Die Racer Couch

Ep. 56: "Wenn dein Schützling dicht gemacht hat..."

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Für alle Instruktoren, Fahrlehrer, Fahrsicherheitstrainer, Riding Coaches usw: Was kannst du tun, wenn dein Schützling emotional dicht gemacht hat

www.motorrad-mentaltraining.de

Instagram: @Steffifourtytwo

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Die Racer Couch, der Motora Podcast. Episode 56, wenn dein Schützling dicht gemacht hat. Mit mir, Stefanie Menzel. Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen auf der Racer Couch. Diese Episode geht an alle Instruktoren: Fahrlehrer, Fahrsicherheitstrainer, Motorradrainer, Riding Coaches und so weiter und so fort. Denn ich habe in den letzten Jahren, also seit ich die ganze Geschichte mit dem Mentaltraining so generell mache, immer wieder Anfragen bekommen von Instruktoren oder Fahrlehrern oder Fahrsicherheitstrainern und so weiter. Und die haben mir ganz oft berichtet, dass sie ein ganz bestimmtes Problem haben. Und ich habe ja auch schon mal eine Episode gemacht zu dem Thema Instruktor versus Mentaltrainer. Natürlich ergänzen sich Kompetenzen und überschneiden sich Kompetenzen und vermischen sich Kompetenzen. Und der eine hat diese Kompetenz, der andere hat jene Kompetenz, alles gut. Aber es gibt halt Momente, da hört der eine Job auf und der andere fängt an, sozusagen. Und das ist dieses eine Problem, was mir immer wieder berichtet wurde. Das ist genau diese Schnittstelle, würde ich sagen. Und das Ding ist, die ist gar nicht so schwer zu überwinden, schwer in Anführungsstrichen. Aber ganz viele Instruktoren und Trainer sind da irgendwie ein bisschen nicht verzweifelt, aber kommen da halt manchmal nicht weiter. Und deswegen dachte ich mir, mache ich zum einen diese Episode, einfach um mal darüber zu sprechen, wie man diese Schnittstelle übertreten kann, wie man dafür sorgt, dass der Schützling wieder Erfolge haben kann, obwohl er schon mal dicht gemacht hat. Und zum anderen habe ich einen kompletten kostenlosen Kurs innerhalb der 42 Academy für Instruktoren, Fahrlehrer, Versicherheitstrainer etc. hochgeladen. Der ist also online. Der besteht aus vier Videos, wo ich zu verschiedenen Themen wie der Körpersprache unter anderem auch oder zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe oder zu dem ganzen Thema Emotionen und Prägung und so weiter, habe ich verschiedene Videos gemacht und eben erklärt, wo dieses Dichtmachen herkommt, wie wir damit umgehen und wie wir wieder dafür sorgen, dass unser Schützling wieder Fortschritte macht. Weil das ist ja, was wir grundsätzlich wollen. Dieses eine Problem, wovon alle berichten, alle, die mich bisher angeschrieben haben und was ich auch von meinen Instruktoren, die bei meinen Track Days mit dabei sind und auch Inhalte für die Academy beisteuern und so weiter, das haben die auch immer mal wieder berichtet. Das eine große Problem ist, wenn wir etwas wollen von unserem Schützling, ja, und der kann das irgendwie einfach nicht leisten. Und dann merken wir, okay, jetzt fällt es ihm schwer, dann versuchen wir es nochmal, dann fällt es ihm noch schwerer, dann versuchen wir es nochmal und dann ist er frustriert. Oder so. Dann ist er richtig frustriert und gibt irgendwie auf und dann geht die emotionale Mauer hoch und er sagt, das geht alles nicht, ich kann das nicht, wie auch immer. Und dann stehen wir da. Oh, scheiße, was mache ich denn jetzt? Dann kommen wir an den nicht mehr ran, weil der erste Impuls ist ja immer zu sagen, doch, du kannst das und komm schon, mach es einfach so und so, wir versuchen es jetzt nochmal. Komm, gib nicht auf und so weiter. Und ganz oft ist es ja so, dass es das dann nur schlimmer macht. Wenn der Schützling schon über den Punkt hinaus ist, wo er Aufmunterung noch funktioniert, dann macht es das meistens auch nur noch schlimmer in dem Sinne. Oder es gibt auch den klassischen Diskutierer. Wenn du jetzt, weiß ich nicht, Trockenübungen mit deinem Schützling machst und du setzt denen aufs Motorrad und sagst, jetzt mach mal hier und bring mal die Hand so und den Kopf so und ne. Und der macht das aber nicht, sondern erzählt dir irgendwas anderes, weshalb gewisse Dinge nicht funktionieren. Oder so. Gibt es ja auch häufiger. Wenn man dann so sagt, ja, hier Trockenübung, mach das, das und das. Und bevor er es überhaupt probiert hat, erzählt er dir, warum es nicht geht. Und du stehst da und denkst dir, hm, okay, alles klar. Es gibt ja solche Momente ab und zu, wo wir so eine Art Agenda in unserem Kopf haben, was wir jetzt dem Schützling beibringen sollen. Und gerade Instruktoren stehen ja auch immer vor der Herausforderung, beziehungsweise Fahrsicherheitstrainer natürlich auch. Wir haben immer wenig Zeit, um demjenigen das irgendwie einzutrichtern, was er tun soll. Und er hat wenig Zeit, das Ganze umzusetzen. Wir stehen ja meistens unter Zeitdruck. Wir haben jetzt nicht, wie ich, den Luxus im Online-Coaching, da irgendwie zwei Stunden mich auszumähren und dem Klienten irgendwie was zu erklären und zwei Stunden lang auf ein Ziel hinzuarbeiten, nämlich dass man am Ende des Termins irgendwie mindestens ein Ergebnis hat. Den Luxus haben ja Instruktoren und Fachsicherheitstrainer in der Regel nicht. Und deswegen muss manchmal mehr mit Anweisungen gearbeitet werden, als mit in eine Richtung Fragen. Weil das ist unter anderem ja, was ich im Coaching ganz, ganz viel mache. Wenn man die richtigen Fragen stellen kann, ist man schon mal ein ziemlich guter Coach. Man muss gar nicht immer nur erklären und Anweisungen geben, sondern die richtigen Fragen stellen ist meistens viel mehr wert im Coaching. Viel, viel, viel mehr wert. Und um schlaue Fragen stellen zu können, muss man natürlich seinen Klienten, den man vor der NASA hat, gut einschätzen können, gut kennen. Von mir aus auch. Und man muss irgendwo in der Lage sein, sich in deren Lage zu versetzen und zu sagen, ah okay, entweder man hat die Erfahrung selbst schon mal gemacht oder man kennt das Muster, was da hinter dem zugrunde liegt, das Denkmuster und Verhaltensmuster. Oder man ist halt einfach super empathisch und kann sich da hineinversetzen und sich irgendwie vorstellen, wie das sein muss. Es ist so eine Kombination aus aktivem Zuhören, sich da hineinversetzen, eigene Erfahrungen mit reinbringen und die psychologischen Muster dahinter kennen. Und dann kann man in der Regel ganz schlaue Fragen stellen, wo der Klient dann auf so einen Aha-Moment hat. Sieht man den meistens in den Augen an. Dann hat er so einen Aha-Moment. Und das sind die Momente, die wir brauchen. Darauf will ich hinaus sozusagen. Weil, wie gesagt, in der kurzen Zeit, in der Instruktoren in der Regel versuchen, dem Schützling irgendwie was in den Kopf zu hämmern und Informationen rüberzugeben, muss das ja so passieren. Da müssen Anweisungen da sein und so weiter, um die Zeit zu nutzen. Bloß das ist halt leider manchmal nicht so nachhaltig. Das ist das ganze Problem an der Sache. Es kommt immer darauf an, wie konzentriert ist derjenige gerade, wie gut hat er seinen eigenen Kopf im Griff oder schweift er mit seinen Gedanken immer ab? Sind da limitierende Gedanken, die ihn davon abhalten, überhaupt zu glauben, dass er das jetzt umsetzen kann? Oder ist das Vertrauensverhältnis auch noch überhaupt nicht da? Und hat derjenige jetzt ein Autoritätsempfinden von der Person, der ihm was beibringen will? Das sind alles Dinge, die damit reinfließen. Das heißt, wir als Instruktoren, als Versicherheitstrainer, als Fahrlehrer, wie auch immer, wir haben A wenig Zeit, war ich jetzt schon mehrfach gesagt. Wir müssen aber auch in kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis schaffen und auch irgendwo eine gewisse Autorität ausstrahlen. Wenn so ein Arzt in unser Zimmer kommt, dann hat er immer irgendwo eine Art Autorität, schon aus Prinzip. Und das menschliche Gehirn ist halt so aufgebaut, dass irgendwo eine Autorität immer, die wird ernster genommen, grundsätzlich. Und das ist ja auch so dieses Phänomen, wenn ein blondes, tätowiertes Mädchen irgendwem was erklären will, was halt manchmal dieses Autoritätsthema nicht so greift. Unter Umständen. Und deswegen ist für mich zum Beispiel Vertrauensverhältnis wahnsinnig wichtig. Meine Klienten müssen, was sie müssen gar nichts, aber mir ist wichtig, dass meine Klienten mir vertrauen können, weil dann können sie auch alles, was ich ihnen sage, viel besser aufnehmen und annehmen. Wenn ich irgendwann mal einen Knacks in das Vertrauen meines Klienten gebracht habe, dann habe ich ein Problem. Weil mein Wunsch und mein Ziel ist der Erfolg meines Klienten und der Erfolg definiert sich aus dem, was mein Klient selber als Erfolg betrachtet. Das definiere nicht ich, sondern das finde ich immer erstmal heraus. Und dann möchte ich meinen Klienten an das selbst gesteckte Ziel bringen. Oder Erkenntnisse haben, dass das Ziel vielleicht nicht das Richtige ist, sondern dass sich dahinter ein anderes Ziel verbirgt und so weiter. Das ist ein bisschen kompliziert. Aber Vertrauensebene ist für mich extrem wichtig. Ganz, ganz, ganz wichtig. Meine Klienten sollen wissen, dass sie von mir nicht bewertet werden. Und sie können mir wirklich alles sagen. Also ich habe, es gibt wirklich nichts, was man sagen könnte, was bei mir irgendwie komisch ankäme. Ja. Und deswegen, deswegen vertrauen die mir in der Regel. Ganz gut. Das ist für mich ein absolutes Privileg. Das sage ich auch ganz, ganz oft, dass ich für das Vertrauen dankbar bin. Und das sage ich nicht so als Floskel, sondern weil ich es wirklich meine. Weil Vertrauen ist ein Riesengut, ein Riesenwert, hat ganz, ganz, ganz viel Wert. Vertrauen ist was ganz, ganz Tolles. Anyway, auf jeden Fall haben Instruktoren, Versicherheitstrainer etc. nicht so die Zeit, um eine krasse Vertrauensebene aufzubauen. Deswegen ist Autorität manchmal hilfreicher. Wenn man jetzt aber nicht die klassische Autoritätsperson ist, die allein schon von ihrem Anblick her Autorität ausstrahlt oder hat oder wie auch immer, dann ist Vertrauensbasis immer wichtig. Das ist, worauf ich noch hinaus wollte. Genau, also nehmen wir mal die Situation, dass unser Schützling irgendwie etwas Bestimmtes tun soll. Wir haben so eine Agenda, wir wollen, dass der im ersten Turn die Strecke kennenlernt, im zweiten Turn wollen wir ihm die Fußposition erklären, im dritten wollen wir, dass der sich vernünftig umsetzt, im vierten wollen wir, dass der den Oberkörper mitnimmt und die Blickpunkte und so weiter. Wir haben irgendwie eine Agenda, die wir so abarbeiten wollen. Und dann sind wir im, was hatte ich jetzt gesagt, zweiten Turn, dritten Turn, wo wir die Füße richtig hinstellen wollen. Und irgendwie macht der das nicht. Und dann erklärst du dem das, der macht das nicht. Dann macht er es im dritten Turn auch nicht. Er macht immer wieder Videoanalyse und du erklärst ihm zwischen den Turns immer wieder, was er machen soll. Und dann macht er es wieder nicht in dem Turn danach. Und deine ganze Agenda ist schon über den Haufen geworfen. Oder so. Das ist wirklich nur ein Beispiel jetzt. Aber so oder so ähnlich habe ich es halt selbst auch schon beobachtet, deswegen nehme ich dieses Beispiel halt. Und immer wieder bläust du deinem Schützling ein, der soll die Füße richtig hinstellen. Und du siehst schon an der Körpersprache, der dreht sich so ein bisschen weg, der hat vielleicht die Arme verschränkt, der senkt den Kopf so ein bisschen, der guckt dich nicht mehr an. Da merkst du schon, du verlierst den gerade. Das ist schon das erste Anzeichen, was wir nicht ignorieren dürfen, weil danach geht die emotionale Mauer so hoch, dass du die nicht mehr einreißen kannst. Keine Chance, weil du dann das Vertrauen komplett verloren hast. Weil du hast eine Sache übersehen an der Stelle. Du hast übersehen, dass der noch mit seinen Gängen kämpft und noch gar nicht die mentale Kapazität hat, auf seine Füße zu achten. Das heißt, dein Schützling hat beim Fahren das Problem, das ist jetzt wirklich nur ein Beispiel, es können zig andere Dinge sein. Aber sagen wir mal, dein Schützling hat beim Fahren das Problem, dass er ständig im falschen Gang ist. Und das macht denen so nervös, dass das Schalten den so einnimmt, komplett die gesamte mentale Kapazität frisst, dass er sich selbst jedes Mal darüber ärgert, dass er die Füße wieder nicht richtig hingestellt hat. Da hat er da gar keine Kapazität für, überhaupt darüber nachzudenken. Und ist dann natürlich selber frustriert, weil es triggert bei ihm irgendwo einen wunden Punkt, dieses, du bist nicht gut genug, du kannst das nicht. Du versagst. Du bist ein Versager. Und das hat natürlich niemand zu ihm gesagt an diesem Trackday, bei diesem Training oder wie auch immer. Das hat natürlich niemand zu ihm gesagt. Aber das ist ein Trigger, den er sowieso mit sich rumträgt, sein ganzes Leben schon. Wir sind auch beim Beispiel. Es gibt auch ganz, ganz, ganz viel verschiedene andere Szenarien, aber das ist ein ganz gutes Beispiel. So, das heißt, in der Kindheit hat er irgendwie mal gelernt, er hat ein paar Dinge nicht gut gemacht. Und dann war Mama irgendwie traurig oder sauer oder Papa war enttäuscht und ist weggegangen und hat nicht mehr mit ihm geredet, was auch immer. Und dann ist er mit dieser Prägung irgendwie durchs Leben gegangen. Und jedes Mal, wenn er irgendwie was nicht richtig gemacht hat oder nicht gut gemacht hat, hat er das Gefühl gehabt, er hat irgendwen enttäuscht und er hat versagt. Jeder von uns hat so eine Prägung. Die muss nicht so heftig sein, aber jeder von uns hat irgendeine Prägung, die ist mit Emotionen verknüpft, die ist mit limitierenden Gedanken verknüpft. Ob man sich dessen nun bewusst ist oder nicht, aber jeder von uns hat die. So, und jetzt hat diese Situation, wo er dreimal gesagt bekommen hat, er soll die Füße richtig hinstellen und er hat es nicht auf die Reihe gekriegt, hat natürlich seine Prägung getriggert. Ja, seine Emotionen getriggert. Und in dem Moment, wo er getriggert ist, wo diese emotionale Mauer hochgeht, wo du merkst, er lehnt sich gerade von mir weg, er dreht sich von mir weg, er hört mir schon gar nicht mehr richtig zu, er schaut mir nicht in die Augen, da siehst du da merkst du, das ist dein Signal, wo du sagen musst, oh, okay. Ich kann den jetzt mit Logik nicht mehr abholen. Ich muss den auf der emotionalen Ebene abholen. Weil, was wir an der Stelle als gute Coaches machen müssen, ist, wir müssen uns zurücknehmen und sagen, hey, es geht gerade nicht um mich. Ob ich jetzt meine Agenda durchdrücke oder nicht, ist scheißegal. Was ich gerade will, ist wirklich gerade egal. Das muss man als Coach können. Das kann man vielleicht so zu 90 Prozent oder 95%, weil deren Erfolg ist ja auch unser Ziel, ist ja auch unser Bedürfnis in dem Sinne. Aber das muss man als Coach wirklich können. Von dem, was man jetzt gerade beibringen will und wo man denjenigen hinbringen will, davon drei Schritte zurück machen und sagen, was ich gerade will, ist egal. Was braucht derjenige? Das ist der Moment, wo viele diesen Schritt zurück nicht machen. Und dann den Schützling verlieren, weil die Ebene nicht mehr passt. Du argumentierst auf der Logik-Ebene, hey komm, wir versuchen es nochmal, du musst doch einfach nur das und das machen. Das kriegst du hin, da bin ich mir ganz sicher. Und derjenige ist so in seinem, ich habe schon wieder versagt, drin, in diesen Emotionen, in diesem Überlebensmodus, in diesem getriggert sein, dass der gar nicht hört, was du sagst. Es kommt gar nicht an. Es kommt überhaupt nicht an. Der ist emotional überhaupt nicht offen, um diese Aufmunterung anzunehmen. Ganz, ganz selten können die sich dann selbst regulieren oder wir, die, ich rede von die. Wir. Wir sind alle Menschen. Wir können uns in der Regel so schlecht emotionell selbst regulieren, dass wir uns da wieder rausholen können. Und gerade jemand, der so einen Versagens-Versagensangst zum Beispiel hat, der entwickelt auch ganz oft einen Bewältigungsmechanismus, der sich, der dann irgendwo in Rückzug endet. Der zieht sich zurück. Der will aus der Situation raus. Das ist das, was du in der Körpersprache hast lesen können. Der dreht sich weg, der guckt dich nicht mehr an. Das ist das, was du in der Körpersprache da hast lesen können. Der hat sich physisch über seine Körpersprache schon zurückgezogen, hat emotional dicht gemacht, hört nicht mehr, was du sagst, will das auch alles gar nicht mehr hören, will es auch gar nicht mehr versuchen. Und dann bläst er das Ganze wahrscheinlich ab. Und vielleicht beendet er sogar den Track, der vorzeitig und fährt wieder nach Hause. Möglich. Das ist natürlich das Worst-Case-Szenario, aber es ist möglich. In dem Online-Kurs, in dem kostenlosen Online-Kurs, muss man ja sagen, habe ich mehrere solcher Muster und Körpersprachen, Signale und Prägungsbeispiele mit reingebracht. Und das heißt, da kannst du super gerne auch nochmal reingucken, wenn du da ein bisschen detaillierter rein willst in das ganze Thema. Weil es ist natürlich an der Stelle wichtig, wie gesagt, unseren Schützling auf der emotionalen Ebene abzuholen, um denen noch irgendwie zu einem Erfolg zu verhelfen. Genau, also wenn du noch keinen Zugang zur 42 Academy hast, das ist ja meine Online-Plattform, wo alle Videokurse drin sind und so weiter, dann hol dir sehr, sehr gerne einen Zugang über meine Website motorrad-mentaltraining.de. Da gibt es dann mehrere Male so einen Button, Zugang anfordern oder kostenlosen Zugang anfordern oder so. Und wenn du da draufklickst, kannst du das Formular ausfüllen. Und dann krieg ich eine E-Mail und dann kann ich dich als Mitglied anlegen. Und dann hast du eben Zugriff auf viele verschiedene kostenlose Kurse, unter anderem eben auch auf den für Instruktoren und Fahrsicherheitstrainer. Genau, gibt es natürlich auch ganz viele kostenpflichtige Kurse in der Academy. Aber das war mir irgendwie wichtig, dass es da auch nochmal einen kostenlosen Kurs für euch eben gibt. Unabhängig davon gibt es aber in Zukunft auch kostenpflichtige Gruppenworkshops für Instruktoren, für Coaches, für Versicherheitstrainer, für Fahrlehrer, etc. Weil, ich sag mal so, ein paar Infos zu haben, die einem weiterhelfen, ist natürlich super. Aber man hat immer wieder das Gefühl, vor einem neuen Fall zu stehen. Und dann durchdenkt man diesen Fall wieder aufs Neue. Und Menschen sind ja auch nicht einfach nur so oder so, sondern Menschen sind ja natürlich sehr, sehr, sehr individuell, klar. Also, ne, brauche ich euch nicht erzählen. Und deswegen hat man ganz oft das Gefühl, dass man immer wieder vor einem neuen Fall steht. Bei dem ist das nochmal anders. Wie gehe ich jetzt daran? Aber es ist wirklich immer das gleiche Schema. Trotzdem hat man immer das Gefühl, es ist ein neuer Fall und ich muss mir was Neues überlegen. Und in diesen Gruppenworkshops, die habe ich jetzt erstmal für einmal im Monat angesetzt. Da besprechen wir nochmal verschiedene Denkmuster, Bewältigungsmechanismen, dass man auch so ein bisschen einen Mensch einschätzen lernt. Weil das ist, glaube ich, als Coach auch wahnsinnig wichtig, dass man vor einem Menschen steht, der hat fünf Sätze gesagt und du weißt, okay, du bist entweder ein Vermeider oder ein ängstlich gebundener Mensch. Und dann weißt du schon ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz viel über diesen Menschen. Man darf nie den Fehler machen, zu denken, dass man jetzt alles darüber weiß. Man muss immer neugierig bleiben und immer interessiert bleiben. Die meisten von uns wollen immer gerne interessant sein, aber wichtig ist es, interessiert zu sein. Vor allem, wenn man als Coach auftritt. Aber wenn du ein bisschen was über Verhaltensmuster weißt, dann kannst du einen Menschen ziemlich schnell einschätzen. Oder auch wenn der, wenn der drei Sätze sagt, dann weißt du ungefähr, welchen Bewältigungsmechanismus derjenige hat. Und dann kannst du den emotional viel besser abholen. Und dann kannst du den auch viel eher zum Erfolg führen. Und du kannst viel eher deine Agenda durchbringen. Weil am Ende des Tages willst du demjenigen so viel wie möglich beibringen. Und das geht ja nur, wenn der das umsetzen kann, was du von ihm willst. Und das geht nur, wenn du Autorität ausstrahlst, eine Vertrauensebene sehr schnell aufbauen kannst, jemanden vor dir hast, der emotional reguliert ist und auf der Logikebene mit dir reden kann. Oder wenn du jemanden emotional abholen kannst, da wo er gerade steht. Genau. Ja. Ja. Das ist erstmal das Allerwichtigste zu diesem Thema. Warum war ich denn so schnell heute? Sonst brauche ich immer eine Stunde, um meinen Punkt rüber zu bringen. Und jetzt habe ich irgendwie 20 Minuten gebraucht. Dann können wir ja nochmal kurz, wenn ihr, du Instruktor, Fahrsicherheitstrainer, wie auch immer, gerade hier bist, kann ich ja noch so eine Herzenssache mit anbringen. Ein kompletter Plot-Twist gerade. Aber gut, ich nutze die Gelegenheit sozusagen. Was? Weil eine Sache, die mir wirklich am Herzen liegt, die ich am liebsten mit jedem Instruktor, den es auf dieser Welt gibt, einzeln besprechen wollen würde, sind Trainingsvisualisierungen. Und ich nerve euch richtig hart mit diesem Thema. In den Podcast-Episoden, in den Gastepisoden, mit Instagram-Reels, Trainingsvisualisierungen habt ihr bestimmt alles schon mal gehört. Und ich habe gerade noch mit dem Lukas Schäfer gesprochen. Wir fahren nämlich morgen nach Most. Und ich habe ja einige Klienten, die bei der IDM, also der Euromoto, starten. Und ich habe gerade noch mit dem Lukas Schäfer über seine Trainingsvisualisierung für Most gesprochen. Und er hat auch gesagt, boah, ich habe nur beim Vorlesen dieser Liste Gänsehaut. Ich will Motorrad fahren, hat er irgendwie sowas in die Richtung, hat er gesagt. Ja, das hat diesen Effekt. Das hat diesen Effekt. Und vor allem hat es einen Lerneffekt. Und deswegen will ich das hier in diesem Zusammenhang nochmal anbringen. Weil ihr könnt euren Schützlingen in sehr kurzer Zeit sehr viel beibringen, wenn ihr die nicht einfach nur Bescheid mit Infos, sondern wenn ihr denen sagt, Starziel, Vollgas, umsetzen, anbremsen, runterschalten, einlenken, Bremse lösen, Scheitelpunkt, Gas anlegen, Gas aufziehen, bringt denen diese Reihenfolge bei. Wirklich, das klingt ganz, ganz stumpf, aber das macht so viel mit uns. Weil ihr erklärt denen super wichtige Dinge und ihr wisst, wie man richtig Motorrad fährt. Ihr habt das ganze Wissen. Aber von Hören, Verstehen und Umsetzen in einem 20 Minuten Zeitfenster oder 30 Minuten oder von mir aus auch in einer Stunde, das ist echt viel verlangt. Für jemanden, der gerade etwas ganz Neues macht und auch noch wahnsinnig aufgeregt ist und vielleicht mit seinem Motorrad kämpft. Ja, das ist super, super viel verlangt. Wir fordern mental extrem viel von denen. Deswegen müssen wir es denen so leicht machen wie möglich. Vertrauensbasis schaffen, zuhören und ernst nehmen, wenn die Bedenken haben. Oh, das habe ich gerade vergessen, das muss ich unbedingt gleich noch dazu sagen, sorry. Zuhören und ernst nehmen und dann eben denen das Lernen, die Infos so portioniert wie möglich vor die Nase halten. In einer Trainingsvisualisierung. Das heißt, das, was du denen beibringen willst, und sei es ein Achtenfahren, sei es ein Ausweichmanöver, sei es ein Slalommanöver, sei es eine Linie auf der Rennstrecke, sei es, wie man welchen Gang einlegt in der Fahrschule. Völlig egal, völlig egal. Hilft denen, indem ihr denen die Reihenfolge so portioniert wie möglich vor die Nase gebt. Also wirklich dieses, ich kann leider nur Rennstreckenvisualisierungen, dieses Gas anlegen, Gas aufziehen, auf rechts umsetzen, Blick in die Kurve, einlenken, Oberkörper, Kind zum Handgelenk, was wir da nicht alles für Phrasen haben. Bringt denen das so bei und lasst es die wiederholen. Lasst es die zwei, drei, vier, fünfmal wiederholen. Ich hatte, als ich in dem Jahr, als ich das allererste Mal als Mentaltrainerin an die Rennstrecke gegangen bin, mein Angebot an die Leute gebracht habe. Da war ich ja bei Triple M in der Saison mit unterwegs und hatte halt die Gelegenheit, da wirklich an die Leute direkt heranzutreten. Habe da meine Workshops gegeben, habe auch Einzelcoachings gemacht. Und ich hatte die damals 13-jährige Lea. Es war eine meiner ersten Kundinnen sozusagen, eine der ersten, mit denen ich arbeiten durfte. Und die sollte oder wollte an dem Tag ihr erstes Rennen mit einem stehenden Start fahren und war super nervös, verständlicherweise. Völlig neue Situation. Absolute Adrenalinsituation, absolute Risikosituation ja auch. Ein stehender Start ist ja auch nicht ohne. Und wir haben einfach nur gemacht, in die Startbox rollen, Fuß abstellen, ersten Gang einlegen, Augen auf die Ampel, Kupplung kommen lassen, Ampel geht aus, losfahren. Ich glaube, wir haben es noch viel simpler gemacht, ich weiß es nicht mehr genau. Aber wir haben uns vier, fünf Stichpunkte zurechtgelegt, wie die Reihenfolge sein muss. Wir haben die wiederholt und wiederholt und wiederholt. Sie hat auch eine Startübung oder ich glaube ein, zwei Startübungen hat sie gemacht. Und dann hat sie einen richtig geilen Start hingelegt. E richtig geilen Start hat sie hingelegt. Deshalb gebt euren Schützlingen in Form einer Trainingsvisualisierung eine kurze Liste von den Dingen, von denen ihr wollt, dass die sie tun. Und lasst die das ein paar Mal wiederholen. Vollgas umsetzen, anbremsen, runterschalten, einlenken, Bremse lösen, Scheitelpunkt, Gas anlegen, Gas aufziehen. Lasst sie das immer wieder wiederholen. Und übt das gerne auch für euch selber. Weil das ist so krass, was das mit uns macht. Ich kriege auch schon wieder Gänsehaut gerade nur von den paar Stichpunkten. Ich habe immer Oschas Leben. Immer wenn ich das erzähle, immer wie ich genau das hier erzähle, habe ich Oschersleben den ersten Linksknick vor meinen Augen. Deshalb, das ist so meine ganz persönliche Angelegenheit. Aber mir ist gerade, wie gesagt, auch nochmal aufgefallen, dass ich einen Punkt vorhin vergessen hatte. Denn Vertrauen ist wichtig und Vertrauen entsteht nur oder größtenteils durch Verständnis. Wenn wir gegenhalten und Aufmunterung wirkt halt auch schnell wie Gegenhalten. Deswegen irgendwo habe ich es schon gesagt, aber es war mir nochmal wichtig, das nochmal zu betonen. Aufmunterung wirkt auch immer wie Gegenhalten. Aufmunterung wirkt ganz schnell für jemanden, der dicht gemacht hat, der schon emotional dicht gemacht hat. Wirkt Aufmunterung ganz schnell wie du verstehst mich nicht. Entschuldigung, du verstehst nicht, wie schwer das gerade für mich ist. Das ist der Grund, warum Aufmunterung manchmal nicht funktioniert. Wenn du merkst, du kommst mit deinen Aufmunterungsversuchen nicht weiter, dann weißt du definitiv, dass derjenige emotional dicht gemacht hat. Und in dem Moment musst du wirklich einlenken und sagen, okay, ich versuche jetzt nicht mehr, dich zu überzeugen oder aufzumuntern oder zu motivieren, sondern ich zeige dir mit Verständnis, dass ich sehe, dass es wirklich gerade nicht geht. Weil aus deiner Sicht geht es. Aus deiner Sicht ist das easy, ob es geht. Das weißt du. Du weißt auch, dass derjenige das hinkriegen wird. Aber für denjenigen, der gerade emotional dicht gemacht hat, geht es nicht. Das ist seine Perspektive in dem Moment. Und jetzt kommst du mit reden und überzeugen und motivieren nicht mehr weiter, weil derjenige, umso mehr du motivierst, noch weiter dicht macht, weil er sich nicht verstanden fühlt. Er fühlt sich nicht ernst genommen in dem, was er da gerade wahrnimmt oder fühlt. Das ist der Grund dafür, warum die immer weiter dicht machen, warum sie uns immer weiter entgleiten in der Regel. Und deswegen ist Verständnis die Brücke zu Vertrauen und zum Wiedererfolge feiern können. Nee, das geht gerade nicht, ich weiß auch nicht, aber es ging beim letzten Mal auch schon nicht. Ah, okay, okay, verstehe. Was genau fällt dir gerade besonders schwer? Fragen stellen. Ist es das, dass du mit den Gängen gerade noch kämpfst? Oder ist es vielleicht was anderes, womit du gerade kämpfst? Den Leuten auch immer Fragen stellen, Verständnis zeigen und so ein bisschen Angebote machen mit den Fragen. Ist es entweder das oder das? Nee, ist es das und das? Irgendwie habe ich das Gefühl, ich kann mich da nicht so drauf konzentrieren, weil und so weiter. Dann werden die euch was geben und dann könnt ihr damit auch wieder arbeiten. Nur gegenhalten sozusagen wird nicht funktionieren. Wir müssen dann sagen, ah, okay, okay. Ja, wenn es gerade nicht geht, okay, ich verstehe. Ich verstehe. Was könntest du brauchen, damit es wieder geht? Brauchst du eine kurze Pause, brauchst du kurz mal deine Ruhe, brauchst du Aufmunterung? Wir können die auch fragen. Wir sind erwachsene Menschen, die können, die wissen meistens auch, was sie brauchen. Sie sind nur manchmal nicht, sie fühlen sich nicht in der Position, zu sagen, was sie brauchen. Ganz viele. Deswegen, das kann man auch immer gerne mal machen. Aber ich habe das alles ausführlich in dem kostenlosen Kurs nochmal erzählt. Das nur als kleiner Einstieg in die ganze Geschichte. Und ja, wenn ihr da intensiv dran arbeiten wollt und da wirklich gut drin werden wollt, Muster zu erkennen, Bewältigungsmechanismen zu erkennen, die Emotionen lesen zu können, dem Menschen zu mehr Erfolg verhelfen können und so weiter, dann kommt sehr, sehr gerne in die Gruppenworkshops. Da hätte ich auch richtig oder werde ich auch sehr viel Spaß dran haben. Die werden gut sein. Genau. Wunderbar, dann soll es das für heute erstmal gewesen sein. Vielen lieben Dank fürs Zuhören. Ich fahre, wie gesagt, morgen früh nach Most. Dann geht es nochmal weiter zwei Tage nach Oschersleben. Und dann steht auch schon unser nächster mentaler Track Day an. Das wird das Brünnen-Event sein am 1. und 2. August. Nächste Woche, Ende nächster Woche geht die Vorbereitungsphase los. Wir haben ja immer vier Wochen Online-Coaching und dann zwei Tage Motorradfahren. Da freue ich mich auch schon riesig drauf. Ich habe für die Coaching Area, wir haben ja auch immer eine Box bei den Exklusiv-Trainings. Wir haben eine große Box für alle und meine Teilnehmer. Und vor der Box soll eine Coaching-Area entstehen. Das ist so mein Ziel momentan. Ich habe das so richtig vor Augen. Dafür habe ich einen großen Pavillon in schwarz bestellt und habe da 42 Academy Coaching Area draufdrucken lassen. Und da möchte ich da gerne Tische und Stühle reinstellen, eine kleine Küche drin aufbauen, ein paar hübsche Plastikpflanzen mit reinstellen. Soll auch cool aussehen, bin ich ganz ehrlich. Freue ich mich nur sehr drauf, das alles in die Tat umzusetzen. Ich habe das auch häufig visualisiert. Ganz, ganz häufig. Freue ich mich wirklich sehr, sehr drauf. Wunderbar. Okay, dann ja, macht die Fenster auf. Lasst ein bisschen kühle Nachtduft rein. Das ist zumindest gerade meine Situation. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören. Geb mir sehr, sehr gerne euer Feedback. Bei Instagram einfach schreiben at Steffi42. Wenn du Instruktor oder Fahrsicherheitstrainer bist und du möchtest gerne mal eine Gastepisode für den Podcast mit mir zusammen machen, sehr, sehr gern. Melde dich auch gerne bei Instagram, bei mir oder eben über meine Webseite. Freue ich mich sehr drauf auf den Austausch. Genau, wunderbar. Also bis zur nächsten Episode. Bis dann, ciao.