Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
Zocken, scrollen, streamen – die Medienwelt unserer Kinder ist überall. Du möchtest dein Kind sicher durch den digitalen Dschungel begleiten, doch im stressigen Alltag fehlt dir oft die Zeit? Dann ist „Handy, Herz & Hirn“ genau richtig für dich.
Wir, Viola Hoffmann (Gesund digital aufwachsen) und Steven Pfeiffer (Im Hopserlauf), arbeiten seit über 20 Jahren mit Kindern, Eltern und Fachkräften. Ab Februar 2026 sprechen wir jeden Donnerstag darüber, wie du im Familienalltag gelassen mit Smartphone, Tablets & Co. umgehen kannst.
Wir nehmen dich mit in Themen wie erstes Handy, Klassenchat, Cybe
Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie
#20 "Mama, wer hat das Bild ins Internet gestellt?"
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ein neunjähriges Kind stolpert über ein Gecko-Bild im Internet und landet bei der großen Frage nach Privatsphäre und dem Recht am eigenen Bild. Wir zeigen, wie Medienbildung schon im Kleinkindalter beginnt und wie Eltern in echten Alltagssituationen ruhig und klar für ihre Kinder einstehen.
• eine Kinderfrage als Türöffner für Medienkompetenz und Privatsphäre
• warum Bilder im Netz „weltweit“ bedeuten und was das auslöst
• Recht am eigenen Bild als Kinderrecht von Geburt an
• Medienbildung lange vor Smartphone und Social Media
• warum viele Digital-Ideen in der Kita kognitiv überfordern
• Fotoalbum-Vergleich als starke Erklärung für Teilen und Weiterleiten
• Risiken rund um Screenshots, Verfremdung und Cybermobbing
• einfache Alltagspraxis: vor dem Fotografieren um Erlaubnis bitten
• Spielplatz-Szenario: andere Erwachsene respektvoll ansprechen
• warum Veränderung bei uns selbst anfängt und Generationenarbeit ist
Liebe Zuhörenden, wenn ihr einen Medienkurs oder eine Medienprojektwoche sponsern wollt, schreibt mir bitte.
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Hier kommst du zu unseren einzelnen Internet Auftritten:
Steven:
- Instagram: @imhopserlauf
- Website: www.imhopserlauf.de
Viola:
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Liebe Grüße,
Steven und Viola
Intro Und Podcast-Versprechen
SPEAKER_01Und dann sagt das Kind plötzlich, warte mal kurz, Mama Papa, bevor du ein Bild von mir machst, dann musst du mich fragen. So, und jetzt habe ich ein kleinkind, was verstanden hat, dass es ein Recht am eigenen Bild hat, ohne dass du es dem kleinen Kind erklären musste, dass es ein Recht am eigenen Bild hat. Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag? Und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.
SPEAKER_00Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopsterlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto bewusst begleiten statt verbieten.
SPEAKER_01Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren.
SPEAKER_00Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Ach, Viola, schön, dass du wieder da bist. Ich freue mich, wie immer. Ich freue mich auch. Hi. Ja, ich habe anmoderiert, das heißt, du hast ein Thema mitgebracht. Worüber wollen wir heute sprechen? Worum geht's? Was hast du uns mitgebracht?
SPEAKER_01Ich möchte eine kleine Geschichte gerne erzählen heute. Zum Einstieg.
Gecko-Bild Führt Zu Bildrechten
SPEAKER_01Und dann sprechen wir da gerne drüber.
SPEAKER_00Okay, ich bin gespannt.
SPEAKER_01Dann wird sich das Thema raushören gleich oder ihr alle, die ihr zuhört. Und zwar, ich habe kürzlich mit Kindern gesprochen, beziehungsweise dann auch mit einem Kind etwas näher gesprochen. Und da das Kind war neun Jahre alt. Und wir hatten so in der Gruppe ein bisschen über Tiere gesprochen. Also es hatte jetzt gar nichts mit Medien zu tun, es war überhaupt nicht im Medienkontext. Es war einfach ein Gespräch, was sich ergab. Und wir haben dann über Tiere gesprochen, so über Spinnen, über große Spinnen. Und dann habe ich erzählt, ja, ich war auch mal in Australien, habe auch in Australien gelebt und da gab es so richtig große Spinnen. Und dann habe ich auch erzählt, ich hatte so einen Gecko, der bei mir gewohnt hat. Und das ist ja so in Australien oder auch in tropischen Ländern, auch in asiatischen Ländern ist es normal, dass so ein kleiner Gecko dann irgendwie bei dir wohnt und dann auch die Spinnen frisst und die Moskitos und so.
SPEAKER_00Also ein sehr wohlwollendes Tier.
SPEAKER_01Genau, ist eigentlich, das lebt einfach mit.
SPEAKER_00Also für alle, die die Mücken- und Spinnenprobleme haben, ne, schaut euch ein Gecko an.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, ob die hier so gut in dem Klima zurechtkommen, aber genau. Und genau, wir hatten über Spinnen gesprochen und dann habe ich eben auch erzählt, dass ich so ein Gecko da wohnen hatte und der dann immer die Spinnen gefressen hat und dann gab es so eine lustige Begebenheit, wie so eine riesengroße, so eine hand, große Spinne da saß.
SPEAKER_00Oh, richtiger Schauspiel.
SPEAKER_01Ich höre gleich auf von Spinnen zu erzählen, okay. Und dann ist der Gecko immer so nah an die Spinne ran und man hatte immer so gesehen, wie er so überlegt, soll ich, soll ich nicht, nochmal umgedreht, wieder hingelaufen, soll ich, soll ich nicht. Und diese Geschichte habe ich erzählt und das Kind fragte mich dann, wie sieht denn so ein Gecko aus? Ich kann mir das nicht vorstellen. Und dann habe ich gesagt, hey, lass mal gucken, im Internet gibt es ja Bilder, kann man mal schauen, wie so ein Gecko aussieht. Und dann haben wir uns das angeschaut und haben ein bisschen drüber gesprochen, and dann sagte das Kind zu mir: Wie kommt denn das Bild jetzt da ins Internet? Jetzt können wir uns hier ein Bild vom Gecko angucken, but wie kommt es denn da hin? And then habe ich gesagt, naja, da wird jetzt jemand in Australien oder in Asien ein Bild gemacht haben vom Gecko oder mehrere, es sind ja viele verfügbar, wenn man so mal die Google-Bilder suche bedienen. Und dann das ins Netz gestellt, ja, oder auf eine Webseite. Und dann hat man gesehen, so wie es beim Kind, so Ratter, Ratter, Ratter. Okay, also jeder auf der ganzen Welt kann sich dieses Bild angucken. Ja, prinzipiell schon, sag ich, ne? Und dann ging es weiter und kann man auch von Menschen denn dann Fotos machen und die da ins Internet stellen? Ja, sage ich, prinzipiell ist es ja auch möglich, ne? Und von Kindern geht es auch von Kindern denn, ja, kann man auch von Kindern Fotos machen. Es gibt auch Menschen, die das machen. Und dann können es die Leute auf der ganzen Welt sehen. Überall kann man dann die Bilder sich angucken. Und dann sage ich, ja, ist schon grundsätzlich möglich. Und das war so eine spannende, spannende Unterhaltung. Das Kind hat jetzt noch keine Ahnung groß von Social Media oder solche Erfahrungen gemacht. Also, und man hat richtig gesehen, wie es so im Gehirn gerattert hat, hä, aber das ist doch, das darf man doch nicht. Also dieses Kind hat dann gesagt, so das darf man doch nicht. Also ich muss doch entscheiden, wer mein Bild sehen darf und kann.
SPEAKER_00Ich würde sagen, es ist ein sehr gut aufgeklärtes Kind und ein sehr, sehr, also sehr, ja doch, aus pädagogischer Sicht definitiv gut begleitetes Kind. Und vor allen Dingen auch dieses Wissen erstmal sagen, okay, niemand darf ein Foto von mir machen. Weil das ist ja tatsächlich im Gesetz verankert. Also dieses Kinderrecht. Was ist EU-Kinderrechtskonvention?
SPEAKER_01EU-Kinderrechtskonvention, das Recht am eigenen Bild und das Recht auf Privatsphäre von Geburt an hat, das jedes Kind. Und die Aufgabe von uns Erwachsenen, uns Eltern ist es, eben diese Rechte der Kinder zu schützen, solange bis sie selber dafür sorgen können. Das war eben so eine spannende kleine Unterhaltung, weil ich dann so gemerkt habe, ja, da ist schon viel Medienbildung passiert, ohne dass dieses Kind ein Smartphone hat oder eine Ahnung von Social Media hat. Aber es merkt schon, hey, warte mal, das ist doch nicht richtig. Ja, und das wollte ich jetzt einfach nochmal teilen, weil es so ein, oder als
Medienbildung Vor Eigenen Geräten
SPEAKER_01Einstieg nehmen in, wie können wir Kinder eigentlich begleiten, dass sie genau dieses Mindset entwickeln, ja, oder auch dieses Bewusstsein auch entwickeln dafür, was ist eigentlich richtig und was ist nicht richtig, weil ganz viel in den letzten Jahren wurde viel diskutiert über Kinderbilder im Netz, ja, nein und so weiter.
SPEAKER_00Das wäre auch mein Gedanke gewesen. Geht es jetzt gerade um Kinderbilder im Kinder? Das ist ja ein bisschen größer, glaube ich, gerade, ne? Wenn ich es richtig so im Gefühl habe.
SPEAKER_01Es geht ein bisschen um Kinderbilder im Netz und es geht aber auch darum, wie wir unsere Kinder einfach schon früh dafür bilden können. Also ein bisschen was, was, wo wir auch ja oft drüber sprechen, ne, Medienbildung passiert oder fängt schon ganz lange vor den eigenen Geräten an und das ist so ein Thema, wo man Medienbildung schon ganz, ganz früh stattfinden lassen kann. Also schon ab dem Kleinkindalter an eigentlich. Sage ich auch gleich nochmal was dazu gerne.
SPEAKER_00Ja, das ist spannend, weil ich bin ja auf einem Fachtag für gewaltfreie Kindheit in Bernau vor kurzem und habe da ja auch einen Workshop gehalten für PädagogInnen. Wann war das denn? Ich glaube am 30. April war das. Und von daher war auch super spannend, weil die wollen halt immer weiß, ja, wie begleitet wir, welche Medien benutzt wir denn jetzt in der Kita? Wo ich auch meinte, boy, ey, ganz ehrlich, keine digitalen Medien, ne? Und dann heißt es ja, aber so ein digitales Mikroskop, ne? Oder diese Roboter, die man programmieren kann, wo ich auch sage, ja, benutzt die gerne. Aber setzt euch vorher damit mit auseinander und macht euch auch genau einen Plan, wie ihr dieses ganze Wissen auch transferiert und wie ihr das aber auch auf die kindliche Welt übertragt und nicht einfach so, hier ist ein Spielzeug, hört man ganz links und rechts und dann bewegt er sich. Das ist für mich kein pädagogisches Angebot.
SPEAKER_01Ja, und da sind ja die kognitiven Fähigkeiten einfach im Kindergartenalter noch überhaupt gar nicht für da. Also ich finde, solche Sachen kann man machen und auseinandernehmen, aber das würde ich in der Schule sehen irgendwo.
SPEAKER_00Ich wünschte, ich hätte diesen Satz gerade gesagt. Ich wünschte, ich hätte ihn damals gesagt, auf dem Kita-Fachtag, ne? Leute, ja, schön und gut, auch wenn das begleitet, aber ja, meine liebe Freundin Viola, die ist Entwicklungspsychologin.
SPEAKER_01Ich bin Kunsttherapeutin, aber ich habe Entwicklungpsychologie im Studio mitstudiert.
SPEAKER_00Ja, genau. Sie hat Entwicklungspsychologie studiert und eigentlich, wenn ihr eine Ausbildung aufgepasst hättet, jetzt kommt doch der obene Zeigefinger mit einem sehr dicken Grinsen im Gesicht, dann würdet ihr wissen, dass die kognitiven Fähigkeiten dann auch gar nicht gegeben sind in dem Alter, um das wirklich zu verstehen.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Ich glaube, den briche ich beim nächsten Fachtag mal ein.
SPEAKER_01Ja, also es sind auch so ein ganz banales Beispiel dafür, ist, ich habe das auch im Kindergarten mal erlebt, da haben die so über Planetensysteme dann gesprochen mit den Vorschulkindern und ich dachte mir so, das ist ja total spannend, das habt ihr auch ganz nett aufbereitet, aber das könnt ihr irgendwann in der Grundschule machen, weil die Kinder können das kognitiv noch gar nicht greifen, ja, wie die Planeten da draußen funktionieren und so. Und das ist was, was recht häufig passiert. Ich mache auch ein Beispiel zu den digitalen Medien jetzt. Ich war vor ein paar Jahren.
SPEAKER_00Ich würde ganz kurz auf die Planeten eingehen, weil, wie du ja weißt, ich habe auch mit einer Kita gearbeitet. So am Anfang meiner Ausgabe.
SPEAKER_01Da habt ihr auch sowas gemacht.
SPEAKER_00Ja, doch, da wurde tatsächlich was gemacht. Aber wenn ich jetzt wirklich aus frühkindlicher Pädagogik denke, ja, vielleicht sind die kognitiven Fähigkeiten noch gar nicht da. Aber es sind so viele andere Sachen, die die Kinder in dem Augenblick tatsächlich lernen. Wo kriege ich denn überhaupt die Informationen her? Jetzt wieder so ein bisschen Übergang auf Medienbildung, ne, wo kriege ich Informationen her? Dann, also wenn du es wirklich gut aufbaust, auch dieses ganze Basteln, ne, groß, klein. Also da sind ja schon gewisse Fähigkeiten in dem Projekt bei. Vielleicht nicht kognitiv ganz verstanden, aus deiner Sicht. Aber die Kinder haben ein krasses Erfolgserlebnis, wenn sie es sehen, wow, das habe ich geschafft. Also ja.
SPEAKER_01Das kann man aber auch mit jedem anderen Thema, ohne dass man so ein komplexes Thema aufmachen muss, was das Gehirn noch gar nicht greifen kann, weißt du? Also die kognitiven Fähigkeiten trainieren und all diese Geschichten und die Kinder, eben Geschichten, je kleiner die Kinder sind, desto mehr leben sie auch in Geschichten, ja. Oder kannst du die über Geschichten kriegen, total. Und das ist so das kindliche Gehirn ist in so einem bildhaften Denken noch sehr, bis zum Richtung 6, 7, dann Grundschule, dann merkt man das auch, wenn die Fragen anders werden, dann fangen die an, dahinter zu fragen und da merkt man dann, ah, jetzt passiert so ein kleiner Shift und dann entwickelt sich langsam das kognitive Denken. So mit 8, 9 wird das dann deutlich, dann kommen andere Fragen und auch größere Fragen, und da merkt man dann daran auch, dass das Gehirn schon jetzt ein Stückchen mehr kann und auch bereit ist, andere Informationen aufzunehmen.
SPEAKER_00Also mit der Information, also das, was du mir gerade gibst, dann denke ich ja mittlerweile auch, okay, ganz ehrlich, diese ganzen Marvel-Filme, die auf Kinder gemacht wurden, dann ist es ja erstmal viel zu schnell, die mir definitiv.
SPEAKER_01Total, ja.
SPEAKER_00Aber dann so die Storyline dahinter, die ist ja kognitiv gar nicht wirklich da.
SPEAKER_01Nein.
SPEAKER_00Die wird ja dann irgendwie im Spiel, ja, irgendwie nachgespielt, dann landen sie alle wie Spider-Man oder Iron Man, was auch immer.
SPEAKER_01Ja, spannend, krass. Aber die haben das nicht verstanden. Also die werden das, ne, die nehmen das einfach ganz anders wahr. Also was man, was man sich immer oder sich mit dem Eltern, mit den Eltern oft durchgeht, auch ist, wenn man selber jetzt sich so überlegt, ist mein Kind schon bereit für XY-Buch, Inhalt, Serie, Film, was auch immer das ist, dann stell dir doch einfach mal kurz dein eigenes Kind vor und schau, in welcher Lebensrealität lebt denn dein Kind. Also ganz, ich weiß nicht, ob ich das Beispiel schon mal gesagt habe, also ganz platt sieht dein Kind Tiere, also Kleinkind jetzt, wenn wir von einem Kleinkind sprechen.
SPEAKER_00Tiro oder Rakete, kann das sein? Ja, genau, das war das.
SPEAKER_01Aber hat das, was, was hat es in seinem Umfeld, welche Lebensrealität hat es und worauf kann es Bezug nehmen, so, ne? Und ist es jetzt so abstrakt, dass es da keinen Bezug drauf nehmen kann? Das wäre jetzt, wir gehen da nicht so tief rein ins Kleinkindliche. Aber was ich sagen wollte noch, ist, vor ein paar Jahren,
Warum Kita-Digitalprojekte Oft Überfordern
SPEAKER_01ich weiß nicht mehr, wann es war, 21, ich weiß nicht mehr ganz genau, war ich auf der Didakta, der Bildungsmesse, da war die hier in Stuttgart, und da ging es sehr viel um Digitalisierung und ich saß es auch in einem Vortrag. Dann gab es den Digitalpakt A1 gab es ja schon und dann wurde diskutiert über den Digitalpakt Kita. Ich weiß gar nicht, ob der durch ist inzwischen, da wurde drüber gesprochen, zumindest. Und da saß ich in einem Vortrag und da ging es darum, eben auch, wie man jetzt so, wie man jetzt digitale Medien denn im Kindergarten schon nutzen kann. Und ein so ein Vorschlag war da, man könnte doch jetzt mit einem Tablet ein Kind rumlaufen lassen und mal so den Vormittag, das eine Kind macht so den Vormittag über Bilder von den anderen Kindern. Und dann druckt man die alle aus, und dann werden auch vielleicht peinliche Situationen drauf sein, dann werden auch Situationen, wo vielleicht ein Kind hingefallen ist, wo es weint oder oder. Und dann bespricht man das mit den Kindern und hängt es, fragt dann: würdest du das jetzt an die Kita anstellen, können wir das jetzt an die Kitatüre hängen hier oder Kindergarten, Kindergartentüre hängen, sodass alle das sehen könnten, um so aufmerksam zu machen auf das Social Media Game.
SPEAKER_00Also die Idee, also die Grundschule. Die Idee ist super. Und dann habe ich auch gedacht. Ich dachte, ich habe erstmal wirklich so die Hände über dem Kopf, also Köpfe, mich Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und ich dachte, oh was, oh nein, und dann jetzt, da macht's aber Grund. Die Idee an sich ist gar nicht mal so blöd.
SPEAKER_01Die Idee ist super, aber übertrag es bitte aufs Schulhaus und machst in der, mach's frühestens irgendwo in der dritten, vierten Klasse, kann ich sowas sehen, vierte Klasse vielleicht. Da kannst du das machen lassen. Und da kannst du auch kognitiv schon mit den Kindern oder auch sechste, siebte Klasse noch kann man solche Sachen machen, wenn man, wenn man über Bilder auf sozialen Netzwerken, wenn man das bildlich machen möchte, zum Beispiel. Oder ein analoges Netzwerk bauen oder so mit den Kindern. Und da saß ich auch drin und dachte, ja, ihr habt ja super Ideen, das sind super Ansätze, aber warum muss das denn, warum muss das denn in der Kita sein? Warum muss das im Kindergarten sein, wo ein Kind das noch überhaupt gar nicht begreifen kann? Ich bin gerade eingestiegen mit einem Beispiel von einem neunjährigen Kind, der sich fragt, wie kommen die ganzen Bilder ins Internet und wer hat die da reingestellt.
SPEAKER_00Oh, wieder Gedankenexplosion. Ich liebe, ich liebe, liebe, liebe unsere Gespräche. Vielen, vielen Dank dafür.
SPEAKER_01Weil, was ist jetzt passiert?
SPEAKER_00Also, das ist so der erste Impuls, der das wird jetzt in meinen Medienkurs. Ich überlege die ganze Zeit, hey, was kann ich noch machen? Was für Themen, wie kann ich es noch runter machen und bin die ganze Zeit damit überlegen, ich könnte wahrscheinlich eine Woche ein Medienprojekt machen. So, zahlt aber niemand, ne? Also liebe Zuhörenden, wenn ihr einen Medienkurs oder eine Medienprojektwoche sponsern wollt, schreibt mir bitte. Ich habe unwasser viele Ideen, die ich umsetzen möchte. Oder auch gerade Digitalpakt, gerade, was du sagst, als 2.0. Auch da bin ich ja immer hinterher zu gucken, okay, wie kann ich tatsächlich Schulen entlasten und sagen, ja, ich weiß, hey, organisatorische Aufwand und so, guckt mal, fragt mich, ich helfe euch, unterstütze euch dabei, ich helfe euch auch Fördergelder zu finden, beantragen müsst ihr sie selbst, aber ich kann euch helfen, da so ein bisschen beizumachen. Und als du gerade gesagt hast, das mit dieser Idee, mit den Photos or so, also die Übertragung auf
Social Media Greifbar Erklärt Mit Fotos
SPEAKER_00Kinder and Social Media, weil ich hatte neulich ein Gespräch, a Bekanntenkreis, der auch gesagt hat, boah, yeah, hey, Stephen, ich habe jetzt voll das Thema with my kind and demand in the vierte Klasse, hat jetzt im Sommer eins bekommen. And ich auch da, wieso denn? Ich konnte mich nicht durchsetzen. Und dachte ich auch so, ah krass, dann war was los, so Druck von aus und so. Weil aber die Partnerin hat gesagt, ja doch, komm, ist schon okay. Jetzt bereut sie es aber auch. Spoiler. Gut, Kind ist im Brunnen gefallen. Ihr könnt es rückhängig machen, ihr seid die Eltern. Ja, aber gut, kann ich verstehen. Ist auch kacke, dem Kind gegenüber. Aber auf jeden Fall, jetzt, wenn wir ab der dritten oder vierten Klasse reden, können sie ja wirklich sagen, okay, ey, wir haben heute den Projekttag, ne, gemeinsam. Ich werde so zwischendurch ein paar Fotos machen, ne? Und ich druck die dann auch alle aus und dann hänge ich die mal so in der Schule rein mit so einem weißen Blatt darunter und jeder kann einfach mal kommentieren und rausschreiben, was los ist. Was würden das mit euch machen?
SPEAKER_01Nee, du kannst, ich würde das tatsächlich machen. Also ich habe das auch schon in der Klasse gemacht, dann die Fotos auszudrucken und dann hast du sie ja immer noch.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_01Und dann kannst du halt einen Schritt weiter gehen und überlegen, hänge ich die jetzt auf? Und ich habe das sogar mit jetzt auch in der siebten Klasse hatte ich das mal, da habe ich die dann gefragt, also haben wir auch über so Bilder und Bildrechte gesprochen. Also was ist eigentlich euer Recht am Bild? Siebte Klasse kann man das machen dann auch gut. Und da habe ich dann gesagt, naja, früher hast du das Bild ausgedruckt, ins Fotoalbum gepackt und in den Schrank gestellt. So, und da war es dann, ja. Und wenn du dir das anschauen wolltest, dann hast du es rausgeholt. Und wenn du es deiner Tante, deinen Freunden zeigen wolltest, dann hast du es rausgeholt und hast sie ihnen gezeigt und dann wieder in den Schrank gestellt. Und heute, was passiert eigentlich, wenn wir das per Messenger verschicken oder wenn wir es auf Social Media hochladen? Und dann, um das denen auch bildlich zu machen, habe ich gesagt, okay, Anna, nehmen wir dich mal raus. Stellen wir uns mal vor, wir sind hier jetzt 400, 500 Schüler an der Schule und du druckst das eine Bild von dir jetzt 500 Mal aus und dann gehst du am Pausenhof und verteilst es an alle Schüler und am besten auch an die Lehrkräfte, wie auch immer. Deine 500 Bilder verteilst, jeder kriegt eins. So, würdest du das machen? Ja, weiß nicht. Also die kenne ich ja auch nicht alle. Ich kenne ja auch nicht alle Schüler. Die größeren Schüler, die kenne ich ja auch alle gar nicht. So, vielleicht mal vom Sehen, aber ich kenne die jetzt ja alle auch nicht so. Ah, okay. Und da wurde es schon so ein bisschen, ah, ich weiß nicht, würde ich machen, würde ich nicht machen. Da habe ich gesagt, so, und jetzt überlege mal, du machst es. Und dann geht der Peter aus Klasse 11, nimmt das Bild mit und sagt dann, jetzt gebe ich das meinem Onkel weiter, kann ich ja machen. Das Bild hast du mir ja geschenkt, kann ich ja machen, was ich will mit. Dann gebe ich das so, und kennst du den jetzt? Also jetzt wird es mit Peter aus Klasse 11 schon schwierig. Den kennst du ja vielleicht vom Sehen, wenn es hochkommt. Und jetzt nimmt der das mit nach Hause und kann das ja auch allen weitergeben.
SPEAKER_00Aber der kann das auch irgendwie da noch so ein Pickel überall zu sein.
SPEAKER_01Genau, und das haben die selber dann gesagt. Dann habe ich gesagt, was könnte denn noch passieren? Naja, die könnten das verfremden, könnte noch jemand was dazu malen und so, und das fände ich nicht cool. Lustigerweise haben sie kurz davor gesagt: Ja, ich habe schon mal von der Klassenkamera ein Foto gemacht und dann habe ich da so ein Emoji drauf anders geschickt. And dann sage ich, naja, this is and it's a little bit more. Also, obviously it's an editing draft or an emoji draft pack in the git is, or they find that this is another is. Ding, was draufmalen, hat einen anderen Klassen.
SPEAKER_00Es ist physisch.
SPEAKER_01Als so ein Sticker oder ein Emoji drauf machen, digital.
SPEAKER_00Du hast es in der siebten Klasse gemacht. Und da sind wir bei der kognitiven Transferleistung.
SPEAKER_01Total. Da ist es total möglich. Ja, und da kann, und dann kommen die drauf und dann sage ich, also ihr hättet, wenn du dein Bild nicht hergeben möchtest, dann gibst du dein Bild nicht her. So. Und wenn du es hergibst, dann musst du dir einfach klar sein, wo und wie du es hergibst. Was passiert, wenn ich es im Status teile, kann ich, dann kann es gescreenshottet werden. Es ist auch nicht safe. Ist es dann bei mir oder ist es nicht bei mir?
SPEAKER_00Also ich glaube, da sind wir wieder, also bei, also ich habe gerade den Kopf geschüttelt, wie wir alle Studio erinnern. Du kannst beim Status es nicht mehr screenshotten.
SPEAKER_01Das ist blockiert inzwischen.
SPEAKER_00Es ist schwarz tatsächlich, ja.
SPEAKER_01Ach stimmt, das hatte auch jemand gesagt. Oder wenn du bei, gut, aber auf den sozialen Medien jetzt bei Instagram zum Beispiel, wenn du ein öffentliches Profil hast.
SPEAKER_00Ja, also wenn wir Social Media reden, immer. Also bei Social Media kannst du Storys screenshotten, recorden, alles Mögliche.
SPEAKER_01Ja. Oder, ne, dass sie das einfach so, dass, und da sind sie dann schon schockiert, erstmal so kurz. Ey, boah, krass, ja, haben wir jetzt alles schon gemacht. Und dann gehe ich natürlich mit denen auch rein und sage, na, was könnt ihr denn stattdessen machen? Also, oder was gibt es für sichere Messenger, die ihr nutzen könnt, vielleicht alternativ, was gibt's, also die auch tatsächlich eine Ende-zu-End-Verschlüsselung haben zum Beispiel. Da reden wir heute nicht drüber.
SPEAKER_00Die ging auch schon durch den Kopf, aber nächstes Thema.
SPEAKER_01Das ist nochmal ein anderes Thema, aber so was könnt ihr für Safe-Messenger nutzen und wie könnt ihr bewusst Bilder auch verschicken, ja, dass ihr euch wirklich bewusst macht, du gibst das Bild aus der Hand, ja. Und auch wenn es dein Freund ist oder die beste Freundin, das kann sein, dass das in ein paar Jahren nicht mehr so ist und dann hat die trotzdem halt das Bild von dir und kann dann auch machen damit, was sie will und so. Also damit kann man schon.
SPEAKER_00Da geht's los.
SPEAKER_01Bitte?
SPEAKER_00Cybermobbing, so ist es.
SPEAKER_01Cybermobbing geht es dann los. Aber wenn man einfach nur mal über diese Bilder, so und jetzt wollte ich noch kurz sagen, wie
Recht Am Bild Im Alltag Üben
SPEAKER_01ich das auch den Eltern immer empfehle, schon ganz früh mit Kindern, dass es, ich brauche nicht erst in Klasse 7 drüber sprechen, du hast ein Recht am eigenen Bild, sondern das kann man schon ganz, ganz früh machen.
SPEAKER_00Du musst es nicht benennen. Du musst es nicht benennen. Du musst es nicht benennen. Genau, das ist ja das Beste, was es gibt. Du musst es nicht benennen.
SPEAKER_01Und das Gute ist, ich glaube, jeder, der Kinder hat, kennt das. Ich habe hier Stevens wertvollstes Kartenspiel in die Kamera. Kartenspiel legt bei mir am Schreibtisch. Also jeder kennt es, dass so Kleinkinder irgendwie, die beobachten ja auch, dass wir Fotos machen oder so. Und dann schnappen die sich manchmal irgendeinen Gegenstand irgendwann und kommen dann hin und sagen, ah, Mama, Papa, guck mal, ich mach mal ein Foto. Und da sage ich immer, sobald das passiert, sagen die.
SPEAKER_00Vielleicht sind die meisten, aber erstmal in die Kamera.
SPEAKER_01Hi, Chinese! Hi, Chinese! Kann man auch machen. Und das machen die ja, das machen die oft. Das ist ja so ein lustiges Spiel, was sich dann ergibt. Und dann kannst du hingehen und sagen, hey, das ist okay, aber du musst mich fragen, bevor du ein Bild machst. Du kannst nicht einfach ein Foto von mir machen. Und das kenne ich auch so, dass ich das immer wieder gemacht und irgendwann, so wie Kinder dann lernen, ne, Spiegelneuronen, dann gehst du zum Kind und willst tatsächlich ein Foto machen mit deinem Handy oder was auch immer mit deiner Kamera. Und dann sagt das Kind plötzlich: Warte mal kurz, Mama Papa, bevor du ein Bild von mir machst, dann musst du mich fragen. So, und jetzt habe ich ein Kleinkind, was verstanden hat, dass es ein Recht am eigenen Bild hat, ohne dass ich dem Kleinkind erklären musste, dass es ein Recht am eigenen Bild hat. So. Ja, egal. Aber wenn ich das einfach weiter spinne, dieses Kind wird aufmerksam sein dafür. Und egal, wo es in der Öffentlichkeit unterwegs ist, das wird immer checken, hey, da macht jemand gerade ein Foto oder das ist nicht cool, ja. Oder ich möchte nicht da drauf sein. Wenn jetzt jemand von spielenden Kindern ein Bild macht, einfach zum Beispiel. Ich möchte das nicht. Und dann ist es an uns Eltern, da auch für einzustehen und zu sagen, danke, dass du es bemerkt hast, ich gehe hin und spreche das einmal kurz an. So lange, bis das Kind alt genug ist und selber für sich einstehen kann.
SPEAKER_00Ja, jetzt kommt aber noch die nächste Kompetenz der Erwachsenen mit dazu. Sprech das mal so an, ohne den anderen irgendwie auf den Schlips zu treten und ihre Vorwürfe da drauf reinzuholen.
SPEAKER_01Ja, habe ich auch ein Beispiel
Spielplatz Ansprechen Ohne Streit
SPEAKER_01für.
SPEAKER_00Ja, alles gut. Ja, komm, wir machen jetzt mal praktisch. Wir machen praktisch. Ja, kenne ich auch. Warte mal, Steven, wir sprechen in Bildern, liebe Jolo. Wir sprechen mit Bildern. Wir haben mit Bildern angefangen, jetzt fangen wir auf Bild an. Steven sitzt auf dem Spielplatz, ja, und der kleine Steven spielt irgendwo rum. Ich sitze mit meinem Handy natürlich dann als, würde ich niemals tun, aber ich sitze mit dem Handy jetzt da und freue mich, was mein Kind für eine tolle Burg baut. Und Viola sitzt auf einer anderen Bank und die andere kleine Viola spielt auch im Sandkasten. Und ich habe mein Handy draußen und gehe damit so ein bisschen links nach rechts, ne? Und man könnte ja sonst was denken.
SPEAKER_01Und dann kommt die kleine Viola zu großen Viola und sagt, Mama, Mama, der Mann da hinten, der hat ein Foto von mir gemacht, glaube ich.
SPEAKER_00Was würdest du denn jetzt zu der kleinen Viola sagen? Wie würdest du reagieren und wie würdest du vor allen Dingen an den großen Steven ansprechen?
SPEAKER_01Da würde ich sagen, ja, das kann sein, also das habe ich nicht mitbekommen. Gut, dass du es sagst, gut, dass du so aufmerksam bist.
SPEAKER_00Also erstmal bestärken, sehr gut.
SPEAKER_01Genau, also ich würde immer sagen, hey, cool, dass du es merkst und dass du zu mir kommst. Und dann würde ich sagen, jetzt gehen wir mal gemeinsam hin und fragen mal nach.
SPEAKER_00Ah, okay, also Viola, die große Viola steht mit der kleinen Viola und läuft auf den großen Steven zu. Was passiert dann?
SPEAKER_01Und dann würde ich sagen: Hey, hi, dein Sohn, der spielt da so schön im Sand, ne? Und ich habe gerade, meine Tochter hat bemerkt, dass du da ein Foto gemacht hast. Kann es sein, dass sie da auch mit drauf ist?
SPEAKER_00Eigentlich habe ich nur Pokémon in der Luft gesucht. Ich habe Pokémon Go gespielt.
SPEAKER_01Oh, das ist nochmal eine Story für die nächste, für eine andere Podcast-Folge.
SPEAKER_00Aber ich bin hier eine deflektierte Papa, also sagen, ey, cool. Ich finde es voll cool, dass deine Tochter so aufmerkst ist und danke, dass du mich auch angesprochen hast. Ich hoffe, es ist okay, wenn ich hier weiter mein Pokémon Go spiele für euch. Ich mache keine Fotos. Also auch da, ne?
SPEAKER_01Also die allermeisten reagieren so, dass sie sagen, ah, warte, ich gucke einmal kurz nach. Ich glaube, ich habe jetzt nur meinen Sohn fotografiert, aber ich schaue einmal kurz nach.
SPEAKER_00Also auch da, ich habe jetzt überlegt, ob ich das lächerliche ziehe und wirklich den Agro-Peder raushängen lasse, aber wir wollen es ja hier.
SPEAKER_01Also ich habe einmal eine Situation auch erlebt, das war so Wasserfontänen, die so im Sommer, ne, so dem Brunnen, der so aus dem Boden, so Fontänen kommen, wo Kinder gespielt haben und spielen durften auch. Und dann.
SPEAKER_00Aber wahrscheinlich in Badehose, ne?
SPEAKER_01Genau, dann haben die natürlich manche auch in Unterhose, ne? Wenn die dann so, du kommst da vorbei und dann sind die Klamotten plötzlich alle nass und so und dann sind da, also ja, so. Und dann, das hatte ich dann auch beobachtet, und dann hat ein Opa von dem Kind dann angefangen, so die ganze Zeit Fotos zu machen. Und dann, mein Kind kam anher und gesagt, der macht da die ganze Zeit Fotos und ich möchte das nicht. Und die geht dann raus. Die geht dann so aus der Situation raus. Und dann habe ich gesagt, ja, jetzt lassen wir denen halt seine Fotos machen. Du bist ja hier, aber der freut, da habe ich dann auch gesehen, es war nur das eine Kind dann noch da gestanden, der freut sich jetzt halt auch, seinem Enkelkind und so weiter. Und das ging aber so die ganze Zeit und das hörte nicht auf, so mit die ganze Zeit, mit dem Handy. Und dann konnte ich meinem Kind auch nicht sagen, jetzt warte halt die ganze Zeit hier. Ich dachte, jetzt macht er halt ein paar Bilder und dann hört er auch wieder auf, ist nicht so passiert. Und dann, da habe ich dann auch überlegt, okay, wie jetzt hin? Und dann bin ich hingegangen und dann habe ich eben genau so reagiert und habe gesagt, ich verstehe das total, dass sie jetzt so eine Freude haben, da ihre Enkeltochter beim Spielen zuzugucken und dass sie da auch Fotos machen wollen. Da habe ich total großes Verständnis für. Und auf der anderen Seite gibt es einfach noch andere Kinder hier, die auch gerne hier mit dem Wasser spielen möchten. Und für die ist es halt nicht so toll, wenn sie dann da jetzt Fotos machen und die fühlen sich damit unwohl.
SPEAKER_00Okay, bitte erzähl, bitte, bitte, bitte erzähl, wie dieser Herr dann reagiert hat.
SPEAKER_01Ich finde, ich habe es total diplomatisch und gut ausgestellt. Definitiv.
SPEAKER_00Also wirklich, aber auch da, ich bin, wir sind halt sehr reflektiert, ne?
SPEAKER_01Ja, ich habe ja auch Verständnis. Ich kann das ja auch nachvollziehen, so, ne? Ich bin so gespannt. Ja, ja, er hat es nicht so nett aufgesehen, yeah, man, ich will ja jetzt nur hier und mein Enkelkind und so. Hab ich gesagt, ja, ich verstehe das auch total. Und dann war der war ein bisschen angepisst
Wenn Erwachsene Aus Ego Reagieren
SPEAKER_01dann und hat dann gesagt, dann gehen wir jetzt. Ja, so ist es so.
SPEAKER_00Aber auch krass, Mann, auch, ich finde es gerade so, also das ist auf so vielen Ebenen eigentlich schon wieder verkehrt, dass wieder der Erwachsene aus seinen Gefühlen heraus, ja, aus seinen Emotionen heraus, ein Kind mit reinzieht, was nichts mit der Situation zu tun hat. Und es ist so, ja, da merke ich einfach, wie doll manchmal Erwachsene so. Ich versuche es jetzt gut auszudrücken. Ich versuche jetzt, erstmal lassen wir kurz meine Worte weise wählen. Ich finde es schade, also nicht wirklich viele, doch ich sage es wirklich viele. Viele Erwachsene aufgrund ihrer eigenen Themen, die sie mit sich rumtragen, aus dem eigenen Ego heraus, aus den eigenen Verletzungen, die sie mit sich rumtragen, also aus ihrem Rucksack dran. Rucksack und Ego, so, die zwei Themen. Manchen, also den Kindern in manchen Situationen einfach mal die Kindheit, also Situation in der Kindheit, verkacken. Auf gut Deutsch gesagt. Und es wird ja immer weiter runtergegeben. Und ich frage mich ja, ja, jetzt kommt so eine Bewegung auf, die sagt, hey, Kinder stärken. Und wohlwollend, empathisch. Hier sitzen zwei davon im Podcast gerade. Was muss passieren, dass sich das wendet? Also dass es nicht nur wirklich einzelne Individuen gibt oder Vereine gibt, sondern wirklich, und jetzt gehe ich mal auf die nächste Ebene nach oben, so auf politischer Even. Ich bin immer derjenige, sagt, ja, es fängt auf der persönlichen Eben an, auf der individuellen Even. But what must then passieren? And it's so viele Ästerungen von unserem lieben Herrn Bundeskanzler, and this spread eiskalt an, yeah, but it must an exprobe werden, there nimmt dann Themen and müns dir auf irgendwas ganz anderes, yeah, and start of einfach mal oder nimmt seine eigenen Töchter mit in so eine Debatte rein. Und ich aber denke, hey, ich würde mich in Grund und also ich als Steven, die Töchter sind anders sozialisieren und aufgewachsen, ich kann jetzt nicht für dich sprechen, ich würde mich in Grund und Boden schäben für so eine Aussage. Aber auch da sind wir wieder bei diesem Kartenspiel, was nämlich Werte. Und ich finde es so schade. Und ey, liebe Eltern, danke, dass ihr unser Podcast hört. Danke, dass ihr etwas bessern wollt. Oder alle, die uns zuhören.
SPEAKER_01Ich glaube, das ist eben, das haben wir auch in einer Podcast-Folge schon angesprochen, wo es um die Hochsensibilität ging. Und das kann man aber auch, glaube ich, nicht oft genug ansprechen. Wie du es jetzt gerade gesagt hast, es gibt so eine Bewegung von wir machen es besser, wir machen es bewusster oder wir werden uns auch vieler Themen bewusst. Wir haben das Privileg auch jetzt in dieser Elterngeneration, dass wir uns diese Themen bewusst machen können. Also wir haben so eine Zeit gehabt, Nachkriegsgenerationen, wo die hätten sich gar nicht mit solchen Themen befassen können. Es ging um Aufbau um Arbeit, da mussten Dinge laufen. Wir sind jetzt einfach gesellschaftlich auch in einer Situation, wo wir uns diesen Themen zuwenden können. Und das passiert jetzt ja einfach gerade viel, dass wir uns bewusst machen, warum handle ich es so, was sind die Trigger und so weiter.
SPEAKER_00Ja, jetzt könnten wir wieder auf die Bedürfnispyramide, die Maslow-Fische Bedürfnispyramide eingehen, warum die jetzt langsam erst nach da oben kommen.
SPEAKER_01Ja, und das eben auch, was ich auch oft bemerke, ist, ganz viele wollen es so gerne richtig und anders machen für ihre Kinder. Aber es fängt halt mit uns an, ja. Und da unter spreche ich auch aus eigener Erfahrung als Mama. Das habe ich auch immer wieder, ich bin da total ehrlich mit. Ich bin auch, wenn ich mit Eltern spreche, immer total ehrlich mit. Ich sage, boah, bei mir gibt es auch so viele Sachen, die mich triggern. Und wo ich denke, was für eine doofe Mama bin ich jetzt eigentlich für mein Kind, ja, oder wie blöd habe ich da eigentlich reagiert.
SPEAKER_00Schönen destruktiven Gedanken, ja. Ihr kennt aber jeder Elternteil, ne? Also egal, ob es im Kind ist oder wie du das jetzt gerade sprichst.
SPEAKER_01Wenn du dann Therapeutin bist und dann springt zusätzlich noch so ein Therapeutengehirn an, dann irgendwann was dann sagt, du hast jetzt deinem Kind die und die Schädigung und es hat jetzt den Schaden und so durch dich und so. Das passiert noch zusätzlich. Aber.
SPEAKER_00Gut, dass du es nicht aussprichst.
SPEAKER_01Bitte?
SPEAKER_00Gut, dass du die Sachen zu deinem Kind nicht aussprichst, was du noch alles denkst.
SPEAKER_01Was ich da passiert ja hinterher meistens nicht in der Situation. Aber ich glaube einfach, der große Unterschied ist dann, dass wir entwickeln uns mit unseren Kindern gemeinsam. Also es ist nicht nur so ein, ich mache es jetzt anders für mein Kind, das funktioniert nicht, weil dann rennen wir genau in die gleiche Richtung. Sondern ich muss bei mir erstmal gucken, ey, warum triggert mich das denn? Und das kann ich nicht, das kann ich nur hinterher, wenn solche Situationen entstanden sind, dann kann ich das auflösen anschauen und dann kann ich sagen, weil oftmals tragen wir einfach solche Themen und Muster auch manchmal über Generationen einfach in uns und es reicht nicht eine Generation, die all die Themen löst, aber ich finde, was wir einfach uns schon klar machen dürfen, ist, wir geben unseren Kindern schon eine andere Voraussetzung mit und unsere Kinder werden wahrscheinlich auch sagen, was wart ihr für Eltern und so. Und das wird immer eine Schicht tiefer gehen von Generation zu Generation. Und wir können
Abschluss Mut Für Deine Kinder
SPEAKER_01einfach auch nur so viel schaffen, wie wir schaffen können.
SPEAKER_00Ich würde gerne, ich finde es gerade super rund und ich würde gerne die Folge mit sowas Runden abschließen, in dieser Bildsprache, die wir jetzt die ganze Zeit benutzt haben. Liebe Eltern, liebe Zuhörerin, seid nicht der Miese Peter Opa in den Wasserfontänen oder bei den Wasserfontänen, seid der empathische Steven, der sagt, ach warte mal, ich gucke mal nach, ob ihr Kind damit drauf ist. Und falls ja, lösche ich das natürlich wieder. Seid diese Person. Seid dieser Mensch.
SPEAKER_01Und traut euch. Traut euch für eure Kinder, da auch aufzustehen.
SPEAKER_00Ja, genau. Tut's für die Kinder. Tut's nicht für euch, tut's für die Kinder. Liebe Viola, was für eine tolle, tolle Folge. Vielen, vielen lieben Dank dafür. Und ich freue mich auf die nächste Folge.
SPEAKER_01Danke dir.
SPEAKER_00Ciao.