Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Zocken, scrollen, streamen – die Medienwelt unserer Kinder ist überall. Du möchtest dein Kind sicher durch den digitalen Dschungel begleiten, doch im stressigen Alltag fehlt dir oft die Zeit? Dann ist „Handy, Herz & Hirn“ genau richtig für dich.
Wir, Viola Hoffmann (Gesund digital aufwachsen) und Steven Pfeiffer (Im Hopserlauf), arbeiten seit über 20 Jahren mit Kindern, Eltern und Fachkräften. Ab Februar 2026 sprechen wir jeden Donnerstag darüber, wie du im Familienalltag gelassen mit Smartphone, Tablets & Co. umgehen kannst.
Wir nehmen dich mit in Themen wie erstes Handy, Klassenchat, Cybe
Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Elternpower: Bewusst begleiten statt verbieten für einen entspannten Familienalltag mit Bildschirmmedien
Steven und Viola zwei Expert*innen mit Pädagogik- und Therapie-Background zeigen, wie bewusste Begleitung statt Verbote den Medienalltag zu Hause entspannen kann. Wir erzählen unsere persönlichen Gründe, prägende Schlüsselmomente und warum Prävention Beziehungen stärkt und Krisen vorbeugt.
• warum unser Podcast Eltern und Fachkräften Orientierung gibt
• Haltung bewusst begleiten statt verbieten
• Stevens Weg von der Kita-Praxis zur Medienpädagogik
• der Kita-Tablet-Moment als Auslöser
• Viola über Therapie, Prävention und Social-Media-Effekte
• Risiken benennen ohne Panik
• klare Routinen, Regeln und Beziehungspflege
• warum Online-Formate Eltern besser erreichen
• Angebote für Eltern, Kinder und Fachkräfte
• Lösungen, die sofort im Alltag funktionieren
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Wir freue und auf deine Nachricht. ☺️
Liebe Grüße
Steven und Viola
Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.
SPEAKER_01:Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsterlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.
SPEAKER_00:Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren. In dieser Folge wollen wir dir einmal erzählen, warum es überhaupt jetzt noch einen Podcast gibt zum Thema Medien. Vielleicht hast du ja schon einen gehört und warum es richtig cool ist, uns anzuhören, was wir anders machen, was unsere Herangehensweise ist und wer wir überhaupt sind. Steven, hau raus. Wer bist du?
SPEAKER_02:Was soll ich raushauen?
SPEAKER_00:Warum sind wir hier? Warum sind wir hier? Erzähl dir.
SPEAKER_02:Ja, erzähl ich. Soll ich es wirklich erzählen, ja? Bist du sicher?
SPEAKER_00:Bitte.
SPEAKER_02:Okay, komm, dann erzähl ich. Ich will die Leute ja nicht auf die Folter spannen. Warum sind wir hier? Weil natürlich hören wir auch Podcasts, wir sind hier Medienexperten und natürlich bilden wir uns auch weiter und wir dachten uns, ja, gibt es schon so einige draußen. Das können wir besser.
SPEAKER_00:Und niemand ist so cool wie wir. Ja, genau.
SPEAKER_02:Und ihr merkt schon, wir sind hier, wir lachen, wir gehen so mit gewisser Leichtigkeit ran. Ihr habt schon im Trailer gehört, einem Vorspann gehört, hey, ich habe ein Unternehmen gegründet, ein Bildungsunternehmen, im Hobsterlauf. Was ist denn Hobsterlauf? Leichtigkeit, Spaß, Freude. Und genau das ist auch so meine Einstellung zum Thema digitale Medien. Und Vion und ich haben es ja vor Ewigkeiten mal irgendwann über Instagram kennengelernt und irgendwann immer wieder in Kontakt gelesen, geschrieben und irgendwann kam es so zusammen und wir passen zusammen. Wir haben beide so die gleichen Werte, es sind frohe Naturen, Menschen, die einfach gerne lachen und Spaß haben, aber sich auch für ein sehr wichtiges Thema einsetzen.
SPEAKER_00:Und was Schönes ist, haben wir gerade auch nochmal gesagt, dass wir so, wir setzen uns für das gleiche Thema ein, aber wir haben so unterschiedliche Hintergründe und unterschiedliche Herangehensweisen. Und das ist eben das, was wir in unserem Austausch, wir sind beide selbstständig, du eher weiter im Norden Deutschlands, ich weiter im Süden. Und wir haben uns immer wieder mal ausgetauscht dann so, ne, wie läuft es bei dir? Was machst du? Und wie ist es gerade? Und so, und jedes Mal, wenn wir dann inhaltlich gesprochen haben, dann war es einfach so gehaltvoll und da sind so viele Nuggets gefallen, dass wir gesagt haben, ey, komm, jetzt müssen wir eigentlich hier immer den Record-Button drücken. Und was eigentlich gedacht war, komm, wir machen mal ein paar Reels zusammen für Instagram ist jetzt in dem, oder? So hat es doch angefangen.
SPEAKER_02:Ja, genau. Wir haben aus einer kleinen Mücke, so einen riesen Elefanten gemacht und haben jetzt einen Podcast. Aber wir machen den ja nicht für uns. Sind wir ehrlich? Wir machen den ja nicht für uns.
SPEAKER_00:Doch, es macht uns Spaß.
SPEAKER_02:Ja, natürlich macht es Spaß. Es hat auch Spaß, ne? Und vielleicht hört man da schon, ich grinse. Aber wir machen es ja wirklich für die Eltern, für die Menschen da draußen, die mir mit Kindern arbeiten, die selber Kinder haben. Weil, was ich immer wieder in den Elternabenden erlebe, also ich sage auch gleich, was ich alles mache, und du wirst es auch gleich noch erwähnen, aber was wir beide feststellen in unserer Arbeit mit Kindern, mit Eltern, mit Bildungseinrichtungen, mit Vereinen, was es sonst noch alles gibt. Überall da, wo Kinder sind, sind wir involviert. Und es kommen immer die gleichen Fragen und diese Unsicherheit, was das Thema Umgang mit digitalen Medien angeht. Was ist richtig, was ist falsch. Und sind wir ehrlich, ich würde behaupten, es gibt gar nicht so viel richtig und falsch, sondern eher einen bewussten und einen unbewussten Umgang mit digitalen Medien. Das ist auch das, was wir jetzt. Es gibt Sachen, die schaden den Kindern, und es gibt Sachen, die fördern die Kinder. Ausende fertig.
SPEAKER_00:Und all das besprechen wir hier im Podcast, all diese ganzen Feinheiten und was es heißt zu begleiten und wie man gut begleiten kann, auf was man achten kann und so weiter. Das wird alles Thema sein hier. Aber, Steven, jetzt erzähl uns nochmal ein bisschen was zu deinem Background, das ist bestimmt auch spannend zu hören.
SPEAKER_02:Ich wurde im Jahr 1900, nein, natürlich nicht. Ursprünglich habe ich als Erzieher angefangen. Ich hatte einen pädagogischen Hintergrund, habe meine Ausbildung berufsbegleitend gemacht, weil ich wollte immer irgendwie in der Praxis sein. Die Praxis ist mir unfassbar wichtig. Ich bin so ein Mensch, also mittlerweile kann ich so autodidaktisch lernen, ne? Wenn ich muss oder weil es mir Spaß macht. Eins von beiden. Öfteres ist es, weil es mir Spaß macht und die Sachen, die ich machen muss, stiebe ich erst auf. Aber das war halt die perfekte Sache, weil ich konnte alles, was ich in der Schule gelernt habe, eine Ausbildung sofort in der Praxis testen. Und dann auch ganz oft wieder in die Schule zurückgehen und sagen, Leute, ey, das, was ihr mir beibringt, nee, das funktioniert gar nicht. Und dann habe einmal dieses Feedback und hab dann irgendwann so meinen Weg gefunden. Ich habe wirklich von der Krippe auf, also im frühkindlichen Bereich, U-3-Bereich, angefangen und habe mich dann immer so weiter während der Ausbildung hochgearbeitet, in Anführungszeichen, und dann irgendwann in der Vorschule gelandet. Also habe alle Altersgruppen mit durchgemacht. In meiner Ausbildung durfte ich dann im Jugendclub gearbeitet, also dann mit älteren Kindern. Wir haben Projekte in einer Grundschule durchgeführt. Und da war es schon in the Ausbildung, habe ich all das mitbekommen. Wirklich entwickelungsprozess. Das war unfassbar gut. And then irgendwann at the end of my outbilding, I've been in Richtung Pedagogical Leitung rein. Doch irgendwann is aufgefallen, was so my theme is. The kids have held more über mediale Inhalte gesprochen. That will so der Punkt, I will there, but it makes me space. And I'm halt reinfuchst. Weil es gab so ein Erlebnis, was sich nochmal so richtig krass untermauert. Wenn ich immer frage, warum machst du das, dann erzähle ich diese Geschichte.
SPEAKER_00:Erzählt uns.
SPEAKER_02:Natürlich erzähle ich. Es war so morgens, so ein schöner Sommertag. Ich laufe die Einfahrt zur Kita hoch und sehe ein Kind. Ich verändere die Namen jetzt einfach, damit es einfach ist, die Geschichte zu erzählen. Sonst muss ich immer umschreiben. Und ich sehe Emil mit seiner Mutter. Emil ist vier Jahre alt, is in my group, richtig aufgeblühtes Kind, eigentlich. And er wird von seiner Mutter im Kinderwagen geschoben. Ich dachte mir, hä, wieso wird denn Emiliawagen show? Yeah, they cannot laugh. Guten Morgen, Emils Mama, and begrüe the Emil reaged. Emils Mama came from the handy house. Why didn't Emil not reaged? They wanted me to laugh and walk in the Kindle. And there had this four-year kid a tablet for the eyes. And he said, Wow, okay, anstrengender can't wait for a lot of it. Doch this was the ritual that I in the summer had Emilia in Kindle to Kita, even a tablet for his eyes had. And this was the point where I said, Okay, let's get to this thing and beschäfted not with phenomenon of digital media phone, but I'm guessing what that was for the kind of entwickling. I've had seminars, I think I was like, okay, good. I'm sure fast gedacht, but I have the beautiful. And this is so derpt, woo, wounds, boah, krass. But ich war immer schon so jemand, ich möchte nichts verteufeln. Deshalb habe ich mir überlegt, okay, komm, wie kann ich denn jetzt Eltern oder Schützen dabei wirklich mal so einen bewussten Umgang zu finden? Also habe ich angefangen, Aufklärungsarbeit in der Kita zu leisten, habe dann wirklich angefangen, Elternabende in anderen Einrichtungen zu gehen, nicht in meine eigenen. Und irgendwann habe ich dann auch angefangen, so, ich habe ja eh schon Resilienzkurse gemacht, weil das so mein zweites Thema ist, Resilienz, Sozialkompetenz, Umgang mit Konflikten. Und dann war ja dann schon irgendwann zu dem Zeitpunkt auch in Schulen und hab halt diese Resilienzkurse gegeben. Dann dachte ich mir, ey, komm, warte mal, das kannst du doch auch.
SPEAKER_00:Kann man gut kombinieren.
SPEAKER_02:Kann man auch gut kombinieren, ne? Warum denn auch nicht nur jetzt mit den Eltern Aufklärungsarbeit leisten, sondern wirklich auch direkt am Kind ansetzen, wirklich in dieser Praxis und mal jetzt mal eine Stufe runtergehen, und zwar auf Augenhöhe der Kinder. Was macht es denn so interessant für euch? Welche Gefahren lauern, was könnt ihr denn anders machen? Und hab angefangen, so einen Kurs zu entwickeln, mit denen ich jetzt auch recht erfolgreich bin. Ich glaube, meine Medienkurse sind mittlerweile mehr als die Resilienzkurse geworden. Weil ich glaube auch, das Thema ist ja medial ultrapräsent mittlerweile. Ich sage ein Smartphone-Verbot an Schulen, kein Social Media unter 16, ne? Australien. Also all diese Sachen sind ja krass da. Genau, und habe angefangen, so einen Medienkurs zu entwickeln. Und ja, freue mich halt jetzt auch, dass dann auch hier meine Erfahrung in diesem Podcast teilen zu dürfen. Und das ist so meine Sache: der pädagogischer Hintergrund in Grundschulen, in Bildungseinrichtungen fehlt am Kind. Und Viola, wieso bist du jetzt so ein guter Counterpart, so eine gute Ergänzung zu mir? Oder warum bin ich so eine gute Ergänzung zu dir?
SPEAKER_00:Warum ergänzen wir uns gegenseitig so gut? Ich komme aus einem ganz anderen Hintergrund tatsächlich. Also, ich habe einen therapeutischen Hintergrund. Ich habe irgendwann mal Kunsttherapie studiert. Und ich habe das auch berufsbegleitend gemacht, tatsächlich. Ich habe damals in der Behinderteneinrichtung gearbeitet schon und dann auch in einer, also ganz in der Praxis und war dann auch da in der stellvertretenden leitenden Position und habe zusätzlich dann Kunsttherapie noch studiert. Und auch da gab es immer Themenüberschneidungen. Und während meinem Studium habe ich auch ganz viele Praxisfelder noch in Kliniken und so weiter, also in den ganzen therapeutischen Einrichtungen gemacht. Und damals habe ich schon festgestellt, dass, also noch gar nicht so sehr in Bezug auf die Medien, aber dass ich eigentlich präventiv arbeiten möchte und nicht am anderen Ende. Also, dass ich so nicht erst die Suppe auslöffeln, wo dann Therapeuten raus oder in die Klinik oder was auch immer dann mit Patienten arbeiten möchte, sondern eigentlich vorher in der Prävention. Das habe ich schon im Studium für mich festgestellt.
SPEAKER_02:Es ist ja so wichtig, dass wir wirklich auch, glaube ich, mal, sind präventiv. Wir wollen nicht dann, wenn die Kacke schon am Dampfen ist, sondern.
SPEAKER_00:Also so ein bisschen geht, da holen wir auch noch ab, wenn es schon anfängliche gibt. Aber das ist auch was, da kann ich schon mal vorwegnehmen, auch wenn ich mit Eltern arbeite, was ich immer im Vorgespräch abspüre, erstmal. Also ist es mit mir arbeiten jetzt noch möglich, sozusagen, mit der Situation, die zu Hause herrscht? Oder braucht es einfach eine ganz andere Begleitung? Und da ist es meistens eine Begleitung vor Ort, wenn dann schon Suchtprobleme da sind und so weiter. Da bin ich auch sehr klar und ziehe ich auch sehr klar meine Grenzen und sage, okay, das kann ich abdecken in diesem Format. Ich kann das andere auch abdecken, aber nicht in diesem Format, weil dann braucht es einfach eine engere Begleitung, wenn dann schon schwerwiegende Probleme da sind. Ja, und in meiner Praxis, in der Arbeit, dann später auch in der kunsttherapeutischen Praxis mit Kindern und Jugendlichen, habe ich ging es mir auch wie dir, dass ich einfach gemerkt habe, wow, das ist ein ganz schön großer Einfluss, ne? Also, wo ich dann auch Kinder und Jugendliche erlebt habe in unterschiedlichen Situationen. Bei den kleineren Kindern habe ich festgestellt, dass die Motorik häufig was war, die einfach nicht entwicklungsgemäß oder altersgemäß war mehr. Also ich hatte dann Kinder die Kotenstifte nicht mehr richtig halten, Pinsel nicht mehr halten in einem Alter, wo das eigentlich schon längst möglich sein sollte. Und wenn ich da näher reingefragt habe, bin ich auch schnell dann dahinter gekommen, dass es auch zu Hause einfach einen sehr hohen Medienkonsum gibt. Und das ist mir ganz wichtig, auch an der Stelle zu sagen, das ist kein Vorwurf, das ist einfach eine Feststellung, die so ist. Und die, weil ich weiß, dass viele Eltern da einfach ein Thema damit haben und auch nicht wissen, aber wie kann ich es denn anders machen? Und das habe ich beobachtet, dann auch bei den Älteren, bei den Jugendlichen. Das habe ich auch mit Essstörungen zu tun gehabt und auch da gemerkt, wie groß der Einfluss eigentlich, also es gab schon immer Essstörungen, es gab schon immer Körperschemastörungen, ja, in jegliche Richtung. Aber die sozialen Medien sind doch, habe ich doch auch in der Praxis gemerkt, dass es doch nochmal ein enormer Wirkverstärkerer ist, sagen wir es mal so. Du ziehst einfach nochmal Öl ins Feuer so.
SPEAKER_02:Ja, genau. Aber auch da, wir sind ja mittlerweile in einer Gesellschaft, wo wir sagen, früher versus heute. Der Unterschied ist ja tatsächlich, dass heute die Kinder ja alle dieses Smartphone-Gerät, früher oder später, im Optimalfall eher später, wenn sie schon ein bisschen damit umgehen können, weil es gut begleitet wurde, bei sich haben. Weil früher hast du ja auch diese ganzen Körperbilder in den Werbungen, in der Fernsehwerbung, im Zeitpunkt.
SPEAKER_00:Ja, aber es ist nochmal anders. Also du hast dich, also gerade bei dem Thema ist es auf jeden Fall nochmal anders, ne? Wenn du jeden Tag das Ding aus der Tasche ziehst, den ganzen Tag und du wirst nur konfrontiert mit solchen Bildern, dann hat es eine Wirkung und dann kann es auch zur Essstörung führen.
SPEAKER_02:80 Mal am Tag, sage ich nur, aktivieren diese Thema im Durchschnitt. Ist wahrscheinlich höher mittlerweile, aber das, was ich letzte Zeit wusste.
SPEAKER_00:Und diese ganzen Erlebnisse haben mich eben auch so, wie es dir geht, na habe mich so stutzig gemacht. Da habe ich gemerkt, so irgendwie, irgendwie, warum ist das denn so? Warum? Und man kommt ja selber, also ich komme dann ja aus einem therapeutischen Bereich, ich habe Entwicklungspsychologie studiert und so weiter. Für mich ist das dann, ich dachte immer, ist doch klar, ist doch klar, dass man das den Kindern nicht geben sollte, so früh und so, ne? Und ich habe aber dann in meiner beruflichen Praxis festgestellt, nee, es ist halt nicht klar, weil ich ja natürlich berufsblind darange. Mit dem Vorwissen, was ich einfach mitbringe und habe gemerkt, nee, es ist einfach für ganz, ganz viele nicht klar. Und viele, die allermeisten schwimmen einfach, ne? Es ist überall um uns rum, die Kinder sind damit konfrontiert, dann gibt es diese Ansätze von, naja, was soll ich da schon? Die Kinder, die lernen das doch eh viel, die lernen den Umgang sowieso viel schneller wie ich, die können die Geräte viel schneller benutzen wie ich, also sollen die das mal ruhig machen und was ja ganz viel passiert ist in den letzten Jahren, Jahrzehnten. Und dann habe ich schon mich sehr viel damit beschäftigt, bin auch wie du, habe mich dann weitergebildet, bin auf Vorträge gegangen, bin selber, habe selber Veranstaltungen besucht und habe festgestellt, dass ganz, ganz wenig Eltern an diesen Veranstaltungen teilnehmen und habe mich wieder gefragt, warum ist das denn so? Wo sind denn die ganzen Eltern, die es jetzt betrifft? Warum sitzt hier niemand in dieser wertvollen Veranstaltung drin? Ja, oder sind das oftmals dann? Ich weiß noch genau, so ein Schlüsselmoment, weil ich saß in so einer Veranstaltung, ich weiß nicht mehr genau das Thema, aber es ging um die digitalen Medien und Kinder und ich gucke, saß ganz hinten in dem Raum und ich gucke so vor mich und denke, es sind alles graue Köpfe vor mir mit Verlaub. Also, aber wo sind denn nicht nur Männer und Frauen, aber das ist mir so aufgefallen. Ich saß da, wie ich ganz hinten drin habe gedacht, wo sind denn die, die es reißen können, die es jetzt wirklich angeht? Und das war für mich so einer der Schlüsselmomente, wo ich gemerkt habe, ich muss das selber in die Hand nehmen. Wo sind die denn? Die sind online. Also ganz viele Eltern sind online und informieren sich online über die sozialen Netzwerke. Viel auch heutzutage. Und das war für mich die Idee, dann zu sagen, okay, dann muss ich auch online gehen, dann biete ich da mein Wissen an, was ich mir dann erarbeitet habe in der Zwischenzeit. Und dann gab es für mich auch ein großes Schlüsselerlebnis. Auch im Familienumfeld habe ich das über Jahre miterlebt, wie ein Jugendlicher einfach immer mehr in diese Gaming und Internet-Gaming-Welt abgedriftet ist. Und irgendwann erinnere ich mich dann noch, wie der Anruf kam, dass er sich das Leben genommen hat. Und das war für mich so: meine Tochter war damals, ich glaube, ja ungefähr ein Jahr alt oder so. Also ich war selber auch gerade erst Mutter geworden. Und das war für mich so der letzte Punkt, der den Stein so ins Rollen gebracht hat, wo ich gesagt habe, okay, so kann es nicht weitergehen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass sowas nicht mehr passiert.
SPEAKER_01:Dass nie in einem Elternteil sowas erfahren muss.
SPEAKER_00:Genau, und das ist ja, und einfach, deswegen habe ich vorher auch gesagt, ich möchte da niemanden Schuld zuweisen oder niemandem sagen, du hast irgendwas falsch gemacht, weil ich selber erlebt habe, einfach auch, wie viel Hilflosigkeit auf beiden Seiten ist. Also du hast die Hilflosigkeit der Eltern. Natürlich haben die Eltern gesehen, wo das hingeht und dass das Kind, dass da irgendwas passiert, aber irgendwann kommst du halt an das Kind nicht mehr ran. Oder je älter die Kinder werden in der Jugend und so, dann wird es irgendwann schwierig. Und dann auf der anderen Seite auch den Jugendlichen natürlich zu erleben, der auch da in was reindriftet, wo er nicht mehr rauskommt. Und das ist eine unfassbar schwierige, verzwackte Situation. Und deswegen habe ich eingangs gesagt: Mein Steckenpferd ist die Prävention, zu sagen, hey Leute, lasst uns was machen. Lasst uns das weit raus in die Welt schreien, so laut es geht, und vorher ansetzen, bevor was passiert. Das ist niemals ein Garant dafür, dass gar nichts passiert. Never. Also dafür können wir keine Garantie geben.
SPEAKER_01:Wir haben keine 100%ige Sicherheit.
SPEAKER_00:Gibt es sowieso nicht im Leben. Aber ich kann doch, wenn ich mich frühzeitig mit der Thematik beschäftige und bewusst umgehe und auch mit meinen Kindern bewusst da rangehe und eben nicht, wir haben es im Trailer gesagt, es geht nicht ums Verbieten, sondern es geht ums bewusste begleiten und darum geht es uns beiden sehr in unserer Arbeit.
SPEAKER_02:Und da kommt es Lächeln, ne? Dieses, da muss ich kein Lächeln raus. Wir wollen nichts verbieten.
SPEAKER_00:Es geht um: Hallo, wir gehen gemeinsam mit unseren Kindern diesen Weg. Und selbst wenn dann solche Dinge passieren oder wenn die irgendwie anfangen abzudriften, oder wenn die mit Dingen in Kontakt kommen, dann. Habe ich hoffentlich das Verhältnis zu meinem Kind, dass ich es irgendwie besprechen kann, dass ich es begleiten kann dabei, ja. Und dass unsere Kinder werden in Kontakt kommen mit irgendwelchen Inhalten. Dafür gibt es überhaupt gar keinen, jedes Kind wird Inhalte sehen, die nicht okay sind mehr.
SPEAKER_02:Wir werden ja auch ganz, ganz viele Themen für mich, ganz viele Folgen zu haben. Ich will es gar nicht alles vorwegnehmen. Das ist ja wirklich einfach nur, damit die Leute uns ja einmal kennenlernen.
SPEAKER_00:Wo wir herkommen, genau. Und das waren einfach so, und dann habe ich eben angefangen, meinen ersten Online-Kurs zu entwickeln, Konzepte zu entwickeln, damit Eltern wirklich verstehen, was geht eigentlich ab, was passiert bei meinem Kind und wie kann ich es gut begleiten. Und inzwischen gibt es mehrere Online-Formate und Offline-Formate. Das kommt dann einfach so mit der Zeit dazu. Ich bin auch in Schulen drin und ich mache auch Fortbildungen für Fachkräfte und all so eine Sachen inzwischen.
SPEAKER_02:Es ist schon krass, man sich so entwickelt, weil wir eigentlich Aufklärungsarbeit machen und auf einmal steht dann so vor Lehrkräften, Pädagogen und so. Warte mal, eigentlich, ich wollte auch Eltern, wieso habe ich jetzt schon wollte vor mir, ne?
SPEAKER_00:Ich wollte nie in Schulen. Ich habe immer am Anfang.
SPEAKER_02:Ja, aber diese Dankbarkeit auch von den pädagogischen Fachkräften ist immer so schön zu sehen. Weil ich immer denke, ihr seid doch Lehrkräfte, ihr seid doch Pädagogik.
SPEAKER_00:Also ich war so viele an Schulen, die gesagt haben, ey, Joey, also ich habe Pädagogik studiert, ich habe alle, ja, aber das ist da als Thema einfach noch nicht angekommen. Und da gibt es einfach noch sehr, sehr, sehr viel Pionierarbeit zu leisten. Und deswegen sind wir hier und ich freue mich so sehr, dass wir jetzt diesen Podcast, unser Podcast-Baby endlich ins Leben bringen.
SPEAKER_02:Es ist geboren.
SPEAKER_00:Es ist geboren.
SPEAKER_02:Was ist es? Ein Podcast.
SPEAKER_00:Mit Gehirn.
SPEAKER_02:Mit Gehirn und Herz.
SPEAKER_00:Und genau das beschreibt uns, glaube ich. Also wir sind wissenschaftlich fundiert, aber du wirst bei uns nicht viele wissenschaftliche Links bekommen, sondern wirklich, wir erzählen aus unserem Alltag. Wir teilen unsere Meinung ganz viel auch. Ich finde es auch wichtig, dass man eine Meinung hat, gerade heutzutage. Und erzählen einfach aus unserem Alltag. Bringen Praxisbeispiele mit. Auch wieder zu tun.
SPEAKER_02:Wir teilen ja auch Lösungen, ganz, ganz wichtig. Wir bringen auch Lösungen mit. Das ist wichtig. Das ist jetzt nicht irgendwie, wir konsumieren oder so, sondern wir bringen auch Lösungen, die die Zuhörenden nach zu Hause umsetzen könnt. Die sprechen direkt mit euch, liebe Zuhörerinnen, die ihr zu Hause umsetzen könnt.
SPEAKER_00:Ganz wichtig, ja.
SPEAKER_02:Genau.
SPEAKER_00:Ja, und wenn ihr Fragen an uns habt oder uns auch folgen wollt, wir haben auch einen eigenen Social Media Kanal, Handy, Herz und Hirn auf Instagram. Das ist auch hier unten verlinkt alles. Und eine E-Mail-Adresse, wo ihr uns schreiben könnt jederzeit. Und jetzt freue ich mich riesig auf diese Reise und auf all die Folgen, die wir kreieren gemeinsam.
SPEAKER_02:Ach ja, echt mega gespannt auf jeden Fall. Ja, Viola, vielen Dank für diesen Einstieg. Ich bin gespannt, was die Menschen da draußen von uns halten. Und wenn nicht, dann ist es auch okay. Dann machen wir einfach weiter, weil es Spaß macht. Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Resttag, Restabend.
SPEAKER_00:Viel Spaß mit all den Folgen, die ihr euch haben.
SPEAKER_02:Bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_00:Bis zum nächsten Mal. Tschüss.