expectations - geplant und ungeplant kinderfrei
Rahel (geplant kinderfrei) und Katrin (ungeplant kinderfrei) diskutieren zu zweit oder mit Gästen über den Alltag ohne Kinder. Die Freundinnen schlagen eine Brücke zwischen denen, die bewusst keine Kinder haben, und denen, die nicht geplant hatten, ohne Kinder zu leben. Die beiden Seiten haben mehr gemeinsam als der erste Blick vermuten lässt. expectations bricht Tabus, klärt auf und interviewt geplant und ungeplant Kinderfreie sowie Expert:innen. Expectations macht die leisen Geschichten lauter. Offen, inklusiv, gesellschaftspolitisch relevant.
expectations - geplant und ungeplant kinderfrei
#66 JD: Erst überleben, dann Kinder?
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Zwischen Transition und Kinderwunsch
Wie sieht Familienplanung aus, wenn der eigene Körper und die Gesellschaft dabei im Weg stehen? Im Gespräch mit JD - eine trans Person - wird schnell klar: Bevor ein Kinderwunsch überhaupt auftaucht, geht es für viele trans Menschen erstmal ums Überleben. Als JD sich mit Mitte 20 für eine Transition entscheidet, findet er eine innere Ruhe; er fühlt sich endlich wohl im eigenen Körper - und gibt dem Raum und Zeit.
Und die Kinderfrage? Rein theoretisch könnte er noch schwanger werden. Doch was würde das Absetzen der Hormone für ihn bedeuten? Und warum muss er sich plötzlich für seine Tätigkeit als Sporttrainer für Kinder rechtfertigen - etwas, das vor seiner Transition als selbstverständlich galt?
Wir sprechen mit JD auch über Transphobie, gesellschaftliche Erwartungen, politische Rückschritte und die Kraft der guten Nachrichten.
Shownotes
Transgender Network Switzerland: tgns.ch
Queere Arbeitsgruppen Zürich: haz.ch
Copyrtight Foto: Dr. Sabine Goldhahn
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Gemeinsam mit dir machen wir die leisen Geschichten lauter und machen so den kinderfreien Alltag sichtbar! Expectations bricht Tabus, klärt auf und interviewt geplant und ungeplant Kinderfreie und Expert:innen. Offen und inklusiv, gesellschaftspolitisch relevant.
Expectations, plant und plant kindfrei.
SPEAKER_02Willkommen zur 66. Folge Expectations. Ich bin Katrin 46 und plant kindrei.
SPEAKER_01Und ich bin traurig 40 Bland Kinderfrei. Uns hat heute Gast, the JD, hat mir an der ETH kennengelernt. Er doktoriert dort in Medizin und er hat auch eine Podiumsdiskussion zum Thema unterfüllten Kinderwunsch teilgenommen. Katrin wurde als Betroffene auf dem Podium gesessen.
SPEAKER_02Und im Anschluss an diese Podiumsdiskussion hat er sich bereit gezeigt, uns für einen Podcast ein paar Fragen zu beantworten. Und so sind wir ins Gespräch gekommen und es war sehr schnell, sehr spannend und intensiv. Rahel und ich hätten mega gerne noch mit ihm weiterplaudert, aber wir haben beide Pläne. Darum reden wir heute weiter.
SPEAKER_01Genau, das weiter reden, das halten wir heute nachher. Der Jady ist 33 und er ist trans. Er war bei seiner Geburt einem weiblichen Geschlecht zugeordnet worden und hat Mitte 20 realisiert, dass das die falsche Zuordnung. Er hat sich dann einer sogenannten Transition, also einer Anpassung an seine eigentliche Geschlechtsidentität angefangen. Ein Schritt, den ihm ermöglicht hat, weiterzuleben. Und das zwar im wahrsten Sinne des Wort. Für viele transmenschen fühlt sich das eben genau so an. Es geht ums Überleben.
SPEAKER_02Der Hinterwunsch war genau aus dem Grund am Anfang seiner Transition nicht so wichtig. Wie sich das heute für uns anfühlt, das erzählt er uns heute. Hallo JD, ganz herzlich willkommen bei Expectations.
SPEAKER_00Danke vielmals und danke für die schöne Einleitung.
Begriffe Zuordnung Und Sprache
SPEAKER_02Und ich sage Hallo JD, hei!
SPEAKER_00Salut!
SPEAKER_02JD, bevor wir ins Thema ganz abtauchen, bei der Vorbereitung des Interviews haben wir gemerkt, dass wir in ein paar verbale Fettenpflerampelt sind. Und hier uns Sprache schon sehr wichtig ist, weil sie definiert unter anderem, wie wir miteinander umgehen oder wie wir einander sagen, wie wir einander definieren. Wenn wir da kurz auf ein paar Missverständnisse eingehen und so auf die falsche Verwendung von Wörtern darauf hinweisen. Zuerst mal, wir reden nicht davon, dass jemals Mann oder als Frau geboren ist, noch von einem Wunschgeschlecht, sondern man sagt, dass an der Geburt im falschen Geschlecht zugeordnet wurde. Stimmt das ja so?
SPEAKER_00Ja, genau. Es ist tatsächlich so, dass vom biologischen her ist es in den meisten Fällen eine klare Zuordnung, wo man machen kann, ob etwas männlich oder weiblich ist. Das wird einfach in der Biologie so gehen. Aber es gibt auch den Unterschied zu der Geschlechtsidentität, also wie fühlt man sich? Und in den meisten Fällen ist es tatsächlich so, dass das biologische Geschlecht in dem Sinn übereinstimmt mit der Geschlechtsidentität, aber halt eben nicht bei allen. Und wir sagen, dass das, was einem definiert, wer as man ist und welches Geschlecht, was man hat, ist auch die Geschlechtsidentität und nicht der Körper.
SPEAKER_01Du hast dann in der Mail, wo man so hin und her geschrieben hat, hast du den sehr prägenden Satz gesagt, ja, wir haben einfach eine Art S Herz inzwischen bei und sagt einfach, was angeblich ist. Und das soll dann dringe definieren, wer wir sehen. Es ist mir noch sehr so eingelüchtet, dass man sagt, jemand hat einem das zugewiesen. Es ist aber von außen einem zugewiesen.
SPEAKER_00Ja, genau. Das eine ist, es ist einem zugewiesen worden und das zweite ist, es gibt ja auch noch Intermenschen, wo man vielleicht erst später, während der Pubertät zum Beispiel unter Umstand herausgefinden, dass dort vielleicht körperlich doch gar nicht so eindeutig ist, wie man es am Anfang eigentlich gemeint hat.
SPEAKER_02Und was ich auch wichtig finde, ist, dass nicht alle trans Menschen brauchen oder wenden oder können sogar eine Transition machen, in gewissen Längen zu auch einfach zu wissen, dass sie trans sind.
SPEAKER_00Genau, so ist es.
SPEAKER_02Und auch noch wichtig, trans, das ganz manchmal falsch geschrieben und du hast mich zum Glück ein bisschen gewesen, trans ist ein Adjektiv.
SPEAKER_00Genau. So wie man zum Beispiel sagt, jemand ist hübsch oder jemand ist mit blauen Augen geboren? Man sieht auch nicht jemand ist blau euch gehören, aber man sagt nicht einen blauen Augenmensch, sondern halt ein Mensch mit blauen Augen.
SPEAKER_02Okay. Gibt es aus deiner Sicht noch etwas, was wir jetzt auch in den Definitionen vergessen haben, die noch wichtig wären?
SPEAKER_00Okay, ich glaube, jetzt haben wir zumindest mal das Glöpf abdeckt. Ist gut.
Der Weg Zur Transition
SPEAKER_01Sehr gut. Dann prägen wir uns das ein. Wir haben es eingangs schon gesagt im Intro, du bist bei dieser Geburt am weibenden Geschlecht zugeordnet worden. Du hast vor rund sechs Jahren deine Transition angefangen. Du bist entschieden für eine Transition angefangen. Du hast unter anderem Hormontherapie gemacht. Das heisst, dein Körper und deine Stimme haben sich dort verändert. Du wirst heute von außen als Mann wahrgenommen. Du wirst männlich gelesen. Das ist das Ässöche, aber da passiert noch ganz viel in dir innen. Was hat sich da bei dir verändert mit dieser Transition? Gibt es da was?
SPEAKER_00Ja, also zum einen natürlich fühle ich mich sehr viel wohler wieder vor dieser Transition. Ich fühle mich, ich habe das Gefühl, ich bin etwas ruhiger. Ich war immer so innerlich sehr, sehr aufgewürgt und habe mich in alles verändert. Nicht, dass ich es heute nicht immer noch mache und sehr viel zu tun habe. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich um einiges wie so etwas angekommen bin bei mir selber und sehr viel ruhiger auch bin.
SPEAKER_02Das trägt irgendwie gut.
SPEAKER_00Es fühlt sich auch sehr, sehr gut an.
SPEAKER_01Aber es jetzt einfach stimmig ist, oder? Du musst nicht aus einem inneren Kampf noch führen.
SPEAKER_00Genau, zumindest nicht in Bezug auf das Geschlecht. Inneren Kampf gibt es ja genug. Es haben ja alle solche gekämpfen, aber zumindest nicht in dem Bezug auf.
SPEAKER_01Ja, wo halt da sehr, sehr, sehr halbkräftezählt ist.
SPEAKER_02Wann hast du denn gewusst, dass du eine Transition machen?
SPEAKER_00Ja, das war ein längerer Prozess. Ich hatte Glück und hatte eine mega gute psychiatrische Fachperson und habe mit dieser sehr, sehr lange Gespräche geführt. Und in erster Linie war es für mich überhaupt darum, herauszufinden, wer ich überhaupt im Bezugsgeschlecht bin. Ich war massiv verwirrt. Und habe dann mit dieser Person sehr lange Ausgiebig darüber gekriegt und habe viel Erfahrungspricht gelesen, habe YouTube-Videos von anderen transmenschen und habe versucht, herauszugefinden, wo gehöre ich dann eigentlich an. Weil ich einfach gewusst habe, so wie es jetzt ist, stimmt es einfach nicht zu dem Zeitpunkt. Und dann ist natürlich die nächste Frage, es soll anders werden, was soll anders werden, wie soll es anders werden. Und dann ist dann relativ gleich Informationen, was überhaupt alles möglich ist. Und dann ist aber doch noch einige Zeit vergangen, bis ich mich wirklich dafür entschieden habe, dass ich den Testosturon widne. Weil es ist gleich ein massiver Eingriff, auch in den Körper, der funktioniert. Und ich bin auch so aufgewachsen, die körperliche Unversehrtheit war ein grosses Thema bei uns daheim. Meine Mama arbeitete im medizinischen Bereich. Von dem her hat es dann zuerst mal die innere Akzeptanz braucht, um zu wissen, dass ich jetzt dran sondern ich muss jetzt etwas dagegen machen, das sind die Möglichkeiten. Und dann ist es sicher etwa ein halbes Jahr gegangen, mindestens, bevor sie definitiv gewusst haben, dass ich Testosteron nehmen will. Und dann habe ich aber, weil ich dort noch im Wettkampfsport war, habe ich das dann rausgezögert und einfach, dass ich die Saison noch fertig mache.
SPEAKER_01Was hast du auf einen Sport gemacht, Jady?
SPEAKER_00Ich habe Judo und Kickboxen gemacht. Und im Kickboxen war ich dann im Wettkampfsport auch relativ hoch mit dabei.
SPEAKER_02Okay, wow. Und was hat dir bei dieser Entscheidungsfindung zur Transition geholfen? Was hat dir am meisten geholfen?
SPEAKER_00Zum einen waren es die Fragen der psychiatrischen Fachperson, die wirklich darauf abzielt haben, dass ich mich selber hinterfrage und für mich selber meinen eigenen Weg finden. Und zum zweiten auch die ganzen Geschichten, die ich gehört habe, den anderen Menschen gehört, wie es eingegangen ist, was sie sich für Gedanken gemacht haben. Und es war einfach null Druck von nirgendwo, dass ich irgendetwas machen müsste, sondern es war wirklich so, dass es heute für dich die richtige Lösung finden müsste. Und du hast Zeit. Es muss nicht alles jetzt sein. Und ich glaube, das hat mir schon mega fest geholfen. Ich habe zwar von mir aus gewissen, ich muss etwas ändern mussten, weil so kann ich nicht weiterleben, so geht es nicht. Aber auch die Sicherheit haben, dass ich mitgeteilt wird und die ganze Community, die hinter dran war und gesagt hat, es ist absolut egal, wie du dich entscheidest und was du machst. Am Schluss muss es für dich stimmen und wir tragen es mit. Ich glaube, das war schon sehr, sehr hilfreich.
SPEAKER_02Mega cool. Und hast du das dann auch mit deiner Familie oder mit engen Freunden oder so besprochen? Oder ist das wirklich etwas, was wir in der Trance Community dort abgemacht hast?
SPEAKER_00Ich habe ein, zwei KollegInnen, mit denen habe ich schon darüber geredet, aber ich habe dann wie auch gemerkt, dass sie wie so etwas abhängt, weil sie nie. Sie können es nicht nachvollziehen. Ich glaube, das ist so etwas, was dort mega wertvoll ist, wenn man mit Leuten reden, die das Gleichen empfinden, die einem wirklich auch verstehen, was dort passiert. Mit der Familie habe ich nicht gross darüber geredet. Dort haben sie wie einfach informiert, dass sich etwas ändern wird. Und ja, dort habe ich wie Glück beim Vater. Der hat mit mir zusammen quasi diesen neuen Namen gesucht. Schön.
Rollenbilder Nach Aussen Als Mann
SPEAKER_01Ich finde es spannend, sich zu überlegen, wirst du hier, aber du wirst männlich gelesen, du wirst auch als Mann. Du bist auch der Gescheide, als Mann. Und reagiert man jetzt anders auf dich? Also, spürst du es irgendwie von außen, dass man Angst mit dir umgeht, aufgrund dein wahrgenommenen Geschlecht oder dass sie andere Erwartungen umsehen. Auch in dem Bezug vielleicht so Familiengründung?
SPEAKER_00Ja, also irgendwie habe ich wie vorhin schon das Gefühl, dass die Leute mich als lesbisch lesen. Und lesbisch in Berlin gibt man es ja wie auch nicht so ganz, dass man irgendwie einen Kinderwunsch hätte oder so, weil so schwärme ich ja nicht lesbisch. Es ist so ein Vorurteil, das ich jemand mal noch gehört habe. Und darum bin ich wie vorhin gar noch nichts, also schon vorne wie nicht gefragt worden. Aber jetzt wie auch nicht, ob ich einen Kinderwunsch habe. Aber was ich merke, ist, dass wir andere Erwartungen genommen sind, wenn ich mit Kindern grundsätzlich zu tun habe. Also ich habe vorhin schon Kinder trainiert und dort war es absolut klar, dass ich mich dafür interessiere, Kinder zu trainieren, als Frau. Und jetzt wird es manchmal in Frage gestellt, weil ich keine Kinder kann, ich trainiere aber gerne Kinder. Oder ich bin eine Sportlehrperson und ich unterrichte gerne Kinder. Und das wird jetzt so etwas in Frage gestellt: Wieso interessierst du dich dafür, freiwillig ein Training für Kinder zu machen, wenn du keine eigene Kinder hast? Und ich glaube, als Frau wurde mir die Frage mir gestellt worden.
SPEAKER_01Sehr spannend. Hey, würdest du eine kurze Klammer machen, Jade? Ich find es mega schön. Bei dir sieht man jetzt das Beispiel von geschlechtergerechten Sprache. Weil du brauchst vorhin vor einem psychiatrischen Fachperson. Person gerät. Du bist auch Lehrperson. Das treibt mir auch noch ganz umgeht im Berufsalltag. Dort, wo ich dir noch angestellt bin, dass wir schauen, wie wir künftig auch geschlechtergerechte Sprache haben. Und dann fangen wir jetzt mega auf, was du für Wörter brauchst, dass es sehr sensibel die Sprache braucht.
Kinderwunsch Taucht Spät Auf
SPEAKER_00Bei mir mache auch immer noch Fehler zwischen. Und du lernst aktuell. In der Einführung kann ich Intermenschen anstatt intergeschlechtlichen Menschen, obwohl man es schon mal jemanden gesagt hat, dass es vielleicht noch etwas kann man das noch korrigieren.
SPEAKER_01Ich glaube, es ist schon wichtig, dass auch die gehören, dir, die uns zulässt, wir sind alle am Lernen. Man darf Fehler machen. So, da würde ich das klären wieder zutun. Bei dieser Kinderfrage bleiben Kinderwunsch. Katrin hat schon etwas erwähnt, wo die Transition angestanden ist, es ist um andere Themen gegangen, als King haben oder nicht haben, es ist bei dir ums Überleben gegangen. Jetzt ist die Transition, ist irgendwie die Kinderthematik, ist die aufploppt?
SPEAKER_00Also, es war irgendwo noch ein Thema, das mit meinem Beziehungsmensch unterwegs war, aber dort haben wir an einem Punkt, wo wir Kinder nicht so ein Thema sind. Und das war tatsächlich jetzt durch die Podiumsdiskussion an der ETH das Thema wie so etwas aufgeploppt, wo ich gesagt habe, Gott, wir haben mir eigentlich nie aktiv Gedanken darum gemacht oder aktiv eine Entscheidung gefällt, ob ich Kinder wet oder nicht. Und dadurch habe ich dann angefangen, auch einen Podcast zu hören und mich mehr mit dieser Frage dann auseinanderzusetzen. Und jetzt kommt es dann doch immer wieder zum Vorschieben, wo ich mir dann doch wieder mehr Gedanken mache, wird die Kinder oder wird ich keine. Ja, aber ich glaube, es gehört halt noch sehr viel mehr dazu, Kinder zu haben, weder nur wet ich oder wird die nicht, sondern was sind denn die Umstände, mit wem hat man Kinder und so weiter und so fort. Ich meine, letztendlich hast du ein Lifetime-Projekt so ein Kind.
SPEAKER_01Das ist es so, ja. Das können wir so mega gut beurteilen. Ja, aber sicher, auf jeden Fall, es ist ja eine wichtige Entscheidung, und du sagst, es ist zu wünschen, wenn man nicht einfach sagt, ja, ich wollte oder ich wollte. Warum irgendetwas wird oder nicht. Aber jetzt, währenddem es umgangen ist, wenn du Testosteron nimmst, bist du irgendwie aufgeklärt worden, was das macht und mit deiner Fruchtbarkeit?
SPEAKER_00Also, ich habe mich selber recht gut informiert. In dem Sinne war, weil es nicht so ein Thema war, ich mag mich gar nicht mehr so ganz daran erinnern, ob ich es mit der psychiatrischen Fachperson mal besprochen habe oder nicht. Es kann gut sein, dass man es besprochen kann, aber es ist wie nicht im Vordergrund gestanden. Aber was ich weiss, ist, dass ich rein theoretisch noch Kinder haben könnte. Ich müsste halt das Testosteron absetzen. Aber dadurch, dass ich halt noch ein Uterus habe und auch meine Ovarien noch, also das erste Stück, rein theoretisch, rein biologisch gesehen, könnte ich Kinder haben. Und ich kenne ein paar Menschen, die tatsächlich auch Kinder haben und das Testosteron dann abgesetzt haben. Und es ist nicht so ein grosses Thema in diese Richtung, wenn wir jetzt operativ nichts entfernen lassen.
SPEAKER_01Jetzt hast du mir die Antwort vorweg schon geben. Da habe ich nicht mehr so ganz plumpf Fragen. Das wärst du schon immer so, vielleicht auch eure übergriffige Frage. Ja, kannst du noch schwanger werden? Oder hast du noch deine Gebärmutter oder so? In diesem Moment wissen wir darüber bescheid, aber die Vorstellung, wenn du bist ein Mann, und du würdest irgendwie das Kind zu gebären. Fühlt sich das nicht, würde sich nicht schräg anfühlen für dich? Wie fühlt sich die Vorstellung an, jetzt irgendwie schwanger zu sein?
SPEAKER_00Ich glaube, die Schwanger sind an und für sich fände ich jetzt nicht einmal so komisch. Also auch noch nicht für mich. Ich habe das Gefühl, ich habe es mega privileg, dass ich das überhaupt könnte, dass ich die Möglichkeit dazu überhaupt habe. Ich glaube, manch anderer Mensch würde sich das wünschen, die Möglichkeit zu haben. Aber ja, es ist natürlich schon so etwas. Mir macht die Vorstellung mehr Angst, dass ich das Testosteron absetzen müsste müsste. Und dass dann quasi all die körperlichen Gegebenheiten, die so monatlich zum Beispiel kommen, dass die wieder zurückkommen, weil mit denen habe ich wirklich wahnsinnig Mühe. Also nicht nur körperlich, dass ich mega schmerzen kann, sondern auch einfach psychisch hat es mich komplett fertig gemacht. Und ich glaube, vor dem hätte ich schon sehr Angst.
SPEAKER_02Dass das wieder auftaucht. Genau, diese Gefühle und Emotionen. Unverständlich. Und wie ist denn das? Wird das Thema Kind oder Kinderwunsch in der Trance Community? Wird das überhaupt diskutiert oder geht es dort wirklich einfach mal um so ein ganz grundsätzliches Weiterleben?
Fruchtbarkeit Unter Testosteron
SPEAKER_00Ich glaube, das kommt ein bisschen darauf an, mit wer man es mir reden. Ich habe darauf ab, dass ich mich mit dem auseinandergesetzt habe, auch bei uns in der Community ein bisschen umeinander gefragt. Und es gibt tatsächlich Menschen oder einige Menschen, die sich mit dem auseinandersetzen und die das diskutieren. Aber bei vielen, also ich leite noch so eine Gesprächsgruppe im Regenbogenhaus. Und dort ist das häufigste vorerst schon zuerst einmal, hey, wer bin ich überhaupt? Was gibt es alles für Möglichkeiten? Wie mache ich das mit dem Outing, wie gehe ich mit Transphobie um, ein ganz grosses Thema, das immer wieder aufkommt. Und wie überlebe ich eigentlich zuerst einmal überhaupt? Und das mit dem Kinderwunsch, ich habe das Gefühl, das ist etwas, das in vielen Fall immer sehr viel später kommt. Oder wie dann schon vorhin um ist und wie unabhängig eigentlich von dieser ganzen Transitionsthematik ist.
SPEAKER_01Ja, aber es ist echt ein Kinderwunsch etwas. Die Kinderfrage ist etwas menschliches. Da spielt ja nichts mit der sexuellen Unterhührung, sondern mit der Geschlechtsidentität zusammen und mit der sexuellen Unterthürung auch nicht. Es ist schon einfach ein menschliches Thema.
SPEAKER_02Und je nachdem gibt es ja vielleicht auch die Fälle oder Menschen, die sich gegen eine Transition entscheiden, weil sie so einen extremen Kinderwunsch haben und das irgendwie dann so hinter schieben, ich weiß es nicht.
SPEAKER_00Ja, also ich habe über einen anderen Podcast, wo ich ja noch hose, zwei Transmenschen, die Kinder haben. Und die eine Person hat sich effektiv aktiv dafür entschieden, zuerst Kinder zu haben. Weil die Person gefunden hat, das ist so ein Lebenswunsch von mir. Und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass bevor sie sich der Wunsch nicht erfüllt hat, überhaupt eine Transition anzugehen. Und das habe ich auch noch spannende Sicht gefunden, dass man eigentlich für einen Kinderwunsch die Transition so aufschieben kann.
Schwangerschaftsangst Und Dysphorie
SPEAKER_02Ja, also ich habe keine Ahnung, aber dass der Kinderwunsch sehr stark sein kann, kann ich nachvollziehen. Und wie erklärst du jemand, der jetzt noch nie mit diesem Thema zu tun hat oder einfach sehr wenig Berührungspunkte hat, warum diese Transition für dich so wichtig war?
SPEAKER_00Ja, das ist immer so ein schwieriges Thema. Wie erklärt man es jemand? Ich glaube, schlussendlich, es stellt dann oft die Gegenfrage, ja, Herr, woher weiß jetzt du zum Beispiel, dass du eine Frau bist? Was würdest du jetzt antworten, wenn ich dir diese Frage stelle?
SPEAKER_02Ja, das Einzige, wo man diese Sinn kommt, ist, ich fühle mich wohl als Frau. Also ich habe es nie daran verzweifelt. Ich fühle mich wohl in meinem Körper.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, Rahel, die ihr jetzt wahrscheinlich jemanden ähnlich gehen. Ich finde es eine super Frage. Es ist mega am Ratteren in meinem Kopf. Und Katrin hat dich sehr gut, ich glaube, es trifft sehr gut auf den Punkt. Es ist per se gar nicht in Frage gestellt, einfach weil es so ist, wie es ist. Und eben so wie es ist, fühlt sich gut an und ist stimmig. Er hat ja mit seinem Körper merkst du, das finde ich blöd oder so. Aber das ist ja mein Gott, das ist ja Peanuts gegen Gesangern. Es geht nicht um das, weil ich meine Vögel blöd oder das oder so, sondern grundsätzlich ist es zufrieden mit dem Körper und das stimmt oder Stimmung.
SPEAKER_00Genau, also für mich war es jetzt halt wie nicht stimmig. Ich denke sehr schon mal, ja, es fühlen wahrscheinlich alle so. Bis dann nicht geschnallt haben, dass irgendwelche Leute sich mega darüber gefreut haben, dass sie die Männchen sind, sich mega darüber gefreut haben, dass sie in der Brüste wachsen und am liebsten noch größere hätten und gesagt, oh mein Gott, bloß nicht. Und irgendwie bin ich da komplett falsch. Und dann war irgendwann in einem Alter gekommen, wo man auch nicht mehr mit dem Vornamen angesprochen wurde. Dann war es irgendwann auch nicht mehr gleich, welche Toiletten benutzen. Ich war zum Teil dazu als männlich gelesen wurde, als ich noch ein Kind war, weil ich mit kurzem Haar rumang und meistens in den Bubenkleider. Und dann wollte ich mich zum Teil einfach nicht auss WC wählen, wo ich gedacht habe: ich würde ja gerne aus meinen WC, aber ich darf ja nicht zum Beispiel. In diesem Moment gar nicht so extrem wahrgenommen, aber durch die Gespräche mit den Fachpersonen, bin ich dann wieder draufgekommen, aber das war eigentlich auch schon immer so. Und ich finde es interessant, genau was das anbelangt, dass ganz viele typische Bild haben von ja, ich habe das schon immer gewusst. Ja, nein, aber nicht aktiv zwingen, sondern vielleicht, wenn man dann zurückblick. deuten man gewisse Sachen auch wieder anders. Und ich glaube, das ist das Gefühl von es stimmt einfach im Alltag auch nicht. Und es sind ja so viele Sachen, die generell sind, Sachen, die davon abhängen, bist du Mann oder bist du Frau, darfst du das oder darfst du das nicht. Einfach in der sozialen Gesellschaft, wie wirst du angesprochen, wie wird mit dir umgegangen, wenn du die ganze Zeit einfach das Gefühl hast, es stimmt einfach irgendetwas nicht aufgrund von dem. Das ist dann so das, was ich dann versuche zu erklären, hey, jedes Mal, wenn du das Gefühl hast, es ist absolut normal, dann habe ich halt das Gefühl, nein, irgendetwas stimmt nicht ganz, bis ich mal drauf gekommen bin, was es eigentlich dann ist.
SPEAKER_02Und könnten die Leute nachvollziehen, haben sie Verständnis dafür?
Community Themen Und Prioritäten
SPEAKER_00Manchmal? Aber vielleicht häufig ist es auch so, ich glaube, es braucht auch nicht unbedingt Verständnis, sondern es braucht einfach, dass das zu verstehen, ist schwierig. Ich glaube, es braucht mehr so, dass sie akzeptieren, dass es so ist, Leben und Leben lassen. Es gibt auch Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann, die jemand anders vielleicht anders empfindet.
Transition Erklären Für Aussenstehende
SPEAKER_01Du kannst es trotzdem noch stehen. Du hast vor dein Wort Transphobie schon erwähnt, wird da noch ganz schnell ein bisschen bleiben bei dem. Wie erklärst du dir die Transphobie? Also wie erklärst du dir, dass Leute so Anführungszeichen allergisch oder meinst du so empört auf Transthemen reagieren?
SPEAKER_00Ja, also ich würde dort gerne einen nicht bei einer sehr bekannten Mensch zitieren, wo es Analog ist. Und die Person sagt einfach, wie es ist eine Unsicherheit über das Geschlecht. Und wir transmenschen zeigen das halt wie auf, dass es vielleicht doch nicht ganz so eindeutig ist, was man und was Frau ist. Es ist so, jeder Mensch hat vielleicht etwas Weibliches und ein bisschen etwas Männliches, aber man lernt relativ schnell, das irgendwie zu unterdrücken, der Gesellschaftsleben. Und dann feststellen, okay, vielleicht habe ich auch etwas unterdrückt. Und das gibt wieder eine zusätzliche Unsicherheit. Man beschäftigt sich dann einfach plötzlich mit dem, obwohl man es eigentlich gar nicht will. Man hat vielleicht Angst vor Veränderungen. Ich meine, zum Beispiel der ganze Sprachwandel, wo man sagt, man wollen jetzt gender, ja, macht einigen Leuten Angst. Und vielleicht hat die Angst, einfach selber hinterfragt zu werden. Niemand von uns wird gerne hinterfragt. Oder sich selber zu hinterfragen nach einem Weltbild, wo wir damit aufgewachsen sind, wenn jemand kommt und sagt, du hast das zwar so gelernt, aber das stimmt eigentlich nicht ganz so. Wer hat das schon gern? Ich glaube, das ist halt so die ganz unguten Gefühle, die da aufkommen. Und es ist natürlich sehr viel einfacher, anstatt bei sich selber zu suchen, das einfach auf eine Menschengruppe zu projizieren und zu sagen, du bist schuld.
SPEAKER_01Du bringst mega viel Verständnis auf. Hast du dich das ein bisschen sehr erarbeitet, sodass du die andere Seite siehst, wo vielleicht Leute die Unsicherheit, die Angst, dass du dich nicht als Person angegriffen fühlst?
SPEAKER_00Ja, es ist natürlich auch sehr viel, hängen damit zusammen, dass ich zuerst selber diesen Prozess durchgemacht habe. Wir reden da von einer internalisierten Transphobie, die viele trans Menschen kennen. Wir sind aufgewachsen in einer Welt, die so ist, wie sie halt ist, haben das Bild verinnerlicht und viele von uns, wenn sie mal selber nicht mit klarkommen und sich zugestellt, dass man trans ist und dass es das tatsächlich gibt. Und dass es nicht irgendetwas mega Absurdes ist, das man muss unterdrücken, sondern wo man sagen, ja, und jetzt ist es so und ich schaue, wie ich mit dem umgehen kann. Und die Unsicherheit, die müssen wir alle auch überwinden. Und ich glaube, genau die Auseinandersetzung hilft schon. Man kommt sehr selber mit dem klar, überwindet das und dann hat man das Gefühl, die ganze Welt muss jetzt eigentlich auch so, weil das ist ja richtig. Und dann aber quasi den Step zurückmachen können, das braucht schon eine gewisse Selbstsicherheit und dann auch sagen, ja, ich weiss, es ist schwierig, zu verstehen und es ist okay, dass es schwierig ist. Man schnälzt es nicht vom einen auf den anderen Tag.
Transphobie Ursachen Und Projektion
SPEAKER_02Aber ist es nicht auch frustrierend, wenn man beobachtet, dass die Welt oder gewisse Teile der Welt im Moment eher wieder Rückschritt macht? Ich denke jetzt gerade an ein Beispiel, ich glaube, ich bin ihm sicher in welchem Bundesstaat in den USA. Ich glaube, in Arkansas haben alle trans Menschen im letzten Monat Briefe bekommen des DMW bekommen. Das ist Motorfahrzeugkontrolle, dass ihr Fausweis ab sofort nicht mehr gültig ist und dass sie wieder einen neuen Fahrausweis beantragen müssen mit ihrem Namen und Geschlecht, das ihnen an der Geburt zugeteilt worden ist. Man ist sprachlos oder man weiß irgendwie gar nicht, wo anfängt. Es ist nicht einfach ein Fahrausweis in den USA, sondern es ist eine Identitätskarte. Mit dem kannst du abstimmen und wählen kannst, zum Beispiel auch. Es ist ganz klar, auf was es abzielt. Und ich finde das wahnsinnig schwierige Diskussionen.
SPEAKER_00Ja, also das ist jetzt eines von vielen Beispielen, die ganz viele Sachen gelaufen sind, vor allem seit Trump an der Macht ist. Und ja, ich glaube, das ist so etwas, man muss sich etwas einteilen, dass es zwischen wie viel Energie, die die drei stecken, um noch aktuell zu bleiben, und zu schauen, was passiert eigentlich, wie viel Energie habe ich mit dem auseinandersetzen und vielleicht zu schauen, was schwappt über, wo können wir gegensteuen. Und wie fest muss ich mich da zurücknehmen und vielleicht einfach auch mal die Augen davor verschlüssen, weil ich einfach den Abgrundwürdig drop gehen würde und ich glaube, das ist ein kleines Gleichgewicht, das aber nicht nur mal unsere Transmenschen betrifft, sondern ich glaube, die ganze Rechtsrück, die wir jetzt spüren. Aber natürlich einfach, weil Trans sehr ein polarisierendes Thema, Trans ist etwas, von mich mega interessiert, wo ich mich auch dafür einsetze für das Recht von transmenschen. Ja, und es ist erschreckend. Es ist ja so, leider.
SPEAKER_01Von der Frauenseite her gesehen, auch alles diese reproduktiven, reproduktiven Rechte und so. Also es ist ja ein teusere Zeit aktuell, aber ich finde es super, dass du sagst, bin ich bei dir mit, man muss sich seine Kämpfe aussuchen, wo investiere ich meine Zeit und wo meine Energie und was kann ich wo kann ich aber auch im kleinen etwas bewirken. Du bist auch, du leidest so Diskussionsgruppen, du bist auch da für Leute, die unterstützt. Da kannst du aktiv auch für deine Leute und für deine Community. Und ja, das gibt dir wieder Kraft und Sinn und Zanger ist, muss man einfach ausblenden. Das ist so, was man nicht darum geht.
SPEAKER_00Aber was auch schön ist, es sind ja nicht alles nur die schlechten News, sondern man gehört dann auch von Menschen, die sich für einen einsetzen. Gerade jetzt bei uns in der Schweiz sind TAZ sehr engagiert, TGNS ist sehr engagiert, vereinzelte Nationalräte wie Anna Russen Wasser. Das sind alles Leute, die sich für uns einsetzen, wo ich finde, das ist eigentlich auch etwas mega Cooles, wenn man das dann mitbekommt. Sich auf das konzentrieren, genau, sich auch auf das konzentrieren, wo gut funktioniert, wo gut läuft. Es geht so um Good News, wo dann auch schon gesagt worden ist, jetzt zum Beispiel in der EU gesagt worden, ja, es muss Geschlechtsidentität muss akzeptiert werden. Genau, wie lange es dann geht, bis es alle Länder akzeptieren, ist dann die andere Frage. Aber es ist zumindest schon mal irgendwo beschlossen worden, dass es eigentlich in der EU so soll sein soll und ich finde solche Sachen, die kommen viel zu wenig an die Medien, dass es auch zum Teil in die richtige Richtung geht.
SPEAKER_02Ist das auch so ein Thema? Du hast ja gesagt, du leitest Gesprächsgruppen für Transmenschen. Ist das auch ein Thema, dass man das Positive das auch sieht und nicht immer nur noch Probleme oder Herausforderungen diskutiert?
SPEAKER_00Absolut. Also wir haben jetzt eingeführt als Abschluss, wenn man doch manche schwere Themen haben, aber auch sagen wir am Schluss machen wir eine Runde, wo alle, die wenig etwas Positives erzählen. Und dann sieht man eigentlich zuerst schon mal, wie viele coole Momente es eigentlich gibt und wie viele positiven News es eigentlich auch gibt. Aber man muss sie halt aktiv fördern.
SPEAKER_02Und das ist ja allgemein im Leben so, oder man regt sich, oder es fallen einem die negativen Sachen auf. Und darum gibt es ja dann so interessante Sachen wie Dankbarkeits-Journals oder was auch immer, damit man sich wieder bewusst wird, was eigentlich Positives läuft im Leben. Das finde ich schön, dass du so sagst. Ich werde noch mal kurz auf die Podiumsdiskussion zurückgehen an der ETH. Du bist dort nach diesem Gespräch auf mich zugekommen und hast gesagt, merke vielmals für deine Offenheit. Ich habe gemerkt, dass ich mir einem guter Freund bin, der einen Kinderwunsch hat oder einen unerfüllten Kinderwunsch, ein ziemlich genau das Falsche gesagt. Hast du mit diesem Freund nochmal Kontakt?
SPEAKER_00Ja, also wir haben es schon noch zwei, dreimal gesehen. Er hat mir zu diesem Zeitpunkt auch schon gesagt, das war nicht so geil aus diesen und diesen Gründen. Ich bin sehr dankbar, dass er dort so offen auch geredet hat und nicht einfach Fustimsacken gemacht hat. Wir haben nach dem grossen Gespräch, in dem ich ein paar Fettnäpfel gestochen oder getan bin, war das Thema für uns durch fertig diskutiert, aber ich habe dafür mit seiner Frau noch etwas und ein bisschen neuer. Und durch das, was ich euch die Podcasts habe, habe ich mehr Hintergrundwissen. Und ich habe das Gefühl, ich habe es noch mehr anerkennen, was sie eigentlich alles durchgemacht hat und wie sie dabei gegangen ist. Und ich habe das Gefühl, es hat auch ihrem mega geholfen, dass ich jeder spiegeln und sagen, hey, es ist einfach wirklich mega krass, was du durchgemacht hast. Und das ist nicht einfach so etwas, was man mag schnell auf die Zeiten tut. Es kommt doch auch immer wieder mal auf. Du hast fast mehr Kontakt mit ihm. Es sind so richtig tiefgreifende Gespräche daraus entstanden.
Politische Rückschritte Und Kräfte Einteilen
SPEAKER_02Ja, das ist cool. Das ist cool. Mich nimmt es gleich noch Wunder. Warum hast du dich für Medizin entschieden?
SPEAKER_00Ja, ich habe zuerst Gesundheitswissenschaft und Technologie studiert. Und mache jetzt mein Doktorat oder PhD in Translational Medicine und bin dort in Kontakt mit Professor Goldhan. Er leitet einen Studiengang Medizin oder ETH. Und so bin ich dann wieder hineinzogen und habe festgestellt, Forschung ist ja schon cool. Aber eigentlich würde ich mega gerne jetzt etwas machen und habe das Glück, dass ich bei technischen Sachen etwas mehr schauen kann, was die Medizinstudierenden überhaupt machen. Und dann hat man einfach den Ärmel rein genommen. Und darum habe ich letzten Sommer zusätzlich zu meinem Doktorat noch Medizin angefangen zu studieren.
SPEAKER_01Dann wird es nicht langwillig. Nein, nicht. Viele Bau in der Luft. Hast du so eine Idee, die alle anwälst, damit so etwas, wo du dich ein bisschen siehst. Die blöde Box hast du die fünf Jahre Frage.
SPEAKER_00Ja, also momentan tendiere ich sehr fest zur Notfallmedizin, vor allem Tracklinies, als Notarzt herauszufahren, eventuell mit der Rega oder mit der Ärzte, das wäre so ein grosser Traum. Aber das Studium ist noch mega lang und es gibt noch mega viel zu entdecken und vielleicht lande ich am Schluss gleich irgendwo, wo nicht transmenschen etwas Gutes kann tun, anstatt in der Notfallmedizin kann. Who knows?
SPEAKER_01Genau. Das machst du also heute auch schon, also du hättest etwas Gutes. Aber ich sage jetzt mal so als ärztliche Fachperson, genau. Oh, bei Regal. Das ist auch etwas.
SPEAKER_02Wir drücken drüben. Du bist schon mal jung, Jaden. Du bist schon noch jung.
SPEAKER_00Ja, mal schauen, was es dann am Schluss lenkt. So cool, so cool.
SPEAKER_02Gibt es etwas aus deiner Sicht, wo du gerne noch in einer Community mitgeben? Etwas, das dir wichtig ist.
SPEAKER_00Ich denke, das Wichtigste ist einfach, dass jede Person für sich selber entscheiden, was mache ich mit meinem Leben machen, wo wird ich eigentlich hin. Es wird immer gegenwind irgendwo dagegen geben, aber es wird auch immer eine Community dahinter stehen, die einem stützt. Und ich glaube, genau dieser Podcast ist für euch in der Community eine mega, mega Stütz. Und ich finde es mega cool, dass ihr diesen Podcast auch machen könnt. Und ich glaube, es gibt noch viel, viel mehr Menschen, die diesen Podcast hören sollten. Und ich glaube, es gibt einfach auch ein Verständnis für Menschen, die sich gegen Kinder entscheiden oder die keine Kinder haben. Und das ist mega, mega wichtig, dass man das wirklich anerkannt, dass das halt eine Lebensrealität ist. Genau, dass man das ernst hat.
SPEAKER_01Meinst du, vielmal ist schön zu tun für unsere Sicht. Es vielleicht noch, was auch noch wichtig ist, für unsere ZuhörerInnen, die für Transthematik, also für Transmenschen, was können wir da noch ein letztes Wort für auf den Weg oder irgendein Bild anders machen?
SPEAKER_00Ich glaube genau das Gleiche. Man muss es nicht verstehen, aber man soll jetzt doch einfach anerkennen, dass es so ist und akzeptieren. Und man kann mal in den Fettnapfleit retten. Und wenn es einem dann aber gesagt wird, das auch vielleicht anerkennen und sagen, okay, gut, danke vielmals, hast du mir darauf aufmerksamkeit gemacht und in Zukunft anders damit umgehen.
Good News Und Resilienz In Gruppen
SPEAKER_02Das ist doch ein wunderbarer Abschluss diesem Gespräch. Danke vielmals für deine weisen Wort und dass du bei uns zu gehast bei bist. Danke.
SPEAKER_00Danke euch vielmals für die Einladung.
SPEAKER_02Jady und merke euch fürs dabei sein heute. Meldet euch via Webseite gerne für unser Sommerevent an. Der findet am 18. Juli statt und teile doch unser Podcast mit Freundinnen und Bekannten und geben uns eine fünf Sterne Bewertung dort, die ihr gehört.
SPEAKER_01Sie können euch auch sehr gerne finanziell unterstützen. Dazu haben wir drei verschiedene Varianten wie dein unseres Jahr unterstützen können. Alle Informationen dazu findet ihr auf expectations.chlasport. Bis zum nächsten Mal. Tschüss zusammen.