Drehmoment & Wendepunkt
Der Podcast für alle, die noch nicht fertig sind. Mit Sport, Gesundheit, Ernährung, Spaß an Fitness und dem Leben ;-)
Wir sind Christian Anderl und Daniel Lustig.
Ein 50 jähriger Papa und Fotograf, der die letzten 15 Jahre zu viel gesessen ist und ein Ausdauer Coach, der Athleten mit der richtigen Mischung aus Schlaf, Ernährung und Training zu Höchstleistungen bringt.
Mit diesem Podcast wollen wir nicht zuletzt zeigen, wie einfach es sein kann auf seine Gesundheit zu achten und auf entspannte weise wesentlich Leistungsfähiger zu werden.
Auch als Video Podcast: https://youtube.com/playlist?list=PLb_lU_kpWy81dTIY72ufgXn-ZEpxDY7ef&si=8f26A6co07J5ZrNz
Drehmoment & Wendepunkt
#052 - Du trainierst viel? Dieser Fehler kostet dich Leistung! Ernährungsdiagnostik
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Wie viel kann eine Ernährungsdiagnostik wirklich über einen Menschen verraten?
Gemeinsam mit Diätologin Marion Essletzbichler analysieren wir Christians Ernährungs- und Leistungsdaten und sprechen über Energieverfügbarkeit, Stress, Regeneration und die häufigsten Ernährungsfehler im Ausdauersport. Eine spannende Folge für alle, die verstehen wollen, warum Training allein nicht automatisch zu mehr Leistung führt. 🚴♂️🍝📊🎙️
Lieber Marion, also und lieber Daniel, aber du hast jetzt ausnahmsweise hat der Daniel nicht so viel, glaube ich, Text heute. Das wird wahrscheinlich. Ich brauche gerne. Du hast mit Sicherheit im Kontext genug dazu zu sagen. Das würde mich überraschen, wenn nicht. Aber was wir gemacht haben, also das haben ja auch wir gemacht, mit dem Daniel heute eine Ernährungsdiagnostik gemacht. Also für mich schwer zu unterscheiden von einer Leistungsdiagnostik, ich bin am Radl gesessen und habe fahren müssen, solange bis ich nicht mehr können habe. Der Unterschied war, ich musste wesentlich länger. Es hat sich mehr in die Länge gezogen. Und aus diesen Daten heraus kannst du jetzt mir was über meine Ernährung sagen oder über, ich glaube noch viel mehr als nur über meine Ernährung. Wahrscheinlich darüber, was ich im letzten Jahr richtig oder falsch gemacht habe. Da strahlst du so viel. Was genau?
SPEAKER_04Weil das so gut ist, Christian.
SPEAKER_02Das ist schon mal eine gute Nachricht, weil es so gut ist, gefällt mir. Für den Anfänger, und wir sind das, glaube ich, alle, was genau, wenn wir das übergreifend zusammenfassen können, was sagt das denn jetzt überhaupt über mich? Weil, wie gesagt, für mich ist es überhaupt erstaunlich, dass man aus 20 Minuten Radl fahren so viel anscheinend rauslesen kann. Was weißt du jetzt über mich, was du vorher nicht wusstest?
SPEAKER_04Ja, ich wusste ja schon ein bisschen was von dir über die Podcasts, aber ich habe ja nicht nur die Testungen bekommen, also konkret, wir haben gemacht, oder du hast mit Daniel gemacht, die Ergometrie, die Spiroergometrie, die Kalippermessung und die Biamessung. Das war ein Messergebnis und ich habe von dir dankenswerterweise ja auch vorher den Fragebogen bekommen, den du, wie du gesagt hast, super spontan ausgefüllt hast. Den Regenerationsfragebogen, wo es ein bisschen darum geht, dass du dich einschätzt und reflektiert hast, wie war deine letzte Woche so vom Anstrengungslevel her. Und eben auch die Anamnese, wo du mir gesagt hast, wie viele Stunden schläfst du, wie ist so dein Alltag, wohnst du alleine, all diese Dinge, wie ist dein Essen? Und somit habe ich schon mal ein recht großes Bild und auch bei vielen Klientinnen, die ich jetzt nicht so gut kenne wie dich, gibt mir da schon ganz, ganz viel Informationen. Und was, glaube ich, der große Benefit ist davon, ich sehe nicht nur die Zahlen über die Messungen, sondern ich sehe die Zahlen der Messungen über die Zahlen deiner Persönlichkeit. Und jetzt kann ich das so zusammenbinden und schließen.
SPEAKER_02Ah, okay. Jetzt macht der Fragebogen für mich natürlich Sinn, welche Fragen da drinstehen und wozu ich Auskunft geben muss aus meinem Leben. Jetzt macht das natürlich Sinn, ja.
SPEAKER_04Und aus der Kombi, das heißt, ich weiß, wie potent dein Herz-Kreislauf-System ist, wie deine Muskelmasse ist, wo deine Hautfalten und wie groß die sind oder wie viel Hautfalten dicke du hast auf deinen Körper verteilt. In Kombination mit deiner Persönlichkeit, also auch mit deiner Psyche und wie du so tickst, habe ich ein paar Einblicke, die für dich sinnvoll sein sollen. Auch für dein Abenteuer, das du ja vorhast. Und ich glaube, du weißt schon sehr, sehr viel über dich und hast auch ganz, sehr gute Reflexion über deine Person und was du gut machst, was du nicht so gut machst und wo du Potenzial hast. Und es soll wahrscheinlich einen großen Teil noch so sein, dass es dich bestärkt. Und vielleicht sind da so ein, zwei Dinge dabei, die schon noch einmal so ein Aha-Effekt sind, der dich dann oder die dich dann unterstützen auf der Amsterdam-Reise und auch sonst im Leben.
SPEAKER_02Ich möchte nur kurz von der Amsterdam-Reise fast einen Schritt zurück machen jetzt, weil ich glaube, im Sinn dieses Podcasts glaube ich, dass man mit einem anderen Ohr zuhören muss. Nämlich einfach nur, also ich werde versuchen, selber, obwohl es mich betrifft, mit diesem Ohr zuzuhören, das eher erstaunt darüber, was man alles aus solchen Dingen rauslesen kann und wie sinnvoll es eigentlich sein kann, sich solche Daten mal zu besorgen und sich überhaupt so eine Diagnose irgendwie machen zu lassen. Weil das habe ich jetzt ohne diese Diagnose jetzt erst gemacht, obwohl ich seit einem Jahr mit dem Daniel trainiere und ich habe in diesem Jahr schon so viel darüber gelernt, was für Ernährung für einen Einfluss haben kann auf meine Leistung, wie diese Dinge alle zusammenspielen, wie es mir geht persönlich in meinem Leben, je nachdem, wie das Training läuft, wie die Ernährung läuft oder eins der beiden nur wackelt und so weiter. Also ich wollte nur kurz darauf hinweisen, man muss sich das jetzt nicht anhören mit Daten über mich, weil die sind wahrscheinlich zweitrangig für die durchschnittliche Zuhörerin und den durchschnittlichen Zuhörer, aber ich glaube, man kann da jetzt sehr viel daraus mitnehmen, was das für das eigene Leben bedeuten kann und was man da für große Schritte machen kann wahrscheinlich. Mit ein paar kleinen Anpassungen. Es war nur ein kurzer Hinweis an die Zuhörerschaft, bitte. Nicht jetzt einschlafen, weil es um meine Ernährungsdaten geht.
SPEAKER_04Ja, nein, eigentlich. Aber das ist definitiv nicht zum Einschlafen, weil es für mich zumindest super spannend ist, was sich da ergeben hat. Und ich habe ja deine Reise auch so miterfolgt, auch über die Podcasts, die waren ja alle schon super spannend und ich glaube, das macht es noch einmal ein bisschen konkreter und du hast ja dann auch alle Daten noch einmal zum Durchlesen für dich. Aber was mir besonders aufgefallen ist bei deinem Persönlichkeitsfragebogen, ist, dass du ein paar Widersprüche hast, die schon ganz, ganz wichtig sind zu beachten, weil du.
SPEAKER_02Ich bin ein lebender Widerspruch. Das ist nicht neu für mich. Doch, ich bin in so vielen Dingen. Ich liebe Widersprüche und ich kann sie nicht in mir tragen. Okay, bin gespannt, was du für Widersprüche hast.
SPEAKER_04Einer, der halt ganz, ganz besonders auf das Thema Sport und Ernährung passt, ist, du hast, wir haben alle, alle Menschen haben so gewisse Kompensationen. Und wenn wir Stress haben, kommen diese Kompensationen oft mehr heraus. Und du hast da angegeben bei den Kompensationen, dass du, wenn du eben vermehrt unter Stress kommst, du es richtig cool findest, wenn du dich ordentlich abschirrst beim Sport. Oder zumindest oder zumindest eben gern dann Sport machst, um dich abzulenken, um dann den Kopf freizukriegen. Und das steht in großen Kontrast zu deinem Essbedürfnis. Das ist nämlich nicht da. Oder halt weniger, wesentlich weniger ausgeprägt als diese Sportaffinität, die du hast bei Stress. Das heißt, wenn du Stress hast, vergisst du gerne einmal aufs Essen. Oder ist Essen eher zweitrangig. Und somit hast du in diesen Belastungssituationen, die ja anhand des Regenerationsfragebogens gar nicht zu wenig sind, dann immer wieder auch die Tendenz, zu wenig zu essen.
SPEAKER_02Ja, okay, das ergibt Sinn natürlich. Ich vergesse aufs Essen, weil ich Stress habe, steige aber aufs Rad, vergehst dort vielleicht auch. Wobei, da esse ich ja jetzt braver.
SPEAKER_03Jetzt.
SPEAKER_02Jetzt braver. Und in Relationen halt wahrscheinlich noch immer zu wenig. Aber es stimmt, ja, das stimmt. Und ich muss mich dann auch wirklich überreden, rund ums Radfahren in so stressigen Phasen, muss ich mich außerhalb vom Radfahren wirklich überreden dazu, dass ich mehr esse und daran erinnern, dass ich es nicht vergesse.
SPEAKER_04Und das sind halt dann auch so klassische, gar nicht das Sporteln, sondern auch im Alltag dann wird einmal Mittagessen ausgelassen oder einmal Frühstück auslassen. Und in Summe ergeben sich dadurch immer wieder so diese leichten Energielöcher, die sich ja nicht um 24 Uhr Mitternacht wieder egalisieren, sondern die ziehen sich weiter.
SPEAKER_02Ich muss aber dazu sagen, also da bin ich tatsächlich im letzten Jahr wirklich zu 100% dank euch beiden bin ich da viel besser geworden, weil ich jetzt zumindest diese Achtsamkeit drauf habe und bemerke, wenn ich dann so einen leichten Einbruch habe, und es liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Gesamtsystem, die ganze Maschinerie, so viel mehr jetzt braucht, schon im Ruhezustand. Also meine reine Existenz braucht schon so viel Kalorien, dass ich es halt jetzt einfach merke, wenn ich vergesse zu essen und dann irgendwie den Krieg, ja, mir wird kalt und ich bin irgendwie nicht mehr ganz. Und dann merke ich, okay, du musst einfach was essen und dann hole ich mir irgendwo was und dann geht es wieder. Also da bin ich jetzt wesentlich besser schon geworden als vorher.
SPEAKER_04Ja, super Fortschritt, einfach auch in Zumme, einfach auch für deinen Körper, dass der, dass der Bester versorgt ist. Und was da noch hineinkommt, ist, du magst nicht nur gern so diesen Sport und Abschießen, sondern du bist da gern in den extremen zu Hause allgemein. Das ist dann noch so dieses On-Top von den beiden Widersprüchen, das eben du schon sehr gut erkannt hast. Das wollen wir eh doch, dass du einfach in den letzten Jahren richtig viel gelernt hast dazu. Aber das sind, das ist einer der größten Punkte. Und wenn du das schaffst, dass du da achtsam bist und wirklich beständig dahin ist, dann fantastisch. Und was noch dazu kommt, und das, wenn ich das so sagen darf, das ist natürlich auch etwas, und du hast gesagt, ich darf alles sagen, du hast ein hohes Innigkeits-, Intimitätsbedürfnis, das war die Frage, Körperkontakt tut mir gut, bist aber gleichzeitig Single. Das heißt, da ist vielleicht, musst du entscheiden, da ist vielleicht auch eine Lücke. Wenn du eben Stress hast, wenn du irgendwo überfordert bist, dann hast du jetzt momentan eigentlich nur den Sport.
SPEAKER_02Tu ich umarme Menschen umgefragt, ständig. Also ich hole mir das schon.
SPEAKER_00Herzlich eingeladen.
SPEAKER_02Also wenn man mir öfter als dreimal sieht und wir mögen uns, dann kann es ja sicher sein, ich hole mir das dort. Aber ich verstehe, was du meinst, ja. Vollkommen richtig.
SPEAKER_04Genau. Und dann, was natürlich auch noch on top kommt zu deinem Gernsport extrem und sonst extrem, dann haben wir auch noch in deinem Eigenschaftspool den Kampf und den Willen. Und der Wille ist so diese langfristigen Ziele und Kampf ist jetzt sauber, jetzt Fleiß. Das ist beides. Und es braucht sehr viel Energie, braucht auch sehr viel Kopfenergie. Und generell eben Energie. Und da haben wir dann in Summe mit den Messungen von der Ergometrie noch on top von dem Ganzen ein richtig tolles, großes Herz-Kreislauf-System, das auch ganz viel Energie verbraucht. Das heißt, du hast einfach einen hohen Energieverbrauch und hast aber diese Unterkompensation vom Essen. Und das heißt für dich wirklich Essen höchste Priorität, dass das regelmäßig kommt. Es muss gar nicht perfekt sein, aber regelmäßig. Ganz, ganz sicher.
SPEAKER_02Das macht für mich so Sinn, also rückblickend meine letzten 30 Jahre waren der einzige, also ich will nicht sagen, eine Unterernährung, aber irgendwie dann doch, weil ich ja das nie das Gefühl gehabt, dass ich zu wenig esse. Ich habe, glaube ich, nur nie das Gefühl dafür gehabt, wie viel ihr eigentlich essen müsst, damit es genug wird. Weil das, was ich jetzt esse, also die Mengen, die ich jetzt esse, ich stoße momentan sehr oft, wenn Menschen mit mir essen oder mitkriegen so nebenbei, was ich den ganzen Tag so reinschiebe, stoße ich auf viele Fragezeichen und Menschen, die mir sagen, hey, das wie? Das gibt's ja nicht, das musst du mal leisten können, was du isst. Und das stimmt, es war teuer und ich habe, also selbst in diesen Zeiten, wenn ich mir jetzt vorstelle, auf der Basis, natürlich, ich mache jetzt Fehler nicht mehr Sport, dann brauche ich auch mehr. Aber selbst wenn ich jetzt weniger Sport machen würde, würde ich noch immer viel, viel mehr essen müssen, als ich vorher gegessen habe. Mir war das nie bewusst. Auch diese Reds- und Lehrerfolge, die wir gemeinsam gemacht haben, da hat es bei mir die ganze Zeit nur geklingelt im Kopf. Und ich gedacht habe, ja, kenne, kenne ich, kenne ich, ja, kenne ich, kenne ich, warum hat man das nicht früher gesagt? Weil dann hätte ich reagieren können. Also allein deswegen macht es schon total Sinn, für mich sowas mal detailliert zu hinterfragen, weil das macht gerade voll Sinn.
SPEAKER_04Ja, und ich kann dir auch erklären, warum du das nie gespürt hast, Frau. Du hast so ein großes Herz-Kreislauf-System. Das heißt, du hast ein hohes Herzpumppvolumen, auch ohne Training schon gehabt. Viele müssen sich das mühsam auftrainieren. Und auch eine große Lunge. Das heißt auch, Säuren kannst du gut abatmen und kannst alles super gut kompensieren, was so passiert in deinem Leben. Das heißt, dein Hirn kriegt eigentlich immer Energie. Und nachdem deine Arbeit ja auch vorwiegend sitzend ist, korrigiere mich, wenn ich falsch bin. Viel sitzen, viel Hirn. Viel Hirn, viel sitzen. Das heißt, im Hirn hast du immer Energie gehabt. Was da ab, also unten unter deinem Hals war, war nicht so wichtig. Ja, war nicht so wichtig. Der Körper kann so nicht so schreien, schreien. Er schreit vielleicht mit Symptomen. Da hast du mir keine ausgefüllt. Ich hoffe, es sind auch keine da gewesen.
SPEAKER_02Was habe ich fast vergessen?
SPEAKER_04Symptome möglicherweise, da könnte man dann noch drüber schauen.
SPEAKER_02Gern, weil ich habe sicher nichts absichtlich auslassen. Also ich trage es gerne an dort und Stelle nach, aber ich habe sicher nichts absichtlich. Dann habe ich es gesehen.
SPEAKER_04Ja, aber oftmals hat der Körper dann schon gewisse Symptome im Hintergrund, wenn der Körper lang unterversorgt ist. Aber du hast ja dann eh gesagt, bei Lia und Reds hast du eh geklickt. Das heißt, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, körperliche Beschwerden, Gelenksbeschwerden, Magendarm, Unverträglichkeiten, niedrige Blutbildwerte, was Testosteron, was T3 betrifft, solche Lia-Red-S-Sachen, die können da eben auftauchen, ohne dass du das. Ich habe sie natürlich alle merkst.
SPEAKER_02Die Neigung zu den Extremen. Die ganze Liste, die du gerade gebracht hast, die komplette Liste abgehackt. Keine halben Sachen.
SPEAKER_04Ja, aber eben, es war noch genügend Energie da für dein Gehirn. Und deswegen war dir, so wie es Ernährung auch klassischerweise ist in der Bevölkerung, ja, wir essen nicht alle zu viel, ich kann doch unmöglich zu wenig essen. Das kommt ja gar nicht in den Sinn normalerweise.
SPEAKER_02Und ich glaube, ich habe es hast du richtig bemerkt, wie es dort auch zu wenig war. Und wie ich dann bemerkt habe, dass es mir schlecht geht. Also im Sinn von mir geht es mental, ohne einem erkennbaren Grund, geht es mir gerade nicht gut. Und da war mir dann klar, okay, das muss damit irgendwie zu tun haben. Irgendein Versorgungsproblem muss ich wohl haben, weil wenn ich keinen Grund dafür finde und merke, ich bin eigentlich mag nicht.
SPEAKER_04Und was ich gesehen habe, du hast ja einiges probiert. Keto.
SPEAKER_02Du hast uns einige Experimente genommen, womit wir wieder bei den Extremen werden.
SPEAKER_04Ja, genau. Aber das passt ja alles zusammen. Alles check, check, check. Ja, also die Extreme und dann auch noch ausprobieren. Ja, irgendwo hakt es, irgendwo habe ich ein Problem, das muss doch irgendwo ran liegen und du hast gesucht. Und das Klassische, was man macht, ist irgendeine Diät machen, irgendwas weglassen. Weil weglassen ist ja viel leichter, als wir mehr essen oder mal bewusster essen. Ja, stimmt. Aber das hast du alles durch und bist Gott sei Dank bei uns gelandet. Aber das passt alles sehr zusammen. Also man sieht das superschön, wie deine Psyche mit den Maßnahmen, die du gesetzt hast, zusammenpasst. Komplett stimmig. Das habe ich vorhin gemeint beim Mittagessen. Das Ausfüllen ist sehr stimmig und auch sehr ehrlich und das passt alles total gut zusammen.
SPEAKER_02Spannend.
SPEAKER_04Ja. Ich würde schon zum nächsten Messergebnis übergehen, das natürlich auch verknüpft ist damit. Oder du hast noch eine Messer.
SPEAKER_02Nein, nein, nein, nein, sag nur. Ich lausche jetzt einfach mal sehr.
SPEAKER_04Ja, was eben der Daniel noch dankenswerterweise gemacht hat, ist die Bio-Messung. Da haben wir sogar eine Verlaufsmessung.
SPEAKER_00Ja, weil wir haben ja damals, wie wir im Mai gestartet sind, habe ich eine Kalipa-Messung und eine Bio-Impedanzmessung mitgemacht vor der Leistungsdiagnostik. Und ich habe der Maron heute quasi auch die Verlaufsmessung der Bio-Impedanz geschickt, dass sie quasi gesehen hat, Mai 25 zu April 26.
SPEAKER_02Das ist ja zum Beispiel für mich so ein ganz großes schwarzes Loch, weil ich habe weder die Daten jemals gesehen noch hätte irgendwas damit angefangen, weil ich keine Ahnung habe, was das bedeutet. Ich habe es doch nie geschickt. Ich weiß, da habe ich auch nie nachgefragt, weil es mir auch ein bisschen wurscht war. Aber da bin ich jetzt sehr gespannt. Verlaufsmessungen sind immer sehr spannend.
SPEAKER_04Und da sehen wir eben, dass du viel besser gegessen hast.
SPEAKER_02Tatsächlich.
SPEAKER_04Also da kann ich jetzt auch sagen, du lügst mich nicht an.
SPEAKER_02Du kannst besser essen. Ja. Okay, jetzt bin ich zu allzu.
SPEAKER_04Ja, also ich weiß jetzt auch ganz fix, auch anhand der Zahlen, okay, du lügst mich da nicht an, du isst wirklich besser. Und das sehen wir eben anhand deiner Muskelbelastung und anhand der Versorgung der Muskulatur selber. Und das ist fantastisch und da hast du super an dir gearbeitet und gibt es auch nichts zum Rütteln. Gibt es Luft nach oben oder natürlich Luft nach oben?
SPEAKER_00Entwicklungspotenzial finden wir. Das ist unser Job. Das ist unser Job. Nur die Verbesserung alleine ist keine langfristige Auslastung. Entwicklungspotenzial muss immer gefunden werden.
SPEAKER_04Aber es ist richtig gut. Und gerade bei deinem großen System, wo du jetzt Mühen hast, auch genug zu essen, ist ein Phasenwinkel von knapp sieben noch wirklich gut. Nur dazu bist du ja auch vorwiegend ein Austauschsportler. Und diesen Phasenwinkel kann man sich so vorstellen wie die Batterieladung von deiner Muskulatur. Und jetzt sagen wir, vier Strichel ist grün und volle Ladung und ein Strichl ist halt kurz vorm Sterben.
SPEAKER_02Das heißt sieben ist.
SPEAKER_04Und du bist bei sieben. Also wenn wir das jetzt für eins bis zehn machen, bist du bei sieben. Und das ist super gut für einen Austauschsportler, vor allem eben auch, weil du Krafttraining gemacht hast und weil du einfach viel, viel besser gegessen hast und dich somit nie so komplett auslehrst. Es wäre spannend gewesen, du hast mir auch angegeben, du warst einmal im Burnout, wo du da vom Phasenwinkel gewesen wärst, weil du hast wahrscheinlich sicher relativ wenig gegessen aufgrund der Sport.
SPEAKER_02Wenig gegessen und damals, das war auch die Zeit, wo ich kaum Sport gemacht habe. Es war eine ziemlich lange Phase, kaum Sport, wenig gegessen. Wahrscheinlich auch noch schlecht gegessen, weiß ich auch nicht. Aber also da ist mit Sicherheit einiges zusammengekommen, was absolut suboptimal war, was vielleicht nicht unbedingt dazu geführt, aber definitiv dazu beigetragen hat, dass ich in dieser Phase überhaupt war. Und also das wäre tatsächlich jetzt spannend, ja. Also ich glaube, da habe ich, da habe ich wahrscheinlich gerade die Eins gestreift. Könnte man gut vorstellen. Weil da war ich auch, das war auch die Phase, wo man zum ersten Mal jemand gesagt hat, du, ich glaube, du bist jetzt gerade ein bisschen bedenklich wenig. Und ich habe im Spiegel selber gesagt, das ist jetzt vielleicht ein bisschen zu wenig. Also das ist sicher ganz anders gewesen.
SPEAKER_04Ja, und oftmals ist auch der Phasenwinkel widerspiegelt das eigene Körperenergiegefühl. Und viele beschreiben das auch als, wenn der Phasenwinkel höher ist, dann habe ich mehr Power, mehr Explosivität in der Muskulatur. Das wirst du damals wahrscheinlich gar nicht gehabt haben.
SPEAKER_02Also gar nicht. Und jetzt, wenn ich jetzt nur den Vergleich ziehe, weil den kann ich mich am besten erinnern von letzten Jahr im Mai, wir haben vor elf Monaten, zwölf Monaten angefangen. Im Mai 25 eigentlich angefangen. Allein der Vergleich, eben, was du gerade beschrieben hast, generell die Kraft in meiner gesamten Muskulatur, insbesondere Beine und Explosivität und Dinge, also das ist, ich habe einen komplett anderen Körper. Ich lebe nicht mehr im selben Körper. Du hast, als wir angefangen haben, hast du zu mir gesagt, in den nächsten sechs Monaten wird sich dein gesamter Körper, deine ganze Körperzusammensetzung von Grund auf verändern. Und ich habe keine wirkliche Vorstellung davon gehabt, was das bedeutet. Jetzt spüre ich es. Also das ist definitiv ein anderer Körper. Und das habe ich genau den Basics zu verdanken, über die wir so oft die ganze Zeit reden. Ernährung, Schlaf und Bewegung. Und die Mischung aus Krafttraining und Ausdauer hat dann doch. Also das war auch ein großes Ding, das ich extrem gespürt habe, was das Krafttraining, wie das dazugekommen ist, was das nochmal gemacht hat. Ich glaube, Ausdauer allein ist auch keine Dauerlösung. Das habe ich jetzt auch verstanden.
SPEAKER_00Nein, Ausdauer allein ist keine Dauerlösung, weil das ist, wie wenn du einen großen Motor in ein kleines Chassis einbaust. Aber ein großes Chassis mit einem kleinen Motor funktioniert auch nicht. Das muss miteinander zusammenpassen. Und du bist halt tendenziell eher mit einem größeren Motor dahergekommen, weil du ja eher immer Austauschsport gemacht hast. Mit einem klapprigen Chassis. Und dann haben wir ein bisschen Chassis gewechselt. Ein bisschen Chassis gebaut rundherum.
SPEAKER_02Rundherum gebaut. Ja, das ist großartig.
SPEAKER_04Rundherum gebaut und auch repariert. Und auch repariert, ja.
SPEAKER_02Fühlt sich auch so an. Fühlt sich tatsächlich repariert an manchen Stellen verstärkt und aufgetoppelt. Wirklich. Es ist echt so, wie man ganz witziges Körpergefühl. Ganz witzig. Und ohne Essen wäre das offensichtlich nicht gegangen. Ohne das Thema Essen vom Grund auf neu zu denken, hätte das nicht funktioniert.
SPEAKER_04Und jetzt bist du aber in der glücklichen Lage, dass du, du hast ja auch, glaube ich, ein paar Kilo dann doch jetzt auf der Waage mehr.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, wir haben bei, das war wirklich aber mein dramatischster Tiefstand, muss man ehrlich sagen, als wir begonnen haben. Und das aber gar nicht jetzt irgendwie. Nicht gewollt. Gar nicht gewollt. Und ich habe aber damals auch gar nicht verstanden, warum, weil es ist mir jetzt weder psychisch so irgendwie, es war nicht mental schwierig. Ich habe einfach normal gegessen und trotzdem war ich, glaube ich, beim Tiefststand von 78,5, 79 oder irgend sowas in der Richtung. Und das ist für meine Größe echt zu wenig. Das war mir auch klar. Nur dann halt die Ausdauerstunden, die wir da drauf gelegt haben, plus zunehmen, das war eine doppelte Challenge, weil da muss man dann wirklich viel, viel mehr essen. Deswegen bin ich ein bisschen stolz. Also bei dir waren es heute nur 83, glaube ich, oder so. Aber auf meiner Waage, ich glaube jetzt meiner Waage lieber, weil die hat mich letztens auf 84,5 geschätzt. Christian hat das umgekehrte Wagenphänomen.
SPEAKER_00Ich freue mich wirklich.
SPEAKER_04Und das, ja, und das kommt dir ja auch zugute mental, dass du mit einer Gewichtszunahme ja positive Assoziationen hast. Und die meisten, die eben auch diesen Reparaturprozess vor sich haben, die zucken mehr aus, wenn die drei Kilo mehr haben. Ja, und das ist das Schöne bei dir, dass du das eigentlich freudig siehst und so gut spürst, ja, und dann spüren sie auch. Aber die sehen die Waage als so kritisch. Deswegen. Du wirst das und.
SPEAKER_02Na genau, das wollte ich gerade sagen. Ich glaube, dass wenn man in so einer Situation ist und da falsch rum reagiert, ich glaube, aus meiner Anfängerleihensicht, aber ich stecke halt mittendrin, also habe ich vielleicht mehr Zugang zu denen, die das so sehen. Ich kann echt nur empfehlen, viel mehr reinzufühlen, wie sich es anfühlt und auf die Zahlen zu pfeifen. Weil ich habe am Anfang gemerkt, wie ich dann so, okay, mein Ziel ist jetzt irgendwie drei Kilo drauflegen. Und dachte, ja, das kann nicht mehr zu schwer sein. Und dann habe ich gemerkt, da geht nichts weiter. Es ist wie ein Scheunendrescher, es geht nichts weiter. Ich habe halb Kilo-Schritte mühsamst erarbeitet und dann habe ich auf die Waage mal gepfiffen und habe mir gedacht, scheiß drauf, ich ist einfach so viel wie möglich. Und schau, dass ich das zulege und mache mir Krafttraining und gebe dem Ganzen ein paar Monate und dann das nächste Mal auf die Waage gestiegen, zweieinhalb Kilo mehr an. Und okay. Einfach aufs Gefühl hören, ist, glaube ich, besser. Einfach nur nämlich nicht aufs Gefühl von nehme ich zu oder nehme ich ab, sondern spüren, was es mit dir tut, wenn du genug isst und mehr isst und plötzlich mehr Energie zur Verfügung hast. Und vielleicht auch einmal ein bisschen mehr als notwendiges.
SPEAKER_00Und da schreibe ich eins zu eins so, würde ich allerdings noch hinzufügen, gib dem Ganzen, also spüre dich nicht nur einmal rein, sondern spüre dich laufend rein in den Prozess, weil Tagesverfassung ist beim Hineinspüren mit Umwelteinflüssen ein Riesenthema. Und das zweite, gib dir Zeit, drei bis sechs Monate und zieh diesen Plan, egal ob Trainingsplan, Ernährungsplan, weiß ich nicht, welche Umstellungen im Leben man vornimmt, zieh den einmal durch und schau, wie es dann wirklich passiert, weil dieses Thema mit, du fühlst dich nach sechs Monaten wie ein neuer Mensch. Ja, du fühlst dich nicht nach einer Woche wie ein neuer Mensch, weil nach einer Woche hat der Körper noch nicht viel umgebaut. Er hat ein bisschen was umgebaut. Aber nach drei bis sechs Monaten, vor allem bei sechs Monaten, lege ich meine Hand jetzt vor, dann weißt du, ob der Plan oder ob deine Intervention, egal was ist, wirklich funktioniert oder nicht.
SPEAKER_02Das ist witzig, über das habe ich letztens auch nachgedacht am Rad, weil ich so viel Zeit gehabt habe in den 14 Stunden. Da habe ich genau über diese über unsere Gespräche disbezüglich gedacht und habe mir gedacht, das ist so witzig, wenn man jemanden doch nur irgendwie nahelegen und erklären könnte. Jetzt habe ich mich zurückgeschaut auf zwölf Monate, ich habe angefangen in einem Zustand, in dem es völlig undenkbar war, dass ich 1300 Kilometer in einer Woche mit dem Rad fahre. Völlig ausgeschlossen. Du hast mich gesehen, wie an dem Tag, wo ich dir das gesagt habe, ich werde deinen Gesichts hast du nie vergessen. Der hat mir angeschaut und hat gesagt, okay. Ambitioniert. Ambitioniert. Und dann haben wir gedacht, das hat geklungen ganz knapp an, puh, ich weiß nicht, ob wir das hinkriegen. Die kannten es damals noch nicht. Wir kannten uns noch nicht, aber naja, wir kannten uns nicht, aber wir kannten uns von einer Stunde Radfahren, in denen ihr irgendwie gnadenlos dreimal gedroppt habt, beim Versuch, so langsam wie möglich zu fahren. Und trotzdem habt ihr es nicht hingekriegt, dass ich mitgekommen bin. Das muss man dazu sagen. Und dann habe ich so zurückgeblättert, jetzt diese zwölf Monate, ich habe mir gedacht, ich würde gerne jemanden, der, weil das ist, glaube ich, der Hauptgrund, warum Menschen aufgeben, wurscht, ob es Ernährungsplan ist oder Trainingsplan, was auch immer, jeder Prozess und jede Veränderung, die sie angehen, geben, glaube ich, über 90% der Menschen auf, weil sie nach, ich sage einmal, drei Wochen müde davon sind, etwas, weil das ist am Anfang anstrengend, was du machst plötzlich etwas anders, als du es gewohnt bist. Und das ist anstrengend. Bis es zur Gewohnheit wird, ist es einfach anstrengend, das anders zu machen. Und dann machen die das anders mit drei Wochen, vier Wochen und dann geht ihr dann einfach die scheiß Energie aus. Dann sind sie müde von, ich mache das die ganze Zeit, es bringt nichts. Und dann schaue ich jetzt zurück auf diese zwölf Monate und denke mir, da waren sogar Phasen dabei, wo es nicht nur nichts gebracht hat, sondern in meiner Wahrnehmung nach hinten losgegangen ist, wofür das Programm nichts konnte, sondern es war halt gerade einfach eine Phase, wo viel zusammengekommen ist. Ich habe das gemacht und es ist mir trotzdem schlechter gegangen. Und das Einzige, was mir da durchgebracht hat, war, wie du sagst, diese sechs Monate für mich waren so ein Ding, wo ich mir gesagt habe, da kann ich nur auf Sturheit setzen. Das ist das Einzige. Hast du? Habe ich. Gott sei Dank kann ich das. Und das kann ich aber wirklich jedem nur empfehlen, der glaubt, das nicht zu können. Stur sein kann man immer. Ich glaube, stur sein kann jeder, wenn es um die richtigen Dinge geht. Weil stur sein, wenn man den eigenen Kopf durchsetzen will, das kriegt jeder irgendwie hin. Und dann kann man, glaube ich, nur diesen Sturschalter verwenden und einfach sagen, das ist ein Ziel, das ist mir so wie so viel wert, weil da geht es um mich. Das ist mir wichtig. Und es ist jetzt wurscht, wenn es sich schlecht anfühlt, wenn es nicht funktioniert, wenn ich das Gefühl habe, dass sie es müssen haben, ich mache es einfach und wenn es mir noch so anwidert, ich habe teilweise gegessen, obwohl ich wirklich keine Lust mehr auf Essen hatte. Ich bin am Rad gesessen, obwohl ich wirklich jeden einzelnen kleinen Schritt von Socken anziehen, über Pulsmesser anlegen, über Rad aufpumpen, mit einem Widerstand gemacht habe, dass ich mir gedacht habe, ich fürchte, ich schaffe es nicht. Wenn ich nicht in drei Minuten drauf sitze, dann fahre ich nicht. Und dann bin ich zehn Minuten gefahren und habe gedacht, ich weiß nicht, wie ich jetzt drei Stunden fahren soll, weil ich habe null Bock. Und nach einer Stunde irgendwann bin ich einfach gefahren und habe mir gedacht, Gott sei Dank, bin ich jetzt gefahren. Mit der langen Rede, kurzer Sinn, ich glaube, das ist das Wichtigste, was wir hier mitgeben können, dass bitte um Himmels Willen, vor allem wenn man mit Profis arbeitet, die wissen, was sie tun. Da sitzt man manchmal da und versteht nicht, warum man das tun soll. Und denkt sich, naja, weiß nicht, vielleicht Daniel hat sich vielleicht gedacht, aber irgendwie glaube nicht, dass das bei mir passt. Das ist Bullshit. Die wissen, was sie tun und dann muss man es einfach nur stur machen. Stur machen, Punkt. Ende. Hört's auf dich.
SPEAKER_04Wahre Worte. Also es ist so schön, auch dass du eben nicht das Highlight Reel erzählst, sondern eben genau diese Momente, wo du denkst, fuck, ich mag nicht. So mehr.
SPEAKER_02Ja, das ist das Teil des Problems, dass die Leute so schön ausschaut. Das Internet erzählt uns nur die Highlight Reels. Und du lebst nicht in einem Highlight Reel und die Highlight Reels kommen von 80% Härte, die du dafür ertragen hast müssen, um diese 20% Highlight Reels zu machen. Und jetzt sind wir alle umgeben von Highlight Reels und glauben, wenn das nicht nach drei Wochen sich so ähnlich anfühlt, dann, naja, das ist nichts für mich. Funktioniert bei mir nicht.
SPEAKER_04Ich kann das nicht.
SPEAKER_00Kann ich nicht. Ja, aber ich glaube, wenn wir uns im Leben so zurück erinnern an unsere eigenen Highlights, ist eigentlich das, was diese Highlights ausmacht, ist immer der Weg dahin. Und gar nicht das Highlight selber. Ja klar, das Highlight selber, klar, wie ich in Klagenfurt beim Iron Man über die Finishline drüber gerend bin, war ein Highlight. Nur das richtige Highlight war eigentlich das, der Prozess darin. Und die Menschen dann auch dort zu haben, die mich bis zu dem Ziel hin begleitet haben. Das ist tatsächlich, ja.
SPEAKER_02Das habe ich ja jetzt schon bemerkt. Natürlich will ich jetzt unbedingt diese Tour fahren. Natürlich freue ich mich wie Sau drauf und das wird mir alles abverlangen und ich werde am Ende super stolz drauf sein. Aber ich glaube gar nicht, wie du sagst, ich glaube, dass jetzt schon ist der Punkt, wo ich mir gedacht habe, ich habe letzte Woche mit dem Freund, mit dem ich fahre, telefoniert und habe gesagt, ich sage es jetzt ganz ehrlich, ich bin jetzt schon ein bisschen stolz auf mich. Weil dass ich mich in die Situation überhaupt gebracht habe, das jetzt für möglich zu halten, dass ich das in drei Wochen mit dir fahre, ist nicht von allein gegangen. Das ist auch cool. Also den Prozess ein bisschen mehr genießen, hört man so oft oder ein bisschen wichtiger finden, wenn man hört so oft, aber das ist jetzt gerade ein guter Beleg dafür. Macht's das. Ich würde das für diese Folge fast sogar als Schlussappell betrachten. Und wir machen den, weil ich glaube, da gibt es noch viel zum Thema Ernährungsdiagnostik, aber das haben wir in einem weiteren Teil. Oder habe ich die jetzt irgendwo unterbrochen, wo du mitten in einem.
SPEAKER_04Nein, so viel wäre gar nicht mehr tatsächlich, aber das kann ich, darf ich jetzt noch reinpacken?
SPEAKER_02Natürlich. Du darfst, wie gesagt, du hast völligen Nahen Freiheit heute, du darfst alles sagen. Du darfst alles sagen.
SPEAKER_04Also bei dir passt so viel. Und es passt auch eben die Hautfaltenmessung ist fantastisch. Die geht nicht besser. Also du hast sehr niedrige Hautfalten, du bist einfach schlank, sehr schlank. Und wie du auch richtig gesagt hast, du hast eine gewisse Gewichtsgrenze, aber wahrscheinlich auch Körperfettgrenze. So denken wir ja nicht, aber Körperfettanteilgrenze, wo es dann gefährlich wird oder kritisch wird für dich, das spürst du, glaube ich, auch sehr gut. Und da bist du jetzt eben gerade so einen Ticken drüber vom Körperfettanteil, wo du. Nein, über dieses kritisch niedrige, wo du gute Reserven hast, aber trotzdem sehr, sehr lean bist. Also sehr niedrige hat.
SPEAKER_02Das spüre ich tatsächlich, weil ich habe diesen, ich glaube, mein niedrigster Körperfettstand war, also laut meiner Körperfettwaage waren es, glaube ich, so um die 8%, wo ich mir gedacht habe, wenn das nur annähern stimmt, dann ist das definitiv zu wenig in meinem Alter. Und jetzt bin ich bei, also meine sagt man momentan so circa was bei 12 bis 13 Prozent. Und das fühlt sich, also es ist definitiv zumindest mehr geworden und das fühlt sich für mich wesentlich besser an.
SPEAKER_04Ja, laut der Kalibermessung hätten wir da jetzt 11%. Und diese 11% würden bei dir auch Hochleistungssportlerwerte sein, also Leistungssportlerwerte sein. Also fantastisch.
SPEAKER_03Cool.
SPEAKER_04Und eben tiefer wird immer dann kritisch. Da haben wir dann auch das Thema mit Geschlechtshormonbildung und so weiter. Wärmeschutz natürlich, haben wir eh auch schon besprochen. Und einfach generell ein bisschen eine Reserve haben. Das ist nie verkehrt, also dieses Extra-Linie wieder laut Instagram muss man eh wirklich sehr gut hinterfragen. Und wenn du dich da jetzt wohlfühlst, fantastisch. Wirklich super.
SPEAKER_02Da ist gerade richtig gut. Also wenn jetzt davon ausgeht, dass offensichtlich meine Körperfettwaage daheim mich zu hoch angesetzt hat und die hat mir vor ein paar Monaten 8% gegeben, dann waren es vielleicht sogar noch weniger. Schlimmstenfalls. Und das war tatsächlich aber die Phase, wo ich dann auch selber gesagt habe, das fühlt sich jetzt nicht mehr, ich fühle mich nicht mehr gut. Ich fühle mich irgendwie gerade nicht mehr gut.
SPEAKER_04Und ich finde das auch, was du jetzt allgemein in mir auch als Feedback gegeben hast, was ich dir dann auch wieder rückspiegel darf, du hast ein irre gutes Körpergefühl für dich. Das sieht man auch im Fragebogen. Und das widerspiegelt auch genau das, was du sagst. Du spürst diese Veränderungen und die Zahlen untermauern das. Und da ist alles, wie gesagt, sehr stimmig und du spürst genau, was jetzt auch dein Körper mit dir tut, was du früher vielleicht eher nicht so geschafft hast zu deuten. Und jetzt bist du viel mehr mit dir auch verbunden. Weil das macht der Sport ja auch sehr.
SPEAKER_02Das ist genau das. Das ist genau das, was ich zu dir auch schon gesagt habe. Dieses Körpergefühl, das kenne ich so schon lange nicht mehr. Also ich würde nicht sagen nicht, aber es ist schon intensiver geworden. Und dieses rein Spüren, wenn was kommt. Zum Beispiel, wenn irgendwie, wenn die Jungs aus dem Kindergarten oder aus der Schule irgendwas plötzlich ein Virus daher schleppen, ich rieche das förmlich, bevor irgendwer noch geniest hat. Das ist wirklich ganz komisch. Amfang haben wir gedacht, das bilde ich mir jetzt wahrscheinlich ein. Nur mit dem Ergebnis dann, dass ich am nächsten Tag in der Früh aufgewacht bin und mir gedacht habe, nein, ich bilde mir das nicht ein. Habt ihr? Okay, nein, ich habe es mir nicht eingebildet. Zinkt nachgeschoben, am nächsten Tag wieder raus aus dem ganzen Ding. Also ich habe das irgendwie durchnavigieren können, das war echt erstaunlich. Und allein deswegen schon, wenn es nur der eine Grund wäre, dieses Sport- und Ernährungsthema so zu priorisieren, dann reicht mir das schon für den Rest meines Lebens, das so durchzuziehen. Weil ich kann nur jedem nahelegen, sich so ein Körpergefühl anzueignen und zu erarbeiten. So lebt es sich nämlich einfach ein bisschen schöner. Und das war ja lustig, weil sie haben gesagt, Longevity ist nicht unser Ziel im Sinn von, ich will, mein Plan ist nicht, so lang wie möglich zu leben, sondern die Zeit, die ich habe, so gut wie möglich zu leben. Und nicht nach meiner Physiotherapie, nach dem Unfall habe ich das Gefühl gehabt, ich bin 70. Und da haben wir gesagt, wenn so alt werden sich anfühlt, dann will ich gar nicht alt werden. Jetzt gehört, habe ich das Gefühl, das können wir auch gerne noch 30, 40 Jahre vor weiterspielen. Und das würde ich gerne halten.
SPEAKER_04Ja, und das ist ja eben diese Lebensqualität, von der wir alle reden. Und das, wo man dich bremsen muss, und da hat der Daniel eben super Leistungen vollbracht, ist eben, dass du nicht übertreibst, dass du auf die Regeneration schaust, dass du den Schlaf, sieht man ja auch da ganz gut, dass du den Schlaf priorisierst. Und wenn man da am Anfang so eine Bremse braucht, beziehungsweise wenn man über diese Daten auch ein bisschen erkennt, okay, wo braucht denn diese Person die Bremse? Es gibt ja auch andere, die brauchen einen Antreiber. Also da gehörst du nicht dazu.
SPEAKER_02Hat der Daniel von Anfang an gesagt, sondern eine Bremse. Im Trainingszentrum gestanden, aber beim Krafttraining sogar noch irgendwie gesagt, die meisten meiner Athleten muss ich motivieren, irgendwie durch Löcher durchzukommen, die muss ich die ganze Zeit nur bremsen. Ja, ist doch schön, oder? Ist doch für dich auch ein schöner Job.
SPEAKER_00Das ist eigentlich mein normaler Job. Also alle meine Coaches sind eher da, weil sie eine Bremse brauchen, nicht weil sie ein Gaspedal brauchen. Also die haben ein gut ausgeprägtes Gaspedal.
SPEAKER_02Du suchst da, glaube ich, die hochmotivierten. Nein, die finden mich. Die finden dich.
SPEAKER_04Wirklich generell eher so die Personengruppe, die beim Daniel landet, mit großem Herzkreislauf-System. Das ist ja auch meistens der große Antrieb dann dahinter. Außer es hat sich dann schon eine Erkrankung ergeben, weil eben dann was passiert ist.
SPEAKER_02Entschuldigung.
SPEAKER_04Und dann eigentlich abschließend Ernährungsplan. Also der Vorschlag wäre da für dich, zwischen 2800 und 3200 Kilokalorien zu.
SPEAKER_00Ich hab's gewusst, genau, auf das habe ich gewartet. Ich sitze seit weit nicht wie langer Zeit da und denke immer so, ich freue mich auf die Zahl.
SPEAKER_02Ich habe es gewusst. Wo waren wir bei 2500 Schätzung? Ach du, okay, das ist wie? Okay, also natürlich, es erklärt jetzt wiederum auch vieles für mich. Weil also ist 3-2 ohne Sport. Ohne Sport. Okay, weil ohne Sport.
SPEAKER_04Einfach auch, weil du jetzt hohe Umfänge hast, weil du so ein großes System hast, weil du generell groß bist, weil du viel Muskulatur hast, weil du niedrige Hautfalten hast, du hast ein hocharbeitendes System. Und das will gefüttert werden.
SPEAKER_00Wir haben ein größeres Chassis. Einen größeren Motor.
SPEAKER_02Ja, ja, das ist ja alles schon cool, aber ich habe 2,5 ja schon für relativ hoch gehalten und habe man, und das ist, das muss man ja füllen, 2,5. Also ganz ehrlich, das ist unfair. Es ist ein bisschen.
SPEAKER_00Wir haben in einem Podcast dabei, wie man über 3-2 geredet. Ich weiß ja, wir haben bei dir über 3-2 geredet und da haben wir, boah, der arme Typ von 2200 Kalorien. Und seit man meine Diagnostik macht, haben liege ich die in die Ohren, dass wir sagen, okay, ich möchte eine Diagnostik machen, weil ich genau das vermutet habe. Aber ich hätte es gern in Zahlen gegossen, deshalb freue ich mich jetzt auch so, dass wir es in Zahlen gegossen haben.
SPEAKER_04Hast nicht vergessen, du bist fast 1,91 Euro, das heißt 840 Kilo. Das braucht halt Energie und du bist leistungsfähig und du machst regelmäßig Sport.
SPEAKER_02Man sollte über dieses Thema endlich auch politisch und gesellschaftlich diskutieren, weil das ist unfair, wie viel mehr ich für Essen ausgeben muss. Das ist unfair. Aber gut, das ist jetzt ein anderes Thema. Das ist anderes. Das schwenkt die heutige Folge gut. Ja, ich bin jetzt tatsächlich ein bisschen überrascht.
SPEAKER_04Aber das war jetzt ein gutes Schlusswort für mich.
SPEAKER_02Ich werde mein Bestes geben. Du hast den Christian fast Spaß ausgemacht.
SPEAKER_00Ist nicht oft vorgekommen.
SPEAKER_02Aber so war.