Smartphone Sprechstunde
Orientierung im digitalen Wahnsinn.
Der Podcast für Familien, die im Bildschirmstress den Durchblick behalten wollen.
Unser Podcast hilft Eltern dabei, den Alltag mit Handy & Co. souverän zu steuern.
„Smartphone Sprechstunde“ ist ein journalistisch recherchierter Podcast von Host
Niki Löwenstein in Kooperation mit Smartphone-Coach Andrea Buhl-Aigner.
Smartphone Sprechstunde
#8 Zock-Zeit, Schulweg, WhatsApp – eure dringendsten Elternfragen
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Andrea erreicht ein entzückendes (und freches) E-Mail von einem Kind und wir beantworten die brennendsten Fragen aus der erwachsenen Sprechstunden-Community.
Wir diskutieren, was Euch beweg: Es warten ein paar Spezial-Tipps zum Musikhören ohne Internet, außerdem klären wir, wie du den Ruhemodus für Notfälle einstellst und wie du den Alltag und die HÜ deines Kindes begleiten kannst, damit das junge Gehirn genug Pausen bekommt.
Abonniere unseren Podcast und gib uns gerne 5 Sterne, um sichtbar zu sein und viele weitere Episoden produzieren zu können. Danke für deine Unterstützung!
Das nimmst du aus dieser Episode mit:
- Warum WhatsApp nicht harmlos ist
- Harte Regeln beim Musikhören am Schulweg
- Wie bleibt das Smartphone bei der Schulwoche zuhause
- Spielzeit begrenzen oder Vertrauen?
Kapitel:
1:06 Feedback auf die ersten Episoden
1:20 Eure Fragen sind bei uns gelandet!
1:40 Ein Kind will Hilfe beim Eltern-Austricksen
3:40 Offene Fragen aus dem Tut gut!-Webinar “Gefangen im Flow” im April
4:14 “Ist es besser, die Spielzeit zu regulieren oder an die Vernunft zu appellieren?”
5:12 “Wie setze ich für meinen 12-Jährigen bildschirmfreie Zeit vor und nach den Lernzeiten um, wenn viele Hausübungen über den Laptop gemacht werden?”
7:26 “Gibt es Smartphone-Anbieter, über die etwaige Apps gesperrt sind?”
8:37 “Wie bleibt man erreichbar, wenn man das Handy in der Nacht auf “Flugmodus” stellt?”
11:07 “Meine Kinder möchten Musik hören, welche Apps gibt es ohne Videos?”
14:30 “Kein Handy am Schulweg und auf der Schulwoche - bin ich zu streng?”
20:24 “Meine 12-Jährige Tochter will WhatsApp nutzen, ich will das nicht, wie erkläre ich das?”
21:40 “Mein Sohn (11) bekommt sein erstes Smartphone, welche Tipps für Sicherheit habt ihr?”
24:00 “Welche Geschlechterunterschiede gibt es bei der Medienerziehung?”
Links & Studien:
Episode #2: “Ausgetrickst! Wie Kinder Handy-Regeln umgehen”:
Auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/1XmIp2FpQnZ9ciGhnB4CmI
Bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/2-ausgetrickst-wie-kinder-handy-regeln-umgehen/id1893443022?i=1000761386334
Auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=s6A_YOc4GaA&list=PLXw-AMuURPGqy0p2ZKcRNpQPY65dc_LnF&index=6
(und überall, wo es Podcasts gibt)
Apps die das Smartphone zum MP3-Player machen:
Andreas kostenloses E-Mail-Coaching für Eltern
Download: Tipps für einen bewussten Umgang mit Smartphones in der Familie
Lass von dir hören!
Was möchtest du wissen? Welche Erfahrung kannst du teilen? Welche Themen sollen wir als nächstes besprechen?
Schreib uns gerne direkt auf www.smartphone-sprechstunde.at oder über Instagram https://www.instagram.com/smartphonesprechstunde/
Smartphone Sprechstunde erscheint immer donnerstags:
Raus aus der digitalen Überforderung. Rein in die digitale Selbstbestimmung. Wir helfen Familien dabei, den Alltag mit Handy & Co. souverän zu steuern.
Smartphonecoach Andrea Buhl-Aigner und Host Niki Löwenstein ergründen Mechanismen, Gefahren und Vorteile von smarten Geräten. Dabei stützen wir uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen.
Ohne Panikmache oder Technik-Bashing: Bei uns gibt es unterhaltsame Gespräche mit alltagstauglichen Tipps, damit smarte Geräte in Familien wieder zu dem werden, was sie sein sollen: praktische Helfer statt Aufmerksamkeitsvampire.
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien, realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Halli, hallo, rein spaziert. Eure Smartphone-Sprechstundenhilfen warten schon auf euch. Ich begrüße die Expertin dieses Podcasts, Smartphone Coach Andrea Buleigner.
SPEAKER_02Hallo, und hier kommt euer Host, Interviewerin und Mama einer bald-Tenagerin Niki Löwenstein.
SPEAKER_03Herzlich willkommen, schön, dass ihr mit dabei seid. Unser großes Ziel in diesem Podcast ist es, euch durch den digitalen Wahnsinn zu begleiten. Und dazu brauchen wir eure Fragen, Sorgen und Anliegen. Wir wollen darüber sprechen, aus unserer eigenen Erfahrung und auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Daten. Vielen Dank für euer Feedback auf die Ich angeklickt. Ups. Es ist sehen. So, das probieren wir noch einmal. Smartphone Sprechstunde. Orientierung im digitalen Wahnsinn. Der Podcast für Familien, die im Bildschirmstress den Durchblick behalten. Danke für euer Feedback auf die ersten Episoden. Wir freuen uns sehr, dass ihr zuhört und wir euch hilfreiche Tipps an die Hand geben können für euren hoffentlich entspannten Familienalltag mit den smarten Geräten. Heute beantworten wir direkt eure Fragen. Die haben uns erreicht über Mail, über das Formular auf unserer Website, Instagram und auch über ein Webinar, das dir Andrea gegeben hat. Wir sind schon total gespannt. Die Antworten gibt's von dir, Andrea. Bist du ready? Ja, es geht los. Unsere erste Frage aus der Community hat dich, Andrea, per E-Mail erreicht. Wie war das?
SPEAKER_02Da musste ich ziemlich lachen, weil das war das erste Mal in vier Jahren Smartphone Coach, dass mir ein Kind eine E-Mail geschrieben hat. Wie cool!
SPEAKER_03Vielleicht haben wir ja auch Kinder als Zuhörerinnen. Wir wollen auf alle Fälle wissen, was das Kind wissen will, nämlich folgendes. Können Sie mir helfen, die Bildschirmzeit wegzumachen, ohne dass meine Eltern das mitbekommen?
SPEAKER_02Netter Versuch.
SPEAKER_03Das hat auch so höflich formuliert.
SPEAKER_02Ja, eh höflich. Also ich weiß nicht, ob wir Kids alles Hörerinnen und Hörer haben bei unserem Podcast, aber definitiv weiß ich, ich habe es eh schon mal erwähnt, mein Blogartikel zur Bildschirmzeit, wie man das umgehen kann, der wird, glaube ich, immer noch von sehr vielen Kindern gelesen. Und das Kind, das mir diese E-Mail geschrieben hat, hat meinen Elternratgeber abonniert und dann auf diese E-Mail geantwortet. Und dann habe ich diese Frage bekommen. Ich musste dann leider antworten, dass ich Eltern ja dabei unterstütze, ihre Kinder bei der Handynutzung zu begleiten. Und davon ist ein Teil natürlich die Bildschirmzeit. Und ich habe versucht zu erklären, dass das wichtig ist und dass junge Menschen möglichst viel Erfahrung mit dem eigenen Körper im Real Life machen sollen. Aber ich kann mir schon vorstellen, meine Antwort war nicht sonderlich brauchbar für das Kind, das mir hier gemailt hat. Sorry, tut mir leid.
SPEAKER_03Sorry, not sorry, an dieser Stelle. Und alle, die jetzt neugierig geworden sind und sich die Episode rund um deinen Blogeintrag und wie uns Kinder austricksen nochmal anhören wollen. Ein Shoutout, das ist Episode 2. Klickt gerne rein. Hat er darauf dann nochmal geantwortet?
SPEAKER_02Auf mein E-Mail direkt hat er nicht geantwortet, aber er hat ja meinen Elternratgeber abonniert. Das heißt, er bekommt jetzt alle paar Tage ein E-Mail von mir, wo Tipps für Eltern für die Handynutzung der Kinder drauf sind.
SPEAKER_01Und als er die zweite E-Mail bekommen hat, hat er mit einem Wort geantwortet, da stand nur Hilfe. Ich glaube, er hat nach Hilfe gesucht, wie er diese E-Mails wieder loswerden kann. Ist das süß. Dann habe ich nichts mehr gehört.
SPEAKER_03Ja. Dann, Andrea, warst du Ende April bei einem Seminar und zwar von Tut Gut in St. Pölten. Das war ein Webinar für Eltern mit dem coolen Titel Gefangen im Flow. Die magische Anziehungskraft von TikTok, Snapchat und Online-Spielen. Und das war sensationell, weil wie viele haben damit gemacht? Unfassbar.
SPEAKER_02Wir hatten vor dem Webinar über 1000 Anmeldungen. So viele Anmeldungen gab es überhaupt noch nie beim Webinar bei mir. Und es waren dann tatsächlich fast 900 Eltern online.
SPEAKER_03Sehr cool. Und viele Fragen von diesen vielen Eltern sind sich nicht mehr ausgegangen. Deshalb wollen wir sie gerne auch jetzt im Podcast beantworten. Eine Mutter möchte zum Beispiel wissen, mich würde interessieren, ob es besser ist, die Spielzeit bei Kindern mit einem Zeitlimit zu regulieren oder an die Vernunft der Kinder zu appellieren. Die Meinungen gehen ja hier auseinander. Ja, das ist natürlich eines der großen Themen. Wie viel Zeit hängen wir wobei? Was sagst du dazu?
SPEAKER_02Ich würde auf jeden Fall dazu raten, die Spielzeit in irgendeiner Form zu regulieren. Außer dein Kind ist über 30 und hat ein fertig entwickeltes Gehirn. Dann ist die Impulskontrolle und die emotionale Kontrolle schon ein bisschen besser. Aber die meisten Kinder können sich leider nicht gegen diese ganzen guten Mechanismen wehren. Die Spiele und Apps manipulieren uns ja ganz gut, damit die Spielzeit länger wird. Schau dir das Spiel an, dann findest du einen guten Zeitpunkt, wo man das unterbrechen kann und dann kannst du die Zeit regulieren.
SPEAKER_03Und ein genauso großes Thema ist die Verbindung Smartphone und Schule lernen, weil da gibt es ja auch noch was anderes, was so zu tun ist in unserer Zeit. Ein Vater möchte gerne wissen, wie setze ich für meinen zwölfjährigen bildschirmfreie Zeit vor und nach den Lernzeiten um, wenn, und das ist das Problem, viele Hausübungen über den Laptop gemacht werden. Da ist quasi das Ding, das uns anzieht, gleichzeitig die Hilfe oder eigentlich die Grundlage der Hausübung. Wie kann man das verbinden?
SPEAKER_02Das ist schwierig. Bei den Schulgeräten haben tatsächlich viele Familien Probleme zu Hause, weil natürlich auf den Geräten auch was anderes gemacht werden kann, außer Hausübungen. Da ist ganz schnell ein anderer Tab offen und Spiele geöffnet. Das ist die erste Herausforderung, dass man das Gerät an sich halbwegs im Griff hat, dass da nicht zu viel anderes drauf ist und dass man sich da auch einen Arbeitsmodus angewöhnt, wo man nicht abgelenkt ist. Ich würde dann tatsächlich empfehlen, vor und nach den Lernzeiten sich Aktivitäten auszusuchen, die nicht an einem Bildschirm stattfinden, damit das Gehirn Pause hat und man mit genug Gehirnkapazität ins Lernen reingeht und danach auch wieder eine Pause, damit man das Gelernte auch verarbeiten kann. Wie ihr das zu Hause umsetzt, da musst du darauf achten, was deinem Kind sonst gefällt, was für Aktivitäten ihr sonst gerne macht. Da such etwas aus, was nicht an der Spielkonsole, nicht am Handy und nicht am Laptop stattfindet am besten.
SPEAKER_03Also es würde total Sinn machen, irgendwas zu suchen, wo man sich physisch von diesem Gerät entfernen muss.
SPEAKER_02Ja, auch am besten was mit körperlicher Bewegung, vielleicht auch was Kreatives, das ist auch entspannend fürs Gehirn, das ist eine andere Art von Anstrengung. Da passiert nicht so eine Reizüberflutung, wie wenn man so tut, als würde man sich an einem Gerät entspannen. Aber Videos und Spiele wissen wir schon, sind nicht richtig entspannend fürs Gehirn.
SPEAKER_03Was machst du, wenn du so eine lange konzentrierte Arbeitsphase am Gerät hattest, um dich zu entspannen? Wie gehst du damit um?
SPEAKER_02Ich gehe ein bisschen raus und schaue in die Luft. Vielleicht mache ich meinen Café, setze mich wohin, schaue ins Grüne, gerne runde spazieren, ich gehe ganz gerne im Wald spazieren, solche Sachen. Einfach so ein bisschen kurz das Gehirn in Ruhe lassen, ins Nahnkastel schauen. Das entspannt.
SPEAKER_03Wäsche zusammenlegen, kann ich auch schwer. Das wird auch die Kinder total interessieren.
SPEAKER_02Ja, das mache ich dauernd.
SPEAKER_03Die nächste Frage ist ziemlich genial, weil die Idee dahinter echt clever ist. Gibt es Smartphone-Anbieter, über die etwaige Apps gesperrt sind? Also quasi ein Smartphone mit beschränkter Haftung.
SPEAKER_02Mir ist kein Anbieter bekannt, wo bei Design das Smartphone technisch eingeschränkt ist oder das Betriebssystem für Kinder eingeschränkt ist und das so verkauft wird. Das wäre ja eigentlich das, was wir gerne hätten. Das wäre schon wünschenswert, dass nicht jeder und jeder zu Hause sich selbst hinsetzen muss und wieder Google Family Link installieren oder Apple-Familienfreigabe und Bildschirmzeit einstellen und drei Stunden damit verbringen, das Gerät jetzt kindersicher zu machen. Das wäre eigentlich das, was wir wollen. Du gibst dem Kind ein Gerät, das ein bisschen was kann, aber von Haus aus einen beschränkten Funktionsumfang. Das ist mir momentan leider nicht bekannt.
SPEAKER_03Weil das wäre natürlich für die Anbieter genau das, was sie nicht wollen. Und die wollen ja, dass wir in diese Welt reingesaugt werden und möglichst viel Zeit mit dem Kastel verbringen.
SPEAKER_02Du sollst viel Zeit verbringen, du sollst viele Daten da lassen und sollst dir viel Werbung dabei anschauen.
SPEAKER_03Falls da draußen jemand so etwas entwickeln will, bitte setzt euch mit uns in Verbindung, wir sind da total interessiert dran.
SPEAKER_02Es wäre gar nicht so schwer möglich. Ich glaube, die Entwicklungsteams, die Handys machen, die könnten das, ja.
SPEAKER_03In der nächsten Frage geht es um etwas, was du als Smartphone-Coach auch immer wieder empfiehlst, nämlich in der Nacht das Handy schön wegzulassen aus dem Schlafraum. Die Frage lautet folgendermaßen. Wenn man idealerweise alle Handys im Haus in der Nacht auf Flugmodus stellt, am besten außerhalb des Schlafzimmers, welche praktischen Empfehlungen hast du, dass man für den Notfall dann aber trotzdem erreichbar ist?
SPEAKER_02Da muss man dazu sagen, das ist natürlich eine Situation, die die meisten wahrscheinlich aus dem Alltag kennen. Es gibt einfach Situationen im Leben, da ist es wichtig, erreichbar zu sein. Wenn auch nur für bestimmte Personen. Das ist klar, solche Situationen kann es immer geben. Und man muss wissen, der Flugmodus kapt tatsächlich alle Verbindungen. Da sind keine Anrufe oder Nachrichten mehr möglich. Das bedeutet, Flugmodus ist einfach Netz aus. Es gibt aber, je nachdem welches Gerät man nutzt, gibt es zum Beispiel den Nicht-Stören-Modus. Der ist etwas flexibler. Da kann man bei manchen Geräten einstellen, dass zum Beispiel Nachrichten oder Anrufe von bestimmten Personen durchkommen. Manchmal vergibt man in den Kontakten zum Beispiel einen Stern für Favoriten, dann sind die vom Schwert. Was jetzt? Geht da nicht. Ich liebe es. Oh Gott, oh Gott. Hat sie mir nur gestört. Der Wecker ist aus. So. Der Park schon ist verlängert. Soll ich schauen, wie wir reinkommen? Ja. Man vergibt zum Beispiel im Adressbuch an gewisse Kontakte einen Stern. Das sind dann die Favoriten, die kommen durch den Ruhemodus durch. Das muss man sich ansehen, je nachdem, was man für ein Gerät hat. Bei manchen Geräten ist es auch, wenn eine Nummer mindestens zwei oder dreimal anruft im Ruhemodus innerhalb von 15 Minuten, dann kommt der Anruf durch. Das muss man sich ansehen, aber da gibt es Möglichkeiten.
SPEAKER_03Bei diesem Ruhemodus kann man auch oft einstellen, wie lange, eine Stunde, bis am Abend, bis irgendein Ereignis zu Ende ist. Das habe ich für unsere Podcastaufnahme probiert und am Anfang hat es dann trotzdem durchgebimmelt. Ich empfehle dazu auch gleich noch die irgendwie Telefon-SMS, was auch immer, App zu schließen.
SPEAKER_02Ja, und am besten ist, man probiert es auch einfach mal aus. Man stellt diesen Modus ein und wählt die Kontakte aus und dann soll diese Person einmal anrufen und eine Nachricht schicken, damit man auch sicher sein kann, dass die Nachricht durchkommt.
SPEAKER_03Das ist auch super, nicht nur für das ruhige Schlafzimmer zu Hause, sondern zum Beispiel auch berufliche Termine. Ja, auf jeden Fall. Wo man nicht gestört werden möchte.
SPEAKER_02Ja, oder für die Kinder Ruhemodus während der Schulzeit, dass man gar nicht auf die Idee kommt, irgendwas zu machen.
SPEAKER_03Wofür man auch Ruhe braucht, ist Musik hören. Und jetzt schreibt uns ein Elternteil, meine Kinder möchten gerne Musik hören, aber ich finde keine Apps ohne Videos. Und dann plötzlich flimmert das auch noch dazu und lenkt ab. Was kann man da tun?
SPEAKER_02Das war eine interessante Frage, die war auch im Webinar. Und lustigerweise haben die Leute, die zugehört haben, dann gleich begonnen, sich gegenseitig im Chat zu beraten. Also jemand hat zum Beispiel geschrieben, ich habe einen Amazon Echo-Kids-Lautsprecher, den kann man mit Spotify koppeln, dann kann man ohne Handymusik und Hörbücher hören. Muss man aber auch regulieren, aber immerhin. Ja, bei Spotify muss man aufpassen, weil das ist keine reine Hör-App mehr. Da gibt es auch allerhand Videos, da muss man auch aufpassen, was angeklickt wird. Aber das sind Möglichkeiten, dass man so Dienste wie Spotify, Apple Music, Amazon Music koppelt mit einem Lautsprecher und dort Playlists abspielt. Es gibt auch ein paar Apps, mit denen wird ein altes Smartphone zum MP3-Player. Da kannst du für dein Kind oder mit deinem Kind gemeinsam eine Playlist anlegen, runterladen und dann mit dem Handy ohne Internetzugang und ohne WLAN Musik anhören. Das ist möglich. Ihr habt das ausprobiert, Niki, oder?
SPEAKER_03Ganz genau, wir haben die Regel, dass die Handys für uns in der Nacht nicht erreichbar sein dürfen. Die wandern eine Etage tiefer. Und um trotzdem zum Beispiel einen Wecker stellen zu können, haben wir genau so ein altes Handy umfunktioniert. Wir können damit Musik hören, wir können einen Wecker einstellen, irgendwelche Fotos anschauen und sehr viel mehr auch nicht. Ja, das macht schon Sinn.
SPEAKER_02Ja, schau mal nach im App Store. Da gibt es, je nachdem, ob du ein Android oder iOS-Gerät nutzt, unterschiedliche Apps, die machen dein Handy zu einer Musikbox. Oder du nutzt, falls du einen Bezahldienst wie Spotify oder etwas ähnliches hast, das Ganze ohne Internetzugang. Das heißt, du installierst das vielleicht auf einem alten Smartphone, ihr erstellt Playlists, sucht Hörbücher und Podcasts, ladet sie herunter und dann nimmst du die Sim-Karte raus und änderst das WLAN-Passwort. Bei den meisten Diensten muss man sich immer mal wieder anmelden, damit das Konto bestehen bleibt oder ab und zu was Neues runterladen, aber so wird das Smartphone zum MP3-Player.
SPEAKER_03Das ist eigentlich ziemlich genial. Das heißt, du hast ein Smartphone und du machst es immer dann, wenn du es nicht brauchst, nicht mehr smart. Genau.
SPEAKER_02Oder ganz oldschool, wirklich einen alten MP3-Player reaktivieren. Vielleicht hast du noch einen zu Hause in irgendeiner Lade rumliegen und dort Musik, Hörbücher, Podcasts draufladen. Das hat auch den Vorteil, dass dein Kind nicht so schnell dieses On-Demand ohne Geduld verhalten. Ich kann immer alles haben, wenn ich will, dass das nicht so schnell entwickelt wird. Sondern man mal lernen muss, mit einem beschränkten Angebot umzugehen. Auch nicht ganz so schlecht.
SPEAKER_03Uh, ja, da sind wir gar nicht mehr gewohnt. Und gleich den Plattenspieler rausholen. Das kann schocken. Genau.
SPEAKER_02Oder ganz früher alles rauskramen, was früher auch funktioniert hat. Plattenspieler, CD-Player, Radios. Wie cool!
SPEAKER_03Wir gehen wieder Vintage. Das war aber bei uns tatsächlich so, Andrea, oder hast du auch so Bibi Blocksberg-Kassetten gehabt und gesammelt? Erzähl mir was, Kassetten habe ich geliebt. Und da hatten wir eine große Kiste und die, die man hatte, hatte man. Und dann hat man ein bisschen herumgetauscht in der Schule und hatte seine Favoriten, die ganz viel wert waren. Aber mehr war nicht da.
SPEAKER_02Oder wenn man mal bei einer Freundin übernachtet hat, dann hatte die andere Kassetten und dann gab es neue Geschichten. Das war immer extra gut.
SPEAKER_03Unsere nächste Frage hat uns per E-Mail erreicht und zwar von Sonja. Vielen Dank, dass du uns geschrieben hast. Sonja schreibt: Hallo, ich habe schon das Gefühl, dass ich meinen Burschen konsequent die Smartphone-Nutzung beschränke. Wo wir aber immer wieder das Thema haben, ist zum Beispiel der Schulweg. Alle Kinder hängen am Handy, mein Kind kann wegen der Einschränkung nicht. Das findet er natürlich doof. Lockern möchte ich es deswegen aber auch nicht. Und das gleiche gilt bei meinem anderen Sohn, der gerade auf Schulwoche ist. Wie kann man als Eltern am besten damit umgehen? Liebe Sonja, danke für deine Frage. Andrea, was sagst du dazu? Wir sind beim Thema Gruppenzwagen. Alle anderen machen es ja auch.
SPEAKER_02Handy am Schulweg, da muss ich sagen, Sonja, ich bin genau deiner Meinung, das ist erstens ein Sicherheitsthema. Am Schulweg können wir keine Ablenkung brauchen. Du hast es genau richtig entschieden. Bleib dabei, lass dich nicht ablenken. Und das zweite Thema ist, man muss einfach durchhalten, weil man merkt, die anderen Leute entscheiden etwas anders. Du hast einen guten Grund dazu, du hast ein großes Wofür, das oben drüber steht, warum du das so machst bei deinen Söhnen. Lass dich nicht beirren, du machst das gut, alles richtig entschieden.
SPEAKER_03Ich kenne das natürlich auch als Mama, man ist ja am Schulweg dann nicht mit dabei. Also kontrollieren kann man es eh nicht, aber da haben wir das große Thema Vertrauen und über das Warum die Hintergründe zu sprechen, damit das Kind halt sich nicht nur so fühlt, als würde eine Regel übergestülpt werden, sondern auch versteht, was der Sinn dahinter ist und dann hoffentlich auch dazu steht und das halt umsetzt.
SPEAKER_02Genau, und gerade beim Schulweg lässt sich das super argumentieren, einfach mit Sicherheit, mit Ablenkung. Was ich auch immer dazulegen will, ist, wenn Kinder am Weg zur Schule sind, in der Schule brauchst du ein ausgeruhtes Gehirn und wenn du dich schon am Schulweg mit Spielen und mit Videos zuballerst, hat dein Gehirn schon alles Mögliche zu tun und kriegt schon eine ganze Menge Informationen zu verarbeiten. Und viele Kinder kommen dann einfach schon mit einem ziemlich vollen Kopf in der ersten Stunde an. Auch nicht besonders hilfreich.
SPEAKER_03Ja, und von Freunden und Freundinnen habe ich auch gehört, dass viele Kinder dann halt Musik hören wollen. Das ist doch okay, das ist doch total super. Auf der einen Seite ja, Musik ist natürlich toll, auf der anderen Seite sind Kinder ja auch im Straßenverkehr unterwegs. Und da alles Sinn dabei zu haben, macht schon viel Sinn, nämlich auch das Hören. Sich das wegzusperren mit Musik, wenn man über die Straße geht, kann sehr gefährlich sein.
SPEAKER_02Kann sehr gefährlich sein. Und ich sage euch noch einen Aspekt, der nicht so oft bedacht wird. Wenn Kinder sich angewöhnen, jede freie Sekunde etwas in den Ohren zu hören, sei das jetzt Musik, ein Podcast, Videos und so weiter, es wird dann irgendwann schwierig, Langeweile auszuhalten und auch geduldig zu sein, wenn mal nichts passiert. Also ich treffe in Schulen auch regelmäßig Kinder, die sagen, ich brauche tatsächlich Musik, um rauszugehen. Und ich habe auch Studierende an der FH, die mir Sachen sagen wie, ich brauche immer Stöpsel im Ohr, ich halte das nicht aus, wenn nichts passiert, ich brauche immer eine Ablenkung, ich kann meine eigenen Gedanken nicht hören. Also sich sowas langfristig anzugewöhnen, macht auch was mit Menschen, wenn wir nie in Ruhe für uns selbst sein können und nie Langeweile aushalten können. Das ist fürs Gehirn ist das einfach Dauerbeschäftigung.
SPEAKER_03Jetzt nehmen wir selber gerade einen Podcast auf, also auch wir bedröhnen und beschallen gerade die Ohren. Aber während wir das machen, hören wir draußen die Vögel einzwitschern. Die kriegt man natürlich nicht mit, wenn man sich da Stöpsel reintut. Was hältst du davon, wenn wir unsere Hörerinnen und Hörer ein bisschen verwöhnen mit zehn Sekunden Vogelzwitschern? Ein bisschen zwitschern für euch. Das war eine kleine Auszeit in der Natur für euch. Hoffentlich gibt es auch ganz viele Zielgeräusche auf der Schulwoche, wo der andere Sohn von der Andrea gerade unterwegs ist.
unknownDu bist die Andrea.
SPEAKER_01Das bin ich. Hallo. Wer sind sie? Was machen Sie in meinem Wohnzimmer?
SPEAKER_03Das war eine kleine Auszeit in der Natur für euch. Hoffentlich gibt es ganz viele Tiergeräusche auch auf der Schulwoche zu hören, wo der andere Sohn von der Sonja gerade ist. Und auch da ist das Handy natürlich oft mit und ein Thema. Was sagst du zu, ich fahre mit der Schule weg und das Smartphone kommt mit?
SPEAKER_02Ich finde es immer besser, wenn die Schule das reguliert in der Woche, weil das in ganz vielen Situationen dazu führt, dass die Kids einfach viel am Handy hängen und das beeinflusst das Sozialleben auf diesen Wochen ganz enorm. Das heißt, ich bin ein Fan davon, wenn auch auf der Schulwoche die Handys reguliert sind, dann muss man ein bisschen mit den Eltern rumstreiten, weil die möchten, dass das Kind immer erreichbar ist und die möchten jeden Tag Updates bekommen. Das ist dann wieder die andere Seite davon. Aber ja, es stimmt natürlich auch, das, was uns die Sonja schreibt, sie ist da nicht einverstanden damit, verstehe ich auch und man hat aber da auch nicht immer einen größeren Handlungsspielraum. Das heißt, man muss bis zu einem gewissen Grad auch akzeptieren, wie die Schule sich entscheidet. Oder wenn man es nicht akzeptieren will, dann musst du aktiv werden und in der Schule das mitteilen. Und vielleicht findest du auch Eltern, die mitmachen und dann könnt ihr sowas vielleicht auch verändern, mittel- und langfristig.
SPEAKER_03Also hier wäre es vielleicht gescheit, gar nicht so sehr beim Kind anzusetzen, sondern Lobbying beim Elternsprechtag zu machen und zu sagen, lasst uns zusammenschließen, weil es eine Regel für alle gibt, dann gibt es weniger Diskussionen zu Hause. Wochen oder andere Ausflüge, Wochenenden mit der Schule sind handyfreie Zone.
SPEAKER_02Ja, und dann stelle ich auch darauf ein, dass du anderen Eltern erklären kannst, dass ihr Kind dann nicht für sie erreichbar ist in jeder Minute und nicht jeden Tag ein Update schickt. Aber umgekehrt muss man auch sagen, daran müssen sich Eltern auch mit der Zeit gewöhnen. Dein Kind ist jetzt mal ein paar Tage ohne dich weg und du kannst nicht jederzeit eine Nachricht schicken und nicht jederzeit ein Update bekommen. Das ist auch ein Loslösungsprozess, der wichtig ist und auch, dass Eltern der Schule vertrauen, dass das Kind gut aufgehoben ist, dass da nichts passiert und dass die Aufsichtspflicht erfüllt wird. Das ist auch eine Sache. An die müssen wir uns immer wieder erinnern.
SPEAKER_03Die nächste Frage hat uns aus dem Bekanntenkreis per Sprachnachricht erreicht. Das spiele ich jetzt einfach mal ab.
SPEAKER_00Hallo, ich bin Gerald, ich habe eine zwölfjährige Tochter, die möchte jetzt gerne WhatsApp haben. Ich finde das aber nicht so super. Wie erkläre ich das am besten? Vielleicht könnt ihr ihr wieder helfen. Danke, ciao.
SPEAKER_02Danke für die Frage, Geralt. Zu WhatsApp kommen immer wieder detaillierte Fragen zu den einzelnen Funktionen. Ich würde dir auf jeden Fall raten, wenn du das so entschieden hast und deine guten Gründe hast, warum du WhatsApp nicht super findest, dann bleib dabei und erklär deiner Tochter, warum. Insgesamt kann man aber über WhatsApp sagen, die App hat einige Funktionen, die problematisch sind, vor allem für Kinder. Ein Thema sind auf jeden Fall die Gruppen, dass da sehr viele Nachrichten kommen, dass da Mobbing immer wieder ein Thema ist oder das Herumschicken von verbotenen Inhalten und aber auch Funktionen, die ganz viele Eltern nicht im Detail kennen, so wie die WhatsApp-Kanäle zum Beispiel, wo Kinder auch mitunter Nachrichten und Videos posten, die öffentlich sichtbar sind. Wir machen zu WhatsApp auf jeden Fall eine eigene Episode, weil es gibt ganz schön viele Funktionen in der App, auch manchmal ziemlich gut versteckt, die nicht für Kinder geeignet sind. Was das genau ist, erfahrt ihr dann in unserer eigenen WhatsApp-Episode.
SPEAKER_03Und apropos Teasing auf unseren eigenen Podcast, Manfred hat gefragt, mein Sohn wird bald elf und bekommt sein erstes Smartphone. Welche Tipps, Sicherheitseinrichtungen, Kontrollmöglichkeiten würden Sie uns mit auf den Weg geben? Und da bin ich jetzt einfach mal so frech und sage: Hey Manfred, cool, dass du dich dafür interessierst. Und hör doch in unsere zweite Folge rein, die heißt Ausgetrickst, wie Kinder Handyregeln umgehen und genau diese Fragen werden darin beantwortet.
SPEAKER_02Und wenn du dir die zweite Episode angehört hast, dann schau auch noch hier in die Shownotes rein. Da gibt es einen Download von mir, da sind alle Fragen zum Thema erstes Handy beantwortet. Und in Kürze kommt auch noch eine weitere Episode. Da haben wir uns wirklich nur über dieses Thema unterhalten. Die Niki wollte das nämlich auch wissen, weil ihre Tochter auch gerade das erste Handy bekommen hat. Da hast du dann noch richtig viele Infos und Tipps drinnen.
SPEAKER_03Und die Shownotes, die klingen bei uns so. Immer wenn ihr dieses Geräusch hört, dann wisst ihr, ah, dazu kann ich etwas nachlesen. Und auch über unseren Instagram-Kanal Smartphone Sprechstunde hat uns eine Nachricht erreicht. Wir freuen uns übrigens wahnsinnig, wenn ihr uns auch dort folgt. Es gibt dort immer wieder Updates, Videos und weitere Informationen rund um unsere Folgen. Also das lohnt sich schon. Und über Instagram hat uns die Regula geschrieben. Man muss dazu sagen, die Regula kennen wir. Das ist erstens eine liebe Freundin und zweitens haben wir zusammen Journalismus studiert. Sehr cool. Sie hört uns auch. Liebe Grüße an dieser Stelle. Und sie hat uns geschrieben, dass gerade die erste Folge sehr spannend war, weil auch ihre Tochter im Sommer das erste Smartphone bekommt und sie sich um die Einrichtung kümmern muss. Viele gute Tipps waren dabei, darüber freuen wir uns natürlich. Und eine Sache ist ihr aufgefallen. Ich habe ja einen kleinen Kunstgriff gewagt. Und wenn ich über persönliche Erfahrungen spreche, dann sage ich nicht, ob es meine eigenen waren, sondern sage, meine Freundinnen haben mir das und das berichtet und sie hat mich auf etwas ganz Wichtiges aufmerksam gemacht, nämlich, hey, sag bitte nicht nur die Freundinnen haben dir berichtet, sondern natürlich auch die Freunde, die vielen Väter und die männlichen Figuren in Familien um uns herum. Ja, natürlich, dass mir das selbst nicht aufgefallen ist, klar, alles, was wir besprechen, betrifft definitiv nicht nur die Mütter und weiblichen Bezugspersonen, sondern alle in der Familie. Also danke dafür und eine Frage hat sie uns auch noch mitgeschickt, nämlich welche Geschlechterunterschiede gibt es denn bei der Medienerziehung? Wenn wir schon bei Geschlechtern sind.
SPEAKER_02Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, wie ich diese Frage von der Regula verstehen kann. Die erste Möglichkeit ist, machen Eltern einen Unterschied, ob sie bei einem Burschen oder beim Mädchen Medienerziehung machen. Ich weiß nicht, ob sie es so gemeint hat, aber das kann ich ehrlicherweise nicht sagen. Ich hätte jetzt nicht den Eindruck aus meiner Arbeit, dass Eltern bei Mädchen speziell viel vorsichtiger sind als bei Burschen. Ich erlebe Eltern, die sich informieren und die aktiv nach Material suchen und nach Unterstützungsmöglichkeiten. Und ich erlebe auch Eltern, die das nicht machen. Aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass das bei Burschen anders funktioniert als bei Mädchen. Möglicherweise hat sie die Frage aber auch anders gemeint und wollte wissen, kümmern sich eher die Mütter darum oder eher die Väter darum, um die Medienerziehung, um die Regulierung der Handys, um diese ganzen Dinge. Da kann ich unterschiedliche Dinge erzählen, also je nachdem, welche Formate bei mir besucht werden. Ich mache zum Beispiel in einem Gesundheitszentrum in Wien regelmäßig das Format Babys und digitale Medien. Das ist speziell ein Format für junge Familien. Da kommen teilweise Schwangere und teilweise ganz junge Mamis mit Babys. Das ist auch mein einziges Format, wo tatsächlich immer Babys herumkriechen im Raum und wo auch Spielzeug bereitsteht. Ist auch ein bisschen lauter meistens bei der Gelegenheit. Da kann ich sagen, da sind fast nur Frauen. Also ab und zu verirrt sich ein Papa mit und ganz, ganz selten kommt die Frau nicht und nur der Papa. Meistens ist er aber 90 oder 95 Prozent Frauenquote im Raum. Bei den Schulveranstaltungen, ich mache total viele Elternabende, da ist ganz gut gemischt. Ich würde aber sagen, der Frauenanteil ist meistens höher. Das ist, ja, das sind gemischte Veranstaltungen, da sind auch Väter dabei, aber meistens mehr Frauen insgesamt.
SPEAKER_03Wir werden darauf auf alle Fälle achten und natürlich auch die Väter und anderen Männer ansprechen. Weißt du, wie sie es aber auch vielleicht gemeint hat, nämlich mit welchen Rollenbildern sind junge Menschen über Medien konfrontiert? Wenn Mädchen auf Social Media unterwegs sind, dann sehen sie vielleicht andere Inhalte und andere Vorbilder als Burschen und werden etwa, was das Körperbild betrifft, auch anders beeinflusst. Vielleicht geht es auch in diese Richtung.
SPEAKER_02Ja, vielleicht geht es auch in diese Richtung. Also die Frage sprengt jetzt inhaltlich ein bisschen unseren Rahmen heute und ich kann versprechen, wir werden uns in naher Zukunft auch sicher mal mit Rollenbildern, gerade in sozialen Netzwerken beschäftigen. Da kann man auf jeden Fall sagen, ja, die Algorithmen machen Unterschiede. Ihr könnt das zu Hause ausprobieren. Meld dich auf TikTok oder Instagram an und mach ein Konto für deine Tochter oder deinen Sohn. Also gib ein jüngeres Alter an. Sag, du bist ein Bursch oder Mädchen und dann wähle ein paar Interessen, die dein Kind wählen würde. Und dann schau mal, was du bekommst. Es gibt aber auf jeden Fall für beide Gruppen ganz fragwürdige Inhalte. Das heißt, das, was bei den Mädchen Beauty und Körperthemen sind, heißt bei den Burschen jetzt Looks Maxing und die kriegen Fitnesstipps und Protein, High Protein-Nahrung. Also das gibt es für beide Sachen, die gut und aber auch fragwürdig sind.
SPEAKER_03Darüber machen wir eine eigene Folge. Mit welchen Rollenbildern in Social Media sind denn eure Kinder konfrontiert? Was kriegt ihr so mit? Welche Fragen und vielleicht Sorgen bereitet das euch? Hey, schickt sie uns doch. Wir freuen uns nämlich wahnsinnig über weitere Kommentare, über weiteres Feedback. Wir sind auch ganz geplättet. Wir waren in der allerersten Woche schon in den Apple Podcast-Charts, etwa für die Kategorie Parenting und Familie, und auch schon in den Top 100 Podcasts in Österreich kurz vertreten. Vielen, vielen Dank dafür für die Unterstützung. Ohne euch wäre das nicht möglich. Und um genau so weiter sichtbar zu sein und weiter viele Folgen produzieren zu können, brauchen wir auch weiterhin eure Unterstützung. Die könnt ihr uns geben mit einem Kommentar direkt unter dieser Folge. Ihr könnt uns fünf Sterne hinterlassen, gerne eine Rezension und uns direkt schreiben. Am besten über Instagram, per Direktnachricht, per E-Mail. Alle Informationen findet ihr auf der Website www.smartphone-sprechstunde.at Und vielleicht fällt dir jemand ein im Freundes- oder Bekanntenkreis, der diesen Podcast auch spannend finden würde.
SPEAKER_02Dann freuen wir uns ganz besonders über deine Weiterempfehlung, vielleicht in der Eltern-WhatsApp-Gruppe oder beim nächsten Treffen, wenn ihr drüber sprecht.
SPEAKER_03Und wir freuen uns natürlich, wenn ihr das nächste Mal wieder in der Smartphone-Sprechstunde vorbeischaut. Wir erscheinen jeden Donnerstag für die Frühaufsteher innen unter euch schon um 5 Uhr früh. Bis zum nächsten Mal. Wir begleiten euch durch den digitalen Wahnsinn.
SPEAKER_02Ganz großes Danke nochmal für die vielen Fragen. Wir hören uns bald wieder.
SPEAKER_03Macht es gut.