Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Zocken, scrollen, streamen – die Medienwelt unserer Kinder ist überall. Du möchtest dein Kind sicher durch den digitalen Dschungel begleiten, doch im stressigen Alltag fehlt dir oft die Zeit? Dann ist „Handy, Herz & Hirn“ genau richtig für dich.
Wir, Viola Hoffmann (Gesund digital aufwachsen) und Steven Pfeiffer (Im Hopserlauf), arbeiten seit über 20 Jahren mit Kindern, Eltern und Fachkräften. Ab Februar 2026 sprechen wir jeden Donnerstag darüber, wie du im Familienalltag gelassen mit Smartphone, Tablets & Co. umgehen kannst.
Wir nehmen dich mit in Themen wie erstes Handy, Klassenchat, Cybe
Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
#13 Der erste Gerichtsprozess zur Social-Media-Sucht: Meta und YouTube verurteilt
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Wir ordnen ein bahnbrechendes US-Urteil ein, bei dem eine Jury YouTube und Meta für schuldig befindet, weil Plattform-Design Minderjährigen schaden kann. Wir verbinden die Fakten aus dem Prozess mit dem Familienalltag und zeigen, warum Beziehung, Medienbildung und klare Regeln zusammengehören.
• Prozess in Los Angeles als Präzedenzfall rund um Social-Media-Sucht und Plattform-Design statt einzelner Inhalte
• Kaylees Nutzungsmuster als Warnsignal für Dopamin-Schleifen durch Scrollen, Notifications und algorithmische Verstärkung
• sieben Anklagepunkte und warum die Jury in allen Punkten Schuld sieht
• interne Dokumente, Whistleblower und die Bedeutung außergerichtlicher Einigungen
• zweiter großer Fall aus New Mexico mit Fokus auf Grooming, sexuelle Ausbeutung und unterlassene Maßnahmen
• Verantwortungsfrage aus Sicht von Jugendlichen: Content Creators, Plattformen, Eltern und Regulierung
• Elternüberforderung und warum wir trotzdem ins offene, wertfreie Gespräch mit Kindern gehen
• praktische Hilfe für sichere Einstellungen über www.medien-kindersicher.de
• „Philosophieren mit Kindern“ als Methode, um Denken, Imagination und Medienkompetenz zu stärken
Impuls der Woche:
Schreibt uns, geht mit uns ins Gespräch. Aber vor allen Dingen: Geht in das offene und wertfreie Gespräch mit euren Kindern.
Folge uns gern auf Instagram unter @Handy, Herz und Hirn und schreibe uns deine Fragen und Themenwünsche als Nachricht oder du erreichst uns natürlich auch per E-Mail unter: handy.herz.hirn@viola-hoffmann.de
Hier kommst du zu unseren einzelnen Internet Auftritten:
Steven:
- Instagram: @imhopserlauf
- Website: www.imhopserlauf.de
Viola:
- Instagram: @Viola Hoffmann
- Website: http://www.gesund-digital-aufwachsen.de
Wir freuen uns über deine Nachricht und dein Feedback! ☺️
Liebe Grüße,
Steven und Viola
Welcome And Podcast Mission
SPEAKER_02Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.
SPEAKER_00Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsalau. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.
SPEAKER_02Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren. Könnt ihr nicht in eine packen.
SPEAKER_00Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge. Falls die letzte Folge gehört habt, wir sind da jetzt. Oh, da gab es einen riesen Spoiler und ich bin unfassbar gespannt. Erstmal, hallo liebe Viola, schön, dass du da bist.
SPEAKER_02Hi, let's go.
SPEAKER_00Ich bin gespannt. Ich will noch gar nicht mehr lange drum herumrehen. Hau raus, was hast du mitgebracht? Was kitzelt dir da auf der Zunge? Was muss rauskommen?
SPEAKER_02Das kitzelt mich schon. Ja, den Social Media Addiction Trial in USA in LA, ich weiß nicht, wer es mitbekommen hat. Ich habe das sehr, sehr, sehr eng verfolgt in den letzten Wochen und Monaten, kann man sogar sagen, schon. Hol es mal ganz kurz an, was ist passiert?
SPEAKER_03Für die, die es nicht wissen.
SPEAKER_02Ja, für die, die es nicht wissen, ich habe es mir sogar heute ein bisschen aufgeschrieben, weil ich die Fakten auch ganz klar kriegen will.
SPEAKER_00Hochprofessionell.
SPEAKER_02Nicht mit gefährlichem Halbwissen hier um mich schlagen möchte. Also, worum geht's? Es ist ein Prozess in den USA, in LA gelaufen. Jetzt, wir haben jetzt, ich weiß nicht, wann wir, ich hoffe, wir hauen März. Wir hauen die jetzt sehr zeitnah raus die Folge an.
SPEAKER_03Ende März jetzt.
SPEAKER_02Ja, weil es sehr präsent ist und wichtig jetzt, glaube ich, ist. Also es gibt eine junge Frau, die heißt Kaylee und sie hat mehrere Social-Media-Plattformen verklagt. Konkret sind es YouTube, Meta, Snapchat und TikTok. Und die heute 20-jährige Kayleigh beschuldigt diese Social Media Companies. Es ist alles immer auf Englisch gewesen. Ich muss jetzt ein bisschen aufpassen, weil ich immer viel die Berichterstattung aus den USA gehört habe, dass ich das ins Deutsche kriege wieder. Dass die, also der Vorwurf quasi war und ist, dass diese Firmen Produkte kreiert haben, die ganz klar und das Ziel verfolgt haben, Kids zu binden, süchtig zu machen und wie Online-Casinos und Zigaretten wirken auf die Kinder. Das ist der Ausgangspunkt. Und wichtig ist jetzt, glaube ich, auch noch zum Anfang zu wissen. Das war mir jetzt erst auch, als ich nochmal ganz genau reingelesen habe, auch nicht so sehr klar, dass es nur um die Features ging, jetzt. Also um nur um das Design und die Möglichkeiten, die diese Plattform bietet, nicht um die Inhalte. Also es ging nicht um die Inhalte, die diese junge Frau oder die sie beschreibt, dass sie ab seit sie sechs Jahre alt war, den Inhalten auf den Plattformen ausgesetzt war.
SPEAKER_00Da habe ich gerade mit YouTube angefangen, wenn ich mich recht entsinne.
SPEAKER_02Genau, ja.
SPEAKER_00Und angefangen und kreiert, ich glaube, zwölf Instagram-Kanäle irgendwie zurzeit zum Zeitpunkt gehabt.
SPEAKER_02Also richtig exzessiv und hat eben nach ihren eigenen Aussagen zu Depressionen und Angstzuständen und so weiter geführt.
SPEAKER_00Und nur mal, um es jetzt mal die Ausmaße darzustellen. Ich glaube, ein Tag oder so, laut ihrer Aussage war sie 16 Stunden. 16 Stunden an einem Tag. Also nur so, der Tag hat nur 24 Stunden und ein gesunder Schlaf ist 8 Stunden, ne, acht bis neun Stunden, vor allen Dingen in der Altersspanne. Und ich kam mir auch gut vor, selbst wenn es am Wochenende war, das heißt ja, okay, vielleicht warst du draußen, hast du irgendwelche Storys oder was auch immer gemacht, aber 16 Stunden.
SPEAKER_02Er hat nichts anderes gemacht.
SPEAKER_00Genau, also scrollen, Notifications, also immer wieder Pling, Pling, Pling, Dopamin, Dopamin, Dopamin, Dopamin. Und da kann ich mir vorstellen, also wie süchtig das macht, wie ausgelaugt dieses Mädchen danach sein musste. Und vor allen Dingen, du gehst ja auch immer tiefer, also wenn du auf einem Content drauf bleibst, du wirst ja immer tiefer in diese Spirale reingezogen. Und du sagst ja auch Angstzustände.
How Platforms Hook Kids
SPEAKER_02Also das hat sie selber beschrieben, ihre Therapeutin wurde auch befragt vor Gichtern. Also sie unter Depression leidet, Angstzustände und auch dieses, sie, das hat sie selber auch beschrieben, dass sie nicht, dass sie sich selber im Spiegel nicht mehr angucken konnte, sie ist nicht rausgegangen ohne, oder überhaupt kaum noch rausgegangen, aber auch eben, als sie dann diese Angstzustände auch angefangen haben, dass sie sich im Spiegel die ganze Zeit angeguckt hat und es haben wir schon mal darüber gesprochen, hier auch, dass sie ist halt nicht an das Ideal rangekommen, was sie da auf diesen Kanälen auch gesehen hat. Wichtig aber, finde ich, das zu differenzieren jetzt, dass es in diesem Prozess tatsächlich nur um die Möglichkeiten, die diese Plattform bietet, ging und gezielt eingesetzt hat, auch wissentlich eingesetzt hat, um Kindern oder die das in Kauf genommen haben, dass Kinder eben diese Schädigung von sich tragen und da ist sie nicht die einzige. Warum ist jetzt aber dieser Fall bekommt der so eine mediale Aufmerksamkeit im Moment ist, weil das der erste Fall dieser Form ist und es sind über tausend andere Fälle, die jetzt ab jetzt, die schon bei Gerichten liegen und jetzt auch nach und nach vor Gericht gehen werden. Also es ist der erste Fall, es ist wie so eine Art Präzedenzfall, wo man jetzt einfach viel drauf geschaut hat. Sieben Wochen, sieben Wochen lang wurde nichts anderes gemacht als Beweismaterial gesichtet und Zeugen gefragt. Das muss man sich mal auf der Zunge zeigen.
SPEAKER_00Was das für eine Manpower sein muss. Also gehe jetzt in die Zugang.
SPEAKER_02Sieben Wochen lang waren die jeden Tag, weiß ich nicht, von neun bis 15,30 oder was vor Gericht, ja, und haben nichts anderes gemacht als Beweismittel gesichtet und Zeugen gefragt. Und das war sehr erdrückend, also die Beweislast was schon sehr erdrückend.
SPEAKER_00Klar. Und wenn sie nur mal das Social Dilemma angucken auf Netflix, da sind ja wirklich CEOs, Engineers, Ingenieure, Manager, die all von verschiedenen Techunternehmen, die ja ganz klar das sagen. Also das darf man nicht vergessen. Und dass sie so lange damit davongekommen sind.
SPEAKER_02Und das war jetzt einfach sehr spannend, weil während dieses Prozesses unfassbar viele interne Dokumente einfach ans Tageslicht gekommen sind, dass die ganzen, dass es natürlich auch Whistleblower gab aus den einzelnen Firmen, die befragt wurden, die CEOs wurden befragt, ah, wichtig ist noch zu wissen, Snapchat und TikTok haben sich außergerichtlich geeinigt vor dem Prozess. Das heißt, jetzt.
SPEAKER_00Eine sehr hohe Summe, die sie bekommen hat, wahrscheinlich.
SPEAKER_02Genau, und es ging jetzt um YouTube und Meta quasi nur noch, ja, in diesem Prozess.
SPEAKER_00Ich habe auch gleich noch eine Funktion, die persönlich, die ich heute tatsächlich mitbekomme, aber erzähl das mal weiter.
SPEAKER_02Was hast du mitbekommen?
SPEAKER_00Eine Funktion, die richtig fies eigentlich ist und wie manipulativ Meta die einsetzt. Und zwar, da geht es auch um Werbung. Also ich, auch ich betreibe Werbung auf Meta. Und habe aber irgendwie heute Morgen eine Notification bekommen von Instagram. Personalisierte Werbung, ja, einschränk, was auch immer. Und ich habe gesagt, nö, ich schränke mal meine personalisierte Werbung ein. Kein Bock auf die Werbung, lass mich raus. So, dann sitze ich vorhin da, möchte eine neue Marketingkampagne ins Leben rufen. Und das einmal sagt dir, geht nicht. Und ich dachte so, hä, wieso nicht? Aufgrund der Einstellung, weil ich gesagt habe, ich möchte keine personalisierte Werbung haben, darfst du auch keine Werbung schalten. Was ist das denn? Also auch wie krank ist das denn bitte? Also habe ich es alles wieder umgestellt, kriege weiter personalisierte Werbung. Aber gut, ich bin ab heute, ich bin eh Minimalist geworden und kaufe keine Sachen mehr. Aber egal, ja. Da sind so selbst nicht nur für Jugendliche und Kinder noch viel, viel schlimmer, aber selbst wir Erwachsene, selbst wir als Unternehmer und Unternehmerinnen werden noch von den Plattformen manipuliert.
SPEAKER_02Ja, natürlich, natürlich. Einfach auf die heranwachsenden Menschen und Gehirne hat es einfach nochmal eine andere Wirkung. Aber was ich nochmal herausstellen möchte, was ich auch so bezeichnend fand, ist, dass das CEO von YouTube argumentiert hat vor Gerichtern oder verlangt hat, dass die Stunden offengelegt werden und die Inhalte, die Kelly da konsumiert hat. Und dann aber während des Prozesses, oh Gott, rauskam, da habe ich jetzt leider keine genaue Zahl mehr, aber es war sowas wie nach 80.000 oder 85.000 Videoaufrufen löscht YouTube den Verlauf. Also hast du hast gar nicht die Möglichkeit dann, also sie hatte gar nicht die Möglichkeit mehr, dann zu beweisen da, was sie da alles angeguckt hat und dass sie so viel Zeit davor verbracht hat, weil die quasi irgendwann so einen Deckel drauf haben und so ab da löscht sich das dann. Und das haben die aber als, haben die gefordert, dass das bewiesen wird.
SPEAKER_00Ja, aber auch da siehst du mal, wie, also klar, ist ein CEO. CEO, der hat jetzt nicht alles im Überblick. Aber auch dieser Mechanismus ist ja nicht da, um, ich glaube nicht, dass um YouTube zu schützen. Bin ich ehrlich. Also das glaube ich nicht, dass dafür entwickelt wurde, ich glaube, es wurde aus einem anderen Zweck entwickelt, einfach aufgrund der Datenmenge. Weil am Tag werden, ich glaube, auf YouTube Jahre an Videocontent hochgeladen.
SPEAKER_02Ja, aber was heißt das im Umkehrschluss? Das musst du ja auch mal sehen. Also über 85.000 Videoaufrufe, also es müssen ja mehr als 85.000 Videoaufrufe gelaufen sein. 85.000. Das ist ja, ja, also. Okay.
SPEAKER_00Okay, und wenn du jetzt noch bedenkst, obwohl damals gab es noch keine Shorts, glaube ich, ne?
SPEAKER_02Nee, nee, Shorts sind alles Features. Das sind noch zu kurze Features.
SPEAKER_00Das war ja damals schon immer, ey, krass. Die Dimension wird mir gerade erstmal bewusst, weil die Videos damals, das waren ja keine Kurzvideos, das waren ja keine Minutenvideos.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Also ich fange vor allem Zuhörer, ich fasse mir gerade mit den Händen an die Stäbel und spielen rein in mein Gesicht.
Evidence, Whistleblowers, And Settlements
SPEAKER_02Es ist wirklich unfassbar. So, jetzt mit diesen, und es gab jetzt neun Tage lang oder glaube ich fast zwei Wochen lang gab es jetzt noch Zittern, weil in den USA ist ja dieses Juroren, zwölf sind es, glaube ich, an der Zahl. Wie heißt das? Jury. Schöffen, ich glaube in Deutsch stimmt das ist es im Begriff. Genau, dort ist das so normal, aber hier wäre es ein Schöffengericht, glaube ich. Also es sind zwölf bürgerliche Menschen, die werden, hatte ich auch nochmal geguckt, also die werden ausgesucht nach, dass immer unterschiedliches Alter, Geschlechter ausgeglichen sind, dass nicht nur alte Menschen oder nur junge Menschen, sondern Alter ist ausgeglichen, Geschlechter sind ausgeglichen aus der normalbürgerlichen Welt. Die werden dann verpflichtet und müssen da als Jury den ganzen Prozess verfolgen. Und am Ende ist es die Jury, die unter.
SPEAKER_01Guilty or not guilty.
SPEAKER_02Genau, die hinter verschlossenen Türen sitzt und dann in diesen verschiedenen Anklagepunkten debattieren muss.
SPEAKER_00Also auch kein Zugang zu Nachrichten, da muss man auch ganz klar sagen, kein Zugang zu Nachrichten, kein gar nichts. Und wenn es rauskommt, kriegt es auch immer heftige Strafen, die müssen raus aus der Jury.
SPEAKER_02Also in dieser Zeit, wo der Prozess läuft, die dürfen mit ihrer Familie nicht darüber sprechen und mit niemandem. Ja, also die dürfen nur untereinander hinter verschlossenen Türen. So, und diese Jury, die saß nach Ende dieses Prozesses dann ganze neun Tage hinter verschlossenen Türen. Und ich habe diesen Prozess verfolgt und ich war wirklich teilweise auch so, jetzt, boah, es ist einfach viel zu spannend. Jetzt, ich bin wirklich gespannt, was da rauskommt. Und jetzt am 25. März. Und das war jetzt, wenn wir das aufnehmen, gestern.
SPEAKER_00Es kommen immer noch Nachrichten rein, ne? Übrigens. Also es kommen immer noch, also hier Tagesspiegel, die Welt, also ich habe es mal gerade so ein bisschen nach nebenbei geguckt und so, es ist wirklich im Stundentakt aktualisiert.
SPEAKER_02Genau, also es waren sieben Anklagepunkte und in allen sieben Anklagepunkten hat die Jury Meta und YouTube für schuldig befunden.
SPEAKER_00Was ich jetzt noch nicht herausgefunden habe, vielleicht kannst du mir da ein bisschen helfen. Also ich weiß, die Summe, also der Schaden, ich glaube 300, äh, wie war da? 375 Millionen.
SPEAKER_02Nein, nein, nein, nein. Achso, Schaden. Nee, der 3 Millionen.
SPEAKER_00Also ich habe hier 375 Millionen.
SPEAKER_02Ja, du hast, das ist ein anderer Fall, das sage ich dir gleich. Das kam ja das ist ein anderer Fall. Okay. Das ist parallel passiert. Ich hab's nur.
SPEAKER_00Viola, hol uns ab, lös uns auf.
SPEAKER_02Also, das ist dieser eine Prozess, der ist im State of California in LA gelaufen. Von dieser heute 20-jährigen Kaylee, die die großen Firmen verklagt hat. So, das rausgekommen ist jetzt drei Millionen. Drei Millionen müssen YouTube und Meta gemeinsam an Kaylee bezahlen, in unterschiedlichen, also Meta glaube ich prozentuell ein bisschen mehr als YouTube. Die Anklagepunkte waren auch sehr spannend, falls du die hören möchtest.
SPEAKER_00Definitiv auch. Also jetzt da wirklich.
SPEAKER_02Der erste Punkt war, war Meta fahrlässig im Betrieb, Design oder Betrieb von Instagram? Ja, Fahrlässigkeit. War diese Fahrlässigkeit, Punkt zwei, war diese Fahrlässigkeit ein wesentlicher Faktor für den Schaden, der Kelly zugefügt wurde? Yes. War Meta sich bewusst, dass die Gestaltung oder Funktionsweise von Instagram bei der Nutzung durch Minderjährige gefährlich sein könnte?
SPEAKER_03Ja, definitiv.
SPEAKER_02So, wir haben über Smartphone-Verbote in der letzten Folge, äh, Social Media Verbote in der letzten Folge gesprochen. So, sie sind sich bewusst darüber und da gibt es Dokumente, die das bestätigen. War sich Meta bewusst, dass die Nutzer die Gefahr nicht erkennen würden?
SPEAKER_01Ja, definitiv.
SPEAKER_02In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, Kinder müssen den Umgang damit lernen und selbstständig.
SPEAKER_00Aber warum wussten sie es, weil sie sich mit Neuropsychologen unterhalten haben, bevor sie es entwickelt haben?
SPEAKER_02Es ist bewusst eingesetzt. So, Punkt 5. Hat Meta es versäumt, ausreichend vor dieser Gefahr zu warnen?
SPEAKER_03Ja.
SPEAKER_02Yes, sie haben es versäumt. Sechstens, hätte eine vernünftige Plattform, ein vernünftiger Entwickler oder Betreiber vor der Gefahr gewarnt oder Anweisungen zur sicheren Nutzung gegeben, yes, hätte er jemanden, der sich dessen bewusst ist, hätte gewarnt oder der das dann vernünftig und bewusst betreibt. Und der siebte Punkt war, also ich habe jetzt immer Meta oder Instagram gesagt, das gleiche gilt für YouTube, denken wir mit, war es, Metas Versäumnis zu warnen ein wesentlicher Faktor für den Schaden, der Kelly zugefügt wurde. Also darum geht es eigentlich insgesamt. Ja, yes. Okay. Und deswegen ist es auch so ein Präzedenzfall, weil jetzt diese Jury in all diesen sieben Anklagepunkten diese Konzerne für schuldig befunden hat. Und es erinnert so ein bisschen an die Tabakindustrie. Ja, da gab es ja auch diese Fälle, wo dann war es Philip Morris oder so, glaube ich, verklagt wurde dann und dann auch Warnungen jetzt ausgesprochen würden und Tabakwerbung und so weiter auch eingeschränkt wurde und so weiter und so weiter und das einfach Hinweise geben muss.
SPEAKER_00Und genau deshalb meinte ich, das wird ein Riesenrattenschwanz jetzt mit sich ziehen.
SPEAKER_02Richtig. Und deswegen sind wir, glaube ich, so aufgeregt. Da bin ich die ganze Zeit, ich habe gestern Abend das Ergebnis da gehört und ich habe zu meinem Mann gesagt, boah, ich kann ja nicht schlafen jetzt, ey.
SPEAKER_00Ich muss einen Shampoo aufmachen, wir müssen feiern.
SPEAKER_02Ich weiß nicht, ob es so ein Feiern ist, aber dass ich wirklich. Ich saß da und hab gedacht, boah, ich bin so gespannt, was das jetzt an Konsequenzen nach sich zieht, wirklich. Ja, also gut, jetzt gibt es Entschädigungen, die müssen ein paar Millionen bezahlen, weiß ich nicht, wie weh das den Konzern tut, aber was wird sich wirklich jetzt nachhaltig verändern und welche Auswirkungen hat es auch auf die tausende von Fällen, die jetzt weiter verhandelt werden.
SPEAKER_00Ich würde gerne mal so einen kurzen Realitätscheck machen, weil wir sind gerade sehr euphorisch, wie man es an der Stimme sagt. Ich würde es mir wünschen, dass wirklich weil ich glaube auch, die meisten, also die meisten lesen diese Nachricht und sind sich aber nicht der Tragweite bewusst, was das bedeutet. Also da bin ich mal sehr gespannt. So, ich habe kurz gehangen, kann das sein?
SPEAKER_02Ja, ich habe kurz gesagt.
Jury Verdict And What It Means
SPEAKER_00Ich bin gespannt, ob es gespannt. Also, ich wiederhole es nochmal. Ich wiederhole es einfach nochmal, falls die Aufnahme gerade gehangen hat. Ich glaube, die meisten sind sich gar nicht bewusst, die das irgendwie lesen in Nachrichten oder sowas, das für eine Tragweite mit sich hat. Und ich bin es ein geborener Optimist. Kann ich nur so von mir sagen. Ich bin aber mittlerweile auch ein Realist geworden. Und ich weiß, was diese Unternehmen für Macht haben. Und ich meine ganz, ich sage ganz bewusste Macht. Mark Zuckerberg, ne? Und die ganzen Tech-CEOs, die hier mit dem verrückten Goldlöckchen-Präsidenten da auf Speed-Dial haben. Also ich bin gespannt, ob das wirklich eine Veränderung bewirkt. Ich hoffe es.
SPEAKER_02Also ich kann mir vorstellen, dass jetzt einfach das, wie es mit so Präzedenzfällen einfach dann auch ist, wenn ein Gericht schon mal so entschieden hat und es wurde auch immer deutlich gesagt, so jeder Fall ist ein Einzelfall und muss auch als Einzelfall betrachtet werden. Und so eine Jury zum Beispiel, die darf auch immer nur die Beweismittel sich auf die berufen, die sie da vor Gericht gehört hat.
SPEAKER_00Und die nicht rausgeschmissen werden. Also auch das kann ja passieren in amerikanischen Gerichten, dass Beweise rausgeschmissen werden aus verschiedensten Gründen. Genau.
SPEAKER_02Also das ist schon sehr, sehr, da wurde schon sehr, sehr, sehr genau gearbeitet jetzt. Und deswegen hat es auch so viel Zeit jetzt in Anspruch genommen, weil einfach so ein Präzedenzfall jetzt daraus gemacht wurde. Und das ist jetzt, glaube ich, sehr spannend zu gucken, wie ist das jetzt so im nächsten Jahr, anderthalb, wenn die ganzen anderen Prozesse losgehen.
SPEAKER_00Gerne definitiv nochmal aufgreifen, so in einem Jahr. Ja, also ich habe ja total.
SPEAKER_02Vielleicht auch schon in einem halben Jahr.
SPEAKER_00Ja, vielleicht auch in einem halben Jahr. Ich habe mir tatsächlich den Geburtstag, die erste Folge, also Geburtstag in meinen Kalender eingetragen. Geburtstag, Handy, Herz und Hörn. Also ich bin gespannt, ne? Es ist übrigens der 2. Februar ist es. Am zweiten Februar 2027 werden wir ein Jahr alt.
SPEAKER_02Mir. Ein bisschen dauert es noch.
SPEAKER_00Ja, ein bisschen dauert es noch, aber ist egal. Wir bleiben mir dran. Wir haben ja ein Kriegsthema ohne Ende. Und eins hatte ich noch, du hast gesagt, es gab einen zweiten Fall. Wo ich meinte, Schlagzeilen 375 Millionen. Ja, aber auch da, Meta und YouTube. Also das war es so, müssen die das an Kinderschutzza zahlen, müssen die das an Sicherheit reinbringen? Wer kriegt das? Steuergelder?
SPEAKER_02Da war das jetzt so, also es gibt auch unterschiedliche Klagen, die jetzt noch anstehen. Das eine ist so, dass ganze Bundesstaaten die Firmen verklagen. Es gibt die, dass Schulen und Schulschooldistricts, also so Kreise, dann Die Firmen verklagen und eben wie jetzt in diesem Fall dann auch Einzelpersonen und Einzelgeschädigte. Der andere Fall, der jetzt auch so ein bisschen präzedenz zeitgleich war, da wurde das Urteil am 24. März verkündet und jetzt das von Kelly am 25. Deswegen kommt es, glaube ich, so Zwieberschneidung. Das war da so, dass der Bundesstaat New Mexico Meta verklagt hat. Und da wurde eben einen Tag vorher das Urteil verkündigt und verkündet und da ging es jetzt um 375, 375 Millionen Dollar. Die Meta bezahlen muss. Und da ging es darum, eben nicht um einen Einzelfall, sondern der Bundesstaat, der ganze Bundesstaat hat verklagt. Und da ging es darum, ob Meta wissentlich. Warte, jetzt habe ich mir hier englische Notizen gemacht.
SPEAKER_00Sprich es aus, ich übersetze. Ich habe lange genug da gelegt. Ich übersetze wirklich, sprich es aus.
SPEAKER_02Okay. Es geht um Sexual Exploitation on the Plattform.
SPEAKER_00Also grooming, ne? Es geht einfach darum, um sexuelle Ausbeutung.
Another Landmark Case In New Mexico
SPEAKER_02Es ist einfach, wenn ich dein Englisch hat hingehme, sondern das ist manchmal schwierig. Und eben, ob Meta-Kenntnis davon hatte, dass da eben auch Trafficking passiert und ob sie dennoch zugeschaut haben und nichts unternommen haben, auch gegen entsprechende Profile, die da entsprechend aktiv waren. Und sie haben nichts dagegen gemacht, dass die Profile weiter gewachsen sind. Und damit natürlich auch wie eine Normalisierung passiert, ja, von solchen Profilen und Grooming von Kindern. Und was auch dann da im Zuge dessen gemacht wurde, ist, es wurden von zahlreichen Leuten auch Fake-Profile angelegt, um dann eben zu testen, was mit Kids passiert auf den Plattformen. Das wurde auch mit vorgerichtet genommen und das war eben haarsträubend. Und auch wenn Meta darauf hingewiesen wurde, was da abging, auf einschlägigen Profilen haben sie nichts dagegen unternommen oder die entsprechenden Accounts gelöscht. So, das ist nochmal ein ganz anderer Fall. Da geht es jetzt mehr um Inhalte, was Kaylee angeht, ging es um Strukturen, Design und Features und Algorithmen und so weiter. Hier geht es ja ganz klar nochmal um was anderes. Und das Perfide möchte ich noch dazu sagen, ist ja, Mark Zuckerberg hat drei Töchter. Und er wusste, was auf seinen Plattformen abging. Oder er weiß, was da abgeht. Und seine eigenen Mitarbeiter, das habe ich auch in einem Artikel gelesen, haben laut internen Dokumenten belegt, ich habe es nicht auch geschrieben, dass sein Interesse an unter 13-Jährigen einfach, dass es Jan creepy ist. Und er hat sogar ausgesagt, dass er gewarnt hat, dass der Zuckerberg auch gewarnt hat, dass gewisse Dinge von der Plattform genommen werden sollen und er hat es nicht getan.
SPEAKER_01Ja, krass.
SPEAKER_02Uh, und da ist also spätestens da ist es so, mir rollt die Zähne. So, und dann sprechen wir halt weiterhin, ja, sollen wir jetzt ein Social Media Verbot haben oder nicht. Und ich denke mir halt, keiner dieser Plattformen hat das Wohlergehen unserer Kinder im Sinn. It's just not a good idea.
SPEAKER_00Ich glaube tatsächlich nicht nur der Kinder, ich glaube, das hat niemanden Wohlergehen im Sinn. Also, wenn du überlegst, wie Facebook eigentlich, also bevor es Facebook mal angefangen hat, das war ja einfach so eine Vergleichsseite, wo du also wirklich welche Universität, wo sie einfach weibliche Personen oder auch männliche Personen verglichen haben. Hot or not. Also so hat es angefangen. Du kannst mir auch nicht sagen, dass so eine Plattform, die so anfängt, irgendwas Gutes im Sinne hat.
SPEAKER_02Also ich mag's nochmal, jetzt haben wir viele Fakten geklärt. Ich möchte jetzt nochmal kurz, ich hab diesen Prozess mit Jugendlichen auch besprochen, weil es jetzt so aktuell war und ich war in dieser Klasse und ich hab das auch mit Jugendlichen besprochen und ich habe die befragt, wer sollte eurer Meinung nach denn verantwortlich gemacht werden, wenn solche Dinge passieren, wie da passiert sind? Das war so wieder so unfassbar spannend. Und so verschiedene Dinge sind gefallen. Das eine war so, Content Creators sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Also zum Beispiel, wenn wir jetzt über so selbstverletzendes Verhalten oder auch ne, so jetzt.
SPEAKER_01Also meinst du Size Zero oder so, ne?
SPEAKER_02Oder auch Anleitungen zu selbstverletzenden Verhalten oder Selbstsuiziden sogar oder sowas gibt es ja alles auch. So, dann haben die Jugendlichen so gesagt, naja, eigentlich sollten diejenigen, die solchen Content erstellen, die sollten verantwortlich gemacht werden.
SPEAKER_01Ja. Legitim.
Who Should Be Responsible?
SPEAKER_02Legitim. Auf jeden Fall, bin ich aus der Meinung. Und dann halt noch ein bisschen größer habe ich gefragt, naja, aber wenn es diese Plattform gar nicht gäbe oder das nicht möglich wäre, sowas zu teilen und dementsprechend auch wir nicht durch Algorithmen mit solchen Inhalten einfach so in Kontakt kommen, wenn wir jetzt nicht gezielt noch danach suchen oder so, ja. Das ist ja auch nochmal ein Unterschied. Also wird mir das einfach von einem Algorithmus zugespielt, solche Sachen, oder suche ich jetzt gezielt nach irgendwas? Ist ja auch nochmal ein Unterschied. Da war dann schon so ein bisschen mehr, also ne, dass wir uns dann auch nochmal das uns überlegt haben gemeinsam, wie das aussehen würde. Und auch da haben die allermeisten gesagt, und die Eltern, also war ich selber überrascht, ne, sollten da Verantwortung übernehmen für die Kinder. Und da sind wir wieder auch beim Social Media Verbot, yes or no. Die Jugendlichen selber haben gesagt, sie finden, dass es übergeordnet auch da eine Regelung geben sollte und die Eltern da Bescheid wissen sollten. Da sind wir auch viel bei unserem Thema, sehe ich schon gesprochen.
SPEAKER_00Und das überschneidet sich ja überein mit der mit der Bundesschülerkonferenz, was ich in der letzten Folge gesprochen habe. Ja, natürlich, aber es sollte, Verbot kann Teil der Lösung sein oder sollte. Kann, sollte, weiß ich nicht. Aber dass halt Medienbildung in den Schulen stattfindet und ich glaube, Eltern brauchen unfassbar viel Aufklärung.
SPEAKER_02Total, ja, auf jeden Fall. Ich habe auch gesagt, eure Eltern, die wissen es auch nicht besser, ne? Also viele derer. Ich habe auch gefragt, wer spricht denn gibt es Eltern, die mit euch darüber sprechen?
SPEAKER_00Das merke ich immer wieder. Wenn ich frage, wer wessen Elternteil hat sich denn bitte mit euch hingesetzt, als dieses Smartphone bekommen? Und dann gehen wirklich so, keine Ahnung, ey, 15 bis 20 Prozent der Arme hoch. Also so eine aus fünf. Eine aus fünf hebt dann so den Arm hoch und ich denke, boah, Alter, nicht cool. Und da kommen wir aber. Eine Sache, die wollte ich eigentlich schon in der letzten Podcast-Folge erzählen. Ich bin so ein bisschen stolz auf mich, weil ich arbeite ja mit einem Gymnasium zusammen oder Gymnasium zusammen, wo ich in der siebten Klasse Medienkurse mache. Also so alle, also es sind fünf Klassen in dem siebten Jahrgang. Und da wurde ich von der Schulleitung fragen, hast du nicht noch irgendwas, was du den Schülern mitgeben kannst, wo die selber so ein bisschen informieren können oder Sachen ausprobieren können, was soll ich denn machen? Ja, irgendwie so eine Seite im Schülerkalender. Weil jeder Schüler kriegt mal so einen Schülerkalender und dann durfte jetzt eine Seite kreieren. Also das hat meine liebe Partnerin, die Kati gemacht, die ja auch Teil von dem Obstahl auch willst, muss ich auch mal ein bisschen miterwähnen hier, ne? Credit. Den Credit kann ich mir nicht nehmen. Das funktioniert nicht. Den Credit, der muss rausgehen. Kati, liebe Grüße gehen raus an dich. Vielen Dank, dass du es gemacht hast. Auf jeden Fall wurde sie eine Seite erstellt mit verschiedenen QR-Codes und einfach so verschiedene Sachen. Nummer gegen Kummer, Keine Ahnung, Fake News Check, ich glaube Klicksafe ist mit bei. Und das Beste, was da drauf ist, ist www.medien-kindersjahr.de. Wo sie einfach sagen, okay, wenn die Eltern es nicht machen, Leute, ich gebe euch die Seite. Ich gebe euch die Seite. Und auf dieser Seite, das soll jetzt keine Werbung sein, das ist wirklich, schreibt euch die auf, alle, die zuhören, ich verlinke die auch nochmal in den Shownotes. www.medien-kindersicher.de. So, auf dieser Seite, die ist so gut, weil du kannst ja wirklich durchgehen, welche Systeme gibt es. Es ist ein Handy, es ist eine Konsole, es ist ein Router, es ist ein Tablet, es ist ein Smart TV. Und dann leitet dich so Schritt für Schritt durch, was auch immer du einstellen möchtest, sei es Instagram, sei es Snapchat. Wie stelle ich die Sachen sicher ein? Und wirklich mit Videos, mit so Schritt für Schritt Anleitung. Ja, also wie auch immer diese Seite gemacht hat, vielen Dank dafür, dass es diese Seite gibt. Aber auch da ist es doch wieder schade, dass, ne, also einerseits ist es schön, dass eine Schule Verantwortung übernimmt und sowas bereitstellt. Andererseits ist es schade, dass die Schülerinnen das selbst machen müssen, weil auf jedem Eltern, dann wo ich bin, wenn ich über Medien spreche, steht, kriegen die Eltern dieses Ding mit. Die kriegen diese Internetseite mit und ich sage immer, hey Leute, setzt euch hin, geht mal mit euren Kindern durch und guckt mal, was für Einstellungen da drauf sind.
Practical Help For Safer Settings
SPEAKER_02Das ist halt too much. Also ja, das ist ja so ein bisschen, ne, ich glaube, in unserem Intro hier haben wir es auch besprochen in unserer ersten Podcast-Folge schon, so, es sind einfach ja, die Eltern sind einfach der erste und wichtigste Pfeiler und gleichzeitig ist es einfach so überwältigend inzwischen, ja, und es ist einfach so viel mit Überforderung, mit Angst und so weiter verbunden. Also das und mit Unsicherheit, glaube ich, auch, ne? Also, wie soll ich überhaupt mit meinem Kind darüber sprechen? Und es ist ja was, was ich immer mitgebe, ist, stell doch einfach, stellt mal Fragen und man muss auch nicht immer Antworten darauf haben. Das haben wir auch schon öfter gesagt hier, ja. Also ich gehe auch in so eine Klasse rein und stelle einfach mal Fragen. Ich frage erstmal. Und wenn dann so von denen wieder Rückfragen auf mich zukommen und ich vielleicht die Antwort nicht weiß, sage ich, ey, voll die gute Frage. Weiß ich gerade nicht, aber ich bin nicht. Lass mir die Runde aufmachen.
SPEAKER_00Was sagt ihr denn dazu?
SPEAKER_02Ja, total. Voll. Wenn du in der Klasse bist, diese unterschiedlichen Gesichtspunkte und Sichtweisen sind so spannend. Ein geht natürlich nicht, wenn du mit deinem Kind allein da sitzt.
SPEAKER_00Ja, aber auch da, aber auch da, nein, doch, das geht. Ich möchte widersprechen, das geht. Das nennt sich Philosophieren mit Kindern. Stimmt, doch. Das nennt sich philosophieren mit Kindern. Und das ist unfassbar gut. Man bricht das Gespräch nicht an, sondern sagt, oh, spannend, das weiß ich nicht. Wie würdest du denn die Frage beantworten? Auch wenn du sie nicht weißt, was würdest du denn denken? Und was passiert in dem Augenblick? Du öffnest erstmal wieder die Imagination der Kinder. Ja, nicht Social Media, gib ihm oder gib ihr, was auch immer, sondern die Imagination wird wieder gefördert. Die Kreativität. Es ist so was Schönes.
SPEAKER_02Ja, voll. Ja, klar, doch, man kann ins Gespräch gehen.
SPEAKER_00Ja. Und deswegen meine ich, liebe Eltern, es sind eure Kinder. Ja, vielleicht denken die Leute mit kleinen Monster.
SPEAKER_02Immer wenn wir mit Kindern sprechen, die hungern eigentlich danach, dass man mit ihnen darüber spricht und sie begleitet, ja. Also mit allen Jugendlichen, wo ich, also es gibt sehr wenige, die das nicht gesagt haben. Beziehungsweise, wenn einer mal anfängt, das zu sagen, dann ziehen viele andere plötzlich nach, so in so einer Runde im Gespräch mal, die dann sagen: Oh, ja, ich fühle mich total alleingelassen damit. Und das macht, glaube ich, auch jetzt nochmal so die letzte Podcast-Folge rund, wo wir über Social Media Verbot gesprochen haben, dass ja, es braucht definitiv irgendeine Form der Regulation meines Erachtens. Und gleichzeitig braucht es halt die Begleitung und dieses Aufklären und das auch ins Gespräch gehen so sehr altersgerecht mit allen Kids, auch mit kleineren schon, mit den Jugendlichen auch. Und nur weil die 14, 15, 16 sind und die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, vielleicht, Entschuldigung, heißt das nicht, dass sie keinen Bedarf haben. Im Gegenteil, boah, wenn du so eine Runde auch mit 16-, 17-Jährigen aufmachst und darüber sprichst, holy moly, was dir da alles entgegenkommt, hey.
SPEAKER_00Egal welches Thema. Also ich muss jetzt mal, also auch, weil ich, wie gesagt, nicht nur Medienkompetenz, sondern wirklich auch noch Gewalt- und Mobbing-Prävention oder Sozialkompetenz, die auch darüber einfach mit den Jugendlichen, also jetzt mal, können wir sagen, was fuckt euch denn gerade so richtig ab?
SPEAKER_02Ja, die kommen dann auch und sagen, boah, können wir mal über Pornografie reden und über all solche, ne, was passiert denn da und so? Dann kommen die selber an.
SPEAKER_00Thema für die nächste Folge.
Talking With Kids Without Panic
SPEAKER_02Dann kommen die selber mit solchen Themen an, ja. Dann, boah, ne, wenn man jetzt so einen Prozess zum Beispiel bespricht und dann kommen da so Randthemen auf, dann sagen die, boah, können wir da auch mal drüber sprechen eigentlich und so? Und man ist, also ich glaube, viele Eltern, manchmal hätte ich gerne so ein Aufnahmegerät bei solchen Gesprächen und würde das mal gerne aufnehmen. In so einer Runde mache ich natürlich nicht, aber würde das gerne mal so an einem Elternabend vorspielen oder so, ja, und dann mal sagen, hey Leute, guckt mal, was eure Kinder, wie cool die drauf sind eigentlich, was die für Meinungen haben und was sie aber auch für Bedürfnisse haben, ja, wo sie gerne drüber sprechen wollen.
SPEAKER_00Ja, du hast eine Sache gesagt, mit der ich die Folge einmal gerne rund machen würde. Weil es auch so im Social Media Verbot und alles möglich geht, du hast gesagt, die Kinder fühlen sich alleine gelassen. Gruppe Nummer eins. Die Eltern jetzt gehen wir eine eben weiter, die Eltern fühlen sich alleine gelassen. Nicht von den Kindern, von der Politik. Oder warte mal, von der Schule. So, die Eltern fühlen sich alleine gelassen von der Schule. Die Schule fühlt sich alleine gelassen von der Politik. Und das ist wieder so ein Ding, was einfach nicht wie so, dein Ballast wird von oben, von einer Generation nach unten weitergegeben, sondern dieses Alinesein, das zieht sich ja wie so eine Diagonale, das zieht sich ja durch.
SPEAKER_02In unterschiedlichen Dimensionen und unterschiedlichen Schwerpunkten auch.
SPEAKER_00Genau, und wenn es jetzt um dieses Alineine, also dieses Gefühl des Alleine seins, das ist unfassbar scheiße. Sprich, eine Erfahrung hasse ich fest. Aber ich würde jetzt jede, jeden, alle Zuhörenden, einladen, wenn ihr euch wirklich euch alleine gelassen fühlt, dann werdet ihr nicht damit alleine sein tatsächlich, sondern es wird genau eine weitere Person geben, die sich genauso fühlt. Geht doch mal wieder ins Gespräch miteinander, mit anderen Eltern. Schreibt uns meinetwegen. Schreibt uns, geht mit uns ins Gespräch. Aber vor allen Dingen, was ich viel, viel wichtiger finde, bevor ihr miteinander ins Gespräch geht oder mit uns, geht ins Gespräch mit den Kindern.
SPEAKER_02Mit den Kindern, ja.
SPEAKER_00Und fragt sie einfach. Und auch, wenn ihr keine Antworten habt, ich habe es eben gerade so schön gesagt, philosophieren mit Kindern, die Imagination wieder aktivieren. Und ihr werdet überrascht sein, was dabei rauskommt, was ihr erfahrt. Aber auch da sind wir wieder bei dem Wichtigsten, das haben Viola, das haben wir schon so oft gesagt. Was kommt jetzt? Wie müssen Eltern in so einem Gespräch sein? Erzähl's. Was meinst du? Offen und wertfrei.
SPEAKER_02So offen und wertfrei. Ja, genau. Ich habe auch gerade gedacht, so manchmal, wenn wir, ich glaube, dass das auch so eine Angst ist. Ja, wenn ich jetzt, wenn ich immer sage, stellt euren Kindern die Fragen und fragt, was sie online erlebt, fragt nicht nur, was sie auf dem Pausenhof erleben und in der Schule, sondern wenn sie digitalen Umgang haben in irgendeiner Form, dann fragt sie auch, wie es ihnen online geht oder was sie erleben. Und ich glaube, dass da auch schon wie so eine kleine Angst drin liegt mit, wow, kann ich das überhaupt halten, was mir da entgegenkommt? Und das ist natürlich wichtig, genau das, was du dann sagst. Die Haltung sollte da wertfrei sein. Weil wenn dein Kind dir auch erzählt, dass es vielleicht mit entsprechenden Dingen in Kontakt gekommen ist und dann sagt man gleich, nee, soll ich das Smartphone weg und so.
SPEAKER_00Oder kommt dir der Coach in mir durch? Ja, okay, was hat das mit dir gemacht?
SPEAKER_02Ja, genau, total. Und eben dann da nicht gleich so überreagieren und sagen, jetzt nehme ich dir das Handy ab oder geht gar nicht, sondern dann halt gemeint, okay, was hat es mit dir gemacht und wie können wir vielleicht dafür sorgen, dass es in Zukunft anders ist? Wie kann ich dich begleiten und dann gemeinsam Schritte finden?
SPEAKER_00Und dann müsste ich es früher kommen. Warte mal, Steven und Viola, die haben doch da so eine Internetseite gesagt. Wittipnis. Es ist jetzt oft schon ganz schön viel Werbung dafür gemacht, aber die ist einfach gut, Leute.
SPEAKER_02Ja, unbedingt. Ich meine, wir machen ja nicht unsere Arbeit dafür, dass wir hier nur ein Hobby machen, sondern es ist eine unfassbar wichtige Arbeit.
SPEAKER_00Es ist ein unbezahltes Hobby. Sind wir jetzt mal ehrlich? Es ist ja unbezahlt. Wir kriegen die Hilfe nichts für den Podcast.
SPEAKER_02Achso, der Podcast jetzt, ja, aber unsere Arbeit, Arbeit, die wir sonst noch machen, die machen wir ja aus dem Grund, weil es uns ja so am Herzen liegt, dass Kinder und Eltern und Lehrkräfte und all den Apparat, den du gerade aufgezählt hast.
SPEAKER_00Also ich muss es mal es auch so ein bisschen, weil ich damit Geld verdienen möchte. Und es macht mir unfassbar viel Spaß. Aber wir haben ja eine Wissenschaft.
SPEAKER_02Aber du bist ja nicht losgegangen, hast gesagt, ich überlege mir jetzt, womit ich Geld verdienen will, sondern der erste Motor wird ja gewesen sein von, boah, ich habe ein Anliegen, dass es den Kindern da besser geht und dann überlege ich mir, wie ich damit Geld verdienen kann. Und was ich den Eltern, Kindern und Lehrkräften anbieten kann, oder?
SPEAKER_00Ja, definitiv.
SPEAKER_02Und wenn es so war, sag's jetzt nicht.
SPEAKER_00Nein, nein, ich habe gesagt, ich bin ehrlich, natürlich war es nicht so rum. Es ist genauso wie du es gesagt hast.
SPEAKER_02Das fängt ja immer erstmal mit einer Vision an und natürlich müssen wir unsere Brötchen verdienen, das ist halt so, ja. Aber deswegen gibt es ja unsere wundervollen Angebote und da dürfen wir auch drüber sprechen.
SPEAKER_00Und wenn du eben sagst, Vision, ich möchte jetzt einmal die Vision, ja, weil wir haben unsere Homepage neu gemacht, das will ich jetzt einmal sagen. Unsere Vision, die haben uns mal klar aufgeschrieben. Groß werden im Hopsterlauf, sicher in sich, achtsam miteinander, mündig im Netz. Im Hopsterlauf unterwegs zeigen bedeutet Lebensfreude und Leichtigkeit. Ein Hopsterlauf ohne Grinsen, kaum vorstellbar, oder? Probier's mal aus. Werbung ist.
SPEAKER_02Schöner Schlauben, den ihr euch da überlegt habt.
SPEAKER_00Ja, komm, aber das ist ja, du merkst doch, also du hast ja, ich weiß nicht, ob die Aufnahme schon lief, aber du hast ja gesagt, ja, ich kenne dich ja gar nicht so gut, nur nur aus unseren Gesprächen. Ich glaube schon.
SPEAKER_02Ah, nee, das habe ich vorher gesagt.
Closing Vision And A ChatGPT Detour
SPEAKER_00Ja, vorher, genau. Aber sind wir ehrlich, also genau so, das ist ja halt absolut zu 100 Prozent authentisch hier. Also das, so wie du mich hier erlebst, das bin ich. Da ist nichts verstellt, da sind keine Filter drauf. Also das bin ich.
SPEAKER_02Ich meinte ja, nur in dem, wir kennen uns ja sonst nicht anders privat. Wir haben uns übrigens noch nie live gesehen, wir haben noch nie live gesehen.
SPEAKER_00Ja, hat noch nicht stattgefunden. Das steht noch aus. Mal gucken, mal gucken, wie viele Folgen wir aufnehmen, bevor wir uns wirklich sagen, liebe Viola, ob es dann so ein weirder Moment wird, ja, hi, ich bin Steven, so die Hand schütteln und sagen, ey Viola, komm, wir lass ihn drücken, ne?
SPEAKER_02Ja, bin ich auch gespannt. Aber also zum rund und rundig werden, das ist jetzt, boah, es ist.
SPEAKER_00Sie ist nicht mehr früh heute, sagen wir es mal so.
SPEAKER_02Die ist nicht mehr früh und es war auch sehr emotional geladen. Es war mir viel, viel, viel hier reingepackt in diese, die ist sehr wertvoll, finde ich.
SPEAKER_00Die ist auch ein bisschen länger geworden, die Folge diesmal.
SPEAKER_02Die ist mal ein bisschen länger geworden. Und ich finde es sehr wertvoll und ich fand es jetzt auch wichtig, sich das mal so ein bisschen differenziert anzuschauen. Was da eigentlich ist, was da eigentlich gerade los ist und was da abgeht. Und eben, wie du es gerade gesagt hast, diese verschiedenen Ebenen von Politik, Schule, Eltern, Kinder und Gerichte jetzt auch, ja, also oder dann übergeordnete Gesetze und Regeln und ich glaube, dass das einfach jetzt so ein. Ich bin sehr gespannt. Lass uns da nochmal in einem halben Jahr oder in einem Jahr nochmal drauf gucken auf das Thema. Und solange, ja, es ist einfach ein, wir müssen da Schritt für Schritt mit unseren Kindern gehen und durchgehen und offen bleiben und ein offenes Herz und ein offenes Ohr haben da. Und das erlebe ich einfach mit den Schülern und Schülerinnen auch immer wieder. Und ich glaube, das ist das, was ich so zum Ende mitgeben möchte oder was wir immer gerne mitgeben.
SPEAKER_00Ich würde es jetzt noch, ich würde gerne fast enden mit den Worten, die ich einfach von einer sehr weisen Frau gehört habe, als es um Mediennutzung oder Smartphones in der Schule geht. They had the erste class, also when the kids in the error kommen, then Elternschaft gemeinsam schon mal schließen, wie wir mit dem Thema umgehen, denn es wird kommen. Und nicht auch immer sagen, die Schule muss, die Eltern müssen. Nein, lasst uns mal wieder aufeinander zuhören. And liebe Eltern, geht in das offene Gespräch, offene und wertefreie Gespräch mit euren Kindern. Und wenn ihr keine Antwort habt, fangt an zu philosophieren. Habt Spaß dabei. Liebe Viola, vielen Dank für die Folge. Es war mir ein Fest. Danke. Ach, da waren die Emotionen und ich hab gemerkt, wie viel diese Folge bedeutet hat.
SPEAKER_02Es hat mir so viel bedeutet und ich möchte tatsächlich enden mit.
SPEAKER_00Dann stopp, dann stopp, dann gebe ich jetzt ab. Du beendest die Folge. Ich verabschiede mich schon mal, liebe Viola, und ich bin gespannt auf deinen Abschied.
SPEAKER_02Ja, du hörst jetzt schon noch zu, jetzt war's.
SPEAKER_00Also warte mal, ich sage das jetzt nur auf der Tonspur, ich verabschiede mich natürlich nicht. Ich überlasse Viola die Abschiedsworte, weil es einfach, es ist ihre Folge.
SPEAKER_02Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Wundervoll, dass du mir zuhört hast. Und zwar hatte ich auch mit Schülern über, da ging es jetzt um KI und ChatGBT nochmal, aber das ist ein anderes Thema, nur was da rauskam, ist und habe ich irgendwann, ja, die Aussage war, jetzt habe ich es wieder. Also, das kann ich ja auch Chat-GBT machen lassen. Und dann habe ich das gemacht.
SPEAKER_00Was kannst du Chat-GBT machen lassen? Du musst doch mal. Okay, die Folge geht weiter, Leute, sorry.
SPEAKER_02Nein, nein, nein, nein. Es ging einfach um ein bestimmtes Thema, die sollten was machen und dann hat er gesagt, kann ich auch von ChatGBT machen lassen. Und dann war er so leise vor sich hingenuschelt und das habe ich sofort aufgegriffen und habe gesagt, ja, das kannst du machen. Nur das Problem ist halt, dass dein Gehirn dabei nichts macht. Und dann habe ich ein bisschen mit denen gesprochen über so, was passiert eigentlich im Gehirn und was passiert in der Gehirnentwicklung und ich habe alle, alle, die ganze Gruppe saß mit offenen Augen und Ohren da und mir gelauscht. Und das sind so Reality-Checks, die Kids auch weiterhelfen und ich weiß von Schülern, die hinterher das ihren Eltern erzählt haben und die Eltern mir das wieder erzählt haben, wie nachhaltig die das geprägt hat und die gesagt haben, wow, ist schon krass, und was dann was bei uns passiert und so. Und das ist, glaube ich, so das, was ich so meine Vision, ja, und das habe ich auch, das habe ich zu den Schülern auch gesagt. I have to do my arbeit, weil ich möchte, dass ihr sozialfähig seid, dass ihr Grips habt, dass ihr euch differenzierte Meinungen bilden könnt, dass ihr euch differenzierte Entscheidungen treffen könnt, und dass ihr euch euer Gehirn benutzt für all diese Dingen. Deswegen mache ich meinen Job here. Und deswegen rede ich mit euren Eltern, deswegen spreche ich mit den Lehrkräften, deswegen spreche ich mit euch. Und dass diese deutlichen Worte, die ich da an die gerichtet habe, die haben die nachhaltig beschäftigt, weiß ich. Und das wollte ich so zum Abschluss geben: hin zu, ja, auch die Vision und wo wollen wir, dass unsere Kinder sich hinentwickeln. Und das ist, glaube ich, die Basis, die wir uns bewusst machen dürfen. Warum? Für was machen wir es? Reden wir jetzt nur über Verbote oder worum geht es eigentlich? Nee, es geht um die Kids. Und es geht darum, dass sie die wichtigen Fähigkeiten ausbilden, die sie später auch brauchen und die sie später auch im Beruf brauchen werden. Oder überhaupt im ganzen Leben, nicht nur beruflich.
SPEAKER_00Da bin ich voll bei dir. Ich nehme das Scepter. Welche, was möchtet ihr für eure Kinder in der Zukunft? Mit der Frage möchten wir. Mit der Frage schließen wir ab. Viola, vielen Dank und bis zum nächsten Mal.