ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo
ROCKET SCIENCE ist dein wöchentlicher Podcast für Gesundheit und Leistung.
Dr. med. Golo Röhrken ist Arzt, Sportwissenschaftler, 9 x Ironman Athlet und Hyrox WM Athlet.
Der Podcast zeigt Dir, wie Du dein Training, Ernährung und Mindset mit wissenschaftlichen Methoden ganzheitlich optimieren kannst.
Du bekommst klare Strategien, Tipps, Meinungen und Perspektiven auf Training, Umfeld, und deine persönliche Entwicklung.
ROCKET SCIENCE | Gesundheit und Leistung – mit Doc Golo
Kannst Du wirklich bis 140 leben? Das Problem mit der LONGEVITY
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Die Longevity-Bewegung spricht von 120 oder sogar 140 Lebensjahren. Diese Folge prüft kritisch, was hinter solchen Versprechen steckt, und zeigt allen, die lange gesund und leistungsfähig bleiben wollen, welche Faktoren wirklich belastbar sind.
Dr. med. Golo Röhrken analysiert eine Longevity-Pyramide aus Diagnostik, Lebensstil, Training und Supplements und weist auf Interessenkonflikte bei Studien zu NAD-Präparaten hin. Er erklärt, warum die Fitness beziehungsweise die VO₂max der robusteste Einzelwert ist, warum Trainingsempfehlungen individuell dosiert werden müssen und welche Rolle soziale Beziehungen für die Gesundheit im Alter spielen.
Themen: Longevity, Lebenserwartung, VO₂max, Supplements, NAD, Soziale Beziehungen
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Möglichst lange zu leben und dabei gesund zu bleiben. Das ist so der Ansatz von der Longevity. Und die neue Bewegung verspricht, dass man einerseits eine Lebenszeit verlängern kann. Es wird teilweise so von 100, 120, teilweise auch 140 Jahren gesprochen, die man einfach erreichen kann. Und andererseits geht es dabei darum, wie man möglichst auch lange gesund bleiben kann. Also möglichst nicht irgendwie lange im Krankenhausbett zu liegen, sondern eigentlich noch mit seinen Enkeln Fahrrad zu fahren und eine lange, gesunde Lebenszeit zu verbringen. In dem ganzen Begriff gibt es jedoch einige Probleme und in der ganzen Bewegung, finde ich, gibt es noch einige Probleme. Und in dem Podcast möchte ich darüber einfach mal sprechen, wo ich noch so einige Ansätze finde, was man verbessern kann. Und es geht auch natürlich darum, was auch so ein bisschen die Basics sind, was du auch tun kannst, um langfristig gesehen auch dich so zu optimieren oder wo ich eigentlich auch den größten Benefit, sag ich mal, so sehe. Okay, das Video ist eine kleine Vorbereitung, so ein bisschen auf ein YouTube-Video, was ich nächste Woche mache, wo es mir auch nochmal so ein bisschen darum geht, verschiedens Ansätze so ein bisschen anzugucken. Aber ich habe in den letzten Tagen nochmal ein bisschen mehr Research gemacht zu dem ganzen Thema und mir einfach auch angeguckt, so, okay, was ist so ein bisschen die Studienlage, wie sieht es einfach auch aus mit den verschiedensten Supplements und worauf wird auch gerade so am allermeisten Wert gelegt. Und kommen wir mal zum allerersten Punkt. Und ich würde sagen, der erste Punkt, der so ein bisschen kritisch in der ganzen Sache ist, ist, dass Longevity mittlerweile ein Begriff ist, der sehr viele Richtungen mit umfasst. Also es hat einerseits so diesen Charakter von Sport, es hat andererseits aber auch diesen Charakter von Wellness und es hat auch irgendwie diesen Charakter von Biohacking. Und all das wird in dieser ganzen Bewegung so ein bisschen mit verpackt. Und zum Beispiel, ich war auf einem Longevity-Event in Berlin, das echt cool war, wo man aber auch gemerkt hat, dass es einfach sehr, sehr viele verschiedenste Richtungen sich gerade so ein bisschen da zusammenfassen. Und hier habe ich das Gefühl, dass es eben ein sehr großer Augenmerk gelegt wird auf viele Rocket Science Elemente. Und das bedeutet, wie der Podcast sagt, dass viel darauf Wert gelegt wird, was sind so die letzten 1-2%, die ich halt wirklich dabei rausholen kann. Und hierbei ist es genauso, wie es irgendwie auch schon in der Medizin immer war, dass Sport- und Lebensstil-Interventionen kann man eben nicht ganz so gut verkaufen. Es ist nicht ganz so einfach, das in ein Produkt zu packen. Und bei vielen Longevity-Dingen merkt man eben, dass das Interesse eher daran groß ist, welche Produkte es dabei gibt, welche Methoden man irgendwie anwenden kann, welche neuen Gadgets es dabei auch gibt, anstelle wirklich auf die einfachen Basics so ein bisschen zurückzukommen. Dabei habe ich mir eine Studie auch angeguckt, die veröffentlicht worden ist, die, glaube ich, vor einem Jahr veröffentlicht worden ist und wo es eben so darum ging, was ist wirklich eine Longevity-Pyramide. Ich habe gedacht zuerst, oh, das ist aber interessant, Longevity-Pyramide, was kann das irgendwie sein? Was liegt irgendwie dahinter? Und womit beschäftigen die sich auch wirklich dann ganz genau. Und dann war zum Beispiel der erste Punkt in dieser Longevity-Pyramide Diagnostik und Messen. Der zweite Punkt war dann Lebensstil und Training. Der dritte Punkt war dann irgendwie Supplements, die vor allen Dingen an NAD-Ansätzen oder an einem Stoff, der halt verbraucht wird in unseren Mitochondrien, oder Querzetin oder Resveratol, also weitere Supplements. Dann kam als nächstes irgendwie pharmakologische Interventionen und die Spitze des Ganzen waren dann irgendwie experimentelle Sachen. Dann habe ich mich irgendwie hingeguckt und habe gesagt, okay, interessant, weil ich finde, der erste Punkt ist für mich schon sehr schwierig. Und ich sage auch ganz genau, warum ich das auch als sehr, sehr schwierig ansehe. In der Medizin ist es oft so, dass natürlich Patienten zu einem kommen, das erste Mal, was man macht, ist erstmal eine gewisse Diagnostik, um halt irgendwie Symptome auch in gewisser Weise festzustellen. Weil man natürlich eine gewisse Pathologik dahinter irgendwie auch hat oder man vermutet, etwas Krankhaftes, was in den Patienten vielleicht vorgehen könnte. Absolut korrekt und richtig. Wenn ich jetzt aber jemanden habe, bei dem es eher so darum geht, wir verändern die Lebenszeit und wir verbessern den Lebensstil oder wir verändern die Longevity, wir verbessern die Langlebigkeit, wir verbessern die Lifespan und die Healthspan, dann würde es mir als allererstes darum gehen, zu sagen erstmal, wir verbessern erstmal Punkte. Und bevor wir vielleicht auch messen und bevor wir vielleicht auch Diagnostik machen, setzen wir dich erstmal auf ein Programm. Zumindest sehe ich das so von der Coaching-Richtung her. Das ist auch, natürlich bin ich da vielleicht auch ein bisschen biased, muss ich sagen, weil klar, ich arbeite halt mit Athleten, mit aber auch Patienten, mit aber auch irgendwie Leuten, die vielleicht nicht ganz so fit sind und dann habe ich natürlich irgendwie auch Leute, die sehr, sehr fit sind. Und das Ding ist, dass ich immer zuerst sage, bevor wir eine Diagnostik machen, also bevor man irgendjemanden ins Labor schickt oder bevor man auch eine Remote-Diagnostik macht, oder bevor man wirklich etwas misst, möchte ich erstmal Veränderungen erreichen. Weil ich immer finde, das ist so die intention to treat, sagt man dabei, so im medizinischen Bereich. Also was ist wirklich das, warum du denjenigen auch behandelst und was kannst du auch schnell optimieren und verbessern? Und dabei finde ich, ist es halt so, dass das allererste, was du tun solltest, ist erstmal zu optimieren. Und gerade in diesem ganzen Hinblick einfach auch auf Langlebigkeit. Zumindest sehe ich das so. Und auch wenn man sich da so ein bisschen die Studienlage anguckt, jetzt mal unabhängig von diesem Longevity-Bereich, der halt relativ neu ist, sondern wenn man sich eher so auch Studien anguckt, vielleicht auch aus der Sportwissenschaft, oder wenn man sich eben auch Studien anguckt zu überleben, zum Beispiel von verschiedensten Patienten, dann würde ich immer sagen, dass es eigentlich das Wichtigste ist, bevor man eine Diagnostik macht, weil es gibt auch noch ein ganz großes Problem bei der Diagnostik, erstmal anzuwenden. Was ist das Problem bei der Diagnostik? Das Problem bei der Diagnostik, und das ist ein relativ großes Problem, ist, dass es noch nicht genaue harte Endpunkte gibt für das ganze Thema Longevity. Das bedeutet, es gibt nicht genau einen Faktor, wo man sagen kann, pass auf, wenn du diesen Wert verbesserst, dann wirst du länger leben. Und der robusteste Wert, wenn man einen Wert nehmen möchte, ist dabei die Fitness oder beziehungsweise die VC Max, die man halt optimieren kann, um zu sagen, wenn du die optimierst, ist dein Risiko deutlich geringer an diversen Erkrankungen, dass du frühzeitig daran erkrankst. Es gibt prinzipiell aber keinen anderen wirklichen primären Endpunkt, was natürlich auch schwierig ist vor dem ganzen Himblick, so okay, länger leben, gesunder leben, zu sagen, wir optimieren diesen Wert. Was halt relativ häufig gemacht wird dabei, ist halt irgendwelche Blutwerte zum Beispiel anzunehmen oder Aging-Clocks zum Beispiel anzunehmen, also wirklich Dinge, wo man halt das biologische Alter irgendwie oder das prinzipielle Alter oder das Alter der Gene oder der Zellen auch anzunehmen dabei, was damals dann eben angenommen wird. Aber das ist kein primarer Endpunkt. Das bedeutet, es ist relativ schwierig in dem ganzen Kontext zu sagen, wir ändern, wir messen das und dann verändern wir es auch wirklich. Und hier finde ich es eben dann schwierig, Diagnostik als allerersten Punkt der Pyramide zu nehmen. Der zweite Punkt der Pyramide war dann Lebensstil, Ernährung und auch Sport. Und da würde ich sagen, dem würde ich absolut zustimmen. Das wäre halt für mich die Basis, als allererstes dabei anzusetzen in der ganzen Longevity-Pyramide. Und hier habe ich dann in gewisser Weise meine sportwissenschaftliche Brille auf. Und es gibt, ich fand es damals schon in der Medizin immer relativ interessant, dass eben nicht genau beschrieben wurde, wie das Programm auszusehen hat im Training. Ich fand es immer interessant, dass nicht genau gesagt wurde, welche Dosis man auch ganz genau im Training einsetzen sollte bei verschiedensten Patienten. Und dass die Methoden einfach nicht ganz klar waren. Und den Punkt würde ich definitiv genauso auch in der Longevity-Richtung wieder auch sehen. Und ich glaube, das hat damit viel zu tun, weil viele Ärzte einfach keine Ahnung haben von Sport. Und das kommt natürlich auch nicht so wirklich im Studium so hindurch. Ich glaube, es kommt jetzt einfach mehr, und da sehe ich halt auch einen Riesenvorteil, das natürlich auch mehr anzugehen. Nur ein richtiges Training aufzubauen, richtig die Dosis da auch zu finden für denjenigen, für die Population, für den Patienten, ist nicht ganz so einfach. Es gibt verschiedenste Werkzeuge, die man dabei benutzt, aber einfach nur zum Beispiel zu sagen, hey, so Sport und Bewegung ist wichtig, mach das einfach mal, führt ganz häufig zum Problem. Dazu zum Beispiel auch im Jenke-Experiment war auch ein ganz großes Problem für uns auch als Ärzteteam, erstmal die Basisfaktoren richtig hinzubekommen. Nachher in der Doku, ich fand die Doku mega, mega gut, was aber vielen Leuten, glaube ich, so im Gedächtnis geblieben ist, sind halt diese enormen Mengen an Supplements, wie Jenko und sein Sohn und Jannik angenommen haben, nur was wirklich ein Großteil der Arbeit war, waren halt die Basisfaktoren in Ordnung zu bringen. Und das war eben Lebensstil, Training, Ernährung zu fixen und da wirklich Gas zu geben. Und ich glaube eben, dass hier viel abgelenkt wird von dem ganzen Thema. Und das Wichtige an der ganzen Sache ist, dass man halt klare Dosierungen braucht und klar zu sagen, pass auf, bei jemandem, der halt Herzinsuffizient ist, muss ich halt ein anderes Training einsetzen, als bei jemandem, der vielleicht seinen ersten Ironman machen möchte. Und da gibt es nicht so einen guten Konsens. Und da gibt es eben, was Lebensstilinterventionen angeht, nicht so wirklich eine klare Guideline. Und hier merkt man eben auch, dass in dieser Longevity-Bereich, dass sich sehr viele Supplement Companies einfach auch mit reinkommen, dass sehr viele von verschiedensten Richtungen auch mit reinkommen. Und das verwässert dieses ganze System. Und ich meine, man kann die Pharmaindustrie kritisieren, wie man möchte. Aber was die Pharmaindustrie wirklich gut macht, ist gute Studien. Gute Studien mit viel Power. Gute Studien mit ganz, ganz, ganz vielen Probanden. Und dann müssen sie beweisen, dass ihr Wirkstoff halt irgendwie funktioniert. Und es gibt sehr, sehr, sehr, sehr krasse Regulationsmechanismen, die dahinter liegen. Diese Mechanismen gibt es zum Beispiel bei Supplement nicht. Diese Mechanismen gibt es bei Coaching nicht. Die Qualität ist absolut heterogen. Und das merkt man eben in dem ganzen Bereich Longevity, wo viele, glaube ich, so eine Art neu und auch eine gewisse Goldgräberstimmung, glaube ich, einfach auch da ist. Nur die wirklichen Basisfaktoren werden nicht so wirklich angegangen in das ganze Thema. Es gibt zum Beispiel da einen sehr schönen Bericht auch so vom Team Sky. Team Sky war früher so das erfolgreichste Tour de France-Team, was es damals gab, was mit Bradley Wiggins und nach Chris Room sehr viele Tour de France-Siege nachher auch errungen hat. Und am Anfang waren die gar nicht erfolgreich. Am Anfang hat das alles bei denen nicht so richtig funktioniert. Und erst als sie dann auch Coaching-Input zugelassen haben, mehr, zusätzlich zu ihrem wissenschaftlichen Head, sind sie ja doch wirklich erfolgreich geworden. Und was eigentlich damals die Coaches vor allen Dingen gemacht haben, ist, das runterzubrechen auf die kleinsten Dinge, die man ändern kann. Und auch runterzubrechen auf wirklich die Basisfaktoren, die wichtig sind. Also wirklich das Trainingsvolumen, welche Intensität man gewählt hat, dass sie richtige Trainingszonen haben, dass es richtig dokumentiert wird, dass sie richtig aufzeichnen. Kleine Werbungen in eigener Sache. Dazu gibt es auch den V2 Max Challenge, wo ich da auch nochmal so ein bisschen tiefer eingehe und auch so ein bisschen die Basis mitgebe, was auch irgendwie wichtig ist, zum Beispiel im ganzen Thema Training. Aber so in der Longevity, finde ich, fehlt das und fehlt dieses Wissen auch. Und fehlt eben auch zu sagen, was man tun muss, um sich halt zu optimieren. Und dann kam eben der nächste Punkt in dieser Pyramide und das waren eben Supplements. Und ich kann das verstehen. Ich bin kein, ich bin kein Widersacher von Supplements. Und ich setze auch selber gerne Supplements ein, auch bei Athleten oder eben auch bei mir selber. Nur was eben genannt wurde, waren jetzt nicht klassische Supplements, also sowas zum Beispiel wie Vitamin B12, Eisen, Vitamin D oder Antioxidantin, sondern es wurde eben gesagt, Supplements prinzipiell über NR-Substitute oder NAD-Substitute und Querzeptin und Resveratol und ich glaube Coenzym Q10. Und wo ich als allererstes gedacht habe, okay, das ist interessant. Dann habe ich mir als allererstes angeguckt, okay, wer ist auch genau, wer hat die Studie genau gemacht. Und es war eine Supplement Company, die auch drin war bei den Autoren, sodass ich halt gedacht habe, okay, es ist schon relativ aufwendig und relativ offensichtlich, warum auch NAD-Substanzen als so ein Essential genannt werden. Von einer wissenschaftlichen Point of View würde ich definitiv sagen, dass alle Substanzen, die an NAD arbeiten, als allererstes experimentell sind. Also NAD ist eine Substanz, die benutzt wird und die wichtig ist in eurem Stoffwechsel, die vor allen Dingen in den Mitochondrien dafür wichtig ist, dass Elektroden übertragen werden. Und es zeigt sich, dass im Alter NAD halt absinkt. Und hier gibt es diverse Möglichkeiten, entweder über NR oder NMN dieses NAD wieder aufzubauen. Und Studien zeigen, gerade das NR, also NR ist auch schon zugelassen als Supplement, dass das helfen kann, NAD wieder nach oben zu bringen. Und dass sich das auch dann anlagert im Organismus. NMN ist noch nicht zugelassen. Es zeigt sich auch in einigen ersten Studien, dass es den gleichen Effekt haben kann, aber es ist prinzipiell auch von der FAD einfach noch nicht zugelassen, auch noch nicht in Amerika. Und in Deutschland sind alle Leute, die NMN nehmen, sowieso es steht darauf den Supplements drauf. Es ist prinzipiell kein Supplement. Und die Studienlage zu NAD ist prinzipiell eher so von der Evidenz her nicht vorhanden, weil die einzige Evidenz, die es halt zeigt, ist, dass NAD angereichert wird im Organismus und dass sich im Mausbexperiment zeigt, dass NAD einen Effekt haben kann, eventuell, ganz eventuell, auf die Lebenserwartung der Mäuse. Das heißt aber nicht, dass wir den primären Endpunkt haben von wir leben länger mit, wenn wir mehr NAD haben in unserer Zelle. Und unsere Mitochondrien sind gesünder, wenn wir mehr NAD haben in der Zelle. Auf Mitochondrien komme ich auch noch zu sprechen, weil das wird dann sehr interessant, wie ich finde, ehrlich gesagt. Okay, gut. Also das ist halt ein riesengroßes Problem, finde ich, weil alle, also auch Resveratol zum Beispiel. Resveratol ist eine Substanz, die so vor zehn Jahren von David Sinclair irgendwie mehr erforscht worden ist. Aber es war damals als so der Promising Agent irgendwie besprochen worden, weil es angeblich einen Effekt hatte auf unseren Oxidationszustand von den Zellen und es damals als sehr starkes Antioxidant gehandelt wurde, dass es also helfen kann, unseren Zellen, dass sie oxidativen Stress besser verarbeiten können, hat sich aber gezeigt, dass es nicht den großen Effekt hat. Und es ist ein schwaches Antioxidant, aber es hat nicht diesen gesundheitsverbessernden Effekt, den man sich einfach dabei auch erhofft hatte. Und Resveratur jetzt auch in dieser Studie oder in diesem Longevity-Pyramide als digloreiche Substanz darzustellen, finde ich eher auch schwierig. Sodass ich hier gesagt habe, okay, also ich habe nichts gegen Supplements, ich substituiere selber, ich nutzlos bei meinen Athleten. Ich finde, es ist absolut auch wichtig, auch viele Substanzen, auch gerade auch, wenn man eben Mangelzustände hat, da auch gegen vorzugehen. Gerade auch um die Gesundheit zu verbessern, aber auch, um natürlich an der Performance auch zu arbeiten. Zum Beispiel, ich sag mal, Eisen oder Ferritin ist enorm wichtig bei sehr, sehr, sehr vielen Athleten. Ich muss ja einmal kurz die Kamera ein bisschen adjustieren, weil es eben so wichtig ist, um ein gutes Performing System einfach auch zu haben. Aber die Substanzen, die da dargestellt worden sind, waren halt keine primären Supplements, sondern waren halt eher experimentelle Substanzen, die man einnehmen kann, um eventuell einen Effekt zu haben auf seine Lebenszeit. Und hier, und das ist eben was, das war auch sehr eminent und es war sehr klar, dass dies auch zum Beispiel bei den Longevity-Events darauf ein sehr großer Fokus gelegt wurde. Und jetzt kommen wir mal zu dem schönen Begriff Mitochondrien optimieren. Mitochondrien sind die Zellkraftwerke in oder Zellkraftwerke, die dafür sorgen, dass ihr vor allen Dingen lange ökonomisch Energie herstellen könnt. Das sind sehr wichtige Zellorganelle. Und Mitochondrien spielen einen enormen Effekt. Einerseits auf eure Leistungsfähigkeit, absolut. Gerade wenn ihr High-Performing Athletes sein wollt im Ausdauerbereich, braucht ihr gut funktionierende Mitochondrien. Das ist so der Faktor mit eurer Herzpower in Kombination, der sehr viel eigentlich darüber aussagt, wie hoch ist eure VO2 Max. Ergo, die V2 Max sagt sehr viel darüber aus, wie gut sind eure Mitochondrien und wie gut ist euer Herz-Kreislauf-System. Das sind die wichtigsten Faktoren eigentlich für ein langes Leben. Und der ganze Begriff Mitochondrien und Mitochondrien optimieren und Mitochondrien ganzheitlich optimieren, ist absolut schwurbler Bereich geworden. Und es geht ganz stark darum, wie man, oder Schwurbladler, sagen wir mal, eher auch Bereich geworden, wo es sehr viel um homöopathische Ansätze geht oder um bestimmte Ansätze geht, wie man ganzheitlich seine Mitochondrien optimieren kann, was eigentlich damit dann zu tun hat, irgendwelche Vitalstoffe einzunehmen, die wirklich an den Mitochondrien ansetzen. Und hier gibt es diverse Substanzen, die dann auch angeblich die Mitochondrien optimieren. Kommen wir mal auf die allererste Säule wieder zu sprechen. Wie messe ich denn jetzt genau die Dichte und die Funktion von meinen Mitochondrien? Und dann werden Bluttests angeboten, um auf die Mitochondrienfunktion Rückschlüsse zu machen. Aber man kann über Bluttests nicht die Mitochondrien-Funktion wirklich darüber Rückschlüsse machen. Und man kann auch primär nicht mit seinem Blutglukosewert auf Mitochondrien Rückschlüsse machen. Sodass die Diagnostik, die läuft, absolut nicht valide ist für die Mitochondrienfunktion. Wie man Mitochondrien messen kann, ist, dass man eine Muskelbiopsie macht, um halt letztendlich etwas von seiner Muskulatur zu entnehmen, dann in die Muskelfasern reinzugehen, zu gucken, wie viele mititochondrale Enzyme sind da drin und welche sind da auch drin. Also man nimmt letztendlich eine Muskelbiopsie, dann rastert man das Ganze oder zerflattert das Ganze und guckt dann nachher, was ist da wirklich drin gelaufen. Aber ein einfacher Bluttest wird da wenig wirklich Abhilfe schaffen in dem Ganzen. Oder zumindest die Bluttest, wie sie jetzt gerade einfach laufen. Es gibt einige experimentelle Sachen, die schon Rückschlüsse auch darauf geben können, aber so wie es meistens durchgeführt wird, hat das gar keinen Effekt. Oder am besten noch einen Prick-Test über die Hand, hat gar keine Aussage darüber, wie gut auch wirklich die Mitochondrien sind. Seiter Faktor ist, es gibt diese Pathologie und es gibt wirklich auch enorme Probleme mit Menschen, die mitochondrale Dysfunktionen haben, also wo die Mitochondrien nicht mehr ganz so gut funktionieren. Das bedeutet, dass der Energiestoffwechsel dann nicht mehr ganz so gut funktioniert. Und das hat einen enormen Effekt einerseits auf deine Performance, weil die danach nicht mehr vorhanden ist oder von den Menschen, die von einer mitochondrialen Dysfunktion betroffen sind. Andererseits aber dann eben auch so auf den Alltag und auf die Gesundheit. Weil wenn du wirklich eine fulminante mitochondriale Dysfunktion hast, dann bist du wirklich stark eingeschränkt in deinem Alltag, weil du dann schon probierst bist. Hast auch eben teilweise Alltagsaufgaben durchzuführen oder weil du deutlich mehr Leistung hattest und dann plötzlich dein Leistungszustand komplett weg ist. Vielfach werden Leuten aber dann in den Praxen hier dann mitochondriale Dysfunktionen schon angedeutet und auch schon als Diagnose gestellt, die eigentlich ganz normal funktionierende Mitochondrien haben, die nur eben vielleicht einen sehr geringen Fitnesswert haben und die vielleicht auch dann suboptimale Mitochondrien haben, aber nicht wirklich eine Dysfunktion. Und Mitochondrien werden dann sehr stark darüber optimiert. Einerseits über Lebensstil und Sport, was ich immer natürlich sage, ist gut, Lebensstil, Sport, Ernährung, top. Mindset, mega. Aber es wird eben auch sehr stripp darüber optimiert, über Vitalstoffe, über zellulären Stress reduzieren, über Antioxidantiengabe, über Infusionen, über NAD vor Infusion, über Glutadionen-Infusion. Und das sind alles Dinge, wo man sagen muss, das ist wiederum experimentell und das ist, wenn dann überhaupt Cherry on the Cake. Also das ist dann wiederum das letzte Prozent, was man dann irgendwie, oder die letzten zwei, drei Prozent, die man dann halt irgendwie dabei rausholen kann. Weil das Wichtigste, um seine Mitochondrien zu optimieren, das Beste, um seine Mitochondrien zu optimieren, wenn man sich irgendwie die Studien anguckt, die eben zum Großteil da aus der Sportwissenschaft kommen, sei es irgendwie von David Bishop oder some welchen Leuten, die sich halt angeguckt haben, wie kannst du auch Mitochondrien Masse optimieren, wirklich optimieren mit Muskelbiopsien, wie kannst du auch die Enzyme in deinem Mitochondrien optimieren, then eben über Ausdauertraining, vor allem, vor allen Dingen Ausdauertraining, Punkt. Low-Intensity Training, vor allen Dingen Masse, High Volume, vor allen Dingen Masse, Hit, High-Intensity Intervention, vor allen Dingen Enzymatik. That's so die Basis des Ganzen, this irgendwie auch aufzuziehen. And da reicht eben dann der Morning Walk, da reicht eben dann irgendwie auch das Eisbad nicht aus. Und das muss man dann auch mal vielleicht etwas deutlicher sagen. Dass wenn man es eben machen möchte, dann hat es damit zu tun, dass man eben tätig wird. Und es gibt eben per se keine einzige Substanz, die das Altern verlangsamt. Es gibt nicht eine einzige Methode, die das Altern verlangsamt. Und Sport ist die beste Medizin, die wir da draußen haben, Ernährung auch. Aber auch hier natürlich kann man nicht per se sagen, dass das uns unsterblich machen wird. Und dass es jetzt super wahrscheinlich ist, dass wir einfach alle 100, 120, 140 werden. Was eben auch beim Altern und auch beim Sterben eben ein ganz, ganz wichtiger Faktor ist, ist, dass es einzelne Dinge gibt, die sehr schnell dazu führen, dass wir sterben. Und dabei ist es eben nicht ganz so unhäufig der Unfall bei Männern, gerade im älteren Jahrzehnt, dass Männer eben auf die Leiter steigen und probieren irgendwie noch im Haushalt etwas zu machen. Und dann kippt die Leiter leider oder das Gleichgewicht deshalb nicht mehr so gut. Danach kommt es vielleicht erstmal zur Hüftprothese oder zu einem leichten Traumata oder wenn sie auf den Kopf gefallen sind, dann wird es vielleicht auch schneller, geht es vielleicht auch schneller zu Ende. Aber dann erwirbt man sich vielleicht seinen ersten Krankheitsfaktor und dann hatte man vielleicht vorher den super, super guten Lebensstil und danach geht es doch relativ schnell bergab, weil einem dann vielleicht die Familie fehlt oder die Frau fehlt oder andere Dinge fehlt, die einem dann helfen in der Zeit, wo man dann vielleicht die Hüftprothese hat und dann nicht mehr wirklich in den Alltag so zurückfindet. Oder man hat eine Makulageneeration und die wird nicht richtig behandelt und er blindet auf einem Auge und danach kommt es halt zum Abfall der Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Sodass es immer auch einzelne Punkte sind, die, sag ich mal, dazu führen, dass man eben älter wird, dass man eben seinen Gesundheitszustand verliert und dass man auch dann nicht die große, lange Lebensspanne hat. Jetzt aber einzelne Wirkstoffe herauszuziehen und zu sagen, dass wir sicherlich mit diesen Wirkstoffen irgendwie 100, 120, 140 sind, das entspricht nicht wirklich dem, wo wir uns gerade wissenschaftlich befinden und wo auch so es die Datenlage einfach zuhergibt. Aus Mausmodell einfach zu übernehmen auf den Menschen, ist nicht so ganz valide und kann man auch nicht so ganz machen. Wichtig dabei ist aber schon zu sagen, dass Fitness, VTMAX, da schon der größte Bett ist oder das Wahrscheinlichste ist, was man eben langfristig optimieren kann, um eben gesund zu bleiben und auch um lange so am Leben daran teilzuhaben. Das bedeutet, dass es sehr, sehr viele große Multi-Center-Studien gibt mit sehr vielen Daten, die sich halt angeguckt haben, was hat denn den größten Effekt oder wie hoch ist der Effekt von Fitness oder von Ausdauerfitness, eher so von funktioneller Fitness und Ausdauerfitness im Bereich auf Lebenszeitverlängerung und auch so auf Mortalität, also wirklich auf Sterblichkeitsrate. Jetzt kann man natürlich sagen, okay, Korrelation ist nicht Kausalität. Das bedeutet, oder das ist richtig und das bedeutet, dass nur weil eine Datensatz das zeigt, heißt es nicht, dass es einen direkten Zucker Zusammenhabe gibt. Die Daten zu V2 Max sind aber sehr profund. Das bedeutet, dass es dabei auch rausgenommen wurde, wie gut der Lebensstil ist, wie gut die Ernährung war, wie andere Dinge letztendlich funktioniert haben und auch so Dosiswirkungsbeziehungen ist relativ klar dargestellt. Es gibt Studien, die zeigen, dass je fitter du bist, desto länger lebst du auch. Gerade so diese Studie von Verbesserungen von einem metabolischen Äquivalent, also ein MET, was Ergo 3,5 Milliliter pro Minute pro Kilogramm bei der VZ-Max-Verbesserung gesprochen hat, dabei eben dann eine Dosiswirkungbeziehung hatte in den Studien von Lebenszeitverlängerungen von 10 bis 15 Prozent. Das sind alles Dinge, die zeigen, dass eben hier Fitness einen enormen Einfluss hat. Und meistens ist es natürlich auch so, dass man sagen muss, es gibt da auch Co-Founder, Co-Founder-Effekte, zu sagen, dass natürlich, auch wenn man fitter ist, geht es meistens auch damit einher, dass man einen gesünderen Lebensstil hat. Wenn man fitter ist, geht es meistens auch damit einher, dass man besser in der Gesellschaft eingebunden ist. Wenn man fitter ist, geht es meistens damit einher, dass man mehr Freunde hat, mehr Familie hat. Nicht per se, aber prinzipiell, gerade im Alter. Und das sind alles Dinge, dass es nicht einen primären Zusammenhang gibt zwischen Fitness V2 Max und der Verbesserung. Aber man muss schon so sagen, dass wenn man in jüngeren Lebensjahren einfach eine geringe Fitness hat, eine geringe V2 Max hat, wird es halt später wahrscheinlicher, dass man frühzeitig an diversen Risikofaktoren erkrankt. Und dabei sehe ich eben so ein großes Problem bei vielen Longevity-Themen. Weil bei Longevity, wie es halt häufig so ist, wird sich immer auf die letzten 1-2% geschaut. Und es wird sich gerne Brian Johnson angeschaut, der natürlich irgendwie alles perfekt macht. Der aber nicht wirklich, glaube ich, für viele Leute dann ein Idol ist, sondern wo es eher abschreckend ist, wo man eben sagt, ich richte mein gesamtes Leben danach aus, um mich zu verbessern, um nach vorne zu kommen. Es gab zum Beispiel auch eine echt gute Doku, ziemlich so vom Y-Kollektiv, der auch auf YouTube da ist, könnt ihr euch auch gerne mal anschauen. Und die fand ich grundsätzlich auch gut. Nur letztendlich wurden dann auch wieder viele Leute rausgepickt als Influencer, die auch eine Supplement-Routine haben, irgendwie von 35 bis 40 Supplements am Tag. Und es wird so dargestellt, dass du das machen musst, um dein Leben halt zu optimieren. Dass du einen Blutglucose-Sensor tragen musst, um dein Leben zu optimieren. Wenn du dann so einen Blutglukoses-Sensor mal getestet hast im Coaching oder wir sie auch zum Beispiel getestet haben im Yenke-Experiment und wir dann festgestellt haben, die Dinger klappen nicht so wirklich gut bei einer guten mittleren Klasse-Population, oder wir diese Blutglukose-Sensoren auch schon bei einer Athletenpopulation getestet haben, wo wir auch festgestellt haben, so ganz klappt das Ganze nicht, weil es vom Algorithmus her halt eher auf Diabetiker oder auf nicht ganz so fitte Menschen geeicht ist, als wirklich auf eine fitte Population. Und vielleicht das Ding gar nicht so ganz diese Blutglucose-Spikes anzeigen kann, als wie man das so ein bisschen erhofft oder denkt, dass es halt in dem Bereich ist. Und ich glaube eben, hier muss man wirklich genau auch dann im Moment gucken, was sind Dinge, die man optimieren kann, um nach vorne zu kommen. Und hier sehe ich so ein bisschen meine Intention to treat für eher die Wissenschaft und auch für Fitnesscoaches oder auch für Menschen, die sich mit dem ganzen Thema beschäftigen. Glaube ich, geht es eher darum, gerade erstmal auch da im Training, in der Ernährung, in den Basisfaktoren im Lebensstil, das rauszufinden, was du wirklich brauchst, um gesünder zu bleiben, um dich zu optimieren, um länger zu leben, um gesünder nach vorne zu kommen. Und da wird meines Erachtens nachher viel zu sehr auf den Fancy geguckt und nicht so sehr auf die Basisfaktoren. Okay, wie gesagt, nächste Woche gibt es dazu auch nochmal ein YouTube-Video, wo ich nochmal so ein bisschen auch andere Dinge mit reinbringe, wo ich auch darauf eingehe, was so vielleicht verschiedenste Substanzen sind, die ich so ein bisschen kritisch sehe. Deswegen stay tuned dafür. Wenn euch die Folge gefallen hat, würde ich mich sehr, sehr freuen über einen Kommentar, über einen Daumen oben, wenn ihr den Channel abonniert. Und ich würde sagen, denkt dran, Gesundheit ist immer das Fundament, auf dem ihr eure Leistungsfähigkeit aufbaut. Und ich wünsche euch einen schönen Tag. Macht's gut, bis dann, Euer Golo. Ciao, ciao.
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