Flüsternde Körper ® - Unausgesprochenes aussprechen.
Der Soma-Podcast rund ums Menschsein.
Um Dinge, die uns bewegen, die wir in uns bewegen,
für die uns scheinbar die Worte fehlen, bis sie aus uns heraussprudeln.
Das und noch viel mehr.
Ich bin Sabine Kunst, Somatic Experiencing® Practitioner und neugierige Beobachterin. Seit ich denken kann, blicke ich fasziniert auf das Menschein.
Warum ticken wir, wie wir ticken? Wie funktioniert dieses In-Beziehung-Gehen eigentlich? Warum ist Kommunikation manchmal so verdammt schwer? Was bedeutet es, wirklich lebendig zu sein, und was haben eigentlich meine Ahnen damit zu tun? ...
Seit über 10 Jahren bin ich als Referentin, Trainerin & Begleiterin tätig, unterstütze Menschen auf ihrem Weg, die Sprache ihres Körpers wieder zu hören, ihr geduldig zu lauschen und sie nach und nach ein Stückerl mehr zu verstehen.
Flüsternde Körper ® - Unausgesprochenes aussprechen.
#023 Everything I want In Life, Wants Me More. Oder: Was, wenn wir mutig genug sind, dem Leben zu vertrauen?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Manifestieren, Analysieren, Planen bis zum Geht-nicht-mehr... Der Kopf und die Gesellschaft sagen, so muss das sein, doch was wäre die Antwort des Lebens?
Wären wir manchmal nicht besser dran, all das strategische Manövrieren von Outcomes sein zu lassen, und uns der dem Leben innewohnenden Perfektion hinzugeben? Oder gibt es sowas nicht? Vielleicht halten wir nur deshalb so an unserer Agenda fest, weil wir es dem Leben nicht zutrauen, gut zu uns zu sein?
Haben wir womöglich gar keine Kapazität für das volle, saftige Leben?
Und was, wenn doch? Was, wenn uns der Mut überkommt...
Ihr dürft mich gerne kontaktieren unter info@intopause.com
oder mir auf Instagram folgen https://www.instagram.com/sabineakunst/
Ein dickes Dankeschön an alle, die mich immer wieder dazu ermuntern, meine Stimme zu benutzen! This is also for you!
Herzlich willkommen zur 23. Folge von Flüsternde Körper, dem Sommer Podcast, wieder mit mir, Sabine Kunst. Es ist schön, dass du zuhörst. Ich möchte die heutige Folge mit einem Zitat beginnen, mit einem Satz, den ich selbst mal als Teilnehmerin in einer Mentorship Group gehört habe und der mich sehr berührt und den ich wahnsinnig kraftvoll finde. Dieser Satz ist auf Englisch und geht so. Everything I want in life, wants me more. Dieser Satz ist eine Einladung dazu, doch mal die Perspektive einzunehmen. Was wäre, wenn all das, was du dir in deinem Leben für dein Leben wünschst, dich noch mehr möchte. Und das möchte ich heute mal ein bisschen untersuchen, ein bisschen reinspüren, lade dich dazu ein, damit zu gehen, wenn dich das jetzt anspricht. Für mich ist das so eine Erinnerung und eine Einladung an die Magie, die dem Leben eigentlich innewohnt. Und ich sage ganz bewusst, eigentlich, tatsächlich natürlich, aber wir, denke ich, lassen dieses Phänomen, diese Tatsache der Natur immer wieder in den Hintergrund rutschen, weil wir die Dinge tendenziell sehr verkopft angehen. Ich sage das ganz bewusst so, ganz bewusst auch als jemand, der mittlerweile sehr im somatischen Spüren sein kann, auch ich, rutsche immer wieder in diese 20% Nacken aufwärts, in den Kopf und vernachlässige dabei die 80% Nacken abwärts. Und ich glaube, es kann wahnsinnig hilfreich sein, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, dass sich die Natur nicht irrt, dass das Wasser immer seinen Weg findet und dass auch das Leben im SE beschreiben wir das Leben, den Lebensfluss mit dieser Metapher des Flusses, des Wassers. Und dieses Wasser findet immer seinen Weg, auch wenn es vielleicht bedeutet, dass es auf Umwiegen ist, aber das Wasser findet seinen Weg. Und ich glaube, das ist generell etwas, dem wir vertrauen dürfen, wenn es ums Leben geht. Und wir neigen häufig dazu, und da werden wir ja auch dazu ermuntert, schon von klein auf, Dinge zu planen, vorauszuschauen, vorauszuplanen, bevor ich mein Herzensbusiness starte, erstmal einen Businessplan aufzustellen und und und. Habe ich persönlich zum Glück nicht gemacht. Sonst hätte ich wahrscheinlich jetzt auch kein zweites Stammbein. Weil das bei mir so nicht funktioniert. Aber gesellschaftlich wird es so suggeriert, ja, wir können auch Dinge manifestieren und irgendwie hat das für mich immer ganz viel mit harter Arbeit zu tun. Sind wir alles so ein bisschen verkopft, strategisch manövrierend durchs Leben gehen irgendwie. Und ich sage nicht, dass eine gewisse Vorausschau nicht sinnvoll ist, natürlich. Ein gewisses Vorausplanen, aber ich glaube, es gibt eine Zeit für alles und einen Platz für alles. Und ich persönlich erinnere mich gerne daran, dass da auch noch eine Magie dem Leben innewohnt, dass das Wasser immer seinen Weg findet, dass das, was zu mir gehört, auch zu mir den Weg finden wird. Zwangsläufig. Egal ob ich will oder nicht, bewusst. Und dass ich mich darauf verlassen kann, dass es gut wird, wenn ich es machen lasse. Und da finde ich eben diesen Gedanken ganz spannend. Wie wäre es denn? Wenn ich mal, wenn ich es, man muss sich das ja auch trauen, wenn ich davon ausgehe, dass genau das, was ich mir so sehr wünsche, dass das auch mich möchte. Genauso sehr wie ich es. Was auch immer es ist. Und du kannst vielleicht mal kurz in dich gehen und vielleicht ist dir auch schon was gekommen. Was sind denn so drei Dinge, die du wahnsinnig gerne, von denen du gerne mehr hättest oder die du überhaupt gerne in deinem Leben hättest? Vielleicht ist es ein bisschen mehr Freundschaft und Kontakt, mehr deiner Neugier nachzugehen, andere Länder zu erforschen, eine Beziehung, mehr Raum für Kreativität, mehr finanziellen Sicherheit, was auch immer, was wünschst du dir? Und erlaub dir doch mal diesen Gedanken zu unterhalten, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Dass nicht du sozusagen in dieser Eher Mangelposition bist und irgendetwas hinterherlaufen musst und dir das so sehr wünscht, es aber nicht passiert und nicht zu dir kommt, sondern dass es dir entgegenläuft. Ihr trefft euch in der Mitte. Es will dich genauso, wie du es möchtest. Der gleichen Intensität, mit der gleichen Leidenschaft, mit der gleichen Hingabe, der gleichen Anziehungskraft. Ihr seid wie zwei Magnete. Und vielleicht magst du das mal für einen Wunsch, den du hast, so ein bisschen durchspielen, gedanklich und auch im Körper spürend somatisch. Wie wäre das, wenn das schon so wäre? Wie fühlt sich das an? Kannst du dir das lebendig herholen? Und kannst du dem Leben, kannst du dich dem Leben anvertrauen, vertrauen, anvertrauen, das hat auch was damit zu tun, traust du dem Leben, traust du ihm zu, dass es diese Sache für dich erledigt? Wenn du ihm Raum lässt und Zeit. Denn wenn das Leben dich genauso sehr möchte, wie du es, dann braucht es vielleicht genauso wie du auch bei bestimmten Schritten immer wieder Raum für dich brauchst, Raum zum Integrieren, Raum zum Nachspüren, braucht das Leben vielleicht genauso viel Platz und Raum und Luft zum Atmen. Und ein bisschen weniger To-Do-Listen von deiner Seite, ein bisschen weniger Strategie, ein bisschen weniger Businessplan und ein bisschen mehr Freiraum und Intention anstatt ein ganz konkretes Ziel. Ein Ziel, das eher eng macht, sondern eine Intention die Weite mit sich bringt. Und die genügend weite Flexibilität und Raum darlässt, damit die Dinge dich auch finden können, damit die zu dir kommen können. Damit dieser Magnet zwischen euch funktionieren kann, damit er seine Arbeit machen kann. Und vielleicht gelingt uns das immer wieder mal. Auch in nur kurzen Momenten. Was gibt es da, was ich mir wünsche, und was gleichzeitig die gleiche Sehnsucht mir gegenüber hat. Ich gebe noch ein kleines Beispiel, das mir jetzt spontan einfällt. Vielleicht ist es an einem Nachmittag mal ein kurzer Augenblick der Ruhe. Vielleicht sehne ich mich nach einem Platz nur für mich allein. Kurz das Handy weg, Radio aus, nichts, Ruhe auf den Ohren, für die Ohren, für den Kopf. Und vielleicht merke ich dann, dass die Ruhe an sich sich in meiner Gegenwart genauso gesehen und geborgen und wohlfühlt. Das wäre für mich so ein Beispiel von was ganz Kleinem, alltäglichen. Ich glaube, so könnte man das ein bisschen üben und immer wieder integrieren und dann natürlich auch größere Dinge einladen. Aber das überlasse ich einer jedem von uns. Das ist ein Spielplatz, glaube ich, eine sogenannte Exploration Station. Und ich glaube, wenn wir auch da nichts wollen im Sinne von, wir haben schon eine Sehnsucht. Und es ist, glaube ich, wichtig, diese Sehnsucht zu erkennen und zu definieren. Aber das Outcome, das, was dann tatsächlich dabei rauskommt, vielleicht, wenn wir da ein bisschen offen sein können. Das ist wieder diese Intention, diese Weite, anstatt, das muss so und so aussehen. Ich glaube, dann wird das Leben saftiger und reichhaltiger und nährender. Viel Spaß beim Explorieren, beim Untersuchen und beim auch drüber nachdenken. Tatsächlich. Tschüss.