Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie

#14 - Intuition statt Druck: Wie Eltern den Medienalltag gelassen steuern

Steven Pfeiffer und Viola Hoffmann Season 1 Episode 14

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Wir sprechen darüber, wie Eltern ihr Bauchgefühl als verlässlichen Kompass in der Medienerziehung nutzen. Anhand konkreter Alltagssituationen zeigen wir, wie Intuition, Wissen und klare Haltung zu stressärmeren Entscheidungen führen.

• Intuition als erster Hinweis bei Medienfragen
• Unterschied zwischen Unsicherheit, Angst und Komfortzone
• Beispiel Essen mit Bildschirm und seine Folgen
• kulturelle Hintergründe und Glaubenssätze verstehen
• Motorik, Sinne und Entwicklung ohne Ablenkung stärken
• Gruppendruck beim Kinderhandy souverän begegnen
• innere Haltung, Werte und klare Sprache verankern
• Beziehung und regelmäßige Gespräche mit dem Kind pflegen
• Nachrichtenhype pausieren und Realität prüfen
• kleine Schritte für weniger Stress und mehr Klarheit

Schickt uns eure Story auf Instagram: Wann habt ihr zuletzt eurem Bauchgefühl vertraut und was ist daraus entstanden?

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Liebe Grüße,

Steven und Viola

Vorstellung Und Leitbild

SPEAKER_00

Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.

SPEAKER_01

Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsterlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.

SPEAKER_00

Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren.

SPEAKER_01

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Handy, Herz und Hirn. Und falls ihr euch gerade fragt, wieso ihr beide so doll am Lachen sind, ich habe den Namen einfach falsch rumgesagt. Aber wie gesagt, Handy, Herz und Hirn, der Podcast für stressfreie Medienerziehung für Familien. Ach ja, herrlich.

SPEAKER_00

Es wird nichts geschnitten, es bleibt alles. Ja, genau. In der letzten Podcast-Folge auch schon falsch gesagt. Aber ich dachte, ich sag mal nichts. Mal gucken, ob es hier auch gut ist.

SPEAKER_01

Okay, so. Also meine Gesichtsmuskeln sind jetzt auf jeden Fall bereit, schön aufgewärmt vom ganzen Lachen. Genau. Liebe Viola, ich freue mich, dass wir wieder zusammensitzen.

SPEAKER_00

Good morning.

SPEAKER_01

Hast gerade Good Morning gesagt. Es könnte aber auch Good Evening sein. Wir wissen ja gar nicht, welche Uhrzeit es ist.

SPEAKER_00

Jetzt gerade morgen, wo wir sprechen.

SPEAKER_01

Ach ja, ich freue mich auf jeden Fall wieder, denn ich bin richtig gespannt, was für ein Thema du uns heute mitgebracht hast und worüber wir uns heute unterhalten, austauschen, diskutieren. Ich würde sagen, streiten. Haben wir uns jemals gestritten bei so einem Thema? Gab es richtig schon mal so ein kontroverses Thema?

SPEAKER_00

Nee, es gab mal so Momente, wo wir nicht ganz einer Meinung sind, aber das ist ja auch in Ordnung.

SPEAKER_01

Also stellt euch mal vor, stellt euch mal vor, wie langweilig der Podcast wäre, wenn wir immer nur einer Meinung wären. Ja, blöd. Ich glaube, ich bringe mir irgendwas Kontroverses ein, wo wir so richtig.

SPEAKER_00

Willst du mal, dass wir uns mal streiten, oder was?

SPEAKER_01

Weiß ich, irgendwie, ja, so richtig streiten. Nee, eigentlich, ich bin sehr harmonisch tatsächlich. Ich bin gar nicht so streitaffin. Ich kann mich streiten. Aber mögen tue ich es nicht. So, genug. Jetzt habt ihr uns wieder ein bisschen besser kennengelernt. Viola, erzähl, schieß los, was hast du uns mit dem Thema mitgebracht?

SPEAKER_00

Weil wir zwei Böcke sind tatsächlich, ne? Also das wusste ich ja erstmal gar nicht. Ach, ich war ein Steinböcke. Ich habe einen Bock und ich bin auch ein Bock, nur keinen Steinbock, aber einen Widderbock.

SPEAKER_01

Oh, okay. Ja, ja, okay.

Rückblick Auf Wahrnehmung Und Fakten

SPEAKER_00

Vielleicht könnte das mit dem Streit noch was werden. Nein, wir müssen es jetzt nicht herausfordern. Ich hab aber jetzt, wir haben in der letzten Podcast-Folge musste ich noch lange drüber nachdenken, hatte ich jetzt auch vorhin gesagt. Wir haben ja über Wahrnehmung und so verschiedene Wahrheiten und sowas gesprochen. Falls ihr es noch nicht gehört habt, hört es euch an. Das ist eine spannende Folge, wie immer. Und im Nachhinein musste ich noch mal so ein bisschen drüber nachdenken, dachte, so eine Ebene hat mir noch gefehlt, weil wir haben, oder du hast dann auch so darüber gesprochen: von ja, was ist, dass wir wirklich überprüfen, was wir sehen, und nicht interpretieren, sondern was, was ist da, and that we need in so interpretation direct reinforcement. And eine Ebene fehlt me noch ein bisschen, and besonders in because of the umgang with the digital medien. And that is unser Bauchgefühl, unsere Wahrnehmung, die we nicht mit den Augen sehen, unser Wahrnehmungsorgan. Unser siebter Sinn. And I finished that.

SPEAKER_01

Nee, der sechste Sinn.

Intuition Als Kompass Für Eltern

SPEAKER_00

Ist egal welcher. Auf jeden Fall finde ich das noch das aller Wichtigste tatsächlich. Nicht nur im Umgang mit den Medien, sondern überhaupt im Umgang auch mit unseren Kindern. Weil, also ich habe ganz oft Eltern, die kommen und sagen, bei uns zu Hause ist die Situation so und so und es fühlt sich nicht gut an. Oder mein Kind verhält sich nach dem Medienumgang so und so und ich habe kein gutes Gefühl dabei. Oder oder all diese Situationen, die mir so geschildert werden und ganz oft oder aller aller meistens kommt dieser Satz, es fühlt sich nicht gut an, ich habe kein gutes Gefühl dabei, aber ich weiß jetzt nicht weiter. Oder wir haben auch über KI gesprochen, über Videos, jetzt auch gerade hier im Vorfeld noch. Bevor wir hier auf Record gedrückt haben, haben wir nochmal über so KI-Videos kurz gesprochen. Und ganz oft sehen wir ja auch gar nicht mehr gerade, wie du es gesagt hast, vorhin, wenn man so schnell durchscrollt, durch ein Feed scrollt, dann fällt uns das auch gar nicht mehr auf, ob das echt ist oder KI. Aber was wir ganz oft haben, ist so eine innere Stimme, die sagt: Warte mal, irgendwas passt nicht. Ich kann es noch gar nicht sagen, was es ist, ob ich jetzt irgendeinen Fehler in einem Video entdeckt habe tatsächlich oder nicht. Oder irgendwas ist es, wo ich nachforschen sollte vielleicht. Und das ist der Moment, wo ich allen Eltern, alle, die mir in die Begleitung kommen, das ist das, was ich schule, ganz, ganz arg. Bei allen Eltern, wenn euch irgendwas komisch vorkommt oder du irgendein komisches Gefühl hast, dann geht dem nach. Ja, und schaue da genau hin. Es ist oftmals, manchmal sehen wir Dinge, aber ganz oft ist das der erste Indikator, ja, da mal genau hinzuschauen, ist es wirklich so oder tut es jetzt meinem Kind wirklich gut oder was sagst du dazu?

Bauchgefühl Prüfen Statt Vorwürfe

SPEAKER_01

Ja, ich denke gerade tatsächlich viel darüber nach, unter anderem auch, weil ich so dieses Streitthema reingebracht habe vorhin, in welche Richtung ich gerade gehe. Und ich überlege gerade tatsächlich mit diesem Bauchgefühl, wenn jetzt aber jemand immer, da bin ich wieder bei der Wahrnehmung. Wenn sein Fokus immer, der hat ein Bauchgefühl und dann sucht er immer diesen Fehler. Und es schult ja auch, diese Denkweise, dieses Muster dahinter, immer den Fehler zu suchen. Wenn ich jetzt aber, jetzt hole ich mal wieder ein bisschen zurück, logischerweise, weil ich will mich ja anstreiten, wir sind ja hier, um aufzuklären und um zu bilden. Wenn ich jetzt auf mein Bauchgefühl höre und sage halt, ja, okay, da stimmt irgendwas nicht, aber jetzt nicht weiter nachforsche, sondern eher bei dem anderen den Fehler suche, also wirklich erstmal bei dem anderen, also jetzt sind wir in einer zwischenmännlichen Beziehung gerade, bei dem anderen Menschen den Fehler suche und gar nicht bei mir erstmal gucke, woher kommt denn eigentlich mein Gefühl gerade? Und ein Gefühl kommt ja meistens daher, Bedürfnis, gestüllt oder nicht gestillt, um es ganz, ganz simpel zu machen. Und diese Bedürfnisse basieren ja auf unseren Erfahrungen, die wir gemacht haben. Von klein auf, bewusst und unbewusst. Und wenn ich mir jetzt dem aber gar nicht bewusst bin und gar nicht erstmal diese Schritte weiß, wo ich überhaupt hingehen muss, und zwar nicht nach vorne, sondern ich muss rückwärts gehen und gucken. Wo kommt das denn überhaupt her? Und von daher finde ich das finde ich das sehr, sehr spannend, gerade mit diesem Bauchgefühl, vor allen Dingen, wenn es um Medien geht, oder um Eltern und Schule. Bleiben wir bei dem Schulbeispiel bei Eltern. Und die gehen ja ganz oft eher in den Angriff, behaupte ich jetzt mal ganz stark. Anstatt erstmal zu dir und sagen, hinzugehen zu der Lehrkraft. Also ist das das Beispiel, worauf du hinaus wolltest, Eltern und Lehrkraft, oder wo, mach's mal ein bisschen konkreter kurz für mich.

SPEAKER_00

Nee, es geht nach.

SPEAKER_01

Also okay, gut.

SPEAKER_00

Aber du kannst dein Beispiel reinbringen. Ich komme auch dann noch vor.

SPEAKER_01

Genau, dann gehst du halt meinetwegen dahin und sagst halt, ja, Sie haben. Und gehst ja schon mal in diesen Vorwurf rein, anstatt zu sagen, hey, liebe Lehrkraft, ich habe da irgendwie so ein komisches Gefühl. Können Sie mir das mal ganz kurz erklären, was da genau passiert ist oder was Sie vorhaben um mir? Und meistens kommt ja dieses Gefühl aus der Sorge um des Kindes heraus. Und diese Sorge um das Kind heraus ist ja, jetzt gehen wir auch mal weg von dem Lehrer, weil wir reden hier über Medien, ne? Gehen wir hin, so, zum Handy. Das Problem ist aber jetzt, dass die Sorge einfach da ist. Das ist ja so ein Kopfkino. Weil Eltern, manche Eltern, ich sage es mal ganz bewusst, manche Eltern, nicht alle Eltern, weil wir pauschalisieren ja hier nicht, ne, ja gar nicht mehr wissen, was in diesem Handy vor sich geht.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Beim Kind. So, und wenn die Eltern jetzt nicht in der Lage sind oder gar nicht mehr wissen, was in dem Handy vorgeht, auch nicht ins Gespräch mit dem Kind gehen, ja, natürlich wird dieses blöde Gefühl dann immer da sein, weil dieses Gefühl wird ja gar nicht aufgelöst. So, und wenn ein Gefühl nicht aufgelöst wird, erzeugt das unfassbar viel Stress. Und dauerhafter Stress, jetzt kommen wir mal ein bisschen zu Hormonen, ne, setzt Cortisol frei. Und Cortisol ist sehr, sehr schädlich auf lange Sicht gesehen.

SPEAKER_00

Wenn du es permanent hast, ja. Ja, genau.

Sorge, Unwissen Und Dauerstress

SPEAKER_01

Weil wenn du so einen Dauerstresszustand hast, also es ist unfassbar schädlich für die Gesundheit. Und lieber einmal aus der Komfortzone hinausgehen und sagen, okay, ich setze mich jetzt mal mit dem Thema auseinander, weil, hey, ich möchte nicht mit 45 oder 50 an Krebs sterben. Jetzt überspitzt gesagt.

SPEAKER_00

Vor lauter Stress wegen, dem werden die Säugetz.

SPEAKER_01

Ja, genau, genau. Also du musst ja nicht mal kritisieren, weil ich möchte nicht krank werden, okay? Wir wollen hier nicht toll an die Wahl, ich möchte nicht krank werden. Und vielleicht, wenn ich meinem Kind da dieses, wie du sagst, offen begegne, vielleicht überrascht mich das dann ja auch mal und mein Gefühl verpufft.

SPEAKER_00

Genau, also was ich, worauf ich eigentlich eher hinaus wollte, ist es, glaube ich, noch ein bisschen feiner, ist auch, dass wir eine Intuition haben, was ist stimmig und was ist nicht stimmig. Also das, was du ansprichst, das macht auch total Sinn, ne? Ich höre was oder ich habe dann ein Gefühl dazu und merken, ist es jetzt wirklich so oder nicht, dann ist es tatsächlich gut, mal nachzufragen und zu sagen, liebe Lehrer, erklär mir doch mal kurz bitte, was dir vorgefallen ist. Das wäre auch meine Herangehensweise. Und das Gleiche beim Kind auch oder bei der Smartphone-Nutzung dann, ich sage, hey, was machst du denn da? Erklär's mir mal kurz. Und da sind wir bei dem Punkt Beziehung und Verbindung. Also in Beziehung und in Verbindung bleiben mit dem Kind, ohne dann Angst zu haben, was zu verlieren oder was passiert jetzt da gerade, genau, sondern da einfach im Gespräch bleiben. Aber das, worauf ich hinaus möchte, ist noch ein bisschen tiefer und ich denke, das hat mehr auch mit Intuition zu tun.

SPEAKER_01

Wie würdest du denn Intuition beschreiben? Was ist Intuition?

Beziehung, Verbindung, Nachfragen

SPEAKER_00

Ich kann mal nochmal so ein plakatives Beispiel geben. Ich war in einer Einrichtung mal, schon ein paar Jahre her, und da habe ich viel mit, also es war in einem Brennpunkt gearbeitet mit Frauen mit Migrationshintergrund, da gab es auch dann sprachliche Barrieren, das ging auch mit Übersetzung und so weiter. Und die allermeisten dort, das war im U3-Bereich, muss man sagen, hatten so das Thema Essen. Also immer wieder kam so im Gespräch raus, mein Kind isst nicht, mein Kind isst nicht alleine und mein Kind isst nicht ohne Bildschirm. Und jede einzelne dieser Mütter hat aber zu mir gesagt, es fühlt sich nicht gut an.

SPEAKER_01

Ja, also was genau fühlt sich nicht gut an.

Essensbeispiel: Bildschirm Am Tisch

SPEAKER_00

Genau, also mein Kind isst nicht ohne diesen Bildschirm und ich kriege das nicht hin, dass mein Kind isst ohne Bildschirm oder ohne dass irgendwie ein Video läuft, isst mein Kind nicht. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, meinem Kind tut es nicht gut. Also ich merke, das tut nicht gut. Und dann geht es ja nicht weiter. Dann ist so, und jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll. Oder es läuft halt einfach so weiter, aber ich habe permanent dieses komische Gefühl, dass es einfach nicht gut ist. Für das Kind. Und das, finde ich, ist schon nochmal so ein bisschen mehr als nur so ein Gefühl zu haben zu etwas, sondern auch wie eine Art Intuition. Also da passiert gerade was, aber ich merke, es ist irgendwie nicht gut. Und in solchen Situationen, da gibt es ganz, ganz viele andere auch noch, da schaue ich meistens erstmal so ganz dahinter und schaue mal, warum muss jetzt das Kind in Anführungszeichen so zum Essen gezwungen werden? Also gibt es einen Grund, warum das Kind vielleicht gerade nicht essen möchte? Also warum wird der Bildschirm hergenommen? U3-Bereich, muss man nochmal sagen. Also wirklich kleine Kinder, warum nehme ich da den Bildschirm? Und das mache ich nicht, indem ich verurteile, sondern indem ich wirklich mal dahinter frage. Und ich frage die Eltern auch, was ist euer Grund? Warum habt ihr das so angefangen? Warum funktioniert das so? Warum muss das Kind dann jetzt da gerade essen? Und in diesem Fall war das tatsächlich so that we irgendwann dahinter came, that it was a kultureller Hintergrund, where these friends aus other ländern come and dort is it often, also tatsächlich for me, with violent fragen and with viel Empathie and with gucken, woher her undesh, viel verständnis, sind wir dahinter gekommen, dass da ein riesiger Glaubenssatz dahinter steckt, and der heißt, wenn my kind nicht isst, bin ich eine schlechte Mutter.

SPEAKER_01

Wow, krass.

SPEAKER_00

Yeah, also das Essen in vielen Kulturen einfach so einen hohen Wert hat, wie wir das vielleicht hier gar nicht so arg nachvollziehen können, weil ich denke, ja gut, also wenn mein Kind einmal nicht isst, sind es halt keinen Hunger hat, ist jetzt kein Problem. So, aber ich darf da halt nicht von mir ausgehen, sondern ich forsche immer, was ist denn da los einem Gegenüber, wo kommst du her? So, und mit vielen Fragen sind wir da gelandet und dann habe ich das verstanden und habe gedacht, ach so, ja, jetzt haben wir eine ganz andere Ausgangslage. Also diese Mutter hat.

SPEAKER_01

Es hat gar nichts mit den Medien zu tun. Komisch.

SPEAKER_00

Diese Mutter hat eine riesengroße Sorge, dass sie als schlechte Mutter wahrgenommen wird, wenn ihr Kind nicht isst. Oder in einem anderen Fall, in der gleichen Gruppe, war es auch so, dass die Mutter gesagt hat, naja, mein Kind isst kein Gemüse. Und dann lasse ich aber immer so ein Video laufen von einem Kind, was halt Gemüse ist.

SPEAKER_01

Das ist Brainwashing auf jeden Fall.

SPEAKER_00

Und dann denke ich, okay, aber ich bin da immer sehr wohlwollend eingestellt und denke, okay, also sie hat ja schon so die richtige Idee, ja, sie möchte was Gutes für ihr Kind und hat da irgendwie einen Weg gefunden, aber merkt, dass es nicht so gut klappt und hat auch eine Not an der Stelle, ja. Und da frage ich, ja, isst du denn selber Gemüse oder wann isst du denn? Ja, nee, das Kind ist allein und das ist auch oft kulturell so, dass die Kinder dann nicht mit den Erwachsenen gemeinsam essen oder dass die Kinder dann ruhig sein müssen, wenn Erwachsene zu Besuch kommen, dass die Kinder dann nicht mit am Tisch sitzen und so weiter. Und all das ist für uns Gotches manchmal ein bisschen schwierig. Oder die Aufgabe meines Erachtens, ich sehe das immer als meine Aufgabe, mal zu gucken, was ist eigentlich das Bild, wo steht der andere und wie kann ich jetzt darauf, auf dieser Grundlage, die mir da gebeten wird, geboten wird, eine Lösung finden. Und das war ganz kurz.

SPEAKER_01

Da will ich ganz kurz einhaken. Wieso musst du denn die Lösung finden?

SPEAKER_00

Nee, gemeinsam mit denen.

SPEAKER_01

Ja, ich wollte gerade sagen. Da kommt wirklich der Coach irgendwie wieder raus und sagt so, nee, nee, nee, nee, warte mal, so geht das nicht.

SPEAKER_00

Nein, wir arbeiten.

SPEAKER_01

Coaches finden keine Lösung.

SPEAKER_00

Wir zeigen Wege auf.

SPEAKER_01

Und gehen müssen sie sie alleine.

SPEAKER_00

Wegbegleiter. Also durch eben durch ganz vieles Nachfragen kommen die ja selber dann auch schon auf, haben die dann Erkenntnisse und dann liefere ich immer so ein bisschen Hintergrundwissen und sage auch, weil ich dann auch einmal war ich da vor Ort auch bei dem Projekt und habe dann auch erlebt, dass so ein zweieinhalbjähriger Junge keinen Löffel halten kann und nicht das Essen zum Mund führen kann, weil er einfach immer vor dem Bildschirm sitzt, immer vor dem Bildschirm gegessen hat und gar keine Möglichkeit hat, auch seine Motorik zu schulen.

SPEAKER_01

Er nimmt ja gar nicht auch die Geschmäcker wahr. Also er nimmt ja gar nicht wirklich.

Kulturelle Hintergründe Und Glaubenssätze

SPEAKER_00

Genau, und das ist, da fängt dann die Aufklärung an, ne? Das habe ich beobachtet und da saß ich auch mit der Mama und habe gesagt, ja, schau mal, was macht denn dein Kind? Das dreht sich ja weg. Das dreht sich die ganze Zeit weg. Und wenn er seine Körpersprache sagt, ich möchte nicht, und in dem Moment, wo du den Bildschirm aber anmachst, kannst du ihn füttern, ohne dass er sich wegdreht. So dann ist die Nahrungsaufnahme geschehen, so wie du es möchtest. Aber dein Kind hat keine Chance, seine Motorik auszubilden. Wozu brauchen wir Motorik? Das weise ich denen dann auch immer schon mal auf. Wir brauchen das umschreiben, Lesen, Rechnen. Da brauchen wir erstmal die Grobmotorik und das wird immer feiner, sonst wird es mit dem Schreiben und mit dem Rechnen später auch schwierig. Ganz, ganz, ganz basale Fähigkeiten. Und dann natürlich, du sagst es, ne, ich habe den Geschmack, das sage ich immer, mach dann Vergleiche, jeder kennt es, du guckst einen Film und isst eine Tüte Chips und fragst dich, wo die hin verschwunden ist und wie die geschmeckt hat überhaupt nicht.

SPEAKER_01

Habe ich noch nie erlebt.

SPEAKER_00

Never?

SPEAKER_01

Niemals. Sieben Tage in der Woche.

SPEAKER_00

Und so geht es diesem Kind halt dann auch regelmäßig. Es hat keinen Sinn für Völle Gefühl, wann bin ich satt, wann bin ich hungrig. Das heißt, in The Long Run können wir auch da Essstörungen jeglicher Art zum Beispiel und so weiter. Also da ist ganz, ganz, ganz viel, was da rein spielt. Und in solchen Momenten erzähle ich dann immer so, was bei dem Kind läuft und was in der Entwicklung los ist. Und dann kommen langsam so die Aha-Momente. Und dann können wir schauen, wie kann es jetzt im Alltag anders weitergehen. Und das Schöne ist, in dem Fall, so nach zwei Wochen kam dann die erste Mami und hat gesagt, Viola, ich hätte nie gedacht, dass mein Kind alleine essen kann und ohne den Bildschirm essen kann. Und was ich aber, jetzt war jetzt so Long Story Short, die kamen alle mit dem, haben alle gesagt, ich habe, und zwar eine größere Gruppe, ich habe das Gefühl, dass es einfach nur ein Gefühl, eine Wahrnehmung, es ist nicht gut, aber ich komme aus. der Schleife nicht raus, weil ich will ja eine gute Mutter sein und ich will ja, dass mein Kind ist.

SPEAKER_01

Ja. Wie, jetzt für die Zuhörenden, wie können wir, ich mache jetzt aber wirklich bewusst, wir als große Gesamtheit, gesamtgesellschaftlich, wie können wir denn unsere Wahrnehmung, hört euch die letzte Folge über Wahrnehmung an, geil, wie können wir denn unsere Intuition schulen? Also wie können wir denn uns selber dahin bewegen, dass wir mehr auf unsere Gefühle hören? Also natürlich habe ich auch noch ganz viele Geschichten dazu, so wie du wahrscheinlich, aber ich würde jetzt erstmal ganz kurz deine, doch deine Meinung dazu hören, wie wir als Mensch, als Eltern, als Kinder unsere Intuition, Intuition schulen können.

Motorik, Sinne Und Entwicklung

SPEAKER_00

Das allererste ist, diese ich weiß zu 100% wirklich, dass wir alle diesen Moment haben und es ist egal, worum das geht, ob das jetzt Bildschirmmedien sind oder irgendwas anderes. Wir haben in ganz vielen Situationen so einen kurzen Moment oft that irgendwie, weißt du was ich meine? Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, oder irgendwas. Und ganz oft ist es dann so, dass der Kopf dann kommt und rational sagt, naja, ist doch nicht so schlimm, komm, was soll denn passieren, mach mal doch. Wir kennen das aus ganz vielen anderen Alltagsmomenten, wo wir hinterher oft sagen, ach man, ich hatte schon so ein Gefühl, hätte ich es doch nicht gemacht, ist doch schief gegangen jetzt. Und eigentlich hatte ich schon so ein Gefühl. Und das kann man nicht, kann man manchmal nicht benennen, aber was man tun kann, ist in diesem klitzekleinen Moment, manchmal sind das so Millisekunden, Vertrauen zu schenken und zu sagen, ah, ich halte mal ganz kurz in. Da ist so ein Moment oder so ein Ziehen, was sagt, was mir sagt, warte mal kurz, es ist nicht schlau hier rechts abzubiegen. Ich muss lieber links gehen. Und dann das ist was, was wir üben können, wirklich, weil wir haben alle eine angeborene Intuition und es ist ganz oft einfach der Kopf, die Außenwelt, ganz viele Dinge, die auf uns einströmen, ganz viele Meinungen, die auf uns einprasseln, was dieses Gefühl dann verklärt. Und meine Anregung ist da einfach mal üben, darauf zu hören und mal kurz nachzufragen, ob du denn trotzdem links abbiegst, hinterher, weil es doch eine gute Idee ist, dann mach, aber nimm dir den kurzen Moment zu sagen, ah, irgendwas ist hier. Ich überprüfe das mal kurz.

SPEAKER_01

Wie unterscheidest du denn, weil ich will jetzt auf was hinaus, wie in der Scheißzone, wir haben hier eine Komfortzone. Und hinter der Komfortzone ist erstmal, keine Ahnung, die Unsicherheit, die Angst, die Unwohlzone. Und hinter dieser Zone kommt dann noch die allerbeste Zone. Die allerbeste Zone, die Wachstumszone. Kennen wir alle, wo wir wachsen, wo es Sachen möglich sind, wo wir uns erweitern, wo wir uns hinauswachsen. Und umso häufiger wir das machen, umso größer wird unsere Komfortzone, logischerweise. Das ist wie so ein Muskel, den man trainiert. Aber ich möchte eigentlich darauf hinaus, wie unterscheidest du denn, ob das jetzt einfach nur aufgrund deiner Komfortzone ist oder ob es wirklich jetzt was Schlimmes ist. Ich mach's Angst versus Unsicherheit. Und ich sage den Kindern in den Kursen, hey, Unsicherheit kannst du überwinden. Das kannst du überwinden, es fühlt sich ein bisschen blöd an, kannst du überwinden, passiert was Schönes, wächst über dich hinaus.

SPEAKER_00

Angst auch.

Intuition Üben: Der Mini-Stopp

SPEAKER_01

Ja, weiß ich nicht bei Angst. Also wenn es wirklich, wenn wir wirklich Angst Angst haben, also ich rede von einer richtig echten Angst im Sinne von mit verbundenen Augen über eine befahrene Straße zu gehen. Da weißt du, ey, habe ich Angst davor? Da höre ich auf meine Angst. Ja, da höre ich auf meine Angst.

SPEAKER_00

Auf deine Intuition, dass es keine gute Idee ist.

SPEAKER_01

Definitiv. Also als sehr plakatives Beispiel, aber du weißt, worauf ich hinaus möchte. Wie unterscheiden wir das denn?

SPEAKER_00

Genauso wie ich das gerade gesagt habe, indem ich diesen kurzen Moment mir nehme und merke, ah, ich spüre gerade, dass da was zwickt. Und dann frage ich mich, warum ist das so? Also ist es wirklich so, weil ich jetzt nicht rechts abbiegen sollte, weil da gerade ein Auto angefahren kommt. Oder also ganz oft vor, ich weiß nicht, ob du schon mal irgendwie einen Unfall hattest oder so mit dem Auto, so einen kleinen Unfall. Und ganz oft ist es so, dass man doch sagt, oh Mann, was blöd, ey, ich habe das doch schon gemerkt. Ich hätte doch einfach nur kurz noch stehen bleiben müssen oder hätte ich doch eher gebremst oder so. Und man hat schon diese Millisekunden und geht da aber oft nicht nach. Und ich glaube, was eben der erste Schritt ist, ist diesem Gefühl nachzugehen und das zu überprüfen. Und dann finde ich auch raus, ah, das kribbelt jetzt gerade, weil ich meine Komfortzone erweitere oder weil ich da drüber gehen darf. Oder oh, es ist was, was mir sagt, behalte stopp, hier müssen wir mal links abbiegen statt rechts. Also dann überprüfen, erst dem Gefühl nachgehen und dann schauen, woran liegt es.

SPEAKER_01

Beste Beispiel. Kind, keine Ahnung, ist in der vierten Klasse. Ich will ein Handy haben. Die Eltern haben diese Intuition, so ey, nee, eigentlich nicht.

SPEAKER_00

Sehr gutes Beispiel.

SPEAKER_01

Aber jetzt kommt.

SPEAKER_00

Alle anderen machen auch.

SPEAKER_01

Bullshit Bingo, let's go, Bullshit Bingo. Alle anderen in der Klasse haben eins. Was hast du noch? Was hast du noch für einen?

Komfortzone Versus Echte Gefahr

SPEAKER_00

Es ist doch, ja, irgend, achso, damit in Verbindung steht auch oft, die müssen doch auch teilhaben, also ich kann es denen ja nicht ewig verwehren. Ich habe ja auch ein Handy. Warum sollen die keins haben? Und so weiter.

SPEAKER_01

Genau, also die haben diese ganzen Gedanken, und da sind wir wieder bei dem Punkt, wir rationalisieren es.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Und das machen wir super viel. Also ich mache es definitiv oft, ich rationalisiere Sachen weg. Und manchmal frage ich mich auch so, tue ich das jetzt rationalisierlich wirklich weg oder ist es mir eigentlich dann wirklich egal? So wo ich sage, ja, dann ist es halt so, hey, und vielleicht wachse ich ja dann daran. Aber das bin ja trotzdem ich immer, ne? Also ich gucke ja immer, worauf richte ich meinen Fokus? Also egal, ob es jetzt unwohl anfühlt oder nicht, es gibt gewisse Sachen, die sind wahrscheinlich ein absolutes No-Go bei mir, wo ich sage, nee, das mache ich auf gar keinen Fall.

SPEAKER_00

Da sind wir wieder beim Thema Werte.

SPEAKER_01

Ja, genau, es schließt sich Werte. Ei, ei, ei, ei, ei. Also ihr merkt schon, wenn es um digitale Medien geht, ganz viel Wahrnehmung, Werte, Gefühle, Verbindung. Es hat gar nicht immer irgendwas mit diesem Ding zu tun, was wir in der Tasche mit uns in der Hand gibt zu umtragen.

SPEAKER_00

Und das ist mir nämlich auch gerne noch eingefallen dazu, weil du sagst, vorhin jetzt so was, dann strömen so Nachrichten auf uns ein und dann wird unser Blick oft verklärt und dann ist, das ist spätestens der Moment, wo ich sage, so jetzt mache ich das Ding aus, ich schalte alle Nachrichten ab, ich schalte alle Medien mal kurz ab und ich zoome mal kurz mit mir rein und überlege mal, ist es jetzt wirklich so? Und überprüfe mal, ist es jetzt wirklich so oder ist es nur was, was über die Medien so breit getreten wird oder nicht überall bombardiert, dass irgendwann mein Kopf sagt, ey, also könnte ich auch Beweise für das Gegenteil finden? Genau.

SPEAKER_01

Ah, wunderschöner, das ist eine sehr runde Folge, das gefällt mir.

Medienhype Pausieren, Real Check

SPEAKER_00

Wir hatten so ein schönes Beispiel jetzt, also eigentlich haben wir gesagt, wir sollten hier nicht über Jahreszeiten sprechen, aber manchmal geht es ja egal, wann ihr das hört, das ist ein Beispiel für, ne? Dass jetzt gerade die riesengroßer Schneeeinbruch, haha, in ganz Deutschland ist. Und wir hatten gestern gesprochen, da hatte ich gesagt, hier sind alle Schulen zu und mal gucken, ob die Kinder in die Schule kommen und so weiter. Und ich hatte gar nichts davon mitbekommen erst, weil ich gar nicht mein Handy angemacht habe morgens, bis mich eine Mutter angerufen hat und dann gesagt hat, weiße Übrigens ist heute freiwillig, ob die Kinder in die Schule kommen wollen gehen oder nicht. Und ich gucke raus und ich denke, hä? Warum? Welches dramatische Wetter soll sich da spielen? Und es ist wirklich sehr lustig gewesen. Im Laufe des Tages dann, da haben sich so ganz viele Nachrichten gehäuft und so, und kamen da so dramatische Bilder und ich denke, ja, also jetzt schon Winter, das wisst ihr Leute, ne? Es ist Winter, es ist halt kalt und es kann auch mal glatt sein, aber wenn ich jetzt rausgucke, also wir waren sehr weit weg vom Drama, aber ich glaube, hätte ich jetzt einfach mehr Zeit damit verbracht, mir diese Bilder anzugucken, zu denken, ach du Scheiße, ja, vielleicht ist hier den Berg runtersicht ganz anders aus oder um die Ecke und nur bei mir vor der Haustür ist es vielleicht nicht so gut.

SPEAKER_01

Also du sitzt ja weiter oben, eigentlich müsste es ja bei dir schlimmer sein als unten. Also auch da Logik.

Gruppendruck Und Kinderhandy

SPEAKER_00

So weit oben sind wir nicht, aber ein bisschen höher. Ja, genau. Und das sind Außerbauchgefühlmomente oder sowas. Ja, wenn ich glaube ich mehr mein Gehirn beeinflusst hätte, hätte ich es vielleicht auch schneller geglaubt. Und da denke ich halt, mach mal aus und guck mal wirklich, wie es wirklich ist. In deiner Wahrnehmung und guck mal raus. Und auch ein sehr schönes Beispiel eben, wie du gerade gebracht hast, das Thema Handy und Gruppenzwang und das alles ist was, was ganz, ganz, ganz oft kommt. So oft kommen Eltern zu mir und sagen, so und so ist es in der Klasse und alle Freunde haben schon und so und für uns, für unser Kind fühlt es sich nicht gut an. Und das ist der Punkt, den ich am Anfang auch genannt habe, wo ich die Eltern bestärke und sage, wenn es sich nicht gut anfühlt für dein Kind, dann ist es der allererste Indikator. Und warum stellen wir das aber in Frage? Oder denken wir dann, ja, aber vielleicht sollte ich doch.

SPEAKER_01

Also unsere Intuition in Frage stellen, meinst du?

SPEAKER_00

Warum frage ich, also warum belasse ich es nicht dabei und sage, es fühlt sich nicht gut an, unser Kind bekommt es, für unser Kind passt es nicht. Punkt. Schnupsipups, egal was alle anderen machen, für unser Kind fühlt es sich nicht richtig an. In so vielen anderen Lebensbereichen machen wir das. Tagtäglich. Ich will Cola trinken, ich will Cola trinken.

SPEAKER_01

Nein, du willst keine Cola.

Innere Klarheit, Werte, Haltung

SPEAKER_00

So, für manche ist das okay, für manche nicht. Und wir machen das, wir sagen dann, hey, für uns ist es nicht okay, in anderen Familien läuft es anders, Punkt aus, fertig, da gibt es keine Diskussion, ganz, ganz oft in vielen Punkten. Aber in dem Punkt fangen wir an zu schwanken, weil wir unsicher sind, weil wir nicht genau wissen, warum habe ich jetzt das Gefühl habe und weil das Hintergrundwissen fehlt, das ist das eine. Und das zweite ist, da gibt es Konflikte. Mein Kind wird sich mit mir auseinandersetzen dann, ja, und mein Kind, da werde ich Konflikte haben dann mit unter Umständen. Und dann gehen die, das ist das dritte Moment, dann gehen die Argumente aus. Weil, wieder am Anfang, mir fehlt das Hintergrundwissen. Und dann kann ich auch ganz schwer ins Gespräch gehen, so mit meinem Kind. Aber wenn ich eine, das ist der vierte Punkt, die innere Klarheit brauche ich, wenn ich innerlich klar habe, warum möchte ich XYZ für mein Kind oder warum ist es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Noch nicht, will ich betonen, ja? Noch nicht der richtige Zeitpunkt für das Kind, für ein Smartphone. Wenn ich das klar habe, dann kann ich das auch kommunizieren.

SPEAKER_01

Genau, und jetzt perfekter Übergang. Dim, dumm, dumm, Werbung. Wenn du diese vier Punkte lösen willst, hey, schreib uns eine Nachricht. Genau dafür sind wir hier.

SPEAKER_00

That's our job.

SPEAKER_01

Genau, that's our job. Und natürlich hör einfach bei deinen Podcast, ne? Dann auch da könnte es sein, dass das ein oder andere Mal, vielleicht auch mehrmals pro Folge, einfach so richtig coole Impulse kommen, wie du diese Sachen auflöst. Dim, dumm, dumm, Werbung Ende.

SPEAKER_00

Ende.

SPEAKER_01

Nein, die Poisoning reinbringt.

SPEAKER_00

Das ist immer der wichtigste Punkt, finde ich, mit Eltern daran zu arbeiten, wie die eigene Haltung eigentlich ist. Und wenn ich die eigene Haltung klar habe, dann ist es viel leichter, auch mit meinem Kind darüber zu sprechen. Aber aller aller Ausgangspunkt ist meine Intuition, mein Gefühl, das mir sagt, ey, irgendwie, das passt für uns nicht. Und nur für meinen Kind nicht. Und das erste, was ich immer sage zu den Eltern, ist, du bist der Experte für dein Kind. Du kennst dein Kind am allerbesten. Nicht ich, kein Steven, kein Lehrer, keine irgendwer andere.

SPEAKER_01

Also ich kenne alle Kinder, ich kenne alle Kinder.

SPEAKER_00

Wenn sie durch dein Training sind, sowieso. Also du kennst doch dein Kind am besten so. Und du hast das beste Gefühl auch zu deinem Kind. Und wenn du das Gefühl hast, zu meinem Kind passt es jetzt noch nicht, auch wenn alle anderen irgendwas anderes machen, offensichtlich schon, dann ist das der beste Indiz.

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SPEAKER_01

Ja, genau. Auch da wieder, vielen Dank. Jetzt mache ich es wirklich rund, ohne noch eine weitere Geschichte. Weil wir haben über die Intuition gesprochen und warum es so wichtig ist, dass wir eigentlich mal drauf hören. Und wir haben jetzt so viele Punkte angesprochen. Vielen Dank dafür, liebe Viola. Und meine Frage an euch, liebe Zuhörerin, wann habt ihr das letzte Mal wirklich auf eure Intuition gehört? Wann habt ihr das letzte Mal auf euer Bauchgefühl gehört? Und was ist daraus, ja, was ist daraus entstanden? Und da würde ich jetzt nicht sagen, schreibt es mir in die Kommentare, sondern schickt uns das mal via Instagram. Oder macht eine Story, markiert uns in dieser Story. Das würde mich wirklich mal interessieren. Und vielleicht finden wir Beweise, wie cool es ist, wirklich mal aus der Intuition, aus deinem Bauchgefühl zu hören.

SPEAKER_00

Ja. Für alle, die jetzt noch dazu, wenn du merkst, ah, da habe ich noch nicht so drauf gehört, dann nimm diese Folge einmal als Anregung, das zu üben.

SPEAKER_01

Ja, genau. Also ich wollte dir gerade die letzten Worte geben, aber vielleicht waren das deine letzten Worte.

SPEAKER_00

Das waren meine letzten Worte für diese Folge.

Du Bist Expertin Für Dein Kind

SPEAKER_01

Für diese Folge. Cool. Dann vielen lieben Dank, Viola. Ich freue mich auf die nächste Folge und wünsche allen einen wunderschönen Resttag. Oder wann auch immer ihr den hört. Vielleicht guten Morgen, guten Abend, ich weiß es nicht. Habt eine wunderschöne Zeit und bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.