Flüsternde Körper ® - Unausgesprochenes aussprechen.
Der Soma-Podcast rund ums Menschsein.
Um Dinge, die uns bewegen, die wir in uns bewegen,
für die uns scheinbar die Worte fehlen, bis sie aus uns heraussprudeln.
Das und noch viel mehr.
Ich bin Sabine Kunst, Somatic Experiencing® Practitioner und neugierige Beobachterin. Seit ich denken kann, blicke ich fasziniert auf das Menschein.
Warum ticken wir, wie wir ticken? Wie funktioniert dieses In-Beziehung-Gehen eigentlich? Warum ist Kommunikation manchmal so verdammt schwer? Was bedeutet es, wirklich lebendig zu sein, und was haben eigentlich meine Ahnen damit zu tun? ...
Seit über 10 Jahren bin ich als Referentin, Trainerin & Begleiterin tätig, unterstütze Menschen auf ihrem Weg, die Sprache ihres Körpers wieder zu hören, ihr geduldig zu lauschen und sie nach und nach ein Stückerl mehr zu verstehen.
Flüsternde Körper ® - Unausgesprochenes aussprechen.
#019 Spurensuche: 80/20 Eine Übung, die dich wieder deine eigene Energie spüren lässt.
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In der heutigen Spurensuche lade ich dich zu einer Übung ein, die dir dabei helfen kann, dich im Moment wieder besser zu spüren. Ganz ohne viel TamTam.
Ideal wäre es, 80% bei uns zu sein, und nur 20% im Außen. Dann wären wir richtig präsent. Aber leichter gesagt, als getan. Und wenn wir an manchen Tagen immer nur am Machen sind, wie soll das dann gehen?
Diese Übung aktiviert deine Energie, ganz sanft und ohne großen Aufwand.
Probier's mal aus und erzähl' mir gerne, wie's dir damit geht!
Ihr dürft mich gerne kontaktieren unter info@intopause.com
oder mir auf Instagram folgen https://www.instagram.com/sabineakunst/
Ein dickes Dankeschön an alle, die mich immer wieder dazu ermuntern, meine Stimme zu benutzen! This is also for you!
Herzlich willkommen zur 19. Folge von Flüsternde Körper, dem Sommer-Podcast. Ich bin Sabine Kunst und es ist schön, dass du da bist. Heute gibt es wieder eine Spurensuche und zwar eine Übung, die dabei unterstützen kann, dich selbst wieder tiefer zu spüren. Ich spreche in meinen Workshops so mit meinen Frauen gerne über 8020. Das Ideal, den K2 der Selbstliebe und Selbstfürsorge. Was meine ich damit? Inwieweit schaffe ich es, 80% bei mir zu sein und 20% meiner Aufmerksamkeit ins Außen zu lenken? Da begegne ich meist verzweifelten Lächeln in der Runde, wenn ich beispielsweise einen Workshop gebe. Und auch ich, als ich mich mit dem Konzept zu Beginn konfrontiert gesehen habe, habe mir gedacht, oh Gott, wie soll das gehen? Und gleichzeitig habe ich mittlerweile ein immer tieferes Verständnis dafür, was das tatsächlich bedeutet. Dass es kein isoliertes Empfinden ist. Also ich bin jetzt 80% bei mir, spüre nur mich und kriege das meiste, was in meinem Umfeld passiert, gar nicht mit, sondern nee, wenn ich 80% bei mir bin, dann heißt es im Endeffekt, dass meine Fühler richtig online sind, dass mein Fell so richtig vor Leben atmet und zittert, wenn man sich das so vorstellen mag. Und dass ich ganz wach bin und automatisch mitbekomme, was im Außen passiert. Aber es soll heute in dieser Übung eben darum gehen, wie komme ich denn überhaupt wieder zu mir zurück. Wir können das, denke ich, ganz gut machen, indem wir in einer Situation im Alltag innehalten und dann sind wir oft vom Kopf her wieder bei uns. Dann können wir unsere Füße spüren, wenn wir irgendwo sitzen, vielleicht im Büro, dann können wir das wahrnehmen, die Sitzknochen auf dem Stuhl und so weiter. Aber ich würde gern noch ein Stückchen weiter nach innen gehen. Und ich glaube, diese Übung ist da ganz hilfreich. Die vereint für mich so diese verschiedene Aspekte, dieses in meine Mitte kommen, diesen Kanal in mir vom Schoßraum bis über die Kopfkrone hinaus zu aktivieren, was energetisches wieder in meine weibliche Kraft zu kommen und das zu spüren. Und vielleicht noch einiges mehr. Da ist auch viel Platz für einfach individuelle Erfahrung und individuelles Erleben. Es ist eigentlich eine ganz kurze Übung und wenn du da jetzt gerne mitmachen möchtest, dann kannst du auch gerne auf Pause drücken. Dir erste Mal einen Platz suchen, an dem du kurz ungestört bist, dich wohlfühlst, an dem es vielleicht kuschelig ist. Also das ist, glaube ich, ganz wichtig. Das ist erstmal, wenn wir üben, versuchen, das zu verkörpern, dass wir an einem sicheren Ort sind und dann können wir es schrittweise nach außen tragen. Und dann klappt es auch irgendwann beim Anstehen an der Kasse im Supermarkt und wo auch immer, in der Arbeit, im Klassenzimmer. Wenn die Welt um mich herum vielleicht ein bisschen im Chaos ist. Ja, also machst sie gemütlich und dann schließ gern die Augen. Das ist jetzt eigentlich egal, ob du die Fußsohlen auf dem Boden hast oder ob du vielleicht gerne im Schneidersitz sitzen möchtest. Versuch deine Wirbelsäule aufzurichten mit den nächsten paar tiefen Atemzügen und komm erstmal ganz an. Lass die Schultern Richtung Erde sinken. Die Zunge am Gaumendach ruhen. Die Lippen liegen ganz sanft aufeinander. Die Augen dürfen zurüsinken. Wie in kleine Hängematten. Dann geh als nächsten Schritt in Kontakt mit deinem Schoßraum. Vielleicht indem du ein paar Mal ganz bewusst pulsierst und stell dir vor, da gibt es ja so eine Linie über den Bauchnabel, das Brustbein, Herzraum, über deine Kehle nach oben, über die Kopfkrone hinaus. Und nimm diesen Kanal mal für ein paar Momente wahr. Atme da ganz bewusst rein. Immer wieder Kiefer lockern, Schultern Richtung Erde fallen lassen. So gut's geht. Du kannst auch das Becken aktivieren und die Zunge Richtung Daumen Gaumen nochmal drücken und aktivieren. Und beim Ausatmen loslassen. Und das ein paar Mal machen. Ein und aus. Wiederbeckenboden aktivieren. Zunge gegen den Gaumen leicht pressen und ausatmen. Und dann stell dir im nächsten Schritt diese Energie vielleicht ein bisschen lebendiger vor, dass dieser Energiestrom von deinem Schoßraum nach oben wandert und über die Augen glitzert. Also auch die Augen aktiviert. Vielleicht nimmst du da so ein Kribbeln wahr. Muss auch nicht ganz über die Kopfkrone hinausgehen, kann es also bis zu, was auch immer sich für dich organischer anfühlt, kann bis zu den Augen gehen, in den Augen kribbeln und wieder nach unten und da kribbeln und nach oben und unten. Also wirklich mit Leben gefüllt, mit einem Kribbeln gefüllt. Und wenn du das nicht gleich aufs Erste so wahrnimmst, dann kannst du es dir vorstellen. Was auch immer da für ein Bild kommt. Schau immer wieder, wo du deine Anspannung wahrnimmst und versuch einfach durchzuordmen. Da gibt es jetzt kein Ziel. Wir nehmen einfach nur wahr. Es soll eher spielerisch und leicht sein. Und dann halt mal kurz inne. Vielleicht kurz die Luft anhalten und lange ausatmen. Vielleicht braucht es jetzt eine Bewegung, ein Schulter kreisen, Becken kreisen, ein Regeln oder Strecken, kurzes Gähnen. Und dann spür nach. Wie ist es jetzt? Du bemerkst vermutlich eine ganz andere Lebendigkeit in dir. Vielleicht hat sich auch irgendwie eine andere Weite eingestellt. Und das bist du. Das ist der Kontakt zu dir, zu deinem Wesen, so wie sie jetzt im Moment da ist. Und diese Übung, die war jetzt sogar relativ lang, die kannst du immer wieder einladen in dein Alltag. Einfach, auch wenn du dir gerade Kaffee kochst und in der Küche stehst, nur kurz Beckenboden aktivieren, dir diesen Strom, diesen Energiefluss von unten nach oben, in den Augen kribbelnd und wieder nach unten vorstellen. Ein paar Mal hin und her, fertig. Es ist immer hilfreich, wenn wir das bewusst und ein bisschen intensiver und ausgedehnt zu Hause, wenn wir uns wohlfühlen und mal fünf Minuten haben, üben und dann einfach mit in den Alltag nehmen. Perfekt, unperfekt. Das sind oft nur so Mikromomente, zwei, drei Sekunden. Aber die werden, wenn wir, je mehr wir die einladen, desto mehr stellen die sich ein und wandeln sich in kleine Automatismen um. Und der nächste Schritt wäre vielleicht, diese Übung vor deinem geistigen Auge, in Gegenwart eines Gesprächspartners beispielsweise zu machen, wenn du mit einer Freundin Kaffee trinkst. Da sagst du natürlich nicht, Moment, immer jetzt mal eine Übung. Nee, das machst du einfach innerlich. Einfach wenn du dran denkst, ganz spontan. Du sitzt im Kaffee, schlüfst gerade an einem Cappuccino und denkst an diese Übung und dann stellst du dir kurz vor. Zwei Sekunden. Ja, viel Spaß dabei. Tschüss.