Plan T

#20 – Olympia, Dopingkontrollen und die Wahrheit hinter dem Leistungssport

Martin und Tom Season 1 Episode 20

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Wir schauen auf unsere erfolgreichsten Podcastfolgen, sprechen über überraschende Zahlen, unsere Lieblingsmomente und darüber, wie sich der Podcast seit Folge 0 entwickelt hat.

Außerdem geht es um Bauch- und Kopfentscheidungen im Sport, den Einfluss von Social Media auf Leistungssportler, Ernährung, Zuckerfrei, Supplemente und die Frage, warum Leistungssport heute anders funktioniert als noch vor einigen Jahrzehnten.

Zum Abschluss gibt Tom noch spannende Einblicke hinter die Kulissen von Dopingkontrollen bei Olympischen Spielen und internationalen Wettkämpfen – ein Bereich, über den kaum gesprochen wird.

Wie immer irgendwo zwischen Leistungssport, Alltag, Familienleben und einer guten Portion Plan T.

SPEAKER_00

Habe ich auch gelernt. Hatte ich jetzt letztens im Podcast, hat einer gemeint, naja, wir sind halt nicht mehr die Bauchmenschen. Wir sind halt, wir müssen alles durchdenken, es muss alles logisch sein, aber so auch gerade Entscheidungen zu treffen und dann dazu zu stehen und einfach mal sagen, okay, linksrum. Obwohl man nach zehn Sekunden weiß, naja, rechtsrum wäre vielleicht theoretisch besser gewesen, aber wer weiß, dass du. Aber bist du mehr der Bauch oder mehr der Kopfmensch? Ich glaube, wenn ich auf einem Feld bin, wo ich mich auskenne, bin ich super schnell Bauchmensch. Dann treffe ich auch mal so im Sport auch mal Entscheidungen, wo ich eigentlich sagen würde, okay, macht keinen Sinn, aber let's try it oder try and error. Was sagen da die Trainer zu dir? Oder was denken sich daraus, denkst du? Naja, der Trainer war jetzt nicht so begeistert nach dem zweiten Fehlstart in Saggett inzwischen im B-Lauf, als ich war. War das wirklich ein Frostart? Ja, lässt sich drüber streiten, aber über offizielle streitet man nicht und das akzeptiert man, diese Entscheidung. Aber wenn sie theoretisch, wenn es die gleiche Starterin wie im Zwischenlauf war, wo ich einen Bombenstart hatte, der vielleicht auch ein bisschen risikoreicher war, dann wäre es der dritte offensive Start gewesen und dann wäre es nur menschlich gewesen, hätte sie sich das gemerkt und gesagt, so, jetzt habe ich mal die Chance, was zu machen.

SPEAKER_01

Okay, na gut. Aber war schon blöd. Ich war ja bei den Seniorenmeisterschaften im Volleyball, hab da fotografiert und da war ja, jetzt fällt mir der Name nicht ein, aus deinem Verein, der jetzt auch einen Trainer macht, der Junge. Ah, okay. Der Nils. Ja, genau, der Nils. Der war ja auch da. Und da hat er mir mal Updates gegeben, weil er es im Livestream, also er hat es mir dann auch im Livestream gezeigt, haben wir nochmal zurückgespult.

SPEAKER_00

Naja. Ja, witzig, ja, passiert. Muss man auch mal mitgemacht haben oder auch nicht. Ja, man lernt dazu. Aber genau, bist du denn Bauch- oder Kopfmensch?

SPEAKER_01

Das ist super schwierig. Ich glaube, ja, eher auch so wie du. Also es gibt Phasen, da mache ich das aus dem Bauchhaus, aber ich zerdenke auch viel. Manchmal zu viel.

SPEAKER_00

Und ich glaube, das ist auch so, also naja, oder ich denke fast im Sport oder Allgemeinsportler sind trotzdem mehr Bauchmenschen, weil sie halt schnell Entscheidungen treffen müssen. Also sei es jetzt beim Fahrradfahren, irgendwie ein Hindernis ist vor dir oder es fällt jemand vor dir, dann musst du aus dem Bauch heraus entscheiden. Und so ist es, also in jedem Sport.

SPEAKER_01

Das ist ja dann die Erfahrung, wo man dann halt nicht wirklich nochmal krass darüber nachdenken muss.

SPEAKER_00

Aber da lernt man trotzdem halt schnell Entscheidungen zu treffen und jetzt nicht, okay, fahre ich jetzt links, da Baum oder rechts, weil du springst drüber, da hast du eine Mauer. Also ja, man lernt das, glaube ich, mehr und das ist das Schöne am Sport. Dann bin ich eher ein Bauchmensch.

SPEAKER_01

Dann haben wir das jetzt geklärt. Da habe ich die erste Quizfrage an dich. In wie vielen Situationen in den Rennen hast du aus dem Bauch heraus entschieden? Jedes dritte Rennen. Und wie viele davon sind positiv ausgegangen? Das weiß man nicht, aber ich würde auch sagen, 50-50. Okay. Das ist doch eine gute Ausbeute.

SPEAKER_00

Also es gibt wenige Rennen, wo ich sage, also da habe ich wirklich am Anfang eine falsche Entscheidung getroffen oder auch zwischendurch. Also, wo ich jetzt sage, okay, also das würde ich jetzt gerne mal wiederholen und anders machen.

SPEAKER_01

Ja, okay. Hattest du doch schon mal Situationen, wo du den Start total verkackt hast, aber hinten raus dann noch geschafft hast?

SPEAKER_00

Na, das ist oft so. Aber ich würde es nicht als verkacken sehen. Ich finde, der Start gehört dazu. Und das ist gerade auch im Training, ist auch mittlerweile so, immer wenn es mal einmal dann, wenn man im Training einen schlechten Start hat, wird sofort abgebrochen, gesagt, okay, Trainer, lass neu machen. Aber genau diese Situation, du musst da einfach drüber bügeln. Also egal, wenn da jetzt der erste Schlag, der komplett rein ist, du musst einfach weiterfahren. Deswegen zähle ich das dann nicht als schlechten Start, sondern als, ja, du musst halt durch. Also hast du dann gehört mit zum Rennen. Aber gab es sicherlich auch.

SPEAKER_01

Okay. Na ja, kommen wir mal zur Quizfrage zu unserem Podcast. Wir sind ja seit Oktober sind wir online. Wir haben jetzt theoretisch schon 20 Folgen draußen, weil wir Folge 0 haben. Also wir sind jetzt schon eigentlich in der Folge 21, aber es ist die Folge 20. Die Verwirrung ist verwirrt.

SPEAKER_00

Aber dann sind wir ja bei der Folge 21. Genau, ja, aber die heißt die heiß 20. Weil wir mit der 0 gestartet haben. Das können wir noch verwirren. Stand jetzt, wo wir aufnehmen, ist aber nur Folge 18 online. Wir hauen halt schon mal schneller raus.

SPEAKER_01

Ja, ja. Nee, die kommt heute, tatsächlich wird sie heute online gehen. Ich habe die vorhin noch geschnitten und alles vorbereitet. Und noch trainiert. Also ich war heute Nachmit wieder on point, hat mir gefallen. Top 5 Folgen, was denkst du? Ich würde sagen, die zweite Folge. Auf welchen Platz wird sie setzen? Platz zwei. Für alle, das ist die Olympia in München Folge. Oh, die zweite Folge war das schon? Ja.

SPEAKER_00

Ja, okay, krass. War alles gut oder nicht gut? Naja, egal. Dann zum Ende sind wir ein bisschen, da sind wir vom Rhythmus abgekommen. Wir haben da ein bisschen viel Übernäherung gequatscht, deswegen würde ich so die Folge 5 als Topseller nehmen. Nee, die ist nicht mit dabei. Okay. Folge 0 hat sich aber vielleicht jeder angehört, deswegen und dann Top 3 die Folge 0. Und dann habe ich noch 2 oder so.

SPEAKER_01

Du hast jetzt, genau, du hast jetzt noch drei Folgen. Nee, noch zwei Folgen. Na, wahrscheinlich Folge 10. Nee. Okay. Du hast jetzt Folge 2 und Folge 0. Die sind drin. Die sind drin, ja. Ah, und ich muss jetzt, bis ich. Also Folge 7 noch. Ich kann, nee, hast du auch. Also top-Folge ist Folge 0, was soll schon schief gehen? Tatsächlich. Wie viele Leute haben sie da? Da haben wir 191 Aufrufe bekommen. Genau. Ist jetzt die Frage, ich kann das nicht sehen, was jetzt doppelt war. Also wenn jetzt jemand 2 mal sozusagen sich die Folge angehört hat, was ich nicht vermute, dann würde das da, glaube ich, mit reinziehen. Aber das ist die Top. Dann haben wir Folge 3, Toms Weg zum Profi. Logisch. Hast du FIFA D erzählt? Dann Folge 1 vom Schokokuchen zu 5 Liter. Dann Folge 2 und Folge 4 Martin ganz privat. Stimmt. Ich habe es auch eingeschafft mit meiner Story. Also wie viel, also was ist dann die fünfte Folge? Wie viele Aufrufe hat die? Das ist die Martin ganz privat, die hat 89.

SPEAKER_00

Also haben wir schon ein ganz schönes Gap drin. Da ja. Und was ist jetzt so die Folge, die vielleicht noch, die wir ein bisschen promoten müssen? Alle Folgen. Hört ihr euch alle rein? Sind alle, naja, sind alle so bei 25 Aufrufen jetzt oder wie?

SPEAKER_01

Achso, wir sind im Durchschnitt. Wir haben zum Beispiel, das kann ich so gar nicht sagen. Das habe ich hier nicht. Wir haben auf jeden Fall insgesamt alle Folgen zusammen wir über 1500 Leute, die sich das angehört haben. Alle Folgen. Das ist gut. Genau.

SPEAKER_00

75 im Schnitt.

SPEAKER_01

Ja, die sprechen hier von Downloads. Also wenn man sich die anhört, ist das halt ein Download und dann zählt das. Ja, eigentlich nicht schlecht.

SPEAKER_00

Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte, aber dann machen wir einfach ein bisschen einen Podcast rein. Laden mal, dann können ja die Leute weiter zuhören.

SPEAKER_01

Super, jetzt habe ich viele Fragen schon vorweggenommen, weil ich dir das schon erzählt habe. Klasse. Siehst du, das war ein Trick. Nicht nur du kannst Marketing. Ich kann mal. Aber theoretisch hast du schon gehört, Frage, welche Folge war erfolgreicher? Toms Weg zum Profi oder Schokoladenkuchen zu 5 Litern?

SPEAKER_00

Oh, das war richtig mies jetzt. Toms Weg zum Profi. War Nummer zwei. Weil erst war null, dann zwei, dann eins, dann fünf, dann vier. Oder? Ja, das ist richtig.

SPEAKER_01

Ah, das hab ich dir noch, das hab ich dir noch nicht erzählt. Welche Folge hat aktuell in den letzten 90 Tagen die meisten Downloads? Drei Auswahlmöglichkeiten: Leistungsdiagnostik statt Disneyland, Weltcup vor der Tür, Portugal und Supplement. Weltcup vor der Tür. Ja.

SPEAKER_00

Wie viel Aufruf?

SPEAKER_01

Muss ich schon mal hochgucken. 60.

SPEAKER_00

Naja, Kümmel, also ich weiß ja, ich weiß ja, du, also du hast ja zwischendurch auch deinen Job gewechselt. Siehst sehr glücklich aus. Ach, vielen Dank, ja. Hast du auch wieder aufgehört, Zucker zu essen? Also du hast ja in Florida, kann man ja mal schon so sagen, hast du ja zum Superbowl wirklich gefressen.

SPEAKER_01

Ja, das stimmt, ja. Obwohl ich immer noch sagen muss, dass ich mich trotzdem zurückgehalten habe. Also ich habe schon viel gegessen. Man musste es in Verhältnis sehen, was ich früher gegessen habe.

SPEAKER_00

Also von außen sah das nicht nach Zurückhaltung aus, dass ich einfach die Schokoladentafel da so leicht in Schoß gestapelt, damit er nicht so oft gehen muss. Ja, das stimmt. Nur hast du halt dort im Sitzen neben mir gegessen. Ich bin halt einfach zum Befehl gegangen, haben dort schon zwei gefunden und nur eins mit vorgenommen. Es ist sah da noch weniger aus.

SPEAKER_01

Tja, ich mach da keinen Hehl draus, aber tatsächlich, witzige Story, früher habe ich mir, wo ich meine dicke Phase hatte, beim Fernsehen gucken, habe ich mir die Gummibärchen auf die Brust gelegt. Aus der Tüte schon raus und hat die dann am Tag gegessen. Haut und Wartageschmann. Nee, nee, ich hatte ein T-Shirt an. Achso. Also so zivilisiert war ich dann schon. Aber nee, weil ich gesagt habe, man muss das ins Verhältnis sehen. Ich komme halt aus einer Phase, wo ich sogar schon so viel gegessen habe, zwischen Süßes und Salzigen immer wieder, dass es mir schon hochkam und ich es mit der nächsten Süßigkeit einfach wieder mit runtergeschluckt habe. So krass war ich. Du hast die neue Folge dann quasi von, weiß nicht, wie viel Kilo zu. Von ich glaube 120 habe ich mal gewogen. Nicht reines Fett, habe auch viel Krafttraining gemacht. Da hatte ich immer das Arnold Schwarzenegger-Programm gemacht. Also Pumpen, Pumpen, Pumpen. Und wie viel wiegst du jetzt? 80. Nach dem Urlaub habe ich 83 gewogen. Das war aber früh gleich. Da hast du nichts zu essen gegeben. Nee, natürlich nicht. Die ist jetzt alles selber. Nee, aber ich denke so, das schwankt immer normal zwischen 86 und 89. So in der Drehe bin ich. Ja, okay. So habe ich mich eingepilgelt, ist eigentlich ganz entspannt.

SPEAKER_00

Ja. Das ist echt gut, naja. Ich glaube, Punkt 1 wäre, dass wir vielleicht können wir irgendwie einen Beitrag-Post oder wie nennen wir das Feedpost, also nur so ein Bild oder so pro Folge wieder hochladen, dass es ein bisschen präsenter wird, quasi auf Instagram quasi. Man muss ja nicht mal irgendwie da was reinschnippeln oder so. Totsport soll ja nicht zu aufwendig sein, aber das habe ich auch jetzt auf meinem Kanal gesehen, dass es halt gar nicht mehr so richtig präsent ist. Also hat mich mal jemand gefragt, ja, wir machen das noch, laden es auch hoch, aber so wie damals zweimal, dreimal die Woche, da noch eine Werbung gemacht. Naja, wir haben halt nicht mehr zu tun, aber ja.

SPEAKER_01

Ja, die Prioritäten haben sich gerade ein bisschen geshiftet, aber eigentlich habe ich auch Bock. Also mir macht das ja auch Spaß, das Kreative. Aber manchmal merke ich, wenn ich einfach bis den ganzen Tag schon am Rechner gesessen habe, mir fällt es auch super schwer, Videos zu schneiden. Das hatte ich jetzt mit unserem Biografen auch, der da auch noch so viele Projekte auch, also hat ein paar Projekte offen anscheinend. Und manchmal findet er auch nicht so den Zugang bei so einem geilen Wetter, dann halt lieber will er eigentlich draußen Spurt machen. Und wenn du dich dann wieder an den Rechner setzt, ist halt manch eine Überwindung.

SPEAKER_00

Nee, man muss es kurz machen, es muss nicht immer schick sein. Nee. Man darf da nicht in Schönheit sterben.

SPEAKER_01

Das Problem habe ich, ich habe einen hohen Anspruch an mir selber.

SPEAKER_00

Mein Kanal siehst du mein Profil da ist halt mehr Masse statt klasse.

SPEAKER_01

Das stimmt, ja. Quantität statt Qualität. Aber nee, ich finde ja deine Videos eigentlich ganz gut. Und wir haben ja schon mal festgestellt, die Videos, wo du ruderst, die gehen ja eigentlich am besten. Das wollen die Leute ja auch sehen am Ende.

SPEAKER_00

Ich darf die Leute auch nicht beim ersten Mal darauf hinweisen, dass die Rudern gesagt haben. Und nicht gerade.

SPEAKER_01

Das ist bei mir immer noch alles das Gleiche.

SPEAKER_00

Nee, aber man, ja. Paddel.

SPEAKER_01

Aber anstreng genommen ist doch ein Ruder auch ein Paddel, oder? Halt nur größer.

SPEAKER_00

Ja, ist alles auf dem Wasser. Aber da muss man ja nochmal einen kurzen Einschub. Wir waren gestern, haben wir die Stipendium-Sportstipendien der Stadt Dresden verliehen bekommen, 2026, und gleichzeitig haben sie dann noch das 50-jährige Jubiläum der Dresdner Olympiamedaillengewinner von 1976 gefeiert. Krass, in welcher Sportart? In allen. Die haben als Dresdner Sportler genauso viele Goldmedaillen geholt wie wir in Paris als ganz Deutschland. Zehn Stück. Also unvorstellbar. Und die sind ja alle jetzt, also rein rechnerisch, über 70 müssen sie ja sein. Oder ja, Ende 60. Die waren fast alle fit wie Tornschuh. Logisch. Und also das war krass. Also die waren klar, das war eine Inspiration. Und na klar, die eine hat auch gesagt, wer nicht säuft, dessen Boot nicht läuft von den Ruderern. Aber hat sie einfach so rausgehauen und das war damals, glaube ich, auch so. Und eine dreifache Olympiasiegerin im Eisschnelllauf meinte auch, naja, heutzutage hat sie das Gefühl, dass sich die Leute viel mit anderen Themen beschäftigen? Wir haben halt Sport getrieben und waren dadurch erfolgreich und nicht so ganz viele Randthemen so dachte so, hm, naja, Podcast, Instagram, wie auch immer. Die haben gesagt, es wurde alles für einen gemacht. Die mussten nur trainieren, essen und schlafen.

SPEAKER_01

Würdest du sagen, dass man, dass es jetzt trotzdem schwieriger ist, so erfolgreich zu sein, weil es einfach zu viele gibt, die halt noch besser sind, weil einfach die Trainingsmöglichkeiten viel, viel besser sind, man mehr Zugang hat?

SPEAKER_00

Ich glaube, also nein. Na doch, einerseits ja, also man kann sich, also die Welt ist halt viel verletzter, man kann mehr überall hingehen. Also man kann, auch die Deutschen können ins Höhentraining da in Spanien, Sierra, Nevada hinfahren. Gut, das konnten damals halt nur die Spanier, Spanier. Das stimmt, ja. In die Höhe. Aber dafür haben wir Hochdruckkammern gebaut. Aber ich würde sagen, halt, das außenrum ist viel mehr geworden, für die Sportler halt wichtiger und du kriegst viel mehr mit, was so der Außenwelt passiert. Ich glaube, früher war es einfacher, die Sportler an sich abzuschotten und zu sagen, okay, das ist jetzt hier euer Job, part of the game. Und man wurde gar nicht so, Social Media gab es nicht. Also es war in meinem Anfängen, wo ich 2009, 10, 11, Junior war, aber auch zwölf so, ging es langsam mit Facebook los. Ich glaube, ich habe mich 2010 bei Facebook angemeldet und dann da auch mal ein paar Videos hochgeladen und so, auf der Sportlerseite. Ja, das ging damals auch schon gut. Aber da ging das eigentlich erst los, dass man Videos und Material, tägliche Trainingsziele, die irgendwie erreicht haben, von anderen gesehen hat. Vorher wusste man das nicht. Da wusste man, okay, der trainiert, ja. Dann sieht man nächstes Jahr wieder im Sommer, ja. Aber was der den ganzen Winter macht, ob der jetzt in Südafrika ist oder das wusste man einfach nicht. Und das war dann, und jetzt so innerlich, natürlich, wenn man irgendwie angeschlagen ist oder etwas nicht machen kann oder wie auch immer verhindert ist und das dann sieht, das schönste Bild bearbeitet, wie auch immer, auch wenn das vielleicht schon vor zwei Wochen war, das macht einen, wacht was mit einem im Körper.

SPEAKER_01

Und jetzt schwieriger geworden. Ja, aber an sich ist es ja auch cool für Fans, dass sie einen leichteren Zugang haben und auch sehen, dass es harte Arbeit ist, dort zu stehen, wo du jetzt auch stehst. Ist ja nicht einfach so gekommen. Und dann machst du dich ein bisschen, du bist ja nicht so abhängig von denen, wenn du mehr mitbekommst. Ist zwar auch für den Kopf dann wieder anstrengender, aber früher war es vielleicht so, da haben die vielleicht irgendwelche Chancen dann nicht so nutzen können, weil sie davon nichts mitgekriegt haben. Aber ich sehe es zum Beispiel beim Basketball. Die Qualität des Spiels hat ja auch zugenommen in dem Bereich. Und ich denke, dass Stars von früher. Es gibt Ausnahmen, würde ich sagen. Sowas wie, der ist ja in aller Munde wie Kobe Bryant, Michael Jordan. Aber ich würde auch sagen, Larry Birds ist so ein Typ oder Doug Niewitzki, das sind alles, die würden mit ihrem Spielstil heute noch sehr erfolgreich sein. Obwohl das ja damals ein ganz anderer Basketball war. Deswegen, auf der einen Seite steigt das Niveau, aber es gab schon Talente früher, die das Niveau eigentlich von heute auch schon hatten. Deswegen haben die die Liga halt damals so dominiert.

SPEAKER_00

Ja, also das gebe ich dir recht. Na klar, es entwickelt sich es auch immer weiter. Man sammelt mehr Daten, man kann die auswerten, ganz einfache Dinge umstellen, neue Ideen. Das wäre ja komisch, wenn sich halt dann niemand, also wir haben ja alle Schimpansen. Man kann es jetzt vergleichen. Im Kanu zum Beispiel ist es halt 500 Meter, war früher bist du losgefahren, hast ein Mittelstück gemacht, also runtergegangen und dann wieder zum Ende hin los. Heutzutage fährst du halt los und durch. Also so und dieses Punkt im Komma ist immer weniger weggegangen. Also es wird einfach immer volle Sau, bis man nicht mehr kann. Und das war früher undenkbar, dass das irgendjemand macht. Ja, also und dann haben es halt die ersten probiert und dann hat sich das so entwickelt und jetzt machen es halt alle neun von den neuen, die dastehen. Am Anfang war es halt eine oder zwei. Musste aber, ne? Ja, und so hat sich das halt über die Jahre. Und also, ja, also klar.

SPEAKER_01

Kannst halt dadurch mehr verdienen, wenn man es gut macht. Zum Beispiel, das fand ich krass, wir haben ein Memory-Spiel mit berühmten weiblichen Persönlichkeiten. Und da ist auch eine Sprinterin dabei, die immer noch den Weltrekord hält und was denkt in 100 Metern, was denkst du, wann hat die den aufgestellt? 2004. 88. Ja, 1988. Und der besteht immer noch. Ja. Mit 10 Sekunden und 10,49 Sekunden. Und das ist krass, obwohl ja eigentlich man sagt, die Athleten sind viel optimierterer, weil man halt auch mehr Trainingstechniken und so dazugelernt haben, aber in dem Bereich gilt halt dieser in 200 Metern auch 88 aufgestellt. Also das kostet, dass es so noch Weltrekorde gibt, die ja damals mal, die bis jetzt noch nicht geknackt wurden.

SPEAKER_00

Daran arbeiten jetzt die Enhanced Games, aber wird ja nicht ja nicht angehen.

SPEAKER_01

Ja, finde ich, das hat ja Schwachsinn. Also, also schon rein Gesundheitsfaktor, ist es total scheu, das zu machen.

SPEAKER_00

Ja, es ist halt amerikanisch. Also man sieht, wo es herkommt, womit sie dann ihr Geld verdienen. Ich hätte mal einen Podcast, also beim OMR-Podcast war auch mal der Gründer oder CEO von diesen Enhanced Games und hat das so erklärt, einige Dinge ergeben schon irgendwie Sinn, also was er so erzählt, aber es ist halt alles amerikanisch. Und das ist, macht es keinen Sinn. Und eine komplette Show. Was ist denn der größte Sinn dahinter? Ich glaube am Ende Geld mit der Pharmaindustrie zu verdienen. Also indem die jetzt da irgendwelche Tests machen unter Laborbedingungen, okay, wie viel kann man jetzt nehmen, um trotzdem noch dann nicht umzukippen. Und dann verkaufen die diese Daten, weil irgendwie hat er auch gemeint, naja, dann die Sportler, die unterschreiben, also die dann diesen Weg gehen. Also keine Ahnung, ich verstehe nicht, wie man als Sportler so einen Weg gehen kann, aber die unterschreiben da, dass sie halt ihre Arzt da ihre Gesundheitsdaten komplett abgeben, also für die nächsten X Jahre. Und dafür bekommen die natürlich viel Geld, weil sie halt dafür viel anfangen können. Okay, das sind halt menschlich, also eigentlich, weiß nicht, ob du das dann schon so werten kannst, wie, okay, das sind halt eigentlich die modernen Tierversucher, also nicht Tierversorgungen. Menschenversuche Menschenversorgatoren, die du da früher dann auch hingestellt hast, geguckt hast, was passiert. Oder ab welchem Punkt wird es kritisch.

SPEAKER_01

Ich frage mich halt, warum? Der Vorteil ist ja nur, dass man Daten sammelt, das verkaufen kann und die Produkte verkaufen kann. Das ist ja einfach, man will eigentlich nur Geld damit machen, aber ich verstehe den Sinn dahinter nicht, weil, auch wenn ich nicht dope, kann ich ja mich zum Optimum bringen mit erlaubten Mitteln. Und dann, ja, dann läuft es halt so, dass ich, wie jetzt hier dieser Weltrekord, dass der halt mal für eine ganz lange Zeit nicht gebrochen hat, aber das ist ja auch nicht so schlimm. Also es ist ja jede Spiele, jeder Wettkampf ist ja für sich gesehen schon immer krass. Man muss ja nicht unbedingt immer irgendwelche neuen Zeiten, neue Rekorde aufstellen. Das finde ich halt ein bisschen, naja, nicht so.

SPEAKER_00

Ja, aber der einzige Rekord, der aufgestellt wurde, da, da ist der alleine geschwungen. Also, ja, der wurde aufgestellte Rekord, 50 Freistil oder der. Also ist ja keine, ist ja kein Rekord, ist ja was auch immer, eine Zeit, die halt unter Doping da erreicht wurde, ist der alleine im Becken geschwommen. Also, wie wenig Spaß macht, also dafür macht noch weniger Sport. Also, das geht doch um die Gemeinschaft, Gesellschaft, um die Werte, um die Fairness, um das, was du alles so mit ins Leben nimmst und versuchst dann auch irgendwann mal zurückzugeben. Und das wird eigentlich komplett verkauft, aber super kontrovers quasi hingestellt. Jetzt unterhalten sich alle drüber, weil es kontrovers ist. Na klar, und das ist so ein bisschen eine Presse, der ist schon krass. Ja, und ist halt eine Presse, und am Ende in fünf bis zehn Jahren könnt ihr sagen: Okay, ihr könnt euch noch daran erinnern, jetzt haben wir es und jetzt könnt ihr es kaufen. Die werden damit richtig viel Geld verdient. Ja, es werden auch viele daran zugrunde gehen.

SPEAKER_01

Also nicht die Sportler, sondern die Industrie, die dahinter steht. Also ein paar Sportler werden damit auch gut Geld verdienen, aber das hauptliche Geld kriegt auf jeden Fall die Industrie. Aber viele werden daran zurückrunde gehen, so wie es ja jetzt schon ist. Ich habe auch schon mal ein YouTube-Video gesehen, da hat einer einen Selbstversuch gemacht, der wollte bei so einem Ultraren, Fahrradrennen mitmachen und der wollte testen, ob er, wenn er dopt und trainiert, besser ist und welchen Rang er sozusagen erzielen kann in dem Rennen. Und da hat sich dann ein Arzt geholt, der, glaube ich, aus Russland, der auch schon Profis gedopt hat und da hat er mit denen das wirklich, es hat immer ein Gespräch gehabt, geguckt, wie viel Milligramm von dem muss ich zu mir nehmen, was für Training muss ich machen und um sozusagen das Optimum aus dem Körper rauszuholen. Am Ende hat das Rennen nicht gefinischt. Also es war völlig für die Katze. Den musste vorzeitig abbrechen, weil es nicht mehr ging. Und der war das an sich schon im Rennen super schlecht. Also schlechter als das letzte Mal, wo er auch schon abbrechen musste. Also es hat dann eigentlich gar nichts gebracht, dass er gedopt hat. Also, naja. Aber sollen sie machen, die wissen ja, sind ja erwachsen. Ich kam eigentlich ganz gut klar. Da ich ja viel im Ausstauberbereich bin, ich wollte früher auch immer einen dicken Arm haben und viel Muskulatur, aber ich habe jetzt festgestellt, wenn ich jetzt schweres Training machen würde, ich würde mich, glaube ich, eher die Gelenke kaputt machen.

SPEAKER_00

Ja, das ist auch. Ich supplementiere ja auch. Einfach der Regeneration wegen. Also da sprechen wir halt über Magnesium und Eiweiß und vielleicht mal Kreatin. Kreatin ist ja auch das meistunsuchteste Ngänzungsmittel. Aber ich scheitere dann immer an meiner Faulheit, dass ich es irgendwann vergesse zu nehmen. Ah, okay. Und ich merke nichts. Also so, wo ich es, also andere sagen, okay, das ist ein bisschen mehr Wassereinlagen, ein bisschen explosiver, ein bisschen ausgeruht, ein bisschen frischer am Kopf. Ich bin unfrischer am Kopf, weil ich dann immer daran denken will, muss, soll, dass ich es einnehme und ich merke nichts und dann sage ich mir, komm, also drauf geschissen. Also da hole ich mir lieber die Schokoriegel von nächsten.

SPEAKER_01

Gibt's nicht auf Netflix, ich glaube, das ist auf Netflix, gibt es, glaube ich, so eine Doku von irgendeinem Typen, die, ich weiß gar nicht mehr, ich kriege es gar nicht mehr zusammen, irgendwie, das ist wohl der fitteste Mensch und gesündeste. Und das geht auch so los, dass der erstmal gefühlt 20 Tabletten am Tag frisst oder am Morgen schon für irgendwelche Vitamine und das und dann sich unter ein spezielles Licht setzt, erstmal für 20 Minuten, damit die Haut sich wieder regenerieren kann und ein bisschen Bräune kriegt und dann macht der das.

SPEAKER_00

Damit ich lieber 20 Minuten länger schlafen, also kein Licht anhaben. Das hilft mir mehr. Aber was wirklich hilft, also manchmal, wenn ich so müde bin und so halt echt so durch und von, keine Ahnung, so leicht gestresst bin, dann knalle ich mir dann zwei Schokoriegel rein und dann merke ich wirklich so, nach zwei, drei Minuten, dann kommt dieser Zuckerkick. Das Dopamin ausstößt, dann ist einfach wieder Happy Life. Also das ist das, das ist das pures Doping, so eine Tafel Schokolade. Also da super ungesund, super abhängig davon. Aber da sage ich, okay, das spüre ich sofort was. Aber alles andere macht keinen Sinn.

SPEAKER_01

Wir haben im Urlaub natürlich auch ein Eis gegessen. Und ich muss tatsächlich, es war geil, es hat doch nach Eis geschmeckt, aber ich muss sagen, ich war, ich bin, wenn ich dann so süße Sachen oder ungesundes Zeug esse, bin ich oft enttäuscht darüber, dass es dann nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Also entweder der Geschmack war nicht so oder das Gefühl danach war, ich hatte oft auch ein schlechtes Gewissen, dass ich das gegessen habe. Was heißt schlechtes Gewissen eher? Manchmal finde ich das dann richtig sinnlos, dass ich es gemacht habe. Wo ich mir denke, ja toll, das habe ich jetzt wohl Kugeln mir reingeschlungen. Mein Gluklose-Wert ist einfach mal um 40 Milligramm gestiegen. Also eigentlich war es richtig sinnlos. Kannst du eine Möhre mitnehmen können, dran? Eigentlich könnte ich auch das machen, ja. Und dann fühle ich mich sogar besser. Aber man macht das halt ab und zu und wir haben es ja nie übertrieben. Und auf der Hochzeit, wo wir waren jetzt am Wochenende, hatten wir auch gesagt, ich habe zu Ihnen gesagt, da haue ich richtig rein, weil ich einfach Bock hatte. Aber ich habe gut gegessen. Also wenn es rein vom Blutzuckerspiegel, der war recht konstant bis zur Nacht hin, weil dann gab es nochmal einen Mitternacht-Snack Currywurst und Brot. Naja, und weiße Kohlenhydrate. Das steigt bei mir extrem. Durch den Urlaub ist mein Grundspiegel vom Blutzucker um 2-3 Milligramm gestiegen. Krass, das ist echt gut. Das ist echt, ja, ja, auf jeden Fall. Der geht jetzt langsam wieder runter. Also ich werde jetzt, denke ich, nochmal so zwei, drei Wochen brauchen, bis der sich wieder dann so um die 90, 95 Milligramm halt so einpegelt. Denke ich, gehe ich davon aus. Warte.

SPEAKER_00

Hast du denn noch Zahlen, Daten, Fakten?

SPEAKER_01

Ne, so wirklich Zahlen, Daten, Fakten habe ich nie. Ich habe noch andere Fragen. Zum Beispiel, welche Podcast-Folge hat sich für dich am ungewöhnlichsten angefühlt?

SPEAKER_00

Also am ungewöhnlichsten war die Podcast-Folge, die ich alleine aufgenommen habe im Flughafen in Frankfurt, da irgendwie 15 Minuten was reingesammelt habe, selber irgendwie noch komplett verschlafen war nach Flugverschiebung, Übernachtung im Hotel irgendwo in Johannesburg und vielen Taxifahrten. Und dann habe ich gesagt, hey Martin, schick mir mal bitte noch 10 Fragen. Ich nehme hier alleine eine Podcast-Folge auf. Ich glaube, es war auch die kürzeste mit 13 Minuten oder 15 Minuten. Ja, ja, ich habe dir, glaube ich, eine 5-Minuten-Sprachnachricht geschickt. Ja, die war echt lang. Ich habe nur so 20 Minuten gekommen, machst du 20 Minuten Podcast, aber da habe ich erst so 5 Minuten Martin angehört. Wollte eigentlich nur mein ganzes Drama loswerden, den Zuhörern, weil ich gesagt habe, ey, wenn ich zu Hause bin, jetzt auch noch anderthalb Tage später, dann habe ich erst recht weniger Zeit. Dann ist sofort Action. Ja.

SPEAKER_01

Ja, da muss ich auch sein, da war ich, glaube ich, im Urlaub, oder?

SPEAKER_00

Aber du hast Regelaune in der Sprachnachrichtung.

SPEAKER_01

Ja, das stimmt. Ich habe mir dann übrigens Gedanken gemacht, nee, was war es jetzt?

SPEAKER_00

Zwei, dreimal vorher war ich so, okay, das ist das Ende und dann widersprung.

SPEAKER_01

Ah, nee, wir waren bei der Firmfeier von der Inis. Da habe ich die Sprachordnung nachricht aufgenommen, bevor wir zur Firmenfeier sind, ja.

SPEAKER_00

Ja, und es gibt ja Leute, die machen dann auf zweifache Geschwindigkeit, aber ich kann das nicht. Ich muss das wirklich so erleben, damit ich weiß, wie die Person gerade drauf ist. Ja.

SPEAKER_01

Gab es eine Folge, bei der du danach dachtest, das hätte ich vielleicht nicht erzählen sollen?

SPEAKER_00

Ich bin gerade am überlegen, ob diese Folge, aber ich glaube, wir haben es gut geklärt. Also, dass wir immer interessant sind oder immer interessiert sind oder offen oder für Ideen und die auch besprechen. Aber ganz klar, das Thema Doping, also das lehnen wir ab. Ah, hundertprozentig. Und ich glaube, hier schlafen noch welche nicht. Genau, also weder auch tagtäglich getestet werden oder ich siebenmal, bis zu siebenmal im Jahr und auch jeden Tag angeben muss, wo ich bin, eigentlich fast stündlich. Und auch da theoretisch halt einfach jetzt in fünf Minuten jemand vor meinem Haus stehen könnte bis 22.30 Uhr, glaube ich, und sagen so, wir hätten jetzt mal Lust, dich pullern zu sehen. Mit Hose runter, mit T-Shirt nach oben. Dann stehst du dann nacklich vor dem und pinkelst den Becher. Naja, krass. Also alles schon gemacht. Ach, da gibt es auch viele Geschichten, lustige Geschichten. Aber ja, das musste auch können, da so einer fremden Person, die du eigentlich nicht siehst, einfach mal kurz dich komplett entblößen. Auf jeden Fall? Ja. Also das, da unter dem stehen wir immer Leistungssportler, aber.

SPEAKER_01

Wann war das letzte Mal bei dir, wo die gesagt haben, spontan Pinkler, also jetzt nicht hier in der Wohnung, aber einfach so nach dem Wettkampf oder so? Nee, ich glaube, beim letzten Mal waren sie im Bootshaus.

SPEAKER_00

Ah ja. Ja, ich weiß gar nicht, das war im April oder ja doch im April. Okay, wie fühlt sich dann dabei? Es kommt immer drauf an, also wenn das erste Mal nach zwei, drei Monaten ist, dann kann ich immer nicht so schnell auf Toilette, weil du musst halt, also du stehst halt da, musst Hände ohne Seife waschen. Dann lässt du halt die Hose bis auf den Boden fallen, stehst du halt unten nackt da, dann nimmst du das T-Shirt hoch, das klemmst du unter das Kinn, dass du halt oben auch komplett frei bist und dann stehst du halt vor dem und der steht gegenüber von dir und guckt halt, dreht sie vielleicht. Also so, das guckt halt schon hin, aber steht halt nicht so, also so richtig parallel zu dir, wo du denkst, okay, jetzt willst du noch halten. Machst du das extra Rand voll? Manche können das nicht. Ich sage oft so, okay, ich muss jetzt, obwohl ich eigentlich noch nicht kann. Weil man dann, wenn jetzt fünf, sechs Leute dran sind, dann kann es halt zwei Stunden sich ziehen, das Prozedere mit dem Eintragen und alles Mögliche. Deswegen gehe ich manchmal auf Risiko. Hat erst einmal nicht geklappt, du musst ja 80 Milliliter haben. Das wurde mir aber auch gesagt, du sollst eigentlich dann nur so 80 bis 100 Milliliter pinkeln. Das falls irgendwie was umkippt oder so, weil ich dann halt gesagt habe, am Anfang bin ich dann halt immer danach auf Toilette gegangen und habe halt alles andere losgelassen. Und er hat aber gesagt, naja, ich würde das jetzt immer mal drin lassen, bis ich aus der Tür bin, weil falls wir das irgendwie umschubsen oder irgendwas und du hast dann alles, du musst dann nicht auf Toilette mehr, dann warten wir drei Stunden. Und so, ja genau, versuchst du abzuklemmen, aber es gab schon einige, die haben halt dann einfach gesagt, nee, ich muss nicht klein, ich muss nur groß. Und dann haben die da mit dem Kontrolleur in der Toilette groß gemacht.

SPEAKER_01

Ach, das geht doch.

SPEAKER_00

Das geht auch. Das war aber manchmal auch was Persönliches. Aber auch da guckt der Kontrolleur dann, muss er zugucken.

SPEAKER_01

Na geil. Aber hast du mancher, so wenn das dann kommt, hast du dann mancher, obwohl du ja weißt, dass du halt der nicht dobst, aber so manchmal so, boah, fuck. Also dass man das dann so Gedanken macht oder gar nicht?

SPEAKER_00

Nee, eigentlich nicht. Das einzige Mal, also ich wurde bis jetzt nach allen drei Olympiasiegen, also wird eigentlich oft vom Platz 1, werden ein oder zwei dann aus dem Boot rausgesucht. Ich wurde jedes Mal kontrolliert. So ein Rio war so, okay, krass. Also jetzt Olympische Spiele, so gerade das höchste der Gefühle und jetzt sagt er hier, kommen sie mal bitte mit. Und du denkst dir so, okay, also jetzt hast du da viel so von 2014, von dieser Doku und so. Das brauchte ich bloß einer irgendwie angefasst haben oder irgendwas untergemischt und dann sagen sie hier, nee, jetzt also haben wir was gefunden. Und also selbst wenn du weißt, das warst du nicht, woher, also wie sollst du sagen, nee, das hat jemand, also wenn du keinen Zild davon hast und gerade 23 und gerade auf sportlich auf einer Wolke 10 schwebst.

SPEAKER_01

Also du hast das Getränk noch und da ist noch was drin und die können es nachweisen, dass da.

SPEAKER_00

Hast du ja auch nicht. Naja, auf jeden Fall. Also es war auch 2021 so und 24 kam dann auf einmal so, ich glaube, das war ein Tag vor unserem Vorlauf, haben die auf einmal im Olympischen Dorf geklopft, hier würden gerne eine Trainingskontrolle machen von dir. Und da war ich so, okay, krass. Also vor einem Tag vor dem Wettkampf ist so, also das hatte ich noch nie. Also es war immer so nach dem Wettkampf, es war auch schon mal einmal abends 22 Uhr und dann nächsten Tag früh um fünf. Da habe ich sie gefragt, ja, was ist denn das jetzt? Haben die gesagt, naja, wir haben die Theorie. Wenn wir gekommen sind, haut ihr euch was rein. Oder jemand. Und dann wollen wir halt den nächsten Morgen nochmal kontrollieren. Ja, okay, macht das gerne, aber dann, also, das kommt.

SPEAKER_01

Also für 2028 muss ich schon ein paar Becher fürs Wasser. Aha, ich werde eher genommen. Ich habe schon mal reingepinkelt.

SPEAKER_00

Nee, nee, nee, nee. Darf man eher nicht. Ja, also das war so, das war so komplett außer der Routine oder der Regel. Und dann, also da ist man halt fuchsig, okay, wäre jetzt hier was angefasst und ist das alles kontrolliert? Und dann meinte der auch so in Tokio zum Beispiel, naja, das ist versiegelt, das steht jetzt hier, aber ich muss noch zehn Minuten warten, bis das abgekühlt ist und dann tue ich es hier in den Schrank. Du kannst schon gehen oder du wartest mit hier oder 20 Minuten und ich war so, fuck, also mein Telefon ist draußen, die machen da draußen schon Party und also es feiern alle da, du willst da raus. Aber eigentlich, und der sagt ja, wildfremder Mann, der sagt ja, der passt schon drauf auf und er tut das dann da rein oder ich kann, also ist meine Entscheidung. Natürlich bin ich sitzen geblieben, weil ich dachte, weiß Gott auch immer, was der dann damit machen könnte. Ich kenne den nicht. Ich will sehen, dass es da in dieses Schloss wandert, in diesen Schrank und dann unter quasi mehreren Dosen verschwindet, wo er nicht mehr weiß, wer das war und wie. Hast du sie drauf geschrieben, deiner? Das ist eine Nummer. Ah, das ist eine Nummer. Genau, aber halt in dem Moment so denke ich, hast du ein paar Neuer irgendwie, weil ja auch viel da in Russland irgendwie, ne? Und da sagt sie, boah, das ist also eine schwere Entscheidung jetzt. Also die eine Seite würde sagen, komm, ja, komm, also einfach schläge ich haft, ich geh raus. Und die andere Seite dann, das kannst du nicht machen. Die werden dir alle, die werden dich alle ohrfeigen, wenn du sagst, du hast es einfach auf den Tisch stehen lassen und da den Mann drauf aufpassen lassen. Deswegen kommt eigentlich oft der Mannschaftsarzt dann von uns mit bei so großen Wettkämpfen. Der sitzt dann einfach daneben und guckt halt auf die Dinge, die man jetzt da in dem Bad der Gefühle nicht hat, ob der jetzt da sich auch die Hände gewaschen hat. Krass.

SPEAKER_01

Ich überlege gerade, ob es noch eine Abschlussfrage gibt. Was würdest du sagen, war die lustigste Podcast-Aussage? Oh, ich weiß nicht. Mir ist auch nicht wirklich was hängen geblieben. Es gibt viele, aber ich merke mir das alles nicht.

SPEAKER_00

Naja, das ist dann irgendwie weg, ne? Also so oder nicht weg, aber ich fand heute nur schon so, also war schon. Ne, war schon gut. War eine coole Folge, ja. Nee, wir sind auch so richtig ins Plaudern gekommen. Ich weiß gar nicht, es kann ja auch witzige Momente geben, die können uns ja einfach mal geschickt werden. Es werden da so interessante Momente und ich glaube, wir müssen einfach mal versuchen, jetzt wieder so alle zwei Wochen vielleicht auch zu sagen. Wir nehmen was auf und kommen dann wieder in die Konstanz, dass wir das die 30 dann irgendwie feiern demnächst.

SPEAKER_01

Erstmal gibt es am Wochenende lecker gegrilltes. Ja. Und Zimtschnecken, die muss ich auch noch machen. Darf ich nicht vergessen. Was geht jetzt noch die Woche?

SPEAKER_00

Die letzten Tage? Jetzt die Tage werden nochmal ein bisschen, nochmal ein bisschen ruhiger, weil ja quasi die Europameisterschaft ist jetzt fast in der Woche, ist schon im Vorlauf. Wir reisen halt direkt an, also bereiten uns quasi hier zu Hause vor. Springen dann einfach ins Boot und versuchen schnell zu fahren. Ja, morgen ist nochmal ein bisschen längerer Tag. Dann ist, ich weiß gar nicht, am Freitag haben wir dann sogar mal Kinderschwimmen. Am Montag war ich schon auch beim Kindersport, mit unserer großen Tochter. Cool. Da rennen wir dann dann immer Feuerwasserland und alles Mögliche. Und dann ist das natürlich bei kleinen Kindern, so zwei bis vier. Man hat halt mal eins probiert, was denn passiert, wenn man so eine Nottür rausgeht. Das piept halt wie die Sau. Und dann hast du schon mal die ersten 50 Warum-Fragen in den 15 Minuten geklärt. Und immer wieder. Und die Kinder sind das ja dann, die sitzen ja dann neben dem Kind, was sie sowieso schon schämt und da aufgemacht hat und echt Stress auch mit dem Papa hatte und alles Mögliche. Und Zoe hat dann da knallhart immer wieder gefragt, warum sie denn da die Tür aufgemacht hat, also mich. Aber natürlich direkt, also wir saßen ja dann, wir saßen alle draußen, weil es drin zu setzen ist.

SPEAKER_01

Witzig, dass sie dann nicht so das Gefühl haben, ne? Das Gefühl dafür.

SPEAKER_00

Die meinen das ja auch nicht böse, die wollen ja einfach nur wissen, warum. Und in dem Moment, normalerweise würden sie auch einfach irgendwie von der Situation überfordert, aber in dem Moment halten sie voll drauf und du denkst dir so, aber am Ende ist ja nicht schlimm, oder? Dass sie jetzt die. Nee, das war, aber da hat sie gesagt, boah, wir haben heute gar nicht getanzt. Weil du machst nur so einen Abschlusstanz und dann haben wir den zu Hause gemacht. Cool.

SPEAKER_01

Wie lange geht das Kindersport? Stunde? Ja. Ja, entspannt. Ja. Zählt das als Einheit für dich? Nee, nee, nee, nee. Okay.

SPEAKER_00

Das sind nicht in den zehn Stunden mit drin. Nee, nee, nee. Die erste Stunde war echt witzig, da sind wir Schnupperstunde gehabt und dann ging ich so, ja, jetzt machen wir mal so die Olympischen Spiele. Weiß ja niemand, was das ist? Nein. Weiß niemand. Ich habe mich nicht gemeldet. So, ihr hatte da so ein T-Shirt aus Paris an. War witzig, aber ja. Cool. Und Wochenende ist dann entspannt. Ja, außer Sonntag, Nachmittag kommen. Das ist dann stressig. Da muss wieder Gemüse grillen. Wenn der Martin und Dienes kommen.

SPEAKER_01

Nee, nee, nee, das wird cool. Komm wieder, Freunde. Gut, dass ihr eingeladen habt. Ja, ja.

SPEAKER_00

Da wusste ich ja noch nicht, dass ich da Montag um sechs los muss. Nee, aber das freue ich mich drauf. Braucht man auch. Bis Samstagnachmittag trainieren wir noch. Finde ich schon schön, dass jetzt einmal so auch drei Wochen so am Stück zu Hause viel erlebt. Das finde ich cool. Und da auch so viel mitgemacht zu haben.

SPEAKER_01

Cool. Na, ich bin bis Freitag nach Strohwipfer. Dann kommt Dienes wieder. Aber ich muss Samstag, äh, Freitag muss ich spät arbeiten, weil wir noch eine Aktion haben abends. Und könnt ihr mal alle. Na gut, kommt ja eh nicht vor. Montag kommt der ersten Montag. Und am Samstag muss ich auch arbeiten. Da ist nämlich das Probetraining vom Drachenboot Festival. Da bin ich dabei, filme ich die Leute ein bisschen. Und dann muss ich noch nach Pirna zu einer Veranstaltung. Oh. Pirna ist zusammen. Und das ist auch als Essen gemeint, also die Zweideutigkeit.

SPEAKER_00

Ah, okay. Auch auf so einer Brücke? Nee. Nee, das ist auf dem Marktplatz, glaube ich. Und das klingt interessant. Abo pro Traburt, da sieben wir. Ich weiß gar nicht, ob wir eine Folge noch davor machen, aber 19., 6. Steigen können. Achso, hast du mich ja wieder ins Trabort gelockt. Ich bin gespannt. Mal sehen, ob wir auf Grund laufen. Gerade sind ja nur 50 Zentimeter an der Elbe. Aber in der Mitte 1,50 cm. Ja, wird witzig. Mal sehen, was da so sich an Dresdens Persönlichkeiten mit ins Boot setzen. Ich bin gespannt. Ich freue mich auf die Einladung und bis zur nächsten Folge. Bis zur nächsten Folge. Tschüss.