmerksamkeit zieht. Das heißt, wenn man sowas macht, ist es immer gut zu sagen, ich packe es wirklich ganz weg oder mach auch aus.

Erinnerungen Schaffen Statt Scrollen<br>

SPEAKER_01

Ja, weil du sagst, das Handy, es liegt tatsächlich neben mir, aber ich muss gerade so schmunzeln, weil ich daran denke, an die Vorträge. Um den Eltern das einfach mal klarzumachen oder auf den Kindern, egal mit wem ich arbeite und dann auch im Kurs, irgendwann hole ich halt, sage, wie schlimm das eigentlich ist und was es für eine Aufmerksamkeit zieht. Und sage ich, ja, manche diskutieren dann und dann hole ich irgendwann mein Handy aus der Tasche und ich nehme das so und mache das einfach nur so an, dass der Bildschirm leuchtet. Und ich kann beobachten, dass 80% der Augen pling, wirklich, ich halte es ja ganz weit weg von meinem Körper, damit ich, dass die Köpfe sich auch drehen, wenn ich sehe. Und sage, ach, ach, spannend. Ich hole mein Handy raus, es leuchtet auf, es ist so einen halben Meter Meter von mir entfernt und ihr guckt hin, aber ihr sagt, es lässt euch nicht, also es lenkt euch nicht ab. Spannend. Und deswegen muss ich gerade einfach so schmunzeln, weil es einfach dieser Irrglaube von uns Menschen, dass wir in Kontrolle sind. Und ich sage bewusst, es ist ein Irrglaube, wir sind nicht in Kontrolle.

SPEAKER_00

Also es haben ja ganz viele Studien belegt, John. Da braucht man, glaube ich, gar nicht weit gucken. Also, dass auch was macht die Konzentration mit uns, wenn ich es beim Arbeiten nebendran liegen habe. Ich mache das auch bei Vorträgen so, dass ich oft so starte, dass ich nur mein Handy in der Hand habe ohne Kommentar. Ich habe nur mein Handy in der Hand und fange an zu reden. Und dann nach ein paar Minuten frage ich dann mal rein, wie ernst genommen sie sich fühlen eigentlich alle so.

SPEAKER_01

Oh, das ist aber eine gute Einstieg.

Vorbild Für Kinder Und Begleiten<br>

SPEAKER_00

Das ist immer ein guter Einstieg. Und wie abgelenkt sie. Also es ist noch nicht mal an. Das ist noch nicht mal an. Ich habe nur das Gerät in der Hand. Und da mache ich, da stelle ich dann immer so ein paar Fragen. Das führt auch immer zu großen Lachern, aber es ist sehr spannend, weil die allermeisten haben nicht gehört, was ich gesagt habe davor dran. Sag dann immer nach und so was habe ich jetzt erzählt. Und dann wird es immer schwierig, weil alle abgelenkt sind nur von diesem Ding, nur weil ich es in der Hand halte. Und es macht noch nicht mal einen Piep oder einen Blink. Also mache ich auch immer gerne solche Tests mit einbauen. Und wir wissen das ja aus Studien schon ganz lange, dass es einfach die Aufmerksamkeit zieht. Deswegen immer, wenn wir sowas machen, also ich habe eine Kollegin, die sagt auch immer, sie hat so die One-Door-In-Between-Regel. Wenn sie arbeitet, ich lege es nicht nur in die Schublade, sondern ich habe wirklich eine Tür dazwischen, sodass ich weiß, ich kann jetzt hier konzentriert arbeiten. Und das Handy ist wirklich in einem anderen Raum so. Und dass dann die Konzentration besser läuft. Das wäre so schau mal das Erste, dass ich das außer Sicht weiterlegen würde. Und dann, wenn man auch überlegt, wie kann man es im Alltag so integrieren, wenn man jetzt sagt, ich habe vielleicht nicht jetzt so einen Urlaub oder jetzt vielleicht will ich es auch ein bisschen im Alltag mal gucken, dass ich ein bisschen reduzieren kann, is it hilfreich, deswegen habe ich dich auch gefragt, hast du die Apps wirklich deinstalliert oder gehst du einfach nicht drauf? Und auch da brauchst du schon viel Disziplin, Disziplinin.

Brauche Ich Die Info Jetzt Wirklich?<br>

SPEAKER_01

Disziplinien, also mehrere Disziplininen. Okay, sehr gut. Neues Wort create neue Word Creation. Sehr gut.

Teaser: Nächste Folge Zu Wahrnehmung<br>

SPEAKER_00

Disziplin! Hier wird nix geschnitten. Da dann nicht drauf zu gucken. Und ich zum Beispiel, ich brauche ja zwei Handys, ne? Weil ich bin, ich werde da voll, ich würde da voll reinrennen. Also ich benutze so Social Media und sowas. Hab ich nur auf meinem beruflichen, geschäftlichen Handy und nicht auf meinem Privaten. Ich weiß, wenn ich das auf meinem Privaten habe und ich würde das immer mit mir rumtragen, dann wäre ich total gefährdet, da immer drauf zu gucken. Also ich muss solche Tricks anwenden für mich tatsächlich. Und ich weiß, er ist Geschäftshandy, da nutze ich einfach Social Media geschäftlich. Ich habe das schon dann auch mal so in der Hand und gucke da mal andere Sachen nach, aber die allermeiste Zeit bleibt es zu Hause, außer ich bin jetzt geschäftlich unterwegs oder hat halt so einen festeren Platz noch wie mein privates Handy, was ich schon eher dann mehr mit dabei habe, wenn ich aus dem Haus gehe immer und so. Und das könnte man auch, je nachdem, wie cool man ist, ich brauche sowas. Mein Mann lacht mich immer aus und sagt, nimm das doch einfach zwei Profile auf deinem Handy oder so, aber das reicht für mich nicht, weil da kann ich ja auch switchen.

SPEAKER_01

Ja, ich kenne ich. Geht hin und her.

SPEAKER_00

Geht hin und her. Also ich muss das Gerät technisch für mich physisch richtig haptisch trennen. Und wenn man das nicht mag, wenn man jetzt vielleicht nicht zwei Handys hat, so wie ich, sowieso, dann ist es auch sinnvoll, wenn man so Digital Detox auch ein bisschen mehr im Alltag betreiben will, dann kann man halt überlegen, ob man Gewisse Apps für einen bestimmten Zeitraum einfach deinstalliert, zum Beispiel.

Einladung: 24-Stunden-Achtsamkeit<br>

Community-Fragen Und Verabschiedung

SPEAKER_01

Ja. Also mir geht es ja wirklich immer viel um dieses Bewusstsein einfach, ne? Dieses Bewusstsein und seine eigenen Muster erkennen. Weil wir sind ja doch Muster gesteuert, würde ich fast sagen. Das ist ja genauso, warum ich Karl im Januar auf Alkohol verzichte. Und dann sind wir halt wiedergekommen aus dem Urlaub, ne? Und es war halt dann meistens immer so, wir kommen aus dem Urlaub wieder, komm, wir bestellen uns Essen, machen irgendwie ein Wein auf, mach ich spannend noch so eine Runde, weil so ein Reisestag ist ja doch dann eher anstrengend, ne? Du musst ja die ganzen Sachen noch auspacken, alles wieder einräumen, keine Wäsche. Ich bin so ein Mensch, der sagt, ich muss jetzt die Wäsche machen, ne? Ich muss nochmal Wäsche abwaschen, dass alles in Ordnung hat. Und dann wirklich sind wir wiedergekommen und dachte auch so, ah komm, eigentlich, ey, so ein Wein können wir spruch schon machen. Da bin ich auch noch einkaufen gefahren und dann war ich mir wieder so, nee, eigentlich nicht, warum? Wir können uns einen Tee machen oder so. Und in dem Augenblick wird dieses Muster ja einfach immer noch so krass sichtbar.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Genauso wie wenn ich sagen muss, ich muss jetzt meine E-Mail checken. Nee, ich habe allen Bescheid gesagt, ich komme erst am 10.01. wieder oder so.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Dann ist es ja okay. Dann wissen alle Bescheid. Also da hängt es jetzt nichts Schlimmes, da wird nichts Schlimmes passieren.

SPEAKER_00

Voll der wichtigen Punkt sieben, auch das Bescheid zu sagen. Weil oftmals, vor vielen Jahren, als ich gestartet bin mit dem Thema gestartet, da war ich beim Friseur, bei der Friseurin und die arbeitete ganz alleine, nur für sich. Die hatte jetzt keine Angestellten in ihrem Salon. Und da haben wir auch dann drüber gesprochen, über mein Thema und meine Selbstständigkeit und so. Und dann hat sie irgendwann zu mir gesagt: Ja, aber Viola, meine Kunden, die sind das gewöhnt, dass sie mir eine WhatsApp schreiben und dann mit dem Termin oder fragen mich dann nach dem Termin, dann schreiben die mir einfach eine WhatsApp und dann antworte ich denen. Und dann sage ich zu ihr, naja, aber jetzt überleg doch mal, wenn, also dass sie halt schnell eine Antwort kriegen, das sind die gewohnt. Und dann sage ich, naja, aber jetzt überleg mal, du bist gerade beim Kunden, du schneidest die Haare, färbst, füllst, was auch immer. Und dann unterbrichst du ja diese Tätigkeit, weil jetzt eine WhatsApp und eine Terminanfrage kommt. Dann gehst du unter Umständen noch zu deinem Terminkalender oder öffnest den digital, guckst danach, passt es gerade. Also du bist ja unheimlich abgezogen jetzt von der Tätigkeit, du dir eigentlich machen möchtest, ja, mit deinem Kunden gerade. Und dann dauert es ja, vielleicht dauert es auch fünf Minuten, bis ich dann noch zurückgeschrieben habe, einen Termin eingetragen habe. Das kann ja schon mal auch fünf bis zehn Minuten dauern, je nachdem, wie umfangreich man da seine Tours hat. Und wie viel effektiver ist es, wenn du deinen Kunden kommunizierst, pass mal auf, du kannst mir jederzeit eine WhatsApp schreiben und du bekommst bis abends 19 Uhr von mir aus eine Antwort. Und dann setzt du dich abends, wenn deine Kunden weg sind, einmal hin und arbeitest das alles ab, dann ist es für dich viel schneller. Und ja, deine Kunden sind daran gewöhnt, aber die würden sich auch ganz schnell umgewöhnen, wenn sie wissen, okay, bis heute Abend um sieben kriege ich eine Nachricht, gut ist.

SPEAKER_01

Ja, und da sind wir wieder bei so Sachen, aber das finde ich wieder ich, ne, diese, diese Effizienz versus Effektivität. Ja. Auch alleine, ne, also, oder auch gerade Kommunikation ist die erste Lektion. Das ist ja so einfach. Ich würde mir ein Tool holen, du kannst Calendly, ne, sogar kostenfrei, ist jetzt keine Werbung hier, ne? Also nur so für Sachen.

SPEAKER_00

Ein Kalendertool?

SPEAKER_01

Ja, ein Kalendertool nehmen und deinen Leuten einfach bei WhatsApp sagen, du kriegst so eine Anfrage und einfach wirklich sagen, hey, hier, ne, scann dir den QR-Code ab und allen raushauen. Du hast ja eine Kundenliste, da kannst du einfach so eine Massennachricht, einen Broadcast für raushauen, wenn man bei WhatsApp ist. Was nicht so DSGVO-konform ist. Dafür ist aber dieses Kalendertool, was ich gerade erwähnt habe, sehr DSG VO-konform, glaube ich. Echt? Nee, nein. Ach nein, oh nee, amerikanisches Tool. Oh ja, sorry, ich spüle zurück. Es gibt natürlich aber auch welche, die DSGOV-Konform sind.

SPEAKER_00

Genau, aber es gibt Tools und es gibt auch datenschutzkonforme Tools. Aber was ich einfach nur sagen will, ist sowas, das ist so ein Beispiel dafür, nur, und die war völlig hin und weg, ne? Und ich habe gesagt, yo, stimmt, ne? Also ich glaube, man kommt oft dann gar nicht so drauf. Und ich kommuniziere das zum Beispiel auch immer an Kunden, auch wenn ich einen Direktsupport noch mit anbiete bei Kursen. Dann sage ich immer, innerhalb von 48 Stunden bekommst du eine Antwort von mir.

SPEAKER_01

Oh krass, ich mach sogar 24 Stunden.

SPEAKER_00

Nee, das mache ich nicht.

SPEAKER_01

Ja, krass. Okay.

SPEAKER_00

Also mit Kindern mache ich das nicht.

SPEAKER_01

Nein, natürlich.

SPEAKER_00

You never know, was da immer noch dann so dazwischen kommt. Ich habe mir, das hat sich so eingependelt, dass ich immer überlegt habe, wie, in welchem Zeitraum kann ich auf jeden Fall safe. Also meistens geht es auch schneller. In der Regel kriegt man schneller eine Antwort von mir, aber so, das schreibe ich immer dazu, 48 Stunden, ausgenommen Wochenende.

SPEAKER_01

So, und auch da wieder, du nimmst es mir bewusst raus, ne? Du nimmst dir bewusst die Zeit.

SPEAKER_00

Aber da ist doch noch keiner, der dann hinkommt und sagt, hey Steven, aber das ist jetzt mal voll der blöde Support, hey, was heißt das hier innerhalb von 24 Stunden? Warum krieg ich nicht direkt? Also das ist ja niemand, der das, das ist ja oft nur in den Köpfen, aber ich muss direkt antworten. Und das ist auch einer dieser Punkte, der einfach zu digitalem Stress führt dann bei uns. Und warum du dann dich, wenn du es so wie du es jetzt gemacht hast, wenn du es dann mal abschaltest, merkst, boah, eigentlich ist es viel leichter plötzlich.

SPEAKER_01

Ja, oh, digitaler Stress, auch wieder schön. Weil das war auch so ein Punkt, der Stress reduziert sich, wenn du dein Handy nicht dabei hast. Und jetzt noch ein weiterer Vorteil, den ich tatsächlich für mich auch gemerkt habe, einfach, ich wurde kreativer.

SPEAKER_00

Ah, ja, ja.

SPEAKER_01

Also ich wurde einfach kreativer und dachte nicht so, irgendwie, keine Ahnung, sei es beim Kochen. Also beim Kochen bin ich sowieso recht kreativ, muss ich auch dazu sagen, aber ich dachte dann auch so, okay, hey, jetzt ist so der letzte Tag, was ist noch da? Abreisetag, so ein bisschen vorgeplant, wo ich auch meinte, ey, ist doch scheißegal. Ist doch scheißegal. Wir gucken einfach, was übrig ist und dann mixen wir es zusammen. Und dann kam da so eine geile, keine Ahnung, Reis, Tofu, Asia-Pfanne, koreanische Pfanne, was auch immer raus. Es war einfach unfassbar lecker.

SPEAKER_00

Ja, ja.

SPEAKER_01

Und ich habe nichts geplant, sondern einfach alles zusammengewürfen, ja, das könnte noch und das, oh, das passt noch gut zusammen und that's it.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Keine Ahnung, oder was habe ich denn noch gemacht, Kennedy? Kreuzworträtsel. Sudoku. Oder gespielt. Also wir nehmen uns ja auch immer bewusst dann irgendwie so Brettspiele mit. Kniffel, Skippo, was gab's noch? Mensch, ärger dich nicht. Also es gab so eine Spiegelsammlung in dem Haus. Wir haben einfach gespielt. Und es war so, also es rattet einfach so dahin.

SPEAKER_00

Ja, und man hat halt eine viel coolere Zeit. Also oft sage ich auch so in den Workshops dann, dass diese, du wirst dich nicht dran erinnern. Also sehr wahrscheinlich wirst du dich an diesen Urlaub länger erinnern mit all dem, was du da gemacht hast und mit all den kleinen Momenten, die du jetzt auch gerade beschrieben hast. Und wenn du diese Momente eben digital verbracht hättest, dann wusstest du sehr wahrscheinlich nicht mehr, was du da gemacht hast eigentlich. Also was.

SPEAKER_01

Ja, mega spannend, dass du es gerade sagst, weil das ist die Abschlussfrage in den Medienworkshops mit den Kindern, also mit den Schulen immer. Wo ich auch frage, okay, jetzt stell dir mal vor, du reist jetzt so zehn Jahre in die Zukunft. Jetzt stell dir mal vor, wie willst du diese Zeit innerhalb dieser zehn Jahre verbracht haben?

SPEAKER_00

An was erinnerst du dich noch?

SPEAKER_01

Genau, also woran willst du dich erinnern? Welche Erinnerung willst du dir haben? Willst du dich daran erinnern, wie irgendwelche das Leben der anderen, die du gesehen hast, auf Instagram, TikTok, Snapchat, was auch immer? Oder willst du wirklich reale Erfahrungen mit Freunden gemacht haben, Verbindungen, die du wirklich gespürt hast? Und das ist ja das Gefühl, dass du das.

SPEAKER_00

Das ist ja aber, was für Kinder manchmal noch total schwer ist, nachzuvollziehen, manchmal denke ich, ne? Also dieses, weißt du, wir haben ja schon als Erwachsene einfach auch so die Erfahrung, uns unsere Erinnerungen und wissen, woran erinnern wir uns gerne, das sind Begegnungen, das sind Momente, das sind keine digitalen Momente. Und es ist natürlich trotzdem unfassbar schwer, sich zu disziplinieren, dann da auch, ne? Zu sagen, hey, ich, gerade für die Kids, wo dann halt viel das ganze Umfeld irgendwo in den digitalen Räumen unterwegs ist, wenn das nicht im Kollektiv stattfindet, ist es ja oft wirklich schwer.

SPEAKER_01

Ja, da sind wir wieder bei. Es muss halt früh gelernt werden. Ich habe neulich mit jemandem gesprochen. Da ging es um ein sechsjähriges Kind und Süßigkeiten.

unknown

Ja.

SPEAKER_01

Also jetzt jetzt nicht die GitHub, aber auch da wieder, da wurde mir gesagt, ja, dass die Familie sich darauf geeinigt hat, dass das Kind jetzt erstmal gar keine Süßigkeiten mehr kriegt. So, und dann denke ich mir auch so, wow, krass. Von so jetzt aus so gar nichts. Also was geht denn da an dem Kind jetzt vor? Denken sie so, ja, hm. Dann gab es halt irgendwie Milch, Banane und haben daraus irgendwie Eis gemacht. Lecker.

SPEAKER_00

Mach ich immer kommt super an.

SPEAKER_01

Da haben das Kind doch gar keinen Bock darauf. Vielleicht noch Dattelsüße rein oder so.

unknown

Ja.

SPEAKER_00

Hervorragend. Kommt voll gut an.

SPEAKER_01

Und da natürlich, das ist wieder dieses Begleiten, begleite doch die Kinder, weil die Kinder haben von Klein auf keine Impulskontrolle. Das dürfen die erstmal lernen. So, und wenn wir jetzt schon sagen, als, ich würde sagen, sehr bewusste Menschen, gerade mit den digitalen Medien, wenn wir uns schon sagen, ne, ja, okay, ich rutsche auch immer mal wieder ab, wie soll das denn sein, wenn da gar kein Bewusstsein erstmal da ist, sodass gar nicht gelernt wurde? Deshalb macht Digital Detox.

SPEAKER_00

Und was so anspricht, ist halt diese Vorbildfunktion, ne? Also das, was wir immer wieder ansprechen, hier auch, aber das zeigt auch das Beispiel deutlich. Also, was lebe ich in meinem Alltag, was konsumiere ich, egal ob das jetzt online oder offline ist. Das gucken sich die Kinder ja auch ab, ne? Und das prägt.

SPEAKER_01

Ja, definitiv.

SPEAKER_00

Mir ist jetzt gerade noch eine Sache eingefallen, auch so von, wo ich vorhin gesagt habe, dass ich immer wieder so Anrege von, auch frag dich, ob das jetzt wirklich nötig ist. Ich kann mich erinnern, wie ich mein allererstes Smartphone hatte.

SPEAKER_01

Wie alt warst du? Jetzt bin ich gespannt. Wie alt warst du?

SPEAKER_00

Ich muss jetzt selber überlegen kurz. Ich habe von meiner Schwester mal so ein ausrangiertes Samsung-Handy bekommen. Achso, Markennung. Naja, egal, wir sind hier bei uns in unserem Podcast.

SPEAKER_01

Und wie definierst du Smartphone? Also war es wirklich mit Internetzugang?

SPEAKER_00

Ja, genau, es war mit Internetzugang und ich war schon im Studium. Ich muss jetzt gerade mal überlegen, vielleicht, ich kann es gar nicht mehr genau sagen, 24, 25 vielleicht.

SPEAKER_01

Ja, ich glaube auch. Ich glaube 18, 19 oder so.

SPEAKER_00

Nee, es war schon, ich hatte so ein Schiebehandy. Und das hatte ich, weißt du noch, die man so aufschießen konnte.

SPEAKER_01

Ich rette gerade durch, ja. Ja, doch, ich glaube schon.

SPEAKER_00

Also mit Tasten. Das war noch kein. Doch, ich glaube, man konnte, es hatte schon so ein Internetbrowser irgendwann an, aber das hat ja alles gar nicht richtig funktioniert.

SPEAKER_01

Dann war es kein Smartphone. Dann das ist doch kein Smartphone.

SPEAKER_00

Nee, das hatte ich davor, wollte ich sagen. Also zehn Jahre lang, glaube ich. Da gab es schon dieses Internet-Browser-Symbol und das hat aber hundert.

SPEAKER_01

5 Euro die Minute gekostet.

SPEAKER_00

Ja, genau, und das ist alles geladen. Also das hat man ja wirklich, also ich habe das nicht benutzt.

SPEAKER_01

Ich auch nicht.

SPEAKER_00

Fotos machen konnte man schon so schlechte Qualität. Auf jeden Fall habe ich dann irgendwann dieses ausrangierte Handy bekommen. Und ich bin damals für mein Studium, ich habe dann, ah ne, ich habe dann nochmal ein Teilzeitstudium gemacht und da bin ich immer gependelt. Dann auch mal immer wieder am Wochenende hatte ich dann so Blog-Seminare, bin ich immer, also bin ich viel Zug gefahren. Und bevor bin ich ja auch Zug gefahren. Und ich wusste meine Verbindungen, wo das regelmäßig warst. Ich kann meine Züge anderes. And as I dieses Smartphone had gecheckt, in Köln, muss ich irgendwie, ne? Where's it? And then If I for all things feel these to nutrients, then so and then this handy kaputt gegange on iron. I thought this display is kaputt gegancy, so then I had my altered handy genomic. And that's gonna be, Mist, jetzt kann ich gar nicht nachgucken, ob ich meinen Anschlusszug in Köln bekomme and so, and then weiß ich nicht Bescheid, ob das klappt, weil ich dann nochmal einen Anschluss brauche und so. Und dann hatte ich so einen Moment, wo ich da saß und dachte, warte mal kurz, Viola. Also bevor du dieses Handy hast, bist du auch regelmäßig da mit dem Zug hingefahren. Und unterm Strich hat sich gar nichts geändert. Und es ist auch völlig Wumpe zu wissen, ob ich jetzt den Anschluss kriege oder nicht. Weil es ändert sich unterm Strich nichts. Also wenn ich den nicht kriege, dann muss ich eine Lösung finden, dann muss ich auf den nächsten Zug warten oder einen anderen nehmen. Aber das kann ich eigentlich auch noch am Bahnhof organisieren, weil es ändert sich nichts. Weißt du, wie ich meine?

SPEAKER_01

Ja, klar.

SPEAKER_00

Voll! Es ist völlig egal, ob ich die Info jetzt schon im Zug habe oder wenn ich dann da ankomme oder eine Bahndurchsage höre, die dann heißt, wir haben Verspätung, da Anschluss kommt.

SPEAKER_01

Danke für diese Geschichte, weil, jetzt mache ich es wieder jetzt mache ich wie bei Netflix, diese Spoils, wie bei Netflix oder bei den Serien. Mann, also diese ist ja keine Werbung, die wir machen, das sind ja einfach persönliche Erfahrungen, die sahen noch was über mich aus, dass ich wahrscheinlich mehr Netflix gucke als Prime oder so. Also, jetzt ganz immer ehrlich, das ist ja keine Werbung, das sind meine persönlichen Erfahrungen, die ich hier preisgebe. Ich würde gerne in der nächsten Folge über Wahrnehmung mit dir sprechen.

SPEAKER_00

Voll geil.

SPEAKER_01

Wie beeinflussen, natürlich über digitale Medien, oder ich würde es mal Medien im Allgemeinen machen.

unknown

Ja.

SPEAKER_01

Ich würde es wirklich diesmal gerne Medien im Allgemeinen machen, weil eine Trainerkollegin hat neulich eine wunderschöne Reel gemacht, wo darüber gesprochen hat, dass die Medien uns ja eigentlich gar keine Nachrichten überreichen, sondern die bereichen und informieren uns über Dramen, die passieren.

SPEAKER_00

Machst du als einen Spoiler für die nächsten Jahr?

SPEAKER_01

Nicht verraten, sonst. Nein. Jetzt mal ohne Spoiler und wächst, weil ernsthaft, weil es hat selbst mich hier zum Nachdenken gebracht, ja. Oder auch als ich mich damit auseinandergesetzt habe für eine Facharbeit, dass sich Fake News oder schlechte Nachrichten, glaube ich, um 700% oder so eine unfassbar Riesenprozentzahl schneller verbreiten als einfach sachliche Nachrichten.

SPEAKER_00

Ja. Wir machen einen Cut, Steven. Das wird jetzt wirklich eine neue Podcast-Folge werden.

SPEAKER_01

Okay, gut.

SPEAKER_00

Wir nehmen das jetzt mit und halten den Gedankengang fest.

SPEAKER_01

Ja, mache ich. Ich habe mir das aufgeschrieben. Ich würde aber gerne mit einer Frage abschließen, weil es geht ja um Digital Detox. Liebe Zuhörenden, ich lade euch ein. Also erst die Einladung, dann die Frage. Ich lade euch ein, versucht mal in den nächsten 24 Stunden ganz bewusst darüber nachzudenken, entscheide ich gerade diesen Griff zum Handy, weil ich irgendwas wirklich brauche, weil ich was machen möchte? Oder ist es die Entscheidung des Handys, die mich kontrolliert? Es ist nur wieder ein Impulsmuster. Genau, das ist meine Einladung an euch. Und die Frage ist, was oder wann würdet ihr Digital Detox machen? Oder was glaubt ihr, sind eure Vorteile vom Digital Detox? Egal was wir genannt haben, was sind eure Vorteile? Schreibt es mal unten in die Kommentare rein. Oh Gott, der Automatismus Muster. Ich rede, schreibt es in die Kommentare rein und meine Finger, zeigt nach unten. Also Medienprofi mittlerweile anscheinend.

SPEAKER_00

Schreibt das mal in den Fragensticker. Nein, unten in die Kommentare unter der Folge.

SPEAKER_01

Nee, aber ich kann sie eben an die Hand legen. Also ihr habt es jetzt ja, glaube ich, von mir gehört, ihr habt es von Viola gehört. Probiert es mal aus und guckt, was passiert. Und ja, in dem Fall vielen lieben Dank, Viola, für die wunderbare Folge. Die Abschlussworte.

SPEAKER_00

Und dann schöne Thema mitgebracht. Und freut euch auf die nächste Folge, ihr wisst jetzt schon, worum es geht.

SPEAKER_01

In dem Sinne, habt ein wunderschöner Restzeit nach dem Podcast. Schönen Jungfast. Ciao, ciao.