Die Racer Couch

Ep. 55: "Den Flow-Zustand erreichen"

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Warum müssen wir erst im Flow sein, um Spaß zu haben? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir im Flow sind? Wie lerne ich den Flow-Zustand zu aktivieren und warum muss ich Grenzen setzen, um den Zustand aufrecht erhalten zu können? All das erzähle ich dir in dieser Episode... 

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Die Racer Couch, der Motorrad Podcast, Episode 55: Den Floatzustand erreichen. Mit mir, Stefanie Menzel. Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen auf der Racer Couch. Eine kleine Vorwarnung am Rande. Falls ihr im Hintergrund ein ungewöhnliches Rauschen hören solltet, dann ist das meine Klimaanlage. Denn ich habe kuschelige 32 Grad in meiner Dachgeschosswohnung, beziehungsweise nur im Wohnzimmer. Im Schlafzimmer läuft die Klimaanlage, weil ich ja zwei Hunde habe. Ja, kleiner Funfact am Rande. Ich hoffe allerdings, dass man es nicht so laut hört, dass es zumindest nicht stört. Okay, das Handy mache ich mal direkt leise. Und jetzt werden wir hoffentlich nicht mehr mit Geräuschen gestört. Denn genau darum geht es ehrlicherweise so ein bisschen, den Flow-Zustand zu erreichen, Ablenkungen zu reduzieren, sich auf eine Sache zu fokussieren und dann eben ja genau das zu erreichen, was wir eigentlich immer wollen auf dem Motorrad. Und zwar Spaß haben, Vertrauen haben, im Rhythmus sein, im Flow sein, eine geile Rundenzeit fahren, eine geile Zeit generell haben und so weiter und so fort. Deswegen machen wir dieses Hobby in erster Linie ja eigentlich alle, fast alle, wie auch immer, weil mit dem ganzen Aufwand, den wir betreiben, mit den ganzen Risiken, die wir eingehen, mit diesem Hobby, muss die Belohnung, das Outcome natürlich auch entsprechend sein. Und wenn wir uns richtig, richtig gut fühlen, mal für drei Tage unsere Alltagssorgen vergessen können und einfach eine geile Zeit haben, dann ist uns das Ganze obviously wert. Genau, deswegen, es soll um den Flow-Zustand gehen. Und ich habe das Gefühl, dass diese Themen sich so ein bisschen in eine andere Richtung entwickeln, wenn ich mir so den Verlauf des Podcasts mal so ein bisschen durch den Kopf gehen lasse, was wahrscheinlich nichts Schlechtes ist, aber irgendwie habe ich viel mehr Spaß daran, über so eine technischen Dinge zu sprechen. I don't know. Das, ja. Sagt mir gerne mal, schreibt mir mal eine Nachricht, ob ihr das gut findet oder nicht, ob ihr lieber Anekdoten aus dem Rennsport hören wollt oder ob diese technischen Dinge und eher so ein bisschen wissenschaftlichen Dinge, ob die auch cool sind, ob die interessant sind. Weil Fakt ist, wir können alle diesen Flow-Zustand erreichen. Und wenn du jetzt mal so drüber nachdenkst, wann bin ich so im Flow-Zustand gewesen, ja, so einzelne Momente gab es da vielleicht schon, bis das irgendwie so aus Versehen passiert, wirst du wahrscheinlich sagen, das war, der Tag war geil, da ist es einfach so gewesen, das kam irgendwie einfach. Und ich glaube, die allerwenigsten werden jetzt sagen, ja, ich kann das selbst produzieren, ich kann das abrufen, ich kann jedes Mal dafür sorgen, dass ich im Flow bin. Wenn du das kannst, super cool, herzlichen Glückwunsch. Dann melde dich mal, dann lass uns eine Podcast-Episode zusammen machen. Aber ich denke mal, 98 Prozent werden jetzt sagen, ja, das ist hier und da schon mal vorgekommen, das ist dann auch ganz geil, aber ich kann es irgendwie nicht reproduzieren. Gehe ich mal stark von aus. Und das wollen wir so ein bisschen ändern. Wir wollen uns euch das so ein bisschen erleichtern. Fakt ist aber auch, je nachdem, wie gut man wirklich im Mentaltraining ist, ist auch immer die Frage, mit den aktuellen Bedingungen ist es tatsächlich möglich, diesen Flow-Zustand immer und überall zu erreichen. Ich denke mal, wenn man ein absoluter Profi-Athlet ist, dann ist es wahrscheinlich ja. Aber wenn wir uns mal wirklich die Profis der Profis angucken, die Besten der Besten, dann sehen wir ja auch immer wieder, dass einige von unseren Idolen, zum Beispiel aus dem MotoGP, auch immer mal strugglen. Und das ist ja auch total normal. Wir sind ja auch alle Menschen, die sind auch nur Menschen, obwohl wir uns immer fragen, wie in Gottes Namen machen die das, aber die sind ja auch irgendwie nur Menschen, in Anführungsstrichen. Die Frage ist aber immer, wer kann tatsächlich sein Nervensystem regulieren, wer kann seinen Kopf steuern, wer kann seine Gedanken steuern, wer kann seine Emotionen steuern, wer ist darin richtig, richtig gut. Und alles andere gehört auch immer mit dazu. Gerade in so einem Profisport wie der MotoGP, da muss das Team irgendwie funktionieren, da muss technisch das alles passen, da müssen die Bedingungen auf der Strecke passen und so weiter. Brauche ich euch nicht erzählen. Aber wir können sehr viel näher da rankommen, diesen Flow-Zustand mit Absicht zu erreichen, abzurufen, wenn wir ihn haben wollen, wenn wir mental trainieren und wie wir das alles machen, das besprechen wir jetzt. Genau. Spaß haben wollen wir alle und wenn wir den, wie gesagt, aktivieren können, ohne dass das aus Versehen passiert, dann ist es sehr, sehr hilfreich. Das ist immer, was ich meine, mit emotional unabhängig sein. Wir sind auch alle keine Roboter, wir haben Emotionen, aber wir knüpfen unsere Emotionen immer an Bedingungen. Wenn ich endlich die nagelneue S1000 R gekauft habe, dann bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Wenn ich endlich Summe X im Monat verdiene, bin ich super zufrieden mit mir. Wenn ich endlich mal aufs Podium gefahren bin, dann habe ich meine Ziele erreicht, dann kann ich stolz auf mich sein. Also wir verbinden oder beziehungsweise wir knüpfen unsere Emotionen immer an ein Ergebnis, an ein Outcome. Und zusätzlich, das Problem ist ja auch noch, dass wir die Messlatte ständig höher legen. Sobald wir diesem Ziel näher gekommen sind, wollen wir direkt schon mal mehr. Also es ist irgendwie schwierig. Aber das spielt da auch mit rein, weil der Flow-Zustand ist ein bestimmter mentaler Zustand. Das hat auch mit einer gewissen Hirnaktivität zu tun und der Ausschüttung von Glückshormonen. Das bedeutet, wir fühlen uns auf eine gewisse Weise, wenn dieser Flow-Zustand aktiv ist. Und Fun Fact am Rande, Flow State ist ja der aktuelle Druck auf dem 42 Academy Merch. Also wenn ihr euch die Rückseite von euren T-Shirts und Pulleys nochmal genau anschaut, steht da dreimal Flow State. Und das liegt eben daran, dass das der Zustand ist, den wir erreichen wollen. Das ist das, was geil ist, das ist das, was Spaß macht, das ist, dafür leben wir, dafür machen wir den Quatsch. Genau. Also was passiert im Gehirn? Fangen wir da an. Wir besprechen so ein bisschen, was passiert im Gehirn, damit wir verstehen, wie wir darauf einwirken müssen, sozusagen. Wir besprechen, was passiert im Körper und dann besprechen wir natürlich auch noch, was den Flow-Zustand irgendwo so ein bisschen verhindert oder behindert oder uns ablenkt, uns da wieder rausreißt. Und wir besprechen natürlich, wie wir das Ganze trainieren können, halten können, aktivieren können. Weil das ist ja das, was am Ende des Tages Spaß macht. Also, um es nicht zu wissenschaftlich zu machen, unser Gehirn besteht aus verschiedenen Arealen. Das ist, glaube ich, fast jedem klar, denke ich mal. Da gibt es den Hirnstamm, verschiedene andere Areale, zum Beispiel auch der präfrontale Kortex. Das ist der Bereich, der hinter der Stirn sitzt. Der ist für uns im Mentaltraining ganz, ganz besonders interessant. Dann gibt es, sage ich mal, so das Reptilienhirn, wird das auch immer mal genannt. Das ist so der Urbereich unseres Gehirns, weil unser Gehirn ist so ein bisschen gewachsen wie so eine Zwiebel in der Menschheitsgeschichte, nenne ich es jetzt mal. Das heißt, es gab erst so den Hirnstamm, das Reptiliengehirn und dann ist alles andere so drumherum gewachsen mit der Evolution, was wir halt noch so gebraucht haben, das kam dann halt dazu. Die graue Masse ist dann halt mehr geworden und hat neue Funktionen irgendwo kreiert und neue Möglichkeiten gegeben. So könnte man es ganz, ganz, ganz, ganz grob sagen. Das ist natürlich viel komplizierter als das. Aber das reicht, um ein bisschen was über uns zu verstehen. Und das Gehirn ist die Steuerzentrale von unserem Nervensystem, nenne ich es mal. Und unser Nervensystem ist quasi das, was durch unseren gesamten Körper fließt. Also vom Hirnstamm aus, nach unten, durch die Wirbelsäule, und dann durch unsere Gliedmaßen in jede kleinste Zelle gefühlt unseres Körpers verläuft das Nervensystem. Also wir haben überall Nerven, mal ein paar größere, dickere Nerven, mal ein paar sehr, sehr kleine, dünne Nerven. Und dann wissen wir ja auch zum Beispiel, in den Fingerspitzen laufen die Nervenenden zusammen. Da bündeln sich Nervenenden und deswegen sind unsere Finger, unsere Fingerspitzen auch zum Beispiel sehr, sehr empfindlich. Und andere Bereiche sind vielleicht nicht so empfindlich. Das ist wichtig zu wissen, weil wir müssen verstehen, dass das, was wir denken, zu etwas wird, das wir fühlen können. Und an dem Punkt macht Mentaltraining halt wieder richtig, richtig Sinn. Was heißt wieder überhaupt? Weil, wenn unser Gehirn ein Signal gibt, wird das irgendwo als Emotion oder als Reaktion in unserem Körper manifestieren. Das heißt, wenn ich ständig schlechte Gedanken habe, alles kacke und hier und es regnet und was weiß ich nicht alles, dann wird entsprechend mein Körper reagieren. Der wird bestimmte Hormone ausschütten, der wird irgendwie negative Emotionen als biochemische Reaktion zeigen. Der wird darauf reagieren. Genauso umgekehrt, wenn ich mir denke, ah ja, jetzt kann ich im Regen trainieren, dann habe ich einen Vorteil beim nächsten Rennen, dass es dann da vielleicht auch regnet oder so. Wenn ich auf eine andere Art und Weise denke, ja, die Situation ist die gleiche, es regnet und ich muss, will, kann, soll Motorrad fahren. Aber wenn ich auf eine andere Art und Weise darüber nachdenke, dann freue ich mich darauf, dann schüttet mein Körper Glückshormone aus, dann fühle ich mich gut und so weiter. Das bedeutet, zu einem bestimmten Maß, in einem bestimmten Maß können wir, egal welche Bedingungen herrscht, auf die eine oder auf die andere Art und Weise darüber denken und uns eben auch auf die eine oder andere Art und Weise fühlen. Wie wir über etwas nachdenken, hat immer auch mit unserer Prägung zu tun. Das darf man nicht vergessen. Also einfach nur an das zu denken, ist ein bisschen zu kurz gegriffen. Man muss immer schauen, woher kam meine Denkweise kam, was hat das Ganze ausgelöst, welche Erfahrungen habe ich schon im Leben gemacht, die mich geprägt haben und so weiter. Da gehört viel mehr dazu, als einfach nur zu sagen, denkt positiv. Und dann ist alles in Ordnung. Das reicht halt nicht. Es ist zu kurz gegriffen. Es wird nicht nachhaltig sein. Es wird kurzfristig funktionieren. Und dann wird es wahrscheinlich einfach nur zu noch mehr Frust führen, weil wir uns denken, ja, aber es ist doch scheiße, es ist doch eine blöde Situation. Ja, was soll ich da jetzt positiv denken? Die emotionale Mauer, der emotionale Widerstand wird wachsen, wenn wir von jemandem einfach nur erwarten, dass er oder sie positiv denkt über etwas, was ihn offensichtlich frustriert. So. Ich habe schon wieder einen viel zu großen Bogen gemacht und komplett abgeschweift. Also unser Gehirn ist die Steuerzentrale unseres Nervensystems, unsere Nervenbahnen laufen durch den ganzen Körper. So viel dazu. Jeder Gedanke löst eine Emotion aus, ein positiver Gedanke löst eine positive Emotion aus, ein negativer Gedanke löst eine negative Emotion aus. Also eine physische Reaktion in unserem Körper. Und wir wissen alle ganz genau, wenn wir mit Frust aufs Motorrad steigen, wird der Turn zu 99% richtig kacke. Und wenn wir mit einem geilen Gefühl schon aufs Motorrad steigen, dann kann es eigentlich nur geil werden. Außer es gibt irgendeine Ablenkung, die passiert. Irgendeine Situation, irgendwas Unvorhergesehenes und so weiter. Und das könnte uns dann unter Umständen wieder rausreißen. Also ich versuche das natürlich in schwarz und weiß zu erklären, aber es gibt ganz viele Grautöne dazwischen. Das darf man immer nicht vergessen. So, was ist jetzt der Flow-Zustand? Kommen wir mal zum Thema zurück. Der Flow-Zustand ist ein bestimmter mentaler Zustand, indem wir nicht denken, indem wir unsere besten Leistungen abrufen können, indem wir uns unbesiegbar fühlen, indem wir uns fast ein bisschen fühlen, als hätten wir, wie heißt dieser Zaubertrank von Harry Potter? Flüssiges Glück? Als hätten wir flüssiges Glück getrunken. Es funktioniert einfach alles, es passt alles, es gelingt uns irgendwie alles, es läuft alles. Das sind so Momente im Leben, wo wir das Gefühl haben, boah, das Universum meint es gerade richtig gut mit mir. Und wir sprühen so total vor Energie. Und es ist natürlich geil, es fühlt sich geil an, auf jeden Fall. Der Realist würde jetzt sagen, es kann doch nicht immer alles perfekt sein, und so weiter und so fort, alles gut. Aber der Flow-Zustand ist eben wirklich etwas, das man messbar sehen kann. Wenn man jetzt ein Gehirn scannt und man schaut sich die Gehirnareale an, dann würde man das sehen können, dass dieser Zustand aktiv ist. Weil das Hauptaugenmerk wollen wir darauf legen, dass der präfrontale Kortex oder die Aktivität des präfrontalen Kortex reduziert wird. Der wird runtergefahren. Wie gesagt, das ist der Teil, der hinter unserer Stirn sitzt. Und der ist für ganz viele verschiedene Dinge zuständig. Unter anderem auch Hemmschwellen, Impulskontrolle, Planung und Entscheidungsfindung. Ja, das war, glaube ich, das Wesentliche. Er hat noch andere Aufgaben, alles gut, ne? Aber das ist so das Wesentliche. Und Fun Fact: Alkohol ist ja ein Neurotoxin. Ich glaube, das habe ich in irgendeiner Podcast-Episode schon mal gesagt. Alkohol ist ein Neurotoxin, reduziert auch die Aktivität des präfrontalen Kortex, aber tut noch andere Dinge, die dann eben nicht so vorteilhaft sind. Deswegen, nur durch Alkohol trinken erreichen wir den Flow-Zustand nicht. Da gehört noch ein bisschen was anderes dazu. Aber das ist genau das. Entscheidungen treffen. Beim Motorradfahren denken. Wir müssen beim Motorradfahren, wenn der präfrontale Kortex aktiv ist, ständig Entscheidungen treffen. Wo lenke ich ein? Wann löse ich die Bremse? Wo gucke ich hin? Wie bewege ich meinen Oberkörper? Wie stehe ich meine Füße? Wann lege ich das Gas wieder an? Komme ich jetzt um die Ecke daum? Muss ich nochmal runterschalten? Wir haben eine Milliarde Entscheidungen zu treffen, wenn wir Motorrad fahren und das innerhalb kürzester Zeit. Eine Kurve, wie lange braucht man in der Regel für eine Kurve? Das ist jetzt sehr pauschal, aber keine Ahnung, lass es drei bis zwölf Sekunden sein. Keine Ahnung. Nur, dass die Perspektive klar wird. Innerhalb weniger Sekunden müssen wir 33.000 Entscheidungen treffen. Ich überspitze das bewusst. Aber das ist eben der Fall. Und jede Entscheidung versuchen wir dann logisch zu treffen. Und ihr wisst auch, Denken macht uns langsam, genau aus dem Grund. Weil das halt länger dauert. Und das ist der Unterschied, wenn wir mit einem Bauchgefühl Motorrad fahren. Dafür brauchen wir natürlich ein gewisses Training und eine gewisse Erfahrung, Erfahrungswerte, die dann eben damit einfließen. Aber wenn wir das nicht aus dem Bauch heraus entscheiden können, dann müssen wir es logisch durchdenken. Klar. Und das dauert einfach länger. Und das alles tut der präfrontale Kortex. Also auch. Aber in erster Linie der präfrontale Kortex. Das bedeutet, dass der mal Ruhe gibt und abgeschaltet wird und andere Hirnareale aktiv sind, das ist das, was am Flow-Zustand so geil ist. Das heißt, das Denken wird aktiv reduziert. Das Hirnareal, was fürs Denken zuständig ist, wird aktiv reduziert. Andere Areale, die für, weiß ich nicht, Instinkt und so einen ganzen Kram zuständig sind, die sind halt aktiv und steuern dann das Fahren an sich. Das ist super, super interessant. Was passiert noch? Es werden wirklich Glückshormone ausgeschüttet, wie Adrenalin, ja, sowieso, wenn wir auf dem Motorrad sitzen, aber Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, glaube ich auch noch. Da gibt es viele verschiedene Glückshormone. Und dann fühlen wir uns eben auch gut. Das ist der ganze Punkt dabei. Und wenn wir jetzt mal drüber nachdenken, dass der präfrontale Kortex für Entscheidungen und fürs Denken zuständig ist. Und wir wollen aktiv, logisch entscheiden, dass wir jetzt nicht mehr denken. Ja, herzlichen Glückwunsch. Das ist ein bisschen redundant. Deswegen können wir uns nicht in den Flow-Zustand hineindenken. Wir können nicht entscheiden, dass das jetzt passiert. Wir können nicht mit dem präfrontalen Kortex entscheiden, dass wir den präfrontalen Kortex jetzt nicht mehr benutzen. Weil der ist ja aktiv, wenn wir diese Entscheidung gerade versuchen zu treffen. So, ne? Macht keinen Sinn. Deshalb müssen wir durch bestimmte Dinge die anderen Hirnareale aktivieren. Wir müssen die so ein bisschen triggern und sagen, hey, ich brauch dich gerade, mach mal mit. Das ist die Idee dabei. Und das macht man eben auch mit verschiedenen Techniken. Die Frage ist immer, was ist deine intrinsische Motivation? Was liebst du so sehr daran? Was feierst du so daran? Was macht dich glücklich? Das sind so die klassischen Erfolgsvisualisierungen, nenne ich es immer ganz gerne. So die Momente, die mich, die ich entweder schon erlebt habe und die mich unfassbar gehypt haben, die geil waren, die ich nie wieder vergessen will. Oder eben auch Momente, die ich gern erleben will, auf dem Podium stehen, Erster werden, einfach nur, sag ich mal, irgendwie eine bestimmte Rundenzeit fahren, jemanden überholen, was auch immer. Es gibt eine Milliarde Möglichkeiten, so eine Erfolgsvisualisierung zu gestalten. Und du musst dich immer nur fragen, was funktioniert für dich? Das ist so ein bisschen das Geheimnis an der ganzen Sache, das so ein bisschen zu testen und zu schauen, was triggert für mich diese Hirnareale, die dann eben auch aktiv sind und somit auch den präfrontalen Kortex entlasten, sozusagen. Der darf dann auch mal Ruhe geben und abschalten. Und dann kommen wir in diesen Flow-Zustand. Das ist sozusagen die allererste Frage. Das ganze Geheimnis dabei. Und deswegen ist Mentaltraining auch immer viel ausprobieren und herausfinden. Und wenn man dann einen Coach an der Seite hat, der dir Möglichkeiten an die Hand geben kann und sagen kann, teste mal das, das und das, hey, ich kenne dich ganz gut, vielleicht ist es ja das, ist natürlich super hilfreich. Da musst du es nicht alleine herausfinden. Aber die anderen Hirnareale sind dann aktiv, die für Kreativität verantwortlich sind und verschiedene andere Dinge. Und dann kommen wir in diesen Flow-Zustand, der sich einfach so wahnsinnig gut anfühlt. Wo uns alles gelingt, wo wir im Rhythmus sind, wo es läuft, wo wir nicht nachdenken, wo wir einfach Spaß haben und irgendwie gelingt uns einfach alles. So habe ich schon mal mehrfach gesagt jetzt. So. Genau. Was kann den Flow-Zustand stören? Wichtige Frage, weil, wenn das ein Zustand ist, den wir triggern können wollen und aufrechterhalten können wollen, ja, dann müssen wir natürlich auch wissen, welche Faktoren wir ausklammern müssen, damit wir den halten können, damit wir ihn triggern und halten können. Ich habe ja vorhin schon gesagt, dass einfach nur positiv denken vielleicht mal kurz funktioniert, vielleicht kurz, wenn wir gerade keinen emotionalen Widerstand haben. Aber einfach nur positiv denken, aktiv, wird nicht sehr nachhaltig sein, wird uns langfristig nicht von unseren Problemen, die wir irgendwie so immer mal wieder haben, befreien. Weil 90% unserer täglichen Gedanken und Handlungen und Emotionen sind unbewusst. Da kommt das Unterbewusstsein wieder ins Spiel. Wir kriegen alle, jeder Einzelne von uns. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der keine Prägung abbekommen hat. Sonst wäre der wahrscheinlich isoliert in irgendeinem Vakuum aufgewachsen und dann hätte er auch gar nicht überlebt, weil wir Menschen Gruppentiere, wir sind Herdentiere, wir sind keine Einzelgänger. Wir brauchen die Gruppe. Es gibt emotionale Grundbedürfnisse wie Sicherheit, wie Liebe, wie Anerkennung, wie Zugehörigkeit. Das sind Dinge, die wir brauchen, um überleben zu können als Säuglinge. Wenn wir das nicht bekommen, kann ein Säugling nicht überleben. Ist kein Witz. Da gibt es Studien drüber, die ziemlich makaber sind, aber es gibt sie. Von daher wenn ihr euch immer fragt, oh, warum will ich jetzt unbedingt diese Anerkennung, warum ist mir das so wichtig, dass die anderen mich mögen? Weil das in unserer menschlichen Natur liegt. Okay? Und dieses ganze Toxic Positivity, du musst dich erst selbst lieben, bevor jemand anders sich selbst lieben kann, ist Bullshit. Weil es liegt in unserer menschlichen Natur, dass wir Gruppentiere sind, dass wir in der Gruppe sicher sind, dass unser Überleben gesichert ist, wenn wir in der Gruppe sind, wenn andere Menschen uns lieben und anerkennen, dass wir zur Gruppe zugehörig sind, dann sind unsere Überlebenschancen gesichert. Und das ist das Einzige, was unser Gehirn will. Also schäme dich nicht selber, wenn dir Liebe und Anerkennung und sowas alles wichtig ist. Weil das ist normal. Okay? Das ist normal. Das wollen wir alle. Und es ist auch okay. Genau. Unterbewusstsein, da waren wir. Und so wie wir geprägt worden sind, so funktioniert auch unser Unterbewusstsein. Das heißt, wir entwickeln eine Denkweise, eine Verhaltensweise und die führen wir in der Regel unser gesamtes Leben lang aus. Manchmal stoßen wir damit irgendwie an unsichtbare Wände, wo wir dann sagen müssen, okay, vielleicht muss ich mal was verändern, vielleicht bin ich das Problem, wenn ich immer wieder das gleiche Problem habe, vielleicht bin ich es ja. Und dann machen wir neue Erfahrungen und verändern unsere Denkweise vielleicht ein kleines bisschen. Aber so im Kern ist unsere Prägung das, was uns unser ganzes Leben lang begleitet. Warum hole ich schon wieder so weit aus? Einfach nur positiv denken funktioniert auf Dauer nicht. Weil, wenn du geprägt wurdest von einer Mutter, von einem Vater, der immer gesagt hat, oh, pass bloß auf, Kind, um Gottes Willen, du wirst dir wehtun, du fällst darunter, dann ist das deine Art zu denken, die in deinem Unterbewusstsein läuft. Nur ein Beispiel. Es gibt zigtausend andere Beispiele, aber in der Regel wirst du immer diese kleine Stimme hören, oh Gott, sei bloß vorsichtig, dir wird irgendwas passieren. Und wenn du so denkst, schüttest du automatisch wieder Stresshormone aus, was automatisch wieder dein Denken und Handeln beeinflusst. Das ist das Ding. Und wenn wir nicht anfangen, diese Denkweise zu verändern, ganz aktiv mental zu trainieren, um langfristig automatisch anders zu denken, werden wir immer wieder dagegen anarbeiten müssen. Wir werden uns immer wieder in die Hand kneifen und uns dreimal im Kreis drehen müssen, um nicht mehr negativ zu denken. Ihr wisst, was ich meine. Und wenn wir wirklich nachhaltig eine Veränderung wollen, müssen wir mit dieser Prägung arbeiten, müssen wir mit diesem Unterbewusstsein arbeiten. Das ist sozusagen der erste Step, wenn wir herausgefunden haben, boah, ich bin voll limitiert in meiner Denkweise. Ich denke immer, mir wird irgendwas passieren und ich werde das eh nicht schaffen und ich bin eh voll der Versager und keiner liebt mich, wenn ich nicht irgendwie X, Y, Z leiste. Wenn das deine Prägung ist, dann müsste man da halt erstmal ansetzen. Weil dann ist es natürlich auch schwierig, den Flow-Zustand zu erreichen, wenn man so limitiert ist in seiner Denkweise. Und wenn man sich das grundsätzlich gar nicht zutraut, in so einen Zustand zu gelangen, wo einem alles gelingt, wo es geil läuft, wo man sich gut fühlt. Man erlaubt sich das gar nicht in der Regel. Dann passiert es wirklich höchstens mal aus Versehen. Aber wir wollen es ja aktiv abrufen können. Oder zumindest uns in die Lage versetzen, es zu trainieren, es aktiv abrufen zu können. Genau, also der erste Step wäre, check mal, was in deinem Unterbewusstsein so abgeht. Das ist leichter gesagt als getan. Aber wenn da jetzt schon irgendwas so ins Rattern gekommen ist bei den Beispielen, die ich gerade genannt habe, dann bist du schon mal auf einem guten Weg. Ja. Das nächste ist Ablenkungen. Gerade an der Rennstrecke. Irgendwie ständig kommt einer in die Box gerannt oder ins Zelt und meint ja auch nie jemand böse und dann, ey, na, alles gut, du bist vorhin gestürzt, ach du Scheiße, sah ja schlimm aus. Welche Rundenzeit bist du gefahren? Warum bist du so langsam, sonst bist du doch fünf Sekunden schneller. Alles in Ordnung. Das ist nichts, das ist keine Kritik, das sind keine Vorwürfe. Wir sind auch an der Rennstrecke wegen den Leuten. Und es sind ja irgendwie gefühlt immer dieselben Leute, die man so trifft 20 Jahre lang. Und das ist ja auch schön und es ist gut und es ist super. Aber manchmal können diese Interaktionen oder Konversationen uns halt so ein bisschen aus dem Fokus holen, was ja wie gesagt keiner mit Absicht macht. Und wenn man das dann so ein bisschen abblockt, kann das natürlich auch immer mal irgendwie blöd rüberkommen. Gar keine Frage. Ich meine, die zehn Minuten vorm Rennen oder so, da hat jeder Verständnis dafür, wenn man jetzt nicht gerade dumm rumlabern will, sondern sich irgendwie zurückzieht und so, gar keine Frage. Dafür sind wir ja alle, dafür kennen wir das ja alle gut genug, dass wir einfach in den Fokus rein müssen. Aber es gibt immer so viele Ablenkungen an der Rennstrecke, die diesen Floatzustand halt verhindern können. Da muss man immer schauen, was triggert mich, was lenkt mich ab und lasse ich mich davon ablenken oder blende ich diesen Störfaktor ganz bewusst aus. Ein Beispiel ist, wenn mein Racer-Ech aktiv ist und irgendwer kommt zu mir und quatscht mich mit irgendwas voll, was mich gerade absolut nicht interessiert, dann werde ich wahrscheinlich sehr harsch sein. Weil mein Racer-Ech aktiv ist und weil das Einzige, was mein Racer-Ech interessiert, ist Motorradfahren und mit Sicherheit nicht in dem Moment die Probleme anderer. Oder was irgendwer gerade anders für einen Gedanken hat. Wenn jemand versucht, mich aus meinem, oder was heißt versucht, wie gesagt, es ist nie bewusst und nie aktiv und nie böshaft. Boshaft, ja. Sondern es ist immer irgendwo suche nach Verbindung, suche nach Konversation, wie auch immer. Keiner macht das aus Boshaftigkeit. Aber dann werde ich wahrscheinlich auch mal sowas sagen wie, quatsch mich mal gerade nicht voll. Oder jetzt nicht, geh weg. Oder irgendwie sowas. Weil ich keine Ablenkung will in dem Moment. Jetzt könnte man sagen, naja, du kannst es ja auch nett sagen und nee, das ist in dem Moment nicht keine Option, weil es würde Energie verbrauchen und es würde nicht zu meinem Racer-Ech passen. Als normaler Mensch, wenn ich einfach nur Coach bin oder einfach nur Steffi bin, dann sage ich, du, ey, es interessiert mich total, was du zu sagen hast. Ich muss es gerade ganz super bringen zur Toilette. Gib mir zehn Minuten nämlich wieder da und dann will ich alles hören, was du zu sagen hast. Oder keine Ahnung. Aber ich muss da mehr Energie für aufwenden. Und in der Regel würde ich das halt so auch zu dir sagen, aber nicht wenn man racerig aktiv ist. Da quatscht mich niemand voll. Bitte. Und es ist nichts, wo man dann sagen muss, ich würde mich voll arrogant fühlen und ich würde mich voll voll schlecht fühlen, dann verletze ich ja deren Gefühle und es ist voll gemein. Ja, okay. Buhu. Also ich übertreibe mal wieder gerade ein bisschen, weil ihr dürft in dem Moment egoistisch sein. Und das ist auch Teil unserer Prägung, Teil unseres Unterbewusstseins, was uns sagt, Alter, du kannst dich so nicht benehmen. Und solange du niemanden schadest, ist alles cool. Alles kann man danach noch klären. Und wer nicht Verständnis dafür hat, dass jemand gerade mal nicht vorgequatscht werden will, fünf Minuten vor dem Rennen, der hat an der Rennstrecke auch nicht so richtig viel zu suchen, bin ich ganz ehrlich. Aber das ist, was ich meine. Wir haben Regeln, nach denen wir leben, und wir fühlen uns schlecht, wenn wir diese Regeln nicht einhalten, weil wir die Zugehörigkeit und die Anerkennung der Gruppe verlieren könnten. Da sind wir wieder bei den emotionalen Grundbedürfen. Wir könnten diese zwischenmenschliche Beziehung gefährden, wenn wir uns nicht an die Regeln halten. Und das Racer-Ich zu entwickeln, je nachdem, was für dich funktioniert, das funktioniert für mich gut. Egoistisches Arschlochsein funktioniert für meinen Racer-I super gut. Aber je nachdem, was für deinen Racer-Ich funktioniert, kannst du dazu oder damit assoziieren, dass diese Regeln für dich nichtig sind, dass du dich nicht an diese Regeln halten wirst. Weil gleichzeitig passiert auch etwas, wo wir kein Bedürfnis mehr haben, diese emotionalen Grundbedürfnisse an die erste Stelle zu stellen. Das ist ein bisschen abstrakt, aber ich hoffe, du kommst mit. Wie gesagt, emotionale Grundbedürfnisse sind wichtig für uns. Wenn wir die im Zuge unserer Kindheit nicht oder nicht ausreichend erfüllt bekommen haben, suchen wir unser ganzes Leben danach. Nach Liebe, nach Anerkennung, nach Sicherheit. Und wenn wir zu unserem Racer-Ich dazupacken, dass Egoismus wichtig ist und Konzentration wichtig ist und ich mir wichtig bin, dann rücken diese emotionalen Grundbedürfnisse in den Hintergrund. Nur für die Zeit, wo mein Racer-Ich aktiv ist, nämlich in der Zeit, wo mein Visier zugeht, bis es wieder aufgeht. Sonst nicht im Leben. Nur zu dieser Zeit. Da erlaube ich mir so egoistisch zu sein, wie ich es mir nur vorstellen kann. Und das bedeutet selbstverständlich nicht, dass ich andere Menschen auf der Rennstrecke gefährde. Absolut nicht. Das ist mir natürlich nicht egal, ob sich irgendwer wehtut oder ob ich irgendwen gefährde. Das ist mir natürlich nicht egal. Das muss man immer dazu sagen. Das hat immer oberste Priorität, dass alle safe sind auf der Strecke. Genau. Aber Ablenkungen dürfen dann auch mal einfach abgewiesen werden. Nein, jetzt nicht. Komm später nochmal. Quatsch mich bitte nicht voll, es interessiert mich gerade nicht. Weil immer, wenn ein Mensch an deiner Energie zieht, hast du ein bisschen weniger für dich selbst zur Verfügung. Und in dem Moment, wo ein Mensch zu dir kommt, musst du dich wieder auf denjenigen einstellen. Du musst planen, du musst vorhersehen, du musst denken, du musst Entscheidungen treffen im Zweifelsfall. Du musst Fragen beantworten, was auch immer. Und dann ist der präfrontale Kortex direkt wieder aktiv. Und das wollen wir in dem Moment nicht, weil dann müssen wir erst wieder arbeiten, um in den Floatzustand wieder reinzukommen. Und das verbrennt viel zu viel mentale Kapazität, das immer wieder tun zu müssen. Deswegen bau auch darum, also erster Schritt, schau, welche Prägung du abgekriegt hast, check mal, was in deinem Unterbewusstsein passiert. Zweitens, bau deinen Racer-Ich auf, entscheide, wie dein Racer-Ich drauf ist, was für Prioritäten es setzt und wann es aktiv ist. Das sind die ersten zwei Steps. Um diese, um den Flow-Zustand oder um das Verhindern des Flow-Zustands zu verhindern. So. Genau. Also Ablenkungen reduzieren und das eben auch, indem wir uns, indem wir da nicht mitmachen, indem wir uns dem nicht zuwenden, indem wir das abweisen. Und deutlich abweisen. Und gerade den Problemlösern unter uns fällt das natürlich super schwer. Weil sobald jemand zu uns kommt, und wir das nur spüren, dass derjenige jetzt zu uns kommt und was von uns will, das ist ja so ein Bruchteil einer Sekunde, wo wir das immer schon registrieren, in dem Moment müssen wir schon bei uns bleiben. In dem Moment, in dem Moment wandert unser Fokus ja schon zu dieser Person hin und dann ändert sich direkt wieder, was im Gehirn passiert im Zweifelsfall. Und wie gesagt, vor allem die Problemlöser unter uns, die gerne helfen, denen fällt das natürlich extrem schwer, weil die sind auch so geprägt, dass sie jeden Menschen um sich herum wahrnehmen, immer scannen, braucht irgendwer gerade was? Wie fühlt sich der andere gerade? Was passiert im Raum? Wer interagiert mit wem? Wer hat welche Mikro, wie sagt man nicht Gestik, sondern Mimik im Gesicht? Jemand, dessen Nervensystem so sehr darauf getrimmt ist, die Stimmung im Raum zu spüren, denen fällt das am schwierigsten. Wenn jemand ein bisschen anders geprägt ist, wenn man eher so, weiß ich, Mamas Liebling ist, oder keine Ahnung, keine Kritik an der Stelle, ja. Aber wenn jemand eher so geprägt ist, dass er selber im Vordergrund steht, dann fällt ihm oder ihr das auch immer leichter, mit dem Fokus bei sich zu bleiben. Deswegen sage ich, wie bist du geprägt worden? Was passiert in deinem Unterbewusstsein? Wo wandert dein Fokus hin? Bist du eh auf dich viel fokussiert oder auf andere? Auch so jemand, der zum Beispiel Manager ist oder irgendwie ein Team um sich hat, ein Team führt, Unternehmer, Geschäftsführer ist, irgendwas in die Richtung, ja, Regionalleiter, Teamleiter, was weiß ich, wenn du für andere Leute mitsorgen musst, sozusagen, und die irgendwie zusammenhalten musst, bist du wahrscheinlich jemand, der eher auf andere achtet und dann wandert der Fokus schneller weg von dir und dieser Flow-Zustand ist schwieriger zu halten. So. Das bedeutet, wir brauchen, wie gesagt, einen Teil unserer Persönlichkeit, dem alle anderen scheißegal sind, um es wirklich ganz, ganz, ganz, ganz hart und deutlich zu sagen. Scheißegal, ob du gerade was brauchst, scheißegal, ob du gerade eine Frage hast. Wir können, wir müssen gar nichts, aber wir können uns dahin trainieren, dass der Fokus voll und ganz bei uns bleibt. Weil es gibt ja auch Menschen, die, und das höre ich von meinen Klienten auch ganz, ganz häufig, oh ja, da ist immer so diese eine Person, wenn die dabei ist, dann weiß ich immer schon, das wird irgendwie anstrengend und hin und her. Es gibt einzelne Menschen, die ständig an der Energie von anderen Menschen zerren. Die ständig irgendwie im Mittelpunkt stehen müssen, weiß nicht, die Stimmung des Raums beeinflussen, wollen, dass jeder nach ihrer Pfeife tanzt. Und auch das alles sind unbewusste Prägungen. Es gibt ganz, ganz, ganz wenig Menschen, die wirklich so hart bewusst manipulieren oder irgendwas in die Richtung tun. Da sind wir dann schon wieder im Bereich der Persönlichkeitsstörungen, aber das ist ein ganz anderes Thema. Aber es gibt Menschen, dessen Prägung ist so geformt, dass sie halt ständig an der Energie von anderen Menschen zerren. Die zerren immer an denen. Die brauchen immer so, ne? Und von den Menschen, sich abzuschotten, das ist ganz wichtig. Das heißt nicht, dass wir die jetzt irgendwie ignorieren müssen oder beleidigen müssen oder ne, was auch immer, sondern wo geht deine Energie hin? Lässt du an deiner Energie zerren, an deinem Fokus zerren oder eben nicht? Das kann man üben. Das ist schwierig, aber das kann man üben. Und das ist wichtig in dem Zusammenhang. Genau. Wie verhindere ich diese Ablenkungen? Das haben wir gerade besprochen. Also Unterbewusstsein checken, Race-Eich entwickeln, lernen, meine Energie für mich zu beanspruchen. Zu 99,9 Prozent in dem Moment, wo ich es brauche. Das sind schon mal sehr, sehr, sehr gute Voraussetzungen und es ist auch schon mal eine ganze Menge Arbeit, die wir da investieren müssen in die ganze Sache. So, wie trainieren und aktivieren wir jetzt diesen Flowzustand? Ich habe vorhin schon über Erfolgsvisualisierungen gesprochen, die sind ein ganz essentieller Teil davon. Ganz essentieller Teil. Wir müssen herausfinden, was für uns funktioniert, was motiviert uns tatsächlich intrinsisch, was befeuert uns, wofür brennen wir? Was hypt uns? Was pusht uns? Was löst diese Glückshormone aus? Weil, wenn wir in den Flow-Zustand rein wollen, dann müssen wir das triggern, was der Zustand, was der Flow-Zustand ja eigentlich, wie gesagt, ist. Sprich, Glückshormone, Kreativität, Euphorie, Freude. Und da funktioniert Musik wunderbar. Ja, das kann man da unterstützend mit reinnehmen. Musik funktioniert wunderbar, Visualisierungen funktionieren wunderbar. Teilweise auch so TED-Talks, so Videos, wo jemand eine total inspirierende Rede hält. Das triggert auch ganz oft was in uns. Und dann kommen wir auch in diesen Flow-Zustand oder so. Das heißt, Dinge, die für uns gut funktionieren, das müssen wir herausfinden. So, Trainingsvisualisierungen sind auch extrem wichtig in dem Zusammenhang. Weil wir fokussieren uns auf eine Sache, die soll möglichst ohne Denken ablaufen, die soll möglichst automatisch ablaufen, die soll aber auch genau richtig ablaufen. Und das trainieren wir am allerbesten, entweder durch ganz, ganz, ganz, ganz, ganz viel Motorradfahren und ganz viel positive Erfahrungen machen. Oder eben auch, indem wir durch, indem wir dadurch, dass wir Abläufe mental trainieren. Und das machen wir mit Trainingsvisualisierungen, darauf wollte ich hinaus. Das heißt, nicht denken müssen, das Unterbewusstsein machen lassen, den Körper machen lassen, instinktiv reagieren, präfrontalen Kortex abschalten. Wenn wir nicht Entscheidungen treffen wollen, wann lenke ich ein, wo bremse ich, wann setze ich mich um, in welchem Gang muss ich fahren, wo gucke ich hin, wie bewege ich meinen Oberkörper, wo ist der Scheitelpunkt, wann lege ich das Gas wieder an. Wenn wir das alles nicht aktiv durchdenken wollen beim Fahren, dann müssen wir es vorher trainiert haben im Kopf. Ist zumindest mein Take. Weil das ist zeparender und geldsparender als ganz viel Motorradfahren, bis es dann endlich drin ist. Und selbst dann vergessen wir ganz oft irgendwelche Sachen, wo wir gesagt haben, ah, ich wollte ja irgendwie andere Linie fahren. Ich wollte ja anders One das hingucken und so. Deshalb, Abläufe mental trainieren, bringt uns ganz, ganz, ganz schnell in diesen Flow-Zustand. Ganz wichtig. Und was in dem Zusammenhang auch extrem wichtig ist mit den Trainingsvisualisierungen, gerade für jemanden, der noch nicht lange auf der Rennstrecke fährt, der ganz viel Neues gerade lernt, der etwas Neues umsetzen will und alte Gewohnheiten irgendwie loswerden will. Es braucht genau das Level an Skills, die wir jetzt gerade haben. Genau die müssen wir benutzen, nicht mehr und nicht weniger, um in den Flow-Zustand reinzukommen. Das heißt, es muss ein Stück herausfordernd sein, es darf aber auch nicht zu herausfordernd sein. Das ist wie, weiß nicht, keine Ahnung, sagen wir mal, du puzzelst gerne, ja? Blödes Beispiel. Du puzzelst gerne. So ein 100er Puzzle ist halt stinklangweilig, weil das hast du in dreieinhalb Sekunden fertig. Aber so ein Zehntausender Puzzle, da würdest du wahrscheinlich, keine Ahnung, Wochen dran sitzen. Ich denke mir jetzt was aus, ja. Und das frustriert dich irgendwann, weil es ist zu schwierig. Aber so ein 100er Puzzle, ja gut, das kann meine zweijährige Nichte auch. Oder so. Das heißt, es muss genau die Balance sein zwischen leicht genug, damit es Spaß macht, und herausfordernd genug, dass es nicht langweilig ist. Genau in dieser Mitte liegt auch der Flow-Zustand. Weil das Belohnungszentrum vom Gehirn ist aktiv. Dieses, boah, krass, das war gerade ein kleines bisschen neu, aber ich habe es voll gemeistert. Geil. Weil nichts frustriert uns mehr als etwas, was wir nicht hinkriegen. Oder was zu lange dauert oder was zu viel mentale Kapazität kostet. Das ist einfach, das nervt. Deswegen sind zu schwierige Sachen in der Regel immer frustrierend. Das ist das große Problem dabei. Deshalb, da ungefähr in der Mitte muss ja, die Mitte müssen wir finden, um den Flow-Zustand zu erreichen. Deshalb ist es, wenn du dir eine Trainingsvisualisierung schreibst, auch so wahnsinnig wichtig, dass der Detailgrad ausreichend ist, dass du die wichtigen Dinge drin hast, die du bedenken musst, aber auch nicht zu detailliert, dass es dich komplett überfordert oder dass es nervt. Weil wir könnten sagen: Staziel, Vollgas umsetzen, 150 Meter anbremsen, runterschalten, runterschalten, Ende Körper einlenken, Blick zum Scheitelpunkt, Bremse lösen, Scheitelpunkt Gas anlegen, Gas aufziehen. Das ist ein Detail, gerade, der es Irgendwo, also sage ich jetzt mal so, weil ist jetzt meine Einschätzung für jemanden, für den das völlig neu ist, ist vielleicht nicht unbedingt easy. Aber man könnte auch genauso sagen: Stazil, atmen, umsetzen. 150 Meter anbremsen, runterschalten, runterschalten, Oberkörper eindrehen, Schulter öffnen, Kinn zum Handgelenk, progressiv bremsen, also Bremse aufmachen, Platz lassen zum Körper, Blick zur Rasenkante, Scheitelpunkt, also man könnte es sehr viel detaillierter gestalten, aber das bedeutet in der Regel auch, dass unser Gehirn mehr arbeiten muss, logisch, und dass wir in zu kurzer Zeit zu viele Dinge machen wollen. Deshalb gestalten wir eine Trainingsvisualisierung auch immer so, dass das, was eh unbewusst schon abläuft, brauchen wir nicht mit reintun in unsere Trainingsvisualisierung. Das heißt, so etwas wie umsetzen oder runterschalten oder von mir aus auch Blickführung, wenn man darin gut ist, oder die Körperhaltung, wenn du eh grundlegend eine gute Körperhaltung hast, brauchst du die nicht unbedingt in deine Trainingsvisualisierung mit reinschreiben. Wenn du aber immer vergisst zu atmen oder wenn du immer vergisst, einen Tankschluss zu machen und keine Stabilität in der Hüfte hast, wenn du immer deine Schulter zum Ohr hochziehst und dadurch deine Körperhaltung kacke ist, dann sind genau das die Dinge, die du da reinschreiben musst. Und alles andere, was eh gut läuft, was eh funktioniert, was du gut machst, das kannst du erstmal außer Acht lassen, weil das sind die Dinge, die eh in deinem Unterbewusstsein passieren. Die machst du sowieso, ohne drüber nachzudenken. Das ist genau der Punkt. Die Dinge, die richtig sind und die du gut machst, die brauchst du nicht mit aufzählen, weil die machst du eh. Ich muss das nochmal sagen, die machst du sowieso unbewusst. Das ist genau der Punkt. Darüber musst du nicht nachdenken. Aber über alles, was du nicht gut machst oder noch nicht machst, über die Dinge musst du nachdenken. Und immer wenn wir schneller werden wollen, wenn wir dazulernen wollen, kommen neue Dinge dazu, die wir vorher nicht gemacht haben, sonst wären wir schon schneller gewesen. Und das sind die Dinge, über die wir aktiv nachdenken müssen. Und deswegen wollen wir genau diese Dinge mental trainieren, damit wir diesen Flow-Zustand erreichen können, damit wir Fortschritte machen können oder schneller Fortschritte machen können, damit wir alte Gewohnheiten ablegen können, damit wir neue Techniken entwickeln können und so weiter und so fort. Das heißt, du hast schon eine Trainingsvisualisierung, die du benutzen kannst, ja, im allerbesten Fall. Und die benutzt du dann, um in den Flow-Zustand reinzukommen. Das heißt, kurz vorm Rennen gehst du für nicht lange, vielleicht für 30 Sekunden oder eine Minute, gehst du deine Trainingsvisualisierung durch. Setz dich hin. Start Ziel, Vollgas. Brücke abwarten, anbremsen, runterschalten, runterschalten, Rettungsweg einlenken, Bremse lösen, Gas anlegen, Scheitelpunkt, Gasstoß aufrecht umlegen. Weil dann passiert genau das, wenn das eine Trainingsvisualisierung ist, die du drauf hast, die was mit dir macht, die dich glücklich macht, wo dieses Kribbeln im Bauch auf einmal anfängt. Wo du richtig Bock kriegst, Motorrad zu fahren. Das ist das, wo dein Hirn anfängt, anders zu arbeiten und die biochemische Reaktion in deinem Körper spürbar ist. Ich spüre gerade dieses Kribbeln im Bauch, so dieses Adrenalin. Es war gerade Oschas Leben in der Stadt hier. Und dafür muss man das Ganze natürlich ein bisschen vorbereitet und trainiert haben. Ja. Und man muss auch aktiv entscheiden können, ich will jetzt nicht frustriert sein, ich will meinen mentalen Zustand ändern können. Weil wir bleiben viel zu oft auch in unseren emotionalen Widerständen hängen und sagen, nee, heute ist ein beschissener Tag, das wird heute auch nichts mehr, alles kacke. Weißt du? Wir leiden manchmal auch super gerne. Und dann können wir uns da selbst nicht rausholen. Aber wir müssen lernen, uns einzufangen und zu sagen, nein, ich mache jetzt diese Visualisierung und guck mal, was passiert. Ich habe jetzt keinen Bock, irgendwie Frust zu schieben. Wenn wir in dieser Leidensgeschichte drin bleiben und wir wollen unbedingt weiterleiden, naja, dann können wir uns da auch nicht rausholen. Das ist auch das Problem. Wenn wir andere motivieren wollen und wir sehen, derjenige ist schon frustriert, ja, und wir sagen, ey, komm, so scheiße war es doch nicht, versuchst du es halt nochmal. Das war doch gut, was ist denn? Es ist doch alles gar nicht so schlimm. Und dann merken wir, die emotionale Mauer auf der anderen Seite wird nur größer und dicker und höher und so weiter. Weil wir kommen da nicht an. Derjenige will da gerade nicht raus. Der braucht nicht diesen Zuspruch von uns in dem Moment, sondern der braucht Verständnis. Ja, scheiße, ist blöd gelaufen. Wäre ich auch frustriert. Komm. Weiß ich nicht. Wir machen jetzt mal was anderes gerade oder so. Man muss immer schauen, wenn man jemand anders motivieren will, wo steht derjenige gerade und was hilft dem gerade? Verständnis und dann eine Problemlösung? Oder ist er schon soweit, dass er eine Problemlösung will? Ja, kleiner Exkurs am Rande. Übrigens, ich will, ich kriege so viele Anfragen von Instruktoren, Coaches, Fahrsicherheitstrainern, ADAC-Trainern, Fahrlehrern und so weiter. Ich werde demnächst Inhalte machen in der Academy für Instruktoren, Coaches, Trainer etc. Weil ganz viele haben genau dieses Problem, was ich gerade beschrieben habe, dass sie an ihre Schüler nicht mehr rankommen, weil die emotional dicht gemacht haben. Und für einen selber, um zum Thema zurückzukommen, für einen selber muss man auch erstmal die Fähigkeit entwickeln, nicht mehr leiden zu wollen, sich selbst da rausholen zu wollen. Und das ist auch manchmal gar nicht so einfach. Genau. Das heißt, das sind die Steps, die man gehen kann. Wir wollen checken, was unser Unterbewusstsein so macht, welche Prägungen wir abgekriegt haben, um nachhaltig eh schon grundlegende Veränderungen zu schaffen. Dann wollen wir unser Racer-It definieren und entsprechende Ablenkungen reduzieren und unsere Energie bei uns, unseren Fokus bei uns behalten. Dann wollen wir gewisse Erfolgsvisualisierungen entwickeln, wo wir sagen, boah, das Junge, das löst sowas, sowas in mir aus. Das macht mich richtig glücklich. Das ist, was wir wollen. Und dann wollen wir diese Trainingsvisualisierung, wo wir sagen, das ist genau der Detail gerade, der mir jetzt gerade weiterhilft. Das ist das eine Detail oder das sind die drei Details. Die trainiere ich jetzt. Das ist leicht, es geht mir leicht von der Hand und ich merke, dadurch werde ich besser und mein Belohnungszentrum im Gehirn ist aktiv. Und dann üben wir das immer wieder. Wir üben das und üben das und üben das. Dafür habe ich zum Beispiel mentale Trainingspläne für meine Klienten. Und ich habe auch wirklich Klienten, ich sehe denen immer an oder ich sehe an deren Fortschritten, wer wirklich aktiv viel mental trainiert und wer halt nicht. Und das ist auch okay, weil manchmal haben wir auch andere Prioritäten im Leben und so weiter und so fort. Aber ich würde auch nie als Coach sagen, ja toll, hast nicht mental trainiert. Ich mache das selbst manchmal nicht. Ich habe auch Phasen im Leben, wo ich einfach nicht mental trainiere und irgendwie dann merke ich aber auch den Unterschied in meiner Denkweise. Dann bin ich irgendwie ein bisschen mehr gereizt und mehr schwarzseherisch und so. Und wenn ich mental trainiere, bin ich viel besser drauf. Es läuft alles viel besser. Ich bin viel entspannter, mein Nervensystem ist regulierter. Und ich sehe das an meinen Klienten eben auch, wer wirklich aktiv mental trainiert, regelmäßig. Und diejenigen sind, das sind auch immer diejenigen, die richtig geile Erfolge sich selbst erarbeiten. Erfolge ist für jeden individuell, was jetzt ein Erfolg ist. Aber ich weiß ja immer, was deren Ziel ist, was deren Fokus ist. Und ich sehe, dass sie das irgendwo erreichen oder auch übertreffen und sich selbst überraschen mit dem, was sie da gerade geschafft haben. Ist schon wirklich das schönste Teil meiner Arbeit. Ist der schönste Teil meiner Arbeit. Ja, man merkt das wirklich ganz aktiv. Deswegen, dafür sind mentale Trainingspläne da. Das ist, was ich noch sagen wollte. Also wenn man diese Vorarbeit macht, wenn man bestimmte Visualisierungen findet, die einen positiv triggern, ja, die dieses Belohnungszentrum triggern, dann kann man sich, kann man üben, sich selbst in diesen Floatzustand zu versetzen. Und das ist natürlich die Theorie und das Schema, die Gleichung. Man muss es in der Realität testen. Und man darf das Ganze auch nicht, wenn es mal nicht funktioniert oder man es nicht aufrechterhalten kann oder gar nicht erst da reinkommt, man darf das nicht als Versagen betrachten. Man muss sich fragen, okay, welche Erkenntnisse kann ich daraus mitnehmen? Und dann baue ich das eben wieder in mein mentales Training ein. Viel zu viele, inklusive mir, gehen hin und sagen, ich probiere das jetzt und wenn es nicht klappt, dann ist das einfach Schwachsinn gewesen und Zeitverschwendung und überhaupt und alles und blöd und sowieso. Aber was wir begreifen müssen, ist, dass wir nicht, das ist kein Versagen, das ist Erkenntnisse sammeln. Das ist Information sammeln. Information, die dazu führt, dass es funktionieren wird. Darüber wollte ich auch nochmal eine ganze Podcast-Episode machen, weil das wirklich mindset-technisch, ich hasse das Wort, aber mindset-technisch, wirklich so häufig vertreten ist, dieses hat nicht funktioniert, deswegen wird es niemals funktionieren. Und gerade als Rennfahrer darf man so halt nicht denken. Im Leben sowieso nicht, auch wenn man selbstständig ist, ein Unternehmen gegründet hat, was auch immer, darf man so nicht denken, weil jedes Versagen in Anführungszeichen bringt dir Erkenntnisse und Informationen, die dafür sorgen werden, dass du erfolgreich bist. Und deswegen gibt es eigentlich kein Versagen. Es gibt nur ein Anpassen, ein Justieren, ein Optimieren. Ich glaube, ich mache da wirklich mal eine Episode zu. Weil das ist so mein eigenes Learning gewesen. Ich rede da so schlau daher. Ich bin auch nicht perfekt, das sage ich immer ganz gerne. Weil es klingt immer so, wenn jemand so schlau daher redet, dann klingt das immer so, als wäre das Leben perfekt und als hätte derjenige alles im Griff, aber so ist es natürlich auch nicht. Das ist mein eigenes Learning gewesen in den letzten Jahren. Es muss nicht immer alles beim ersten Mal perfekt klappen, sondern man kann auch einfach Informationen sammeln. Und dann sollte man sich damit beschäftigen, weil dann, wenn wir uns nicht damit beschäftigen, sondern einfach von uns erwarten, dass es hätte klappen müssen, dann ist wieder unser Ego aktiv und wir sind der Meinung, wir haben versagt. Und wenn wir zugeben können, oh, okay, war jetzt vielleicht nicht die beste Idee. Ich fand die ganz gut am Anfang, aber scheint nicht der Fall zu sein. Okay, wie machen wir es anders? Dann ist das halt mindset-technisch für mich am stärksten. Weil man kann, man ist flexibel, man ist emotional flexibel, man ist mental flexibel und man kann sagen, aha, das war, okay, das war es nicht. Na gut, was ist es denn dann, wenn es das nicht ist? Wie kann es denn dann klappen? Ganz wichtig. Ja, genau. So, das war das Thema Floatzustand, wie man, warum das passiert, wie das passiert, wie man es trainieren kann, wie man die Ablenkung verhindern kann. Ich hoffe, das war schon mal ein bisschen aufschlussreich. Ja, nächste Woche geht es wieder weiter mit einer Gastepisode und dann mache ich, glaube ich, mal eine Episode zu diesem Thema Versagen versus Informationen sammeln und so. Ne? Genau. Gerne auch immer Themenvorschläge per Nachricht auf Instagram. Steffi42. Freue ich mich drüber. Okay, meine Lieben. Vielen, vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Wir sehen uns in der nächsten Episode. Oder hören uns. Ihr hört mich. Also, bis dann. Ciao.