Smartphone Sprechstunde
Orientierung im digitalen Wahnsinn.
Der Podcast für Familien, die im Bildschirmstress den Durchblick behalten wollen.
Unser Podcast hilft Eltern dabei, den Alltag mit Handy & Co. souverän zu steuern.
„Smartphone Sprechstunde“ ist ein journalistisch recherchierter Podcast von Host
Niki Löwenstein in Kooperation mit Smartphone-Coach Andrea Buhl-Aigner.
Smartphone Sprechstunde
#13 WhatsApp: Alles andere als harmlose Nachrichten? Das passiert wirklich in den Chats
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Zu jung für Social Media, aber WhatsApp ist schon okay? So denken viele Eltern und auch Niki sagte vor kurzem noch: "Warum soll WhatsApp gefährlich sein?"
Wir zerlegen die beliebte App in alle Einzelteile, geben Tipps für nervige Gruppen und erkunden die Kanäle – ein Feature, das viele Eltern noch nicht kennen, das aber große Risiken und Konfliktpotential birgt.
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Kapitel:
0:08 WhatsApp-Welten entdecken
2:16 Gruppen, Kanäle, KI
6:20 Datenschutz und Chattricks
11:43 Meta und öffentliche Kanäle
15:57 Kanäle unter der Lupe
21:33 Risiken für Jugendliche
24:22 Broadcast und Desktop
25:26 WhatsApp in der Schule
29:26 Strafrecht und Kettenbriefe
32:44 Momo und Entgruseln
34:26 Nachrichtenflut und Druck
36:56 Regeln für die Klasse
38:11 WhatsApp-Regeln für Familien
39:54 Drei Tipps zum Mitnehmen
41:00 Sprachnachrichten nerven doch
Das nimmst du aus dieser Episode mit:
- Ist WhatsApp bloß eine “Chat-App”? Wir sehen uns alle Funktionen genau an
- Gruppen, Status, Communities, Kanäle, Meta-AI: worauf du achten musst, was du einschränken kannst und welche Einstellungen für die Privatsphäre wichtig sind
- Welche Regeln Sinn machen und worüber du zuhause sprechen solltest, wenn dein Kind WhatsApp nutzen darf
Links & Studien:
Video-Tipp zum Schmunzeln :-)
“Wir vermissen Paulas Freundebuch” von @euremuetterchannel
Lass von dir hören!
Was möchtest du wissen? Welche Erfahrung kannst du teilen? Welche Themen sollen wir als nächstes besprechen?
Schreib uns gerne direkt auf www.smartphone-sprechstunde.at oder über Instagram https://www.instagram.com/smartphonesprechstunde/
Die Smartphone Sprechstunde erscheint jeden Donnerstag:
Raus aus der digitalen Überforderung. Rein in die digitale Selbstbestimmung. Wir helfen Familien dabei, den Alltag mit Handy & Co. souverän zu steuern.
Smartphonecoach Andrea Buhl-Aigner und Host Niki Löwenstein ergründen Mechanismen, Gefahren und Vorteile von smarten Geräten. Dabei stützen wir uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen.
Ohne Panikmache oder Technik-Bashing: Bei uns gibt es unterhaltsame Gespräche mit alltagstauglichen Tipps, damit smarte Geräte in Familien wieder zu dem werden, was sie sein sollen: praktische Helfer statt Aufmerksamkeitsvampire.
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien, realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Hallo liebe Niki, ich weiß, du hast Sprachnachrichten, aber ich bin gerade unterwegs und kann gerade nicht tippen, deshalb droppe ich dir hier schnell ein paar
WhatsApp-Welten entdecken
SPEAKER_01Zeilen. Ich komme gerade aus einer Mittelschulklasse, da ging es wieder um Mobbing in WhatsApp-Gruppen und gestern am Elternabend kamen auch wieder ein paar Fragen zu den Kanälen und eine Direktorin hat sich gemeldet, dass sie auch gerade eine ganz grausige Geschichte in Kanälen hatten. Ich glaube, wir sollten mal dringend eine Episode dazu machen. Was hältst du davon? Let's do it!
SPEAKER_00Smartphone Sprechstunde. Der Podcast für Familien, die im Bildschirmstress den Durchblick behalten. Hallo Andrea, grüß dich. Hallo Niki. So, jetzt sitzen wir einander wirklich persönlich wieder gegenüber. Danke für die Sprachnachricht. Was hat es jetzt mit dieser grauslichen Geschichte auf sich?
SPEAKER_01Eine Direktorin hat mir ein E-Mail geschickt, dass in ihrer Schule Videos aus einem öffentlichen WhatsApp-Kanal runtergeladen oder abgefilmt wurden und dann haben sich Schülerinnen über die Schülerin lustig gemacht, die diese Videos aufgenommen hat. Und das hat dann zu großer Aufregung geführt.
SPEAKER_00Also Mobbing per WhatsApp. Sozusagen, ja. Darüber müssen wir gleich natürlich noch ausführlich sprechen. Ich habe das erste Mal realisiert, dass WhatsApp mehr als nur ein praktischer Nachrichten-Service ist, als ich beim Handy-Experiment meine Social Media Pause gemacht habe. Und dann von Freunden und Freundinnen gefragt wurde, ob ich auch auf WhatsApp verzichte. Und ich war ganz verwirrt, weil ich mir gedacht habe, was hat WhatsApp mit Social Media zu tun? Aber tatsächlich, ich bin in der Vorbereitung auf folgendes Zitat gestoßen. Die meisten Eltern machen sich Sorgen über TikTok oder Instagram. Die größten Dramen passieren aber oft auf WhatsApp. Stimmst du dem zu?
SPEAKER_01Ja, gewissermaßen schon. Also ich merke, dass ganz viele Eltern nicht so genau wissen, welche Funktionen in WhatsApp im Detail drinnen stecken. Die allermeisten von uns verwenden ja die Chats und die Gruppen hauptsächlich, aber es gibt ja noch ein paar andere Bereiche, über die wir uns heute unterhalten werden. Allein die Funktionen mit sehr vielen Nachrichten in sehr kurzer Zeit schicken und auch, wie wir dort miteinander umgehen. Das sind alles große Themen, da kann
Gruppen, Kanäle, KI
SPEAKER_01viel passieren.
SPEAKER_00Und jetzt sind wir schon mittendrin. Wir haben uns noch gar nicht vorgestellt für alle, die uns nicht kennen. Hallo, ich bin die Niki Löwenstein. Ich bin der Host dieses Podcasts und ich bin Mama eines Teenagers. Und deshalb interessieren mich alle diese Themen ganz persönlich und dazu gehört definitiv auch WhatsApp. Und ich spreche mit großem Vergnügen mit Andrea.
SPEAKER_01Hallo, ich bin Andrea Bulleigner und ich bin Smartphone-Coach und unterstütze Eltern und Lehrkräfte beim bewussten Umgang mit smarten Geräten im Alltag.
SPEAKER_00Und natürlich haben auch wir eine Smartphone-Sprechstunden-WhatsApp-Gruppe, die sehr gut befüllt wird. Wir schreiben uns sehr, sehr häufig mit allem, was dazu gehört, irgendwelchen lustigen GIFs und Abstimmungen und den coolen Tools, die man dann verwenden kann. Wir kennen auch die WhatsApp-Gruppen des Grauens, oder? Also als Mutter eines Schulkinds, glaube ich, kann man sich dem nicht entziehen, in irgendwelchen Gruppen drinnen zu sein, wo es manchmal abgeht oder manchmal Totenstille herrscht. Kennst du die auch?
SPEAKER_01Ich nenne sie WhatsApp-Gruppe des Todes.
SPEAKER_00Ja. Da geht es manchmal tatsächlich ganz schön ab. Da können die Fetzen ordentlich fliegen. Warum ist das so? Wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, dann würden wir doch nie so miteinander kommunizieren wie in manchen WhatsApp-Gruppen, sogar als erwachsene Menschen. Das ist genau der Punkt.
SPEAKER_01Wenn wir uns nicht gegenübersitzen. Das ist der Moment, in dem wir vergessen, erstens, die meisten vergessen, wie viele Mitglieder hat so eine Gruppe überhaupt. Hast du jemals daran gedacht, wenn du in einer Eltern WhatsApp-Gruppe schreibst, wie viele Personen da drinnen sind und dass vielleicht gerade in diesem Moment dann 27 Handys gleichzeitig zu klingeln beginnen, weil du gefragt hast, wo das Freundebuch geblieben ist zum Beispiel.
SPEAKER_00Du kennst auch, oder? Das, was mir reingegangen ist, Paul das Freundebuch. Das verloren ist bei uns. Das kommt in die Shownotes. Die Shownotes klingen bei uns übrigens so. Das ist ein sehr lustiges Video. Aber ja, das, worüber wir uns jetzt amüsieren, kann einfach auch super mühsam sein oder im schlimmsten Falle sehr belastend.
SPEAKER_01Ja, ich übe das übrigens mit Volksschulklassen. Wenn ich in vierte Klasse Volksschulen gehe, dann habe ich das WhatsApp-Spiel mit. Und dann setzen wir uns in den Kreis, gründen live eine WhatsApp-Gruppe ohne Handys und der Einstieg sieht so aus, dass alle Kinder gleichzeitig das Geräusch singen, das das Handy macht, wenn eine neue Nachricht kommt. Und dann verdeutlicht das einmal in der Gruppe, wie viele sind da überhaupt drinnen und was passiert in dem Moment, wo ich eine Nachricht schicke. Das muss man sich klar machen. Das heißt, innerhalb von Sekunden ein großer Trubel. Im großer Trubel. Es eskaliert in ganz kurzer Zeit genauso wie alle anderen WhatsApp-Gruppen bei Kids, die fangen an, Wildnachrichten zu schicken. Es werden Töne gesungen, es wird unkontrolliert, es wird laut. Es ist genau wie eine WhatsApp-Gruppe.
SPEAKER_00Und ja, WhatsApp-Gruppen können mühsam sein, sie können aber auch natürlich wahnsinnig praktisch sein, weil wenn man was organisieren muss und viele Menschen auf einmal erreichen möchte, dann geht das halt sehr schnell. Wir Eltern, wenn wir an WhatsApp denken, glaube ich, denken meistens an diese Nachrichtenfunktion. Aber auch das steckt in unserem Titel schon drinnen, WhatsApp kann ja noch viel mehr. Was denn?
SPEAKER_01Ja, also das bekannteste sind einfach die 1 zu 1-Chats oder die Chatgruppen, wo man einfach Text, Audios, Videos, Sprachanrufe, Videoanrufe machen kann. Was die meisten Leute auch schon mitbekommen haben, oder vielleicht ist es euch noch nicht bekannt, es gibt jetzt auch eine KI in WhatsApp. Das heißt, das, was früher einmal nur ein Suchfeld war, um nach Nachrichten zu suchen in der App, ist jetzt schon seit einigen Monaten ein KI-Chat-Feld. Das heißt, man kann sich aussuchen, ob man in den Chats sucht oder ob man da Meta-AI eine Frage stellt. Das bedeutet natürlich auch, alles, was man dort eingibt, wird auch gespeichert und in der KI weiterverarbeitet oder zum Training verwendet. Es gibt außer den Gruppen gibt es noch ein übergeordnetes Format, die sogenannten Communities. Das ist wie so eine Dachorganisation für mehrere Gruppen. Also wenn wir jetzt bei der Eltern-WhatsApp-Gruppe bleiben, dann wäre eine Community zum Beispiel die Schule. Und für jede Klasse gibt es dort vielleicht eine eigene Eltern-WhatsApp-Gruppe, wenn man das gerne so organisieren möchte und komplett wahnsinnig geworden ist.
Datenschutz und Chattricks
SPEAKER_00Genau, dafür sind wir ja da, durch den digitalen Wahnsinn zu leiten. Lass uns nochmal kurz bei der KI bleiben. Das ist ja spannend. Und das war auch gerade aktuell in den Nachrichten. Es gab da eine Art Kettenbrief, also etwas, das fleißig weitergeschickt wurde, wo gewarnt wurde. Von vielen Seiten ist das als Unsinn, als falsch abgetan worden. Bitte erklär noch einmal genau, was steht jetzt in diesem Kettenbrief, worum geht es? Und ist es jetzt wirklich nur Blödsinn oder war da auch was dran?
SPEAKER_01Es gab verschiedene Versionen. Manche wurden tatsächlich als Links zu Medienartikel verschickt, weil darüber berichtet wurde. Und manche waren einfach Screenshots von irgendwelchen Informationen, wie man das auch so kennt, ohne Quelle und ohne genauere Angabe von Datum oder Herkunft. Aber mit vielen Rufzeichen und Achtung, Achtung in Großbuchstaben. Mit vielen Rufzeichen, genau, da ist natürlich immer vor sich geboten, dass man auch selber nochmal nachcheckt, woher kommt das und kann das überhaupt stimmen. Aber was tatsächlich stimmt, ist, dass die KI-Nutzung in WhatsApp auch auf Gruppen ausgeweitet wurde. Das heißt, wenn in den Gruppeneinstellungen das nicht deaktiviert wird, können ab sofort Mitglieder aus Gruppen in der Gruppe auch die KI verwenden und dort für bestimmte Zwecke einsetzen, zum Beispiel um etwas zu recherchieren. In dem Fall bekommt die Meta-AI dann Zugriff auf diese eine Information in der Gruppe. Man kann das aber deaktivieren in den Gruppeneinstellungen. Wenn man Admin ist, kann man das bearbeiten. Ganz kurz nur, eine Gruppe ist alles, was mehr als zwischen zwei einzelnen Personen passiert. Genau. Es gibt die Funktion, eine Gruppe zu gründen und da lädt man Personen ein. Das ist normalerweise mehr als zwei. Ab drei ist es eine Gruppe.
SPEAKER_00Klassisch, ich muss den Kindergeburtstag organisieren und alle, die eingeladen werden, landen in einer neuen Gruppe. Juhu! Juhu!
SPEAKER_01Genau. Und wenn du Gruppen-Admin bist, dann kannst du in die Einstellungen gehen und dort gibt es eine Option, die heißt erweiterter Chat-Datenschutz. Und dort gibt es unter anderem einen Schieber, wo du die KI-Nutzung im Chat verhindern kannst. Dort kannst du auch noch einstellen, ob der Chat exportiert werden kann oder nicht und ob alle Medien automatisch gespeichert werden aus dieser Gruppe. Da gibt es noch ein paar andere Funktionen, aber dort kannst du für diese Gruppe die KI-Nutzung deaktivieren. Und das wird empfohlen.
SPEAKER_00Was kann ich denn sonst noch rund um meine Privacy, meine Privatsphäre einstellen auf WhatsApp?
SPEAKER_01Da gibt es an unterschiedlichen Stellen verteilt Einstellungen, die du dir auch ansehen solltest. Zum Beispiel, falls du gerne den Status verwendest oder dein Kind den Status verwenden möchte, den kannst du einschränken. Du kannst den Status mit deiner ganzen Kontaktliste teilen oder du kannst bestimmte Nummern auswählen, die diesen Status sehen können. Achtung, wenn du den Status nicht einschränkst, können die nicht die Menschen aus deinem Telefonbuch sehen, sondern alle Leute, die deine Telefonnummer eingespeichert haben. Das heißt, eine Einschränkung ist zumindest für private Inhalte eine ziemlich gute Idee. Dann gibt es die Möglichkeit, in Chatgruppen oder in 1 zu 1-Chats Fotos mit nur einer einmaligen Ansicht zu schicken. Wenn du ein Foto auswählst zum Versand, erscheint neben dem Senden-Button so eine kleine Uhr. Wenn du die anklickst, dann können die anderen Personen das Foto nur ein einzig Mal ansehen. Es wird nicht im Telefon gespeichert und es verschwindet dann gleich wieder. Dann gibt es noch Einstellungen, ob eine Nachricht erhalten und gelesen wurde. Du kennst sicher diese zwei blauen Häkchen. Wenn du eine Nachricht verschickst, wenn sie gesendet ist, kommt das zweite graue Häkchen und dann, wenn es jemand gelesen hat, werden die Häkchen blau. Das kannst du in den Nachrichtenoptionen ausschalten, damit Menschen nicht sehen, hast du schon gelesen oder nicht. Bei manchen Leuten nimmt das etwas den Druck, dass man sofort antworten muss oder dass auch einfach gesehen wird, wann man online ist.
SPEAKER_00Das gilt dann aber für beide Wege. Also sie sehen nicht, was du gelesen hast, du siehst aber auch nicht, ob wer anderer deine Nachrichten gelesen hat.
SPEAKER_01Genau, das lässt sich nur beidseitig deaktivieren. Und man kann auch deaktivieren, dass Leute sehen können, ob ich gerade online bin oder wann ich das letzte Mal online war. Das sind ja Informationen, die werden in WhatsApp standardmäßig angezeigt. Und das kann einfach sein, dass man das nicht möchte und dass man da ein bisschen mehr seine Ruhe haben will.
SPEAKER_00Und in der Vorbereitung haben wir auch noch etwas entdeckt, das wir die Affären-Funktion genannt haben.
SPEAKER_01Erzähl, was ist das? Du kannst einen Chat sperren. Nämlich Das bedeutet, du wählst den Chat aus, gehst in die Einstellungen für diesen Chat mit der Person und dann gibt es die Option Chat sperren. Das bedeutet, der Chat verschwindet aus deiner Liste der aktiven Chats und du kannst ihn durch ein Passwort absichern.
SPEAKER_00Das bedeutet, wenn jemand zum Beispiel mein Handy-Passwort hat, jemand aus der Familie und da einsteigen kann, dann ist aber der Chat gesperrt. Entweder ein einzelner Chat in WhatsApp oder die ganze WhatsApp-App. Und er ist zu einem Handy drinnen, aber kann das nicht lesen.
SPEAKER_01Das geht beides. Du kannst die App absichern. Das heißt, man kann WhatsApp auf deinem Gerät nicht öffnen ohne biometrischen Schutz oder durch ein Kennwort. Und du kannst innerhalb von WhatsApp-Chats zumindest ein bisschen verschwinden lassen. Die sind nicht ganz weg, du findest sie dann über die Suche, aber du hast. Du musst wissen, wonach du suchst. Du musst wissen, wonach du suchst und du brauchst den Zugangscode.
SPEAKER_00Gefinkelt, gefinkelt. Ich glaube, wir waren dann nicht ganz verkehrt mit unserem Verdacht.
SPEAKER_01Wie die selbstlöschenden Nachrichten, die man aktivieren kann.
SPEAKER_00Ich meine, wir können auch in eine andere Richtung denken und sagen, wenn man eine Überraschungsparty für wen organisiert, dann lässt sich das natürlich auch super absichern und für investigative Recherchen. Ja, bitte, schickt uns investigative Nachrichten. Wir sichern sie ab. Wir sichern den Chat. Ist schon
Meta und öffentliche Kanäle
SPEAKER_00gesperrt. WhatsApp gehört zu Meta, hast du schon gesagt. Was bedeutet das konkret für Nutzerinnen und Nutzer?
SPEAKER_01Das bedeutet, das ist der Konzern, dem nicht nur WhatsApp gehört, sondern auch Facebook und Instagram. Das bedeutet, es ist davon auszugehen, dass im Hintergrund die Daten in irgendeiner Form gesüngt werden. Die App fragt ja auch regelmäßig, ob man das Telefonbuch synchronisieren möchte. Es gibt Kontaktlisten aus Facebook, es gibt Kontaktlisten aus Instagram, es gibt ein Telefonbuch, es gibt eine WhatsApp-Kontaktliste. Und wenn du das nicht einschränkst, dann kann es passieren, dass das alles synchronisiert wird. Man merkt das manchmal in Chatgruppen, wenn da Leute drin sind, die man eigentlich nicht kennt, aber WhatsApp zeigt Namen an oder mit so einer Wellenlinie einen Namen, der aus einem sozialen Netzwerk stammt. Manchmal werden da auch Nicknames angezeigt. Das passiert durch das Sünden von Telefonbüchern und von Social Media Accounts, die alle im gleichen Netzwerk, nämlich bei Meta, hängen.
SPEAKER_00Eine Freundin hat mir vor kurzem erzählt, dass sie aus dem Nichts eine Einladung bekommen hat von der Freundin ihrer Tochter. Wir reden hier von Teenagern, so 13, 14 Jahre alt. Die hat auf WhatsApp ihr eine Einladung geschickt zu einer Community mit so einem AI-generierten Bild und da hat sie draufgeklickt und hat dann gesehen, okay, da werden private Videos geteilt, irgendwie beim Schleimmachen, beim Turnen im Garten und so weiter. Und die war ganz irritiert, was das jetzt genau ist. Helfen wir dieser Freundin mal. Was ist so eine Community? Wer ist da dabei? Wer kann das sehen?
SPEAKER_01Also wie vorher schon kurz angesprochen, die Community ist sozusagen der Überbau über mehrere Gruppen. Also wenn du eine Community anlegst, dann hast du normalerweise den Plan, da mehrere Untergruppen einzuordnen. Man kann aber auch einfach innerhalb einer Community nur eine Gruppe haben. So ist das, glaube ich, bei deiner Freundin aufgebaut gewesen. Die funktionieren auch so wie die einzelnen WhatsApp-Gruppen. Das bedeutet, die Community ist kein öffentliches Format. Das bedeutet, man muss eingeladen werden. Es gibt einen Einladungslink in diese Gruppe, den kann man annehmen und auch Menschen, die Administratoren sind, bestimmen, dann kommst du in diese Gruppe oder nicht. Das heißt, es ist auch ein geschlossenes Format. Anders als die WhatsApp-Kanäle, die tatsächlich öffentlich sind und international auch von allen Menschen, die WhatsApp verwenden, potenziell eingesehen werden können. Das heißt, WhatsApp ist nicht nur privat. Nein, die Kanäle sind ein Format, das ist, ich merke es immer wieder auf Elternabenden, das ist noch total unentdeckt geblieben. Dabei wurden die in Österreich gemeinsam wie in allen anderen Ländern der Welt 2023 schon ausgerollt. Also das gibt es schon richtig lang. Das hat jetzt einige Jahre gebraucht, bis sich das auch richtig verbreitet hat und bis bei uns auch die Menschen und auch die Kinder und Jugendlichen drauf gekommen sind, dass es das gibt. Aber das ist ein öffentliches Format, das sehr ähnlich ist wie soziale Netzwerke. Ein bisschen mehr eingeschränkt von den Kontaktmöglichkeiten, aber schau mal nach in deinem WhatsApp-Account, du findest das unter dem Punkt Aktuelles. Warte, leite mich durch. So, ich mache WhatsApp. Wir machen WhatsApp auf. Bei mir sind dann immer automatisch, bin ich in den Chats drinnen. Genau. Du öffnest die App und du siehst deine Let's Chats und die letzten Gruppen, mit denen du kommuniziert hast. Bei mir lustigerweise Andrea Pohl. Im Menü am unteren Bildschirmrand findest du den Punkt Aktuelles. Tipp da mal drauf. Ja, das ist auch so eine strichlierte Sprechblase. Strichlierte Sprechblase, genau. Und da kommst du zu den Statusmeldungen. Das heißt, diese Nachrichten, die innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden, wenn du dort was reinstellst. Das ist so ähnlich wie das Story-Format. Auf Instagram. Auf Instagram.
SPEAKER_00Das ist auch lustig, da bin ich nie drinnen. Aber tatsächlich, Freundinnen und Freunde von mir schreiben da irgendwie drin, was sie gerade machen. Ja, ich mache da zum Beispiel Werbung von meinem Podcast.
SPEAKER_01Also du hast einen Podcast? Ja. Willkommen. Cool, da muss ich mal reinhören. Genau. Scroll mal ganz runter unter diese Liste, Aktuelles. Würdest du schon einem Kanal folgen, dann würdest du dir da unten angereiht finden, aber du folgst wahrscheinlich noch keinem.
SPEAKER_00Nein, nachdem ich da noch nie drinnen war, ich sehe das gerade zum ersten Mal. Aktuelles Kanäle.
SPEAKER_01Da schau her. Auf meinem Android-Handy sind rechts oben drei Punkte, mit denen man in das Menü gelangt.
SPEAKER_00Ah, ich habe iOS, bei mir muss ich ganz runterscrollen, dann sind da so vier kleine Kasteln und da steht mehr entdecken.
SPEAKER_01Auf Android heißt das Kanäle entdecken.
Kanäle unter der Lupe
SPEAKER_01Ja. Und dann siehst du schon eine ganze Liste an Kanälen. Ich sehe jetzt zum Beispiel hier oben verschiedene Sportkanäle bei mir. Ich sehe dann eine Rubrik Unterhaltung, da ist zum Beispiel ein Drogeriemarktanbieter, eine Kinokette, ein Streamingdienst, dann geht es weiter mit Nachrichten und Informationen. Da gibt es eine Gruppe Unwetter Österreich, da ist CNN, dann sehe ich Lifestyle, da ist eine Supermarktkette, dann gibt es Personen. Da sehe ich zum Beispiel eine Musikerin, da sehe ich Shakira, Olivia Rodrigo.
SPEAKER_00Lustig, ich habe die gleichen Kategorien, aber mit anderen Kanälen drinnen. Also das dürfte schon auf mich personalisiert kommen.
SPEAKER_01Ja, das wird wahrscheinlich schon anhand unserer Daten. Ich habe ganz viele Biogärtner, die mir angezeigt werden, interessant. Siehst du, da sind deine Cookies. So, und dann, wenn du noch weiter runterscrollst, geht es zu weitere Kanäle entdecken. Und da wird es dann bei mir schon gemischt. Also ich sehe hier schon so Spaßgruppen, die heißen zum Beispiel würdest du eher? Fragezeichen, Punkt, Punkt, Punkt, mit 14.000 Followerinnen. Und dann sehe ich zum Beispiel Funny Fails, dann sehe ich TikTok Dances. Da sehe ich aber auch zum Beispiel die Feuerwehr Edelstauden mit 144 Followerinnen. Ich sehe zum Beispiel Paulas Posts mit einem Sternchen.
SPEAKER_00Da sind gar nicht so viele drinnen, 260 Followerinnen. Und da habe ich jetzt drauf geklickt, weil ich mir gedacht habe, Moment, das ist doch ein Teenager. Ja, das ist ein Mädchen. Das ist ein junges Mädchen. Ich sehe ganz viele Herzchen und ich sehe viele Fotos und Videos. Wow. Und Paula hat natürlich gar keine Ahnung, dass wir jetzt zwei erwachsene Frauen sind, die einen Smartphone-Podcast starten und nicht eine andere Person, die vielleicht ganz was anderes im Schilde führt.
SPEAKER_01Ja, und jetzt für so ein Teenager-Mädchen findest du 260 Followerinnen, öffentlich, viel oder wenig?
SPEAKER_00Auf den ersten Blick denke ich mir, naja, ist jetzt gar nicht so viel, aber hallo, 260, das sind gleich einige Schulklassen und wir wissen ja nicht, wer diese Follower sind.
SPEAKER_01Ja. Okay, jetzt zeige ich dir noch, wenn du in diesem Kanal drinnen bist, kannst du oben auf das Profilbild tippen. Dann kommst du in die Kanalinfo über Paula hier in dem Fall. Dann siehst du hier, wenn du auf mehr Anzeigen gehst in den Kanalinfos, steht da eine Nachricht von ihr. Hey, Infos über mich, Name, Alter 11 bis 14, Land Österreich, Hobby, Cheerleading. Und dann auch ein Link zu einer Clouds Fun Page, die ich jetzt gerade nicht aufmache, aber da steht drunter, öffentlicher Kanal. Alle können diesen Kanal finden und geteilte Inhalte sehen. Und ich habe keine Ahnung, wer da drinnen ist. Darauf habe ich keinen Zugriff. Darauf haben wir keinen Zugriff. Paula kann das vielleicht sehen, ja, aber wir können das nicht sehen. Die teilt drin ihre Videos von Cheerleading. Wenn man den Link anklickt, dann kann man ihr eine Nachricht schicken. Ja. Es ist nicht ganz wie ein soziales Netzwerk, aber es hat schon Kommunikationsfunktionen, die öffentlich sind und bei denen Fremde Kontakt aufnehmen können. Und du siehst auch bei den Inhalten in diesem Profil, manchmal ist das Text, manchmal sind es Videos, manchmal sind es Fotos. Die Fotos werden durch Emojis kommentiert. Ich gebe dir noch ein Beispiel. Wenn du in der Option Kanäle entdecken bist, auf der Startseite von den Kanälen, dann kannst du tatsächlich nach Kanälen suchen. Das heißt, man könnte hier zum Beispiel auch rumprobieren nach Namen, vielleicht so nach Mädchennamen oder so.
SPEAKER_00Ich gebe dir mal einen Girl. Huh, da kommt viel. Von 500.000 Followern bis zu einzelnen, wow, über eine Million, ganz viele Schleifen sehe ich da und ganz viele verschiedene Fotos natürlich.
SPEAKER_01Und du kannst auch, wenn du auf der Startseite von den Kanälen bist, bei mir ist das bei Android wieder oben rechts, also ein Drei-Striche-Menü, kannst du auch nach Region suchen und dann bekommst du alle Länder der Weltangebot raus. Oh ja. Da hast du so eine ganze Liste und könntest jetzt auch nach bestimmten Suchbegriffen oder nach bestimmten Namen in verschiedenen Ländern suchen.
SPEAKER_00Das flasht mich gerade sehr. Das habe ich nicht gewusst. Ich glaube, dass ich da lieb Nachrichten hin und her schreibe, vielleicht in einer Gruppe, aber im Grunde genommen habe ich da Zugang zur ganzen Welt und bin voll in einem sozialen Netzwerk schon drinnen.
SPEAKER_01Ja, und du kannst selbst entscheiden, welchem Kanal du folgst. Und wenn man dort was postet, ist es öffentlich. Und die Leute können das auch vom Bildschirm abfilmen oder können sich das auch abspeichern, die Inhalte, die dort drinnen sind.
SPEAKER_00Das heißt, wenn man im guten Glauben seinem Teenager, seinem jungen Kind zum Beispiel TikTok verbietet, weil das geht noch nicht, aber WhatsApp ist drauf, dann kann sein, dass man im Grunde genommen einfach nur einen kleinen Umweg erlaubt. Das heißt anders, aber die Funktion ist ähnlich.
SPEAKER_01Ja, die Funktionen sind ähnlich und wir haben gerade gesehen beim Kanäle entdecken, da ist alles Mögliche drinnen. Also nicht nur, dass Privatpersonen da alles Mögliche über sich posten und auch alles über andere sehen können, sondern es sind auch viele Unternehmen, es sind Organisationen, wahrscheinlich eine ganze Menge Werbung einfach. Politische Parteien. Politische Parteien, Gruppierungen, Organisationen. Da ist eigentlich auch wieder alles drin, was es in der Welt gibt. Und wenn du dir jetzt ein bisschen Zeit nimmst und dadurch scrollst, wirst du auch sehen, dass dort auch Menschen Werbung machen, die auf anderen Seiten im Internet noch ein Business laufen haben und die dort Inhalte posten, die vielleicht die WhatsApp-Regeln für zum Beispiel nicht sexuelle Inhalte gerade nicht verletzen. Aber du kannst dir sicher sein, dass da vielleicht genug Material mit viel nackter Haut zu sehen ist von Personen, die Userinnen und User dann auf andere Plattformen ziehen wollen.
SPEAKER_00Und dabei möchte das 13-jährige Mädchen die Paula einfach nur lustige Videos von sich scheren, wo sie halt herumtouren. Der denkt
Risiken für Jugendliche
SPEAKER_00sich natürlich gar nichts dabei.
SPEAKER_01Zu den Kanälen gibt es übrigens noch eine aktuelle Studie aus Nordrhein-Westfalen. Dafür wurden Interviews mit Kindern und Jugendlichen geführt und 100 WhatsApp-Kanäle von Minderjährigen inhaltlich analysiert. Und da zeigt sich, Kinder nutzen das tatsächlich als Social Media Ersatz, teilweise mit tausenden FollowerInnen, ohne dass die Eltern das wissen. Das heißt, die Begleitung fehlt. Und die Studie zeigt auch, dass die das für besonders sicher halten. Also sie unterschätzen Reichweite und Risiken stark. Es werden besonders häufig persönliche Informationen geteilt, das heißt Bilder, Videos, unzensierte Aufnahmen von Gesicht und Körper oder Kontaktinformationen. Und das häufig täglich oder mehrmals täglich. Und auch mit Links zu WhatsApp-Gruppen oder externen Plattformen, wo dann doch gechattet werden kann. In der Studie wurde auch bestätigt, dass Risiken wie zum Beispiel problematische Reaktionen da bestehen auf Inhalte, sexualisierte oder abwertende Emojis. Das führt zu Belastung. Es gibt ungewollte Kontaktaufnahmen, Übergriffe, Hass und Mobbing. Es gibt einen Kontrollverlust. Das heißt, Bilder und Videos werden weitergeteilt. Und wer die Followerinnen sind, weiß man nicht. Das heißt, was die dann auch mit den Videos machen, ist unklar. Falls du genauer reinschauen willst, wir verlinken die Studie unten in den Shownotes.
SPEAKER_00Wow, umso wichtiger, dass wir mit unseren Kids darüber sprechen. Jetzt bin ich wirklich ein bisschen schockiert, um ehrlich zu sein. Ab welchem Alter würdest du denn WhatsApp empfehlen oder andersrum, bis wann soll man warten?
SPEAKER_01In der EU gilt die Europäische Datenschutzgrundverordnung, die regelt, dass Informationsdienste, wie WhatsApp zum Beispiel, aber das gilt auch für andere Social Media Netzwerke, dass die von Jugendlichen unter 14 Jahren keine Daten sammeln dürfen, ohne die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. In der EU ist dieses Gesetz eigentlich ab 16, aber Österreich hat nachreguliert, bei uns ist das ab 14. Das heißt, da haben wir eigentlich schon eine Einrichtung, die dir sagt, gib das deinen Kindern nicht unter 14, wenn du nicht einen sehr guten Grund dafür hast. Eltern können sich natürlich immer anders entscheiden, aber ich würde sagen, 14 ist auf jeden Fall so eine Grenze. Bis dahin sollte man es sich überlegen. Und wenn man es vorher erlaubt, wäre es auf jeden Fall gut, wenn man sich die Apps sehr genau anschaut, wenn man die gemeinsam durchbespricht und wenn man gemeinsam dann auch eine Vereinbarung dazu macht, was wie verwendet werden sollte, wo man aufpassen muss, was öffentlich sichtbar ist, welche Fotos oder Videos man wo auf gar keinen Fall reinstellen sollte und auch wie man in Gruppen und in einzelnen Chats mit seinen privaten Daten und Inhalten umgeht.
SPEAKER_00Ich glaube, das ist jetzt ein großer Aha-Moment für viele, die uns zuhören, dass es eben nicht um einen Messenger-Service geht, sondern um eine Art Social Medium Light. Genau. Gut zu wissen. Vor allem, wenn wir das nächste Mal mit den Kids
Broadcast und Desktop
SPEAKER_00darüber sprechen.
SPEAKER_01Und damit die Funktionen vollständig erwähnt sind und auch nicht zu verwechseln mit den Communities, Gruppen oder Kanälen. Es gibt noch eine Broadcast-Funktion auf WhatsApp. Das bedeutet, du kannst eine Nachricht an eine große Gruppe Menschen schicken, ohne dafür eine Gruppe gründen zu müssen. Du legst eine Gruppe an Menschen an, verfasst eine Nachricht und jede Person bekommt diese Nachricht dann gleichzeitig als Broadcast und kann aber im einzelnen Chat direkt darauf antworten. Das klingt ganz praktisch. Da kann man sich die Gruppen des Fotos sparen. Ja, genau, genau. Und die letzte erwähnenswerte Funktion ist, du kannst WhatsApp nicht nur auf dem Smartphone verwenden, sondern es gibt auch Web WhatsApp. Das heißt, das ist eine eigene Browser-Anwendung, die du mit deinem Telefon verbinden kannst. Das gänst du einen QR-Code ab innerhalb von WhatsApp und dann kannst du Nachrichten auf dem Computer tippen.
SPEAKER_00Das wäre auch ganz spannend, wenn man sich die Smartphone-Regeln für zu Hause überlegt, dass man zum Beispiel sagt, WhatsApp ja, aber nur am Desktop.
SPEAKER_01Ja, das wäre eine Möglichkeit. Dann hast du die Chance, dass du das auch zeitlich besser regulieren kannst, wenn du sagst, es gibt nur hier diese App, genau.
WhatsApp in der Schule
SPEAKER_00Andrea, du kommst jetzt direkt gerade aus Mittelschulenklassen zu mir. Du warst gerade in zwei ersten Klassen. Das sind die Kinder so elf Jahre alt, ungefähr.
SPEAKER_01Fünfte Schulstufe.
SPEAKER_00Welche Probleme rund um WhatsApp beschäftigen die Kids dort?
SPEAKER_01Also in diesen zwei Klassen, in denen ich gerade war, da hatten mich die Lehrerin genau darauf angesprochen, dass ich bitte eine Stunde komplett zu WhatsApp machen soll, weil es in diesen Klassen besonders Schwierigkeiten gab mit Gruppen und auch mit Mobbing in Gruppen. In einer Klasse wurden geheime Gruppen gegründet, in denen nicht alle Kinder drinnen waren und dann wurde über bestimmte Kinder dort geläst. Online-Mobbing. Ja, und die haben das natürlich irgendwann rausgefunden und wenn das dann eine bestimmte Intensität annimmt und auch mit einer bestimmten Zielrichtung betrieben wird, dann kann man da schon von Cybermobbing reden.
SPEAKER_00Ich glaube, das ist auch kein Randphänomen, denn das habe ich tatsächlich in meinem bekannten Kreis schon öfter gehört, dass Kinder systematisch per WhatsApp fertig gemacht oder ausgeschlossen werden.
SPEAKER_01Das ist überhaupt kein Randphänomen. Mobbing an sich ist in Schulen ja auch kein neues Thema, aber neu ist, dass das über Apps wie WhatsApp betrieben wird und der Effekt davon ist, dass das halt niemals aufhört, weil früher bist du aus der Schulklasse rausgegangen und nach dem Schultag warst du es zumindest für ein paar Stunden lang los. Aber jetzt nimmst du es mit dem Handy mit nach Hause in der Hosentasche, mit in dein Schlafzimmer und es hört praktisch nicht auf.
SPEAKER_00Hast du das Gefühl, dass so ein paar Nachrichten in einer WhatsApp-Gruppe mittlerweile mehr oder mindestens gleich viel Schaden anrichten können, als so ein Streit am Schulhof?
SPEAKER_01Ja, auf jeden Fall. Weil sehr häufig geht es da ja nicht nur mit Worten zur Sache, sondern es werden Bilder geteilt, es werden Videos gemacht, es werden heimlich Dinge aufgenommen. Das wird vielfach verbreitet. Du musst dir ja vorstellen, wenn Inhalte in so eine Gruppe geschickt werden, das ist nicht so wie eine Situation am Schulhof, wo halt ein paar zugesehen haben, sondern es existiert dann praktisch Videomaterial oder Bildmaterial von einer Sache, die vielleicht unangenehm, peinlich ist, ja, so etwas. Und mit jedem Mal verschicken in einer Gruppe werden vielfach Kopien erzeugt. Daran denken wir ja nicht. Wenn ich das auf meinem Handy gespeichert habe und ich schicke das in eine Gruppe mit 20 Leuten, erzeuge ich 20 Kopien, weil 19 Personen bekommen das und eine Kopie kriegt noch WhatsApp auf einem Server, damit das überhaupt verschickt werden kann. Und somit vervielfacht sich das. Und wenn das noch weitergeschickt wird oder dann online vielleicht geteilt wird, dann eskaliert es ja.
SPEAKER_00Und es ist auch so leicht, Position zu beziehen. Du musst nur ein Herzl schicken, du musst es nur liken mit einem Daumen hoch. Das ist ja von Angesicht zu Angesicht wieder viel heftiger, da diese Grenze zu überschreiten, als bei einer Nachricht, die die Grenzen überschreitet, einfach mal zu sagen, Smiley dazu. Trotzdem verstärkt das das ganze Problem.
SPEAKER_01Das verstärkt das und jeder, der nichts dagegen tut, ist in irgendeiner Form auch in einer beteiligten Rolle. Also man darf nicht übersehen, bei Mobbing gibt es ganz klar Dynamiken mit verschiedenen Rollen. Also es gibt eine Person, die anfängt, die sozusagen Täterin oder Täter ist, die beginnt, eine Gruppe aufzuhetzen. Und dann gibt es Personen, die mitmachen, Mitläufer, die das sozusagen annehmen. Die haben zwar nicht gestartet, aber die sind auch beteiligt. Und dann gibt es Beobachterinnen und Beobachter. Und wenn die sich nicht einmischen und wenn die nicht dazwischen gehen oder wenn die nicht Stopp sagen, dann sind sie auch beteiligt, weil die lassen ja zu, dass es weiter passiert. Und hier wird es kompliziert in Schulklassen, weil ich in der Arbeit mit den Kindern merke, die haben natürlich dann auch Ängste dabei. Die sagen, ja, eigentlich finde ich das nicht gut, aber ich traue mich jetzt nicht, was dagegen zu sagen, weil vielleicht bin ich dann die Nächste. Da gilt es dran zu arbeiten und da leisten die Schulen aber wirklich schon großteils sehr, sehr gute Arbeit, machen extra Workshops zu Mobbing, laden die Polizei ein, die erzählen dann den Kindern, was sind eigentlich verbotene Inhalte in Gruppen, wo geht es ins Strafrecht rein, wo kann es passieren, dass dann tatsächlich die Polizei auch einschreitet, wenn eine Schule das meldet und es werden in Gruppen verbotene Inhalte geteilt. Ja, das passiert auch relativ häufig. Da leisten die Schulen wirklich schon sehr gute Arbeit, aber das ist auch ein Thema, um das müssen wir uns
Strafrecht und Kettenbriefe
SPEAKER_01regelmäßig kümmern. Wo zum Beispiel setzt denn das Strafrecht an bei WhatsApp? So Klassiker sind bei den verbotenen Inhalten zum Beispiel Nazi-Bildchen. Ja. Oho. Die Inhalte, die unter das Verbotsgesetz fallen, oder sehr stark gewalttätige Inhalte oder pornografische Inhalte, die in den Gruppen geteilt werden. Da wird es dann auch kritisch, wenn Kinder und Jugendliche anfangen, vielleicht selbst sexualisierte Bilder zu machen und in Gruppen zu teilen oder von Freundinnen oder Freunden solche Bilder zu teilen, weil da sind wir auch im Bereich der Kinderpornografie. Wow.
SPEAKER_00Jemanden heimlich zu filmen, zum Beispiel heimlich Bildschirmaufnahmen zu machen während eines Videochats, siehst du auch immer wieder.
SPEAKER_01Das passiert sehr häufig, dass bei Videochats vom Bildschirm abgefilmt wird. Es passiert auch das in den Schulen, obwohl wir bis zur achten Stufe schon ein Handyverbot haben, das in den Schulen gefilmt wird. Jetzt ist gerade wieder ein Bericht in den Nachrichten von drei Burschen, die suspendiert wurden, weil die live gegangen sind aus der Schule. Das Bildmaterial gemacht wird von Lehrkräften, ist eine Sache, die laufend passiert. Auch dass dann Memes produziert werden mit den Gesichtern von den Lehrerinnen und Lehrern. Also da passieren echt blöde Sachen und da muss man tatsächlich stark aufklären und da muss man auch einschreiten und da muss man Kinder und Jugendliche auch unterstützen, wenn sowas passiert. Man muss aktiv Hilfe anbieten und man muss auch informieren, was okay ist und was nicht und auch ganz klar informieren, wo beginnt das Strafrecht, wo beginnt das Recht am eigenen Bild, worauf müssen wir aufpassen und wo müssen wir beim Einordnen helfen.
SPEAKER_00Nicht strafrechtlich relevant, aber für die Kids und die psychische Gesundheit äußerst relevant, sind auch so Themen wie Gruselnachrichten, Kettenbriefe. Das kennen wir auch aus unserer Schulzeit als physischer Kettenbrief, der weitergegeben wird und ausgefüllt werden muss, sonst passiert ein großes Unglück. Jetzt kommt das mit einem Bimmeln einfach jederzeit.
SPEAKER_01Das landet jetzt im elektronischen Postaingang. Ich kann mich noch erinnern, ich habe mal tatsächlich einen Kettenbrief mit der Post bekommen. Das war ein Couvert und man hat das auch immer gleich von außen erkannt, weil bei einem Kettenbrief standen immer auf der Rückseite mindestens fünf Absender drauf. Das war dieses System, wie man das weiterschicken musste.
SPEAKER_00Da hat man sich echt noch was angetan, um zu gruseln.
SPEAKER_01Also das wurde ja so gekennzeichnet, um zu beweisen, dass man das genügend Menschen weitergeschickt hat und so weiter. Ja, es war ein richtiges System. Aber damals war die Lösung, wenn du nicht mitmachen wolltest, hast es halt einfach in den Mistkübel geschmissen und damit war es erledigt. Aber heute, wenn die Kids heute ganz lustig drauf sind, dann legen sie eigene WhatsApp-Accounts an für eine Gruselfigur und dann schreib die dir Nachrichten in deinem Posteingang oder schick dir Audios oder schick dir Videos. Und dann bekommst du Nachrichten mit einer grusigen Stimme.
SPEAKER_00Boah, ist das fies?
SPEAKER_01Da gibt es zum Beispiel Momo, hast du mir erzählt. Habe ich vorher noch nie gehört. Was schickt dir Momo? Momo ist so eine Geschichte von einer Puppe, die ganz gruselig aussieht. Und das ist auch so eine Story dahinter. Wenn du das nicht weiterschickst oder wenn du nicht bestimmte Aufgaben erfüllst, dann such dich Momo heim oder es passiert dir was Schlimmes. Eigentlich kommt diese Puppe, das Bild, das da verwendet wird, kommt eigentlich aus der japanischen Kunst, hat eigentlich gar nichts Gruseliges an sich, sieht aber natürlich für Kinder zum Fürchten aus, wenn man es nicht kennt und die Geschichte
Momo und Entgruseln
SPEAKER_01nicht weiß.
SPEAKER_00Wahnsinn, was würdest du jetzt einem Kind sagen, das sich irgendwann offenbart? Das passiert wahrscheinlich auch nicht gleich. Das wird das Kind erst einmal beschäftigen und Angst machen und irgendwann ist die Grenze so überschritten, dass es hoffentlich kommt, weil es genug Vertrauen zu uns Erwachsenen fasst und sagt, du, da ist was. Wie würdest du dann reagieren?
SPEAKER_01Ich kann dazu erzählen, was tatsächlich in meinem Freundeskreis passiert ist, weil da gab es genau diese Geschichte mit Momo der Gruselpuppe. Die Freundin von mir hat sich tatsächlich mit ihrem Kind hingesetzt und hat begonnen, gemeinsam diese Geschichte online zu recherchieren, weil sie wusste selber nicht, wo es herkommt, aber sie wusste, das ist sicher irgendeine doofe Kettenbriefgeschichte, die immer wieder kommt. Und so war es auch. Also die haben sich gemeinsam hingesetzt, haben das gegoogelt und haben dann die Infos gemeinsam angeschaut und besprochen. Und dann sind die genau auf diese Informationen gestoßen, nämlich, dass es ein Kettenbrief ist, dass es verwendet wird, um Kinder zu erschrecken, dass das keine neue Geschichte ist, sondern dass das schon seit ein paar Jahren kursiert. Und das ist ja auch immer das Ding bei solchen Geschichten, die kommen immer wieder. Das heißt, über die meisten davon gibt es tatsächlich schon Infos. Damit hat sich das dann so in Einzelteile zerlegen lassen und das nimmt dann auch die Angst. Dann ist es aufgeklärt und dann löst sich das.
SPEAKER_00So kann man das Ganze entgruseln. Wahnsinn. Und manchmal steckt gar nichts Gruseliges dahinter, sondern einfach nur Freunde, Freundinnen, Menschen aus der Peergroup, die einen bis zum Schlafen gehen, vollmüllen mit einer Art Nachrichtenlawine. Da ist das Hände überhaupt nicht mehr still. Und wenn man das mal beobachtet hat, also teilweise kommen ja dann die Nachrichten im Sekundentakt. Da geht es wirklich in einer Geschwindigkeit zu, da kommen wir Erwachsenen gar nicht mehr mit.
Nachrichtenflut und Druck
SPEAKER_00Was beobachtest du als Smartphone-Coach? Wie belastend ist das, alleine ständig online zu sein und diese Masse an Nachrichten aufzunehmen?
SPEAKER_01Ich beobachte in Schulklassen, dass unwahrscheinlich hohe Mengen an Nachrichten zusammenkommen. Wenn ich die Kids frage, wie viele Nachrichten kommen pro Tag in euren Klassen, WhatsApp-Gruppen, kriege ich manchmal Antworten, 200 Nachrichten, 500 Nachrichten, einmal waren es 900 Nachrichten, also irre viel. Und man merkt, dass manche von den Kids, ich glaube, die verfallen in so eine Art Dopamin-Rausch, einfach weil das so viel Spaß macht, weil das so lustig ist, die schicken einfach nur Blödsinn rein, nur Smileys, nur Sticker, irgendwelche Antworten, irgendwelche Audios mit lustigen Geräuschen, alles Mögliche, ja. Und die stacheln sich gegenseitig immer weiter an. Und dann gibt es Kinder, die da gar nicht so mitmachen, die kriegen aber natürlich alle von diesen Nachrichten. Die sind vielleicht schon genervt, die wollen das gar nicht mehr, die sagen das auch so. Ja, die Gruppe ist so nervig, keine Ahnung, was das soll. Ich traue mich aber nicht austreten, weil ich könnte ja was verpassen. Oder ich könnte ja dann irgendwie Ziel von Spesen werden in dieser Gruppe, wenn ich nicht mehr dabei bin. Und die bleiben dann. Manchmal helfen die Eltern ganz gut zu regulieren und sagen, okay, entweder du trittst jetzt aus oder schalte ich stumm. Das muss man den Kindern auch zeigen. Du kannst eine Gruppe stumm schalten. Es ist okay, wenn du nicht jede Nachricht liest. Nur weil jemand was schreibt, heißt das nicht, dass du erreichbar sein muss. Solche Dinge muss man einfach auch lernen, weil bei vielen Kids entsteht tatsächlich das Gefühl, ich muss das alles lesen. Oh Gott, ich habe 200 Nachrichten, wie soll ich das bloß schaffen? Aber die haben das Gefühl, sie müssen antworten oder sie müssen erreichbar sein.
SPEAKER_00Ich muss dabei jetzt gerade so an den Song denken, der viral gegangen ist. Paulas Freundebuch von der Musikgruppe Eure Mütter. Genau der beschreibt die Dynamik, nämlich auch unter Erwachsenen. Ich hasse diese WhatsApp-Gruppen, aber trotzdem lese ich immer mit, weil ich möchte ja alles mitbekommen. Bei Eure Mütter klingt das so. Achtung, Kraftausdruck inklusive.
SPEAKER_02Wir haben Paulas Freundebuch auch nicht. Eure besteht eine kurze Gruppe mein Gehirn. Doch ich bleibt drin. Ich will ja nicht das. Ich was verpasst.
SPEAKER_00Also das Video verlinken wir euch und viel Spaß beim Anschauen. Es ist wirklich sehr schön. Jeder, der in einer WhatsApp-Gruppe für Eltern ist, wird sich da gut aufgehoben fühlen. Auf
Regeln für die Klasse
SPEAKER_00jeden Fall. Andrea, du bist in einer Mittelschule als Smartphone-Coach unterwegs, wo die Kinder eigene WhatsApp-Regeln aufgestellt haben. Welche davon haben dich ganz besonders beeindruckt?
SPEAKER_01Das war total schön, weil ich wurde ja in diese Klasse gerufen, um genau zu WhatsApp zu arbeiten, weil es Schwierigkeiten gab und die Stunde ist dann so gut verlaufen, dass wir am Ende an einem Punkt waren, wo wir gesagt haben, okay, eigentlich könnten wir jetzt WhatsApp-Gruppenregeln für die Klasse aufstellen. Und die Kids haben mich dann auch gleich direkt mit ihren Vorschlägen beworfen und ich habe die an die Tafel gemalt. Und die Regeln, die sie sich gewünscht haben, waren in der Reihenfolge, in der sie genannt wurden. Erstens, niemand wird gemobbt. Zweitens, mit ganz vielen Rufzeichen nicht spammen. Da sind wir wieder beim Nachrichtenaufkommen. Der dritte Punkt war, und das fand ich spannend, die Kids haben sich dann gleich beschwert, ja, oft werden da auch Sachen geschrieben zwischen zwei Leuten und wir kriegen das dann alle. Also die dritte Regel war, nur Nachrichten, die uns alle betreffen. Die vierte Regel war keine Gewalt, weder in Texten, Bildern noch Videos. Nummer fünf, keine Fotos, Videos oder Audios von anderen, ohne zu fragen. Und letzte Regel, keine Nacktbilder.
SPEAKER_00Oh ja, Rufzeichen, Rufzeichen, Rufzeichen.
WhatsApp-Regeln für Familien
SPEAKER_00Was würdest du jetzt Eltern, Familienmitgliedern oder allen anderen Menschen, die sich um Kinder kümmern, mit an die Hand geben? Sie setzen sich hin mit den Kids und wollen noch einmal die Regeln rund um WhatsApp ganz genau besprechen. Woran sollen sie denken?
SPEAKER_01Also ganz zum Anfang möchte ich euch empfehlen, WhatsApp überhaupt nicht zu früh zu erlauben. Fangt lieber mit einem Dumpphone an, nur mit Telefonieren und mit SMS schreiben. Damit lernt dein Kind auf einfache Weise zu kommunizieren, aber ihr spart euch den ganzen Tanz mit Gruppen, Fotos, Videos, Channels und so weiter. Und wie wir schon wissen, ist es ja manchmal ganz gut, auch mit einem bisschen eingeschränkten Umfang mal umgehen zu lernen. Bevor du WhatsApp erlaubst, sieh dir die App genau an. Es ist praktisch mittlerweile ähnlich wie ein soziales Netzwerk. Schau dir alle Funktionen genau an und wirf bitte auch einen Blick in die Kanäle. Überlegt euch dann, welche Funktionen dein Kind wirklich braucht und findet vielleicht Alternativen dafür. Je länger ihr ohne Gruppen, ohne Kanäle und ohne Statusupdates auskommt, desto besser. Sprich zu Hause über die positiven, aber auch über die nervigen oder gefährlichen Aspekte von WhatsApp und warum du es nicht gut findest oder was du nicht erlaubst und warum du es noch nicht erlaubst. Falls du dich doch dazu entschließt, dass dein Kind WhatsApp verwenden darf, dann setzt euch gemeinsam hin und trefft eine Vereinbarung. Zu welchen Zeiten sind Chats noch okay, vielleicht gibt es in der Nacht eine Pause, welche Inhalte sollte man schicken, welche nicht? Wie verhält man sich in Gruppen? Wie schreibt man in Chats miteinander? Respektvoller Umgang und so weiter. Besprech diese Sachen alle genau, bevor die App installiert wird. Und dann kommt gleich die WhatsApp-Polizei.
SPEAKER_00Die holt dein Handy.
Drei Tipps zum Mitnehmen
SPEAKER_00Das sind unsere drei Dinge zum Mitnehmen aus der heutigen Episode. WhatsApp nicht zu früh erlauben, am besten warten, solange es geht. Zweitens, alle Funktionen anschauen, auch die Versteckten, über die wir heute ganz offen gesprochen haben. Und drittens, Vereinbarungen ausmachen, die auch halten und Konsequenzen haben, wenn sie nicht eingehalten werden. Liebe Andrea, danke für die heutige Episode. Finde ich super spannend. Werde ich auch in unseren nächsten Familienrat mit einbeziehen, wenn wir dann über WhatsApp sprechen und diskutieren. Für alle, die uns heute zugehört haben und da sich auch viel mitnehmen können, hinterlasst uns doch gerne eine kleine Belohnung, nämlich eine Fünf-Sterne-Bewertung oder einen Kommentar auf der Plattform, über die ihr uns hört. Schickt uns eine Nachricht, besucht uns auf Instagram oder über unsere Website. Lasst von euch hören, wie es euch gefallen hat und wie nützt denn ihr WhatsApp? Liebe Andrea, danke, dass du dir Zeit genommen hast. Liebe Niki, vielen Dank. Ich glaube, das war ein ganz wichtiges Thema heute. Ja, absolut. Wir werden uns weiter WhatsApp-Nachrichten schicken, aber wissen jetzt noch viel, viel mehr darüber. Und danke für deine Sprachnachricht
Sprachnachrichten nerven doch
SPEAKER_00zu Beginn. Ja, du hast recht, Sprachnachrichten sind nicht meine absoluten Favoriten. Ich finde, die dauern immer so lang, oder? Sie beginnen immer mit, ja hallo, ich habe mir gedacht, ich schicke dir eine Sprachnachricht. Ich gehe übrigens gerade an einer Baustelle vorbei, so dann hörst du denn den Presslufthaber und 45 Sekunden sind vergangen und du hast noch keine einzige Info, oder kennst du das?
SPEAKER_01Ja, man muss sich die wichtigen Infos dann immer raussuchen und manchmal sind es acht Minuten und die Infos zehn Sekunden.
SPEAKER_00Ja, wo ist die Info? So ein Transkript gibt es mittlerweile. Da kann man sich das einfach gleich transkripieren lassen von der App und dann einfach lesen.
SPEAKER_01Aber weißt du, was ich mache, weil mich nerven Sprachnachrichten auch, wenn ich eine mache, dann schicke ich der Person eine ganz Mini-Textnachricht drüber, wo drinnen steht, worüber ich spreche. Eine Einleitung. Ja. Wow. Na, damit du weißt, dass es sich lohnt, das anzuhören.
SPEAKER_00Ein Teaser. Das hast du vom Podcast gelernt, gibst du? Schlau. Hört ihr diese Sprachnachricht an. Es lohnt sich. Und hört ihr das nächste Mal wieder in der Smartphone-Sprechstunde rein? Das lohnt sich auf alle Fälle, oder? Ja, kriege ich jetzt endlich ein Stück Kuchen. Wir haben einen Kirschkuchen gemacht, der ist ja schon so.