Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie

#18 Klare Medienregeln Trotz Trennung

Steven Pfeiffer und Viola Hoffmann Season 1 Episode 18

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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Wir sprechen darüber, warum Medienregeln bei getrennt lebenden Eltern so schnell eskalieren und wie Kinder dabei zwischen zwei Haushalten zerrieben werden. Wir zeigen, wie ihr trotz unterschiedlicher Regeln handlungsfähig bleibt, euer Zuhause klar strukturiert und Kindern echte Alternativen zu Tablet und Konsole gebt. 


• Unterschiedliche Medienregeln als Konfliktverstärker bei Trennung 
• Best-Case: Erziehungspartnerschaft und gemeinsame Absprachen 
• Realitätscheck: Ego, Verletzungen und Kinder als Verhandlungsmasse 
• Fokus auf den eigenen Einflussbereich statt Kontrollkampf 
• Regeln altersgerecht begründen und innere Klarheit behalten 
• Begleitung beim Zocken statt „einfach laufen lassen“ 
• Alternativen schaffen, damit Kinder handlungsfähig bleiben 
• Langeweile zulassen und Kreativität wieder anregen 
• Wochenend-Eltern entlasten durch Planung und Ideenlisten 
• Unterstützung von außen nutzen und passende Angebote finden 
Hört euch die anderen Folgen an.


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Steven:

Viola:


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Liebe Grüße,

Steven und Viola

Weniger Stress Mit Bildschirmmedien

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Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag? Und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.

SPEAKER_01

Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopserlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.

SPEAKER_00

Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren.

Aufnahme Aus Bett Und Waldhütte

SPEAKER_00

Hallo, lieber Steven, ich freue mich auf eine neue Podcast-Episode heute mit dir. Und dein Hintergrund sieht heute schon mal anders aus.

unknown

Was?

SPEAKER_00

Hallo?

SPEAKER_02

Ja, ich sitze tatsächlich gerade in einer Waldhütte in Hessen. Hessen. Ja, und mache eine kleine Wocation und entwickle gerade so ein paar neue Sachen. Deshalb sieht mein Hintergrund ein bisschen anders aus als sonst.

SPEAKER_00

Für alle, die kleine Ausschnitte dieser Folge auf Instagram sehen, zumindest. Für alle anderen ändert sich nichts.

SPEAKER_02

Nö. Ich sitze tatsächlich auch im Bett gerade.

SPEAKER_00

Schön!

SPEAKER_02

Ja, es ist gemütlich. Kissen im Rücken.

SPEAKER_00

Das ist das Schöne am Podcast, ne? Du kannst dich bequem machen und von überall aufnehmen. Und ich bin sehr gespannt. Du hast ein Thema für uns heute mitgebracht.

Anfrage: Zocken Bei Trennungskindern

SPEAKER_02

Ja, denn ich habe neulich eine Anfrage mal wiederbekommen von einem Papa, der sich an mich gewendet hat und gefragt, hey, meine Jungs, ne, wie ging ich damit um? Die sind jetzt, ich glaube, sind sieben, ne? Und ey, das Thema Zocken, das ist irgendwas, ich möchte ein bisschen gerade präventiv drauf eingehen. Das wird mir in letzter Zeit zu viel. Und ja, okay, war was da los, haben mich ein bisschen angehört. Und da kam ich auch schnell bei raus, dass die bei ihrer Mama erzählt haben, also Trennungskinder, ja, bei Papa dürfen wir das ganze Wochenende zocken unterm Tablet sein. Und da dachte ich so, ach, okay, spannend. Und da so bin ich aufs Thema gekommen. Weil es ist nicht das erste Mal, dass ich das höre, aber das ist ganz oft, vor allem wenn ich Vorträge in der Kita halte und da halt auch Eltern da sind, die getrennt leben. Und dann sagen sie, ja, hey, und oft ist es dann diesmal, also auf der anderen Seite ist es auch die Mama oft, die dann sagt, ja, ich möchte mich so gerne irgendwie engagieren und ich möchte irgendwie klare Regeln haben, aber das ist so schwer, weil dann beim Papa, ne, da können die wieder das alles machen. Also das Thema ist heute, wie sollten, ne, also in Anführungszeichen sollten Eltern handeln, wenn sie getrennt leben und es Kinder gibt, und wie sollte man da mit den Medienkonsolen umgehen?

SPEAKER_00

Oft ein schwieriges Thema. Also, ich kenne das auch aus der Begleitung immer wieder, solche Themen sind immer wieder da. Mit den Eltern. Das kommt immer einfach, also in erster Linie kommt es immer mal auf die Elternbeziehung an. Also man kann ja, man kann ja getrennt leben und irgendwie noch eine gute Erziehungspartnerschaft haben. Oder eben auch nicht.

SPEAKER_02

Also du müssen ja ehrlich sein, ne? Oder auch nicht. Also das würde ich auch sagen.

SPEAKER_00

Ja, natürlich, genau. Und

Warum Einheitliche Regeln Oft Scheitern

SPEAKER_00

alles dazwischen ist natürlich auch möglich. Gibt es Punkte, wo man übereinstimmt und Punkte, wo man vielleicht nicht so einer Meinung ist. Und ja, da kommt es erstmal auf diese Situation an, ja. Also im allerbesten Fall ist es natürlich so, dass man sagt: Hey, das sind unsere Kinder, wie wollen wir es gestalten, wenn die da bei dir sind und wenn sie bei mir sind, dass sie irgendwie einheitlich geregelt ist. Das wäre best case Szenario, würde ich sagen.

SPEAKER_02

Und jetzt Realität ist aber halt, dass die Kinder als Bargaining-Chip genutzt werden. Es ist manchmal richtig traurig und es ist.

SPEAKER_00

Und die Kinder spielen halt, spielen die ja auch aus, oft. Also es ist noch die nächste Ebene. Dann vielleicht gibt es sogar Absprachen und dann sagen jemand, ah, aber beim Papa darf ich, ah, aber bei Mama darf ich und so. Und dann das führt dir auch wieder zu Konflikten. Das passiert auch häufig.

SPEAKER_02

Ja. Ich oute mich halt selber Trennungskind. Ich bin ja auch Trennungskind. Okay. Aber ich hatte nie irgendwie das Gefühl, dass mich aufpassen, meine Mutter hört ja den Podcast, was ich sage. Liebe Mama, hi, schön, dass du wieder zuhörst. Ja, aber ich glaube, ich muss dich tatsächlich mal fragen, wie das war, ob ich irgendwie einander ausgespielt habe, aber ich würde tendenziell behaupten, ich war immer eher Mamakind als Papakind. Aber auch da wieder, ich war in meiner Jugend und kind halt auch ultra viel draußen. Hatte ich eine Konsole? Ja, habe ich viel gezockt? Wahrscheinlich.

SPEAKER_00

Aber halt nicht in der Hosentasche und permanent, ne? Das ist ja einfach nochmal eine andere Ebene.

SPEAKER_02

Ja, genau. Und jetzt hab neulich was erlebt, wo halt, was sehr nah in meinem Umfeld ist, so ein Sechsjähriger, der dann halt Spongebob auf einer Wii spielt. Auf einer Switch spielt. Nintendo Switch ist ja keine Wii. Und ich hab halt wirklich gemerkt, er wusste gar nicht, was er machen soll. Er ist einfach random rumgelaufen. Also dieses Kind ist einfach random rumgelaufen und wusste nicht, was er machen soll. Bis ich dann irgendwann mal gesagt habe, okay, hey, guck mal, also wirklich dann so, also ich hab's begleitet. Aber wie schnell er das dann verstanden hat, dieses Kind.

SPEAKER_00

Was hast du gemacht dann?

SPEAKER_02

Also guck mal hier, da ist ein Stern, der, also bei schwierig zu erklären.

SPEAKER_00

Achso, wie das Spiel funktioniert quasi.

SPEAKER_02

Ja, genau, also das ist ein Stern, der dir dann so die Richtung zeigt, wo du auf der Karte, auf dem Bildschirm, wo du langlaufen musst, ungefähr, um zu deiner Mission zu kommen, um zu der Aufgabe, die du erledigen sollst. So, aber davor musst du auch erstmal lesen können. Dann kommen halt so eine Sache, die Aufgabe steht, dann gehe zu, bla bla bla und mache das und das. Wenn du keine Lesekompetenz hast, wie sollst du das machen?

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Also, und deshalb ist es ja so wichtig, meinetwegen, lass dich genau spielen.

SPEAKER_00

Egal was es ist, es braucht halt eine Begleitung, ne? Und eine Vorbereitung. Das ist halt, da haben wir ja schon immer wieder drüber gesprochen hier, dass es einfach die Begleitung braucht. Also du kannst sie nicht einfach rennen lassen, losrennen lassen.

SPEAKER_02

Ja, genau, aber ich würde gerne einfach zurück zu diesem Thema komplett wegzocken. Wegen Trennungskindern. Ich glaube, dass es wichtig ist, und ich weiß, dass es wichtig, und ich weiß aber, dass es so unfassbar schwer ist, dass die Eltern da wirklich einheitlich handeln. Und ich würde mir wünschen, also ich würde mir wirklich wünschen, dass erwachsene Menschen in der Lage sind, ja, sich mal Veganer um sich zu kümmern. Und es ist unfassbar wichtig da, dass die Eltern sich auch um sich kümmern, weil wenn sie sich nicht um sich kümmern, können sie sich gar nicht um die Kinder kümmern.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Aber an dem Punkt, auf jeden Fall, dass man sagt, okay, hey, ich stecke jetzt mein Ego mal zurück. Ich kümmere mich um mich selbst, aber ich stecke mein Ego zurück. Und handel zum Wohle der Kinder.

SPEAKER_00

Sau schwer. Das ist einfach oft so schwer, ne? Also ich weiß genau, was du meinst, aber gerade in solchen Situationen und man, es gibt ja so viele unterschiedliche Szenarien, du weißt ja auch nicht, warum hat so eine Trennung stattgefunden oder da gibt es ja immer Gründe für Unterschied.

SPEAKER_02

Das ist ja immer eine Verletzung, das ist ja immer eine Verletzung mit dem Spiel.

SPEAKER_00

Kann sein, kann auch sein, man sagt, ey, pass mal auf, irgendwie passt nicht mehr jetzt. Aber, ne, das wäre.

SPEAKER_02

Nein, dann wäre die Verletzung ja bei dem anderen. Also das ist ja nicht so. Also dieses System.

SPEAKER_00

Das ist ja einfach oft sowieso schon mit Konflikten beladen, ne, dass dann dieses ganze Thema, also in den allermeisten Fällen, die, die es gut hinkriegen, ich kenne da auch Beispiele, aber das ist klar, also, so wie ich das erlebe, sehr, sehr selten, dass es wirklich gut und friedlich alles abläuft, aber in den meisten Fällen gibt es ja einfach sowieso schon unterschwellig Konflikte oder offensichtlich. Und dann kommen solche Themen dazu. Also, ich habe das auch schon erlebt in Familien, wo ich gedacht habe, ey, da ist alles cool. Ich habe sogar schon eine Familie gehabt, die bei mir waren und beide, also die Eltern, dann einen Kurs gemacht haben und wussten, so, ne, beide auf dem gleichen Wissensstand waren und wussten, wie es läuft, quasi. Und die haben sich dann getrennt und plötzlich ist auch dieses Thema total gekippt, ja, wo ich dann, und dann kam die Mutter nochmal auf mich zu und hat gesagt, hey, boah, ich weiß gerade auch nicht mehr weiter, ne? Wir haben es ja eigentlich so viel besprochen, wir haben es gemeinsam gemacht und jetzt geht hier gerade voll die Kehrt, wenn und dann ist das, was du jetzt gerade auch angesprochen hast, dann ist das einfach oft so ein Ego-Ding. Dann ist so ein manchmal vielleicht auch nicht unbedingt bewusst, aber so unbewusst läuft manchmal so ein Muster ab von, ah, der zeige ich es jetzt oder dem zeige ich es jetzt, wenn ich, wenn ich jetzt dem Kind, also wie, wie gesagt, oft haben wir das gar nicht im Bewusstsein, sondern so ein, ich lasse ich extra das Kind was anderes machen, damit ich den Partner wieder verletze damit oder so, weißt du? Solche Mechanismen laufen da dann oftmals, also das beobachte ich dann in solchen Fällen, die dann so ablaufen. Ja, genau, das ist einfach so ein Ego-Ding, genau. Und das ist natürlich unfassbar schwer, wenn man sich da nicht mehr sich in ein Boot reinkriegt und also ich kann da immer nur, du kannst ja nicht hingehen und dann sagen, hey, du anderer Partner oder andere Partnerin, jetzt müssen wir hier mal Tacheles und mal wieder auf einen Konsens kommen. Das funktioniert eben aus den genannten Gründen oftmals nicht

Fokus Auf Das, Was Ihr Steuert

SPEAKER_00

mehr. Und das Einzige, was wir tun können, glaube ich, ist, dass wir es so gut machen, wie es geht. Also, der eine Partner oder die Partnerin, die sagt, ich möchte mich damit bewusst auseinandersetzen, dass wir, das braucht noch viel mehr Stärke, zu sagen, ey, ich bleibe da stark und ich bleibe jetzt meiner Linie treu. Und ich thematisiere das auch mit meinem Kind altersgemäß, ja, so dass man da auch sagt, so ich übernehme Verantwortung für mich und für das, was hier passiert, und ich kann keine Verantwortung übernehmen für das, was bei dem anderen Partner oder bei der anderen Partnerin im Haus passiert. Also ich kann nur mit dir darüber sprechen, aber ja, wenn Papa oder Mama so oder anders reagieren, das so blöd ist, aber das kann ich nicht. Ich kann da ins Gespräch gehen, immer wieder. Ich kann sagen, pass auf, wir haben uns doch mal vorgenommen, dass wir es so und so machen wollen. Ich würde mir wünschen, dass das auch so weiterläuft. Aber letzten Endes, wenn das nicht ankommt, dann kann ich ja irgendwann nichts mehr machen, da sind mir die Hände gebunden. Also kann ich nur bei mir anfangen und das mit meinen Kindern einfach auch thematisieren.

SPEAKER_02

Ja, ich finde es einen sehr schönen Punkt, den du gerade angesprochen hast, weil ich fast behaupten würde, auch wenn die Eltern nicht einheit handeln, auch wenn ich es mir wünschen würde, aber wir sind hier nicht bei Wünschen, die war es anscheinend. Von daher mache ich einfach mal ohne das Szenario weiter. Sondern auch da, dass ja dieses Kind dann begleiten und sagen, ey, okay, gut, bei Mama oder beim anderen Partner oder beim anderen Partnerin, dann ist das so. Ich finde das nicht schön, ey, lass uns aber jetzt mal bitte gucken, wie wir die Regeln hier für uns gestalten. Und wenn du weißt und wenn es wirklich so sein sollte, dass gehen wir jetzt mal von einer 50-50-Situation aus, sagen wir, hey, das Kind ist 50, 50 Prozent beim einen Partner, bei der einen Partnerin und 50% bei einem anderen Partner oder Partnerin, dann könnte man auch sagen, okay, wenn ich weiß, dass das Kind auf der anderen Seite halt wirklich kontinuierlich irgendwie da Medienzeit hat, vor dem Bildschirm sitzt, zockt und so, dann würde ich als Elternteil versuchen zu sagen, okay, hey, wenn du da die ganze Zeit zogst, dann müssen wir hier die Balance schaffen und dann können wir es hier nicht machen, das tut mir leid. Entweder du guckst, wie du das für dich schaffst, ja, also auch in der Schwert. Das war schwierig, je nach Alternat. Dann gibst du die Verantwortung dem Kind.

SPEAKER_00

Also, ich würde schon sagen, ich spreche mit dem anderen Elternteil. Ich gehe in die Verantwortung und spreche das nochmal an, weil ich finde es nicht okay und das ist nicht das, was wir vereinbart haben. Und das muss vielleicht auch regelmäßig stattfinden dann, je nachdem, wie das Verhältnis ist. Das ist eben schwierig, ne? Wenn man jetzt so einen Fall hat, wo man jetzt nicht so ganz genau weiß, wie die Verhältnisse sind, so pauschalisieren wir.

SPEAKER_02

Lass uns doch mal einen konkreten Fall machen.

SPEAKER_00

So pauschale Antworten zu geben dann hier.

SPEAKER_02

Ja, das ist aber blöd. Das gefällt mir nicht. Das möchte ich nicht. Ich möchte jetzt doch Wünsch mir was spielen. Und zwar, ey, wir nehmen Humanes, wir machen ein humanes Fall. Also wirklich, die sind jetzt nicht extrem verstritten oder so, ne? Die haben gesagt, hey, okay, ja, wir haben unsere Konflikte, wir sind aber trotzdem in der Lage, irgendwie miteinander zu kommunizieren. Ja, ey, unsere Kindern, ne, nehmen wir jetzt mal wegen mich und meinem Bruder, damit wir nicht hier so rentemäßig sind. Wir sind aber jetzt nicht 37. 37 und 35, sondern wir sind jetzt meinetwegen tatsächlich, keine Ahnung, sieben und zehn, was ja auch schon richtig ist, scheiß Auseinanderalter ist, wenn es um Medien geht.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Ja, komm, sind wir beide sieben. Komm, wir sind, wir sind, zwölf, sind wir beide sieben. Das ist doch gar nicht mehr so schlimm.

SPEAKER_00

Ja, mit dem Auseinanderalter ist es ja schon auch spannend.

SPEAKER_02

Wir wollen es ja nicht so komplex machen. Wir wollen es ja ein bisschen einfach simpel halten heute.

SPEAKER_00

Also gerade mit einem siebenjährigen Kind, das immer in die eigene Verantwortung gehen und sagen, hey, ich spreche mit dem anderen Elternteil, ich spreche da. Und ich kann aber keine Verantwortung übernehmen für das andere Elternteil. Wenn das dort so ist, dann kann ich mehr kann ich nicht machen, außer das ansprechen. Und bei uns ist es so. Und ich kann einem siebenjährigen Kind das schon auch, das ist zwar nicht die optimal situation, aber die können damit umgehen, and ich kann das schon auch sagen, warum das so ist, ja, weil ich dich schützen möchte. Und das muss das Kind auch noch nicht mal verstehen, ganz in Gänze so. Aber ich kann argumentieren und ich kann sagen, ich, also, das kann ich auch sagen. Ich kann sagen, du musst das jetzt noch nicht verstehen. Es ist in Ordnung für mich. Es ist auch in Ordnung für mich, wenn du da sauer bist und wenn dich das ärgert und trotzdem weiß ich, dass das, weil ich habe mich informiert und ich weiß, warum ich das tue. Das ist ja meistens schon immer die wichtigste Grundlage, wenn ich als Eltern weiß, warum ich was in welchem Alter wichtig finde. Da haben wir auch schon hier drüber gesprochen immer wieder, dann lässt sich das auch leichter argumentieren, beziehungsweise dann kann ich da leichter dahinter stehen. Ja, nicht immer braucht es die Argumente, aber ich brauche zumindest die innere Klarheit, zu sagen, ich weiß, dass das das Richtige ist, was ich jetzt tue, hier. Und das kann man durchaus dem Kind auch so sagen. Mir geht es darum, dass du gesund bleibst, dass es dir gut geht. Das ist meine Aufgabe als deine Mama, als dein Papa, dafür zu sorgen.

SPEAKER_02

Ja, ich bin jetzt mal ein bisschen provokativ tatsächlich, weil das reicht mir irgendwie nicht.

Reden Reicht Nicht, Alternativen Zählen

SPEAKER_02

Weil auch, ich merke tatsächlich auch, wenn ich mit Eltern ins Gespräch gehe oder irgendwie nicht manchmal so durch Social Media scroll und dann tatsächlich in dieses Thema rein. Laber, laber, laber, laber. Und das ist, wie gesagt, sehr provokativ gemacht. Wir können ja den Kindern noch so viel sagen, aber ey, lass uns denen doch bitte Alternativen anbieten. Also das ist ja für mich unfassbar wichtig, dass geredet wird. Also jetzt nicht falsch ist das. Da bin ich ja komplett bei dir. Aber der nächste Schritt, wirklich in dieser Handlung. Das merke ich immer auch in den Kursen, weil ich mit Lexermenspreche oder so. Mir geht es nicht darum, den Kindern zu zeigen, ey, was ist Mobbing, was ist kein Mobbing oder so, sondern ich möchte, dass die Kinder handlungsfähig bleiben. Egal was passiert, ich möchte, dass die Kinder handlungsfähig bleiben. In Coachings, ich möchte, dass die Eltern handlungsfähig bleiben. Nicht in diese Ohnmacht, in diese Abwärtsspirale und runterstun und so. Ich möchte, dass Menschen handlungsfähig bleiben. Egal ob Kind oder Eltern, Jugendliche, ob Menschen mit Beeinträchtigung, alte Menschen, es ist mir vollkommen egal, ich möchte, dass sie irgendwie handlungsfähig bleiben. Und deshalb sage ich immer, okay, ja, reden ist gut.

SPEAKER_00

Und dann Action.

SPEAKER_02

Ja, genau. Bringt die Kinder bitte in Handlungen. Ey, challenge die doch mal, lasst sie über sich hinauswachsen. Ich habe gerade mit hier mit muss man fragen, ob den Namen sagen. Ich sage nochmal Partner, aber ich frage es immer, ob ich auch den Namen erwähnen darf, wenn ich den Partner ist. Mit meiner Partnerin irgendwie drüber gesprochen, weil wir haben da, wie gesagt, gerade am was entwickeln, so geht es so niederschwellig und SOS-Leitfand zum Zocken. Und wollte jetzt um den Gedankengang hin. Das habe ich jetzt, hab ich verplappert. Mist.

SPEAKER_00

Äh, du wolltest hin, dass man handlungsfähig bleibt und alternativ.

SPEAKER_02

Handlungsfähig bleibt in Alternativen. Und da ist ja wirklich, ja, du kannst, es muss ja nicht mal viel kosten oder so, ne? Du musst ja nicht mal irgendwelche krassen Spielsachen anschaffen. Du kannst ja, lass die Kreativität der Kinder wieder fließen. Ich hatte ein Kind in der Kita, das war null kreativ, in Anführungszeichen, im Sinne von, ja, was möchtest du machen? Guck mal, hier sind so ein paar Sachen, was könntest du damit spielen, weiß ich nicht. Also egal, was für Material du vorhin gelegt hast, egal was für Spielzeug, egal was für. Okay, Bauklätze, doch, Bauklätze haben funktioniert. Bauklätze funktionieren bei Jungs sehr häufig anscheinend. Aber ich bin einfach immer wieder erschreckt. Also wirklich erschreckt und schockiert, erschrocken, erschreckt, egal. Ich bin verwirrt, dass Kinder nicht mehr irgendwie damit umgehen können. Weil ich habe das Gefühl, dass Eltern ihnen viel abnehmen.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Ja, übernimm die Verantwortung, das, was du gesagt hast. Ich bin deine Mama, ich bin dein Papa, ich weiß, was gut ist und was nicht gut für dich ist. Aber was ist denn, wenn du denn, wenn du es doch schaffst? Lass mal ausprobieren. Hey, ich bin doch hier. Wenn du runterfällst, ich fange dich auf. Aber ich kann dann nicht so schön.

SPEAKER_00

Also, das ist so mein Grundsatz ist da immer, dass ich sage, so große Gefahren vermeiden und kleine Gefahren zulassen. Das sagt, glaube ich, Amy Pickler auch so.

SPEAKER_02

Ich habe eine Knie auf der Lebung auf schlecht ins Sand gegessen, ich habe alles Mögliche gemacht. Da habe ich verletzt.

SPEAKER_00

Alles, was jetzt nicht. Da habe ich noch einen Beitrag zu gesehen, auch ging es auch um die digitalen Medien. Es war ein amerikanischer Beitrag, wo der gesagt hat, dann, wann hast du das letzte Mal ein Kind mit dem Gipsarm gesehen? So, früher, ne? In uns, total gut der Aufhänger. So in unserer Kindheit ist permanent, hat irgendjemand irgendwo einen Gips gehabt. Ja, richtig schon aufgemalt und so. Und nicht, dass wir jetzt propagieren wollen, dass sich jetzt alle einen Arm brechen, aber das ist so ein bisschen was. Ich kenne einen Kinderarzt, der das mal gesagt hat, auch so, ja, es sind so bis zum Schulalter sind so die Infektkrankheiten eher dran, ja, was er so in der Praxis auch erlebt. Und so ab dem Moment, wo die dann in die Schule kommen und nicht mehr ganz so nah beim Elternhaus dann sind, also wieder so einen Schritt weiter sind, da steigt dann die Verletzungsgefahr. Also dann hat er plötzlich halt mehr Verletzungen als dann auch Infekte und so. Und das, was ich sagen will, ist einfach, das ist eine normale Entwicklung und das gehört zur Entwicklung dazu, auch die Grenzen auszutesten. Und interessanterweise habe ich auch kürzlich in der Schule mit Lehrern gearbeitet, die da wurde so eine Umfrage gemacht und die haben für sich dann auch herausgefunden, dass sie den Schülern zu wenig zutrauen. So, warum machen wir das? Ja, also es wurde auch überarbeitet und drüber gesprochen. Und ich glaube, dass das so ein flächendeckendes Thema auch ist, dass wir den Kindern zu wenig zutrauen, zu viel abnehmen. Und dann kommt auch noch die Mediennutzung dazu. Also du hast Langeweile, du weißt nicht, was du machen sollst, alles klar, hier ist der Bildschirm so. Und dann passiert es auch, dass diese Kreativität sich gar nicht entwickeln kann. Wir haben auf unserer langen Liste noch das Thema Langeweile stehen, das mir jetzt auch gerade dazu einfällt.

SPEAKER_02

Wir schieben es auf, wie die Langeweile. Wir schieben die Langeweile immer auf. Du kannst ja richtig übertragen. Wir schieben das Thema Langeweile immer auf.

SPEAKER_00

Das ist, genau. Und das ist ja sowas, was dann da greift. Allermeistens, ja. Also wann geschieht Mediennutzung in dem Alter, wo wir jetzt gerade gesprochen haben, so ungefähr sieben Jahre alt. Allermeistens dann, wenn die Kinder nicht wissen, was sie machen sollen, was soll ich machen, ja, dann guck halt was an, ja, dann spielt halt das Spiel, ja, dann weiß ich nicht, ja. Und das ist, glaube ich, so die nächste Ebene, die dazu gehört. Auch we have this verlernt, die Langeweile auszuhalten.

Langeweile, Kreativität Und Kindern Zutrauen

SPEAKER_02

Ja, das würde ich gerne was sagen, mit so einer Langeweile. Um wieder auf unser Thema zurückzukommen. Bei den Trennungskindern, die jetzt meinetwegen einmal da leben, einmal da leben.

SPEAKER_00

Da ist das doch ein ganz großes Thema oft.

SPEAKER_02

Ja, aber ich finde es so traurig, weil ey, die wollen ja, die haben den Einelternteil ja nur für eine gewisse Zeit und dann sind die ja weg und dann müsst ihr die switchen immer hin und her.

SPEAKER_00

Also ganz oft ist es ja auch so, also wenn wir nicht von so einer 50-50-Situation ausgehen und die Eltern sind.

SPEAKER_02

Na, jedes zweite Wochenende.

SPEAKER_00

Die allermeisten Fälle, also ich kenne so 50-50-Fälle auch selber, aber die allermeisten ist doch irgendwie Wochenende. Das heißt, beim einen Elternteil ist doch eher das ganze soziale Umfeld auch und die Freunde und so weiter und die Schule und alles, was sonst so passiert. Und beim anderen Elternteil, das ist so ein bisschen Weekend Daddy. Weekend Daddy oder Mami, ja.

SPEAKER_02

Sind wir ehrlich, meistens sind die wirklich das Kampf-Bassier-Stand?

SPEAKER_00

Meistens sind es die Papas, das ist einfach immer noch so, ja.

SPEAKER_02

Wieso? Wieso?

SPEAKER_00

Ein Kind gehört zur Motor, so ist es halt oftmals so gesellschaftlich leider immer noch so geprägt. Ich kenne andere Beispiele.

SPEAKER_02

Was aber Bullshit ist, ne? Muss man ganz klar sagen. Also das möchte ich bitte erwähnen haben.

SPEAKER_00

Ganz grundsätzlich braucht ein Kind beide Eltern. Punkte.

SPEAKER_02

Dankeschön.

SPEAKER_00

Und wenn das eben nicht möglich ist, dann darf man schauen, wie man das möglichst gut hinbekommt. Und es ist auch nicht.

SPEAKER_02

Es braucht eine Vielzahl, entschuldige, dass ich reingerichtet habe, aber es braucht eine Vielzahl, ist mir tatsächlich auch wichtig. Es braucht tatsächlich eine Vielzahl an Vorbildern, damit es einfach die Vielfalt der Menschheit, der Gesellschaft, mitkriegt.

SPEAKER_00

Und auch nicht immer, und nicht immer ist auch, dass die Eltern müssen auf Teufel komm raus zusammenbleiben. Ja, auch das habe ich vielfach erlebt, auch im therapeutischen Setting, wo dann Eltern irgendwie, da ist schon ganz lange keine Beziehung mehr da, da ist irgendwie gar nichts und man bleibt für das Kind zusammen. Und ich habe dann erlebt, dann arbeite ich mit dem Kind, ja, noch in der Kunsttherapie zum Beispiel. Und dann merke ich irgendwann, wie viel Thema dieses Kind übernimmt von den Eltern eigentlich, weil die ihre Beziehung nicht geklärt haben. Und alles, was die Kinder wollen, ist, dass es den Eltern gut geht eigentlich. Und wenn ich jetzt als Eltern sage, aber wir bleiben für. Nee, aber das ist immer der Wunsch. Also ich möchte doch, dass es meinen Eltern gut gibt. Das ist ein tiefes, ein tiefer Wunsch. Also wenn ich Eltern habe, die glücklich sind, ob jetzt nun miteinander oder nicht, da gibt es tatsächlich auch Studien zu, auch wenn die Eltern getrennt sind und jeweils glücklich sind, so wie sie sind in der Situation, dann geht es auch den Kindern besser. Und deswegen will ich noch sagen, so nicht unbedingt ist das Zusammenbleiben auf Teufel komm raus irgendwie immer das Richtige. Gar nicht. Aber wenn wir einfach solche Situationen jetzt nochmal so zurück haben, dann von beim einen Elternteil ist einfach viel mehr Zeit, wie beim anderen Elternteil, und da ist auch das ganze soziale Umfeld und dann beim bleiben wir in dem Bild, das ist jetzt einfach einfacher bei dem Wochenendpapa. Dann ist es oft, und ich kenne das auch aus eigener Erfahrung. Damals waren es nicht die Medien, aber dann waren, wenn ich bei meinem Papa war am Wochenende, meine Geschwister sind älter als ich, irgendwann bin ich dann nur noch alleine hingegangen, weil meine Geschwister dann schon irgendwie sich mit ihren Freunden treffen wollten, lieber am Wochenende. Dann so, dann war ich da als Einzelkind quasi dann am Wochenende beim Papa und ja, und was hat man gemacht? Das ist ins Schwimmbad gegangen, ins Kino gegangen, irgendwelche Sachen, weil ich hatte da weder mein Zimmer, noch meine Freunde, noch mein Umfeld. Dann war das noch eine Stunde Fahrt weg, so. Ich kann mir schon vorstellen, wenn es damals die digitalen Medien in der Form gegeben hätte schon, dass da auch sehr viel Medienkonsum mehr stattgefunden hätte, weil wahrscheinlich mein Vater auch überfordert gewesen ist, mit der, was mache ich denn jetzt das ganze Wochenende so mit dem Kind? Ja, jetzt mal ganz überspitzt so klar, hat man Zeit miteinander verbracht und so, aber dann ist ja in dem Kopf auch, ich muss das Kind ja jetzt irgendwie beschäftigen, auch das Wochenende. Und ich glaube, dass das auch ein Thema für viele Eltern ist. Und dann ist mir langweilig, weiß nicht, was ich machen soll. Und dann ist das natürlich heutzutage der Griff zum Handy, zum Tablet

Wochenend-Elternteil: Planung Statt Tablet

SPEAKER_00

einfach sehr viel leichter.

SPEAKER_02

Ja, und da ist es schon einfach, da kommt der Sache so ein bisschen näher. Schon vorher Gedanken machen, du weißt, hey, okay, ich verbringe das Wochenende, dann lass ihm mache ich mir doch mal Gedanken, was könnte ich denn mit dem Kind oder mit den Kind deren tun? Zwei oder einzelne, ist egal, und hab da schon so ein kleines Heftchen. Und da kam ja auch wieder diese Kreativität, wenn, hey, lass uns doch mal auch mit dem Kind zusammen, mit dem Kind wieder, lassen wir bei deinem Thema, ins Gespräch gehen.

SPEAKER_00

Was macht dir Spaß? Was machen?

SPEAKER_02

So eine Sache, ne? Und wie können wir es aussehen und sagen, okay, ey, stell dir mal vor, wir hätten jetzt gar kein Geld, ne? Was könnten wir denn tun, ohne Geld auszugeben?

SPEAKER_00

Geh trotzdem. Also ich kam mit meinen Kindern in den Wald gehen. Genau, aber auch da den Kind.

SPEAKER_02

Aber auch da den Kindern, da sind wir schon wie beim Wert Geld, ne? Was ist dir wichtiger? Dass wir jetzt die ganze Zeit Geld ausgeben oder dass wir gemeinsam Zeitungen und was gemeinsam meinetwegen auch erschaffen. Also da kann man ja ganz, ganz viel, und dass man sich vorher schon so eine Liste macht, ne, für sich, in welche Richtung könnte es gehen und dann mit dem Kind sagen, hey, ich hab mir so eine Liste gemacht, was würdest du denn gerne machen? Und stell dir mal vor, ey, es gibt Stromausfall, wir haben keinen Strom mehr, ne? Also so hängen die Pable und so, das geht gar nicht. So steig ich übrigens in den Medienkurs ein. Stell dich mal vor, heute Nacht um 12 passiert was. Alle digitalen Geräte hören auf zu funktionieren. Schreibt das mal so. Okay, alles klar. Aber ey, jetzt ein Ersatzgerät, ne? So, welche beiden Apps würde ich euch? Also so, also du kannst ja ganz kreativ über Storytelling einsteigen. Schlimme ist, in der 6. Klasse frage mich ja noch, ey, passiert das wirklich? Wirklich passiert? Da funktionieren alle Geräte aufhören. Hören heute, hören heute Nacht alle Geräte auf zu funktionieren. Ja, 6. Klasse.

SPEAKER_00

Ja, ja.

SPEAKER_02

Wer fragen mich das noch? Also entweder verkaufe ich wirklich gut, die Geschichte. Vielleicht bringe ich auch noch die Bundesregierung mit rein, dass ich Kontakt mit dem bin und so. Und da habe ich da hinbekommen. Vielleicht deshalb, ich weiß es nicht. Aber ja, macht ihr wirklich einfach so über Storytelling, diese Geschichten erzählen.

SPEAKER_00

Stellt euch vor, was machen wir? Und das ist übrigens, finde ich, das auch als für die Familien immer wichtig. Also es ist auch was, was ich für Familien immer mitgebe, weil ganz oft sind wir, das sind ja einfach die allermeisten Momente. Wir wissen nicht, was wir machen sollen, Kinder wissen nicht, was sie machen sollen. Man ist vielleicht über sowieso sind alle Aufgaben gerade zu viel und dann muss ich mir irgendwelche Gedanken machen.

SPEAKER_02

Ich wollte gerade sagen, also wir wissen schon, was wir tun sind. Wir haben tausende von Aufgaben.

SPEAKER_00

Nein, die wäre jetzt dann, ne, dann wildes Kind irgendwie eine Beschäftigung und wir sind irgendwie mit anderen tausend anderen Aufgaben beschäftigt. So, diese Situation kennen wir ja alle sicher. Und das ist immer was, was ich anrege, dass wir so eine Liste erstellen, einfach mit, wo man Dinge aufschreibt, die einem Freude machen und die man immer so schnell vergisst dann auch wieder im Alltag. Wir haben das selber jetzt auch gehabt, kürzlich. Wir wollten immer mal mit Eseln laufen gehen. Und es ist einfach so total simples. Und wir wollten es schon so lange machen und haben es immer wieder vergessen. Und irgendwann kürzlich dann haben wir gesagt, ach komm, jetzt, jetzt am Wochenende, jetzt machen wir das. Und das ist so easy. Das ist irgendwie 20 Minuten dahin fahren, das kurz mal Nachmittag und es ist kein Riesen, jetzt muss es irgendwie jetzt riesig planen und so ein Riesending, sondern es war total spontan und selbst das, ne? Wir haben dann auch gesagt, ach guck mal, es ging eigentlich jetzt ganz leicht. Und man muss gar nicht so viel machen. Und dann ist es total cool, solche Sachen sich einfach aufzuschreiben, ne? Auch ganz konkret, wo können wir dann hin? Jetzt, wir wollen was unternehmen, dann wo waren wir schon oder was fällt uns da gerade ein und dass sich mal aufschreiben.

SPEAKER_02

Das ist gut, du fängst gerade an, rund zu machen, bevor wir es jetzt komplett einmal rund machen. Medienumgang bei Trennungskindern oder wenn die Eltern sich getrennt haben, wie man es auch immer nennen möchte. Danke dafür für diese Inspiration, dass es so simpel ist und mit den Eseln laufen. Seit drei Jahren oder vier Jahren, ich weiß nicht, meine Mama hat sich gewünscht, mit so einer Lama-Wanderung zu machen. In der Nähe von Berlin gibt es sowas. Und liebe Mama, wenn du das jetzt hörst, zwar erst in zwei Monaten von jetzt, aber. Niemand weiß, wenn die Folge rauskommen. Liebe Mama, wenn du es hörst, ich hoffe, auch wenn es jetzt in zwei Monaten rauskommt, die Folge, wie du gerade schon gesagt hast, wenn du es hörst, ich hoffe, wir haben die Lama-Wanderung gemacht. Wenn nicht, ruf mich bitte sofort an, wenn du diese Folge hörst und sag mir, ich soll einen Termin buchen. Aber ich glaube, ich werde den Termin jetzt irgendwann machen.

SPEAKER_00

Nein, jetzt wollte ich gerade sagen, das ist jetzt deine Challenge. Also, und ich glaube, dass vielleicht, um es jetzt nochmal so ganz rund zu machen, wir haben es vorhin

Hilfe Holen Und Gute Anlaufstellen

SPEAKER_00

gesagt, dass es so, es ist einfach schwierig, pauschale Aussagen zu machen, was dieses Thema angeht, weil die Konstellationen einfach so unterschiedlich sind und die Situationen komplex sind oft. Das sind jetzt so ein paar Inspirationen, vielleicht. Aber was ich immer sagen oder dazustellen kann, ist, holt euch Hilfe in solchen Situationen. Holt euch irgendjemand an die Seite, der wo, wo, also ja, gerade wenn vielleicht ein Elternteil die Frage hat und beim anderen Elternteil ist das vielleicht gar nicht so das Thema und er sieht das vielleicht ganz locker.

SPEAKER_02

Man macht's für euch, also macht's dann für euch.

SPEAKER_00

Genau, hol dir Unterstützung, hol dir irgendwie einen Support von außen, ob es jetzt von uns ist oder von anderen. Und ja, damit man es selber, das, was ich vorhin angesprochen habe, damit man es selber einfach innerlich auch wieder Klarheit schaffen kann und einen Weg findet, für sich mit dieser Situation umzugehen, weil es einfach so individuell ist und so viele verschiedene Konstellationen gibt, ist in dem Fall einfach so eine Beratung von außen wirklich Gold wert.

SPEAKER_02

Aber für die, die sich keine Beratung trauen, in Anspruch zu nehmen, die es sich meinetwegen vielleicht auch nicht leisten können.

SPEAKER_00

Baut euch jetzt.

SPEAKER_02

Es gibt auch Kosten und die ganze Zeit. Aber ich wollte schon positiv enden.

SPEAKER_00

Aber ich finde auch, es geht ja darum, es geht doch dann darum, Verantwortung zu übernehmen. Und was die Kosten angeht, gibt es immer Lösungen, meiner Erfahrung nach zum Beispiel.

SPEAKER_02

Ja, ja klar. Es gibt richtig gute da draußen.

SPEAKER_00

Genau, und es gibt richtig gute Leute da draußen.

SPEAKER_02

Ja, also ich kenne so eine, die sitzt da irgendwo in der Nähe von Stuttgart und die nennt sich, glaube ich, Viola Hoffmann. Ich weiß nicht, ob du die kennst. Also so da im Bahnwürden. In der Nähe Stuttgart. Also mein Munkel, die könnte gut sein. Da habe ich schon so ein bisschen was gehört. Ich glaube, ich saß sogar selber mal im Vortrag von ihr drin tatsächlich. Ehrlich. Vor zwei oder drei Jahren könnte das gewesen sein. Ja, ich war neugierig. Und dann habe ich mir gedacht, okay, das hat ja Hand und Fuß, was die sagt.

SPEAKER_00

Guck mal, da kommen ja nochmal Sachen zu Tag.

SPEAKER_02

Ja, genau.

SPEAKER_00

Andersrum kann ich euch den Steven ans Herz legen, wirklich. Falls ihr nicht gerade im süddeutschen Raum unterwegs seid, sondern eher weiter Richtung Berlin zufällig. Egal wer und egal wo. Also das sage ich auch immer. Mir ist die große Vision auch am wichtigsten, dass es, dass die Kinder gesund aufwachsen in der digitalen Zeit.

SPEAKER_02

Stark für Kinder.

SPEAKER_00

Das ist ja unser beider Motto.

SPEAKER_02

Also Janni, nicht nur uns, es gibt tatsächlich so ein Trainernetzwerk. Und das ist jetzt, weil wir sagen, es gibt viele draußen, es gibt ja ein Trainernetzwerk, es gibt ein Trainerzeichen, das nennt sich stark für Kinder. Also das hat tatsächlich, ich habe gestern, also irgendwann Anfang der Woche, war glaube ich hier die Silke Müller, die kennst du ja auch.

SPEAKER_00

Ja. Erzähl so kurz, wer die ist für alle anderen Fragen.

SPEAKER_02

Achso, die liebe Silke Müller ist eine ehemalige Schulleiterin, die, ich glaube, Joe Schule hat auch den Schulpreis für eine digitale Schule gewonnen oder so. Also hat eine digitale Schule irgendwie aufgebaut und so und hätte jetzt ganz, ganz viele Vorträge, hat auch Bücher geschrieben. Kern, wir verlieren unsere Kinder, Umgang mit KI, Rassismus und Pornografie im Klassenchat. Und jetzt hat sie, glaube ich, ein neues Buch sogar rausgebracht.

SPEAKER_00

Geht es um Schule und Schulsystem.

SPEAKER_02

Ja, genau, wie das Schulsystem, die Kinder kaputt macht. Auf jeden Fall war diese, die sitzt, glaube ich, auch tatsächlich bei der Bundesregierung und berät die Bundesregierung zum Thema digitale Bildung. Also in so einem Gremium sitzt sie. Also tatsächlich erstmal. Auf jeden Fall hat sie den lieben Daniel Dudek besucht, Gründer von Stark auch ohne Mokis, der halt Trainer ausbildet, wo ich auch meine Ausbildung gemacht habe. Und die haben halt auch darüber gesprochen. Die waren beide zusammen im ZDF in einem Format 13 Fragen, glaube ich, wo man sich ein bisschen nervt. Also spannendes Format, kann ich auch nur empfehlen. Ich glaube, wollen wir die Folge mal in die Shownotes reinpacken, damit die Leute wissen, worum es geht. Ja, also es ist jetzt gar nicht so für andere, aber auf jeden Fall, die hat tatsächlich auch von diesem Trainerverzeichnis gesprochen. Also, weil einfach, da gibt es Trainer, die gehen raus, um Kinder zu stärken. In allen möglichen Farben und Formen. Ich bin jetzt meinetwegen eher Mobbing, also Resilienz und Medienkompetenz, das ist so mein Stellpferd in Berlin. Es gibt andere, die machen auch in Richtung Mobbingprävention, gewaltfreie Kommunikation, die arbeiten mit Kunst, die arbeiten mit Musik, die arbeiten mit Tanzen, also da sind ganz, ganz viele. Da sind Coaches da drin. Also da kann man auch ruhig mal nachgucken, ob jemand, wenn man sagt, vielleicht möchte ich nicht direkt Einzel ins Einzelberatung, sondern ich möchte erstmal, dass mein Kind gestärkt wird irgendwie. Ja, ich würde sagen, man gibt die Verantwortung ab, zum Teil, aber du nimmst ja einen gewissen Grad von Verantwortung, weil du sagst, okay, ich möchte irgendwas für mein Kind tun.

SPEAKER_00

Zumindest, ja.

SPEAKER_02

Dass da Altrainer vielleicht auch mal in die Schule kommen, in den Verein reingeht oder so.

SPEAKER_00

Smarter Start ist auch ein Anlaufpunkt.

SPEAKER_02

Ja, genau, smarter Start mit 14 ist auch ein Anlaufpunkt. Den kenne ich auch. Kann man auch sagen, ich schreib's gerade. Du hast Klick-Safe mit drin, wo sich Eltern informieren können.

SPEAKER_00

Also ich glaube einfach oft in solchen besonderen Situationen, wo wir jetzt drüber gesprochen haben, wo es solche einfach auch verzwackten Situationen oft sind, da kann einfach mal und da reicht vielleicht manchmal auch eine Beratungssession schon mal, um da ein bisschen weiterzukommen. Ja, vermitteln, ja, genau. Einfach, dass man dass man da schon mal für sich einfach was macht, auch, ja, und mit jemandem darüber spricht und dann auch vielleicht neue Strategien bekommt an die Hand. Das wären so die ersten Schritte, die ich in die Hand nehmen würde, wenn es mir so ginge, wenn ich in so einer Situation wäre, auf jeden Fall.

SPEAKER_02

Damit du erstmal wieder in die Handlungsfähigkeit guckst.

SPEAKER_00

Genau, weil es ja einfach ganz viel mit dieser Unsicherheit verbunden ist. Also da kommt mir jetzt was und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Eigentlich bin ich vielleicht da ein bisschen klarer. Vielleicht bin ich aber selber auch total unsicher und merke, ah, bei dem anderen Elternteil, da entgleitet es total und das verunsichert mich noch mehr. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, dann wäre das spätestens so der Moment, wo ich sagen würde, da brauche ich mal kurz von außen Input.

SPEAKER_02

Ja, voll gut. Also neben der Beratung Hund würde ich tatsächlich immer noch sagen, hey, es guckt Alternativen. Guckt, dass das ein einheitlicher Plan für euch, also dass ihr selber die Client habt. Und ein ganz klares Regelwerk. Also ein ganz, ganz klares Regelwerk mit dem Kind gemeinsam. Hey, wann darf gespielt werden? Also Hausaufgaben vorher erledigt, ja, nein. Also es kann ja auch sein, dass man sagt, okay, hey, natürlich, du kannst vor den Hausaufgang sagen, aber danach machst du Hausaufgaben. Auch das wäre ja

Regelwerk Schärfen Und Abschluss

SPEAKER_02

eine Entscheidung.

SPEAKER_00

Also dann greift im Prinzip, es ist ja alles das, was wir schon viel hier besprochen haben, auch wie der Umgang begleitet ist, das greift ja sowieso dafür.

SPEAKER_02

Aber da wir ja nicht wissen, wer wann einsteigt und wer wann welche Folge hört, da holen wir es natürlich nochmal immer gerne. Ja, das würde ich jetzt tatsächlich ein bisschen gemein finden, da wirklich einfach klares Regelwerk aufstellen.

SPEAKER_00

Wir haben so viele tolle Sachen gesagt schon in allen Folgen, die hier sind.

SPEAKER_02

Ich weiß. Ich bin halt immer so krass service-orientiert. Ich habe immer das Gefühl, ich möchte geben. Ich möchte jetzt im übertriebenen Sinne an. Aber ja, hört euch die anderen Folgen an. Und in dem Sinne, Ey Viola, lasst uns das einfach rund machen.

SPEAKER_00

Vielen Dank, Steven, fürs Dieter.

SPEAKER_02

Tolle Beratung. Und ich freue mich aufs nächste Mal. Tschüss. Bis dann. Ciao.