Flüsternde Körper ® - Unausgesprochenes aussprechen.

#024 Good Vibes Only? - Warum es nicht wirklich hell wird, wenn wir das Licht anknipsen...

Sabine Kunst Season 1 Episode 24

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

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"Nimm dir das nicht so zu Herzen", "Denk an das Schöne" und und und - wir alle kennen sie, die meist gutgemeinten aber dennoch überflüssigen Sätze unserer Wohlfühl-Gesellschaft.

In dieser Folge geht es darum, warum wir erst den Tag sehen können, wenn wir die Nacht richtig durchlebt haben, bildlich und emotional. Und warum Social Media Memes und Postkartensprüche nicht nur häufig flach, sondern auch hinderlich & unempathisch sein können.

Viel Spaß beim Hören!

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oder mir auf Instagram folgen https://www.instagram.com/sabineakunst/

Ein dickes Dankeschön an alle, die mich immer wieder dazu ermuntern, meine Stimme zu benutzen! This is also for you!

Herzlich willkommen zur 24. Folge von Flüsternde Körper. Mein Name ist Sabine Kunst und es ist schön, dass du zuhörst bei meinem Summer-Podcast. Ich versuche ja eigentlich in jeder zweiten Folge eine Spurensuche einzubauen. Das wäre jetzt theoretisch dran, aber heute wird es keine geben. Ich möchte heute über ein Thema sprechen, das schon länger in meinem Feld ist, das ich schon länger im Hinterkopf habe. Und ich habe heute Morgen einen Instagram-Post geschrieben, der eigentlich in eine ähnliche Richtung geht. Und jetzt dachte ich mir, jetzt greife ich es an, jetzt nehme ich eine Folge auf. Und zwar heißt der Post auf Instagram nicht zu Ende gespürt. Und ich spreche da von meiner Erfahrung, wie immer. Es geht hier immer um meine Erfahrung. Es geht nicht darum, meinen Zuhörern zu gefallen. Also es kann auch sein, dass dich das ein oder andere triggern wird, obwohl ich versuche, es achtsam zu kommunizieren und auszudrücken. Also so viel schon mal vorneweg. Ich denke, wir sind da alle selber verantwortlich für den Content, den wir uns reinziehen und was wir dann daraus machen. Wann wir uns entscheiden, zwischen den Zeilen auch mal zu lesen, wann wir gesagt auch mal in uns bewegen und damit Sinn und dem nachspüren und, und, und, und, und. Also ich bin eine Verfechterin der Eigenverantwortung, wenn es um solche Sachen geht. Nicht zu Ende gespürt, da geht es darum, dass mir oder andersherum, ich merke seit einiger Zeit, dass ich nicht mehr dastehe, wo ich beispielsweise vor zehn Jahren war. Ich gehe da auch gerade mit ein paar Freundinnen in sehr engen Austausch und wir merken so, wow, da hat sich was verändert. Wie wir mit Stress umgehen, wie wir mit Triggern umgehen, wie wir stabil im Balance bleiben können. Das hat sich alles verändert für mich gefühlt zum Positiven. Also es unterstützt mein Wohlempfinden, meine Gesundheit und meine Lebensqualität im Endeffekt. Und ich habe in der Folge angesprochen, beziehungsweise in dem Post angesprochen, dass es ja gerade in dieser Spielwelt, in dieser Bubble, egal ob es jetzt Yoga ist oder Selbstfürsorge, wie auch immer, hört man oft den Satz oder so ähnlich, lass das nicht so nah an dich heran, da darfst du dich nicht so reinsteigen, denk doch positiv, bla bla bla bla, und das Schlimmste ist good vibes only. Da merke ich dann, also mittlerweile triggert es mich nicht mehr so, aber da gab es so eine Zeit, wo ich mir dachte, sorry, fuck you. Good vibes only. Ich bin nicht dazu da, um dich zu regulieren. Da passt auch dieser Satz: people can only meet us as deeply as they have met themselves. Und dem Satz bin ich vor acht Jahren begegnet und der hat wirklich was in mir verändert, dass ich gemerkt habe, okay, alles braucht seine Zeit, jeder hat sein Tempo, jeder geht seinen Weg. Und ich darf mir tatsächlich Menschen suchen und muss das auch checken, die genauso tief tauchen wie ich. Und manche machen das nicht. Warum auch immer, das ist jetzt wirklich ohne Wertung. Aber es gab bei mir so eine Phase, wo ich immer dachte, die müssen doch das jetzt auch checken und die müssen doch da auch runter wollen und die müssen sich das doch auch angucken. Und nee, so ist es nicht. Die müssen gar nichts. Weil jeder sein Tempo hat. Und das weiß man spätestens dann, wenn man das bei sich selber auch erlebt hat, dass bestimmte Themen, dass man die zu bestimmten Zeiten noch nicht angeht, weil es zu viel ist. Und dass dann im Umkehrschluss, wenn da beispielsweise bei mir ein Ärger hochkommt oder eine Wut und ich ein Gegenüber präsent habe, dass dieses Gegenüber auch nur in so weit damit mir durchnavigieren kann, insoweit es diese Emotion auch bei sich selber schon erkundet hat. Das ist ganz natürlich, ja. Genau, und darum ging es in dem Post, dass eben ich möchte das nicht tausendprozentig in Steingemeißelt verallgemeinern, aber dass mir so in den letzten 10, 15, 20 Jahren immer wieder klar geworden ist, dass ich, wenn es ums Menschsein geht und um den Austausch darüber, mit Menschen, die dann häufig in Gesprächen so drüber wischen mit so allgemeinen Sätzen, die ich eben vorhin genannt habe, ach, lass das nicht so nah an dich heran, dass das eben zum einen sind es meistens Menschen, die selber nicht gern hinspüren möchten oder können, und zum anderen, dass es nicht meine Tasse Tee ist. Und dass ich merke, dass ich jetzt 10, 15 Jahre später, an einem bestimmten Punkt, an dem ich mich sehr wohlfühle und mich sehr gehalten fühle, nur deshalb bin, weil ich mir diese Schattenseiten angeschaut habe, weil ich mich getraut habe, nach unten zu tauchen in dieses teilweise dunkle Schiffswrack. Teilweise bin ich beim Schnorkeln geblieben, teilweise bin ich bei bestimmten Themen immer noch beim Schnorkeln. Aber ich persönlich kann mit so Sätzen nichts anfangen und ich finde, wir müssen da vorsichtig sein. Denn stell dir mal vor, du wirst begleitet von einer Mentorin, einer Therapeutin, etc. Und die sagt sowas zu dir. Nimm dir das doch einfach nicht so zu Herzen. Ja, puh, leichter gesagt, das ist getan, oder? Wie fühlst du dich da? Kannst du auch gerne mal kurz hier jetzt gleich auf Pause drücken und dir so eine Situation herholen und mal überlegen, hey, irgendwas, was dich bedrückt und du teilst das jemandem mit. Und da kommt dann sowas wie übersetzt, ach, ist doch nicht so schlimm. Steigere dich doch nicht so rein. Na, schönen Dank auch, ne? Und das finde ich eben nicht sehr hilfreich. Natürlich sagt man sowas auch mal, aber es kommt immer auf den Kontext an. Ich finde, wenn es nur das ist, was kommt, dann bringt uns das häufig nicht weiter. Dann heißt es ja übersetzt im Endeffekt nur, also aus der Sicht des Zuhörenden, ich kann und will mich gerade mit deinem Zirkus hier nicht beschäftigen. Warum auch immer? Vielleicht, weil es mich an eine eigene Situation erinnert, in die ich jetzt gar nicht so reingehen mag und rein spüren, weil es sehr schmerzhaft ist. Vielleicht, weil ich das gar nicht nachvollziehen kann, wo du stehst, weil ich selber an so einer Stelle noch nicht tief runtergetaucht bin. Vielleicht auch einfach, weil ich jetzt gerade keine Zeit habe, weil ich gerade über meiner Steuererklärung sitze, ganz andere Sachen im Kopf habe und überhaupt nicht die Kapazität habe, jetzt hier Deep Talk zu machen. Ist alles in Ordnung, ist alles total okay, voll menschlich. Auch ich kann mir nicht jedes Mal, also ich sage immer, ich habe so Phasen, da geht es so richtig tief und dann brauche ich einfach nur Pommes mit Currywurst. So im übertragenen Sinn, auch emotional. Aber dann kann ich das kommunizieren. Dann kann ich sagen: Hey, ja, krass, irgendwie kann ich es nicht so ganz nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst. Ich merke auch irgendwie, ich würde es gerne, aber irgendwie, ich bräuchte ein bisschen mehr Zeit. Vielleicht können wir das ein bisschen verschieben, dieses Gespräch. Ja, aber dann spüre ich den anderen wenigstens ein bisschen oder dann bin ich ein bisschen greifbar. But wenn da jemand sitzt und verzweifelt ist, oder wenn es zum 25. Mal um den Ex geht, und du zwar siehst: Hey, das war ein super Dep, und die checkt es einfach nicht, weil sie emotional verwickelt ist, weil sie voll drin steckt. Dann kann ich nicht sagen, okay, such dir doch einen neuen, weil es nicht so leicht ist. Und das wissen diejenigen, und das ist so ein bisschen das, was vielleicht manche triggert, das wissen die, die schon runtergetaucht sind, die sich die Schattenseiten schon angeguckt haben, die wissen, es braucht Zeit und so einfach ist es nicht. Es ist keine Kopfsache. Das kann ich nicht mit dem Kopf entscheiden. Da muss ich durch. Da muss ich mich durchspüren. Und wenn mein Gegenüber meinen Schmerz nicht hören kann möchte, was auch immer, dann geht es mit so einem Satz wie: Ach, nimm dir das doch nicht so zu Herzen, geht es nicht um mich, sondern geht es um ihn oder sie selber. Das ist ganz wichtig, es zu erkennen. Und warum spreche ich dieses Thema an? Weil ich in meinen Begleitungen immer wieder sehe, wie meine Klientinnen manchmal die Hoffnung verlieren oder ungeduldig werden. Und das Thema hatte ich auch schon öfter, auch schon in anderen Folgen. Und weil ich einfach daran erinnern will, das braucht Zeit. Das ist wie ein Hund, den man rettet, ein Straßenköter, der am Anfang vielleicht schreckhaft ist, der nicht an der Leine geht, der nicht mit im Auto fährt, der keine Menschen mag, keine Fremden mag, vielleicht nicht mal dich als Besitzer mag. Das braucht wirklich Zeit und Geduld. Und immer wieder ein bisschen, zitriert, in kleinen Schritten. Und das merke ich aus eigener Erfahrung. Es baut sich irgendwann eine Kapazität auf. Ganz klangheimlich und leise. Und irgendwann merkst du: oh krass, es geht leichter, ich habe mehr Platz, ich habe mehr Raum, da ist ein Fundament. Aber, und das ist tatsächlich ein Aber, das ist kein und es ging nicht. Mit so blöden Sätzen wie, ach, lass es doch nicht so an dich ran. Denk doch positiv. Wenn es in meinem Körper eng ist und dunkel und sich alles in mir zusammenzieht, dann bringt es mir nichts, wenn ich mir eine Postkarte hole, auf der steht, good vibes only. Denk doch an die positiven Sachen. Dann bringt nicht mal ein Sorry, ein Scheiß, Gratitude Journal, in dem ich mir jeden Tag fünf Sachen aufschreibe, for die ich dankbar bin. Das sind alles kleine erste Schritte, das sind kleine Erinnerungen. It's all schön and good, it can machen. But this gefühl wird erstmal nicht weggehen. Weil das Gefühl möchte, dass ich erstmal immer wieder drin mariniere. Vielleicht mal drei Minuten, vielleicht mal drei Stunden und dann den ganzen Tag. Ich muss mir das aber anschauen. Und das finde ich wichtig, dass man, gerade wenn man auch mit Menschen arbeitet und als Zuhörer und Außenstehender ganz klar sieht, wo es da mangelt, was die Lösung sein könnte, bringt doch nichts. Man kann Impulse geben. Man kann sagen, schau mal, vielleicht X, Y, Z, aber wenn es losgeht, das entscheidet das Nervensystem des anderen. Und das kann man nicht willentlich steuern. Ich kann willentlich selektieren und mich vor mir selbst bewahren. Und ich gebe euch ein paar Beispiele. Ich kann zum Beispiel sagen, okay, ich merke, jedes Mal, wenn ich Alkohol trinke, wird es schlimmer. Dann rutsche ich tiefer ins Loch. Da kann ich eingreifen ganz bewusst und sagen, okay, kein Alkohol mehr. Oder jedes Mal, wenn ich mit Person XY in Kontakt bin, geht es mir danach schlecht. Dann vermeide ich diesen Kontakt. Dann begrenze ich ihn zeitlich, wenn er unumgänglich ist. Solche Sachen können wir kontrollieren. Aber uns laufend einzureden, das, was nicht so schlimm ist, das sich in unserem Körper massiv anfühlt, ist nicht gesund. Dahinter gehen wir uns selber. Da machen wir uns was vor. Und das wissen diejenigen, ganz häufig, die selber irgendwie schon im Leben mehrmals an der Klippe standen oder vor dem dunklen Tunnel in dieser Höhle saßen. Die wissen es, dass da beides da sein darf. Man muss sich nicht immer alles schönreden. Ich kann ja auch nicht, beziehungsweise ich kann künstlich einen Tag inszenieren, in dem ich nachts das Licht anmache zu Hause. Aber es ist kein echter Sonnenschein. Es hilft mir vorübergehend, dass ich mir nicht das Knie anstoßen und die Nase und das Hirn, weil ich nichts sehe. Aber es ist keine echte Sonne. Für die echte Sonne braucht es Zeit, da muss ich die Nacht abwarten. Ich komme von alleine, aber ich muss durch diese Nacht durch. Ich kann die Nacht, ja, ich kann selbst, ich kann nachts das Licht anlassen, aber irgendwann muss ich schlafen. Irgendwann die Nacht holt sie sich, was sie braucht. Und wenn sie von mir braucht, dass ich schlafe, zur Ruhe komme und runterfahre, dann holt sie sich das früher oder später. Ich kann schon mal eine im Nacht durchmachen. Aber da bin ich dann auch am Sonnenlicht durchfluteten Tag nicht in meiner Kraft irgendwann. Das halte ich nicht lange durch. Und so ist es auch im Leben. Wir müssen durch die, excuse my friends, scheiße, erst durch. Und auch einfach mal sagen dürfen, das ist so heilsam, wenn wir mal sagen dürfen, du, es ist gerade alles richtig beschissen. Wenn da jemand ist, der sagt, kann ich voll nachvollziehen. What else? Give me more. Was ist dann noch? Wenn man mal erzählen darf, sein Herz ausschütten, da will man ja gar keinen Rat. Will man sich einfach nur entlehren. Und natürlich ist es wichtig, dass man das nicht unkontrolliert macht. Und natürlich darf man als Gegenüber und Zuhörender, es gibt ja manchmal Menschen, die, ich sage es jetzt einfach so raus, die jammern nur. Nur. Denen fällt sehr schwer, aus dieser Nacht rauszukommen. Da kann man natürlich, finde ich, ganz wichtig, den Impuls geben, die schönen Sachen auch mal aufzuzeigen. Aber es ist immer wichtig, beides anzuerkennen. Ich glaube, das beides zu würdigen. Du bist da und du bist da. Das Schwarz ist da und das weiße da. Das Yin ist da und das Young ist da. Femininer Anteil, maskuliner Anteil. Tag und Nacht, Sommer und Winter. Hoch und tief, dick und dünn, laut und leise. Und das ist wie so ein Prinzip: so ein Lebensprinzip, so eine Dualität. Und es ist da. Das ist Existenz, Expansion und Kontraktion. Aber wir müssen beides integrieren durch Leben, durch Spüren, durch Denken. Häufig fangen wir erstmal mit dem Durchdenken an. Völlig okay. Der Kopf braucht erstmal Sicherheit, die linke Gehirnhälfte, diese Struktur, wir brauchen erstmal Orientierung. Und erst wenn der Kopf Orientierung hat, dann können wir in den Körper gehen und nachspüren, wie sich das anfühlt und können diese Verbindungen schaffen, diese offenen Enden verknüpfen. Aber nicht mit irgendeinem blöden Spruch. Wir können den Schmerz nicht wegdenken. Wir können uns, und es ist auch sinnvoll, das ab und zu mal zu machen, wir können uns bewusst ablenken, wenn ich merke, ich bin zu lange im Schmerz. Hey, dann setz dich hin und schau einen Film nach dem Mann. Mach das. Also wir dürfen das, wir dürfen uns absichtlich ablenken. Aber dann wäre es super, immer wieder ins Spüren zurückzukommen. Wenn ein bisschen Kraft da ist, wenn die Sonne mal scheint. Und ich glaube, das ist wichtig. Weil wir gerade mit Social Media, wir werden so viel beallert mit schlauen Sprüchen. Die teilweise, man kann in einen Satz mit fünf Wörtern wahnsinnig viel reinpacken. Aber wir wissen nie, wo er landet und bei wem er landet und wie er interpretiert wird. Und deshalb ist es wichtig, dass wenn wir tatsächlich in Kontakt sind mit Menschen, mit unseren Freunden, wenn wir zuhören, wenn wir uns unterhalten, dass wir einfach beides oder beidem erlauben, da zu sein. Und dass wir, wenn wir zuhören und uns irgendetwas vielleicht auch mal zu viel wird, wirklich Selbstverantwortung übernehmen und checken, ah, eigentlich geht es gerade um mich. Ich habe keine Kapazität. Anstatt so einen Postkartenspruch rauszuknallen. Denn ich bin mir sicher und weiß das aus meiner Erwartung. Dass ein Mensch, der sich, der noch nicht die Möglichkeit hatte, Tag und Nacht wirklich zu durchleben, mit allen Sinnen, der kann den Tag nicht vollständig genießen. Der kann nicht das Schöne in den kleinen Dingen finden. Das Dunkle muss erst mal anerkannt werden. Deshalb machen wir Schattenarbeit, genauso wie unsere Schatten. Wenn ich mir meine Schatten, meine dunklen Seiten, noch nie angeschaut habe, werde ich nicht hundertprozentig in meine Sonnenseite und in diese Kraft kommen. Das geht nicht. Das ist ein Ungleichgewicht. Beides will da sein dürfen. Und deshalb scheiße ich auf Good Vibes only. Das heißt nicht, dass ich nur Bad Vibes will. Ich denke, man versteht das. Also wer differenzieren kann, der versteht es schon. Davon gehe ich jetzt mal aus bei meinem Publikum. Ja, man muss durch. Man muss einfach durch. Und erst dann kommt man hinten leicht heraus. Davon bin ich überzeugt. Und ich habe auch in dem Post, die Branny Brown zitiert, sinngemäß hat die mal gesagt. Also, wenn du nicht selber mit mir in dieser Arena stehst, dann brauche ich deinen Rat nicht. Das heißt, wenn du nicht selber schon deine dunklen Seiten, deine Wut, deine Schatten, deine whatever, deine Sucht, deine Ängste, genauso wie deine Freuden. Wenn du nicht dich selber schon in der Tiefe erforscht hast und auch in der Arena des Lebens stehst, emotional nackt, dann brauche ich deinen Rat nicht, dann brauche ich deine Sprüche nicht. Und das mag sich oberflächlich erstmal so anhören. Aber das steckt, das ist ganz, ganz wichtig, da steckt ganz viel dahinter. Das ist für mich auch ein Navigator, wo gehe ich hin mit meinen Sorgen. Weil irgendwann spürt man das auch, wer hat denn Kapazität und für wie viel. Und auch nicht bewertend als gut oder schlecht, aber das ist für mich selber ein Navigator für mein Wohlbefinden. Und für meine Sicherheit auch. Und ich werde jetzt hier aufhören, aber das führt mich noch zu einem, und es wird in Zukunft wird das noch kommen, zu einem anderen Thema, das ich jetzt nur mal kurz anspreche. Das beginnt auch gerade in dieser Spiri-Welt, je nachdem habe ich in den Post geschrieben, also diejenigen, die die Arbeit in Anführungszeichen machen, das sind nicht die Yoga-Lehrer und Co per se. Im Gegenteil, da gibt es ganz viel, da gibt es ganz viele Schatten und spiritual bypassers. Das sind oft ganz erdige Menschen. Die haben noch nie eine Yogamatte ausgerollt, Gott sei Dank, sage ich oft. Gott sei Dank. Aber die sind erdig, die sind verbunden. Die leben das Leben. Die spüren, die wissen, was Gemeinschaft heißt, die wissen, was Verbindung heißt. Und von denen kann ich lernen. Und wo ich vorsichtig bin, das sind die Gurus. Den brauche ich nämlich nicht. Ich brauche Lehrer, die mir ein Vorbild sein können eine Zeit lang. Und von denen ich mich dann wieder löse in liebevoller Erinnerung. Aber ich brauche keinen, der mir sagt, er ist erleuchtet. Denn das Licht finde ich bloß in mir. Und das finde ich nur. Wo brauche ich ein Licht? In der Dunkelheit. Und dazu vielleicht mal mehr in einer anderen Folge. Warum das mit diesen Gurus und auch mit diesem Ich stelle meinen Mentor auf ein Podest, warum das ein bisschen gefährlich ist, aber neuer Tag, neues Thema, neuer Podcast. Ich wünsche dir was. Tschüss.