expectations - geplant und ungeplant kinderfrei

#69 Kerstin Hasse: ja, nein, vielleicht - über Ambivalenz in der Kinderfrage

Rahel Perrot & Katrin Schmitter

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Wenn der Schlüsselmoment nicht kommt

Die Kinderfrage ist selten ein klares Ja oder Nein, sondern umfasst vielfach Grautöne mit einem ständigen Pendeln zwischen Wunsch, Zweifel, Verantwortung und Freiheit. Genau diese Ambivalenz steht im Zentrum unseres Gesprächs mit Kerstin Hasse. Die Journalistin und Podcasterin ist 36 Jahre alt und unentschlossen, was die Kinderfrage anbelangt. Als Journalistin beobachtet und beschreibt sie seit Jahren, wie wenig Platz diese Ambivalenz in der öffentlichen Debatte bekommt – und warum das so ist.

Wir sprechen mit Kerstin darüber, wie sich die Ambivalenz für sie anfühlt, wie beruflich ambitionierte Frauen schnell in die «Kinder-sind-kein-Thema-Ecke» gestellt werden und wie unfair es ist, dass Männer entspannt durch ihre Dreissiger «flouten» können, ohne je einen Gedanken an ihre Fruchtbarkeit zu verlieren. 

Kerstin gehört zur Generation der Millennials, die mit offenen und ehrlichen Geschichten zu Mutterschaft aufgewachsen ist. Wir diskutieren mit ihr auch darüber, was es mit uns macht, wenn wir auch die herausfordernden Seiten von Elternschaft kennen und ob dies unsere Ambivalenz zusätzlich befeuert. 

Shownotes

Hasse mit Liebe 

Podcast “Tages-Anzeigerin”

🎧 #68: Zum Tag der ungewollt Kinderlosen am 16. Mai

🎈 Sommerevent am Sa, 18. Juli 2026

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Gemeinsam mit dir machen wir die leisen Geschichten lauter und machen so den kinderfreien Alltag sichtbar! Expectations bricht Tabus, klärt auf und interviewt geplant und ungeplant Kinderfreie und Expert:innen. Offen und inklusiv, gesellschaftspolitisch relevant. 

Begrüssung Support Und Gastvorstellung

SPEAKER_01

Expectations plant und plant kindfrei. Hallo zur 60. Folge Expectations. Ich bin Rahel, eine 41 plantkinderfrei.

SPEAKER_00

Ich bin Katrin 46 und plantkinderfrei. Zuerst mal herzlichen Dank an die Menschen, die uns in letzter Zeit finanziell unterstützt haben. Wir schätzen das mega. Wir sind nämlich ein unabhängiger Podcast, in dem wir in unserer Freizit mit ganz viel Herzblut für euch produzieren und damit wir weitere spannende Folgen produzieren, braucht es euch Support.

SPEAKER_01

Um uns finanziell zu unterstützen, könnt ihr Supporterin, Freundin oder BFF von Expectations werden.

SPEAKER_00

Alles zu diesen verschiedenen Arten, die ihr euch könnt unterstützen könnt, findet ihr auf expectations.ch.support oder im Link in den Shownotes. Merci vielmals.

SPEAKER_01

Unsere heutige Gästin ist Kerstin Hasse. Sie war 36, Journalistin, Moderatorin und auch selber Podcasterin. Sie war im letzten Jahr in der leitenden Funktion bei der Annabel und der Media tätig und hat heute unser eigenes Format Hasse mit Liebe. Dort reden sie über Themen von Gesellschaft, Popkultur und Fragen von unserer Generation.

SPEAKER_00

Eine dieser Fragen betrifft auch Sie ganz persönlich. Die Kerstin ist nämlich unentschlossen, was die Kinderfrage anbelangt. Und diese Ambivalenz ist ein Zustand, der viele kennen und auch sehr aufreibend sein. Genau über das reden wir heute mit ihr.

SPEAKER_01

Liebe Kirstin, hallo, herzlich willkommen bei Expectations.

SPEAKER_02

Hallo und danke für die Einladung bei Hallo.

SPEAKER_01

Sali.

Öffentlichkeit Privatsphäre Und Schutz

SPEAKER_01

Wir haben gesagt, du hast die Eigen Podcast und du redest dort auch sehr über persönliche Themen. Du bist auch auf Instagram sehr aktiv. Du teilst aus deinem Leben. Wie tust du selber entscheiden, was du öffentlich teilhast und was für dich privat bleibt? Hast du da so eine Region?

SPEAKER_02

Ja, ich habe mal vor ein paar, im letzten Jahr habe ich mal mit einer Journalistin geredet aus der UK geredet. Und zwar ist sie in einem Medienhaus eingestellt und sorgt sich quasi um die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten. Das ist nicht ein einzigartiges Modell. Aber sie hilft Medienschaffenden dabei, sich auch ein bisschen im öffentlichen Raum zu schützen, gerade auch was Internet Hessen angeht und so weiter. Sie haben gesagt, dass sie oft ihren Leuten sagt, sie sollen sich überlegen, mal für sich selber überlegen, was die Linie ist, was sie alles von sich in der Öffentlichkeit kommunizieren und was nicht. Und sie hat es an ihrem eigenen Beispiel gesagt, sie sagte: Ich zum Beispiel fein damit, um zu sagen, dass ich zwei Kinder habe. Ich rede aber in der Öffentlichkeit nicht darüber, wie die Kinder heisen oder wie alt sie sind, sondern man weiß einfach, ich bin Mutter. Ich habe so eine gute Formulierung gefunden und haben auch gemerkt, wie fest das mit mir übereinstimmt, wie ich das recht natürlich so gemacht habe. Mir ist es wichtig, um authentisch und persönlich zu sein im Podcast und auf Social Media. Und gleichzeitig gibt es ganz viele Bereiche in meinem Leben, die überhaupt nicht stattfinden. Ich rede eigentlich nicht über meine Behörde, selten über meine Familie. Natürlich Sachen wie zum Beispiel einen Neffen und nicht. Ich würde nie zeigen, wenn ich jetzt ein Verständnis hätte und mich nicht hast noch so, die würde ich sowieso nicht abbilden. Aber diese Sachen sind logisch und auch wirklich nur punktuell, zum Beispiel Sachen meiner Wohnung. Ich glaube schon, dass es ein bisschen die öffentliche Person gibt und die privaten.

SPEAKER_01

Darf ich gerade ein bisschen aus dem Disclaimer, das wir im Vorsprach immer auch abgemacht haben. Wir reden jetzt ja über ein persönliches Thema. Die Kinderfrage ist nicht so ein Smalltalk-Thema, sondern ist auch ein persönliches Thema. Und wir haben gesagt: Es gibt so die Linien, dass wir reden über dich reden, wie du die Sachen siehst. Und aber die Partnerschaft bleibt aus so vor. Und da sind die Leinen, die wir euch akzeptieren können.

SPEAKER_02

Ich finde, es ist natürlich auch immer das Thema, ich habe auch in meinem Podcast über das Thema geredet, weil ich es auch so interessant finde, dass wir so gesellschaftliche Phänomene, also ich glaube, es steckt das Phänomen dahinter, dass meine Generation, über das werden wir heute sicher auch reden, sich mehr darüber reflektiert. Stimmt das Konzept von Kindern für mich? Oder habe ich das Gefühl, dass ich so viel gelernt habe in meiner aufgeklärten feministischen Freundinnen-Generation über mir, dass ich denke, ich habe Angst vor dem. Und ich glaube nicht, dass ich über so ein Thema rede könnte, könnte ich ohne auch irgendwie etwas von mir preis zu gehen und sagen, hey, ich stelle mir diese Frage auch. Aber ich finde gleichzeitig, dass das völlig einhergeht mit oder völlig vereinbaren. Man kann es völlig vereinbaren mit dieser Grenze, die man sagt. Aber ich rede nicht im Podcast darüber, welche Gespräche jetzt in meiner Bezüge geführen. Genau. Schließt sich ja nicht aus, das ist das.

SPEAKER_00

Aber es gehört ja auch immer zwei Personen dazu. Und es ist auch immer schwierig, irgendwie die Meinung oder die Sicht der zweiten Person darzustellen, sodass es dann auch fair ist.

SPEAKER_02

Ja, also ich finde ganz ehrlich auch, das finde ich auch grossartig, was sie machen. Ich glaube wirklich, dass es so vielen Frauen hilft, Gedanken nachvollziehen, von anderen Menschen und in dem wiederzufinden und zu sagen, ich bin nicht allein. Und ich glaube, das macht ja auch einen Teil der journalistischen Arbeit, wie wir sie machen, auch so wertvoll. Und gleichzeitig finde ich Respekt davor, von Menschen, die komplett alles, jeden Moment ihrem Leben mit dem Internet teilen, weil ich glaube, dass sie nicht aushalten könnten, dass irgendwelche Menschen zu gefühlen können, sie könnten jede Ecke von meinem Leben bewerten können. Und das ist schon das, was im Internet immer passiert.

Parasoziale Nähe Und Anspruchshaltung

SPEAKER_01

Das fände ich jetzt noch spannend zu wissen. Hast du meinst das Gefühl, dass die Leute, wo du etwas von dir teilte, dass sie eigentlich das Anrecht verscheiden, noch mehr zu wissen und noch nachher zu fragen, dass sie von so einer Anspruchshaltung entstehen können? Also auch das Gefühl, ich kenne ja Kerstin, oder? Die parasoziale Beziehung.

SPEAKER_02

Ja, also das finde ich, ich finde es etwas wirklich Unglaublich Schönes und das tennt jetzt, als wäre ich riesengross, das bin ich überhaupt nicht. Aber ich habe schon verschiedene Podcasts gehabt und das kennen ja auch die Stimme, ist etwas mega vertraut. Mir ist es schon ein paar Mal passiert, dass über mich im Zug oder einmal ganz lustig in einer Umkleidekabine angesprochen hat. Oder irgendjemand, die Instagram-Content von mir gesehen haben oder so. Und ich freue mich immer mega, wenn jemand sagt, dass sie oder er meine Arbeit schätze. Das finde ich das schönste Kompliment, weil die Leute ja nichts sagen können. Die können einfach an dir vorbeilaufen, nichts sagen können. Aber gleichzeitig ist es eine unglaubliche Imbalance da. Unbalance, Imbalance, Imbalance, oder? Ungleichgewicht! Ungleichgewicht, ja genau. Ungleichgewicht da, weil ich weiss nichts von dieser Person und sie weiss trotzdem viel mehr. Und ich glaube schon, dass auch manche Menschen sehr viel von meinem Leben wissen. Oder vielleicht die Anspruchshaltung auch haben, dass sie das Gefühl haben, ins Arrecht zu wissen, was bei mir los ist. Das ist noch nie so formuliert worden.

SPEAKER_00

Aber ich glaube, es ist auch so das Format Podcast, wie du gesagt hast. Man lässt etwas eine Stimme, man hat es auf den Ohren, man geht vielleicht mit dieser Person spazieren, erfahrt persönliche Sachen aus ihrem Leben und hat das Gefühl, ich weiss schon ganz viel über diese Person. Es hat so etwas Intimes, oder?

Ambivalenz Als Unruhe Begreifen

SPEAKER_00

Ja, auf jeden Fall redest du heute mit uns über etwas Intims, über die Kinderfrage. Und du hast es bei dir im Podcast auch schon thematisiert, aber du bist ambivalent rund um die Frage. Ambivalent ist ein Gefühl, das recht viele Emotionen mit sich bringen kann. Es kann sich belastend anfühlen, es kann sich aber auch befreiend anfühlen, wenn man sich beides vorstellen kann, ob es okay ist. Oder es kann vielleicht verwirrend sein. Was assoziierst du am ehesten damit?

SPEAKER_02

Das ist eine sehr gute Frage. Ich würde sagen, eine Unruhe. Das Gespräch habe ich schon ganz oft geführt mit Menschen mit dem Umfeld, die Kinder haben, die keine haben. Erst gab vor ein paar Monaten mit einer Content Creatorin, die auf Instagram postet hat, dass sie nicht versteht, dass jetzt noch quasi die hinterletzte Frau im Internet muss erklären, wieso sie keine Kinder will. Und sie hat ja auch nicht im ganzen Internet erklärt damals, als Content Creatorin, dass sie sich entscheidet, um Kinder zu haben. Das sagt doch einfach individuell. Und dann hat ihr so zurückgeschrieben, aber hey, im Fall, ich glaube, es ist auch so ein Privileg, dass wir die Diskussion so offen können. Und ich zum Beispiel bin hin und her gerissen. Und dann habe ich, na ja, ihre Frauenärztin hat ihr damals auch gesagt, es ist doch schön, dass sie so einen klaren Kinderwunsch haben, weil in ihrer Erfahrung die meisten Frauen hin und her gerissen. Und ich glaube, die Ambivalenz. Gila Heti hat das Buch Mutterschaft gut geschrieben. Und ich finde, dort hat sie die Ambivalenz so gut beschrieben, weil sie so sagt, sie wacht am Morgen auf und ist in mir auf ihrem Einsprung und schaut ihren Partner an und denkt, so tun ich. Wir machen die schönsten Kinder, ich möchte jetzt von ihrem Kind möchten, weil wir die ganz hormonellen Dinge spielen ja schon auch noch mit hinein. Und dann wiederum kommt sie an einem gestressen Tag und weiss einfach, sie kann nur auf sich schauen und sich nur auf sich fokussieren kann und denkt, ich kann mir nie vorstellen, eine Verantwortung von einem anderen Menschen zu übernehmen. Und ich glaube, ich habe in ihrem Buch diese Unruhe mega gut rausgelesen.

SPEAKER_01

Du kannst mich sehr gut identifizieren, auch mit dieser Unruhe. Für die fühlt sich an, bei einem Unruhe an. Ist das ein Zeichen der Zeit, dass wir so ein Stellung beziehen? Das Gefühl, man muss zum Beispiel für oder gegen und man ist so pro das oder contra jenes. Auch die Grautöne, ich glaube, das ist so schwierig zum aushalten.

SPEAKER_02

Absolut. Und ich bin ein grosser Fan von Grau Tönen. Ich glaube, als Journalistin muss man sich ganz oft den Grauen Töne widmen, auch wenn wir uns in unserer Gesellschaft uns so daran gewöhnt haben, dass es immer richtig ist, was richtig und falsch ist und schwarz und wein.

SPEAKER_03

Das ist einfacher.

SPEAKER_02

Genau, viel einfacher. Also von dem her absolut.

Druck Durch Alter Und Biologie

SPEAKER_02

Und ich sage immer, ich habe mir so angekommen zu sagen, ich wünsche mir einfach manchmal, dass ich so ein klares Ja oder ein klares Nein würde spüren würde. Und das ist nicht der Fall.

SPEAKER_00

Also es ist gleich irgendwo so der Druck, dass du dich muss entscheiden?

SPEAKER_02

Ja, also ich glaube auch da wieder, auch hier nicht einiges dazu gelesen in den letzten Monaten. Der Druck kommt schon vor allem, finde ich, als Frau mit dem Alter. Ich wützle immer mit einer von meinen besten Freundinnen darüber. In seinen ganzen 20 schwanger werden, einfach nicht schwanger werden, einfach nicht schwanger werden. Dann bist du über gefühlt wirst du stressig. Und ab dann fangen einfach die grossen Fragen an und dann wechseln auch plötzlich Konversationen im Freundeskreis. Dann geht es plötzlich um Kinderwunsch, unerfüllte Kinderwunsch, plötzlich IWF und Insemination und Spermienqualität. Ich habe das Gefühl, über Nacht wechseln möchte Konversationen.

SPEAKER_01

Das ist absurd, so wie ein Schaulter. Da haben wir schon Sparmo Büso im Zusammenhang mit unserer Aufklärung oder sexuellen Aufklärung. Es ist immer das Ja, verhindern, verhindern, verhindern, also wie auch Sex, Achtung, Bös, gefährlich, uh. Und du Väter von Angler solltest du aber näher den Schaulter umlegen und jetzt auf Reproduktion schauten. Irgendetwas ist schnell so.

SPEAKER_00

Aber auch die Spanne, die das Reproduktionsalter, das ist relativ kurz, oder? Auch in der Wahrnehmung der Gesellschaft ab 39,40 ist dann schon, hast du nicht das Gefühl, das ist doch schon etwas alt für das.

SPEAKER_02

Ja. Und Natalie Portman ist ja jetzt schwanger. Es ist 43 oder so. Und ich bin wirklich so verwünscht beim Gedanken, dass ich denke, das sind jetzt noch sieben Jahre. Also dann bleiben wir auf etwas ganz anderem. Und ich meine, das ist natürlich dann wieder tricky, weil man auch weiss, die ganzen Kurven, aber ich habe ein Kollege von mir, der ist mit seiner Partnerin durch den IWF, durch den IWF-Prozess durchgegangen. Und ich habe das cute gefunden, wie der Ende 30 gefallen, also cute slash, ja, good to be a man. Ende 30 ist der nicht, dass alle Männer so sind, die sechs gerade jetzt schon, aber wie hat er sich mal auseinandergesetzt mit den biologischen Voraussetzungen und der hast dann mit mir einen Kaffee drin und hat mir ganz schockiert über die Kurve gezeigt, wo ich abgeht und wie schnell. Und die haben sie gesagt, ja, wir kommen unser Club, wir kommen unsere Realität. Und er ist so, pff, so der Leute. Er hat gesagt, das ist ja ein Wahnsinn, das ist mir nicht bewusst. Ich meine, er ist halt wirklich so, das finde ich auch wirklich, das finde ich nach wie vor so einem Ungleichgewicht. Dass irgendwelche Männer, die können einfach durch ihre 30er durchflouten, ohne sich da grosse Gedanken zu machen. Auch ein anderer Kollege von mir, der 34 war, habe ich gesagt, ja, wir würden schon Kinder, aber ich noch ein zehn Jahren warten. Natürlich kann ich auch noch ein 10 Jahre warten.

SPEAKER_00

Ja, aber vielleicht auch nicht. Und ich habe das Gefühl, das ist schon auch ein Problem. Die Sperr-Qualität wurde nicht besser in den letzten Jahren. Es haben schon einige Männer gesagt, mit denen wir Kontakt haben. Es gibt ab 14, 15, 16 Jahren zum Frauenarzt und wissen ungefähr bescheiden, wie es um unsere Fruchtbarkeit steht. Männer haben einfach keinen Plan. Das gibt es einfach nicht. Und die kommen dann eventuell einfach mit 38 Kühle ins Gesicht, in dem man dann sagt, über die Knacken.

SPEAKER_02

Ich habe letztens so ein herziges TikTok von einem Creator, der gesagt hat, das ist der Grund, wieso du den Zyklus von deiner Freundin musst kennen. Und dann hat er erklärt, wie es in jedem Zyklus-Teil wichtig ist und wie du als Partner quasi eine Unterstützung warst. Und es war so herzig und ehrlich, wie so, hey, in der Luthealphase war es einfach mega anstrengend für sie. Also kannst du vielleicht einfach ein bisschen

Ungleichgewicht Beim Fruchtbarkeitswissen

SPEAKER_02

sanfter sein mit ihr. Und es ist wie so, wow, wenn apropos Generation Tag und so, wenn jetzt Männer mit diesem Wissen heranwachsen kann. Das ist das Grossartige und ganz ehrlich. Mein Einneffen ist jetzt Teenager und ich probiere mega fest mit ihm diese Konversationen zu haben, weil wir denken, es ist einfach wichtig, dass Männer mehr wissen, was los ist. Weil ich bin schon auch sehr fest, mir wahrscheinlich auch aufgewachsen mit dem Idee zickig. Und das ist das, was man gewusst über den Weiblichzyklus gemacht hat. Ja, schwierig.

SPEAKER_01

Einfach schwierig. Kompliziert, aber schwierig, kompliziert, anstrengend. Oder die nichts damit jetzt haben. Das ist ein bisschen alter jetzt wegen dem Mann, die haben ja ewig Zeit, vielleicht haben so ihre ganzen 40er noch Zeit, hat man manchmal den Eindruck. Die können ja noch mit 60 oder Vetter werden. Wie reagiert. Ich muss Ihnen ja über 80 noch fetter worden.

SPEAKER_02

Das haben heute auch wieder mal mit sehr gutem Provius hier. Aber ja, eigentlich mit über 80 ist schon noch fetter worden, was es einfach auch gesagt ist.

SPEAKER_01

Ich finde das echt fahrlässig. Ich finde das gegenüber mich hingehen, einfach wenn man so ein Kind zu. Also Entschuldigung, und er bist du irgendein.

SPEAKER_00

Also übrigens in der Reproduktionsmedizin, ich habe mal ein Gespräch mit einer Frau, die noch relativ jung war und ihr Partner ist aber gegen die 60er zugegangen und sie in Kiraten war und IVF machen und die sich aber eine Bestätigung einholen und wir beglauben hören, dass er bis zu der Volljährigkeit des Kindes, das potenziell gezeigt wird, gesund ist.

SPEAKER_01

Das kannst du ja nicht. Das weiss schon nicht.

SPEAKER_00

Ja, aber weißt du, wenn es jetzt irgendwie schon irgendwie erkrankt hat, dann machen wir das nicht.

SPEAKER_01

Gut, dann sind wir doch schon einen Schritt weiter. Wir nehmen jetzt irgendwie zu meiner Frage voran, wie reagiert dein Umfeld auf deinem noch nicht, ich weiss es nicht.

SPEAKER_02

Also ich sage immer, ich habe das grosse Glück, dass ich so ein gemischtes Umfeld habe, was die Kinderfrage angeht. Ich habe sowohl Freundinnen, die sagen, sie wollen keine Kinder haben, sollte, die sagen, sie wüssten es nicht wie ich, und solche, die sagen, sie hätten einen klaren Kinderwunsch, und auch die, die bereits Kinder haben. Ich glaube, ich würde mich noch viel mehr unter Druck gesetzt fühlen, wenn alle meine besten Freundinnen kurz vor dem zweiten Kind würden stehen würden. Oder ich mehr so die Einzige, was natürlich schon die Realität ist, ist, dass Freundschaften sich verändern, wenn Kinder da sind. Ich habe das Gefühl, dass sie aus jedem Team Leute haben. Und ich glaube, sie sehen mehr umgekehrt auch als etwas, die in dem Iron No-Team spielt. Und was meine Familie angeht, ich habe mega Glück, meine Eltern haben nie irgendjemandem von uns Kinder klassisch klischeehaft. Wenn Grosseltern werden, Druck gemacht werden, wo sie bereits Grosseltere sind. Aber die wollen einfach, dass ich glücklich bin.

SPEAKER_00

Dankeschön. Wirst du oft gefragt aus nicht raus von Leuten, die dich vielleicht gar nicht so gut kennen, ob du Kind wächst?

SPEAKER_02

Nein, würde ich nicht sagen. Also ich glaube, das kommt schon immer wieder mal auf in solversationen, wenn man zum Beispiel über den Job reden oder so. Also ich kann mich daran erinnern, wo ich vor ein

Karriere Vorurteile Und Freiheit

SPEAKER_02

paar Jahren zu den Medien gewechselt bin. Dort bin ich das komischerweise, wo wirklich ein paar Leute angesprochen worden. Kindervereinheitthema. Und ich meine, wo ich da so kurz nachdenken kann. 32, 32. Und dann habe ich gefunden, ja, also I don't know. Ich fange jetzt mal an zu schaffen. Man könnte ja auch anders tun. Also ich meine, lustigerweise bin ich das nicht gefragt worden, wo ich mich jetzt selbstständig gemacht habe, weil das ist eigentlich ein grösseres Risiko. Aber ich glaube schon, dass wenn das so zusammenkommt, habe ich das Gefühl, oft mit dem, wenn jemand quasi so, wie ich es arbeite und wie ich immer geschafft habe, ich habe mich wirklich immer für meinen Job mehr gerne ins Zeug geleitet. Und auch das, was ich im Leben erreicht habe, ist mir nicht in den Schuss gefallen, sondern viel dafür geschafft. Und das sage ich auch bewusst so, weil ich nicht an das Narrativ glaube von, wie das passiert. Und ich finde, es ist ganz wichtig, auch für jüngere Frauen und Männer, aber in meinem Fall wird es mir wichtig, vor allem für jüngere Frauen, zu mal wissen, was man machen kann, wenn man möchte, gewisse Ziele erreichen möchte. Und ich merke schon, dass es gesellschaftlich oft noch so ist, dass man das Gefühl, dass Frauen, die ihre Karriere pusht, priorisiert das mehr als einen potenziellen Kinderwunsch. Und in dem Zusammenhang wird noch eher mal die Frage gestellt, ist Kinder für dich kein Thema oder irgendwie so etwas in die Richtung.

SPEAKER_00

Also, schwingt sich ein bisschen Vorurteil mit?

SPEAKER_02

Ich glaube schon. Also, ich habe auch schon mit einer Kollegin von mir besprochen, die auch, sich entschieden, keine Kinderzahlen und sie sagt, sie hat auch manchmal das Gefühl, dass wenn sie das Leute sagt, dass sie dann wie so das Gefühl haben, aber jetzt in dem Fall, was ist denn jetzt dein nächster Karrierewurf? Weil wenn du ja keine Kinder hast, dann hast du ja jetzt Zeit zum Punktrötter werden.

SPEAKER_01

Zum Beispiel, ja. Mindestens. Auch da wieder so das Schwarz-Wiss denken, oder? Wo man so denkt, hey, es gibt noch etwas ganz anders im Leben. Oder ich würde vielleicht gar keine Karriere. Es wird einfach empfehlen. Das heißt schon Karriere, das nicht jüngere Grosse Fälle.

SPEAKER_02

Ja, was heißt Karriere und zu ändern? Ich finde zum Beispiel ein grosser Punkt beim Thema Kinder, welches Freiheits- und Unabhängigkeitsgefühl hat man. Und es kann einfach auch sein, dass man sagt, man entscheidet sich gegen Kinder, weil man einfach unabhängiger sein möchte. Und dann will man sich vielleicht auch nicht jobmäßig noch mehr binden, sondern einfach chillen.

SPEAKER_01

Aber das wäre ja.

SPEAKER_00

Die Frieden hat einfach ein gutes Leben. Aber das ist dann auch wieder ein bisschen ego, oder? Ja, das ist ganz furchtbar. Beim Männer hingegen eher nicht, oder? Also da gibt es schon einen Unterschied.

SPEAKER_02

Ich finde das ja immer super, wenn ich wieder darauf eingehen. Es wird ein Interview, dass gewisse Fragen eher nur Frauen gestellt werden. Und ich glaube, das ist auch genauso etwas. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ein Mann, der mit 32 in einer Chefredaktion gewählt worden wäre, ob dort gefragt werden wäre von seinem Umfeld. Also in dem Fall sind Kinder für dich kein Thema. Das kann ich ja am besten willen nicht vorstellen.

SPEAKER_01

Es ist unvorstellbar, wenn du das so sagst, denke ich, sonst ist es so nie. Wir lachend gerade irgendwie zu leeren. Das sagt ich glaube, irgendwie aus. Du hast ein bisschen atönt. Du hast heute im eigenen Podcast auch schon über die Kinderfrage diskutiert. Du bist auch von ein paar Monaten bei Andrea Jansens, beim Podcast Mal Ehrlich. Man muss sagen, der ist auch etwas verändert, den Podcast von so einem älteren Podcasts zu, also Eltern, das war das, wenn man auf den Schweizer Deutsch reden. Ein Podcast, der etwas älterer. Zu einem Podcast, das sich allgemein ein bisschen Thema widmet. Aber du warst dort und dann habt ihr auch gemerkt, oh, die sind recht lang dort über das Thema Kinderfrage oder deine Ambivalenz-Abbo gerät. Und das war gar nicht geplant. Aber es ist recht ein lange Teil, ich habe noch egen vom Gespräch, wo man gesagt hat, es hätte irgendwie eine Wichtigkeit.

Erzählungen Über Elternschaft Und Angst

SPEAKER_01

Und dann hast du auch nochmal zurück eingeladen bei dir gehabt und hat er nochmal über das Gerät. Und dann sind wir auch so etwas auf ein Thema gestoßen, das ich nicht so spannend fand, dass du eigentlich erläutern kannst, wo du dir denkst, oh, da liegt vielleicht eine fünf Wahrheit drinnen.

SPEAKER_02

Genau, es ist eigentlich wiederum gegangen, dass wir so etwas darauf gekommen sind, kennen sie, dass meine Generation durch die Generation der Andrea kennt. Das ist Generation X und Millennials, dass wir Millennials, und wahrscheinlich auch C Gen Z, dass wir durch die Erzählungen von der Generation von Andrea so viel wissen über das Thema Elternschaft und Mutterschaft und so viele authentische Erzählungen erhalten darüber, gerade noch im feministischen Kreis, was das bedeutet für die Bezügung, für den Lebensentwurf und für den Körper und für alles, dass man wie so ein bisschen Angst davor hat oder vielleicht auch sagt, ich will das nicht, weil ich gesehen habe, was das mit meinen Freundinnen macht und sie mir alles genau erzählt. Die Andrea hat in dem Moment auch darüber reflektiert, dass sie auch in ihrer Redaktion manchmal darüber reden, wie wichtig es auch ist, um auch über die schönen Seiten des Älteren zu reden. Ich glaube, viele von den älteren Plattformen ist es auch wie logisch, dass alles, was schwierig ist, braucht mehr Redezeit, braucht mehr Austausch. Wir haben von beiden Seiten gemerkt, dass da etwas ist, wo man besprechen kann.

SPEAKER_01

Es geht ja darum, Tabus zu sprechen. Man muss über Sachen reden, dass man auch Tabus und Scham abbauen kann. Und wenn wir nicht darüber reden, kommen wir das ja nicht. Von dem ist schon klar, dass man auf das hier fokussiert.

SPEAKER_00

Ich finde es mega spannend, weil einerseits, das stimmt. Es wird wahrscheinlich so offen wie noch nie darüber geredet, wie schwierig das auch ist, Eltern zu sein. Und das kann ich mir durchaus vorstellen, dass das gewissen Leute vielleicht irgendwie Angst macht. Und gleichzeitig ist aber immer noch so eine Art Glorifizierung der Elternschaft vorhanden, oder zumindest der Mutterschaft. Das glaube ich auch im Moment noch nicht so zusammen.

SPEAKER_02

Das glaube ich auch. Ich habe es auch mega schön gefunden. Wir haben auch viel darüber geredet. Oder auch im Nachzug haben wir wirklich auch viele, viele Leute Nachrichten geschrieben und erzählt darüber, was sie ihnen so Freude macht. Oder auch lustigerweise ganz oft das Feedback kriegt. Du bist so verkopft, nachdem mit Andrea zu mir im Podcast eingeladen hat, du machst dir wirklich viel zu viel Gedanken, und deine Generation macht sich viel zu viel Gedanken. Und das mag tatsächlich sein. Es ist halt einfach mal sehr professionell. Aber ich tue mich mit dem auch schwer, weil was mir zum Beispiel viele Leute, die Kinder sagen, wenn ich sage, ich bin hin und her gerissen bin, kommen so Sachen zurück wie: Ja, aber es ist so eine Form von Liebe, in der du nie nachvollziehen kannst. Und es ist die ehrlichste Form von Liebe. Und ich glaube das wirklich. Aber es ist wie schwierig, um das richtig zu sagen. Ich glaube, dass ich glücklich bin, auch mit dem Amount of Love, das ich jetzt schon in meinem Leben habe. Und ich glaube schon, dass das nochmal eine ganz andere Sphäre annehmen kann. Aber ich meine auch mal aus einer empathischen Haltung aus. Es gibt ja auch viele Menschen, die keine Kinder haben, beispielsweise. Und ich glaube, die haben auch ganz viel Liebe in ihrem Leben. Ich will nicht einerseits dieser Liebe die Bedeutung absprechen, weil ich wirklich glaube, man hat ja auch eine Liebe zu seinen Eltern oder Geschwistern oder so, wo man ja nicht erklären kann, was es ist. Ich will die Liebe nicht absprechen und dort zaubern, um was das alles bedeutet. Und gleichzeitig finde ich es auch ein bisschen vermessen zu zeigen, dass Menschen, die das nicht haben, weniger Liebe haben.

SPEAKER_01

Also gerne egal, mit nicht Kinderwunsch, natürlich, wenn ich Sache, ja, aber es ist die einzige wahrscheinlich Liebe, dort zieht sich mir alles zusammen, wo ich denke, das ist so eine Wertig. Man muss sagen, ja, ich glaube dir das

Liebe Sinn Und Wertungen

SPEAKER_01

und du bist glücklich mit dem. Aber das ist nicht der einzige Weg, um ein zufriediges Leben haben. Ja, das macht für dich stimmen und das ist gut. Aber wenn ich.

SPEAKER_00

Ich habe gerade letztes Zeit darüber geredet in der Folge zum Tag der Ungewohl Kinderlosen. Dass ich immer wieder mit dem konfrontiert, weil das mich nicht ganz abnimmt, dass ich jetzt happy bin. Sondern die hat einfach kein Kind können bekommen, die Arme. Es schwingt etwas Ungläubiges mit. Und ich habe das Gefühl, dass es etwas mit dem zuvor hat, das du jetzt gerade beschrieben hast. Also diese Liebe, mir geht es gleich wie dir. Ich glaube, dass es diese gibt. Und ich glaube, ein Stück weit kann man das ja auch nachvollziehen. Irgendwie in der Beziehung mit nicht Gottenkindern oder so, oder? So punktuell und nicht die ganze Zeit. Und gleichzeitig ist es okay, so wie es ist. Ich brauche es nicht jeden Tag. Es ist okay.

SPEAKER_02

Ja, und ich glaube, ich finde es auch schön, dass zum Beispiel, ich habe über das Thema wirklich mit einigen Menschen in meinem Umfeld geredet, die auch Kinder haben. Und es gibt eben auch lustigerweise auch manche Eltern, die mir sagen, ja. Natürlich, liebe das Kind. Also das ist wieso, du schaust das an und denkst so, es ist ja wie ein Stück von dir.

SPEAKER_01

Das ist ja verantwortlich dafür.

SPEAKER_02

Ja, so warst du das Beste. Aber mir haben auch ein paar Eltern gesagt, hey, im Fall ja, ich könnte wahrscheinlich auch sehr gut ohne. Und das haben wir eh, zum Beispiel apropos Generation, da haben wir wirklich manche Menschen gesagt, weil ich mich fest mit dem Thema auseinandergesetzt haben, hey, ich glaube, ich bin einfach in einer Generation aufgewachsen, wo man einen Partner, eine Partnerin, Kürate und dann war es natürlich, dass man angefangen hat, Kinder zu machen oder ein Kind zu bekommen. Und einige von ihnen haben mir auch gesagt, wenn ich jetzt nochmals in dieser Situation wäre, mit dem, was ich weiss, mit dem, was ich jetzt stehe, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch mich gleich entscheiden würde. Unabhängig davon, dass ich nicht einmal, dass die ganzen Türen öffnen von Regretting Motherhood oder whatever. Wenn ich einfach schaue, wie ich mein Leben priorisiere, wie mein Lebensentwurf ist, muss ich sagen, bei mir ist es wahrscheinlich mehr gesellschaftlicher Druck, slash Erwartung, slash Bequemlichkeit, was es dann auch immer war, dass ich in das rein bin. Aber ganz ehrlich, ich glaube im Fall, ich könnte auch recht glücklich sein, wenn nicht sogar nicht glücklicher. Aber ja, wenn ich keine Kinder hätte. Und dann habe ich Menschen in meinem Umfeld, die sagen, wenn ich könnte, ein ehemaliger Arbeitskollege von mir könnte, der und seine Partnerin, die haben zusammen Kinder und haben gesagt, nachdem sie schon lange beschlossen hat, kein weiteres Kind mehr zu haben, sie gesagt, jedes Mal, wenn sie zusammen ein Baby gesehen haben, haben sie sich angelacht und gedacht, noch eins. Die sind so happy miteinander und die sind happy als Eltern zusammen. Ich glaube, da sieht man aber auch, wie individuell es ist.

SPEAKER_01

Sehr. Und das finde ich auch schön. Ich würde jetzt mal sagen, eher als Frau mit nicht Kinderwunsch, die vielleicht eher aus einer Ecke landet, ich blöd. Oder irgendwie stellen mich etwas über der Elternschaft oder finge ich mich, als wäre ich etwas besser erleben. Nein, wenn Leute älter werden, so ist es. Und wenn du das Bild beschreibst, das ist doch mega schön. Das stimmt doch, dass für die zwei stimmen, dass die zusammen Kind haben, ist doch das super. Da wäre die letzte Stunden sagen, nein, das geht gar nicht.

SPEAKER_02

Kinder habe ich auch mich gerne. Ich verstehe mich gut, ich finde sie lustig. Ich finde sie auf einem gewissen Alter effektiv lustiger, als wenn es wirklich noch praktisch gar nichts könnt. Aber ich finde Kinder, vor allem wenn sie Humor haben, ich kann mega gut mit ihnen vergnügen. Ich finde es anlässig, wenn ich von ihnen treffe, die Kinder haben und so. Ich habe wirklich überhaupt nichts damit anfangen, wenn so Kommentare kommen, wenn du ein Kind hast und dann sagt irgendjemand, so es steht dir noch. Oder du machst das aber gut oder so. Das ist wirklich so. Du bist so mütterlich, gell Katrin. Ja, genau. Du bist so mütterlich. Das war mir auch schon oft gesagt worden.

SPEAKER_00

Ich bin so mütterlich. Das hast du ja schon beides gehört. Das hätte jetzt nie von dir erwartet. Das ist auch nicht.

SPEAKER_01

Dann wärst du, egal wie du es machst, irgendjemand hat immer etwas zu tun.

SPEAKER_02

Du bist so mütterlich, kann ich nicht. Ich glaube sogar, dass ich das bin. Ich glaube, es ist ein Love Language von mir, dass ich möchte, dass Menschen happy und satt sind. Und das können wir als mütterlich bezeichnen.

SPEAKER_01

Du schaust, dass die Leute, du bist einfach, du musst, dass die Leute gut gehen.

SPEAKER_02

Wenn ich mit Menschen bin, dann möchte ich, dass es denen gut geht und dass die sich wohlfühlen. Und ich glaube, dass ich sehr ein empathischer Mensch bin und spüre, wie es Menschen geht. Und ich glaube tatsächlich, dass das alles Charaktereigenschaften sind, die wahrscheinlich als Mutter gut würden funktionieren. Ja, wahrscheinlich.

SPEAKER_01

Ja, wird es auch mal uns so gesagt. Von

Reaktionen Risiken Und Unerfüllter Kinderwunsch

SPEAKER_01

der Reaktion auf die zwei Podcast-Folgen. Das heißt, Leute haben geschrieben und beschrieben, was sie in ihrem Leben mit schön finden. Was hast du noch für Reaktionen bekommen? Oder war es etwas von Andrea, was sie gehört hat?

SPEAKER_02

Nein, von Andrea weiss ich es nicht. Ich glaube, ich habe viel mehr Reaktionen gekriegt, weil wir explizit über das Thema in meinem Podcast geredet haben. Ich finde wirklich etwas vom Schönsten an meiner Arbeit, dass Menschen mit mir Kontakt aufnehmen und sagen und ihre Sichten Dinge geben und mir Feedback geben und ich kriege wirklich sehr lange nachrichtet teilweise. Und das war wirklich alles dabei, von mir sagen, es dazu zu denken. Das war mir einfach gewesen, sogar von einer meinen ältesten besten Freundinnen. Aber auch so Sachen wie ganz neu Einblick. Eine Userin hat mir geschrieben, was man bei dieser ganzen Thematik auch nicht vergessen darf, ist, dass die Gesundheit des Kind überhaupt kein Given ist. Ihr Kind war auf der Welt, alles gut war, einfach das Schlusszeichen, das heißt es schon, aber ja, es ist auch jetzt immer noch gut, aber mittlerweile hat sie festgestellt, dass ihr ein Kind eine Form von Autismus hat und sich ihre Mutterrolle noch einmal komplett verändert hat durch das. Eine andere Mutter hat mir gesagt, wie sie das Gefühl hat, dass oft darüber geredet wird, wie die Psyche sich verschlechtert und sie das Gefühl hat, dass eigentlich die Psyche mit ihrem Partner nochmal so eine andere Täufe erhalten hat, auch wenn ganz viele Themen viel komplizierter sind, zum Beispiel Finanzen usw. Aber sie sagt, ich schaue ihn an, auf eine ganz andere Art und Weise. Was klar ist, es ist ein extrem ist, und das wissen ihr sicher bestens durch euren Podcasts, es ist ein extrem emotionales Thema. Und es hat so viele Facetten. Und ich finde es wichtig, dass man auch darüber reden, dass ich momentan auch so rede, als wäre es für mich auch einfach etwas, was ich auswählen könnte, ob ich Kinder kriege oder nicht. Und die ganz unerfüllte Kinderwunsthematik, vor der ich wirklich jetzt als 36-jährige Frau nochmal so viel mehr Respekt haben, wie ich in meinem Umfeld allerhand durchgemacht habe in den letzten Jahren. Das finde ich wirklich auch krass, was eine Frau auch alles durchmachen muss.

SPEAKER_01

Und was sie bereiten schon, also durch was sie schon immer seiten, dass ein paar Jahren an, sie entscheiden es ja und gleichzeitig ist sie, durch was sie sich durchpushen, das haben wir jetzt sogar in unser Folge zum Tag der Unquote kinderlos nochmal kann. Es ist krass, wie man sieht.

SPEAKER_00

Ich würde dir gerne noch eine persönliche Frage stellen, kannst du sagen, wenn es zu much ist, aber hast du bei dir jetzt schon mal Abklärungen gemacht, ob deine Fruchtbarkeit

Abklärungen Eizellen-Einfrieren Und Pragmatismus

SPEAKER_00

überhaupt? Nein.

SPEAKER_02

Nein, weil ich finde es, einerseits bin ich ein ultrapragmatischer Mensch und ich finde, Wissen ist immer besser als Unwissen. Und andererseits glaube ich, wenn ich extrem das Bedürfnis, um das machen, dann hätte ich das bis jetzt gemacht und das hatte ich wie nicht. Und ich habe auch sehr pragmatische Frauenärztin der Thora, die herausgefunden hat, Frau Hassel und sie könnte es schon machen, aber es kann einfach auch sein, dass es ihnen nur Amin-Nervosität vermittelt, als sie eigentlich müssten haben.

SPEAKER_00

Aber das Social Freezing und so hast du mir noch nie überlegt. Was? Social Freezing.

SPEAKER_02

Doch, das habe ich mir auch schon überlegt, aber auch da wieder in die gleiche Richtung glaube ich, ich hätte es gemacht, wenn ich es bis jetzt hätte machen.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_01

Kerstin, wir kommen langsam so ein bisschen zum Schluss. Gibt es irgendeine Aspekte, die du noch thematisieren würden, die wir jetzt noch nicht angesprochen haben?

SPEAKER_02

Das ist eine gute Frage. Ich finde, wir sind schon schon so in die Breite gegangen, was das alles bedeuten kann. Ich glaube, was ich noch lässig finde, und das ist mir wirklich mega wichtig zu zeigen, ist, dass ich dankbar für mein Umfeld Lebensentwürfe angeht. Ich glaube, ich habe auch ganz viele Menschen in meinem Umfeld, wo ich total lässige Eltern sind und die sind ältere, wie ich mir auch vorstellen könnte. Ich habe Menschen in meinem Umfeld, die sich entschieden keine Kinder zu haben und vielleicht auch einige 15, 20 Jahre älter sind als ich und sehe, was sie für ein volles, schönes Leben haben. Das hilft mir schon auch, über die Lebensdürfe nachzudenken und auch mit diesen Menschen zu reden. Ich glaube, das ist auch etwas, gerade wenn jemand auch ambivalent ist, empfehlen, dass man einfach auch mit den Menschen reden und fragt, wie war das für dich damals und was hast du dir überlegt.

SPEAKER_01

Und wie geht es dir heute? Oder mal heute zu sein. Fraust du schon mit Fingern und spannend, aber auch mit älteren Leuten, die schon etwas weitersehen im Leben und da schauen, wie schauen sie es auf das und wie sie es jetzt retrospektiv.

SPEAKER_02

Ich glaube schon, dass ich immer noch das Gefühl habe, dass es so einen goldigen Moment kommt, wo ich genau weiss, was ich will. Aber ich glaube, je älter ich werde, desto mehr muss ich mich anfreunden mit dem Gedanken, dass der Schlüsselmoment nicht kommt, sondern dass es dann vielleicht auch einfach aneinander von Entscheidungen oder so Weichungen sind, wo man eingeht und wo man stellt. Und dann ist man vielleicht am Schluss an einen Punkt, wo man Kinder hat oder nicht.

SPEAKER_01

Und wo du heute auch nicht weiß. Also vielleicht auch ganz etwas anderes, einfach weil das Leben halt geht. Es gibt den Ausdruck. Aber es kann Child-Free by Choice, so wie gewählt, oder auch Child-Free by Circumstance. Also einfach ein sehr umständlich und die Umstände können so divers sein, oder was jetzt das ist.

SPEAKER_00

Es gibt weder plant noch unplant, sondern irgendetwas dazwischen.

SPEAKER_02

Ja, genau. Und ich glaube, dass sich mit dem auseinanderzusetzen, ohne eben nochmal. Ich glaube, das ist auch mein wichtigste Thema von dieser ganzen Thematik. Es ist auch mega schön, dass wir jetzt so miteinander über das Thema reden. Ich glaube, das war noch immer vor vielleicht 20, 30 Jahren, ist das überhaupt keine Selbstverständlichkeit, dass wir so offen über, zum Beispiel jetzt in deinem Fall Rahel, so über das redet, dass man keine Kinder will. Es war noch mit viel mehr Vorurteil verbunden, dass mit dir etwas nicht stimmt.

SPEAKER_00

Ich glaube, wir kennen alle irgendjemand in unserer Generation, vielleicht in der Familie oder entfernte Verwandten, die irgendeine Frau kein Kind hat. Und es ist irgendwie so die big Black Box. Wir haben eigentlich keine Ahnung, warum.

SPEAKER_02

Und es ist auch immer so eben, ich glaube schon, dass ich aufgewegs bin mit der Idee, dass es etwas ist, das zu einer Vollständigkeit dazu gehört. Und es ist schön, dass man das in Frage stellen kann.

SPEAKER_01

Wir heute auch. Ja, dann würde ich sagen, wir sagen vielmals, Kerstin, für das sehr spannende Gespräch. Ich glaube, wir haben wirklich auch sehr gute Mischung, wie auch deine Arbeit ist schon. Ist eine Mischung aus gesellschaftspolitisch. Meistens ihre Frage hören mit, aber wir sind schon so ganz beim Persönlichen dran.

SPEAKER_02

Danke für die guten Fragen und für das angenehmen Gespräch. Danke dir vielmals.

SPEAKER_01

Gute und sagen, merke

Schluss Dank Und Ausblick

SPEAKER_01

euch fürs dabei sein heute. Wie gesagt, wärt doch sehr gerne Supporterin, Freundin oder BFF von Expectations. Alle Infos dazu auf unserer Webseite www.xpectations.ch.

SPEAKER_00

Und in der nächsten Folge in zwei Wochen wird es intim bzw. noch intimer. Trahel und ich reden nämlich mit der Caro und der Melina vom wunderbaren Podcast Sexologie Wissen macht Lust. Wir reden über Time der Sex, Verhütung und verschieden wohl den oder anderen Aha-Moment. Bis dann, tschüss zusammen.