Handy, Herz & Hirn - für stressfreie Mediennutzung in der Familie

#25 Zwei Kugeln Eis gegen Dein Geburtsdatum

Steven Pfeiffer und Viola Hoffmann

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 33:51

Send us Fan Mail

Wir nehmen uns echte Alltagsbeispiele vor, die zeigen, wie schnell wir unsere Daten gegen Bequemlichkeit und Unterhaltung tauschen. 

Wir verbinden Pokémon Go, Social-Media-Trends und KI so, dass klar wird, warum „nichts zu verbergen“ ein gefährlich beruhigender Satz ist.  

  • Pokémon Go als Beispiel für Standortdaten und unbezahlte Datensammlung 
  • Daten als Währung bei kostenlosen Apps und Plattformen  
  • „Ich habe nichts zu verbergen“ im KI-Zeitalter kritisch eingeordnet  
  • Deepfakes, biometrische Merkmale und warum unser Unterbewusstsein beim Scrollen mitlernt  
  • Unterschied zwischen Suchmaschine und generativer KI im Schulalltag  
  • Trends wie „2016 vs 2026“ als Trainingsdaten für KI und Gesichtsmodelle 
  • Kommentarspiele wie „Schreib deine Stadt“ als unterschätzte Datenspur  
  • Eiswagen-Experiment als Realitäts-Check für Datenschutz  
  • Kundenkarten, schnelle Belohnung und bewusste Entscheidungen bei Messengern  

In der Folge erwähnen wir das 2022 durchgeführte Experiment von Threema "Eiscreme mit persönlichen Daten bezahlen": https://threema.com/de/blog/eiscreme

Wie bewusst du mit deinen Daten umgehst und was du eventuell verbessern könntest, findest du hier bei einem privacy-checkup ganz gut heraus: https://privacy-checkup.info/de

  


Folge uns gern auf Instagram unter @Handy, Herz und Hirn und schreibe uns deine Fragen und Themenwünsche als Nachricht oder du erreichst uns natürlich auch per E-Mail unter: handy.herz.hirn@viola-hoffmann.de

Hier kommst du zu unseren einzelnen Internet Auftritten: 

Steven:

Viola:


Wir freuen uns über deine Nachricht und dein Feedback! ☺️

Liebe Grüße,

Steven und Viola

Willkommen Bei Handy Herz Und Hirn

SPEAKER_00

Weniger Stress und mehr Leichtigkeit im Umgang mit den digitalen Medien. Das wünschen sich so viele Eltern. Aber wie klappt das eigentlich im vollen Familienalltag und was gibt es da alles zu beachten? Genau darum geht's hier bei uns im Podcast Handy, Herz und Hirn. Deine beiden Experten im Gespräch. Ich bin Viola Hoffmann, Gründerin von Gesund Digital Aufwachsen.

SPEAKER_01

Und ich bin Steven Pfeiffer, Gründer des Bildungsunternehmens im Hopserlauf. Jeden Donnerstag bekommst du hier eine neue Folge rund um die Welt der digitalen Medien. Wir bieten dir unser fundiertes Hintergrundwissen, erzählen aus unserem Arbeitsalltag mit Eltern und Kindern und teilen praktische Tipps für mehr Leichtigkeit, Klarheit und Freude im Umgang mit Bildschirmmedien. Ganz nach dem Motto: bewusst begleiten statt verbieten.

SPEAKER_00

Und das alles ganz authentisch und mit einer Prise Humor. Aus unserem Alltag, für deinen Alltag und für eine gesunde Zukunft unserer Kinder. Mach's dir jetzt bequem und lass dich inspirieren. Hallo und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge Handy, Herz und Hirn. Für alle, die uns nicht sehen können, das sind die allermeisten. Der liebe Steven, der liegt heute in seinem, liegt in seinem mobilen Podcast-Studio mit Hund vom Sofa. Sieht sehr entspannt aus bei dir, Steven. Hi.

SPEAKER_02

Hallo, schön, dass wir uns hier zusammengefunden haben.

SPEAKER_00

Das passt ganz gut zu unserem Intro heute, ne? Weil, was sag ich, am Ende sage ich dann nicht, mach's dir bequem und lass dich inspirieren oder sowas. Hast du es heute ein bisschen ernst genommen, ne?

SPEAKER_02

Also, Viola, wenn du das sagst, dann musst du stimmen, ne?

SPEAKER_00

Ja, da bin ich mal gespannt, aber du bringst die Inspiration heute mit für uns. Und du hast ein Thema mitgebracht. Erzähl mal.

Pokémon Go Und Die Versteckte Karte

SPEAKER_02

Ich musste mal wieder so ein bisschen über mich selbst schmunzeln in mehrerlei Hinsicht. Und zwar wie leichtsinnig wir eigentlich mit unseren Daten umgehen. Also wie leicht gläubig. Und auch wenn ich darüber rede, und ich glaube, ich tue mein Bestes, ja, also aus bestem Gewissen heraus, aus dem besten Wissensstand. Doch, ich bin da über so ein Beispiel gestolpert. Kennst du Pokémon Go?

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Ja, genau.

SPEAKER_00

Okay, I know.

SPEAKER_02

Und als ich das gelesen habe, also was da ist.

SPEAKER_00

Nee, musst du es nicht erzählen. Erzähl dir so ein bisschen.

SPEAKER_02

Was da passiert ist, ich dachte, ja, krass. Also erstmal, es haben, ich glaube, Milliarden gespielt. Also Pokémon Go. Ich glaube, die meisten kennen Pokémon. Also zumindest die, die so in unserer Generation aufgewachsen sind oder die eigene Kinder haben. Die kennen definit Pokémon. Das sind diese kleinen animierten Figuren aus irgendwo aus Asien. Ich weiß nicht mehr, wo sie herkommen. Ultraberühmt. Also zu meiner Schulzeit, doch zu meiner Schulzeit war das, da habe ich so den ersten Kontakt gehabt. In der Grundschule. Also wirklich Grundschule, nicht Oberschule, Grundschule, ne? Also so in den 90ern muss es gewesen sein. Und damals gab es irgendwie 150 Pokémon, mittlerweile gibt es zu viele.

SPEAKER_00

Diese Karten waren das, ne?

SPEAKER_02

Ja, genau, genau. Irgendwann kam auch Karten. Genau. Es kam aber nicht mit, es hat ja nicht mit den Karten angefangen. Es hat ja damit angefangen mit, ich glaube, mit der Serie. Es war eine Anime-Serie, die rübergeschwappt ist. Dann kam auf einen Game Boy, glaube ich, eine rote und eine blaue Version raus. Also so zwei verschiedene Gameboy-Versionen, die du spielen konntest. Ich hatte natürlich beide gehabt, weil du konntest dann auch über so ein Kabel mit anderen Kumpels Pokémon tauschen. Von Gameboy zu Gameboy war richtig gut. Noch ultra viel Spaß gemacht. Irgendwann kamen da immer mehr Versionen raus, dann kamen natürlich noch Pokémon-Sammelkarten raus. Und jetzt kleiner Spoiler, ich habe all meine Karten verkauft, worüber ich richtig ärgere, weil die richtig scheiße viel Kohle wert sind mittlerweile. Ja, also es ist absolut absurd, was da für Geld fließt. Also nicht nur irgendwie von 10, 20, 100 Euro, sondern wir sind da glaube ich, glaube ich, im Tausender Bereich mittlerweile bei manchen Karten. Vielleicht sogar mehr. Ich müsste mal nachgucken. Aber auf jeden Fall, ne, und dann hat Pokémon irgendwann so richtig krasses Revival gehabt, ne, aufgrund der Smartphones und aufgrund von AR, also Argumented Reality. Das heißt, du machst, du nimmst dein Handy und filmst, dann machst du, also filmst, machst du die Kamera an und dann kommen da irgendwelche Pokémon. Und das war Pokémon Go. So, du konntest dann in der realen Welt, also du konntest mit deinem Handy durch die Gegend laufen und Pokémon einsammeln. Du brauchst es keinen Gameboy mehr, ne? Du musst dir einfach nur die App runterladen und dann konntest du durch die Gegend wandern, dann gucken, oh, da gibt es dann Pokémon, kann ich mir jetzt einfangen und so weiter. Also es waren Massen an Menschen unterwegs.

SPEAKER_00

Viele Leute rumlaufen, sehen immer, ne?

SPEAKER_02

Ja, genau. Überall, in die Bäume haben sie es hochgehalten, ihr Handy und geguckt, gibt es da irgendein Pokémon. Und ja, die App hat natürlich Daten.

SPEAKER_00

Das ist jetzt passiert.

SPEAKER_02

Ja, die App hat Daten gesammelt.

SPEAKER_00

Ja, 2026.

SPEAKER_02

Yeah, genau. Ich weiß gar nicht, ob es 2026 war, aber egal, irgendwo jetzt in den letzten zwei, drei Jahren ist es passiert. Und die haben natürlich Daten gesammelt. Und zwar Standortdaten. Und Pokémon Go oder die Entwickler dahinter, die haben so ganz geheim eine Karte gebaut. Also die haben die Daten genommen und eine Karte gebaut. Und zwar nicht wie Google Maps, wo du rumfährst mit dem Auto, sondern die sind in ein Terrar reingegangen, wo halt, die haben Milliarden an Menschen benutzt, um ihre Karte zu bauen. Umsonst.

SPEAKER_00

Ist ja total praktisch eigentlich.

SPEAKER_02

Ja, umsonst.

SPEAKER_00

Aus Unternehmenssicht ist es doch nicht.

SPEAKER_02

Aus Unternehmenssicht richtig smart, aber ich weiß gar nicht, ob die Menschen nicht darüber bewussten. Ja, die hatten Spaß und allen drum dran, ist ja gut.

SPEAKER_00

Ich war mir darüber bewusst.

SPEAKER_02

Ich war darüber gar nicht bewusst. Ich habe es nie gespielt.

SPEAKER_00

Ich habe es auch nicht gespielt. Ich habe nur Leute beobachtet auch und dachte, warte mal, aber die filmen ja die ganze Zeit und das waren ja nicht nur, wie du jetzt gerade in dem Beispiel gesagt hast, so draußen und in Bäumen, sondern das ist ja auch in Innenräumen, im Wohnzimmer, in Privaträumen. Überall wurden ja da, und dann dachte ich, also ich habe damals schon so eine Antenne gehabt, die gesagt hat, irgendwie, es wird ja die ganze Zeit gefilmt. Was passiert denn mit den Daten? Aber vielleicht ist das eine kleine Berufskrankheit, ich weiß es nicht. Sowas immer gleich mich sowas frage oder direkt erstmal hinterfrage. Ja, und jetzt kam das raus.

SPEAKER_02

Und das krasse ist ja, wie wir, also wir, wir Menschen, Unternehmen dabei helfen, ja, kostengünstig oder kostenlos in dem Fall, ja, aus Unternehmenssicht die weiterzuentwickeln.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Und dann gibt es ja auch noch den anderen Punkt. Man munkelt, es gibt Gerüchte, dass die Apps sich, also die sind jetzt nicht bestätigt, das sind wirklich nur Gerüchte, das kann ich jetzt wirklich nicht bestätigen, aber dass die sich auch in Unternehmen bezahlen lassen haben, um seltene Pokémon in gewissen Locations zu platzieren, in der Nähe von McDonalds zum Beispiel. So, und was passiert denn dann auf einmal? Du bringst, also krankes Marketing auf jeden Fall, ne? Also krank im Sinne von, wow, richtig genial, ne? Auch spooky. Aber du bringst dann halt wirklich Menschenmassen an einen bestimmten Ort. Was wird denn meistens passieren, wenn du so vor McDonalds stehst? Bei den meisten Menschen, auch bei mir manchmal.

SPEAKER_00

Ich würde nicht reingehen und eine Pommes kaufen, auf gar nichts mehr. Ja, ja, genau.

SPEAKER_02

Also niemand, würde niemand machen, ne? Niemand würde da reingehen und irgendwas kaufen, ne? Aber auch da wieder mal.

SPEAKER_00

Oder man schon mal da ist, ne?

SPEAKER_02

Ja, genau. Also, Gesetz der großen Zahlen, da werden schon so ein paar hundert reingehen dann. Wenn die sich da die Pokémon irgendwie angucken und so. Oder vielleicht machst du auch so krass, dass du sagst, hey, das Pokémon muss da drinnen gefangen werden. Also es ist so riecht, also ja, das fand ich schon echt spannend.

SPEAKER_00

Also es ist einfach, es ist an vielerlei Stellen so, machen wir uns das überhaupt nicht bewusst, wo wir mit unseren Daten bezahlen, glaube ich.

Wenn Daten Mehr Wert Sind

SPEAKER_00

Also grundsätzlich ist ja, ich meine, das kennst du auch oder das sage ich auch immer zu den. Zu den Eltern und zu den Schülern eigentlich auch. Also wenn du wenn du was nicht bezahlen musst, dann bezahlst du mit deinen Daten fertig aus. Und das ist, das ist die höchste Währung im Moment für große Unternehmen, ja. Und das, was ich immer wieder so spannend finde, ist, dass viele dann mir dann so antworten und sagen, ja, ich hab doch nichts zu verbergen. Die geilste Antwort, ne? Ich habe doch nichts zu verbergen. Dann sollen die halt meine Daten haben.

SPEAKER_02

Ja. Aber, ja, sag. Ja, ja, spannend. Weil jetzt sind wir ja im KI-Zeit halt angekommen. Ich hab doch nichts zu verbergen. So. Du trainierst aber jetzt einfach die nächste Generation an Software. Und die wird, also die wird, also was da mittlerweile dann Geld reinfließt. Also ich sag nur, Meta streicht irgendwie 8000 Jobs, ne? Gibt aber irgendwie 150 Milliarden aus, um die KI zu trainieren.

SPEAKER_00

Ja. Das machen die nicht aus Hobby.

SPEAKER_02

Nee, und ich sag mal, also Google, also Alphabet, die das Mutterunternehmen, Meta, Microsoft, Oracle, also Orakel, die haben mittlerweile, also die Verträge sind unterschrieben, glaube ich, 700 Milliarden kombiniert in die Infrastruktur investiert, also in Energie, in den Energiesektor, im Rechenzentrum zu bauen oder so. 700 Milliarden. Und die sind fest, also diese Verträge sind schon unterschrieben. Das wird in den nächsten Jahren jetzt aufgebaut. Also egal, ob es durchgeht oder nicht. Also die müssen sie bezahlen. Und es heißt ja auch dann schon wieder, was das für Auswirkungen so auf unsere Ressourcen, Energie und alles hat. Das ist schon krass.

SPEAKER_00

Das ist ja enorm, die ganze Zeit.

SPEAKER_02

Ja, genau, also einfach dieses Bewusstsein schaffen, wie viel wirtschaftliches Kapital hinter unseren Daten steckt. Wir geben die Daten raus, die trainieren die KI, oh, super KI, oh, wir brauchen mehr Energie. Also da ist ja ein riesen Rattenschwanz und wir sagen, wir haben nichts zu verbergen. Ich habe jetzt gerade gesehen, dass warum Leute die Finger also nicht mehr so mit der Hand in Seite nach außen zeigen sollten, wenn sie Selfies machen oder Fotos machen, weil, also wenn das Foto eine gut genug Auflösung hat, können die damit deine Fingerabdrücke kopieren. Also wie absurd.

SPEAKER_00

Cyber-Kriminologe waren schon seit Jahren davor tatsächlich, Thomas Gabriel Rüdiger, also das kannte ich schon seit ein paar Jahren, hat der das schon gesagt. Jetzt kommt das so ein bisschen raus, weil wir einfach eine KI haben, die das so einfach kann. Und das gleiche gilt auch für die Augen, für die Iris. Also ich habe schon in Profil, neulich habe ich ein Profil gesehen, ich weiß gar nicht mehr, wo es war, Augen immer ist und ich dachte, was ist mit dem? Bis ich verstanden habe, dass es einfach oder immer eine Brille oder irgendwas auf, ne, dass es einfach Selbstschutz ist. Wenn du halt deine Augen da in die Kamera hältst. Das ist ja auch wie ein Fingerabbruck quasi für die oder Gesichtserkennung dann.

SPEAKER_02

Ja, jetzt muss ich mal kurz überlegen, ist es, genau, es gibt ein Instagram-Profil, das heißt Herr Tech. Also das ist richtig gut, ne? Und er war mittlerweile, er hat es ja wirklich in die, ich glaube, in die öffentlich-rechtlichen Medien geschafft, wo sie, also im Öffentlich-Rechtlichen sein Video benutzt haben, was aber KI generiert ist und gesagt, guck mal, yeah, yeah, also darauf muss man achten. Und er hat sich einfach KI generiert, so ein komisches Gerät auf den Kopf gesetzt und in einer Kamera, komische Punkte ins Gesicht kleben lassen, alles KI generiert. Und haben gesagt, darum musst du, wie verrückt, wenn du das und das machst, dann kannst du es nicht mehr unterscheiden. Aber selbst dieses Video war KI generiert. Und es ist so, so krass. Mittlerweile, wie gut die sind. Und wie genau man aufpassen muss. Und ich glaube, 99% der Menschen können es mittlerweile nicht mehr unterscheiden, wenn sie ein richtig gut gemachtes KI-Video sind.

SPEAKER_00

Ja, beziehungsweise, also was ich feststelle, ist auch, dass ich warne einfach auch schon länger davor ist, dass unser, wenn wir schnell durchscrollen durch ein Feed, dann kann unser Unterbewusstsein unterscheidet es nicht mehr. Ja, und du scrollst durch und du siehst Inhalte und du guckst da nicht drauf und sagst, oh, guck mal, das ist KI, das will ich lieber nicht sehen, sondern dein Unterbewusstsein wird ja trainiert, sodass solche Inhalte, die so aussehen, auch zum neuen Normal werden. Und neulich habe ich auch so einen Beitrag gesehen, wo dann wo es nicht offensichtlich war, dass es KI generiert war auch. Und dann haben so ein paar, habe ich, ich gucke immer gerne so in die Kommentarspalten. Und dann hatte jemand geschrieben, ja, euch ist schon klar, dass das KI ist und so, und dass es so überhaupt nicht sein kann. Und dann schrieben mehrere Leute, ja, ist mir doch egal, ich finde es trotzdem cool. Und ich hab drauf, ich habe es so ein emotional sehr ansprechendes Video und so, und ich habe trotzdem geheult gerade und so, ja. Also es ist, was so Emotionen total angesprochen hat. Und ganz viele haben gesagt, it's mir egal, it's mir egal, it's mirror egal. Und da klingeln immer so meine Alarmglocken, weil ich denke, so wo steuern wir hin und was ist, wir haben schon ausführlich gesprochen, auch hier über Menschlichkeit und KI. Falls du die Folge nicht gehört hast, hör da nochmal rein. Wenn es den Leuten wissentlich egal ist, ob sie jetzt ja anscheinend, ja gut, es ist halt, es ist halt wurscht.

SPEAKER_02

Also auch da, ne, das sind auch der, das sind auch das sind Daten, Informationen, die wir uns über uns preisgeben. Das heißt, war es wahrscheinlich auf Instagram, oder?

SPEAKER_00

Ich weiß nicht mehr, wo KIK.

SPEAKER_02

Also du gibst den Algorithmus der Plattform ja die Information, hey, ist mir egal, ob ich jetzt KI generierten Content sehe oder nicht.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Und dann weiß ich auch, okay, cool, ne, dann können wir ja KI-Content pushen. Der wird gerade sowieso unfassbar gepusht.

SPEAKER_00

Ja, total. Und das finde ich auch eben spannend, wenn wir darüber, das hast du im Vorfeld kurz gesagt, wenn wir darauf gucken, auch wie so eine KI lernt und trainiert wird und es passiert ja durch unsere Daten mit unseren Daten, die wir liefern.

Suchmaschine Oder ChatGPT Verwechseln

SPEAKER_00

Das ist auch spannend, wenn ich mit Kindern und Jugendlichen darüber spreche, weil oft so kommt, ja, also die können manchmal nicht mehr auseinanderhalten, was ist eine Suchmaschine und was ist ChatGPT. Und wenn ich dann so frage, ja, wie funktioniert denn, oder wir uns das dann anschauen, wie funktioniert denn eine Suchmaschine? Was macht die? Was durchsucht eine Suchmaschine? Welche Keywords brauche ich, damit ich ein gutes Ergebnis finde und so weiter. Und was macht KI? Also greift eine KI automatisch auf die gleichen Ressourcen zurück wie eine Suchmaschine oder nicht. Und wenn wir uns das angucken, wie das aufgebaut ist, vielen einfach und ich glaube auch vielen Erwachsenen gar nicht bewusst, so dass KI nur so gut ist wie die Infos, die sie halt gefüttert kriegt. Also es gibt natürlich auch jetzt schon die Suchmaschinen machen sich KI zunutze. Also dann gibt es schon KIs, die auch, die den Befehl haben durch Suche mit Hilfe von Google, die und die Netzbeispiele und so weiter, das gibt es schon auch, aber viele KIs funktionieren so, dass du ja, ich kann den ja als Entwickler erzählen, was ich will, die trainieren, wie ich will, und darauf greift die KI zurück. So, und du hattest das Beispiel vorhin, off-Microphone schon gesagt, wenn wir diese, oder diese, das hatte ich heute gepostet, ne, diese Trends, so, wie war es früher

2016 Vs 2026 Trainiert Gesichter

SPEAKER_00

oder was? Um was ging es da noch?

SPEAKER_02

2016 vs. 2026.

SPEAKER_00

Genau, sowas, ne? Also, dass man dann da so Bilder posten sollte von sich, von 2016 und heute. Solche Trends gibt es ja immer wieder auch auf Social Media Profilen. Was machen wir denn damit, Steven, wenn wir das posten?

SPEAKER_02

Ja, also das ist ja tatsächlich, wir trainieren die KI, weil wir geben der, also weil, und jetzt, wieso trainieren wir die KI? Weil ich bleibe jetzt mal bei Instagram. Aber ich bin ziemlich sicher, dass die anderen Plattformen das auch machen. Weil jede Social Media Plattform sagt ja mittlerweile, wenn ihr die Fotos hochlegt, haben wir die Rechte. Wir können die benutzen. Wir können die benutzen, um unsere KI trainieren. Ach super, cool. Dann kommen jetzt auf einmal Millionen, Milliarden von Fotos, nicht mehr aus 2026, sondern hey, aus 2016. Guck mal, so sahen die Menschen in 2016 aus. Das haben sie gemacht. Und wie viel Wissen in diesen Fotos drinsteckt, ist schon unfassbar krass. Das ist manchmal so einen kleinen Spoiler. Wir haben demnächst einen Gast. Da geht es auch um Fotos, um Kinderfotos. Kinderfotos im Netz. Wer der Gast ist, verrate ich noch nicht, aber es wird eine richtig, richtig gute Folge. Klar könnten wir beide auch über Kinderfotos im Netz sprechen, aber wir dachten uns, nee, für so ein wichtiges Thema laden wir uns doch mal eine Expertin ein. Und da freue ich mich richtig, richtig doll auf. Wenn dieser Gast auch wirklich im Bundestag war, also wirklich mit der Regierung spricht, ne, also okay, gut, reicht. Gutachten, Rechtsgutachten erstellen lassen hat. So, egal. Ja, auf jeden Fall. Mit diesen ganzen Fotos trainieren wir die KI, ne? Und zwar nicht aus aktuell, weil die KI kam OpenAI 2019 oder so. Also wann kam ChatGPT raus? Ich glaube Punkt 19, 20, 21, irgendwie so in dem Dreh.

SPEAKER_00

Aber bis es jetzt wirklich halt flächendeckend genutzt wird, das ist ja auch.

SPEAKER_02

Letztes Jahr. Letztes Jahr, dieses Jahr ist ja wirklich exponential.

SPEAKER_00

Das heißt, die Daten, worauf KI, die KI zurückgreift, die sind noch recht jung. Also es ist doch total praktisch auch wieder aus der Sicht, wenn ich jetzt sage, ey, gib mir doch mal Bilddaten, die viel älter sind als 2019 oder 20 oder 2021. Weil dann kann ich sehen, wie entwickelt sich denn ein Mensch, wie verändert der sich denn im Alter und wofür wird das dann verwendet? Das wird dann verwendet dafür, KI trainiert, ah, okay, so verändert sich jemand. Und wenn ich dann Bilder generieren möchte mit einer KI zum Beispiel, dann geht es natürlich viel leichter. Wenn ich sage, genereriere mir eine Frau, die ist 36, braunhaarig, bla bla bla und so. Und dann kann die KI schon ziemlich treffsicher das generieren, weil sie entsprechend Daten gefüttert bekommen hat.

SPEAKER_02

Und ich wette, ich wette, wenn du nur das reingeben würdest, würdest du eine tendenziell hellhäutigere Frau rausbekommen, anstatt eine tendenziell dunkelhäutige. Und da sind wir ja schon wieder beim Bias. Es ist einfach krass, wie ja doch, also die KI ist nicht neutral. Weil wir trainieren sie nicht neutral. Die wurde nicht neutral trainiert. Und ich glaube, das wird spannend, ob das jemals rückgängig zu machen ist. Können wir sie jemals rückgängig machen?

SPEAKER_00

Nein.

SPEAKER_02

Also ich glaube, der einzige Grund, oder der einzige Weg, wie wir es schaffen könnten. Also rückgängig können wir es nicht mehr machen, außer fertig, so Punkt. Aber ich glaube, das Einzige, was wir machen können.

SPEAKER_00

Und dann schwer davon aus, ich kann nicht von es bewusst nutzen.

SPEAKER_02

Wenn wir Sachen generieren lassen, also ich rede jetzt von der generativen KI, gar nicht mal im Trainieren, sondern wirklich, die dahin zu trainieren, oder nicht die trainieren, sondern dass wir uns selber trainieren, sie bewusster zu nutzen. Also jetzt auch bewusster mit unseren Daten umgehen. Was für Daten gebe ich da rein?

SPEAKER_00

Ist das jetzt wirklich nötig? Also die Downside ist ja auch, dass ich so viele diese KIs nutze, auch Text-KIs und wir uns Stück für Stück abhängig machen davon. Und dann also ich spreche nicht von uns, sondern jetzt auch Kinder und Jugendliche, ne? Also wenn ich einfach von vornherein da viel mit umgehe und das erlebe ich auch schon viel in den Schulen, ja, dass einfach viele komplexe Themen nicht mehr selber gedacht werden können, weil das Gehirn gar nicht mehr. Die Möglichkeit hat, mal komplexe Lösungen sich zu erarbeiten, dass dann so die Gefahr besteht, dass man sich einfach immer abhängiger macht davon auch. Und dann brauche ich natürlich auch irgendwann eine Bezahlversionsklane. Und dann wieder. Geht der Ball ja weiter.

SPEAKER_02

Auch da, ich würde den Bogen nochmal zu Daten machen, weil du ja gerade gesagt hast, hey, wir sind gar nicht in der Lage, diese komplexeren Sachen zu lösen, weil wir ja dann auch dort wieder, um komplexe Sachen zu lösen, Daten in die KI eingeben, um das Problem zu lösen. Also wir füttern sie immer mehr mit Daten. Und dann sagst du halt, hey, ich bin also wenn der oder die Schülerin gut ist, würde dir ja sagen, hey, ich bin Schülerin in einer siebten Klasse, habe folgendes Problem, mein Mathe-Lehrer, vielleicht sogar noch den Namen des Mathellehrers reingehen, ich habe keine Ahnung, Grund, also den Schulnamen, hat mir folgende Aufgabe gestellt. Hilf, also jetzt wir reden von einer wirklich bewussten und guten Schülerin, die sagt halt, hilf mir mal, diese Aufgabe besser zu verstehen, stell mir gewisse Fragen, damit ich es selber verstehen kann, ohne mir die Antwort zu geben. So, das wäre die perfekt. Das wäre wirklich richtig gut, ja.

SPEAKER_00

Gut gepromptet.

SPEAKER_02

Gut gepromptet, aber auch da braucht man eine gewisse Kompetenz für. Aber die meisten sagen einfach, hey, ich bin an der siebten Klasse, meine Mathe-Aufgabe ist XYZ. Wie gehe ich da ran? Was ist die Lösung? Wie löse ich diese Aufgabe? So, und dann wird der Lösungsweg dir schon vorgegeben.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Also das ist ja.

SPEAKER_00

Eine Gehirnentwicklung.

SPEAKER_02

Gehirnentwicklung. Nee, keine Gehirnfläche.

SPEAKER_00

Die weiße Masse verschwindet in dem Moment. Mehr und mehr und mehr.

SPEAKER_02

Definitiv. Aber ich, ich hast du auch noch so ein Beispiel, also ich habe noch eins, das würde ich noch gerne erzählen und dann würde ich gerne einmal, vielleicht hast du ja auch noch ein Beispiel. Ach du, das hast du gerade genannt, mit dem Trend. Stimmt ja, da waren die ja schon. Sie sagen, 2016 versus 26, wie wir die KI damit trainiert haben, mit dem Bildmaterial. Aber es scheint auch so ganz harmlos, ne, wenn, und darüber war ich mir gar nicht bewusst. Ich habe gesehen, dass MentrainerInnen, MedienpädagogInnen so in Kursen Experimente mit den Kindern gemacht haben und über Social Media, haben gesagt, ey hier, ich habe ein Experiment gemacht in der Klasse, XYZ, ne, und wollen mal gucken, wie weit dieser Beitrag, wen das alles erreicht. Schreib doch mal in die Kommentare, aus welcher Stadt ihr kommt. Ja, jetzt hast du da dann ganz viele Leute, wo du dann sofort weißt, vielleicht haben den Standort gar nicht bei sich drin, haben im Profil alles richtig gemacht, kein Standort, bei den Bildern kein Standort. Schreib jetzt aber in den Kommentaren, ich komme aus Berlin, ich komme aus Nürnberg, komm aus Buxehude, Wolfsbüttel, Chemnitz, was auch immer, ne? Und ich habe denke, ja krass. Wie viel wir darüber über uns preisgeben, ne?

SPEAKER_00

Genau.

SPEAKER_02

Also um vermeintlich, Kindern zu helfen. Unvermeintlich Kindern zu helfen, dann guck mal, wie schnell so ein Beitrag viral gehen kann. Also mit dem Ding gehst du eh nicht viral, muss man brauchen. Aber ja.

SPEAKER_00

Naja, aber es reicht ja halt schon mal tausend Leute, ist ja aber was wollte ich gerade sagen.

SPEAKER_02

So viel zur weißen Masse.

SPEAKER_00

Danke.

SPEAKER_02

Ja, aber es ist ja vollkommen okay. Also wir sind, wir reden ja, wir reden die ganze Zeit.

SPEAKER_00

Neulich habe ich ein Feedback bekommen zu unserem Podcast und dann hat jemand gesagt, also ich finde, ihr könntet euch öfter mal uneinig sein. Manchmal ist so ein Gespräch auch gut, wenn man nicht immer so einer Meinung ist. Wir sind, glaube ich, oft relativ, nicht immer 100 Prozent, aber schon sehr.

SPEAKER_02

Ja, gut, also wir wegen uns ja auch in die gleiche Richtung. Wir wollen ja sehr wohlwollend für, also wir wollen ja was verändern.

SPEAKER_00

Vielleicht müssen wir uns das mal zu Herzen nehmen, Steven, und mal eine Podcast- und Streit-Podcast-Folge.

SPEAKER_02

Ja, Jonah, das ist richtig scheiße, was du erzählst. Das kannst du doch nicht machen. Was soll denn das? Oh, oh, da kam der Berliner in mir raus. Oh, spannend. Was wollen das?

SPEAKER_00

Beim Fluchen. Guck mal. Dann fluchen wir auf Berlinerisch und auf Schwäbisch.

SPEAKER_02

Das verstehe ich aber nicht, wenn du irgendwas zu mir sagst.

SPEAKER_00

Auf Schwäbisch fluchen ist sehr süß. Es gibt sehr süße Frage. Also

Eiswagen-Experiment Zum Datenschutz

SPEAKER_00

ich wollte sagen, es gibt von Threamer, vielleicht kann ich das, ich suche das noch raus, wir machen das in die Shownotes bei dieser Folge rein. Schreibe ich mir gleich auf. Wer Threamer nutzt, ist ein recht datensicherer Messenger. Sei an dieser Stelle empfohlen, einer meiner liebsten Messengers.

SPEAKER_02

Unbezahlte Werbung.

SPEAKER_00

Unbezahlte Werbung und vor allen Dingen muss man Streamer einmal einmalig bezahlen. Also das heißt, ich bezahle mit meinen Daten nicht, so wie ich es vorher schon gesagt habe. Und die machen immer mal wieder auch ganz, finde ich ganz gute, die schicken immer mal gute News zum Thema Datenschutz auch. Und die haben mal ein Experiment gemacht, es ist glaube ich schon ein bisschen her wieder, wo sie irgendwo einen Eiswagen aufgestellt haben und Eis verkauft haben, oder Eis dann an die Leute, ne? Also in der Stadt irgendwie Eiswagen aufgestellt. Und dann, als die Leute bezahlen wollten, haben sie irgendwelche, ich weiß gerade nicht mehr genau, wie es war, aber haben sie irgendwelche Daten wollen von denen, ne? Also so, sag mir mal, wo du wohnst, oder irgendwelche persönlichen Daten, ja, und dafür kriegst du eine Kugel Eis, würdest du es machen?

SPEAKER_02

Ja, spannend. Also ganz oft auch bei Einkaufsleden, ne, mit Hostleitzahl aus welcher Post.

SPEAKER_00

Genau, und da sind die Leute dann so stutzig, dann haben gesagt, hä? Auf gar keinen Fall. Also warum soll ich dir jetzt mein Geburtsdatum verraten oder sowas, ja? Nur nur, dass ich jetzt zwei Kugeln Eis kriege. Und andersrum aber, so wie wir es gerade besprochen haben, online, zack, habe ich das eingetippt, irgendwo. Wo komme ich her? Wie ist mein Geburtsdatum? E-Mail-Adresse. E-Mail-Adresse, die Stadt und so weiter. Und das fand ich ein ganz spannendes Experiment. Wir packen es mal hier drunter.

SPEAKER_02

Mega, noch eigentlich richtig gutes Marketing für die, die, also wirklich auch da wieder geniales Marketing, was wirklich die Vermarktung von, also Trema ist ja ein Produkt. Das ist ja ganz normal, das ist ein Messer, das ist ein Dienstleistung, ein Produkt. Und dann aber diesen Switch hinzukriegen in den Leuten der Köpfe, ja, guck mal.

SPEAKER_00

Köpfen der Leute.

SPEAKER_02

Ja, genau, dann online machst du das. Gib mir doch lieber, ich weiß nicht, vier, fünf Euro für Träma, ja, behalte deine Daten, anstatt mir jetzt deine Daten zu geben und noch, ja, und umsonst meine Dienstleistung zu nutzen können, benutzen zu können. Genial.

SPEAKER_00

Ach, gut, gutes Marketing ist schon so gut. Ja, das stimmt. Und dennoch finde ich die Frage gut, weil man die auch, vielleicht machen wir es auch hier an der Stelle jetzt schon mal kurz rund, weil man die gut in seinen Alltag mitnehmen kann, dass man sich wirklich mal fragt, also würde ich das jemandem Wildfremden auch so erzählen? Ja, würde ich einem Eisverkäufer einfach mein Geburtsdatum geben, zum Beispiel. Also oftmals merke ich, wenn wir mit so realen Beispielen arbeiten, die jeder nachvollziehen kann, dann sind wir schnell zögerlicher, als wenn wir so in diesem abstrakt virtuellen Raum bleiben, wenn, wo was schnell den Anschein erwecken kann. Ich schreibe da ja nur mein Geburtsdatum rein, das sieht ja keiner außer ich und der Bildschirm jetzt, ja.

SPEAKER_02

Also das ist einfach so ein Ja, du, also der Grund ist, weil, und das wirst du auch kennen, weil auch du hast Daten von Menschen. Genauso wie ich. Also ich müsste ja nur mal in meine Datenbank reingehen von meinen Online-Kursen, von meinen verkauften Produkten. Ich habe dann Name, Adresse, Geburtsdatum nicht, aber ich habe sehr persönliche Daten von denen. Es steht zum Glück alles in der Datenschutzerklärung bei mir drin, wo und wie ich die benutze, logischerweise. Ich gebe sie auch nicht an andere weiter, also auch da.

SPEAKER_00

Wir haben ja auch eine, also ich spreche mich, ich habe einen Datenschutz auf meiner Webseite und auch eine AGBs, die ich an meine, und davon gehe ich aus, dass du es auch hast, die musst du ja haben. Definitiv. Und es ist auch anwaltlich geprüft alles. Also wir dürfen jetzt auch mit den Daten nicht einfach irgendwas tun.

SPEAKER_02

Nee, genau.

SPEAKER_00

Und jeder kann sich auch die, kann auch die Löschung der Daten beantragen, immer.

SPEAKER_02

Richtig.

SPEAKER_00

Also ich finde, das kann man einfach gut für sich mal mitnehmen, dieses Bild, weil ich einfach, weil diese realen Beispiele einen Unterschied machen in unserem Verhalten dann oft, wenn wir uns das bewusst machen. Wenn ich jetzt einkaufen gehe, irgendwo, würde ich dem Verkäufer einfach da meine

Kundenkarten WhatsApp Und Bauchgefühl

SPEAKER_00

Daten geben, ja oder nein?

SPEAKER_02

Payback-Karte, die Deutschlandkarte, obwohl ich weiß nicht mehr, ob es Deutschlandkarte heißt mittlerweile, die ganzen Kundenkarten.

SPEAKER_00

Aber es piept ja halt nur. Also ich halte es ja nur davor und es piept und es bleibt einfach sehr abstrakt. Aber stell dir vor, du stehst da, der Verkäufer fragt dich duck, duck-duck und schreibt sich alles auf oder merkt sich das noch. Und das macht einen Unterschied im Bewusstsein einfach dann auch bei uns.

SPEAKER_02

Ja, genau. Hast du eine Payback-Karte?

SPEAKER_00

Nein, habe ich nie gemacht.

SPEAKER_02

Ich auch nicht.

SPEAKER_00

Also da bin ich tatsächlich mit solchen Daten immer schon sehr sparsam gewesen. Also ich habe sicherlich andere Dinger, wo ich Daten angebe, aber ich versuche wirklich weitestgehend da zu gucken. Ich habe nie WhatsApp gehabt, noch nie, ich habe es nicht mal irgendwann abgeschafft. Ich habe es von Anfang an nicht gehabt, weil ich das immer schon gerochen habe, dass mir das irgendwie nicht taugt. Also ich glaube, das ist auch was, da haben wir auch schon öfter drüber gesprochen, wenn man ein Gespür hat oder ein Gefühl zu etwas und merkt, irgendwie, nee, fühlt sich nicht gut an oder ich will darüber nicht kommunizieren, dann lass es bleiben.

SPEAKER_02

Genau, dafür gibt es auch eine Folge, ne? Intuition.

SPEAKER_00

Dazu gibt es eine sehr gute Folge. Und so gehe ich tatsächlich mit solchen Sachen auch immer vor. Oder Payback und gucke mir das an und denke, ja, kann man jetzt machen oder nicht, aber eher nicht.

SPEAKER_02

Da sind wir wieder bei der schnellen Belohnung. Bei der schnellen Belohnung. Oh, ich kann, ich krieg dann irgendwann, ich kriege Produkte günstiger, wenn ich diese Karte habe. Oh, ich kann mit der Payback-Karte auch mal bezahlen, wenn ich nichts dabei habe. Oder ich kriege noch mehr Rabatte. Und das ist ja nicht nur bei Payback ist es ja bei Esprit gibt es, glaube ich, gar nicht mehr.

SPEAKER_00

Es ist überall. Klamottenläden, Drogerie, Einkaufsläden, überall kannst du das ja nutzen.

SPEAKER_02

Und ich bin mir zu 100% fast sicher, dass der Großteil dieser Karten die Daten auch weitergibt. Also dass es auch drinsteht. Also wirklich, dass es auch in den AGBs drinsteht.

SPEAKER_00

Habe ich jetzt auch nicht vorher geprüft, aber kann ich mir gut vorstellen.

SPEAKER_02

Ja, genau. Oh, das ist eine sehr schöne Folge gewesen, ey. Vielen lieben Dank, Viola. Also wirklich, nein, wirklich richtig schön, weil ich meine, wir schweifen uns wieder ab, dann haben uns zu Tode gemacht.

SPEAKER_00

Das ist ein bisschen Datenschutz, kommt immer wieder mal. Vielen Dank für die Folge.

SPEAKER_02

Ja, cool. Ich freue mich, dich beim nächsten Mal wiederzusehen. Au revoir. Bis dann.

SPEAKER_00

Tschö.

SPEAKER_02

Tschö.